F.S. Fehrer Automotive GmbH
Heinrich-Fehrer-Straße 3, 97318 Kitzingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Nossol seit 18.11.2025 | Geschäftsführer |
Maximilian Wassermann seit 29.1.2025 | Prokura |
Helge Dipl.-Ing. (FH) Pfeiffer seit 28.5.2024 | Geschäftsführer |
Glendon O'Byrne seit 25.4.2024 | Prokura |
Mario Albrecht seit 14.12.2023 | Prokura |
Jochen Felix seit 17.12.2018 | Prokura |
Bernd Kleinhenz seit 26.3.2014 | Prokura |
Melanie Kuznik seit 24.10.2013 | Prokura |
Michael Henke seit 8.6.2012 | Prokura |
Michael Rudolf Cramer seit 23.12.2009 | Prokura |
Ursula Henriette Theiß seit 16.10.2008 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
F.S. Fehrer Automotive GmbHKitzingenJahresabschluss zum 31.12.2012Lagebericht für 2012GeschäftsgrundlageDie F.S Fehrer Automotive GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Sitzpolstern, Sitzmodulen und Composite Components für die Automobilindustrie. Auf der Basis der Polyurethan-Technologie oder verwandter Technologien werden Formpolster für Fahrzeugsitze, Mittelarmlehnen, Konsolen, Seitenteile, Sitzverkleidungsteile sowie Sitzstrukturteile, Innenraummodule, Schiebehimmel und Fahrzeugstrukturteile überwiegend für die Verwendung in PKWs angeboten. Im Geschäftsbereich Sitzpolster liegt der Wettbewerbsvorteil in der Fähigkeit, kundenspezifische Anforderungen als Full-Service-Anbieter flexibel und zügig abzubilden. Der Geschäftsbereich Sitzmodule zeichnet sich dadurch aus, dass innovative Lösungen mit exzellenter operativer Umsetzung regelmäßig Vorsprung vor den Wettbewerbern sichert. Abgerundet wird das Angebot durch spezifische Lösungen, vorrangig mit faserverstärktem Polyurethan, für Verkleidungs- und Strukturbauteile. Den Vertrieb übernehmen drei Customer-Divisions, die operative Umsetzung wird mit einer organisatorischen Matrix aus Entwicklung, Umsetzungsplanung, Manufacturing Engineering, Logistik und Beschaffungsmanagement sichergestellt. Allgemeines wirtschaftliches Umfeld in der AutomobilindustrieDer Weltmarkt für Personenkraftwagen entwickelte sich 2012 insgesamt weiterhin positiv. Allerdings entwickelten sich die Regionen - wie bereits 2011 - sehr unterschiedlich. Während die Wachstumsimpulse vorwiegend vom amerikanischen Kontinent und aus dem asiatischen Raum kamen, entwickelte sich Westeuropa hingegen noch schlechter als zu Jahresbeginn befürchtet. Entsprechend der Nachfrageentwicklung hat auch die weltweite Produktion von Personenkraftwagen im Jahr 2012 erneut einen Rekordwert erreicht. Mit einem Anstieg von 6 Prozent auf über 70 Mio. Einheiten wurden 4,3 Mio. Fahrzeuge mehr gebaut als noch ein Jahr zuvor. Mit Ausnahme von Europa (EU27) konnte in allen Kontinenten die Produktion von Personenkraftwagen gesteigert werden. Japan verbuchte mit einem Plus von 1,5 Mio. Einheiten im Jahr 2012 den größten effektiven Zuwachs bei den Produktionsstückzahlen. Nach der Umweltkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011, in deren Folge die Produktion dramatisch gesunken ist, wurde ein großer Nachholbedarf gedeckt. An zweiter Stelle steht die USA mit einem Produktionswachstum von 19 Prozent. Dort setzte sich der Erholungstrend weiter fort. Zwar waren die konjunkturellen Rahmenbedingungen immer noch nicht perfekt. Der Automobilkonjunktur tat dies aber keinen Abbruch. Getrieben wurde die Nachfrage durch den aufgestauten Ersatzbedarf, der sich aus dem hohen Durchschnittsalter der Light Vehicles (etwa 11 Jahre) und den gestiegenen Spritpreisen begründet. Auch der chinesische Automobilmarkt setzte seinen Wachstumskurs mit 8 Prozent fort. Dort rollten 1,0 Mio. Fahrzeuge mehr vom Band als noch ein Jahr zuvor. Für stabilen Privatkonsum sorgten die steigenden Haushaltseinkommen der chinesischen Mittelschicht sowie ein von der chinesischen Regierung aufgelegtes Subventionspaket zur Förderung kleinerer Fahrzeuge. Dessen ungeachtet konnte in 2012 nicht an die hohen Wachstumsraten der Vergangenheit angeknüpft werden. Zulassungsbeschränkungen in Metropolen wie Shanghai, Peking oder Guangzhou versetzten der Dynamik des Pkw-Marktes einen Dämpfer. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Schulden- und Wirtschaftskrise in der Euro-Zone ist der Automobilmarkt in vielen Kernmärkten in Westeuropa eingebrochen. So kam es vor allem zu deutlich verminderten Neuzulassungen in Italien (-20 Prozent), Frankreich (-14 Prozent) und Spanien (-13 Prozent). Die wirtschaftlichen Unsicherheiten beeinträchtigten die Kaufentscheidungen der Kunden und ließen den Fahrzeugabsatz weiter abrutschen. Dementsprechend sank die Pkw-Produktion im Vorjahresvergleich um 1,1 Mio. Fahrzeuge auf 15,0 Mio. Einheiten, was einem Minus von 7 Prozent entspricht. Die PKW-Weltproduktion unserer Hauptkunden VW-Konzern (8,9 Mio. Fahrzeuge), BMW (1,9 Mio. Fahrzeuge) und Daimler (1,5 Mio. Fahrzeuge) und die erzielten Umsatzerlöse lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Hier zeigt sich, dass insbesondere die deutschen Premiumhersteller - der wichtigste Kundenkreis der Fehrer-Gruppe - vom globalen Aufwärtstrend profitiert haben. Geschäftsverlauf - UmsatzDie Produktion der deutschen Automobilhersteller in den heimischen Werken lag 2012 mit 5,4 Mio. Personenkraftwagen 5 Prozent unter dem Vorjahresrekord. Damit sahen sich die deutschen OEM in dem sich eintrübenden westeuropäischen Marktumfeld letztes Jahr mit einem vergleichsweise moderaten Rückgang konfrontiert. Die Premiumstrategie unterstützte die Stabilität und machte die Rückgänge im Volumenbereich nahezu wett. Die deutschen Marken konnten 2012 durch die Fertigung neuer Fahrzeuggenerationen und komplett neuer Modelle ihre Kapazitäten gut auslasten. Zudem hat die Globalisierungsstrategie der deutschen Hersteller ihre Unabhängigkeit vom europäischen Markt erhöht. Sie besteht neben einer starken Ausrichtung auf das Exportgeschäft auch aus der Ausweitung der lokalen Fertigung im Ausland, die im Jahr 2012 erstmals die 8 Millionenmarke übersprang. Damit hat sich die Vor-Ort-Fertigung in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Inzwischen werden drei von fünf Pkw mit deutschem Konzernlogo im Ausland produziert. Entsprechend dieser Entwicklung des Weltautomobilmarktes musste die Gesellschaft in Deutschland einen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent (15 Mio. EUR) in Kauf nehmen. Der Gesamtumsatz belief sich auf 213,7 Mio. EUR. Wie in den Vorjahren wurde der wesentliche Anteil der Umsatzerlöse mit Drittkunden im Inland erwirtschaftet (166 Mio. EUR; Vorjahr 180 Mio. EUR) Die Exportquote erhöhte sich auf 22,4 Prozent (Vorjahr 21,4 Prozent), was auf höheres Umsatzvolumen aus der Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der Fehrer-Gruppe zurückzuführen ist (23,2 Mio. EUR; Vorjahr 20,9 Mio. EUR). Geschäftsverlauf - ErgebnisDas Geschäftsjahr 2012 war geprägt durch die Einleitung einer umfangreichen Restrukturierung. Im Juni 2012 wurde unter der Prämisse, dass das Restrukturierungskonzept erfolgreich umgesetzt wird, eine Sanierungsbescheinigung erteilt und die positive Fortführungsprognose der Fehrer-Gruppe bestätigt. Im Berichtsjahr sank die Gesamtleistung (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) auf 217,4 Mio. EUR (Vorjahr 251,3 Mio. EUR). Gleichzeitig erhöhte sich die Personalaufwandsquote deutlich auf 35 Prozent (Vorjahr 30,8 Prozent) und die Materialquote auf 51,4 Prozent (Vorjahr 50,6 Prozent). Die Rohstoffpreise sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Für unseren Hauptrohstoff Polyol ergibt sich gemäß dem Preisindex des Branchendienstes "KI Kunststoff Information" eine durchschnittliche Preissteigerung von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rohstoffpreisänderungen können in der Regel durch Gleitpreisvereinbarungen mit unseren Kunden in zeitlichen Versatz teilweise weiterverrechnet werden. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Verhältnis zur Gesamtleistung um 1,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent. Im Berichtsjahr musste ein außerordentliches Ergebnis von -12,8 Mio. EUR (Vorjahr -15,8 Mio. EUR) ausgewiesen werden. Hierin enthalten sind neben Restrukturierungsaufwand Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Tochtergesellschaft Fehrer North America LLC in Höhe von 5,4 Mio. EUR. Trotz der eingeleiteten Restrukturierung ist die Ergebnisentwicklung enttäuschend. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf - 6,7 Mio. EUR (Vorjahr + 19,4 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -20,0 Mio. EUR (Vorjahr +3,6 Mio. EUR). InvestitionenDie Gesellschaft investierte im Berichtsjahr insgesamt 16,2 Mio. EUR, wovon 3,7 Mio. EUR auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sowie 12,5 Mio. EUR auf Finanzanlagen entfielen. Wesentliche Vorgänge im Zusammenhang mit den Investitionen in Finanzanlagen sind der Kauf von 29,99 Prozent der restlichen 30 Prozent der Anteile an Fehrer Automotive Rába, Ungarn (3,2 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden die Ausleihungen an Tochterunternehmen um 2,9 Mio. EUR vermindert. Vermögens- und FinanzlageDie Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage war i.W. geprägt von der negativen operativen Ergebnisentwicklung. Das wirtschaftliche Eigenkapital (Bilanzielles Eigenkapital einschließlich Einlagen stiller Gesellschafter) sank absolut um 14,3 Mio. EUR auf 41,9 Mio. EUR (Vj. 56,2 Mio. EUR). Dabei konnte ein Teil des Jahresfehlbetrages durch eigenkapitalstärkende Maßnahmen aufgefangen werden. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 22,5 Prozent (Vj. 28,6 Prozent). Mit Hilfe der Zusage der Kunden (OEMs), die Zahlungsziele zu verkürzen, der Banken und stillen Gesellschaftern, Zinszahlungen zu stunden, konnten die Finanzverbindlichkeiten unter dem Niveau von 2011 gehalten werden. Unterstützend kam hinzu, dass stille Gesellschafter durch Bareinzahlung (+ 5,7 Mio. EUR) das wirtschaftliche Eigenkapital stärkten. Das Working Capital reduzierte sich deutlich. So verringerte sich der gesamte Vorratsbestand absolut um 7,8 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. Die Vorratsbestände an unfertigen Erzeugnissen verringerten sich insbesondere veranlasst durch Working Capital Maßnahmen (vor allem im Rahmen der Disposition) um 7,0 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR. Die Reichweiten der Lieferforderungen verminderten sich auf 27 Tage (Vj. 39 Tage), die Reichweiten der Lieferverbindlichkeiten beliefen sich auf 61 Tage (Vj. 50 Tage). Trotz nicht zufriedenstellender Geschäftsentwicklung konnte im Berichtsjahr ein positiver Cash Flow in Höhe von 2,7 Mio. EUR (aus laufender Geschäftstätigkeit: +4,8 Mio. EUR, aus Investitionstätigkeit -8,3 Mio. EUR und aus Finanzierungstätigkeit +6,2 Mio. EUR) erzielt werden. Die Nettoverschuldung verminderte sich auf 99,9 Mio. EUR (Vj. 104,1 Mio. EUR). Insgesamt stellt sich die Vermögens- und Finanzlage angesichts der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zufriedenstellend dar. Die Eigenkapitalquote konnte durch Kapitalmaßnahmen über 20 Prozent gehalten werden, der Cash Flow der Periode war positiv und die Nettoverschuldung konnte um 4,2 Mio. EUR gesenkt werden. MitarbeiterAm 31. Dezember 2012 lag die Zahl der Beschäftigten einschließlich Leih- und Zeitarbeit in der Gesellschaft bei 1.722 Mitarbeitern. Dies sind 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr (1.875 Mitarbeiter). Forschung und EntwicklungDie nach Geschäftsbereichen differenzierten Entwicklungsabteilungen der Fehrer-Gruppe stellen mit ihren Leistungen den Kern unserer Prozesskette dar. Der besonderen Bedeutung wird durch Service-Center in der Nähe der Entwicklungszentren unserer Hauptabnehmer BMW, VW und Daimler Rechnung getragen. Hochqualifizierte Entwicklungs- und Vertriebsingenieure erarbeiten zusammen mit den Spezialisten unserer Kunden neue Sitz- und Innenausstattungslösungen. Mit unseren innovativen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten reagieren wir auf die gestiegenen Anforderungen an kostengünstige Produktionsprozesse (Automatisierung trotz Variantenvielfalt), stehen den Kunden in der frühen Phase der Produktentwicklung mit unserem Team zur Verfügung und bauen die technologische Marktführerschaft von Fehrer aus. Ähnlich den Modellzyklen der Pkw-Modelle unterliegt auch die Leistung unserer Entwicklungsabteilungen längerfristigen Schwankungen. Die Entwicklungsleistungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf 19,5 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR aktiviert. FinanzierungIm Rahmen der umfangreichen Restrukturierung stand vor Allem die Sicherung der Finanzierung im Mittelpunkt. Basierend auf der Umsetzung der ersten Phase des Restrukturierungsprogramms 4F im Berichtsjahr, konnte das budgetierte operative Ergebnis und die damit zusammenhängenden Finanzzahlen erreicht werden. Ein neu eingeführtes und extern validiertes kurzfristiges (3 bis 12 Monate) Vorschausystem für die verfügbare Liquidität hat zu einer deutlich verbesserten Planbarkeit der Liquidität gesorgt. Damit konnten Zahlungsströme dergestalt gesteuert werden, dass die verfügbaren finanziellen Mittel sich seit dem Mai stets über den selbstgesetzten Mindestniveaus bewegten und im Berichtszeitraum, vor allem nach der erfolgreichen Finanzverhandlung mit allen Stakeholdern, das Unternehmen stets ausreichend finanziert gewesen ist. Aufbauend auf den bisherigen Sanierungserfolgen und vor dem Hintergrund einer weiter schwachen Automobilkonjunktur in Europa wurden zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere für die Fehrer Automotive definiert. Dies umfasst u. a. den weitergehenden Abbau von zu umfangreichen Overheadfunktionen, weitere Verdichtung von Fertigungsstandorten in Deutschland, Verlagerung von verlustreichen Aufträgen in die osteuropäischen Werke von Fehrer sowie Neustrukturierung und Straffung der operativen Wertschöpfungsprozesse. Sowohl von den Banken als auch von den maßgeblichen Kunden wie VW, BMW und Daimler haben wir weitere Unterstützung für diese zweite Stufe der Restrukturierung signalisiert bekommen. So haben sich die Kunden z.B. zu weiteren Zugeständnissen in Bezug auf die Liquiditätssituation bereit erklärt. Die Banken haben sich dafür entschieden, aus dem mittlerweile erfolgreich abgeschlossenen Verkauf der Tochtergesellschaft Nectec einen nicht unerheblichen Teil des Verkaufserlöses zur operativen Finanzierung im Unternehmen zu belassen und nicht der Tilgung zuzuführen. Unter der Bedingung der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung ist die Finanzierung und damit die Fortführung des Unternehmens gesichert. NachtragsberichtWie vorab bereits erwähnt, ist es gelungen mit Closing im Februar 2013 die Tochtergesellschaft Nectec an einen Wettbewerber zu veräußern. In den ursprünglichen Finanzierungsvereinbarungen mit den Banken war vereinbart, dass der Veräußerungserlös vollständig zur Tilgung eingesetzt wird. Die Banken haben auf einen Teil der Tilgungsleistung zugunsten der Finanzierung des laufenden Geschäftes verzichtet. Dies und die in 2013 eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Restrukturierung führen zu einer stets ausreichenden Finanzierung für die Restrukturierungsperiode bis Ende 2014. Am 20. Februar 2013 hat die Gesellschaft die ausstehenden Anteile (0,1 %) und Stimmrechte (30 %) an der Fehrer Automotive-Rába Kft erworben. Im Zuge der fortschreitenden Restrukturierung wurde das Restrukturierungsprogramm dahingehend konkretisiert, dass für deutsche Werke eine Leistungsverdichtung durch i.W. Produktverlagerungen in den Jahren 2013 und 2014 erreicht werden soll. Aus heutiger Sicht ist nicht ausgeschlossen, dass es hierdurch auch zu Werkschließungen kommen kann. Im März 2013 informierte die Geschäftsführung die Arbeitnehmervertreter hinsichtlich des Erfordernisses signifikanter Kapazitätsanpassungen insbesondere der deutschen Fehrer-Gruppe. Die Geschäftsführung hat die Arbeitnehmervertreter daraufhin im April 2013 über die verschiedenen Anpassungsszenarien in Kenntnis gesetzt. Im Zuge dessen wurde auch die Schließung des Produktionsstandortes in Kitzingen adressiert. Wir werden die Arbeitnehmervertreter im Mai 2013 auffordern, in Verhandlungen mit uns einzutreten. In Abhängigkeit der Umsetzungen können sich für das Geschäftsjahr 2013 unter Umständen Ergebnisbelastungen ergeben. Auf Basis der angepassten Restrukturierungsplanung (i. W. zeitliche Verschiebungen der Maßnahmenumsetzung und Berücksichtigung aktualisierter Umsatz- und Volumenmengen in den Produktionsmärkten) wurde im März 2013 durch eine renommiertes Beratungsunternehmen unter der Maßgabe der vollumfänglichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen einschließlich der Aufrechterhaltung der zugesagten und bisher geleisteten Finanzierungsbeiträge erneut die Sanierungsfähigkeit bestätigt. Im April 2013 wurden daher für die Jahre 2013 und 2014 neue Grenzwerte für die bestehenden Covenants mit den Konsortialbanken vereinbart. Auf Basis der aktuell unterstellten Unternehmensplanung gehen wir davon aus, die vereinbarten Finanzkennzahlen quartalsweise einhalten zu können. Damit ist die Finanzierung und die Liquidität während der Restrukturierung bei erwartetem Marktumfeld aus unserer Sicht sichergestellt. Jedoch steht den finanzierenden Banken bei Durchbrechen der Finanzkennzahlen, wovon wir derzeit nicht ausgehen, ein Kündigungsrecht zu. Chancen, Risiken und AusblickAls weltweit agierendes Unternehmen wird Fehrer mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Ein konzernweit etabliertes Chancen- und Risikomanagement trägt dazu bei, Risiken zu begrenzen und Chancen zu nutzen. Dabei ist das Chancen- und Risikomanagementsystem darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Chancen und Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Durch die Implementierung von konzernweiten Richtlinien und Arbeitsanweisungen wird die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sichergestellt. Interne Mitteilungen über einschlägige Regelungen und Änderungen informieren die Mitarbeiter regelmäßig über Neuerungen in ihrem Verantwortungsbereich. Auf Risiken aus Rohstoffpreisteuerungen wird durch zeitnahe, intensive Verhandlung mit dem Kunden und entsprechende Umsetzung in den Abschlusspreisen reagiert. Gegen Zinsänderungsrisiken sind wir durch Swapgeschäfte abgesichert. Die Konjunkturerwartungen der Eurozone zeigt in Richtung Stagnation. Für die USA wird von einem etwas schwächeren Umfeld ausgegangen. Indien wird weiterhin mit Inflation und schwachem Wachstum zu kämpfen haben. China wird ein Wachstumsmotor der Weltwirtschaft bleiben. Der PKW-Weltmarkt wird um rund 2 Prozent wachsen, auf knapp 71 Mio. Einheiten. Die Spaltung des Marktes bleibt aber weiter erhalten. Bremsend wirken 2013 vor allem Japan und Westeuropa. Die zwei Schwergewichte des Weltmarktes, USA und China, bleiben aber auch 2013 die mit Abstand größten Wachstumstreiber. Im abgelaufenen Berichtsjahr wurden Aufträge mit einem Lifetime-Volumen von ca. 800 Mio. EUR abgeschlossen. Diese erhielten wir zu mehr als 90 Prozent von unseren Hauptkunden BMW, Daimler und der VW-Gruppe. Diese drei Konzerne agieren weiterhin global sehr erfolgreich. Von daher sind wir zuversichtlich, auch weiterhin mit unseren Kunden wachsen zu können. Die Absatzbudgets für die Jahre 2014 und 2015 sind mit über 90 Prozent bereits durch gebuchte Aufträge und Anläufe abgesichert. Die Restrukturierungsmaßnahmen zielen auf strukturelle und operative Veränderungen ab. Ab 2015 wird erwartet, dass die Fehrer Automotive wieder wettbewerbsfähige Renditen erwirtschaftet und eine Refinanzierung sowie eine Kapitalerhöhung das Unternehmen nachhaltig stabilisiert. Dies gepaart mit der Unterstützung unserer Kunden und Finanzierern während der Veränderungsprozesse im Unternehmen führt zu nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit und einem insgesamt positiven Ausblick. Insgesamt rechnen wir mit einem nur leicht rückläufigen Umsatzvolumen für 2013 und einem moderaten Umsatzanstieg für 2014. Bedingt durch die eingeleiteten und beabsichtigten Sanierungsmaßnahmen gehen wir von einer positiven Ergebnisentwicklung für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 aus. Zudem wird die Restrukturierung in 2014 abgeschlossen. Im Anschluss an die Restrukturierung ist eine umfangreiche Refinanzierung geplant.
Kitzingen, 3. Mai 2013 Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2012
Anhang für 2012Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und davon-Vermerke im Anhang gemacht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unter anderem durch einen Rahmenkreditvertrag, an dem verschiedene Kreditinstitute beteiligt sind, sowie durch stille Beteiligungen. Im Rahmen dieser Finanzierung steht den finanzierenden Banken bei Durchbrechen bestimmter Finanzkennzahlen ein Kündigungsrecht zu. Die Einhaltung der vereinbarten Finanzkennzahlen ist den beteiligten Kreditinstituten quartalsweise auf Basis einer rollierenden 12-Monats-Konzernbericht-erstattung zu bestätigen. Auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung gehen wir davon aus, die vereinbarten Finanzkennzahlen einhalten zu können. Auf die Ausführungen im Lagebericht zum Abschnitt "Finanzierung" wird verwiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 7 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei beweglichen Anlagegütern, die mehrschichtig eingesetzt werden, wurde der Mehrschichteneinsatz im Ansatz einer geringeren Nutzungsdauer berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wertpapiere sind zum beizulegenden Wert am Stichtag bewertet und als Deckungsvermögen mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für in Anspruch genommene Skonti sowie bei mangelnder Verwertbarkeit werden entsprechende angemessene Abschläge vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen (Vorkalkulation) zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Aufträge zur Herstellung von Formen und Entwicklungen werden in den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen ausgewiesen, auch soweit diese bereits amortisiert werden. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, gegebenenfalls abzüglich erfolgter Amortisation über Serienteile. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an Kreditinstitute im Umfang von TEUR 29.731 sicherungsübereignet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko, der Zinsverlust sowie die noch anfallenden Kosten der Einziehung der Forderungen sind durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,05 % (Vj. 5,14 %) gemäß der "Verordnung über die Ermittlung und Bekanntgabe der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen (Rückstellungsabzinsungsverordnung)" vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden aufgrund der Entwicklung des Lebenshaltungskostenindexes mit 2,0 %, die Fluktuation aufgrund der Schließung des betrieblichen Versorgungswerks für Eintritte nach dem 21. Juni 1994 mit einer Rate von null Prozent berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über einen Zeitraum von 14 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr wurde der mindestens geforderte Zuführungsbetrag von TEUR 63 eingestellt. Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gem. Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 698. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen vergleichbaren, langfristig fälligen Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines aktivischen Überhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB und das Anschaffungskostenprinzip des § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB beachtet. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Blatt 15 dieser Anlage) dargestellt. Insgesamt sind im Geschäftsjahr Entwicklungskosten von TEUR 2.947 (Vj. TEUR 3.289) angefallen, von denen TEUR 199 (Vj. TEUR 1.703) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nachaktiviert wurden. Finanzanlagen/Angaben zum AnteilsbesitzDie Anteile an der Fehrer Great Britain Ltd. in Höhe von EUR 1,00 sind durch die im Laufe des Geschäftsjahres abgeschlossene Liquidation der Gesellschaft abgegangen. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachstehenden Übersicht zu entnehmen: Unmittelbarer Anteilsbesitz
1) Zu 1) Davon werden 0,1 % der Anteile
treuhänderisch von der Fehrer Immobilien als
zivilrechtlicher Eigentümer gehalten, welche im
Vorjahr zu Anschaffungskosten von TEUR 5 erworben wurden.
Mit Vertrag vom 20. Mai 2011 wurden sämtliche Rechte
und Pflichten im Zusammenhang mit den Anteilen auf die
Fehrer Automotive übertragen. Ausschlaggebend für
die Bilanzierung ist die Maßgeblichkeit des
wirtschaftlichen Eigentums gem. § 246 Abs. 1 Satz. 2
HGB.
Mittelbar ist die Gesellschaft noch zu 50% an der Ningbo nectec Jifeng Automotive Parts Limited, Ningbo, China, beteiligt. Zur Vermeidung von erheblichen Nachteilen für unser Unternehmen wird hinsichtlich der Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis von der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht worden. Die Anteile an der Fehrer Bohemia spol. s.r.o., an der nectec Automotive s.r.o., an der Fehrer Automotive-Rába Joint Venture Limited Liability Company sowie an der Fehrer Automotive North America, LLC sind als Sicherheit verpfändet. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge (Vj. TEUR 1) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 23.932 (Vj. TEUR 12.810) solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen ein verbundenes Unternehmen und resultieren aus der Finanzierung. In den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind solche aus Dividendenansprüchen von TEUR 357 (Vj. TEUR 318), in den sonstigen Vermögensgegenständen Steuererstattungsansprüche von TEUR 695 (Vj. TEUR 823) enthalten. Latente SteuernAktive latente Steuern ergeben sich insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Bei der Berechnung kommt ein Ertrasteuersatz von 28,43 % zur Anwendung. Der sich insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt. EigenkapitalDie Geschäftsführung schlägt vor, den erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 20.004.147,79 mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 3.699.533,58 zu verrechnen und den verbleibenden Bilanzverlust von EUR 16.304.614,21 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für personalbedingte Verpflichtungen, Gewährleistungsansprüche, Restrukturierung, Risiken im Vertriebsbereich, schwebende Rechtsverfahren sowie für die nachlaufenden Kosten zu bereits abgerechneten Werkzeug- und Entwicklungsprojekten gebildet. Rückstellungen für AltersteilzeitAngaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Als Deckungsvermögen werden ein Guthabenkonto (TEUR 301) sowie Wertpapiere eines Investmentkontos ausgewiesen, die mit ihrem beizulegenden Wert (TEUR 1.037) angesetzt werden. Der beizulegende Zeitwert des Guthabenkontos entspricht dessen Nominalwert zum Bilanzstichtag. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Wertpapiere wurden deren Kurswerte zum 31. Dezember 2012 herangezogen. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:
Als Sicherheiten für die Bankverbindlichkeiten dienen im Wesentlichen Grundschulden, Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen des Vorratsbestands sowie Negativerklärungen mit Gleichstellungsverpflichtungen bezüglich Anlage- und Vorratsvermögen; zudem sind unsere Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Anteile an der Fehrer Bohemia spol. s.r.o. und an der nectec Automotive s.r.o., beide Gesellschaften geschäftsansässig in Česká Lípa-Dubice, Tschechische Republik, verpfändet. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 110 (Vj. TEUR 106) Beträge für abgegrenzte Zinsen ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Zudem sind hier EUR 26,7 Mio. (Vj. EUR 19,0 Mio.) Verbindlichkeiten aus stillen Gesellschaften ausgewiesen. HaftungsverhältnisseZum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus der Übernahme der gesamtschuldnerischen Mithaftung für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu Gunsten der F.S. Fehrer GmbH & Co. KG, Kitzingen. Des Weiteren besteht ein Schuldbeitritt für Verpflichtungen aus einem Mietvertrag zu Gunsten der F.S. Fehrer GmbH & Co. KG, Kitzingen, in Höhe von TEUR 221 (Vj. TEUR 751); die Mietverpflichtungen enden im Jahre 2013. Mit Patronatserklärung vom 16. März 2012 erklärt die Fehrer Automotive als alleiniger Gesellschafter der Fehrer North America, dass sämtliche bestehenden Ansprüche gegen die Fehrer North America in den kommenden 12 Monaten nicht fällig werden. Darüber hinaus verpflichtet sich die Fehrer Automotive Gläubigern gegenüber, ihre Tochtergesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass sie ihren Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachkommen kann und diese Unterstützung solange aufrecht zu erhalten, bis ein Ausgleich dieser Verpflichtungen aus eigenen Mitteln möglich ist. Abstraktes Schuldanerkenntnis in Zusammenhang mit dem Rahmenkreditvertrag vom 26. März 2010: Die F.S. Fehrer GmbH & Co. KG, Kitzingen, und die F.S. Fehrer Automotive GmbH, Kitzingen, übernehmen im Wege des abstrakten Schuldanerkenntnisses nach § 781 BGB jeweils eine neue, eigenständige Zahlungsverpflichtung gegenüber der Poolführerin in Höhe des gesamten Kreditvolumens von EUR 112,3 Mio. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen für die Verbindlichkeiten der verbundenen Unternehmen wird aufgrund der vorliegenden Planungsunterlagen der betreffenden Gesellschaften und der Einschätzung über die Entwicklung der Absatzzahlen in den jeweiligen Ländern als eher gering eingeschätzt. Außerbilanzielle GeschäfteLeasingWir setzen zur Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln seit mehreren Jahren das Finanzierungsinstrument des Leasings sowohl im Bereich der Grundstücke und Gebäude als auch im Bereich der maschinellen Anlagen und des Fuhrparks ein. Sämtliche Risiken aus den Leasingverträgen verbleiben beim Leasinggeber. Die Vorteile dieses Finanzierungsinstruments liegen in der Bereitstellung von Liquidität zur Wahrnehmung betrieblicher Investitionen sowie in der Minimierung des Risikos durch die Verlagerung auf die Leasinggesellschaft. Die Verträge haben im Wesentlichen unkündbare Restlaufzeiten bis in die Geschäftsjahre 2013 bis 2041, welche im Folgejahr zu Zahlungen von TEUR 1.281 führen werden. Die Gesamtverpflichtungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Lizenzverträgen von insgesamt TEUR 1.814. Die Verträge haben im Wesentlichen unkündbare Restlaufzeiten bis in die Geschäftsjahre 2013 bis 2032, welche im Folgejahr zu Zahlungen von TEUR 1.417 führen werden. Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenWir setzen zur Absicherung von Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente ein. Auf Basis dieser Produkte tauschen wir unser variables Zinsrisiko gegen einen Festzinssatz. Der Basiszinssatz für die variable Seite entspricht in allen Fällen dem 6-Monats-Euribor. Es liegt jeweils eine Bewertungseinheit mit dem entsprechenden Darlehen vor. Dabei handelt es sich um sogenannte portfolio hedges. Das Sicherungsvolumen beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt EUR 48,6 Mio. (Vj. EUR 70,0 Mio.). Die Bewertung der Swaps zum Stichtag erfolgte nach der Methode "mark-to-market" anhand eigener Modelle der UniCredit Bank AG, München. Der Zeitwert beträgt TEUR ./. 1.349 (Vj. TEUR ./. 2.039). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich vollumfänglich im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil des Grundgeschäfts und den Sicherungsinstrumenten übereinstimmen. Die prospektive Wirksamkeit wird auf Basis der Investitions- und Finanzplanung ermittelt. Aufgrund der Planzahlen wird von einer vollumfänglichen Wirksamkeit ausgegangen. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Zur Messung der Effektivität wurde die durchschnittliche Inanspruchnahme aus dem Rahmenkreditvertrag retrospektiv ermittelt und den gesicherten Beträgen gegenübergestellt. AusschüttungssperreIn Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche ErträgeEs handelt sich mit TEUR 7.961 (Vj. TEUR 5.758) in erster Linie um Konzernumlagen, mit TEUR 442 (Vj. TEUR 1.128) um Erträge aus Lizenzvergaben, mit TEUR 93 (Vj. TEUR 96) um Managementleistungen an Beteiligungsunternehmen, mit TEUR 227 (Vj. TEUR 157) um Versicherungsentschädigungen, mit TEUR 278 (Vj. TEUR 1.554) um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und mit TEUR 87 (Vj. TEUR 2.064) um die Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und die aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen stellen periodenfremde Erträge dar. Erträge aus BeteiligungenDie Position beinhaltet die Dividendenausschüttungen eines verbundenen Unternehmens sowie von zwei Beteiligungsunternehmen. Außerordentliches ErgebnisBei den außerordentlichen Aufwendungen handelt es sich mit TEUR 7.293 um die Kosten der Restrukturierung der deutschen Werke (i. W. Erstellung Sanierungsgutachten, Sanierungsberatung und Abfindungen) und mit TEUR 5.400 (Vj. TEUR 15.706) um weitere Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Tochtergesellschaft Fehrer North America. Bedingt durch die weiterhin negative Geschäftsentwicklung an den amerikanischen Standorten, die hauptsächlich auf die Auswirkung außerordentlicher Faktoren zurückzuführen ist, wurden weitere Wertberichtigungen notwendig. Darüber hinaus sind in den außerordentlichen Aufwendungen Anpassungen an die geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz i. H. v. TEUR 63 (Vj. TEUR 63) enthalten. Aufgrund des negativen Jahresergebnisses ist das außerordentliche Ergebnis nicht mit Ertragsteuern belastet. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Ausweis betrifft mit im Ausland einbehaltene Quellensteuern, die aufgrund der bestehenden Verlustvorträge im Inland nicht anrechenbar sind. Sonstige AngabenAufsichtsratIng. Friedrich Siegfried Fehrer, Vorsitzender Stefan Ronneburg, freigestellter Arbeitnehmervertreter Volker Schöll, Rentner (bis 02. Januar 2013) Patrice Feraco, Rentner (ab 02. Januar 2013) Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr unverändert TEUR 5 und wurden von verbundenen Unternehmen weiterbelastet. BeiratDer gemäß § 10 des Beteiligungsvertrags vom 21. Dezember 2004 zwischen den Gesellschaftern der Unternehmensgruppe Fehrer einerseits und den stillen Gesellschaftern andererseits zu bildende Beirat hat sich am 06. April 2005 vertragsgemäß konstituiert. Dem Beirat gehören an: Dr. Roland Horster, (bis 16. Juli 2012) Vorsitzender bis 14. April 2012 Dr. Christian Waigel, Vorsitzender ab 14. April 2012 Friedrich Siegfried Fehrer, stellvertretender Vorsitzender bis 31. Juli 2012 Prof. Dr. Wolfgang Schürer, stellvertretender Vorsitzender ab 01. August 2012 Prof. Dr. Michael Mirow (bis 11. Mai 2012) Olivier Weddrien (ab 11. Mai 2012 bis 10. September 2012) Michael Blatz (ab 11. September 2012) Peter Pauli Die Bezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 72 (Vj. TEUR 61) und wurden von verbundenen Unternehmen weiterbelastet. GeschäftsführungDr. Bernd Welzel, Sprecher der Geschäftsführung (bis 26. April 2013) Roland Borst, Kaufmännischer Geschäftsführer (bis 23. Mai 2012) Tom Graf, Vorsitzender der Geschäftsführung (ab 23. Mai 2012) Gerhard Linsenmeier, Technischer Geschäftsführer (bis 14. Mai 2012) Harald Keller, Technischer Geschäftsführer (bis 05. Dezember 2012) Gerhard Ruf, Technischer Geschäftsführer (ab 01. Januar 2013) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.244 (Vj. TEUR 1.661) und wurden von verbundenen Unternehmen weiterbelastet. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 331 (TEUR 0) und wurden von verbundenen Unternehmen weiterbelastet. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungs- und BeratungshonorareDie Prüfung des Jahresabschlusses der F.S. Fehrer Automotive GmbH, Kitzingen, sowie des Konzernabschlusses der Fehrer-Gruppe wurde durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Nr. 17 HGB. Die Angaben zu den gesamten Honoraren des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der Fehrer-Gruppe enthalten. KonzernverhältnisseMuttergesellschaft ist die F.S. Fehrer GmbH & Co. KG, Kitzingen. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Rolf Fehrer GmbH, Kitzingen, einbezogen, die den Konzernabschluss für die gesamte Fehrer-Gruppe aufstellt. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die F.S. Fehrer Automotive GmbH zum 31. Dezember 2012 nicht verpflichtet, da die Rolf Fehrer GmbH in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2012 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die F.S. Fehrer Automotive GmbH erstellt; dieser ist im elektronischen Bundesanzeiger bekannt zu machen.
Kitzingen, 3. Mai 2013 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens
*) Umgegliedert werden die Anteile an der nectec
Automotive GmbH (TEUR 6.822) in das Umlaufvermögen, da
diese mit Vertrag vom 12. Dezember 2012 unter
aufschiebender Bedingung, die zum 21. Februar 2013
erfüllt war, veräußert wurden.
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der F.S. Fehrer Automotive GmbH, Kitzingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht unter Abschnitt "Finanzierung" und "Nachtragsbericht" hin: Dort führt die Geschäftsführung aus, dass aufgrund der weiter schwachen Automobilkonjunktur in Europa zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen definiert wurden. Diese betreffen im Wesentlichen Produktverlagerungsmaßnahmen, die 2013 zu Ergebnisbelastungen führen können. Die Sanierungsfähigkeit steht unter dem Vorbehalt der vollumfänglichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen einschließlich der Aufrechterhaltung der zugesagten und bisher geleisteten Finanzierungsbeiträge. Auf der Grundlage einer aktualisierten Restrukturierungsplanung wurden in 2013 neue Finanzkennzahlen vereinbart. Jedoch steht den finanzierenden Banken bei Verletzung dieser Finanzkennzahlen ein Kündigungsrecht zu. Die Fortführung des Unternehmens steht damit unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung.
Stuttgart, 8. Mai 2013 Ernst
& Young GmbH
Boelcke, Wirtschaftsprüfer Hofmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2012F.S. Fehrer Automotive GmbH
Kitzingen, 10. Dezember 2013 Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2012 die Tätigkeit der Geschäftsführung begleitet und ständig überwacht. Er ist damit seinen gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben nachgekommen. Im Geschäftsjahr 2012 fanden 1 außerordentliche Sitzung am 28.03.2012 und 2 ordentliche Sitzungen am 16.07. und 11.12.2012 statt. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012 regelmäßig durch Berichte der Geschäftsführung über die Tätigkeit der Geschäftsführung und die Situation der Gesellschaft informiert. Am 28.03.2012 fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Ausschlaggebend für die Einberufung waren die aktuelle Liquiditätslage der Gesellschaft und deren Ursachen. Besonderes Augenmerk wurde auf die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen gelegt, die von der Geschäftsführung vorgestellt und erläutert wurden. Anhand von umfänglichen Präsentationen der Geschäftsführung wurde der Aufsichtsrat in den beiden ordentlichen Sitzungen am 16.07. und 11.12.2012 über den aktuellen Stand der eingeleiteten Maßnahmen, die aktuelle Geschäftsentwicklung, auch die der Tochtergesellschaften und Joint Ventures, informiert. Die aktuelle Marktentwicklung und die eingeleiteten strategischen Maßnahmen wurden von der Geschäftsführung vorgestellt und besprochen. Prüfung des Jahresabschlussberichtes 2012Die Geschäftsführung der F.S. Fehrer Automotive GmbH hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der F.S. Fehrer Automotive nach den Vorschriften des HGB erstellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der F.S. Fehrer Automotive GmbH zum 31.12.2012 wurden durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und mit heutigem Datum den Jahresabschluss genehmigt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Herr Volker Schöll scheidet zum 31.12.2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende dankt Herrn Schöll für seine langjährige Tätigkeit als Aufsichtsrat der F.S. Fehrer Automotive GmbH. Der Aufsichtsrat dankt weiterhin allen Mitarbeitern für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2012.
KR Ing. Friedrich Siegfried Fehrer, Vorsitzender des Aufsichtsrates GewinnverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat am 05. Juni 2013 beschlossen, den erzielten Jahresfehlbetrag von 20.004.147,79 EUR mit dem bestehenden Gewinnvortrag von 3.699.533,58 EUR zu verrechnen und den verbleibenden Bilanzverlust in Höhe von 16.304.614,21 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. |
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