Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 450407
Vorher
Solidschuwerk GmbH
Eingetragen
20.12.1983
Branche
Herstellung von SchuhenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Schuhen
Gegenstand
die Herstellung von und der Handel mit Schuhen. Die Gesellschaft kann ihre Tätigkeiten auf die Herstellung und den Handel mit Lederwaren aller Art ausdehnen. Sie kann Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, sich an solchen beteiligen, solche pachten und Zweigniederlassungenn gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Decker
seit 3.7.2025
Prokura
Thomas Bauerfeind
seit 19.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Marc Shoes & Fashion GmbH
Germany
3500000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Solidschuhwerk GmbH

Tuttlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Solidus ist ein innovativer Bequemschuhhersteller für trendstarke, gesunde Schuhe. In Tuttlingen, nahe an Bodensee und Schwarzwald, werden die Schuhe designed und anschließend fast ausschließlich in Kroatien produziert. Traditionelle Handarbeit und höchste Ansprüche an Passform und Qualität sind für Solidus selbstverständlich. Eine Geschichte, die vor über 100 Jahren begann und bis heute weitergeschrieben wird.

Die Marke steht mit Komfort5 für außergewöhnliche Funktionen, ein herausragendes Weitensystem und Style - Bewusstsein. Komfort ist der Kern der Marke. Solidus möchte Menschen eine höhere Lebensqualität schenken und helfen, ihnen bei ihren Fußproblematiken zu helfen, ohne auf ansprechende Styles verzichten zu müssen. Das Unternehmen strebt nach der perfekten Symbiose aus Innovation, Langlebigkeit und Handwerk. Zusätzlich geht die Ausrichtung des Unternehmens vermehrt in den Bereich der Nachhaltigkeit. Einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zu leisten, ist für Solidus zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Bereits vor drei Jahren begann dieser wichtige Transformationsprozess. Ziel ist die Erreichung einer kontinuierlichen Verbesserung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Rezession, und das belastet natürlich auch die deutsche Schuhindustrie. Trotz großer Resilienz und Kreativität der Hersteller ist angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen eine Trendwende nicht in Sicht. Die Inflation und die krisenbedingte Unsicherheit bei den Konsumenten lassen die Konsumbereitschaft nicht nachhaltig steigen. Das schwache Konsumumfeld und analog steigende Kosten bei Miete, Energie und Personal und die Rückzahlungspflicht von während der Coronapandemie gewährten staatlichen Zuschüssen haben die Insolvenzen auf der Schuhhandelsseite immens ansteigen lassen. Zudem werden größere Mengen an Lagerbeständen auf den Markt gespült, um kurzfristig Liquidität zu schaffen, wodurch die Konsumentenpreise aktuell stark unter Druck sind.

Vor diesem Hintergrund lagen die Umsätze des Schuhhandels in Deutschland insgesamt in 2023 nur nominell leicht im Plus, und der Außenhandel verzeichnete gerade in der zweiten Jahreshälfte 2023 deutliche Einbußen bei der Einfuhr von Schuhen. Gemäß den Aussagen des Bundesverbands der Schuh und Lederwarenindustrie (Quelle: Pressemitteilung des HDS/L vom 04. März 2024) betrug der Gesamtumsatz bei der Herstellung von Schuhen 2023 rund 2,21 Milliarden EUR. Im Jahr zuvor betrug er 2,17 Milliarden EUR. Das ist zwar nominell ein Plus von 1,84 %, jedoch zu wenig, um die gestiegenen Kosten aufzufangen. Im Inland wurden 1,64 Milliarden EUR in 2023 umgesetzt, in 2022 waren es 1,61 Milliarden EUR - das ist ein leichtes Plus von 1,86 %. Der Auslandsumsatz wuchs 2023 um 1,79 % auf 568 Millionen, 2022 waren es rund 10 Millionen EUR weniger. Dieser Auslandsumsatz wird zu rund 60 % mit Abnehmern innerhalb der Eurozone erzielt. Im Jahr 2023 betrug der Auslandsumsatz mit der Eurozone 349 Millionen EUR, im Jahr 2022 waren es 340 Millionen EUR. Das entspricht ebenfalls einem Plus, hier von 2,65 %.[1]

Eine Konjunkturumfrage unter den Schuhherstellern ergab folgendes Ergebnis: Das unternehmerische Risiko steigt - und das bei gleichzeitig steigenden Preisen in den Herstellerländern und einer Zunahme von bürokratischen Pflichten aufgrund neuer Verordnungen der Gesetzgeber in Brüssel und Berlin. Laut der Konjunkturumfrage wird die Lage zumeist nur noch "befriedigend" eingeschätzt. Die Auftragslage sei auch höchstens "befriedigend". Entsprechend verhalten werden die Erwartungen beim Umsatz bewertet. Mit Investitionen halte man sich auf breiter Front zurück. Hauptrisiken werden bei sinkender Inlandsnachfrage, steigenden Arbeitskosten, schwieriger Logistik und wachsenden bürokratischen Anforderungen gesehen.

Die Erzeugerpreise bei Schuhen sind im letzten Jahr noch einmal deutlich gestiegen. Allerdings verlangsamte sich der Anstieg im Laufe der Monate spürbar. Von Januar bis Dezember 2023 stieg der Index (2015=100) von 120,5 auf 124,2, das entspricht rund 3,7 %. Im Jahr 2022 lag der Wert noch bei 6,1 %. Bei den Verbraucherpreisen gab es im Segment Schuhe einen Anstieg um ebenfalls rund 3,1 % im Jahr 2023. Zum Vergleich, die gesamte Inflation lag bei 3,7 %. (Quelle: Pressemitteilung des HDS/L vom 04. März 2024)

Die Zahl der Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten blieb 2023 mit 33 Betrieben stabil. Im Jahresdurchschnitt waren in diesen Betrieben 2023 rund 9.000 Personen beschäftigt, im Jahr zuvor lag die Anzahl bei rund 8.200 Beschäftigten. Das entspricht einem Plus von 9,76 %. Zieht man die Vergleichszahl von 2021 hinzu - dort lag die Beschäftigtenanzahl im Mittelwert bei etwa 7.600 Personen, dann sieht man hier eine deutliche Nach-Corona-Erholung. Nimmt man auch die kleineren Betriebe hinzu, dann arbeiten in der Herstellung rund 15.500 Beschäftigte. Die Löhne sind im Schnitt leicht gestiegen. Die Bruttolohn- und Gehaltssumme betrug 2023 rund 25.700 EUR, 2022 lag sie im Schnitt bei 23.800 EUR. Hier lag das Plus mit fast 8 % deutlich über den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Insgesamt steigt auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden leicht.

(Quellen HDS/L Bundesverband der Schuh und Lederwarenindustrie e.V., Berlin, Statistisches Bundesamt Wiesbaden)

2.2. Geschäftsverlauf

Solidus ist mit einem Auftragseingangsplus von über 13,6 % bei der Frühjahr-Sommer Kollektion in das neue Geschäftsjahr gestartet (Ergebnis FS 23 zum 31.10.22). Mit einer Nachbestellquote von über 15 % (30.04.23) konnte das erste Halbjahr sehr erfolgreich abgeschlossen werden. Der Auftragseingang zur Kollektion HW 23 war relativ gut, jedoch wurde die Verkaufssaison mit einem leichten Minus von -1,9 % beendet (31.05.2023). Insgesamt konnte das Geschäftsjahr dennoch mit einem sehr guten Umsatzanstieg von ca. 6,3 % abgeschlossen werden. (31.10.2023)

In Deutschland konnten wir ein Plus in der Anzahl unserer Kunden mit + 37 Kunden (31.10.23) zum Vorjahr verzeichnen. Die Situation im deutschen Handel ist seit Corona angespannt, der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Inflation macht dem Schuhhandel zu schaffen. Trotz der Gewinnung von Neukunden ist der Umsatz in DACH um -4,53 % zum Vorjahr gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 20 % (31.10.23) mehr Schuhe fakturiert.

Die Reklamationsquote war mit 0,71 % um 0,17 % Punkte höher als im Vorjahr (31.10.2023). Dies ist auf die starke Mengensteigerung der Produktion und die Neuorganisation bei der Bewertung der Reklamationen eines Großkunden zurückzuführen.

Im Online-Bereich sind die Umsatzzahlen insgesamt leicht gestiegen (31.10.23).

Die Nachbestellquote zu HW 23 ließ, aufgrund von viel zu warmen Temperaturen, sehr zu wünschen übrig.

Neben der internationalen Dispositionsmesse in Mailand, bei der wir vornehmlich internationale Kunden bedienen konnten, bedienten wir Kunden aus dem Bereich DACH auf der Orthopädie-Schuh-Technik Messe in Köln.

Insbesondere in den Bereichen E-Commerce und Vertriebsinnendienst konnten wir uns personell verstärken. Der Fachkräftemangel ist in unserer Branche sehr deutlich zu spüren, doch aufgrund unserer intensiven Bemühungen ist es uns gelungen, geeignete Bewerber von Solidus zu überzeugen.

Aktuell sind bei Solidus 38 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) beschäftigt. (Stand 31.10.23).

2.3. Ertragslage

Der Umsatz lag mit 16.814 TEUR um 6,3 % über dem Vorjahr (15.814 TEUR). Auch der Rohertrag stieg auf 6.991 TEUR (VJ. 6.717 TEUR).

Das Ergebnis vor Gewinnabführung liegt mit 1.193 TEUR wiederholt deutlich über dem Vorjahr (806 TEUR).

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrage ist der gesamte Gewinn an die Marc Shoes & Fashion GmbH abzuführen.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Durch eine zügige Produktion der Ware für die FS 2024 Kollektion, deren Auslieferung größtenteils erst ab Januar stattfindet, sind die Lagerbestände zum Stichtag deutlich erhöht.

Durch ein striktes Forderungsmanagement konnten die Kundenforderungen trotz des weiter gestiegenen Umsatzes abgebaut werden.

Durch den Gewinnabführungsvertrag mit der Marc Shoes & Fashion GmbH bleibt das Eigenkapital konstant und die Eigenkapitalquote verändert sich nur noch aufgrund von Schwankungen der Bilanzsumme. Die EK-Quote verbesserte sich auf 34,2 % ggü. 33,8 % im Vorjahr.

Aus dem Jahresergebnis vor Abschreibungen und der Entwicklung der relevanten Bilanzpositionen konnte ein operativer Cashflow i.H.v. 1.295 TEUR erzielt werden. Nach einem geringfügigen Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. -19 TEUR und einem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -1.520 TEUR folgte eine Veränderung der liquiden Mittel um insgesamt -244 TEUR.

Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Rohertragsquote verschlechterte sich vor allem durch gestiegene Einkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,9 %punkte auf 41,6 %. Der absolute Rohertrag betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 6.991 TEUR (Vorjahr 6.717 TEUR).

Das Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (EBIT) betrug 1.249 TEUR gegenüber 908 TEUR im Vorjahr.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

Hinsichtlich der Zukunft bleibt, trotz des schwierigen Marktumfeldes, unternehmerischer Optimismus in der Branche erhalten. Dem immer größeren Thema Nachhaltigkeit begegnet die Industrie offen und beteiligt sich aktiv bei der Suche nach Anreizen, diese Anforderungen zu implementieren. Allerdings wird auch 2024 für die deutschen Schuhhersteller wieder ein eher schwieriges und herausforderndes Jahr, wenn nicht bald Impulse durch eine wirtschaftliche Erholung auf die Branche einwirken. Denn auch in der Schuhwirtschaft sind die Lieferketten fragil und können bei sich verschärfenden internationalen Krisen leicht brechen. Speziell der deutsche Markt hatte zu viel Einzelhandelsfläche und der Konsolidierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Gespannt darf man sein, wie sich die kriegsbedingten Probleme der Weltwirtschaft auf die Lieferketten und Rohstoffpreise auswirken.

Vor dem Hintergrund von insolvenzbedingten sinkenden Händlerzahlen, inflationärer Kaufzurückhaltung und aktuellen gesamtwirtschaftlichen Prognosen erwarten wir für das GJ 23/24 einen leicht rückläufigen Gesamtumsatz. Durch weiterhin vollen Einsatz bei der Gewinnung weiterer Neukunden, eine Optimierung des Inseason-Geschäfts und einen starken Abbau von Altware versuchen wir, dieser Entwicklung zu begegnen. Des Weiteren planen wir weiter konkrete Schritte zur Steigerung der Sichtbarkeit und zur weiteren Verbesserung für das Solidus Marken Image.

Zukünftig werden weiterhin steigende Kosten und der erwartete Fachkräftemangel zu weiteren Personalkostensteigerungen führen.

Bedingt durch Preissteigerungen unserer Vorlieferanten und steigende Arbeitslöhne mussten auch wir Preiserhöhungen vornehmen. Wie sich diese auf den Verkaufserfolg unserer Produkte beim Handel auswirkt, bleibt abzuwarten.

Insgesamt erwarten wir ein Ergebnis vor Gewinnabführung leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23.

[1] https://shoez.biz/angespannte-stimmung-in-der-schuhindustrie/

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 101.921,00 115.583,00
I. Sachanlagen 101.921,00 115.583,00
1. technische Anlagen und Maschinen 9.668,00 11.681,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.253,00 103.902,00
B. Umlaufvermögen 10.263.316,73 10.344.069,91
I. Vorräte 1.623.104,00 698.390,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.564.092,33 9.325.820,35
1. Forderungen gegen Gesellschafter 12.430,25 32.505,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.818.671,85 6.634.689,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.720.000,00 1.720.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 76.120,40 319.859,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 985,55 1.603,72
Summe Aktiva 10.366.223,28 10.461.256,63

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.540.081,47 3.540.081,47
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.789.521,58 1.789.521,58
1. Gezeichnetes Kapital 1.789.521,58 1.789.521,58
II. Kapitalrücklage 357.904,32 357.904,32
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 1.278.229,70 1.278.229,70
IV. Gewinnvortrag 114.425,87 114.425,87
B. Rückstellungen 3.303.397,09 3.665.919,19
C. Verbindlichkeiten 3.522.744,72 3.255.255,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.193.147,84 1.310.237,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.974.029,00 1.613.111,87
davon aus Steuern 26.809,50 22.781,24
Summe Passiva 10.366.223,28 10.461.256,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 1.257.773,85 916.127,50
a) Rohergebnis 7.088.445,29 6.807.084,88
b) Personalaufwand 1.730.463,33 2.071.475,49
Löhne und Gehälter 1.388.094,99 1.760.190,76
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 342.368,34 311.284,73
davon Aufwendungen für Altersversorgung 6.184,60 5.793,10
c) Abschreibungen 32.211,94 37.891,33
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 32.211,94 37.891,33
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 4.067.996,17 3.781.590,56
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 8.120,78 16.151,81
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -43.284,16 -114.525,03
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.698,79 2.121,22
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 1.720,00 1.720,00
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.982,95 116.646,25
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 35.594,00 116.560,00
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.324,35 -13.000,00
4. Ergebnis nach Steuern 1.202.165,34 814.602,47
5. sonstige Steuern 9.017,50 8.164,35
6. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -1.193.147,84 -806.438,12
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.193.147,84 806.438,12
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Solidschuhwerk GmbH hat ihren Sitz in Tuttlingen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HR B 450407 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen nach den steuerlichen Vorschriften, angesetzt.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben bzw. als Betriebsausgaben zum Abzug gebracht. Die technischen Anlagen und Maschinen werden mit Nutzungsdauern von bis zu 14 Jahren, die Betriebs- und Geschäftsausstattung von bis zu sechs Jahren angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene Durchschnittswerte zugrunde. Altersbedingte Abwertungen werden vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen werden in Höhe des versicherungsmathematisch ermittelten Erfüllungsbetrages nach der Projizierten Einmalbetragsmethode bei Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (durchschnittlicher Zinssatz der letzten 10 Jahre für eine Laufzeit von 15 Jahren) und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Die Dynamik der Anpassung der laufenden Renten wurde mit 2,25 % angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem Umfang und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Bei Restlaufzeiten von unter einem Jahr erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf Anlage A zu diesem Anhang verwiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Vermögensgegenstände.

Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Marc Shoes & Fashion GmbH. Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt TDM 3.500.

Die Solidschuhwerk GmbH hat mit ihrer Muttergesellschaft, der Marc Shoes & Fashion GmbH, einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Gemäß diesem Vertrag verpflichtet sich die Solidschuhwerk GmbH, ihren ganzen nach den handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahresüberschuss an die Marc Shoes & Fashion GmbH abzuführen. Darüber hinaus ist die Marc Shoes & Fashion GmbH während der Vertragsdauer zur Übernahme von bei der Solidschuhwerk GmbH eventuell entstehenden Verlusten verpflichtet.

Demgemäß ist für das Geschäftsjahr 2022/23 ein Gewinn in Höhe von € 1.193.147,84 an die Marc Shoes & Fashion GmbH abzuführen.

Pensionsrückstellung

Aus der Bewertung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten 10 Jahre für eine Laufzeit von 15 Jahren anstelle einer Bewertung mit dem Durchschnittszins der letzten 7 Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 46.150,00 der gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt ist.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Kundenboni, mitarbeiterbezogene Verpflichtungen und Gewährleistungsverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Der Fehlbetrag der nicht passivierten Verpflichtung aus der Unterstützungskasse für die Altzusagen beträgt T€ 349.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Anlage B zu diesem Anhang.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Gewinnabführung an die Marc Shoes & Fashion GmbH.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausgewiesenen Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Zahlungen für Vorjahre. Durch die Gewinnabführung erfolgt die steuerliche Veranlagung des aktuellen Jahresergebnisses auf Ebene der Marc Shoes & Fashion GmbH.

3. Weitere Pflichtangaben

Im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätssteuerung durch die Berkemann GmbH & Co. KG haftet die Solidschuhwerk GmbH für eine der Berkemann GmbH & Co. KG eingeräumte Betriebsmittellinie in Höhe von 3 Mio. € gesamtschuldnerisch mit weiteren Tochtergesellschaften. In diesem Zusammenhang hat die Solidschuhwerk GmbH ihr gesamtes Warenlager sicherungsübereignet sowie eine Globalzession erklärt. Diese Betriebsmittellinie war zum Abschlussstichtag in Höhe von T€ 1.740 in Anspruch genommen worden. Auf der Grundlage der Ertrags- und Finanzkraft der Berkemann KG wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich auf jährlich ca. T€ 400 mit einer Laufzeit von bis zu 6 Jahren.

Im Jahresdurchschnitt waren 32 (Vorjahr: 33) Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 (Vorjahr: 5) gewerbliche Arbeitnehmer und 28 (Vorjahr: 28) Angestellte.

Geschäftsführer sind:

Herr Thomas Bauerfeind

Herr Uwe Decker, seit 01.08.2023

Frau Yvonne Breinlinger-Scheuring ist zum 31.07.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Herr Thomas Bauerfeind ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Berkemann GmbH & Co. KG, Zeulenroda-Triebes, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Tuttlingen, den 19. April 2024

gez. Thomas Bauerfeind

gez. Uwe Decker

Der Jahresabschluss wurde am 26. September 2024 festgestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31. Oktober 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.11.2022
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.10.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.417,31 0,00 0,00 55.417,31
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.875,01 0,00 0,00 28.875,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.432,64 18.549,94 0,00 527.982,58
538.307,65 18.549,94 0,00 556.857,59
593.724,96 18.549,94 0,00 612.274,90
Kumulierte Abschreibungen 01.11.2022
Zugänge
Abgänge
Kumulierte Abschreibungen 31.10.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.417,31 0,00 0,00 55.417,31
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.194,01 2.013,00 0,00 19.207,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405.530,64 30.198,94 0,00 435.729,58
422.724,65 32.211,94 0,00 454.936,59
478.141,96 32.211,94 0,00 510.353,90
Buchwert 31.10.2023
Buchwert 31.10.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.668,00 11.681,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.253,00 103.902,00
101.921,00 115.583,00
101.921,00 115.583,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Oktober 2023

davon mit einer Restlaufzeit
Stand Stand bis zu 1 Jahr
31.10.2023
31.10.2022
lfd. Jahr
Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.974.029,00 1.613.111,87 1.974.029,00 1.613.111,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.193.147,84 1.310.237,11 1.193.147,84 1.310.237,11
3. übrige Verbindlichkeiten 355.567,88 331.906,99 355.567,88 331.906,99
Gesamt 3.522.744,72 3.255.255,97 3.522.744,72 3.255.255,97
davon mit einer Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
lfd. Jahr
Vorjahr
lfd. Jahr
Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
3. übrige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 0,00 0,00 0,00 0,00

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, für Zwecke der Offenlegung verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Solidschuhwerk GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Solidschuhwerk GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solidschuhwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Darüber hinaus sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 19. April 2024"

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Paul Berger, Wirtschaftsprüfer

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