Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 4069
Vorher
platec Grundstück GmbHplatec Elsterwerda GmbH
Eingetragen
19.7.2005
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Baukunststoffen .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fredrik Ljungman
seit 10.3.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BOSIG Verwaltung GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BOSIG Baukunststoffe GmbH

Elsterwerda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Forschung und Entwicklung, Marketingmaßnahmen und Zertifizierungen

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Produktion und Beschaffung

Vermögenslage

Finanzlage

Ertragslage

Investition und Finanzierung

Personal- und Sozialbereich

3. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Chancenbericht

4. Prognosebericht

5. Zweigniederlassung und Beteiligungen

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der BOSIG Baukunststoffe GmbH in Elsterwerda ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb intelligenter und nachhaltiger Produkte und Lösungen für Bau und Industrie. Seit Errichtung der Gesellschaft im Jahre 2000 beschäftigt sich die BOSIG Baukunststoffe GmbH insbesondere mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Dachprodukten für Steildächer, sowie Balkonplattensysteme für Fertigbalkone und konstruktive Dämmplatten für bauliche und industrielle Anwendungen. Darüber hinaus werden Fassadenprodukte zur Abdichtung hergestellt und im Vertriebsgebiet an Fensterbau-, Metall- und Fassadenbaubetriebe geliefert.

Zu den wachsenden Marktsegmenten gehören die konstruktiven Dämmplatten sowie die Balkonsysteme.

Forschung und Entwicklung, Marketingmaßnahmen und Zertifizierungen

Permanent entwickeln wir unsere Produkte weiter und forschen auch in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen nach neuen Materialien, welche unsere Produkte noch effizienter machen. Die Entwicklungsarbeiten erfolgen auf eigenen Prüfmaschinen/-geräten sowie im hauseigenen Labor.

Die Marketingmaßnahmen werden weiter ausgebaut. Dies insbesondere, um die Markennamen weiter zu etablieren. Dies schließt die kontinuierliche Entwicklung unserer Produktbroschüren, unseren Internetauftritt und die regelmäßige, eingehende Schulung unserer Mitarbeiter ein. Auch halten wir kontinuierliche Schulungsprogramme mit unseren Kunden ab. So wird darüber hinaus auch vor Ort beim Kunden durch unsere Abteilungen Vertrieb und Anwendungstechnik geschult.

Parallel dazu wurden auch im vergangenen Geschäftsjahr PR-Maßnahmen für unser Image und unsere Produkte platziert. Die Weiterentwicklung unseres Internetportals, aber auch von Smartphone-Anwendungen wird auch zukünftig weiter fortschreiten und unterliegt einem permanenten Aktualisierungs- und Änderungsdienst.

Die Gesellschaft verfügt über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 und eine Energiezertifizierung nach DIN EN ISO 50001. Auch weitere zahlreiche Qualitätsstandards für die unterschiedlichsten Industrieanforderungen wurden erfolgreich umgesetzt und fortgeführt.

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist in der Gesamtjahresbetrachtung für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % (preisbereinigt) gesunken. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html).

Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen auf Grund hoher Zinsen und geringer Nachfrage aus dem In- und Ausland mindern das Investitionsvolumen in der gesamten Bauwirtschaft.

Unser Unternehmen in eine Branche einzugliedern ist schwierig, wir befinden uns übergreifend in mehreren Branchen, beziehungsweise in Nischen dieser Branchen. Über öffentliche Zahlen, wie es sie in manchen Branchen gibt, haben wir für unser Segment keine Kenntnis. Somit ist dies eine eigene Einschätzung.

Die preisbereinigten Bauinvestitionen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/_Grafik/_Interaktiv/kvgr119_veraend.html)

In der Baubranche beliefern wir das Baunebengewerbe mit Abdichtungsmaterialien. Insbesondere auf dem Sanierungs- und Renovierungsmarkt war die Nachfrage im Geschäftsjahr höher als im Bereich des Neubaus.

Viele unserer Produkte werden aber auch in Investitionsgüter verbaut oder sind Verbrauchsgüter. Bei den Investitionsgütern ist der Markt in Deutschland sehr volatil. Ein größerer Aufwind ist im Ausland zu spüren. Bei den Verbrauchsgütern haben wir mehr denn je mit ausländischem Wettbewerb sowie auch mit Produktsubstituten zu kämpfen. In beiden Absatzbereichen hat sich jedoch verstärkt ein Angebotsmarkt entwickelt.

Wir unterteilen unsere Produktbereiche in vier Segmente, auf welche wir nachfolgend eingehen wollen:

Der Produktbereich Phonotherm ist ein stabiler Absatzbereich geworden. Diese großformatigen Platten auf Basis von Polyurethan finden aufgrund vieler, in den letzten Jahren entwickelten, Marketing- und Produktverbesserungsmaßnahmen eine entsprechende Marktakzeptanz. Durch das mittlerweile sehr breite Anwendungsspektrum des Produktes Phonotherm besteht eine gute Auftragslage im Produktionsbereich. Den konjunkturellen Schwankungen in den Absatzmärkten entgegnen wir mit Produkt- und Weiterentwicklungen im Anwendungsbereich des Phonotherm-Funktionswerkstoffes.

Der Produktbereich Balkotec hat das Vorjahresniveau knapp verfehlt. Durch ein zurückhaltendes Investitionsverhalten im Ein- und Mehrfamilienhausbau und nicht erreichte Ziele im Wohnungsbau konnte kein Zuwachs generiert werden.

Der Produktbereich Dach konnte mit einer leichten Erholung zum Gesamtergebnis beitragen.

Unser klassischer Vermarktungsbereich, der Baubereich, verzeichnete in 2023 leichte Rückgänge, vor allem im Einfamilien- und Mehrfamilienhausbau. In diesem Geschäftsfeld sind wir mit vielerlei Dichtungsfolien und Membranen aktiv. Auch ist der Bereich der Gebäudesanierung sehr wichtig für uns. In diesem Geschäftsbereich entwickeln wir ständig neue Artikel zur Verbesserung der Gebäudesubstanz im Sinne einer nachhaltigen energetischen Bausanierung und Gebäudedämmung entsprechend der modernen EnEV-Richtlinien. Die künftige Ausrichtung der Produktsegmente wird stark durch die Entwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit geprägt sein.

Die immer breiter werdende Diskussion um das Energiesparen sowie die Gebäude- und Schalldämmung hat uns auch dazu bewogen, speziell darauf aufgesetzte Produktlösungen und auch Marketingkonzepte auszuarbeiten.

Durch die konsequente Schulung von Kunden, Interessenten, Bauplanern und Architekten haben wir uns, wie in den Vorjahren auch, im Berichtsjahr einen sehr angesehenen Namen im Markt erarbeitet. Dies flankieren wir mit Marketingmaßnahmen und permanenter Internetarbeit.

Produktion und Beschaffung

Unsere Produktionsanlagen liefen über den Berichtszeitraum hindurch auf gutem Niveau.

Die Wartungs- und Reinigungsintervalle werden konsequent eingehalten. Auch werden permanent Anbauten für die Verbesserung der Produktqualität eingebunden.

Die Rohstoffpreise sind in 2023 leicht gefallen. Die Lieferfähigkeit war bei allen Rohstoffen und Produktbereichen gegeben. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, sind Preissenkungen im Rohstoffbereich unabdingbar.

Die Energiepreise sind nach wie vor ein wichtiges Thema. In diesem Bereich haben wir uns auch mit Fachpersonen zur Energieoptimierung abgestimmt. Die Energie nimmt mittlerweile einen ernst zu nehmenden Kostenfaktor ein. Das Energiemanagement ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil im operativen Tagesgeschäft sowie in der Kostenoptimierung. Es soll uns zu weiterer Energieoptimierung verhelfen. Somit war es für uns eine wichtige Entscheidung, auf dem Werksgelände eine weitere PV-Anlage zu errichten, deren Strom wir zu 100% selbst nutzen und folglich Kosten sowie gleichzeitig CO 2 -Einsparungen vornehmen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BOSIG Baukunststoffe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 14.777 auf TEUR 13.497 leicht gesenkt.

Der Vorratsbestand minderte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um ca. TEUR 701 auf TEUR 2.437, aufgrund wieder normalisierter Lieferfähigkeiten der Rohstofflieferanten.

Die Senkung entfällt auf der Aktivseite im Wesentlichen auf das Sachanlagevermögen (von TEUR 8.022 auf TEUR 7.772) und den Bestand der liquiden Mittel (von TEUR 2.430 auf TEUR 1.976). Im Sachanlagevermögen wirkten sich hierbei insbesondere die aufgrund der hohen Investitionen in Vorjahren erhöhten Abschreibungen mindernd aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 1.122 (Vorjahr TEUR 996).

Auf der Passivseite der Bilanz minderte sich das Eigenkapital von TEUR 7.064 auf TEUR 6.176 (ca. 46% der Bilanzsumme).

Die Rückstellungen reduzierten sich von TEUR 383 auf TEUR 329.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten aufgrund von laufenden Tilgungen und Darlehensrückführungen um ca. TEUR 966 auf TEUR 4.541 reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um ca. TEUR 228 auf TEUR 569 gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 105 auf TEUR 225.

Die Vermögenslage stellt sich bei einer hohen und ausgebauten Eigenkapitalquote insgesamt sehr ausgewogen dar.

Finanzlage

Die Gesellschaft weist am Bilanzstichtag flüssige Mittel in Höhe von TEUR 1.976 (Vorjahr TEUR 2.430) aus. Gleichzeitig verminderten sich die Bankverbindlichkeiten von TEUR 5.508 auf TEUR 4.541. Die Verbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Einem guten operativen Cash-Flow stehen hierbei Mittelabflüsse für Investitionen ins Anlagevermögen sowie aus Tilgungen gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert.

Ertragslage

Die BOSIG Baukunststoffe GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 313) ab.

Die Umsätze haben sich im Berichtsjahr um 11,2 % gegenüber dem Vorjahr gemindert. Die im Vorjahr getroffenen Prognosen über einen leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg konnten nicht eingehalten werden. Das Rohergebnis beträgt TEUR 13.512 (Vorjahr TEUR 13.598).

Der Personalaufwand stieg im Jahresvergleich nur unwesentlich von TEUR 6.935 auf insgesamt TEUR 7.080.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens des Geschäftsjahres 2023 blieben gegenüber dem Vorjahr relativ konstant und erhöhten sich leicht um TEUR 25 auf TEUR 1.099.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen minderten sich von TEUR 5.032 auf TEUR 4.960. Die übrigen Kostenpositionen verliefen im Jahresvergleich weitgehend konstant.

Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 34 auf TEUR 154 gestiegen.

Trotz der weiterhin hohen Ausgaben im Bereich der Materialforschung, der Anwendungstechnik und des Vertriebs konnte ein positives operatives Ergebnis erzielt werden.

Die finanzielle Leistungssteuerung des Unternehmens erfolgt über die Monatsabschlüsse, Planungsrechnung und diesbezügliche Soll-/Ist-Abweichungsanalysen.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass das Geschäftsjahr 2023 in den ersten beiden Quartalen stabil verlaufen ist. Im dritten und vierten Quartal entwickelte sich, geprägt durch die gesamtwirtschaftliche und bauwirtschaftliche Konjunkturschwäche, ein gleichlautendes unternehmerisches Gesamtbild.

Investitionen und Finanzierung

In beiden Werken Elsterwerda und Bad Liebenwerda wurden verschiedene Investitionen als Ersatz, aber auch zur Erweiterung vorgenommen.

Im Bereich der Rohstoffversorgung wurden Investitionen zur Erweiterung der Lagerkapazität umgesetzt. Hier ermöglichen höhere Lagermengen die Produktionssicherung sowie die Flexibilität der Rohstoffbeschaffung und Vorhaltung.

Für das Jahr 2024 sind Investitionen im Bereich Erweiterung der Lagerkapazität im Bereich der Fertigwaren vorgesehen. Eine neue Lagerhalle für Fertigwaren soll entstehen um einen höheren Vorrat an Fertigware zu gewährleisten und damit einhergehend die Lieferfristen zu senken.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl unserer Beschäftigten belief sich zum Stichtag 31.12.2023 auf insgesamt 163 fest angestellte Personen (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende). Wir haben somit unsere Stammbelegschaft im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 6 Personen gemindert. Auftragsspitzen haben wir je nach Bedarf, wie auch in den vergangenen Jahren, durch Leiharbeitskräfte abgedeckt.

Konsequente Schulungen, regelmäßige Produktschulungen, Strategiemeetings und Gesamtmeetings gehören zum festen Plan bei der Weiterbildung unseres Personals für die verschiedenen Unternehmensbereiche.

Wir legen viel Wert auf die Ausbildung. Sowohl im kaufmännischen, als auch im technischen Bereich ist es ein großes Anliegen unseres Hauses, Nachwuchskräfte auszubilden. Wir investieren in diesem Bereich viel Zeit und Geld und sehen aber dadurch auch eine tragfähige Säule an motivierten jungen Menschen, die zukünftig unser Geschäft unterstützen sollen. Insgesamt ist keine wesentliche Fluktuation zu erkennen.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Die BOSIG Baukunststoffe GmbH ist - wie jedes Unternehmen - den normalen gesamtwirtschaftlichen und branchentypischen Risiken sowie den Wettbewerbsrisiken unterworfen.

Ein Risiko stellt der nach wie vor hohe Leitzins dar. Dieser führt zur Zurückhaltung im Investitionsbereich bzw. Investitionsentscheidungen wurden dahingehend stark beeinflusst. Politisch initiierte Investitionspakete und wirtschaftliche Anreize sind nicht oder nur wenig erkennbar. Der übliche Auftragsvorlauf im gesamten Kundenbereich ist stark zurück gegangen, ein Bestell-Forecast bzw. eine Jahres-Bedarfsermittlung ist in den seltensten Fällen möglich. Die Auftragsplanung ist daher eher kurz- bzw. mittelfristig zu betrachten.

Im Berichtsjahr kristallisierte sich ein verstärktes Anfrageverhalten aus dem europäischen Ausland heraus. Der deutschsprachige Absatzmarkt verlor größere Anteile an Wettbewerbsfähigkeit.

Wir begegnen diesem Sachverhalt mit einer weiteren Diversifikation unseres Produktportfolios und einer noch engeren Anbindung an die wichtigsten Kunden bzw. fokussieren unsere Vertriebsaktivitäten verstärkt auf den Export.

Ein geopolitisches Risiko besteht nach wie vor im andauernden Angriffskrieg auf die Ukraine und führt zu erheblichen wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland. Importe in einzelnen Rohstoffbereichen sind untersagt und führen zu hohen Beschaffungskosten in diversen Produktbereichen. Eine weitere Unsicherheit besteht in den Auseinandersetzungen in Nahost, würde sich der Konflikt ausweiten, könnte es zu erneuten Verwerfungen auf den Energiemärkten kommen. Durch langfristig abgeschlossene und damit planbaren Beschaffungskosten können diese Risiken gemindert werden.

In Bezug auf die Wertschöpfung haben insbesondere die Produktions-/ Materialkosten sowie die zukünftige Sicherstellung von Material sowie qualifiziertem Personal eine besondere Bedeutung.

Der demografische Wandel sowie der Fachkräftemangel führt zunehmend zu einem Arbeitnehmermarkt. Regelmäßige Zertifizierungen sorgen für eine hohe Qualität in den Prozessen. Eine hohe Ausbildungsquote, regelmäßige Fortbildungen und der weitere Aufbau der Führungsebene werden auch zukünftig das Knowhow und notwendige Kompetenzen sicherstellen. Über die Identifizierung / Realisierung von Produktionseffizienzen, Maßnahmen zur Einsparung von Materialkosten sowie Energie wird eine weitere Einsparung von Produktionskosten angestrebt. Weitere Herausforderungen sehen wir vor allem in der Absicherung der Lieferbereitschaft sowie in der weiteren Optimierung der Produktions- und Energieeffizienzen.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren wesentlichen Risiken.

Chancenbericht

Aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verfügt die BOSIG Baukunststoffe GmbH über eine gesunde Struktur/Basis, um den zukünftigen Anforderungen des Marktes und Wettbewerbs gewachsen zu sein. Die neu geschaffenen Strukturen auf Konzernebene ermöglichen eine strategisch orientierte Ausrichtung in der Firmengruppe und führen zur verbesserten wirtschaftlichen Organisation.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die zunehmende Internationalisierung sowie die Beziehungen zu den Schwestergesellschaften eröffnen weitere Absatzmärkte/-potentiale für die Gesellschaft. Durch die unterschiedlichen Produkte/Branchen erfolgt eine Risikodiversifikation.

Die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation kann für weitere Investitionen und Entwicklungsprojekte genutzt werden.

Die Geschäftsführung stellt zusammenfassend fest, dass die BOSIG Baukunststoffe GmbH vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität und des Produktportfolios für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet ist. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Bezüglich Geschäftstätigkeit und Auftragslage hat das Geschäftsjahr 2024 verhalten begonnen.

Das verhaltene Agieren in der Baubranche war deutlich in den Absatzmärkten zu spüren.

Die Lieferfähigkeit im Rohstoffbereich hat sich deutlich verbessert, Lieferketten haben sich stabilisiert, es sind keine Rohstoff-Engpässe vorhanden. Rohstoffpreise im Branchenbereich sind auf einem sinkenden jedoch nach wie vor hohen Niveau.

Einfluss auf die weitere gesamtwirtschaftliche Leistung der Branche haben die hohe Zinslage sowie politische Entscheidungen bei der Initiierung von Konjunkturanreizen. Im Bereich des Ein- und Mehrfamilienbau gab es starke Rückgänge beim Bauvolumen als auch bei den Genehmigungen zu verzeichnen. Hierbei kann es zu größeren Verschiebungen vom Neubau zum Sanierungsbau kommen.

Da wir ständig an der Verbesserung unserer Potentiale arbeiten, werden wir uns auch zukünftig den Herausforderungen des Marktes stellen. Wir sehen diese Herausforderungen als Chance für unser mittelständig geführtes Unternehmen. Mit unseren Ideen und unserem Engagement haben wir noch viele Möglichkeiten, neue Bereiche im Markt zu erschließen.

Der volatile gesamt- und bauwirtschaftliche Markt führt für das Geschäftsjahr 2024 zu Maßnahmen in der Beschaffungs- und Prozessoptimierung. Um den konjunkturellen Schwankungen entgegen zu wirken werden Diversifikationen im Produkt- und Debitorenbereich vollzogen. Im Geschäftsjahr 2024 wird mit stabilen Umsätzen im Vergleich zu 2023 einem leicht verbesserten operativen Ergebnis gerechnet. Der operative Cash-Flow und die Finanzlage werden sich weiter durch Prozessoptimierungen und Kostencontrolling leicht positiv entwickeln.

Um unsere Innovationen und Gedanken in die Tat umzusetzen, wollen wir in neue Maschinen und Techniken, aber auch in Personal investieren.

Doch nicht nur die Bedienung neuer Märkte steht für uns im Fokus, durchaus wollen wir auch in die interne Flexibilität, Kommunikation, Produktivität und die Ressourceneinsparung investieren.

Wir verstehen uns als mittelständisch geprägten Innovator für Produktentwicklung und sehen uns als Individualisten sowie als weitsichtiges und strategisch orientierendes Familienunternehmen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

5. Niederlassungen

Unser Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Bad Liebenwerda und in Berlin Marzahn.

Im Werk in Bad Liebenwerda erfolgt die Herstellung der Dachprodukte, auch sind der Handelsbereich und der Werkzeugbau dort untergebracht.

In Berlin Marzahn werden die Geschäfte in und um Berlin betreut. Auslieferungen, Terminabsprachen, Beratungen und Kundenbetreuung gehören zu den dortigen Aufgaben. Durch ein adäquates Auslieferungslager verfügen wir somit über schnelle Lieferbereitschaft der Materialien.

 

Elsterwerda, 29. Mai 2024

BOSIG Baukunststoffe GmbH

Geschäftsführung

gez. Jens Schulze

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.791.617,09 8.063.863,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.528,00 41.675,00
II. Sachanlagen 7.772.089,09 8.022.188,95
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 757.773,00 746.584,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.337.293,00 5.919.282,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.582,50 826.809,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 852.440,59 529.512,95
B. Umlaufvermögen 5.537.037,21 6.566.791,10
I. Vorräte 2.437.968,87 3.139.383,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.122.269,16 996.440,25
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 125.071,42 189.437,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 997.197,74 807.003,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.976.799,18 2.430.967,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 168.430,75 146.267,67
Aktiva 13.497.085,05 14.776.922,72

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.176.355,17 7.064.309,01
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 253.982,41 253.982,41
III. Gewinnvortrag 5.410.326,60 6.097.372,67
IV. Jahresüberschuss 112.046,16 312.953,93
B. Rückstellungen 329.786,00 382.880,00
C. Verbindlichkeiten 6.990.943,88 7.329.733,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.541.665,42 5.508.116,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.591.135,28 577.907,95
3. sonstige Verbindlichkeiten 858.143,18 1.243.708,79
Passiva 13.497.085,05 14.776.922,72

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.512.208,56 13.598.375,01
2. Personalaufwand 7.080.800,46 6.935.421,60
a) Löhne und Gehälter 5.700.077,38 5.625.390,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.380.723,08 1.310.030,86
davon für Altersversorgung 16.448,03 18.946,47
3. Abschreibungen 1.099.780,15 1.075.094,91
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.099.780,15 1.075.094,91
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.960.513,41 5.032.522,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.937,24 44.145,34
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 154.540,17 119.598,09
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56.299,72 103.760,64
8. Ergebnis nach Steuern 163.211,89 376.122,32
9. sonstige Steuern 40.313,62 40.430,77
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 10.852,11 22.737,62
11. Jahresüberschuss 112.046,16 312.953,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Vorbemerkungen

Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus HRB Nr. 4069 unter ihrer Firma BOSIG Baukunststoffe GmbH mit Sitz in Elsterwerda geführt.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der BOSIG Baukunststoffe GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten des Anhangs ausgeübt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Ein grundlegender Wechsel der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr ist nicht vorgenommen worden.

Die Bewertung erfolgte entsprechend den Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Nicht abnutzbares Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten entsprechend den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände und wurden linear oder degressiv vorgenommen.

Auf die lineare Methode wird übergegangen, sobald sie zu höheren Abschreibungsbeträgen im Geschäftsjahr führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert i.H. v. € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, dass allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für die Subsidiärhaftung aus der Unterdeckung der Kölner Pensionskasse VVaG werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften bewertet.

Bewertet wurde die Pensionsverpflichtung nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln Heubeck RT2018G, der Rechnungszins beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %). Ein Rententrend und ein Gehaltstrend wurden nicht berücksichtigt.

Der sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes beträgt € 552. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Bewertung der Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Sofern die Tageswerte über dem Rückzahlungsbetrag lagen, wurden sie zum höheren Tageswert angesetzt.

Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Aktivseite

Anlagenentwicklung

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Vorjahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen 125.071,42 0,00 189.437,18 0,00
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 997.197,74 0,00 807.003,07 0,00
Gesamt 1.122.269,16 0,00 996.440,25 0,00

Aktive latente Steuern

Von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuern zu bilden wurde nicht Gebrauch gemacht.

Angaben zur Passivseite

Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung der BOSIG Baukunststoffe GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 112.046,16 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
Restlaufzeit Bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.541.665,42 2.102.404,10 2.439.261,32 0
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 1.591.135,28 1.591.135,28 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 858.143,18 858.143,18 0 0
Gesamt 6.990.943,88 4.551.682,56 2.439.261,32 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 61.472,25 (EUR 169.005,08).

Die Verbindlichkeiten stellen sich im Vorjahr wie folgt dar:

Geschäftsjahr
T€
Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
T€
Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
Gesamt 7.329 4.036 3.293 0,00

Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit größer 1 Jahr betreffen im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Alle anderen Verbindlichkeiten wiesen Restlaufzeiten unter einem Jahr aus.

Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten

Die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagen und Maschinen gesichert. Es bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften der BOSIG GmbH, BOSIG Grundstück Ost GmbH und BOSIG Holding GmbH & Co. KG.

Es wurden im Geschäftsjahr sowie in den Vorjahren Mietkaufverträge über diverse Maschinen abgeschlossen. Die BOSIG Baukunststoffe GmbH ist hierbei als wirtschaftlicher Eigentümer zu sehen.

Die Maschinen sind im Anlagevermögen ausgewiesen. Gegenläufig wurden die Verpflichtungen gegenüber der Leasinggesellschaft als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bezogenen Halbfabrikaten und Waren bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

Im Einzelnen bestehen Verpflichtungen für die folgenden Sachverhalte:

Gebäude und Räumlichkeiten

Mietvertrag BOSIG Grundstück Ost GmbH:

monatlicher Mietaufwand ab Mai 2019: € 56.000,00 (Reduzierung 07-12/2023 auf 40 T€)

Kündigung 12 Monate frühestens 31.12.2026.

Mietvertrag DOBA Grund Beteiligung GmbH & Objekt Berlin Springpfuhl KG:

jährlicher Mietaufwand: € 24.172,20

Fest bis 30.06.2025.

Kraftfahrzeuge Aufwand 2023
Restverbindlichkeit 31.12.2023
Fahrzeugleasing 48.817,00 25.997,00
BGA
Miet- / Leasingaufwand für BGA
ohne Laufzeit / Laufzeit < 1 Jahr 44.349,99 0
Software
Miet- / Leasingaufwand für Software und Lizenzen ohne Laufzeit / Laufzeit < 1. Jahr 89.197,69 0

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Pflichtangaben nach § 285 Nr. 31 HGB

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsleistungen in Höhe von T€ 944 sowie Erstattungen aus der Energiepreisbremse in Höhe von T€ 669 und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von T€ 216 auf Grund von einem Brand enthalten.

Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die BOSIG Baukunststoffe GmbH, Elsterwerda wird in den Konzernabschluss der BOSIG Holding GmbH & Co. KG, Gingen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Die BOSIG Holding GmbH & Co. KG, Gingen stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

Angabe des Geschäftsführers

Herr Jens Schulze (techn. u. kaufmännische Geschäftsleitung)

Vergütung der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren folgende aktive Mitarbeiter beschäftigt

Bilanzjahr Vorjahr
Geschäftsführer 1 2
Verwaltung 12 12
Vertrieb 18 15
Einkauf und Logistik 12 14
Produktion 116 121
Auszubildende 4 5

 

Elsterwerda, 29. Mai 2024

Geschäftsführung

gez. Jens Schulze, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

Anlagenspiegel vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 413.480,35 0,00 0,00 0,00 413.480,35
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 413.480,35 0,00 0,00 0,00 413.480,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.430.532,48 71.288,66 20.842,49 0,00 1.480.978,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.774.957,61 174.450,43 128.996,70 1.794,00 16.822.205,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.015.028,12 264.233,06 223.417,14 0,00 3.055.844,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 529.512,95 352.647,70 27.926,06 -1.794,00 852.440,59
Summe Sachanlagen 21.750.031,16 862.619,85 401.182,39 0,00 22.211.468,62
Gesamtsumme Anlagevermögen 22.163.511,51 862.619,85 401.182,39 0,00 22.624.948,97
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 371.805,35 22.147,00 0,00 0,00 393.952,35
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 371.805,35 22.147,00 0,00 0,00 393.952,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 683.948,48 59.509,66 20.252,49 0,00 723.205,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.855.675,11 758.224,43 128.987,20 0,00 11.484.912,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.188.218,62 259.899,06 216.856,14 0,00 2.231.261,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.727.842,21 1.077.633,15 366.095,83 0,00 14.439.379,53
Gesamtsumme Anlagevermögen 14.099.647,56 1.099.780,15 366.095,83 0,00 14.833.331,88

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BOSIG Baukunststoffe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BOSIG Baukunststoffe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOSIG Baukunststoffe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine esentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 29. Mai 2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wörlein, Wirtschaftsprüfer

gez. Layher, Wirtschaftsprüfer

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