Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 232339
Eingetragen
17.6.1997
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Handel mit Stahlprodukten, insbesondere mit rostfreien Stahlprodukten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Giezenaar
seit 8.7.2024
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TAD INOX SERVICE GMBH

Bad Schönborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TAD INOX SERVICE GmbH, Bad Schönborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TAD INOX SERVICE GmbH, Bad Schönborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TAD INOX SERVICE GmbH, Bad Schönborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "V. Sonstige Informationen und Aussagen (ungeprüft)" des Lageberichts enthaltenen lageberichtsfremden Angaben haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 9. August 2024

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer

Christin Bauer, Wirtschaftsprüferin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

TAD INOX SERVICE GMBH, BAD SCHÖNBORN

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.676.126,59 2.318
I. Sachanlagen 2.676.126,59 2.318
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.716.758,80 1.664
2. Technische Anlagen und Maschinen 871.874,75 83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.493,04 91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 480
B. UMLAUFVERMÖGEN 27.873.223,03 44.368
I. Vorräte 11.428.376,09 40.635
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.603.418,29 36.047
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.510.268,97 2.472
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.314.688,83 2.116
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.441.729,75 3.727
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.719.475,56 3.586
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.117.711,14 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.604.543,05 141
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.117,19 6
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 23
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 14.731,00 30
30.564.080,62 46.739

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL 27.434.551,86 25.178
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Gewinnvortrag 25.152.426,49 23.105
III. Jahresüberschuss 2.256.560,78 2.047
B. RÜCKSTELLUNGEN 570.847,10 3.795
1. Sonstige Rückstellungen 570.847,10 3.795
C. VERBINDLICHKEITEN 2.558.681,66 17.766
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115.001,80 663
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.897,65 15.441
3. Sonstige Verbindlichkeiten 434.782,21 1.662
30.564.080,62 46.739

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 54.620.517,75 70.028
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.762.996,48 386
3. Gesamtleistung 52.857.521,27 70.414
4. Sonstige betriebliche Erträge 95.677,27 225
5. Materialaufwand -46.200.175,77 -61.066
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -44.664.655,96 -58.996
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.535.519,81 -2.070
6. Rohergebnis 6.753.022,77 9.573
7. Personalaufwand -1.533.810,73 -3.434
a) Löhne und Gehälter -1.318.596,75 -3.122
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -215.213,98 -312
8. Abschreibungen -125.871,05 -82
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -125.871,05 -82
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.851.797,48 -3.358
10. Betriebsergebnis 3.241.543,51 2.699
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 751.599,44 182
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 51.078,69 (Vorjahr: TEUR 182)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -700.520,75 0
13. Finanzergebnis 51.078,69 182
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.024.151,99 -800
15. Ergebnis nach Steuern 2.268.470,21 2.081
16. Sonstige Steuern -11.909,43 -34
17. Jahresüberschuss 2.256.560,78 2.047

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zu Feststellungen:

Der Jahresabschluss wurde am 03.09.2024 festgestellt.

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und z Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der TAD INOX SERVICE GMBH, Bad Schönborn ("Gesellschaft"), Amtsgericht Mannheim HRB 232339, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren vorgenommen. Die beweglichen Anlagegegenstände werden ausschließlich linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegendem Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt.

Um dem im Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip Rechnung zu tragen, werden die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens unter anderem einer Abwertung nach Gängigkeit auf Artikelebene unterworfen, wobei nach der folgenden Methodik vorgegangen wird:

Datum des letzten Verbrauchs größer/gleich 1 Jahr: Abwertung um 50,0 %.

Datum des letzten Verbrauchs größer/gleich 2 Jahre: Abwertung um 90,0 %.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 3% (i.Vj. 3%) auf den unversicherten Teil der nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zum Nominalwert bewertet.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 28,2% (i.Vj. 28,2%).

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 13.073 (i.Vj. TEUR 0) sonstige Vermögensgegenstände. Diese sind mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 955 verrechnet und stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen (i.Vj. TEUR 0) gegen die Alleingesellschafterin TAD INOX SERVICE B.V.

Die sonstigen Vermögegensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 1.555, davon TEUR 694 für das Geschäftsjahr 2022.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung.

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 TEUR
Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern 15

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für variable Vergütungen (TEUR 0, i.Vj. TEUR 3.426), unterlassene Instandhaltung (TEUR 52, i.Vj. TEUR 105) und Personalrückstellungen (TEUR 102, i.Vj. TEUR 76).

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 unter Beachtung des Vorsichtsprinzips Rückstellungen für mögliche Zahlungen in Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Lieferungen in Höhe von TEUR 300 (i.Vj. TEUR 0) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

in TEUR Restlaufzeit
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5Jahre 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115 0 0 2.115
(im Vorjahr) (663) (0) (0) (663)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 9 0 0 9
(im Vorjahr) (15.441) (0) (0) (15.441)
Sonstige Verbindlichkeiten 435 0 0 435
(im Vorjahr) (1.662) (0) (0) (1.662)
- davon aus Steuern 392 0 0 392
(im Vorjahr) (1.585) (0) (0) (1.585)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 0 0 3
(im Vorjahr) (3) (0) (0) (3)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind durch die üblichen Eigentumvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 6.481) sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 8.960) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 15.425) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin TAD INOX SERVICE B.V.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen TEUR
Bleche 30.568
Coils 22.760
Schrott 654
Sonstige 1.036
Rabatte/Skonti -398
54.620
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten TEUR
Deutschland 40.078
Europäische Union 6.891
übriges Europa 7.377
Drittstaaten 274
54.620

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 68 (i.Vj. TEUR 190) periodenfremde Erträge und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Buchgewinnen aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Maschinen sowie die Ansprüche aus einem Kreditsicherungsvertrag für uneinbringliche Forderungen sind in voller Höhe an die Rabobank (Niederlande) im Zusammenhang mit der Gewährung einer Kreditlinie an die TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen (Niederlande), abgetreten worden.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen (Niederlande), wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem vorbezeichneten Haftungsverhältnis als unwahrscheinlich angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:

TEUR
< 1 Jahr 476
1-5 Jahre 885
> 5 Jahre 11
1.372

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 30,5
Steuerberatungsleistungen 3,5
34

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Giovanni Murasso, General Manager der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen, Niederlande (bis 18. März 2024)

Herr Ralf Kolb, Geschäftsführer in Bad Schönborn.

Herr Rolf Giezenaar, Managing Director der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen, Niederlande (ab 19. März 2024)

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 28 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 17 17
Angestellte 11 10
28 27

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 25.152 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen (Niederlande), welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss ihrer Muttergesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen, Niederlande wird im niederländischen Handelsregister offengelegt (www.kvk.nl). Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB ist die AMARI BENELUX INC., Delaware, USA.

 

Bad Schönborn, den 5. August 2024

TAD INOX SERVICE GMBH, Bad Schönborn

Die Geschäftsführung

gez. Rolf Giezenaar, Geschäftsführer

gez. Ralf Kolb, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.188,93 0,00 0,00 0,00 19.188,93
19.188,93 0,00 0,00 0,00 19.188,93
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.819.794,63 92.205,30 0,00 0,00 1.911.999,93
Technische Anlagen und Maschinen 1.091.372,21 251.741,44 608.130,85 25.873,00 1.925.371,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411.739,76 55.133,47 0,00 74.979,65 391.893,58
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 480.245,00 127.885,85 -608.130,85 0,00 0,00
3.803.151,60 526.966,06 0,00 100.852,65 4.229.265,01
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.822.340,53 526.966,06 0,00 100.852,65 4.248.453,94
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.188,93 0,00 0,00 0,00 19.188,93
19.188,93 0,00 0,00 0,00 19.188,93
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 155.361,88 39.879,25 0,00 0,00 195.241,13
Technische Anlagen und Maschinen 1.007.952,79 71.416,96 25.873,00 0,00 1.053.496,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.123,55 14.574,84 31.297,85 0,00 304.400,54
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.484.438,22 125.871,05 57.170,85 0,00 1.553.138,42
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.503.627,15 125.871,05 57.170,85 0,00 1.572.327,35
BUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.716.758,80 1.664.432,75
Technische Anlagen und Maschinen 871.874,75 83.419,42
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.493,04 90.616,21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 480.245,00
2.676.126,59 2.318.713,38
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
2.676.126,59 2.318.713,38

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Hauptgeschäftstätigkeit des Unternehmens ist der Handel mit Metallprodukten, vor allem Edelstahl. Die Spezialisierung auf Edelstahl mit bearbeiteten und teillackierten Oberflächen ist eine unserer Stärken. Abgerundet wird unsere breite Produktpalette durch eigene Veredelungsverfahren für Bleche und Bänder.

Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der TAD INOX SERVICE B.V., Heerlen, Niederlande, die 100% der Anteile hält.

Neben dem Haupt- und Lagerstandort in Bad Schönborn verfügt das Unternehmen über Vertriebsbüros in Nürnberg, Hornberg und Viersen.

Wir tätigen keine eigenen Produktentwicklungen und sind daher im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU in 2022 leicht gesunken war, stieg es in 2023 wieder leicht um 0,4% (Eurostat vom 08.03.2024).

Bei der TAD INOX SERVICE GmbH war zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 eine relativ hohe Nachfrage zu verzeichnen. Ab dem 2. Quartal ging die Nachfrage jedoch deutlich zurück. Dies führte gepaart mit sinkenden Preisen zu dem deutlich niedrigeren Umsatz im Geschäftsjahr 2023. Im vorherigen Geschäftsjahr war noch eine hohe Nachfrage und eine geringe Verfügbarkeit der Materialien zu verzeichnen. Daher wurde der Lagerbestand in 2022 deutlich ausgebaut. Der nun in 2023 eintretende Preisverfall belastete die Bruttomargen stark.

Entwicklung auf dem Beschaffungsmarkt

Auf der Beschaffungsseite war die Verfügbarkeit von Material gut, was die Preise trotz weiterhin hoher Energiekosten sinken ließ. Die Nickelpreise, die einen wesentlichen Einfluss auf die Edelstahlpreise haben (insbesondere aufgrund des Legierungszuschlags), sanken in 2023 von 31.200 USD/Tonne am Anfang des Geschäftsjahres auf 16.300 USD/Tonne zum Ende des Jahres. (Quelle: www.westmetall.com - Marktdaten.)

II.2 Geschäftsentwicklung

Wesentliche finanziellen Leistungsindikatoren zu Steuerung der Gesellschaft sind der Umsatz und das operative Ergebnis.

Nachdem das Geschäftsjahr 2022 geprägt waren von hohen Verkaufspreisen und einem enormen Bestandsaufbau hat sich das Preisniveau im Geschäftsjahr 2023 wieder normalisiert. Dies wurde bereits gegen Ende des Jahres 2022 deutlich. Unser Bestreben war es vorrangig das Lagervolumen abzubauen. Durch einen Rückgang der Verkaufsmenge und der Preise ist im Geschäftsjahr ein deutlicher Rückgang der Umsätze auf 54,6 Mio. Euro (Vorjahr 70,0 Mio. Euro) zu verzeichnen. Das Umsatzniveau lag dabei deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Das operative Ergebnis liegt dagegen mit 3,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (2,7 Mio. Euro), was jedoch mit dem Wegfall von variablen Vergütungsbestandteilen für das Geschäftsjahr zusammenhängt. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung daher die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 als nicht zufriedenstellend, da die Ergebnisse deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Durch den starken Abbau der Lagerbestände und der der deutlich gesunkenen Wiederbeschaffungspreise wurde auch die Notwendigkeit einer Bestandsabwertung weitestgehend obsolet, so dass das operative Ergebnis sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte. Dennoch überwiegt die Enttäuschung, da die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden.

II.3 Geschäftsverlauf

II.3.1 Ertragslage

Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr besonders stark um 15,4 Mio. Euro von 70,0 Mio. Euro auf 54,6 Mio. Euro. Der Rückgang war stärker als erwartet, auch wenn sich dies bereits Ende 2022 aufgrund des Preisrückgangs im Stahlbereich abgezeichnet hatte. Kumuliert betrachtet sind die Verkaufspreise um über 11% zurückgegangen. Auch der Absatz sank im Geschäftsjahr deutlich um über 10%.

Da im Geschäftsjahr 2023 vorrangig der Lagerbestand abgebaut wurde spiegeln sich im Materialaufwand die hohen Preise aus dem Vorjahr noch wieder. Die Materialaufwandsquote bleibt daher nahezu konstant auf hohem Niveau.

Der Personalaufwand sank im Jahresvergleich trotz eines leichten Mitarbeiteranstiegs von 3,4 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro durch den Wegfall der ergebnisabhängigen Vergütung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehen von 3,4 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro auf Grund geringerer Transportkosten zurück.

Das operative Betriebsergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,5 Mio. Euro von 2,7 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro aufgrund der oben genannten Effekte.

Insgesamt resultiert für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 2,3 Mio. Euro nach 2,0 Mio. Euro im Vorjahr.

II.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2023 wird das Unternehmen aus eigenen Mitteln finanziert.

Wie im Vorjahr bestanden zum 31. Dezember 2023 keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Liquidität und Investitionen

Die TAD INOX SERVICE GMBH hat eine Cash-Pool-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft, die wiederum über eine komfortable Liquiditätsposition verfügt. Auf Grund des deutlichen Bestandsabbaus resultiert zum Stichtag eine Forderung von 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: Verbindlichkeit von 6,5 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die liquiden Mittel des Unternehmens auf 3 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

Die Basis für die Liquidität des Unternehmens bilden vor allem die laufenden Ertragsüberschüsse. Der operative Cashflow war für das Geschäftsjahr 2023 jedoch insbesondere auf Grund des deutlichen Abbaus der Lagerbestände auf rund EUR 11,4 Mio. wieder positiv.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

II.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 von 46,7 Mio. Euro um 16,1 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro zurückgegangen.

Im Geschäftsjahr wurde eine neue Spaltanlage in Betrieb genommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens kann aus dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Der Wert der Vorräte lag zum 31. Dezember 2023 mit rund 11,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau von 40,6 Mio. Euro. Diese Reduktion ist insbesondere mengenbedingt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde auf Grund langer Lieferzeiten und zur Vermeidung von Versorgungsengpässen ein hohes Volumen eingekauft, welches in 2023 nun vorrangig abgebaut wurde.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt um 0,9 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen dagegen steigen deutlich an. Die im Vorjahr bestehende Cashpool-Verbindlichkeit wurde im Geschäftsjahr 2023 durch die Verkäufe in ein Guthaben umgekehrt. Forderungen bestehen zum Stichtag in Höhe von insgesamt 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Dabei wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit der Muttergesellschaft in Höhe von 1,1 Mio. Euro verrechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich auf Grund von Steuererstattungsansprüchen auf 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).

Auf der Passivseite erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 das Eigenkapital bedingt durch das Jahresergebnis 2023 um 2,3 Mio. Euro auf 27,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme deutlich auf 90,1% (Vorjahr: 54,0 %) gestiegen.

Der Rückgang in den sonstigen Rückstellungen ist mit dem Wegfall der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2023 begründet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen stichtagbedingt von 0,7 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hängt wie oben erwähnt mit der Entwicklung des Cashpools zusammen.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus den in 2022 noch zu leistenden Ertragssteuerzahlungen für das Geschäftsjahr 2021, die in 2023 gezahlt wurden.

Gesamtaussage

Insbesondere die Umsatzentwicklung hat sich in 2023 entsprechend der Stahlpreisentwicklung und eines erwarteten mengenbedingten Rückgangs entwickelt. Die Gesellschaft ist mit dem erzielten Ergebnis nicht zufrieden. Die Vermögenslage konnte durch den starken Bestandsabbau deutlich verbessert werden, aber die Ertragslage stellte sich deutlich schlechter dar als erwartet.

III. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 wird unserer Einschätzung nach weiterhin negativ beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikten im Mittleren Osten; wir gehen dadurch bedingt von weiterhin hohen Energiepreisen aus, was sich negativ auf unsere Ertragslage auswirkt.

Makroökonomische Entwicklung

Die Preisentwicklung bei der Herstellung von Stahl und Edelstahl sollte in der Zukunft wieder nach oben bewegen, auch bedingt durch neue gesetzliche Regelungen wie CBAM, CSRD usw.

Für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gilt:

In unserem Hauptsegment Küchengeräte sind wir weiterhin gut aufgestellt und wollen auch in teilweise schwierigen Marktsituationen vor allem durch unsere engen Kunden- und Lieferantenbeziehungen und unseren Fokus auf margenstarke Geschäfte in den kommenden Jahren gute Ergebnisse erzielen.

Die Nachfrage ist seit der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2023 stabil auf einem niedrigeren Niveau. In den ersten Monaten in 2024 stieg die Nachfrage leicht an. Wir erwarten aber, dass dieser Anstieg sich nicht konstant weiterentwickelt, sondern auf dem aktuellen Niveau verharrt. Auf Grund der in 2023 gesunkenen Einkaufspreise gegenüber 2022 erwarten wir für 2024 ein niedrigeren Absatzpreis und damit einen weiteren moderaten Rückgang der Umsatzerlöse. Die Verkaufsmenge sollte leicht steigen. Mit unserem sehr erfahrenen Team sind wir nach wie vor gut aufgestellt und werden unsere Position im Markt auch im Geschäftsjahr 2024 behaupten. Für das operative Ergebnis erwarten wir ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten ein ähnliches Niveau wie in 2023.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

IV.1. Risiken

Die Gesellschaft ist den üblichen Risiken ausgesetzt, die bei im Metallhandel tätigen Unternehmen auftreten. Diese betreffen unter anderem die Veränderung der Metallpreise und Faktoren, durch welche die gesamtwirtschaftlichen Aussichten in der EU im Allgemeinen und insbesondere in Deutschland beeinflusst werden. Aktuell zählt Deutschland zu den wichtigsten Absatzmärkten, daher stellt eine Reduzierung der Nachfrage ein höheres Risiko für die Gesellschaft dar. Durch eine Diversifizierung unseres Angebots versuchen wir jedoch das Risiko abzumildern.

Die bedarfsorientierte Beschaffung erfolgt weitestgehend nach dem Back-to-Back- Prinzip. Termingeschäfte und Derivate werden grundsätzlich nicht eingesetzt. Kreditrisiken werden durch geeignete Bonitätsprüfungen und Warenkreditversicherungen begrenzt.

Die Beschaffungsrisiken haben sich durch die deutlich bessere Verfügbarkeit verringert, dennoch arbeiten wir daran, die Lieferketten genau zu analysieren und zu optimieren; dies auch vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorgaben.

Die Personalrisiken, nämlich gut ausgebildete Mitarbeiter in allen Teilbereichen der Gesellschaft zu finden, wollen wir mit stärkerer Onlinepräsenz begegnen.

Globale Einflussfaktoren wie die Pandemie und der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hatten negative Auswirkungen im Bereich Absatz und Beschaffung sowie die Preise für die Energieversorgung.

Aus Sicht der Unternehmensleitung stellt keines der Risiken eine erhebliche Gefahr für den Fortbestand des Unternehmens dar.

IV.2. Chancenbericht

Die Geschäftsführung arbeitet weiter daran, den Rohertrag durch gezielte Maßnahmen zu steigern und gleichzeitig das Kostenniveau für die Folgejahre zu stabilisieren. Der kontinuierliche Fokus auf die Optimierung unseres Kundenservice auf hohem Niveau bildet die Basis unserer sich stetig verbessernden Kundenbindung. Auf Lieferantenseite wurden die bestehenden guten Beziehungen weiter ausgebaut und neue Kontakte geknüpft.

Durch die Inbetriebnahme einer Spaltanlage können wir flexibler produzieren und unsere Lohnkosten senken. Hieraus ergeben sich für die Gesellschaft weitere Marktchancen.

V. Sonstige Informationen und Aussagen (ungeprüft)

Auf Ersuchen der Haupt-Anteilseignerin fügen wir die folgende Stellungnahme in diesen Bericht ein: "Die Verpflichtung, in Bezug auf die Gesellschaft kaufmännisch sensible sowie andere vertrauliche Daten und Angaben der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, stellt nach Auffassung der Anteilseignerin nach Europäischem Recht eine Verletzung ihrer Privatsphäre da."

 

Bad Schönborn, 5. August 2024

Die Geschäftsführung

gez. Ralf Kolb

gez. Rolf Giezenaar

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