BAG Vermögensverwaltungs GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Petra Hammer seit 25.7.2023 | Prokura |
Sigrid Semmelroth seit 15.6.2021 | Prokura |
Andreas Weimar seit 18.6.2020 | Prokura |
Johann Nicolas Charles Gotthard Dr. Sachsenberg seit 17.9.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Platin 1651. GmbH (zukünftig firmierend unter BAG Holding GmbH) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAG Health Care GmbHLichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Erläuterungen Die BAG Health Care GmbH hat ihren Sitz in Lich und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Gießen unter Nummer HRB 41 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der BAG Health Care GmbH, Lich, wurde auf der Grundlage des HGB und des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 4 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. 2. Vergleichbarkeit mit Vorjahren Zur sachgerechten Darstellung werden im Berichtsjahr −abweichend gegenüber den Vorjahren− Aufwendungen für Leiharbeits- und Honorarkräfte unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vorjahr: Aufwendungen für bezogene Leistungen) ausgewiesen. In diesem Zusammenhang ergibt sich eine Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei gleichzeitiger Verminderung der Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von jeweils TEUR 1.655. Bei einer Ausweisänderung bereits im Vorjahr wären im Geschäftsjahr 2022 höhere Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie verminderte Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von jeweils TEUR 793 ausgewiesen worden. 3. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen und gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungszeiträume entsprechen den branchenüblichen und steuerrechtlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauern. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wurde ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder - bei dauernder Wertminderung - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Durch die Einbringung von Immobilien gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten generierte Finanzanlagen wurden mit dem Buchwert der eingelegten Immobilien bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Wertberichtigungen auf Forderungen sind mit insgesamt TEUR 270 aktivisch abgesetzt. Die Bewertung der Fremdwährungs-Forderungen und -Verbindlichkeiten erfolgt gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag und die Sonstigen Rückstellungen mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde nicht ausgeübt. 4. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). 4.2 Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
4.3 Forderungen Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr Laufzeiten von bis zu einem Jahr auf. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 64) gegen die Gesellschafterin. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. 4.4 Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Mitarbeiterprovisionen, Rechts- und Gerichtskosten, Abfindungen, Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten und Überstunden gebildet. 4.5 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.458 durch eine gesamtschuldnerische Mithaftung des Mutterunternehmens besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 44) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 835) gegenüber der Gesellschafterin. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 335) enthalten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Erträge aus der Währungsumrechnung:
In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
Die Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen für eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 40). 6. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte, Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte betreffen Sale-Lease-Back-Vereinbarungen für Investitionen in Anlagevermögen, Leasingverträge, Mietverträge sowie Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit dem Abschluss von Sale-Lease-Back-Vereinbarungen sowie Leasing- und Mietverträgen wird die Kapitalbindung verringert und das Investitionsrisiko verbleibt beim Leasinggeber bzw. Vermieter. Darüber hinaus verbessern diese Vereinbarungen und auch das Factoring die Liquidität der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2023 bestanden finanzielle Verpflichtungen aus den genannten Sale-Lease-Back-Vereinbarungen und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 77 sowie aus den genannten Mietverträgen in Höhe von TEUR 304 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 247). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung Herr Dr. Nicolas Sachsenberg, Lich Herr Dr. Burkhard Wichert, Bielefeld Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 560.582,79 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lich, den 15. Juli 2024 Dr. Nicolas Sachsenberg, Geschäftsführer Dr. Burkhard Wichert, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BAG Health Care GmbH, Lich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAG Health Care GmbH, Lich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAG Health Care GmbH, Lich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 15. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Das Geschäftsmodell der BAG Health Care GmbH (nachfolgend auch kurz "BAG") ist die Lohnverarbeitung von pharmazeutischen Wirkstoffen im hochspezialisierten Bereich der aseptischen Abfüllung und Gefriertrocknung ("Fill & Finish"). Unsere Kunden stellen uns im Allgemeinen den Wirkstoff zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Um diese Kerntätigkeit herum bietet BAG diverse Dienstleistungen (optische Kontrolle, Verpackung, Analytik, Stabilitätsstudien, Verblindungen und Randomisierungen für klinische Prüfmuster, Marktfreigabe für Chargen) im Sinne eines Full Service Konzeptes an. BAG hält keine eigenen Arzneimittelzulassungen. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt aufgrund ihres Geschäftsmodells als pharmazeutischer Lohnhersteller keine eigene Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In 2023 waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund des Ukrainekrieges, Inflation und Arbeitskräftemangels weiterhin schwierig. Das zeigte sich auch in einer deutlichen Zurückhaltung in der Auftragsvergabe durch kleine Arzneimittelentwickler für Biologics, die ihrerseits aufgrund des erhöhten Zinsniveaus erhebliche Finanzierungsschwierigkeiten hatten und noch haben. Geschäftsverlauf und Lage In 2023 konnte die BAG Health Care GmbH erfolgreich einen Turnaround erreichen. Die Auflagen aus der Inspektion der Aufsichtsbehörde (Hessisches Landesamt für Gesundheit und Pflege, LFGP) aus 2022 konnten in wesentlichen Punkten zu deren Zufriedenheit abgearbeitet und erfüllt werden, was in einer Folgeinspektion im Mai 2023 bestätigt wurde. Die Fokussierung auf eine geringere Anzahl von Kunden und Produkte führte zusammen mit dem Wegfall der Ampullenproduktion zu einer Reduktion der Komplexität. Die bestehenden Reinräume konnten in einem ersten Schritt renoviert und modernisiert werden, mit vorbereitenden Maßnahmen für eine umfassendere technische Modernisierung gemäß den Anforderungen des Annex I des zum 25. August 2023 in Kraft getretenen GMP-Leitfadens. Im Rahmen einer Übertragung innerhalb der BAG-Gruppe wurden die Immobilien Amtsgerichtsstraße 1-5, die bislang im Eigentum der BAG Immobilien GmbH & Co KG (einer 100%-Tochter der BAG Health Care) waren, an die 100%-Tochter der BAG Holding GmbH, die BAG Vermögensverwaltungs GmbH veräußert. Ertragslage Die Umsätze stiegen im Berichtsjahr von TEUR 11.471 (Vorjahr) auf TEUR 15.014. Wesentliche Gründe waren insbesondere eine verbesserte Verfügbarkeit der Produktionskapazitäten sowie marktgerechte Preisanpassungen. Demgegenüber hatte im Vorjahr eine 11-wöchige Produktions- und Lieferunterbrechung aufgrund von Auflagen aus einer Inspektion des Regierungspräsidiums Darmstadt zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse geführt. Darüber hinaus haben auch die Umsatzerlöse aus der Ende Juni 2023 eingestellten Ampullenproduktion durch vorgezogene Kundenbestellungen zum Aufbau von Warenpuffern den Vorjahreswert übertroffen. Das Rohergebnis (gemäß § 276 HGB) stieg von TEUR 8.133 (Vorjahr) auf TEUR 13.440. Die Personalaufwendungen reduzierten sich von TEUR 5.069 (Vorjahr) auf TEUR 4.651 bedingt durch eine verringerte Anzahl durchschnittlich beschäftigter Arbeitnehmer. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die im Berichtsjahr eingestellte Ampullenproduktion zurückzuführen. Darüber hinaus hat auch der Wegfall der ergebnisabhängigen Mitarbeiterbeteiligung zur rückläufigen Entwicklung der Personalaufwendungen beigetragen. Der Rückgang der Materialaufwendungen um TEUR 1.492 (- 43,7%) auf TEUR 1.923 ist − trotz gestiegener Umsatzerlöse − sowohl auf verminderte Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch auf geringere Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen. Der Rückgang der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ergibt sich insbesondere aus im Vorjahr in dieser Position enthaltenen Wirkstoffaufwendungen, die im Rahmen eines Produktionsauftrages mit unterdurchschnittlicher Marge weiterberechnet worden waren. Die Verminderung der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist darauf zurückzuführen, dass Aufwendungen für Leiharbeits- und Honorarkräfte in Höhe von TEUR 1.655 − abweichend gegenüber dem Vorjahr − unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vorjahr: Materialaufwand) ausgewiesen werden. Neben der vorstehend erläuterten Ausweisänderung bei den Aufwendungen für Leiharbeits- und Honorarkräfte haben auch höhere Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung sowie ein Anstieg der Abfindungen an Arbeitnehmer zur Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.888 auf TEUR 7.509 beigetragen. Der Anstieg der Aufwendungen für Abfindungen ist im Wesentlichen auf die Einstellung der Ampullenfertigung und dem damit verbundenen Personalabbau zurückzuführen. Die Abschreibungen haben sich mit TEUR 347 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 411) durch geringere Abschreibungen im Bereich der Sachanlagen vermindert. Das auf TEUR 1.392 (Vorjahr: TEUR - 116) verbesserte Finanzergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus dem Beteiligungsertrag an der BAG Immobilien GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 56). Der Ergebnisanstieg dieser Tochtergesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 insbesondere durch Erträge aus der Veräußerung von Immobilien an die BAG Vermögensverwaltungs GmbH geprägt. Das EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern, Anlagen- und Goodwill-Abschreibungen) erhöhte sich durch signifikante Verbesserungen des Betriebs- und Finanzergebnisses der Gesellschaft von TEUR -2.503 (Vorjahr) auf TEUR 3.020. Das um Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 56) bereinigte EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.279 (Vorjahr: TEUR - 2.559). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich mit TEUR 7.742 im Berichtsjahr nur geringfügig erhöht (Vorjahr: TEUR 7.649). Auf der Aktivseite entfällt die Erhöhung der Bilanzsumme primär auf das in Folge der erhöhten Geschäftstätigkeit der Gesellschaft um TEUR 850 auf TEUR 2.330 (Vorjahr: TEUR 1.480) angestiegene Vorratsvermögen. Darüber hinaus haben sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Demgegenüber hat sich das Finanzanlagevermögen auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 1.685) vermindert. Diese Entwicklung ist auf die vollständige Entnahme der Rücklagen bei der Tochtergesellschaft BAG Immobilien GmbH & Co. in Höhe von TEUR 1.459 zurückzuführen, die eine Minderung des Beteiligungsbuchwertes dieser Tochtergesellschaft bewirkt hat. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss von TEUR 718 (Vorjahr) auf TEUR 2.861 wieder deutlich erhöht. Insbesondere dadurch stieg die Eigenkapitalquote von 9,4 % auf 37,0 %. Gleichzeitig konnten die Bankverbindlichkeiten aufgrund des positiven Cashflows von TEUR 3.061 (Vorjahr) auf TEUR 2.065 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.163 (Vorjahr) auf TEUR 96 reduziert werden. Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden in Höhe von TEUR 586 getätigt. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) beträgt zum Stichtag TEUR -2.030 (Vorjahr: TEUR -3.022). Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Steuerungsgrößen für den Unternehmenserfolg sind Umsatzerlöse und EBITDA. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht (Risikomanagementsystem, Risiken) Die BAG Health Care bewegt sich in einem relativ konjunkturunabhängigen Umfeld des Gesundheitsmarktes. Durch eine relativ große Zahl von Kunden bestehen keine wesentlichen Klumpenrisiken. Beschaffungsseitig kann es zu Engpässen bei der Bereitstellung von Primär- und Sekundärpackmitteln mit erheblich verlängerten Lieferfristen von über einem Jahr kommen, weshalb relativ hohe Lagerbestände zur Sicherung der Produktionsfähigkeit bereitgehalten werden. Risiken aus der Beschaffung von Hilfsstoffen wird durch eine vorausschauende Produktionsplanung sowie strategische Lagerhaltung begegnet. Rentabilitätsrisiken durch inflationsbedingt gestiegene Energie- und Materialaufwendungen wird durch eine angemessene Gestaltung der Absatzpreise begegnet. Die BAG Health Care bewegt sich aus Gründen der Arzneimittelsicherheit in einem hochregulierten Umfeld. Produktions- und Compliancerisiken tragen wir durch ständige Verbesserung unserer Qualitätssysteme Rechnung. Anforderungen aus dem Compliance Management Verfahren des Regierungspräsidiums Darmstadt wurden im Geschäftsjahr 2023 weitgehend abgearbeitet. Liquiditätsrisiken der Gesellschaft werden durch ein engmaschiges Forderungs- und Lieferantenmanagement begrenzt. Darüber hinaus werden im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung Forderungen aus Lieferungen veräußert. Durch Vereinfachung der Prozesse und Verringerung der Komplexität soll das Working Capital mittelfristig verbessert werden. Chancenbericht BAG sieht sich in einem günstigen Marktumfeld, getrieben vom Trend zum Outsourcing von Produktion sowie dem steigenden Bedarf an aufwendig herzustellenden biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen (Biologics), auf deren Verarbeitung in kleinen bis mittelgroßen Chargen sich die Gesellschaft spezialisiert hat. Im ersten Quartal 2024 gab es erste Anzeichen für eine wieder deutlich verbesserte Finanzierungssituation für unsere Zielkunden. Prognosebericht Das erste Quartal 2024 startete deutlich unter den Erwartungen. Hauptgrund für den unter Plan liegenden Umsatz ist das Ausbleiben von Aufträgen eines größeren Kunden. Im zweiten Quartal konnten umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen zur Erreichung der Anforderungen des Annex 1 des GMP-Leitfadens zeit- und budgetgerecht abgeschlossen werden. Wesentliche Änderung war neben allgemeinen Modernisierungen die Inbetriebnahme eines neuen Reinraummonitoringsystems sowie die technische Einhausung (RABS) der Abfüllmaschinen. Durch den zweimonatigen Produktionsausfall wird auch das zweite Quartal unter den ursprünglich im Oktober des Vorjahres budgetierten Umsätzen liegen, während für das zweite Halbjahr auch aufgrund diverser Neukunden-Akquisitionen eine deutliche Erholung der Umsätze prognostiziert wird. Auf Basis dieser Entwicklungen erwarten wir beim Ausbleiben von Sondereffekten für das Geschäftsjahr 2024 − im Vergleich zum Berichtsjahr - einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und ein positives EBT (Jahresergebnis vor Ertragsteuern) in einer Größenordnung von TEUR 600.
Lich, den 15. Juli 2024 Dr. Nicolas Sachsenberg, Geschäftsführer Dr. Burkhard Wichert, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
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