Getränke-Ring eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg GnR 751
Eingetragen
17.4.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen, die Zentralregulierung für Anschlußfirmen, die Delkredereübernahme gegenüber Vertragslieferanten, die Großhandelstätigkeit zum Zwecke der Beschaffung der für das Gewerbe und die Wirtschaft der Mitglieder erforderlichen Waren sowie die Übernahme von Dienstleistungen, die der wirtschaftlichen Entwicklung der Mitglieder dienen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Management

NameRolle
Elmar W. Baumert
seit 23.3.2007
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GETRÄNKE-RING GRUPPE

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Die Getränke-Ring Gruppe feiert 2010 ihr 50-jähriges Bestehen

Der Getränke-Ring wurde Ende der 1950er Jahre von regionalen Getränkefachgroßhändlern gegründet und ging mit der Rechtsform der Genossenschaft 1960 an den Start. Bis zum heutigen Tage entwickelte sich die Getränke-Ring eG zur Mitglieder- und umsatzstärksten wirtschaftlichen Kooperation der Branche. Die Umsätze lagen im Jahr 2009 über 1,0 Mrd. Euro.

»Gegenstand des Unternehmens ist die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen, die Zentralregulierung für Anschluss firmen, die Delkredereübernahme gegenüber Vertragslieferanten, die Großhandelstätigkeit zum Zwecke der Beschaffung der für das Gewerbe und die Wirtschaft der Mitglieder erforderlichen Waren sowie die Übernahme von Dienstleistungen, die der wirtschaftlichen Entwicklung der Mitglieder dienen.«

ERSTER TEIL

Gerald Lange-Hermstädt

Elmar W. Baumert

Zukunftsweisende Konzepte

50 Jahre Getränke-Ring

»Die Vernetzung ist die Antwort auf einen fragmentierten Markt«

Gerald Lange-Hermstädt, Sprecher des Vorstands

GERALD LANGE-HERMSTÄDT, SPRECHER DES VORSTANDS

Gerald Lange-Hermstädt, 1948 in Heidelberg geboren, hat nach einer Banklehre bei der Deutschen Bank sein Studium der Betriebswirtschaftslehre als Diplom-Kaufmann abgeschlossen. Nach seinen beruflichen Stationen bei Henkel, Pepsi Cola, Licher Privatbrauerei, Erdinger Weißbräu und Burns-Philp-Group ist er seit Januar 1998 Vorstandssprecher der Getränke-Ring eG in Butzbach und seit Juli 2009 Mitglied des Vorstandes der FÜR SIE eG in Köln.

Herr Lange-Hermstädt, wenn Sie auf das Jahr 2009 zurückblicken: Wie lautet Ihre Einschätzung?

Das Jahr 2009 war geprägt von einer anhaltenden Unsicherheit in unserer Branche, alle Branchen waren verunsichert. Die Konsolidierung des Marktes wurde fortgesetzt - wenngleich in unterschiedlichen Intensitäten. Das vergangene Jahr war aber auch geprägt von individuellen, unternehmerischen Erfolgen und Schicksalen. Ich habe den Markt einmal mehr als fragmentiert wahrgenommen. Die Maßnahmen vieler Marktteilnehmer waren darauf ausgerichtet, das eigene wirtschaftliche Überleben abzusichern, einige Akteure hatten dadurch bereits auch Erfolg.

Allerdings haben sich dadurch viele Unternehmer auf sich selbst konzentriert, was wiederum der Dynamik des Marktes insgesamt nicht zuträglich war. 2009 war für mich ein Jahr, das mit wirtschaftlichen Ungewissheit im Zeichen der Vorjahre stand. Es hat gewissermaßen den Trend zur ökonomischen Individualisierung fortgeschrieben.

Wie reagieren Sie auf diese Umstände?

Natürlich ist es nicht im Interesse einer Genossenschaft, einen fragmentierten Markt voller Einzelschicksale lediglich zu analysieren und zu beobachten. Wir wollen das Gegenteil erreichen: Deshalb suchen und entwickeln wir Lösungen für einen aktiveren Markt, der seine Dynamik aus der Kooperation möglichst vieler Teilnehmer gewinnt. Auf diese Weise können mehr Akteure an wirtschaftlichen Erfolgen partizipieren.

Ist die Getränke-Ring Gruppe nicht auch von der Unsicherheit des Marktes betroffen?

Gemessen an den wirtschaftlichen Verhältnissen der Branche sind unsere Ergebnisse als stabil zu bezeichnen. Das ist im Umfeld der Getränkewirtschaft durchaus ein gutes Ergebnis und es bestätigt unsere Strategie. Es war harte Arbeit, aber wir sind stolz auf einen im Vergleich zur Branche soliden Gesamttrend. Im Übrigen werden wir auch in den nächsten Jahren keinen gefestigten wachsenden Markt vorfinden. Allerdings ist die Getränke-Ring Gruppe sehr gut auf diese Marktverhältnisse vorbereitet.

Was bedeutet das im Detail?

Wir suchen immer nach zeitgemäßen Antworten auf Fragen des Marktes. Leiten lassen wir uns dabei von unserer Grundsatzstrategie »Kooperation der Kooperationen«. Aus unserer Sicht muss die Antwort heute daher lauten: Nur eine intensive Vernetzung vieler Marktteilnehmer kann das Fundament bilden, auf dem zukünftiger ökonomischer Erfolg aufsetzen kann. Dieser Botschaft folgen wir nun bereits seit einigen Jahren. Wenn wir uns das am Beispiel des Getränkefachgroßhandels anschauen, dann besitzen doch viele einzelne Unternehmer besondere Stärken, Kompetenzen und Eigenschaften, deren Potenziale häufig noch nicht vollends ausgeschöpft sind. Unsere Aufgabe ist es nun, als Verbundgruppe genau diese Stärken zunächst zu identifizieren und zu fördern. Sie gilt es zu bündeln und den Markt dadurch insgesamt dynamischer zu gestalten.

Was sagen Sie Ihren Mitgliedern, wenn diese nach konkreten Lösungen suchen?

Ich sage, dass wir der geeignete Partner insbesondere für diejenigen sind, die sich offensiv und innovativ den Gegebenheiten des Marktes stellen wollen. Eine Zusammenarbeit mit dem Getränke-Ring gewährleistet unseren Mitgliedsbetrieben nachhaltiges Innovationsmanagement und Erfolg: Wir unterstützen und fördern dynamische Unternehmer mit erprobten Instrumenten durch eine stabile und verlässliche Finanzierung, effektives Marketing und verbesserte Vertriebswege. Durch die Stärkung unserer Mitglieder investieren wir gleichzeitig in unsere eigene Dynamik. Für uns ist genau diese »Kooperation der Kooperationen« die bestmögliche Form der Vernetzung.

Ich sage aber genauso offen, dass wir uns in schwierigen Zeiten befinden und es wäre auch nicht ehrlich zu verschweigen, dass nicht jedes Unternehmen diesen Ansprüchen gewachsen sein wird. In diesen Fällen greifen wir häufig auf unser Beraternetzwerk zurück, um ganz gezielt betriebswirtschaftliche Optimierungen in Gang zu setzen.

Und was empfehlen Sie dann konkret?

Meine Empfehlung lautet im Grundsatz immer gleich: Aktiv werden, sich bewegen und auf bewährte Partner mit neuen Ideen zugehen. Auch neue Wege probieren. Jeder Stillstand bedeutet in der heutigen Zeit Rückschritt. Ich sage nicht, dass Veränderungen per se hilfreich sind. Aber Unternehmer müssen jetzt Akzente setzen und Impulse aufgreifen, wenn Umsätze und Anteile gesichert werden sollen. Wir ermöglichen es den aktiven Unternehmen diese Impulse zu setzen um noch erfolgreicher zu werden.

Ich führe über das Jahr viele Gespräche mit unseren Mitgliedsbetrieben - es ist für mich wichtig, einen Eindruck von den spezifischen Erwartungen und Bedürfnissen unserer Mitglieder zu erhalten. In diesen Gesprächen entstehen häufig individuelle Ideen und Lösungen für die Optimierung und Stabilisierung von Betriebsprozessen. Insofern gelingt es uns unser Produktportfolio genau auf die Bedürfnisse all jener Unternehmer ausgerichtet, die weiterhin wachsen wollen und flexibel auf die Erfordernisse des Marktes reagieren müssen.

Auch die Getränke-Ring Gruppe selbst vernetzt sich weiter, Sie sind seit Mitte letzten Jahres Vorstandsmitglied der FÜR SIE eG. Wird auch hier die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden?

Die Zusammenarbeit verläuft ausgesprochen konstruktiv und positiv. Allerdings auch deshalb, weil die Aufgaben klar verteilt sind. Im Rahmen der Getränke-Allianz befasst sich die FÜR SIE eG vor allem mit dem überregionalen Fachhandel, während der Getränke-Ring sich auf die Profilierung des selbstständigen, unabhängigen, regionalen Fachhandels in der Breite konzentriert. Die Arbeitsbereiche sind strategisch gut geteilt und wir sind davon überzeugt, mit dieser Gliederung für die Zukunft gut gewappnet zu sein. Von ganz besonderer Bedeutung ist natürlich - wie so oft im Geschäftsleben das Vertrauen, das über die letzten Jahre in der Getränke-Allianz gewachsen ist. Damit meine ich das Vertrauen der Getränke-Allianz-Partner, aber auch das der angeschlossenen Mitgliedsbetriebe. Auf dieser guten Basis haben ja wir auch die Betreuung beider Mitgliederkreise in einer Jointventure Vertriebsgesellschaft gebündelt, der GAV.

In den vergangenen Monaten wurden auch verstärkt technologische Produkte von der Getränke-Ring Gruppe entwickelt. Welche Bedeutung haben die neuen Technologien für die Branche?

Die Nutzung neuer Technologien ist immens wichtig und wird noch wichtiger. Wir selbst setzen mit unserem Tochterunternehmen ge-con immer wieder Impulse für eine intensivere digitale Vernetzung unserer Mitgliedsbetriebe und Lieferanten-Partner. Die Erstellung von verlustfreien Schnittstellen und die Digitalisierung ganzer Arbeitsabläufe ist mittlerweile zum Standard für die Betriebsoptimierung geworden. Aber ich sage auch: Noch immer geht nichts über Vertrauen zwischen Partnern, das nur über das persönliche Gespräch und die lokale Vernetzung vor Ort erreicht werden kann. Jede neue Technologie erhöht auch immer den Automatisierungs- und damit Anonymisierungsprozess. Wir wollen daher den Gleichklang aller Kanäle, um die Branche zu stärken: Wir wünschen uns eine digitale und lokale Vernetzung.

Herr Lange-Hermstädt, der Getränke-Ring wird in 2010 runde 50 Jahre alt. Wird dieses Jubiläum gefeiert werden?

Zunächst ist es schon beachtenswert, dass eine Genossenschaft, die im Wesentlichen von ihren Mitgliedern getragen wird, es durch alle wirtschaftlichen Höhen und Tiefen der vergangenen 5o Jahre geschafft hat, sich zur umsatz- und mitgliederstärksten Getränkefachhandelsplattform zu entwickeln. Wir decken ganz Deutschland ab. Das ist neben den Gründern und führenden Persönlichkeiten vor allem all denen zu verdanken, die direkt oder indirekt zu dieser Entwicklung beigetragen haben: Mitglieder, Mitarbeiter und Geschäftspartner der Getränke-Ring Gruppe haben mit viel Engagement und Vertrauend dazu beigetragen, dass wir heute als Getränke-Ring Gruppe als verlässlicher Partner in der Mitte des Marktes stehen. Das wollen und werden wir im September dieses Jahres feiern.

Wie sind Ihre Planungen zum Jubiläum?

Am 10. September 2010 werden wir unser 50-jähriges Bestehen in Frankfurt im Rahmen eines Festakts gebührend feiern. Bis dahin gibt es noch einiges zu organisieren und vorzubereiten. Aber auch hier gilt ja unser Netzwerk-Gedanke: Wenn viele Hände helfen und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird, kann eigentlich nichts schief gehen. Und eines kann ich schon jetzt versprechen: Es wird ein großartiges Fest werden.

»Heute wissen, was sich morgen ändern wird«

ELMAR W. BAUMERT, MITGLIED DES VORSTANDS

Herr Baumert, die Finanzprodukte der Getränke-Ring Gruppe waren auch im Jahr 2009 sehr gefragt. Wie erklären Sie sich die anhaltend hohe Nachfrage?

Unsere Finanzprodukte sind speziell ausgerichtet auf all die Unternehmen, die nicht stehen bleiben wollen sondern die auf die wechselnden Bedingungen des Marktes reagieren möchten. Wir fördern seit Jahren ganz gezielt aktive und dynamische Unternehmer aus unserem Mitgliederkreis. Nämlich diejenigen, die wachsen wollen, ihre Marktanteile sichern möchten und die sich auf zukünftige Erfordernisse ausrichten.

Dafür haben wir die geeigneten Produkte - und innerhalb der Branche eine gute Expertise: Seit vielen Jahren kennen wir die Anforderungen und Erwartungen unserer Mitgliedsbetriebe aus dem Getränkefachgroßhandel. Das macht uns zu einem interessanten Partner für den Fachhandel im gesamten Bundesgebiet. Die gegenwärtig steigenden Umsätze bestärken uns diesen Weg fortzusetzen.

Durch die Finanzprodukte erhalten Sie Einblick in vertrauliche und sensible Geschäftsdaten der Getränkefachgroßhändler. Wie gehen Sie damit um?

Richtig ist, dass wir als Factoring- und Delkredere-Anbieter Einblick in die wirtschaftliche Situation unserer Mitgliedsbetriebe erhalten. Und klar ist, dass wir mit diesen Informationen vertraulich umgehen müssen. Auf der anderen Seite spüren wir in diesen Gesprächen auch, dass uns ein hohes Maß an Vertrauen entgegen gebracht wird. Das ist das Ergebnis langer und kontinuierlicher Geschäftsbeziehungen. Die Getränke-Ring eG wird dieses Jahr 50 Jahre alt.

Nicht zuletzt lernen wir in diesen Gesprächen auch die Bedürfnisse unserer Mitgliedsbetriebe kennen. Es entstehen Ideen für neue Produkte und Leistungen. Anschließend werden die gemeinsam entwickelten Konzepte von uns aufbereitet, nochmals analysiert, mehrfach auf ihr Realisierungspotenzial hin überprüft und schlussendlich auch gründlich getestet. Ich denke da beispielsweise an die Ultimofinanzierung, die schon kurz nach ihrer Einführung sehr erfolgreich nachgefragt wurde. Oder nehmen Sie unser Depot-Konzept: Meiner Ansicht nach ist dies ein geeignetes Beispiel dafür, wie wir mit einem neuen Produkt auf die Bedürfnisse mittelständischer Getränkefachgroßhändler eingehen. Was wir als Verbundgruppen zentral bewirken können.

Worauf werden Sie bei zukünftigen Produktentwicklungen einen Schwerpunkt legen?

Zum einen werden wir unser gegenwärtiges Leistungsportfolio immer wieder auf den Prüfstand stellen. Aktuell sind wir zwar zufrieden mit dem Stand, aber was ist in zwei Jahren? Wie wird sich der Markt bis dahin gewandelt haben? An welchen Stellschrauben müssen wir schon heute drehen, damit wir morgen nicht überrascht werden? Zukünftige Entwicklungen, wirtschaftliche Tendenzen und Branchen-Trends beziehen wir in die Überprüfung unserer bestehenden Produkte und Leistungen immer mit ein. Aus meiner Sicht ist die Überprüfung und kontinuierliche Fortentwicklung des Bestehenden stets Priorität.

Auf der anderen Seite sind wir auch bemüht, mit neuen Ideen und frischen Impulsen marktgerechte Angebote zu entwickeln. Produktideen durchlaufen bei uns immer denselben Prozess. So sichern wir ein kontinuierliches Qualitätsniveau und unsere Position im Marktumfeld. Wir sind nicht alleine im Markt tätig als Verbundgruppe.

Können Sie uns ein aktuelles Beispiel nennen?

Wir bauen gegenwärtig eine eigene Factoring-Gesellschaft auf. Mit dieser Plattform wollen wir zukünftig die komplette Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Endabnehmer bedienen können. Ich glaube der Markt braucht ganzheitliche Lösungen im Baukastenprinzip. Grundlage dafür ist eine stehende Infrastruktur. Insbesondere die Fähigkeit die Abwicklungsprozesse in einem digitalen Netzwerk abbilden zu können. Nur so können heute auf unserer Ebene marktgerechte Angebote entwickelt werden.

Sie sehen also die Zukunft im digitalen Geschäft?

Ich sehe die Zukunft in der digitalen Vernetzung - Informationen liegen vernetzt vor und sie fließen im Netz. Jeder möge sich nur einmal prüfen, wie er früher kommuniziert hat und wie heute. Das Netz des Internet ist nicht mehr wegzudenken. Wo standen wir vor 10 Jahren und wo stehen wir heute? Es sind und es werden ganz neue Geschäftsmodelle entstehen. Diese Erkenntnis ist ja auch nicht neu. Und in den vergangenen Jahren hat sich erfreulicherweise die Spreu vom Weizen getrennt. Vernetztes Handeln ist auch der Grundgedanke einer Genossenschaft. Genau da setzten wir an. In der integrierten digitalen Vernetzung liegen große Chancen für mittelständische Unternehmer. Die Getränke- Branche hat hier viel Potenzial, weil noch längst nicht alle elektronischen Kanäle im Fachhandel aktiviert worden sind. Wir fördern daher ganz besonders den Dreiklang von Transaktions-, Vermarktungs- und Vertriebsprozessen über digitale Medien. Der Aufwand für die Bereitstellung und Implementierung beim Mitglied ist in der Regel überschaubar, der Nutzen jedoch immens.

Demnach »vernetzen« Sie Ihre Mitgliedsbetriebe, damit diese sich wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Wie geht die Zusammenarbeit weiter?

Wenn wir Gespräche mit unseren Mitgliedsbetrieben führen und ihnen die Möglichkeiten dieser Vernetzungsstrategie vorstellen, dann wird das begeistert aufgenommen. Unser Schwerpunkt liegt jedoch nicht nur darin, möglichst innovative Lösungen oder kurzfristige Impulse anzubieten, sondern diese auch nachhaltig zu integrieren. So gibt es bei uns ein Support-Team, das sicherstellt, dass Maßnahmen in genau der Qualität umgesetzt werden wie sie geplant wurden und für die Zukunft wird gelten, dass die Verbundgruppe so leistungsfähig sein muss, dass sie nicht nur Vernetzung kennt. Nein, sie muss die herstellen, darstellen und die unvermeidliche Komplexität für die Mitgliedsbetriebe managen.

Sind auch Sie persönlich für Ihre Mitglieder ansprechbar?

Selbstverständlich. Zwar kann ich nicht bei jeder Frage eine qualifizierte Antwort geben aber ich kenne dann jemanden in der Gruppe, der ganz sicher weiterhelfen kann. Auch nehme ich häufig an Terminen vor Ort teil. Das persönliche Gespräch ist meines Erachtens immer noch die beste Methode gegenseitiges Vertrauen herzustellen - als Grundlage für eine langfristige Beziehung zwischen Verbundgruppe und dem Mitglied. Durch die elektronische Vernetzung als Standardkommunikation für Geschäftsprozesse hat das persönliche Gespräch an Bedeutung zugenommen.

Zukunftsweisende Konzepte in Finanzierung und Technologie

Perspektiven und neue Produkte der Getränke-Ring Gruppe

Die Sicherung ausreichender Liquidität ist für den gesamten Mittelstand zur Herausforderung geworden. Die Basel-II -Gesetze und die Verschärfung der Situation in der Finanzwirtschaft (Kreditklemme) ist seit einigen Jahren insbesondere für wachstumsorientierte mittelständische Unternehmen ein Thema geworden. Die Getränke-Ring Gruppe passt daher ihr Leistungsportfolio fortlaufend den neuen Anforderungen des Marktes an. Im besonderen Fokus steht dabei die Unterstützung der Finanzierung ihrer Mitgliedsunternehmen. Über die Hälfte des Getränkevolumens wird auch in Zukunft über den unabhängigen, mittelständischen Getränkefachgroßhändler distributiert werden. Ausreichende Liquidität bleibt insofern das Schlüsselthema für all jene Unternehmer, die auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten steigende Umsätze verzeichnen, Marktanteile sichern und weiterhin im Markt aktiv bleiben wollen. Kooperationen und Netzwerke begünstigen gerade in Krisen den Bedarf nach unbürokratischer und kurzfristiger Finanzierung.

Der Getränke-Ring ist daher der richtige Partner für Unternehmen, die wachsen wollen und aktiv bleiben wollen. In diesem Zusammenhang verfolgt die Getränke-Ring Gruppe seit vielen Jahren die Strategie der Kooperation der Kooperationen. Im Rahmen dieser Grundsatzstrategie wird einerseits die Entwicklung neuer Netzwerke gefördert und andererseits der Ausbau von direkten Partnerschaften zu anderen Unternehmenszusammenschlüssen und Dienstleistern der Getränkewirtschaft proaktiv betrieben. Dank bewährter und etablierter Partnerkonzepte können attraktive und wirkungsvolle Angebote für den dynamischen Mittelstand entwickelt und angeboten werden.

Der Getränke-Ring hat früh damit begonnen, Mitgliedsunternehmen mit speziell zugeschnittenen Finanzdienstleistungen bei ihrem Wachstum zu unterstützen. Der Getränkefachgroßhandel wird dadurch mit einer individuell verbesserten Liquidität ausgestattet: Die klassische Zentralregulierung wird mit der Verlängerung des Zahlungsziels gewissermaßen veredelt. Auf diese Weise erhalten Mitgliedsbetriebe eine deutlich optimierte Liquidität und können weiterhin Investitionen realisieren ohne weitere Kreditlinien bei der Hausbank nachzufragen.

Zusätzliche Liquidität stellt der Getränke-Ring für seine Mitgliedsunternehmen kurzfristig und unbürokratisch bereit. Dafür muss das Mitgliedsunternehmen bei keiner Bank vorstellig werden sondern wendet sich dafür direkt an seinen Ansprechpartner bei der Verbundgruppe. Dank seiner Refinanzierungspartner ist die Gruppe in der Lage, den Umfang ihres Finanzprodukt-Angebots auch langfristig sicherzustellen.

IT -basierte Vernetzung durch elektronischen Datenaustausch

Angeschlossenen Mitgliedsbetrieben bietet der Getränke- Ring eine passgenaue Verbesserung ihrer Infrastruktur an. Dazu gehören nicht nur die betriebswirtschaftliche Optimierung sondern auch Vernetzungs-Strategien in allen Bereichen der Informationstechnologien. Genau hier setzt das Tochterunternehmen ge-con an: Als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Getränke-Ring Gruppe ist ge-con der spezialisierte IT -Dienstleister für die gesamte Getränke- Branche. Über die Transaktionsplattformen des eCommerce- Anbieters werden täglich unzählige Bestellprozesse abgewickelt. Kunden von ge-con können heute und zukünftig alle relevanten, marktüblichen Standards sowie technische und gesetzliche Anforderungen der Konsumgüterbranche zum Datenaustausch erfüllen.

Durch die von ge-con bereitgestellten Schnittstsellen und IT -Standards werden elektronsiche Transaktionsprozesse nicht nur ermöglicht sondern auch automatisiert. Die Transaktionsprozesse verlieren für Mitgliedsunternehmen des Getränke-Ring an Komplexität; ge-con agiert als IT - Manager und organisiert mit kompatiblen Schnittstellen auch die Vernetzung zu weiteren Transaktionsplattformen, z. B . GED AT. Die Vorteile für Mitgliedsunternehmen und angeschlossene Vertragslieferanten liegen auf der Hand: Der Aufwand bei elektronischer Abwicklung von Bestellungen oder beispielsweise Rechnungsversand sinkt nachhaltig. Darüber hinaus garantiert ge-con absolute Prozesssicherheit: Jede Nachricht wird im ge-con Clearing-Center systemisch geprüft und plausibilisiert werden (z. B . auf korrekte Artikel- und Partnerstammdaten).

Die durchgängige Verwendung internationaler und offener Standards hinsichtlich Nummernsysteme, Übertragungsformate, Katalogstruktur, WebEDI-Layout und Abläufen garantiert eine größtmögliche Investitionssicherheit für alle Teilnehmer. Für den Austausch von Artikelstammdaten besteht eine langjährige Kooperation mit dem SINFOS-Datenpool.

Neueste Technologie-Standardsd

Erfahrene und flexible technische Entwicklungspartner bei ge-con

Schnittstellen zu den gängigen Branchen-Softwarelösungen sind verfügbar

Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei ge-con optimal: So fallen Im Vergleich zum Wettbewerb in der Regel wesentlich günstigere Anschluss- und Teilnahmekosten bei der Integration in die unternehmenseigenen EDV-Syteme an. Bei der Einstiegslösung WebEDI fallen für Besteller bei vorhandenem Internetzugang keine Investitionen an. Und abgesehen von Gebühren für den Internetzugang fallen auch zukünftig keine weiteren Kosten an.

50 Jahre Getränke-Ring

Mit 23 Gründungsmitgliedern zur größten Verbundgruppe

Mit der Gründung des Getränke-Ring wurde eine Vision von Rudolf Linke in die Realität umgesetzt: Dem Beispiel anderer Großhandelszweige folgend, die sich bereits seit Jahren und teilweise seit Jahrzehnten in leistungsfähigen Einkaufskontoren und Verbundgruppen organisierten, gründeten Ende der 1950er-Jahre weitblickende Getränkefachgroßhändler unter der Federführung von Rudolf Linke eine Selbsthilfeorganisation des Getränkefachgroßhandels in der Rechtsform der Genossenschaft: den Getränke-Ring.

Linke war zu dieser Zeit Verbandsgeschäftsführer des Fachverbandes des hessischen Bier- und Getränkegroßhandels sowie Geschäftsführer des hessischen Weinhändlerverbandes. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich der gesamte Handel im Umbruch. Tante Emma-Läden wurden mehr und mehr vom Markt verdrängt, Verbrauchermärkte wurden gegründet. Der Wettbewerb verdichtete sich. Linke sah die Zukunft des Getränkefachgroßhandels durch den zentralisierten Einzelhandel gefährdet. Der Zusammenschluss zu einer Einkaufsgenossenschaft für Getränkefachgroßhändler bot sich als Ausweg an und bot sich als Ausweg und Gegengewicht zum sich zentral ausrichtenden Lebensmittel- Einzelhandel (LEH ) an. Die Idee wurde am 14. Januar 1960 in die Tat umgesetzt. In Frankfurt am Main fand die Gründungsversammlung von 23 Mitgliedern des Getränke-Rings statt, der von nun an seine Tätigkeit aufnehmen konnte. Der Getränke-Ring bildete damit die erste Verbundgruppe in der Getränkewirtschaft.

Zunächst reagierten viele Lieferanten zurückhaltend auf die Gründung des Getränke-Ring. Sie hatten bereits ihren Kundenstamm und sahen kein Bedürfnis, sich einer Einkaufsgenossenschaft anzuschließen. Aus diesem Grund versuchten die Gründungsväter den Start mit regionalen

Spirituosenherstellern, Sektkellereien und begannen den Aufbau des Getränke-Rings zunächst über das Randsortiment. Erste Vertragslieferanten schlossen sich dem Getränke- Ring an. Nach und nach folgten insbesondere die Mehrweg orientierten Brauereien und Anbieter von alkoholfreien Getränken und in den folgenden Jahrzehnten Getränkefachgroßhändler aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ein weiteres bedeutsames Datum war die Generalversammlung am 24. Juni 1961, bei der Willy Dessoi vom Vorstand in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Die Genossenschaft hatte sich inzwischen von ihrem Gründungsstandort Hessen auf andere Bundesländer ausgedehnt. Es fanden Ergänzungswahlen zum Aufsichtsrat statt und Wuppertal, Kaiserslautern, Köln und Heidelberg als Herkunftsorte der neu gewählten Aufsichträte dokumentierten die geografische Erweiterung des Wirkungskreises des Getränke-Rings. Die Mitgliederzahlen beliefen sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf 91, der Vermittlungsumsatz des Getränke-Rings betrug sieben Millionen DM . Schon damals wurde deutlich: Die Gründungsidee des Getränke-Ring ging voll auf: Mittlerweile ist der Getränke-Ring nicht nur ein Zentralinkassounternehmen, sondern die bedeutendste Kooperation des Getränkefachgroßhandels in Deutschland mit einem umfangreichen Dienstleistungsportfolio.

Aufsichtsratsvorsitzende des Getränke-Ring

1960 - 1961: Oskar Lesser

1961 - 1986: Willy Dessoi

1986 - 1996: Günther Classen

Seit 1997: Dietrich Hahn

Zweiter Teil

Lagebericht

 

Geschäftssverlauf

 

Lage der Genossenschaft

 

Risiken

 

Vorgänge von besonderer Bedeutung / Entwicklung

Jahresbilanz zum 31.12.2009

 

Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung / Anhang

 

Bericht des Aufsichtsrats

Lagebericht 2009

der Getränke-Ring Gruppe

Aktuelle Zahlen und Entwicklungen

A Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Das wirtschaftliche Klima und Geschehen in 2009 wurde maßgeblich durch die Auswirkungen der Finanzkrise geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt brach real mit - 5,0 % (Vorjahr + 1,3 %) ein. Betroffen waren hiervon überwiegend exportorientierte Unternehmen, während sich der Inlandskonsum weitgehend robust zeigte. Die Anzahl der Erwerbstätigen blieb mit 40,26 Mio. nahezu stabil (Vorjahr 40,28 Mio.). Auch weitere Indikatoren zur wirtschaftlichen Entwicklung, wie Inflationsrate mit 0,8 % (Vorjahr 2,6 %) oder Arbeitslosenquote 8,2 % (Vorjahr 7,8 %) tendierten relativ zur sich insgesamt verschlechternden Wirtschaftsentwicklung, überraschend günstig. Die Sparquote entwickelte sich auf hohem Niveau um 0,1 % auf 11,3 %. Bedrohlich hingegen erscheint mit 105,5 Mrd. Euro das Haushaltsdefizit der öffentlichen Hand. Der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte wird oberste Priorität zukommen, die Restrukturierung unseres Steuersystems wird allenfalls halbherzig durchgeführt werden können. Es ist dadurch wahrscheinlich, dass es seitens der öffentlichen Hand in den nächsten Jahren kaum Impulse zur Belebung des wirtschaftlichen Geschehens geben wird.

Branchenentwicklung

Die Umsatzentwicklung im Getränkefachgroßhandel war entgegen den Vorjahren in 2009 mit - 10 % (Vorjahr + 2,2 %) und - 6,7 % (Vorjahr - 0,8 %) im Einzelhandel ungünstig, während der gesamte private Konsum konstant blieb (Vorjahr + 0,4 %). Insgesamt war 2009 für die ganze Getränkewirtschaft kein gutes Jahr. Das für den Getränkefachhandel wichtigste Getränkesegment Bier, setzte mit 2,1 % 1, seine bereits seit vielen Jahren rückläufige Entwicklung fort. Hintergrund ist der rückläufige Pro-Kopf-Verbrauch 2009 auf 104,8 Liter (Vorjahr 107,1 Liter), der dem demographischen Wandel folgt. Auch die anderen Segmente Mineralbrunnen (- 1,2 %), Erfrischungsgetränke (- 2,8 %), Saft (- 9 %) und Spirituosen (- 7,5 %) standen unter Volumensdruck 2. Im Bereich Getränkeabholmarkt (GAM) setzte sich die seit 2004 (12.600 GAM's) zu beobachtende Konsolidierung fort. Insgesamt ging die Anzahl an GAM's um 100 im Vergleichszeitraum zum Vorjahr auf 11.540 3 zurück. Dabei verzeichneten diese GAM's mit + 1,6 % eine Umsatzausweitung auf 5,84 Mrd. Euro (Vorjahr 5,75 Mrd. Euro).

Diese Entwicklung überrascht positiv wegen des sich weiter verschärfenden Wettbewerbs zu den Discountern im Lebensmitteleinzelhandel (LEH ), die ihre Flächenexpansion mit reduziertem Tempo fortsetzen (2009: 15.750; 2008: 15.450) während der traditionelle LEH forciert an Fläche (- 12,3 %3) und Umsatz (- 4,9 %3) verlor. Insgesamt hat sich der Umsatz im LEH um + 5,7 % auf 139,2 Mrd. Euro entwickelt. Nachwievor kommt dem Getränkefachhandel eine bedeutende Stellung in der Getränkedistribution in Deutschland zu. Ca. 80 % Bier, 40 % Mineral- und Erfrischungsgetränke und 10 % bei fruchthaltigen Getränken wird über ihn distribuiert 4.

1) Quelle: Stat. Bundesamt, versteuerter Bierabsatz
2) Quelle: Stat. Bundesamt
3) Quelle: IRIM
4) Quelle: Jahresbericht des Deutschen Getränkefachgroßhandels

Entwicklung des Verrechnungsumsatzes 2007-2009 nach Warengruppen

inkl. GEV Umsätze

Umsatz nach Warengruppen (in Tsd. Euro) 2007 2008 2009 +/- +/- Anteil
Bier 407.683 443.544 456.929 13.385 3,02 50,77%
Mineralbrunnen/Erfrischnungsgetränke 267.191 245.147 232.685 -12.462 -5,08 25,86%
Spirituosen/Sekt 81.095 81.935 83.818 1.883 2,30 9,31%
Wein 30.779 29.518 27.471 -2.047 -6,94 3,05%
Fruchtsaft 55.966 53.573 49.596 3.977 -7,42 5,51%
Sonstige 42.320 48.432 49.433 1.001 2,07 5,49%
Gesamt 885.034 902.150 899.932 −2.217 -0,25 100%

Umsatzentwicklung in der Getränke-Ring-Gruppe

Mit 900 Mio. Euro (Vorjahr 902,3 Mio. Euro) verzeichnete die Getränke-Ring-Gruppe eine stabile Umsatzentwicklung. Damit hat sich die im Vergleich zur Branche überdurchschnittliche Entwicklung auch in 2009 fortgesetzt. Diese Entwicklung resultiert, wie in den Vorjahren, aus einer deutlich positiven (+ 2,18 %) Entwicklung der Regionalpartner, während die umsatzmäßig kleineren Anschlusshäuser sich weiter zurückentwickelten (- 4,0 %). Die insgesamt positive Entwicklung spiegelt sich auch in den, den Bilanzen der Anschlusshäuser entnommenen, Branchenzahlen wider, die aufgrund unseren Mitgliederratings regelmäßig ausgewertet werden (vgl. hierzu Tabelle S.33).

Finanzanlagen

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten Anteile eines Deka-Investmentfonds der Risikoklasse 2, die zur Tilgung der Immobilienfinanzierung langfristig erworben worden sind. Der Zugang im Jahr 2009 beträgt 49 Tsd. Euro. Der Zugang der Ausleihungen (1.357 Tsd. Euro) steht im Zusammenhang mit der Finanzierung eines verbundenen Unternehmens und eines Beteiligungsunternehmens.

Beteiligungen Service-Ring GmbH

Die Service-Ring GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Getränke-Ring eG. Sie konzentriert sich als Dienstleistungsgesellschaft auf die zur Verfügungstellung von Vermittlungsleistungen, überwiegend für die Mitglieder der Getränke-Ring eG. Ferner erfolgt bei der Service-Ring GmbH der Rechenzentrumsbetrieb für alle Gesellschaften der Getränke-Ring-Gruppe.

Die Bilanzsumme beträgt 927 Tsd. Euro. Einem Umsatz von 6.664 Tsd. Euro stehen ein Wareneinsatz von Tsd. Euro 6.601, Personalaufwand von 332 Tsd. Euro, Abschreibungen von 75 Tsd. Euro und sonstige Aufwendungen von 260 Tsd. Euro gegenüber. Nach Erträgen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Getränke-Ring eG in Höhe von 299 Tsd. Euro (Vorjahr 194 Tsd. Euro) ergibt sich ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

Marketing-Ring GmbH

Die Marketing-Ring GmbH ist ebenfalls eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Getränke-Ring eG. Die wesentliche Aufgabe der Marketing-Ring GmbH ist die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen, die den teilnehmenden Mitgliedern angeboten werden, die Akquisition neuer und die Betreuung und Beratung bestehender Mitgliedsbetriebe der Getränke-Ring eG.

Die Vermarktung der Dienstleistungsangebote bezieht sich dabei insbesondere auf Sortimentskonzepte und Aktionen im Bereich der Getränkeabholmärkte (GAM-Services), Leistungen für die gastronomieorientierten Mitglieder der Getränke-Ring eG (Gastro-Services) und Leistungen aus den Sortimenten der Kooperationspartner, insbesondere Finanzdienstleistungen.

Die Marketing-Ring GmbH hat im November 2007, mit 50 % eine Joint-Venture-Vertriebsgesellschaft, im Rahmen der Getränke-Allianz gegründet, die Getränke-Allianz Marketing- und Vertriebsgesellschaft GmbH (GAV). Die anderen 50 % hält der Allianzpartner Für Sie e.G.. Die GAV übernahm zum 01.07.2009 die Betreuung aller Anschlusshäuser der Getränke-Ring-Gruppe und die des Getränke-Allianz Partners FÜR SIE e. G.. Verbunden damit, wurden sowohl der Außendienst, wie auch der Innendienst auf die GAV verlagert. Es wurden durch die GAV neue Arbeitsverträge abgeschlossen.

  Regionalpartner weitere Betriebe Gesamt
2009      
Anzahl 206 948 1.154
Umsatz (in Tsd. Euro) 555.137 344.795 899.932
Ø Umsatz 2.695 357 769
2008      
Anzahl 236 995 1.231
Umsatz (in Tsd. Euro) 614.787 287.363 902.150
Ø Umsatz 2.605 289 733
2007      
Anzahl 242 1.073 1.315
Umsatz (in Tsd. Euro) 586.299 298.735 885.034
Ø Umsatz 2.423 278 673

Die Bilanzsumme beträgt 619 Tsd. Euro. Einem Umsatz von 804 Tsd. Euro und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 424 Tsd. Euro stehen ein Wareneinsatz von 313 Tsd. Euro, sowie Personalaufwand von 477 Tsd. Euro, Abschreibungen von 9 Tsd. Euro und sonstige Aufwendungen von 471 Tsd. Euro gegenüber. Nach Erträgen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Getränke-Ring eG in Höhe von 42 Tsd. Euro (Vorjahr 250 Tsd. Euro) ergibt sich ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

Kronring GmbH

Die Kronring GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Getränke-Ring eG. Sie ist als verbundenes Unternehmen wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell in die Getränke-Ring-Gruppe integriert. Das operative Geschäft der Kronring GmbH konzentriert sich im Wesentlichen auf die Lizenzvergabe für den Betrieb von Getränkeabholmärkten. Es besteht kein Ergebnisabführungsvertrag. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet.

Gastro Kompakt GmbH

Im Jahr 2007 wurde eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet, die die Dienstleistungen und den Vertrieb im Bereich der Gastronomie-System-Kunden und bei institutionellen Kunden vorantreiben soll. Es wurden zwei Gastro- Strecken hinzugewonnen.

Die Gastro Kompakt GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Getränke-Ring eG. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht nicht. Die Anlaufverluste von 107 Tsd. Euro wurden durch einen Ertragszuschuss des Mutterunternehmens ausgeglichen.

ge-con GmbH & Co. KG

Die Anfang 2007 eingeführte »ge-con BlueBox« - eine innovative Kommunikations-, Vertriebs- und Marketingplattform - wurde von weiteren Mitgliedsbetrieben und Lieferanten erworben und installiert.

Ohne Entwicklungskosten auf Seiten des Kunden (Lieferanten, Mitgliedsbetrieben und Großhandel), kann dieser mit äußerst geringem Personalaufwand seine Business-Prozesse optimieren. Seit September 2006 wird das mandantenfähige System, in allen Fachbereichen der ge-con-Kunden (Werbung, Kommunikation, Bestellwesen, Rechnungsstellung) eingesetzt, um Kostenersparnispotential zu erschließen. Mit Schnittstellen zu allen gängigen Warenwirtschaftssystemen am Markt, entlastet die »ge-con BlueBox« angeschlossene Getränkefachgroßhändler und Getränkelieferanten spürbar im Tagesgeschäft.

Mit diesen Dienstleistungen ist ge-con der Vernetzungspartner der Branche, der mit umfassenden Dienstleistungen, Mitgliedsbetrieben und Lieferanten eigene spezifische Lösungen anbietet.

Über die einzelnen IT -Dienstleistungsbereiche (ge-con BlueBox, ge-con TransferBox, web2print, EDI -Datentransfermanagement, usw.) vernetzt die ge-con derzeit über 400 direkt angebundene Kunden, an die wiederum ca. 70.000 Kunden angebunden sind.

Durch die wirtschaftliche, organisatorische und finanzielle Eingliederung der ge-con GmbH & Co. KG, stellt sich das Unternehmen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 als verbundenes Unternehmen dar. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht nicht. Die ge-con weist ein Jahresüberschuss von 104 Tsd. Euro aus (Vorjahr 130 Tsd. Euro).

IVV Immobilien GmbH & Co. KG

Hierbei handelt es sich um eine in 2004 gegründete Gesellschaft, deren einziger Gesellschafter die Getränke-Ring eG ist. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Vermietung und die Verwaltung von Immobilien, im Wesentlichen das eigene Verwaltungsgebäude. Die IVV hat Ausleihungen der Getränke-Ring eG zur Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft der Getränkewirtschaft mbH (Tochtergesellschaft der Getränke-Ring eG) weitergeleitet, damit diese sich an der Einzelhandelssparte eines Mitgliedsbetriebes beteiligen konnte.

Förderungs -Ring GmbH Butzbach

Hierbei handelt es sich um die Gesellschaft, die das in 2004 erstmals angebotene Fondsprogramm in Zusammenarbeit mit der Aktivbank AG betreibt und verwaltet. Die Ausgliederung des Fonds gewährleistet die Verwaltung der geleisteten Beiträge potentieller Nutzer außerhalb der Getränke-Ring eG. Ein Treuhänder überwacht die Ordnungsmäßigkeit.

GAM / Getränke-Experten Aktivitäten`

Die Getränke Ring eG hat ein Einzelhandelskonzept entwickelt, das in der GS Getränke Schnellkauf GmbH & Co. KG dem Markt zugänglich gemacht wird. Hier können interessierten Einzelhändler auch im Rahmen eines Partnerschaftsvertrages diese Dienstleistungsangebote wie Category Management, Standort- und Kassenanalysen abrufen.

Die GS Getränke Schnellkauf GmbH & Co. KG wurde 2010 in die GE Getränke Experten Verwaltungs GmbH & Co. KG umbenannt. In der GAB GmbH, die eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der GE Getränke Experten Verwaltungs GmbH & Co. KG ist, werden 12 eigene Getränkeabholmärkte betrieben.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Getränke-Ring eG bietet umfangreiche Finanzdienstleistungen an. Für unsere Mitgliedsbetriebe verbesserte sich dadurch der Dispositionsspielraum sowie die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Hausbank erheblich. Im Berichtszeitraum haben 188 Mitgliedsbetriebe entsprechende Finanzprodukte in Anspruch genommen.

Personal

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 waren in der Genossenschaft durchschnittlich 21 (Vorjahr 25) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, außerdem 4 (Vorjahr 5) Auszubildende. Es handelt sich dabei ausschließlich um kaufmännische Mitarbeiter. Durch die Verlagerung des Vertriebes in die GAV, befinden sich in der Getränke-Ring eG ausschließlich Mitarbeiter der Verwaltung. Für die Mitarbeiter der Getränke-Ring-Gruppe gibt es ein Versorgungswerk, welches durch den Abschluss entsprechender Versicherungen rückgedeckt ist.

Die gesamten Personalkosten betragen im Berichtsjahr 2.386 Tsd. Euro (Vorjahr 2.767 Tsd. Euro). Die Getränke-Ring- Gruppe beschäftigt insgesamt 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 48).

B Lage der Genossenschaft Vermögens- , Finanz- und Ertragslage

Die im Vorjahr entwickelten Projekte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr marktwirksam. Dadurch wird die Geschäftsentwicklung interessierter Anschlusshäuser sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Finanzierungsseite nennenswert unterstützt. Insbesondere der Bereich der Finanzdienstleistungen hat sich dabei äußerst positiv entwickelt.

Das jährliche Volumen beläuft sich in 2009 auf 300 Mio. Euro. Somit wird ein Drittel des gesamten Zentralregulierungsvolumens durch Factoring-Produkte begleitet. (Die Umsätze aus dem Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen sind im Verrechnungsumsatz nicht enthalten). Auch in 2009 wurden weitere Projekte im Bereich der Finanzdienstleistungen entwickelt. Beispielhaft soll hier der Ultimo-Dispo genannt werden, der dem Mitglied kurzfristige Liquiditätsunterstützung im Januar bei saisonal regelmäßig niedrigen Umsätzen aber hohen Belastungen vom Jahresbeginn bietet. Die Kosten für diese Projekte sind als Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes aktiviert.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 103 Tsd. Euro (Vorjahr 182 Tsd. Euro). Das Ergebnis resultiert insbesondere aus der Bewertung der Forderungen. Im Rahmen der Ausweitungen der Absatzfinanzierung war dagegen ein verbessertes Finanzergebnis zu verzeichnen. zu verzeichnen.

Das Anlagevermögen wird zu 55 % durch Eigenkapital und lang- und mittelfristiges Fremdkapital finanziert. Darüber hinaus stehen kurzfristige Mittel zur Verfügung.

Die Vermögenslage der Getränke-Ring eG hat sich im Berichtsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Das Eigenkapital beläuft sich nahezu unverändert auf 6,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt analog zu 2008 11,1 %.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten kann durch liquide Mittel sowie durch freie Kredit- und Factoringlinien gewährleistet werden.

Die Satzung wurde in den Vorjahren geändert. Es besteht die Möglichkeit, das Eigenkapital der Genossenschaft durch investierende Mitglieder zu stärken und einen Anreiz zu bieten, über die Pflichtbeteiligung hinaus, weitere Geschäftsanteile, gegen Gewährung einer Mindestverzinsung, zu zeichnen.

Mitgliedsgruppen nach Anzahl und Umsatz 2009

C Risiken

Die Getränke-Ring eG hat gemäß ihrer Satzung im Wesentlichen die Funktion, den Abrechnungsverkehr zwischen Mitgliedsbetrieben und der Getränkeindustrie sicherzustellen. Nach § 2 Abs. 2 der Satzung gehört hierzu als Kernfunktion die Delkredere-Übernahme für Mitgliedsbetriebe gegenüber den Vertragslieferanten. Aus der Art des Geschäftes ergeben sich für die Getränke-Ring eG unvermeidbare Risiken aus diesem Kerngeschäftsfeld. Bei der Delkredere-Übernahme handelt es sich um Avalkredite, die an Mitglieder ausgelegt werden. Die Entstehung des Kredits ist ausschließlich an die Mitgliedschaft geknüpft. Bedingt durch hohes Abrechnungsvolumen bei einzelnen Mitgliedern entstehen, insbesondere in den Sommermonaten, hohe Einzelobligen. Sollte es dann zu Zahlungsstörungen kommen, können Überfälligkeiten entstehen, die dazu führen, dass Forderungen als risikobehaftet zu bewerten sind. Die überfälligen Forderungen werden in der Regel über einen längeren Zeitraum zurückgeführt und wertberichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestanden 40 Forderungen (Vorjahr 38) mit einem Gesamtvolumen von 5.552 Tsd. Euro (Vorjahr 5.278 Tsd. Euro). Im Bereich der Risikovorsorge sind Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 4.095 Tsd. Euro (Vorjahr 3.636 Tsd. Euro) gebildet worden.

Zur Minderung der Forderungsrisiken gegenüber zwei Mitgliedsbetrieben hatte sich die Genossenschaft im Jahr 2008 mittelbar sowohl am Großhandelsbetrieb als auch am Einzelhandel beteiligt. Die Mehrheit an einer Beteiligung wurde im Jahr 2009 bereits wieder abgegeben.

Angesichts der anhaltenden Konzentration in der ganzen Getränkewirtschaft kommt dem Risikomanagement weiterhin ein hohes Gewicht zu. In diesem Zusammenhang wurde das Ratingsystem verbessert, ein Betriebsvergleich und ein Ranking bereits in den Vorjahren hinzugefügt. Es berücksichtigt eine verbreiterte Datenbasis, wobei der Aktualität der Daten besonderes Gewicht zukommt. Anhand von spezifischen Branchenkennziffern lassen sich zukünftig auch genauere prognostische Aussagen ableiten (vgl. Tabelle S.33). Ein Risikohandbuch liegt vor. Der Vorstand wird auch in den kommenden Geschäftsjahren die Reduktion von Forderungsrisiken und die Verbesserung der Ertragslage zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Bildung von Rücklagen mit besonderer Priorität verfolgen. Die Getränke- Ring eG fungiert als Kreditinstitut. Die Freistellung durch BaFin, gemäß § 2 Abs. 4 KW G liegt vor.

Mit der Satzungsänderung aus dem Jahr 2008 wurde das Mindestkapital definiert und die Möglichkeit geschaffen, investierende Mitglieder, ohne Stimmrecht aufzunehmen. Die Getränke-Ring eG verfügt somit über die Instrumente einer weiterhin drohenden Eigenkapitalreduktion, aufgrund von Mitgliederaustritten wegen marktbedingter Geschäftsaufgaben, wirksam entgegentreten zu können.

Neben oben dargestelltem Kreditrisiko trägt die Getränke- Ring eG Risiken aus allgemeiner unternehmerischer Tätigkeit. Ausgehend von den vorherigen Ausführungen sind kurzfristige, bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar.

Risiken bei Tochtergesellschaften

Die Getränke-Ring eG hat neue Konzepte entwickelt und die daraus resultierenden Leistungen werden in Tochtergesellschaften den Mitgliedern angeboten. Die Planansätze, insbesondere die erreichbaren Umsätze in den Tochtergesellschaften Gastro-Kompakt und GE-Getränke-Experten bedürfen noch der konkreten Umsetzung.

Die der Planung zugrundliegenden betriebswirtschaftlichen Annahmen wurde nach bestem Wissen getroffen, unterliegen jedoch naturgemäß einer gewissen Unschärfe. Diesem Umstand wurde bei den Berechnungen mit entsprechenden Abschlägen in der Kalkulation Rechnung getragen. 

D Wichtige Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres

Es ergaben sich keine wichtigen Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres.

Nennenswerte Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.

E Entwicklung

Die Umsatzperspektive im Markt für Getränke wird angesichts des milden Klimas in Mitteleuropa mittelfristig günstig eingeschätzt, der langfristige Konsumtrend bleibt jedoch tendenziell weiterhin leicht rückläufig. Die Fußballweltmeisterschaft in 2010 wird zusätzlich Impulse zur vorübergehenden Geschäftsbelebung liefern.

Der seit Jahren zu verzeichnende Strukturwandel und die Konzentration der gesamten Branche wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

Wie bereits in den Vorjahren berichtet, bilden sich drei Getränkefachhandelskategorien heraus. Regional umsatzstarke Getränkefachhandelsunternehmen, an denen sich ein Getränke-Hersteller beteiligt, Getränkefachhandelsunternehmen, die ihre Selbständigkeit im Markt behaupten und in der Region Kooperationen bilden sowie einzelne Getränkefachhandelsunternehmen, die verstärkt aus dem Marktgeschehen ausscheiden werden. Der Vorstand geht davon aus, dass ca. 50 % des Getränkefachhandelsvolumens auf herstellerabhängige Getränkefachhandelsunternehmen entfällt, die anderen 50 % bleiben selbständige und unabhängige Getränkefachhandelsunternehmen. Im Getränke- Ring sind alle drei Kategorien vertreten. Die rückläufige Entwicklung kleinerer Anschlusshäuser wird sich fortsetzen. Infolge geht der Vorstand auch von weiterer Rückläufigkeit an Mitgliedsbetrieben aus. Die Umsatzverluste werden durch Wachstum bei Regionalpartnern überkompensiert. Hierzu tragen auch Geschäftschancen, die durch die Getränke-Allianz erschlossen werden können, bei.

Für 2010 wird hinsichtlich der Umsatztätigkeit im Getränkefachhandel insgesamt von einer Stagnation ausgegangen. Insgesamt nimmt der Konzentrationsdruck weiter zu, was die Bereitschaft zur Kooperation innerhalb des Getränkefachhandels weiter vorantreiben wird.

Der Rückgang der Anzahl von GAM's wird sich wie in den Vorjahren fortsetzen. Die bislang zu verzeichnenden Umsatzverluste bei Wasser und Saft werden sich weiter konsolidieren. Allerdings wird der Einwegbereich im Markt weiter zunehmende Umsatzanteile verzeichnen. Dies gilt auch für Bier - wenngleich in nicht so ausgeprägter Form wie bei Mineralbrunnen. Es wird von mittelfristig erheblicher Bedeutung sein, dass der Getränkefachhandel bei diesen Kleingebinden eine bedeutendere strategische Position erwirbt. Bei den insbesondere nach 2012 sicher eintretenden demographischen Verschiebungen hin zu Älteren- und Kleinhaushalten, ist ein langfristiger Rückgang, der heute den überwiegenden Anteil des Getränkefachhandelsumsatzes ausmachenden Mehrweggebinde, unvermeidlich. Von einer Halbierung ab Mitte des nächsten Jahrzehnts im Vergleich zu dem Niveau des Jahres 2000 ist auszugehen. Insofern kommt der Erschließung neuer Sortimente und neuer Kunden für GAM's eine zunehmende Bedeutung bei.

Die Getränke-Ring-Gruppe trägt dieser Entwicklung durch zunehmende Investitionen und Projekttätigkeit, via seiner »Getränke-Experten« Aktivitäten Rechnung. Das »Getränke- Experten-Konzept« hat sich aus dem GAM-Projekt des Vorjahres entwickelt. Ziel und Inhalt dieser Aktivitäten ist es, das Erscheinungsbild und Category Management der bisherigen GAM's zu optimieren und ein Getränkefachmarktkonzept für Mitgliedsbetriebe zur Verfügung stellen zu können, das den mittelfristig zu erwartenden Marktbedingungen entspricht. Dieser Bereich wird auf absehbare Zeit ein strategischer Aktivitätsschwerpunkt zur langfristigen Sicherung der GAM- / GFM -Umsatzbasis sein. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Zentralregulierung, die insbesondere in Verbindung mit liquiditätszuführenden Finanzprodukten, aktiven und wirtschaftlich erfolgreichen Anschlusshäusern eine ideale Refinanzierungsumgebung bieten kann, in Ergänzung zur aktuellen, konventionellen Bankfinanzierung.

Die Getränke-Ring-Gruppe bietet dadurch ihren Anschlusshäusern hervorragende Voraussetzungen, um die eigene Position im jeweiligen Konzentrationswettbewerb weiter zu verbessern und die wirtschaftliche Unabhängigkeit beizubehalten.

Finanz-Services

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 hat die Getränke-Ring eG das Finanzierungsvolumen im Bereich der kurzfristigen Absatzfinanzierung weiter ausweiten können. Das Angebot an Finanzprodukten wurde verfeinert und den Marktbedingungen angepasst. Erfreulicherweise konnten in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Zinsen für Finanzprodukte wegen günstigerer Refinanzierungsbedingungen gesenkt werden. Die Bereitstellung eines Sonderfinanzierungskontingents für das Jahresendgeschäft 2009 verlief außerordentlich erfolgreich.

Im Geschäftsjahr 2010 sollen weitere Finanzierungsaktionen im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Getränke Ring eG sowie der anstehenden Fußballweltmeisterschaft angeboten werden.

Um im Rahmen des Factoring weitere neue Finanzierungsmodelle entwickeln und anbieten zu können, wurde Ende 2009 eine eigene Factoringgesellschaft, die Factor-Ring GmbH, gegründet. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist für die zweite Jahreshälfte 2010 vorgesehen.

Der erforderliche Erlaubnisantrag wurde Anfang 2010 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingereicht und befindet sich dort in Bearbeitung. Die Abwicklung des Factoring über eine eigene Tochtergesellschaft ermöglicht es der Getränke-Ring-Gruppe künftig neben einer »veredelten« Zentralregulierung weitere, innovative Finanzprodukte anbieten zu können.

Im Bereich der Investitionsfinanzierung wurden in 2009 Kooperationen mit Leasingpartnern eingegangen. Die Vermittlung von Leasingfinanzierungen zur Optimierung von Getränkeabholmärkten läuft seit Jahresbeginn 2010 erfolgreich an. Das Geschäftsmodell zur Darstellung der im GAMBereich benötigten Warenfinanzierung befindet sich parallel dazu im Aufbau und soll noch in 2010 durch die neu gegründete Factor-Ring GmbH umgesetzt werden.

Das gfgh.NET

Das gfgh.NET hat sich in den letzten Jahren als Marketing- und Vernetzungsplattform der Getränke-Ring-Gruppe und seiner Mitgliedsbetriebe etabliert und bewährt. Der Anspruch, auf größte und leistungsfähigste Getränkefachhandelsplattform im Markt, wurde weiter gefestigt. Die Zahl der Logins konnte weiter erhöht werden. Waren es in 2008 noch 132.429 Logins so wurden in 2009 schon 146.507 Logins verzeichnet. Infolgedessen hat sich die statistische Nutzung des gfgh.NET pro Mitgliedsbetrieb von 111-mal auf 123-mal erhöht. Auch konnte die Anzahl der angebotenen Aktionen in 2009 um 13 % erhöht werden. So wurden mit 241 Aktionen für die Mitgliedsbetriebe im Durchschnitt 4,5 attraktive Angebote pro Woche präsentiert. Die Hauptnutzung des gfgh.NET durch die Mitgliedsbetriebe liegt im

Bereich Warenbestellung und Finanzservices. Auch durch Bereitstellung von aktuellen Branchen-News und Branchen- Zahlen rundet das gfgh.NET sein Angebot an Informationen für unsere Anschlusshäuser ab.

GE-COM GmbH & Co. KG

Mit der weiteren Vernetzung in der Getränkebranche, durch die Integration wichtiger GFGHs und Hersteller, trägt gecon zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des selbständigen Getränkefachhandels bei. Durch Kombination der ge-con Dienstleistungsbereiche (ge-con BlueBox, ge-con TransferBox, EDI -Datenmanagement, IT -Beratung) hat sich das Unternehmen eine gute Geschäftsbasis und eine Alleinstellung in der Getränkebranche erarbeitet. Durch die Zusammenarbeit mit der FÜR SIE Handelsgenossenschaft eG in der Getränke-Allianz können weitere Impulse für ge-con nutzbar gemacht werden.

Der weitere Ausbau des ge-con Produktportfolios und des Dienstleistungsangebotes sowie die Festigung bestehender regionaler Kooperationen und Geschäftsbeziehungen, bilden die Grundlage für die weitere Expansion. Insgesamt liegen derzeit 33 Anfragen aus Handel und Industrie nach ge-con Produkten und Dienstleistungen vor. Es wird von einer konstanten Geschäftstätigkeit von ge-con ausgegangen.

GR-Depot (Getränke-Ring-DEPOT)

Im letzten Jahr wurde die Idee des »Getränke-Ring-DEPOT « vorgestellt. Die Abbildung der komplexen Prozesse und die Einbindung unserer Finanzprodukte konnte, in relativ kurzer Zeit in enger Zusammenarbeit mit einem großen Mitgliedsbetrieb erfolgreich abgeschlossen und zur »Marktreife « entwickelt werden.

Branchenkennzahlen Getränke-Ring eG

Ermittelt aus den uns vorliegenden Jahresabschlüssen der Mitgliedsbetriebe (Stand 31.03.2010)

Mit weiteren Getränke-Ring-DEPOT -Standorten, die in 2010 aufgeschaltet werden (Großraum Berlin, Hamburg, Rhein- Main, Dresden, Ruhrgebiet und Münsterland) bieten wir insbesondere kleineren Mitgliedsbetrieben die Möglichkeit, nicht nur Ihre Liquidität und Kapitalbindung zu optimieren, sondern auch ihr Sortiment und Artikelmanagement in der Zugangslogistik effizienter zu gestalten. Alle notwendigen IT -Prozesse, die im Wesentlichen ORDE RS IN , DE SADV und IN VOIC OUT betreffen, werden dabei über ge-con koordiniert, bzw. abgebildet.

Erklärtes Ziel ist es, in allen Regionen Deutschlands, unseren mittelständisch orientierten Getränkefachgroßhändlern mindestens zwei Getränke-Ring-DEPOT S als Logistikplattform anzubieten. Durch die Einbindung der Getränke-Ring- DEPOT S in die nationale Streckenbelieferung des systematisierten Außer-Haus-Marktes, können wir somit zu einer optimierten Wertschöpfung beitragen.

Gastro-Kompakt GmbH

Kern des Angebotes der Gastro-Kompakt GmbH, ist der Abschluss von Lieferabkommen mit national und/oder überregional tätigen Zentralen der systematisierten Außer- Haus-Gastronomie (Hotels, Betriebskantinen, Cateringunternehmen, etc.) und die Abrechnung der Lieferungen, die durch Mitgliedsunternehmen vorgenommen werden. Wir tragen damit zur Sicherung der Umsatzsbasis unserer Anschlusshäuser bei, in dem wir die IT -Vernetzung, Faktura und Sortimente abbilden. In den letzten Jahren konnten wir das Fundament durch die Belieferung von drei Hotelketten legen.

Die Weiterentwicklung bei der Gastro Kompakt GmbH wird geprägt von verstärkter Akquisitionstätigkeit und Vertiefung der Gespräche mit weiteren präsumtiven Kunden des Außer-Haus-Marktes. Trotz des deutlichen Umsatzrückgangs in der Sparte Hotellerie in 2009, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2010 wieder ein wachsendes Marktsegment. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass sich immer mehr »Systemer« mit nationalen Ansprüchen herausbilden, die auf der Suche nach komplexen Dienstleistungen sind, wie wir sie in der Getränke-Ring Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit unseren leistungsfähigen Anschlusshäusern anbieten können.

GE Getränke Experte Verwaltungs GmbH & Co. KG

Im September 2009 wurde der 2008 gestartete Getränkefachmarkt Pretest beendet. In diesem Projekt wurde mit Hilfe der Projektpartner Gruppe Nymphenburg, Lekkerland, Danone Waters, Inbev, Coca Cola und den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben, anerkanntes Branchenknowhow gebündelt und entwickelt. Die Umsetzungen in sechs Test-GAM's haben sich positiv entwickelt. Umsatz und Ertragssteigerungen wurden erzielt, durch Optimierung der Getränkemärkte und deren Sortimente. Besonders in den Warengruppen Wein, Sekt, Spirituosen, Einweg, Food und Tabak wurden Wachstumspotentiale erschlossen. Eine durchgeführte Verbraucherbefragung von rund 300 Kunden bestätigte zudem noch eine deutliche Verbesserung in der Kundenwahrnehmung.

Aufgabe der GE Getränke Experten Verwaltungs GmbH & Co. KG (GE) ist es diese Erfahrungen weiterzuentwickeln und auf der Grundlage der eigenen Einzelhandelsaktivitäten zu verbreitern. Als 100-prozentige Tochter der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft der Getränkewirtschaft mbH, bündelt GE sämtliche Einzelhandelsaktivitäten der Getränke-Ring-Gruppe, bestehend aus Franchise- und Partnerschaftsaktivitäten und eigenen Filialen, die in der GAB GmbH gebündelt sind. Die GE dient somit als Entwicklungsund Testplattform für Einzelhandelsaktivitäten, deren Konzepte nach erfolgreichem Test und Praxisbewährung allen interessierten Anschlusshäusern angeboten werden sollen.

  2004 2005 2006 2007 2008
           
Erhebungen für ø Ergebnis 411 402 430 469 340
           
Umsatz (in Tsd. Euro) 4.733 4.935 6.548 6.938 7.090
Rohertrag (in Tsd. Euro) 1.014 1.063 1.534 1.542 1.520
Ergebnis vor Steuern (in Tsd. Euro) 50 74 107 81 82
Ergebnis nach Steuern (in Tsd. Euro) 25 52 72 90 54
           
EK-Q 12,55 14,61 15,97 16,29 18,49
Konsolidierte EK-Q 15,92 17,90 19,99 19,80 22,15
           
Rohertragsquote 25,64 25,63 26,30 25,97 26,42
Rendite Ergebnis 2,15 2,29 2,30 2,16 2,14
Cashflowquote 3,92 3,93 4,03 3,77 3,66
Personalkosten 51,84 50,31 44,82 46,68 47,73
Raumkosten 12,79 12,38 9,29 10,58 11,30
Zinsaufwand 3,96 3,88 3,10 3,57 3,90
Fahrzeugkosten 9,94 10,53 6,96 8,29 10,45
           
Lagerumschlag 9,30 8,80 9,00 8,00 7,80
Debitorenlaufzeit 15,70 16,50 17,20 18,90 17,30
Kreditorenlaufzeit 20,00 19,70 21,70 24,60 22,00
Warenbestandsquote 7,70 8,20 7,90 8,90 9,00
Forderungsquote 5,20 5,20 5,30 5,80 5,30

Erläuterungen: Personalkosten, Raumkosten, Zinsaufwand und Fahrzeugkosten beziehen sich auf den Rohertrag.

Mehrere Marktoptimierungen bei verschiedenen Mitgliedsbetrieben sind in 2010 außerdem in der Umsetzung. Unter Rückgriff auf ein externes Beraternetzwerk kann in der GE auf das gebündelte Getränkefachmarktknowhow zurückgegriffen werden (z. B . Standortanalyse, Quickcheck, Wasserlandkarte, Pretestinfos). Der Getränke Experte bietet allen Getränke-Ring-Anschlusshäusern auch ein fertig entwickeltes modernes Leitsystem für Getränkefachmärkte an, das online im gfgh.NET bestellt werden kann. Mit Bearbeitung weiterer Zukunftsthemen wie z. B . die Bündelung von Absatzdaten wurde bereits begonnen. Dazu wurde ein Auswertungstool »GAMA« auf Internetbasis entwickelt und die GAB-Filialen angeschlossen. Mit GAMA können umfassende Datenauswertungen auch als Grundlage für ein professionelles zukunftweisendes Category Management durchgeführt werden. Unsere Anschlusshäuser können damit auf ein Angebotsspektrum zurückgreifen, das die eigene Position im Wettbewerb signifikant und kurzfristig verbessern soll.

Getränke-Allianz Vertriebsund Marketing GmbH

Die in 2007 gegründete »Getränke-Allianz Vertriebs- und Marketing GmbH« (GAV GmbH) wurde Mitte 2008 operativ, so dass ab dem 2. Halbjahr 2008 Mitgliederbetreuung und Bonusanreizsystem einheitlich umgesetzt wurden. Mitte 2009 wurden, die jeweiligen Vertriebsabteilungen in die GAV ausgegliedert, um ein noch schlagkräftigeres Vorgehen im Markt sicherzustellen. Die operative Führung wird im Rahmen der Getränke-Allianz von der Getränke-Ring eG gestellt.

Herr Gerald Lange-Hermstädt ist in diesem Zusammenhang in den Vorstand des Getränke-Allianz-Partners Für Sie eG berufen worden, zusätzlich zu seiner Funktion als Sprecher der Getränke-Ring-Gruppe im Vorstand der Getränke-Ring eG. Drei Anschlusshäuser haben sich zu einer Teilnahme an den Vermarktungsaktivitäten der GVG GmbH des Allianz- Partners Für Sie bereit erklärt. 25 Anschlusshäuser beteiligen sich via LH V GmbH des Getränke-Allianz-Partners Für Sie, an der Belieferung von REWE -Outlets.

Beide Getränke-Allianz-Partner verfolgen weiterhin das Ziel die verschiedenen Leistungsbereiche gegenseitig nutzbar zu machen. Die bestehende Bündelung der ZR wird weiter verbreitert.

Eine besondere Bedeutung kommt in obigem Zusammenhang einer offensiveren, arbeitsteiligen Ausrichtung der Getränke-Allianz zu. Hierzu wurden in 2009 wichtige Initiativen auf den Weg gebracht. Während der Getränke-Allianz- Partner Für Sie e.G. die Vermarktung und Zusammenarbeit im GAM-Bereich bearbeitet, konzentriert sich die Getränke-Ring eG auf die qualitative Verbesserung von GAM's sowie auf eine Verbesserung der Getränkefachhandelsvernetzung mit Logistikpartnern sowie einen Ausbau der Position der Gastro-Kompakt bei der Abrechnung von Gastrostrecken. Die Getränke-Ring eG hat in 2009 eine direkte Mitgliedschaft in der Für Sie e.G. erworben, so dass grundsätzlich alle Mitgliedsbetriebe Vorteile aus der Getränke- Allianz ziehen können.

Der Vorstand geht davon aus, dass insbesondere auch die in 2008 erworbene Beteiligung in besonderem Maße von obigen Initiativen profitieren können, während umgekehrt die Getränke-Ring eG direkt an den operativen Optimierungen und Erfahrungen partizipieren kann, was im Rahmen des GAM-Projektes an interessierte Mitgliedsbetriebe weitergegeben wird.

Voraussichtliche Entwicklung

Das Produktangebot für Mitgliedsbetriebe, das im 2. Halbjahr 2009 im Bereich der kurzfristigen Absatzfinanzierung durch ein weiteres Factoring-Modell ausgebaut wurde, wird weiter ausgebaut.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird, aufgrund höherer Umsätze im Bierbereich und bei sonstigen Lieferanten sowie neuer Mitgliedschaften, eine Verrechnungsumsatzsteigerung auf 955 Mio. Euro sowie eine Ergebnisverbesserung erwartet.

Für 2011 geht der Vorstand von einem weiteren moderaten Wachstum und einem weitgehend konstantem Ergebnis aus.

Der Vorstand verfolgt auch in den kommenden Geschäftsjahren die Reduktion von Forderungsrisiken und die Verbesserung der Ertragslage zur Stärkung des Eigenkapitals mit Priorität, um den Bestand der Getränke-Ring-Gruppe weiter abzusichern.

1 . Bilanz zum 31.12.2009

der Getränke-Ring eG

Aktivseite

  Geschäftsjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes   242.411,00 184.201,00
B Anlagevermögen      
I Immaterielle Vermögensgegenstände      
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.003,00   14.443,00
2 Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   0,00
3 geleistete Anzahlungen 0,00   0,00
    72.003,00  
II Sachanlagen      
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00   0,00
2 technische Anlagen und Maschinen 0,00   0,00
3 andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 369.284,98   247.376,70
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00
    369.284,98  
III Finanzanlagen      
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 8.902.157,89   8.592.157,89
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.680.923,84   2.292.441,66
3 Beteiligungen 17.200,00   17.200,00
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 969.534,41   733,89
5 Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 106.000,00   100.000,00
6 Wertpapiere des Anlagevermögens 404.993,04   327.673,59
7 sonstige Ausleihungen 16.215,77   27.327,55
    13.097.024,95  
Anlagevermögen gesamt   13.538.312,93 11.619.354,28
C Umlaufvermögen      
I Vorräte      
1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.648,08   17.650,01
2 unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00   0,00
3 fertige Erzeugnisse und Waren 22.260,95   17.206,41
4 geleistete Anzahlungen 0,00   0,00
    41.909,03  
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1 Ford. aus Zentralregulierung, Delkredere und Vermittlung      
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 0,00 € 35.004.203,11   35.071.484,84
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen      
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 0,00 € 791.058,32   1.016.070,99
3 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht      
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 0,00 € 0,00   0,00
4 sonstige Vermögensgegenstände 3.986.810,48   7.013.144,75
davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 1.083.424,92 €     (1.096.168,07)
    39.782.071,91  
III Wertpapiere      
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00   0,00
2 sonstige Wertpapiere 0,00   0,00
IV Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   7.271.753,39 5.550.499,47
D Rechnungsabgrenzungsposten   2.934,54 2.906,76
Summe der Aktivseite   60.879.392,80 60.492.518,51

PASSIVSEITE

     
  Geschäftsjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A Eigenkapital      
I Geschäftsguthaben      
1 der verbleibenden Mitglieder 6.088.120,89   6.245.166,05
2 der ausscheidenden Mitglieder 384.022,58   375.112,91
3 aus gekündigten Geschäftsanteilen      
Rückstände fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile 309.836,53 € (Vorj. 304.721,04 €) 0,00   10.000,00
    6.472.143,47  
II Kapitalrücklage   0,00 0,00
III Ergebnisrücklagen      
1 Gesetzliche Rücklage      
davon aus Bilanzgewinn Vorjahr eingestellt 0,00 €      
davon aus Jahresüberschuß Geschäftsjahr eingestellt 24.900,00 € 42.900,00   18.000,00
2 Andere Ergebnisrücklagen      
davon aus Bilanzgewinn Vorjahr eingestellt 0,00 €      
davon aus Jahresüberschuß Geschäftsjahr eingestellt 24.900,00 € 42.900,00   18.000,00
IV Bilanzverlust/-gewinn   85.800,00  
1 Verlust-/Gewinnvortrag 145.786,12   0,00
2 Jahresüberschuss/-fehlbetrag 103.222,90   181.786,12
3 Entnahmen aus Rücklagen 0,00   0,00
4 Einstellung Rücklagen 49.800,00   36.000,00
    199.209,02  
Eigenkapital insgesamt   6.757.152,49 6.812.065,08
B Sonderposten mit Rücklageanteil   0,00  
C Rückstellungen      
1 Rückstell. für Pensionen u. ähnl. Verpflichtungen 1.009.410,00   938.465,00
2 Steuerrückstellungen 95.000,00   95.000,00
3 sonstige Rückstellungen 179.057,92   232.563,00
D Verbindlichkeiten   1.283.467,92  
1 Verbindlichk. gegenüber Kreditinstituten 0,00   0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 0,00 €     (0,00)
2 erhaltene Auszahlungen auf Bestellungen 0,00   0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 0,00 €      
3 Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 447.221,47   78.218,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 444.221,47 €     (78.218,70)
4 Verbindlichk. aus Delkredereabrechnungsverkehr 47.646.169,88   47.848.188,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 47.646.169,88 €     (47.848.188,43)
5 Verbindlichk. gegenüber verb. Unternehmen 561.806,24   178.279,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 561.806,24 €     (178.279,86)
6 Verbindlichk. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 0,00 € 0,00   0,00
7 sonstige Verbindlichkeiten, davon 4.183.574,80   4.309.738,44
• aus Steuern (286.900,87 €)     (52.329,66)
• im Rahmen der sozialen Sicherheit (68,40 €)     (273,79)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (4.183.574,80 €)   52.838.772,39 (4.309.738,44)
E Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 0,00
Summe der Passivseite   60.879.392,80 60.492.518,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2009 bis 31.12.2009

  Geschäftsjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1 Erlöse aus ZR und Vermittlung 13.509.420,53   14.020.706,59
2 übrige Umsatzerlöse 7.749,01   17.454,87
3 andere aktivierte Eigenleistungen 107.480,00   188.120,00
4 sonstige betriebliche Erträge 704.583,95   1.371.706,90
    14.329.233,49 15.597.988,36
5 Materialaufwand      
a Aufwendungen für Roh-, Hilfs-u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.397,02   9.847,50
b Aufwendungen für bezogene Leistungen 260.264,05   264.932,45
c Aufwendungen im Zentralregulierungs- und Delkredere-Geschäft 9.330.583,10   9.732.283,88
    9.625.244,17  
Rohergebnis   4.703.989,32 5.590.924,53
6 Personalaufwand      
a Löhne und Gehälter 983.692,10   1.149.622,79
b soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 216.220,05   241.932,24
davon für Altersversorgung 49.694,92 €     (134.798,38)
7 Abschreibungen   1.199.912,15  
a Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 116.623,59   70.044,04
b Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Genossenschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00   0,00
8 sonstige betrieblichen Aufwendungen 4.027.093,10 4.143.716,69 3.738.595,06
9 Erträge aus Beteiligungen 8.696,17   6.269,68
davon aus verb. Unternehmen 0,00 €     (91.186,48)
10 Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 0,00   0,00
11 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen      
des Finanzanlagevermögens 0,00   118.725,00
12 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge      
davon aus verb. Unternehmen 0 € 1.891.915,04   748.953,46
    1.900.611, 21 873.948,14
13 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00   28.227,45
14 Aufwendungen aus Verlustübernahme 340.990,17   443.993,70
15 Zinsen und ähnliche Aufwendungen      
davon aus verb. Unternehmen € 0 731.251,62   456.306,49
    828.369,42  
16 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   188.729,90 336.150,90
17 außerordentliche Erträge 0,00   0,00
18 außerordentliche Aufwendungen 0,00   0,00
19 außerordentliches Ergebnis   0,00 0,00
20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   83.220,00 71.222,00
21 sonstige Steuern   2.287,00 83.142,78
22 Jahresüberschuss /-fehlbetrag   103.222,90 181.786,12

3. Anhang

A Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde aufgrund der gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahreswerte sind vergleichbar.

Zusätzliche Angaben, wenn wegen besonderer Umstände der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild nicht vermittelt, ergaben sich nicht.

B Erläuterungen zu den Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes wurden mit den notwendigen Personalkosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungspreis in Höhe von 150,00 Euro wurden voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Nach dem 01.01.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen 150 Euro und 1.000 Euro wurden in einen Sammelposten eingestellt und werden über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. In den letzten Jahren wurden bei den Beteiligungen IVV Immobilien GmbH & Co. KG und ge-con GmbH & Co. KG Abschreibungen auf den niedrigen Stichtagswert vorgenommen. Die Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen aus Zentralregulierung wurden mit dem Nennwert abzüglich Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände, wurden mit dem Nennwert angesetzt. Das zu aktivierende Körperschaftsteuerguthaben wurde mit dem Barwert in Höhe von 331 Tsd. Euro angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen sind in Höhe der steuerlichen Teilwerte gebildet worden. Die maßgeblichen Vorschriften des § 6a EStG wurden beachtet. Es kam die Richttafel 2005 G zur Anwendung.

Die sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und sonstigen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten
EUR
Zugänge
EUR
Korrekturen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen +/- des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
I Immaterielle Vermögensgegenstände          
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.723,88 68.832,47 0,00 0,00 0,00
2 Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3 geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 222.723,88 68.832,47 0,00 0,00 0,00
II Sachanlagen          
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einsch. der Bauten auf fremden Grunstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.321.033,95 177.989,40 0,00 0,00 331,45
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.321.033,95 177.989,40 0,00 0,00 331,45
III Finanzanlagen          
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 11.622.157,89 310.000,00 0,00 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.292.441,66 1.385.446,86 0,00 -650.112,59 346.852,09
3 Beteiligungen 17.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 733,89 322.687,93 0,00 650.112,59 4.000,00
5 Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 100.000,00 6.000,00 0,00 0,00 0,00
6 Wertpapiere des Anlagevermögens 355.901,04 49.092,00 0,00 0,00 0,00
7 sonstige Ausleihungen 27.327,55 0,00 0,00 0,00 11.111,78
Summe 14.415.762,03 2.073.226,79 0,00 0,00 361.963,87
Gesamt 15.959.519,86 2.320.048,66 0,00 0,00 362.295,32
  Abschreibungen kumuliert
EUR
Buchwert am Bilanzstichtag
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I Immaterielle Vermögensgegenstände      
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 219.553,35 72.003,00 11.272,47
2 Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 0,00
3 geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe 219.553,35 72.003,00 11.272,47
II Sachanlagen      
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einsch. der Bauten auf fremden Grunstücken 0,00 0,00 0,00
2 technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129.406,91 369.284,99 54.891,12
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe 1.129.406,91 369.284,99 56.081,12
III Finanzanlagen      
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 3.030.000,00 8.902.157,89 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.680.923,84 0,00
3 Beteiligungen 0,00 17.200,00 0,00
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 969.534,41 0,00
5 Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 106.000,00 0,00
6 Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 404.993,04 0,00
7 sonstige Ausleihungen 0,00 16.215,77 0,00
Summe 3.030.000,00 13.097.024,95 0,00
Gesamt 4.378.960,26 13.538.312,94 67.353,59

C Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

1.

1. Die Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes erhöhten sich zum Vorjahr um 107 Tsd. Euro, für die Einrichtungen eines neuen Factoring- Modules in Höhe von 42 Tsd. Euro, einer neuen Fibu in Höhe von 29 Tsd. Euro und für ein Konzept für die Auswertung von Gutschriften in der Zentralregulierung in Höhe von 36 Tsd. Euro. Die Abschreibungen betrugen insgesamt 14 Tsd. Euro.

Kapitalanteile an Unternehmen 2009   Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Name und Sitz Anteil Jahr Tsd. Euro Jahr Tsd. Euro
Service-Ring GmbH, Butzbach 100% 2009 90 2009 0
Kronring GmbH, Butzbach 100% 2009 161 2009 3
Marketing-Ring GmbH, Butzbach 100% 2009 26 2009 0
Gastro-Kompakt GmbH, Butzbach 100% 2009 3 2009 3
ge-con GmbH & Co KG, Butzbach 100% 2009 654 2009 104
ge-con Verwaltungs GmbH, Butzbach 100% 2009 23 2009 0
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft der Getränkewirtschaft mbH, Butzbach 100% 2009 13 2009 5
IVV Immobilien GmbH & Co KG, Butzbach 100% 2009 7.026 2009 6
Förderungsring GmbH Butzbach, Butzbach 100% 2009 98 2009 4
Factor-Ring GmbH, Butzbach 100% 2009 200 2009 0
G. Werner Getränkevertrieb GmbH & Co KG 100% 2009 16 2009 26
Biergalerie GmbH, Recklinghausen 100% 2009 -509 2009 32
GS Getränke-Schnellkauf GmbH & Co Handels KG 100% 2009 71 2009 11
Gab Getränkeabholmarkt Betriebs GmbH 100% 2009 26 2009 4
IVG Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG 100% 2009 1.570 2009 86
Getränke Union Vertriebs GmbH, Minden 49% 2008 348 2008 23

2.

Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile von mindestens 20 Prozent an anderen Unternehmen (s. Tabelle oben). Die im Handelsregister eingetragene Hafteinlage der ge-con GmbH & Co. KG beläuft sich auf 1.000.000,00 Euro.

Mit der Service-Ring GmbH und der Marketing-Ring GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Verlustübernahme aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen zusammen.

Mit der Service-Ring GmbH und der Marketing-Ring GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Verlustübernahme aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen zusammen.

Der Gastro-Kompakt GmbH wurde in 2009 ein Zuschuss gewährt. Dieser Zuschuss ist als nachträgliche Anschaffungskosten der Beteiligung aktiviert.

Die Gründung der Factor-Ring GmbH erfolgte am 28. Dezember 2009 und wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2010 die Geschäftstätigkeit aufnehmen.

3.

In den Forderungen aus Zentralregulierung, Delkredere und Vermittlung sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 5.173 Tsd. Euro enthalten. An den Forderungen sind 30.670 Tsd. Euro im Rahmen des Factorings verkaufte Forderungen abgesetzt.

4.

Im Posten »Sonstige Vermögensgegenstände« sind außer Steuerforderungen und Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen von insgesamt 1.846 Tsd. Euro keine antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten. Außerdem sind 1.483 Tsd. Euro kurzfristig fällige Forderungen gegenüber der Factoring-Gesellschaft enthalten.

5.

In den Bankguthaben sind an die Factoring-Gesellschaft verpfändete Guthaben in Höhe von 937 Tsd. Euro enthalten

6.

Die »sonstigen Rückstellungen« beinhalten neben der Haftungsverpflichtung aus dem Liquiditätssicherungsfonds (14 T sd. Euro) im Wesentlichen Rückstellungen für rückständige Urlaubsansprüche 15 Tsd. Euro, und Prüfungskosten 50 Tsd. Euro.

7.

Die Geschäftsimmobilie wurde Ende 2004 gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten in die IVV eingebracht. Das Kreditinstitut hat der Schuldenübernahme zugestimmt. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 2.442 Tsd. Euro sind durch Grundschulden auf das Grundstück, sowie verpfändete Wertpapiere, Festgelder und die Sicherungsübereignung des Büroinventars gesichert. Daneben bürgt der Getränke- Ring für diese Kredite.

Zum 31. Dezember 2009 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber der GS Getränke-Schnellkauf GmbH & Co. Handels KG, in Höhe von 1.054 Tsd. Euro auf das Tochterunternehmen Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH übertragen.

8.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Warenbezügen.

9.

Es bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

nach § 251 HGB: in Tsd. Euro darunter gegenüber verb. Unternehmen
in Tsd. Euro
Verbindlichkeiten aus der Delkredereübernahme 462 0
Mithaftung aus Factoringverträgen 362 0
Mithaftung aus Leasingverträgen 109 0

Im Rahmen des Liquiditätssicherungsfonds nehmen zum 31.12.2009 insgesamt 9 Mitglieder Darlehen in Höhe von insgesamt 138 Tsd. Euro (Ursprungs-Darlehen 325 Tsd. Euro) von der Aktivbank in Anspruch. Für die Darlehen haftet der Förderungs-Ring zu einem Drittel. Der Getränke-Ring hat sich gegenüber dem Förderungs-Ring verpflichtet die finanziellen Mittel als Eigenkapital oder Darlehen zur Verfügung zu stellen die zur Erfüllung sämtlicher Ansprücheorder Bank aus der von dem Förderungs-Ring übernommenen Haftung benötigt werden. Für das Haftungsrisiko hat die Genossenschaft eine Rückstellung von 14 Tsd. Euro gebildet.

Gewinn- und Verlustrechnung

1.

Die Erlöse aus Zentralregulierung und Vermittlung setzen sich wie folgt zusammen:

  in Tsd. Euro
Provisionen aus Zentralregulierung 3.353
Provisionen aus Vermittlungsgeschäften 6
Lieferantenskonti 4.019
Sonstige 33
Bonusvergütung Inkasso 1.975
Bonusvergütung Vermittler 60
Vergütungen FÜR SIE eG 4.063

2.

Die sonstigen Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

  in Tsd. Euro
Warenausgang 8

3.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen folgende periodenfremde Erträge enthalten:

  in Tsd. Euro
übrige 29

Aus der Weiterberechnung von Factoringgebühren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gleichlautend Erträge und Aufwendungen in Höhe von 85 Tsd. Euro enthalten.

D Sonstige Angaben

1.

Es bestehen folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (z. B . Miet-, Pacht-, Leasingverpflichtungen, gesellschaftsrechtliche Haftungsverpflichtungen, in Auftrag gegebene Investitionen):

Leasingverpflichtungen von insgesamt 73 Tsd. Euro, davon im kommenden Geschäftsjahr fällig 41 Tsd. Euro.

Mietverpflichtungen in Höhe von 360 Tsd. Euro pro Jahr aus einem Mietvertrag mit der IVV Immobilien GmbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen).

Verpflichtungen in Höhe von 252 Tsd. Europro Jahr aus einem Dienstleistungsvertrag mit der ge-con GmbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen).€

2.

Die Zahl der 2009 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:

  Vollzeit Teilzeit
Kaufmännische Mitarbeiter 14 7

Außerdem wurden durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt.

3.

Mitgliederbewegung

  Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2009 1.231 6.529
Zugang 2009 44 492
Abgang 2009 121 654
Ende 2009 1.154 6.367

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um 157 Tsd. Euro vermindert.

Das Mindestkapital der Genossenschaft beträgt 97 Prozent des Gesamtbetrags der Geschäftsguthaben zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, es darf laut Satzung 5.000 Tsd. Euro nicht unterschreiten.

4.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

 

Genossenschaftsverband e. V.

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

5.

Mitglieder des Vorstandes

 

Dipl.-Kfm. Gerald Lange-Hermstädt (hauptamtlich)

 

Elmar W. Baumert (hauptamtlich)

6.

Mitglieder des Aufsichtsrates

 

Dipl.-Kfm. Dietrich Hahn (Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Martina Braß (ab 25. Juni 2009)

 

Dipl.-Bw. Apostolos Kelemidis

 

Peter Leier

 

Dipl.-Kfm. Andreas Mies

 

Hermann Möhrle

 

Frank Morgenstern (ab 25. Juni 2009)

 

Udo Pfeifer

 

Karl-Peter Tadsen

 

Axel Weydringer

7.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an

Mitglieder des Vorstandes EUR 0,00
Mitglieder des Aufsichtsrates EUR 0,00

 

Butzbach, 31. März 2010

Getränke-Ring eG
R.-Samesreuther Str. 25
35510 Butzbach
Genossenschaft

Gerald Lange-Hermstädt

Elmar W. Baumert

Bericht des Aufsichtsrats

Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht. Dazu fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 sechs Sitzungen statt. Zur Erfüllung seiner Überwachungstätigkeit fanden zusätzlich Sitzungen des Personalausschusses, Ausschuss für Unternehmensführung und des Finanzausschusses statt.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in allen wichtigen, das Unternehmen betreffenden Entscheidungen, beraten. Er hat sich vom Vorstand der Genossenschaft regelmäßig die Umsatz- und Ergebnisrechnungen vorlegen und über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat regelmäßig an den Sitzungen des Vorstandes teilgenommen.

Die Herren Dietrich Hahn, Apostolos Kelemidis und Andreas Mies sind wieder in den Aufsichtsrat gewählt worden. Neu gewählt wurden Frau Martina Braß und Herr Frank Morgenstern.

Die Wahlperiode des Herrn Axel Schneider endete in diesem Jahr. Herr Schneider verzichtete auf eine neue Kandidatur. Der Aufsichtsrat bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich für die langjährige und konstruktive Zusammenarbeit.

In der konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Generalversammlung am 25. Juni 2009 wurde jeweils einstimmig Herr Dietrich Hahn zum Vorsitzenden und Herr Karl Peter Tadsen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Herr Andreas Mies wurde zum Schriftführer und Herr Axel Weydringer zum stellvertretenden Schriftführer gewählt.

Der Prüfungsbericht des genossenschaftlichen Prüfungsverbandes wurde in einer gemeinsamen Sitzung beraten und verabschiedet.

Der Aufsichtsrat billigt die Geschäftsführung des Vorstandes.

Prüfung des Jahresabschluss es durch den Aufsichtsrat

Der Jahresabschluss 2009 und der Lagebericht wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Es ergaben sich keine Einwendungen.

Als Ergebnis der Prüfung von Geschäftsführung und Jahresabschluss wird der Aufsichtsrat in der Generalversammlung am 27. Mai 2010 die Entlastung des Vorstandes vorschlagen.

Prüfung und Beurteilung des Jahresabschluss

Der genossenschaftliche Prüfungsverband, der Genossenschaftsverband e.V., hat die gesetzliche Prüfung durchgeführt. Auf der Generalversammlung am 27. Mai 2010 wird darüber berichtet.

Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Prüfungsverbandes aufgrund seiner eigenen Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und erhebt keine Einwendungen.

Mit Ende dieser Generalversammlung enden die Wahlperioden der Herren Leier, Möhrle, Pfeifer, und Weydringer. Die Wiederwahl ist möglich und wird vorgeschlagen.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.

 

Butzbach, den 31. März 2010

Dipl.-Kfm. Dietrich Hahn

Martina Braß

Dipl.-Bw. (FH ) Apostolos Kelemidis

Peter Leier

Dipl.-Kfm. Andreas Mies

Hermann Möhrle

Frank Morgenstern

Udo Pfeifer

Karl-Peter Tadsen

Axel Weydringer

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand unterbreitet, im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, der Generalversammlung den Vorschlag den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:

  Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2009 1.231 6.529
Zugang 2009 44 492
Abgang 2009 121 654
Ende 2009 1154 6.367

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