Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 19681
Vorher
SAG East GmbH - A Software Company
Eingetragen
1.3.1985
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Herstellung und kaufmännische Verwertung von Datenverarbeitungslösungen, die Übernahme ausgelagerter informationstechnischer Leistungen für Dritte (Outsourcing), die Vergabe von Nutzungsrechten an Software, die Beratung auf dem Gebiet der lnformationstechnologie sowie sämtlicher damit zusammenhängender Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Kai Schwindt
seit 18.3.2015
Prokura
Franz Jakob Abel
seit 26.9.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Rudolf Jürgen Keul
seit 6.6.2014
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

IDS Scheer Consulting GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 30.04.2014

Lagebericht Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2014 - 30.04.2014

1. Vorausschauende Aussagen

Bestimmte in diesem Lagebericht enthaltene Aussagen beinhalten zukünftige Erwartungen und andere vorausschauende Aussagen, die auf derzeitigen Sichtweisen und Annahmen der Geschäftsleitung basieren und bekannte sowie unbekannte Risiken und Unsicherheiten mit einschließen. Diese können bewirken, dass aktuelle Resultate, Leistungen oder Ereignisse wesentlich von denen, die in solchen Aussagen angegeben oder angedeutet wurden, abweichen. Neben Aussagen, die aufgrund des Kontextes vorausschauend sind, kennzeichnen Wörter wie "können, werden, sollen, annehmen, planen, beabsichtigen, erwarten, glauben, einschätzen, voraussagen, eventuell oder fortdauern" und ähnliche Ausdrücke vorausschauende Äußerungen. Tatsächliche Resultate, Leistungen oder Ereignisse können - mitunter auch wesentlich - von denen in solchen Aussagen abweichen.

2. Geschäftstätigkeit

Das mit Schwerpunkt in der Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) tätige Software- und Beratungshaus IDS Scheer Consulting GmbH (im Folgenden: IDS Scheer Consulting oder IDSC) mit Hauptsitz in Saarbrücken bietet ganzheitliche Lösungen für das Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management - BPM) sowie BPM-Beratungsleistungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmenskunden.

Das Lösungsportfolio umfasste bis Ende Mai 2014 auch die weltweit führende Softwarelösung für Geschäftsprozessmanagement, 'ARIS Platform for Process Excellence', eine branchenspezifische methodengestützte Beratung und die systemseitige Realisierung, den Betrieb und die Wartung der Softwarelösungen. Mit dem Ansatz 'Business Process Excellence' unterstützt IDS Scheer Consulting seine Kunden über den gesamten Prozess-Lebenszyklus - von der strategischen Prozessberatung und -strategie über Leistungen für Design und Implementierung bis hin zur Überwachung, Performance-Messung und Steuerung der Geschäftsprozesse im laufenden Betrieb. Auf Basis der Beratungsmethode 'ARIS Value Engineering' (AVE) analysieren die IDS Scheer Consulting-Berater die Geschäftsprozesse ihrer Kunden ganzheitlich. Dabei schafft der AVE-Ansatz die Verbindung zwischen der Unternehmensstrategie, den daraus resultierenden Geschäftsprozessen und den zur Unterstützung und Kontrolle notwendigen IT-Systemen. Für mittelständische Unternehmen bietet IDS Scheer speziell auf diese Kundengruppe zugeschnittene branchenorientierte Lösungspakete an.

IDS Scheer Consulting betreut große und mittelständische Unternehmen der Privatwirtschaft ebenso wie Kunden im öffentlichen Sektor.

3. Integration der IDS Scheer Consulting in den Konzern der Scheer Group GmbH

Übernahme der IDS Scheer Consulting durch die Scheer Group GmbH

Die Scheer Group GmbH, Saarbücken, hat am 31. März 2014 mit der Software AG, Darmstadt, eine Vereinbarung über den Kauf deren SAP-Beratungsgeschäfts im Wege eines Share Deals unterzeichnet. Der Kauf umfasst alle SAP-Dienstleistungen in der Region in Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH), die in der Software AG-Tochtergesellschaft IDS Scheer Consulting gebündelt sind. Über Details des Vertrags und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden sowie weiterer spezifischer Bedingungen. Der Vollzug erfolgte mit Ablauf des 31. Mai 2014.

Im Zuge vorstehender Transaktion hat die Gesellschafterversammlung der IDS Scheer Consulting mit Datum vom 11. April 2014 die Umstellung des Geschäftsjahres beschlossen. Das Geschäftsjahr beginnt danach am 1. Mai eines jeden Jahres und endet am 30. April des darauf folgenden Jahres. Die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. April 2014 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr. Mit Gesellschafterversammlung vom 15. Mai 2014 wurde eine weitere Umstellung des Geschäftsjahres beschlossen. Das Geschäftsjahr beginnt danach am 1. Juni eines jeden Jahres und endet am 31. Mai des darauffolgenden Jahres. Die Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Mai 2014 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr.

Konzernverhältnisse

Zwischen der Software AG, Darmstadt (herrschendes Unternehmen), und der IDS Scheer Consulting (beherrschtes Unternehmen) bestand seit 22. November 1996 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Dieser wurde durch Vertrag vom 30. Mai 2014 zum Ende des folgenden Geschäftsjahres 2014 aufgehoben. Mithin endete der Vertrag mit Ablauf des 31. Mai 2014.

Die IDS Scheer Consulting wurde bis 31. Mai 2014 in den Konzernabschluss der Software AG einbezogen.

Insolvenzverfahren der IDS Scheer Consulting

Mit Datum vom 24. September 2014 hat die IDS Scheer Consulting beim Amtsgericht Saarbrücken - Insolvenzgericht - einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens verbunden mit dem Antrag auf Anordnung der (vorläufigen) Eigenverwaltung und Durchführung eines Schutzschirmverfahrens gem. § 270b InsO gestellt.

Die IDSC war zu diesem Zeitpunkt ausweislich einer Bescheinigung einer in Insolvenzsachen erfahrenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft drohend zahlungsunfähig. Nach der detaillierten Liquiditätsplanung drohte der IDSC voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember 2014 die Zahlungsunfähigkeit. Ursächlich hierfür waren strukturelle Probleme innerhalb der Organisation, insbesondere zurückzuführen auf stark rückläufige Umsätze im Consultingbereich und eine zu niedrige Auslastung der Berater bei einer insgesamt zu hohen Personalkostenquote.

Die Voraussetzungen des § 270b InsO waren gegeben. Gemäß Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers und dem Sanierungskonzept, welches im Rahmen der Bescheinigung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft plausibilisiert wurde, war die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos. Hervorzuheben ist, dass der Eröffnungsgrund der Zahlungsunfähigkeit nicht gegeben war.

Mit Datum vom 25. September 2014 hat das Amtsgerichts Saarbrücken - Insolvenzgericht - zur Vorbereitung einer Sanierung die vorläufige Eigenverwaltung durch die IDSC angeordnet (§ 270b InsO).

Mit Datum vom 23. Dezember 2014 hat das Amtsgerichts Saarbrücken - Insolvenzgericht - dem Antrag der IDSC vom 25. September 2014 folgend, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit das Insolvenzverfahren über das Vermögen der IDSC eröffnet sowie Eigenverwaltung angeordnet.

Die Gläubigerversammlung hat im Rahmen des Berichts- und Prüftermins am 28. Januar 2015 dem Insolvenzplan zugestimmt. Mit gleichem Datum hat das Amtsgerichts Saarbrücken - Insolvenzgericht - den Insolvenzplan in der Fassung vom 27. Januar 2015 gerichtlich bestätigt. Der Insolvenzplan wurde am 12. Februar 2015 rechtskräftig.

Fortsetzung der Gesellschaft

Nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung der IDS Scheer Consulting vom 13. Februar 2015 die Fortsetzung der Gesellschaft beschlossen. Der Vollzug des Beschlusses im Handelsregister erfolgte am 18. März 2015.

Aufhebung des Verfahrens

Das Insolvenzverfahren wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Saarbrücken - Insolvenzgericht - vom 03. März 2015 aufgehoben. Der Beschluss wurde mit Ablauf des 05. März 2015 rechtskräftig.

Geschäftsjahr

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt nach § 155 Abs. 2 Satz 1 InsO ein neues Geschäftsjahr. Die Zeit vom 1. Juni bis zum 22. Dezember 2014 bildet daher ein Rumpfgeschäftsjahr. Für den Zeitraum vom 23. Dezember 2014 bis 5. März 2015 (Zeitpunkt der Aufhebung des Verfahrens) ist danach ein weiteres Rumpfgeschäftsjahr entstanden.

Beabsichtigte Verschmelzung der IDS Scheer Consulting auf die Scheer Management GmbH

Die Scheer Management GmbH, ein 100% Tochterunternehmen der Scheer Group GmbH, und die IDS Scheer Consulting haben am 6. März 2015 einen Verschmelzungsvertrag geschlossen, wonach die IDS Scheer Consulting auf die Scheer Management GmbH nach den Bestimmungen des Umwandlungsgesetzes verschmolzen werden soll.

4. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Weltwirtschaftswachstum hat sich im Laufe des Jahres 2014 verstärkt. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2014 zog die Weltproduktion deutlich an. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht davon aus, dass die globale Produktion im Jahresdurchschnitt um 3,4 Prozent zulegte, nach einem Plus von 2,9 Prozent im Vorjahr. Neben der expansiven Geldpolitik fortgeschrittener Volkswirtschaften trug vor allem der niedrige Ölpreis zur konjunkturellen Aufwärtsentwicklung bei. Im Euroraum zeigten die Maßnahmen zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise weiterhin Wirkung, doch wurde die konjunkturelle Belebung noch immer durch strukturelle Probleme in einigen Ländern der Währungsunion gebremst. Hinzu kamen dämpfende Einflüsse im Kontext des Ukraine-Konflikts. Bezogen auf das Gesamtjahr vergrößerte sich die wirtschaftliche Leistung des Euroraums leicht um 0,8 Prozent.

Das BIP-Wachstum (BIP: Bruttoinlandsprodukt) in der EU lag 2014 bei 1,5% (1,2% im Euroraum) und verbesserte sich somit ebenfalls. Auf der anderen Seite begrenzen niedrige Investitionen und eine hohe Arbeitslosigkeit mit einer weiterhin hohen Staatsverschuldung insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung der südeuropäischen Staaten. Die deutsche Wirtschaft konnte eine konjunkturelle Schwächephase im Frühjahr anschließend wieder überwinden. Dazu hat sowohl eine starke Exportbelebung im vierten Quartal durch einen stark abwertenden Euro - vor allem zum US-Dollar - sowie eine gute Binnenkonjunktur gestützt durch niedrigere Energiepreise beigetragen.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der IT-Markt war 2014 insgesamt durch eine positive Entwicklung geprägt. Das geht aus den Analysen des US-Marktforschungsunternehmens Gartner hervor. Danach verzeichneten die weltweiten IT-Ausgaben im Berichtsjahr ein leichtes Wachstum von 1,9 Prozent auf 3,7 Billionen US-Dollar.

Das European Information Technology Observatory (EITO) geht von einem stärkeren prozentualen Wachstum aus. Es veranschlagt den weltweiten Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie und Telekommunikation für das Jahr 2014 auf 2,8 Billionen Euro - ein Plus von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil an den weltweiten Umsätzen mit ITK-Gütern und -Diensten haben weiterhin die USA (27,8 Prozent). Besonders in Schwellenländern ist die Digitalisierung laut EITO darüber hinaus ein bedeutender Wachstumsmotor. Für Deutschland errechnete EITO nach Angaben des deutschen Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (BITKOM) eine positive Branchenentwicklung. Im Jahr 2014 stiegen die Umsätze des ITK-Sektors leicht auf 153,4 Milliarden Euro (+1,6 Prozent).

5. Geschäftsentwicklung

Geschäftsverlauf

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2014 hat die IDS Scheer Consulting einen Umsatz von 19,4 Mio. Euro (VJ 31.12.2013: 71,4 Mio. Euro) erzielt. Der Anteil des Auslandsgeschäftes am Gesamtumsatz verminderte sich auf 13,0% (VJ: 16,0%) während der Anteil des Inlandsgeschäftes von 84,0% auf 87,0 % anstieg.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2014 betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1,6 Mio. Euro (VJ 31.12.2013: 0,2 Mio. Euro). Die operative Marge auf die Gesamtleistung beträgt -8,5% (VJ 31.12.2013: -7,0%) und hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechtert.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung waren im Zeitverlauf rückläufig. Das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahrs vom 1. Januar bis 30. April 2014 der IDS Scheer Consulting erreichte, bedingt durch einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 4,4 Mio. Euro aus Grundstücksverkäufen, insgesamt 2,7 Mio. Euro und wurde im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Software AG abgeführt.

Entwicklung nach Geschäftsbereichen

Bis Ende Mai 2014 beinhaltete das Geschäft der IDS Scheer Consulting die beiden Geschäftsbereiche Beratung und Produkte.

Die Gliederung der Umsatzarten erfolgt nach den Geschäftstätigkeiten mit unterschiedlichen Ergebnisbeiträgen für die Gesamtorganisation:

· Consulting/Services (Projekt- und Beratungsgeschäft) mit im Zeitverlauf sinkenden Deckungsbeiträgen,

· ARIS-Produkte (ARIS-Lizenzen und ARIS-Wartung) mit hohem Ergebnisbeitrag,

· externe Produkte (Drittlizenzen, deren Wartung und Sonstiges) mit mittleren Deckungsbeiträgen.

Im Rahmen der Übernahme der Anteile der IDS Scheer Consulting durch die Scheer Group wurde Ende Mai 2014 das margenstarke ARIS-Lizenz- und Wartungsgeschäft von der IDS Scheer Consulting auf die SAG Deutschland GmbH, Darmstadt, übertragen.

Der größte Bereich der IDS Scheer Consulting, das Geschäft mit Beratungsleistungen, erzielte im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2014 einen Umsatz von 12,9 Mio. Euro (VJ 31.12.2013: 44,2 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 67% (VJ 31.12.2013: 62%) am Gesamtumsatz.

Der Umsatz im Produktbereich betrug im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2014 rd. 6,5 Mio. Euro (VJ 31.12.2013: 27,2 Mio. Euro). Der Anteil des Produktbereichs am Gesamtumsatzvolumen hat sich auf 33% (VJ 31.12.2013: 38%) vermindert.

6. Mitarbeiterentwicklung

In der IDS Scheer Consulting waren im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. April 2014 durchschnittlich 425 Mitarbeiter (VJ. 2013: 471 Mitarbeiter) beschäftigt .

7. Das interne Steuerungssystem

Das interne Steuerungssystem von IDS Scheer Consulting umfasst eine Vielzahl operativer Kennzahlen, welche die strategische Zielsetzung in Bezug auf Wachstum und Effizienzsteigerung messbar machen. Dazu gehören Auslastungskennzahlen, Tagessatzentwicklung und Projektbudgeteinhaltung im Beratungsbereich sowie Anzahl der Neukunden und Lizenzumsatzzuwächse in den verschiedenen Vertriebskanälen im Produktbereich. Die vertrieblichen Aktivitäten werden durch regelmäßiges Monitoring der Vertriebspipeline und der Entwicklung des Auftragsbestands zentral überwacht und gesteuert. Daneben werden weitere Finanzkennzahlen wie operativer Cash-Flow zur Steuerung verfolgt.

Die interne operative Steuerungsgröße als finanzieller Leistungsindikator der IDS Scheer Consulting seit Integration in die Scheer Group ist das EBITA. Das EBITA ist definiert als das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Kundenstämme und andere immaterielle Wirtschaftsgüter. Die Steuerungsgröße werden im monatlichen Rhythmus der Geschäftsführung im internen Berichtswesen vorgestellt und mit ihr diskutiert, so dass bei Bedarf zeitnah Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

8. Erläuterungen zur Vermögen- Finanz- und Ertragslage

Auf detaillierte Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird wegen der nur eingeschränkten Aussagefähigkeit des Rumpfgeschäftsjahres und der fehlenden Vergleichsperioden der Vorjahre im Wesentlichen verzichtet.

Wir verweisen auf die Ausführungen unter "5. Geschäftsentwicklung".

Das Anlagevermögen hat sich infolge von Grundstücksverkäufen (Rückübertragung an die Software AG) von 11,7 Mio. Euro auf 1,8. Mio. Euro reduziert.

Die Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zum Stichtag soweit zulässig saldiert und sind bilanziell saldenmäßig umgeschlagen. Zum Stichtag betrugen hiervon Forderungen gegen die Software AG rd. 2,9 Mio. Euro (VJ 31.12.2013 Verbindlichkeiten rd. 8,6 Mio. Euro).

Das Eigenkapital beträgt - infolge des zwischen der Software AG und der IDS Scheer Consulting bis 31. Mai 2014 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag - unverändert 7,8 Mio. Euro.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich stichtagsbedingt auf rd. 4,1 Mio. Euro und betrifft die periodengerechte Abgrenzung von für das Gesamtjahr vereinnahmten Wartungserlösen.

Die Bilanzsumme hat sich von rund 27,7 Mio. Euro auf rd. 19,0 Mio. Euro reduziert.

Die Eigenkapitalquote hat sich, bedingt durch die geringere Bilanzsumme, von 28,2% auf 40,9 % erhöht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag rd. 1,1 Mio. Euro (VJ 31.12.2013: rd. 0,8 Mio. Euro). Wir verweisen auf die Ausführungen zur Liquidität im Abschnitt 'Chancen- und Risikomanagement'.

9. Forschung und Entwicklung / Partnerschaften

Aufgrund der Geschäftstätigkeit mit Fokus auf Beratungsdienstleistungen spielen Investitionen in Forschung und Entwicklung keine wesentliche Bedeutung für die Gesellschaft.

IDS Scheer Consulting verfolgt jedoch eine Partnerstrategie mit dem Ziel, eine größere Reichweite auszubauen und durch Partnerschaften mit großen IT-Anbietern und Beratungsunternehmen Beratungskunden auf diese Art ein Komplettangebot von BPM- und Branchenexpertise anzubieten.

10. Nachtragsbericht

Hinsichtlich besonderer Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Ausführungen unter "3. Integration der IDS Scheer Consulting in den Konzern der Scheer Group GmbH" zu Beginn des vorliegenden Lageberichts.

11. Chancen- und Risikomanagement

IDS Scheer Consulting hat das Chancen- und Risikomanagement systematisch weiterentwickelt und die Controllingsysteme in allen Gesellschaften ausgebaut, um durch eine weiter verbesserte und laufende Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung die Risiken zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Rahmen des Risikomanagements werden die zentralen Risiken des Unternehmens permanent erhoben und bewertet sowie Gegenmaßnahmen identifiziert. Das Chancen- und Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Prozesse und der Organisation. Die wesentlichen Risikokategorien, nach denen im Risikoreporting regelmäßig berichtet wird, sind Markt- und Produktrisiken, bilanzielle Risiken, Mitarbeiterrisiken und Betriebsrisiken.

Markt- und Produktrisiken

Internationalisierung / Strategische Positionierung

Trotz starker Fokussierung auf die Region DACH ist auch eine internationale Positionierung von IDS Scheer Consulting erforderlich, um eine führende Position im Markt für Geschäftsprozessmanagement zu untermauern und weiter auszubauen. Risiken der Internationalisierung bestehen darin, dass die geschäftliche Entwicklung in den adressierten Märkten hinter den Erwartungen zurückbleiben kann und die Investitionen in den internationalen Regionen sich langsamer amortisieren als geplant.

Zudem erfordert eine nachhaltige Marktpositionierung und Visibilität, auch und gerade im Hinblick auf eine ganzheitliche Kundenbetreuung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit als auch hinsichtlich der Verbesserung der internen Prozesse, eine entsprechende intensive Unterstützung und Positionierung sowohl innerhalb des Konzerns der Software AG als auch der Scheer Group.

Im Rahmen der Integration des SAP-Consultings in die Scheer Group eröffnen sich hier erhebliche Chancenpotentiale in Bezug auf Marktpositionierung und eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat unverändert weltweit Nachwirkungen auf viele Branchen. Es besteht die Gefahr, dass sich dies indirekt über die wirtschaftliche Lage der Kunden auf IDS Scheer Consulting auswirkt und sich daraus vielfältige Risiken ergeben. Es kann zu einer Verschiebung oder einem Abbruch von Beratungsprojekten und Lizenzaufträgen oder zur Zahlungsunfähigkeit von Kunden und zum Ausfall offener Forderungen kommen. IDS Scheer Consulting betreibt hierzu ein ausgeprägtes Projektmanagement und Projektcontrolling, ergänzt um ein zeitnahes Forderungs- und Liquiditätsmanagement.

Großkunden (Klumpenrisiken)

Großprojekte sind wichtig für die Stabilisierung des Geschäfts. Eine Unterbrechung oder ein Abbruch von Großprojekten kann durch frei werdende Kapazitäten zu einer geringeren Auslastung und einer sinkenden Profitabilität führen. Dem begegnet IDS Scheer Consulting mit einem professionellen Besetzungsmanagement (Staffing), um freie Ressourcen in anderen Projekten des Auftragsbestands einzusetzen und geplante Trainingsaktivitäten flexibel vorzuverlegen.

Produktbereich

Die IDS Scheer Consulting war bis Ende Mai 2014 in ihrem wirtschaftlichen Erfolg u.a. von der Produktfamilie ARIS und der zugrunde liegenden ARIS-Methodik abhängig. Eine Absicherung erfolgt durch die kontinuierliche bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Produkte und Lösungen auf Konzernebene, eine offensive Partnerstrategie, Anwenderkonferenzen und Kundenbefragungen.

Beratungsbereich

Ein Risiko in der Beratung liegt in der Nachahmung der Methodik und Lösungen. Einen wirksamen Schutz gegen diese Risiken bieten die permanente Weiterentwicklung der Beratungsmethodik und Investitionen in die hohe Umsetzungskompetenz der Mitarbeiter.

Im nationalen und internationalen Beratungsgeschäft kann es im Rahmen eines verschärften Wettbewerbs zu Preisdruck kommen. IDS Scheer Consulting begegnet dieser Situation durch die Konzentration auf global ausgerichtete Kernbranchen, definierte Wachstumsthemen und Kundensegmente sowie die Entwicklung von höherwertigen BPM-Beratungsdienstleistungen.

Partnerstrategie

IDS Scheer Consulting verfolgt eine intensive Partnerstrategie, um die Verbreitung der Produkte und Lösungen zu intensivieren und die weltweite Führungsposition im Markt für Geschäftsprozessmanagement auszubauen. IDS Scheer Consulting hat keinen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Partner und kann nur durch ein intensives Partnermanagement die Basis für den Partnererfolg legen. Dabei führt die Einbindung der Produkt - und Beratungslösungen in die Systemplattformen und in das Vertriebsnetz von strategischen Partnern zu hohen Anforderungen an das Partnermanagement und die Steuerung der indirekten Vertriebskanäle.

Bilanzielle Risiken

Cash-Flow

Neben dem operativen Geschäftserfolg ist das professionelle Management der Forderungen der wichtigste Einflussfaktor für den Cash-Flow. Ein Risiko besteht hauptsächlich in der Überfälligkeit bzw. dem Ausfall von Forderungen. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, wird im Vorfeld von größeren Aufträgen die Bonität der Kunden geprüft. Des Weiteren wird die Entwicklung des Forderungsbestands permanent beobachtet, um unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Liquidität

IDS Scheer Consulting verfügt über einen relativ niedrigen Stand an liquiden Mitteln. Mit dem Bestand an liquiden Mitteln war das Unternehmen nur durch Einbindung in eine Konzernfinanzierung der Software AG in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Nach Integration in die Scheer Group und in Folge der erfolgreichen Sanierung verfügt das Unternehmen nach Beendigung des Insolvenzverfahrens wieder über ausreichend eigene liquide Mittel. Die laufende Liquidität des Unternehmens ist nachhaltig gesichert.

Betriebsrisiken

Projektgeschäft

Im Projektgeschäft, das den höchsten Umsatzanteil ausmacht, werden die Anforderungen immer komplexer und der Anteil der großen international besetzten Projekte steigt ständig. Hierbei gilt es, die professionelle Steuerung der Ressourcen aus verschiedenen Sprach- und Kulturkreisen sowie der steigenden Komplexität der Projektinhalte zu gewährleisten.

Bei der Kalkulation und Abwicklung von großen Projekten und v.a. von Dienstleistungsverträgen mit Festpreisvereinbarung bestehen Risiken im Hinblick auf die planmäßige Fertigstellung. Diesen Risiken begegnet IDS Scheer Consulting durch die Konzentration auf beherrschbare Leistungen sowie durch ein intensives Projektmanagement und -controlling. Zu diesem Zweck wurden die Richtlinien für Festpreisprojekte weiter entwickelt und ein zusätzliches zentrales Projektmanagement zur Qualitätssicherung und Kostenreduktion etabliert.

Mitarbeiter

Bei der Erfüllung der wachsenden Kundenanforderungen ist IDS Scheer Consulting auf die Gewinnung und Integration sowie das Halten von qualifizierten Mitarbeitern angewiesen. Durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen und ein breit gefächertes Angebot zur Entwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter versucht IDS Scheer Consulting seine Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter auszubauen.

Um dem Risiko einer hohen Fluktuation, gerade in Zeiten des internen Umbruchs, zu begegnen, nutzt das Unternehmen ein breites Spektrum an Personalbindungsmaßnahmen sowie vielfältige Möglichkeiten der individuellen Weiterentwicklung. Neben Instrumenten zur Potenzialanalyse von Mitarbeitern spielen dabei umfangreiche, individuell abgestimmte Trainingsmaßnahmen und spezifische Karrierepfade sowie die Förderung von Führungsnachwuchskräften eine wichtige Rolle.

IT-Systeme

Die Abwicklung des Geschäfts erfordert eine komplexe und hoch verfügbare IT-Infrastruktur. Dem Risiko des Datenverlustes und des Datendiebstahls sowie eines möglichen Ausfalls der zentralen operativen IT-Systeme begegnet IDS Scheer Consulting mit einem umfassenden Sicherheitskonzept und einem Backup-Rechenzentrum. Die Rechenzentren unterliegen dem Industriestandard ITIL und werden somit professionell überwacht. Mit den am Markt verfügbaren, modernen Security-Systemen wird die Datensicherheit gewährleistet.

Zusammenfassende Beurteilung

In der IDS Scheer Consulting sind nach Ende des Insolvenzverfahrens und derzeit keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigenden Tatsachen bekannt.

Chancenmanagement

Das Management der Chancen erfolgt auf mehreren Ebenen. Die Geschäftsführung hat die Aufgabe, im Rahmen der Unternehmensstrategie zukünftige Chancenpotenziale zu identifizieren und das Unternehmen so auszurichten, dass diese Potenziale genutzt werden können. Die operativen Einheiten (nach Industrien aufgestellte Business Units) sind aufgefordert, die Chancen im Rahmen des täglich laufenden Geschäfts einzuschätzen und sich hieraus ergebende Effekte der Geschäftsführung weiterzuleiten.

Markt- und Produktchancen

Aktuelle Wirtschaftslage als Chance

Die aktuelle Wirtschaftslage bietet durchaus Chancen für IDS Scheer Consulting. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für Unternehmen wichtig, ihre Strukturen effizienter zu gestalten und damit Wettbewerbsvorteile zu sichern. Unternehmen, die ihre Prozesse verbessern, werden aus der Krise gestärkt hervorgehen. Das Lösungsangebot ist darauf ausgerichtet, die Kunden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Somit kann das aktuelle Marktumfeld auch zu einer Steigerung der Nachfrage nach den Produkt- und Beratungslösungen von IDS Scheer Consulting führen.

Kundenbasis

Die breite Kundenbasis sowohl im Großkundensegment als auch im Mittelstand bietet die Chance, zusätzliche Produkte und Dienstleistungen am Markt abzusetzen. Außerdem helfen die engen Kundenbeziehungen, Markttrends frühzeitig zu erkennen und in neue Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Ein Ziel der strategischen Ausrichtung im Rahmen der Integration der Gesellschaft in die Scheer Gruppe liegt darin, das Geschäft mit bestehenden Kunden wieder zu stabilisieren und auszubauen sowie den Einsatz eigener Lösungen in den Unternehmen auszuweiten.

Großkunden

Eine ausreichende Marken- und Branchenkompetenz und Visibilität vorausgesetzt, behauptet sich die IDS Scheer Consulting aufgrund ihrer starken nationalen Ausrichtung und ihrer hohen Branchenkompetenz häufig bei der Vergabe mittelgroßer nationaler Beratungsprojekte erfolgreich. Diese Projekte tragen über mehrere Monate zu einer stabilen Auslastung im Beratungsbereich bei. Weitere Chancen liegen in der Gewinnung internationaler Kundenprojekte.

Partnerschaften

Durch den Ausbau der strategischen Technologie- und Vertriebspartnerschaften ist IDS Scheer Consulting in der Lage, die Stellung als Marktführer im BPM-Umfeld auszubauen. Damit wird der Zugang zu neuen Märkten und Kundengruppen eröffnet.

Chancen des Betriebs

Mitarbeiter

Der Erfolg der IDS Scheer Consulting basiert auf der Innovationskraft und dem Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die Chancen im nationalen und internationalen Umfeld zu nutzen, verfügt IDS Scheer Consulting über einen großen Pool an qualifizierten Fachleuten mit Branchenerfahrung und Spezialwissen. Über die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen kann das Unternehmen die steigende Zahl an komplexen Projekten zur Zufriedenheit der Kunden abwickeln.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Universitäten sowie große Beteiligungs- und Forschungsprojekte werden potenzielle Mitarbeiter sehr früh auf IDS Scheer Consulting aufmerksam und damit die Geschäftschancen erhöht. So kann IDS Scheer Consulting neue Mitarbeiter bereits an Hochschulen rekrutieren und diese von Anfang an in ihrer beruflichen Entwicklung begleiten. Über die internationalen Projekte und vielfältigen Themen sowie die prozessorientierte Vorgehensweise bietet IDS Scheer Consulting den Mitarbeitern ein breites und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit aussichtsreichen Entwicklungsperspektiven.

Zusätzliche Chancen und Risiken aufgrund der Übernahme durch die Scheer Group GmbH

Chancen

Mit dem Zukauf erweitert die Scheer Group die Beratungskompetenz im Unternehmensverbund, besonders mit Blick auf Kunden und Märkte im SAP Umfeld. Die IDS Scheer Consulting passt perfekt in das Gesamtportfolio. Bei der weiteren Markterschließung werden die Management Consulting Experten der Scheer Group Unternehmen und die SAP Spezialisten des neuen Gruppenunternehmens gemeinsam von vielfältigen Synergien profitieren können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen so die Möglichkeit, für eine mittelständische, schlanke, schlagkräftige und attraktive Unternehmensgruppe zu arbeiten, die Innovationsführer u.a. für Geschäftsprozessmanagement ist und vielfältige, attraktive und langfristige nationale und internationale Karrierechancen bietet.

Risiken

Die Geschäftsführung der IDS Scheer Consulting ist der Auffassung, dass auch zukünftig der Erfolg einer auf Wachstum und Wertsteigerung angelegten Strategie für die IDS Scheer Consulting maßgeblich davon abhängen wird, ob es gelingt, ihre Mitarbeiter nicht nur zu halten, sondern neue, hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, den Mitarbeitern der IDS Scheer Consulting langfristige Perspektiven zu eröffnen. Aufgrund der Übernahme durch die Scheer Group GmbH und das unumgänglich in den Folgemonaten September 2014 eingeleitete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung besteht ein erhöhtes Fluktuationsrisiko. Zudem entsteht durch die damit verbundenen strukturellen Änderungen ein gewisses Maß an Unsicherheit in der Belegschaft, mit der Folge, dass der Fokus auf das operative Geschäft möglicherweise nicht immer angemessen verfolgt wird. Dies gilt in besonderem Maße für die Herausforderungen im aktuellen schwierigen Marktumfeld, die besondere Anstrengungen und höchstes Engagement von den Mitarbeitern fordern.

Gleiches gilt auf der Kunden- und Projektseite.

Der zukünftige Erfolg des Beratungs- und Produktgeschäfts der IDS Scheer Consulting hängt zu einem gewissen Grad vom weiteren Ausbau der strategischen Technologie- und Vertriebspartnerschaften ab.

12. Prognosebericht - Ausblick

Voraussichtliche Entwicklung der Weltwirtschaft 2015

Der Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet für die Jahre 2015 und 2016 eine stabile Entwicklung der globalen Konjunktur mit Wachstumsraten von 3,5% bzw. 3,7%. Insbesondere in den etablierten Industriestaaten USA, Japan, Deutschland und Großbritannien könnten die deutlich reduzierten Ölpreise zu einer Wirtschaftsbelebung beitragen.

Die Eurozone wird nach den Prognosen moderat mit 1,2% (Deutschland: 1,3%) wachsen. Das Wachstum in Japan wird nach den fiskalpolitischen Anreizen ("Abenomics") und trotz einer stark expansiven Geldpolitik mit rund +0,6% prognostiziert. Das Wachstum in den Emerging Markets schätzt der IWF auf 5,2% in 2015, das aber maßgeblich von einer stabilen Konjunktur in China (+6,8%) und der positiven Entwicklung in den USA und in Europa abhängig ist. Nicht unerheblich für eine stabile weltwirtschaftliche Entwicklung ist das weitere politische Geschehen in den Ländern Russland und der Ukraine sowie dem Nahen Osten. Weitere Eskalationen könnten negative Folgen für die globale Konjunktur mit sich bringen.

Voraussichtliche Branchenentwicklung 2015

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet weiter voran. Neben Cloud Computing, Mobility, Big Data und Social Media rücken Themen wie das "Internet der Dinge" unter dem Stichwort Industrie 4.0 in den Vordergrund. Für die Unternehmen gilt es, die digitale Revolution zu managen. Alte Systemlandschaften müssen rationalisiert, neue entwickelt werden. Der exponentielle Anstieg von Daten muss systematisch analysiert werden. Die IT-Sicherheit wird wieder zunehmend hinterfragt, auch ausgelöst durch die weltweiten NSA-Abhörmaßnahmen.

Diese Entwicklungen vollzieht SAP mit ihrem erweiterten Produktportfolio. Insbesondere der Analyse von großen Informationsmengen kommt eine Schlüsselrolle zu. Mit der technischen Entwicklung von HANA und der nunmehr vorgestellten SAP Business Suite 4 SAP HANA (SAP S/4HANA) stellt SAP die Business Suite der nächsten Generation vor, mit der Unternehmensführung in Echtzeit angestrebt wird.

Vor diesem Hintergrund steigern Unternehmen weltweit wieder Investitionen in IT-Technologie und IT-Services. Gartner gibt die Wachstumsraten für 2015 währungskursbereinigt mit 3,7% an. Demnach betragen die Wachstumsraten für Software +6,8% und IT-Services +3,9%. Nach schwächeren Jahren werden die Ausgaben für Hardware, Geräte und Telekomausrüstungen wieder deutlich ansteigen (+6,2%) und die Investitionen in Rechenzentren ebenfalls wieder mit 3,1% stärker wachsen.

Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung der IDS Scheer Consulting

Die Geschäftsführung der IDS Scheer Consulting sieht für das Unternehmen im weltweiten Markt für Geschäftsprozessmanagement im Kontext des Anteilseignerwechsels zur Scheer Group gute bis sehr gute Potentiale. Die aktuelle strategische Aufstellung und interne Struktur des Unternehmens sind hierfür jedoch nicht geeignet. Ohne tiefgreifende strukturelle Änderungen hat das Unternehmen stand alone, ohne Einbeziehung in einen Konzernverbund mit entsprechender Finanzierung/Subventionierung, keine wirtschaftlich nachhaltige Perspektive am Markt. Die zweite Jahreshälfte 2014 wurde geprägt von strukturellen und strategischen Herausforderungen und einem operativ negativen Unternehmensergebnis.

Das im Rahmen der Restrukturierung und Neuausrichtung unumgängliche und mittlerweile umgesetzte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hat gegriffen und wird sich positiv auf die Ertragskraft auswirken.

Nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe bei den Kunden festzustellen war, ist nun davon auszugehen, dass diese Talsohle erreicht ist. Die Geschäftsführung teilt die Einschätzung der Marktexperten, dass sich das allgemeine Wirtschaftsklima langsam verbessern und in den verschiedenen Regionen und Branchen unterschiedlich stark entwickeln wird.

Für das am 6. März 2015 begonnene Rumpf-Geschäftsjahr 2015 erwartet die Geschäftsführung der IDS Scheer Consulting nach mittlerweile erfolgreich umgesetztem Sanierungsverfahren eine stabile Entwicklung des Umsatzniveaus und ein ausgeglichenes EBITA. Für 2016 erwartet die Geschäftsführung steigende Umsätze und ein ausgeglichenes Ergebnis bei ausreichender Liquidität, insbesondere auch durch Synergien mit den übrigen Unternehmen der Scheer Gruppe. Wir verweisen auf die beabsichtigte Verschmelzung der IDS Scheer Consulting auf die Scheer Management GmbH.

 

Saarbrücken, 10. Juli 2015

Josef Bommersbach

Rudolf Keul

Franz J. Abel

Bilanz zum 30. April 2014

Aktiva

  30.04.2014
EUR
31.12.2013
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226.313 197
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 9.788
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.533.298 1.697
  1.533.298 11.485
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.790 56
  1.799.401 11.738
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 9.641.046 9.888
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.480.952 -6.887
  3.160.094 3.001
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.811.076 11.235
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.323.500 515
3. Sonstige Vermögensgegenstände 97.752 75
  12.232.328 11.825
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.071.906 754
  16.464.328 15.580
C. Rechnungsabgrenzungsposten 786.422 242
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 102.783 176
  19.152.934 27.736

Passiva

   
  30.04.2014
EUR
31.12.2013
TEUR
A. Eigenkapital    
I. Stammkapital 60.000 60
II. Kapitalrücklage 7.755.916 7.756
III. Gewinnvortrag 11.105 11
  7.827.021 7.827
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 5.084.506 6.894
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 450.648 1.197
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 505.574 1.199
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 164.120 8.780
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.055.887 1.201
davon aus Steuern EUR 1.003.501 (Vj. TEUR 507)    
  2.176.229 12.377
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.065.178 638
  19.152.934 27.736

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar - 30. April 2014

  EUR 01.01.-31.12.2013
TEUR
1. Umsatzerlöse 19.407.906 71.419
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -246.586 2.191
3. Sonstige betriebliche Erträge 888.245 3.253
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 19.235 (Vj. TEUR 67)    
  20.049.565 76.863
4. Materialaufwand 1.985.115  
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.223.121 7.433
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   8.720
5. Personalaufwand 10.703.565  
a) Löhne und Gehälter 1.572.044 38.386
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   5.078
davon für Altersversorgung EUR 50.891 (Vj. TEUR 152)    
6. Abschreibungen 372.052  
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.801.393 1.205
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   21.196
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0 (Vj. TEUR 68)    
  21.657.290 82.018
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.280 15
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 16.758 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.534 0
  -13.012 15
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.620.737 -5.140
12. Außerordentliche Erträge 4.418.840 0
13. Außerordentliches Ergebnis 4.418.840 0
14. Sonstige Steuern 57.954 192
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (Vj. Erträge aus Verlustübernahme) -2.740.149 5.332
16. Jahresüberschuss 0 0

Anhang 30. April 2014

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Im Zuge des geplanten Verkaufs der Gesellschaft hat die Gesellschafterversammlung der IDS Scheer Consulting mit Datum vom 11. April 2014 die Umstellung des Geschäftsjahres beschlossen. Das Geschäftsjahr beginnt danach am 1. Mai eines jeden Jahres und endet am 30. April des darauf folgenden Jahres. Die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. April 2014 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr. Vor diesem Hintergrund ist die Vergleichbarkeit der Angaben mit jenen der Vorperiode nur eingeschränkt möglich.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird ausgegangen. Auf die Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von i. d. R. 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung der beweglichen Anlagegüter der technischen Anlagen und Maschinen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der anderen Anlagen erfolgt bei Zugängen ab 2002 linear. Ältere Vermögensgegenstände werden teilweise degressiv abgeschrieben. Soweit in Einzelfällen die degressive Abschreibungsmethode angewandt wird, erfolgt der Übergang zur linearen Methode in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 410 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

  Jahre
Software 5
Hardware 3 - 5
Büroausstattung 13
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen beinhalten die Kosten auf Basis der handelsrechtlichen Wertuntergrenze gemäß § 255 Abs. 2 S. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Ausweis erfolgt unter der Anwendung des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB, d. h. eine offene Absetzung der erhaltenen Anzahlungen, sofern eine Leistung gegenüber steht. Ist dies nicht der Fall, so werden sie gesondert unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz der übrigen Rückstellungen ist in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags erfolgt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz diskontiert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde größtenteils für die periodengerechte Abgrenzung von vereinnahmten Wartungserlösen gebildet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung umgerechnet oder, falls erforderlich, auf den niedrigeren Geldkurs (Forderungen) bzw. den höheren Briefkurs (Verbindlichkeiten) zum Bilanzstichtag umbewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Dabei wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Liquide Mittel in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Aufgrund mit der Software AG, Darmstadt, als Organträger bis einschließlich 31. Mai 2014 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wurden auf Ebene der Gesellschaft etwaige latente Steuern nicht bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.04.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.179.752 53.686 0 1.233.438
  1.179.752 53.686 0 1.233.438
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.370.661 5.716 23.376.377 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.048.131 34.944 39.046 8.044.029
  31.418.792 40.660 23.415.423 8.044.029
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.548 0 0 56.548
  56.548 0 0 56.548
  32.655.092 94.346 23.415.423 9.334.015
  Abschreibungen
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.04.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 982.761 24.364 0 1.007.125
  982.761 24.364 0 1.007.125
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.582.521 149.563 13.732.084 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.351.652 198.125 39.046 6.510.731
  19.934.173 347.688 13.771.130 6.510.731
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 16.758 0 16.758
  0 16.758 0 16.758
  20.916.934 388.810 13.771.130 7.534.614
  Buchwerte
  30.04.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226.313 196.991
  226.313 196.991
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 9.788.140
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.533.298 1.696.479
  1.533.298 11.484.619
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.790 56.548
  39.790 56.548
  1.799.401 11.738.158

Zum 11. April 2014 wurden das Hauptgebäude und das Grundstück in Saarbrücken-Burbach an die Software AG, Darmstadt, veräußert. Der erzielte Buchgewinn betrug 4.418.840 EUR und wurde im außerordentlichen Ergebnis erfasst.

Finanzanlagen

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 hat die IDS Scheer Consulting GmbH von der itCampus Software- und Systemhaus GmbH, Leipzig/Deutschland, 100% der Anteile an der IDS Scheer Schweiz AG, Zürich/Schweiz, zu einem Kaufpreis in Höhe von 40 TEUR (49 TCHF) erworben. Zum 30. April 2014 betrug das Eigenkapital 16 TEUR (19 TCHF) und das Ergebnis für die 4 Monate 25 TEUR (31 TCHF).

An der Software AG Saudi Arabia, LLC, Riad/Saudi-Arabien, hält die IDS Scheer Consulting GmbH 5% der Geschäftsanteile. Weiterer Gesellschafter ist die Software AG mit einer Beteiligung von 95%. Die Software AG Saudi Arabia LLC wurde am 6. Dezember 2006 mit einem Kapital von 305 TEUR (1,4 Mio. SAR) gegründet. Das inaktive Unternehmen befindet sich in Liquidation. Zum 30. April 2014 wurde eine außerplanmäßige Wertberichtigung auf die Anteile in Höhe von 17 TEUR vorgenommen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen zum Bilanzstichtag 30. April 2014 mit 7.366.383 EUR auf Lieferungen und Leistungen, welche mit den Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie aus Lieferungen und Leistungen mit dem Gesellschafter Software AG, Darmstadt, in Höhe von 4.042.883 EUR verrechnet wurden. Im Vorjahr betrafen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 514.952 EUR Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 5.332.149 EUR Forderungen aus Verlustübernahme aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welche mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit dem Gesellschafter in Höhe von 5.332.149 EUR verrechnet wurden. Die saldierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen zum 30. April 2014 in Höhe von 2.917.872 EUR den Gesellschafter Software AG, Darmstadt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Vorauszahlungen (27.428 EUR), Forderungen im Personalbereich und gegenüber Sozialversicherungen (30.100 EUR) und übrige Forderungen (40.224 EUR) enthalten.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die im Voraus gezahlten Aufwendungen betreffen überwiegend Versicherungsprämien, Lizenz- und Wartungsgebühren.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Zeitkontenverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei dem Vermögensgegenstand handelt es sich um ein kurzfristiges Bankguthaben.

  30.04.2014
EUR
31.12.2013
EUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.714.509 1.724.884
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.817.292 1.901.127
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 1.817.292 1.901.127

Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. April 2014 60.000 EUR.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Mai 2011 wurde zum Zwecke der Durchführung der Übertragung eines Vermögenteils im Wege der Ausgliederung der Software AG, mit Sitz in Darmstadt auf die IDS Scheer Consulting GmbH das Stammkapital um 8.000 EUR von 52.000 EUR auf 60.000 EUR erhöht.

Kapitalrücklage

Die Gesellschaft hat als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 24. März 2011 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 5. Mai 2011 und 10. Mai 2011 Teile des Vermögens ("Operativer IDS Scheer Geschäftsbetrieb") der Software AG, Darmstadt, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung übernommen. Im Rahmen dieser Übertragung wurden 7.755.916 EUR in die Kapitalrücklage eingestellt.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beträgt unverändert zum Vorjahr 11.105 EUR.

Mit der Software AG, Darmstadt, wurde am 22. November 1996 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der am 23. März 2012 geändert und durch Vertrag vom 30. Mai 2014 zum Ende des folgenden Geschäftsjahres (31. Mai 2014) aufgehoben wurde.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche (536.322 EUR), Tantiemen und Mitarbeiterprämien (1.589.156 EUR), 13. Gehalt (701.214 EUR), Drohverluste (226.000 EUR), für ausstehende Eingangsrechnungen (548.069 EUR), Berufsgenossenschaft (263.050 EUR) sowie für Rückbaumaßnahmen bei Mietobjekten (123.000 EUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 450.648 EUR (Vorjahr 1.196.539 EUR) betreffen Projekte, denen noch keine Leistungen und Kosten seitens der Gesellschaft gegenüberstehen.

Zum 30. April 2014 betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 164.120 EUR Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr entfallen auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.111.698 EUR auf Lieferungen und Leistungen, welche mit den Forderungen aus Verlustübernahme aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 5.332.149 EUR verrechnet wurden. Der saldierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag gegenüber den Gesellschafter Software AG, Darmstadt, auf 0 EUR (Vorjahr 8.573.814 EUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind überwiegend Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (1.003.501 EUR) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus der Bilanz oder dem Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 30. April 2014 betragen die ausstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 3.749.084 EUR.

Jahr 30.04.2014
EUR
31.12.2013
EUR
2014 1.328.369 1.992.553
2015 1.479.000 1.479.000
2016 941.715 941.715

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

  01.01.-30.04.2014 01.01.-31.12.2013
  EUR % EUR %
Inlandsumsätze 16.959.060 87,0 59.808.373 84,0
Auslandsumsätze 2.448.846 13,0 11.610.763 16,0
  19.407.906 100,0 71.419.136 100,0
Beratung 12.919.562 67,0 44.189.893 62,0
Lizenzen 323.516 1,0 3.968.737 5,0
Wartung 3.668.590 19,0 11.256.227 16,0
sonstiges 2.496.238 13,0 12.004.279 17,0
  19.407.906 100,0 71.419.136 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

  01.01.-30.04.2014
EUR
01.01.-31.12.2013
EUR
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 54.232 265.349
Erträge aus Währungsdifferenzen 19.235 66.631
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 30.301 321.005
Erträge aus Mieteinnahmen 13.082 57.661
Erträge aus Weiterbelastungen 680.724 2.393.313
Übrige 90.671 148.812
sonstige betriebliche Erträge gesamt 888.245 3.252.771

Sonstige betriebliche Aufwendungen

  01.01.-30.04.2014
EUR
01.01.-31.12.2013
EUR
Reisekosten 1.047.010 3.989.291
Kfz-Kosten, Personal 449.066 1.717.740
Miete und Instandhaltungen 909.810 2.742.843
IT und Kommunikation 1.134.020 4.097.891
Marketing und Bewirtung 51.332 506.420
Externe Beratung und Prüfungskosten 129.697 389.310
Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen 90.579 5.141.585
Gebühren, Abgaben, Beiträge und Versicherungen 59.134 142.788
übrige 930.745 2.467.658
sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt 4.801.393 21.195.526

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Abschlussprüfung in Höhe von 37.768 EUR (Vorjahr 110.000 EUR) enthalten.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 4.418.840 EUR resultiert aus dem Buchgewinn durch den Verkauf des Gebäudes und des Grundstücks an den Gesellschafter Software AG, Darmstadt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind nachfolgend aufgeführt:

Udo Nagel, Berater, Homburg/Saar (bis 30. April 2014)

Ralf Stohldreier, Berater, Wolnzach (bis 30. April 2014)

Arno Theiß, Geschäftsführer, Wetzlar (bis 31. Mai 2014)

Josef Bommersbach, Geschäftsführer, Saarwellingen (ab 1. Juni 2014)

Rudolf Keul, Geschäftsführer, Rehlingen-Siersburg (ab 1. Juni 2014)

Franz Josef Abel, Rechtsanwalt, St. Ingbert (ab 22. September 2014)

Die Angabe über Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre beschäftigten Mitarbeiter:

  30.04.2014 31.12.2013
Angestellte 421 466
Werkstudenten 4 5
  425 471

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Software AG, Darmstadt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim Bundesanzeiger erhältlich.

 

Saarbrücken, den 10. Juli 2015

Die Geschäftsleitung

Josef Bommersbach

Rudolf Keul

Franz J. Abel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IDS Scheer Consulting GmbH, Saarbrücken, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Saarbrücken, 14. Juli 2015

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