Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 202270
Eingetragen
9.8.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kfz.-Ersatzteilen und Zubehör, Vermietung von Pkw, Transportern und Anhängern, Betrieb eines Tankstellen- Wasch- und Pflegedienstets, eines Abschlepp- und Bergedienstes, eines Reifen- und Batteriedienstes sowie eines Werkstattservices mit Fahrgestellreparaturen, Karosseriebau, einer Lackiererei, Fahrzeugelektrik, Betrieb einer Fahrschule sowie Vermittlung von Versicherungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Daniel
seit 17.1.2024
Geschäftsführer
Marcel Greiner
seit 19.1.2021
Geschäftsführer
Volker Ciesiolka
seit 25.9.2006
Geschäftsführer
Peter Weisbrich
seit 25.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
0.00%
B******* C********
0.00%
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PS Union Holding GmbH
Germany
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PS Union GmbH

Halle

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

3. Lage

3.1 Ertragslage

3.2 Finanzlage

3.3 Vermögenslage

3.4 Weitere Angaben

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognosebericht

5.2 Chancen- und Risikobericht

5.3 Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht

6. Nachtragsbericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der PS Union GmbH, als Unternehmen der PS Union Holding GmbH, umfasst den Fahrzeugverkauf von Neu- und Gebrauchtwagen, den Werkstattservice und Teilehandel sowie Lackier- und Karosserieleistungen. Die Gesellschaft unterhält Betriebe in den Städten Halle (Saale) und Nordhausen. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen Fahrzeuge auch überregional per Online-Handel.

Im Berichtszeitraum beschäftigte die PS Union GmbH 183 Mitarbeiter davon 33 Auszubildende.

Die Gesellschaft verfügt über ein gut strukturiertes Management. Die Geschäftsleitung besteht aus 6 Personen (Vorsitzender Geschäftsführer, Geschäftsführer Digitalisierung und Unternehmensentwicklung (Stellvertreter des Vorsitzenden), kaufmännische Geschäftsführerin, Geschäftsführer Fahrzeugverkauf, Geschäftsleiter Mechatronik und Geschäftsleiter Karosserie und Lack). Darüber hinaus sind etwa 30 Mitarbeiter in der mittleren Führungsebene geschäftsfeldübergreifend zugeordnet. Diese Organisationsstruktur sichert die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft in einem besonderen Maß und reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Personen.

Die PS Union GmbH ist Vollfunktionshändler der Marken Ford, Peugeot, Hyundai und Volvo. Das bedeutet, dass die Gesellschaft jeweils über mindestens einen Verkaufs- und Servicevertrag verfügt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Servicevertragspartner der Marken Polestar und Lync & Co. Im Berichtszeitraum haben sich hier eine Reihe an Veränderungen ergeben. Nahezu alle Hersteller stellen sich für 2025 neu auf und transformieren ihr Händler- und Servicenetz. Dies hat folgende Auswirkung auf die PS Union GmbH:

Ford

Als bestätigter Zukunftshändler ist die PS Union GmbH der einzige Händler ab Mitte 2025 in der Region südliches Sachsen-Anhalt und der Region Nordhausen. Somit wird sich für die Gesellschaft der Wirkungsraum deutlich erhöhen. In enger Abstimmung mit der Marke ist die PS Union GmbH deshalb klar als Partner auch über 2025 hinweg gesichert und wird ehemalige Händler als Agenturen anbinden.

Peugeot

Die Marke Peugeot ist ein tragender Bestandteil des Stellantis Konzerns. Dieser umfasst zusätzlich zu Peugeot noch eine Reihe an weiteren Marken. Die PS Union GmbH ist auch über 2025 hinaus als Peugeot Partner bestätigt und wird im kommenden Geschäftsjahr ihr Engagement innerhalb des Stellantis Konzerns weiter ausbauen. Die Marke Citroen wird in Vollfunktion in das Markenportfolio der Gesellschaft neu aufgenommen. Darüber hinaus wird die PS Union GmbH als Professional Partner auch das leichte Nutzfahrzeuggeschäft beider Stellantis-Marken implementieren.

Hyundai

Die bestehenden Verkaufs- und Serviceverträge sind aktuell auf Mitte 2025 befristet. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes wird an diversen Varianten bezüglich einer weiteren Fortführung aller bzw. einzelner Verträge verhandelt.

Volvo

Die bestehenden Serviceverträge sind bestätigt und werden auch über 2025 hinaus fortgeführt. Die bestehenden Verkaufsverträge sind aktuell auf Mitte 2025 befristet. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes wird an diversen Varianten bezüglich einer weiteren Fortführung aller bzw. einzelner Verträge verhandelt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Fahrzeugverkauf

Die deutliche Erhöhung der Energiepreise und höhere Nahrungsmittelkosten erhöhten die Inflation in Deutschland im Berichtszeitraum auf den höchsten Stand seit mehr als 70 Jahren. Im Jahr 2022 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2,65 Millionen neue Pkw zugelassen, was einen leichten Anstieg von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr repräsentiert. In Summe blieb der Markt aber unter den Erwartungen von Händlern und Herstellern. Allein im Dezember wurden laut KBA über 104.000 Vollelektrische-Fahrzeuge (BEV) zugelassen. Das entspricht einer Steigerung um 100 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kamen fast 70.000 Plug-In Hybride (PHEV). Die beiden Gruppen standen zusammen für mehr als die Hälfte der in dem Monat neu zugelassenen Autos. Das Beratungsunternehmen EY sieht in den Zahlen einen "künstlichen Elektro-Boom", welcher durch förderpolitische Maßnahme erzielt wurde. Im ersten Halbjahr 2023 ließen sich vor allem PHEV schlechter verkaufen. Aber auch der Absatz von BEV wurde nicht im Trend vom Dezember fortgesetzt und lässt damit auf "vorgezogene Käufe" schließen.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (863.445 Stück / minus 11,2 Prozent) lag mit 32,6 Prozent 4,5 Punkte unter dem Niveau vom Vorjahr. Auch Fahrzeuge mit einem Dieselmotor verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang um -9,9 Prozent auf 472.274 Neuwagen. Ihr Anteil gab um 2,2 Punkte auf 17,8 Prozent nach. Aufgrund der Verschiebungen gingen die CO 2 -Emissionen der Pkw um 7,7 Prozent weiter zurück. Im Durchschnitt lagen sie bei 109,6 g/km.

Service und Teile

Das Servicegeschäft in der Branche verlief im letzten Geschäftsjahr leicht wachsend. Die Zurückhaltung über neue Antriebstechnologien und die Nichtlieferbarkeit von neuen Fahrzeugen führte sowohl in der Branche als auch bei der PS Union GmbH zu einem leichten Anstieg des Fahrzeugalters. Daraus resultiert ein erhöhter Wartungs- und Reparaturbedarf. Durch gleichzeitig gestiegene Teilepreise inklusive Teilemarge führt dies zu einem positiven Effekt im Servicegeschäft.

Gestiegene Lohnkosten konnten durch Teilepreisaufschläge und Erhöhung der Stundenverrechnungssätze kompensiert werden. Besonders positiv in der Branche entwickelte sich das leichte Nutzfahrzeuggeschäft. Durch Positionierung der PS Union als Nutzfahrzeugspezialist und Nutzfahrzeugzentrum am Standort Halle West konnte die Gesellschaft von dieser positiven Entwicklung partizipieren.

2.2 Geschäftsverlauf

Fahrzeugverkauf

Absatzentwicklung Übersicht:

2022/2023 Einheiten 2021/2022 Einheiten Abweichung
%
FORD 1.044 981 6,4%
Huyndai 313 360 -13,1%
Volvo 48 28 71,4%
Peugeot 70 117 -40,2%
Gebrauchtwagen 1.321 1.419 -6,9%
Einheiten gesamt 2.796 2.905 -3,8%

Die Entwicklung im Fahrzeugverkauf der PS Union GmbH verlief analog zum Bund. Die Gesellschaft konnte bis Ende 2022 einen stärkeren Absatz von BEV und PHEV Fahrzeugen verzeichnen. Hier wurde aus Risikogesichtspunkten darauf geachtet, dass die Gesellschaft bei Leasingverträgen für BEV Fahrzeuge möglichst kein Restwertrisiko trägt.

Andere vielfältige Möglichkeiten, Mobilität zu generieren, wie z.B. durch Auto Abo oder Car Sharing, haben Einfluss auf das Verkaufsgeschäft. Die PS Union GmbH konnte allerdings diese Rahmenbedingungen nutzen und durch gezielte Einkaufsstrategie junge Gebrauchtfahrzeuge generieren, welche wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg hatten.

Auch in diesem Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ihre Digitalisierungsstrategie ausgebaut und Vermarktungsmöglichkeiten über Verkaufs- oder Leasingbörsen weiter professionalisiert. Eine intelligente Bestell- und Lagerstrategie half dabei, Marktanteile und konstant hohe Bruttoerträge zu generieren. Die zweite wesentliche Säule des erfolgreichen Geschäftsjahres war der internationale Zukauf aus der gesamten Europäischen Union. Hier konnte die PS Union GmbH ihre bereits guten Kontakte intensivieren und noch weiter ausbauen.

Ford verlor gegenüber dem Bund im Bereich PKW im vierten Jahr in Folge mehr als 7% und realisierte damit einen Marktanteil von 3,5%. Die Produktion und Angebotspalette der Ford PKW-Modelle geht immer weiter zurück. Volumenmodelle wie der Ford Fiesta oder der Ford Focus wurden ganz oder teilweise eingestellt. Die Elektrifizierung der Modelle ist nicht optimal. Ford hat mit dem Mustang MACH E aktuell ein Elektrofahrzeug im Portfolio. Die in 2023 mehrfach durchgeführten Preiserhöhungen für die komplette Modellpalette und die eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten führten zu einem weiter rückläufigen Auftragseingang im PKW-Bereich.

Der Bereich Ford Nutzfahrzeuge entwickelte sich dagegen wesentlich besser. Im Bund konnte der Hersteller einen Anstieg von ca. 24% realisieren, dabei stieg der Markt nur um 11%. Der kontinuierliche Ausbau dieses Geschäftszweiges zahlt sich jetzt immer mehr aus. Der Anstieg der Stückzahlen bei Ford resultiert ausschließlich aus Nutzfahrzeugen.

Bei Hyundai konnte die Gesellschaft ihr Jahresziel trotz ebenfalls schlechter Liefersituation des Herstellers realisieren. Der Marktanteil des Herstellers blieb im Bund konstant und auch die PS Union GmbH konnte ihre Auslieferungen stabil halten.

Der Bereich Volvo verzeichnete nach wie vor Lieferengpässe, da die batterieelektrischen Fahrzeuge in China produziert werden. Das Neuwagengeschäft konnte leichte Steigerungen auf niedrigem Niveau verwirklichen.

Gemeinsam mit Peugeot konnte die Gesellschaft aufgrund der schlechten Liefersituation die Vorjahresstückzahlen nicht realisieren.

Im Bereich Gebrauchtwagen konnte die PS Union GmbH bei leicht rückläufigen Stückzahlen gute und stabile Erträge generieren.

Service und Teile

Der Geschäftsverlauf im Bereich Service & Teile verlief wie auch in den vergangenen Jahren mit leichten saisonalen Schwankungen. Besonders gute Erträge konnten in den Monaten Oktober / November und Mai erzielt werden. In dieser Zeit kommt es vor allem durch Räderwechsel zu einer erhöhten Werkstattfrequenz. Dabei können Mängel festgestellt und Zusatzverkäufe generiert werden. Auftragsschwächer waren die Monate Februar und März aufgrund eines erhöhten Krankenstandes.

Im Bereich Karosserie konnten die Stundenverrechnungssätze mit den Vertragspartnern geringfügig erhöht werden. Im Lackbereich hat das teilweise nicht ausgereicht, um die gestiegenen Materialpreise zu kompensieren, weil diese in den Stundenverrechnungssatz inkludiert sind. Ebenfalls sah sich der Lackbereich mit einer herausfordernden Personalsituation konfrontiert, weil Weiterbildungen und der Ersatz eines gekündigten Mitarbeiters mehr Zeit benötigten als geplant. Ebenfalls wurde die Lackmischmaschine getauscht, was eine längere Einarbeitungs- und Gewöhnungszeit der Mitarbeiter nach sich zog.

3. Lage

Folgende Tabelle zeigt ausgewählte Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr:

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Bilanzsumme 36.951 35.119 1.832 5,2%
Eigenkapital 8.031 7.486 545 7,3%
Umsatzerlöse 85.230 81.482 3.748 4,6%
Rohertrag 14.130 13.725 405 3,0%
Personalaufwand 8.042 8.318 -276 -3,3%
Abschreibungen 754 624 130 20,8%
Betriebsergebnis 1.453 1.334 119 8,9%
Jahresergebnis 545 849 -304 -35,8%
Eigenkapitalrendite 6,8% 11,3%
Gesamtkapitalrendite 1,5% 2,4%
Eigenkapitalquote 21,7% 21,3%

3.1 Ertragslage

Fahrzeugverkauf

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 85,2 Mio. € erwirtschaftet. Dies repräsentiert einen Anstieg um 3,7 Mio. € (4,6 %) im Vergleich zum Vorjahr. In Bezug auf die Umsatzstruktur konnten folgende Veränderungen festgestellt werden:

Der Gesamtumsatz im Neuwagenbereich stieg um ca. 4,1 Mio. € und der Verkauf an Autovermieter konnte um 2,1 Mio. € reduziert werden. Im Neuwagenbereich (privat und gewerblich ohne Vermieter) stieg der Umsatz um 6,1 Mio. €. Dieser Anstieg ist auf eine Erhöhung der verkauften Einheiten von 1.265 auf 1.475 und auf höhere Stückumsätze zurückzuführen. Zusätzlich stieg der Umsatz im Gebrauchtwagenverkauf um 0,9 Mio. € von 28,4 auf 29,3 Mio. €. Im Vorjahr wurden 1.419 Gebrauchtwagen verkauft und im laufenden Geschäftsjahr 1.321. Aus diesen Veränderungen kann geschlussfolgert werden, dass die Stückumsätze im Gebrauchtwagenverkauf gestiegen sind.

Die Umsätze im Teilebereich sind gegenüber dem Vorjahr um 11 % gestiegen und die Umsätze im Service- und Karosseriebereich sind jeweils um 8 % gestiegen. Im Lackbereich kam es zu einem Rückgang von nahezu 4 % und im Mietwagenbereich stieg der Umsatz von 0,38 auf 0,44 Mio. €.

In den peripheren Bereichen konnte nach einem betriebsbedingten Rückgang im Vorjahr wieder eine Steigerung um 15% verzeichnet werden.

Der Materialaufwand stieg von 67,8 Mio. € auf 71,1 Mio. € und verlief somit proportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse. Im Gegensatz dazu sank der Personalaufwand im Abrechnungszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 276 T€. Dieser Rückgang begründet sich größtenteils auf die im Vorjahr getätigte Sonderzahlung in Höhe von 3.000 € Inflationsausgleichsprämie pro Mitarbeiter.

Auf Grund der allgemeinen Zinsentwicklung sowie der Erhöhung von Fahrzeugbeständen gegenüber dem Vorjahr, verschlechterte sich das Zinsergebnis von -111 T€ auf -714 T€. Diese Erhöhung von 603 T€ wirkt sich maßgeblich auf das Ergebnis aus.

Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt 545 T€ und liegt 304 T€ unter dem Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite sinkt von 11,3 % im Vorjahr auf 6,8 % im Berichtsjahr.

3.2 Finanzlage

Die PS Union GmbH kommt ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen stets pünktlich nach und die Zahlungsfähigkeit ist permanent gewährleistet.

Vom Gebrauchtwagenbestand in Höhe von 5,4 Mio. € sind aktuell 0,5 Mio.€ finanziert und für weitere 6 Mio. € stehen mögliche Kreditlinien zur Verfügung.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft steigt von 35.119 T€ auf 36.951 T€. Dies begründet sich im Wesentlichen in einer Erhöhung der Neuwagenbestände. Diese Entwicklung ist branchenüblich und begründet sich in den deutlich verbesserten Liefer- und Transportkapazitäten der Hersteller.

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg um 545 T€ auf 8.031 T€ und die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr auf Grund der höheren Bilanzsumme nur geringfügig von 21,3 % auf 21,7 % gestiegen.

Die Höhe des Fremdkapitals wird maßgeblich beeinflusst durch das angestiegene Neuwagenlager, dessen Finanzierung vollumfänglich durch separate Einkaufsfinanzierungskreditlinien der entsprechenden Hersteller und Importeure sichergestellt ist.

3.4 Weitere Angaben

Die PS Union GmbH erreichte herstellerübergreifend sehr gute Ergebnisse in Bezug auf die Kundenzufriedenheit und kann damit die guten Werte der vergangenen Jahre weiterführen. Die Anforderungen an die von den Herstellern erhobenen "Kundenmeinungsspiegel" wurden im vollen Umfang erfüllt. Darüber hinaus wurde mit der PS Union Servicewelt ein digitales Kundenbindungsinstrument erfolgreich eingeführt.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz und Jahresüberschuss sind die zentralen Leistungsindikatoren der PS Union GmbH.

Die deutliche Reduzierung der verkauften Einheiten seit bereits mehreren Geschäftsjahren ist vollumfänglich beabsichtigt und durch eigenes Handeln der Gesellschaft herbeigeführt. Die PS Union GmbH hat sich strategisch von einem überdimensionalen Großabnehmer-Geschäft (Rent) hin zu einem wesentlich rentableren Kirchturmgeschäft transformiert. In vergangenen Jahresabschlüssen kann diese positive Entwicklung auch betriebswirtschaftlich nachvollzogen werden. Der Umsatz hat sich seit 2019 nahezu halbiert, dennoch hat sich das Jahresergebnis dem entgegenlaufend fast verdoppelt.

Darüber hinaus handelt die Gesellschaft immer im Sinn der Langfristigkeit. Kurzfristige Erträge werden teilweise nicht realisiert, wenn diese eine langfristige Benachteiligung bedeuten könnten. Die Finanzierungs- und Eigentümerstruktur der PS Union GmbH ermöglicht dieses Handeln und schafft damit Beständigkeit und Stabilität für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

Umsatz

Jahresüberschuss

Umsatzerlöse:

Im vorherigen Lagebericht prognostizierte die Gesellschaft einen leicht rückläufigen Gesamtumsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Die Gewinnprognose war zutreffend und auch richtig begründet worden. Auch die Entwicklung der Umsatzprognose im Service- und Teilegeschäft war zutreffend. Lediglich die Umsatzprognose im Fahrzeugverkauf ist so nicht eingetreten. Die Frequenz der verkauften Einheiten ist leicht rückläufig gewesen und die Stückumsätze sind auf einem hohen Niveau nochmal gestiegen. Dieser Anstieg begründet sich im Wesentlichen in signifikanten Preiserhöhungen der Hersteller.

Jahresüberschuss:

Diese Steuerungskennzahl zeigt das Ergebnis aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern.

Neben den genannten Steuerungskennzahlen werden zusätzlich unterstützende Kennzahlen, die der positiven Beeinflussung des Betriebsergebnisses dienen, regelmäßig ermittelt.

Der Kostenanstieg durch Zinsen war ursächlich für den leichten Rückgang des Gewinns.

5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognosebericht

Fahrzeugverkauf

Das kommende Berichtsjahr wird geprägt sein von einer deutlichen Steigerung der verkauften Einheiten und einem deutlichen Rückgang der Stückerträge. Somit werden die Umsätze im Fahrzeughandel leicht steigen und der Gewinn leicht rückläufig sein. Die Geschäftsleitung geht aufgrund der Positionierung der Gesellschaft im Vertriebsgebiet südliches Sachsen-Anhalt und Nordhausen und aufgrund der Einführung des Agenturmodells davon aus, dass die Gesellschaft ihre positive Entwicklung fortsetzen kann. Durch die Kosten- und Digitalisierungsprogramme werden sich die Prozesse weiter verbessern und zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Service und Teile

Die Gesellschaft rechnet im kommenden Geschäftsjahr mit einem leicht steigenden Umsatz im Service- und Teilegeschäft. Diese Prognose begründet sich durch die Erweiterung der Werkstattkapazität um eine zusätzliche Nutzfahrzeugwerkstatt, eine leichte Steigerung der Produktivität durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse, durch Anpassung von externen Stundenverrechnungssätzen in Höhe der Inflation, das Nachverhandeln von Stundenverrechnungssätzen mit Leasingfirmen, erhöhten Wartungs- und Reparaturbedarf aufgrund weiter steigenden Fahrzeugalters im kommenden Geschäftsjahr und durch vom Hersteller vorgegebene Teilepreissteigerungen und dadurch resultierende Margenverbesserung.

Insgesamt geht die Geschäftsleitung für das kommende Geschäftsjahr von einem leichten Anstieg der Umsätze und von einem leichten Rückgang des Gewinns aus.

5.2 Chancen- und Risikobericht

Fahrzeugverkauf

Die wesentlich bessere und kontinuierliche Belieferung mit Neufahrzeugen wird dazu führen, dass die Umsätze leicht steigen werden. Allerdings werden die Margen deutlich zurückgehen, da sich durch ansteigende Lagerbestände und deutlich höhere Zinsen in der Einkaufs- und Absatzfinanzierung der Abverkaufsdruck deutlich verstärken wird. Dazu kommen deutliche Margenreduzierungen im festen und variablen Bereich. Aus diesem Grund wird der Focus in der Verkaufssteuerung auf die Reduzierung der zinsbelasteten Lagerbestände gelegt werden.

Die sich verändernde Modellpalette in den PKW Bereichen mit eingeschränkten Spezifikationsmöglichkeiten wird dazu beitragen, dass sich Absatz und Ertrag reduzieren.

Ein Absatzplus sieht die Geschäftsleitung im Bereich der Nutzfahrzeuge, da es hier zu nachgelagerten Ersatzbeschaffungen - trotz der schlechten Konjunkturprognose - kommen wird. Darüber hinaus möchte die Gesellschaft den Anteil an umgebauten Nutzfahrzeugen, welche durch zertifizierte Aufbauhersteller umgebaut werden, kontinuierlich erhöhen.

Service und Teile

Der Trend zum steigenden Fahrzeugalter und somit erhöhtem Reparaturbedarf ist eventuell endlich und durch politische Kaufanreize von Neuwagen auch schnell hinfällig. Um dennoch die Kunden langfristig an die Vertragswerkstatt zu binden, starten Hersteller wie Ford Loyalitätsprogramme. Vor allem durch die digitale Vernetzung vom Smartphone zum Fahrzeug wird eine stärkere Kundenbindung erzielt. Diese Dienste kann bislang kein Drittanbieter darstellen. Updates over the Air, Online-Fehlerspeicherabfragen ohne Werkstattbesuch und Anzeigen von Wartungs- und Reparaturbedarf inkl. Onlineterminierung beim Händler werden langfristig die Marktanteile sichern. Zusätzlich verstärkt die PS Union Servicewelt die Kundenbindung durch monetäre Cashbacks bei Folgeaufträgen und kann die Werkstattauslastung auch in auftragsschwachen Monaten durch gezielte Marketingkampagnen sicherstellen.

5.3 Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht

Nach Einschätzung der Geschäftsführung ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr keine grundlegende Änderung der Risiko- bzw. Chancenlage. Risiken, die die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich gefährden könnten, sind aus Sicht der Geschäftsleitung derzeit nicht erkennbar.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, oder dessen Entwicklung beeinträchtigen könnten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Halle, den 26. Februar 2024

Volker Ciesiolka

Marcel Greiner

Peter Weisbrich

René Daniel

Bilanz

AKTIVA

31.08.2023
EUR
31.08.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.369,00 44.893,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.369,00 44.893,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.920.208,96 3.061.978,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.646,00 63.094,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.827.168,00 3.486.093,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 340.123,02
Summe Sachanlagen 6.792.022,96 6.951.288,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 124.290,77 168.045,66
Summe Finanzanlagen 149.855,36 193.610,25
Summe Anlagevermögen 6.963.247,32 7.189.792,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 47.206,26 43.850,12
2. in Arbeit befindliche Aufträge 203.135,12 162.590,36
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.859.418,14 18.194.930,25
4. Geleistete Anzahlungen 58.726,44 0,00
Summe Vorräte 22.168.485,96 18.401.370,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.061.652,22 2.600.368,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.568.981,66 758.612,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.946.345,96 2.627.157,07
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.576.979,84 5.986.138,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 185.569,97 3.459.324,54
Summe Umlaufvermögen 29.931.035,77 27.846.833,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.847,93 82.252,30
D. Bilanzsumme Aktiva 36.951.131,02 35.118.878,37

PASSIVA

31.08.2023
EUR
31.08.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 150.000,00 (Vj: 150.000,00)
II. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 7.880.791,80 7.335.548,64
Summe Eigenkapital 8.030.791,80 7.485.548,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 454.043,56 456.991,56
2. Steuerrückstellungen 0,00 778.223,12
3. Sonstige Rückstellungen 1.321.349,12 2.038.949,74
Summe Rückstellungen 1.775.392,68 3.274.164,42
C. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 27.144.946,54 (Vj: 24.359.165,31)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.615.420,35 19.988.257,01
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 23.615.420,35 (Vj: 19.988.257,01)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 109.298,60 353.731,07
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 109.298,60 (Vj: 353.731,07)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 881.698,47 1.513.136,57
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 881.698,47 (Vj: 1.513.136,57)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.214,49 30.487,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 30.214,49 (Vj: 30.487,62)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.508.314,63 2.473.553,04
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.508.314,63 (Vj: 2.473.553,04)
- davon aus Steuern: 1.080.836,76 (Vj: 28.349,73)
Summe Verbindlichkeiten 27.144.946,54 24.359.165,31
D. Bilanzsumme Passiva 36.951.131,02 35.118.878,37

Gewinn- und Verlustrechnung

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Umsatzerlöse 85.229.787,09 81.482.597,25
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 40.434,05 41.916,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 602.991,46 719.584,24
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -70.668.742,76 -67.453.391,59
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -471.451,76 -345.608,76
Summe Materialaufwand -71.140.194,52 -67.799.000,35
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -6.597.298,52 -6.954.381,81
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.445.040,31 -1.364.052,22
- davon für Altersversorgung: -25.216,58 (Vj: -27.303,54)
Summe Personalaufwand -8.042.338,83 -8.318.434,03
6. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -753.555,91 -623.804,61
Summe Abschreibungen -753.555,91 -623.804,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.432.793,90 -4.114.050,72
8. Ordentliches Betriebsergebnis 1.504.329,44 1.388.808,19
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.911,76 28.032,13
- davon aus verbundenen Unternehmen: 11.867,84 (Vj: 6.942,75)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -730.600,13 -139.227,45
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -14.313,00 (Vj: -14.053,00)
11. Finanzergebnis -713.688,37 -111.195,32
12. Ergebnis vor Steuern 790.641,07 1.277.612,87
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -194.335,34 -373.969,72
14. Ergebnis nach Steuern 596.305,73 903.643,15
15. Sonstige Steuern -51.062,57 -54.692,73
16. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 545.243,16 848.950,42
17. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 7.335.548,64 6.486.598,22
18. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 7.880.791,80 7.335.548,64

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der PS Union GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PS Union GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Halle
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stendal
Register-Nr.: HRB 202270

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 30 Jahren linear vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Folgejahr unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für zu erwartende Skontoinanspruchnahmen, das allgemeine Kreditrisiko und den Zinsverlust wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,81% (Vorjahr: 1,77%) angesetzt. Der Gehaltstrend wurde mit 0% (Vorjahr: 0%) berücksichtigt. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n. F. i. V. m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind die Altersversorgungsverpflichtungen im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden.

Der Rechnungszins ergibt sich nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB aus dem 10-Jahres-Durchschnitt. Der Unterschiedsbetrag bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung zum bisherigen 7-Jahres-Durchschnitt im Rechnungszins beträgt EUR 83.969,00. Der Unterschiedsbetrag aufgrund BilMoG-Umstellung wird in 2022/2023 mit EUR 5.598 erfolgswirksam berücksichtigt und mit EUR 11.195,00 auf die Folgejahre verteilt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 11.195,00 (§ 253 Abs. 6 HGB) (Vorjahr: EUR 16.793,00). Die Ausschüttungssperre aus dem Unterschiedsbetrag zum 31. August 2023 beträgt EUR 20.848,00 (Vorjahr: EUR 46.864,00). Zur Absicherung von bestimmten Ansprüchen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter wurde Barvermögen auf einen Treuhänder übertragen. Dieses Vermögen dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersversorgung und ist dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden die entsprechenden Rückstellungen mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für den Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich im Falle der Rückstellungen für Pensionen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

3.2 Angaben zu den Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 378.902,23 (Vorjahr: Euro 580.250,59).

Art der Forderung zum davon mit einer Restlaufzeit
31.08.2023 Gesamtbetrag
TEuro
kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 3.062 3.062 0
gegen verbundene Unternehmen 2.569 2.569 0
sonstige Vermögensgegenstände 1.946 1.547 379
Summe 7.577 7.178 379

3.3 Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf Euro 118.077,40 (Vorjahr: Euro 109.017,96) und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

3.4 Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 805.065,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 351.021,44
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 351.021,44
verrechnete Aufwendungen -14.313,00
verrechnete Erträge 5.043,92

Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Deckungskapital zuzüglich zugewiesener Überschüsse.

3.5 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen, Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche, Abschluss- und Prüfungskosten, Aufwendungen für Instandhaltungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen aus Rückkaufoptionen und Prozessrisiken.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von Euro 1.321.349,12 enthalten Rückstellungen für Aufbewahrungskosten in Höhe von Euro 51.058,00. Nur diese Rückstellung hat eine längerfristige Laufzeit. Die Rückstellung für die Aufbewahrung wurde entsprechend der gesetzlichen Aufbewahrungsdauer von 6 bis 10 Jahren gebildet. Hierbei wurde unterstellt, dass 10 % der Unterlagen 6 Jahre und 70 % der Unterlagen 10 Jahre aufzubewahren sind. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurde eine Kostensteigerung von jährlich 1 % unterstellt.

Die Gesamtkosten der Aufbewahrung belaufen sich auf Euro 53.145,00. Der Barwert beträgt Euro 51.058,00. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde die Abzinsung nach dem durchschnittlichen Marktzins der letzten 7 Jahre gem. § 253 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,32 Mio. Euro entfallen ca. 70 Prozent auf den Personalbereich, 4 Prozent auf mögliche Verluste aus Rückkaufsoptionen, 4 Prozent auf Bonusrückstellungen und Prämien, 5 Prozent auf ausstehende Reparaturen und 17 Prozent auf sonstige Rückstellungen.

3.6 Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte in Klammer):

Stand am 31.08.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit > 1 Jahr
davon über 5 Jahre
durch Grundpfandrechte- u. Mitverpflicht. Dritter gesichert
gesichert durch
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.615.420,35 22.190.420,35 1.425.000,00 0,00 23.615.420,35 GSD, SU, EV
(19.988.257,01) (17.947.632,01) (2.040.625,00) (0,00) (19.988.257,01)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 109.298,60 109.298,60 0,00 0,00 0,00 -
(353.731,07) (353.731,07) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 881.698,47 881.698,47 0,00 0,00 881.698,47 EV
(1.513.136,57) (1.513.136,57) (0,00) (0,00) (1.513.136,57)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.214,49 30.214,49 0,00 0,00 0,00 -
(30.487,62) (30.487,62) (0,00) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 2.508.314,63 1.595.318,09 912.996,54 376.167,85 1.042.252,12 GS
(2.473.553,04) (1.431.304,02) (1.042.249,02) (513.407,71) (1.169.578,36)
- davon gegenüber Gesellschaftern 1.042.252,12 129.255,58 912.996,54 376.167,65 1.042.252,12 GS
(1.169.578,36) (127.329,34) (1.042.249,02) (513.407.71) (1.169.578,36)
- davon aus sozialer Sicherheit 6.852,11 6.852,11 0,00 0,00 0,00
(4.251,77) (4.251,77) (0,00) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern 1.080.836,76 1.080.836,76 0,00 0,00 0,00
(28.349,73) (28.349,73) (0,00) (0,00) (0,00)
27.144.946,54 24.806.950,00 2.337.996,54 376.167,85 25.539.370,94
(24.359.165,31) (21.276.291,29) (3.082.874,02) (513.407,71) (22.670.971,94)

Legende: GS = Grundschuld; B = Bürgschaft der Gesellschafter; SU = Sicherungsübereignung; GSD = Grundschuld Dritter; EV = Eigentumsvorbehalt; Pf = Pfandrechte

3.7 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen am Bilanzstichtag EUR 380.489,00 (Vorjahr: EUR 406.667,00).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen oder geografisch bestimmten Märkten konnte unterbleiben, da sich die Tätigkeitsbereiche und die Märkte nicht erheblich unterscheiden.

4.2 Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 333.239,23 enthalten. Es handelt sich hierbei um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen und aus der Einziehung von abgeschriebenen Forderungen.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl Zahl
Arbeiter 69
Angestellte 57
leitende Angestellte 20
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 146
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 130
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 16

5.2 Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

Herrn Volker Ciesiolka, Dipl.-Ing. oec., Halle, Vorsitzender der Geschäftsführung

Frau Marion Kühnemund, Finanzökonomin, Halle, Geschäftsführerin kaufmännischer Bereich (bis 11. Dezember 2023)

Herrn Peter Weisbrich, Dipl.-Ing Maschinenbau, Halle, Geschäftsführer Fahrzeugverkauf

Herrn Marcel Greiner, Dipl.-Kfm., Halle, Geschäftsführer Unternehmensentwicklung / Digitalisierung Herrn René Daniel, Leipzig, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich (ab 11. Dezember 2023)

5.3 Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 687.314,00 gewährt.

5.4 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
HAL-Fleet GmbH, Halle 100,00% -487,19 28.795,75
Abschlussstichtag 31.12.2022

5.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt Euro 30.000 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
Abschlussprüfungsleistungen 30.000,00

5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

5.7 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Euro
Gewinnvortrag vor Verwendung 7.335.548,64
Jahresüberschuss 545.243,16
Vortrag auf neue Rechnung 7.880.791,80

 

Halle, den 26. Februar 2024

Volker Ciesiolka

Peter Weisbrich

Marcel Greiner

René Daniel

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.09.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.08.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 289.663,80 0,00 0,00 0,00 289.663,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 289.663,80 0,00 0,00 0,00 289.663,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.557.061,64 189.561,66 30.500,00 804.832,44 5.520.955,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 469.351,79 1.120,91 5.474,50 0,00 464.998,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.714.061,20 2.043.041,90 2.483.824,74 0,00 4.273.278,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 340.123,02 464.709,42 0,00 -804.832,44 0,00
Summe Sachanlagen 10.080.597,65 2.698.433,89 2.519.799,24 0,00 10.259.232,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 0,00 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 168.045,66 6.245,11 50.000,00 0,00 124.290,77
Summe Finanzanlagen 193.610,25 6.245,11 50.000,00 0,00 149.855,36
Summe Anlagevermögen 10.563.871,70 2.704.679,00 2.569.799,24 0,00 10.698.751,46

Abschreibungen

Stand 01.09.2022
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.08.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244.770,80 23.524,00 0,00 268.294,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 244.770,80 23.524,00 0,00 268.294,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.495.082,68 105.664,10 0,00 1.600.746,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 406.257,79 19.565,91 5.471,50 420.352,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.227.968,20 604.801,90 386.659,74 1.446.110,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.129.308,67 730.031,91 392.131,24 3.467.209,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.374.079,47 753.555,91 392.131,24 3.735.504,14

Buchwerte

Buchwert 31.08.2023
EUR
Buchwert 31.08.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.369,00 44.893,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.369,00 44.893,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.920.208,96 3.061.978,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.646,00 63.094,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.827.168,00 3.486.093,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 340.123,02
Summe Sachanlagen 6.792.022,96 6.951.288,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 124.290,77 168.045,66
Summe Finanzanlagen 149.855,36 193.610,25
Summe Anlagevermögen 6.963.247,32 7.189.792,23

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die PS Union GmbH, Halle

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PS Union GmbH, Halle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PS Union GmbH, Halle, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 26. Februar 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dominik Schwab, Wirtschaftsprüfer

Dr. Steffen Bangert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss auf den 31. August 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 10. Mai 2024 festgestellt.

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