INKiESS Bargeldlogistik GmbH
Selbe AdresseGeld- und Wertdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jutta Mueller seit 31.7.2023 | Prokura |
Cornelius Jan Dijkstra seit 14.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ICTS EUROPE | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ICTS LogiSec Germany GmbH (vormals: GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH Guard Services)BerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Anhang für das Geschäftsjahr 2020I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
II. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss ist unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. v. § 264 HGB nach den §§ 238 bis 256 a HGB und den §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 298,4 aus, d. h. die Schulden sind nicht mehr durch das Vermögen gedeckt. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist für sich genommen kein Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um TEUR 287,1 reduziert werden. Nach den Planungen der Gesellschaft reicht die Finanzkraft mittelfristig mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus, nachhaltig die Geschäftstätigkeit fortzuführen. Der negative operative Cashflow ist auf den starken Anstieg unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, der sich 2021/2022 wieder deutlich verringern wird. Die längeren Zahlungsfristen beeinträchtigen die Kontinuität des Geschäfts nicht und auch Zahlungsausfälle von Kunden sind nicht zu erwarten. Die Geschäftsbereiche mit dem Hauptkunden sollen in Zukunft weiter geführt werden. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit 2019 profitabel und aufgrund der Umsatz- und Ergebnisprognosen wird erwartet, dass die Profitabilität in den kommenden Jahren mindestens so hoch sein wird, wie 2020, so dass die Kapitalabsicherung aufgehoben wird. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt in der Regel nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Verwendung der linearen Methode. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Bewertung der temporären Differenzen und der steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für KSt, SolZ und GewSt von 30,0 %. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht aktiviert. IV. Angaben zur Bilanz Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle kurzfristiger Natur. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die gesamten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.709,0 aus kurzfristigen Darlehen und in Höhe von TEUR 804,1 aus Lieferungen und Leistungen. V. Ergänzende Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2020 bestellt:
Seit 1. August 2016 ist die Gesellschaft 100 %iges Tochterunternehmen der ICTS Europe SAS, Frankreich. SOFINORD S. A., Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis des Konzerns auf. In diesen wird die Gesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz von SOFINORD S. A. erhältlich. Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss enthalten. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Nachtragsbericht Wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag war die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus. Die COVID-19 Pandemie hat keinen negativen Einfluss auf Umsatz oder Ergebnis. Aufgrund des gestiegenen Volumens an Internetbestellungen besteht ein höherer Bedarf an dem Einsatz von Sicherheitspersonal in den Distributionszentren. Darüber hinaus werden in den Distributionszentren zusätzliche Leistungen erbracht, um die Umsetzung von Hygienekonzepten zu gewährleisten. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Sicherheitsmitarbeitern und den zusätzlichen Dienstleistungen ist der Umsatz im Jahr 2020 höher als im Jahr 2019. Die Umsatzauswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Pandemie im Jahr 2021 gingen zurück, konnten aber durch die Eröffnung neuer Standorte durch unseren Hauptkunden ausgeglichen werden. Im Jahr 2022 hat der Hauptkunde der Gesellschaft für alle Regionen eine Neuausschreibung für Aufträge ab dem 1. Juli 2022 durchgeführt. Basierend auf dieser Ausschreibung konnte sich die Gesellschaft in einer Region behaupten, musste jedoch den Verlust einer weiteren Region akzeptieren. Dieser Verlust wird voraussichtlich verglichen mit 2020 zu einem Umsatz- und Gewinnverlust von ca. 20% in 2022 und 40% Umsatz- und Gewinnverlust in 2023 führen. Kostensenkungsmaßnahmen werden umgesetzt, um die Auswirkungen von Umsatzverlusten auf den Nettogewinn zu minimieren.
Potsdam, den 22. November 2022 Andreas Stauder Cornelis Jan Dijkstra Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens ICTS LogiSec Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH Guard Services) ist ein wachstumsorientierter Sicherheitsdienstleister. Wir bieten alle Sicherheitsdienstleistungen - von A wie Arbeitssicherheit bis Z wie Zugangskontrolle - mit jeweils speziell dafür qualifizierten Mitarbeitern an. Systematisch analysieren wir den individuellen Bedarf, finden effiziente Lösungen und setzen diese mit den Kunden um. Das Spektrum unserer Geschäftstätigkeit gliedert sich wie folgt:
Die Gesellschaft betreibt Niederlassungen in:
2. Erklärung zur Unternehmensführung Derzeit ist kein Geschäftsführerposten durch eine Frau besetzt. Eine Festlegung von Zielgrößen und Zielerreichungsfristen gem. der Anforderung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft ("Gesetz zur Frauenquote") ist bislang nicht erfolgt. Am 23. Juni 2022 wurde der Namenswechsel der Gesellschaft auf ICTS LogiSec Germany GmbH durchgeführt. Die offene Zugehörigkeit zu der weltweit präsenten ICTS Europe SAS ist ein weiterer wichtiger Meilenstein. B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 % 1.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html
Im Vorjahresvergleich war das BIP im 2. Quartal 2021 preisbereinigt um 9,6 %, preis- und kalenderbereinigt um 9,2 %, höher als im 2. Quartal 2020, das vom ersten Corona-Lockdown besonders betroffen war 2. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, lag das BIP im 2. Quartal 2021 noch um 3,4 % niedriger.
2
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_365_811.html
Aufgrund des Ukrainekriegs und dessen Auswirkung auf die Weltwirtschaft insbesondere in Bezug auf Energiepreise sowie aufgrund der Einführung des Mindestlohns und als Folge einer starken Erhöhung der Tariflöhne ist es schwierig vorherzusagen, wie das Geschäftsjahr 2022 endet oder wie sich 2023 entwickeln wird. 2. Entwicklung der Branche Die Sicherheitswirtschaft leistet mit rund 259.500 Mitarbeitern einen unverzichtbaren Beitrag für die innere Sicherheit Deutschlands. Der Markt für Sicherheitsdienstleistungen erwirtschaftete laut Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) 2020 ein Gesamtvolumen von 9,2 Milliarden Euro (rund 5.700 Wach- und Sicherheitsdienstleistungsunternehmen). Die wichtigsten Bereiche im Wach- und Sicherheitsdienstleistungsmarkt bilden dabei der qualifizierte Werk- und Objektschutz für Unternehmen und öffentliche Institutionen, Aufgaben im Bereich Luftsicherheit sowie der Betrieb von Notruf- und Serviceleitstellen. Trotz des auch für 2020 zu verzeichnenden leichten Umsatzzuwachses der Gesamtbranche haben die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise bei vielen Anbietern der Sicherheitswirtschaft deutliche Spuren hinterlassen. Die Bereiche Messe- und Veranstaltungsdienste, sowie Sportevents kamen nahezu vollständig zum Erliegen, ebenso waren Sicherheits- und Serviceaufgaben für kulturelle Einrichtungen maßgeblich betroffen. Im August 2016 wurden wir durch die international tätige ICTS Europe SA aus Frankreich übernommen. Diese Kooperation stärkt weiter die Position der ICTS LogiSec Germany GmbH im Markt durch die Chance zur Aufnahme zusätzlicher Aufträge für international agierende Konzerne. Unsere Risikoinstrumente haben sich trotzdem bewährt. Unser mittleres Management ist gut aufgestellt und unsere Investitionen in unsere Qualität tragen wesentlich zu unserer Marktattraktivität bei. 3. Geschäftsverlauf Auftragsentwicklung Der Umsatz ist in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 % gestiegen. Durch verbesserte Effizienz und Kosteneinsparungen gelang es, die Bruttomarge um 0,8 % zu steigern, von 12,3 % in 2019 auf 13,1 % in 2020. Investitionen Investitionen in das Sachanlagevermögen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 hauptsächlich im Rahmen von Ersatzbeschaffungen getätigt. Personal- und Sozialbereich Im Vergleich zum Jahresende 2019 stieg die Zahl der Beschäftigten am 31. Dezember 2020 um 77 auf 280. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist auf den erhöhten Bedarf an Sicherheitspersonal bei unserem Kunden zurückzuführen. 4. Darstellung der Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 13.435,8 (2019: TEUR 12.612,5). Das EBITDA vor Lizenzen verbesserte sich im vierten operativen Jahr von TEUR 430,6 auf TEUR 563,9. Das Ergebnis war in 2020 mit TEUR 287,1 (2019: TEUR 191,8) bedeutend höher. Die Gesamtaufwandsquote für Personal- und Subunternehmerleistungen ist mit 86,9 % in 2020 auf einem mit Vorjahr vergleichbaren Niveau von 87,7 % geblieben. 3 Finanzlage Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr 2020 mit positiven liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 43,6. Auszahlungen für Investitionen sind in Höhe von TEUR 11,0 erfolgt. Der operative Cashflow ist negativ. Der negative operative Cashflow ist auf den starken Anstieg unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, der sich 2021/2022 wieder deutlich verringern wird. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Berichtsjahres beträgt TEUR 5.409,5 und damit TEUR 1.829,3 mehr als im Vorjahr. 4 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 2.204,0 gestiegen, gleichzeitig hat sich der Bestand an liquiden Mitteln um TEUR 290,0 verringert. Der Anstieg der Forderungen ist hauptsächlich durch den Anstieg der Zahlungsziele gegenüber dem Hauptkunden bedingt. Zudem sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.475,3 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund eines verstärkten Einsatzes von Subunternehmern angestiegen. Auch hat der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 678,9 dazu beigetragen. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zusammenfassung Das Jahr 2020 war ein durch die COVID-19-Pandemie geprägtes Jahr. Dennoch ist das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge profitabel, mit einem deutlich höheren Gewinn als im Vorjahr. Trotz einer Tariferhöhung im Jahr 2020 von 5,0 % in Berlin/Brandenburg und 4,0 % in NRW bei einer vertraglichen Preiserhöhung auf Basis der Inflationsrate des Vorjahres (1,4 %) konnten wir die Auswirkungen auf die Gross Margin weitgehend durch Effizienzmaßnahmen ausgleichen (13,1 % in 2020 versus 12,3 in 2019). C. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren gehören - mit Verweis auf die vorangestellten Darstellungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Darüber hinaus wird ferner die Gesamtaufwandsquote (Personalaufwand und Subunternehmerleistungen) zur Steuerung hinzugezogen. Die Gesellschaft verwendet neben den finanziellen nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator ist die Fluktuation. Hier werden mindestens quartalsmäßig Auswertungen vorgenommen. Die Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2020 stellt sich angesichts der pandemiebedingten Herausforderungen insgesamt zufriedenstellend dar. Sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis konnten die Planwerte übertroffen werden. D. Chancen- und Risikobericht Um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend adressieren zu können, hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem implementiert. Es ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung eingegangener Risiken. Die Gesellschaft sieht folgende wesentliche Risiken, die zu einer Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs führen können: Corona-Pandemie Die COVID-19-Pandemie hat keinen negativen Einfluss auf Umsatz oder Ergebnis. Aufgrund des gestiegenen Volumens an Internetbestellungen besteht ein höherer Bedarf an dem Einsatz von Sicherheitspersonal in den Distributionszentren. Darüber hinaus werden in den Distributionszentren zusätzliche Leistungen erbracht, um die Hygienekonzepte zu gewährleisten. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Sicherheitsmitarbeitern und den zusätzlichen Dienstleistungen ist der Umsatz im Jahr 2020 deutlich höher als im Jahr 2019. Die Umsatzauswirkungen der COVID-19-Maßnahmen im Jahr 2021 werden sich verringern, aber durch die Eröffnung neuer Standorte durch unseren Hauptkunden ausgeglichen werden. Krieg in der Ukraine Obwohl die ICTS LogiSec Germany GmbH als Sicherheitsunternehmen ausschließlich in Deutschland tätig ist, ist eine zunehmende Verunsicherung in der Gesellschaft insbesondere an den steigenden Energiepreisen und der daraus resultierenden steigenden Inflation zu beobachten. Die Unsicherheit in der Gesellschaft könnte zu einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis führen. Anhebung Mindestlohn Die Bundesregierung hat für das Jahr 2022 ab dem 1. Oktober 2022 eine deutliche Anhebung des Mindestlohns festgelegt. Aufgrund dessen werden bestehende Tarifverträge auslaufen bzw. aufgekündigt. Die bis dato geltenden Löhne gem. Tarifvertrag werden um bis zu 10,1 % steigen. Aufgrund der Vertragsgestaltungen mit unseren Kunden werden wir diese Lohnerhöhungen nicht im gleichen Maße durch höhere Stundensätze kompensieren können. Dies wird dazu führen, dass unsere Bruttomarge ab dem 1. Oktober 2022 unter Druck geraten wird. Marktrisiken und Risiken aus dem operativen Geschäft Das Unternehmen ist überwiegend für einen Hauptkunden tätig. Die Wachstumsrate des Unternehmens hängt an der Wachstumsrate des Hauptkunden. Das Risiko der Gesellschaft besteht in der Abhängigkeit von diesem Kunden. Ab August 2019 arbeitet unser Hauptkunde mit einem zusätzlichen Sicherheitsunternehmen anstelle der bis dahin bestehenden zwei zusammen, was bedeutet, dass die Standorte und insbesondere die neuen Standorte auf drei Dienstleister anstelle von zwei aufgeteilt werden. Aufgrund der Wettbewerbssituation besteht unverändert das Risiko einer Vergabe der Aufträge an Wettbewerber, welches einen Personalabbau sowie Kosten im Rahmen eines Sozialplanes zur Folge hätte. Im Jahr 2022 hat unser Hauptkunde für alle Regionen eine Neuausschreibung für Aufträge ab dem 1. Juli 2022 durchgeführt. Basierend auf dieser Ausschreibung konnten wir uns in einer Region behaupten, mussten jedoch den Verlust einer weiteren Region akzeptieren. Dieser Verlust wird voraussichtlich verglichen mit 2020 zu einem Umsatz- und Gewinnverlust von ca. 20 % in 2022 und 40 % Umsatz- und Gewinnverlust in 2023 führen. Kostensenkungsmaßnahmen werden umgesetzt, um die Auswirkungen von Umsatzverlusten auf den Nettogewinn zu minimieren. Risiken in Bezug auf das Personal Als personalintensiver Dienstleister ist nicht nur die langfristig demographische Entwicklung, sondern auch die kurzfristige gute Beschäftigungsquote in Deutschland von Bedeutung. Die Rekrutierung von erfahrenen und Nachwuchsfachkräften insbesondere für das weitere Wachstum ist daher besonders wichtig und bedarf einer sorgfältigen Planung. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft, indem sie vielfältige Beziehungen zu potenziellen Bewerbern pflegt. Es besteht eine etablierte Zusammenarbeit mit Personalvermittlern und ein effektives Bewerbermanagement. Die Personalfluktuation soll gering gehalten werden. Darüber hinaus haben gesetzliche Änderungen mit Auswirkungen auf die Lohn- und Gehaltszahlungen einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft. Steigerungen der Lohn- und Gehaltskosten sowie der Sozialversicherungsbeiträge für qualifiziertes Personal können nur bedingt an Kunden weitergegeben werden. ICTS LogiSec GmbH versucht, durch Sensibilisierung und intensive Kommunikation die Kunden von den sich durch höhere Personalkosten ergebenden Preisanpassungen zu überzeugen. Ein weiteres Risiko kann ein Ausfall von Mitarbeitern durch Krankheit oder Quarantänemaßnahmen infolge der Corona-Pandemie sein, was zu einer Verhinderung von Auftragsannahmen und -umsetzungen führen kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden als mittel eingeschätzt. Chancen Innerhalb der ICTS Gruppe liegt die Chance eines Qualitätsanbieters, wie der ICTS LogiSec Germany GmbH, ihren Marktanteil weiter auszubauen und höhere Preise durchzusetzen. Wir werden weiter unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, dass wir unsere bestehenden Kunden mit der gewohnten Qualität und Zuverlässigkeit bedienen. Im Laufe des Jahres 2021 konnten wir unserem Kunden zusätzliche Dienstleistungen hinsichtlich der Kontrolle und Umsetzung der COVID-19-Hygienekonzepte anbieten. Da unser Hauptkunde anstrebt in Zukunft zu wachsen, wird das Unternehmen von zukünftigen Standorteröffnungen profitieren. Zusammenfassung Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Jahr 2019 insbesondere aufgrund der in 2022 verlorenen Aufträge sowie gestiegener Personalkosten verschlechtert. Insgesamt sieht die Geschäftsführung aufgrund der getroffenen Maßnahmen derzeit keine konkreten wesentlichen Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens mittelfristig gefährden könnten. E. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir eine konstante Entwicklung des Geschäftsverlaufs bei auskömmlichen Preisen. Ab Juli 2022 wird die Unternehmensentwicklung durch den neuen Vertrag mit unserem Hauptkunden und den gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Oktober 2022 negativ beeinflusst. Aufgrund unserer guten qualitativen Arbeit und unserer guten Ausrichtung, in die wir in der Vergangenheit erheblich investiert hatten, gehen wir davon aus, dass wir diesem Wettbewerbsdruck standhalten können und profitabel bleiben. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2020 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 298,4 aus, d. h. die Schulden sind nicht mehr durch das Vermögen gedeckt. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist für sich genommen kein Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen über-wiegend wahrscheinlich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um TEUR 287,1 reduziert werden. Nach den Planungen der Gesellschaft reicht die Finanzkraft mittelfristig mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus, nachhaltig die Geschäftstätigkeit fortzuführen. Der negative operative Cashflow ist auf den starken Anstieg unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, der sich 2021/2022 wieder deutlich verringern wird. Die längeren Zahlungsfristen beeinträchtigen die Kontinuität des Geschäfts nicht und auch Zahlungsausfälle von Kunden sind nicht zu erwarten. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit 2019 profitabel und aufgrund der Umsatz- und Ergebnisprognosen wird erwartet, dass die Profitabilität in den kommenden Jahren mindestens so hoch sein wird wie 2020. Außerdem sollen Geschäftsbereiche mit dem Hauptkunden in Zukunft weiter ausgebaut werden. Für die zukünftige Entwicklung stellen der Personalmangel sowie steigende Löhne ebenso wie die Rezession im Zuge der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine große Herausforderungen dar. In einer Gesamtwürdigung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 Umsatz und Ergebnis mindestens gleich oder leicht besser als 2020. Diese Prognose beruht auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in der Zeit bis zur Erstellung und der zum Erstellungsstichtag bekannten Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Geschäftstätigkeit. Eine detailliertere quantitative Einschätzung für das Geschäftsjahr 2022 ist gegenwärtig aufgrund der sehr dynamischen und komplexen Entwicklung der maßgeblichen Rahmenbedingungen nicht möglich. F. Sonstige Angaben Eine Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten und ein Forschungs- und Entwicklungsbericht entfallen, da bei unserer Gesellschaft nicht vorliegend. Zu den Zweigniederlassungen verweisen wir auf Punkt A.
Potsdam, den 22. November 2022 Andreas Stauder Cornelis Jan Dijkstra Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ICTS LogiSec Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH Guard Services), Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ICTS LogiSec Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH Guard Services), Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ICTS LogiSec Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH Guard Services), Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 6. Dezember 2022 RSM
GmbH
gez. gez.Klatt, Wirtschaftsprüfer Dr. Grabs, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Mit Gesellschafterversammlung vom 3. Januar 2023 wurde der Jahresabschluss festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2020 an den Verlustvortrag zuzuweisen. |
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