Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 15400
Vorher
Mainsee 783. V V GmbH
Eingetragen
25.6.2012
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTreuhandfonds, Nachlass- und Treuhandkonten
Gegenstand
Beratung und Verwaltung von Vermögenswerten Dritter sowie Risikosteuerung und -controlling unter Berücksichtigung verschiedener Anlageklassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andreas Syguda
seit 30.1.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Andreas Syguda
seit 19.1.2023
Geschäftsführer
Franz Dr. Obermeyer
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Min Dr. Sun
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Michael Stammler
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Taunus Trust GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Allgemeine Angaben und Geschäftsverlauf

Die Taunus Trust GmbH mit Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe ist als unabhängiger Vermögensverwalter und Vermögensberater für ausgewählte private und institutionelle Investoren mit Schwerpunkt in Deutschland aktiv. Sie besitzt eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß § 15 WpIG u.a. für die Dienstleistungen Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung. Das Angebot umfasst maßgeschneiderte Lösungskonzepte in den Bereichen Vermögensverwaltung, Strategische Anlageberatung, Family Office Beratung und Risiko-Overlay-Management sowie mehrere Publikumsfonds. Die Grundlage für sämtliche Dienstleistungen sind eigenständige Analysen der wirtschaftlichen Rahmendaten und der Rendite-Risiko-Eigenschaften der einzelnen Investments. Die Gesellschaft versteht sich als ein Nischenanbieter, der zum einen auf die Bedürfnisse der Kunden in sehr individueller Form eingeht und zum anderen in Publikumsfonds eine sehr spezifischen Anlagephilosophie umsetzt.

Die Taunus Trust GmbH ist eine 100%ige Tochter der Taunus Trust Group AG mit Sitz in Lutzenberg, Schweiz. Die inhabergeführte Muttergesellschaft bietet Beratungsleistungen gegenüber Dritten an. Hierzu zählt u.a. die Vermögensverwaltung für private oder institutionelle Anleger. Beim VQF (Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen) hat die Gesellschaft den Status eines SRO-Mitglieds inne.

Das Jahr 2022 war geprägt durch den russischen Krieg gegen die Ukraine, der erhebliche Schockwellen auslöste. Insbesondere verzeichneten fossile Energieträger regelrechte Preisexplosionen mit erheblichen Auswirkungen nicht nur auf energieintensive Erzeugnisse, sondern auch auf Nahrungsmittel sowie den Wohnbereich und den Verkehr. Für Länder, die auf importierte Energie angewiesen sind, kam es dadurch zu erheblichen zusätzlichen Wohlstandsverlusten. Umfangreiche staatliche Unterstützungsprogramme (allein in Deutschland waren es 3 Programme mit einem gesamten Volumen von 135 Mrd. € plus 200 Mrd. € für Gaspreisdeckel u.ä.), finanziert durch öffentliche Kredite, sollten den Verbrauchern helfen, mit den sprunghaft gestiegenen Lebenshaltungskosten fertig zu werden bzw. die Preissprünge abzumildern. Gleichzeitig war dies der Versuch, die Konjunktur zu stützen, indem die durch die Inflation entstandenen Kaufkraftverluste der Bevölkerung teilweise ausgeglichen werden. Zudem kam das Alltagsleben in diesem Jahr wieder in Gang, da effektive Impfstoffe, die Durchimpfung der Bevölkerung sowie die hohen kumulierten Infektionszahlen dazu führten, dass die Pandemie an Schrecken verlor. Auf "Lockdowns" oder "Shutdowns" konnte daher, mit Ausnahme von China, weitgehend verzichtet werden. Allerdings starteten die Notenbanken in den Sommermonaten eine rasche und energische Straffung ihrer Geldpolitik mit dem Ziel, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu dämpfen und dadurch den Preisspielraum der Unternehmen zu begrenzen.

Das Jahr 2022 bot zwar in vielerlei Hinsicht spannende Entwicklungen, für Anleger allerdings wenig Erfreuliches. Das globale Anlageumfeld war von der zunehmend nachlassenden konjunkturellen Dynamik bei hartnäckig hohen Inflationsraten geprägt. Als Folge der restriktiveren Geldpolitik stiegen die Zinsniveaus weltweit stark an, was nahezu alle Anlageklassen deutlich unter Druck brachte. Dadurch war auch eine ausgewogene und diversifizierte Portfoliokonstruktion im zurückliegenden Jahr ausnahmsweise wenig erfolgreich, denn sowohl Risikoaktiva als auch vermeintlich defensive Anlagen verloren deutlich an Wert. Per Saldo verzeichnete der MSCI Welt Aktienindex in EUR ein Minus von 12,6%, aber auch der FTSE EuroBIG Anleihenindex für EUR-Emittenten schloss mit einem Verlust von 17,2% ab. Allein Rohstoffe konnten 2022 an Wert zulegen, der Dow Jones UBS Rohstoffindex verzeichnete ein Plus von 23,3%, wobei Energierohstoffe sich deutlich verteuerten, während Gold zurückblieb. Zudem wertete der USD gegenüber anderen Währungen deutlich auf, u.a. gegen den EUR um 6,2%. Trotz des festen Dollars verloren US-Aktien aus Sicht des EUR-Investors überproportional. So gab der S&P 500 Index aus den USA 14,4% in EUR nach, der EuroStoxx50 hingegen 11,7% und der japanische Nikkei 225 trotz des schwächeren JPY 11,1%. Bemerkenswert war überdies der Favoritenwechsel an den Aktienmärkten weg von den wachstumsstarken, aber hoch bewerteten Lieblingen der Vorjahre hin zu günstiger bewerteten Substanztiteln. An den Anleihemärkten verloren indes die EUR-Staatsanleihen mit 18,5% mehr an Wert als vermeintlich risikoreichere Unternehmensanleihen (Barclays Euro High Yield Index -10,7%) oder Emittenten aus Schwellenländern (JPM EMBI Global Diversified Index -12,7% in EUR). Immerhin führten die fallenden Kurse von Anleihen und Aktien bei gleichzeitig noch steigenden Unternehmensgewinnen zu günstigeren Aktienbewertungen und endlich auch wieder attraktiveren laufenden Renditen für Festverzinsliche, was für das kommende Anlagejahr zuversichtlich stimmt.

Die Unsicherheit auf den Finanzmärkten war für die Taunus Trust GmbH durchaus positiv, da der Bedarf an professioneller Analyse und Anlageerfahrung zunahm. Wie in den Vorjahren wurde im Privatkundengeschäft ausschließlich die Portfolioverwaltung nachgefragt, während im institutionellen Geschäft die Anlageberatung sowie das Risikocontrolling und -management im Mittelpunkt standen. Im Bereich der Publikumsfonds wurde das Management des Fonds "Taunus Trust Multi Assets Balanced" erfolgreich weitergeführt. Dem bereits in 2020 eingeführten gemischten Fonds "Huber Portfolio SICAV" wurde zum 1. November 2021 ein weiterer Fonds namens "TT Contrarian Global" als reiner Aktienfonds zur Seite gestellt. Beide Fonds, die jeweils unterschiedliche Tranchen (für institutionelle und private Investoren) aufweisen, konnten merkliche Zuwächse im verwalteten Vermögen erzielen.

Personell hat sich die Taunus Trust GmbH im Jahresverlauf von 2022 um eine Teilzeitkraft im Administrationsbereich verstärkt. Damit hatte die Taunus Trust GmbH zum 31.12.2022 neben ihren vier Geschäftsführern zwölf angestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon vier Personen in Teilzeit.

2. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Jahresende 2022 von € 2.094.280 ist auf der Aktivseite wesentlich durch die Forderungen an Kunden geprägt, da die Mandatsverträge in der Regel die Rechnungsstellung erst nach Ablauf eines Kalenderquartals vorsehen. Zudem sind wesentliche liquide Mittel i.H.v. € 799.206 aufgelaufen. Dies ist u.a. eine Folge verschärfter Aufsichtsanforderungen.

Auf der Passivseite setzt sich das Eigenkapital i.H.v. € 1.658.334 aus dem gezeichneten Kapital i.H.v. € 600.000, der Kapitalrücklage i.H.v. € 100.000 sowie dem Bilanzgewinn i.H.v. € 958.334 zusammen. Die Verbindlichkeiten bestimmen sich aus verschiedenen Rückstellungen. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Darlehens- oder sonstigen Kreditverbindlichkeiten.

b) Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Barreserven sowie die aus laufenden Bankkonten resultierenden Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Die Taunus Trust GmbH unterhält Geschäftskonten bei der Taunus Sparkasse, Bad Homburg v. d. Höhe, sowie der HypoVereinsbank AG, Frankfurt am Main. Bei der Taunus Sparkasse besteht eine Kontokorrentkreditlinie.

c) Ertragslage

Die Taunus Trust GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 Provisionserträge i.H.v. € 3.751.088 erzielen. Hieraus ergab sich ein Jahresüberschuss von € 462.401. Der Rückgang in den Provisionseinnahmen ist wesentlich auf merklich schwächere Performance Fees zurückzuführen. Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen durch höhere Personalkosten sowie durch verstärkte Marketingaktionen und den Erwerb von umfangreichem Research-Material.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit Wirkung zum 11.01.2023 wurden zwei langjährige Mitarbeiter zu weiteren Geschäftsführern ernannt.

Weiterhin Sorgen bereiten die anhaltenden Kämpfe in der Ukraine, die durch den im Vorjahr erfolgten Einmarsch russischer Truppen verursacht wurden. Die westliche Staatengemeinschaft leistet als Antwort umfangreiche militärische und finanzielle Hilfe an die Ukraine und hat zudem umfangreiche Sanktionen gegen die russische Wirtschaft bzw. russische Staatsbürger verhängt. Die weitere Entwicklung dieses kriegerischen Konflikts ist kaum abschätzbar. Die Unsicherheit auf den Finanzmärkten wird auch 2023 noch durch die Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Geldpolitik in der Bekämpfung der Inflation verstärkt. Für die Taunus Trust GmbH sind daher Umsatzeinbußen infolge möglicher Kursausschläge auf den Finanzmärkten nicht auszuschließen. Als Vorsichtsmaßnahme betreiben wir eine strikte Kostenkontrolle.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft ist zu Jahresbeginn 2023 von einer spürbaren konjunkturellen Verlangsamung bis hin zu einer möglichen Rezession betroffen. Merklich höhere Zinssätze sowie kräftige Kaufkraftverluste der Verbraucher kennzeichnen zunächst noch die wirtschaftliche Entwicklung. Trotz nationaler Konjunkturprogramme bleibt die wirtschaftliche Lage schwierig, solange nicht den international bedeutenden Volkswirtschaften der konjunkturelle Umschwung gelingt. Beginnend mit den USA ist erst im späteren Jahresverlauf mit einer wirtschaftlichen Erholung zu rechnen, falls sich die Abschwächung der Inflation fortsetzt und die Geldpolitik nicht weiter gestrafft wird. Insbesondere sollten Energieexporteure, wie z.B. die USA, aufgrund der Wohlstandsgewinne rascher die konjunkturelle Flaute überwinden können als Energieimporteure, die weiterhin mit Wohlstandsverlusten zu kämpfen haben. Was die Pandemie betrifft, so scheint das Infektionsrisiko inzwischen unterhalb einer kritischen Schwelle zu liegen. Restriktive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, die auf das Wirtschaftsleben messbare Auswirkungen haben, sind für das Jahr 2023 daher kaum zu erwarten. Der Umbau der Wirtschaft im Hinblick auf Nachhaltigkeit, der zuletzt eine große Bedeutung erlangt hat, kann einerseits die Werthaltigkeit bestehender Produktionsstrukturen bzw. von Anlageobjekten mindern. Andererseits unterstützen die Regierungen diesen Prozess durch Finanzspritzen in beträchtlichem Umfang. Auch die Notenbanken begleiten diese Entwicklung nach Kräften. Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2023 mit einem nur schwachen Wirtschaftswachstum, das jedoch im späteren Jahresverlauf voraussichtlich an Dynamik gewinnen kann.

Vor diesem schwierigen Hintergrund bewährt sich im Individualgeschäft der spezifische Anlagestil der Gesellschaft, die Attraktivität der Anlagemärkte und -produkte nicht vorrangig nach Performanceerwartung, sondern nach Risikoprämien und spezifischer Konjunktursensitivität zu bewerten. Im Publikumsfondsgeschäft zielen die neu eingeführten Fonds auf stärker risikobereite Anleger ab, die zugunsten der Performance eine relativ hohe Volatilität in Kauf zu nehmen bereit sind. In Summe erzielt die Gesellschaft dadurch eine wesentliche Verbreiterung ihrer Zielgruppe.

Die Taunus Trust GmbH ist für die Herausforderungen des Jahres 2023 mit den vorhandenen Ressourcen gut aufgestellt. Die personellen Kapazitäten und das vorhandene Know-how werden konsequent dazu genutzt, die Instrumente im Portfoliomanagement weiter zu entwickeln und die Investitionsprozesse zu optimieren. Damit ist sichergestellt, dass die Taunus Trust GmbH auch in dem beschriebenen schwierigen Umfeld für ihre Kunden weiterhin zuverlässig und erfolgreich agieren kann.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risikostrategie der Gesellschaft basiert auf der Analyse aller Risiken innerhalb der Geschäftsprozesse und zielt darauf ab, potenzielle Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen oder durch Maßnahmen in ihren Auswirkungen einzugrenzen und so den kurz- und langfristigen Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Dies gilt auch für die Nachhaltigkeitsrisiken, die besondere Beachtung finden.

Da die Einnahmen der Gesellschaft in wesentlichen Teilen an die Höhe des betreuten Vermögens gebunden sind, haben Kursbewegungen auf den Anlagemärkten einen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Jedoch ist ein gewisser Teil der Einnahmen kursunabhängig. Zudem werden Kurseinbrüche auf den Anlagemärkten in der Regel durch eine recht deutliche Markterholung in der Folgezeit mindestens kompensiert. Wie die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, sind daher die aus Kurseinbrüchen resultierende Umsatzverluste in der Regel beherrschbar. In einer Zeitspanne bis zu einer Erholung der Einnahmeseite finanziert sich die Gesellschaft durch Rückgriff auf die eigenen Reserven, die inzwischen eine beträchtliche Größenordnung erreicht haben, sowie durch Inanspruchnahme von derzeit nicht genutzten Kreditlinien.

Bedingt durch die Kundenstruktur sowie die Vertragsgestaltung sind das Adressenausfallrisiko als vernachlässigbar und das Liquiditätsrisiko als gering einzuordnen. Ein eigenes Controlling-Instrument dient der ständigen Beobachtung und Fortschreibung der aktuellen Liquiditätslage.

Die Gesellschaft verfügt über einen Risikomanagementprozess, mit dessen Hilfe Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden, und der ständig überprüft und weiterentwickelt wird. Die Ergebnisse sowie ggf. Handlungsempfehlungen werden schriftlich festgehalten und umgesetzt.

Risiken, die den Bestand bzw. die Existenz der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht ersichtlich.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, 9. Februar 2023

Dr. Eberhard Weiß, Geschäftsführer

Dr. Min Sun, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
1. Barreserve 165,56 108,59
a) Kassenbestand 165,56 108,59
3. Forderungen an Kreditinstitute 799.040,67 887.853,23
a) täglich fällig 799.040,67 887.853,23
4. Forderungen an Kunden 1.010.024,08 1.316.670,76
11. Immaterielle Anlagewerte 130.042,00 207.119,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.042,00 207.119,00
12. Sachanlagen 35.166,00 23.766,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 14.892,63 13.868,00
15. Rechnungsabgrenzungsposten 104.949,01 90.315,53
Summe der Aktiva 2.094.279,95 2.539.701,11

Passiva

   
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 282.168,28 283.771,11
7. Rückstellungen 153.777,20 409.996,94
12. Eigenkapital 1.658.334,47 1.845.933,06
a) Eingefordertes Kapital 600.000,00 600.000,00
Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
b) Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
d) Bilanzgewinn 958.334,47 1.145.933,06
Summe der Passiva 2.094.279,95 2.539.701,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Zinserträge   511,64
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften   511,64
2. Zinsaufwendungen 69,50 152,24
Ergebnis 1. - 2. -69,50 359,40
5. Provisionserträge 3.751.087,86 4.163.578,08
6. Provisionsaufwendungen 106.697,46 288.174,81
Ergebnis 5. - 6. 3.644.390,40 3.875.403,27
8. Sonstige betriebliche Erträge 77.383,33 83.812,63
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.864.843,09 2.749.046,89
a) Personalaufwand 2.210.526,58 2.115.496,27
aa) Löhne und Gehälter 1.995.412,90 1.915.808,99
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 215.113,68 199.687,28
b) andere Verwaltungsaufwendungen 654.316,51 633.550,62
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 94.679,81 91.491,44
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 111.340,91 1.881,74
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 650.840,42 1.117.155,23
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 188.439,01 328.399,93
Ergebnis 23. + 24. 188.439,01 328.399,93
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 495.933,06 357.177,76
Ergebnis 27. bis 28b. 958.334,47 1.145.933,06
Ergebnis 27. bis 29. 958.334,47 1.145.933,06
Ergebnis 27. bis 30. 958.334,47 1.145.933,06
Ergebnis 27. bis 31. 958.334,47 1.145.933,06
Ergebnis 27. bis 32. 958.334,47 1.145.933,06
34. Bilanzgewinn 958.334,47 1.145.933,06

Anhangangaben

I. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die Taunus Trust GmbH mit dem Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe unter der Nummer HRB 15400, ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung gem. §§ 340 ff. HGB anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Abweichungen in der Form der Darstellung oder in der Gliederung sind nicht vorgekommen. Änderungen gegenüber dem Vorjahr hat es nicht gegeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Grundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen erfahren. Auf fremde Währung lautende Posten sind nicht enthalten.

2. Bargeldbestände und Forderungen

Bargeldbestände und Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Forderungsverluste sind im Geschäftsjahr 2022 nicht eingetreten. Einzelwertberichtigungen waren nicht vorzunehmen, da zum Bilanzstichtag keine erkennbaren Ausfallrisiken bestanden. Pauschalwertberichtigungen wurden ebenfalls nicht vorgenommen, da auch ein allgemeines Ausfallrisiko nicht besteht.

3. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB ermittelt. Das Anlagevermögen wird in einem Anlagenverzeichnis geführt.

Planmäßige Abschreibungen erfolgten gem. § 253 Abs. 3 HGB linear und zeitanteilig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen, da außergewöhnliche Wertminderungen nicht eingetreten sind. Wertaufholungen waren nicht vorzunehmen.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden in voller Höhe abgeschrieben.

4. Sonstige Vermögensgegenstände und Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 und 5 HGB entsprechend der Verursachung der Aufwendungen gebildet. Sie enthalten vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die erst nach dem Stichtag als Aufwand zu erfassen sind.

5. Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gem. § 253 Abs. 1 HGB im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Rückstellungen decken alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert. Es setzt sich aus Stammkapital zuzüglich Kapitalrücklage und Bilanzgewinn zusammen. Das Stammkapital und die weiteren Zuführungen zum Eigenkapital der Gesellschaft (Kapitalrücklage) sind in voller Höhe eingezahlt worden. Sonderposten mit Rücklageanteil, Genussrechtskapital oder Kapital aus Einlagen stiller Gesellschafter sind nicht vorhanden.

7. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen keine temporären Bewertungsdifferenzen zwischen einzelnen Posten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Ansatz- und Bewertungsunterschiede, die zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen würden, sind nicht enthalten.

III. Angaben und Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

1. Fristengliederung gem. § 9 RechKredV

Restlaufzeit
täglich fällig bis zu 3 Monaten über 3 Monate bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 799.041 0 0 0 0
Forderungen an Kunden 0 1.010.024 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 2.390 12.502 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 282.168 0 0 0
Rückstellungen 0 0 153.777 0 0

2. Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Folgende Posten enthalten Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Posten des Jahresabschlusses davon an bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen
EUR
Restlaufzeit
Forderungen an Kunden 6.402 bis 3 Monate
Sonstige Verbindlichkeiten 27.054 bis 3 Monate

3. Anlagenverzeichnis

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 385.380,36 0,00 0,00 385.380,36
Summe Immaterielles Vermögen 385.380,36 0,00 0,00 385.380,36
II. Sachanlagen        
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.333,11 29.002,81 0,00 154.335,92
Summe Sachanlagen 125.333,11 29.002,81 0,00 154.335,92
Summe Anlagevermögen 510.713,47 29.002,81 0,00 539.716,28
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.261,36 77.077,00 0,00 255.338,36
Summe Immaterielles Vermögen 178.261,36 77.077,00 0,00 255.338,36
II. Sachanlagen        
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.567,11 17.602,81 0,00 119.169,92
Summe Sachanlagen 101.567,11 17.602,81 0,00 119.169,92
Summe Anlagevermögen 279.828,47 94.679,81 0,00 374.508,28
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.042,00 207.119,00
Summe Immaterielles Vermögen 130.042,00 207.119,00
II. Sachanlagen    
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.166,00 23.766,00
Summe Sachanlagen 35.166,00 23.766,00
Summe Anlagevermögen 165.208,00 230.885,00

4. Sonstige Angaben und Erläuterungen

Das Ergebnis wurde im Geschäftsjahr 2022 nicht durch Einstellungen in oder Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil oder durch periodenfremde oder außerordentliche Erträge oder Aufwendungen beeinflusst. Künftige Belastungen aus solchen Positionen ergeben sich nicht.

Die Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten unterbleibt, da die Erträge ausschließlich innerhalb von Europa erzielt werden, das als einheitlicher geographischer Markt gilt.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Dr. Eberhard Weiß, Bad Homburg v. d. Höhe

Dr. Min Sun, Oberursel (Taunus)

Michael Stammler, Lutzenberg/Schweiz

Dr. Franz Obermeyr, Tutzing Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite i.S.d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen.

2. Personal

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2022 neben ihren Geschäftsführern durchschnittlich 11 Mitarbeiter.

3. Beteiligungen und Mandate

Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten. Geschäftsführer und Mitarbeiter nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahr und halten keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 15.580 und entfällt auf

a) Abschlussprüfungsleistungen: EUR 9.800  
b) andere Bestätigungsleistungen: EUR 5.500 (Prüfung nach § 89 WpHG)
c) sonstige Leistungen: EUR 280  

5. Verwendung des Bilanzgewinns

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 i.H.v. EUR 958.334 eine Gewinnausschüttung i.H.v. EUR 120.000 vorzunehmen und den verbleibenden Betrag i.H.v. EUR 838.334 auf neue Rechnung in das Folgejahr vorzutragen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11.01.2023 wurden zwei langjährige Mitarbeiter zu weiteren Geschäftsführern bestellt.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, 9. Februar 2023

Dr. Eberhard Weiß, Geschäftsführer

Dr. Min Sun, Geschäftsführer

Beschlüsse

Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25. April 2023 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Wie von der Geschäftsführung vorgeschlagen, wird aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 i.H.v. EUR 958.334 eine Gewinnausschüttung i.H.v. EUR 120.000 vorgenommen und der verbleibende Betrag i.H.v. EUR 838.334 auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, den 25. April 2023

Taunus Trust Group AG

Dr. Min Sun , Mitglied des Verwaltungsrats

Dr. Eberhard Weiß, Mitglied des Verwaltungsrats

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Taunus Trust GmbH Kaiser-Friedrich-Promenade 111 Villa Ritter von Marx 61348 Bad Homburg v. d. Höhe

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Taunus Trust GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Taunus Trust GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Frankfurt am Main, 11. April 2023

Petra Mosebach, Wirtschaftsprüferin

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