BA.Vertrieb GmbH & Co. KG

49479 Ibbenbüren, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRA 6706
Eingetragen
28.4.2014

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

BA.Beteiligung GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BA.Vertrieb GmbH & Co. KG

Ibbenbüren

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BA.VERTRIEB GMBH & CO. KG, IBBENBÜREN

Das Unternehmen

Die BA.Vertrieb GmbH & Co. KG (kurz BA.Vertrieb) ist eine reine Vertriebsgesellschaft, die ausschließlich im Gesundheitsmarkt tätig ist. Ihre Kernkompetenz ist die Betreuung und Akquirierung von Kunden für Apotheken sowie die Entwicklung und Implementierung von Service- und Dienstleistungsangeboten für diese Kunden. Durch den stetigen offenen Austausch mit Ärzten, Kliniken, Patienten, Krankenkassen, Lieferanten und Herstellern kann so schnell auf die Entwicklungen des Marktes reagieren.

Die Mitarbeiter betreuen niedergelassene Ärzte aus den Fachschaften Onkologie, Orthopädie/Chirurgie/Anästhesie, Nephrologie und Ophthalmologie und sind Spezialisten auf dem Gebiet der ambulanten Patientenversorgung.

Auf dem Gebiet der ambulanten Patientenversorgung bietet die BA.Vertrieb Lösungen für komplexe pharmazeutische außerklinische Versorgungssituationen. Schlagworte sind Lebensqualität für Patienten und Betroffene, Versorgungssicherheit und Therapiehoheit. Dabei werden die Patienten mit einem hohen qualitativen Anspruch betreut. Die qualifizierten Fachkräfte organisieren, koordinieren und begleiten Patienten 24 Stunden vor Ort.

Die Vertriebsmitarbeiter aus dem Bereich der Ophthalmologie betreuen chirurgisch tätige Augenärzte im gesamten Bundesgebiet und bieten diesen ein umfangreiches Dienstleistungspaket zu allen Belangen der Ophthalmo-Chirurgen.

Nephrologen werden in ihrem täglichen Arbeitsumfeld unterstützt. Hierbei bildet die patientenorientierte Dienstleistungsausrichtung ebenso wie eine Berücksichtigung des wirtschaftlichen Betriebs der nephrologischen Praxis den Fokus des Handelns.

Der Bereich Arzt und ambulante Klinik ist ein "Allrounder" in Bezug auf Medizinprodukte und Arzneimittel und betreut Orthopäden, Chirurgen und Anästhesisten, angepasst an die Bedürfnisse von OP-Zentren und MVZ. Als kompetente Partner stehen die Mitarbeiter für alle Fragen und Belange rund um den medizinischen Alltag zur Verfügung.

Die Betreuung von Onkologen erfolgt an erster Stelle unter dem Aspekt der Patienten- und Versorgungssicherheit. Zudem werden Praxen und Patienten bestmögliche Angebote zum Medikationsmanagement angeboten.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gesamtwirtschaftliche Lage

Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch ist es auf europäischer und insbesondere auch auf nationaler Ebene in kürzester Zeit gelungen, den Ausfall russischer Energielieferungen zu kompensieren und Energiebedarfe - wo möglich - effizient zu reduzieren. Nie zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat das Land seine Energieversorgung in so kurzer Zeit in solch einem Umfang neu organisieren müssen.

Nachdem Deutschland im Jahr 2022 die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden hatte, ist es im Laufe des vergangenen Jahres gelungen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken. Ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres sprechen wesentliche Faktoren für eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im laufenden Jahr. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent.

Der Arbeitsmarkt ist bemerkenswert robust: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte zuletzt mit über 46 Millionen Personen einen Höchststand. Die derzeit hohen nominalen Lohnzuwächse führen in Kombination mit nachlassender Inflation - nach den starken Verlusten 2022/23 - wieder zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft. Dies dürfte auch die Binnennachfrage stärken. Die Bundesregierung geht deshalb trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, etwa mit Blick auf die Weltwirtschaft, für das Jahr 2024 von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 0,2 Prozent aus (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung).

Branchenentwicklung

Als Vertriebsgesellschaft auf dem Gesundheitsmarkt ist die Entwicklung des Pharmamarktes gesamt und insbesondere des Apothekenmarktes für die BA.Vertrieb von wesentlicher Bedeutung.

Der Apothekenmarkt verbuchte laut IQVIA Marktbericht im Jahr 2023 ein leichtes, einstelliges Umsatzwachstum von knappen 2 %. Es wurden ca. 1,7 Mrd. Packungen (-4 % vgl. VJ) im Wert von 47,5 Mrd. Euro (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) an Patienten abgegeben. In den Monaten Juni und Oktober wurden die höchsten Umsatzwachstumsraten erreicht. Die ersten drei Monate im Jahr 2023 waren kontinuierlich rückläufig und im April wurde auch eine leicht negative Veränderungsrate nach Umsatzwert sichtbar. Negativ waren auch der September und Dezember. Alle anderen Monate zeigten aber ein leichtes, einstelliges Umsatzwachstumsverhalten im positiven Bereich.

Chart

Das Marktsegment der rezeptpflichtigen Präparate wuchs 2023 um 2,6 % nach Umsatzzunahme, während der Absatzzuwachs nur geringläufig um 1 % zunahm. Dies entspricht einem Marktvolumen von 41,4 Mrd. Euro bzw. rund 791 Mio. Packungen.

Chart

Im Jahr 2023 wurden fast 903 Mio. Packungen rezeptfreie Arzneimittel abgegeben, was einem Rückgang von -8 % gegenüber Vorjahr entspricht. Der Umsatz sank um 2,3 % auf 6,2 Mrd. Euro.

Der Umsatz der Verordnungen auf Privat-Rezepten sowie Empfehlungen auf grünen Rezepten ging 2023 deutlich zweistellig nach vorne (+10 % und +14 %). Die Selbstmedikation, die den Löwenanteil der OTC-Einkäufe in Offizin und Versandhandel ausmacht, wuchs mit einer Veränderungsrate von +6 % im Gleichschritt mit den Verordnungen auf GKV-Rezepten. Nach Menge zeigten sich nur bei den GKV-Rezepten Rückgänge (-2,2 %). Alle anderen Rezepttypen veränderten sich positiv, allein voran die grünen Rezepte mit +8,6 % und die Privat-Rezepte mit +5,3 %. Das Absatzwachstum auf Basis der Selbstmedikation veränderte sich gering und erreiche nur einen Zuwachs unter 0,5 %. Diese Entwicklung mit dem starken Anstieg der grünen Rezepte könnte mit dem erhöhten Atemwegsinfektaufkommen 2023 in Zusammenhang stehen, zumal die zugehörige OTC-Präparategruppe mit +10 % Absatzwachstumsrate im Versandhandel mit am stärksten gewachsen ist.

Chart

Der Versandhandelsmarkt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel legte im Jahr 2023 nach Wert um 4 % zu (rund 3,2 Mrd. Euro) und nach Menge um Knapp 2 % (276 Mio. Packungen) zu. Das größte Segment im Versandhandel der Rezeptfreien sind die OTC-Arzneimitte. Ihr Marktanteil beträgt insgesamt die Hälfte, und zwar nach Wert 49 % und nach Absatz 60 %.

Innerhalb der absatzstärksten Produktgruppen bei Arznei- und Gesundheitsmitteln über den elektronischen Bestellweg sind die Erkältungsmittel sowie die Augenpräparate am stärksten gewachsen mit über 10 % mehr Absatzentwicklung.

Marktumfeld

Die BA.Vertrieb arbeitet in einem Marktumfeld, welches stark durch gesetzliche Regelungen sowie Bemühungen der großen Player im Markt bestimmt wird, kleine und mittelständische Unternehmen vom Markt zu verdrängen. Durch die engen Geschäftsbeziehungen zu einer großen Apotheke und die dadurch bedingte gute Auftragslage hat sich die BA.Vertrieb gut neben diesen Wettbewerbern positionieren können. Ein weiterer Pluspunkt für die langfristige Etablierung ist der stetig vorangetriebene Ausbau des Qualitätsmanagementsystems und die damit verbundene hohe Transparenz der Produktionsprozesse, die für externe Kunden und Behörden immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Umsatzentwicklung

Geschäftsjahr Mio. Euro % VJ
2020 13,73 9,5
2021 13,38 -2,5
2022 13,28 -0,7
2023 14,00 5,4

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um 5,4 % gesteigert werden.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Die beschriebenen Rahmenbedingungen, die grundsätzliche Entwicklung der Branche und die getätigten Investitionen haben dazu geführt, dass sich Gesamtumsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt haben.

Das Geschäftsergebnis hat sich im Jahr 2023 wie folgt entwickelt:

Jahresüberschuss: 3.423.432,84
Jahresergebnis vor Steuern: 4.081.586,84
Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern: 4.089.681,87
Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen: 4.148.535,47
Rohergebnis: 13.998.140,27

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Investitionen getätigt. Hierbei handelt es sich um Ergänzungs-/Erweiterungsinvestitionen in die bestehende Infrastruktur.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Prozessabläufe werden stetig optimiert und den Kundenbedürfnissen angepasst. Bestehende Konzepte werden regelmäßig hinterfragt und weiterentwickelt. Regelmäßige Schulungsmaßnahmen des Personals unter Berücksichtigung der verschiedenen Qualifikationen erhöhten das Verständnis für eine GMP-konforme Arbeitsweise, die die Grundlage aller Prozesse ist.

Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrug die Personalstärke der BA.Vertrieb insgesamt 92 Personen.

Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt durch Zahlung eines monatlichen Fixgehaltes.

Die Möglichkeit zur Betrieblichen Altersvorsorge (BAV) wird allen Mitarbeitern angeboten, eine Inanspruchnahme ist den Mitarbeitern freigestellt.

Alle Mitarbeiter werden regelmäßig weitergebildet. Die BA.Vertrieb befürwortet und unterstützt hierbei alle individuellen Fort- und Weiterbildungen mit Arbeitsplatzbezug. In regelmäßigen Jahresgesprächen mit den Mitarbeitern werden Ziele und Weiterbildungsmöglichkeiten besprochen.

Darstellung der Lage

Vermögensstruktur

GJ 2023 GJ 2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 0,0 0,3 0,0
Sachanlagen 71,9 1,0 84,3 1,5
Langfristig gebundenes Vermögen 72,0 1,0 84,5 1,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.871,3 25,4 1.692,3 29,7
Sonstige Vermögensgegenstände 5.406,2 73,6 3.899,9 68,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1,2 0,0 18,0 0,3
Kurzfristige Vermögensgegenstände 7.278,7 99,0 5.610,2 98,5
Summe Vermögen 7.350,7 100,0 5.694,8 100,0

Kapitalstruktur

GJ 2023 GJ 2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 3.274,9 44,4 3.274,9 57,5
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 354,2 4,8 139,9 2,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen KI 0,1 0,0 0,1 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 312,9 4,2 737,7 13,0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.408,5 46,5 1.542,1 27,1
Kurzfristiges Fremdkapital 4.075,8 55,6 2.419,8 42,5
Summe Schulden 7.350,7 100,0 5.694,8 100,0

Finanzlage /Cashflow

In EURO 2023 2022 2021
Jahresüberschuss 3.423.432,84 3.276.865,02 3.918.042,09
AfA auf Anlagevermögen 58.853,60 44.907,72 28.747,48
Veränderung der Rückstellungen -214.312,15 -97.065,50 -22.145,13
Brutto-Cashflow 3.267.974,29 3.224.707,24 3.924.644,44

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Umsatzentwicklung

Bedingt durch die guten Geschäftsbeziehungen zu der Apotheke als Abnehmer der vertrieblichen Leistungen sowie die grundsätzlich zu erwartende Entwicklung auf dem Gesundheitsmarkt kann davon ausgegangen werden, dass der Umsatz und Ertrag auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird oder sogar darüber hinausgeht.

Infrastruktur

Die Infrastruktur und hier insbesondere die Ausstattung der Vertriebsmitarbeiter mit den aktuellen und notwendigen Arbeitsmitteln wird immer auf dem neuesten Stand gehalten. Kontinuierlich werden die bestehenden Strukturen auf ihre Effizienz überprüft. Schnelligkeit und hohe Flexibilität sind die Markenzeichen der BA.Vertrieb, die auch in Zukunft die hervorragende Marktposition sichern.

Chancen und Risiken

Chancen ergeben sich durch das Umfeld, in dem die BA.Vertrieb tätig ist.

Eine starke Abhängigkeit besteht zu der Apotheke, die einziger Abnehmer der vertrieblichen Leistungen ist.

Aus der sich verändernden politischen Weltlage ergeben sich zusätzliche wirtschaftliche Risiken. Neben höheren Finanzierungskosten und gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sind mögliche Störungen in den Lieferketten wichtiger Artikel zu nennen, die auch den Pharmamarkt treffen können und somit mittelbar die BA.Vertrieb.

Prognosebericht

Die ersten 2 Monate des Jahres 2024 verliefen im Rahmen der prognostizierten Geschäftsentwicklung so, dass das Geschäftsergebnis des Jahres 2024 im Rahmen der Erwartungen auf dem Niveau des Vorjahres ausfallen sollte.

Auch für die Geschäftsjahr 2025 und 2026 ist mit einer soliden Ertragslage zu rechnen.

 

Ibbenbüren, den 31. März 2024

BA.Beteiligung GmbH

vertreten durch die Geschäftsführung

gez. Timo Miller

gez. Till Hortmann

gez. Dr. Tobias Latzkow

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BA.VERTRIEB GMBH & CO. KG, IBBENBÜREN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 72.005,23 84.541,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 133,71 256,48
II. Sachanlagen 71.871,52 84.284,67
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.277.463,07 5.592.176,28
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.277.463,07 5.592.176,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.184,05 18.046,25
7.350.652,35 5.694.763,68

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.274.929,45 3.274.929,45
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 74.929,45 74.929,45
II. Rücklagen 3.200.000,00 3.200.000,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 354.200,65 139.888,50
C. VERBINDLICHKEITEN 3.721.522,25 2.279.945,73
- Verbindlichkeiten aus Steuern: EUR 242.556,84 (Vorjahr: EUR 170.283,03)
- Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit: EUR 13.455,15 (Vorjahr: EUR 9.538,67)
7.350.652,35 5.694.763,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 14.347.708,20 13.652.428,91
2. Personalaufwand -6.938.818,54 -6.035.704,27
a) Löhne und Gehälter -6.015.105,60 -5.159.395,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -923.712,94 -876.308,74
- davon für Altersversorgung: EUR 5.237,74 (Vorjahr: EUR 6.744,20)
3. Abschreibungen -58.853,60 -44.907,72
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -58.853,60 -44.907,72
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.238.385,19 -3.667.142,77
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 83.193,09 76.811,01
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -91.288,12 -15.308,20
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -658.154,00 -671.366,94
8. Ergebnis nach Steuern 3.445.401,84 3.294.810,02
9. Sonstige Steuern -21.969,00 -17.945,00
10. Jahresüberschuss 3.423.432,84 3.276.865,02
11. Gutschrift des Ergebnisanteils der Kommanditisten -3.423.432,84 -3.276.865,02
12. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BA.VERTRIEB GMBH & CO. KG, IBBENBÜREN

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Gegenstand des Unternehmens ist die Betreuung und Akquirierung von Kunden für Apotheken sowie die Entwicklung und Implementierung von Service- und Dienstleistungsangeboten für diese Kunden.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Bei dem vorliegenden Wirtschaftsjahr handelt es sich um das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023. Sitz des Unternehmens ist Ibbenbüren. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Steinfurt unter der Nummer HRA 6706 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Personenhandelsgesellschaft gemäß § 264a i. V. m. § 267 HGB auf.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der BA.Vertrieb GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen linear und zeitanteilig.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagengegenstände (geringwertige Wirtschaftsgüter) bis zu einem Wert in Höhe von EUR 250,00 wurden in analoger Anwendung der steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 EstG) in voller Höhe als Aufwand abgesetzt, da diese Handhabung einer zutreffenden Darstellung des Anlagevermögens in der Handelsbilanz nicht entgegensteht.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagengegenstände (geringwertige Wirtschaftsgüter) mit einem Wert über EUR 250,00 jedoch nicht über EUR 800,00 werden jeweils im Geschäftsjahr der Anschaffung in analoger Anwendung der steuerlichen Vorschriften voll abgeschrieben. Diese Handhabung steht einer zutreffenden Bewertung des Anlagevermögens nicht entgegen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nenn- bzw. Barwert angesetzt. Risiken wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung dieses Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Kapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag Rechnung zu tragen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu die folgende Erläuterung gegeben:

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.936.081 (Vorjahr: EUR 1.219.873) enthalten. Davon stellt ein Betrag in Höhe von EUR 44.649,53 (Vorjahr: EUR 41.323,86) zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar.

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel hervor.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 104,50 0,00 0,00 104,50
aus Lieferungen und Leistungen 312.894,23 0,00 0,00 312.894,23
Sonstige 3.408.523,52 0,00 0,00 3.408.523,52
SUMME 3.721.522,25 0,00 0,00 3.721.522,25

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Abschlussstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamtverpflichtung
Mietverträge 712.784,58 EUR
SUMME 712.784,58 EUR

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Es bestehen Garantieverpflichtungen aus einem Konsortialkreditvertrag für ein Unternehmen in Höhe von 60 Mio. EUR sowie weiteren 5 Mio. EUR. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie beträgt zum 31.12.2023 56,3 Mio. EUR. Aufgrund der positiven Geschäftslage dieses Unternehmens und der Tatsache, dass noch 10 weitere Unternehmen Garantiegeber sind, wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresüberschuss wird dem Verbindlichkeitskonto gegenüber den Gesellschaftern gutgeschrieben.

V. Sonstige Angaben

Der Personalaufwand des Berichtsjahres ist durch folgende durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern entstanden:

Anzahl kaufmännische und gewerbliche Vollzeitbeschäftigte: 72
Anzahl kaufmännische und gewerbliche Teilzeitbeschäftigte: 10
82

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch die BA.Beteiligung GmbH, Ibbenbüren, ausgeübt. Diese wiederum wird vertreten durch die Geschäftsführer

Herrn Timo Miller, Rheine

Herrn Till Hortmann, Ibbenbüren

Herrn Dr. Tobias Latzkow, Mainhausen

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die BA.Beteiligung GmbH, Ibbenbüren. Das gezeichnete Kapital beträgt 25 TEUR.

Eine Angabe zu den Bezügen erfolgt gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht.

 

Ibbenbüren, den 29. Februar 2024

BA.Beteiligung GmbH

vertreten durch die Geschäftsführung

gez. Timo Miller

gez. Till Hortmann

gez. Dr. Tobias Latzkow

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.627,35 0,00 0,00 12.627,35
12.627,35 0,00 0,00 12.627,35
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.432,04 46.317,68 0,00 335.749,72
289.432,04 46.317,68 0,00 335.749,72
302.059,39 46.317,68 0,00 348.377,07
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.370,87 122,77 0,00 12.493,64
12.370,87 122,77 0,00 12.493,64
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.147,37 58.730,83 0,00 263.878,20
205.147,37 58.730,83 0,00 263.878,20
217.518,24 58.853,60 0,00 276.371,84
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133,71 256,48
133,71 256,48
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.871,52 84.284,67
71.871,52 84.284,67
72.005,23 84.541,15

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BA.Vertrieb GmbH & Co. KG, Ibbenbüren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BA.Vertrieb GmbH & Co. KG, Ibbenbüren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BA.Vertrieb GmbH & Co. KG, Ibbenbüren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Oeynhausen, 29. Mai 2024

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Silvia Hagemann, vereidigte Buchprüferin

gez. Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

In der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 wurde der Jahresabschluss 2023 unverändert festgestellt. Der Jahresüberschuss wurde den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.

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