Oberdorlaer Pflanzenbau GmbHLiquidiert
99986 Vogtei, DEUStammdaten
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Historie
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Bilanzkonten
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Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TUPAG-Holding-AktiengesellschaftMühlhausenJahresabschluss zum 31.12.2020Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20201 Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen ist unter der Firma TUPAG-Holding-Aktiengesellschaft mit Sitz in Mühlhausen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 403359 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) erstellt. Dabei wurden die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Auf der Grundlage von § 308 HGB wurden die Vermögens- und Schuldposten nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2 Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss gemäß § 294 Abs. 1 HGB wurden die folgenden unmittelbaren Gesellschaften einbezogen: - ABF Bau- und Heimwerkermarkt Verwaltungs-GmbH, Mühlhausen - ABF Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co Handels KG, Unstruttal OT Ammern - Agrar GmbH Küllstedt, Küllstedt - Agrargesellschaft Windeberg/Saalfeld mbH, Mühlhausen - ATS Anlagentechnik- und Sondermaschinenbau GmbH, Vogtei OT Langula - Baumschulen Oberdorla GmbH, Vogtei OT Oberdorla - Chr. Janson GmbH Landmaschinenfachbetrieb, Diemelsee - Döllstädter-Gabelstapler-Service GmbH, Döllstädt - Eichsfelder Ferkelaufzucht GmbH, Küllstedt - GTH Bau- und Heimwerkermarkt GmbH, Schwabhausen - Hainich Konserven GmbH, Vogtei OT Niederdorla - HEBA Bau- und Heimwerkermarkt GmbH, Bad Hersfeld - HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH, Mühlhausen - Hunapfel Kft., Csorvas/Ungarn - Landwirtschaft Nazza GmbH, Nazza - Landwirtschaft-Niederdorla GmbH, Vogtei OT Niederdorla - LGM Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen mbH, Mühlhausen - MBF Mühlhäuser Baustoff-Fachhandel GmbH, Mühlhausen - Thomaflor GmbH, Mühlhausen - TM Pflanzen-Produktion Ammern/Reiser GmbH, Unstruttal OT Ammern - TM Pflanzen-Produktion Vogtei GmbH, Vogtei OT Niederdorla - TM Transportgesellschaft mbH, Mühlhausen - TM Zierpflanzen GmbH, Mühlhausen - TREGAL Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eisenach KG, Mühlhausen - TREGAL Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Ammern KG, Mühlhausen - TREGAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Mühlhausen - TUPAG Agrar GmbH, Vogtei OT Niederdorla - TUPAG Bau- und Heimwerkermarkt Betriebsgesellschaft mbH, Eisenach - TVS TUPAG-Versicherungs-Servicegesellschaft mbH, Mühlhausen - Vogteier Erdenwerk GmbH, Vogtei OT Niederdorla - Vogteier Kompost GmbH, Vogtei OT Niederdorla Darüber hinaus wurden die folgenden mittelbaren Unternehmen einbezogen: - Hainich Weiderind GmbH, Nazza - Hainich Obst und Gemüse GmbH, Vogtei OT Niederdorla - Oberdorlaer Pflanzenbau GmbH, Vogtei OT Niederdorla Die Janson GmbH Landtechnik sowie die Hald GmbH Fördertechnik wurden zum 1. Januar 2020 mit der HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH verschmolzen. In 2019 wurde die Janson GmbH Landtechnik vollkonsolidiert. Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich nicht, da unverändert zum Vorjahr die Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss enthalten sind. Das Mutterunternehmen und alle vorgenannten Tochterunternehmen wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß § 300 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die folgenden Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie für ein tatsächliches Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von nicht wesentlicher Bedeutung sind: - UAB Tytuvenu Durpes (Tytuvenai Litauen) - Baby-Kids-World GmbH (Mühlhausen) Die folgenden assoziierten Unternehmen wurden nicht at-equity bewertet, da sie für ein tatsächliches Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind: - Hunapfel kert Kft. (Csorvas Ungarn) - Agrar Service Renting GmbH (Wuppertal) Zu den Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB verweisen wir auf die Ausführungen zum Finanzanlagevermögen im Abschnitt 4.2 sowie zum Anteilsbesitz im Abschnitt 5. 3 Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierung erfolgte nach der Methode der Vollkonsolidierung gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Entsprechend den Vorschriften des § 299 Abs. 1 HGB wird der Konzernabschluss auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt. Stichtag ist für alle einbezogenen Gesellschaften der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Die Gesellschaft hat bis einschließlich 2009 den Anschaffungswert der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden und auf der Basis der Buchwerte ermittelten Eigenkapitalanteil zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet (Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB i.d.F. vor dem BilMoG, i.V.m. Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB). Die Erstkonsolidierung erfolgte mit dem Zeitpunkt der Anschaffung. Die Konsolidierungsmethode für die bis einschließlich erstmals 2009 konsolidierten Tochterunternehmen wurde beibehalten. Ab 2010 werden neu zu konsolidierende Unternehmen im Wege der Neubewertungsmethode konsolidiert. Für die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ist ein Ausgleichsposten gebildet worden. Der Posten beinhaltet die Anteile Dritter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Konzernergebnis. In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet bzw. als Bestandsänderungen oder als andere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen. Ebenso wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen verbundenen Unternehmen bei gegebener Aufrechnungslage miteinander verrechnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die einzelnen Bilanzposten auf das Vorhandensein von weiteren Zwischenergebnissen geprüft. Wie bereits in den Vorjahren gibt es keine zu eliminierenden Zwischenergebnisse. 4 Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 4.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern Die Bilanzierung und Bewertung im Konzern erfolgte grundsätzlich in Übereinstimmung mit den von der Muttergesellschaft angewandten Methoden. Die Bewertung erfolgt unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Geschäfts- oder Firmenwerte und andere vergleichbare erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden über planmäßige Nutzungsdauern von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet und über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. So wurden Gebäude über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 8 bis 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen wurden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 14 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 9 Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden aus Vereinfachungsgründen analog den steuerlichen Vorschriften behandelt und bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Dauerkulturen wurden wie im Vorjahr unter gesonderten Bilanzposten ausgewiesen und wurden zu Standardherstellungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag dargestellt. Das Tiervermögen wurde unter einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen und in Anlehnung an die Richtwerte für die Viehbewertung bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Die Festwerte für Paletten wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften gebildet. Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten sind aktivierungspflichtige zurechenbare Gemeinkosten einbezogen worden. Innerhalb der unfertigen Erzeugnisse ist das Feldinventar, das zu Standardherstellungskosten bewertet wird, ausgewiesen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt und werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist, soweit erforderlich, durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Stichtag, welche Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennbetrag. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird für erhaltene, nicht rückzahlbare Investitionszuwendungen und -zuschüsse passiviert und analog der geförderten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "projected-unit-credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrunglagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein Rechnungszins von 1,6 % p. a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB und Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit 0,0 % p. a. eingerechnet. Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird das Wahlrecht, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 auf maximal 15 Jahre zu verteilen, in Anspruch genommen. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Zeitwert wurde aus dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Erträge/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Aufwendungen aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes werden auch innerhalb der "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Stichtag, welche Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von Konzernunternehmen mit einer vom Euro abweichenden Währung erfolgt in der Konzernbilanz für das Eigenkapital zum historischen Umrechnungskurs und für die übrigen Bilanzposten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden zu den Jahresdurchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Als Umrechnungskurse werden, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, Wechselkurse herangezogen. Die sich daraus im Konzernjahresergebnis ergebende Umrechnungsdifferenz wird gemäß § 308a Satz 3 HGB in der Konzernbilanz erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanzen (HB I) und der Steuerbilanzen der einbezogenen Unternehmen, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Für einen Aktivüberhang latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen Gesellschaften wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. 4.2 Angaben zu Posten der Bilanz Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. In den immateriellen Vermögensgegenständen sind mehrere Geschäfts- oder Firmenwerte aus Konsolidierung enthalten. Diese umfassen unter anderem TEUR 828 aus der auf die HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH verschmolzenen Hald GmbH Fördertechnik, TEUR 137 aus der Konsolidierung der ABF Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. Handels KG, TEUR 163 aus der Aufdeckung der stillen Reserven bei dem Asset-Deal in der Landwirtschaft Nazza GmbH sowie TEUR 1 aus der Konsolidierung der restlichen 6 % der TREGAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eisenach KG. Den Geschäfts- oder Firmenwerten der ABF Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. Handels KG und der Landwirtschaft Nazza GmbH wird eine Nutzungsdauer von jeweils 15 Jahren zugrunde gelegt, da davon ausgegangen wird, dass dieses mindestens der Zeitraum ist, in dem die vorgenannten Tochterunternehmen den OBI-Markt sowie die Landwirtschaft weiterhin betreiben werden. Der Firmenwert der restlichen 6 % der TREGAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eisenach KG sowie der Firmenwert der auf die HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH verschmolzenen Hald GmbH Fördertechnik werden handelsrechtlich über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden bei Aufrechnungslage mit den Verbindlichkeiten aufgerechnet und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 41 (31.12.2019 TEUR 17), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 82 (31.12.2019 TEUR 35) und sonstige Forderungen im Umfang von TEUR 491 (31.12.2019 TEUR 604). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 5), beinhalten sonstige Forderungen (TEUR 5; 31.12.2019 TEUR 5). Das Grundkapital gliedert sich in 2.992 vinkulierte Namensaktien zu EUR 255,65 (DM 500,00). Das Grundkapital repräsentiert nur vinkulierte Namensaktien und beträgt EUR 764.892,62. Die nicht beherrschenden Anteile (anderer Gesellschafter) beinhalten den Anteil Dritter an der TUPAG Bau- und Heimwerkermarkt Betriebsgesellschaft mbH, Eisenach und an der Hunapfel Kft., Csorvas, Ungarn. Entwicklung des Sonderpostens
Die Verrechnung der Pensionsrückstellungen mit Deckungsvermögen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Rechnungszinssatz der vergangenen sieben Jahre zum Rechnungszinssatz der vergangenen zehn Jahr beträgt TEUR 215 (31.12.2019 TEUR 220). Nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde von der Übergangsregelung Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2020 wurde ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 29 zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Auf den Abschlussstichtag steht ein Zuführungsbetrag von TEUR 114 aus. Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 933 solche aus Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag sowie mit TEUR 425 solche aus Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Berufsgenossenschaft (TEUR 198), Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 163), ausstehende Rechnungen und unterlassene Instandhaltung (TEUR 494), Leistungsprämien und Tantiemen (TEUR 566) sowie für Urlaub und Überstunden (TEUR 607) gebildet. Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel zeigt die Restlaufzeiten der in der Konzernbilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften der Konzernmuttergesellschaft und Gewährleistungen i. S. v. bürgschaftsähnlichen Rechtsverhältnissen sowie durch Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Anlagen besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden bei Aufrechnungslage mit den Forderungen aufgerechnet und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 41 (31.12.2019 TEUR 0). 4.3 Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 4.432) enthalten im Umfang von TEUR 3.762 regelmäßig wiederkehrende Erträge und Erträge, die im direkten Zusammenhang mit entsprechenden Aufwendungen stehen. Diese sind innerhalb der Ertragslage dem operativen Ergebnis zuzuordnen. Diese Erträge umfassen als regelmäßig wiederkehrende Erträge unter anderem TEUR 2.615 landwirtschaftliche Betriebsprämien und Ausgleichszahlungen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten sowie Pönale im Umfang von TEUR 440. Im Zusammenhang mit entstandenen Kosten stehen Erträge aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 221) und Sachbezügen für PKW-Nutzung (TEUR 164). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen verbleiben übrige Erträge im Umfang von TEUR 670. Die periodenfremden Erträge enthalten solche aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 107). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 29 aus dem Verteilungsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB zu Pensionsrückstellungen sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 303. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 170 (Vorjahr TEUR 206) aus der Abzinsung von Rückstellungen. Erträge (T€ 18) und Aufwendungen (T€ 8) aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen (T€ 180) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Im Posten Aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne wird die Vergütung eines stillen Gesellschafters ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten im Vorjahr periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von T€ 160. Der nicht beherrschenden Anteilen zustehende Gewinnanteil (anderer Gesellschafter) (TEUR 357) betrifft den Mitgesellschafter der TUPAG Bau- und Heimwerkermarkt Betriebsgesellschaft mbH sowie die beiden Gesellschafter der Hunapfel Kft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 8.282 sowie Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 30.100 (jeweils über die Gesamtlaufzeit der Verträge). Die Miet- und Leasingverträge betreffen Geschäftsräume, Maschinen und Ackerflächen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 5 Angaben zum Anteilsbesitz 5.1 Vollkonsolidierte Gesellschaften mit einem Ergebnisabführungsvertrag zur TUPAG-Holding-AG
5.2 Vollkonsolidierte Gesellschaften ohne einen Ergebnisabführungsvertrag zur TUPAG-Holding-AG
5.3 Unmittelbare nicht konsolidierte Beteiligungen der TUPAG-Holding-AG
5.4 Mittelbare Beteiligungen durch unmittelbare Tochtergesellschaften
6 Sonstige Angaben 6.1 Mitarbeiter nach § 285 Nr. 7 HGB Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 987 Arbeitnehmer, davon 36 leitende Angestellte sowie 79 Auszubildende beschäftigt. 6.2 Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstandes waren im Berichtsjahr: - Herr Dr. Johannes-Werner Lange (Vorsitzender) - Herr Dr. Marcus Lange (Stellvertreter) Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr: - Frau Ingeborg Lieder, Rentnerin (Vorsitzende) - Herr Hilfreich Reinhold, Landrat a. D. - Herr Dr. Gerald Schütz, Rentner Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. 6.3 Gewinnverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Vorstand des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. 6.4 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 setzt sich wie folgt zusammen:
6.5 Nachtragsbericht Ein bedeutsamer Vorgang nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2020 ist die andauernde Corona-Pandemie in Deutschland, in deren Folge erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft erwartet werden. Derzeit sind hieraus keine negativen Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit des TUPAG-Konzerns zu verzeichnen und werden auch nicht erwartet. Unabhängig davon kann es im weiteren Verlauf der Pandemie bei Tochtergesellschaften, z.B. durch ordnungspolitische Maßnahmen, Lieferschwierigkeiten von Zulieferern oder Personalausfälle, zu Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit kommen. 6.6 Definition des Finanzmittelfonds In den Finanzmittelfonds sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, sind in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt. Die im Finanzmittelfonds enthaltenen Fremdwährungsbestände sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Konzernabschlussstichtag) in Euro umgerechnet. 7 Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Anhangs und Lageberichts nach § 264 Abs. 3 HGB Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen zum 31. Dezember 2020 und Erstellung eines Anhangs und Lageberichts befreit: 1. ABF Bau- und Heimwerkermarkt Verwaltungs-GmbH 2. ABF Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. Handels KG 3. Agrar GmbH Küllstedt 4. Agrargesellschaft Windeberg/Saalfeld mbH 5. ATS Anlagentechnik- und Sondermaschinenbau GmbH 6. Baby-Kids-World GmbH 7. Baumschulen Oberdorla GmbH 8. Chr. Janson GmbH Landmaschinenfachbetrieb 9. Döllstädter-Gabelstapler-Service GmbH 10. Eichsfelder Ferkelaufzucht GmbH 11. GTH Bau- und Heimwerkermarkt GmbH 12. Hainich Konserven GmbH 13. Hainich Obst und Gemüse GmbH 14. Hainich Weiderind GmbH 15. HEBA Bau- und Heimwerkermarkt GmbH 16. HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH 17. Landwirtschaft Nazza GmbH 18. Landwirtschaft Niederdorla GmbH 19. LGM Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen mbH 20. MBF Mühlhäuser Baustoff-Fachhandel GmbH 21. Oberdorlaer Pflanzenbau GmbH 22. Thomaflor GmbH 23. TM Pflanzen-Produktion Ammern/Reiser GmbH 24. TM Pflanzen-Produktion Vogtei GmbH 25. TM Transportgesellschaft mbH 26. TM Zierpflanzen GmbH 27. TREGAL Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH 28. TREGAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ammern KG 29. TREGAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eisenach KG 30. Tupag Agrar GmbH 31. TUPAG Bau- und Heimwerkermarkt Betriebsgesellschaft mbH 32. Vogteier Erdenwerk GmbH 33. Vogteier Kompost GmbH
Mühlhausen, den 21. Juni 2021 Dr. Johannes-Werner Lange, Vorstandsvorsitzender Dr. Marcus Lange, Vorstand Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20201 Grundlagen des TUPAG-Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Der TUPAG-Konzern ist eine mittelständische Unternehmensgruppe, die aus 36 Einzelunternehmen besteht, an der die TUPAG-Holding-AG als Führungs- und Finanzholding des Konzerns beteiligt ist. Die TUPAG-Holding-AG verfügt über keine eigenen Beziehungen zu Absatz- und Beschaffungsmärkten und übt grundsätzlich keine eigene Produktionstätigkeit aus. Die Geschäftstätigkeit des TUPAG-Konzerns erstreckt sich auf folgende Konzernsegmente: • Landwirtschaft und Ernährung • Logistik, Industrie- und Landtechnik • Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte • Gartenbau und Gartenhandel Im Segment Landwirtschaft und Ernährung betreibt der TUPAG-Konzern mit der TUPAG-Agrar GmbH eine Gesellschaft, die Landwirten und landwirtschaftlichen Unternehmen sowohl "Knowhow" als auch technische und logistische Unterstützung bietet. Dazu gehört auch der Handel mit Getreide und Ölsaaten. Der TUPAG-Konzern bietet somit Landwirten ein Zuhause. Insgesamt gehören zehn landwirtschaftliche Tochterunternehmen zur TUPAG-Gruppe. Darunter finden sich kleine und große Betriebe, die teilweise als Bio-Betrieb bewirtschaftet werden. Im Rahmen einer natürlichen Fruchtfolge werden auf den Flächen der TUPAG-Landwirtschaftsbetriebe Marktfrüchte wie Raps, Weichweizen und Hartweizen (Durum) und Substrate für die CO 2 -neutrale Stromgewinnung in Biogasanlagen wie Maissilage, Ganzpflanzensilage (GPS), Anwelksilage und Silphi (Silphium-perfoliatum) angebaut. Die Hainich Konserven GmbH - ein Unternehmen der TUPAG-Gruppe - veredelt unter der Marke "HAINICH" landwirtschaftliche Erzeugnisse zu Obst- und Sauerkonserven sowie süßen Brotaufstrichen. Kraut sowie Kirschen werden im eigenen Konzern als Vorprodukte der HAINICH-Konserven produziert. Die in Ungarn ansässige Hunapfel Kft. produziert Obst für den europäischen Frischmarkt und für die industrielle Verarbeitung. Im Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik vertritt der TUPAG-Konzern mit der HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH als Vertragshändler für Industrietechnik die Marken: Yale (Gabelstapler), Hako (Reinigungsgeräte) und für Kommunaltechnik die Marke Multicar (Transporter und Geräteträger). Als Vertragshändler für Landtechnik vertritt der TUPAG-Konzern mit der HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH die Marken: Case IH und Steyr (Traktoren und Mähdrescher) sowie Krone (Häcksler- und Grünlandtechnik) und Weidemann (Stallladertechnik) sowie Lemken (Bodenbearbeitungstechnik). Die Chr. Janson GmbH Landmaschinenfachbetrieb vertritt für den TUPAG-Konzern die Marken: DEUTZ-Fahr (Traktoren und Mähdrescher) sowie Krone (Häcksler- und Grünlandtechnik) und Weidemann (Stallladertechnik) sowie Lemken (Bodenbearbeitungstechnik). Die Döllstädter-Gabelstapler-Service GmbH vertritt für den TUPAG-Konzern die Marken: JCB (Radlader und Teleskopmaschinen). Weiterhin betreibt der TUPAG-Konzern mit der ATS Anlagentechnik- und Sondermaschinenbau GmbH einen Spezialmaschinenbau, der auf die lebensmittelverarbeitende Industrie spezialisiert ist, und mit der TM Transportgesellschaft mbH eine Spedition. Im Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte betreibt der TUPAG-Konzern als Franchisepartner der OBI-Systemzentrale die OBI-Märkte in Ammern/Mühlhausen, Bad Hersfeld, Eisenach und Gotha/Schwabhausen. Die OBI-Märkte umfassen neben dem Baumarkt im engeren Sinne immer auch ein Gartencenter und in der Regel einen Baustoffmarkt. Im Segment Gartenbau und Gartenhandel betreibt der TUPAG-Konzern mit der Thomaflor GmbH unter dem Markennamen "Edelweiß" 65 Blumenläden in der Region Thüringen, Hessen, Franken, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Südniedersachsen sowie unter dem Markennamen "Thomaflor" einen Blumengroßhandel. Weiterhin betreibt der TUPAG-Konzern mit der TM Zierpflanzen GmbH eine Gärtnerei mit einer Gewächshausfläche von 25.000 m 2 . Diese produziert ausschließlich für die konzerneigenen OBI-Märkte, den Blumengroßhandel der Thomaflor und die Edelweiß-Blumenläden. Die Baumschulen Oberdorla GmbH ist auf die Produktion von Obstgehölzen und die Meristemvermehrung von Obstgehölzen und Bäumen zur Aufforstung von Waldflächen spezialisiert. Die LGM Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen mbH ist ein Landschaftsbauunternehmen. Die Vogteier Erdenwerk GmbH - ein Unternehmen der TUPAG-Gruppe - produziert und vertreibt unter der Marke "THOMASAN" gärtnerische Erden des Premiumsegments sowie Spezialsubstrate und Bodenhilfsstoffe. Mit der Marke "Tommi" ist die Vogteier Erdenwerk GmbH mit einer Bio-Erde im mittleren Preissegment vertreten. Organische Düngemittel und die für die Produktion von torfreduzierten Erden benötigten alternativen Substratausgangsstoffe werden selbst hergestellt oder in unmittelbarer Nachbarschaft bezogen. Der Rohstoff Torf stammt von einem eigenen Torfwerk im Baltikum. Der TUPAG-Konzern betreibt mit der Vogteier Kompost GmbH die Kompostanlagen in Niederdorla, Misserode, Altengottern und Witzenhausen. An diesen vier Stand¬orten werden biogene Abfälle in kurzer Zeit zu gütegesichertem Kompost verarbeitet. Der produzierte Dünge¬kompost wird in der Landwirtschaft zum Aufbau von Humus verwendet und trägt zum Erhalt gesunder und fruchtbarer Ackerböden und der Reduktion von CO 2 -Emission bei. Während die Unternehmen der TUPAG-Gruppe innerhalb eines Geschäftsfeldes auf vertikalen Wertschöpfungsebenen über Liefer- und Leistungsbeziehungen verbunden sind oder parallel einen gleichartigen Markt auf horizontalen Wertschöpfungsebenen betreuen, existieren zwischen den Unternehmen aus verschiedenen Geschäftsbereichen nur untergeordnete Beziehungen. Der wirtschaftliche Erfolg des TUPAG-Konzerns wird daher durch die Branchenentwicklung der vier oben genannten Geschäftsfelder bestimmt. Durch die erhöhte Wertschöpfungstiefe innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche verringert sich die Abhängigkeit von der Angebotsentwicklung auf den Zuliefer- und Rohstoffmärkten. Durch die Unabhängigkeit der vier Geschäftsbereiche können gegenläufige Entwicklungen der verschiedenen Segmente innerhalb des Gesamtportfolios ausgeglichen werden. Der TUPAG-Konzern ist daher von der Entwicklung einzelner Branchen weitgehend unabhängig. Obwohl sich die Geschäftsfeldstrategie der Unternehmensgruppe mit branchenübergreifender Diversifikation überschreiben lässt, wird im Portfoliomanagement darauf geachtet, dass das Betätigungsfeld eines jeden Tochterunternehmens im klar definierten Bereich seiner Kernkompetenzen liegt. Einerseits bleiben hierdurch Wettbewerbsvorteile, die auf der Ebene der Tochterunternehmen entstehen, in der Konsolidierung erhalten, andererseits wird auf diese Weise ein Abgleich zwischen dem Diversifikationsinteresse der Stakeholder und dem Spezialisierungsinteresse der Shareholder erreicht. Das strategische Management im Allgemeinen und das Portfoliomanagement, das Investitions- und Finanzierungsmanagement und die Überwachungsfunktion im Besonderen obliegen der Konzernmutter. Darüber hinaus werden auf der Ebene der Holding Managementfunktionen gebündelt, die im Rahmen des Lean Managements und im Wege der Nutzung von Synergie- und Skaleneffekten aus der Ebene der Tochterunternehmen ausgelagert sind und diesen wiederum als Dienstleistung zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise wird eine flexible und zeitsparende Organisation der Tochterunternehmen ermöglicht. Das operative Management obliegt den jeweiligen Tochterunternehmen, die somit schnell und flexibel agieren können. 1.2 Ziele und Strategien Das Ziel des TUPAG-Konzerns ist eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Geschäftspolitik. Dabei sollen die überdurchschnittliche Flexibilität und Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen mit der überdurchschnittlich starken Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer größeren Einheit verbunden werden. Die zunehmende Beschleunigung des Wandels der Märkte und Unternehmensumwelten betrachtet der TUPAG-Konzern als eine Chance zum Aus- und Aufbau von Wettbewerbsvorteilen. Ebenso gehört es zu den Zielen des TUPAG-Konzerns, nicht nur den Energieverbrauch der Unternehmensgruppe CO 2 -neutral zu gestalten, sondern darüber hinaus als klimapositives Unternehmen einen aktiven Beitrag zur zusätzlichen CO 2 -Einsparung zu leisten. In diesem Zusammenhang ist es das Ziel des TUPAG-Konzerns, bis 2023 auch alle selbst produzierten Produkte zusammen mit den verwendeten Vorprodukten klimaneutral zu erzeugen. Für die Zukunft geht der TUPAG-Konzern davon aus, dass Bio-Agrar- und Bio-Gebrauchsgüter und konventionelle Agrar- und Gebrauchsgüter durch die Anforderungen von Kunden und Umwelt stärker zusammenwachsen. So werden ressourcenschonende, umweltfreundliche Aspekte von Bioprodukten und Produktionsverfahren in den konventionellen Bereich Einzug finden und auch umgedreht werden Effizienzaspekte aus dem konventionellen Bereich in den Biobereich transferiert werden. Dem entsprechend ist der TUPAG-Konzern für die Zukunft ausgerichtet. Zu den TUPAG-Landwirtschaftsbetrieben gehören sowohl Bio-Betriebe als auch konventionelle Betriebe. Im Bereich der Produktion von Lebensmitteln wird es zukünftig eine Bio- und eine konventionelle Produktlinie geben. Im Bereich der Erdenproduktion gibt es bereits die Bio- und konventionellen Produktlinien. Die Expansionsziele liegen im Segment Landwirtschaft und Ernährung schwerpunktmäßig im Bereich Marktfruchtproduktion. Ebenso ist es in diesem Segment das Ziel, mit den Produkten der Marke "HAINICH" weiter zu wachsen. Im Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik liegt der zukünftige Expansionsschwerpunkt sowohl auf der Landtechnik als auch auf der Industrie- und Kommunaltechnik. Im Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte erscheint die Akquise weiterer OBI-Bau- und Gartenmärkte in der Region schwierig, daher ist es das Ziel, mit den bestehenden Märkten die Stellung als Marktführer vor Ort zu behaupten und weiter auszubauen. Im Segment Gartenbau und Gartenhandel ist es das Ziel, den Bereich der Kompostierung auszubauen und mit den Produkten der Marken "THOMASAN" und "Tommi" weiter zu wachsen. 1.3 Steuerungssysteme Zum Ende eines jeden Berichtsjahres erstellt der TUPAG-Konzern für jede einzelne Gesellschaft und deren Kostenstellen eine detaillierte Planung in Monatsscheiben für die Gewinn- und Verlustrechnung, die in einer Konzernplanung mündet. Die Konzernliquiditätsplanung entwickelt sich aus der GuV-Planung der Einzelgesellschaften und berücksichtigt zusätzlich nicht GuV-relevante Zahlungsströme und die zeitliche Verschiebung der Zahlungswirksamkeit der GuV-Positionen und ist bereinigt um nicht zahlungswirksame GuV-Positionen. Unterjährig wird neben der monatlich rückwirkenden Auswertung der Abweichungen auch eine monatliche Vorausschau erstellt, um entstehende Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Beim Auftreten von ungewöhnlichen Ereignissen ist der TUPAG-Konzern in der Lage, kurzfristig die Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage zu simulieren. Den Entscheidungsträgern stehen weiterhin umfangreiche tägliche Umsatz-, Absatz-, Produktions- und Einkaufsanalysen sowie Instrumente zur Überwachung von Ertrag, Liquidität und Investitionen zur Verfügung. Sie werden in ihren Aufgaben durch ein ausgeprägtes internes Rechnungswesen mit Informationssystem und Controllingsystem, ein Risikofrüherkennungssystem sowie ein zentrales Vertragsmanagement unterstützt. Die für den TUPAG-Konzern bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Die weiteren finanziellen Leistungsindikatoren sind jeweils Konzernsegment individuell. Die TUPAG-Gruppe ist in eine umfassende Aufbau- und Ablauforganisation strukturiert. Zur Dokumentation und der Überwachung der vertikalen und horizontalen Strukturen und der Geschäftsprozesse nutzt der TUPAG-Konzern ein ISO-System, das von einer zentralen Stelle aus überwacht wird. Das zertifizierte Qualitätsmanagement der TUPAG Holding AG ist nach der Norm DIN EN ISO 9001:2015 aufgebaut und wurde im Berichtsjahr durch die Konzernleitung regelmäßig bewertet und durch die LRQA Köln - einen Fremdüberwacher - auf Funktionsfähigkeit geprüft. Insbesondere die Regelungsbereiche zur Unternehmensverwaltung, zum Rechnungswesen, zum Datenschutz und zum Personalwesen gelten konzernweit und werden durch individuelle Regelungen auf der Ebene der Tochtergesellschaften ergänzt. Die geschäftsmodellabhängigen Prozesse der einzelnen Unternehmen der TUPAG-Gruppe sind auf der Ebene der Tochterunternehmen separat nach der Norm DIN EN ISO 9001:2015 aufgebaut und in der Regel auch entsprechend zertifiziert. Darüber hinaus sind innerhalb der TUPAG-Gruppe, entsprechend ihrer Branche, die Hainich Konserven GmbH nach IFS Food, die TUPAG Agrar GmbH nach REDcert, die TM Transportgesellschaft mbH nach GMP "Straßentransport", die Vogteier Erdenwerk GmbH nach RAL sowie die Vogteier Kompost GmbH nach Efb zertifiziert. Im Rahmen des Managementsystems ist gewährleistet, dass der Aufsichtsrat sachgerecht in die Entscheidungsprozesse des Vorstandes eingebunden ist. 1.4 Forschung und Entwicklung Forschung im engeren Sinne betreibt der TUPAG-Konzern im Bereich der Meristemvermehrung der Baumschulen Oberdorla GmbH. Diese konzentriert sich auf die In-vitro-Vermehrung von Jungpflanzen. Ein Schwerpunktprojekt stellt aktuell die Invitrovermehrung von Bäumen für die Wiederaufforstung von Waldflächen dar. Ein weiteres Projekt ist der kontinuierliche Humusaufbau bei Ackerböden, der einen wesentlichen Beitrag zur Klimapolitik und zur CO 2 -Einsparung leisten kann. Der Schwerpunkt der Produktentwicklung des TUPAG-Konzerns liegt auf der Weiterentwicklung vorhandener und der Erstellung neuer innovativer Produkte im Bereich der Konservenindustrie unter der Marke "HAINICH" und im Bereich der Erden- und Substratproduktion unter den Marken "THOMASAN" und "Tommi". Weiterhin wird derzeit an der Entwicklung neuer Torfersatzprodukte gearbeitet. Dementsprechend bilden die Konservenproduktion sowie die Erden- und Substratproduktion auch den Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung von Produktionsprozessen. Ein neues intensives Entwicklungsziel des TUPAG-Konzerns ist es, alle Produktionsprozesse nachhaltig zu gestalten. Hierbei spielen die Reduktion von CO 2 -Ausstoß und die Nutzung alternativer Energien und nachhaltiger Vorprodukte eine zentrale Rolle. Weiterhin betreibt der TUPAG-Konzern in allen Bereichen und für alle Unternehmen der TUPAG-Gruppe eine akribische Entwicklung neuer Geschäftsprozesse und eine ständige Optimierung der vorhandenen Geschäftsprozesse. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Landwirtschaft und Ernährung Nach den letzten drei Dürrejahren zeichneten sich auch für die Ernte 2020 keine guten Vegetationsbedingungen ab. Der Situationsbericht 2020/21 des Deutschen Bauernverbands e. V. beschreibt die erneute Trockenheit in einigen Teilen Deutschlands, so dass im Bundesdurchschnitt in 2020 nur mäßige Erträge bei Getreide erzielt werden konnten. Das vorläufige Ernteergebnis liegt einschließlich Körnermais bei 42,9 Millionen Tonnen in Deutschland. Das Ertragsergebnis liegt um 3,1 % unter dem Vorjahresniveau und ist somit erneut unterdurchschnittlich. In Bezug auf das sechsjährige Mittel wurde der Ertrag um 6,0 % verfehlt. Hintergrund für diese Entwicklung ist vor allem der Rückgang bei der Getreideanbaufläche. So wurden im Vergleich zum Jahr 2019 etwa 4,7 % weniger Ackerbaufläche mit Getreide bestellt. Den größten Einfluss hatte die ertragsstarke Getreideart des Winterweizens, dessen Anbaufläche schrumpfte um knapp 10,0 %. Dem entgegen stand ein verstärkter Anbau von ertragsschwächeren Sommergetreidearten. Eine ungleichmäßige jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge ist nicht nur der Auslöser für regional unterschiedliche Ernteerträge bei den deutschen Ackerkulturen, sondern trägt seit einigen Jahren ebenfalls dazu bei, dass der Anbauumfang je Kultur extrem schwankt. Im Durchschnitt aller Getreidearten ohne Körnermais liegt der bisher festgestellte Hektarertrag bei 69,1 Dezitonnen, dies entspricht einem relativen Zuwachs zum Vorjahr von 1,3 %. Nach einem extremen Einbruch im Vorjahr wurde zur Ernte 2020 wieder vermehrt auf den Winterrapsanbau gesetzt. Deutschlandweit konnte ein Anstieg der Anbaufläche von 11,9 % zum Jahr 2019 registriert werden. Im Bundesdurchschnitt beträgt der Hektarertrag 36,8 Dezitonnen und ist somit um 11,1 % über dem Vorjahresniveau und um 2,2 % über dem sechsjährigen Mittel (vgl.: Ernte 2020 - Mengen und Preise https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/Pflanzenbau/-Ernte-Bericht/ernte-2020.html;jsessionid=4D84D¬23970328B1DABC1A3C85381-591C.internet2831). Gleichzeitig haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Auflagen des Green Deal verpflichtet, bis ins Jahr 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen komplett auf null zu setzen. Für die Landwirtschaft bedeutet das, dass der Pflanzenschutzmittelaufwand um die Hälfte reduziert werden muss, 20 % weniger Düngemittel ausgebracht werden dürfen und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit erhalten werden muss. Zudem sollen 25 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet sowie die Landschaftselemente einen Anteil von 10 % ausmachen. Ferner sollen mindestens 30 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche und Meeresgebiete im Rahmen von Natura 2000 geschützt werden. 10 % der Land- und Meeresgebiete sollen zukünftig einem strengen Schutz unterliegen. Im Bereich der Tierhaltung soll der Antibiotikaeinsatz um die Hälfte reduziert werden (vgl.: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/green-deal-die-ziele-fuer-die-landwirtschaft-12088275.html). Bei der Obsternte in Europa und auch weltweit war im Erntejahr 2020 ein extremer Mengenrückgang gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen. Die Gründe für die katastrophalen quantitativen sowie qualitativen Ernteeinbrüche waren regional unterschiedlich. Extreme Wetterkapriolen brachten sowohl Frostschäden, Gewitterstürme und Hagelschauer als auch anhaltende Hitzewellen mit sich (vgl.: https://www.bogk.org/im-dialog/katastrophale-ernteeinbrueche-europa-obst-und-fruechte-werden-knapp). Im späten Frühjahr führten ergiebige Niederschläge und Nachtfröste sowohl zu einem nach hinten verschobenen Vegetationsstart beim Herbstgemüse, als auch regional begrenzt zu Schäden an Obstblüten und somit zu entsprechenden Ernteausfällen. Aufgrund der Preissteigerungen als Folge der Verknappung steht die Verarbeitungsindustrie vor schwierigen Zeiten. Zudem fordern Verbraucher und Handel eine breite Angebotspalette sowie regionale Produkte bei gleichzeitig niedrigen Preisen. Das stetig steigende Qualitäts- und Nachhaltigkeitsverständnis der Verbraucher und Handelsketten sowie der intensive Wettbewerb im Konservengeschäft stellen die gesamte Ernährungswirtschaft kontinuierlich vor immer neue Herausforderungen (vgl.: BOGK Jahresbericht 2018/2019). 2.1.2 Logistik, Industrie- und Landtechnik Nach der in 2019 schon weniger dynamischen Entwicklung sorgte die Corona-Krise im Jahr 2020 in der Flurförderzeug-Branche für eine starke Investitionszurückhaltung und damit für einen kräftigen Rückgang des Branchenumsatzes. So sank der Gesamtumsatz der Branche im vergangenen Jahr um 12,5 % gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigte sich in der bbi-Umsatzumfrage aus dem Januar 2021 unter den großen Unternehmen der Branche. Dabei fiel auf, dass es in den einzelnen Produkt- und Dienstleistungssparten insgesamt kein einheitliches Bild, sondern stattdessen mitunter deutliche Abweichungen vom Durchschnittswert gab. Insbesondere im Neumaschinengeschäft hinterließ die Investitionszurückhaltung ihre Spuren. So verzeichnete das Neugeschäft mit verbrennungsmotorischen Staplern einen Rückgang von 15,0 %, das Neugeschäft mit batteriegetriebenen Maschinen schloss gegenüber dem Vorjahr mit einem Minus von 10,0 %. Das Gebrauchtgeschäft konnte hingegen zulegen und verbuchte ein Plus von 4,0 %. Der Bereich Rental verbuchte einen Zuwachs von 3,0 %; die Vermietung schloss mit einem moderaten Rückgang von 0,5 % (vgl. https://www.bbi-online.org/branche/konjunktur/konjunktur-flurfoerderzeuge). Die Branchenkonjunktur Land- & Baumaschinen wies im Frühjahrsquartal I/2020 - also nur knapp von Corona "erwischt" - noch ein deutliches Plus aus: Die rund 5.000 Fachbetriebe für Land- & Baumaschinen sowie Motorgeräte-Handel und -Handwerk in Deutschland vermeldeten für das erste Quartal 2020 einen Umsatzzuwachs von im Durchschnitt 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal 2020 zeigte die Branchenkonjunktur für die Land- & Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe in Deutschland im Durchschnitt ein Umsatzplus von 3,7 %. Damit hielt die positive Entwicklung, die auch schon das Quartal II/2020 gezeigt hatte, an. 78,0 % der Fachbetriebe wiesen gestiegene Umsätze aus, 9 % vermeldeten unveränderte und 13,0 % einen rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal. Hauptzuwachsträger war dabei die Fachwerkstatt mit +3,1 % Umsatz, der Neumaschinenumsatz zeigte sich mit +2,6 % eher verhalten. Das Ersatzteilgeschäft blieb mit +1,8 % im Rahmen (vgl. https://www. https://www.landbautechnik.de/branche-maerkte/konjunktur/). 2.1.3 Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte Die Entwicklung der DIY-Branche im Jahr 2020 war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Grundsätzlich sind die Bau- und Gartenmärkte systemrelevant und dienen der Grundversorgung. Sie versorgen die Bevölkerung mit Verbrauchsmaterialien wie Brennstoffen, Heimtiernahrung, Streusalz, Frostschutz, Öl- und Schmierstoffen, sie sind der Anlaufpunkt bei Havarien im häuslichen Bereich (Beispiel Rohrbrüche), sie versorgen die Bevölkerung mit Gemüsejungpflanzen zur Selbstversorgung, sie sorgen für sinnvolle Beschäftigung und vermeiden häusliche Gewalt. Aufgrund der großen Verkaufsflächen sind die Ansteckungsrisiken als sehr gering einzuschätzen. Leider ist die Einschätzung der lokalen Exekutive in Deutschland unterschiedlich. So mussten in einem Teil der Bundesländer die Bau- und Gartenmärkte ab dem 19. März 2020 für etwa fünf Wochen schließen. In Hessen und Thüringen dagegen konnten die Baumärkte im Frühjahr 2020 durchgehend öffnen. Die Branche der DIY-Händler stellte im ersten Lockdown einen wichtigen Motor zum Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Gesamtwirtschaft dar, weil sie für viele heimische Zulieferer und Produzenten von Konsumgütern, Baumaterialen und Gartenartikeln eine stabile Absatzplattform zur Verfügung stellte. Ab dem 16. Dezember 2020 kam es dann zur Schließung des gesamten Non-Food-Einzelhandels in Deutschland. Auch hier waren die Nebenbestimmungen sehr uneinheitlich. Durch die Pandemie hat sich das Einkaufsverhalten erheblich verändert. Die Kunden waren im Jahr 2020 aufgrund fehlender Alternativen (reduzierte Möglichkeiten von Urlauben) oder der beruflichen Situation (Home-Office oder Kurzarbeit) wesentlich mehr zuhause. Es trat ein starker Cocooningeffekt ein. Das bedeutet, dass die Kunden ihren primären Lebensraum möglichst attraktiv gestalten wollten. Zusätzlich gab es Kunden, die schlicht für die Zeit im häuslichen Umfeld eine Beschäftigung suchten oder die ihr Zuhause an geänderte Lebensumstände anpassen mussten (Home-Office- und Home-Schooling-Arbeitsplätze). Nach Ende des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 konnten die Bau- und Gartenmärkte deutschlandweit überdurchschnittliche Umsätze erzielen. Die Wetterbedingungen in der Frühjahrssaison der DIY-Branche im Jahr 2020 können als durchschnittlich gut bezeichnet werden. Auch im Jahr 2020 nahm das Internet als Informations- und auch Einkaufsplattform bei der "customer journey" eine immer größere Bedeutung ein. Hierauf müssen insbesondere die stationären Händler mit einer Anpassung ihres Geschäftsmodells reagieren. Im Jahr 2020 wurde die Lieferfähigkeit von vielen Lieferanten zu einem Problem, so dass die bestehende Nachfrage der Kunden oftmals nicht mehr bedient werden konnte. Einen Umsatzvorteil hatten insbesondere die Anbieter, die einen größeren Warenbestand vorhielten. Eine nachhaltige Veränderung der Einkaufspreise der DIY-Händler war im Jahr 2020 nicht oder nur in geringem Maß zu verzeichnen. Bezüglich der Preisentwicklung auf dem Zuliefermarkt der DIY-Händler fallen für das Folgejahr voraussichtlich auch die starken Preiserhöhungen für die Transporte von China nach Europa ins Gewicht. Speziell das Bundesland Thüringen reduziert nach unserer Einschätzung seine Attraktivität als Einkaufsstandort gegenüber allen umliegenden Bundesländern, indem es durch das Thüringer Ladenöffnungsgesetz als Insellösung die Beschäftigung von Mitarbeitern im Einzelhandel an mindestens zwei Samstagen im Monat verbietet (vgl.: ThürLadÖffG § 12 Abs. 3). Grundsätzlich ist die zukünftige Entwicklung der DIY-Branche auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise als sehr positiv einzuschätzen, da es auch weiterhin ein Trend sein wird, das eigene Zuhause und den eigenen Garten zu verschönern und einen privaten Wohlfühlraum zu schaffen. Insbesondere in Zeiten weltweiter Krisen tritt in der Branche üblicherweise ein Cocooning-Effekt ein, der dazu führt, dass Kunden eher zuhause bleiben, auf Urlaubsreisen verzichten und ihren primären Lebensraum möglichst attraktiv gestalten. 2.1.4 Gartenbau und Gartenhandel Auch die grüne Branche stand im Berichtsjahr stark unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Auch hier zeichnete sich ein Cocooning-Effekt ab. Es zog die Kunden in ihre Gärten. Blumen und Pflanzen sind ein Stück Luxus, das sich die Kunden bewahren wollten. Auch die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten spielt eine zunehmend größere Rolle. Somit sind Standardartikel wie Obstgehölze zu einer sehr gefragten und, aufgrund des notwendigen Produktionsvorlaufes, sehr knappen Ware geworden. Der Schnittblumenmarkt war für das vergangene Jahr als schwierig zu bewerten. Gemessen am Gesamtmarkt stellte er aber noch immer den Großteil der Ware. Zu einigen Anlasstagen, wie zum Beispiel Ostern, als aufgrund des 1. Lockdowns nicht vor Ort verkauft werden konnte, stiegen auch die Ausgaben für Onlineware deutlich. Dieser Absatzweg beeinflusste aber den Gesamtmarkt nicht stark. Die Monosträuße liefen vor allem über den Lebensmitteleinzelhandel und die Discounter. Bei den Schnittblumen entfielen bis September 2020 rund 63 Prozent der privaten Ausgaben auf den Fachhandel (Blumenfachgeschäfte, Gärtnereien, Gartencenter, Wochenmärkte). Gerade bei den gemischten Sträußen gewann der Fachhandel rund zwei Prozentpunkte und stieg auf über 80 Prozent des Marktanteils wie im Vorjahr. Der Markt für blühende Zimmerpflanzen wuchs in den ersten neun Monaten des Jahres 2020. Der Fachhandel verlor leicht beim Ausgabenanteil, etwas deutlicher noch am Mengenanteil des Gesamtmarktes. Gärtnereien und Gartencenter profitierten jedoch durch höhere Kundenausgaben. Bei Beet- und Balkonpflanzen gingen die Ausgaben deutlich nach oben, was primär durch Preiskompensation stattfand, denn die verkauften Mengen stiegen nicht signifikant. Der Blumenfachhandel verlor zwei Prozentpunkte Ausgabenanteil, Gartencenter und Gärtnereien profitierten jedoch. (vgl.: https://www.g-net.de/files/ download-/ZVG_Jahresbericht_2020.pdf). Weiterhin ändert sich die Kundenansprache im Zeitalter der Digitalisierung fortlaufend. Neue Kommunikationskanäle sind somit ein wichtiger Baustein für den Absatz der Produktpalette des gärtnerischen Einzelhandels. Im speziellen Bereich des Blumengroßhandels ist zu beobachten, dass das Marktvolumen für die Großhändler sinkt, da kleine Filialisten und privat geführte Blumengeschäfte durch große Filialisten abgelöst werden, die den Großhandelskanal zur Warenbeschaffung umgehen. Zur Erden- und Mulchproduktion ist anzumerken, dass in dieser Branche momentan ein dynamischer Prozess der Produktrepositionierung stattfindet. Dabei ist festzustellen, dass die torfreduzierten und torffreien Erden mit einem entsprechenden "Bio"-Label im Verbraucherinteresse deutlich steigen. Aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins der Endverbraucher ist davon auszugehen, dass insbesondere Anbieter von umweltfreundlichen torfreduzierten oder torffreien Erden- und Substratmischungen einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Torf bindet große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, das beim Torfabbau wieder freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät daher, beim Kauf auf Blumenerde mit der Aufschrift "ohne Torf" oder "torffrei" zu achten. Solche Produkte enthalten stattdessen eine Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Kokos-, Chinaschilf- oder Hanffasern sowie Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale (vgl.: https://www.t-online.de/ratgeber/¬id_68384908¬/torffreie-blumenerde-kaufen-diese-pflanzenerde-schuetzt-umwelt-und-pflanzen.html). Der Markt an Torfersatzprodukten weist somit ein steigendes Marktvolumen mit entsprechenden Chancen für innovative Produkte auf. Die Verwertungswirtschaft von gärtnerischen und kompostierbaren Abfällen erlebt derzeit einen deutlichen Aufschwung. Das in 2012 geänderte Kreislaufwirtschaftsgesetz und die damit, nach der Übergangsfrist mit Ablauf zum 31. Mai 2014 verbundene Pflicht zur Getrenntsammlung von Bioabfällen, zeigen nun ihre Wirkung. Auch die Bioabfallverordnung und das Verbot, Grünabfälle ohne eine fachlich einwandfreie Kompostierung auf landwirtschaftlichen Flächen auszubringen, wirken sich auf die Nachfrage nach kompetenter, fachgerechter Kompostierung aus. Bei kaum steigenden Verwertungskapazitäten führen diese Tatsachen zu einer besseren Auslastung der Marktteilnehmer und zu einem steigenden Preisniveau. Weiterhin hat sich im Bereich der Landwirtschaft das Bewusstsein hinsichtlich der Nutzung von Kompost als organischem Dünger merklich geändert. Kompost stellt einen wichtigen organischen Dünger für den Erhalt des Humusgehaltes des Bodens dar. Nicht zuletzt wegen dieser gestiegenen Nachfrage nach Kompost im Agrarsektor konnte der Absatz in der Verwertungswirtschaft deutlich gesteigert werden. Die gute wirtschaftliche Lage im GaLaBau in den letzten Jahren und auch die Aussichten für die nächsten fünf Jahre lassen keinen Einbruch erwarten. Die gute Stimmung innerhalb der Branche liegt unter anderem im hohen Auftragsbestand begründet. Ein Großteil der organisierten Garten- und Landschaftsbauer geht auch für die nächsten fünf Jahre von einer guten bis befriedigenden Auftragslage aus. Die gleiche Einschätzung gilt für die Preisentwicklung. Alles in allem ist die Stimmung in Bezug auf die längerfristige Zukunft und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche etwas zurückhaltend. (vgl.: https://www.galabau-ht.de/bgl-geschaeftsbericht-2018-2019-ansicht.pdfx). 2.2 Das Geschäftsjahr im Überblick 2.2.1 Landwirtschaft und Ernährung Der Spätsommer sowie der Herbst 2019 waren in Thüringen durch ausbleibende Niederschläge sowie Temperaturen von über 30 Grad Celsius geprägt. Ende September sanken die Temperaturen wieder auf moderate Werte, die zur Jahreszeit passten. Im Monat Oktober fielen, über die Jahre betrachtet, durchschnittliche Regenmengen, so dass die Silomaisernte sowie die Aussaat der Winterkulturen recht problemlos voranschritten. Allerdings stockte bis zu diesem Zeitpunkt der Feldaufgang der gedrillten Kulturen, insbesondere beim Winterraps. Trotz der insgesamt ungünstig verteilten Niederschläge im Herbst musste über einen Umbruch von Rapsbeständen keineswegs nachgedacht werden. Starke Wechselfröste traten in den Wintermonaten bis auf wenige Tage im Dezember und im Januar nicht auf, sodass der Boden während des Winters fast nicht gefroren war und die Vegetation kaum zur Ruhe kam. Das Frühjahr 2020 hingegen startete mit überdurchschnittlich viel Regen. Folglich war ein Befahren der Äcker erst ab Mitte März möglich. Im April und Mai bewegten sich die Temperaturen leicht unter dem langjährigen Mittel, jedoch waren die Temperaturdifferenzen zwischen Tag- und Nachttemperaturen deutlich stärker ausgeprägt. Anhaltende Nachtfröste, gefolgt von hohen Temperaturen und hohen Strahlungswerten führten zum Teil zum Absterben älterer Triebe bei weit entwickelten Getreidebeständen. Dieses ging zu Lasten der Kornanlagen, was teilweise den Ertrag minderte. Die Wintergerste konnte den Spätfrösten Mitte Mai insgesamt nicht standhalten. Die Wintergerstenähren sind in Höhenlagen fast ausnahmslos abgefroren, sodass keine Körner ausgebildet wurden. Die zweite Frostwelle im Mai verursachte teilweise Schäden an den Rapsbeständen, wobei die Verluste am Haupttrieb mit den bereits angesetzten Schoten durch spätere Seitentriebe kompensiert werden konnten. Der Silomais hingegen wurde zu optimalen Bodentemperaturen gesät, allerdings kühlte sich der Boden nach der Saat wieder stark ab. Die Folge war ein verzettelter Feldaufgang inklusive einiger Pflanzenverluste. Die Niederschläge von April bis Juli lagen zwar etwas über dem langjährigen Niederschlagsdurchschnitt, jedoch sind die gefallenen Starkregenereignisse am 13. und 14. Juni 2020 besonders hervorzuheben. In der Vogtei fiel die dreifache Menge als monatsüblich in einer Nacht, was teilweise Lagergetreide zur Folge hatte. Ansonsten reichten die Niederschläge bis zur Ernte aus, um die Korn- und Schotenanlagen bei Hart- und Weichweizen sowie im Raps zu füllen. Da ein Teil der Wintergerste im Mai abgefroren war, mussten circa 15 % der Gerstenanbaufläche gehäckselt werden, die wiederum als Futter in der Biogasanlage verwertet wurden. Die Getreideernte bei den TUPAG-Landwirtschaftsbetrieben begann am 14. Juli 2020 mit der Wintergerste in Görmar. Die Rapsernte startete am 20. Juli 2020 und der letzte Erntetag beim Winterweizen war in Nazza der 24. August 2020. Starke Wildschäden beim Silomais bedingten hohe Ausfallverluste. Auf gut 100 Hektar Silomais entlang des Hainichs wurde ein Ernteausfall von 41 % verzeichnet. Für das Folgejahr erwarten die TUPAG-Landwirtschaftsbetriebe eine überdurchschnittlich ertragreiche Ernte. Die Gründe dafür sind die gefallenen Niederschläge in den letzten Monaten, das ausgeprägte Knowhow der landwirtschaftlichen Betriebe des Konzerns und besonders der unermüdliche Einsatz der Mitarbeiter. Grundsätzlich ist es das Ziel, mit modernsten Techniken, ressourcenschonend zu wirtschaften, den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen weiter zu optimieren und alle Arbeitsprozesse aufeinander abzustimmen, um die hohen Qualitätsansprüche zu erfüllen sowie den Anbau gezielt auf die konservierende und nachhaltige Bewirtschaftung auszurichten. Die HAINICH Konserven GmbH war im Berichtsjahr von den europaweiten Ernteausfällen aufgrund der Spätfröste im April und Mai und der ungünstigen Niederschlagsverteilung im Bereich Obst und Gemüse betroffen. Wie bereits im Vorjahr kam es zu deutlichen Preissteigerungen. Zudem fand die Ernte in Corona-Zeiten unter erschwerten Rahmenbedingungen statt. Bedingt durch die Corona-Krise fehlten der obst- und gemüseverarbeitenden Branche in der Saison ausreichend Erntehelfer bzw. Saisonarbeitskräfte. Aufgrund des Arbeitskräftemangels bei den Lieferanten wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine geringere Fläche mit Gemüse bestellt. Die niedrigere erwartete Erntemenge wird im Folgejahr zu einem prognostizierten Preisanstieg für die Rohware von 10 bis 25 % führen. Der konzerneigene Gemüse- und Obstanbau konnte im Berichtsjahr, dank des eigenen modernen Bewässerungssystems, eine bedarfsgerechte Rohwarenversorgung mit Weißkohl, Rotkohl und Sauerkirschen absichern, obwohl die Spätfröste im Mai zu Verlusten (circa 30 %) in den Obstanlagen (vorwiegend Saftkirschen) führten. Hierbei bestätigten sich im Bereich des Obstbaus die positiven Auswirkungen der Investitionen in Bewässerung und Fertigation aus dem Jahr 2019, indem höhere spezifische Fruchtgewichte erreicht werden konnten. Im Bereich Gemüsebau konnte durch die erfolgte Konzentration auf die Produktion von Kopfkohl die Anbaufläche erweitert und insgesamt flächenbezogen eine überdurchschnittliche Menge Weißkohl (plus 25 %) geerntet werden. Durch Unwetterverluste lag der Ertrag beim Rotkohl leicht unter dem mehrjährigen Durchschnitt, aber rund 5 % über der Vorjahresmenge. Das relativ kühle Spätfrühjahr führte zu einem späteren Beginn der Stachelbeerernte und somit zu einer produktionsseitigen Überschneidung mit der Sauerkirschernte. Neben dem hierdurch verkürzten Produktionszeitfenster erschwerte die bereits bei Erntebeginn sehr durchwachsene Qualität der ungarischen Sauerkirschen die Aufrechterhaltung der Produktion. Die witterungsbedingt überdurchschnittlich lange Blütezeit führte zu unterschiedlichen Reifegraden der Sauerkirschen am Baum. Die ungarische Erntemenge war bereits durch Spätfröste erheblich reduziert, hohe Niederschlagsmengen kurz vor Beginn und während der Ernte der Frühsorten führte zu erheblicher Verknappung des Angebotes bei Sauerkirschen für die Verarbeitungsindustrie. In Ungarn wurden aufgrund der sehr hohen Temperaturen im Erntefenster nur 40 % der normalen Erntemenge erzielt. Insgesamt betrachtet, konnte durch langjährige Lieferbeziehungen mit Anbauern und Händlern sowie durch eine qualitativ und quantitativ sehr gute Sauerkirschernte in den konzerneigenen Plantagen rund um Mühlhausen eine kontinuierliche Produktionsauslastung sichergestellt werden. Um hier künftig weiterhin ein sicherer Rohwarenlieferant für die HAINICH Konserven GmbH zu sein, wurde im Herbst des abgelaufenen Geschäftsjahres in die Pflanzung von weiteren 5 Hektar Sauerkirschen und die Installierung eines entsprechenden Bewässerungssystems auf den gepflanzten Flächen investiert. Im Berichtsjahr gelang es der HAINICH Konserven GmbH, den vorhandenen Kundenstamm zu stabilisieren und weiter auszubauen. Neue Großkontrakte im Obstkonservenbereich bei Sauerkirschen und Apfelmus wurden erfolgreich abgeschlossen. Im Bereich Sauerkonserven lag die Gurkenproduktion unter Vorjahresniveau. Ein großer Neukontrakt beim Sauerkraut brachte eine sehr gute Produktionsauslastung in den Herbst- und Wintermonaten. Im Vertrieb zeigte die Etablierung der Kundenbetreuung durch eigene Außendienstmitarbeiter positive Effekte bei der Absatzentwicklung. Auch im Folgejahr wird der Fokus verstärkt auf eine intensive Marktbetreuung, eine weitere Stärkung der Kundenbindung und Neukundengewinnung gelegt. Außerdem wird daran gearbeitet, weitere Geschäftsfelder in den Bereichen Bio und Regionalität zu erschließen, um aktuelle Tendenzen des Konsumverhaltens aufzugreifen, neue Zielgruppen zu erreichen und weitere Absatzmöglichkeiten zu generieren. 2.2.2 Logistik, Industrie- und Landtechnik Der Geschäftsbereich der Industrietechnik umfasst mit Yale-Gabelstaplertechnik die eingeführten Standorte Mühlhausen/Breitsülze, Gera/Silbitz (beide HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH) und Döllstädt (Döllstädter-Gabelstapler-Service GmbH). Der Kommunalbereich umfasst die HAKO-Multicar-Kommunalfahrzeuge am Standort Mühlhausen/Görmar (HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH). Bereits im Jahr 2019 erfolgte die Zentralisierung der Kommunaltechnik an den Standort Mühlhausen/Görmar. Die Kommunalkunden haben das breite Angebot der Produkte HAKO-Multicar-Kommunalfahrzeuge, Weidemann, JCB und Case/Steyr sehr gut angenommen. Der Umsatzerlös konnte dadurch in diesem Bereich im Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden. Der TUPAG-Konzern ist als Landtechnikanbieter an den Standorten (von West nach Ost) Adorf/Diemelsee (Chr. Janson GmbH Landmaschinenfachbetrieb), Gudensberg bei Kassel (Chr. Janson GmbH Landmaschinenfachbetrieb), Waldkappel (ehemals Janson GmbH Landtechnik), Mühlhausen/Görmar (HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH), Döllstädt (Döllstädter-Gabelstapler-Service GmbH) und Hettstedt (HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH) vertreten. Die Kundenstruktur in der Landtechnik im Gebiet Hessen hat sich über die vergangenen Jahre verändert. So werden sowohl von den Kunden als auch von den Industriepartnern höhere Anforderungen an die Händler gestellt. Daher wurde die Janson GmbH Landtechnik mit dem Standort in Waldkappel im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH verschmolzen. Durch die Möglichkeit, die Administration zusammengefasst am Standort Mühlhausen/Görmar abzuwickeln, können Synergieeffekte genutzt werden und die Filialen können sich auf ihre originären Aufgaben, wie die Kundenakquise und Servicedienstleistung konzentrieren. Für die HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH bot sich im Geschäftsjahr die Möglichkeit der Gebietserweiterung für das Produkt Weidemann durch die Gebietsübernahme eines bestehenden Händlers. Mit der Übernahme der Hald GmbH Fördertechnik in Hettstedt (Sachsen-Anhalt) konnte die Gebietserweiterung erfolgreich umgesetzt werden. Die Hald GmbH Fördertechnik war ein seit 20 Jahren bestehendes Unternehmen für Lader- und Teleskopgeräte mit fester Kundschaft. So konnte mit Weidemann eine sofortige Marktpräsenz erfolgen und der Umsatz in diesem Bereich im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. Die neu erworbene Hald GmbH Fördertechnik wurde im Geschäftsjahr auf die HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH aufgeschmolzen. Ebenso wurde der bereits bestehende Standort HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH in Silbitz als Weidemann-Standort erweitert. Dieser war bislang nur für den Bereich Gabelstapler- und Lagertechnik zuständig. Durch den Markenwechsel im Jahr 2019 von Deutz auf Case/Steyr konnten der Umsatz und Ertrag im Bereich der Landtechnik im Berichtsjahr weiter gesteigert werden. Mit dem passenden Produktportfolio, gerade für die im Markt erforderlichen Großtraktoren und Erntetechnik (Mähdrescher), konnte die Angebotspalette für bestehende und neue Kunden noch interessanter gestaltet werden. Bei der TM Transportgesellschaft mbH wurde zum Ende des Berichtsjahres grundlegend umstrukturiert. Insbesondere ist die Fahrzeuganzahl halbiert und der Geschäftsumfang für die Zukunft deutlich reduziert worden. Ziel ist es, sich zukünftig ausschließlich auf die Transportaufgaben innerhalb des TUPAG-Konzerns zu konzentrieren. Hier ist die Vogteier Erdenwerk GmbH, als TUPAG-Unternehmen, der größte Abnehmer der Transportdienstleistungen. Vor diesem Hintergrund wurden die Bereiche Transport und Erdenproduktion organisatorisch zusammengelegt und als gemeinsamer Bürostandort Niederdorla gewählt. Im Bereich Umsatz, Ertrag und Kosten werden sich diese Maßnahmen erst im Folgejahr auswirken. 2.2.3 Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte In den OBI-Märkten der TUPAG-Gruppe wurden mit Beginn der Corona-Pandemie umfangreiche Corona-Schutzmaßnahmen bzw. Hygienemaßnahmen eingeleitet. Unter anderem wurde der Zugang zu den Märkten auf eine maximale Personenzahl begrenzt, Einkaufswagen wurden nach jeder Benutzung desinfiziert und in den Märkten wurden Mitarbeiter abgestellt, die ausschließlich auf den geforderten Mindestabstand und die Einhaltung der Corona-Regeln achteten. Bei der Wegeführung innerhalb der Märkte wurden Einbahnstraßen eingeführt. Diese Maßnahmen im Sinne des Infektionsschutzes führten zunächst zu einer Umsatzreduktion. Im Gegenzug hierzu waren aber die OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe im Frühjahreslockdown des Geschäftsjahres 2020 nicht von Schließungen betroffen. Mit zunehmender Ausbreitung der Corona-Pandemie trat ein starker Cocooningeffekt ein. Das bedeutet, dass die Kunden ihren primären Lebensraum möglichst attraktiv gestalten wollen. Zusätzlich gab es Kunden, die schlicht für die Zeit zuhause eine Beschäftigung suchten oder die ihr Zuhause an geänderte Lebensumstände anpassen mussten (Home-Office- und Home-Schooling-Arbeitsplätze). Einen Vorteil bot die gute Warenbevorratung der Märkte. Somit konnten Lieferengpässe von Lieferanten überbrückt werden und die Märkte waren immer noch verkaufsfähig, als bei anderen Baumarktbetreibern bereits Sortimentsware fehlte. Somit konnten im Geschäftsjahr 2020 alle OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe ihre Umsätze deutlich steigern und ihre Stellung als regionaler Marktführer gut behaupten. Ab dem 16. Dezember 2020 mussten dann die OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe zusammen mit allen anderen deutschen Non-Food-Einzelhändlern in Deutschland schließen. Ohne diese behördlich angeordnete Schließung wäre die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr noch wesentlich größer ausgefallen. In Hessen und Thüringen war ab diesem Datum noch der Verkauf an gewerbetreibende Kunden möglich. Das Land Hessen ermöglichte zusätzlich das Online-Reservieren und Abholen. Das Land Thüringen folgte diesem Vorbild erst ab dem 11. Januar 2021. Anders als im Jahr 2020 gelten in Deutschland nun im Jahr 2021 nur noch die Gartenmärkte aber nicht mehr die Baumärkte als systemrelevant. Trotz der sich immer wieder ändernden Gegebenheiten und Anforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat und noch bringt, konnten alle OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe die erwarteten Ergebnisse im Geschäftsjahr 2020 deutlich übertreffen. Die Baby-Kids-World GmbH war im Frühjahr vom 19. März 2020 bis 19. April 2020 von der behördlichen Schließungsanordnung betroffen. Während dieser Zeit waren nur Umsätze über den Onlineversand möglich (www.baby-kids-world.de). Ab dem 16. Dezember 2020 musste der Markt, außer der Abteilung Babyausstattung, dann ebenso wie alle anderen Non-Food-Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland wieder schließen. Gerade in der zweiten Dezemberhälfte wird mit dem Verkauf von Weihnachtsgeschenken üblicherweise ein wesentlicher Teil des Jahresumsatzes erzielt, der nunmehr ausblieb. Seit dem 11. Januar 2021 durfte Spielware wieder über die "Funktion Online-Reservieren und Abholen" verkauft werden, was zu deutlich mehr Personalaufwand bei geringerem Umsatz führt. Die Baby-Kids-World GmbH bot diesen Service trotzdem an, um als stationärer Handelsplatz für Kunden präsent zu bleiben. Der Verkauf von Babyartikeln wurde dann im Jahr 2021 als systemrelevant eingestuft. 2.2.4 Gartenbau und Gartenhandel Die Thomaflor GmbH mit den Geschäftsbereichen des "Thomaflor" Blumengroßhandels und "Edelweiß" Blumeneinzelhandels weist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Umsatzreduktion und damit verbunden eine Verschlechterung der Ergebnissituation auf. Diese Entwicklung resultiert aus der behördlich angeordneten Schließung des Einzelhandels aufgrund der Corona-Pandemie. Im ersten Lockdown waren alle Filialen ab dem 18. März 2020 bis längstens zum 2. Mai 2020 geschlossen. Die sächsischen und bayrischen Filialen waren hier am stärksten betroffen. Im zweiten Lockdown wurden die sächsischen Filialen am 14. Dezember 2020 geschlossen, alle restlichen Filialen am 16. Dezember 2020. Der Onlineshop www.blumenversand-edelweiss.de verzeichnete hingegen einen Zuwachs von 87 % gegenüber dem Vorjahr. Durch den erheblichen Fixkostenanteil und die mit der Schließung verbundene Vernichtung von Warenbeständen konnte das geplante Ergebnis nicht erzielt werden. Dennoch zeigte sich, dass in fast allen nicht von der Schließung betroffenen Monaten eine Umsatzsteigerung zu dem entsprechenden Vergleichsmonat des Vorjahres erreicht werden konnte. Für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Thomaflor GmbH von der coronabedingten Wettbewerbs- und Marktbereinigung profitieren wird. Zum Ende des Berichtsjahres wurden insgesamt 65 Blumenläden (i. Vj. 65) und der Online-Shop unter der Marke "Edelweiß" betrieben. Die Expansionsmöglichkeiten im Folgejahr sind noch nicht abschließend abzuschätzen. Es ist davon auszugehen, dass auf Grund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, das Filialnetz durch die Übernahmen fremder Blumengeschäfte gewinnbringend erweitert werden kann. Die Thomaflor GmbH befindet sich seit Jahren im Wandel vom Großhändler zum Einzelhändler. Aktuell werden vom gesamten Einkaufsvolumen der Gesellschaft circa 20 % über den Großhandel und circa 80 % über den Einzelhandel vermarktet. Mit dem weiteren Voranschreiten der Veränderungsprozesse innerhalb der Thomaflor GmbH und dem verstärkten Ausbau des Onlinehandels ist für die Folgejahre grundsätzlich mit einer Ergebnisverbesserung zu rechnen. Die TM Zierpflanzen GmbH deckt mit ihrer Produktion den Gärtnereibedarf der vier konzernzugehörigen OBI-Märkte und der Thomaflor GmbH ab und ist durch den Konzerneigenbedarf vollständig ausgelastet. Der Absatz von Erden- und Mulchartikeln erlebte im Geschäftsjahr 2020 einen starken Boom. Trotz wochenlanger behördlich angeordneter Schließungen im Zuge der Corona-Pandemie von Baumärkten und Gartencentern, die die Hauptabnehmer des Vogteier Erdenwerkes sind, konnte in dieser Zeit kein Auftragsmangel festgestellt werden. Als dann in der zweiten Frühjahrshälfte alle Geschäfte wieder öffnen durften, war nochmals ein deutlicher Auftragsanstieg zu verzeichnen. Neben der passenden Wetterlage im Frühsommer und dem Umstand, dass aufgrund fehlender Reisen sich Endkunden mehr mit ihren Gärten beschäftigten, blieb das Auftragsvolumen langanhaltend auf einem sehr hohen Niveau. Aufgrund einer durchgängigen und störungsfreien Produktion und jederzeit verfügbaren Transportkapazitäten war es möglich, die Absatzmenge im Jahr 2020 auf ein Rekordniveau zu heben. Der Trend bei der Vermarktung von gärtnerischen Erden hin zu klimafreundlichen Produkten wird mittlerweile auch politisch eingefordert. Die schrittweise Torfreduzierung bis hin zum gänzlichen Verzicht auf Torf ist nun per Gesetz festgeschrieben und wird sich in den nächsten 5 Jahren umsetzen lassen müssen. Dabei ist das Vogteier Erdenwerk bestens aufgestellt und geht auf diesem Weg bereits seit langer Zeit erfolgreich voran. Im Rahmen der Produktentwicklung wurde im Berichtsjahr das Basissortiment "Tommi" völlig überarbeitet und gleichzeitig das Verpackungs¬layout modern aufgefrischt. Mit minimalem Torfanteil und dem Einsatz natürlich nachwachsender Rohstoffe wurde die überarbeitete Produktlinie konsequent als Bio-Sortiment ausgerichtet. Außerdem wird bei allen Tommi-Produkten zukünftig eine Folienverpackung mit einem hohen Anteil von PE-Rezyklat (Recyclingmaterial) verwendet. Hierdurch hilft die Vogteier Erdenwerk GmbH, Plastik- und Verpackungsmüll zu recyceln und leistet neben der Torfreduktion einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz. Für das Folgejahr ist eine Erweiterung des Premiumsortimentes "THOMASAN" im Bereich der Bioerden vorgesehen. Auch die Vogteier Kompost GmbH hatte ein gutes Geschäftsjahr. Wenn die Menschen sich viel im Garten aufhalten, entstehen auch mehr Gartenabfälle, welche es zu entsorgen bzw. verwerten gilt. Somit waren Abfallströme von Bioabfall und Grünschnitt in großen Mengen schon im Frühjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres verfügbar und konnten angenommen und verarbeitet werden. Auf der anderen Seite nahm die Nachfrage nach Grünkompost (durch das Erdenwerk als Rohstoff für die Erdenproduktion) und nach Biokompost (durch die TUPAG-Landwirtschaftsbetriebe) ebenfalls stark zu. Die Anlagenkapazitäten der Kompostwerke in Niederdorla, Misserode, Witzenhausen und Altengottern wurden nahezu ausgeschöpft. Gleichzeitig konnten Preiserhöhungen aufgrund mangelnder Verwertungskapazitäten bei der Verwertung von Bioabfällen durchgesetzt werden. Beim Grünschnitt wurde zum Herbst hin eine verstärkte Akquise unternommen. Das sich daraus ergebende Potential soll im Jahr 2021 genutzt werden, um weitere dauerhafte Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Zum Ende des Berichtsjahres wurde mit dem Bau einer neuen Intensivrotte am Standort Niederdorla begonnen. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Die Vorzeichen für die Saison 2020 waren im Bereich der Baumschulen Oberdorla GmbH schon zum Beginn des Jahres sehr positiv, da der überwiegende Teil der Ware bereits durch Reservierungen aus dem Vorjahr verkauft war. Nach einer kurzen Phase der Verunsicherung durch die Corona-Pandemie entwickelte sich eine starke Nachfrage, vor allem in den Sortimenten Obst- und Gemüsepflanzen verstärkte sich dieser Trend deutlich. So entwickelte sich im Laufe des Frühjahrs auch eine verstärkte Nachfrage nach Himbeerjungpflanzen, die durch das hauseigene Verfahren der Invitro-Vermehrung weitgehend befriedigt werden konnte. Auch der Absatz während der Sommer- und Herbstsaison fiel vergleichsweise stark aus, vereinzelte Sortimente waren bereits frühzeitig ausverkauft. Während der Trend bei Himbeerjungpflanzen anzuhalten scheint, ist die Verunsicherung im Obstbau und damit in der Unterlagenproduktion in Deutschland eher zunehmend. Dies äußert sich vor allem in der jährlichen Volatilität des Bedarfs verschiedener Unterlagen. Dank früherer und weiter laufender Forschungsprojekte für die Forstwirtschaft konnte dem begegnet werden. Die Produktionsmengen der Obstgehölze im Container konnten durch die langjährige Zusammenarbeit sowohl in der Kunden- als auch Lieferantenebene stabil gehalten werden. Die LGM Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen mbH konnte im Berichtsjahr ein überdurchschnittlich gutes Geschäftsergebnis erzielen. Der Winter war eher zurückhaltend, sodass bereits ab Mitte Januar 2020 die Produktion auf den Baustellen aufgenommen und ohne größere Behinderungen bzw. Unterbrechungen abgewickelt werden konnte. Die Auftragslage war seit Jahresbeginn sehr gut, da neben den kommunalen Projekten auch vermehrt Projekte aus Privathaushalten angefragt wurden. Alle angenommenen Baustellen konnten gut vorbereitet, im zeitlichen Rahmen abgearbeitet und durchweg mit guten Ergebnissen abgerechnet werden, da die Witterung langanhaltend von bestem Bauwetter und somit wenigen Ausfalltagen geprägt war. Angespannt bleibt weiterhin die Personalsituation. Um den Fachkräftebedarf zu kompensieren, gilt es, auch künftig große Anstrengungen zu unternehmen. Für die Folgejahre wird aufgrund der nachhaltigen und ökologischen Ausrichtung des Landschaftsbaus von guten Geschäftsergebnissen ausgegangen, wobei noch nicht klar ist, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie mittelfristig auf die wirtschaftliche Entwicklung der Baubranche haben wird. 2.3 Die wirtschaftliche Lage des TUPAG-Konzerns 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse des TUPAG-Konzerns, bereinigt um interne Konzernumsätze, haben sich im Berichtsjahr um TEUR 13.654 bzw. um 9,7 % auf TEUR 154.541 (i. Vj. TEUR 140.887) erhöht. Damit konnte der Planansatz von TEUR 147.403 deutlich übertroffen werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsätze (ohne interne Konzernumsätze) auf die einzelnen Konzernsegmente für das Berichtsjahr und das Vorjahr. Die prozentuale Darstellung in dieser Tabelle zeigt den jeweiligen Anteil, den das betreffende Konzernsegment am gesamten Konzernumsatz aufwies.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz in den Segmenten Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte, Landwirtschaft und Ernährung sowie Logistik, Industrie- und Landtechnik deutlich gesteigert werden, wobei die OBI-Märkte den größten Umsatzzuwachs verzeichneten. Im Bereich Gartenbau und Gartenhandel verzeichnete der Teilbereich der Erdenproduktion und Kreislaufwirtschaft ebenfalls eine deutliche Umsatzsteigerung, sodass insgesamt das Segment Gartenbau und Gartenhandel, obwohl durch die COVID19-Pandemie im Teilbereich des Blumenhandels und -produktion stark negativ beeinflusst, seinen Umsatz auf Vorjahrsniveau halten konnte. Die Gesamtleistung des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.127 gestiegen. Dies ist überwiegend auf die aufgezeigte Umsatzsteigerung zurückzuführen. Der Rohertrag absolut hat sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Er stieg im Berichtsjahr von TEUR 59.582 um TEUR 7.716 auf TEUR 67.298. Der Roherlös in Bezug auf die Gesamtleistung konnte um 1,2 %-Punkte gesteigert werden und liegt mit einer Quote von 43,2 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (42,0 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 4.432) enthalten im Umfang von TEUR 3.762 regelmäßig wiederkehrende Erträge und Erträge, die im direkten Zusammenhang mit entsprechenden Aufwendungen stehen. Diese sind innerhalb der Ertragslage dem operativen Ergebnis zuzuordnen. Diese Erträge umfassen beispielsweise als regelmäßig wiederkehrende Erträge TEUR 2.615 landwirtschaftliche Betriebsprämien und Ausgleichszahlungen (siehe hierzu auch weiterführend die Anhangsangaben). In der Mehrjahresbetrachtung ist festzustellen, dass die dem operativen Ergebnis zuzurechnenden sonstigen Erträge auf einem stabilen Niveau verbleiben. Die Personalkosten (Bruttolohnsumme und Sozialabgaben) sind von TEUR 30.051 im Vorjahr um TEUR 2.084 auf TEUR 32.135 gestiegen. Für das Berichtsjahr waren Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 31.755 budgetiert, die in der Gesamtbetrachtung nicht ganz eingehalten wurden. Der überwiegende Grund hierfür liegt in dem ungeplanten Zuwachs an Mitarbeitern im Bereich Logistik, Industrie- und Landtechnik durch die Etablierung des neuen Standortes in Hettstedt. Im TUPAG-Konzern waren nach HGB-Berechnungsmethode durchschnittlich 987 Mitarbeiter (i. Vj. 980 Mitarbeiter) im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt. Die Grundstücks- und Raumkosten beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 3.842 (i. Vj. TEUR 3.903). Für das Berichtsjahr waren die Grundstücks- und Raumkosten mit einer gegenüber dem Vorjahr leichten Steigerung auf TEUR 4.002 budgetiert. Die Fahrzeugkosten umfassen im Wesentlichen die Leasingaufwendungen für den Fuhrpark und die mobile Technik des Konzerns und dessen laufende Kfz-Kosten. Sie sind gegenüber dem Vorjahr auf gleichem Niveau verblieben. Die für das Geschäftsjahr geplanten Fahrzeugaufwendungen in Höhe von TEUR 3.774 wurden annähernd eingehalten. Die Werbe- und Reisekosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse (WKZ), Werbeauftritte sowie Reisekosten von Arbeitnehmern und belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.255. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 304 gesunken. Die Kostenposition war in einer Höhe von TEUR 1.866 budgetiert. Die deutliche Unterschreitung des Budgets resultiert überwiegend aus der geringeren Werbetätigkeit im Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte. Die übrigen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 11.918 (i. Vj. TEUR 9.705) und umfassen vorwiegend Aufwendungen für Versicherungsbeiträge, Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, Kosten der Warenabgabe, Mietleasing und Mieten von Maschinen, Franchisegebühren, Rechts- und Beratungskosten sowie EDV-Kosten. Als Budget waren TEUR 10.584 vorgesehen. Die Kostensteigerungen zum Vorjahr ergeben sich überwiegend aus Mehrkosten im Zusammenhang mit gesteigerten Umsätzen und Absätzen sowie aus Einmaleffekten im Zuge der COVID19-Pandemie. Der Jahresüberschuss des TUPAG-Konzerns vor Steuern betrug im Berichtsjahr TEUR 6.602. Gemessen am geplanten Jahresüberschuss vor Steuern, der sich für das Berichtsjahr auf TEUR 3.911 belief, ist das erzielte Ergebnis als sehr gut zu bewerten. Die positive Entwicklung resultiert vor allem aus der Umsatzentwicklung. 2.3.2 Finanzlage 2.3.2.1 Kapitalstruktur Das Eigenkapital des TUPAG-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2020 von TEUR 34.337 um TEUR 4.349 auf TEUR 38.686 erhöht. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert vorwiegend aus dem Jahresüberschuss der Konzernmuttergesellschaft. Die Bilanzsumme des TUPAG-Konzerns hat sich zum Vorjahr um TEUR 2.984 auf TEUR 123.132 (31.12.2019 TEUR 120.148) erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme begründet sich auf der Seite der Passiva im Saldo aus der Erhöhung des Eigenkapitals (TEUR 4.349), der deutlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.583) sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.546 und der mit dem Ergebnis einhergehenden Einstellung von Rückstellungen für Steuern aus Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 1.358. Auf der Seite der Aktiva begründet sich die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen mit der Erhöhung der Warenbestände im Umfang von TEUR 3.231. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert worden, wobei die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien von TEUR 5.707 um TEUR 5.126 auf TEUR 580 gesunken ist. Dabei sind die langfristigen Verbindlichkeiten im Umfang von TEUR 6.356 getilgt worden. Neue langfristige Kredite sind im Berichtsjahr ausschließlich für den Erwerb der Anteile an der Hald GmbH Fördertechnik, zum Kauf von Ackerland und im Zuge der COVID19-Pandemie und deren möglicher Folgen zur Zinssicherung aufgenommen worden. Im Bereich der Bestandsfinanzierungen von Neumaschinen (Handelsware) aus dem Konzernsegment der Logistik, Industrie- und Landtechnik hat sich die ausgewiesene Inanspruchnahme der Bestandsfinanzierungslinien um TEUR 1.606 erhöht. Der zum Stichtag erhöhten Inanspruchnahme der Einkaufsfinanzierungen steht eine Erhöhung des Bestandes an Neu- und Gebrauchtmaschinen in diesem Segment in Höhe von TEUR 3.098 gegenüber. Bei der Ermittlung der Eigenkapitalquote wurde der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen jeweils zu 50 % dem Eigenkapital hinzugerechnet. Auf Basis dieser Ermittlungsmethode hat sich die Eigenkapitalquote auf 31,6 % erhöht und gegenüber dem Vorjahr (28,9 %) um 2,7 %-Punkte deutlich verbessert. Damit ist die Eigenkapital¬ausstattung des TUPAG-Konzerns auf einem sehr guten Niveau und liegt wieder oberhalb der selbst gesteckten Untergrenze von 30 %. Für die Folgejahre ist es das Ziel, die Eigenkapitalausstattung des Konzerns weiterhin zu stärken. 2.3.2.2 Investitionen Im Segment Landwirtschaft und Ernährung wurden im Berichtsjahr insgesamt TEUR 1.792 für den Erwerb von Ackerland investiert. Durch den Erwerb des Ackerlandes betreibt der TUPAG-Konzern eine nachhaltige Sicherung seiner landwirtschaftlichen Produktionsflächen. Weiterhin wurden im Bereich Landwirtschaft und Ernährung bei der Hainich Konserven GmbH circa TEUR 175 in Vorlaufkosten für das sich derzeit in der Planungsphase befindliche Projekt der klimaneutralen Prozessdampfanlage investiert. Bei der TUPAG Agrar GmbH fielen im Rahmen des Investitionsprojektes der Getreidesiloanlage am Standort in Niederdorla circa TEUR 270 an. Die Gesamtinvestition wird sich auf circa TEUR 2.500 belaufen und die Fertigstellung des Projektes ist für den Sommer 2022 avisiert. Im Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik wurden TEUR 1.275 durch den TUPAG-Konzern in den Erwerb der Anteile an der Hald GmbH Fördertechnik und die Integration des Standortes Hettstedt in den TUPAG-Konzern investiert. Mit der Etablierung des Standortes in Hettstedt konnte das Verkaufsgebiet für die Marke Weidemann nochmals deutlich ausgeweitet werden. Für das Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte fielen im Berichtsjahr keine nennenswerten Investitionen an. Mit den in den letzten Jahren getätigten Investitionen in die Standorte der OBI-Märkte sollten diese mittel- bis langfristig für die Veränderung des Wettbewerbsumfeldes im Bereich des Internethandels gut gerüstet sein und dem Endverbraucher ein stationäres Einkaufserlebnis bieten. Im Segment Gartenbau und Gartenhandel wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere TEUR 120 in das Projekt der neuen Intensivrotte bei der Vogteier Kompost GmbH investiert. Nach Erteilung der Baugenehmigung im vierten Quartal 2020 wurde Ende des Jahres mit den ersten Erdarbeiten begonnen. Die Inbetriebnahme der neuen Intensivrotte ist für den Herbst des kommenden Geschäftsjahres geplant. 2.3.2.3 Liquidität Für jedes Geschäftsjahr wird im Vorfeld eine umfassende Liquiditätsplanung unter Einbeziehung aller einmaligen, wie auch wiederkehrenden Einzahlungen und Auszahlungen auf Basis jedes einzelnen Tochterunternehmens durchgeführt und mit den jeweiligen Geschäftsleitungen abgestimmt (siehe hierzu auch: Abschnitt 1.3). Zusätzlich wird für jedes Unternehmen die Kapitalflussrechnung zur Analyse der Kapitalströme herangezogen. Die Liquidität des Konzerns war während des gesamten Berichtszeitraumes jederzeit gewährleistet. Die Verbesserung des Finanzmittelfonds um TEUR 4.482 resultiert zum großen Teil aus dem im Berichtsjahr erhöhtem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Rahmen der unterjährigen Liquiditätssteuerung führt die TUPAG-Holding-AG eine regelmäßige Kontrolle der Liquiditätssituation aller Tochterunternehmen durch. Die Einhaltung des vorgegebenen Liquiditätsplanes wird parallel sowohl auf der Ebene der Tochterunternehmen als auch auf der Ebene der Holding überwacht. Dieser Prozess ist in das Überwachungs- und Frühwarnsystem aller Unternehmen der TUPAG-Gruppe eingebunden. Im Bedarfsfall können jederzeit Maßnahmen eingeleitet werden, die einer unerwünschten Liquiditätsentwicklung entgegensteuern. Positive und negative Abweichungen einzelner Tochterunternehmen vom Liquiditätsplan werden von der TUPAG-Holding-AG durch einen Liquiditätsausgleich innerhalb des Organkreises gegeneinander ausgeglichen. Der TUPAG-Konzern verfügt über ein automatisches Cash-Management-System (ACMS). Grundsätzlich ist die Liquiditätsausstattung des TUPAG-Konzerns als sehr gut zu bezeichnen. 2.3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage des TUPAG-Konzerns ist als sehr gut zu bezeichnen. Im Bereich der Aktiva ergibt sich für den TUPAG-Konzern beim Anlagevermögen, im Vergleich zum Vorjahr, aus dem Saldo des investitionsbedingten Anlagenzugangs und der abschreibungsbedingten Abnahme des Anlagevermögens, eine Erhöhung des Anlagevermögens von TEUR 68.089 um TEUR 425 auf TEUR 68.514. Das Sachanlagevermögen des TUPAG-Konzerns umfasst zum Ende des Berichtsjahres Ackerland im Umfang von TEUR 17.092 (i. Vj. TEUR 15.300) sowie bebaute Grundstücke im Umfang von TEUR 5.061 (i. Vj. TEUR 4.983). Weiterhin befinden sich stichtagsbezogen Gebäude- und Außenanlagen im Umfang von TEUR 31.492 (i. Vj. TEUR 33.792) im Anlagevermögen der TUPAG-Gruppe. Der Bestand an Vorratsvermögen inklusive Tiervermögen des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.242 auf TEUR 42.070 deutlich angewachsen. Dem standen zum Abschlussstichtag Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.377 (i. Vj. TEUR 14.831) gegenüber. Dem entsprechend verfügt der TUPAG-Konzern über einen nicht durch Lieferantenverbindlichkeiten belasteten Bestand von TEUR 25.693. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um TEUR 1.696. Stichtagsbezogen betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 8.633 und befinden sich somit auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.492 und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Davon betreffen TEUR 127 solche aus Forderungen an das Finanzamt (i. Vj. TEUR 217), TEUR 511 solche aus Forderungen an den Zoll und das Landwirtschaftsamt (i. Vj. TEUR 470) und TEUR 1.150 solche aus Bonusforderungen (i. Vj. TEUR 1.408). 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Nachhaltigkeit der Geschäftspolitik Der TUPAG-Konzern sieht sich einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Geschäftspolitik verpflichtet und richtet seine Strategie und Geschäftsprozesse dahingehend aus. Grundsätzlich verfügt der TUPAG-Konzern über einen Stamm an sehr guten Mitarbeitern, die nach dem Leitbild des Konzerns "Wir sitzen alle in einem Boot" gefördert und gefordert werden. Ungewöhnliche oder spekulative Unternehmensrisiken werden vermieden. Durch die vertikale Diversifikation im TUPAG-Konzern (siehe hierzu auch Abschnitt 1.1) wird über die Wertschöpfungsketten im Konzern und bei den Zulieferern ein hoher Regionalitätsbezug erreicht. Damit verbunden sind eine hohe Produktions¬sicherheit und -verfügbarkeit sowie die Minimierung von Transportwegen. 2.4.2 Energieverbrauch und CO 2 -Bilanz Die Unternehmensgruppe hat im Mittel des letzten Zyklus des Energieaudits 53.300 MWh an Energie verbraucht. Gegenüber dem vorherigen Zyklus ist das eine Verringerung des Energieverbrauchs um 2,4 % trotz Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Wichtigster Energieträger ist Dieselkraftstoff, der mit 2,86 Millionen Litern 54 % des Energieeinsatzes ausmacht, gefolgt von Heizöl (736.000 Liter; 14 %), Strom (7,29 Millionen kWh; 14 %) und Erdgas (4,0 Millionen kWh; 7 %). Rund 11 % des Energiebedarfs wird durch Fernwärme (Abwärme der Biogasanlagen) gedeckt und trägt unter anderem zur Einsparung von 500.000 Litern Heizöl bei der Konservenherstellung bei. Der gesamte Energieverbrauch der TUPAG-Gruppe ist mit CO 2-Emissionen in Höhe von etwa 14.700 t/a verbunden. Die in den letzten Jahren realisierten Maßnahmen haben zur Einsparung von 3,7 Millionen kWh pro Jahr geführt. Damit einher ging die Minderung von CO 2-Emissionen in Höhe 1.220 t pro Jahr. Im Rahmen einer umweltschonenden Energieversorgung wurden für alle "Edelweiß"-Filialen Stromversorgungsverträge mit CO 2 -neutralem Ökostrom abgeschlossen. Dadurch wurde bei der Stromversorgung der "Edelweiß"-Filialen eine CO 2-Einsparung von mehr als 130 t pro Jahr erzielt. Die Biogasanlagen des Konzerns haben im Berichtsjahr 8,99 Millionen kWh sauberen Ökostrom in das Netz von TEN eingespeist. Das sind 1,7 Millionen kWh mehr als die gesamte Unternehmensgruppe verbraucht hat. Der Stromverbrauch im TUPAG-Konzern ist somit mehr als CO 2 -neutral. Die aus nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdüngern erzeugte Energie verringert den CO 2 -Ausstoß um rund 5.700 t pro Jahr. Der TUPAG-Konzern trägt durch den Einsatz von Kompost auf landwirtschaftlichen Flächen in Verbindung mit einer zielorientierten Bodenbearbeitung aktiv zur Humusbildung bei. Dabei wird Kohlenstoff aus biologischen Wertstoffen dauerhaft in den Boden verlagert. Pflanzen binden im Laufe ihres Lebens CO 2 aus der Luft und bilden Sauerstoff. Werden diese Pflanzen später verbrannt, verstromt oder kompostiert, wird der in den Pflanzen gebundene Kohlenstoff wieder als CO 2 an die Luft freigegeben. Bei der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen wird immer nur so viel CO 2 freigesetzt, wie zuvor durch die Pflanzen aus der Luft gebunden wurde. Energie aus nachwachsenden Rohstoffen ist somit CO 2 -neutral. Im Rahmen der aktiven Humusbildung, die der TUPAG-Konzern mit der Ausbringung von Kompost in der Landwirtschaft und der schonenden Bodenbearbeitung betreibt, wird das durch die Pflanzen aus der Luft gebundene CO 2 jedoch dauerhaft im Boden gespeichert und nicht wieder freigesetzt. Durch die Ausbringung von Kompost auf den landwirtschaftlichen Flächen und den kontinuierlichen aktiven Humusaufbau erreicht der TUPAG-Konzern eine CO 2 -Einsparung von rund 10.300 t pro Jahr. Zusätzlich wird dabei auch der Einsatz von Mineraldüngemitteln gespart. Unabhängig von der CO 2 -Bilanz ist die Humusbildung im Ackerboden ein Garant für langfristig gesunde und ertragreiche Ackerböden. Insgesamt handelt der TUPAG-Konzern nicht nur CO 2 -neutral sondern klimapositiv. Das bedeutet, dass in der Unternehmensgruppe mehr energieverbrauchsbedingte CO 2 -Emission eingespart oder rückgängig gemacht wird, als durch den Energieverbrauch der Unternehmensgruppe verursacht wird. Durch zusätzliche Investitionen in die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen und eine Weiterentwicklung der Produktion sollen bis 2023 noch weitere CO 2 -Einsparungen realisiert werden. In diesem Zusammenhang ist es das Ziel des TUPAG-Konzerns bis 2023, auch alle selbst produzierten Produkte zusammen mit den verwendeten Vorprodukten klimaneutral zu erzeugen. 2.4.3 Umweltschutz Um den Einsatz und Verbrauch von Mineraldüngern deutlich zu senken, produziert der TUPAG-Konzern mit seinen Kompostanlagen, die zusammen eine genehmigte Jahreskapazität von über 120.000 Tonnen aufweisen, genügend Kompost, um rein rechnerisch die von ihm bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche ausreichend mit Phosphat, Kali, Stickstoff sowie Humus und Spurenelementen zu versorgen. Ein Teil der organischen Wertstoffe für die Kompostierung und die mit der Kompostdüngung verbundene CO 2 -Einsparung wird aus dem Konzern selbst generiert. Pflanzen- und Blumenreste aus den OBI-Märkten, den Edelweiß-Blumenläden, der Thomaflor, der Baumschule und dem Landschaftsbau sowie Obst- und Gemüsereste aus der HAINICH-Konservenproduktion werden im Vogteier Kompostwerk kompostiert und in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Der TUPAG-Konzern leistet damit einen aktiven Beitrag zur Schonung von endlichen Ressourcen und zur Schließung des Stoffkreislaufs in der Natur. Ein Teil der landwirtschaftlichen Produktion des TUPAG-Konzerns ist als biologische Landwirtschaft nach den Richtlinien des Gäa e.V. organisiert, die das Wirtschaften in (inneren) Kreisläufen zum Ziel hat. Die konventionellen Landwirtschaftsbetriebe des TUPAG-Konzerns unterstützen die Biodiversität durch das aktive Anlegen von Blühstreifen und Bienenwiesen. Durch die Baumschulen Oberdorla GmbH werden jährlich über 500.000 Bäume unterschiedlicher Größe, vornehmlich robuste Obstbäume aber auch zunehmend hochwertige Forstgehölze für Pflanzungen produziert. Wachsende Bäume binden CO 2 und bilden einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Für die eigene Produktion von Zierpflanzen und Baumschulartikeln durch den TUPAG-Konzern (Baumschulen Oberdorla GmbH und TM Zierpflanzen GmbH) sind mit der Produktion ab dem Jahr 2021 alle Pflanztöpfe auf umweltfreundliches PE-Rezyklat (Recyclingmaterial) umgestellt. Ebenso werden für die gesackten Erden und Mulche der Marke "Tommi" ab dem Jahr 2021 Folienverpackungen mit einem hohen Anteil von PE-Rezyklat (Recyclingmaterial) verwendet. Hierdurch hilft der TUPAG-Konzern, Plastik- und Verpackungsmüll zu recyceln und leistet einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz. Im Bereich der Industrietechnik wird bereits weit mehr als die Hälfte der Umsätze mit dem Verkauf von elektrisch betriebenen Geräten erzielt, die unmittelbar kein CO 2 ausstoßen. Verbrennungsmotoren spielen zukünftig bei den Logistik-, Kommissionier- und Reinigungsgeräten nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Entwicklung der Ressourcenverbräuche und die Durchführung sowie die Kontrolle der Verbesserungsmaßnahmen im TUPAG-Konzern werden jährlich vom Umweltbeauftragten dem Vorstand berichtet. Damit wird die Leitungsverantwortung für das Umweltmanagement gestärkt und die Integration des Umweltmanagements in alle Geschäftsprozesse des Konzerns gefördert. 3 Prognose, Chancen und Risiken 3.1 Prognosebericht Grundsätzlich wird bei der Planung des folgenden Geschäftsjahres für die einzelnen Segmente von einem normalen und durchschnittlich üblichen Geschäftsverlauf ausgegangen. Absehbare Besonderheiten oder strukturelle Änderungen, auch in Bezug auf die immer noch währende COVID19-Pandemie, sind bei der Aufstellung der Planung des TUPAG-Konzerns eingearbeitet worden. Für das Segment Landwirtschaft und Ernährung geht der TUPAG-Konzern im Bereich der Landwirtschaft von, zum Durchschnitt des Vorjahres, leicht steigenden Vermarktungs¬preisen für Getreide und Ölsaaten aus, welche die Hauptkulturen für den Konzern darstellen. Gleichzeitig wird von leicht steigenden Ernteerträgen und gleichbleibenden Qualitäten ausgegangen. Für den Bereich der HAINICH-Konserven wird mit einer Ergebnissteigerung gerechnet, da im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Einmaleffekte das Ergebnis stark negativ beeinflusst haben. Für das Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik geht die Planung von moderaten Ergebnissteigerungen gegenüber dem Vorjahr aus. Diese resultieren überwiegend aus den Erweiterungen der Vertriebsgebiete der bereits im Konzern etablierten Marken, dem neuen Standort in Hettstedt und dem vollzogenen Wechsel zu Case IH und Steyr im Bereich der Traktoren und Mähdrescher. Für das Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte geht die Prognose für die OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe von einer normalen Umsatzentwicklung auf Basis der Zahlen von vor der COVID19-Pandemie aus. Im Segment Gartenbau und Gartenhandel wurde ebenfalls eine normale Umsatzentwicklung angenommen. Im Bereich der Erden- und Substratproduktion wird für das Folgejahr von einer weiter steigenden Absatzmenge bei den Hobbyerden ausgegangen. Für den Bereich der Kompostierung wird entsprechend dem Branchentrend mit leicht steigenden Erträgen bei gleichen Annahmemengen gerechnet. Für den Bereich des Landschaftsbaus wird für das Folgejahr von einer stabilen Auftragslage ausgegangen. Für das Folgejahr hat der TUPAG-Konzern einen konsolidierten Konzernumsatz in Höhe von TEUR 157.898 geplant. Im Vergleich zum erreichten Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr bei konsolidierter Betrachtung entspricht dies einer Steigerung von TEUR 3.357 (2,1 %). Die Steigerung des Umsatzes resultiert aus den moderat geplanten Umsatzsteigerungen über alle Segmente des TUPAG-Konzerns. Im Rahmen der Planung für das Folgejahr werden jeweils nur die sonstigen betrieblichen Erträge geplant, die als regelmäßig wiederkehrend zu sehen sind. Diese sind gegenüber dem Vorjahr als stabil einzuschätzen und wurden bei den landwirtschaftlichen Betriebsprämien und Ausgleichzahlungen mit TEUR 2.470, den Erträgen aus der Auflösung von Sonderposten mit TEUR 57, den Sachbezügen für PKW-Nutzung mit TEUR 107 und sonstigen Erträgen mit TEUR 341 budgetiert. Die Personalkosten werden sich aufgrund der geplanten Personalaufstockungen und Gehaltserhöhungen moderat erhöhen. Die Personalkosten des TUPAG-Konzerns sind für das kommende Jahr in einer Höhe von TEUR 33.424 geplant. Die geplante Personalkostenquote von 21,2 %, bezogen auf die geplante konsolidierte Gesamtleistung, (TEUR 157.195) ist somit im Vergleich zum Berichtsjahr auf einem vergleichbaren Niveau geplant. Da bei der Planung davon ausgegangen wird, dass grundsätzlich alle Personalstellen besetzt sind und keine krankheitsbedingten oder sonstigen Ausfälle stattfinden, sind die tatsächlichen Personalkosten in der Regel geringer. Die Fahrzeugkosten umfassen im Wesentlichen die Leasingaufwendungen für den Fuhrpark und die mobile Technik des Konzerns und werden sich im kommenden Geschäftsjahr aus heutiger Sicht nur leicht erhöhen. Die Fahrzeugkosten für den Gesamtkonzern sind in einer Höhe von TEUR 3.765 geplant. Die Werbe- und Reisekosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für WKZ, Werbeauftritte sowie Reisekosten von Arbeitnehmern. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich laut Planung für das kommende Geschäftsjahr eine leichte Erhöhung. Die Kostenposition ist in einer Höhe von TEUR 1.705 budgetiert. Bei den übrigen Aufwendungen sind für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen strukturellen Änderungen geplant. Sie umfassen vorwiegend Aufwendungen für Mietleasing und Mieten von Maschinen, Franchisegebühren, Rechts- und Beratungskosten sowie EDV-Kosten und sind auf dem Vorjahresniveau, angepasst an die Prämissen, geplant. Das daraus resultierende Jahresergebnis nach Konzernbuchungen, aber vor Steuern ist für das kommende Geschäftsjahr mit TEUR 5.489 geplant. Somit liegt der geplante Jahresüberschuss für 2021 auf einem für die TUPAG-Gruppe normalen Niveau. 3.2 Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem des TUPAG-Konzerns bezieht sich auf die drei Bereiche der versicherbaren Risiken, der vertraglichen Risiken und der allgemeinen Geschäftsrisiken. Die versicherbaren Risiken werden im TUPAG-Konzern durch die TVS TUPAG-Versicherungs-Service GmbH abgesichert. Grundsätzlich schließt der TUPAG-Konzern zu allen Unternehmen der TUPAG-Gruppe eine Betriebshaftpflichtversicherung, eine Umwelthaftpflichtversicherung, eine Betriebsunterbrechungsversicherung und eine Inhaltsversicherung ab. Für alle Gebäude besteht eine entsprechende Gebäudeversicherung. Weiterhin wird für die Unternehmen der TUPAG-Gruppe je nach Bedarf eine Transportversicherung, eine Handel- und Handwerksversicherung und eine Elektronikversicherung bzw. eine Maschinenbruchversicherung abgeschlossen. Die vertraglichen Risiken werden durch eine hausinterne Vertragsprüfung auf der Ebene der TUPAG-Holding-AG minimiert. Die allgemeinen Geschäftsrisiken sind im TUPAG-Konzern im Vergleich zu fokussierten und kernkompetenzorientierten Unternehmen grundsätzlich durch die diversifizierte Gesamtstruktur deutlich geringer. Zur Minimierung der allgemeinen Geschäftsrisiken werden darüber hinaus auch Branchenvergleiche, Forecasts, Plan-Ist-Abweichungen, Kunden- und Lieferantenbewertungen, interne Revisionen und Schulungen sowie wöchentliche und monatliche Beratungen durchgeführt. Im Berichtsjahr wurden keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen festgestellt. Entwicklungen, die eine Abweichung der Zielvorgaben aufzeigten, wurden bereits vor Abschluss des Berichtsjahres bewertet und durch Entscheidung des Vorstandes korrigiert. 3.2.2 Risiken 3.2.2.1 Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Die aktuelle Corona-Pandemie stellt eine Krise dar, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar war. Sie wird weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft, die Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt haben. Der TUPAG-Konzern hat mit Beginn der Pandemie weitreichende Infektionsschutzmaßnahmen für die Mitarbeiter, die Kunden und die sonstigen Kontaktpersonen des Unternehmens beschlossen und umgesetzt. Ebenso wurden alle Systeme des Konzerns so abgesichert, dass beim Ausfall einzelner Personengruppen dennoch der weitere Betrieb des Konzerns durch andere Personengruppen und andere Standorte weitgehend sichergestellt bleibt. Ein wirtschaftliches Risiko, welches sich aus der Corona-Pandemie ergibt, ist die generelle behördliche Schließung des Non-Food-Einzelhandels in Deutschland. Der TUPAG-Konzern beschäftigt derzeit ca. 1.000 Mitarbeiter, wobei mehr als 50 % im Bereich des Einzelhandels beschäftigt sind. Im Bereich des Einzelhandels betreibt der TUPAG-Konzern vier OBI-Märkte in zwei Bundesländern und 65 Blumenläden der "Edelweiß"-Kette in sechs Bundesländern und einen Spielwarenladen. Für die OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe und die Edelweißläden erzeugt der TUPAG-Konzern mit einer eigenen Zierpflanzengärtnerei die angebotenen Beet- und Balkonpflanzen selbst. Somit kann es auch hier zu einem ungeplanten Verderb von Zierpflanzen kommen. Einen Absatz an konzernfremde Kunden hat die Zierpflanzengärtnerei nicht. Ein weiteres wirtschaftliches Risiko, welches sich aus der Corona-Pandemie ergibt, besteht in einem Absatzrückgang des Erdenwerkes des TUPAG-Konzerns. Das Erdenwerk produziert gärtnerische Erden für Bau- und Gartenmärkte und den Lebensmitteleinzelhandel. Durch behördliche Schließungen von Bau- und Gartenmärkten in einzelnen Bundesländern könnte es zu einer entsprechenden Absatzreduktion kommen. Im Rahmen des Stresstests hat der TUPAG-Konzern, ergänzend zur ursprünglichen GuV-Planung und Liquiditätsplanung, eine Corona-GuV-Planung und Corona-Liquiditätsplanung erstellt, die jeweils vom schlechtesten denkbaren Fall ausgehen. Dabei wurde festgestellt, dass auch unter den ungünstigsten Bedingungen die Corona-Krise nicht zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führt. Als zunehmend problematisch erweist sich in der Corona-Pandemie die Uneinheitlichkeit der zahlreichen Verordnungen der verschiedenen Bundesländer und Kommunen. So ändern sich Vorschriften fast täglich und regional vollkommen unterschiedlich. Als eine weitere Auswirkung der Corona-Krise zeigt sich, dass es in verschiedenen Bereichen zu Engpässen auf den Zuliefermärkten kommt (z.B. Baustoffe, Maschinen und Konsumgüter). Gleichzeitig kommt es teilweise zu massiven Preissteigerungen, so dass es insgesamt zu einer Inflation kommen könnte. 3.2.2.2 Risiken im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung Extreme Wetterereignisse nehmen, bedingt durch die Klimaerwärmung, zu. Negative Auswirkungen auf Kulturverlauf, Erntemenge und -qualität können enorm sein, insbesondere Spätfrost, Starkregen und Hagel können im Obst- und Gemüsebau und auch in der Marktfruchtproduktion große Schäden verursachen. Oft kann man hierbei nur mit indirekten Maßnahmen, wie Auswahl von Arten und Sorten (erhöhte Stresstoleranz) oder Standortwahl (ungünstige Lagen meiden) und Standortdiversifizierung (Risikostreuung durch geografische Streuung), begrenzt einwirken. Entsprechend wichtig ist dabei auch die Sicherstellung des Produktionsfaktors Wasser für den Obst- und Gemüsebau und auch für die Gehölz- und Pflanzenproduktion. Die Witterungsbedingungen im Verlauf des Geschäftsjahres haben auf den Erfolg der einzelnen Unternehmen der TUPAG-Gruppe teilweise einen erheblichen Einfluss. Die Frühjahrssaison determiniert dabei den Erfolg der Segmente "Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte" und "Gartenbau und Gartenhandel". Extrem ungünstige Wetterbedingungen (langanhaltende Regen- und Kälteperioden) können zu einer Reduzierung des prognostizierten Geschäftsergebnisses führen. Dabei ist anzumerken, dass der Verkauf von Baumarktartikeln, Schnittblumen und Substraten für den Erwerbsgartenbau einem geringeren Wettereinfluss unterliegt als der Verkauf von Baustoffen, Beet- und Balkonpflanzen und Erden für den Hobbygärtner. Das Frühjahr und der frühe Sommer beeinflussen auch erheblich die zu erwartenden Erntemengen im Segment "Landwirtschaft und Ernährung". Dabei wirkt sich ein regnerisches, feuchtes Wetter im Gegensatz zu den zuvor genannten Segmenten positiv auf die Erntemengen im Segment "Landwirtschaft und Ernährung" aus. Die Wetterbedingungen im Spätsommer sind für die Erntebedingungen und damit die Qualität der geernteten Produkte entscheidend. Dabei ist ein regnerisches Wetter eher schlecht für die Ernte. Schlechte Erntebedingungen führen wiederum zu deutlich höheren Reparaturaufträgen für die Landtechnik im Segment "Logistik, Industrie- und Landtechnik". Somit gleicht sich das Wetterrisiko für die einzelnen Bereiche des TUPAG-Konzerns im Portfolio des Gesamtkonzerns teilweise wieder aus. Zusätzlich glätten sich die wetterbedingten Einflüsse in der Mehrjahresbetrachtung. 3.2.2.3 Allgemeine Risiken Bei der Marktfruchtproduktion unterliegt der Verkaufserlös der Entwicklung der Börsenkurse auf den internationalen Rohstoffmärkten. Somit ist weltweit der Verkaufspreis für alle Produzenten von Getreide und Ölsaaten annähernd gleich. Daraus ergibt sich das Risiko, dass durch die nationale und europäische Agrarpolitik Anforderungen gestellt werden, die zu Kostensteigerungen und Ertragsrückgängen führen, die andere Anbieter in der Welt nicht haben. Zum Ende des Jahres 2019 hat die Bundesregierung mit ihrem Agrarpaket "Aktionsprogramm Insektenschutz" beschlossen, die Anwendung des Totalherbizides Glyphosat in Deutschland bis Ende 2023 zu beenden. Bereits ab 2020 soll der Einsatz des Wirkstoffes mit Hilfe einer gewissen Minderungsstrategie deutlich eingeschränkt werden. Primär sind der Haus- und Kleingartenbereich sowie öffentliche Grünflächen betroffen. In der Landwirtschaft soll der Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln zum Stichtag 31.12.2023 verbindlich beendet werden. Der exakte Ausstiegsplan ist allerdings noch nicht definitiv geregelt (vgl.: https://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/umwelt/der-streit-um-glyphosat-worum-geht-es). Ein Verbot von Glyphosat hat erhebliche wirtschaftliche Einbußen in der Landwirtschaft sowie eine steigende Belastung des Klimas zur Folge. Landwirte sind gezwungen, Unkräuter mit alternativen Herbiziden oder aber mechanisch zu bekämpfen. Experten gehen davon aus, dass aufgrund des höheren Treibstoffverbrauchs bei der mechanischen Unkrautbekämpfung die CO 2 - Emissionen um ca. 100.000 Tonnen p.a. (bei 3,6 Millionen Hektar Ackerland) ansteigt (vgl.: https://www.raiffeisen.com/news/artikel/studie-sagt-bei-glyphosat-verbot-schwerwiegende-folgen-voraus-30366855 :~:text=Ein%20Verbot%20¬von%-20Glyphosat%20h%C3%A4tte,Belastung%20des%20Klimas%20zur%20Folge.&text=Ohne%20Glyphosat%20w%C3%A4ren%20die%20Landwirte,Herbiziden%20oder%20mechanisch%20zu%20bek%C3%A4mpfen). Weitere Risikofaktoren stellen die aktuell kursierenden Seuchen rund um die Afrikanische Schweinepest (ASP) als auch die Geflügelgrippe dar. Die Afrikanische Schweinepest kurz ASP stammt aus dem südlichen Afrika. Bereits seit 2014 breitet sich die ASP in Europa sowie Asien aus. Am 10. September 2020 wurde das Virus der ASP erstmals in Deutschland nachgewiesen. Dabei handelte es sich um ein tot aufgefundenes Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße im Südosten des Landes Brandenburg. Hausschweine und somit der Betriebszweig der Schweineproduktion sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Deutschland nicht betroffen (vgl.: https://www.bauernverband.de/-situationsbericht und https://www.¬praxis-agrar.de/tier/schweine/afrikanische-schweinepest/). Die Einstandspreise für Dünger, Pflanzenschutzmittel und Saatgut entwickeln sich in der Regel abhängig vom Preis für Getreide und Ölsaaten annähernd parallel. Ein Risiko entsteht insbesondere dann, wenn dieser scheinbare Zusammenhang aufgebrochen wird. Bei der Absicherung von Verkaufspreisen wird daher im TUPAG-Konzern auf die spiegelbildliche Sicherung von Einstandspreisen für Dünger und Pflanzenschutzmittel geachtet. Ein nicht unerheblicher Einflussfaktor auf die Preisentwicklung an der Warenterminbörse stellt der russische Getreideexport dar. Russland ist seit Beginn des europäischen Embargos vom größten Getreideimporteur zum größten Getreideexporteur geworden. Bei der Konservenproduktion schwankt insbesondere der Einstandspreis für die Rohware in Abhängigkeit von den in Europa erwarteten Erntemengen von Jahr zu Jahr sehr stark. Dies gilt insbesondere für das Produkt Sauerkirschen. Der mögliche Verkaufserlös gleicht sich in der Regel aber dieser Preisentwicklung an. Weiterhin produziert der TUPAG-Konzern einen Teil der benötigten Kirschen selbst, sodass sich das Risiko der Preisschwankung teilweise minimiert. In den anderen Segmenten werden im Rahmen einer verlängerten Wertschöpfungskette insbesondere Beet- und Balkonpflanzen für den Blumen- und Gartenhandel sowie Torf und Kompost für die Erden- und Substratherstellung im Konzern vorproduziert. Von der Investitionsneigung und der jeweiligen Auftragslage der Firmenkunden hängt die Umsatzentwicklung im Segment "Logistik, Industrie- und Landtechnik" ab. Bei den Industrie-, Kommunal- und Landtechnikbetrieben des TUPAG-Konzerns stehen einer möglichen Reduktion des Neugeräteabsatzes die in der Vergangenheit aufgebauten Populationen im Markt entgegen. Diese führen auch in Zeiten geringerer Absatzmengen weiterhin zu entsprechenden Serviceumsätzen. Für die Segmente "Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte" und "Gartenbau und Gartenhandel" ist das allgemeine Konsumklima relevant, da es die Ausgaben der privaten Verbraucher für die von der TUPAG-Gruppe angebotenen Artikel beeinflusst. Dabei ist jedoch zu relativieren, dass im Bereich der OBI-Märkte und der Gartenartikel in Krisenzeiten der "Cocooning-Effekt" dazu führt, dass Endverbraucher tendenziell auf Urlaubsreisen und Luxusartikel verzichten und mehr konsumieren, um ihr unmittelbares Lebensumfeld zu verschönern. Ein zunehmendes Risiko für die Umsatz- und Ertragsentwicklung in der Baumarktbranche stellt der Wettbewerb mit dem Internethandel dar. Für ein zukünftig weiterhin erfolgreiches Geschäftsmodell wird es darauf ankommen, das Leistungsspektrum der stationären OBI-Märkte von dem des Internethandels abzugrenzen. Diese Herausforderung gelingt OBI aber zurzeit sehr gut. Aufgrund der Finanzierungsstruktur des TUPAG-Konzerns mit langfristigen Zinsfestschreibungen bei langfristig zu tilgenden Darlehen wird das Finanzierungsrisiko aus möglichen Zinsschwankungen als gering eingeschätzt. 3.3 Chancenbericht 3.3.2 Chancen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Die aktuelle Corona-Pandemie stellt eine Krise dar, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar war. Sie wird weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft, die Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt haben. Grundsätzlich steigt durch die Corona-Pandemie der Absatz an Lebensmitteln im Lebensmitteleinzelhandel. Die Kunden, die in der Vergangenheit in Restaurants, in Kantinen und an Imbissbuden gespeist haben, konsumieren ihre Lebensmittel nun zuhause. Dabei wird insbesondere die Nachfrage an Convenience-Produkten und Konserven gestärkt. Der TUPAG-Konzern produziert mit der HAINICH-Konserve genau diese Produkte, die durch die neue Situation drastisch verstärkt nachgefragt werden. Ebenso ist zu erwarten, dass der Nachschub derartiger Produkte aus dem Ausland gemindert wird und der Preis aufgrund der hohen Nachfrage weiter steigt. Weiterhin steigt auch der regionale Verbrauch an Getreide und Ölsaaten, da die regionale Mehlproduktion gefordert ist, eine deutlich höhere Nachfrage der Backwarenindustrie zu bedienen. Ebenso führt die starke Expansion des Onlinehandels zu einem starken Anstieg der weltweiten Verbräuche an Verpackungsmaterialien aus Pappe. Für die Produktion von Pappe werden landwirtschaftliche Produkte und spezielle Weizensorten benötigt. Auch Desinfektionsmittel wird aus landwirtschaftlichen Produkten wie Weizen erzeugt. Somit nimmt die Bedeutung landwirtschaftlicher Erzeugnisse stark zu und die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse steigen weltweit. Insgesamt wird man sich durch diese Krise auch wieder stärker auf den Wert der heimischen Lebensmittelproduktion besinnen und die Landwirte gehören, wie auch die Lebensmittelhersteller, so zu den Gewinnern dieser Situation. Die Landtechnikunternehmen des TUPAG-Konzerns, die für die Landwirte speziell in Hessen und Thüringen die Traktoren, Mähdrescher, Stallader, Teleskoplader und Bodenbearbeitungstechnik verkaufen, warten und reparieren, sehen sich damit einer sehr solventen und expansiven Kundengruppe gegenüber. Weiterhin ist der Sondermaschinenbau der TUPAG-Gruppe auf die Kundengruppe der lebensmittelverarbeitenden Industrie spezialisiert. Auch hier ist durch die Situation eine verstärkte Nachfrage zu erwarten. Grundsätzlich ist die zukünftige Entwicklung der DIY-Branche auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise als sehr positiv einzuschätzen, da es auch weiterhin ein Trend sein wird, das eigene Zuhause und den eigenen Garten zu verschönern und einen privaten Wohlfühlraum zu schaffen. Insbesondere in Zeiten weltweiter Krisen tritt in der Branche üblicherweise ein Cocooning-Effekt ein, der dazu führt, dass Kunden eher zuhause bleiben, auf Urlaubsreisen verzichten und ihren primären Lebensraum möglichst attraktiv gestalten. Der TUPAG-Konzern ist hierfür mit seinen OBI-Märkten sehr gut aufgestellt. 3.3.3 Chancen im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung Der eigene ökologische Fußabdruck und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Klimaerwärmung werden für viele Verbraucher wichtiger. Obst und Gemüse aus regionalem Anbau stehen somit als ein Synonym für einen nachhaltigeren Konsum. Gleichzeitig können die Klimaveränderungen auch positive Effekte hervorbringen, indem zum Beispiel durch verlängerte Vegetationsperioden Qualitätsmerkmale verbessert werden (z.B. festeres Fruchtfleisch durch verstärkte Zellstruktur bei Kirschen). Lebendiges Grün bleibt ein Eckpfeiler bei den gesellschaftlichen Bemühungen um nachhaltigen Klimaschutz, womit der Bedarf bei Pflanzen und Gehölzen konstant bleiben wird. Die Baumschulen Oberdorla GmbH verfügt mit der Invitro-Vermehrung von Forstbäumen über eine zukunftsweisende Technologie, um dem klimabedingten Waldsterben effektiv entgegenzuwirken. Derzeit finden hierzu diverse gemeinsame Studien und Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen mitteldeutschen Forstinstituten statt. Marktexperten gehen davon aus, dass in großen Getreideanbauregionen wie Australien oder in Argentinien eine stärkere Betroffenheit vom Klimawandel als in Deutschland herrscht, dabei werden Ertragsausfälle durch die fehlende Photosyntheseleistung hervorgerufen, dieses wird sich durch Weltmarktpreissteigerungen bemerkbar machen (vgl.: https://www.topagrar.com-/acker/news/klimawandel-birgt-auch-chancen-fuer-die-deutsche-landwirtschaft-11504376.html). Zu den Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland gehören Wetterextreme wie Hitze, Starkregenereignisse sowie die zunehmende Sonnenstrahlung. Aber auch das Auftreten von länger anhaltenden Trockenphasen, vor allem in den Sommermonaten, hat zugenommen. Allerdings konnten im Anbaugebiet der Landwirtschaftsbetriebe des TUPAG-Konzerns die schweren Diluvialböden und Muschelkalkverwitterungsböden in den Höhenlagen sowie die eher zu feuchten Flächen entlang des Hainichs vom Klimawandel profitieren. Durch den Klimawandel konnten größtenteils die agrotechnischen Termine eingehalten werden, was sich in stabilen Erträgen widerspiegelte. Es gibt aber auch klare Nachteile des Klimawandels, zum Bespiel blühen der Winterraps sowie die Obstbäume wesentlich früher als vor einigen Jahren, so sind sie auch anfälliger gegenüber Spätfrösten im Mai/Juni. Zudem führen milde Winter zu einem verstärkten Befall von Pilzen, Viren und Schadinsekten (vgl.: https://www.landwirtschaft.de/¬landwirtschaft-verstehen/wie-funktioniert-landwirtschaft-heute/wie-wirkt-sich-der-klimawandel-auf-die-landwirtschaft-aus). Die Art und Weise mit der die Witterungsbedingungen, die Preisentwicklung und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung das Gesamtergebnis des Konzerns beeinflusst, ist im Bereich der Risiken (vgl. hierzu: Abschnitt 3.2.2.2) bereits ausführlich beschrieben worden. Ebenso wie aus einer ungünstigen Ausprägung dieser Faktoren ein gewisser negativer Einfluss auf das Geschäftsergebnis resultiert, kann eine günstige Ausprägung zu einem positiven Einfluss führen. Somit ergeben sich aus diesen externen Rahmenbedingungen neben den Risiken gleichermaßen auch Chancen. Langfristig heben sich die Chancen und Risiken, die aus diesen allgemeinen Rahmenbedingungen entstehen, gegeneinander auf. 3.3.4 Allgemeine Chancen Eine Wachstumschance für die Zukunft besteht im Segment "Landwirtschaft und Ernährung" im Bereich der Marktfruchtproduktion. Fehlende Regelungen der Unternehmensnachfolge und Schwierigkeiten mit den Vermarktungspreisen bei fremden Landwirtschaftsbetrieben können die Chancen auf erfolgreiche M&A-Transaktionen begünstigen. Grundsätzlich kommt dem TUPAG-Konzern hierbei seine ausgeprägte M&A-Erfahrung zugute. Eine weitere Chance in diesem Segment bietet die voranschreitende Digitalisierung. Sie ist mittels Sensortechnik und künstlicher Intelligenz als wichtiger Treiber für Lösungsansätze in der Landwirtschaft zu sehen. Der TUPAG-Konzern verfügt darüber hinaus über die Möglichkeit, mineralischen Dünger mit organischem Dünger aus dem eigenen Kompostwerk zu substituieren und die Flächen somit ausreichend mit Phosphat und Humus zu versorgen. Im Bereich der HAINICH-Konserven verfügt der TUPAG-Konzern über eine hohe Rohwarenkompetenz, kurze Zulieferwege und die Möglichkeit einer nachhaltigen Produktion. Diese Kompetenzen können für die Einführung neuer Produktgruppen und den Ausbau der vorhandenen Sortimente genutzt werden. Im Segment der "Logistik, Industrie- und Landtechnik" ist der TUPAG-Konzern durch die Investitionen der jüngeren Vergangenheit gut aufgestellt, um die gebotenen Chancen optimal zu nutzen und die Marktanteile zu steigern. Gleichfalls besteht eine mittelfristige Chance in der Investition in ein neues weiteres Händlergebiet, mit dem man das erfolgreiche Geschäftsmodell ein weiteres Mal duplizieren könnte. Ebenso besteht eine Chance in der voranschreitenden Digitalisierung, die durch neue Produktinnovationen der Industriepartner im Bereich von autonom arbeitenden Maschinen neue Absatzpotenziale bei den Kunden erschließt. Im Segment "Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte" ist die Akquise weiterer Standorte aufgrund des quasi vollständig verteilten Marktes als schwierig einzuschätzen und bildet daher nur eine geringe Chance. Durch die vergangenen Investitionen in die OBI-Märkte ist der TUPAG-Konzern mit seinen Baumärkten optimal aufgestellt. Im Segment "Gartenbau und Gartenhandel" ist für die weitere Zukunft davon auszugehen, dass sich die Anzahl der privaten Blumenläden weiter reduziert. Hieraus ergibt sich für die Thomaflor GmbH die Chance, durch frei werdende Standorte das eigene Filialnetz zu erweitern und im Gegenzug von unrentablen Standorten zu bereinigen. Eine Chance für die längerfristige Zukunft liegt im Ausbau des Onlinehandels. Die Thomaflor GmbH arbeitet hierzu permanent an der Optimierung des Onlinegeschäfts mit dem Shop "www.blumenversand-edelweiss.de". Weitere Onlineshops sind in Planung. Die Vogteier Erdenwerk GmbH ist mit den Hauptmarken "THOMASAN" und "Tommi" optimal aufgestellt, die Chance auf eine Steigerung der Absatzmengen im qualitativ hochwertigen Erden- und Spezialsubstratbereich wahrzunehmen. Das absehbare Ende des Schwarztorfabbaus in Niedersachsen und eine damit einhergehende Verteuerung dieses wichtigen Zuschlagsstoffes stellt für die Erden- und Substratproduktion des TUPAG-Konzerns eine Chance dar. So ist zum einen über das konzerneigene Torfwerk in Tytuvenai in Litauen die Rohstoffversorgung des TUPAG-Konzerns in diesem Bereich langfristig gesichert. Zum anderen verfügt die Vogteier Erdenwerk GmbH traditionell über ein hohes "Knowhow" bei der Herstellung von Torfersatzprodukten, die im Kundenfokus als "Bio-Erdenprodukte" im Trend liegen. Im Rahmen der Produktentwicklung wurde im Berichtsjahr das Basissortiment "Tommi" konsequent als Bio-Sortiment ausgerichtet. An dem weiteren Ausbau des Sortiments an Torfersatzprodukten, insbesondere im Bereich der "THOMASAN"-Bioerden wird derzeit gearbeitet. 4 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess Die Rechnungslegung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach einheitlichen Standards. So erfolgen die Buchungen einheitlich auf der Grundlage des Industriekontenrahmens, der zentral angepasst und ständig überprüft wird. Das Rechnungswesen aller Gesellschaften, die intern gebucht werden, erfolgt unter Verwendung des Programms proALPHA Finanzwesen sowie proALPHA Anlagenbuchhaltung. Bei der externen Buchhaltung im Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte kommt SAP zur Anwendung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zusätzlich zu den im Konzern bestehenden Softwarelösungen Lucanet als Planungs- und Konsolidierungssoftware eingeführt. Diese ermöglicht verbesserte Konsolidierungsmöglichkeiten. Somit kann künftig auch die Konzernplanung konsolidiert werden und der Aufwand für die Erstellung von Planbilanzen und Szenariorechnungen wird deutlich reduziert. Ebenso ist es durch die neue Software möglich, in verschiedenen Konzernsegmenten unterschiedliche Softwarelösungen für die Buchhaltung zu verwenden und diese dennoch automatisch zu konsolidieren. Für das Folgejahr ist geplant, im Segment der Logistik, Industrie- und Landtechnik die Buchhaltung auf MS Dynamics Business Central umzustellen und als integriertes System mit dem ERP-System zu verwenden. Für den eigentlichen Rechnungslegungsprozess findet das konzernweit gültige QS-Handbuch "Die Buchhaltung" in der 3. Auflage QSM-X05.12 Anwendung. Hier stellt der TUPAG-Konzern Regelungen zu Belegwesen, Rechnungserstellung, Rechnungseingang, Zahlungsverkehr, Mahnwesen etc. auf, deren Einhaltung durch regelmäßige interne Audits geprüft wird und gegebenenfalls werden Anpassungen vorgenommen. Weiterhin werden monatlich alle Buchhaltungen der einzelnen Gesellschaften im Rahmen der Erstellung des Monatsabschlusses auf die richtige sachliche und zeitliche Verbuchung der Geschäftsvorfälle durch die Abteilung Controlling geprüft und analysiert. Die Analysen und daraus abgeleitete Maßnahmen werden regelmäßig mit den Entscheidungsträgern im Konzern besprochen. Den Abweichungsanalysen liegen aufgestellte Jahrespläne in Monatsscheiben für die Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanzposten und die Liquidität zugrunde. Zusätzlich werden monatliche Liquiditätsprognosen aufgestellt. 5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden nur in geringem Umfang und nur in direkter Verbindung mit den dazugehörenden realen Krediten eingesetzt. 6 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Vorstehender Lagebericht wurde durch die gesetzlichen Vertreter selbst aufgestellt. Die gesetzlichen Vertreter versichern, dass sie im vorstehenden Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich dem Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so dargestellt haben, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.
Mühlhausen, den 21. Juni 2021 Dr. Johannes-Werner Lange, Vorstandsvorsitzender Dr. Marcus Lange, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersAn die TUPAG-Holding-Aktiengesellschaft, Mühlhausen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TUPAG-Holding-Aktiengesellschaft, Mühlhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TUPAG-Holding-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 15. Juli 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. René Strobach, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020der TUPAG-Holding-AGSehr geehrte Aktionäre, meine Damen und Herren, der Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beinhaltet: 1. Art und Weise des Umfanges der Arbeit des Aufsichtsrates 2. Prüfung der Jahresabschlüsse 2020 der Holding und des Konzerns sowie des Konzernlageberichtes in der Zusammenfassung gemäß §§ 290 bis 315 HGB 3. Ergebnis der Jahresabschlussprüfung und der Berichte der Wirtschaftsprüfer 4. Erklärung über die Billigung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses 5. Schlussbemerkungen / Anlage 1. Art und Weise des Umfanges der Arbeit Der Umfang der Arbeit ergibt sich aus Aktiengesetz, der Satzung, den Beschlüssen der Hauptversammlungen sowie der durch die Hauptversammlung beschlossenen Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Aus der Fülle der Aufgaben wird ein Jahresarbeitsplan des Aufsichtsrates erstellt. Schwerpunkt ist die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes, der hierzu regelmäßig Bericht erstattet und auf Verlangen Auskunft erteilt. Es wurden im Berichtszeitraum 5 Aufsichtsratssitzungen und 2 ordentliche Hauptversammlungen der Aktionäre durchgeführt. In jeder Aufsichtsratssitzung wurde einhergehend mit Lage- und Finanzbericht, Plan-Ist-Vergleichen und dem voraussichtlichen Jahresendergebnis ein umfassender Bericht durch den Vorstand abgegeben. Der Inhalt der Berichterstattung bezog sich immer auf die Holding und alle Tochtergesellschaften. Aufgrund der Teilnahme an der Geschäftsführersitzung am 24.06.21, in der die Lage der einzelnen Tochterunternehmen im Detail besprochen wurde und auch Maßnahmen festgelegt wurden, konnte das Wissen über die gesamte Lage des Konzerns erweitert werden. Im Laufe des Jahres wurden ca. 85 kontinuierliche Inspektionen bei ca. 30 TUPAG-Unternehmen durchgeführt. Ziel war die Überwachungstätigkeit im Rahmen der Pflichterfüllung des Aufsichtsrates. Dabei wurde unter anderem auch die Ordnung und Sauberkeit auf dem Betriebsgelände einbezogen. Mehrere Firmen wurden von uns auf vorgefundene Mängel aufmerksam gemacht. Die Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat zwischen den regelmäßigen Sitzungen über alle Entscheidungen, die von Bedeutung waren, wurden sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form abgegeben. Die Berichterstattung, die auf Verlangen abgegeben wurde, erfasste neben der allgemeinen Lage des Unternehmens auch die Planung, die strategische Ausrichtung und das Risiko-Management sowie Informationen über Risiken, die durch eine Veränderung in der Gesetzeslage hervorgerufen wurden. Meine Damen und Herren, im Rahmen seiner Überwachungspflicht hat der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum weitere Prüfungen über die örtliche Geschäftsführertätigkeit durchgeführt und somit fast alle GmbHs geprüft. Darüber hinaus unterstützt der Aufsichtsrat nach eigenem Ermessen aktiv die Kontaktpflege mit den Landverpächtern als wichtigen Baustein für die Landwirtschafts-Betriebe des TUPAG-Konzerns. Pachtflächenerweiterung und Zukauf von Flächen ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen strategischen Thema der Geschäftsleitung geworden. Im Berichtsjahr wurden erneut in Sachanlagen für den Erwerb von Ackerland 1.792.000,00 EUR investiert. Durch den gezielten Erwerb von landwirtschaftlicher Nutzfläche betreibt die TUPAG eine nachhaltige Sicherung ihrer landwirtschaftlichen Produktionsflächen. 2. Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte Der Aufsichtsrat hat die durch den Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der Holding und des Konzerns zum 31.12.2020 form- und fristgerecht erhalten und geprüft. Die Prüfung der Bilanz und des zusammengefassten Lageberichtes von Holding und Konzern sowie die Prüfberichte der Wirtschaftsprüfer wurden in der Sitzung am 20. Juli 2021 unter Beisein des Vorstandes, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC und den vom Unternehmen Auskunft gebenden Personen ausgewertet. Die Wirtschaftsprüfer erklärten in einer Präsentation die Schwerpunkte und die Ergebnisse des geprüften Jahres. Alle offenen Fragen wurden ordnungsgemäß beantwortet. Für den Aufsichtsrat ergaben sich daraus folgende Feststellungen: - die Jahresabschlüsse der Holding und des Konzerns sind ordnungsgemäß; - es gibt keine Anhaltspunkte für die Gefährdung des Unternehmens; - gefährliche Engpässe in der Liquidität waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen; - die Lagebeurteilung des Vorstandes ist aus Sicht des Aufsichtsrates zutreffend; - Das Risikomanagementsystem ist funktionsfähig. Es werden monatlich mit den einzelnen Tochtergesellschaften im Rahmen der Erstellung des Monatsabschlusses risikobehaftete Geschäftsvorfälle durch die Abteilung Controlling geprüft und analysiert. Die Analysen und daraus abgeleiteten Maßnahmen werden regelmäßig mit den Entscheidungsträgern im Konzern besprochen. Den Abweichungsanalysen liegen die aufgestellten Jahrespläne zugrunde. Das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse vom Konzern und der Muttergesellschaft spiegelt in der Gesamtheit die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft wider und entspricht den gewonnenen Erkenntnissen des Aufsichtsrates. Die durch den Vorstand gegenüber dem Aufsichtsrat dargestellten Risiken waren plausibel und nachvollziehbar abgeleitet. Der Jahresabschluss entspricht nach Aussage der Prüfberichte der Wirtschaftsprüfer den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages sowie der Satzung. Deshalb wurde in der Aufsichtsratssitzung am 20. Juli 2021 beschlossen: - Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2020 wurde gemäß § 172 AktG durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. - Dem Vorschlag des Vorstandes vom 30.06.2021 zur Verwendung des Bilanzgewinnes gemäß § 170 AktG wird gefolgt. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2020 keine Gewinnverteilung an die Aktionäre vorzunehmen und den Bilanzgewinn 2020, dem Bilanzgewinn des Vorjahres hinzuzurechnen. Der Jahresabschluss 2020 beträgt 1.121.864,19 EUR und wird dem Bilanzgewinn des Vorjahres hinzu gerechnet. Der hieraus resultierende Bilanzgewinn in Höhe von 2.942.079,15 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Das Ergebnis der Holding in EUR
Die Eigenkapitalquote der Holding beläuft sich auf 36,7 %. Und nun zu den Kennziffern des Konzerns in EUR
Die wesentlichen Investitionen betragen 3.632.000 EUR. Die Kennziffern für das Banken-Rating befinden sich stabil auf Vorjahresniveau. Das Unternehmen hat den richtigen Weg eingeschlagen und dank der hervorragenden Arbeit des Finanzvorstandes und der Verbesserung des Controllings konnte das Risikomanagement ausgebaut und eine größere Sicherheit für die Zukunft erreicht werden. Die Eigenkapitalquote des Konzerns beläuft sich auf 31,6 % und befindet sich damit ebenfalls in einem guten stabilen Bereich. Nun ein paar Ausführungen zu den einzelnen Firmenbereichen, getrennt nach den 4 Konzernsegmenten: Für das Segment Landwirtschaft und Ernährung geht der TUPAG-Konzern im Bereich der Landwirtschaft von zum Durchschnitt des Vorjahres leicht steigenden Vermarktungspreisen für Getreide und Ölsaaten aus, welche die Hauptkulturen für den Konzern darstellen. Gleichzeitig wird von durchschnittlichen Ernteerträgen und Qualitäten ausgegangen. Da die TUPAG-Landwirtschaftsbetriebe im Berichtsjahr wetterbedingt lediglich unterdurchschnittliche Ernteerträge erzielen konnten, ist hiermit eine geplante deutliche Ergebnissteigerung verbunden. Für den Bereich der HAINICH-Konserven wird mit einer Ergebnissteigerung gerechnet, da im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Kunden gewonnen werden konnten, die für das Folgejahr eine deutliche Intensivierung der Zusammenarbeit und damit verbundenen Produktions- sowie Absatzsteigerungen signalisiert haben. Für das Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik geht die Planung von moderaten Ergebnissteigerungen gegenüber dem Vorjahr aus. Diese resultieren überwiegend aus den Erweiterungen der Vertriebsgebiete der bereits im Konzern etablierten Marken und dem Wechsel zu Case IH und Steyr im Bereich der Traktoren und Mähdrescher bei der HFT Hebe- und Fördertechnik GmbH und der Janson GmbH Landtechnik. Für das Segment Freizeit-, Bau- und Gartenmärkte geht die Prognose für den OBI-Markt am Standort Bad Hersfeld von weiterhin stetig steigenden Umsätzen aus. Für die OBI-Märkte an den Standorten Ammern/Mühlhausen, Eisenach und Gotha/ Schwabhausen sind für das Folgejahr keine Besonderheiten zu erwarten. In der Corona-Zeit trat ein starker Cocooning-Effekt ein, d.h. mit dem Rückzug der Menschen in ihre eigenen vier Wände konnten die OBI-Märkte deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Im Segment Gartenbau und Gartenhandel wurden in der Jahresplanung des Blumengroß- und -einzelhandels die Auswirkungen der im Verlauf des Berichtsjahres eröffneten und geschlossenen Edelweiß-Standorte berücksichtigt. Durch die coronabedingten Schließungen kam es deshalb zu deutlichen Umsatzreduzierungen. Im Bereich der Erden- und Substratproduktion wurde für das Folgejahr von einer steigenden Absatzmenge bei den Hobbyerden und einer erhöhten Preisstellung bei den Substraten ausgegangen. Für den Bereich der Kompostierung wurde entsprechend dem Branchentrend mit leicht steigenden Erträgen bei gleichen Annahmemengen gerechnet. Für den Bereich des Landschaftsbaus wurde für das Folgejahr von einer stabilen Auftragslage und einer moderaten Steigerung der Stundenverrechnungssätze ausgegangen, die zu einer stetig verbesserten Ertragslage führen. Im Rahmen des Energiemanagements produziert der TUPAG-Konzern mit seinen zwei Biogasanlagen jährlich über 8,7 Millionen Kilowattstunden Strom aus nachwachsenden Rohstoffen und tierischen Exkrementen. Das sind 1,8 Millionen Kilowattstunden mehr als die Unternehmensgruppe insgesamt im gleichen Zeitraum verbraucht. Die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme wird fast vollständig genutzt und entspricht einer Heizöleinsparung pro Jahr von weit über 500.000 Liter Heizöl. Im Rahmen einer umweltschonenden Energieversorgung wurden weiterhin für alle "Edelweiß"-Filialen Stromversorgungsverträge mit CO 2-neutralem Ökostrom abgeschlossen. Durch die Ausbringung von Kompost auf den landwirtschaftlichen Flächen und den kontinuierlichen aktiven Humusaufbau erreicht der TUPAG-Konzern eine CO 2 -Einsparung von rund 10.300 t pro Jahr. Zusätzlich wird dabei auch der Einsatz von Mineraldüngemitteln gespart. Unabhängig von der CO 2-Bilanz ist die Humusbildung im Ackerboden ein Garant für langfristig gesunde und ertragreiche Ackerböden. Zusammenfassung Zusammenfassend lässt sich aus Sicht des Aufsichtsrates feststellen, dass der TUPAG Konzern mit seinen durchschnittlich 990 fest angestellten Mitarbeitern und ca. 80 Auszubildenden das Berichtsjahr erfolgreich absolviert hat. Für das Folgejahr und die weitere Zukunft ist von einer nachhaltigen positiven Entwicklung der Ertragslage auszugehen, die auf den Potenzialen der Teilbereiche der Unternehmensgruppe basiert. 3. Ergebnis der Jahresabschlussprüfung und der Berichte der Prüfgesellschaft PWC An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 20. Juli 2021 haben der Vorstand sowie Herr Strobach und Frau Kühm von der PWC Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilgenommen. Zuvor hat sich der Aufsichtsrat mit den Prüfberichten und vergleichsweise mit den Jahresabschlussunterlagen sowie dem Gewinnverwendungsvorschlag vom 30.06.2021 des Vorstandes beschäftigt. Offene Fragen konnten vom Vorstand und der Wirtschaftsprüferin beantwortet werden. Beanstandungen oder Differenzen wurden in der Sitzung geklärt. Im Ergebnis dieser Sitzung konnten die Prüfberichte der PWC als zutreffend und die wirtschaftliche Lage von Holding und Konzern als richtig dargestellt durch den Aufsichtsrat bewertet werden. 4. Erklärung über die Billigung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses Das Prüfergebnis des Jahresabschlusses der TUPAG-Holding-AG sowie des Konzernabschlusses führte zu keinen Einwendungen und bestätigt das Einhalten der gesetzlichen Vorschriften und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt insgesamt, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Lageberichte stehen im Einklang mit den Jahresabschlüssen und vermitteln die zutreffende Unternehmenslage mit Abschluss des Wirtschaftsjahres 2020 und in der Prognose die Aussichten auf 2021. Während der Berichtszeit hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand überwacht und mit seinen Ansichten und Vorschlägen beratend begleitet und unterstützt. Bevor wir zum Schluss kommen, möchte ich auf die Risiken und die Auswirkungen der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Die aktuelle Corona-Pandemie stellt eine Krise dar, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar war. Sie wird weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft, die Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt haben. Der TUPAG-Konzern hat mit Beginn der Pandemie weitreichende Infektionsschutzmaßnahmen für die Mitarbeiter, die Kunden und die sonstigen Kontaktpersonen des Unternehmens beschlossen und umgesetzt. Ebenso wurden alle Systeme des Konzerns so abgesichert, dass beim Ausfall einzelner Personengruppen dennoch der weitere Betrieb des Konzerns durch andere Personengruppen und andere Standorte weitgehend sichergestellt bleibt. Ein wirtschaftliches Risiko, welches sich aus der Corona-Pandemie ergibt, ist die mögliche behördliche Schließung des Non-Food-Einzelhandels in Deutschland. Der TUPAG-Konzern beschäftigt derzeit über 1.000 Mitarbeiter, wobei mehr als 50 % im Bereich des Einzelhandels beschäftigt sind. Im Bereich des Einzelhandels betreibt der TUPAG-Konzern vier OBI-Märkte in zwei Bundesländern und 65 Blumenläden der "Edelweiß"-Kette in sechs Bundesländern und einen Spielwarenladen. Für die OBI-Märkte der TUPAG-Gruppe und die Edelweißläden erzeugt der TUPAG-Konzern mit einer eigenen Zierpflanzengärtnerei die angebotenen Beet- und Balkonpflanzen selbst. Somit kann es auch hier zu einem ungeplanten Verderb von Zierpflanzen kommen. Einen Absatz an konzernfremde Kunden hat die Zierpflanzengärtnerei nicht. Eine behördliche Schließung der OBI-Märkte aufgrund der aktuellen Allgemeinverfügungen in Hessen und Thüringen war nur kurz vorgesehen. Ein weiteres wirtschaftliches Risiko, welches sich aus der Corona-Pandemie ergibt, besteht im Segment Logistik, Industrie- und Landtechnik. Aufgrund von Werksschließungen bei zahlreichen Kunden und dem Aussetzen von Investitionsentscheidungen der Kunden, konnten die bevorrateten Maschinenbestände nicht wie geplant abfließen. Zusätzlich fehlen Umsätze und Erträge sowohl aus dem Verkauf der Industrietechnik als auch aus der Wartung und Reparatur der in den geschlossenen Werken der Kunden vorhandenen Flurfördertechnik. Durch behördliche Schließungen von Bau- und Gartenmärkten in einzelnen Bundesländern könnte es zu einer entsprechenden Absatzreduktion kommen. Im Rahmen des Stresstests hat der TUPAG-Konzern ergänzend zur ursprünglichen GuV-Planung und Liquiditätsplanung eine Corona-GuV-Planung und Corona-Liquiditätsplanung erstellt, die jeweils vom schlechtesten denkbaren Fall ausgehen. Dabei wurde festgestellt, dass es auch unter den ungünstigsten Bedingungen die Corona-Krise nicht zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führt. 5. Schlussbemerkung Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, der Aufsichtsrat bittet Sie, den Beschlussvorschlägen des Vorstandes und des Aufsichtsrates in der Ihnen vorgelegten Fassung zu folgen. Sie dienen der Erhaltung, Sicherung und Fortführung unseres Unternehmens. Damit bin ich am Ende meiner Ausführungen. Vielen Dank noch einmal an die Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführer bzw. Marktleiter sowie die Abteilungsleiter der TUPAG für Ihre geleistete Arbeit im Jahr 2020. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
Mühlhausen, den 21.09.2021 Ingeborg Lieder, Aufsichtsratsvorsitzende Ergebnisverwendungsvorschlag"Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2020 keine Gewinnverteilung an die Aktionäre vorzunehmen. Der Jahresüberschuss 2020 beträgt 1.121.864,19 EUR und wird mit dem Bilanzgewinn aus dem Jahr 2019 verrechnet. Der hieraus resultierende Bilanzgewinn in Höhe von 2.942.079,15 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen." Ergebnisverwendungsbeschluss"Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2020 keine Gewinnverteilung an die Aktionäre vorzunehmen. Der Jahresüberschuss 2020 beträgt 1.121.864,19 EUR und wird mit dem Bilanzgewinn aus dem Jahr 2019 verrechnet. Der hieraus resultierende Bilanzgewinn in Höhe von 2.942.079,15 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen." Abstimmungsergebnis Ja-Stimmen: 2.835 Nein-Stimmen: Keine Enthaltungen: 21 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
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