Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 91358
Eingetragen
20.6.2017
Branche
Verarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-ErsatzHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und Verpackung von Kapseln für Getränke, die Verarbeitung von Kaffee, Kakao, Tee, Milch und weiterer Rohstoffe zum Zwecke der Befüllung der Kapseln und der weltweite Vertrieb von Kapselsystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Oliver Mössner
seit 18.8.2025
Prokura
Carsten Stefan Buck
seit 14.3.2025
Prokura
Birgitt Weigmann
seit 24.7.2024
Prokura
Alexander Dort
seit 1.7.2024
Prokura
Ludwig Kersten
seit 8.5.2023
Prokura
Vanessa Scott
seit 24.3.2023
Geschäftsführer
Marc Krüger
seit 20.6.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Martin Dr. Fröhlich
seit 20.6.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Krüger Kaffee Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GCS German Capsule Solution GmbH

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Haupttätigkeiten der GCS German Capsule Solution GmbH, einem Unternehmen der Krüger-Gruppe, sind die Entwicklung und der Vertrieb von kompatiblen Kapseln für Kapselmaschinen anderer Marktanbieter. Produziert und vertrieben werden mit Schwerpunkten vor allem Kaffee/-spezialitäten und Kakaogetränke in den speziell ausgelegten Kapselvarianten.

Als White-Label-Experte für hochwertige Kaffeekapseln und Blend-Entwicklung bietet GCS German Capsule Solution GmbH seinen Kunden die Möglichkeit der Neuentwicklung oder des Matchings von Blends genauso wie die klassische Lohnfertigung ob aus angelieferten Rohkaffeeblends oder schon gerösteten Kaffeebohnen. Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf Kunden des Handels und B2B-Bereichs im In- und Ausland, einige Auslandsmärkte werden mittels eigener Vertriebsgesellschaften der Krüger-Gruppe bedient. Die Produktion erfolgt auf eigenen Produktionsanlagen am Standort Bergisch Gladbach, dem Stammsitz der Krüger-Gruppe.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliches Umfeld

Nach einer sich andeutenden Entspannung der Auswirkungen der Coronapandemie zu Beginn des Jahres, wurde der im Februar begonnene russische Angriffskrieg auf die Ukraine zum alles bestimmenden Thema in der deutschen und europäischen Wirtschaft. Die daraus resultierenden explosionsartigen Preissteigerungen bei Rohstoffen und insbesondere im Energiesektor haben die Wirtschaft stark belastet. Zusätzlich beeinflussen weiterhin Transportkosten und Materialknappheiten die Lieferketten nachhaltig und sorgen für weitere Preissteigerungen. All diese Faktoren haben sich auch auf die Endverbraucherpreise ausgewirkt, die seit Kriegsbeginn in fast allen Bereichen deutlich gestiegen sind.

Da das im Kundenbereich bereits konsolidierte Marktumfeld dafür bekannt ist besonders preissensitiv zu sein, war es für alle Hersteller im Bereich der selbsterzeugten und in Verkehr gebrachten Endverbraucherprodukte im in- und ausländischen Handelsmarkenbereich äußerst problematisch, die auf der Beschaffungsseite unvermeidlichen Kostensteigerungen sowohl schnell als auch nachhaltig bei den Einzelhändlern durchzusetzen. Dies betraf natürlich auch die überwiegend mittelständisch strukturierten Wettbewerber, sodass sich der Lebensmitteleinzelhandel trotz bestehender Jahresverträge dem Verlangen der Hersteller nicht entziehen konnte. Die im Bereich der Markenprodukte agierenden internationalen Großkonzerne mit ihren entsprechenden Ressourcen haben ebenfalls versucht flächendeckend Preiserhöhungen gegenüber dem Handel durchzusetzen, was zu einigen öffentlichkeitswirksamen Auseinandersetzungen und Auslistungen bekannter Marken geführt hat.

Nach dem Einbruch im ersten Corona-Jahr und der leichten Erholung in 2021 stieg das preisbereinigte BIP in 2022 um +1,9 %. Allerdings entfiel der überwiegende Teil mit einer Steigerung von 3,9 % gegenüber dem Vorquartal auf die ersten drei Monate, während die immer deutlicher werdenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine im letzten Quartal zu einem negativen Entwicklung des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP von -0,4 % führte. 1)

1) destatis.de (BIP im Jahr 2022)

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg im Jahresverlauf um 589 Tausend auf 45.570 Tausend, gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote leicht von 5,7 % im Vorjahr auf 5,3 % 2) im Berichtsjahr. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im Berichtsjahr signifikant. Während im Januar des Berichtsjahres mit knapp 1,1 Mio. der Jahreshöchstwert bereits erreicht war, wurden im August nur noch knapp 0,1 Mio. Kurzarbeiter gemeldet. 3) Dieser Wert stieg zum Jahresende saisonbedingt nur leicht auf 0,2 Mio. 4) an, obwohl die Bundesregierung den vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld aus der Corona-Zeit noch mal verlängert hat.

2) statista.de (Arbeitslosenquote)

3) destatis.de (Kurzarbeiter)

4) statista.de (Kurzarbeiter)

Der Ifo-Geschäftsklimaindex begann mit der abschwächenden Auswirkung der Coronakrise in den ersten beiden Monaten mit einem Höchstwert im Februar von 98,6 und erreichte mit fortschreitendem Krieg in der Ukraine im September durch die Unsicherheiten bei der Energieversorgung mit 84,4 seinen Tiefpunkt. Da sich zum Jahresende abzeichnete, dass viele Befürchtungen nicht eintrafen, erholte sich der Wert wieder und stieg im Dezember auf 88,6 5). Nachdem sich der GfK-Konsumklimaindex zum Ende des Vorjahres fast erholt hatte, brach er mit Kriegsbeginn ein und verschlechterte sich bis Oktober auf -42,8. Auf diesem historisch niedrigen Niveau blieb der Index trotz leichter Erholung auf -40,1 6) im Dezember.

5) ifo Institut (Geschäftsklimaindex)

6) Statista.de (GfK Konsumklimaindex

Prägend für das Berichtsjahr waren die steigenden Beschaffungspreise in allen Bereichen. Die Erzeugerpreise waren im Dezember des Berichtsjahres um 21,6 % höher als im Dezember des Vorjahres, wobei der Preisanstieg sich gegenüber den Höchstwerten im August und September mit jeweils +45,8 % 7) bereits deutlich verlangsamt hat. Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich war die Preisentwicklung bei Energie, bedingt durch den hohen Wägungsanteil der Energiepreise am Gesamtindex in Kombination mit außergewöhnlich hohen Preisveränderungen. Zudem stiegen, teilweise infolge der Preissteigerungen für Energie, auch die Preise für Verbrauchsgüter, Vorleistungsgüter, Gebrauchsgüter und Investitionsgüter deutlich an. Die Energiepreise waren gegenüber dem Vorjahresmonat im Dezember des Berichtsjahres im Durchschnitt um 41,9 % höher, wobei die Preise für Erdgas und Strom den größten Anteil an der Steigerungsrate ausmachte 8).

7) Statista.de (Erzeugerpreise)

8) Destatis.de (Erzeugerpreise)

Auch die Preise für Verbrauchsgüter sowie für Nahrungsmittel stiegen im Dezember des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,1 % bzw. 23,5 %, wobei einzelne Warengruppen wie Zucker (+72,1 %) und Nahrungsfette (+40,8 %) 9) noch deutlich höher lagen. Der starke Anstieg bei den Verbrauchsgüterpreisen wurde auch dadurch verursacht, dass die Hersteller die gestiegenen Herstellungskosten trotz der vorherrschenden Praxis der Jahresverträge bereits im Berichtsjahr an den Lebensmitteleinzelhandel weitergereicht haben. Die Inflationsrate lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 7,9 % gegenüber dem Vorjahr, wobei sie kontinuierlich über das Jahr anstieg und im Oktober mit 10,4 % den Jahreshöchstwert erreichte. Im Dezember sank die Inflationsrate wieder leicht auf 8,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. 10)

9) Destatis.de (Erzeugerpreise)

10) Destatis.de (Inflationsrate)

Der Heißgetränkemarkt ist auf hohem Niveau mengenmäßig gegenüber dem Vorjahreswert leicht um 2,9 % gesunken, die wertmäßige Steigerung um 5,6 % erfolgte über den Preis. Im Bereich Röstkaffee mit einem Absatzrückgang von 3,6 % war das Segment Kaffeekapseln mit 15,9 % über dem Vorjahr überdurchschnittlich betroffen, was durch steigende Preise nur teilweise kompensiert werden konnte und zu einem um 12,5 % geringeren Umsatz führte. Die Börsenpreise für Coffee ICE Futures US Arabica an der New Yorker Börse in Kombination mit dem Wechselkurs USD/EUR starteten Anfang 2022 bei EUR 4,30/1kg und erreichen am Anfang Februar mit EUR 4,88/1kg die Höchstnotierungen im Berichtsjahr. Bis zum Jahresende war die Kombination aus Börsennotierung und Wechselkurs wieder deutlich gesunken, die letzte Notierung am 30.12. des Berichtsjahres betrug EUR 3,42/1kg.

2. Geschäftsverlauf 2022

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war auch weiterhin zu beobachten, dass der Trend der Verbraucher zu kompatiblen Produkten zu den Originalen weiter anhält, um somit die gestiegene Kostenbelastung zumindest teilweise zu kompensieren. Im Berichtsjahr hat sich die Dynamik der Vorjahre zu qualitativ hochwertigen und kostengünstigeren Alternativen damit weiter fortgesetzt. Die Produktion erfolgt auf eigenen Produktionsanlagen in den Räumlichkeiten der K-fee System GmbH einer Schwestergesellschaft in der Krüger Gruppe, wozu auch die den Abfülllinien vor- und nachgelagerten Abläufe gehören.

Im Berichtsjahr konnte trotz der bestehenden Marksituation das Bestandsgeschäft deutlich ausgebaut und neue Absatzbereiche erschlossen werden.

Der Umsatz lag mit TEUR 44.585 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. TEUR 19.943), getrieben wurde dies durch die gestarteten Ramp-Up-Phasen im NCCA Bereich (Nespresso-Kompatible-Kapseln-Aluminium) für zwei Großkunden in 2022. Ferner wurden im Berichtsjahr zur Erweiterung der Produktionskapazität des Verpackungsmaterials Aluminiumkapsel auf Werkzeugebene TEUR 747 investiert. Mit diesen Investitionen wurde die Grundlage für das geplante weitere mengenbezogene Wachstum im NCCA Bereich gelegt. Das Ergebnis lag durch die allgemeinen Kostensteigerungen in den Bereichen Energie, Transport und Verpackungsmaterialien und den deutlich erhöhten Steueraufwand mit TEUR 1.042 (i. Vj. TEUR 1.797) unter dem Vorjahr.

Insgesamt kann die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung als herausfordernd, aber durch die gelungenen Verhandlungen zur Kostenweitergabe an die Kunden, als noch zufriedenstellend beurteilt werden.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Bei einem gestiegenen Umsatz von TEUR 44.585 (i. Vj. TEUR 19.943) und einem Materialaufwand von TEUR 32.996 (i. Vj. TEUR 14.204) verringerte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf TEUR 1.506 (i. Vj. TEUR 1.922) und der Jahresüberschuss auf TEUR 1.042 (i. Vj. TEUR 1.797).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen insgesamt mit TEUR 10.017 (i. Vj. TEUR 5.000) über dem Vorjahr. Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr entsprechend dem höheren Geschäftsvolumen auf TEUR 1.597 (i. Vj. TEUR 522) gestiegen. Vertriebsaufwendungen sind aufgrund der stark gestiegenen Umsätze insbesondere im Bereich der Personalumlagen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.656 auf TEUR 2.555 (i. Vj. TEUR 899) gestiegen. Die Betriebsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.375 (i. Vj. TEUR 1.193) gestiegen. Die Miet- und Leasingkosten sind mit TEUR 3.219 (i. Vj. TEUR 2.337) um TEUR 882 gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Das unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete Betriebsergebnis lag bei TEUR 1.724 (i. Vj. TEUR 2.092) und damit niedriger als im Vorjahr. Das Zinsergebnis war mit einem Aufwand von TEUR 217 (i. Vj. TEUR 169) gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme lag am Ende des Berichtsjahres mit TEUR 19.878 (i. Vj. TEUR 12.501) über dem Niveau der Vorjahresbilanz.

Auf der Aktivseite reduzierte sich der Wert des Anlagevermögens auf TEUR 2.386 (i. Vj. TEUR 2.695) durch die planmäßige Abschreibung. Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich durch das gestiegene Geschäftsvolumen deutlich auf TEUR 17.492 (i. Vj. TEUR 9.806) erhöht. Dabei sind die Vorräte auf TEUR 8.859 (i. Vj. TEUR 5.897) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 7.580 (i. Vj. TEUR 2.846) angestiegen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital in Höhe des zur Thesaurierung vorgesehenen Jahresergebnisses auf TEUR 3.349 (i. Vj. TEUR 2.282). Die Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.258 (i. Vj. TEUR 3.128) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 10.309 (i. Vj. TEUR 6.817). Die gesamten Verbindlichkeiten sind aufgrund des Anstiegs der Geschäftstätigkeit und der deutlich stärkeren Nutzung des Produktionsumfeldes der K-fee System GmbH auf TEUR 15.567 (i. Vj. TEUR 9.945) gestiegen, die Rückstellungen stiegen, geschäftstätigkeitsbedingt, auf TEUR 962 (i. Vj. TEUR 274).

Die Eigenkapitalquote ist mit 16,8 % (i. Vj. 18,3 %) leicht unter Vorjahresniveau.

Der Cashflow stellt sich in 2022 wie folgt dar: Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -3.708 (i. Vj. TEUR 1.685). Dies ist im Wesentlichen auf die sehr deutlich gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien zurückzuführen, wodurch deutlich mehr Kapital gebunden wurde. Darüber hinaus führt die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit ebenfalls zu einem geringeren Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aus der Investitionstätigkeit waren im Geschäftsjahr Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 21 zu verzeichnen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich aufgrund der Aufnahme eines Darlehens um TEUR 7.000 auf TEUR 3.700 (i. Vj. TEUR -3.300).

Vor dem Hintergrund der Einbindung des Unternehmens in die Konzernfinanzierung der Krüger-Gruppe und der eigenen Ertragskraft aus dem laufenden Geschäft liegen keine Anzeichen dafür vor, dass die Bedienung der Fremdverbindlichkeiten sowie die Unternehmensfinanzierung für das kommende Geschäftsjahr nicht sichergestellt sein könnte.

3.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Über die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ist zuvor in Verbindung mit der Ertragslage berichtet worden. Die GuV-Planung basiert auf der Absatz- und Umsatzplanung des Vertriebsbereichs und wird seitens des Controllings hinsichtlich der Kostenentwicklung vervollständigt. Wesentliche Zielgrößen sind Umsatz und das Jahresergebnis. Die Planwerte wurden im Berichtsjahr nicht vollständig erreicht. Die vom Betriebsergebnis (EBITDA) ausgehende Umsatzrendite betrug 3,9 % (i. Vj. 10,5 %).

Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren spielen in erster Linie qualitäts- und nachhaltigkeitsbezogene Aspekte eine Rolle. Ein wesentlicher Indikator für die Produktqualität ist die Zahl der Verbraucherreklamationen im In- und Ausland. Der Schwerpunkt der Reduktions- und Vermeidungsbemühungen liegt dabei auf Reklamationsgründen, die mit der Produktsicherheit in Verbindung stehen, wobei nach physikalischen (z. B. Fremdkörperkontamination), chemischen (z. B. Allergene) und mikrobiologischen Gefahren unterschieden wird. Im Berichtsjahr wurde das Ziel von Null kritischen Reklamationen in allen drei der zuvor genannten Kategorien erreicht.

Zertifizierungen gemäß IFS-, BRC- sowie zahlreicher kundenspezifischer Qualitäts-, Ethik- und Nachhaltigkeitsstandards sind notwendige Grundvoraussetzungen insbesondere im Handelsmarken-, aber auch im Industriegeschäft. Die entsprechenden, seitens der Kunden des nationalen und internationalen Lebensmitteleinzelhandels und der Lebensmittelindustrie veranlassten Audits werden immer häufiger auch ohne Voranmeldungen durchgeführt, sodass die Einhaltung der Vorgaben zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein muss. Im Berichtsjahr fanden wieder verstärkte Auditaktivitäten statt, es konnten aber sämtliche Zertifizierungen erfolgreich und auf höchstem Niveau bestätigt werden.

Darüber hinaus gewinnt das facettenreiche Thema Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Unter dem Titel "Sustainability Tastes Good" hat die Krüger Group, zu der die GCS German Capsule Solution GmbH gehört, im Herbst 2022 ihren ersten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Entlang der vier Dimensionen Kunden und Produkte, Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitende werden jeweils Status und Zielrichtungen erläutert. Weiterhin haben Energieverbräuche und damit einhergehende CO 2 -Emissionen hohe Priorität, rohstoffbezogene Themen sind unverändert wichtig, und auch Verpackungen geraten zunehmend in den Fokus. Allerdings hängt die Umsetzung auch wesentlich davon ab, ob Kunden den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe wünschen.

Soweit von den Kunden im Röstkaffeebereich RFA-, Fair Trade- oder Bio-zertifizierter Kaffee gewünscht wird, wird dies bereits beim Einkauf des Rohkaffees entsprechend berücksichtigt.

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022 war durch den Angriffskrieg auf die Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgewirkungen äußerst herausfordernd. Massive, nicht planbare Kostensteigerungen für Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Transporte und Energie sowie häufig eingeschränkte Verfügbarkeiten von Personal, Frachtraum und Materialien konnten letztlich nur durch partnerschaftliche Lösungen mit den Kunden mit entsprechende Preisanpassungen und präzisem Mengenmanagement auf der Verkaufsseite größtenteils kompensiert werden. Es wurden zwar organische und akquisitionsbedingte Absatz- und Umsatzsteigerungen erreicht, jedoch konnten die Ertragsmargen angesichts von Rohstoff- und Verpackungspreis- und vielfältigen anderweitigen Kostensteigerungen nicht gehalten werden. So war das Ergebnis auf einem geringeren Niveau als im Vorjahr. Kostensenkungsaktivitäten einerseits und Erhöhungen der Verkaufspreise andererseits wirkten sich nur mit Zeitverzögerung entlastend aus. Insgesamt ist aber positiv festzustellen, dass der weitere Auf- und Ausbau des Geschäftsbereichs weiter voranschreitet und der Marktanteil gesteigert werden konnte.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine seit Frühjahr des Berichtsjahres, insbesondere die nach wie vor hohen Inflationsraten und Themen der Verfügbarkeit, sind derzeit nicht vorhersagbar. Bisher ist keine wesentliche Kaufzurückhaltung der Kunden spürbar, die in 2022 gestarteten Ramp-Up-Phasen werden sich im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen und weiterhin einen Schwerpunkt der Geschäftsentwicklung darstellen. Die Verkaufspreisverhandlungen für das Geschäftsjahr 2023 waren und sind wie in den Vorjahren davon geprägt, die notwendigen Margen wieder herzustellen. Die Preisentwicklungen der Rohstoffe, Verpackungsmaterialen, Energie- und Transportpreise sowie deren Durchsetzung in den Verkaufspreisen prägen maßgeblich die Ertragsentwicklung.

Für das Jahr 2023 wird mit einer nochmaligen deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse gerechnet. Ebenfalls wird der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr stark steigen. Daneben wird die vom Betriebsergebnis (EBITDA) ausgehende Umsatzrendite gegenüber 2022 moderat steigen.

Die geplanten Investitionen in 2023 betreffen hauptsächlich die Produktionserweiterung im Bereich der NCCA Abfüllung und werden etwas höher als im Berichtsjahr liegen. Ob alle Investitionen wie geplant umgesetzt werden, wird auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Fortgesetzte Investitionen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung werden wie immer Teil der Aktivitäten bleiben.

2. Risikobericht

Das Risikomanagementsystem des Konzerns wird vom Stammhaus und Obergesellschaft Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft der gesamten Unternehmensgruppe gesteuert. Hierzu gehören ein laufendes, mindestens monatliches Berichts- und Controllingsystem zur Überwachung der betrieblichen und finanziellen Kennzahlen, ein umfassendes Versicherungspaket sowie eine umfängliche Überwachung, Vermeidung und gegebenenfalls Absicherung offener Positionen, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Währungen.

Im Versicherungsbereich werden - soweit möglich - vor allem alle potenziell existenzgefährdenden Risiken abgedeckt, wobei die Prämien unter anderem durch zumutbare Selbstbehalte reduziert werden. Alle anderen Absicherungsinstrumente wie beispielsweise Devisen- oder Warentermingeschäfte werden grundsätzlich nur zur Gegendeckung konkreter operativer Geschäfte eingesetzt. Dabei gilt der Grundsatz, möglichst jegliche Spekulation zu vermeiden.

Im Rahmen des Risikomanagements werden die Führungskräfte systematisch zu ihren Risikoeinschätzungen befragt. Die grundsätzliche Einschätzung der Chancen und Risiken hat sich auch mit Blick auf 2023 im Vergleich zur Vergangenheit nicht wesentlich verändert. Folgenden Risiken für die Gesellschaft wird von der Geschäftsleitung besondere Bedeutung beigemessen:

Im Bereich der Marktrisiken, welche wir insgesamt als gering bis mittel einschätzen, steht zurzeit die Frage im Vordergrund, inwieweit sich die gestiegenen und weiter steigenden Verbraucherpreise negativ auf das Konsumverhalten auswirken werden. Bisher gibt es hierfür noch keine wesentlichen Anzeichen, allerdings reflektieren die Verbraucherpreise bisher noch nicht vollumfänglich alle gestiegenen Kosten für Rohstoffe sowie Verpackungsmaterialien. Bei den Rohstoffen sind wir für das laufende Geschäftsjahr 2023 soweit dies möglich ist, gedeckt, müssen aber nach den Erfahrungen des Vorjahres gegebenenfalls mit Lieferausfällen rechnen. Die Auswirkungen auf den Rohstoff Kaffee werden dagegen aus heutiger Sicht als nicht allzu gravierend eingeschätzt. Die Beschaffung von Aluminium für unsere Kaffeekapseln schätzen wir als gesichert ein. Jedoch hängt die Verfügbarkeit gerade in diesen Bereichen unmittelbar von der Entwicklung der Energiepreise ab.

Weiterhin ist die fortgeschrittene Konzentration im Lebensmittelhandel weiter spürbar. Es ist immer wieder zu erleben, dass Wettbewerber, die angesichts der kundenseitigen Verhandlungsmacht schwächeln, diese Situation durch irrationales Preisverhalten temporär noch deutlich verschärfen können. Grundsätzlich ist weiterhin davon auszugehen, dass die Margenentwicklung auch in Zukunft zyklisch verläuft und notwendige Preiserhöhungen nicht immer zeitnah erzielbar sein werden.

Die vergleichsweise hohe Abhängigkeit von einigen Großkunden kann sich grundsätzlich auch negativ auswirken. Es wird auch weiterhin großes Augenmerk daraufgelegt, den Wechselwillen von diesen Großkunden durch herausragende Qualität und Flexibilität zu verhindern.

Im Bereich der Betriebsrisiken, welche wir insgesamt als gering einschätzen, werden weiterhin in erster Linie steigende Anforderungen an das Qualitätsmanagement im weitesten Sinne gesehen. Hierzu werden permanent durch interne und externe Audits wertvolle Impulse geliefert und in die Praxis umgesetzt. Es wird mit besonderem Nachdruck daran gearbeitet, die Zahl der Verbraucherreklamationen kontinuierlich weiter zu senken, soweit dies im eigenen Einflussbereich möglich ist. Im Zusammenhang mit geistigem Eigentum wird auch durch regelmäßig durchgeführte Beobachtungen der internationalen Patentlandschaft in relevanten Teilbereichen Vorsorge getroffen, um fremde Verletzungen zu gewerblichen Schutzrechten sanktionieren zu können und eigene Schutzrechtsverletzungen zu vermeiden.

Im Bereich der Währungsrisiken, welche wir insgesamt als gering einschätzen, wird, wo erforderlich, unter anderem durch Devisentermingeschäfte Absicherung betrieben. Durch die Umsätze in Australien sowie zum Teil implizite Währungsrisiken bei der Rohstoffbeschaffung gewinnt dieses Thema weiterhin an Bedeutung. Grundsätzlich besteht in der Gruppe die Philosophie, die erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährungen so weit wie möglich zum Beispiel durch Kurssicherungsgeschäfte abzusichern und auch in diesem Bereich keine Spekulation zu betreiben.

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen und künftige, den Fortbestand gefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.

3. Chancenbericht

Die konsequent weiter verfolgten Bestrebungen, das Qualitätsniveau und die Flexibilität in der Realisierung von Kundenanfragen zu steigern, legen den Grundstein dafür, dass die Attraktivität bei der Neukundenakquise steigt und die Wechselmotivation von Bestandskunden durch die aufgebauten Wechselhürden gesenkt wird. Dies gilt insbesondere für das Großkundengeschäft im Handel und B2B-Bereich, da hierdurch die beidseitige Bindung erzielt wird und auch für die Zukunft weitere Marktchancen im In- und Auslandsgeschäft bietet.

Im erfolgreichen Ausbau des Geschäftsbereichs portionierte Getränke im Kapselformat liegen die Möglichkeiten, an weltweit wachsenden Märkten mit der Ausweitung der Vertriebsbereiche unserer internationalen und lokalen Partnern in den laufenden Ramp-Up-Phasen der kompatiblen Kapseln für etablierter Kapselsysteme weitere Wachstumsmöglichkeiten zu generieren.

Aufgrund der bereits erreichten hohen Standards bergen die immer strenger werdenden Kundenanforderungen im Qualitätsbereich für die Unternehmensgruppe Chancen in der Marktpositionierung, sofern diese Anforderungen gleichermaßen auch für alle Wettbewerber Anwendung finden. Gruppenweit signifikante Investitionen zur Reduktion des Energieeinsatzes in der Produktion und erheblichen Aktivitäten zum Einsatz nachhaltigerer Verpackungsmaterialien haben sich die Konzerngesellschaften in Sachen Nachhaltigkeit auch im Wettbewerbsvergleich eine so glaubwürdige Position erarbeitet, dass sich hieraus auch Absatzchancen für die GCS German Capsule Solution GmbH ergeben.

Aus der Tatsache, dass bei einigen Rohstoffen marktbedingt noch keine vollständige Deckung des Jahresbedarfs besteht beziehungsweise möglich ist, ergeben sich bei fallenden Marktpreisen grundsätzlich auch gewisse Chancen einer gegenüber der Planung/Kalkulation günstigeren Eindeckung.

Dank an die Mitarbeiter und Kunden

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit großem Engagement eingesetzt haben. Wir danken auch unseren Kunden für das erneut entgegengebrachte Vertrauen.

 

Bergisch Gladbach, den 20. April 2023

GCS German Capsule Solution GmbH

Geschäftsführung

Marc Krüger

Dr. Guido Colsman

Günter Empl

Francois Cambier

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 69.592,78 20.409,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.976,00 83.568,78 0,00 20.409,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.293.979,00 2.671.108,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.744,00 2.302.723,00 3.509,00 2.674.617,00
2.386.291,78 2.695.026,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.310.656,07 2.170.960,30
2. Unfertige Erzeugnisse 323.094,71 152.798,95
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.517.785,08 1.854.050,71
4. Geleistete Anzahlungen 1.707.959,12 8.859.494,98 1.718.890,43 5.896.700,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.579.881,55 2.845.958,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.320.597,25 635.613,35
3. Sonstige Vermögensgegenstände 313.649,21 9.214.128,01 617.294,20 4.098.866,39
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.258,97 0,00
18.086.881,96 9.995.566,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.136,15 11.852,35
20.487.309,89 12.702.445,13

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.325.000,00 2.300.000,00
III. Verlustvortrag 43.213,69 1.840.405,24
IV. Jahresüberschuss 1.042.450,98 1.797.191,55
3.349.237,29 2.281.786,31
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 588.919,00 125.261,00
2. Sonstige Rückstellungen 372.716,43 149.105,36
961.635,43 274.366,36
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.257.760,20 3.128.208,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.918.193,76 7.018.084,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 483,21 0,00
16.176.437,17 10.146.292,46
20.487.309,89 12.702.445,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 44.584.636,80 19.942.961,72
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 268.877,80 1.564.196,83
3. Sonstige betriebliche Erträge 281.459,30 25.612,65
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.248.272,62 12.344.927,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.747.796,60 32.996.069,22 1.858.733,29 14.203.661,27
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 398.419,00 237.209,17
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.016.883,79 4.999.994,43
Betriebsergebnis 1.723.601,89 2.091.906,33
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.569,60 492,25
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.569,60 (i. Vj. EUR 492,25) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 220.062,51 169.946,03
- davon an verbundene Unternehmen EUR 220.062,51 (i. Vj. EUR 169.946,03) -
9. Steuern vom Ertrag (- = Ertrag) 463.658,00 125.261,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.042.450,98 1.797.191,55
11. Jahresüberschuss 1.042.450,98 1.797.191,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach, zum 31. Dezember 2022 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 1 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach und ist beim Amtsgericht in Köln unter HRB 91358 eingetragen.

In 2022 wurde die Gesellschaft THE GOOD TASTE ANGELS GmbH, Bergisch Gladbach, zum 1. Januar 2022 auf die GCS German Capsule Solution GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung ist im Rahmen der Buchwertfortführung erfolgt. Daraus haben sich keine bedeutsamen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauer von Softwares beträgt drei Jahre und von Geschäfts- oder Firmenwerten fünfzehn Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert. Neue Maschinen werden grundsätzlich über zehn Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - soweit notwendig - wegen dauernder Wertminderung vorgenommen.

Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Jahre der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - soweit notwendig - wegen dauernder Wertminderung vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte an Roh-, Hilfs - und Betriebsstoffen sowie Handelswaren erfolgt mit den durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den letzten Anschaffungskosten bzw. Wiederbeschaffungspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Handelswaren, deren Erlöse nicht kostendeckend sind, werden verlustfrei mit den aus den zukünftig erzielbaren Erlösen abgeleiteten Werten angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen in Fremdwährung werden am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt.

Risiken werden durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend der Restlaufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens stellt sich wie in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dar.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.161 (i. Vj. TEUR 622) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für noch ausstehende Kundenvergütungen von TEUR 282 (i. Vj. TEUR 106), Prüfungskosten TEUR 17 (i. Vj. TEUR 0) und ausstehende Rechnungen TEUR 39 (i. Vj. TEUR 42).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Einzelnen dargestellt.

Gesamtbetrag 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge (Grundschulden)
TEUR bis zu einem Jahr
TEUR
von ein bis fünf Jahren
TEUR
von über fünf Jahren
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.258 5.258 0 0 0
(Vorjahr) (3.128) (3.128) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.918 1.718 9.200 0 9.200
(Vorjahr) (7.018) (1.518) (5.500) (0) (5.500)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0) (0)
16.176 6.976 9.200 0 9.200
Vorjahr (10.146) (4.646) (5.500) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten den von Krüger Finance International BVBA, Berchem/Belgien, gewährten Terminkredit in Höhe von TEUR 9.200 (i. Vj. TEUR 5.500). Dieser ist durch die Sicherungsübereignung von Vorräten und Sicherungsabtretung von Forderungen besichert.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen von TEUR 1.434 (i. Vj. TEUR 1.167). Die weiteren Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber verbunden Unternehmen unbefristete finanzielle Verpflichtungen aus Umlagen von jährlich TEUR 4.019 (i. Vj. TEUR 3.609). Darüber hinaus bestehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 9.764 (i. Vj. TEUR 12.874), davon mit Laufzeit bis zu einem Jahr TEUR 3.091 (i. Vj. TEUR 3.104).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2022
TEUR
2021
TEUR
Inland 6.170 4.353
Ausland EU 32.809 12.756
Ausland sonstige 5.606 2.834
44.585 19.943

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterberechnete Kosten an verbundene Unternehmen von TEUR 250 (i. Vj. TEUR 1) sowie periodenfremde Erträge von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verwaltungs-, Betriebs- und Vertriebsaufwendungen. Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 3), weiterberechnete Kosten an verbundenen Unternehmen von TEUR 249 (i. Vj. TEUR 1) sowie periodenfremde Aufwendungen von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 45) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die GCS German Capsule Solution GmbH beschäftigt keine Mitarbeiter.

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Marc Krüger, Bergisch Gladbach, Diplom-Kaufmann,

Geschäftsführer der Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich

Herr Dr. Guido Colsman, Bergisch Gladbach, Diplom-Ingenieur,

Geschäftsführer der Krüger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berndorf/Österreich

Herr Günter Empl, Bergisch Gladbach, Diplom-Ingenieur,

Geschäftsführer der GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach

Herr Francois Cambier, Pulheim,

Geschäftsführer der GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach

Die Geschäftsführer erhalten keine direkten Bezüge von GCS German Capsule Solution GmbH.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, die als oberstes Mutterunternehmen den befreienden Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die GCS German Capsule Solution GmbH wird in den Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

 

Bergisch Gladbach, den 20. April 2023

GCS German Capsule Solution GmbH

Geschäftsführung

Marc Krüger

Dr. Guido Colsman

Günter Empl

Francois Cambier

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

(erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Zugänge durch Verschmelzung
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 43.990,00 0,00 57.004,23 1.853,45 99.140,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 18.847,61 0,00 18.847,61
43.990,00 0,00 75.851,84 1.853,45 117.988,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.026.813,90 14.725,00 0,00 0,00 3.041.538,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.150,25 6.099,00 0,00 0,00 10.249,25
3.030.964,15 20.824,00 0,00 0,00 3.051.788,15
3.074.954,15 20.824,00 75.851,84 1.853,45 3.169.776,54
Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Zugänge durch Verschmelzung
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 23.581,00 3.815,00 2.152,00 29.548,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.886,00 2.985,61 4.871,61
23.581,00 5.701,00 5.137,61 34.419,61
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 355.705,90 391.854,00 0,00 747.559,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 641,25 864,00 0,00 1.505,25
356.347,15 392.718,00 0,00 749.065,15
379.928,15 398.419,00 5.137,61 783.484,76
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 69.592,78 20.409,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.976,00 0,00
83.568,78 20.409,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.293.979,00 2.671.108,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.744,00 3.509,00
2.302.723,00 2.674.617,00
2.386.291,78 2.695.026,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GCS German Capsule Solution GmbH, Bergisch Gladbach‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GCS German Capsule Solution GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 20. April 2023

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