Lotus Tech Innovation Centre GmbH

Magellan-Allee 4, 65479 Raunheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 98296
Vorher
Geely Auto Technical (Deutschland) GmbH
Eingetragen
12.10.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die unternehmerische Tätigkeit im Automobilsektor und damit in Verbindung stehenden erlaubnisfreien Beratungstätigkeiten und Dienstleistungen, insbesondere der Erbringung von Forschungs-, Produktions- und Entwicklungstätigkeiten. Ferner umfasst der Gegenstand die Forschung und Entwicklung von Automobilen und Schlüsselkomponenten, sowie die Entwicklungsdienstleistung von Automobiltechnik. Leistungen können auch gegenüber verbundenen Unternehmen im Sinne von § 15 AktG und Gemeinschaftsunternehmen von verbundenen Unternehmen erbracht werden. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, die eine behördliche Erlaubnis erfordern, insbesondere keine Geschäfte die eine Genehmigung nach § 34 c der Gewerbeordnung oder nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz erfordern. Die Gesellschaft erbringt keine Rechtsoder Steuerberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Xuecheng Liu
seit 10.3.2025
Geschäftsführer
Fabio Prato
seit 8.10.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Geely UK LimitedGBR
80.00%
Lotus Technology Innovative LimitedGBR
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Geely UK Limited
United Kingdom
800.000 €
80.00%
Lotus Technology Innovative Limited
United Kingdom
200.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lotus Tech Innovation Centre GmbH

Raunheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2023

Allgemeine Informationen über das Unternehmen

Geschäftsmodell

Wir, die Lotus Tech Innovation Centre GmbH, Raunheim (im Folgenden "LTIC" genannt), haben uns zum Ziel gesetzt, Forschung und Entwicklung im Bereich der Automobilindustrie zu betreiben. Wir übernehmen Forschungs- und Entwicklungsaufträge von Dritten, vor allem von verbundenen Unternehmen. Unser Unternehmen ist zu 100 % im Besitz von LOTUS TECHNOLOGY INNOVATIVE LIMITED, die wiederum zu 100 % im Besitz von Lotus Technology Inc. ist.

LTIC ist das deutsche Forschungs- und Entwicklungszentrum der Lotus-Gruppe, das sich auf die Hochleistungs-Elektrofahrzeugtechnologie konzentriert. Wir sind ein wichtiger Teil der zukünftigen Strategie von LOTUS in Bezug auf die Forschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien.

Rahmenbedingungen

Der Hauptkunde von LTIC ist Lotus Tech Co. Ltd mit Sitz in China. Die wirtschaftliche Situation in China ist für LTIC sehr wichtig. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas rund 17,7 Billionen US-Dollar und lag auf einem Rekordwert. Die Konjunktur hatte stark unter den Lockdowns während der Corona-Pandemie gelitten und hat sich nun erholt.Staatliche Stimuli haben wesentlich zur Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr beigetragen. Die anhaltende Immobilienkrise und eine schrumpfende Bevölkerung trüben aber den Ausblick.

Im Vergleich zum BIP der anderen BRIC-Länder Indien, Russland und Brasilien belegte China in diesem Jahr den ersten Rang. In der weltweiten BIP-Rangliste belegt China aktuell den zweiten Platz. Im Jahr 2023 erreichte das Pro-Kopf-BIP in China rund 12.513 US-Dollar 1.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein primärer Wirtschaftsindikator. Es misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum produziert werden.

2023 hat sich der weltweite Vormarsch der Elektromobilität bei den Pkw-Neuzulassungen fortgesetzt. Mit rund 14,5 Mio. global neu zugelassenen Pkw mit einem elektrischen Antrieb (BEV, PHEV oder FCEV) wurde der Vorjahresrekord von 10,5 Mio. Einheiten deutlich übertroffen. Allerdings hat sich das relative Wachstum, das 2021 noch über 100 Prozent betrug, mit +38 Prozent weiter etwas abgeschwächt. Der größte Elektro-Pkw Markt war 2023 mit deutlichem Abstand erneut China, wo mit 7,3 Mio. Einheiten - die Dynamik bleibt mit +38 Prozent zum Vorjahr hoch - mehr als jedes zweite E-Auto weltweit verkauft wurde. Der Elektro-Anteil an den Verkäufen ist auf 33,7 Prozent angestiegen (Vorjahr 25,7 Prozent) und übertrifft nun erstmals den E-Anteil in Deutschland (24,6 Prozent). 2

Das allgemeine Wachstum in der Branche führt zu technischen Weiterentwicklungen an denen wir, als Forschungs- und Entwicklungszentrum, uns beteiligen und mit unserer Expertise einen Beitrag leisten.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/19407/umfrage/bruttoinlandsprodukt-pro-kopf-in-china/

2 https://www.vda.de/de/themen/elektromobilitaet/marktentwicklung-europa-international

Wirtschaftsbericht

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz von LTIC mit EUR 66,3 Mio. im Vergleich zu 2022 deutlich gestiegen. Aufgrund der bestehenden Kosten- und Aufschlagsvereinbarung bleibt die Umsatzentwicklung eng mit der Anzahl der Mitarbeiter und den direkten Materialkosten verbunden, denn die Kosten können, einschließlich eines Mark-ups an die verbundenen Unternehmen, weitergegeben werden. Die Anzahl der Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Geschäftsbereichen hat sich nicht wesentlich verändert, aber der Umfang der Forschungs- und Entwicklungsinhalte hat zugenommen. Beispiele hierfür sind z.B. Thermal Integration und Electric & Electronic. Die Gesellschaft erzielt 100% ihres Umsatzes mit verbundenen Unternehmen. Die Entwicklung bezieht sich primär auf die E-Mobilität sowie das Design der Fahrzeuge.

Forschung und Entwicklung

Wie im Vorjahr entwickelt LTIC im Auftrag von Lotus Technology Innovative Limited, UK. Zu den Projekten gehören das Originalfahrzeugprojekt und das Innovationsprojekt. Die Kosten dieser Projekte wurden von Lotus Technology Innovative Limited, UK getragen und der Gewinnzuschlag betrug 7,56 %. Die Gruppe wird weiterhin in die Entwicklung investieren, um energieeffiziente, CO 2 -reduzierte und umweltfreundliche Fahrzeuge mit integrierten aktiven und passiven Sicherheitssystemen auf den europäischen Markt zu bringen.

LTIC hat keinen eigenen Markennamen, vermarktet keine eigenen Produkte und hat auch keine Vertriebshändler für LTIC-Produkte. LTIC erbringt technische Dienstleistungen für verbundene Unternehmen in Form von Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Im Geschäftsjahr beschäftigt LTIC 195 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung. Der im Geschäftsjahr angefallene Aufwand beläuft sich auf EUR 65,5 Mio.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis nach Steuern, welche auch für die Unternehmenssteuerung verwendet werden, haben sich wie folgt entwickelt:

1.01.-31.12.2023 1.01.-31.12.2022
Umsatz TEUR 66.274 TEUR 48.806
Ergebnis nach Steuern TEUR 577 TEUR 645

Die im Vorjahr geplanten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 59 Mio wurden leicht übertroffen. Nichtsdestotrotz wurde das im Vorjahr geplante Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 6 Mio nicht erreicht. Ursächlich hierfür waren höhere Aufwendungen, die nicht weiterbelastet werden konnten.

Geschäftsentwicklung

LTIC erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 66,3 Mio. Euro (Vorjahr: 48,8 Mio. Euro) aus der Weiterbelastung der in den F&E-Verträgen mit verbundenen Unternehmen vereinbarten Kosten zuzüglich eines Aufschlags von 7,56%. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse aufgrund des Fortschritts einzelner Projekte wesentlich angestiegen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen von 14,4 Mio. € auf 28,7 Mio. € aufgrund des gestiegenen Umfangs der Geschäftsaktivitäten, die im Wesentlichen Engineeringkosten (13,8 Mio. €), Tests (2.3 Mio. €) und Prototypen & Komponenten (0,7 Mio. €) umfassen.

Der Anstieg der Personalkosten in Höhe von 26,8 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €) ist zum einen auf den Anstieg der Mitarbeiterzahlen von 187 auf 223 zum Jahresende und allgemeine Tariferhöhungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,9 Mio. € auf 2,5 Mio. €, was auf einen Anstieg der Technischen Anlagen zurückzuführen ist.

Finanzlage

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind von TEUR 5.017 auf TEUR 1.750 gesunken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Abrechnungszyklus zum Jahresende zurückzuführen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von 22 Mio € aufgenommen. Die Gesellschaft hat bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote in Höhe von 18%. Die Fähigkeit des Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war jederzeit durch das kurzfristige Darlehen gegeben und wird durch die bestehenden Verträge (Finanzierung auf Basis des Vormonats) auch in Zukunft gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 36.518 oder 37% auf TEUR 63.151 (i.Vj. TEUR 26.632) angestiegen. Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite, wie im Vorjahr, zum Teil durch das Anlagevermögen sowie im Wesentlichen durch die Forderungen gegen Gesellschafter und andere verbundene Unternehmen geprägt. Das Sachanlagevermögen ist insbesondere aufgrund des Anstiegs der technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 3.867 um TEUR 3.740 auf TEUR 7.728 angestiegen. Dabei erhöhten sich die technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 1.355 von TEUR 1.131 auf TEUR 2.487 und die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 1.842 auf TEUR 4.307. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 34.786 von TEUR 14.117 auf TEUR 48.903, was im Wesentlichen auf einen geänderten Abrechnungszyklus zurückzuführen ist. Zur unterjährigen Finanzierung wurde der Gesellschaft ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von EUR 22 Mio gewährt. Die unterjährige Finanzierung konnte den Aufbau der Forderungen nicht vollständig decken, sodass sich dieflüssigen Mittel von TEUR 5.017 um TEUR 3.267 auf TEUR 1.750 reduzierten. Auf der Passivseite stellen das Eigenkapital und die sonstigen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen die wesentlichen Posten dar. Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund von erhöhten Rückstellungen für Mitarbeiter Boni und ausstehenden Rechnungen von TEUR 9.540 auf TEUR 13.174 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen erhöhten sich von TEUR 489 auf TEUR 30,024 im Wesentlichen aufgrund des neu aufgenommen Darlehen von 22 Mio €.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresüberschusses im Berichtsjahr um TEUR 577 auf TEUR 13.091 (i. Vj. TEUR 12.514) angestiegen. Wegen der angestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf 20,7% (i. Vj. 47,0%) reduziert.

Prognosen, Chancen und Risiken

Risikomanagement-System

Unternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind immer mit Risiken verbunden. Um den Fortbestand von LTIC zu sichern sowie die Unternehmensziele zu erreichen, ist das Unternehmen in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft integriert. Die identifizierten Hauptrisiken werden beobachtet und analysiert. Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement stehen unter der Verantwortung der Leiter der Business Unit. Zu diesem Zweck nutzt LTIC ein Performance-Tool, das die Unternehmensziele auf ihren Erfolgsgrad überprüft und falls nicht erreicht, eine Entscheidung des jeweiligen Geschäftsbereichsleiters erfordert.

Risiken

Auswirkungen des internationalen Umfelds

Die geopolitischen Unsicherheiten wirken sich dämpfend auf das Konsum- und Investitionsverhalten aus. Die hohen Produktions- und Verbraucherpreise zwingen die Zentralbanken, strengere Maßnahmen zu ergreifen. In den USA und in der Eurozone wurden die Zinsen bereits angehoben. Wir sind aufgrund der Kosten- und Aufschlagsvereinbarung nur indirekt betroffen und schätzen das Risiko daher als gering ein.

Fragen zur Lieferkette

Automobilhersteller und -zulieferer sind mit Engpässen in der Lieferkette und Logistikproblemen konfrontiert. Hersteller auf der ganzen Welt können davon betroffen sein, was zu Produktionsverzögerungen und höheren Kosten führt. Es wird erwartet, dass die Herausforderungen, mit denen die Automobilindustrie aufgrund von Engpässen in der Lieferkette konfrontiert ist, auch im Jahr 2024 bestehen werden. Gleichzeitig wächst die Gefahr, dass das künftige Marktvolumen aufgrund der hohen Energiepreise sowie der Besorgnis über die sich verschlechternde Wirtschaftslage zunehmend von der Nachfrageseite her eingeschränkt wird. Die Probleme auf der Angebotsseite werden zu Problemen auf der Nachfrageseite. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) verschlechtert sich das Konsumklima in Deutschland weiter. Auch der Indikator für die Kaufabsichten ist auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2008 gefallen. Wir sind aufgrund der Kosten- und Aufschlagsvereinbarung nur indirekt betroffen und schätzen das Risiko daher als gering ein.

Liquidität und Finanzierung

Das Unternehmen ist in das Cash Management System der Gruppe eingebunden. Zur unterjährigen Finanzierung der angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten wurde der Gesellschaft ein kurzfristiges Darlehen gewährt. Des Weiteren wird die Gesellschaft durch regelmäßige Zahlungen der Muttergesellschaft auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten finanziert. Daher ist LTIC keinem finanziellen Risiko ausgesetzt.

Insgesamt sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, auch wenn die Erholung des globalen wirtschaftlichen Umfelds noch auf sich warten lässt.

Chancen

Veränderungen in der Automobilbranche

Wachstum der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen

Der Trend zu Elektrofahrzeugen wird sich auch 2024 fortsetzen, wobei sich der Absatz von reinen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen weltweit unterschiedlich entwickeln dürfte.

In China zeigen die Prognosen für 2024 ein weiterhin vielversprechendes Wachstum. Im ersten Quartal 2024 stiegen die Verkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) auf 1'026'000 Einheiten, verglichen mit 895'000 Einheiten im Vorjahresquartal.

Plug-in-Hybride (PHEVs) erreichten 742'000 Einheiten, im Vergleich zu 423'000 im ersten Quartal 2023. Der Anteil der Elektrofahrzeuge an den gesamten Neuzulassungen stieg von 30,9 Prozent auf 36,6 Prozent. 3

Deutschland ist der größte Markt für E-Fahrzeuge in Europa. Während jeder dritte Neuwagen in 2022 noch einen Stecker hatte, war es in 2023 nur jeder vierte. Deutschland ist damit das einzige Land in Europa, das einen Rückgang beim Verkaufsanteil von E-Fahrzeugen zu verzeichnen hat. In absoluten Zahlen ausgedrückt ist der Absatz von E-Fahrzeugen im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 5 Prozent zurückgegangen. Zurückzuführen ist diese negative Trendwende auf das Ende der Kaufprämie für Plug-in-Hybride Anfang 2023 und das Auslaufen der Förderungen für den Kauf von E-Autos im Dezember 2023. 4

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Elektrofahrzeugmarktes und der staatlichen Anreize und Förderungen erwartet die Unternehmensleitung ein größeres Marktpotenzial für die Produkte der Gruppe im Bereich Elektroantrieb und Elektrofahrzeug und damit auch mehr Entwicklungsaufträge für LTIC.

3 https://automobile.nau.ch/neues/machtiges-china-ausblick-auf-den-e-auto-verkauf-2024-66754964

4 https://www.virta.global/de/blog/die-zukunft-der-elektromobilitat-die-prognosen-der-iea#:~:text=Prognosen%20f%C3%BCr%202024,Europa%20sind%20es%205%20Prozent.

Digitalisierung und Konnektivität

Die Mobilität von morgen wird auch von Innovationen kommen, die nichts mit Autos zu tun haben. Künstliche Intelligenz hat die Tür zum autonomen Fahren geöffnet - es ist sicherer und effizienter als je zuvor. Digitalisierung und Konnektivität gewinnen in der Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung und werden voraussichtlich auch in Zukunft weiter zunehmen. Infolgedessen dürfte die Nachfrage nach vernetzten und selbstfahrenden Autos steigen, und immer mehr Fahrzeuge werden mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und anderen fortschrittlichen Funktionen ausgestattet sein. Am 31. August 2022 stellte die Bundesregierung ihre Digitalstrategie vor. Die Strategie bündelt die politischen Prioritäten aus Sicht der Regierung und soll einen Gesamtrahmen für die Digitalpolitik bis 2025 bilden. Die Bundesregierung will beim autonomen Fahren und beim vernetzten Fahren die Benchmark sein. Die Bundesregierung will bis 2025 den Durchbruch von Pilotprogrammen und Projekten in die Praxis bzw. in reale Anwendungen schaffen und diese als Benchmark nutzen.

Prognose

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/industrielle Entwicklung

Die Entwicklung in den kommenden Jahren wird vor allem von der Entwicklung der Schlüsselkunden abhängen. Ziel ist es, neue Aufträge zu gewinnen und die notwendigen Entwicklungsarbeiten durchzuführen. Die Automobilindustrie befindet sich derzeit in einer Phase des dramatischen Wandels mit Themen wie der Elektrifizierung von Fahrzeugen oder dem autonomen Fahren, die nach unserer Einschätzung mittelfristig weitreichende Veränderungen mit sich bringen werden. Ziel des Unternehmens und der Gruppe ist es, die Bedürfnisse unserer Kunden weiterhin durch innovative Lösungen zu erfüllen, neuen Herausforderungen mit neuen Umsetzungsmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge und Designelemente zu begegnen und diese zu wettbewerbsfähigen Konditionen anzubieten. Unser Fokus wird daher auf hoher Qualität, Effizienz und Flexibilität liegen. Gleichzeitig werden wir hart an der Sicherung von Aufträgen arbeiten, um auch in den kommenden Jahren zum profitablen Wachstum der Gruppe beizutragen.

Die Planung des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2024 trägt den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen Rechnung. Mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung der F&E-Aktivitäten von LTIC in Nordamerika, Australien und Neuseeland sowie im Nahen Osten erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 ein weiteres stetiges Wachstum. Es wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2024 64 Millionen Euro erreichen wird. Diese Berechnung basiert auf dem Budgetplan für 2024. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir auf EUR 2.4 Mio. Darüber hinaus ist geplant, in den kommenden Jahren die Entwicklungsaktivitäten für neue Projekte weiter auszubauen und ggf. auch Umsätze mit externen Kunden zu realisieren.

Insgesamt schätzt das Management die Situation des Unternehmens als stabil, nachhaltig und positiv ein.

 

Raunheim, 5. Juli 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 321.611,23 506.485,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.486.784,49 1.131.953,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.307.468,87 2.465.266,84
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 934.110,48 7.728.363,84 269.592,71 3.866.812,55
8.049.975,07 4.373.297,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.903.041,76 14.117.355,61
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.349.942,49 52.252.984,25 2.430.063,39 16.547.419,00
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.749.829,49 5.016.506,38
54.002.813,74 21.563.925,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.098.228,95 695.619,40
63.151.017,76 26.632.842,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 9.000.000,00 9.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.513.901,34 1.868.689,86
IV. Jahresüberschuss 577.211,43 645.211,48
13.091.112,77 12.513.901,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 280.557,17 402.334,51
2. Sonstige Rückstellungen 13.174.365,56 9.540.030,11
13.454.922,73 9.942.364,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.334.272,61 2.397.452,98
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.024.201,28 489.178,85
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.246.508,37 1.289.944,88
- davon aus Steuern EUR 0,00 (i. Vj. EUR 439.804,09) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 400.057,20 (i. Vj. EUR 318.444,19) -
36.604.982,26 4.176.576,71
63.151.017,76 26.632.842,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 66.274.259,86 48.806.262,17
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.331.910,23 626.661,15
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 28.720.906,91 14.361.310,95
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.097.031,80 22.210.904,20
b) Soziale Abgaben 3.686.892,44 2.653.333,10
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.494.526,55 1.521.626,76
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.307.104,54 7.715.308,71
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.409,14 6.373,29
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 365.007,79 5.823,18
- davon an verbundene Unternehmen EUR 365.007,79 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 359.897,77 325.778,23
10. Ergebnis nach Steuern 577.211,43 645.211,48
11. Jahresüberschuss 577.211,43 645.211,48

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

I. ALLGEMEINES

Die Lotus Tech Innovation Centre GmbH hat ihren Sitz in Raunheim und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 98296 eingetragen.

Die unternehmerische Tätigkeit liegt im Automobilsektor und damit in Verbindung stehenden erlaubnisfreien Beratungstätigkeiten und Dienstleistungen, insbesondere die Erbringung von Forschungs-, Produktions- und Entwicklungstätigkeiten. Ferner umfasst der Gegenstand die Forschung und Entwicklung von Automobilen und Schlüsselkomponenten, sowie die Entwicklungsdienstleistung von Automobiltechnik.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend finden die Regelungen des GmbHG Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige sowie, sofern erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bei Anlagegütern auf fremden Grundstücken nach der ggf. kürzeren Miet- oder Pachtzeit. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, sofern erforderlich, bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Nutzungsdauer Abschreibungssatz
in Jahren in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 20 - 33 1/3
Technische Anlagen und Maschinen 4-15 6,67 - 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-10 10 - 25

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort aufwandswirksam unter den Abschreibungen erfasst.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden, soweit erforderlich, durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen

Die auf fremde Währung lautenden kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die damit verbundenen Aufwendungen und Erträge werden gem. § 256a HGB bilanziert. Wesentliche Erträge oder Aufwendungen haben sich daraus nicht ergeben.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, aus denen sich zukünftige steuerliche Be- oder Entlastungen ergeben, angesetzt. Zum Stichtag haben sich keine Differenzen ergeben, die sich in der Zukunft ausgleichen würden und die zu einer Steuerbe- oder entlastung führen würde.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen

Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.406.375 63.488 0 1.469.863
1.406.375 63.488 0 1.469.863
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.537.019 1.823.918 0 3.360.937
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.699.410 3.619.280 0 8.318.690
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 269.593 900.271 235.753 934.110
6.506.022 6.343.469 235.753 12.613.737
Anlagevermögen 7.912.397 6.406.957 235.753 14.083.600
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 899.890 248.362 1.148.252
899.890 248.362 1.148.252
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 405.066 469.086 874.152
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.234.143 1.777.078 4.011.221
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
2.639.209 2.246.164 4.885.373
Anlagevermögen 3.539.099 2.494.526 6.033.625
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 321.611 506.485
321.611 506.485
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.486.785 1.131.953
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.307.469 2.465.267
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 934.110 269.593
7.728.364 3.866.813
Anlagevermögen 8.049.975 4.373.298

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 43,1 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) Gegen den Gesellschafter Lotus Technology Innovative Limited, UK sowie mit 4,7 Mio. € (i.Vj. 2,4 Mio. €). gegen Ningbo Lotus Robotics Co., Ltd

(3) Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 1,0 Mio. €. Alleinige Gesellschafterin ist die LOTUS TECHNOLOGY INNOVATIVE LIMITED.

(4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 9,3 Mio sowie Personalrückstellungen in Höhe von EUR 3,8 Mio.

(5) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ein kurzfristiges Darlehen der Lotus Technology Inc. in Höhe von 22 Mio €. Das Darlehen wird mit 3% verzinst. Zudem werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Zhejiang Geely Business Co., Ltd., Ningbo, China, in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 88), Lotus Cars Europe B.V., in Höhe von TEUR 778 (i. Vj. TEUR 0), und Lotus Cars Ltd. in Höhe von TEUR 566 (i. Vj. TEUR 0), ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus allen Miet- und Leasingverträgen haben vertragsmäßig folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen
Fälligkeit bis 1 Jahr 993 993
Fälligkeit mehr als 1 Jahr 8.939 9.932
Sonstige finanzielle Verpflichtung 9.932 10.925

Für die Gesellschaft resultieren Risiken aber auch Chancen aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten. Zweck des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen ist u. a. die Liquiditätsschonung, die Bilanzneutralität und eine transparente Kalkulationsgrundlage.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsätze in Höhe von TEUR 66.274 betreffen ausschließlich Umsätze mit verbundenen Unternehmen; im Wesentlichen mit Lotus Technology Innovative Limited, UK, in Höhe von TEUR 56.168 und Ningbo Lotus Robotics Co., Ltd, China in Höhe von TEUR 5.890.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung von PR-Arbeiten gegenüber der Zhejiang Geely Holding Group Co. Ltd. in Höhe von TEUR 893 TEUR (i.Vj. TEUR 627).

(3) Materialaufwand

Im Materialaufwand werden Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 28,7 Mio ausgewiesen.

(4) Personalaufwand

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Löhne und Gehälter 23.097 22.211
Soziale Abgaben 3.687 2.653

V. SONSTIGE ANGABEN

(1) Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter des Unternehmens erhöhte sich um 36 auf 223 (i.Vj. 187). Bei der Gesellschaft gab es ausschließlich Angestellte. Hiervon arbeiten 195 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung und 28 Mitarbeiter in sonstigen Bereichen.

(2) Geschäftsführung

Der Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtszeitraum:

Maximilian Jozef Szwaj, Managing Director, Wiesbaden

Von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

(3) Abschlussprüfer Honorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 90.

(4) Konzernzugehörigkeit

Die Muttergesellschaft der Lotus Tech Innovation Centre GmbH ist die LOTUS TECHNOLOGY INNOVATIVE LIMITED mit Sitz in London, Großbritannien. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage erhältlich.

LOTUS TECHNOLOGY INNOVATIVE LIMITED wird wiederum in den Konzernabschluss der Lotus Technology Inc einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage erhältlich.

(5) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

(6) Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die von besonderer Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage sind, fanden nicht statt.

 

Raunheim, 5. Juli 2024

Maximilian Jozef Szwaj

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lotus Tech Innovation Centre GmbH, Raunheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lotus Tech Innovation Centre GmbH, Raunheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lotus Tech Innovation Centre GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 18. November 2024

KPMG AG
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