Autohaus Löbau GmbHLiquidiert

02708 Löbau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1845
Eingetragen
6.3.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, Betrieb einer Kfz-Werkstatt, eines Karosseriefachbetriebes, Lackiererei, einer Autovermietung und Handel mit Kfz-Ersatzteilen innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik Deutschland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Kaufmann
seit 12.4.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

50.000 DM
50.00%
50.000 DM
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Löbau GmbH

Ebersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

AUTOHAUS LÖBAU GMBH, LÖBAU

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt im exklusiven Verkauf von neuen PKW und Nutzfahrzeugen der Automobilhersteller Ford, Land Rover und Volvo sowie im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen aller Automobilhersteller. Weiterhin gehören zu unserem Geschäftsbetrieb der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen, einschließlich Karosserie- und Lackierarbeiten sowie die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsgeschäften und die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

An den Standorten Löbau und Zittau werden unsere Produkte fachkundig angeboten, vermarktet und betreut.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen wie Coronakrise, Ukrainekrieg und Lieferengpässen stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 laut Statistischem Bundesamt leicht um 1,9 (Vorjahr: 2,7 Prozent). Die Inflationsrate verzeichnete einen starken Anstieg um 7,9 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent). Die Ursachen hierfür finden sich hauptsächlich in der Verknappung von Energieprodukten, insbesondere durch den Lieferstopp von Gas durch Russland. Die Zukunft der deutschen Wirtschaft ist daher in großem Maße von der Entwicklung des Kriegs in der Ukraine abhängig. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft rechnet für das Jahr 2023 mit einem Wachstum des BIP von lediglich 0,2 Prozent und einer Teuerungsrate von durchschnittlich 6,6 Prozent.

Auf dem deutschen Automarkt gingen die gesamten Neuzulassungen auf rund 3,6 Millionen Fahrzeuge zurück, was einem Minus von 0,6 Prozent entspricht. Bei den Neuzulassungen vom Pkw wurde ein Plus von 1,1 Prozent erreicht, es wurden 2.651.357 Fahrzeuge neu zugelassen. Erstmals fast die Hälfte dieser Fahrzeuge (1.315.567 Pkw) waren mit alternativen Antriebsarten ausgestattet, hier wirkten sich vor allem der Umweltbonus für Elektro- und Hybridfahrzeuge aus. Daher lag sowohl der Anteil der benzinbetriebenen Pkw mit 32,6 Prozent (Vorjahr: 37,1 Prozent) als auch der dieselbetriebenen Pkw mit 17,8 Prozent (Vorjahr: 20,0 Prozent) unter dem Vorjahresniveau.

Nach der Pressemitteilung des Kraftfahrzeugbundesamtes haben sich unsere Marken bei den Neuzulassungen wie folgt entwickelt: Ford: +3,9 Prozent, Land Rover +4,2 Prozent und Volvo -16,1 Prozent.

Der Gebrauchtwagenhandel musste hingegen wie im bereits im Vorjahr ein Minus verkraften. Es fehlt am Nachschub von jungen Gebrauchtfahrzeugen, bedingt durch Lieferengpässe von Neuwagen. Die Zahl der Besitzumschreibungen der PKW ging auf 5,6 Millionen Fahrzeuge zurück (Vorjahr: 6,7 Millionen). Die entspricht einem Minus von 15,8 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent).

Für das Jahr 2023 rechnet der Zentralverband deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit einem weiteren Einbruch der Absatzzahlen. Aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen, hohen Fahrzeugpreisen und stark gestiegener Energiekosten wird die Anschaffung eines Neufahrzeuges durch die Kunden weiter aufgeschoben. Auch der Anreiz zur Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebsmethoden ist wegen geänderter Förderbedingungen gesunken. Es wird davon ausgegangen, dass die Menschen ihre Fahrzeuge länger nutzen. Der ZDK erwartet die Zulassung von 2,6 Millionen Neuwagen und 5,5 Millionen verkaufte Gebrauchtwagen im Jahr 2023.

Die von der Gesellschaft vertretenen Marken erreichten bei den PKW-Neuzulassungen folgende Marktanteile:

Marke bundesweit Regional
Ford 4,5 % 6,2 %
Volvo 1,4 % 0,9 %
Land Rover 0,5 % 1,6 %

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Unser Gesamtumsatz hat sich, wie prognostiziert, um 5,9% erhöht (Vorjahr: -2,0%). Die wichtigsten Sparten haben sich beim Umsatz hierbei wie folgt entwickelt:

Neu- und Vorführwagen 4,8%
Gebrauchtwagen 6,8%
Service und Ersatzteile 5,9%

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen - ohne Miet- und Vorführfahrzeuge - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.061,3.

Im Service haben wir die entsprechenden Spezialwerkzeuge angeschafft.

Im Januar 2022 begann der umfangreiche Umbau für unseren Land Rover Schauraum auf die neue CI im Arch-Design. Während des laufenden Geschäftsbetriebes wurde der gesamte Schauraum im Land Rover Bereich modernisiert. Wir haben ein deutlich moderneres Ambiente für die Mitarbeiter und Kunden unserer luxuriösen Marke Land Rover geschaffen. Die Fertigstellung erfolgte im Dezember 2022.

Um der großen Nachfrage für Rädereinlagerung gerecht zu werden, bauten wir eine neue Reifenhalle in Löbau und ein modernes Rädereinlagerungsregal in Zittau.

Im energetischen Bereich investierten wir in die Erweiterung unserer Photovoltaikanlage in Löbau und in die Erstinstallation einer Photovoltaikanlage in Zittau.

Im Übrigen haben wir die erforderlichen Ersatzinvestitionen getätigt.

Die getätigten Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-Flow sowie im Vorjahr aufgenommener Darlehen finanziert werden.

Personal

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

31.12.2022 Vorjahr
Gewerbliche Mitarbeiter 30 36
Angestellte 31 21
Auszubildende 13 11
Geschäftsführer 1 1

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Weiterhin unterstützen wir zahlreiche regionale Veranstaltungen als Sponsor wie z.B. das Lückendorfer Bergrennen, die O-See-Challenge und das Reitturnier in Oderwitz. Beim SZ-Offroad Event waren wir wieder mit unseren Marken Ford und Land Rover vertreten. Die Veranstalter und wir als Aussteller waren mit der Resonanz sehr zufrieden.

Die Autohaus Löbau GmbH ist nach ISO 9002 zertifiziert. Audits von Ford, Land Rover und Volvo hinsichtlich der Erfüllung von Händler- und Servicestandards wurden jeweils entsprechend der Vorgaben erfüllt.

3. Lage

Vermögenslage

Das Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Vermögen TEUR v.H. TEUR v.H. TEUR v.H. *
Anlagevermögen (ohne Miet- und Vorführwagen) 2.240,6 27,0 1.392,8 20,8 847,8 60,9
Vorräte (zzgl. Miet- und Vorführwagen) 5.136,9 62,0 3.725,3 55,5 1.411,6 37,9
Forderungen 807,5 9,7 561,0 8,4 246,5 43,9
Flüssige Mittel 90,0 1,1 1.022,3 15,2 -932,3 -91,2
Sonstige Aktiva 14,2 0,2 8,8 0,1 5,4 61,1
8.289,2 100,0 6.710,2 100,0 1.579,0 23,5
31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Kapital TEUR v.H. TEUR v.H. TEUR v.H. *
Eigenkapital 1.410,4 17,0 1.378,8 20,6 31,6 2,3
Rückstellungen 178,3 2,2 163,8 2,4 14,5 8,8
Verbindlichkeiten 6.681,8 80,6 5.148,8 76,7 1.533,0 29,8
Sonstige Passiva 18,7 0,2 18,8 0,3 -0,1 -0,5
8.289,2 100,0 6.710,2 100,0 1.579,0 23,5

* Veränderungen über 200 v. H. werden nicht angegeben.

Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr deutlich erhöht. Zum einen hat sich der Bestand an Vorräten inklusive Miet- und Vorführfahrzeugen, im Wesentlichen aufgrund von Lieferengpässen bei Fahrzeugen im Vorjahr, um über ein Drittel erhöht. Zum anderen gab es eine Verschiebung zwischen den liquiden Mitteln (Abgang) und dem Anlagevermögen (Zugang), bedingt durch die getätigten Investitionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind korrespondierend mit dem hohen Fahrzeugbestand ebenfalls um fast 30% angestiegen. Durch die Erhöhung der Bilanzsumme fiel die Eigenkapitalquote von 20,5% im Vorjahr auf 17,0%. Wir konnten damit unser Vorhaben, die Eigenkapitalquote konstant zu halten, nicht erfüllen. Das Eigenkapital hat sich um das Jahresergebnis 2022 erhöht.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Kreditlinien, die uns zur Verfügung stehen, sind ausreichend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, Skontiermöglichkeiten werden grundsätzlich genutzt. Forderungen werden möglichst innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Leasingverpflichtungen sind nur von untergeordneter Bedeutung zu verzeichnen.

Die bestehenden Darlehen wurden wie in den Vorjahren planmäßig getilgt.

Der Cash-flow hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 31,6 49,5
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf das Anlagevermögen (ohne Miet- und Vorführfahrzeuge) 134,5 106,8
Jahres-Cash-Flow 166,1 156,3

Ertragslage

Entsprechend unserem Prognosebericht aus dem Vorjahr konnten die Umsatzerlöse 2022 wie erhofft gesteigert werden. Die Umsatzerlöse sind um 5,9 Prozent gestiegen, entsprechend hat sich auch der Materialaufwand um 3,5 Prozent erhöht. Der gute Bruttoertrag ist im Wesentlichen auf das gute Gebrauchtwagengeschäft zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 31,6 (Vorjahr TEUR 49,5) erwirtschaftet, dies entspricht nicht unseren Erwartungen aus dem Vorjahr, ein leicht höheres Jahresergebnis zu erzielen. Allerdings hatte sich insbesondere die Überbrückungshilfe in Höhe von TEUR 109,3 positiv auf unser Vorjahresergebnis ausgewirkt.

Für das Jahr 2022 errechnet sich eine Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Ertragsteuern / Umsatz) von 0,3 % (Vorjahr 0,4 %) und eine Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis vor Ertragsteuern / Eigenkapital) von 2,2 % (Vorjahr 3,6 %).

Das Finanzergebnis beinhaltet Zinserträge in Höhe von TEUR 0,5 (VJ: TEUR 0,3) und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 100,6 (VJ: TEUR 119,4).

Die Roherträge (Umsatz abzüglich Wareneinsatz) betrugen:

Fahrzeugverkauf 8,3 % Vorjahr 5,3 %
Ersatzteilgeschäft 34,0 % Vorjahr 31,9 %

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Umsatzerlöse, Jahresergebnis und Eigenkapitalquote heran.

III. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Veränderungen in der Geschäftspolitik geplant. Gegenwärtig sind keine den Bestand des Unternehmens gefährdende unmittelbaren Risiken bekannt. Es laufen keine Ermittlungen, noch sind gerichtliche Verfahren anhängig. Auch traten keine bemerkenswerten betrieblichen Unfälle oder Schadensereignisse auf.

Nach zwei Jahren mit Umsatzrückgang konnten wir im Jahr 2022 unsere Umsatzätze aufgrund der Lieferfähigkeit von Neufahrzeugen wieder steigern. Wie sind bestrebt, diese Tendenz im Jahr 2023 fortsetzen zu können. Allerdings rechnet der ZDK in seiner Prognose für das Jahr 2023 mit einem leichten Absatzrückgang. So sollen nur 2,6 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen werden. Dies entspricht einem Minus von ca. 50.000 Einheiten gegenüber 2022. Obwohl sich die Liefersituation normalisiert hat, wird als Hauptgrund dafür die gestiegene Teuerungsrate angesehen. Größere Investitionen werde aufgeschoben und bezahlbare Kleinst- und Kleinwagen fehlen im Portfolio der Hersteller.

Besser wird die Situation am Gebrauchtwagenmarkt gesehen, hier rechnet der ZDK für das Jahr 2023 mit einer Steigerung von ca. 110.000 Einheiten zum Jahr 2022. Es werden wieder mehr jüngere Gebrauchtfahrzeuge auf den Markt kommen, außerdem bleiben die Gebrauchtwagenpreise voraussichtlich auf einem hohen Niveau. Auch unsere Gesellschaft möchte wieder ein besonderes Augenmerkt auf das Gebrauchtwagengeschäft legen.

Als stabil beurteilen wir die Situation im Service. Weil bezahlbare Fahrzeuge knapp sind, kommt es zu einer längeren Haltedauer von Fahrzeugen. Das Durchschnittsalter von Pkw liegt bei knapp 10 Jahren. Die längere Nutzung der Fahrzeuge führt zu einem höheren Wartungsaufwand. Es wird vom ZDK eine Werkstattauslastung vom 86% erwartet (2022: 84%).

Unser Autohaus erwartet im Jahr 2023 einige neue Modelle. Bei der Marke Land Rover kommt der legendäre Defender 130 in unseren Schauraum. Auch der Range Rover Sport erhält eine komplette Modellüberarbeitung und wir können nun fast alle Land Rover Modelle auch als Plug-in-Hybridversionen anbieten. Bei Ford erwarten wir zum Ende des Jahres den neuen, vollelektrischen Explorer. Im Nutzfahrzeugbereich kommt der komplett neue Ford Ranger Pickup, nun auch mit 6-Zylinder Diesel inclusive dem robusten Ford Ranger Raptor und zum Ende des Jahres der neue Ford Transit Custom und Tourneo Custom sowie der neue Ford Transit Courier.

Es kann eingeschätzt werden, dass sich die Autohaus Löbau GmbH eine sehr gute Marktposition geschaffen hat. Die Strategie, das Autohaus mit ausgezeichneter Stammkundenbetreuung zu einer ersten Adresse der Region Oberlausitz werden zu lassen, führt zu einer nach wie vor guten Auslastung der vorhandenen Kapazitäten.

Insgesamt gehen wir von einer leichten Umsatzsteigerung und einem leicht positiverem Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr aus. Die Eigenkapitalquote möchten wir verbessern. Eine sichere Prognose ist aufgrund des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft nicht möglich.

Wesentliche Veränderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

IV. Chancen- und Risikobericht

Nach dem Ende der Corona-Krise stellt der Ukrainekrieg seit dem 24.02.2022 ein erhörtes Risiko für unsere Gesellschaft dar.

Die Auswirkungen der von demokratischen Staaten verhängten Sanktionen gegen Russland sind deutlich spürbar. Russland reagierte mit einem Lieferstopp von Gas. Zu den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen kamen hohe Zinsen und eine hohe Inflation.

Deshalb befürchten wir, dass sich insbesondere bei Privatkunden infolge der weiter steigenden Kosten eine Änderung im Kaufverhalten erfolgen wird. Die Löhne konnten nicht an das Niveau der Teuerungsrate angepasst werden. Daher werden große Anschaffungen für den Großteil der Bevölkerung auch im Jahr 2023 nicht möglich sein.

Wie lange sich die Ukraine-Krise erstrecken wird und welche Konsequenzen dadurch für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren noch geben, ist nicht konkret abschätzbar. Es können sich auch für unser Unternehmen negative Folgen bei Umsatz, Jahresergebnis und Liquidität ergeben.

Chancen sehen wir für das Jahr 2023 im Bereich Verkauf durch eine steigende Verfügbarkeit von Neufahrzeugen sowie von weiterhin guten Bruttoerträgen beim Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen. Zudem wirkt sich der alternde Fahrzeugbestand der Kunden positiv auf das Werkstattgeschäft aus.

Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken ausreichend Kreditlinien vertraglich vereinbart.

Weitere wesentliche Risiken könne wir für unser Autohaus nicht erkennen.

Gesamtaussage

Wir sind bestrebt, im Jahr 2023 ein leicht positiveres Ergebnis als 2022 zu erzielen und streben ein leicht höheres Umsatzniveau an.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten vereinzelt Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Grundsätzlich verfügt die Gesellschaft allerdings über einen solventen Kundenstamm, so dass Forderungsausfälle eher die Ausnahme sind. Ebenfalls wird vor der Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und teilweise über eine Warenkreditversicherung.

Im Berichtsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie von Risiken aus Finanzierungsgeschäften eingesetzt.

 

Löbau, 15. Juni 2023

gez. Jörg Kaufmann, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AUTOHAUS LÖBAU GMBH, LÖBAU

Registergericht: Amtsgericht Dresden

Registernummer: HRB 1845

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10,00 92,00
II. Sachanlagen 4.056.245,09 2.611.080,02
4.056.255,09 2.611.172,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.321.286,50 2.506.948,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 807.427,70 560.947,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 90.010,41 1.022.342,84
4.218.724,61 4.090.238,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.234,00 8.838,00
8.289.213,70 6.710.248,02

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 60.000,00 60.000,00
III. Gewinnrücklagen 127.200,00 127.200,00
IV. Gewinnvortrag 1.140.474,79 1.090.996,52
V. Jahresüberschuss 31.599,15 49.478,27
1.410.403,13 1.378.803,98
B. Rückstellungen 178.279,00 163.803,00
C. Verbindlichkeiten 6.681.831,57 5.148.841,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 18.700,00 18.800,00
8.289.213,70 6.710.248,02

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 3.758.532,41 3.413.515,17
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.091.554,05 -1.877.619,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -413.261,93 -391.588,01
-2.504.815,98 -2.269.207,49
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -843.530,19 -745.271,65
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 465,70 328,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -100.615,94 -119.450,87
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.193,10 -9.304,34
8. Ergebnis nach Steuern 49.303,86 66.302,16
9. Sonstige Steuern -17.704,71 -16.823,89
10. Jahresüberschuss 31.599,15 49.478,27

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

AUTOHAUS LÖBAU GMBH, LÖBAU

I. Bilanzierungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen werden die Abschreibungen linear ermittelt. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten, bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 ohne Umsatzsteuer im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 v.H. der Anschaffungskosten abgeschrieben wird.

Die Miet- und Vorführfahrzeuge werden trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Miet- und Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind, mit dem von der Bundesbank ermittelten, maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft hat aufgrund der Corona-Pandemie Kurzarbeit im Geschäftsjahr 2021 angemeldet. Die Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung waren als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2022

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
Personalkosten 54,2
Gewährleistung und Kulanz 23,5
Rücknahmeverpflichtung von Leasingfahrzeugen 49,2
Übrige 38,5
165,4

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Grundschulden:
Kreditinstituten 6.195,7 5.272,7 923,0 414,1 TEUR 953,0
(Vorjahr) (4.593,9) (3.540,9) (1.053,0) (525,4)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40,6 40,6 0,0 0,0
(Vorjahr) (33,6) (33,6) (0,0) (0,0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158,2 158,2 0,0 0,0
(Vorjahr) (127,5) (127,5) (0,0) (0,0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 287,3 287,3 0,0 0,0
(Vorjahr) (393,8) (393,8) (0,0) (0,0)
-davon aus Steuern: EUR 52.592,53 (Vorjahr EUR 241.444,69)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.537,47 (Vorjahr EUR 3.500,68)
Gesamt 6.681,8 5.758,8 923,0 414,1
(Vorjahr) (5.148,8) (4.095,8) (1.053,0) (525,4)

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten die üblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Finanzergebnis

Im Posten Zinsen und ähnliche Erträge sind Beträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 100,00 enthalten (Vorjahr EUR 0,00).

Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung in Höhe von EUR 0,0 (Vorjahr EUR 200,0) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Verkauf von Fahrzeugen bestehen branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen für die Jahre 2023 bis 2027 in Höhe von TEUR 2.842,4.

Weitere finanzielle Verpflichtungen, die für die Finanzlage von Bedeutung sind, existieren nicht.

2. Angaben zu Geschäftsführungsorganen

Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Jörg Kaufmann, Leiter Autohaus.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigt:

2022
gewerbliche Arbeitnehmer 37
Angestellte 30
Auszubildende 10
77

4. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Gewinnvortrag zum 01. Januar 2022 einschließlich des Jahresüberschusses 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Löbau, den 15. Juni 2023

Autohaus Löbau GmbH
Löbau

gez. Jörg Kaufmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 01.01.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.809,47 0,00 0,00 0,00 34.809,47 34.717,47
34.809,47 0,00 0,00 0,00 34.809,47 34.717,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.524.979,46 580.231,40 2.626,00 10.321,43 5.112.906,29 3.659.710,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.484.347,50 481.118,25 91.640,65 0,00 1.873.825,10 988.620,01
3. Miet- und Vorführfahrzeuge 1.321.436,34 1.903.446,96 1.291.087,78 0,00 1.933.795,52 103.084,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.731,91 0,00 0,00 -10.321,43 21.410,48 0,00
7.362.495,21 2.964.796,61 1.385.354,43 0,00 8.941.937,39 4.751.415,19
7.397.304,68 2.964.796,61 1.385.354,43 0,00 8.976.746,86 4.786.132,66
Abschreibungen
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82,00 0,00 34.799,47 10,00 92,00
82,00 0,00 34.799,47 10,00 92,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.490,83 0,00 3.702.201,67 1.410.704,62 865.268,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.914,25 15.203,15 1.065.331,11 808.493,99 495.727,49
3. Miet- und Vorführfahrzeuge 116.051,96 100.976,78 118.159,52 1.815.636,00 1.218.352,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 21.410,48 31.731,91
250.457,04 116.179,93 4.885.692,30 4.056.245,09 2.611.080,02
250.539,04 116.179,93 4.920.491,77 4.056.255,09 2.611.172,02

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Autohaus Löbau GmbH, Löbau

An die Autohaus Löbau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Löbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Löbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, soweit wir welche während unserer Prüfung festgestellt haben sollten.

 

München, 15. Juni 2023

Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte

Wiedemann, Wirtschaftsprüfer

Muggenthaler, Wirtschaftsprüferin

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