Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 231643
Eingetragen
8.9.1976
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung, Anschaffung und Vertrieb von Aluminiumteilen gleich welcher Art, insbesondere mit Markenzeichen "RONAL" ® und Handel mit Maschinen und Zubehör, Formen, Werkzeugen und Rohstoffen, sowie Dienstleistungen jeglicher Art insbesondere im Bereich der Vertriebs-, Verwaltungs- und Supporttätigkeiten für die mit ihr verbundenen Unternehmen, soweit diese ohne eine besondere behördliche oder gerichtliche Zulassung bzw. Erlaunis erbracht werden können.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stephan Burkhart
seit 2.10.2025
Geschäftsführer
Michael Rothhaß
seit 2.10.2025
Geschäftsführer
Malte Schmidt
seit 30.4.2024
Prokura
Sarah Bettina Mayer
seit 25.5.2023
Prokura
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RONAL GmbH

Forst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Als Zulieferer von Leichtmetallrädern aus Aluminium für die Automobilindustrie (OEM) hat unser Unternehmen eine marktbedeutende Stellung.

Im Handelsgeschäft (AM) vermarkten wir Aluminiumräder der Marken RONAL und Speedline Truck, insbesondere an den Fach- und Großhandel der Räder- und Reifenbranche sowie an Einkaufsorganisationen und deren Filialbetriebe.

Der Anteil der Inlandumsätze beträgt 81 % (Vorjahr 79 %), die Lieferungen in das europäische Ausland betragen 19 % (Vorjahr 21%).

Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen an andere Gesellschaften innerhalb der RONAL-Gruppe. Die Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen betragen 50,4 % (Vorjahr 47,8 %) der gesamten Umsatzerlöse der Gesellschaft.

2. Entwicklung

Bei der Neuentwicklung von Rädern liegt der Fokus der Entwicklungsabteilung von RONAL mit ihren rund 15 Mitarbeitern in Forst und 40 Mitarbeitern in Landau im Wesentlichen darauf, die Kundenanforderungen unter Berücksichtigung der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit in der vorgegebenen Zeit umzusetzen. Die Entwicklungsabteilungen der RONAL Gruppe hat insgesamt ca. 120 Mitarbeiter an 7 europäischen Standorten und umfasst die Bereiche Projektmanagement, Rad- und Werkzeugkonstruktion, Simulation und das Prüfwesen sowie den Musterbau.

Zu dem bekannten Ziel der Automobilindustrie, der Gewichtsreduzierung, insbesondere bei ungefederten Massen, wie den Rädern, stehen weitere Herausforderungen im Vordergrund.

Neben der optischen Wirkung des Aluminiumrades, d.h. der Design- und Oberflächenausführung, nehmen die Anforderungen an die Aerodynamik, die Akustik und das Crash-Verhalten eines Rades eine immer größer werdende Bedeutung ein und beeinflussen somit die Konstruktion eines Rades. So hat sich in den letzten Jahren die Nachfrage nach Kunststoffelementen am Rad konstant erhöht, was eine neue Montagetechnik in der Fertigung bedurfte. Somit wird die Auslegung eines Rades beeinflusst von aktuellen Trends hin zur Elektromobilität und zu einem Materialmix im Rad. Man hat erkannt, dass eine weitere Reduzierung des Luftwiderstandes eines Fahrzeugs nur mit einer aerodynamischen Optimierung des Rades möglich ist. Dies äußert sich im Einsatz größerer geschlossenen Flächen im Rad, beispielsweise in Form von geschlossenen äußeren Ringen oder durch den Einsatz von großflächigen Kunststoffeinsätzen, die zusätzlich mehr Optionen für die Umsetzung ausgefallener Designideen bieten. Ziel ist es, den Energieverbrauch eines Fahrzeuges zu reduzieren bzw. die Reichweite zu erhöhen indem man das Radgewicht und den Luftwiderstand so weit wie möglich optimiert und das Design gleichzeitig markentypisch und attraktiv ist.

Auf die aktuelle dynamische Marktlage, getrieben durch Anstrengungen zur Reduktion von CO 2 -Emissionen, Umstrukturierungen bei OEM-Kunden aufgrund der automobilen Transformation und gestiegenen Kostendruck bei Lieferanten, reagieren wir mit Flexibilität, Agilität, Zuverlässigkeit und Professionalität. Die volatile Situation äußert sich beispielsweise darin, dass die Entwicklungszeiten für Radprojekte zum Teil sehr ambitioniert sind (sog. "Crash-Projekte"), was eine sehr genaue Planung und ein effektives Eskalationsmanagement erfordern.

Die persönliche Kontaktpflege zu den Entwicklungsabteilungen der Automobilindustrie wurde durch mehrere Vor-Ort-Besuche intensiviert, um verschiedene Themen im persönlichen Gespräch abzuklären, aber auch unsere neuen Technologien zu präsentieren und Trends möglichst frühzeitig zu erkennen.

Insgesamt war das letzte Geschäftsjahr wieder geprägt von teilweise kurzfristigen Anfragen und Änderungen unserer Kunden, die uns bzgl. des Change-Managements und des Ressourcen-Managements viel abverlangt haben. Parallel zu den Radentwicklungsprojekten arbeiten wir in crossfunktionalen Teams an neuen Technologien oder dem Einsatz von Algorithmen zur Optimierung von Prozessabläufen.

Forschung wird bei der RONAL GmbH nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeine Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen schreitet voran, ist aber bislang nicht überall zu spüren.

Das Wachstum im Euroraum, wo Verbraucherstimmung und Unternehmensinvestitionen unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen leiden, fällt bisher nicht so stark aus wie erhofft. Die europäische Konjunktur stagnierte im Berichtsjahr und das deutsche BIP ist im Jahr 2023 leicht geschrumpft (0,3 %).

Die Inflation fiel zuletzt wieder leicht. Sie betrug nach erster Schätzung im Januar 2024 in der Eurozone 2,8 %, die Kerninflation (ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel) lag bei 3,3 %, das Preisniveau bei Energie fiel um 6,3 %, während Lebensmittel um 5,7 % teurer wurden.

Angriffe auf Schiffe im Roten Meer haben die Transportkosten drastisch erhöht und die Lieferzeiten verlängert, wodurch Produktionspläne gestört wurden und der Preisdruck zunahm.

Es zeigen sich erste Erfolge bei der Inflationseindämmung. Durch günstiger globaler Angebotsentwicklung ist die Inflation schneller als erwartet zurückgegangen.

Der Rückgang der Inflation spiegelt das Abklingen des relativen Preisschocks, insbesondere bei den Energiepreisen wider. Er reflektiert auch eine nachlassende Anspannung auf den Arbeitsmärkten mit einem Rückgang von offenen Stellen. Das Lohnwachstum hielt sich bisher im Allgemeinen in Grenzen und Lohn-Preis-Spiralen wurden bislang vermieden.

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr reduzierte sich der Absatz von Rädern um 6% auf 1,1 Mio. Räder (Vorjahr 1,2 Mio. Räder). Der Rückgang kommt im Wesentlichen aus dem Bereich OEM. Hier wurden im Berichtsjahr 921.966 Räder (Vorjahr 1.014.927 Räder) abgesetzt, was einem Rückgang von 9,2 % entspricht. Im Bereich AM wurden 143.495 Rädern (Vorjahr 135.133 Räder) abgesetzt, was einem Wachstum von 6,2 % entspricht.

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 234.023 liegen um 5,1% unter dem Vorjahreswert.

Die durchschnittlichen OEM-Verkaufspreise - maßgeblich gekoppelt an die LME-Entwicklung (London Material Exchange) - verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 %.

Die in den Vorjahren eingeleitete Kostenkonsolidierung durch Reorganisation der Fertigungsprozesse bei unserer 100%-igen Tochter RONAL Produktions GmbH & Co. KG setzte sich im Geschäftsjahr fort. Das Produktportfolio besteht aus Rädern mit größerem Durchmesser sowie einem hohen Anteil der Sonderprozesse Glanzdrehen oder Pad-Printing. Es besteht ein wachsender Trend zu Rädern mit Designelementen.

3. Lage

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr lagen die Umsatzerlöse mit TEUR 234.023 (Vorjahr TEUR 246.680) 5,1 % unter dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse teilen sich dabei auf folgende Sparten auf:

Werte
in T€
2023/2024 2022/2023
OEM 103.006 115.841
AM 12.954 12.826
Dienstleistungen 118.063 118.013
Summe 234.023 246.680

Der OEM-Bereich erzielt ein Anteil am Umsatz von 44,0 % (Vorjahr 49,5%) und der AM-Bereich erzielt ein Umsatzanteil von 5,5% (Vorjahr 5,5%).

Der in den Dienstleistungen enthaltene Anteil der in Deutschland angesiedelten Bereiche technische Entwicklung, Vertrieb und Operations ist mit 8,6 % (Vorjahr 8,1%) leicht rückläufig.

Bei Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 234.023 (Vorjahr TEUR 246.680) wurde ein Ergebnis nach Ertragsteuern von TEUR 2.202 (Vorjahr TEUR -114) sowie ein EBIT von TEUR 5.666 (Vorjahr TEUR 1.848) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 25.273 (Vorjahr TEUR 13.201) enthalten insbesondere gruppeninterne Ausgleichszahlungen in Höhe von TEUR 24.747 (Vorjahr TEUR 9.480).

Die Materialaufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 201.589 (Vorjahr TEUR 212.546). Der Rückgang der Materialaufwendungen begründet sich vor allem auf Preisreduzierungen beim Aluminium. In den bezogenen Leistungen stehen verminderten Aufwendungen für Energie ein erhöhter Aufwand für Zeitarbeiter gegenüber.

Die Personalaufwendungen sind von TEUR 18.945 auf TEUR 21.147 gestiegen. Einfluss darauf hatte eine allgemeine Lohnerhöhung.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 535 gefallen.

b) Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023/24 ist ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 11.445 (Vorjahr TEUR 3.297) erwirtschaftet worden. Neben dem Jahresüberschuss ist hierfür die Abnahme der Forderungen verantwortlich.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.896 (Vorjahr TEUR -2.516) und betrifft Zahlungen für Investitionen in Sachanlagen, vor allem für Verbesserungen von bestehenden Produktionsanlagen, Ersatz von IT-Equipment sowie Büro- und Geschäftsausstattung.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -10.000 (Vorjahr TEUR -12.000) für die Tilgung von langfristigen Krediten gegenüber der Gesellschafterin.

c) Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden durchschnittlich 245 Mitarbeiter (Vorjahr 242) beschäftigt. Teilzeitkräfte sind dabei gewichtet enthalten.

d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 69.681 (Vorjahr TEUR 84.342) und hat sich zum Geschäftsjahresende um TEUR 14.661 reduziert. Die Eigenkapitalquote zum 31.03.2024 beträgt 6,7%.

Das Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 40.209 (Vorjahr TEUR 45.054) und das Umlaufvermögen beträgt TEUR 27.829 (Vorjahr TEUR 35.953).

Die Sachanlagen betragen TEUR 37.299 (Vorjahr TEUR 42.286) und betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen. Die Wertberichtigungsquote für Sachanlagen (kumulierte Abschreibung auf Sachanlagen geteilt durch Anschaffungs-/Herstellungskosten) beträgt 77,3%.

Die Vorräte haben sich um TEUR 919 von TEUR 11.438 auf TEUR 10.519 reduziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 6.688 von TEUR 23.811 auf 17.123 reduziert. Hiervon entfallen TEUR 12.082 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 1.265 auf TEUR 55, die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind stichtagsbedingt von TEUR 8.763 auf TEUR 4.758 zurückgegangen und resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr um TEUR 211 auf TEUR 227 reduziert.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.146 auf TEUR 12.244 zurückgegangen. Hiervon entfallen TEUR 8.064 auf Pensionsrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.180 (Vorjahr TEUR 6.168) enthalten als wesentliche Posten Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Gleitzeitguthaben sowie die Boni für die Mitarbeiter in Höhe von TEUR 3.092 (Vorjahr TEUR 2.884).

Die Abnahme der Verbindlichkeiten um TEUR 14.716 von TEUR 67.513 auf TEUR 52.797 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Krediten gegenüber der Gesellschafterin (TEUR -10.000).

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen

Datenbasis für unsere interne Unternehmenssteuerung sind Kennzahlen bzw. Steuerungsgrößen wie Umsatzerlöse, EBIT und Cash-Flow. Notwendige Verbesserungen zur Erreichung der Produktions- und Ergebnisziele werden mittels Maßnahmenlisten regelmäßig dokumentiert und nachgehalten. Weiterhin werden nicht finanzielle Leistungsindikatoren wie Kundenzufriedenheit, Liefertreue, Mitarbeiterfluktuation/Zufriedenheit und Umweltaspekte wie Energieverbrauch und Reduzierung CO 2 -Ausstoß berücksichtigt, dienen aber nicht unmittelbar der internen Unternehmenssteuerung.

III. Prognosebericht

Der IWF sieht eine Auflockerung für die weitere Entwicklung der globalen Wirtschaft. Die Weltwirtschaft wird demnach voraussichtlich weiterhin um 3,2 % wachsen, wobei das Wachstumsniveau im Jahr 2024 und 2025 gleich bleiben soll. Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Es wird erwartet, dass sich die Märkte für PKW im Jahr 2024 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Produktionsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich leicht über dem des Vorjahres liegen. Für das Jahr 2025 rechnet die IKB weltweit mit einer wachsenden Nachfragen nach PKW.

Im April 2024 wurde die Schließung der Betriebsstätten in Landau der RONAL GmbH sowie der RONAL Produktions GmbH & Co.KG zum 31.03.2025 beschlossen. Im Jahr 2024 werden die in Landau gefertigten Radprojekte in andere RONAL-Werke verlagert. Diesbezüglich verweisen wir auch auf die Ausführungen des Nachtragsberichts im Anhang. Für das Geschäftsjahr 2024/25 ist mit einem Umsatzrückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich zu rechnen.

Das geplante operative Ergebnis der RONAL GmbH, gemessen am EBIT, verzeichnet voraussichtlich einen Rückgang im zweistelligen Prozentbereich. Eine entsprechende Entwicklung wird auch für den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwartet.

Um dem demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken, legt die RONAL GmbH ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung der Mitarbeiter. Die Partnerschaften mit den umliegenden Hochschulen werden ausgebaut, um auch in den kommenden Jahren den Arbeitskräftebedarf zu sichern. Die in den vergangenen Jahren eingeführten Management-Trainings werden fortgeführt, mit den Ziel die Mitarbeiter weiterzuentwickeln und für kommende und neue Aufgaben zu befähigen. So wird das Unternehmen auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für Kunden und Lieferanten sein.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Die aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklungen, verbunden mit hohen Energiepreisen bremsen die Automobilbranche weiterhin aus. Überkapazitäten der Räderhersteller halten den Druck auf die Verkaufspreise hoch.

Die OE-Hersteller erweitern stetig das Ersatz-Sortiment OES mit Winterrädern. Gleichzeitig verstärkt sich der Trend der Verbraucher, Ganzjahresreifen an Stelle der Sommer- und Winter-Bereifung einzusetzen. Beide Entwicklungen beeinträchtigen die Chancen unseres Handelsgeschäftes.

b) Ertragsorientierte Risiken

Die gesunkene Fertigung von Fahrzeugen in Europa seit 2020 führte zwangsläufig zu einer gesunkenen Auslastung der Radhersteller. Gleichzeitig wurden an der europäischen Grenze in Marokko weitere Kapazitäten aufgebaut. Die nicht genutzten Kapazitäten erhöhen den Preisdruck aus Sicht des Vertriebs. Gleichzeitig belasten hohe Energiepreise die Ergebnissituation.

Die Gesellschaft ist aktuell Teil einer laufenden Untersuchung durch Behörden. Hieraus können sich rechtliche Risiken ergeben, welche zum jetzigen Zeitpunkt jedoch weder hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit, noch möglicher Höhe einschätzen lassen. Die Gesellschaft wird in jeglicher Form zur Aufklärung beitragen.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Potenzielle Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen können, gibt es nicht, da Kosten und Erlöse fast ausschließlich in einer Währung (EURO) anfallen. Die Liquiditätsplanung und -steuerung wird weiterhin sehr eng geführt und mit Hilfe des Cash Pooling Systems erwarten wir keine Engpässe.

2. Chancenbericht

Eine stetige Kontaktpflege zu den Entwicklungsabteilungen der Automobilindustrie ist erforderlich, um die Engineering-Leistungen effizient umzusetzen und Trends frühzeitig zu erkennen. Dies ermöglicht es uns, sich den Marktanforderungen schnell anzupassen und zielgerichtet unseren Technologievorsprung auszubauen. Die internen Kapazitäten für Material-, Oberflächen- und Funktionsprüfungen sichern kurze Bearbeitungszeiten in der Radentwicklung.

Mit Hilfe unseres Change- und Ressourcen-Managements sind wir in der Lage, auch auf kurzfristige Anfragen und Änderungen unserer Kunden zu reagieren.

Durch die enge Zusammenarbeit mit unserem Innovationszentrum, der Schwestergesellschaft RONAL Technologie GmbH, können neuartige Produktideen, innovative Fertigungsprozesse und Materialen wertschöpfend in die Produktion eingeführt werden.

Der nachhaltige Einsatz von Ressourcen wird zunehmend von den OEM-Kunden eingefordert. Dies betrifft insbesondere die Reduktion des CO 2 -Fußabdrucks der Fertigung, der von einzelnen OEM-Kunden zukünftig in der Ausschreibung festgeschrieben wird. Wir erreichen dies durch die Verwendung von 100 % recyceltem Aluminium sowie dem Einsatz von Öko-Strom und klimaneutralem Gas.

3. Gesamtaussage

Chancen ergeben sich aus der konsequenten Serviceorientierung, der Entwicklung neuer Produkte sowie der Förderung des Recyclings, um den Kunden einen Beitrag zur CO 2 Senkung ihrer Endprodukte zu liefern. Womit wir - trotz der Schließung des Standorts in Landau - den Fortbestand der Gesellschaft fördern. Aufgrund der bestehenden Finanzierung durch die Muttergesellschaft sehen wir keine Anzeichen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

In unserer Gesellschaft bestehen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Forderungsmanagement, unter anderem fortlaufende Kreditwürdigkeitsprüfungen und ein funktionierendes Mahnwesen helfen uns, daraus resultierende Risiken richtig einzuschätzen oder zu vermeiden. Die Kreditversicherung dient hierzu als Sicherungsinstrument.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unsere Gesellschaft auch über Lieferantenkredite und der Kreditlinie im Rahmen des vereinbarten Cash-Pools.

Zur jederzeitigen Sicherung unserer Liquidität planen wir kurz-, mittel- und langfristig mit täglicher Aktualisierung.

Sind Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten erkennbar, werden entsprechende Wertberichtigungen umgehend vorgenommen.

VI. Zweigniederlassungen

Die Betriebsstätte in Landau mit den Abteilungen Entwicklung, Qualitäts- und Prüfwesen sowie Logistik ist als Zweigniederlassung im Handelsregister eingetragen.

 

Forst, den 07. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Michael Weis

Matthias Bayer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 40.209.256,74 45.054.020,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 193.109,92 50.288,93
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.109,92 50.288,93
II. Sachanlagen 37.298.890,80 42.286.475,46
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.412.461,32 7.891.078,55
2. technische Anlagen und Maschinen 26.696.709,50 31.558.765,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.876.792,64 2.512.072,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 312.927,34 324.558,81
III. Finanzanlagen 2.717.256,02 2.717.256,02
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.717.256,02 2.717.256,02
B. Umlaufvermögen 27.829.017,68 35.952.686,51
I. Vorräte 10.518.617,28 11.438.100,06
1. fertige Erzeugnisse und Waren 10.518.617,28 11.438.100,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.122.580,36 23.810.989,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.082.357,60 13.344.477,44
2. Forderungen gegen Gesellschafter 4.758.030,39 8.763.066,92
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.139,61 1.265.393,55
4. sonstige Vermögensgegenstände 227.052,76 438.051,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 187.820,04 703.596,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 545.514,93 2.237.697,91
D. Aktive latente Steuern 1.097.623,00 1.097.623,00
Aktiva 69.681.412,35 84.342.027,83

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 4.639.976,24 2.437.829,93
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 26.983.733,22 26.983.733,22
III. Verlustvortrag 34.545.903,29 34.431.721,81
IV. Jahresüberschuss 2.202.146,31 -114.181,48
B. Rückstellungen 12.244.189,45 14.390.587,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.063.771,00 8.222.996,00
2. sonstige Rückstellungen 4.180.418,45 6.167.591,89
C. Verbindlichkeiten 52.797.246,66 67.513.610,01
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.912.167,21 10.187.836,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.912.167,21 10.187.836,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 43.000.000,00 53.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 43.000.000,00 53.000.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.085.593,23 3.906.852,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.085.593,23 3.906.852,27
4. sonstige Verbindlichkeiten 799.486,22 418.921,49
davon aus Steuern 571.209,85 268.043,28
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.191,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 799.486,22 418.921,49
Passiva 69.681.412,35 84.342.027,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 234.023.149,61 246.679.547,21
2. sonstige betriebliche Erträge 25.272.869,58 13.201.016,53
3. Materialaufwand 201.589.273,38 212.546.310,14
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 181.771.731,37 193.505.502,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.817.542,01 19.040.807,62
4. Personalaufwand 21.146.883,50 18.945.308,77
a) Löhne und Gehälter 18.342.953,96 16.412.434,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.803.929,54 2.532.874,10
5. Abschreibungen 6.840.311,08 7.375.785,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.840.311,08 7.375.785,48
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 24.053.990,61 19.165.041,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.861,06
davon aus verbundenen Unternehmen 65.861,06
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.521.282,83 1.710.372,55
davon an verbundene Unternehmen 3.406.895,83 1.509.055,47
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -96.605,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 0,00 96.605,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.210.138,85 234.350,80
11. sonstige Steuern 7.992,54 348.532,28
12. Jahresüberschuss 2.202.146,31 -114.181,48

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die RONAL GmbH, Forst, ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Handelsregisternummer HRB 231643 gemeldet. Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 der RONAL GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die im Berichtszeitraum zugegangenen immaterielle Vermögensgegenstände sind zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben worden. Die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt ein bis fünf Jahre. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen einem Jahr (EDV) und 30 Jahren (Gebäude), bewertet.

Zugänge, deren Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung zum niedrigeren, beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Vorräte

Die Fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder zu den niedrigeren voraussichtlichen erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich bis zum Verkauf noch anfallender Kosten bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Einzelwertberichtigung für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Latente Steuern

Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, Marktzinssatz gemäß § 253 II 1 und 2 HGB abgezinst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerung angesetzt. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, Marktzinssatz gemäß § 253 II 1 und 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 I 2 HGB).

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt, eventuelle Kursgewinne jedoch nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und Abschreibungen der einzelnen Posten ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen und betreffen Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr inklusive Cash-Pool TEUR 4.758 (Vorjahr: TEUR 8.763).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 55,1 (Vorjahr: TEUR 1.265).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 438) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 175).

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Berechnung nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

- pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

- Abzinsungssatz: 1,83%
- Einkommensdynamik: 0%
- Rentendynamik: 2%
- Sterbetafeln nach Prof. Dr Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"
- Fluktuation: 0%

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,80 %) und dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt T€ 31,7 (Vorjahr T€ 332,5). Der Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.180 (Vorjahr: TEUR 6.168) enthalten als wesentliche Posten Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Gleitzeitguthaben und Boni für die Mitarbeiter in Höhe von TEUR 3.092 (Vorjahr: TEUR 2.884).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, haben eine Restlaufzeit von einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten aus einem Darlehen in Höhe von TEUR 43.000 (Vorjahr: TEUR 53.000).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 2.086 (Vorjahr: TEUR 3.907).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 799 (Vorjahr: TEUR 419) enthalten im Wesentlichen Lohnsteuerposten in Höhe von TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 268).

9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 4.602 (Vorjahr: TEUR 6.465). Davon sind TEUR 1.294 innerhalb von 1 Jahr und TEUR 3.308 (Vorjahr: TEUR 4.963) innerhalb von 2 bis 5 Jahren fällig.

Verpflichtungen gemäß § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse mit Dritten in Höhen von TEUR 113.874 (Vorjahr: TEUR 126.283) betreffen größtenteils Lieferungen von Leichtmetallrädern an namhaften Automobilhersteller Europas.

Der Anteil des Inlandsumsatzes beträgt 81 % (Vorjahr 79 %), die Lieferungen in das europäische Ausland betragen 19 % (Vorjahr 21 %).

Darüber hinaus bestehen Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 118.063 (Vorjahr: TEUR 118.013).

2. Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 25.273 (Vorjahr: TEUR 13.201) enthalten außergewöhnliche Erträge aus Transferpreisanpassungen TEUR 23.578 (Vorjahr: TEUR 9.480).

3. Periodenfremde Aufwendungen

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 800 aus der Verschrottung von nicht mehr genutzten Kokillen enthalten.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen die Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen mit TEUR 3.407 (Vorjahr: TEUR 1.509) und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen mit TEUR 114,3 (Vorjahr TEUR 146,5).

V. Sonstige Angaben

1. Organe, Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemeinsam vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023/2024:

• Herr Michael Weis, wohnhaft in Schönaich, seit 27.11.2023

• Herr Matthias Bayer, wohnhaft in St. Ingbert, seit 07.05.2024

• Herr Mirco Herrmann, wohnhaft in Pfedelbach, vom 27.11.2023 bis 07.05.2024

• Herr Kai Michael Staschko, wohnhaft in Bad Bergzabern, bis 13.12.2023

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

2. Angaben über die Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden durchschnittlich 233 Mitarbeiter (Vorjahr 230) und 12 (Vorjahr 12) Auszubildende beschäftigt. Teilzeitkräfte sind dabei gewichtet enthalten.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar beträgt TEUR 42 (Vorjahr TEUR 40). Darin sind keine Aufwendungen für die steuerlichen Beratungsleistungen und Erklärungen enthalten.

4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Unmittelbar gehaltene Anteile
RONAL PRODUKTIONS GmbH & Co. KG, Forst 99,99 4.526 466

5. Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der RONAL PRODUKTIONS GmbH & Co. KG, Forst.

6. Gesellschafterin

Die RONAL GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der RONAL AG in Härkingen/Schweiz. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RONAL AG einbezogen. Es handelt sich hierbei gleichzeitig um den kleinsten sowie den größten Konsolidierungskreis.

Die RONAL GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss der RONAL GmbH wird im Unternehmensregister hinterlegt, falls der Konzernabschluss der RONAL AG keine befreiende Wirkung gem. § 292 HGB entfaltet.

VI. Nachtragsbericht

Nach Geschäftsjahresabschluss hat die Gesellschafterin die Schließung der Betriebsstätten in Landau der RONAL GmbH sowie der RONAL Produktions GmbH & Co.KG zum 31.03.2025 beschlossen.

Die aus diesem wertbegründenden Ereignis resultierenden finanziellen Auswirkungen betreffen im Wesentlichen die verkürzte Nutzungsdauer des am Standort Landau eingesetzten Sachanlagevermögens sowie den Liefer- und Leistungsverkehr mit der RONAL Produktions GmbH & Co. KG. Zum jetzigen Zeitpunkt können die Auswirkungen auf die RONAL GmbH noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Da die Gesellschafterin entsprechende finanzielle Unterstützung zugesagt hat, bestehen keine bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit zu Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

 

Forst, den 07.06.2024

Die Geschäftsführung

Michael Weis

Matthias Bayer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bil.po. Bezeichnung Stand 01.04.2023
Zugänge
Abgänge
A. I. Lizenzen 99.946,25 200.000,00 0,00
A. I. Software 790.510,13 0,00 227.112,39
Summe Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 890.456,38 200.000,00 227.112,39
A. II. 1. Grund u. Boden 704.053,21 0,00 0,00
A. II. 1. Gebäude 27.297.944,04 0,00 424.965,72
Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 28.001.997,25 0,00 424.965,72
A. II. 2. Maschinen und Anlagen 130.205.434,49 979.307,72 13.551.293,48
A. II. 2. Kokillen 5.549.192,53 180.000,00 820.375,00
Kokillen Anlagevermögen 560.000,00 180.000,00 20.000,00
Kokillen gemäß Liste 4.989.192,53 0,00 800.375,00
5.549.192,53 180.000,00 820.375,00
Summe Technische Anlagen und Maschinen 135.754.627,02 1.159.307,72 14.371.668,48
A. II. 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.113.427,68 764.569,74 3.089.613,27
A. II. 3. Fahrzeuge 38.681,17 0,00 25.981,17
A. II. 3. Computerhardware 857.915,70 348.741,22 67.022,58
A. II. 3. Büroeinrichtung 1.171.959,45 4.144,31 259.808,42
A. II. 3. GWG 2.449.050,54 106.056,92 702.306,88
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.631.034,54 1.223.512,19 4.144.732,32
A. II. 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324.558,81 312.927,34 0,00
Bewegliche AIB 324.558,81 272.636,14 0,00
Unbewegliche AIB 0,00 25.315,20 0,00
Immaterielle AIB 0,00 14.976,00 0,00
Summe geleistete Anzahlungen 324.558,81 312.927,34 0,00
A. III. 1. Anteile an Verbundenen Unternehmen 2.717.256,02 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.717.256,02 0,00 0,00
Gesamtergebnis 184.319.930,02 2.895.747,25 19.168.478,91
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bil.po. Umbuchungen Stand 31.03.2024
A. I. 0,00 299.946,25
A. I. 0,00 563.397,74
Summe Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 863.343,99
A. II. 1. 0,00 704.053,21
A. II. 1. 0,00 26.872.978,32
Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 27.577.031,53
A. II. 2. 281.964,92 117.915.413,65
A. II. 2. 0,00 4.908.817,53
0,00 720.000,00
0,00 4.188.817,53
0,00 4.908.817,53
Summe Technische Anlagen und Maschinen 281.964,92 122.824.231,18
A. II. 3. 0,00 9.788.384,15
A. II. 3. 0,00 12.700,00
A. II. 3. 39.307,29 1.178.941,63
A. II. 3. 0,00 916.295,34
A. II. 3. 3.286,60 1.856.087,18
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.593,89 13.752.408,30
A. II. 4. -324.558,81 312.927,34
-324.558,81 272.636,14
0,00 25.315,20
0,00 14.976,00
Summe geleistete Anzahlungen -324.558,81 312.927,34
A. III. 1. 0,00 2.717.256,02
Summe Finanzanlagen 0,00 2.717.256,02
Gesamtergebnis 0,00 168.047.198,36
Abschreibungen
Stand 01.04.2023
Zugänge
Abgänge
A. I. Lizenzen 98.050,19 37.655,92 0,00
A. I. Software 742.117,26 19.523,09 227.112,39
Summe Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 840.167,45 57.179,01 227.112,39
A. II. 1. Grund u. Boden 0,00 0,00 0,00
A. II. 1. Gebäude 20.110.918,70 478.617,23 424.965,72
Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 20.110.918,70 478.617,23 424.965,72
A. II. 2. Maschinen und Anlagen 100.197.045,68 5.199.728,11 13.493.623,71
A. II. 2. Kokillen 3.998.815,97 228.888,96 3.333,33
Kokillen Anlagevermögen 243.333,44 228.888,96 3.333,33
Kokillen gemäß Liste 3.755.482,53 0,00 0,00
3.998.815,97 228.888,96 3.333,33
Summe Technische Anlagen und Maschinen 104.195.861,65 5.428.617,07 13.496.957,04
A. II. 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.808.720,62 537.624,84 3.066.921,99
A. II. 3. Fahrzeuge 30.611,38 1.587,50 25.981,17
A. II. 3. Computerhardware 677.789,59 218.824,55 65.737,92
A. II. 3. Büroeinrichtung 1.152.789,68 11.551,10 259.808,42
A. II. 3. GWG 2.449.050,54 106.309,78 700.794,42
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.118.961,81 875.897,77 4.119.243,92
A. II. 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Bewegliche AIB 0,00 0,00 0,00
Unbewegliche AIB 0,00 0,00 0,00
Immaterielle AIB 0,00 0,00 0,00
Summe geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
A. III. 1. Anteile an Verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Gesamtergebnis 139.265.909,61 6.840.311,08 18.268.279,07
Abschreibungen
Umbuchungen Stand 31.03.2024
A. I. 0,00 135.706,11
A. I. 0,00 534.527,96
Summe Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 670.234,07
A. II. 1. 0,00 0,00
A. II. 1. 0,00 20.164.570,21
Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 20.164.570,21
A. II. 2. 0,00 91.903.150,08
A. II. 2. 0,00 4.224.371,60
0,00 468.889,07
0,00 3.755.482,53
0,00 4.224.371,60
Summe Technische Anlagen und Maschinen 0,00 96.127.521,68
A. II. 3. 0,00 7.279.423,47
A. II. 3. 0,00 6.217,71
A. II. 3. 0,00 830.876,22
A. II. 3. 0,00 904.532,36
A. II. 3. 0,00 1.854.565,90
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.875.615,66
A. II. 4. 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00
Summe geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
A. III. 1. 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Gesamtergebnis 0,00 127.837.941,62
Restbuchwerte
Stand 31.03.2024
Stand 01.04.2023
A. I. Lizenzen 164.240,14 1.896,06
A. I. Software 28.869,78 48.392,87
Summe Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.109,92 50.288,93
A. II. 1. Grund u. Boden 704.053,21 704.053,21
A. II. 1. Gebäude 6.708.408,11 7.187.025,34
Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 7.412.461,32 7.891.078,55
A. II. 2. Maschinen und Anlagen 26.012.263,57 30.008.388,81
A. II. 2. Kokillen 684.445,93 1.550.376,56
Kokillen Anlagevermögen 251.110,93 316.666,56
Kokillen gemäß Liste 433.335,00 1.233.710,00
684.445,93 1.550.376,56
Summe Technische Anlagen und Maschinen 26.696.709,50 31.558.765,37
A. II. 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.508.960,68 2.304.707,06
A. II. 3. Fahrzeuge 6.482,29 8.069,79
A. II. 3. Computerhardware 348.065,41 180.126,11
A. II. 3. Büroeinrichtung 11.762,98 19.169,77
A. II. 3. GWG 1.521,28 0,00
Summe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.876.792,64 2.512.072,73
A. II. 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 312.927,34 324.558,81
Bewegliche AIB 272.636,14 324.558,81
Unbewegliche AIB 25.315,20 0,00
Immaterielle AIB 14.976,00 0,00
Summe geleistete Anzahlungen 312.927,34 324.558,81
A. III. 1. Anteile an Verbundenen Unternehmen 2.717.256,02 2.717.256,02
Summe Finanzanlagen 2.717.256,02 2.717.256,02
Gesamtergebnis 40.209.256,74 45.054.020,41

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RONAL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RONAL GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RONAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pforzheim, 10. Juni 2024

dhmp NEXT GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Roland Sprinz, Wirtschaftsprüfer

Claudia Brill, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.