Aurobindo Pharma GmbHLiquidiert

Willy-Brandt-Allee 2, 81829 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 179457
Eingetragen
20.5.2009
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Zunächst Erlangung aller erforderlichen Genehmigungen durch die zuständigen Behörden für den nachstehenden Unternehmensgegenstand, nämlich: Herstellung, Export, Import, Lagerhaltung, Grosshandel von pharmazeutischen Produkten, deren Bestandteile, für die Human- und Zahnmedizin, Diätetika, Kosmetika und pflanzlichen Zubereitungen und deren Bestandteile und alle hiermit verbundenen Aktivitäten, sodann - nach Erlangung der Genehmigungen -Durchführung dieser Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ronald Dr. Meurer
seit 22.11.2021
Prokura
Thilo Dr. Pfeuffer
seit 7.10.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aurobindo Pharma GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2019 bis zum 31.03.2020

BILANZ zum 31.03.2020

Aurobindo Pharma GmbH, München

AKTIVA

31.03.2020
EUR
31.03.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 203.131,14 508.771,41
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.873,09 1.985,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 10.820.769,19 6.309.512,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.722.290,26 27.943.052,18
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.576.717,96 EUR (VJ: EUR 21.019.949,42)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 25.013.270,08 53.981.784,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.728,27 22.521,71
58.766.062,03 88.767.628,15

PASSIVA

31.03.2020
EUR
31.03.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.666.000,00 3.666.000,00
III. Gewinnvortrag 741.850,71 741.850,71
IV. Jahresüberschuss 1.201.392,94 1.093.954,70
B. Rückstellungen 43.280.829,27 62.316.775,93
C. Verbindlichkeiten 9.850.989,11 20.924.046,81
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.967.255,56 EUR (VJ: EUR 8.430.231,89)
58.766.062,03 88.767.628,15

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.04.2019 bis 31.03.2020

Aurobindo Pharma GmbH, München

31.03.2020 31.03.2019
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.232.836,66 6.463.464,52
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 273.619,16 236.008,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 45.716,46 45.838,73
319.335,62 281.846,77
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 305.752,86 370.298,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.730.784,47 4.272.826,92
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 139.769,33 210.527,78
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 210.527,78 (VJ: EUR 107.776,78)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 81.496,21 116.252,49
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 733.843,89 538.813,32
8. Ergebnis nach Steuern 1.201.392,94 1.093.954,70
9. Jahresüberschuss 1.201.392,94 1.093.954,70

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020

Allgemeines

Die Aurobindo Pharma GmbH mit Sitz in München ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der HRB 179457 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (1 bis 13 Jahre) linear vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt. Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 75 (Vj. TEUR 51) für das allgemeine Kreditrisiko berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls gebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt nach der Leistungserbringung und Lieferung. Dabei wird der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs beachtet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2019/2020 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehen gegen die Gesellschafterin Agile Pharma B.V. sowie der Puren Pharma GmbH & Co. KG jeweils in Höhe von TEUR 6.000 (VJ TEUR 21.000 gegen Agile und TEUR 0 gegen die Puren) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Daneben beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.577 und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.967 handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 8.430).

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen die nachfolgenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

31.3.2020
TEUR
31.3.2019
TEUR
Forderungen 12.000 21.000
Verbindlichkeiten 0 0

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich inländische Umsätze aus dem Verkauf von pharmazeutischen Produkten.

Sonstige betriebliche Erträge

2019/20
TEUR
2018/19
TEUR
sonstige betriebliche Erträge 1.977 1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Vorjahre 486 7
Sonstige periodenfremde Erträge 3 282
2.466 290

Die sonstigen periodenfremden Erträge 2018/19 beinhalten im Wesentlichen eine Beitragsrückerstattung der Betriebshaftpflichtversicherung.

Personalaufwand

2019/20
TEUR
2018/19
TEUR
Gehälter 263 225
Prämien 10 11
Sozialversicherung 46 46
319 282

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2019/20
TEUR
2018/19
TEUR
Beratungen/ Dienstleistungen 4.104 803
Versand/ Fracht 1.017 1.208
Strafzahlungen 1.001 227
Verbund 531 496
Beiträge/ Gebühren 245 140
periodenfremde Aufwendungen 164 806
Versicherungen 154 137
Sonstige 514 456
7.731 4.273

Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen eine Nachberechnung von Krankenkassenrabatten und Umsatzsteuerverbindlichkeiten. In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für das Geschäftsjahr 2019/2020 werden Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 716 als Aufwand berücksichtigt (Vj. TEUR 539). Auf Grund bereits geleisteter Steuervorauszahlung in Höhe von TEUR 481 ergibt sich eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 337.

IV. Sonstige Angaben

Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin / Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag 31. März 2020 ist die Gesellschaft persönlich haftende Gesellschafterin bei zwei Bietergemeinschaften in der Rechtsform der GbR, davon eine mit verbundenen Unternehmen. Eine Inanspruchnahme aus der persönlichen Haftung der beteiligten Unternehmen ist zum Stichtag nicht zu erwarten.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 4,75 (Vj. 5) Angestellte beschäftigt, davon alle in der Verwaltung.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.201.392,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

Namen der Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer der Aurobindo Pharma GmbH sind bestellt:

 

Herr Venugopalan Muralidharan Hayes/Großbritannien, Kaufmännischer Geschäftsführer

 

Herr Anton Pallua, Tulfes/ Österreich, Geschäftsführer Regulatory, Quality und Pharmacovigilance (von 14.2.2019 bis 30.3.2020)

 

Herr Alexander Henke, Zusmarshausen/ Deutschland, Geschäftsführer Regulatory, Quality und Pharmacovigilance (seit 30.3.2020)

Die Angabe des Betrags der Gesamtbezüge für die Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9a (und b) HGB unterbleibt unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist die Agile Pharma B.V., 109 JB Amsterdam, Niederlande. Der Jahresabschluss der Aurobindo Pharma GmbH wird in den Konzernabschluss der Aurobindo Pharma Limited, Hyderabad, Indien einbezogen.

Die Aurobindo Pharma Limited, Hyderabad, Indien, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Diese Gesellschaft ist sowohl an der National Stock Exchange als auch an der Bombay Stock Exchange, beide Mumbai/Indien, gelistet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

München, 29. Mai 2020

Venugopalan Muralidharan

Alexander Henke

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.329.861,56 0,00 0,00 3.329.861,56
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.092,91 0,00 0,00 42.092,91
3.371.954,47 0,00 0,00 3.371.954,47
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.03.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.821.090,15 305.640,27 0,00 0,00 3.126.730,42
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.107,23 112,59 0,00 0,00 40.219,82
2.861.197,38 305.752,86 0,00 0,00 3.166.950,24
Buchwerte
31.03.2020
EUR
31.03.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.131,14 508.771,41
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.873,09 1.985,68
205.004,23 510.757,09

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020

1. Grundlagen und Rahmenbedingungen

Die Aurobindo Pharma GmbH (kurz: Aurobindo Pharma) ist Anbieter von Generika. Der Schwerpunkt liegt auf dem verschreibungspflichtigen Segment.

Grundsätzlich ist der deutsche Generikamarkt einer der schwierigsten weltweit, da einerseits die Bruttopreise regelmäßig (meist in jährlichem Rhythmus) durch Festbetragssenkungen nach unten angepasst werden und andererseits das aus den nordischen Ländern bekannte Ausschreibungssystem Einzug gehalten hat.

Aurobindo Pharma ist seit Jahren von den Maßnahmen betroffen, welche die Kosten des deutschen Gesundheitssystems reduzieren. Auch in 2019/2020 wurde der Markt der generischen Produkte für den Vertriebsweg Großhandel weitgehend geprägt durch Rabattverträge im Sinne der §§ 129 und 130 SGB V. Diese Verträge sorgen für eine Umverteilung bestehender Marktanteile. Mengenzuwächse gehen typischerweise einher mit einer drastischen Senkung von Produktmargen.

Für neu eingeführte Produkte hat sich der Zeitraum des generischen Wettbewerbs weiterhin verkürzt, nach sechs bis neun Monaten werden diese Produkte nun auch von Ausschreibungen erfasst. Zusätzlich stellen in dieser Zeit der Einführung "Open House" Rabattverträge Einsparungen für die Krankenkassen sicher.

Der deutsche Pharmamarkt (Retail) (Quelle: Marktdaten Pro Generika 2019)

Der deutsche Gesamtpharmamarkt - bewertet zu Herstellerabgabepreisen - belief sich in 2019 auf ca. EUR 28,4 Mrd., das entspricht einer Steigerung von 5,5% verglichen mit 2018 (EUR 26,9 Mrd.). Diese Steigerung ist hauptsächlich durch ein Umsatzplus der patentgeschützten Arzneimitteln von EUR 1,1 Mrd. getrieben.

Der deutsche Generikamarkt (Retail) (Quelle: Marktdaten Pro Generika 2019)

Der reine Generikamarkt - bewertet zu Herstellerabgabepreisen - belief sich in 2019 auf EUR 5,8 Mrd. (2018: EUR 5,6 Mrd.), das entspricht einem Plus von 4% bedingt durch neue Präparate und Preissteigerungen.

Allerdings erhielten die Gesetzlichen Krankenkassen Rabatte in Höhe von EUR 4,9 Mrd. (Pro Generika; lt. IGES-Berechnungen). Die an die GKV abgeführten Rabatte haben sich im Vergleich zum Jahr 2018 um weitere EUR 0,50 Mrd. oder 11% erhöht.

Betrachtet man den Generikamarkt als Summe des "reinen" Generikamarktes und der patentfreien Originatorprodukte ohne Generikakonkurrenz, so erhält man einen Bruttomarkt in Höhe von rd. EUR 9,5 Mrd.. Um eine Nettobetrachtung zu erhalten, sind die Rabatte nach § 130a Abs. 8 SGB V sowie die Rabatte nach § 130a Abs. 1 SGB V zu reduzieren. Da diese nicht vollständig transparent zur Verfügung stehen, gehen wir von einem Nettomarkt in Höhe von ca. EUR 4,5 bis EUR 5 Mrd. aus.

Grafische Darstellung des Pharma- bzw. Generikamarkts

(Quelle: Marktdaten Pro Generika 2019)

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Jahr 2019 Generika 79% des Arzneimittelbedarfs der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abdeckten, die realen Aufwendungen der GKV dafür im Vergleich zum Vorjahr jedoch zurückgingen.

Rabattverträge (nach § 130a Abs. 8 SGB V)

Seit dem Jahr 2013 lassen sich im Bereich der Rabattverträge einige grundlegende Änderungen beobachten:

Verstärkt schrieben Krankenkassen die Verträge semi-exklusiv aus, d.h. typischerweise erhalten drei Wettbewerber den Zuschlag. Das erhöht die Liefersicherheit für die Krankenkassen, erschwert aber gerade für mittlere und kleinere Anbieter die Planung der Mengen. Diese Vorgehensweise hilft hauptsächlich den etablierten großen Spielern, die den Hauptanteil der ausgeschriebenen Mengen in den semi-exklusiven Ausschreibungen vereinnahmen.

Obwohl Rabattverträge mit mehreren Unternehmen die Versorgung stabiler machen ist der Anteil der Ein-Partner-Verträge mit 32% weiterhin hoch.

Ein Großteil der Krankenkassen schließt nunmehr direkt nach Patentablauf eines Wirkstoffes sogenannte "Open-House-Verträge" mit allen interessierten Unternehmen ab. Hierbei geben die Krankenkassen für einen Wirkstoff eine Art Mustervertrag mit fest definierten Konditionen - also zumeist einem seitens der Kasse fixierten Rabatt - vor. Der Anteil der Open-House Verträge liegt in 2019 bei 37%.

(Quelle: Marktdaten Pro Generika 2019; Insight Health)

Festbetragsänderungen

Wie in den vergangenen Jahren wurden auch in 2019 die Festbeträge angepasst. Hierzu gab es mehrere Runden zu einzelnen Wirkstoffgruppen.

Durch Festbetragssenkungen kommt es zu Lagerwertverlustausgleichen, d.h. die Gesellschaft muss den Preisunterschied kompensieren für das, was z.B. in der Apotheke auf Lager liegt.

Konzerneingliederung

Die Aurobindo Pharma GmbH gehört zur Aurobindo Gruppe, die über die direkte Muttergesellschaft, die Agile Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande, zu 100% zur Aurobindo Pharma Ltd., Indien gehört. Diese Gesellschaft ist an den Börsen in Neu-Dehli und Mumbai gelistet.

2. Wirtschaftsbericht (Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)

Eingangs ist festzuhalten, dass der Geschäftsverlauf weiter positiv ist:

1.

Per 31. März 2020 liegt der Marktanteil bei 1,2% und damit unter dem Vorjahr 2,1%.

2.

Die Umsätze liegen im Berichtszeitraum bei EUR 21,8 Mio. und damit wie erwartet um EUR 3,4 Mio. unter dem Vorjahr (EUR 25,2 Mio.). Des Weiteren existieren sonstige Erträge in Höhe von EUR 2,5 Mio. die im Wesentlichen aus Weiterberechnungen von Serviceleistungen an Konzerngesellschaften resultieren.

Die seit Anfang März 2020 bestehenden Covid-19 Einschränkungen haben keinen Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

3.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR 1,2 Mio. und liegt - entgegen der Erwartungen des Vorjahres - leicht über dem Vorjahresergebnis.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren/Steuerungskennzahlen

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Ergebnis nach Steuern. Zur Entwicklung und Analyse verweisen wir auf den Abschnitt "Ertragslage".

a. Umsatz

Die zentrale Steuerungsgröße für Aurobindo Pharma ist der Nettoumsatz. Hier wird ein starkes Augenmerk auf die Erlösschmälerungen (vor allem Rabatte nach § 130a Abs. 8 SGB V) gelegt. Der Bruttoumsatz ist auf Grund der massiven Rabatte im Ausschreibungsgeschäft nur eine Hilfsgröße.

b. Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern ist die zweite zentrale Steuerungsgröße. Haupttreiber sind die Bruttomarge sowie die Funktionskosten.

Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren/Steuerungskennzahlen

Marktanteil

Für Aurobindo Pharma ist der Marktanteil eine wichtige Steuerungsgröße, wobei diese hauptsächlich auf INN (International Nonproprietary Name) bzw. Molekülbasis ausgewertet wird.

Der Marktanteil ist mit 1,2% unter dem Niveau des Vorjahres (2,1%) auf Grund des Wegfall des Geschäftes mit sartanhaltigen Produkten.

Ertragslage

Die Netto-Umsatzerlöse sind im Ausschreibungsgeschäft von EUR 25,2 Mio. auf EUR 21 ,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wesentlicher Grund ist der Wegfall des Geschäftes mit sartanhaltigen Produkten, Produktwechsel zur Schwestergesellschaft PUREN Pharma GmbH & Co. KG (2-Marken Strategie) sowie Verzögerungen bei dem Produktverkauf durch Serialisierung (Track & Trace) und der Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen.

Die seit Anfang März 2020 bestehenden Covid-19 Einschränkungen haben keinen Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

Die Bruttomarge (Nettoerlöse EUR 21,8 Mio. abzüglich Materialkosten ohne Materialnebenkosten EUR 13,5 Mio.) hat sich von EUR 11,4 Mio. auf EUR 8,3 Mio. reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 2,5 Mio. beinhalten im Wesentlichen Weiterberechnungen von Serviceleistungen an Konzerngesellschaften (EUR 1,9 Mio.).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,28 Mio. auf EUR 0,32 Mio. gestiegen. Hintergrund ist eine Aufstockung des Personals.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 4,3 Mio. auf EUR 7,7 Mio. auf Grund von gestiegenen Fremdarbeiten in den Bereichen Quality und Regulatory.

Der Jahresüberschuss nach Steuern verzeichnete einen Anstieg von EUR 0,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verzeichnete einen Rückgang von EUR 88,8 Mio. (Vorjahr) auf EUR 58,8 Mio.

Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz betreffen den Rückgang der Kassenbestände in Höhe von EUR 29,0 Mio. Dies resultiert aus Zahlungen an Krankenkassen für getätigte Umsätze aus der Vergangenheit. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 5,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Hintergrund hierfür ist der Rückgang des Geschäftsvolumens.

Die Vorräte sind um EUR 4,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen für Krankenkassenrabatte um EUR 17,9 Mio., im Vergleich zum Vorjahr, reduziert. Hintergrund sind geleistete Zahlungen an Krankenkassen sowie der Rückgang bei den Umsätzen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 0,6 Mio. gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr noch zahlbare Krankenkassenabrechnungen in Höhe von EUR 12,4 Mio.

Zum Stichtag per 31.03.20 ergaben sich keine bilanzwirksamen Auswirkungen zur Covid-19 Situation.

Finanzlage

Zum Jahresende steht ein Eigenkapital von EUR 5,6 Mio. in den Büchern, im Vorjahr EUR 5,5 Mio. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die direkte Muttergesellschaft Agile Pharma B.V. in Höhe von EUR 1,1 Mio.

Die Cash-Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 54,0 Mio. auf EUR 25,0 Mio. reduziert. Wesentlicher Hintergrund sind geleistete Zahlungen an Krankenkassen.

Die Gesellschaft hat der Agile Pharma B.V. ein Darlehen in Höhe von EUR 6,0 Mio. zur Verfügung gestellt, sowie ein weiteres Darlehen der PUREN Pharma GmbH & Co. KG gewährt (EUR 6,0 Mio.). Beide Darlehen sind innerhalb der nächsten 3 Monate zurückzuzahlen.

Die Gesellschaft hatte über das gesamte Jahr eine positive Cash-Situation und konnte somit jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft konnte vor dem Hintergrund des beschriebenen Geschäftsverlaufs die Budgetprognose nicht ganz erreichen. Dies ist auf einen Rückgang des Geschäfts insbesondere mit sartanhaltigen Produkten zurückzuführen.

Die Geschäftsführung ist mit der Geschäftsentwicklung dennoch bedingt zufrieden da trotz eines Rückgangs des Umsatzvolumens die Unternehmensstrategie, den Markt mit zwei Marken zu bedienen (Puren und Aurobindo), von den Kunden angenommen wurde.

Die seit Anfang März 2020 bestehenden Covid-19 Einschränkungen haben keinen Einfluss auf das Geschäftsergebnis, da es zu keinem Zeitpunkt zu Unterbrechungen in der Produktion oder im Absatz gekommen ist.

3. Prognosebericht

Die folgenden Aussagen sind zukunftsbezogen und damit ihrer Natur nach unsicher. Die tatsächlichen Ereignisse können von den Erwartungen wesentlich abweichen.

Die zukünftige Rentabilität der Gesellschaft (besonders mittel- und langfristig) wird insbesondere von den Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen und den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Pharma-Branche abhängen. Diese lassen sich aus heutiger Sicht jedoch nur schwer abschätzen.

Der gezeigte Trend zur Marktkonzentration in den vergangenen Jahren, getrieben durch die Rabattmodelle für generische Produkte, wird sich weiter fortsetzen. Durch die Konzernzugehörigkeit zur Aurobindo Gruppe kann die Aurobindo Pharma in Zukunft auf die kostengünstigen Herstellbetriebe der Gruppe zurückgreifen und somit weiter die Herstellkosten reduzieren.

Die Brutto-Umsätze werden im Geschäftsjahr 2020/2021 im Vergleich zu 2019/2020 von EUR 96,8 Mio. auf EUR 107,7 Mio. ansteigen. Grund hierfür sind neue Krankenkassenausschreibungen. Bei der Bruttomarge erwarten wir einen Anstieg von 13,2 % auf 14,7 % (Bruttomarge % auf Nettoumsätze).

Basierend auf diesen Planungsannahmen gehen wir im Geschäftsjahr 2020/2021 von einem weiterhin profitablen Ergebnis nach Steuern aus. Insgesamt erwarten wir ein leicht verbessertes Ergebnis nach Steuern.

Für die derzeit bestehenden Covid-19 Einschränkungen erwarten wir keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

4. Chancen- und Risikobericht

Die folgenden Chancen und Risiken sind in einer Aufstellung absteigend je nach Eintrittswahrscheinlichkeit gegliedert.

a) Chancen

• Marktchancen

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die Entwicklung im deutschen Pharma- und Generikamarkt bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2020/2021 erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen im Bereich der Standardgenerika.

• Produkt- und Zulassungschancen

Im Generikamarkt ergeben sich neue Chancen durch Patentabläufe und die Einführung neuer Produkte. In 2020/2021 werden einige Produkte aus dem Patentschutz laufen, einen Teil dieser plant Aurobindo Pharma auf den Markt zu bringen.

Im Bereich der Krankenkassenausschreibungen ergeben sich zukünftig Chancen in den neuen Ausschreibungsrunden, auf Grund der kostenoptimierten Herstellprozesse der Aurobindo Gruppe.

Durch die Verlagerung der Produktion von einigen wichtigen Produkten in die konzerneigenen Produktstätten in Indien können sich durchaus Chancen durch niedrigere Herstellkosten ergeben.

b) Risiken

Durch lokales Risikomanagement eingebunden in das Risikomanagement des Konzerns stellen wir sicher, Risiken rechtzeitig zu erkennen und adäquat auf diese Risiken reagieren zu können.

Folgende Risiken haben wir insbesondere identifiziert:

• Marktrisiken

Hierunter fallen insbesondere Risiken aus gesundheitspolitischen Änderungen wie Festbetragsreduktionen, neue Zwangsrabatte oder Preismoratorien. Durch die Einbindungen in Verbände informieren wir uns zeitnah über diese Entwicklungen.

• Produkt- und Zulassungsrisiken

Meist sind die Risiken für alle Hersteller eines bestimmten generischen Produkts vergleichbar. Die Ansprüche an den Zulassungsinhaber steigen jedoch. Besonders die Kontrolle der Lohnhersteller muss intensiviert werden. Aus diesem Grund arbeiten wir an einer weiteren Verbesserung unserer Systeme und unterfüttern diese mit zusätzlichem Personal. Wie bisher werden die lokalen Abteilungen durch die Einbindung in globale Strukturen unterstützt.

• Qualitätsrisiken

Für alle pharmazeutischen Unternehmen ist das Risiko von Qualitätsproblemen existent. Zusätzlich zur lokalen Qualitätsabteilung unterstützen globale Funktionen, um diese Risiken zu minimieren.

Im Jahr 2019/2020 war Aurobindo Pharma von diversen Qualitätsproblemen und Rückrufen betroffen. Insbesondere der vorläufige Verkaufsstopp für die Gruppe der Sartane hat sich auf das Geschäft ausgewirkt. Aurobindo Pharma reagiert auf dieses steigende Risiko mit einer Erhöhung der Personalstruktur in den spezifischen Bereichen (Quality Affairs und lokale Pharmacovigilanz) sowie mit optimierten und teilweise automatisierten Prozessen.

Bedingt durch eine EU-weite Überprüfung von nitrosaminhaltigen Produkten in Zusammenarbeit mit den Behörden werden sich die Vorgaben und Kontrollen in Bezug auf Qualität der Wirk- und Inhaltsstoffe weiter verschärfen. Hier hat Aurobindo Pharma eine eigene Projektgruppe gebildet um sämtliche Anforderungen auch in Zukunft zu erfüllen.

• Lieferrisiken

Bedingt durch die aktuelle Entwicklung mit Covid-19 sowie der Störung internationaler Lieferketten sehen wir das Risiko, dass es zu Lieferverzögerungen insbesondere bei ausländischen Produktionsstätten sowie bei internationalen Logistikketten kommen kann. Um dieses Risiko zu minimieren wurden bereits Teile der Produktion von Indien in neue Europäische Produktionsstätten verlagert. Des Weiteren wurden mit allen wesentlichen Liefer- und Logistikpartnern Pandemiepläne abgestimmt.

Darüber hinaus haben wir Rechtsrisiken (z.B. Risiken von Patentverletzungen) identifiziert, die dem generischen Geschäftsmodell innewohnen und derzeit nach unserer Ansicht eine untergeordnete Bedeutung haben, sowie Supply Chain Risiken (hauptsächlich Risiken durch Probleme bei Zulieferern). Durch die sich immer weiter verschärfende Konzentration der Wirkstoffproduktion ist ein erhöhtes Risikopotenzial auf Grund von Verknappung - besonders bei Fällen höherer Gewalt - zu verzeichnen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass wir diese Risiken derzeit nicht als bestandsgefährdend einschätzen und Maßnahmen ergriffen wurden und werden, um diese zu reduzieren. Die regulatorischen/qualitätsbezogenen Risiken sind gestiegen. Entsprechende Maßnahmen wurden ergriffen.

IT-, Steuer- und Mitarbeiterrisiken sind nicht auszuschließen, allerdings ist uns derzeit keine spezielle kritische Situation bekannt.

 

München, den 29. Mai 2020

Aurobindo Pharma GmbH

Venugopalan Muralidharan

Alexander Henke

"Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aurobindo Pharma GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aurobindo Pharma GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aurobindo Pharma GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Mai 2020

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Esser, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 29.05.2020 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.201.394,22 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss zum 31.03.2020 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.05.2020 festgestellt worden.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

36 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.