Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 4531
Vorher
Blitz 06-1012 GmbHCougard Germany GmbH
Eingetragen
20.12.2006
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Halten und Verwaltung von Beteiligungen sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Aktivitäten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabio Invernizzi
seit 10.2.2025
Geschäftsführer
Katrin Hopfenbeck
seit 20.2.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SGD GROUP SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cougard Investissement S.A.S.
France
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
94.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SGD Germany GmbH

Kipfenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Balance sheet as at 31.12.2023

AKTIVA / ASSETS

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen / Fixed assets
I. Finanzanlagen / Financial Assets
Anteile an verbundenen Unternehmen / Shares in affiliated companies 161.229.496,00 161.229.496,00 161.229.496,00
B. Umlaufvermögen / Current assets
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Accounts receivable and other assets
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Receivables due from affiliated companies 12.527.127,08 4.309.111,37
2. sonstige Vermögensgegenstände / other assets 93,89 4.452,37
(davon aus Steuern 0,00 €; im Vorjahr 4.452,37 €)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten / Cheques, cash on hand, cash at banks 59.306,25 12.586.527,22 536.605,82
173.816.023,22 166.079.665,56

PASSIVA / EQUITY AND LIABILITIES

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital / Equity
I. Gezeichnetes Kapital / Subscribed capital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage / Capital reserve 41.000.000,00 41.000.000,00
III. Gewinnvortrag / Retained profits 44.778.976,59 34.595.999,72
IV. Jahresüberschuss / Net income for the year 19.616.751,29 105.420.727,88 10.182.976,87
B. Rückstellungen / Provisions
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen / Provisions for pensions and similar obligations 1.061.759,00 1.718.798,00
2. Steuerrückstellungen / Provisions for taxes 236.388,99 818.364,76
3. sonstige Rückstellungen / other provisions 225.224,67 1.523.372,66 190.837,67
C. Verbindlichkeiten / Liabilities
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Accounts payable 0,00 202,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen / Due to affiliated companies 66.583.645,59 77.465.978,62
3. sonstige Verbindlichkeiten / other liabilities 288.277,09 66.871.922,68 81.507,08
(davon aus Steuern 288.277,09 €; im Vorjahr 81.507,08 €)
173.816.023,22 166.079.665,56

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2023

Profit and loss statement from 1.1. to 31.12.2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse / Sales revenues 17.088.330,00 14.658.240,00
2. Sonstige betriebliche Erträge / Other operating income 34.942,24 100.771,52
17.123.272,24 14.759.011,52
3. Personalaufwand / Personnel expenses
a) Löhne und Gehälter / Wages and salaries -924.390,36 -829.090,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 551.404,43 -372.985,93 -295.062,13
(davon für Altersversorgung: -694.180,21 € im Vorjahr 175.911,00€)
Social charges
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen / Other operating expenses -175.203,66 -548.189,59 -190.336,38
16.575.082,65 13.444.522,49
5. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne Income based on profit and loss transfer agreement 10.608.300,04 2.281.488,76
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Interest and similar income 138.524,18 14.607,43
(davon aus verbundenen Unternehmen 134.926,18 €; im Vorjahr 10.635,43 €)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen / Interest and similar expenses -4.372.846,58 -2.631.779,53
(davon an verbundenen Unternehmen 4.347.580,23 €; im Vorjahr 2.583.641,54 €)
22.949.060,29 13.108.839,15
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Taxes on profit -3.331.788,00 -2.924.931,28
9. Ergebnis nach Steuern / Result after taxes 19.617.272,29 10.183.907,87
10. Sonstige Steuern / Other taxes -521,00 -931,00
11. Jahresüberschuss / Net income for the year 19.616.751,29 10.182.976,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die SGD Germany GmbH hat ihren Sitz in Kipfenberg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HRB 4531 eingetragen.

Dieser Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes erstellt und entspricht den gesetzlichen Formvorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die angegebenen Vorjahreszahlen sind vergleichbar (§ 265 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

1. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

3. Latente Steuern

Ein Ansatz von aktiven latenten Steuern erfolgt nicht, da das bestehende Aktivierungswahlrecht ausgeübt wurde.

4. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden auf Grundlage der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" nach der Projected- Unit-Credit-Methode unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % bewertet. Dieser Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Es wurde ein Rententrend von 1,8 % bzw. 1,0 % p.a. gem. Versorgungsordnungen unterstellt.

Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf die gleiche Weise und beträgt 1,75 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf T€ 17 Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Daneben besteht aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SGD Kipfenberg GmbH ein weiterer ausschüttungsgesperrter Betrag aus Pensionsrückstellungen von T€ 307.

5. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nicht abgezinsten Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bewertet.

Die Rückstellung für Jubiläum ist in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Es wurde ein dem durchschnittlichen Marktzins entsprechender laufzeitadäquater Abzinsungssatz von 1,75% berücksichtigt. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurde eine Fluktuationsquote von 3,0 % unterstellt.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgend aufgeführten Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Gegenstand Beginn Geschäftsjahr Zugänge (Nachaktivierungen) Abgänge (Umbuchungen) Schluss Geschäftsjahr
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 161.229.496,00 0,00 0,00 161.229.496,00
161.229.496,00 0,00 0,00 161.229.496,00
Abschreibungen
Gegenstand Beginn Geschäftsjahr Zugänge (Zuschreibungen) Abgänge (Umbuchungen) Schluss Geschäftsjahr
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
Gegenstand Beginn Geschäftsjahr Schluss Geschäftsjahr
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 161.229.496,00 161.229.496,00
161.229.496,00 161.229.496,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegenüber dem Tochterunternehmen SGD Kipfenberg GmbH und dem Schwesterunternehmen SGD S.A. Gegenüber der SGD Kipfenberg GmbH sind Forderungen aus Gewinnabführung in Höhe von T€ 8.703 (Vorjahr T€ 2.281) und Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.709 (Vorjahr T€ 2.023), gegenüber der SGD S.A. Forderungen aus CashPool-Zinsen in Höhe von T€ 22 (Vorjahr T€ 5) enthalten. Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pool gegenüber dem Schwesterunternehmen SGD S.A., Puteaux, Frankreich, mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TE 2.093 (im Vorjahr Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.554) enthalten.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt laut Handelsregisterauszug unverändert T€ 25.

Die Kapitalrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr T€ 41.000.

Im Gewinnvortrag sind ausschüttungsgesperrte Beträge aus den Pensionsrückstellungen von T€ 324 enthalten, wovon T€ 307 aus der Ergebnisabführung der SGD Kipfenberg GmbH resultieren.

4. Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen beruhen auf Versorgungsordnungen sowie auf einzelvertraglichen Vereinbarungen. In den genannten Versorgungsordnungen sind auch Entgeltumwandlungen geregelt.

Die Steuerrückstellungen setzen sich aus T€ 137 für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (Vorjahr T€ 636) und T€ 100 für Gewerbesteuer (Vorjahr T€ 182) zusammen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich mit T€ 159 (Vorjahr T€ 152).

5. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Zins- und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter SGD Group S.A.S., Puteaux, Frankreich, mit T€ 66.584 (Vorjahr T€ 77.466) enthalten, wovon T€ 8.939 (Vorjahr T€ 8.897) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind laufende Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TE 22 (Vorjahr T€ 48) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hält 94 % der Anteile an der SGD Kipfenberg GmbH mit Sitz in Kipfenberg, deren Eigenkapital per 31.12.2023 T€ 6.012 bei einem Stammkapital von T€ 6.000 beträgt. Der Jahresüberschuss der SGD Kipfenberg GmbH vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 von T€ 10.608 wurde über den Ergebnisabführungsvertrag an die SGD Germany GmbH abgeführt.

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 9 (Vorjahr: 8).

Einzelvertretungsbefugte Geschäftsführer sind Herr Reinhard Koch (Industriekaufmann) und Herr Claus Meilinger (Diplom-Kaufmann).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung (§ 285 Nr. 9 a HGB) und deren Versorgungsanwartschaften werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

Pensionsverpflichtungen für frühere Geschäftsführer der Gesellschaft werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

Der Jahresabschluss der SGD Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der SODA S.A.S. mit Sitz in Puteaux, Frankreich, einbezogen, der unter der Handelsregisternummer R.C.S. Nanterre Identifikationsnummer 894 268 929 und numero de gestion 2021 B 10945, beides Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre 4, Rue Pablo Neruda, 92020 Nanterre Cedex, offengelegt wird.

Wesentlich Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zu fehlerhaften Ergebnissen im Verständnis des Jahresabschlusses führen würden, gab es nicht.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 19.617 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Betrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kipfenberg, den 24. Mai 2024

Reinhard Koch, Geschäftsführer

Claus Meilinger, Geschäftsführer

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2023

der SGD Germany GmbH

Grundlagen der Gesellschaft

Als Holding- und Vertriebsgesellschaft der SGD Kipfenberg GmbH, einem führenden Hersteller für pharmazeutisches Hüttenglas, gehört die SGD Germany GmbH der Unternehmensgruppe SGD Group S.A.S. mit Sitz in Puteaux, Frankreich, an und vertreibt im Namen der SGD Kipfenberg GmbH auf Provisionsbasis deren als auch die Produkte der Unternehmensgruppe im Vertriebsgebiet DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz).

Die SGD Group S.A.S. produziert und vertreibt an 5 Industriestandorten hauptsächlich pharmazeutisches Glas.

Zwischen der SGD Germany GmbH und der Tochtergesellschaft SGD Kipfenberg GmbH besteht seit dem Jahr 2007 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Inlandsmarkt zeigt in 2023 in den Absatzzahlen ein stabiles Niveau. Die Marktanteile konnten nach Einschätzung der Geschäftsleitung gehalten werden. Marktstatistiken stehen seit 2016 allerdings nicht mehr zur Verfügung.

Der Jahresverlauf 2023 war im 1. Halbjahr weiterhin geprägt von der auslaufenden Corona Pandemie, die deutliche Veränderungen im Medikamentenverbrauch nach sich zog.

1.

Aufgrund der Pandemievorkehrungen wurde das "normale" Krankenhausgeschehen spürbar heruntergefahren, was sich auch in 2023 im 1. Halbjahr noch produktspezifisch bemerkbar machte.

2.

Eine verstärkte Nachfrage insb. nach OTC-Produkten stellte sich zum 4. Quartal 2022 ein, als die ersten Erkältungserkrankungen wegen des Wegfalls der Masken auftraten. Dieser Trend setzte sich auch in 2023, v.a. im 1. und 4. Quartal weiter fort.

3.

Im 2. Halbjahr setze eine Normalisierung der Nachfrage nach Produkten, die v.a. im Krankenhaus verwendet werden ein. Jedoch kam es auch weiterhin zu Engpässen, v.a. bei Antibiotika und speziellen Kindermedikamenten.

Geschäftsverlauf

Wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens ist der abgeführte Gewinn der SGD Kipfenberg GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag.

Der abgeführte Gewinn der SGD Kipfenberg erhöhte sich im Berichtsjahr um 365,0 % auf 10,6 Mio € (VJ Rückgang 95,7 % auf 2,3 Mio €).

Lage der Gesellschaft

- Ertragslage -

Der Umsatz der SGD Germany GmbH belief sich im Berichtszeitraum auf 17,1 Mio € und lag damit um 16,6 % über dem Umsatz des vorherigen Kalenderjahres in Höhe von 14,7 Mio €. Der Umsatz setzt sich hauptsächlich aus Vertriebsprovisionen gemäß Vereinbarung mit der SGD Kipfenberg GmbH zusammen. Das Umsatzplus resultiert vorwiegend aus der Weitergabe der gestiegenen Kosten an die Kunden.

Der Personalaufwand reduzierte sich im Berichtszeitraum um 66,8 % auf 0,4 Mio € (VJ Erhöhung um 31,7% auf 1,1 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf reduzierte Pensionsaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio € zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt erhöhten sich die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,5%, was wiederum auf höhere Gratifikationszahlungen sowie dem Anstieg des Personalstands, um durchschnittlich 1 Person zurückzuführen ist.

Das betriebliche Ergebnis der SGD Germany GmbH belief sich auf 16,6 Mio € und lag somit um 23,3 % über dem betrieblichen Ergebnis des Vorjahres (VJ 13,4 Mio €). Dies ist insbesondere durch den gestiegenen Umsatz und der reduzierten Personalaufwendungen bedingt.

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Ertragslage aufgrund der krisenbedingten Marktsituation als zufriedenstellend ein.

- Finanzlage -

Die Gesellschaft ist wesentlich durch ein mittelfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von 65,3 Mio € mit einer Laufzeit bis 06.10.2026 finanziert. Im Darlehensvertrag zum Gesellschafterdarlehen ist eine Verzinsung in Höhe von 2,7 % über dem 6-Monate-Euribor und eine jährliche Tilgung in Höhe von EUR 7,7 Mio festgelegt.

Des Weiteren bedient sich die Gesellschaft eines Cash-Pools der SGD Group SAS, der zum Bilanzstichtag mit einer Forderung von 2,1 Mio € ausgewiesen wird. Der Habenzins ist hierfür vertraglich auf 0,125 % über dem EONIA (Euro Overnight Index Average) festgelegt und ist monatlich zur Zahlung fällig.

Der operative Cashflow (Jahresergebnis vor Gewinnverwendung, Veränderung langfristiger Rückstellungen) liegt mit 19,0 Mio € in der Berichtsperiode um 81,6 % (VJ Erhöhung 44,1 %) über dem des vorherigen Kalenderjahres (10,4 Mio €).

Zum Ende des Berichtszeitraums wird eine Liquidität von 59 T€ (VJ 537 T€) bei der Hausbank (Commerzbank AG, Niederlassung Ingolstadt) sowie eine Forderung im Cash-Pool in Höhe von 2,1 Mio € (VJ Verbindlichkeit 3,6 Mio €), in der Bilanz ausgewiesen unter Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Geschäftsführung sieht die Finanzlage als stabil an und sich aufgrund der positiven Cashflows, wie dem Cashpooling in der Lage, zukünftige Zahlungsverpflichtungen bedienen zu können.

- Vermögenslage -

Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beträgt 173,8 Mio € (VJ 166,1 Mio €).

Diese Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die höheren Forderungen gegen SGD Kipfenberg GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags sowie auf das höhere Eigenkapital aufgrund des zugeführten Jahresüberschusses zurückzuführen.

Mit 60,7 % liegt die Eigenkapitalquote über dem Niveau des Vorjahres (VJ 51,7 %), was auf eine Erhöhung des Eigenkapitals infolge des Jahresergebnisses 2023 zurückzuführen ist.

- Verbindlichkeiten und Forderungen -

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 8,2 Mio € (VJ Erhöhung 2,0 Mio €), was auf die höheren Forderungen gegen SGD Kipfenberg GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags und auf die darin enthaltenen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 2,1 Mio € zurückzuführen ist. Im Vorjahr wies der Cash-Pool eine Verbindlichkeit in Höhe von 3,6 Mio € aus, die unter Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen war.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 10,9 Mio € (VJ Reduzierung 8,7 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf die vorgenannten Saldenänderung im Cash-Pool zurückzuführen. Zudem reduzierte sich die Verbindlichkeiten aus einem Gesellschafterdarlehen im Berichtszeitraum um 7,7 Mio € aufgrund einer Tilgungsleistung.

Prognose

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 wird vom Umfang der Markterholung (nach Corona) abhängen.

Die Erholung des Pharmamarkts hat bereits eingesetzt, jedoch kann noch nicht gesagt werden, wann wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht wird. Die aktuelle Nachfrage steigt aber an, so dass mit einer guten Auslastung für 2024 zu rechnen ist.

Verlagerungen der Nachfrage in oder auch von andere/n Wirtschaftsräume/n sind aufgrund der politischen Lage weiterhin zu verfolgen.

Eine Diversifizierung auch in andere Absatzbereiche (z. B. Food & Beverage) ist angebracht, um eventuelle kurzfristige Ausfälle im Pharmaabsatz zu kompensieren.

Die Auslastung ist durch die verstärkte Nachfrage seitens des Marktes abgesichert; es wird aktuell kein marktbedingter Produktionsstillstand geplant.

Der Pharmaziemarkt wird von uns mittel- und auch langfristig als stabil eingeschätzt, dadurch ist die Kontinuität des Unternehmens dauerhaft gefestigt.

Das seit 2010 existierende moderate Wirtschaftswachstum des europäischen Glasmarktes hat weiterhin Bestand. Aus Sicht der Geschäftsführung zeichnet es sich ab, dass der Markt in der Pharma-Verpackungsglasbranche mittel- und langfristig weiterhin leicht wachsen wird.

Für 2024 planen wir eine weitere Erholung und somit einen Anstieg des betrieblichen Ergebnisses gegenüber 2022.

Der Umsatz in 2024 wird nach den aktuellen Planungen um 7,3 % höher sein als der Umsatz aus 2023, was hauptsächlich an der erwarteten Erholung des Marktes und an Preiserhöhungen aufgrund der massiv gestiegenen Einkaufspreise liegt.

Für die Folgejahre gehen wir davon aus, dass sich die in 2022 festgestellten Trends weiter fortsetzen, d. h. die Internationalisierung der global agierenden Pharmagruppen wird weiter fortschreiten und zusätzliche, qualitative Wachstumschancen bieten.

Der Inlandsmarkt wird weiterhin als stabil angesehen, jedoch ist aufgrund von Kapazitätserweiterungen anderer Marktteilnehmer nach wie vor mit verschärftem Wettbewerbsdruck zu rechnen.

Der wirtschaftliche Einfluss des andauernden Kriegs in der Ukraine kann unsere Prognosen stark beeinflussen.

Es wird in der Planung vor allem davon ausgegangen, dass sich die Marktsituation während der zweiten Jahreshälfte 2024 auf das Vorkrisenniveau von 2019 einpendelt und dass auch die Lieferketten und der weltweite Warenverkehr weiterhin nicht eingeschränkt werden.

Neben vorgenanntem Umsatzanstieg planen wir mit einer höheren Ergebnisabführung der SGD Kipfenberg GmbH in Höhe von 5,8 %.

Es wird darauf hingewiesen, dass zukünftige Ergebnisse von den Prognosen, die von den Geschäftsführern gemacht wurden, aufgrund der schwankenden Absatzzahlen und den Risiken bei der Energiebeschaffung, abweichen können.

Risiko- und Chancenbericht

Ein regelmäßiges, monatliches Berichtswesen - auch an den französischen Mutterkonzern - ist Bestandteil des Risikomanagements von SGD Kipfenberg GmbH. Damit ist die frühzeitige und regelmäßige Information der Konzernleitung über die Entwicklung der für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens maßgeblichen Risikopositionen gewährleistet, sowie eine frühzeitige Erkennung von möglicherweise bestandsgefährdenden Risikopositionen gesichert.

Im Integrierten Managementsystem der SGD Kipfenberg GmbH werden zudem Risiken ermittelt und bewertet. Ein Update dieser Risiken und Bewertungen erfolgt jährlich in Form einer IMS Risikoanalyse, die unter anderem auch die Festlegung von Maßnahmen zur Minimierung der Risiken der einzelnen Abteilungen beinhaltet.

Weitere wesentliche Instrumente sind das Monatsreporting, monatliches Direktionskomitee, monatliche Commercial-; Industrial- und Business Review Meetings mit der Konzernmutter und regelmäßige konzernweite Management- und Controlling Meetings sowie intensive Kenntnisse und Beobachtung der Märkte, die auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden basieren.

Weiterhin wird laufend das Konzernreporting, bezogen auf Working Capital, Cashflow und einen umfangreichen Rolling Forecast intensiviert, was die Geschäftsentwicklung verdeutlicht und somit Risikoelemente aufdecken kann.

Das Unternehmen SGD Kipfenberg GmbH ist zertifiziert nach ISO 15378.

Die Norm bezieht sich auf Primärverpackungen für Arzneimittel, wobei die besonderen Anforderungen für die Anwendung von ISO 9001, entsprechend der Guten Herstellungspraxis (GMP), zu Grunde gelegt werden.

Darüber hinaus hat die SGD Kipfenberg GmbH in 2008 ein Qualitäts- und Umweltmanagementsystem ISO 14001, in 2013 die ISO 50001 (Energiemanagementsystems) sowie im Jahr 2014 die Zertifizierung des Arbeits- und Gesundheitsschutzsystems nach OHSAS 18001 erfolgreich eingeführt.

Risiken

Im Zuge der zertifizierten Managementsysteme bestimmt die Gesellschaft im integrierten Managementsystem die Risiken und auch Chancen und ergreift ggf. Maßnahmen, um unerwünschte Auswirkungen zu verhindern, Chancen zu nutzen, um erwünschte Auswirkungen zu verstärken und um ständige Verbesserung zu erreichen.

Die Risikobewertung wird jährlich auf seine Aktualität hin überprüft und betrifft insbesondere folgende Kategorien

Materialien

Energien

Produktionsprozess

Betriebsstörungen

Andere Risiken

Zur Risikobewertung wird das Schadensausmaß mit der Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert und in folgender Matrix dargestellt. Die daraus resultierende Risikoprüfziffer gibt Aufschluss über mögliche Risiken je Prozess, wobei eine Risikoprüfziffer sich nicht im rot markierten Risikobereich befinden sollte. Grüne und Gelbe Bereiche sind als vertretbares Risiko anzusehen.

Es wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Zur Bewertung wurden die zuvor ermittelten Risiken bewertet und den vorgenannten Kategorien zugeordnet. Daraus ergibt sich nachfolgende durchschnittliche Bewertung der Risiken in Form einer Risikokennzahl in den einzelnen Kategorien:

- Materialien 4,0 (grün/gelb)
- Energien 7,0 (grün/gelb)
- Produktionsprozess 1,3 (grün)
- Betriebsstörungen 4,4 (grün/gelb)
- Andere 4,0 (grün/gelb)

Risiken im Detail und weitere Risiken:

- Preisrisiko -

Es existieren durch den hohen Energie- und Rohstoffeinsatz Risiken resultierend aus steigenden Energie- und Rohstoffpreisen am Markt.

Ein Hauptaugenmerk gilt hier den sich stark ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen bei den Energiesteuern, der Stromnetzentgeltverordnung, den Energiebeihilfen und den Rahmenbedingungen auf dem CO 2 -Markt. Es ist nicht absehbar, wie sich künftig die regulatorischen Vorschriften entwickeln werden, was eine Planung äußerst schwierig gestaltet.

Zudem besteht das Risiko hoher Preisschwankungen durch weltweit auftretende Unruhen, aktuell durch den Krieg in der Ukraine.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden längerfristig ausgelegte Lieferverträge für die Energieversorgung (Strom und Gas) abgeschlossen, die teilweise in 2020 erneuert wurden. Mit diesen äußerst flexibel ausgelegten Verträgen werden für diesen risikoreichen Kostenfaktor am Forward-Markt zukünftige Preise gesichert, um das Risiko der Preisschwankungen in diesem Bereich zu minimieren.

Für die Beschaffung der Rohstoffe sowie für Preissicherungsgeschäfte für Energien bedient sich die Gesellschaft dem Service des Zentraleinkaufs der SGD Gruppe, welcher weltweit unterstützend tätig ist und die Vorteile gemeinsamer Einkäufe an die Gesellschaften weitergibt.

- Energieversorgungsrisiko -

Die sicher geglaubte Energieversorgung wird durch die aktuelle Situation (Krieg in Ukraine) zum Risiko. Vor allem der Gaslieferstopp aus Russland stellte im Berichtsjahr ein Risiko dar. Durch direkten Kontakt zum Energielieferanten und Netzbetreiber ist ein direkter Informationsaustausch zur Versorgungssicherheit gegeben und es können im Bedarfsfall schnell Maßnahmen zur Sicherstellung der Produktion eingeleitet werden. Hierzu zählt vor allem die Möglichkeit, den Gasverbrauch durch die Benutzung von Schweröl massiv zu reduzieren.

- Ausfallrisiko -

Dem Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen wird durch ein voll integriertes Kreditmanagementsystem entgegengewirkt. Regelmäßige Überprüfung der Bonität, Eingruppierung von Kunden in Risikogruppen sowie laufende Analyse des Auftragswertes, der Außenstände und der überfälligen Positionen führen nach gruppenweit festgelegten Regeln zur Sperrung von Kunden oder zu einer angemessenen Abwertung von Forderungen.

- Marktrisiken -

Da durch die Gesellschaft fast ausschließlich der relativ stabile Pharmamarkt bedient wird und von einem moderaten, aber steten weltweiten Wachstum auch für Primärpackungen aus Hüttenglas ausgegangen werden kann, ist das Volumen gut abgesichert.

Parenteralia sind außerdem als weitestgehend konjunkturunabhängig anzusehen.

Nicht destotrotz wurde mit der Diversifikation in dem Food & Beverage Bereich ein gewisser Ausgleich für kurzfristige Marktschwankungen gesorgt.

Marktentwicklungen bezüglich möglicher Umstellungen auf alternative Packmaterialien werden auch auf Gruppenebene international beobachtet und mögliche Folgen bewertet. Häufig sprechen jedoch Produktanforderungen, Sicherheitsaspekte oder Zulassungsfragen gegen beliebige und schnelle Wechsel. Plastik-Verpackungen werden zudem ökologisch zunehmend negativer wahrgenommen.

Die Globalisierung birgt Risiken der Verlagerung von Pharmafertigungen in Billiglohnländer und auch zu reinen Lohnfertigungsunternehmen. Hier gilt es, die weltweiten Trends durch das gut aufgestellte Vertriebsnetz frühzeitig wahrzunehmen und durch konzernweite Strategien erfolgreich aufzugreifen.

Verlagerungen in Billiglohnländer sind allerdings häufiger mit erhöhtem Kosten- und Preisdruck verbunden. Hierbei ist eine verstärkte Konkurrenz aus Indien und China gegenüber den traditionellen Abfüllländern in Europa zu bemerken.

- Gewährleistungsrisiko -

Um dem Risiko eines Gewährleistungsfalles entgegenzuwirken, setzt die Gesellschaft auf sehr weitreichende interne Produktkontrollen mithilfe von Kontrollmaschinen, die sämtliche Fertigwaren vor dem Versand kontrollieren. Diese Kontrollmaschinen werden regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Außerdem werden im Produktionsprozess Stichproben gezogen, um weitreichendere Prüfungen und Laboranalysen vorzunehmen.

- Ukraine-Krieg -

Der seit 24. Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine stellt insbesondere in Bezug auf die Energieversorgung und der Energiekosten ein Risiko dar, das als hoch einzustufen ist. Durch intensiven Kontakt mit den Energielieferanten, den Netzbetreibern und dem Zentraleinkauf der SGD-Gruppe wird versucht, Maßnahmen zur Minimierung des Risikos der Versorgungssicherheit zu treffen (siehe Energieversorgungsrisiko).

Gestiegene Energiekosten werden versucht an die Kunden weiterzugeben.

Auf Basis der gegenwärtigen Einschätzung der Risikosituation bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken.

- Zinsrisiko -

Der Cash-pool der SGD Germany GmbH wird bei der SGD Group SAS, also der Muttergesellschaft der SGD Germany GmbH geführt, wo vertraglich Soll- und Guthabenzinssätze in Anlehnung an den Euribor festgelegt sind.

Für das Gesellschafterdarlehen der SGD Germany GmbH ist ebenfalls mit dem Darlehensgeber SGD Group SAS vertraglich ein marktgerechter Prozentsatz zum Euribor festgelegt.

Das Risiko in beiden Fällen ist somit an den Trend der Finanz- und Wirtschaftsmärkte gekoppelt und wird derzeit als niedrig eingestuft.

Auf Basis der gegenwärtigen Einschätzung der Risikosituation bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancen

Zur Chancenermittlung wird jeder ermittelten Chance ein Prozess zugordnet und dann sowohl die Erfolgsaussicht als auch die Umsetzbarkeit der Chance jährlich anhand folgender Chancenmatrix bewertet:

Hervorzuheben sind hieraus ermittelte Chancen in den Bereichen Markt, Energie und Umwelt. Durch die Spezialisierung auf dem Pharmamarkt und konstante Investitionen ist die SGD Kipfenberg für die Zukunft gut aufgestellt, um den bisherigen Marktanteil zu halten und im Export dort auszubauen, wo hohe Qualitätskriterien gefordert werden.

Es ist weiterhin festzustellen, dass Medizinprodukte verstärkt in kleineren Behältnissen von 6 ml bis 100 ml abgefüllt werden. Behältnisse von 250 ml bis 1000 ml werden nur noch für Speziallösungen und anspruchsvollere Produkte eingesetzt. Hochwertige Produkte werden auch zukünftig in Glas abgefüllt werden. Dieser Markt ist ein wichtiger Wachstumsmarkt unter höchsten Qualitätskriterien, ebenso wie der Markt für Antibiotika.

Internationale Wachstumschancen werden weiterhin auf Gruppenebene und über Global- und Key-Account Management verfolgt. Hierbei stellen sich die bestehenden Kontakte zu global agierenden Stammkunden weiterhin als vorteilhaft dar.

Es werden existierende Erfolgsmodelle in neue Zonen übertragen und die Vorteile der Spezialisierung und Standardisierung beibehalten.

Der Verkauf der mittleren Behältnisse bewegt sich auf sehr hohem Niveau und die Fertigprodukte können den Endverbrauchern auch in entfernten Ländern kostengünstig angeboten werden.

Insgesamt gesehen, sieht sich die Gesellschaft für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet.

 

Kipfenberg, den 24. Mai 2024

Reinhard Koch, Geschäftsführer

Claus Meilinger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SGD Germany GmbH, Kipfenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SGD Germany GmbH, Kipfenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SGD Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 24. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Burkhard Lauer, Wirtschaftsprüfer

Thomas Eberle, Wirtschaftsprüfer

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