Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 5404
Eingetragen
27.10.1998
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu VersorgungszweckenGashandel durch Rohrleitungen
Gegenstand
Die Forschung, Entwicklung, Betreuung, Beratung, Vermarktung und der Vertrieb neuer Technologien und Produkte, vornehmlich auf dem Engerie-Umweltsektor, sowie der GasCon Polska Sp.z.o.o und externen Tankstellen-Besitzern, für Bezugsmengen aus dem Importterminal-Swinemünde (Polen) Vertriebsgesellschaft von externen Tankstellen-Besitzen, für Bezugsmengen aus dem Importterminal Zeebrügge (Belgien), Bereitstellung von eigenen CNGund LNG-Tankstellen bei Sonderkunden, Planung neuer Tankstellen-Standorte mit internationalen Partnern, Betreiber von CNG- und LNG-Tankstellen (Wartung, Instandsetzung, Betreuung, Monitoring, Schulung, Eichung, ZÜS-Abnahmen), Einkauf von CNG und LNG auf deutschen Märkten und EU- Mitgliedsstaaten, Einkauf und Handel von Biomethan und BioLNG, Flottenkarten-Management, Abstimmung und Akzeptanz mit anderen Anbietern, Verkauf und Inverkehrbringung der gasförmigen Kraftstoffe nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 a EnergieStG, Abrechnung der verkauften gasförmigen Kraftstoffe mit dem Endkunden, Handel mit Treibhausgas-Minderungsquoten mit verpflichtenden Mineralöl-Unternehmen, Forschung und Entwicklung neuer Antriebskonzepte, Mitarbeit in Fachgremien und Normenausschüssen, Marketing und Presseinformationen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Scholz
seit 7.11.2024
Geschäftsführer
Marius Scholz
seit 7.11.2024
Geschäftsführer
Norbert Scholz
seit 14.6.2002
Geschäftsführer
Alexander Scholz
seit 14.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Norbert Franz Scholz
Troisdorf
25000
50.00%
Alexander Scholz
Troisdorf
25000
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GasCom-Equipment GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.094,51 49.262,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 160.913,00 133.824,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.267.893,51 1.546.632,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.189.977,51 1.492.620,03
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.450,00
3.618.784,02 3.180.526,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 500,00
3.675.378,53 3.230.288,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.893.291,68 3.270.658,49
2. Waren 1.389.182,71 630.199,70
3. geleistete Anzahlungen 756.685,28 3.247.269,43
7.039.159,67 7.148.127,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.028.646,04 5.678.712,87
2. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 6.680.168,74 6.023.158,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 494.095,55 3.265.439,22
17.202.910,33 14.967.310,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.425.222,71 4.102.676,64
25.667.292,71 26.218.115,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 144.751,63 7.689,41
29.487.422,87 29.456.092,58

Passivseite

31.12.2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 0,00 8.425.704,67
III. Jahresüberschuss 0,00 2.234.937,03
IV. Bilanzgewinn 10.325.245,21 0,00
10.350.809,80 10.686.206,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 731.010,00 731.010,00
2. sonstige Rückstellungen 847.514,01 611.354,16
1.578.524,01 1.342.364,16
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.385.090,00 1.518.420,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.472.259,14 9.468.025,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 6.867.889,63 2.881.607,73
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.832.850,29 3.559.468,79
davon aus Steuern: € 1.793.852,94 (Vj. € 3.229.032,33)
17.558.089,06 17.427.522,13
29.487.422,87 29.456.092,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 62.446.267,54 99.497.667,41
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.622.633,19 2.019.765,79
3. sonstige betriebliche Erträge 736.779,01 609.971,19
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 27.605,61 (Vj. € 26.555,88)
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.729.438,96 83.082.967,95
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.663.505,62 10.683.468,90
59.392.944,58 93.766.436,85
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 1.638.850,96 1.361.714,70
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 461.845,67 330.639,90
davon für Altersversorgung: € 40.329,49 (Vj. € 45.347,39)
2.100.696,63 1.692.354,60
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.067.251,70 921.481,43
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.983.713,98 2.371.361,25
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechung: € 5.989,55 (Vj. € 5.861,53)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.927,41 2.645,00
davon aus nahe stehenden Unternehmen: € 0,00 (Vj. € 2.625,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102.330,61 177,56
davon an nahe stehende Unternehmen: € 102.291,01 (Vj. € 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42.826,27 1.117.527,27
11. Ergebnis nach Steuern 119.843,38 2.260.710,43
12. sonstige Steuern 35.239,87 25.773,40
13. Jahresüberschuss 84.603,51 2.234.937,03
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.660.641,70
15. Ausschüttung 420.000,00
16. Bilanzgewinn 10.325.245,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Bestimmungen der § 266 bzw. § 275 HGB, jeweils in der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Form.

Die Gesellschaft ist unter der Firma GasCom-Equipment GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 5404 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Troisdorf.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und um die planmäßige lineare oder geometrisch-degressive Abschreibung vermindert.

Der Wertansatz der Zugänge des Sachanlagevermögens berechnete sich aus den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder geometrisch-degressive Abschreibungen.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und nach dem Gebot der kaufmännischen Vorsicht bewertet. In den Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse ist ein entsprechender Gemeinkostenanteil enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, zum Barwert oder einem niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Die Wertberichtigungen werden unter dem Gesichtspunkt des kaufmännischen Vorsichtsprinzips in ausreichendem Umfang gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für drohende Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet, die mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet werden.

Alle Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der hierauf im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist im Anlagenspiegel (als Beilage zum Anhang) ersichtlich.

In den Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen sind solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 6.680.168,74 € (Vj. 6.023.158,77 €) enthalten.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 10.240.641,70 € enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die voraussichtlichen Aufwendungen für Tantiemezahlungen, Gewährleistungen, Beiträge, nicht genommenen Urlaub, die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, ausstehende Eingangsrechnungen, Preisdifferenzen beim Biomethan-Einkauf sowie Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses einschließlich Steuererklärungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis ein Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen sind solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 3.148,06 € (Vj. 2.881.607,73 €) sowie ein kurzfristiges Darlehen von der easyLNG GmbH & Co. KG über 4.353.241,45 € und ein kurzfristiges Darlehen von der GasTec GmbH & Co. KG über 2.511.500,12 € enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse von 62.446 TEUR (Vj. 99.498 TEUR) verteilen sich wie folgt:

Inland 53.164 TEUR (Vj. 92.645 TEUR)
Ausland 9.282 TEUR (Vj. 6.853 TEUR)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 398 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Unternehmen durchschnittlich 20 Vollzeit- (Vj. 18) und 6 Teilzeitkräfte (Vj. 6) beschäftigt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung wahrgenommen von:

Herrn Norbert Scholz, operativer Geschäftsführer der GasCom GmbH, Troisdorf,

Herrn Alexander Scholz, operativer Geschäftsführer der GasCom GmbH, Troisdorf.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf 19 T€, wobei dieser Betrag ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

Nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt 219 T€ (Vj. 503 T€).

 

Troisdorf, den 2. Juli 2024

gez. Norbert Scholz

gez. Alexander Scholz

Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.888,96 40.553,00 0,00 2.074,82 129.516,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 405.804,44 31.963,12 0,00 43.321,62 481.089,18
2. technische Anlagen und Maschinen 2.990.257,91 1.894.614,48 656.448,85 223.212,18 4.451.635,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.428.042,82 143.599,27 264.972,37 -268.608,62 4.038.061,10
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.450,00 0,00 7.450,00 0,00 0,00
7.831.555,17 2.070.176,87 928.871,22 -2.074,82 8.970.786,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
7.918.944,13 2.110.729,87 928.871,22 0,00 9.100.802,78
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023 Geschäftsjahr (Zugang) Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.626,96 33.721,00 0,00 2.074,31 73.422,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 271.980,44 24.607,12 0,00 23.588,62 320.176,18
2. technische Anlagen und Maschinen 1.443.625,89 564.059,31 65.518,17 241.575,18 2.183.742,21
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.935.422,79 444.864,27 264.965,36 -267.238,11 2.848.083,59
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.651.029,12 1.033.530,70 330.483,53 -2.074,31 5.352.001,98
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.688.656,08 1.067.251,70 330.483,53 0,00 5.425.424,25
Buchwert
31.12.2023 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.094,51 49.262,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 160.913,00 133.824,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.267.893,51 1.546.632,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.189.977,51 1.492.620,03
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.450,00
3.618.784,02 3.180.526,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 500,00
3.675.378,53 3.230.288,05

Lagebericht 2023

gemäß § 289 HGB

GasCom-Equipment GmbH

Troisdorf

Im Rahmen der Lageberichterstattung kann es vorkommen, dass neben lageberichtstypischen Angaben ebenfalls lageberichtsfremde Angaben (gesetzlich nicht gefordert) enthalten sind, die keiner inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen werden müssen. Zu den lageberichtsfremden und somit nicht geprüften Angaben zählen im folgenden Lagebericht die mit *** gekennzeichneten Passagen.

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1. LNG-Absatz an deutschen Tankstellen

2.2. Preisentwicklungen auf dem Gasmarkt

2.3. Aussichten für Biogas

3. Geschäftsverlauf der GasCom-Equipment GmbH

3.1 Umsatz und Auftragsentwicklung

3.2 Beschaffung

3.3 Investitionen

3.4 Personal

4. Darstellung der Lage der GasCom-Equipment GmbH

4.1 Vermögenslage

4.2 Finanzlage

4.3 Ertragslage

4.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

4.5 Gesamtaussage

III. Chancen- und Risikobericht

IV. Prognosebericht

I. Grundlagen und Werte des Unternehmens

Bei der GasCom-Equipment GmbH handelt es sich um eine nahestehende Gesellschaft der easyLNG GmbH & Co. KG und der GasTec GmbH & Co. KG. Zu den Hauptbetätigungsfeldern der GasCom-Equipment GmbH gehört der zentrale Gaseinkauf für die GasCom-Gruppe und die Belieferung der nahestehenden Gesellschaften, die Belieferung von fremden LNG- Tankstellen und Industriekunden mit LNG, die Erbringung von Dienstleistungen und LNG- Lieferungen rund um Gas-Notversorgungen, der Bau und Verkauf von LNG-Tankstellen sowie sonstige Dienstleistungen rund um das Thema Gas. Die GasCom-Equipment GmbH kauft und verkauft neben fossilem LNG/CNG auch Bio-Methan und Bio-LNG und handelt mit Treibhausgasminderungsquoten.

Der Umsatz der GasCom-Equipment GmbH im Jahre 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 37 % auf 62,5 Mio. Euro verringert (VJ 99,5 Mio. Euro). Die Bilanzsumme ist im selben Zeitraum mit 29,5 Mio. Euro unverändert geblieben und der Jahresüberschuss ist von 2,2 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro gesunken.

Vom Anfang der Unternehmensgründung bis heute stand das Thema Nachhaltigkeit immer im Mittelpunkt der Dienstleistungen. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind daher wesentliche Pfeiler der Unternehmensphilosophie, ebenso die Entwicklung neuer Strategien und Konzepte zur Verringerung von Treibhausgasen. ***

Daher fördern wir ressourcen-schonenden und effizienten Energieeinsatz bei uns und unseren Marktpartnern. Durch den Bau und die Betriebsführung eigener LNG-Tankstellen wird eine möglichst schnelle Dekarbonisierung des schweren Nutzfahrzeugverkehrs unterstützt. Durch den verstärkten Einsatz von Biomethan und daraus erzeugtem Bio-LNG leistet die GasCom- Equipment GmbH und die gesamte GasCom-Gruppe ihren Beitrag zur nachhaltigen und klimaneutralen Mobilität von morgen. ***

Darüber hinaus bekennen wir uns zur Unterstützung und Umsetzung der im Rahmen der Global Compact Initiative der Vereinten Nationen aufgestellten Prinzipien zu Menschenrechten, den Arbeitsbeziehungen und Umwelt sowie zur Korruptionsbekämpfung. ***

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 hat sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch durch die Corona-Krise der Jahre 2020 und 2021 nicht weiter fortgesetzt. Bedingt durch hohe Preise und hohe Zinsen sank das BIP um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt war die Entwicklung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe um deutliche 2,0 % zurückging, konnte sich das Baugewerbe mit einem kleinen Plus von 0,2 % stabilisieren und in den meisten Dienstleistungsbereichen konnte sogar ein etwas kräftigerer Anstieg verzeichnet werden.

Im Bereich der Konsumausgaben gingen jedoch sowohl der private Konsum um 0,8 % als auch die staatlichen Ausgaben (-1,7 %) zurück. Lediglich bei den Investitionen konnte ein Anstieg verzeichnet werden und hier vor allem in Ausrüstungen (Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, +3,0 %), während Bauinvestitionen aufgrund der spürbar gestiegenen Bauzinsen um 2,1 % sanken.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Im gleichen Zeitraum ist das BIP in Europa und der EU um 0,5 % gestiegen.

(Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18507488/2-14022024-AP-DE.pdf/bcbe5116-b73fa433-f528-4019e44e0b07.html)

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1 LNG-Absatz an deutschen Tankstellen

Der LNG-Absatz an den Tankstellen in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut gestiegen, wenn auch moderat. So konnten insgesamt 146.734 Tonnen LNG abgesetzt werden, während es 2022 noch 139.000 Tonnen waren. Im Jahr 2021 waren es 134.600 Tonnen, im Jahr 2020 47.985 Tonnen und 2019 lag der Absatz sogar nur bei 14.550 Tonnen.

(Quelle: https://gas.info/gas-im-energiemix/mobil-verkehr/Ing-bio-Ingschwerlastverkehr#:~: text=Im%20Jahr%202023%20stieg%20der,er%20noch%20bei%2014.550%20Tonnen.

2.2 Preisentwicklungen auf dem Gasmarkt

Trotz andauerndem Krieg in der Ukraine und damit großer Unsicherheit auf den weltweiten Energiemärkten hat sich der Gaspreis zum Beginn des Jahres 2023 sehr schnell auf ein Niveau reduziert, wie wir es zuletzt 2021 gesehen hatten. D.h. der rasante Anstieg des Jahres 2022 konnte zügig umgekehrt werden, so dass der durchschnittliche Börsenkurs zum Index TTF im Jahr 2023 nur noch bei 48,50 Euro/MWh lag, während es 2022 im Mittel noch 131,60 Euro/MWh waren. In der Spitze lag er im Herbst 2022 sogar bei über 230,00 Euro/MWh während er im Sommer 2023 bis auf unter 30,00 Euro/MWh sank. Der starke Rückgang zu Beginn des Jahres 2023 war sicherlich darin begründet, dass sich relativ schnell abzeichnete, dass es zu der befürchteten Gasmangellage nicht kommen würde, wozu ein milder Winter, reduzierte Nachfrage und stark ausgebaute Alternativquellen beigetragen haben.

2.3 Aussichten für Biogas

Hinsichtlich des vermehrten Einsatzes von Bio-LNG an den deutschen LNG-Tankstellen hat es im Laufe des Jahres 2023 rasante Entwicklungen gegeben. Hierbei war insbesondere die GasCom-Equipment GmbH mit ihrem nahestehenden Unternehmen, der easyLNG GmbH & Co. KG, ein wesentlicher Treiber.***

Bereits im Sommer/Herbst des Jahres 2023 hat GasCom auf nahezu 100 % Bio-LNG für die KFZ-Anwendungen umgestellt. Hierfür wurden zusätzliche Bio-LNG Lieferanten gewonnen, Bio-Methan eingekauft und zu Bio-LNG konvertiert.

Für die mittel- und langfristige Entwicklung im automobilen LNG-Markt sehen wir einen Wechsel hin zu ausschließlicher Verwendung von Bio-Kraftstoff, da dieser zur benötigten Dekarbonisierung wesentlich beiträgt und für die Produzenten und Inverkehrbringer Zusatzerlöse über den Handel mit Treibhausgasminderungsquoten erzielbar sind. Mit Hilfe dieser Erlöse kann das Produkt LNG zu attraktiven und mit herkömmlichem Diesel oder auch HVOs wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden.

3. Geschäftsverlauf der GasCom-Equipment GmbH

Wie sich bereits Ende des Jahres 2022 abzeichnete, war der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 vom Wechsel auf nahezu 100% Bio-LNG und den damit einhergehenden Einflüssen des Preisniveaus für Treibhausgasminderungsquoten geprägt. In Kenntnis dieses Transformationsprozesses entspricht der Geschäftsverlauf im Wesentlichen den Erwartungen, wobei die Umsatzlöse mit 62,5 Mio. Euro leicht über der Planung liegen, während das geplante Vorsteuerergebnis nicht ganz erreicht werden konnte.

3.1 Umsatz und Auftragsentwicklung

Das Jahr 2023 war erneut von ganz erheblichen Preisschwankungen beim LNG geprägt. So lag der Preis im niederländischen Gasnetz (TTF) Anfang des Jahres noch bei über 100,00 Euro/MWh, fiel bis zum Sommer auf unter 30,00 Euro/MWh, um dann wieder bis Jahresende auf fast 50,00 Euro/MWh zu steigen. Da der TTF im Jahresdurchschnitt 2023 mit 48,50 Euro/MWh gut 60 % unter dem Schnitt des Jahres 2022 lag (131,50 Euro/MWh), spiegelt sich diese Entwicklung auch im Umsatz der GasCom-Equipment GmbH wider. Dieser hat sich von 99,5 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 62,5 Mio. Euro und damit um 37 % verringert. Wesentlich für diesen Rückgang war der Preisverfall, der so in der Regel auch an unsere Kunden weitergegeben wird. Der LNG-Absatz hat sich im selben Zeitraum um 4 % erhöht, während der CNG-Absatz sogar um über 200% gestiegen ist.

3.2 Beschaffung

Das Geschäftsjahr 2023 war hinsichtlich der Gas-Beschaffung von einem bedeutsamen Wechsel geprägt. Zu Beginn des Jahres hat die GasCom-Equipment GmbH ihre LNG- Bedarfsmengen weiterhin überwiegend am LNG-Terminal mit fossilem LNG im belgischen Zeebrugge eingedeckt. Ab Spätsommer 2023 hat sich die GasCom-Equipment GmbH jedoch entschieden, zumindest in den KFZ-Anwendungen, auf nahezu 100 % Bio-LNG zu setzen und seinen Kunden ein umweltfreundliches und nachhaltiges Produkt anzubieten, welches sehr gut angenommen wurde. Hierdurch bedingt wurden kurzfristig weitere und zusätzliche Bio- LNG und vor allem Bio-Methan Quellen erschlossen. Hierfür wurde ein Mix aus Spot-Mengen und langfristigen Lieferverträgen kontrahiert.

3.3 Investitionen

Im Laufe des Jahres 2023 hat sich das Sachanlagevermögen der GasCom-Equipment GmbH im Saldo um 0,4 Mio. Euro erhöht. Ursächlich hierfür waren Anlagenzugänge in Höhe von 2,1 Mio. Euro sowie planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro und Anlagenabgänge in Höhe von 0,6 Mio. Euro. Die Investitionstätigkeit betraf sowohl Ersatzinvestitionen als auch Investitionen in die Erweiterung der Transportkapazitäten in Form von zusätzlichen LNG-Containern. Zum Jahresende 2023 weist die GasCom-Equipment GmbH ein Sachanlagevermögen zu einem Buchwert in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. Euro aus.

3.4 Personal

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die GasCom-Equipment GmbH, ohne Mitglieder der Geschäftsführung, 20 Voll- und 6 Teilzeitmitarbeiter. Hierin enthalten sind die Mitarbeiter, die für die nahestehenden Gesellschaften easyLNG GmbH & Co. KG und GasTec GmbH & Co. KG kaufmännische Dienstleistungen erbringen. Die Geschäftsführung im Jahr 2023 wurde unverändert durch die geschäftsführenden Gesellschafter Herrn Norbert Scholz und Herrn Alexander Scholz wahrgenommen.

4. Darstellung der Lage der GasCom-Equipment GmbH

4.1 Vermögenslage

Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 3.675 3.230 14
Vorräte und geleistete Anzahlungen 7.039 7.148 -2
Forderungen/sonst. Vermögensgegenst. 17.203 14.967 15
Liquide Mittel 1.425 4.103 -65
Rechnungsabgrenzung 145 8 > 100
Passiva
Eigenkapital 10.351 10.686 -3
Rückstellungen 1.578 1.342 18
Verbindlichkeiten 17.558 17.428 1
Bilanzsumme 29.487 29.456 0

Die GasCom-Equipment GmbH verfügt über ein umfassendes Sachanlagevermögen, überwiegend bestehend aus Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeugen. Dieses wird regelmäßig ausgetauscht, ergänzt und instandgehalten.

Die Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen setzen sich zum 31.12.2023 aus Treibhausgasminderungsquoten in Höhe von 3,3 Mio. Euro, unfertigen Erzeugnissen im Tankstellenbau in Höhe von 1,6 Mio. Euro und Gasbeständen in Höhe von 1,4 Mio. Euro sowie geleisteten Anzahlungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen zum 31.12.2023 aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,0 Mio. Euro, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 6,7 Mio. Euro und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt 0,5 Mio. Euro, wovon Forderungen aus Steuerzahlungen nahezu den vollständigen Wertansatz erklärten.

Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr 2023 sehr niedrig gehalten werden. Das Bankguthaben hat sich im Laufe des Jahres 2023 von 4,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro verringert und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind von 8 T€ auf 145 T€ angestiegen.

Das Eigenkapital ist aufgrund von unterjährigen Ausschüttungen leicht von 10,7 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro zurückgegangen und beträgt damit 35 % der Bilanzsumme (VJ 36 %).

Rückstellungen wurden weiterhin im kaufmännisch sinnvollen bzw. notwendigen Rahmen gebildet und betrugen damit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht 1,6 Mio. Euro, wobei hiervon alleine 0,7 Mio. Euro Rückstellungen für Steuerzahlungen aus dem Jahr 2022 betreffen. Unter den sonstigen Rückstellungen wurden die Gewährleistungsrückstellungen um deutliche 0,4 Mio. Euro reduziert, während zusätzliche Rückstellungen für Preisdifferenzen beim Bio- Methaneinkauf in Höhe von 0,6 Mio. Euro gebildet wurden.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum Abschlussstichtag weiterhin nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 6,9 Mio. Euro beinhalten auch kurzfristige Darlehen. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro betreffen den Tankstellenbau und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Mio. Euro resultieren fast ausschließlich aus laufender Umsatz- und Lohnsteuer.

4.2 Finanzlage

Die Finanzlage der GasCom-Equipment GmbH ist weiterhin zufriedenstellend. Liquide Mittel in Höhe von 1,4 Mio. Euro und kurzfristige Forderungen in Höhe von 17,2 Mio. Euro stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 15,8 Mio. Euro gegenüber und hiervon 6,9 Mio. Euro gegenüber nahestehenden Unternehmen. Zusätzlich bestehen, lediglich kurzfristige, Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Mio. Euro. Darüber hinaus ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, unfertige Leistungen in Form von Treibhausgasminderungsquoten zu veräußern und dadurch zusätzliche Liquidität zu generieren. Daher war und ist die GasCom-Equipment GmbH jederzeit und in vollem Umfang in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht und vollumfänglich zu erfüllen.

4.3 Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ %
Umsatzerlöse 62.446 99.498 -37
Bestandsveränderungen 1.623 2.020 -20
Gesamtleistung 64.069 101.518 -37
Materialaufwand -59.393 -93.767 -37
Rohertrag 4.676 7.751 -40
sonstige betriebliche Erträge 737 610 21
Personalaufwand -2.101 -1.692 24
Abschreibungen -1.067 -922 16
sonstige betriebliche Aufwendungen -1.984 -2.371 -16
Betriebsergebnis (EBIT) 261 3.376 -92
Zinsergebnis -98 2 >-100
Steuerergebnis -78 -1.143 -93
Jahresergebnis 85 2.235 -96

Das Geschäftsjahr 2023 war allgemein geprägt von einem deutlichen Rückgang der Gaspreise. Gleichzeitig fielen auch die Preise für Treibhausgasminderungsquoten im gesamten Jahresverlauf kräftig. Da die GasCom-Equipment GmbH ihren Anteil von verkauften Bio- Gasen, insbesondere in den KFZ-Anwendungen deutlich erhöht hat, waren beide Effekte von großer Relevanz für die Geschäftsentwicklung. So fiel der Umsatz trotz Absatzerhöhung beim Hauptprodukt LNG von 99,5 Mio. Euro auf 62,5 Mio. Euro.

Da sich auch der Materialaufwand von 93,8 Mio. Euro auf 59,4 Mio. Euro und damit um ebenfalls 37 % verringerte, lag der Rohertrag im Jahr 2023 bei 4,7 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Jahr 2022. Gestiegene Personalaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro (VJ 1,7 Mio. Euro) sowie leicht gestiegene Abschreibungen (1,1 Mio. Euro in 2023 nach 0,9 Mio. Euro in 2022) konnten auch durch reduzierte sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro (VJ 2,4 Mio. Euro) nicht kompensiert werden, so dass das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 3,4 Mio. Euro in 2022 auf 0,3 Mio. Euro in 2023 zurückging. Nach Steuern und Zinsen verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 0,1 Mio. Euro nach 2,2 Mio. Euro in einem außergewöhnlich ertragsstarken Jahr 2022.

4.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt in erster Linie über die folgenden Kennzahlen:

Umsatz bzw. Gesamtleistung

Absatzentwicklung

Rohertrag

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

In den Kennzahlen zum Umsatz bzw. der Gesamtleistung und zum Rohertrag spiegeln sich neben der Absatzentwicklung auch die entsprechenden Preisentwicklungen auf der Absatz- und Beschaffungsseite in den verschiedenen Segmenten wider. Das EBIT berücksichtigt ausgehend vom Rohertrag die Entwicklung aller operativen Kosten unter Einbeziehung der Abschreibungen.

Rückläufige Beschaffungs- und auch Absatzpreise haben bei leicht gesteigerten Absatzmengen zu einem Umsatzrückgang geführt. Da der Rohertrag in diesem Zusammenhang von 7,8 Mio. Euro in 2022 auf 4,7 Mio. Euro in 2023 zurückgegangen ist, konnte trotz Kostendisziplin aber inflationsbedingt gestiegenen Kosten nur ein EBIT in Höhe von 0,3 Mio. Euro und damit ein leicht positiver Jahresüberschuss erwirtschaftet werden.

4.5 Gesamtaussage

Die unbefriedigende Ergebnisentwicklung trägt den nach wie vor starken Verwerfungen auf dem deutschen und europäischen Energiemärkten Rechnung. In einem schwierigen Umfeld konnte die GasCom-Equipment GmbH dennoch ihre Absatzmengen steigern und die strategisch bedeutsame Transformation weg vom fossilen Gas, hin zu Bio-Gas beschleunigen. Dieser Transformationsprozess war mit anfänglichen Verlusten durch einen erheblichen Preisverfall der Treibhausgasminderungsquoten verbunden. Preissteigerungseffekte bei den Personalaufwendungen bei gleichzeitiger Stärkung der internen Organisation führten trotz Kostendisziplin zu einem nur leicht positiven Jahresergebnis in 2023.

Dennoch bewerten wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut, da ein für die Zukunft notwendiger Strategiewechsel hin zu biologischen Gasen eingeleitet und in Teilen bereits vollständig vollzogen wurde, ohne die Finanzkraft des Unternehmens nachhaltig zu schwächen. Weiterhin ist unser Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Alle kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Chancen- und Risikobericht

Weiterhin ist es die klare Strategie der GasCom-Gruppe und damit auch der GasCom- Equipment GmbH, den LNG-Absatz über zusätzliche Tankstellen und neue Kunden deutlich zu erhöhen, den CNG-Absatz durch die Übernahme bestehender Tankstellen zu steigern und zusätzliche Quotenerlöse durch Erhöhung des Biogasanteils zu generieren. Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie ist der vollständige Ersatz von fossilem LNG durch Bio-LNG. Der Wegfall der Mautbefreiung für LNG-LKW zum 01.01.2024 hat gezeigt, wie hoch der Einfluss politischer Entscheidungen auf dieses Marktsegment ist. Daher werden auch zukünftig politische Entscheidungen zur CO 2 -Bepreisung, Energiesteuer oder gesetzliche Vorschriften für Flottengrenzwerte für die Automobilhersteller großen Einfluss auf den LNG- Markt haben. Hier setzen wir jedoch auf ausgewogene politische Maßnahmen und unsere Fähigkeit auf diese externen Einflüsse die richtigen Antworten zu finden, so wie wir es mit der Entscheidung, voll auf Bio-Gase zu setzen, getan haben. Gleichwohl bleiben Risiken infolge der Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen politischen Entscheidungen und Vorgaben.

Als grundsätzliches Risiko im Handelsbereich können unvorhergesehene Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten gesehen werden. Da der Rohstoff Erdgas in vielen Regionen der Welt gewonnen wird, sehen wir kein Risiko hinsichtlich der Mengenverfügbarkeit. Zugleich werden neben den fossilen Quellen die regenerativen Biogasmengen erheblich ausgebaut, so dass eine zeitnahe vollständige Substitution realistisch ist. Dennoch unterliegt Erdgas, als an Börsen gehandelter Rohstoff, den üblichen Preisschwankungen, denen wir mit einem Mix aus kurz- und langfristigen Bezugsverträgen entgegenwirken. Auf der Abnehmerseite reduzieren wir die Risiken eines kurzfristigen Weggangs von Tankstellen-Kunden mit Jahresverträgen und langjährigen Kundenbeziehungen und auf Seiten der Endkunden mit stetig optimierten Abgabepreisen an unseren Tankstellen.

Den Debitorenrisiken begegnen wir durch unser internes Forderungsmanagement mit standardisiertem Mahnwesen, laufender Beobachtung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden und mit Einholung von Bonitätsauskünften bei Neukunden.

Zins-, und Liquiditätsrisiken werden in enger Abstimmung mit unserer Hausbank aktiv gemanagt. Auf Basis unserer internen Monatsabschlüsse mit detaillierten Umsatz- und Kostenanalysen sowie Auswertungen bezüglich Auftragslage können evtl. Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Mit modernen Technologien minimieren wir Risiken im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Der unberechtigte Zugriff auf Daten und Systeme sowie ein wesentlicher Datenverlust sind nahezu ausgeschlossen. Die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Systeme werden ständig überwacht.***

Für Haftungsrisiken und potenzielle Schadensfälle haben wir ausreichenden Versicherungsschutz abgeschlossen, dessen Umfang laufend optimiert wird.***

IV. Prognosebericht

Die Jahre 2022 und 2023 haben die deutsche und europäische Energiewirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Ursächlich war der Ukrainekrieg, der Wegfall der Gaslieferungen aus Russland und die parallel betriebene Energiewende, hin zu mehr erneuerbaren Energien und einer noch schnelleren Dekarbonisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft. Für die Gasbranche in Deutschland bedeutete dies vor allem extrem gestiegene und stark schwankende Gaspreise, befürchtete, aber nicht eingetretene Gasmangellagen und permanente Unsicherheit hinsichtlich politischer Entscheidungen und wirtschaftlicher Entwicklungen.

Die GasCom-Equipment GmbH hat diese Herausforderungen angenommen, parallel den internen Transformationsprozess hin zu 100 % Bio-LNG im Verkehrssektor vorangetrieben und damit stets Lösungen für die langfristig positive Entwicklung des Unternehmens gefunden. So konnte auch das schwierige Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen und der Absatz gesteigert werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Gesellschaft zuversichtlich, sowohl hinsichtlich der allgemeinen Branchenentwicklung als auch bezüglich der Entwicklung der eigenen Absatz- und Ergebnissituation. Die Gaspreise habe sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als noch 2022 und 2023 stabilisiert. Über den zunehmenden Anteil an verflüssigtem Bio-Methan konnte das verfügbare LNG-Angebot gesteigert werden und somit eine echte Alternative zum fossilen Übersee-LNG geschaffen werden. Im LNG-Markt werden verstärkt Verflüssigungskapazitäten aufgebaut, dies vor allem mit dezentralen Verflüssigungsanlagen. Diese garantieren auf Basis langfristiger Lieferverträge für Bio-Methan stabile Herstellkosten für LNG und damit die Chance auf ein wettbewerbsfähiges Alternativprodukt für den Schwerlastverkehr. Daher erwarten wir stabile bis sinkende Abgabepreise für LNG an einer zunehmenden Anzahl von LNG-Tankstellen in Deutschland.

Ziel der GasCom-Equipment GmbH ist die Gewinnung neuer Kunden im Segment der Tankstellenbetreiber und eine Absatzerhöhung an den eigenen und den im Auftrag betriebenen Tankstellen. Bei dauerhaft unter dem Dieselpreis liegenden LNG-Preisen sehen wir hierfür gute Chancen. Zwar ist mit dem Wegfall der Mautbefreiung für LNG-LKW zum 01.01.2024 der relative Wettbewerbsvorteil von LNG- zu Diesel-LKW weggefallen, diesen glauben wir aber mit langfristig deutlich unter dem Dieselpreis liegenden LNG-Abgabepreisen kompensieren zu können.

Hinsichtlich der Preise für Treibhausgasminderungsquoten denken wir, den Boden erreicht zu haben und erwarten für das Jahr 2024 keine weiteren Preisrückgänge. Für 2025 sehen wir wieder anziehende Preise, da das Überangebot an Quoten durch importiertes HVO aus dem Markt verschwinden sollte.

Im Bereich der Notversorgungen erwarten wir eine stabile bis anziehende Auftragslage und Umsatzentwicklung, auch weil strengere Gesetze und Umweltauflagen zu einem stetig sensibleren Umgang mit Methan zwingen.

Zusammenfassend erwarten wir für die GasCom-Equipment GmbH im Geschäftsjahr 2024 bei (etwas) höheren Umsatzerlösen einen Anstieg des Rohertrages in den Bereich von 5,0-7,0 Mio. Euro und ein EBIT in einer Größenordnung von 0,75 bis 1,5 Mio. Euro.

 

Troisdorf, den 2. Juli 2024

gez. Norbert Scholz, Geschäftsführender Gesellschafter

gez. Alexander Scholz, Geschäftsführender Gesellschafter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GasCom-Equipment GmbH, Troisdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GasCom-Equipment GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GasCom-Equipment GmbH, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 12. Juli 2024

BACHER DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. David Kapp, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Stephan Bacher, Wirtschaftsprüfer

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