Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 151510
Vorher
eFulfilment 1. Beteiligungsgesellschaft mbHFutura Retail Solutions GmbH
Eingetragen
9.5.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Software und Computern sowie die Entwicklung und Erforschung von Computersystemen, ferner die Durchführung von Analysen aller Art mittels Computern, die Beratung auf dem Gebiet der Datenverarbeitungstechnik sowie die Planung und Ausführung von Arbeiten auf diesem Gebiet unter allen Gesichtspunkten einschließlich der Forschung auf diesem Gebiet, der Entwurf, die Formulierung und der Verkauf von Computerprogrammen sowie der kaufmännische Betrieb von EDV-Systemen, die Schulung von EDV-Mitarbeitern für Dritte sowie die Errichtung und Vermietung von Büroräumen, sowie der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen der Gesellschaft an anderen Un-ternehmen und Gesellschaften und das Erbringen von Dienstleistungen und Geschäftsleitungsfunktionen für solche Unternehmen oder Gesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Lode S. de Beer
seit 23.3.2021
Geschäftsführer
Yannic Hilterhaus
seit 21.8.2018
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROQQIO GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2019

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, der Vertrieb und die Implementierung von Software für den Non-Food-Einzelhandel, insbesondere Warenwirtschaftssysteme und Kassensoftware.

Die Lösungen von ROQQIO decken von der Planung, über die Warensteuerung und den Verkauf, bis hin zu Analyse und Auswertung den gesamten Kreislauf im Einzelhandel ab.

Die ROQQIO GmbH gehört mit ihrer Tochtergesellschaft ROQQIO Software AG (Schweiz) zu den führenden Unternehmen der Branche.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung findet im Rahmen der Neu- und Weiterentwicklung der Software statt. Ein Teil der Weiterentwicklungen wird individuell im Auftrag der Kunden erstellt, generell ist die von uns entwickelte Software jedoch ein Standardsystem.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und der Welt hat sich im gesamten Berichtszeitraum positiv entwickelt. So ist das BIP in Deutschland um 0,6 % gestiegen. Die privaten Konsumausgaben, der für den Einzelhandel wichtigste Indikator, ist um 2,7 % zum Vorjahr gestiegen.

Der Wettbewerb wird durch die Firmenleitung regelmäßig beobachtet und bewertet. Der Firma stehen Vertriebsinstrumente zur Verfügung, mit denen auf Änderungen bei Qualitäts-, Quantitäts- und Preisentwicklungen im Markt reagiert werden kann.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Gesellschaft ist gestiegen, die gesteckten Unternehmensziele konnten erfüllt werden. Mit einem Anteil am Gesamtumsatz von ca. 90 % liegt der Schwerpunkt nach wie vor im deutschsprachigen Raum. Durch die relativ breite Kundenstreuung, entsteht kaum eine große Abhängigkeit von einzelnen Kunden.

3. Darstellung der Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf TEUR 7.658 gesteigert werden. Gut 45% der Umsätze entfallen auf den Bereich der jährlich wiederkehrenden Wartungserlöse. Der Verkauf von Softwarelizenzen trägt mit 12%, Dienstleistungen tragen mit weiteren 31% zum Umsatz bei. Der Rest entfällt auf Hardware und Sonstiges.

Die Personalkosten lagen mit TEUR 4.738 auf Vorjahresniveau (TEUR 4.897).

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um etwa 10% gestiegen. Die Tochterfirma in der Schweiz hat mit Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 137 zum Ergebnis beigetragen.

Das Betriebsergebnis (vor neutralen Effekten) beträgt TEUR 138 nach TEUR - 213 im Vorjahr.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss von TEUR 265 erzielen. Dies stellt - unter Ausschluss des Sondereffektes durch den Verschmelzungsverlust 2018 - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rd. TEUR 214 dar.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR - 425 gegenüber TEUR - 853 im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR + 57 (Vorjahr: TEUR - 6.830) wieder mehr als ausgeglichen; die Erlöse aus Anlagenverkäufen decken die Anschaffungskosten für Neuzugänge nicht ganz.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit TEUR - 25 (Vorjahr: TEUR + 6.996) etwa ausgeglichen. Insgesamt wurde ein Cashflow von TEUR - 393 erwirtschaftet.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Auch die Forderungen werden bis auf wenige Ausnahmen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die Kapitalstruktur ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen lediglich 1,3 % der Bilanzsumme.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.065 um TEUR 1.097 auf TEUR 7.967 gesunken. Die Abschreibungen des Anlagevermögens und der Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 206 und enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 5.148. Es hat sich gegenüber Vorjahr (TEUR 4.882) um TEUR 265 erhöht und macht zum Bilanzstichtag fast 2/3 der Bilanzsumme aus.

d) Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung wird eine Reihe von Kennzahlen herangezogen. Hierzu zählen im Wesentlichen neben dem Umsatz, die Entwicklung der Personal-, Material- und sonstigen Betriebsaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung, die Umsatzrendite sowie der Cashflow.

Die Umsatzrendite, berechnet aus dem Verhältnis des Jahresüberschusses zum Umsatz, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt im Geschäftsjahr 3,5% (Vorjahr: 0,7% unter Ausschluss des Verschmelzungsverlustes).

b) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wichtigster Indikator für die Gesellschaft stellt die Ermittlung der Kundenzufriedenheit dar. Die wichtigste Kennzahl ist dabei der Net-Promoter-Score, insbesondere durch den Fokus auf die Weiterempfehlungsrate.

Mitarbeiterqualifikation steht ebenfalls im zentralen Fokus und wird über gezielte Fördermaßnahmen ständig verbessert, als Beispiel sei der wöchentlich stattfindende Englischunterricht genannt.

5. Vergleich mit Prognosen der Vorperiode

Die im Vorjahr angenommene Umsatzprognose von rund +10 % konnte nicht erfüllt werden. Grund hierfür sind die teilweise schwierigen Rahmenbedingungen im Einzelhandel.

III. Nachtragsbericht

Als besonderes Ereignis nach Bilanzstichtag ist das Coronavirus COVID-19 zu erwähnen, welches sich zu Beginn des Jahres 2020 in Europa ausgebreitet hat. Diesbezüglich verweisen wir auf den Anhang der Jahresrechnung.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Insgesamt konnte das Geschäftsjahr 2019 positiv abgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft in den ersten Monaten des Jahres 2020 einige Aufträge gewinnen konnte und alle Kassenkunden im Herbst des Jahres 2020 die Kassensicherungsverordnung umgesetzt haben müssen, werden sich die kommenden Jahre trotz des Coronavirus COVDID-19 zumindest gleichbleibend oder positiv entwickeln. Es wird daher für die nächsten 3 Jahre mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 0-3 % geplant. Verbesserungen im Bereich von Personal und Produktivität tragen ebenfalls zur Ergebnisentwicklung bei.

Für das Geschäftsjahr 2020 ist ein Umsatz von rund EUR 8,0 Mio. budgetiert.

2. Risikobericht

a) Branchenspezifische Chancen und Risiken

Chancen und Risiken aus dem Marktumfeld für die Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich im Prinzip nur insoweit, wie sich die Konjunktur in Deutschland und Europa entwickeln. Insbesondere die Konsumausgaben der Privathaushalte haben einen wesentlichen Einfluss auf die Investitionsbereitschaft des Einzelhandels.

b) Ertragsorientierte Risiken

Die Struktur unserer Kunden teilt sich in unterschiedliche Unternehmensgrößen und in die Unterscheidung in Handelskunden und Kunden der vertikalisierten Industrie auf. Eine Konzentration ist dadurch kaum gegeben. Da 44% der Umsatzerlöse aus üblicherweise langlaufenden Wartungsverträgen erzielt werden, ist die Planungssicherheit bereits sehr hoch. Die Kostenentwicklung im Bereich der Material-, Personal- und sonstigen Betriebskosten sind in permanente KVP-Maßnahmen eingebunden und können so unter Kontrolle gehalten werden.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist weiterhin als gut zu bezeichnen, es sind auch zukünftig keine finanziellen Engpässe zu erwarten.

Der Einzelhandel wird derzeit von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt, dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Einerseits bietet die zunehmende Nachfrage nach Softwarelösungen bei der Warenwirtschaft zur erhöhten Nachfrage unserer Dienstleistungen, andererseits bestehen Risiken durch den Internethandel.

3. Chancenbericht

Durch die größeren Investitionen in Personal insbesondere in F&E in den Vorjahren ist die Gesellschaft in Bezug auf die strategischen Ziele richtig im Marktumfeld positioniert. Die technologischen, finanziellen und personellen Voraussetzungen, um die Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen, sind in ausreichendem Maße vorhanden. Um sich weiterhin den Anforderungen des Marktes und des Wettbewerbsumfeldes zu stellen, sind die dazu notwendigen Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität erkannt, definiert und im Wirtschaftsplan eingearbeitet worden. So ist ein nachhaltiges profitables Wachstum gewährleistet. Speziell den personellen Herausforderungen, wie Fachkräftemangel, wird mit einer Professionalisierung des Recruitments begegnet.

Die Projekte im Jahr 2019 haben den Marktanteil der ROQQIO GmbH weiter erhöht. Dies wird zur weiteren Stärkung der Vertriebssituation der Gesellschaft führen.

4. Gesamtaussage

Risiken die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größe und des relativ stark fragmentierten Wettbewerbsumfeldes auf der anderen Seite im Markt gut positioniert. Langfristige Kundenverhältnisse aufgrund hervorragender Qualitäts- und Lieferperformance bilden die Basis für das zukünftige Wachstum. Das vorhandene Know-how gepaart mit der notwendigen finanziellen Ausstattung gewährleistet eine gute Basis beim Umsetzen der strategischen Ziele.

V. Schlussbemerkung

Die ROQQIO GmbH ist Teil einer Unternehmensgruppe, die alle Bereiche des modernen Handels On- wie auch Offline technologisch abdecken kann. Die Gesellschaft (mitsamt der "Vorgängergesellschaften") blickt auf eine nachhaltig gute wirtschaftliche Entwicklung zurück.

Diese Entwicklung basiert auf einer soliden Partnerschaft mit Kunden, dem Einsatz guter Mitarbeiter, generationenübergreifend gelebten Werten und einem Streben nach Qualität und Innovation.

Wir bedanken uns bei unseren Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen. Unseren Mitarbeitern dürfen wir unseren herzlichen Dank für den vorbildlichen Einsatz aussprechen.

 

Hamburg, 25.5.2020

Vanjo Wandscher, Geschäftsführer

Christian Jürs, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 202.102,11 299.214,00
II. Sachanlagen 150.860,00 185.869,91
III. Finanzanlagen 4.376.387,57 4.454.016,85
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.005.671,52 4.069.591,96
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 152.760,14 796,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.593,51 55.277,69
7.967.374,85 9.064.767,30

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 66.000,00 66.000,00
II. Kapitalrücklagen 4.764.666,78 4.764.666,78
III. Gewinnvortrag 51.660,07 0,00
IV. Jahresüberschuss 265.432,67 51.660,07
B. Rückstellungen 267.456,93 167.275,24
C. Verbindlichkeiten 2.457.438,17 2.172.845,90
- davon aus Steuern: EUR 124.773,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 94.720,23 1.842.319,31
7.967.374,85 9.064.767,30

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 7.658.191,84 7.490.878,76
2. Sonstige betriebliche Erträge 405.678.95 336.319,80
3. Materialaufwand -656.508,59 -742.782,79
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.048.848,11 -4.203.872,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -689.330,56 -693.620,77
- davon für Altersvorsorge: EUR 5.382,88
5. Abschreibungen -205.867,24 -219.306,73
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.246.613,05 -5.892,638,95
7. Erträge aus Beteiligungen 136.861,31 132.825,64
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.618,05 3.269,51
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.274,40 417,09
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.017,92 -23.564,31
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -71.008,41 12,87
12. Ergebnis nach Steuern 269.430,67 -3.812.062,36
13. Sonstige Steuern -3.998,00 -5.108,00
14. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 265.432,67 -3.817.170,36
15. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 3.868.830,43
16. Bilanzgewinn 265.432,67 51.660,07

Anlagenspiegel zum 31.Dezember 2019

Brutto-Anschaffungskosten
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2019
EUR
Imm. Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u.ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 1.449.691,02 4.422,11 15.371,17 0,00 1.438.741,96
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 503.059.94 97.422,33 162.387,19 0,00 438.095,08
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.125.499,00 0,00 0,00 0,00 4.125.499,00
Beteiligungen 18.000,00 0,00 0,00 0,00 18.000,00
Sonstige Ausleihungen 310.517,85 0,00 77.629,28 0,00 232.888,57
6.406.767,81 101.844,44 255.387,64 0,00 6.253.224,61
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
Imm. Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u.ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 1.150.477,02 100.046,00 13.883,17 1.236.639,85
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.190,03 105.821,24 135.776,19 287.235,08
1.467.667,05 205.867,24 149.659,36 1.523.874,93
Nettowerte
01.01.2019
EUR
31.12.2019
EUR
Imm. Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u.ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 299.214,00 202.102,11
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.869,91 150.860,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.125.499,00 4.125.499,00
Beteiligungen 18.000,00 18.000,00
Sonstige Ausleihungen 310.517,85 232.888,57
4.939.100,76 4.729.349,68

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ROQQIO GmbH, Harburger Schloßstraße 28, 21079 Hamburg (Registergericht Hamburg HRB 151510), wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft hat nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB Rechnung zu legen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände der Gesellschaft wurden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde ein am Bilanzstichtag niedrigerer beizulegender Wert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibung der im Zuge der Verschmelzung der Futura Retail Solutions AG auf den 01. Januar 2018 übernommenen Anlagegüter wurden linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 23 Jahren.

Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 € wurden sofort abgeschrieben, bewegliche Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und wurden in vollem Umfang abgeschrieben. Aufgrund der geringen Wesentlichkeit wurden die einkommensteuerlichen Regeln bezüglich der geringwertigen Wirtschaftsgüter in der Handelsbilanz beibehalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert aktiviert. Zweifelhafte und uneinbringliche Posten wurden wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet (§ 256a HGB).

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs als Anlage beigefügt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 i.V.m. § 271 Abs. 2 HGB umfasst zum Bilanzstichtag: ROQQIO Software AG, Horgen/Schweiz

Anteil: 100 %

Eigenkapital zum 31.12.2018: CHF 1.646.742,28

Ergebnis 2018: CHF 23.232,89

Beteiligungen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 i.V.m. § 271 Abs. 1 HGB umfasst:

Futura Retail Solution B.V., Heemstede/Niederlande

Anteil: 30 %

Eigenkapital zum 31.12.2018: EUR 133.991,00

Ergebnis 2018: EUR 44.873,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände betragen allesamt weniger als ein Jahr.

Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für:

Personalbezogene Aufwendungen TEUR 148

Urlaubsrückstellungen TEUR 40

Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 26

Berufsgenossenschaft TEUR 13

Gewährleistungen TEUR 7

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019 Gesamtbetrag
EUR
RLZ bis 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten 1.072.503,43 1.072.503,43
(Vorjahr) (527.388,87) (527.388,87)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 99.008,00 99.008,00
(Vorjahr) (867.991,39) (867.991,39)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 104.166,58 104.166,58
(Vorjahr) (155.334,81) (155.334,81)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 940.955,47 940.955,47
(Vorjahr) (73.147,26) (73.147,26)
Sonstige Verbindlichkeiten 240.804,69 240.804,69
(Vorjahr) (548.983,57) (548.983,57)
Summe 2.457.438,17 2.457.438,17
(Vorjahr) (2.172.845,90) (2.172.845,90)
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf: EUR
Steuern 124.773,74
(Vorjahr) (487.983,30)
Soziale Sicherheit 0,00
(Vorjahr) (13.969,82)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr in voller Höhe durch die Abtretung von Außenständen (Globalabtretung) besichert.

Erstmals wurden die Jahreswartungsrechnungen des Folgejahres auch mit Rechnungsdatum des Folgejahres bereits Anfang Dezember an die Kunden versendet und nicht wie in den Vorjahren mit Rechnungsdatum Dezember des laufenden Jahres. Aufgrund der Umstellung des Zeitpunktes der Fakturierung der Wartungsrechnungen sind die erhaltenen Anzahlungen (TEUR 99 (Vorjahr TEUR 868)) sowie auch der zu bildende Passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 95 (Vorjahr TEUR 1.842)) im Berichtsjahr erheblich geringer ausgefallen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2020 auf rund TEUR 356 (Vorjahr TEUR 348). In den folgenden Geschäftsjahren sind Verpflichtungen in ähnlicher Höhe zu erwarten. Der in 2016 abgeschlossene Mietvertrag für die Büroräume in der Harburger Schloßstraße 28, Hamburg, hat eine Restlaufzeit von 2 Jahren und ist um 5 Jahre verlängerbar. Die sonstigen Miet- und Leasingverträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 6 Jahren.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Im Berichtsjahr waren TEUR 5 (Vorjahr TEUR 26) für Altersversorgung im Aufwand enthalten.

Erträge aus Beteiligungen

Der Posten enthält Erträge in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 133) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Erträge enthalten TEUR 16 (Vorjahr TEUR unter 1) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsenaufwendungen

Die Aufwendungen enthalten TEUR 14 (Vorjahr TEUR 9) an verbundene Unternehmen.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Sonstige Angaben

Beschäftigte

Mitarbeiter sind im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB im Jahresdurchschnitt wie folgt beschäftigt:

2019 2018
Angestellte in Vollzeit 51 53
Angestellte in Teilzeit 10 13
Geringfügig Beschäftigte 1 1
62 67

Geschäftsorgane

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:

Vanjo Wandscher, CEO, Hamburg

Christian Jürs, CSO, Hamburg seit dem 10.04.2019

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Bezug auf die Bezüge der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Angaben zu bilanziellen Beziehungen mit den Gesellschaftern

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG):

Forderungen: TEUR 978 (Vorjahr TEUR 0)

Verbindlichkeiten: TEUR 0 (Vorjahr TEUR 42)

Konzernabschluss

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für den Konzern ROQQIO GmbH besteht zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht überschritten sind.

Nachtragsbericht

Mögliche Auswirkungen durch das Coronavirus COVID-19 auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind derzeit noch nicht klar bestimmbar. Ausschlaggebend wird sein, wie schnell die Ausbreitung des Virus erfolgreich eingedämmt werden kann, wie sich der "Shutdown" auf die Konjunktur auswirkt und welche Folgen auf den Handel und damit letztlich den Umsatz der Roqqio GmbH hieraus resultieren werden. Es werden kontinuierlich alle für den Geschäftsbetrieb relevanten Risiken analysiert, um gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen kurzfristig umsetzen zu können. Ende März wurden Einwilligungen der Mitarbeiter zur Kurzarbeit eingeholt um für bestimmte Bereiche des Unternehmens, wie z.B. Hotline, ab April in Kurzarbeit anzumelden. Des Weiteren steht die Geschäftsführung bezüglich einer erweiterten Kreditlinie/Kredites zur präventiven Sicherung der Liquidität in Gesprächen mit den Banken. Wir sehen die Fortführung der Gesellschaft als in keiner Weise gefährdet.

 

Hamburg, 29.03.2020

ROQQIO GmbH

Vanjo Wandscher

Christian Jürs

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der ROQQIO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ROQQIO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

● identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

● gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

● beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

● ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

● beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

● beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

● führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamburg, den 8. Juni 2020

Dr. Dröge, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung: 08.06.2020

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