Limbach GmbH Ferienparkdienste
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Limbach seit 24.1.2008 | Geschäftsführer |
Thomas Alois Konz seit 25.10.2005 | Prokura |
Heinz Limbach seit 25.10.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
| 26.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Limbach GmbHNeuwied, Stadtteil IrlichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Limbach GmbH, Neuwied1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Die Limbach GmbH wurde 1949 von Herrn Josef Limbach gegründet. Nach der Übernahme des Unternehmens durch den Sohn Heinz Limbach im Jahr 1978 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Seit 2008 ist durch den heutigen Gesellschafter-Geschäftsführer Andreas Limbach bereits die dritte Generation im Unternehmen tätig. Das Unternehmen versteht sich als regionaler Full-Service-Anbieter im Bereich infrastruktureller Gebäudedienstleistungen. Neben dem Großraum Neuwied/Koblenz werden Kunden im Westerwald, der Eifel, dem Hunsrück sowie im Saarland und im Raum Bonn-Köln bedient. Neben Auftraggebern aus öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen werden Kunden aus den Bereichen Gewerbe, Industrie, Gesundheit, Lebensmittel, Immobilien, Kammern und Verbände bedient. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Ferienparks und Freizeitbäder. 1.2 Ziele und Strategien Die Aktivitäten des Unternehmens haben zum Ziel, durch saubere Arbeit ein gesundes und sicheres Umfeld zu schaffen und somit eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen und eine langfristige Kundenbindung zu sichern. Als weiteres wichtiges Ziel hat die Limbach GmbH eine intensive Mitarbeiterorientierung ausgerufen. Hierzu setzt das Unternehmen auf einen teamorientierten und werteorientierten Führungsstil und eine hohe Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern/-innen. Eine regelmäßige und gezielte Aus- und Weiterbildung der Fach- und Führungskräfte unterstützt die kompetente und effiziente Ausführung der Leitungen. Der Geschäftsverlauf der letzten Jahre zeigt die Vorteilhaftigkeit einer mittelständischen und familiengeführten Struktur. Schnelle Kommunikations- und Entscheidungswege, Kontinuität von Ansprechpartnern und Objektverantwortlichen, schnelle Reaktionszeiten, hohe Motivation und Verantwortungsbereitschaft und geringe Fluktuation der Mitarbeiter/-innen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html?nn=577250 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Dienstleistungsbereiche profitierten von Nachholeffekten, hohe Preise und Materialmangel bremsten Industrieproduktion und Bau Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten Wachstum Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneut Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war. Konjunkturprognose 2024 des Sachverständigenrat Wirtschaft BIP und Inflation Der Sachverständigenrat erwartet, dass sich die schwache Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024 zunächst fortsetzt und im Jahresdurchschnitt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt nur minimal um 0,2 % steigt. Er revidiert damit seine Prognose gegenüber dem Herbst 2023 um 0,5 Prozentpunkte nach unten. Im Jahr 2025 ist mit einem moderaten Wachstum der Gesamtwirtschaft um 0,9 % zu rechnen. Die Inflation dürfte im Jahr 2024 durchschnittlich 2,4 % betragen und damit um 0,2 Prozentpunkte geringer ausfallen als im Herbst 2023 prognostiziert. Im Vergleich zum Jahr 2023, als sie noch 5,9 % betrug, dürfte sie im Jahr 2024 damit deutlich zurückgehen. Im Jahr 2025 ist mit einer Inflationsrate von 2,1 % zu rechnen. Die Kerninflation beträgt 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025. Konjunktur Die konjunkturelle Entwicklung wird seit dem Herbst 2023 zunehmend durch die schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage gebremst. So ist das Ausgabeverhalten der privaten Haushalte trotz Reallohnzuwächsen zurückhaltend und die Auftragslage in der Industrie und im Bau hat sich - teils bedingt durch die geldpolitische Straffung - weiter eingetrübt. Angesichts eines weiterhin anziehenden Wachstums der Realeinkommen dürfte der private Konsum im Prognosehorizont allerdings steigen, wobei eine anhaltend erhöhte Sparquote einen stärkeren Zuwachs verhindert. Darüber hinaus dürften die Bauinvestitionen angesichts verbesserter Finanzierungsbedingungen im Jahr 2025 wieder zunehmen. Die Fiskalpolitik dürfte im Prognosehorizont restriktiv wirken. So laufen die Maßnahmen anlässlich der Coronakrise und der Energiepreiskrise nach und nach aus, und die Haushaltskonsolidierungsbemühungen der Bundesregierung führen dazu, dass im Prognosezeitraum Ausgaben gekürzt oder Einnahmen erhöht werden. Arbeitskostensteigerungen und anhaltend hohe Industriepreise für Energie sowie eine demografisch bedingte geringere Dynamik am Arbeitsmarkt belasten ebenfalls das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Geldpolitik und Zinsen Die geldpolitische Straffung dürfte ihren Höhepunkt erreicht haben und die Überwälzung der Leitzinserhöhungen auf die Finanzierungsbedingungen größtenteils abgeschlossen sein. Es ist darüber hinaus zu erwarten, dass die EZB infolge des Inflationsrückgangs im laufenden Jahr die Zinsen wieder senken wird. Allerdings dürfte die Zinssenkung aufgrund des binnenwirtschaftlichen Preisdrucks zurückhaltend ausfallen und außerdem erst im Jahr 2025 die private Nachfrage stützen. Geopolitik International stellt die geopolitische Unsicherheit ein erhebliches Risiko für die Konjunktur dar. Sie liegt deutlich höher als im historischen Durchschnitt der Jahre bis 2021. Gründe hierfür sind der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Durch eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnten insbesondere die Energiepreise erneut ansteigen. Im Euro-Raum könnte ein stärkeres Lohnwachstum oder eine stärkere Überwälzung der Arbeitskosten auf die Preise als angenommen die Geldpolitik dazu veranlassen, den Straffungskurs länger als erwartet beizubehalten. In Deutschland sind die schwierigen Haushaltsplanungen des Bundes ein Risiko, insbesondere für das Jahr 2025. Zur Einhaltung der Schuldenbremse im Jahr 2025 könnten zusätzliche Sparanstrengungen erforderlich sein. Es ist überdies unsicher, in welchen Bereichen die Bundesregierung konsolidieren wird. Unabhängig von der Ausgestaltung der Fiskalpolitik und der Realisation geopolitischer Risiken beeinträchtigt die Unsicherheit darüber das Investitionsklima. Arbeitsmarkt Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin weitgehend resilient gegenüber der wirtschaftlichen Schwächephase. Die Erwerbstätigkeit ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % gestiegen, das Wachstum schwächt sich aber zunehmend ab. Maßgeblich für den Zuwachs ist der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Im 4. Quartal 2023 stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 %. Die konjunkturell bedingte Kurzarbeit ist im Februar 2024 leicht auf 0,6 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten angestiegen, befindet sich angesichts der wirtschaftlichen Lage aber weiterhin auf einem moderaten Niveau (BA, 2024a). Seit der Corona-Pandemie haben sich die strukturellen Bedingungen am deutschen Arbeitsmarkt verschlechtert und die Matching-Effizienz verringert. Dies lässt sich anhand der Außenverschiebung der Beveridge-Kurve für den Zeitraum 2022 und 2023 gegenüber dem vorpandemischen Niveauerkennen. Einflussfaktoren, die diese Entwicklung hervorgerufen haben, sind sowohl auf der Angebots- als auch der Nachfrageseite zu finden. Angebotsseitig zeichnet sich aufgrund des demografischen Wandels und rückläufiger durchschnittlicher Arbeitszeiten eine zunehmende Knappheit ab. Nachfrageseitig ist ein zunehmendes Horten von Arbeitskräften zu beobachten, da viele Unternehmen trotz schlechter wirtschaftlicher Lage auf Entlassungen verzichten. Beides erschwert es Unternehmen, offene Stellen zu besetzen und verhindert gleichzeitig einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die bestehende Arbeitslosigkeit aufgrund eines zunehmenden qualifikatorischen und regionalen Mismatch zwischen Arbeitsuchenden und offenen Stellen verfestigt (BA, 2024b). Wichtige Beschäftigungsindikatoren, wie das ifo Beschäftigungsbarometer und das IAB-Arbeitsmarktbarometer, deuten im April 2024 auf eine kurzfristig weiter leicht steigende Beschäftigung hin. Allerdings setzt der voranschreitende demografische Wandel der weiteren Beschäftigungsentwicklung Grenzen (JG2023 Abbildung 110). Für den Prognosezeitraum ist daher nach einem Anstieg um 0,3 % im Jahr 2024 von einer Stagnation bei den Erwerbstätigen im Jahr 2025 auszugehen. Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2024 und der weiterhin angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt kommt es nur zu einem geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. So ist zu erwarten, dass Unternehmen der aktuellen konjunkturellen Schwäche begegnen, indem sie ihre Neueinstellungen reduzieren, aber sich zunächst nicht von ihren Beschäftigten trennen. Gut ausgebildete Arbeitskräfte ohne Anstellung dürften aufgrund der weiterhin hohen Arbeitsmarktanspannung hingegen kaum Probleme haben, eine neue Anstellung zu finden. Im Jahr 2025 dürfte die stärkere wirtschaftliche Erholung zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führen. Für das laufende Jahr ist, vor allem aufgrund bereits beschlossener Lohnerhöhungen aus dem vergangenen Jahr und dem Rückgang der Inflation, von einem weiteren Anstieg der Reallöhne auszugehen. Für das Jahr 2025 ist zu erwarten, dass die Nominallohnzuwächse aufgrund der niedrigen Inflation und der wirtschaftlichen Lage wieder auf ein geringeres Niveau zurückkehren werden. Die Reallöhne werden voraussichtlich erst zum Ende des Prognosezeitraums ihr vorpandemisches Niveau wieder erreichen. Mittelfristiges Wachstum In der Mittelfristprojektion wird das Produktionspotenzial in Deutschland für die kommenden fünf Jahre unter den gegebenen strukturellen Rahmenbedingungen geschätzt. Eine wichtige Determinante ist dabei die Dynamik der Bevölkerungsentwicklung am aktuellen Rand. Bisher basierte die Abschätzung der Zuwanderung auf der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts, die nur alle drei Jahre aktualisiert wird. Ein neuer Ansatz ermöglicht es hier, die Daten jährlich zu aktualisieren und damit die demografische Entwicklung sowie die Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt detaillierter abzubilden und für die Projektion zu nutzen. Der Sachverständigenrat schätzt das Potenzialwachstum im Jahr 2024 auf 0,5 % und im Jahr 2025 auf 0,4 %. In den Folgejahren bis 2029 dürfte das Potenzialwachstum jeweils bei etwa 0,3 % bis 0,4 % verharren. Damit haben sich die Wachstumsaussichten bis zum Ende der Dekade im Vergleich zur Herbstschätzung 2023 kaum verändert. Der Sachverständigenrat zerlegt das Wachstum des Produktionspotenzials in Wachstumsbeiträge des Kapitaleinsatzes, des Arbeitseinsatzes und der Totalen Faktorproduktivität (TFP). Vom Kapitaleinsatz sind keine bedeutenden Wachstumsimpulse zu erwarten. Die seit dem Jahr 2021 andauernde Stagnation bei den Investitionen schlägt sich in einem relativ geringen Trendwachstum von jährlich etwa 0,9 % im Kapitaleinsatz nieder. Das TFP-Wachstum beläuft sich gemäß den Projektionen in den kommenden Jahren ebenfalls auf lediglich 0,3 %. 2.2 Branchenentwicklung Die Reinigungsbranche ist mit aktuell rund 665.000 Beschäftigten das beschäftigungsstärkste Handwerk in Deutschland. Das Spektrum der im Gebäudereiniger-Handwerk angebotenen Dienstleistungen umfasst neben der klassischen Gebäudereinigung sämtliche Service- und Dienstleistungen in und an Gebäuden. So gehören Catering-Services, Hol- und Bringedienste, Hausmeister-Dienste, Parkraumbewachung, Kantinenbewirtschaftung oder die Grünflächenpflege und Winterdienst bereits zu den Standardangeboten vieler Unternehmen. Die Anzahl der Unternehmen hat sich von 2009 mit 15.411 bis 2023 mit 30.199 (vorläufig lt. Bundesinnungsverband) um rund 96% erhöht. Hierzu gehören ebenfalls Kleinst- und Einmann-Betriebe. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich von rund 554T im Jahr 2009 auf rund 665T im Jahr 2022. Dies bedeutet eine Steigerung von 20%. Der Branchenumsatz stieg von 11.155 Mrd.€ im Jahr 2009 auf 25.904 Mrd.€ im Jahr 2023 um 132%. Der Gebäudereinigungsmarkt in Deutschland ist - wie in anderen europäischen Ländern - vorwiegend klein- und mittelständisch strukturiert. Das Betriebsspektrum reicht von kleinen Spezialanbietern, die Nischen auf dem Reinigungs- und Dienstleistungsmarkt ausfüllen, bis zu großen Dienstleistungsunternehmen, die sämtliche Leistungen in und an Gebäuden anbieten und in Einzelfällen bis zu 40.000 Beschäftigte haben. Kleinbetriebe mit weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz, stellen bei weitem die größte Zahl der Unternehmen dar (rund 80 %), sie realisieren aber nur rund 13 Prozent des Branchenumsatzes. In der obersten Größenklasse ab fünf Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaften rund zwei Prozent der Unternehmen über 54 Prozent des Branchenumsatzes. In der mittleren Umsatzgrößenklasse zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro Jahresumsatz entfallen auf knapp 17 Prozent der Unternehmen knapp 33 Prozent Umsatzanteil. Der Markt im Bereich der Gebäudereinigung ist bei gewerblichen Kunden weitgehend ausgeschöpft ist. Das belegt eine SINUS-Marktstudie, die vom Bundesinnungsverband veranlasst wurde. So ist Unterhaltsreinigung bei diesem Kundenkreis bereits zu 79 Prozent, Fenster- und Glasreinigung gar zu 92 Prozent ausgelagert. Dies ist für die Gebäudereinigungsunternehmen einer der Gründe, ihr Leistungsangebot gezielt zu erweitern und so neue Märkte zu erschließen bzw. zu sichern. Die gezielte und koordinierte Ausweitung der Leistungsangebote resultiert in den umfassenden Dienstleistungspaletten, die bei den Betrieben heute von den infrastrukturellen Zusatzdienstleistungen (Hol- und Bringedienste, Catering-Services, Pförtner- und Hausmeisterdienste, etc.) über modernes Gebäude- bis zum ganzheitlichen Facility Management reichen. Schon die 2007 erschienene Zukunftsstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft identifizierte "Unternehmensbezogene Dienste" als Nummer 1 unter den Top-Boom- und Zukunftsbranchen. Auch dies ist ein Grund für die Weiterentwicklung der Branche von der klassischen Gebäudereinigung zum Facility Management. Im Zusammenspiel mit den Kernkompetenzen 'Management von Aufgaben', 'Management von Arbeiten' und 'Management von Menschen' kristallisiert sich das neue Image der Branche immer deutlicher heraus. Fünf der Top-10-Betriebe im Facility Management haben inzwischen ihren Ursprung im Gebäudereiniger-Handwerk; dies belegt eindeutig den Stellenwert der Branche. Diesen Stellenwert bestätigt auch das Branchenporträt Gebäudereinigung, erstellt von Prof. Michael Grömling vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Die Studie verdeutlicht die vielfältigen Funktionen der Branche, die Dynamik und Stärke des modernen Dienstleistungs-Handwerks Gebäudereinigung, die die Branche zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben dringend benötigt. Die Diversifizierung der Leistungsangebote der Betriebe hat auch zu einem verbesserten Image in der Öffentlichkeit beigetragen. Langsam, aber kontinuierlich wandelt sich das Bild der Branche - von der "Putzkolonne" zum qualifizierten Handwerks- und Dienstleistungsbetrieb. 2.3 Entwicklung der Limbach GmbH Die Limbach GmbH hat sich in den letzten Jahren bis 2022 sehr stabil entwickelt. Sowohl die Umsatzentwicklung als auch die Ergebnisentwicklung zeigen dies deutlich. Im Jahr 2023 ist zum ersten Mal seit Jahren ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Es wurden wie im Vorjahr durch Umstrukturierungen bei Kunden bzw. Ausschreibungen einige Aufträge verloren, diese konnten jedoch durch Auftragserweiterungen bzw. Ausschreibungen nicht in gleichem Umfang wieder kompensiert werden. Aufgrund des Umsatzrückgangs, den die Gesellschaft im Vorjahr so nicht vorausgesehen hatte, ist auch das Ergebnis erheblich unter den Erwartungen der Geschäftsführung zurückgeblieben. 2.3.1 Umsatz und Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr gefallen. Der Umsatz fiel von 15.978 T€ um 404 T€ auf 15.575 T€. Dies ist eine Minderung von 2,5 %. 2.3.2 Investitionen Die Investitionen in den Bereichen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens sind im Gegensatz zum Vorjahr um 88 TEUR geringer. Sie liegen bei 240 TEUR (Vj. 328 TEUR). Die Investitionen beruhen größtenteils auf Ersatzbeschaffungen. Sonderabschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgenommen. Größere Investitionen stehen in nächster Zeit nur im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bzw. bei Übernahme von Aufträgen an. 2.3.3 Finanzierungsmaßnahmen und Vorhaben Die Investitionen wurden zu einem großen Anteil im Rahmen der Innenfinanzierung durchgeführt. Das reine Zinsergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 verändert von 27 TEUR auf 29 TEUR und enthält 7 TEUR liquiditätsneutrale Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen. 2.3.4 Personalwesen Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl mit 939 hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (Vj. 1.042) um 9,9% verringert. Der Anteil an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen beträgt 50,1%. Die Personalkosten entwickelten sich in den letzten Jahren entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Eine weitere Optimierung der Personalkosten wird auch wieder für das Jahr 2024 angestrebt. Dabei ist der neue Mindestlohntarifvertrag vom 02.06.2022 zu berücksichtigen. Ab 01.01.2024 gilt für die Lohngruppe 1 ein neuer Mindestlohn von 13,50 €. Für die Lohngruppe 6 ergibt sich ab 01.01.2024 ein Mindestlohn von 16,70 €. Eine vollumfängliche Weitergabe der Tariferhöhung wird angestrebt, dürfte aber erfahrungsgemäß nicht so leicht umzusetzen sein. 3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 325 TEUR auf 3.764 TEUR (Vj. 4.089 TEUR). Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 897 TEUR (Vj. TEUR 962) und hat einen Anteil von 23,8% (Vj. 23,5%) an der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen besteht mit 315 TEUR (Vj. 353 TEUR) aus Vorräten, mit 2.288 TEUR (Vj. 2.327 TEUR) aus Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen. Liquide Mittel waren in Höhe von 154 TEUR (Vj. 350 TEUR) vorhanden. Das langfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 126 TEUR reduziert. Dies resultiert hauptsächlich aus der Rückzahlung betrieblicher Darlehen (96 TEUR) und einer Reduzierung bei den Pensionsrückstellungen um 27 TEUR. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von 1.693 TEUR auf 1.535 TEUR reduziert. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil von Eigenkapital an der Bilanzsumme von 35,3% (Vj. 33,5%) gekennzeichnet. Das Eigenkapital beläuft sich auf 1.329 TEUR (Vj. 1.370 EUR). 3.2 Finanzlage Die liquiden Mittel belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf 154 TEUR und damit auf 4,1% (Vj. 8,6%) der Bilanzsumme. 3.3 Ertragslage Das Ergebnis der Gesellschaft für das Kalenderjahr 2023 liegt bei -41 TEUR (Vj. 191 TEUR). Dies bedeutet eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr um minus 232 TEUR. Der Personalaufwand beläuft sich auf 13.683 TEUR (Vj. 13.833 TEUR). Die Personalkostenquote beträgt 87,9% (Vj. 86,6%). Das Zinsergebnis verändert sich gegenüber dem Vorjahr um 2 TEUR auf 29 TEUR. 4. Prognose, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 4.1 Prognose Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der sich abzeichnenden schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage einen stagnierenden bis leicht steigenden Geschäftsverlauf. Für 2024 wird mit einem Umsatz von 15.300 TEUR bis 15.600 TEUR und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 150 TEUR bis 200 TEUR gerechnet. Für die Folgejahre rechnet die Gesellschaft ebenfalls mit eher stagnierenden, bis maximal leicht steigenden Umsätzen. Hierbei bleibt allerdings die Auswirkung des Krieges in der Ukraine, die steigende Inflation und der Arbeitskräftemangel auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit in der Folge auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Limbach GmbH abzuwarten. Als entscheidende zukunftssichernde Maßnahme setzt das Unternehmen auf eine konsequente Personalentwicklung. Die systematische Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der Leitungsebene orientiert sich an dem übergeordneten Ziel, durch Flexibilität und hohe Qualität eine überlegene Position im Wettbewerb sicherzustellen. Des Weiteren hat die Gesellschaft damit begonnen die wesentlichen Geschäftsprozesse zu digitalisieren, mit dem Ziel sich auch in diesem Bereich positiv von Wettbewerbern abzuheben. Die Geschäftsführung geht von einem gesicherten Fortbestand des Unternehmens aus und sieht derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 4.2 Chancen Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren eine starke Präsenz als regionaler Anbieter im Großraum Neuwied/Koblenz erarbeitet. Diese Präsenz konnte man zum Ende des Geschäftsjahres 2023 weiter ausbauen. 4.3 Risiken Im Rahmen einer grundsätzlichen Risikobegrenzung werden nur solche Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation beherrschbar sind. Aus heutiger Sicht weist das Unternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Das Risikomanagement der Gesellschaft soll die Geschäftsleitung frühzeitig in die Lage versetzen, Risiken und Fehlentwicklungen zu erkennen und aktiv in die Ablaufprozesse einzugreifen, um negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu verhindern. Dazu dient ein internes EDV-gestütztes Buchhaltungssystem mit umfangreicher Kostenstellenrechnung als Basis des Controllings. Ein Soll-/Ist-Vergleich unterrichtet die Führungskräfte über die Unternehmensentwicklung bzw. zeigt außerordentliche Abweichungen zeitnah auf. 4.3.1 Absatzrisiken Risiken bestehen vor allem durch Auftragsverluste, z.B. nach öffentlichen Ausschreibungen sowie bei Maßnahmen des Gesetzgebers in Bezug auf gesellschaftsrechtliche oder arbeitsrechtliche Gesetzesinitiativen und die sich daraus ergebende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber öffentlichen Einrichtungen. Die Gesellschaft erbringt auch Leistungen im Rahmen von Winterdiensten und ist diesbezüglich auch Witterungsrisiken ausgesetzt, die sich auf die Ertragslage auswirken können. Dem denkbaren Risiko des Wegfalls von Umsatz und Kunden wird durch Pflege der Kundenbeziehungen und einer laufenden hohen Qualifikation des Personals durch Fortbildungen und Qualität des Arbeitsmaterials entgegengewirkt. Nicht zuletzt dienen die kontinuierlich durchgeführten Kunden-Audits dazu, die Leistungen der Gesellschaft personell, fachlich als auch zeitlich optimal zu bewerten und somit die hohen Qualitätsstandards zu sichern. 4.3.2 Forderungsausfallrisiko Durch konsequentes Forderungsmanagement werden die Ausfallrisiken bei Kundenforderungen so weit wie möglich minimiert. Bei eventuell auftretenden Zahlungsschwierigkeiten bei Kunden werden gemeinsam mit dem Kunden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. 4.3.3 Preisänderungs- und Beschaffungsrisiken Dem Risiko steigender Einkaufspreise wird durch kontinuierliches Kostenmanagement entgegengesteuert. 4.3.4 Personalrisiken Die Gewinnung von qualifiziertem Personal stellt eine große Herausforderung dar. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es zunehmend anspruchsvoller wird, genügend geeignetes Personal zu rekrutieren. Durch die laufende Überwachung und das Controlling der Lohnfortzahlung kann frühzeitig bei Eintreten von Personalrisiken gegengesteuert werden. Aktuell hat das Gebäudereiniger-Handwerk durch den tariflichen Mindestlohn von 13,00€ einen Vorteil bei der Personalrekrutierung von 8,3% gegenüber anderen Branchen mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 12,00€. 5. Erklärung zur Unternehmensführung Die Geschäftsführung verfolgt eine verantwortungsvolle und werteorientierte Unternehmensführung. Hierunter verstehen wir • den sorgsamen Umgang mit den uns anvertrauten Objekten • eine offene und konstruktive Kommunikation mit unseren Auftraggebern • ein sorgsamer Umgang mit den benötigten Ressourcen • eine faire, zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit • aus dem Erkennen und Beheben von Fehlern Lernerfolge erzielen • die Ausbildung nachkommender Generationen • familienfreundliche und kindgerechte Arbeitszeitmodelle • eine tarifliche, wenn möglich übertarifliche Entlohnung • gesellschaftliches und soziales Engagement • Zuverlässigkeit und Loyalität
Neuwied, den 02. April 2024 Heinz Limbach Andreas Limbach BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss 2023Gebäudereinigung Limbach GmbH, NeuwiedAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Limbach GmbH mit Sitz in Neuwied im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRB Nr. 10845 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Ein in 2018 entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund dessen zeitnaher Auflösung über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Zwei in 2020 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme über 10 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen reduziert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter kommt einheitlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die übrigen Anlagegüter werden gleichfalls linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren unter Verwendung der " Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die Durchschnittbildung erfolgt über die vergangenen zehn Geschäftsjahre. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00% berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Soweit die zugrundeliegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert, bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren mit einem Zinsfuß von 1,51 % (Vj. 1,17 %) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Es wurden keine Bewertungseinheiten i.S. von § 254 HGB gebildet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 5). Eigenkapital Die Einzahlungen auf das Stammkapital in Höhe von EUR 52.000,00 sind in voller Höhe geleistet. Der Jahresüberschuss des Vorjahres i.H.v. EUR 190.893,54 war gemäß Gesellschafterbeschluss vom 26. Juni 2023 auf neue Rechnung vorgetragen und in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (als Basis zur Ermittlung des Rechnungszinses wurde ein Zehn- statt des bisherigen Sieben-Jahresdurchschnitts zugrunde gelegt) beträgt TEUR 5 (Vj. TEUR 22) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aufgrund fehlender Verrechnung von Planvermögen entfallen die Angaben nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 25 HGB. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen umfassten im Vorjahr die Verpflichtungen aus 2021. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Überstunden, Tantiemen und Prämien, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Archivierungs- und Jahresabschlusskosten gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten bestehen i.H.v. TEUR 511 Grundpfandrechte. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbertrag i.H.v. EUR 40.984,91 auf neue Rechnung vorzutragen und in den Verlustvortrag einzustellen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 185 p.a. (Vj. TEUR 176 p.a.) sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber Gesellschafter TEUR 0; Vj. TEUR 0). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge für Verwaltungs-, Lager-, Bürogebäude abgeschlossen, deren Kündigungstermine zwischen 5 und 10 Jahren liegen. Die Laufzeit der Leasing-Verträge endet 2024 bis 2026. Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre (§ 285 Nr. 28 HGB):
Sonstige Angaben Geschäftsführung Herr Heinz Limbach, Gebäudereinigungsmeister, Neuwied Herr Andreas Limbach, Diplom-Kaufmann, Neuwied Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB i.V. m. § 285 Nr. 9a) HGB verzichtet. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Auf die Angabe der Aufwendungen für Altersbezüge wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB i.V. m. § 285 Nr. 9b) HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestanden i.H.v. TEUR 1. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs Nach dem Bilanzstichtag werden die möglichen Auswirkungen des seit Februar 2022 in Europa andauernden Ukrainekrieges vorwiegend von allgemeiner Natur sein. Die finanziellen Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nicht absehbar, aber eine Fortführung des Unternehmens erscheint, auch aufgrund der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen, gegeben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Anwendung der Vorschriften des § 288 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
Neuwied, 02. April 2024 Heinz Limbach Andreas Limbach Bericht des Aufsichtsrats
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Limbach GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Limbach GmbH, Neuwied - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Limbach GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; - führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Neuwied, 05. April 2024 Kaufhold, Wirtschaftsprüfer |
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