Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 13752
Eingetragen
5.6.2003
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.
Gegenstand
Die Entwicklung und die Fertigung von medizinischen Geräten und der Handel mit diesen Geräten, soweit er nicht genehmigungspflichtig ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Bappert
seit 15.1.2024
Vorstandsmitglied
André Häntschel
seit 25.4.2013
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Medtron Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen, Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Medtron AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervorging, entwickelt, produziert und verkauft Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie sowie für die Angiographie und entwickelt, produziert und handelt mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren.

Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei tritt die Medtron AG sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf.

Veränderungen innerhalb der rechtlichen Unternehmensstruktur der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie ergeben:

Herr Martin Biehl: Abberufen als Vorstand zum 08.12.2023
Herr Björn Jochems Abberufen als Vorstand zum 08.12.2023
Herr Markus Bappert Berufung zum Vorstand seit 01.12.2023

Die Unternehmensstrategie der Medtron AG bezieht sich auf:

- die Umsetzung von Kundenanforderungen in Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte und die Entwicklung neuer Produkte,

- den Ausbau der Marktanteile und die Entwicklung neuer regionaler Märkte,

- den Ausbau und die Verbesserung des Serviceangebots,

- die leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter,

- die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit sowohl im Bereich der Injektoren als auch im Bereich der Verbrauchsmaterialien durch Erhöhung der Produktivität, Flexibilisierung und Verbreiterung der Produktionspalette der eigenen Produktionsstätten in beiden Bereichen.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Medtron AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittelherstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die Medtron AG eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Es bestehen keine, das Unternehmen gefährdende, Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder regionalen Märkten.

Um dabei die Konkurrenzfähigkeit der angebotenen Leistungen zu sichern, haben wir den Umbau unserer Entwicklungsabteilung im Jahr 2023 weiter vorangetrieben mit dem Ziel, bei der Erneuerung und Erweiterung unseres Produktportfolios effektiver voranzukommen.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1)

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Weltwirtschaft ein positives Wachstum.

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum von +2,7 (+3,1) %. Die abnehmende Dynamik gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf ein schwächeres Wachstum bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückzuführen, während die Veränderungsrate bei der Gruppe der Schwellenländer insgesamt etwas zunahm.

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 mit +0,4 (+3,5) % insgesamt ein positives, aber geringes Wachstum. Diese Entwicklung war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Stimmung der Konsumenten wirkten. Auch die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im Durchschnitt über alle Sektoren hinweg. Zudem beeinträchtigten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit.

Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit -0,2 (+1,9) % eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten im Jahr 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.

Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung wuchs innerhalb des Berichtsjahres um +2,4 (+1,9) %. Aufgrund der hohen Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortgesetzt und den Leitzins im Laufe des Berichtsjahres vier Mal angehoben.

Die Wirtschaft Brasiliens verbuchte im Jahr 2023 einen Anstieg des BIP von +3,0 (+3,1) %.

Die chinesische Wirtschaftsleistung wuchs im Berichtsjahr mit +5,4 (+3,0) % stärker als im Vorjahr, positiv beeinflusst durch die Aufhebung der Null-Covid-Strategie durch die chinesische Regierung. Indien registrierte mit +6,9 (+7,3) % ein kräftiges Wachstum.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten (2), (3)

Unternehmen kämpften im vergangenen Jahr mit immensen Herausforderungen: Hohe Preissteigerungen bei Rohstoffen, massiv steigende und schwer einschätzbare Energiekosten, sowie Probleme bei der Rohstoffversorgung haben das Geschäftsergebnis maßgeblich beeinflusst. Auch in 2023 belasten hohe Rohstoff- und Energiepreise Unternehmen - so das Ergebnis der jährlichen Rohstoffstudie, die INVERTO in Kooperation mit dem Handelsblatt durchführt. In der Umfrage gaben 78% der Teilnehmer:innen an, dass sich die Rohstoffpreise stärker als andere Kostentreiber auf das Geschäftsergebnis auswirken. Weitere Preissteigerungen werden zukünftig jedoch kaum erwartet.

Die Zeit des Rohstoffmangels scheint vorbei, allerdings müssen Unternehmen jetzt die Zeit nutzen und geeignete Liefer- sowie Preisstrategien für die Zukunft entwickeln um Effektivität, Resilienz und Nachhaltigkeit zu steigern. Kurzfristig bedeutet dies, in Sachen Verhandlungen in die Offensive zu gehen, Verträge zu hinterfragen und Rückforderungen zu stellen. Im Umgang mit den schwer berechenbaren Kosten bleiben Preisvereinbarungen mit Preisgleitklausel für Rohstoffkosten beliebtestes Preismodell. Längerfristige Festpreisvereinbarungen gewinnen wieder an Bedeutung.

Im November 2023 gingen die Weltrohstoffpreise auf Dollarbasis um 3,4 % zurück. In Inlandswährung betrug der Rückgang aufgrund einer leichten Aufwertung des Euro zum US-Dollar 5,6 %. Wesentlicher Treiber war der Rohölpreis. Grundsätzlich ist bei allen Rohstoffklassen weiterhin eine Seitwärtsbewegung zu verzeichnen - bedingt durch die insgesamt schwache Nachfragesituation auf den Weltmärkten.

Entwicklung der Branche (4), (5), (6)

Die Medizintechnik-Branche ist ein Aushängeschild für die deutsche Wirtschaft.

Die Erträge der Medizintechnik-Unternehmen gehen 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2022 leicht erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber. Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 6,4 Prozent deutlich besser als die Inlandsentwicklung ab.

Die Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück. Forschungsinvestitionen werden zunehmend ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund für den Abwärtstrend ist die überbürokratische MDR. 53 Prozent der Unternehmen präferieren mittlerweile das FDA-System, nur 12 Prozent das MDR-System.

Aufgrund der weiter dramatischen Kostensteigerungen stehen die Gewinne der Unternehmen dagegen unter Druck. Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 Prozent gehen sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Bei 31 Prozent ist die Gewinnsituation gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen, die an der BVMed-Umfrage teilnahmen, sind davon betroffen. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) geben den zunehmenden bürokratischen Aufwand, 61 Prozent die MDR-Implementierung als wichtigste Hürden an. Den zunehmenden Fachkräftemangel nennen 54 Prozent der Unternehmen, gefolgt vom Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und Klinikketten (47 Prozent) und unsicheren Lieferketten (33 Prozent).

Trotz der Krisenauswirkungen und dramatisch steigenden Kosten schafft die Medizintechnik-Branche in Deutschland weiter zusätzliche Arbeitsplätze. Die Medizinprodukte-Branche beschäftigt in Deutschland insgesamt mehr als 250.000 Menschen. Die Beschäftigtenzahlen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die MEDTRON AG blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) konnte abermals gegenüber dem Vorjahr trotz der signifikanten Herausforderungen im Markt gesteigert werden.

Bedingt durch hohe, zukunftsorientierte Investitionen in den weiteren Ausbau unserer Personalkapazitäten, der Sicherung unserer Lieferketten, und der Erhöhung unserer Entwicklungskapazitäten verzeichnen wir mit den nachgenannten Aktivitäten im Jahr 2023 einen leichten Gewinnzuwachs.

Investitionsaktivitäten in 2023:

- Rahmenverträge mit Einkaufgemeinschaften und KOLs

- weitere Intensivierung des OEM-Business zu den Großgeräteherstellern für "Bildgebende Verfahren" im Bereich CT und MRT

- Ausbau der Vertriebsorganisation in Südamerika

- Aufbau des Materiallagers

- Ausbau des digitalen Marketings

Zusätzlich zu den dargestellten Aktivitäten wurde im Geschäftsjahr 2023 die Anstrengung in der Evaluierung der Market Needs der Zukunft sowohl für Injektoren als auch für Verbrauchsmaterialien forciert.

Des Weiteren wurde auch ein besonderes Augenmerk auf die Aktivitäten im Qualitätsmanagement geworfen. Die Überarbeitung der technischen Dokumentation der ersten Produkte der Klasse II und das Umstellungsaudit MDR wurde weiter vorangetrieben.

Insgesamt gab es im Geschäftsjahr 2023 große Herausforderungen die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit der MEDTRON AG auf dem Weg in die Zukunft zu gestalten.

3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand nach den Vorschriften des § 312 AktG den entsprechenden Bericht verfasst. Dieser schließt mit der Erklärung:

"Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der MEDTRON AG, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Medtron AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Medtron AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 auf T€ 26.103,1 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 27.206,2) um rd. 4,1 % vermindert.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von rd. 22,2 % nach rd. 21,4 % im Vorjahr gekennzeichnet. Das Anlagevermögen liegt im Geschäftsjahr mit T€ 5.799,1 in etwa auf dem Vorjahresniveau (T€ 5.827,5). Der Anteil des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beläuft sich in 2023 auf rd. 77,8 % nach rd. 78,6 % im Vorjahr.

Für die aktivierten Vorratsbestände (ohne geleistete Anzahlungen) ermittelt sich dabei ein Anteil von rd. 55,0 % (Vorjahr: rd. 41,1 %) und für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nebst geleisteten Anzahlungen des Umlaufvermögens sowie sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) ein Anteil von rd. 22,3 % (Vorjahr: rd. 37,2 %) an der Bilanzsumme.

Die Summe aus Forderungen gegen Kunden, geleisteten Anzahlungen innerhalb der Vorräte und sonstigen Vermögensgegenständen (inkl. ARAP) hat sich im Geschäftsjahr um T€ 5.690 auf T€ 4.436 (Vorjahr: T€ 10.127) verringert.

Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 12.289 nach T€ 12.126 im Vorjahr ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von rd. 44,6 % im Vorjahr auf rd. 47,1 % im Geschäftsjahr erhöht.

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 15,4 % im Geschäftsjahr 2023 nach rd. 13,9 % im Vorjahr. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 4.030,9 nach T€ 3.782,7 im Vorjahr. Hieraus lässt sich ein Zugang um rd. 6,6% ableiten.

Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegt mit T€ 9.772,1 um T€ 1.516,5 unter dem Vorjahresniveau (T€ 11.288,6). Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 4.622,1; Vorjahr: T€ 4.001,2) sind im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 620,9 angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr vermindert (T€ 2.324,9; Vorjahr: T€ 2.954,2). Vermindert haben sich auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich zum Geschäftsjahresende 2023 auf T€ 6.040,7 nach T€ 2.544,3 im Vorjahr belaufen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich um T€ 6,0 auf T€ 280,8 vermindert.

Die Quote der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme liegt mit rd. 37,4 % im Geschäftsjahr nach rd. 41,5 % im Vorjahr unter dem Niveau des Vorjahres.

2. Finanzlage

Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2023. Der Zahlungsmittelbestand (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten) der Medtron AG beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. T€ 1.520. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 5.299 (Vorjahr: T€ 2.846) ausgewiesen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 1.418 nach T€ 1.469 im Vorjahr. Der Finanzbedarf für die Investitionen wurde aus dem betrieblichen Cash-Flow sowie durch die Aufnahme von Darlehen und die Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites gedeckt.

Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich (T€ 1.211) resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Tilgungen der Darlehen über T€ 741 sowie einer Ausschüttung über T€ 920 an die Aktionäre.

Insgesamt erhöht sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 auf T€ 1.520 (Vorjahr: T€ - 1.150).

Die Medtron AG rechnet auch zukünftig aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Insgesamt bestehen bei Kreditinstituten eingeräumte Kreditlinien über T€ 1.000,0. Unter Berücksichtigung der Saldierung von Kontokorrentguthaben und -verbindlichkeiten ermittelt sich eine nicht ausgenutzte Kreditlinie der Medtron AG zum 31.12.2023 von T€ 1.000,0.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um rd. 14,9 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung.

Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 5,9 % bzw. T€ 1.332,2 auf T€ 23.798,4 (Vorjahr: T€ 22.466,2) erhöht.

Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 923,5 erhöht und belaufen sich auf T€ 11.850,0 nach T€ 10.926,5 im Vorjahr.

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war abermals durch einen Anstieg gekennzeichnet, die nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise kompensiert werden konnten.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dabei wird die termingerechte Bereitstellung u.a. durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen sichergestellt.

Die Vorräte haben sich aufgrund der Erhöhung der Sicherheitsbestände zur Gewährleistung der Lieferfähigkeit und zur Kontinuität der Fertigung im Geschäftsjahr um T€ 2.887,9 auf T€ 14.476,2 erhöht, was einem Zugang von rd. 24,9 % entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 23,5 auf T€ 8.507,7 (Vorjahr T€ 8.484,2) erhöht und beinhalten außerordentliche Aufwendungen von T€ 472 (Abfindungen, Schadenersatz).

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen) beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ -390,6.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) hat sich im Berichtsjahr um T€ 87,4 auf T€ 1.533,7 (Vorjahr: T€ 1.446,3) erhöht.

Insgesamt hat die Medtron AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 1.083,3 nach T€ 920,1 im Vorjahr erzielt, was einem Anstieg von rd. 17,7 % entspricht.

4. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehen wir das Rohergebnis, das EBIT und den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Rohergebnis (in T€) 23.798 22.466
EBIT (in T€) 1.924 1.574
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (in T€) 5.299 2.846

5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Medtron AG ist geordnet. Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2023 ein weiterer Umsatzanstieg erreicht wird. Die erwartete Steigerung wird im Bereich der Injektoren aus auch bei den Verbrauchsmaterialien erwartet.

Die bisherige Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 bestätigt unsere Annahme eines Ergebnisses auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr weiter ansteigen. Beim Auftragsbestand erwarten wir im Bereich der Injektoren ein annähernd gleichbleibendes Niveau.

C. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Situation (7), (8)

Laut Prognose der Deutschen Bank wird die Weltwirtschaft im Jahr 2024 um 3,2 % steigen. Das Wirtschaftswachstum in den wichtigsten Ländern hat sich als stärker erwiesen als erwartet. Allerdings spürt die Weltwirtschaft noch immer die verzögerten Auswirkungen der restriktiveren Geldpolitik und die quantitative Straffung wird fortgesetzt. Aufgrund der Zunahme der geopolitischen Risiken im Nahen Osten und in der Ukraine, und der Wettbewerb zwischen den USA und China erhöht sich die Anfälligkeit der Lieferketten weiter. Für Europa erwarten die Analysten der Deutschen Bank für 2024 ein BIP von 0,9%. China wird wahrscheinlich das Wachstumsziel von 5% im Jahr 2024 erreichen, was zum Teil auf die stärkeren Exporte zurückzuführen ist. Danach wird sich das Wachstum wahrscheinlich auf 4,5% im Jahr 2025 verlangsamen. Für Deutschland prognostiziert die Deutsche Bank ein Wachstum in 2024 von 0,3%. Das Wachstum in den Schwellenländern dürfte sich allmählich besser entwickeln als in den entwickelten Märkten und der Höhepunkt im Zinszyklus der Fed dürfte den Schwellenländern Spielraum für weitere Zinssenkungen geben. Ein Aufschwung in China wird sich für die Exporteure von Rohstoffen und Dienstleistungen als wichtig erweisen. Die Erträge der Medizintechnik-Unternehmen gehen 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2022 leicht erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber. Die Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück. Forschungsinvestitionen werden zunehmen ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund für den Abwärtstrend ist die überbürokratische MDR. 53 Prozent der Unternehmen präferieren mittlerweile das FDA-System, nur 12 Prozent das MDR-System.

2. Wirtschaftliche Prognose

Der anhaltende Ukraine Krieg hat die geplante Steigerung des Umsatzes für die Medtron AG ausgebremst, die genaue Darstellung entnehmen Sie bitte dem Lagebericht. Zusätzlich gilt es, den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges Rechnung zu tragen.

Die Medtron AG geht davon aus, dass der weitere Umsatzanstieg und die Verbesserung der Ertragslage, insbesondere durch ein effektiveres Ressourcenmanagement im Geschäftsjahr 2024 gelingen wird.

Trotz des Umsatzeinbruchs in Russland um 45% gegenüber dem Vorjahr gehen wir derzeit davon aus, dass wir den prognostizierten Umsatzanstieg für 2024 erreichen werden.

Für das aktuelle Jahr sehen wir weiterhin eine Herausforderung darin, die Probleme, die sich aus dem russisch-ukrainische Krieg ergeben, zu meistern. Hier sind insbesondere die Lieferfähigkeiten der Zulieferer, die gestiegenen Einkaufspreise als auch der eingeschränkte Zugang zum Markt der GUS-Länder anzuführen.

3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir vor allem von einer Steigerung in den Ländern des afrikanischen Kontinentes für das Hauptgeschäftsfeld der Medtron AG aus. Die bereits im Vorjahr deutlich verstärkten Maßnahmen im Bereich "Supply Chain Management" zeigen auf mehreren Ebenen positive Effekte. So wurde das Zulieferspektrum in einigen Bereichen bereits deutlich diversifiziert und stabilisiert. Dieser Prozess wird weiter vorangetrieben und zeigt auch im Folgejahr deutliche Effekte, wie die Reduzierung der Lagerbestände bei gleichzeitig hoher Lieferfähigkeit.

Die großen Anstrengungen, die die Medtron AG im Ausbau der modernen medialen Strukturen vorgenommen hat, zeigen bereits erste positive Effekte nicht nur in der "Brand Awareness" unseres Produktportfolios.

Zusätzlich wurde die Installation unserer Schulungsplattform "MEDTRON ACADEMY" weiter vorangetrieben.

Die bisherige Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 stimmt uns trotz aller Herausforderungen positiv. Der Auftragseingang zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg, was auch in den erhöhten Produktionszahlen ersichtlich wird.

Last but not least werden wir sowohl unsere Produkte als auch das Unternehmen selbst für die Erschließung des US-amerikanischen Markts weiter vorbereiten. Hiernach werden alle Produkte zukünftig sowohl das CE Zeichen nach MDR tragen, als auch eine US-amerikanische FDA clearance bekommen

4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung

Die zukunftsweisenden Anstrengungen und die getroffenen Investitionen sollen eine positive Entwicklung unterstützen. Auch wenn die Risikoabschätzung, durch die eingangs erwähnten Umstände weiterhin eine Herausforderung für die Medtron AG bedeuten, so sind wir uns sicher, mit den eingeleiteten Schritten für die Zukunft gewappnet zu sein. Die Gesellschaft strebt 2024 weiterhin eine positive Ertragslage an. Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2024 deutlich über Vorjahresniveau liegen wird.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Medtron AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

In 2023 wurde weiter an einer Business Impact Analyse gearbeitet, die am Ende einen Business Continuity Plan hervorbringen wird.

Das in der Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem.

Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus:

- Risikosteuerung,

- Risikocontrolling und

- Risikoreporting.

Zu dem in der Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören:

- die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien,

- der Einsatz zuverlässiger Software,

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

- laufende Prüfungen durch die interne Revision,

- Abweichungsanalysen,

- Arbeitsanweisungen,

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

2. Preisänderungs- sowie Ausfallrisiken und daraus resultierende Liquiditätsbelastungen

Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken einerseits durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten sowie durch den Abschluss von Kreditausfallversicherungen für bestehende Forderungen gegenüber unseren Kunden.

Um dem aus der Corona-Pandemie geschuldeten höheren Risiko von Zahlungsausfällen bzw. Überschreitung von Zahlungszielen und den damit einhergehenden Liquiditätsbelastungen Rechnung zu tragen, haben wir seit 2020 unsere Kreditlinie bei den Banken um T€ 500 auf T€ 1.000 erhöht.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert.

3. Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Medtron AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die sinkende Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte.

Ein Risiko im Rahmen des Krieges in der Ukraine sehen wir auch in dem Zusammenbruch von Lieferketten, Materialengpässen und Kostensteigerungen. Aufgrund des Aufbaus neuer und die Pflege unserer langfristigen und gefestigten Geschäftsbeziehungen sind aktuell in diesem Bereich keine akuten Gefahren ersichtlich.

Nichtsdestotrotz werden wir die anhaltenden Risiken, die durch den Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 entstanden und weiterhin entstehen können, regelmäßig monitoren. In den turnusmäßig stattfindenden Gremien-Sitzungen erfolgt ein enger Austausch, um alle Risiken vollumfänglich zu besprechen und zu bewerten und um zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine sich signifikant negativ auf die Ertragslage der Medtron AG auswirken wird.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch:

- die Verschlechterung der Qualität des Materials,

- das Fehlen innovativer Produkte,

- erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung,

- einen geringen Deckungsbeitrag der Produkte,

- erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion,

- fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen:

- Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens,

- fehlende Kreditsicherheiten,

- steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele

Personalrisiken

Die Medtron AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann.

4. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation wird regelmäßig analysiert und gesteuert. Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

 

Saarbrücken, den 08. Oktober 2024

gez. Markus Bappert, Vorstand

(1) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2023, https://geschaeftsbericht2023.volkswagenag.com/konzernlagebericht/geschaeftsverlauf.html

(2) Vgl. Rohstoffmanagement - Zeit in die Offensive zu gehen; Inverto Rohstoffstudie 2023 in Kooperation mit dem Handelsblatt

(3) Vgl. IKB Rohstoffpreis-Information, Dezember 2023

(4) Vgl. BVMed-Jahresbericht 2023/24

(5) Vgl. Sektor update Medizintechnik von ssc consult

(6) Vgl. https://www.bvmed.de/verband/presse/pressekonferenzen/medienseminar2023/ergebnisse-der-bvmed-herbstumfrage-2023

(7) Vgl. Weltwirtschaftlicher Ausblick, Deutsche Bank Februar 2024

(8) Vgl. https://www.bvmed.de/de/bvmed/presse/medienseminare/medienseminar2022/ergebnisse-der-bvmed-herbstumfrage-2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.799.180,32 5.827.482,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.927.252,40 2.600.183,44
II. Sachanlagen 2.871.927,92 3.227.298,74
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.187,06 2.611,44
2. technische Anlagen und Maschinen 221.284,66 189.912,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.135.551,20 2.565.920,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 512.905,00 468.855,00
B. Umlaufvermögen 19.934.798,83 21.038.660,54
I. Vorräte 14.476.217,05 11.588.280,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.938.861,30 9.389.690,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.519.720,48 60.690,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 369.112,52 340.087,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 26.103.091,67 27.206.229,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.289.303,75 12.126.093,33
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 12.234.303,75 12.071.093,33
B. Rückstellungen 4.030.875,77 3.782.744,98
C. Verbindlichkeiten 9.772.141,33 11.288.641,69
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.544.360,00 4.046.521,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.770,82 8.749,98
Bilanzsumme, Summe Passiva 26.103.091,67 27.206.229,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.798.450,61 22.466.254,69
2. Personalaufwand 11.850.003,19 10.926.501,69
a) Löhne und Gehälter 9.665.580,41 8.868.313,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.184.422,78 2.058.188,24
davon für Altersversorgung 172.505,82 281.815,62
3. Abschreibungen 1.516.409,86 1.481.106,15
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.446.429,78 1.420.600,80
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 69.980,08 60.505,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.507.674,86 8.484.206,84
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 74.662,68 43.119,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103,92 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 390.760,57 128.171,54
davon aus Abzinsung 10.930,00 10.989,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 441.117,89 515.719,51
8. Ergebnis nach Steuern 1.092.588,16 930.548,96
9. sonstige Steuern 9.284,94 10.456,16
Jahresüberschuss 1.083.303,22 920.092,80

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der

Medtron AG

Sitz: Saarbrücken

Amtsgericht Saarbrücken

HRB 13752

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ferner wurde der Jahresabschluss entsprechend der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des (strengen) Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Passiv latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiv latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

Zinssatz: 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 %
Erwartete Rentensteigerung: 2,00 %
Fluktuation: 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck

Die Pensionsrückstellungen wurden, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt waren, mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 185) verrechnet.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beläuft sich auf T€ 12 (Vorjahr: T€ 55).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: 616.049,00 €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: 184.705,00 €
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: 184.705,00 €

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 7.989.973,90 (Vorjahr: € 9.084.916,39), davon gegenüber Kreditinstituten € 836.088,00 (Vorjahr: € 1.952.161,60).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt € 1.782.167,43 (Vorjahr: € 2.203.725,30), davon gegenüber Kreditinstituten € 1.708.272,00 (Vorjahr: € 2.094.360,00).

Es sind Verbindlichkeiten in Höhe von € 199.099,87 (Vorjahr: € 199.099,87) besichert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerordentliche Aufwendungen in Höhe von T€ 472 (Abfindungen, Schadenersatz).

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 535 und betreffen Fahrzeuge sowie EDV-Hardware. Die zugrundeliegenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG

1. Jahresüberschuss: € 1.083.303,22
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: € 12.071.093,33
3. Ausschüttung: € 920.092,80
4. Bilanzgewinn: € 12.234.303,75

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 12.234.303,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Unechtes Pensionsgeschäft

Im Geschäftsjahr wurde ein Rahmenvertrag über ein unechtes Pensionsgeschäft gemäß § 340 b Abs. 3 und Abs. 5 HGB bezüglich Kundenforderungen mit einem maximalen Betrag von 4,0 Mio. Euro abgeschlossen. Zum 31.12.2023 wurden verkaufte Forderungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

- Herr Martin Biehl: Physiker, Vorstand (bis zum 08.12.2023)
- Herr Björn Jochems: Vertriebs- und Marketingvorstand (bis zum 08.12.2023)
- Herr Markus Bappert: Vorstand ab 01.12.2023 eingetragen seit 15.01.2024

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

- Herr Prof. Dr. Dr. Günter Brill: Arzt, Physiker, Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Herr Klaus Welte: Ingenieur, Geschäftsführer Stockert GmbH, Freiburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Herr Helmut Ternig Diplom-Kaufmann, Steuerberater

Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen nach Verrechnung mit den Aktivwerten € 431.344,00.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

An den Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Kredite ausgegeben.

Vergütung der Vorstände

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte: 166,75
- davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 142,75
- davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 24,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt damit: 161,00

Nachtragsbericht

Wir weisen darauf hin, dass im Zuge des andauernden Krieges in der Ukraine eine Ausnahmesituation eingetreten ist, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und mithin auch auf unsere Branche haben kann. Es kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass hierdurch auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft erheblich negativ beeinflusst werden kann. Derzeit sind allerdings noch keine Ereignisse eingetreten, die sich negativ aus unsere Leistungs- und Ergebnisentwicklung auswirken.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Saarbrücken, den 08. Oktober 2024

gez. Markus Bappert, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Enstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.646.144,44 1.094.928,21 0,00 0,00 5.741.072,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.192,06 0,00 0,00 0,00 29.192,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 755.752,72 104.025,55 0,00 0,00 859.778,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.617.076,37 175.124,16 0,00 0,00 6.792.200,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 468.855,00 44.050,00 0,00 0,00 512.905,00
Gesamt II. 7.870.876,15 323.199,71 0,00 0,00 8.194.075,86
Gesamt I. - II. 12.517.020,59 1.418.127,92 0,00 0,00 13.935.148,51
Abschreibungen Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Enstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.045.961,00 767.859,25 0,00 0,00 2.813.820,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.580,62 424,38 0,00 0,00 27.005,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 565.840,66 72.652,95 0,00 0,00 638.493,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.051.156,13 605.493,20 0,00 0,00 4.656.649,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt II. 4.643.577,41 678.570,53 0,00 0,00 5.322.147,94
Gesamt I. - II. 6.689.538,41 1.446.429,78 0,00 0,00 8.135.968,19
Buchwerte 31.12.2022 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.600.183,44 2.927.252,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.611,44 2.187,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 189.912,06 221.284,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.565.920,24 2.135.551,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 468.855,00 512.905,00
Gesamt II. 3.227.298,74 2.871.927,92
Gesamt I. - II. 5.827.482,18 5.799.180,32

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt 6 Aufsichtsratssitzungen zusammengetreten. Zusätzlich fanden mehrere Einzelbesprechungen und Telefonkonferenzen mit dem Vorstand statt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Vorstand erstellt, vom Wirtschaftsprüfer geprüft und von diesem in der Aufsichtsratssitzung am 23. August 2024 vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat den von der W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss zur Kenntnis genommen, überprüft und mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 nach Diskussion einzelner Punkte gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt.

Einzelheiten wurden durch den Vorstand und von dem Wirtschaftsprüfer dargestellt.

Insgesamt ist zur Entwicklung der Gesellschaft in den letzten beiden Jahren festzustellen, dass sie nicht den Erwartungen entsprochen hat. Hierbei haben sowohl exogene Ursachen als auch interne Fehlentwicklungen beigetragen.

Als externe Ursachen sind insbesondere die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und dadurch bedingte Lieferkettenunterbrechungen und der Angriff Russlands auf die Ukraine zu nennen. Beide außerordentliche Ereignisse haben die Lieferketten und damit die Materialversorgung beeinträchtigt und 2022 und 2023 zu einem erheblichen Anstieg der Inflationsraten und starken Preisanstiegen geführt. Insbesondere die Rohstoffpreise, die Personalkosten, die Energie- und die Frachtkosten sind deutlich gestiegen. Die Kosten verharren auch bei sich 2024 abflachenden Inflationsraten weiterhin auf hohem Niveau. Die Durchsetzung notwendiger Preiserhöhungen war bei dem gebremsten Konjunkturverlauf und dem dadurch zunehmenden Wettbewerb nur unterdurchschnittlich und verzögert möglich. Auch sind durch die Russland-Sanktionen Absatzmärkte weggebrochen, die anderweitig kompensiert werden mussten.

Als interne Ursachen der negativen Ergebnisentwicklung sind insbesondere Missmanagement bei der Entwicklung neuer Produkte, in der Beschaffung und Lagerhaltung, nicht bedarfsgerechte Abnahmevereinbarungen mit großen Lieferanten und Mängel in der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse zu nennen. Hinzu kam, dass die Zusammenarbeit der beiden Vorstände nicht funktionierte. Mehrere Versuche, die Führung zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu bewegen, haben nicht gefruchtet. Deshalb hat sich der Aufsichtsrat in Abstimmung mit den Aktionären von den bisherigen Vorständen getrennt und einen neuen Alleinvorstand bestellt.

Die erreichten Verbesserungen im laufenden Geschäftsjahr 2024 bestätigen die Richtigkeit dieser Entscheidung. Allerdings wirken sich die getroffenen Fehlentscheidungen der ausgeschiedenen Vorstände auch noch in 2024 und in den Folgejahren aus.

Der neue Alleinvorstand ist bemüht, verlorengegangenes Vertrauen sowohl bei den Kunden als auch bei Lieferanten und nicht zuletzt beim Personal wiederherzustellen. Erste Erfolge zeigen sich jetzt schon in deutlich verbesserten Zahlen im Geschäftsjahr 2024.

 

Saarbrücken, den 25.10.2024

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medtron AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medtron AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 08.10.2024

W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

gez. Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer

gez. Annette Theobald, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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  • Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften

  • Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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