Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 58469
Eingetragen
4.9.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
(a) die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungen, Verpackungsmaterialien und Behältern aller Art, insbesondere Intermediate Bulk Containern (IBC), und sonstiger Erzeugnisse aus Kunststoff und anderen synthetischen Materialien, aus Metall, Papier und Verbundstoffen insbesondere für die Industrie, (b) die Entwicklung aller hiermit zusammenhängenden Verfahren, insbesondere unter der eingetragenen Marke MAUSER, (c) die Beratung in Bezug auf die aufgeführten Tätigkeiten sowie (d) die Erbringung von Dienstleistungen und die Vergabe von Lizenzen oder sonstigen Rechten an Beteiligungsgesellschaften und ähnliche Unternehmen sowie für Auftraggeber aller Art einschließlich aller sonstigen in diesem Zusammenhang anfallenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Aldo Tesi
seit 21.7.2023
Geschäftsführer
Matthias Bartl
seit 21.7.2023
Prokura
Claudia Erb
seit 10.2.2023
Prokura
Nils Stenger
seit 18.3.2022
Geschäftsführer
Bart Julien Lorrez
seit 31.8.2020
Geschäftsführer
Michael Steubing
seit 5.3.2018
Geschäftsführer
Mohamed Mariami
seit 5.5.2017
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.38% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAUSER PACKAGING SOLUTIONS HOLDING COMPANYUSA
0.38%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mauser-Werke GmbH

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANLAGENVERZEICHNIS

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252.191,24 298.623,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 12.517.332,63
252.191,24 12.815.955,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.238.051,42 12.747.822,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.364.235,87 48.901.209,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.172.275,79 4.386.868,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.410.413,02 3.803.874,56
76.184.976,10 69.839.775,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 293.015.117,31 293.015.117,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 48.545,93 93.850,73
3. Beteiligungen 46.062,00 46.062,00
4. Sonstige Ausleihungen 7.000.000,00 7.014.184,09
300.109.725,24 300.169.214,13
376.546.892,58 382.824.945,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.430.615,27 11.703.356,95
2. Unfertige Erzeugnisse 3.865.955,75 6.740.270,59
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.741.706,67 4.761.476,13
4. Geleistete Anzahlungen 51.850,61 9.089,00
18.090.128,30 23.214.192,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2.256.266,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76.916.514,18 174.871.384,23
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 6.970.340,16 (Vj. EUR 11.065.888,71)
davon aus Finanzforderungen: EUR 62.891.072,58 (Vj. EUR 158.140.421,67)
davon aus sonstigen Forderungen: EUR 7.055.101,44 (Vj. EUR 5.665.073,85)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.671.500,65 6.463.562,33
82.588.014,83 183.591.212,79
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 540.347,24 460.560,61
101.218.490,37 207.265.966,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 305.362,65 259.780,18
478.070.745,60 590.350.691,31

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 226.097.621,08 226.097.621,08
III. Andere Gewinnrücklagen 246.106,04 246.106,04
IV. Gewinnvortrag 11.121.557,79 11.121.557,79
237.490.284,91 237.490.284,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13.083.832,00 14.318.163,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.260.532,49 11.084.274,77
23.344.364,49 25.402.437,77
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.395.078,25 28.491.882,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 23.395.078,25 (Vj. EUR 28.491.882,11)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 189.833.082,81 296.338.523,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 189.833.082,81 (Vj. EUR 296.338.523,36)
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 164.346.438,79 (Vj. EUR 237.004.132,76)
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 1.834.720,66 (Vj. EUR 1.384.011,28)
davon Finanzverbindlichkeiten: EUR 187.998.362,15 (Vj. EUR 294.954.512,08)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.007.935,14 2.627.563,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.007.935,14 (Vj. EUR 2.627.563,16)
davon aus Steuern: EUR 410.744,83 (Vj. EUR 361.969,42)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 27.542,65 (Vj. EUR 26.947,56)
217.236.096,20 327.457.968,63
478.070.745,60 590.350.691,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 343.193.090,58 435.447.838,24
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.035.314,30 1.178.249,63
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.552.787,49 4.864.655,39
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 187.836,12 (Vj. EUR 1.687.598,48)
342.710.563,77 441.490.743,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 194.285.253,45 275.812.976,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.532.316,05 33.302.026,55
218.817.569,50 309.115.003,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.980.952,43 32.260.152,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.531.713,86 7.545.869,80
davon für Altersversorgung: EUR 1.315.635,33 (Vj. EUR 1.414.648,98)
40.512.666,29 39.806.022,11
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.047.410,26 17.622.891,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 57.731.528,33 65.633.036,69
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 538.742,03 (Vj. EUR 1.147.199,32)
7.601.389,39 9.313.789,59
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 510.466,18
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0 (Vj. EUR 510.466,18)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 34.116.026,67 35.512.747,80
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.122,05 5.119,51
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3,122,05 (Vj. EUR 5.119,51)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.418.510,34 5.641.027,73
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.353.876,68 (Vj. EUR 5.641.027,73)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.732.022,48 1.644.034,88
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.696.432,46 12.714.906,79
davon an verbundene Unternehmen: EUR 10.812.283,90 (Vj. EUR 11.143.328,37)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 254.454,28 (Vj. EUR 276.094,00)
26.109.204,12 27.310.419,55
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 457.857,19 611.840,83
15. Ergebnis nach Steuern 33.252.736,32 36.012.368,31
16. Sonstige Steuern 247.662,81 247.877,28
17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 33.005.073,51 35.764.491,03
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die Mauser-Werke GmbH mit Sitz in Brühl ist Produzent von industriellen Verpackungsmaterialien aus Kunststoff, Metall und Papier. Für den sicheren Transport von Flüssigkeiten und Gegenständen bietet Mauser ein breites Produktportfolio, wie Kunststofffässer, Intermediate Bulk Container (IBC), Metallfässer sowie Fiberprodukte an.

Im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 58469 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Mauser-Werke GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Aufgrund des Wechsels des alleinigen Gesellschafters mit Wirkung zum 1. Januar 2023 sind die Angaben zu den entsprechenden davon-Vermerken in der Bilanz nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte Software wird zu Herstellungskosten aktiviert. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Sie ist vollständig planmäßig abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Der im Rahmen der im Jahr 2012 durchgeführten Verschmelzungen identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe planmäßig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Die Sachanlagen werden unter Anwendung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Auf Zugänge des Geschäftsjahres werden Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden auch in der Handelsbilanz entsprechend den steuerlichen Regelungen abgeschrieben.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

in Jahren
Software 3-8
Gebäude 25-50
Technische Anlagen und Maschinen 5-25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. - bei voraussichtlich dauernder Wertminderung - zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. Bei Ausleihungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert der entsprechenden Eingangsrechnungen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Im Rahmen eines Forderungskaufvertrages verkaufte Forderungen werden vollständig ausgebucht, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus diesen Forderungen an den Käufer übergegangen sind.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vj. 1,78 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem für Dezember 2023 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird im Personalaufwand gezeigt. Der für die Vergleichsrechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,76 % (Vj. 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), lagen nicht vor.

Seit 1976 sind alle Pensionspläne für neue Mitarbeiter geschlossen. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 13.084 (Vj. TEUR 14.318). Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 13.150. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf TEUR 66. Dieser Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB). Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wurde der Jahresüberschuss inklusive des Unterschiedsbetrages an die Muttergesellschaft abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (Vj. 1,35 %) gebildet. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % berücksichtigt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen aus Umweltrisiken wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. - Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Anteilsbesitz

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Währung Anteil am Kapital Eigenkapital inkl. Jahresergebnis in Tausend Jahresergebnis in Tausend
% Tausend
1. Unmittelbar gehaltene Anteile
Mauser Holding International GmbH Brühl, Deutschland 2) EUR 100,00% 271.532 19.264
Kremann & Esser Verwaltungs GmbH Kierspe, Deutschland 3) EUR 51,00% 47 3
Kremann und Esser GmbH & Co. KG Kierspe, Deutschland 1) EUR 66,70% 3.498 58
Mauser Maschinentechnik GmbH Brühl, Deutschland 2) EUR 100,00% 13.520 14.852
NCG/WEISS IBC-Servicecenter GmbH Bickenbach, Deutschland 3) EUR 51,00% 3.370 709
NCG Buchtenkirchen GmbH Brühl, Deutschland 2) EUR 100,00% 803 -201
NCG Europe GmbH Brühl, Deutschland 2) EUR 100,00% 38 -1.531
Mauser Iberia Reconditioning, S.L. Barcelona, Spanien 3) EUR 49,00% 4.476 909
Mauser Poland Sp.z.o.o. Katowice, Polen 3) PLN 1,00% 31.988 8.256
Mauser Packaging LLC Moskau, Russland 1) RUB 1,00% 783.469 106.348
2. Mittelbar gehaltene Anteile
Mauser Canada Ltd. Burlington, Kanada 1) CAD 100,00% 69.420 8.443
RTQ Inc. Canada Boucherville, Kanada 1) CAD 15,00% 190.407 8.363
Fanshun MAUSER Shanghai Packaging Co. Ltd. Shanghai, China 3) CNY 50,00% 123.356 7.586
Guangzhou Fanshun Mauser Packaging Co.Ltd. Guangzhou, China 3) CNY 50,00% -5.151 -965
Mauser Packaging (Jiangsu) Co. Ltd. JiangYin, China 3) CNY 100,00% 104.221 25.096
Mauser Packaging (Zhejiang) Co., Ltd. Haiyan, China 3) CNY 100,00% 12.390 -3.741
Time Mauser Industries PTE Ltd. Kachigam, Indien 3) INR 51,00% 336.364 -90.902
Maider NCG s.r.l. Villastellone, Italien 3) EUR 51,00% 8.325 3.552
Euroveneta Fusti S.R.L. Mira, Italien 3) EUR 51,00% 1.379 364
Global Tank S.R.L Magnago, Italien 3) EUR 51,00% 2.222 1.196
Mauser Italia S.p.A. Grezaggo, Italien 3) EUR 100,00% 35.642 3.617
Mauser Poland Sp.z.o.o. Katowice, Polen 3) PLN 99,00% 31.988 8.256
Mauser Packaging LLC Moskau, Russland 1) RUB 99,00% 783.469 106.348
Mauser Container Solutions (PTY) Ltd. Durban, Südafrika 3) ZAR 84,80% 154.708 28.744
Mauser Reyde Ibérica S.L. Tarragona, Spanien 3) EUR 50,00% 10.809 629
Mauser Iberia Reconditioning, S.L. Barcelona, Spanien 3) EUR 51,00% 4.476 909
Aprovechamiento y Recuperación de Bidones y Envases S.L. (ARBIDEN) Sevilla, Spanien 3) EUR 100,00% 996 -550
Mauser Ambalaj Sanayi ve Ticaret A.S. Gebze, Türkei 3) TRY 100,00% 645.584 276.569
NCG Metal ve Plastik Ambalaj Yenileme Sanayi ve Ticaret A.S. Gebze, Türkei 3) TRY 100,00% 62.167 40.880
Mauser UK Ltd. Littleborough, Großbritannien 3) GBP 100,00% 27.033 5.552
Mauser-MDL Ltd. Manchester, Großbritannien 3) GBP 51,00% 498 1.375
Mauser-Noreko AS Moss, Norwegen 3) NOK 100,00% 24.762 6.374
Mauser-Noreko AB Älvängen, Schweden 3) SEK 100,00% 8.481 2.787

1) Eigenkapital und Jahresergebnis 2023

2) Eigenkapital und Jahresergebnis 2023 vor Ergebnisabführung

3) Eigenkapital und Jahresergebnis 2023 auf Basis des Reporting Packages

Wechselkurse zu den ausländischen Gesellschaften:

Währung Jahresdurchschnittkurs Stichtagskurs
CAD 2023 1,45941 1,46420
CNY 2023 7,65502 7,85090
INR 2023 89,29984 91,90450
PLN 2023 4,53769 4,33950
RUB 2023 88,95478 100,78613
ZAR 2023 19,93406 20,34770
TRY 2023 24,95566 32,65310
NOK 2023 11,41464 11,24050
SEK 2023 11,47259 11,09600
GBP 2023 0,86962 0,86905

Forderungen

Sämtliche Forderungen zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus einer Rückdeckungsversicherung mit TEUR 1.531 (Vj. TEUR 1.574), aus Stromsteuererstattungen mit TEUR 2.390 (Vj. TEUR 2.636) für ausstehende Bonusgutschriften von Lieferanten mit TEUR 929 (Vj. TEUR 1.224), aus Kundenüberzahlungen TEUR 0 (Vj. TEUR 199) und aus ausstehende Gutschriften für verkauften Schrott mit TEUR 356 (Vj. TEUR 817). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.531 (Vj. TEUR 1.574) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 2.605 3.474
Ausstehende Rechnungen 3.651 3.056
Verpflichtungen für Kundenboni 1.677 2.156
Verpflichtungen für Gewährleistungen 2.054 2.097
Verpflichtungen für Umweltrisiken 274 301
10.261 11.084

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, unbesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Produktion Kunststoff 116.456 34 132.218 31
Produktion Metall 47.182 14 70.695 16
Produktion Fiber 7.829 2 9.167 2
Produktion IBC 118.585 34 151.908 35
Produktion Tube 29.924 9 39.837 9
Trademark 22.207 7 27.429 6
Dienstleistungen 1.010 0 4.194 1
343.193 100 435.448 100

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Deutschland 191.946 56 239.596 55
Europäische Union 84.435 25 134.056 31
Übriges Ausland 66.812 19 61.796 14
343.193 100 435.448 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.455 (Vj. TEUR 2.596), überwiegend aus dem Verbrauch von Pensionsrückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:

2023 2022
TEUR TEUR
Konzernumlagen 23.860 26.910
Frachten 21.540 26.533
Instandhaltung 4.363 3.858
Reklamationsfolgekosten 31 106
Leasing- und Mietaufwand 2.098 1.994
Patentkosten 569 493
Wechselkursverluste 539 1.265
Rechts- und Beratungsaufwand 449 659
Versicherungen 682 602
Übrige 3.601 3.213
57.732 65.633

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind, wie bereits im Vorjahr, nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Mauser-Werke GmbH mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH, Brühl, bilanziert die Gesellschaft als Organgesellschaft keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufender Geschäftstätigkeit sowie keine latenten Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten ausländische Quellensteuer in Höhe von TEUR 458 (Vj. TEUR 545).

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen die Grundbesitzabgaben in Höhe von TEUR 248 (Vj. TEUR 248).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse § 251 HGB

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

Von der Gesellschaft wurde eine Bürgschaft zugunsten einer indirekten, ausländischen Tochtergesellschaft übernommen, die 2023 auslief. Im Vorjahr belief sich diese Bürgschaft auf maximal EUR Mio. 0,9. Zudem wurden drei weitere Bürgschaften zugunsten von Geschäftspartnern von drei, ausländischen, verbundenen Konzerngesellschaften übernommen; zum 31. Dezember 2023 betrugen die Verbindlichkeiten der Gesellschaften aus diesen Geschäftsbeziehungen EUR Mio. 1,1 (Vj. EUR Mio. 0.2).

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen schätzt die Geschäftsführung als gering ein.

Außerbilanzielle Geschäfte

Mit der Teilnahme an dem Factoring-Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen ist vollständig auf den Käufer übergegangen. Daher werden die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR Mio. 25,6 (Vj. EUR Mio. 28,7) vollständig ausgebucht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen für Maschinen und Anlagen erwachsen der Gesellschaft in den nächsten fünf Jahren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.711. Für das Jahr 2024 werden TEUR 963 und für die folgenden Jahre 2025-2028 TEUR 1.749 fällig.

Das zum 31. Dezember 2023 bestehende Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 2.299 (Vj. TEUR 2.556).

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 115 118
gewerbliche Mitarbeiter 483 486
Gesamt 598 604

Geschäftsführung

Michael Steubing, President and CEO Mauser International, Flemington, USA,

Bart Lorrez, Vice President Finance Mauser International, Köln, bis zum 25. August 2023

Aldo Tesi, Senior Vice President & CFO, Chicago/Illinois, USA, ab dem 26. April 2023

Nils Stenger, Leiter Steuern, Leiter Banken, Kaarst

Ronald Kropp, Executive Vice President, CFO, Downers Grove/Illinois, USA, bis zum 31. März 2023

Bart Lorrez, Ron Kropp, Aldo Tesi, Nils Stenger sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Keiner der Geschäftsführer ist bei der Gesellschaft angestellt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Produkten und Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

Abreden im Ein- oder Verkauf

Alle wesentlichen Geschäfte werden mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook USA, einbezogenen Unternehmen getätigt. Daher entfällt für diese Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer der Vergütung für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Honorare der Wirtschaftsprüfer

Für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Abschlussprüfungsleistungen sind TEUR 40 (Vj. TEUR 40) Honorare als Aufwand erfasst worden.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 33.005 (Vj. TEUR 35.764) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Mauser Industrieverpackungen GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. dem Gesellschafter wurde erfasst.

Konzernverhältnisse

Sämtliche Anteile werden von der Mauser Industrieverpackungen GmbH, Brühl, gehalten.

Der Jahresabschluss der Mauser-Werke GmbH wird in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung für die Mauser-Werke GmbH und wird im Bundesanzeiger für die Mauser Industrieverpackungen GmbH, Brühl, offengelegt werden. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc. sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Unterschiede zwischen den US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften sowie dem Ansatz und der Bewertung von latenten Steuern und Rückstellungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Mauser-Werke GmbH Brühl, den 4. März 2024

Michael Steubing, Geschäftsführer

Aldo Tesi, Geschäftsführer

Nils Stenger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst erstellte Software 931.293,83 0,00 0,00 0,00 931.293,83
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.384.973,42 74.075,63 0,00 0,00 23.459.049,05
3. Geschäfts- oder Firmenwert 150.208.000,00 0,00 0,00 0,00 150.208.000,00
174.524.267,25 74.075,63 0,00 0,00 174.598.342,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.071.980,85 193.958,51 41.365,57 0,00 52.307.304,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 166.853.220,62 6.973.816,71 3.334.275,56 326.436,96 176.834.875,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.632.036,75 1.521.039,16 129.600,00 5.825,65 29.276.850,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.803.874,56 3.111.779,59 -3.505.241,13 0,00 3.410.413,02
250.361.112,78 11.800.593,97 0,00 332.262,61 261.829.444,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 293.015.117,31 0,00 0,00 0,00 293.015.117,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 93.850,73 0,00 0,00 45.304,80 48.545,93
3. Beteiligungen 46.062,00 0,00 0,00 0,00 46.062,00
4. Sonstige Ausleihungen 7.300.346,80 0,00 0,00 14.184,09 7.286.162,71
300.455.376,84 0,00 0,00 59.488,89 300.395.887,95
725.340.756,87 11.874.669,60 0,00 391.751,50 736.823.674,97
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst erstellte Software 931.293,83 0,00 0,00 931.293,83
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.086.350,34 120.507,47 0,00 23.206.857,81
3. Geschäfts- oder Firmenwert 137.690.667,37 12.517.332,63 0,00 150.208.000,00
161.708.311,54 12.637.840,10 0.00 174.346.151,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.324.158,57 745.094,94 0,00 40.069.253,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.952.010,76 3.799.980,30 281.351,00 121.470.640,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.245.168,23 864.493,55 5.087,31 24.104.574,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0.00 0.00 0,00 0,00
180.521.337,56 5.409.568,79 286.438,31 185.644.468,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 286.162,71 0,00 0,00 286.162,71
286.162,71 0,00 0,00 286.162,71
342.515.811,81 18.047.408,89 286.438,31 360.276.782,39
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst erstellte Software 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252.191,24 298.623,08
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 12.517.332,63
252.191,24 12.815.955,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.238.051,42 12.747.822,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.364.235,87 48.901.209,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.172.275,79 4.386.868,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.410.413,02 3.803.874,56
76.184.976,10 69.839.775,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 293.015.117,31 293.015.117,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 48.545,93 93.850,73
3. Beteiligungen 46.062,00 46.062,00
4. Sonstige Ausleihungen 7.000.000,00 7.014.184,09
300.109.725,24 300.169.214,13
376.546.892,58 382.824.945,06

Lagebericht Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(1) GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR DER MAUSER-WERKE GMBH, BRÜHL

Mauser-Werke GmbH (nachfolgend auch "Mauser-Werke" oder "Unternehmen") hat ihren eingetragenen Firmensitz in Brühl. Die Geschäftsadresse lautet Schildgesstrasse 71-163, 50321 Brühl. Mauser-Werke ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht.

Der Grundstein für die MAUSER Gruppe wurde 1896 gelegt. Die Gesellschaften der Gruppe sind international führend in der Entwicklung und Herstellung starrer Industrieverpackungen.

Mauser-Werke gehört zur Mauser Packaging Solutions Gruppe, die indirekt über die Mauser Packaging Solutions Holding Company, Delaware/USA, von der Stone Canyon Industries LLC, Santa Monica/USA, (nachfolgend auch "SCI") gehalten werden. Zum 31. Dezember 2023 wird der Jahresabschluss der Mauser- Werke in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois/USA, - ebenfalls eine indirekte Tochtergesellschaft der Stone Canyon Industries LLC - einbezogen.

Die Mauser Packaging Solutions Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich starrer Verpackungen. Sie produziert und vertreibt starre Metall-, Kunststoff- und Fiberbehälter, Intermediate Bulk Container (IBC) sowie rekonditionierte IBC, Stahl- und Kunststoffbehälter. Durch die ausgedehnte Präsenz mit weltweit mehr als 150 Standorten in 20 Ländern mit rund 10.300 Mitarbeitern liefert die Mauser Packaging Solutions Gruppe Produkte an ihre Kunden, vor allem an Hersteller von Industrie- und Konsumgütern.

Mauser-Werke betreibt das Geschäft in Deutschland und unterhält Standorte in Bammental, Brühl, Erkelenz und Hamburg. Sie produziert Industrieverpackungen im Bereich Kunststoff, Stahl, Fiber und Intermediate Bulk Container (IBC). Außerdem werden die Tochterunternehmen der National Container Group (NCG) mit Gesellschaften in Bickenbach, Bremerhaven und Erkelenz durch die Belieferung mit Kunststoff- Innenbehältern unterstützt. Mauser-Werke und NCG befinden sich für die relevanten Produktgruppen nach unserer Einschätzung in marktführenden Positionen. Ferner ist sie alleinige Gesellschafterin der MAUSER Maschinentechnik GmbH, welche Maschinen und Anlagen zur Produktion von großvolumigen Industrieverpackungen aus Kunststoff herstellt, die im Wesentlichen bei anderen Gesellschaften der MAUSER Gruppe eingesetzt werden.

Mauser-Werke ist zudem alleinige Gesellschafterin der Mauser Holding International GmbH, unter der die internationalen Aktivitäten der MAUSER Gruppe in Kanada, China, Indien, Italien, Polen, Russland, der Türkei, Großbritannien, Südafrika, Spanien und Norwegen gebündelt sind. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich vor allem die Volumina mit den Kunden der chemischen Industrie reduziert. Rückläufige Rohstoffpreise haben ferner zu einer Reduzierung der Umsätze beigetragen. Die Margen sind durch die rückläufigen Absatzmengen unter Druck geraten.

(2) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Mauser Packaging Solutions ist unserer Auffassung nach weltweit ein Vorreiter im Bereich Innovation und Produktentwicklung und hat den Markt für Industrieverpackungen weltweit geprägt. Zahlreiche Patente und Erfindungen, die unserer Meinung nach inzwischen zum Standard im industriellen Verpackungswesen gehören, gehen auf die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe, die zu einem großen Teil durch die Mauser-Werke erbracht werden, zurück. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten unter Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Kunden hat bei der Mauser-Werke Tradition und bildet die Grundlage für den Unternehmenserfolg.

Forschung und Entwicklung werden sowohl in regionalen Technologiezentren, vor allem in Brühl, als auch zentral durch den Konzern in den USA getätigt. Die für 2024 geplanten Investitionen der Gesellschaft im Bereich Forschung und Entwicklung sollen weiterhin zu vereinfachten, weiter standardisierten und qualitativ hochwertigen Produktentwicklungen führen und das Risiko von Fehlentwicklungen, nicht ausreichender Qualität oder der Nichteinhaltung von vorgegebenen Terminen minimieren. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe betreibt Technologiezentren insbesondere in Brühl für unsere Verpackungsprodukte und Maschinen.

(3) NIEDERLASSUNGEN

Mauser-Werke hat keine Zweigniederlassungen im Sinne des deutschen Handelsgesetzes.

(4) PERSONAL

Für Mauser-Werke ist es von größter Bedeutung, die besten und motiviertesten Mitarbeiter zu finden, Loyalität und Teamwork zu entwickeln und zu pflegen sowie diese Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten. Die Mitarbeiter werden als wesentlicher Faktor für das Wachstum der Gesellschaft gesehen. Aus diesem Grund bilden Kompetenzaufbau und -erhalt in der Belegschaft das zentrale Thema der strategischen und nachhaltigen Unternehmensführung. Die Gesellschaft unterstützt und fördert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter strukturiert, um nationale und internationale Karrieremöglichkeiten eröffnen zu können.

Im Jahresdurchschnitt waren 598 Mitarbeiter (im Vorjahr 604 Mitarbeiter) beschäftigt.

Angaben zur Frauenquote bei der Mauser Werke GmbH entsprechend § 289 f HGB

Thema Festlegung von Zielgrößen und Fristen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern (Frauenquote). Grundsätzlich erfolgt keine Bevorzugung auf Grund von Geschlecht, einzig zählt Eignung und Erfahrung.

a) Geschäftsführung Mauser Werke GmbH

Zurzeit haben wir 3 Geschäftsführer, die Frauenquote beträgt aktuell 0%. Wir streben bis 2027 eine Frauenquote von mindestens 30% bzw. mindestens eine Frau an. In der Zwischenzeit wurde Herr Aldo Tesi / CFO der Gruppe zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

b) Führungsebenen

Die Geschäftsführer legen für die verschiedenen Führungsebenen der Mauser Werke GmbH folgende Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen fest:

Obere Führungsebene (Bereichsleiter) 2023: 0% 0 Frauen / 5 Männer
bis 2027: 40% 2 Frauen / 3 Männer
Mittlere Führungsebene (Abteilungsleiter) 2023: 23% 2 Frauen / 10 Männer
bis 2027: 30% 4 Frauen / 9 Männer

Die einzelnen Positionen auf der oberen wie auch der mittleren Führungsebene zeichnen sich durch langjährige Mitarbeiterbindungen aus. Soweit es im vorgenannten Berichtszeitraum zu einer notwendigen Stellenneubesetzung kommen muss, soll diese Stelle bevorzugt zugunsten des Frauenförderungsplans besetzt werden. Voraussetzung für eine bevorzugte Stellenbesetzung mit Frauen ist die gleiche persönliche und fachliche Eignung.

(5) BESCHAFFUNG

Mauser-Werke benötigt zur Produktion im Wesentlichen Kunststoff (HDPE) und Stahlbleche. Der HDPE- Preis wird im Wesentlichen durch die Rohstoffentwicklung (Ölpreisentwicklung) bestimmt. Der Rohölpreis für 1 Brent Rohöl schwankte im Jahr 2023 zwischen USD 65,82 und USD 91,90. Damit lag der Rohölpreis fast wieder auf dem Niveau vor Beginn des Ukraine Kriegs. Ende 2023 lag der Preis bei fast USD 72 für ein Brent. Brent-Rohöl wird in das Jahr 2024 mit einer Handelsspanne zwischen 74,79 USD und 92,59 USD starten. Die Entwicklung könnte über das Jahr hinweg recht stabil sein, so wird zum Ende des Jahres eine Handelsspanne zwischen 78,64 und 87,03 erwartet.

Nicht-Haushaltskunden, zum Beispiel Unternehmen oder Behörden, zahlten im 1. Halbjahr 2023 für Erdgas ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern durchschnittlich 7,69 Cent je Kilowattstunde. Das waren 4,6 % weniger als im 2. Halbjahr 2022 und 19,6 % mehr als im 1. Halbjahr 2022. Dabei mussten Nicht-Haushaltskunden mit einem geringen Jahresverbrauch von unter 1.000 Gigajoule 10,84 Cent je Kilowattstunde zahlen. Das waren 47,3 % mehr als im 2. Halbjahr 2022. Kunden mit einem Verbrauch von über 4 Millionen Gigajoule zahlten hingegen 50,1 % weniger als im 2. Halbjahr 2022 und mit 5,65 Cent je Kilowattstunde wieder deutlich weniger als kleinere Verbraucher. Im 2. Halbjahr 2022 hatte sich dieses Preisverhältnis umgekehrt, sodass Großverbraucher höhere Preise zahlten als Kunden mit einem niedrigen Jahresverbrauch.

Für Strom zahlten Nicht-Haushaltskunden im 1. Halbjahr 2023 durchschnittlich 20,71 Cent je Kilowattstunde ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Damit war Strom für sie 0,1 % billiger als im 2. Halbjahr 2022 und 4,4 % teurer als im 1. Halbjahr 2022. Auch bei Strom gab es im 1. Halbjahr 2023 starke Preisrückgänge für Großverbraucher, während Verbraucher mit einem geringeren Jahresverbrauch mehr zahlten als im 2. Halbjahr 2022. So zahlten Kunden mit über 150 000 Megawattstunden Jahresverbrauch mit 15,89 Cent je Kilowattstunde 23,2 % weniger als in der zweiten Jahreshälfte 2022. Bei einem Jahresverbrauch von unter 20 Megawattstunden im Jahr mussten die Kunden im Durchschnitt 32,47 Cent je Kilowattstunde und damit 20,2 % mehr zahlen als im Vorjahreszeitraum.

Grundsätzlich haben sich die niedrigeren Energiepreise leicht positiv auf die Margen ausgewirkt, die durch rückläufige Absatzmengen in 2023 unter Druck standen.

(6) WESENTLICHE GESCHÄFTSVORGÄNGE

Mauser Werke GmbH und andere inländische und ausländische Gesellschaften der Mauser Packaging Solutions Gruppe haben im Oktober 2021 mit der zur Credit Agricole SA, Paris, gehörenden Eurofactor einen neuen Factoringvertrag geschlossen. Dieser hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis Oktober 2023 und hat sich jetzt automatisch bis Oktober 2024 verlängert. Es handelt sich um einen tatsächlichen Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Rückgriffsrecht des Factors. Nach dem Verkauf und dem Erhalt des Verkaufspreises werden die Forderungen nicht mehr bilanziell ausgewiesen. Es erfolgt eine Auszahlung zu 100 % des Nominalwertes der Forderungen. Die Mauser Werke hat zum 31. Dezember 2023 eine rückzahlbare Sicherheitsleistung von 7 Mio. EUR an das Factoringunternehmen gezahlt.

(7) GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Laut dem Statistischen Bundesamt war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die Energiepreise waren im Jahr 2023 rückläufig und haben fast das Vorkriegsniveau erreicht. Die Inflationsrate hat sich auf hohem Niveau stabilisiert und ist erst im Januar 2024 auf 2,5% gefallen. Die hohen Zinssätze haben Sachanlageinvestitionen behindert. Nach vorläufigen Zahlen vom 16. Januar 2024 lag die Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %. Sie hat im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Durch diese Entwicklung sind die Löhne und Gehälter ebenfalls wesentlich gestiegen. Die Nominallöhne in Deutschland waren im 3. Quartal 2023 um 6,3 % höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,7 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen damit die Reallöhne um 0,6 % höher als im Vorjahresquartal.

Für unsere wesentliche Kundengruppe, die chemische Industrie, war das Geschäftsjahr 2023 schlecht. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 % zurück. Ohne das Pharmageschäft liegt der Rückgang bei 11 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 % nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 %.

Die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika drosselten ihre Produktion um 10 %. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 %. Auch die Pharmasparte hatte nach dem Impfstoffboom mit schlechten Standortbedingungen zu kämpfen und büßte 3 % ein.

Mit rund 230 Mrd. Euro lag der Branchenumsatz 12 % niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 % auf 86 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Mrd. Euro 10 % niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 % günstiger als im Vorjahr.

Die chemische Industrie leidet aktuell erheblich unter den o.g. Fakten und hat rund 10 bis 20% weniger Produkte bei uns im abgelaufenen Jahr bestellt.

(8) DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Auch die MAUSER Gruppe musste sich den Herausforderungen, die der Krieg in der Ukraine, die wirtschaftliche Krise in China und der Nahostkonflikt gebracht haben, stellen. Diese globalen Wirtschaftsthemen haben zu Nachfragerückgang, Inflation, hohen Zinsen und stark schwankenden Energiepreise geführt. Die Geschäftsführung arbeitet ständig an den globalen Einflussfaktoren und befasst sich eingehend mit möglichen Auswirkungen und Folgen. Hierzu wurde ein Krisenmanagement aus der Geschäftsführung und Managern in Schlüsselpositionen eingerichtet, welches laufend die aktuelle Lage bespricht. Zudem erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Konzern.

Die Volumina mit unseren Kunden sind im Geschäftsjahr 2023 um rund 10 bis 20% gesunken. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten im Wesentlichen weitergegeben werden.

Die Mauser Werke lag für das Geschäftsjahr 2023 unter Budget Level und unter 2022.

Die Mauser-Werke führte Kostenreduzierungs- und -einsparmaßnahmen, sowie Kostenflexibilisierungsmaßnahmen durch und setzte Verbesserungen bei Produktions-, Einkaufs-, Vertriebs- und Verwaltungsprozessen um. Diese Maßnahmen haben das Ergebnis und die Marge des Unternehmens z.T. gestützt.

(9) DARSTELLUNG DER LAGE DER GESELLSCHAFT

Ertragslage

Der Umsatz der Mauser-Werke für das Geschäftsjahr 2023 lag bei 343,2 Mio. EUR. Die Produkterlöse wurden nahezu ausschließlich im Inland sowie im unmittelbar benachbarten EU-Ausland erzielt. Lieferungen in das nicht EU-Ausland betreffen im Wesentlichen die Versorgung anderer Gesellschaften der Mauser Packaging Solutions Gruppe mit Rohstoffen und Vorprodukten. Darüber hinaus werden Trademarkerlöse erzielt.

Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2022 ging der Umsatz um 92,3 Mio. EUR bzw. 21,2% zurück. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus den rückläufigen Absatzmengen vorwiegend im Bereich IBC, Stahl Plastik sowie aus rückläufigen Indizes für Rohstoffpreise, die zum Teil und mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben wurden. Insgesamt führte dies zu einem erheblichen Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Absatz der Kernprodukte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Die Materialaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 218,8 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang des Materialaufwandes um 90,3 Mio. EUR bzw. 29,2 %. Die Materialaufwandsquote reduzierte sich um 7,2 %-Punkte auf 63,8 %. Dies resultiert insbesondere aus den rückläufigen Indizes und Preisen für Rohstoffe und Energiepreisen, die in Summe zeitverzögert an die Kunden weiter gereicht worden sind.

Der Rohertrag (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwendungen) betrug im Geschäftsjahr 2023 120,3 Mio. EUR verglichen mit 127,5 Mio. EUR im Kalenderjahr 2022 und sank dadurch wesentlich. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang sowie die indexbasierte, asynchrone Entwicklung der Einkaufspreise für Rohmaterial und die Verkaufspreise zurückzuführen, bedingt durch hohe Energiepreise und durch eine hohe Inflation. Die verbesserte Materialaufwandsquote hat diesen Effekt nicht überkompensieren können, die absolute Marge ist gesunken. Auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt für Kunststofffässer und IBC kommen zudem zum Teil unterschiedliche Indizes zur Anwendung, die sich nicht gleichermaßen entwickelten. Während im Einkauf die Indizes C2 (für Ethylen) und C3 (für Propylen) in die Berechnungsmodalitäten der Beschaffungspreise einfließen, findet auf der Verkaufsseite überwiegend der Index ICIS (für HDPE) Anwendung. Darüber hinaus ergaben sich im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen zeitliche Divergenzen bei der Weitergabe von indexbedingten Preisänderungen, die sich teilweise negativ auf die Margen ausgewirkt haben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Geschäftsjahr 2023 um 1,3 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr erforderlichen Rückstellungen.

Die Personalaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 40,5. EUR erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer rückläufigen Mitarbeiterzahl sowie aus dem Rückgang der Prämien für das Geschäftsjahr 2023, sowie geringeren Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 57,5 Mio. EUR. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,9 Mio. EUR wurde hauptsächlich durch gesunkene Frachtkosten (5,0 Mio. EUR) und gesunkene Konzernumlagen (3,1 Mio. EUR) verursacht.

Das EBITDA als wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft belief sich auf 25,7 Mio. EUR (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR leicht gesunken und liegt etwas unter dem Budget. Die verringerten sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten dabei den Rückgang des Rohertrags, der sonstigen betrieblichen Erträge und den Anstieg des Personalaufwands nicht vollständig kompensieren. Bei gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR höheren Abschreibungen ergab sich ein rückläufiges Betriebsergebnis (EBIT) von 7,6 Mio. EUR im Vergleich zu einem EBIT von 9,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022.

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR auf 26,1 Mio. EUR im Jahr 2023 gesunken, was hauptsächlich auf den Rückgang der Zinserträge um 1,4 Mio. EUR und dem Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungen von 35,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 34,1 Mio. EUR im Berichtsjahr zurückzuführen ist.

In Summe ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 33,0 Mio. EUR (Vorjahr 35,8 Mio. EUR).

Wegen des mit dem Mutterunternehmen Mauser Industrieverpackungen GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages weist die Mauser-Werke wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis von 0 EUR aus.

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesamtvermögenswerte gingen leicht zurück und beliefen sich am Ende des Berichtszeitraumes auf 478,1 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 590,4 EUR).

Die Summe der immateriellen Vermögenswerte ist vor allem durch die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes um 12,5 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR gesunken. Die Sachanlagen beliefen sich auf 76,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 69,8 Mio. EUR). Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Anschaffung von hochwertigen Werkzeugen und Prüfgeräten.

Die Finanzanlagen beliefen sich auf 300,1 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 300,2 Mio. EUR).

Der Rückgang des Umlaufvermögens um 106,0 Mio. EUR ist einerseits auf den deutlichen Rückgang der Vorräte um 5,1 Mio. EUR auf 18,1 Mio. EUR und anderseits auf den deutlichen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 98,0 Mio. EUR auf 76,9 Mio. EUR zurückzuführen. Dieser Rückgang basiert auf der Zahlung von Salden im Verbundbereich. Der Rückgang bei den Vorräten resultiert im Wesentlichen aus dem Abflauen der Konjunktur und Maßnahmen der Gruppe zur Reduzierung des working capitals. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung werden an einen Factor verkauft.

Das Eigenkapital der Mauser-Werke beträgt unverändert zum Vorjahr 237,5 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote liegt bei 49,6 % (Vorjahr 40,3%).

Das langfristige Fremdkapital belief sich auf 13,1 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 14.3 Mio. EUR) und das kurzfristige Fremdkapital auf 227,5 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 338,5 Mio. EUR).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,1 Mio. EUR entspricht dem oben beschriebenen Rückgang bei den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen, was auf eine rückläufige Auftragslage im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 106,5. EUR auf 189,8 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Zahlungsausgleich für Salden im Verbundbereich.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen auf 1,4 Mio. EUR. Der kurzfristige Verschuldungsgrad von 95,7 % (Vorjahr: 142,5 %) errechnet sich aus dem Verhältnis des kurzfristigen Fremdkapitals (inkl. kurzfristigen Rückstellungen) zum Eigenkapital. Kurzfristige Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag zu 44,5% % (Vorjahr 61,2 %) durch kurzfristig verfügbare Mittel gedeckt. Aufgrund der Cash-Pool Vereinbarungen mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH ist sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Im Zusammenspiel mit der soliden Finanzierung der Mauser Packaging Solutions Gruppe insgesamt ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert.

Die dargestellte Vermögenslage der Gesellschaft wird von der Unternehmensführung vor dem Hintergrund der Eigentümerstruktur und -zielsetzung als geeignet angesehen, um die geplanten zukünftigen operativen Erträge zu erwirtschaften.

Fazit

Es ergab sich keine wesentliche Änderung bei der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital und Liquidität. Die Geschäftsführung der Mauser-Werke kommt insgesamt zu dem Schluss, dass die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr auch unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Indexentwicklungen auf Ein- und Verkaufsseite sowie der Schwierigkeiten durch die Coronapandemie positiv verlaufen ist. Es wurden Investitionen in den Ausbau des Geschäftsbetriebes getätigt, so dass eine gute Basis für weiteres Wachstum gelegt wurde.

(10) FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf die oben gemachten Ausführungen, zum Ausblick auf den Prognosebericht.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns erfolgen sämtliche Reports an das Management und den Mutterkonzern auf der Basis von US GAAP-Zahlen. Hier verwendet die MAUSER Gruppe konzernweit einheitliche Kennzahlen und Standards. Die zentrale Steuerungsgröße dabei bildet das EBITDA (earnings before interest and taxes, depreciation and amortization).

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Wichtigster nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Sicherheit der Mitarbeiter. Die Unfallzahlen werden jeden Monat im Detail analysiert und berichtet. Gezielte Investitionen in Sicherheits- und Präventivmaßnahmen sollen das Unfallrisiko senken und die Unfallzahlen minimieren. Die Zahl der Betriebsunfälle ist nahezu unverändert. Diese wurden analysiert und gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Unfallzahlen weiter zu senken.

Teil der ständigen Überwachung ist die Qualität der Produkte im Sinne von Reklamationen. Basierend auf geeigneten Kennzahlen wird ein Berichtswesen erstellt und mit den Verantwortlichen monatlich analysiert. Zur Verbesserung der Qualität werden aus den Analysen die notwendigen Gegenmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Anzahl der Reklamationen ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr auf niedrigem Niveau nahezu stabil geblieben.

Ein Erfolgsfaktor ist die Vermeidung von Umweltbelastungen und ein schonender Umgang mit Ressourcen. Hierzu werden alle gesetzlichen Anforderungen unseres Erachtens strikt beachtet und durch regelmäßige Begehungen überprüft. Abweichungen werden anhand eines Aktionsplans kurzfristig behoben. So werden beispielsweise monatlich Auswertungen hinsichtlich der Energieverbräuche der Produktionsanlagen erstellt und analysiert. Zielführende Investitionen zur Effizienzsteigerung und der Senkung des Energieverbrauchs werden darüber hinaus bei Bedarf getätigt.

(11) WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Nachfrage nach starren Industrieverpackungen an den Märkten wies in den letzten Jahren fast durchgehend ein solides Wachstum auf. Nach Beginn des Ukraine-Konfliktes hat sich die Weltwirtschaft, getrieben durch hohe Inflationsraten, erheblich verschlechtert. Das schlägt sich auch in unserem Geschäft nieder. Die Volumina sind um 10 bis 20% zurückgegangen und diese verschlechterte Situation hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Weltweite Krisen, Ukrainekrieg, der Nahost-Konflikt und die wirtschaftlichen Probleme in China belasten unser Geschäft. Die wichtige Gruppe der Chemiekunden erwartet erst im weiteren Verlauf 2025 eine Normalisierung.

Obwohl es in der Branche üblich ist, dass die Endkunden Rohstoffpreisrisiken tragen, ist das Management dieses "Pass through"-Mechanismus der Schlüssel zur Margenentwicklung und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Markt. Des Weiteren strebt Mauser-Werke an, die Einkaufkonditionen mit den Lieferanten sowie die Verkaufsmodalitäten mit den Kunden noch stärker zu synchronisieren, um ein Auseinanderlaufen der Konditionen so weit wie möglich zu vermeiden.

Aufgrund der Geschäftsstruktur und der Marktentwicklung ist zu erwarten, dass sich der Konsolidierungsprozess im Geschäft für starre Industrieverpackungen fortsetzen wird. Dies bietet den Marktführern neben weiterem organischen Wachstum aus dem Wachstum der Kunden, insbesondere der Chemie- und Petrochemieindustrie, zusätzliche Akquisitionsgelegenheiten.

Mauser-Werke wird weiterhin alle Möglichkeiten für ein selektives und fokussiertes Wachstum des Geschäfts nutzen. Dabei stehen profitables Wachstum und wirtschaftliches Handeln im Vordergrund. Das Augenmerk liegt weiterhin konsequent auf nachhaltigen und innovativen Verpackungslösungen. Wesentlicher Baustein dafür ist das "MAUSER Sustainability Program". Mit dem 2009 initiierten und im Oktober 2018 ausgeweiteten Programm soll die umweltgerechte Einsparung von Rohstoffen und Energien sowie eine Reduzierung der Umweltbelastung erreicht werden, um letztlich den Kunden effiziente Lösungen zur Verfügung stellen zu können.

Die starke nationale Präsenz sowie die nationale Vorreiterschaft in allen Produktlinien und Dienstleistungen ermöglichen es der Mauser-Werke, wirtschaftlichen Nutzen aus unterschiedlichen Trends innerhalb des Bereichs Industrieverpackungen zu ziehen. Die jüngsten Investitionen haben die Gesellschaft sehr gut positioniert, um auch zukünftig über die branchenüblichen Marktwachstumsraten hinaus zu wachsen.

Mauser muss sich weiter von Konkurrenten absetzen und Kunden durch zusätzliche Leistungen und Innovationen an sich binden, um den Preiswettbewerb zu reduzieren.

Risiken der künftigen Entwicklung

Auswirkungen der Krise des Immobilienmarktes und der Wirtschaftskrise in China

Angesichts Chinas wirtschaftlicher Größe, seiner Rolle in der Weltwirtschaft und seiner weit überdurchschnittlichen Wachstumsrate in der Vergangenheit würde die Schwäche Chinas wirtschaftliche Aussichten weltweit und auch Deutschlands verschlechtern. Würden Verbraucher und Unternehmen in China weniger kaufen und investieren, hätte das schwere Folgen für die deutsche Wirtschaft. Nicht nur deutsche Exportunternehmen, sondern auch die Unternehmen, die vor Ort produzieren, bekämen mit einer noch härteren Konkurrenz mit billigeren heimischen Anbietern und letztendlich auch mit Umsatzverlusten Probleme. Abzuwarten bliebe, wie sich der große Umsatzverlust der deutschen Unternehmen vor Ort und die schwache Nachfrage nach deutschen Exportgütern auf die deutschen Mutterkonzerne und den deutschen Arbeitsmarkt auswirkt. Hier ist zu erkennen, dass die Krise sich negativ auf den Handel und die globalen Warenströme auswirkt, die für die Produkte von Mauser von Bedeutung sind. Wir erwarten hieraus eine grundsätzliche Belastung unserer Ertragslage.

Auswirkungen des Nahost Konflikts

Der geopolitische Konflikt in Nahost im Oktober 2023 führte zu Turbulenzen sowohl auf den Finanzmärkten als auch auf dem Ölmarkt. Gestiegene Risikoaufschläge erhöhten die Finanzierungskosten für verschuldete Staaten, die steigende Unsicherheit trieb viele Investoren in die Suche nach sicheren Häfen, was sich etwa in einem dauerhaft höheren Goldpreis spiegelte. Das bereits durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gestiegene Risiko einer Blockbildung in der Weltwirtschaft nimmt eine neue Dimension an, was das auf internationaler Arbeitsteilung aufgebaute Geschäftsmodell vieler deutscher Unternehmen erneut erschüttert. Auf dem Ölmarkt hat sich zwar die Lage etwas beruhigt, doch es ist bereits wieder die Diskussion um einen drohenden neuen Ölpreisschock entbrannt. Modellsimulationen mithilfe des Global Economic Model von Oxford Economics zeigen, dass ein Anstieg des Ölpreises auf 150 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent mit einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland in Höhe von etwa 1 Prozent und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,3 Prozent innerhalb von zwei Jahren verbunden wäre. Doch die Ergebnisse der vorliegenden Analyse verdeutlichen auch, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios sehr gering ist. Die Ölintensität der gesamtwirtschaftlichen Produktion ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken und Europa und die USA sind deutlich weniger abhängig von Öllieferungen aus dem Persischen Golf, als es in den 1970er Jahren noch der Fall war. Dies wiederum macht den Einsatz der "Ölwaffe" wenig wahrscheinlich.

Vor allem die schwächelnde Weltwirtschaft und der damit verbundene Rückgang der Ölnachfrage haben bereits wenige Wochen nach Beginn des Konflikts den Ölpreis erheblich gesenkt und die Prognosen gehen zunächst von einem deutlich geringeren Ölpreis aus als der, dessen Auswirkungen in dem oben genannten Extremszenario untersucht wurde. Dennoch bleibt die angespannte geopolitische Lage ein wichtiger Bremsklotz für die Erholung der Wirtschaft, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Denn die unsichere geopolitische und wirtschaftliche Lage bremst die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen aus. Somit bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sich in den kommenden Monaten noch materialisieren werden, wenngleich die kurzfristigen Volatilitäten in den Märkten überstanden zu sein scheinen.

Der EBITDA ist im abgelaufenen Geschäftsjahr durch niedrigere Volumen unter Druck geraten. Große Kundengruppen leiden unter der schwächelnden Konjunktur.

Zinsrisiko

Mauser-Werke finanziert sich hauptsächlich durch den Euro-Cashpool der Unternehmensgruppe. Die Zinssätze basieren seit Kauf der Gruppe durch SCI auf den Finanzierungskosten der Darlehen von Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., an die deutschen Mausergesellschaften. Sie werden regelmäßig überprüft und ggf. auf geänderte Marktverhältnisse angepasst. Durch die langfristige gesicherte Finanzierung ist das Zinsänderungsrisiko für die Mauser-Werke gering. Durch die hohen Inflationsraten haben sich die Zinsen merklich erhöht.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität der Mauser-Werke GmbH ist durch Guthaben bei Banken sowie durch bestehende Finanzierungsspielräume der Unternehmensgruppe solide gesichert. Durch die solide Liquiditätslage, die stabile Geschäftsentwicklung, die Rückzahlungsstruktur der bestehenden Konzerndarlehen sowie das o.g. Factoring-Programm ist die Wahrscheinlichkeit von Liquiditäts- und Finanzierungsengpässen während der Jahre 2024 und 2025 sehr gering.

Währungsrisiko

Bei den Mauser-Werken bestehen in sehr geringem Umfang Wechselkursänderungsrisiken. Im Wesentlichen betrifft dies einzelne wenige Kunden und Lieferanten, die in Fremdwährung fakturiert werden bzw. fakturieren sowie Fremdwährungsdarlehen. Die Gesellschaft vermeidet weitestgehend solche Transaktionen und hat zur regelmäßigen Überprüfung ein geeignetes Kontrollsystem implementiert. Konzerndarlehen, die nicht in Euro laufen, machen nur einen Bruchteil der Bilanzsumme aus und stellen daher kein signifikantes Währungsrisiko dar.

Preisrisiko bei Rohstoffen

Mauser-Werke ist beim Erwerb von Stahl und Polyethylen Risiken von Marktpreisschwankungen ausgesetzt. Es ist gängige Marktpraxis, Änderungen von Rohstoffpreisen in Form von Vertragsindexklauseln oder in Form von allgemeinen Preisänderungen für Verträge, die an keinen Index gekoppelt sind, an die Kunden weiterzugeben. Im Metall- und Fiberbereich können Preisänderungen aufgrund der Art der Verträge unverzüglich und ohne Verzögerung an den Kunden weitergegeben werden. Demgegenüber führen die an den Index gekoppelten Vereinbarungen in den Bereichen Kunststoffe und IBC meist dazu, dass Marktpreisschwankungen mit einer kurzen Verzögerung an den Kunden weitergegeben werden. Um die Verzögerungen, die bei der Anpassung der Rohmaterialpreise entstehen, zu steuern, ist die Gruppe bei der Verhandlung von Kaufverträgen bestrebt, die Preisanpassungsperiode zu verkürzen und die Einkaufs- und Verkaufskonditionen anzugleichen. Des Weiteren bestehen Risiken, dass die unterschiedlichen Indizes, die die Grundlage für die Beschaffung von Rohrstoffen darstellen, mit den an den Index gekoppelten Vereinbarungen auf der Kundenseite auseinanderfallen. Preisrisiken werden als mittleres Risiko angesehen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezieht sich hauptsächlich auf die Kreditlimits der Kunden, die bestimmten Bonitätsregeln und Genehmigungsprozessen unterliegen. Die Kreditlimits der Kunden werden auf der Grundlage von Warenkreditversicherungen, Kreditauskünften und des bisherigen Zahlungsverhaltens festgelegt. Einzelne Risiken werden über Sicherungsinstrumente - wie Akkreditive oder andere zahlungssichernde Dokumente - gesichert. Wie oben dargestellt, schloss die MAUSER Gruppe im Geschäftsjahr 2021 einen neuen Forderungskaufvertrag ab. Im Rahmen dieses Vertrages hat die Gruppe im Wesentlichen alle Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und diese folglich vollständig ausgebucht. Das verbleibende Risiko aus Kundenforderungen ist gering. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung das Kreditrisiko als gering ein. Die US-Muttergesellschaft hat im Februar 2023 die bestehenden externen Darlehen umgeschuldet.

Rechtliches und steuerrechtliches Risiko

Die Rechtsabteilung der Mauser Industrieverpackungen GmbH steuert alle Rechtsfälle und nimmt aktiv an der Risikoeinschätzung und deren Abbildung in den Geschäftszahlen der Mauser-Werke teil.

Die Geschäftsaktivitäten der Mauser-Werke haben eine Steuerpflicht zur Folge. Die Einhaltung dieser Anforderung wird unter der Beteiligung externer Fachleute von der zentralen Steuerabteilung der Mauser Industrieverpackungen GmbH überwacht. Darüber hinaus werden zweimal jährlich weltweite Compliance- Prüfungen durchgeführt. Mauser-Werke ist in die ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft der Mauser Industrieverpackungen GmbH eingebunden.

Sollten sich rechtliche und steuerrechtliche Risiken materialisieren, dürfte dies erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage haben, die jedoch das Fortbestehen der Gesellschaft nicht gefährden würde.

Derartige Risiken sind derzeitig nicht ersichtlich.

Mauser-Werke als Teil der Mauser Packaging Solutions Gruppe verfolgt in ihrer Firmenpolitik die strikte Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Ein entsprechendes Compliance Management wurde auf Konzernebene eingerichtet und wird laufend in Abstimmung mit den benannten lokalen Vertretern aktualisiert und überwacht.

(12) PROGNOSEBERICHT

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen.

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona- Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 1/4 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe setzte ihren abwärts gerichteten Trend im November mit einem Rückgang um 0,7 %. fort. In der Industrie und im Baugewerbe kam es zu Rückgängen (-0,5 % bzw. - 2,9 %), während der Bereich Energie ein deutliches Plus meldete (+3,9 %).

Spitzenverbände der Wirtschaft sehen einen baldigen Konjunkturaufschwung in Deutschland nicht in Sicht und gehen mit großen Sorgen ins neue Jahr. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir sind in einer ernstzunehmenden Wirtschaftskrise." DIHK-Präsident Peter Adrian sagte der dpa: "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in schwerem Fahrwasser." Der Ausblick verspreche kaum Besserung. Adrian forderte die Politik zu einem "Befreiungsschlag" auf.

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Konjunkturflaute. Institute und die Bundesregierung rechnen im Gesamtjahr 2024 mit einer Stagnation. Für das Jahr 2024 haben führende Forschungsinstitute zuletzt ihre Prognosen deutlich gesenkt. Erwartet wird nur ein geringes Wachstum.

Nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) halten sich Unternehmen auch wegen mangelnder Planbarkeit mit Investitionen zurück. "Wir sind kein verlässlicher Standort mehr bei den Bedingungen", sagte IW-Chef Michael Hüther. "Es entsteht keine Perspektive auf verlässliche Rahmenbedingungen für die wichtigen Transformationsaufgaben Klima und demografischer Wandel bis Ende des Jahrzehnts".

Viele große Branchen blicken laut einer IW-Umfrage mit Pessimismus aufs kommende Jahr. Die Schwäche der Weltkonjunktur, Zinserhöhungen und Unklarheiten beim Bundeshaushalt drücken die Aussichten für 2024. Demnach erwarten 23 von 47 befragten Wirtschaftsverbänden einen Produktions- oder Geschäftsrückgang bei ihren Mitgliedsfirmen. Von gleichbleibender Wirtschaftsaktivität gehen 15 Branchen aus, lediglich neun erwarten ein höheres Produktionsniveau.

Die Rahmenbedingungen bleiben auch 2024 schwierig, sagte Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer. "Wir brauchen schnellstmöglich eine mittelfristige Planungssicherheit. Derzeit herrscht mit ausbleibenden Anlageinvestitionen, hohen Kosten, pessimistischen Aussichten und weiterhin starker Unsicherheit ein ganz ungesundes Klima für die Wirtschaft. Eine Fortsetzung der Rezession halten wir daher leider für wahrscheinlicher als einen Aufschwung."

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, sagte der dpa: "Die Industrie in Deutschland befindet sich in einer kritischen Situation." Wenn die Weltwirtschaft im nächsten Jahr um 3 Prozent wachse und in Deutschland die Wirtschaftsleistung sinke, verliere die Wirtschaft Weltmarktanteile. "Die Firma Deutschland schrumpft. Und das ist für keine Firma richtig gut." Trotz des demografischen Wandels und des grundsätzlichen Mangels an Arbeitskräften komme es in einzelnen Branchen und Regionen inzwischen zu Beschäftigungsproblemen. "Manche Unternehmen werden Personal reduzieren müssen, weil sie schlichtweg nicht mehr ausreichend Arbeit haben." Zum Jahresende 2023 herrscht in der Chemie- Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 % erwartet.

Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung - 45 % rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung.

Betroffen ist vor allem die Mauser Kundengruppe die Chemieunternehmen. Unsere großen Kunden aus diesem Segment erwarten erst für die 1. Jahreshälfte 2025 eine Verbesserung. Wir erwarten daher für das Jahr 2024 keine Verbesserung gegenüber 2023. Für 2025 erwarten wir wieder eine Nachfrage in etwa auf dem Niveau von 2021.

Für die Mauser-Werke ist diese Entwicklung wie oben beschrieben negativ spürbar. Die Absatzvolumen haben sich je nach Produktgattung um 10 bis 20% im Jahr 2023 reduziert. Preissteigerungen konnten im Wesentlichen weitergegeben werden, doch hat das im Ergebnis zu einem erheblichen Umsatzrückgang geführt, bei ebenfalls sinkenden Margen. In den letzten Monaten kam es zu einer leichten Beruhigung bei den Energiepreisen und die Inflationsrate ging auf rd. 3,7% Im Dezember 2023 zurück.

Wir rechnen mit einem leicht rückläufigen Umsatz im Jahr 2024. Wir erwarten ein Ergebnis leicht unter dem Niveau 2023. Eine Belebung der Nachfrage wird nicht vor dem 1. Quartal 2025 erwartet.

Die MAUSER Gruppe hat im Vorfeld bei der Beschaffung und der Effizienz gezielte Möglichkeiten zur Kosteneinsparung ermittelt, von denen die Geschäftsführung erwartet, dass sie auf Ebene der Mauser- Werke für einen leicht positiven Effekt beim Betriebsergebnisses im Jahr 2023 sorgen werden. Zudem fühlt sich unser Unternehmen aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte gerüstet für diese Transformation der Branche.

Unser Mutterkonzern in den USA hat im Februar 2023 seine Refinanzierung abgeschlossen und die externe Verschuldung leicht gesenkt bei etwas höheren Zinssätzen. Der weiterhin positive Stand von Eigenkapital und Liquidität und die zusätzlichen wesentlichen Einnahmen im Zusammenhang mit dem im Jahr 2019 durchgeführten Rebranding der Marke Mauser im gesamten Mauser Packaging Solutions Konzern sowie die weiterhin bestehende zufriedenstellende Auftragslage stellen den Fortbestand des Unternehmens auch für das Jahr 2024 und 2025 sicher.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird für das Jahr 2024 und 2025 die Senkung der Unfallzahlen und die Minderung der Gewährleistungsfälle angestrebt. Darüber hinaus wird im Sinne einer nachhaltigen Produktion auch weiterhin ein bewusster Umgang mit der Umwelt und Ressourcen im Fokus stehen. Wir beobachten, dass Kunden uns vermehrt nach einer Energiebilanz und CO 2 Werten zu unseren Produkten fragen und wir das bewusst als Marketingargument einsetzen.

 

Brühl, 15. März 2024

MAUSER-Werke GmbH

Michael Steubing

Nils Stenger

Aldo Tesi

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mauser-Werke GmbH, Brühl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mauser-Werke GmbH, Brühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mauser-Werke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 23. Mai 2024

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