HaCon Ingenieurgesellschaft mbH

Lister Straße 15, 30163 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 1712
Eingetragen
28.5.1984
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, der Handel, der Betrieb und die Wartung von Software-Produkten aller Art insbesondere im Bereich der Mobilität sowie die Erbringung der dazugehörigen Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Willems
seit 10.11.2025
Prokura
Imke Holtz
seit 10.11.2025
Prokura
Thomas Dipl.-Ing. Wolf
seit 10.11.2025
Prokura
Jens Stottmann
seit 13.11.2024
Geschäftsführer
Frank Gerken
seit 2.6.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

25.00% identifiziert75.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München
75.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Siemens Mobility GmbH
Germany
93.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

HaCon Ingenieurgesellschaft mbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HaCon Ingenieurgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 29. April 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marks, Wirtschaftsprüfer

Schulze, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 30. September 2018

Aktiva

30.09.2017
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   249.576,01 270.961,19
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.063,00   7.796,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.597.484,00   1.210.939,52
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.795,89   0,00
    1.719.342,89 1.218.735,55
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.522.768,58   5.668.244,40
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00   1.975.928,97
3. Sonstige Ausleihungen 21.470,94   15.102,90
    60.544.239,52 7.659.276,27
    62.513.158,42 9.148.973,01
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Geleistete Anzahlungen   85.413,44 2.376,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.086.434,09   8.165.678,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.306.946,63   306.288,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.120.802,02   6.240.008,60
    19.514.182,74 14.711.975,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   2.766.728,76 10.154.194,79
    22.366.324,94 24.868.547,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten   272.097,92 193.802,38
    85.151.581,28 34.211.322,42

Passiva

     
      30.09.2017
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   93.000,00 93.000,00
./. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen   -61.998,79 -61.998,79
Eingefordertes Kapital   31.001,21 31.001,21
II. Gewinnvortrag   20.046.806,38 18.927.540,89
III. Jahresüberschuss   6.107.928,31 1.119.265,49
    26.185.735,90 20.077.807,59
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.345.304,11   1.940.232,00
2. Sonstige Rückstellungen 8.623.425,11   7.638.754,91
    10.968.729,22 9.578.986,91
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.282.792,50   554.128,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.425,96   197.402,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.480.156,92   0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.348.288,53   1.629.855,37
davon aus Steuern EUR 517.803,00 (Vj EUR 252.780,04)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 43.683,00 (Vj EUR 0,00)      
    46.206.663,91 2.381.386,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.790.452,25 2.173.141,91
    85.151.581,28 34.211.322,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

1.1. - 30.9.2017
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.899.583,10   26.555.033,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.098.103,93   1.643.218,48
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 176.373,57 (Vj. EUR 65.292,60)      
    44.997.687,03 28.198.251,86
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.088.311,07   2.426.122,58
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 22.597.249,97   18.086.064,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.302.878,44   2.264.440,02
davon für Altersversorgung EUR 71.934,94 (Vj. EUR 304.338,55)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 683.671,80   467.913,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.724.023,89   3.272.150,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 147.387,97 (Vj. EUR 54.703,09)      
    35.396.135,17 26.516.689,95
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.132,33   0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.316,71   39.251,10
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 61.318,33 (Vj. EUR 0,00)      
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00   5.032,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 459.709,62   119.331,30
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,30)      
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 370.044,00 (Vj. EUR 119.331,00)      
    -357.260,58 -85.112,25
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -3.127.240,47 -471.349,79
12. Ergebnis nach Steuern   6.117.050,81 1.125.099,87
13. Sonstige Steuern   9.122,50 5.834,38
14. Jahresüberschuss   6.107.928,31 1.119.265,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2017/2018

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma HaCon Ingenieurgesellschaft mbH mit Sitz in Hannover im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HRB 1712 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten (01. Januar 2017 bis 30. September 2017). Somit ist die Vergleichbarkeit zu den Angaben für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr 2017 eingeschränkt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit ab-nutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € (Vj. 150 €) sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € (Vj. 150 €) jedoch nicht mehr als 800 € (Vj. 410 €) betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr.

Fahrzeuge 4 bis 6 Jahre
EDV - Hardware 3 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Die Zugänge bei Anteilen an verbundenen Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen am Eigenkapital auch Einlagen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung Siemensspezifischer Richttafeln, mit einem Sterblichkeitstrend, der auf den Heubeck "Richttafeln RT 2005 G" basiert. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige (für Pensionsverpflichtungen) / 7-jährige (für Übergangszahlungen und Sterbegeld) durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,34 % p. a. / 2,43 % p. a. (Vj. 3,77 % p. a. / 2,91 % p. a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % p. a. (Vj. 2,25 % p. a.) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % p. a. (Vj. 1,50 % p. a.) berücksichtigt. Die Fluktuationsrate beträgt je nach Altersklasse zwischen 1,12 % p. a. (Vj. 1,12 % p. a.) und 4,86 % p. a. (Vj. 4,86 % p. a.).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert.

In den Sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse

Nach Tätigkeitsbereichen 2017/2018 Rumpfgeschäftsjahr 2017
Tsd. € Tsd. €
HaCon Fahrplan-Auskunfts-System 31.688 19.235
Train Planning System 10.246 6.581
Güterverkehr und Sonstiges 1.966 739
Umsatzerlöse 43.900 26.555
Nach Regionen 2017/2018 Rumpfgeschäftsjahr 2017
Tsd. € Tsd. €
Erlöse EU 43.042 23.400
davon Deutschland 17.941 10.108
Drittländer (USA, Asien) 858 3.155
Umsatzerlöse 43.900 26.555

Die Umsatzerlöse vom 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018 (Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB) betragen 31.942 Tsd. €.

Erträge aus Fördermitteltöpfen werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen, da die Gesellschaft Dienstleistungen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit für diese Auftraggeber erbringt (1.829 Tsd. €).

2 Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.098 Tsd. € handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (625 Tsd. €), aus der Personalabrechnung (219 Tsd. €), aus der Fremdwährungsumrechnung (176 Tsd. €) und aus der Veränderung aus dem Sachanlagevermögen (26 Tsd. €).

3 Übriges Finanzergebnis

2017/2018 Rumpfgeschäftsjahr 2017
Tsd. € Tsd. €
Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen (ohne Entgeltumwandlungen) -370 -119
Übrige finanzielle Erträge 102 39
Übrige finanzielle Aufwendungen -89 0
Zu- / Abschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -5
Übriges Finanzergebnis -357 -85

Das Finanzergebnis für den Vergleichszeitraum 1. Januar 2018 bis zum 30. September beträgt -262 Tsd. €.

4 Ertragsteuern

2017/2018 Rumpfgeschäftsjahr 2017
Tsd. € Tsd. €
Ertragsteuern aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.127 471
Ertragsteuern 3.127 471

Als Ertragssteueraufwendungen wurden wie im Vorjahr die Körperschaftsteuer zuzüglich des Solidaritätszuschlags, die Gewerbeertragsteuer, die gezahlte Kapitalertragsteuer und ausländische Quellensteuer ausgewiesen. Die Ertragssteueraufwendungen für den Vergleichszeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018 beträgt 1.806 Tsd. €.

5 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung der HaCon Ingenieurgesellschaft mbH sind neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (625 Tsd. €) keine wesentlichen periodenfremde Aufwendungen und Erträge enthalten.

6 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 30. September 2018 ausgewiesenen Jahresüberschuss/Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Erläuterungen zur Bilanz

7 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

8 Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält gemäß § 285 Nr. 11 HGB folgende Anteilsbesitze:

Beteiligung Stammkapital Eigenkapital 1 Ergebnis 1
in % Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Deutschland        
eos.uptrade GmbH, Schanzen-straße 70, 20357 Hamburg 75,0 252 -701 -98
USA        
Bytemark Inc., 3rd Floor 268 W 44th Street, New York NY10036, USA 79,5 1 16.129 3.262
Österreich        
Siemens Konzernbeteiligungen GmbH Siemensstraße 90, 1210 Wien, Österreich 10,0 20.000 -154.488 19.312

1 Diese Werte entsprechen dem Jahresabschluss der Gesellschaften zum 30.09.2018 nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Im Falle der Bytemark Inc. handelt es sich um einen konsolidierten Jahresabschluss.

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30. Sep 18 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 30. September 2017 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.086 0 8.166 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.307 0 306 0
Sonstige Vermögensgegenstände 7.121 15 6.240 765
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 19.514 15 14.712 765

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.307 Tsd. € (inkl. Zinsen) beziehen sich auf ein Abrufdarlehen ggü. eos uptrade.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 6.415 Tsd. € auf die Erstattung der Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

10 Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017/2018 wie folgt:

30. September 2018 30. September 2017
Tsd. € Tsd. €
Stammkapital 93 93
davon nicht eingeforderte ausstehende Einlage -62 -62
Kapitalrücklage 0 0
Gewinnrücklagen 0 0
Gewinnvortrag 20.047 18.928
Jahresüberschuss 6.108 1.119
Eigenkapital 26.186 20.078

11 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 606 Tsd. €.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2018 3.996 Tsd. € (Vj. 3.680 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 HGB betrug zum Stichtag 1.651 Tsd. € (Vj. 1.740 Tsd. €).

Die Erträge auf Vermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von 13 Tsd. € wurden mit Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen verrechnet.

12 Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen (8.623 Tsd. €) werden im Wesentlichen Verpflichtungen aus Sonderzahlungen (4.825 Tsd. €), aus Verfügungs- (1.927 Tsd. €) und Urlaubszeiten (1.024 Tsd. €) sowie aus ausstehende Rechnungen für Fremdarbeiten (672 Tsd. €) ausgewiesen.

13 Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit
30. September 2018 bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre 30. Sept. 2017 bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Erhaltene Anzahlungen 1.283 1.283 0 0 554 554 0 0
Verbindlichkeiten aus Liefe- rangen und Leistungen 95 96 0 0 197 197 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.480 41.480 0 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.348 2.898 450 0 1.630 1.287 343 0
Verbindlichkeiten 46.207 45.757 450 0 2.381 2.038 343 0

Sonstige Angaben

14 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden durchschnittlich 297 (Vj. 279) Mitarbeiter beschäftigt. Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

Geschäftsjahr 2017/2018
Produktion 187
Forschung und Entwicklung 60
Vertrieb 28
Verwaltung und allgemeine Dienste 22
Mitarbeiter 297

15 Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie weitere Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

16 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemacht, die nicht unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

17 Außerbilanzielle Geschäfte

Immobilienverträge:

Der Hauptmietvertrag über die Büroräume im Podbi - Park, Hannover, Lister Str. 15, wurde mit dem Vermieter Podbi Park GmbH & Co. KG mit Sitz in 80801 München, Franz-Joseph-Str. 15, geschlossen. Dieser wurde am 15. September 2015 erneuert und weist eine Laufzeit bis zum 28. Januar 2026 auf. Danach besteht ein einseitiges Optionsrecht, welches zweimalig für fünf Jahre ausgeübt werden kann. Ein zweiter Mietvertrag über weitere Mietflächen im Podbi - Park, Hannover, Lister Str. 15, 5. OG, wurde im Juli 2018 geschlossen.

Für den Hauptmietvertrag über die Büroräume ergeben sich über die unkündbare Mindestmietzeit für das Geschäftsjahr 2017/2018 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 1.187 Tsd. €.

18 Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen

Die Aufwendungen aus Mietverträgen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Mietgegenstand nicht der HaCon Ingenieurgesellschaft mbH zuzurechnen war und bei denen die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen 1.254 Tsd. €. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Immobilien und bestanden ausschließlich gegenüber fremden Dritten.

Von den aus Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 1.429 Tsd. € auf das kommende Geschäftsjahr. Über die unkündbare Mindestmietzeit bis zum 28. Januar 2026 ergeben sich Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 10.245 Tsd. €.

Ebenso bestehen unbefristete Mietbürgschaften bei der Sparkasse Hannover über 341 Tsd. € und befristete Bürgschaften gegenüber Kunden über 263 Tsd. €.

19 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Auf die Angabe der für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, in den Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, enthalten sind.

20 Beirat

Der Beirat wurde zum 1. Juni 2017 aufgelöst.

21 Geschäftsführer der Gesellschaft

Michael Frankenberg (CEO) Dipl.-Informatiker
Andreas Dittmann (CFO) Industriekaufmann
Werner Sommerfeld Dipl.-Mathematiker
Peter Talke Dipl.-Ingenieur

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit als Geschäftsführer belief sich im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 auf 1.529 Tsd. €.

Frühere Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr 2017/2018 Versorgungsbezüge in Höhe von 143 Tsd. €.

22 Konzernzugehörigkeit

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover, zum 30. September 2018 nicht verpflichtet, da die Siemens AG, Berlin und München, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 30. September 2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH erstellt.

Der Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, der für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt wurde, wurde zum Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht.

Der Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, wird unter Anwendung des § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

23 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2017/2018 nicht eingetreten.

 

Hannover, 23. November 2018

Die Geschäftsführung

Michael Frankenberg

Andreas Dittmann

Werner Sommerfeld

Peter Talke

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2017 Zugänge Abgänge 30.09.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 492.885,93 92.586,25 0,00 585.472,18
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 36.585,73 0,00 0,00 36.585,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.538.274,30 1.044.157,82 375.304,00 4.207.128,12
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 120.795,89 0,00 120.795,89
  3.574.860,03 1.164.953,71 375.304,00 4.364.509,74
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.668.244,40 54.854.524,18 0,00 60.522.768,58
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.975.928,97 0,00 1.975.928,97 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 15.102,90 6.368,04 0,00 21.470,94
  7.659.276,27 54.860.892,22 1.975.928,97 60.544.239,52
  11.727.022,23 56.118.432,18 2.351.232,97 65.494.221,44
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2017 Zugänge Abgänge 30.09.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 221.924,74 113.971,43 0,00 335.896,17
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 28.789,70 6.733,03 0,00 35.522,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.327.334,78 562.967,34 280.658,00 2.609.644,12
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.356.124,48 569.700,37 280.658,00 2.645.166,85
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.578.049,22 683.671,80 280.658,00 2.981.063,02
Buchwerte
30.09.2018 30.09.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 249.576,01 270.961,19
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.063,00 7.796,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.597.484,00 1.210.939,52
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.795,89 0,00
  1.719.342,89 1.218.735,55
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.522.768,58 5.668.244,40
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.975.928,97
3. Sonstige Ausleihungen 21.470,94 15.102,90
  60.544.239,52 7.659.276,27
  62.513.158,42 9.148.973,01

Angaben zur Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2017 bis zum 30.09.2018

1.10.2017 - 30.9.2018 1.1. - 30.9.2018 1.1. - 30.9.2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.899.583,10   31.942.433,13 26.555.033,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.098.103,93   469.807,40 1.643.218,48
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 176.373,57 (Vj. EUR 65.292,60)        
    44.997.687,03 32.412.240,53 28.198.251,86
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.088.311,07   3.039.147,47 2.426.122,58
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 22.597.249,97   15.675.430,30 18.086.064,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.302.878,44   2.334.388,82 2.264.440,02
davon für Altersversorgung EUR 71.934,94 (Vj. EUR 304.338,55)        
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 683.671,80   512.753,85 467.913,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.724.023,89   3.777.097,90 3.272.150,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 147.387,97 (Vj. EUR 54.703,09)        
    35.396.135,17 25.338.818,34 26.516.689,95
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.132,33   26.132,33 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.316,71   52.293,71 39.251,10
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 61.318,33 (Vj. EUR 0,00)        
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00   0,00 5.032,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 459.709,62   340.715,24 119.331,30
davon an verbundene Unternehmen EUR 0 (Vj. EUR 0,30)        
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 370.044,00 (Vj. EUR 119.331,00)        
    -357.260,58 -262.289,20 -85.112,25
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -3.127.240,47 -1.805.709,90 -471.349,79
12. Ergebnis nach Steuern   6.117.050,81 5.005.423,09 1.125.099,87
13. Sonstige Steuern   9.122,50 7.407,98 5.834,38
14. Jahresüberschuss   6.107.928,31 4.998.015,11 1.119.265,49

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Einführung

Die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH (HaCon) ist eine rechtlich eigenständige hundertprozentige Tochtergesellschaft der Siemens Mobility GmbH, München.

Das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten (01. Januar 2017 bis 30. September 2017). Somit ist die Vergleichbarkeit zu den Angaben für das Rumpfgeschäftsjahr 2017 eingeschränkt.

1.2 Geschäftstätigkeit

Die HaCon ist ein international führender Anbieter von Planungs-, Dispositions- und Informationssystemen für Verkehr, Transport und Logistik.

Die HaCon ist seit über 30 Jahren in der Mobilitätsbranche aktiv und bietet Infrastrukturbetreibern, Eisenbahn- und Personenverkehrsunternehmen innovative Softwarelösungen im Bereich Zug- und Trassenplanung, Fahrplaninformations- sowie Bezahlsysteme.

Die Systeme von HaCon gelten in vielerlei Hinsicht als wegweisend - so wählte das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) HaCon im Jahre 2015 auf Platz 41 seiner Liste der "50 Smartest Companies" weltweit.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Hannover, Deutschland. Hier ist ein engagiertes Team von inzwischen 346 erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen Informatik und Verkehrsplanung tätig.

Weitere Büros von HaCon befinden sich in Brüssel und Paris.

Die HaCon besitzt Beteiligungen in Deutschland, Österreich und den USA.

1.3 Unternehmensstruktur

1.3.1 Bereich HAFAS

Das Produktportfolio von HAFAS deckt alle Aspekte intelligenter Transportsysteme ab. Die Apps und webbasierten Lösungen verknüpfen öffentliche und private Verkehrsmittel und stellen Reisenden täglich eine Vielzahl von Routenberechnungen von Tür zu Tür bereit.

HAFAS Mobil stellt direkt auf dem mobilen Gerät des Reisenden die passenden Informationen für unterwegs zur Verfügung. HAFAS funktioniert plattformunabhängig und läuft auf vielen unterschiedlichen Betriebssystemen für mobile Geräte.

Mobile Fahrplaninformationen können grundsätzlich auf zwei verschiedenen Wegen zur Verfügung gestellt werden: als Applikation, die auf ein Handy installiert wird oder als rein browser-basierte Lösung.

HAFAS Internet ist die perfekte Plattform, um Fahrgäste zu informieren. Per Mausklick erhalten diese innerhalb von Millisekunden die beste Route zu ihrem Ziel, ergänzt mit etlichen Zusatzinformationen. Das System verarbeitet extrem hohe Anfragezahlen in kürzester Zeit und ist dabei absolut stabil.

Eine flexible Layout-Beschreibungssprache ermöglicht es, für Kunden individuelle Gestaltungswünsche im Sinne der Corporate Design Vorgaben der einzelnen Verkehrsunternehmen zu realisieren.

HAFAS Print unterstützt Verkehrsunternehmen dabei, Fahrpläne verständlich und unkompliziert darzustellen. Die Software zielt darauf ab, Fahrten so zu visualisieren, dass sie für den Fahrgast selbsterklärend sind. Hierbei geht es längst nicht nur um klassische Printprodukte wie Städteverbindungshefte: Mit dem Print2Web-Verfahren können Reisende beispielsweise ihren eigenen personalisierten Fahrplan erstellen und in PDF-Form herunterladen. So lassen sich die Vorteile einer gedruckten Fahrplanübersicht mit einem schnellen Web-Zugriff kombinieren.

HAFAS Print ist ein Standardprodukt, das sich als eigenständige Software mühelos in bereits vorhandene IT-Landschaften integrieren lässt. Als Basis dienen die Fahrplandaten der Verkehrsunternehmen. Mit HAFAS Print haben Anwender ein System an der Hand, welches automatisiert arbeiten kann und dennoch weitreichende individuelle Einstellungen ermöglicht.

Verkehrsexperten können so ihr Fachwissen jederzeit in den Produktionsprozess einbringen: von der vollautomatischen Erstellung bis zur Finalisierung durch erfahrene Redakteure, vom Downloadangebot einer PDF-Datei bis zur Erstellung einer professionellen Druckvorlage.

Durch die Trennung von Inhalt und Layout ist der Prozess der Fahrplanerstellung mit HAFAS Print unabhängig von der optischen Gestaltung. Der Fahrplaninhalt wird über intuitive Eingabedialoge bestimmt: Hier können Anwender die gewünschten Eigenschaften der Fahrplantabelle festlegen, z. B. für welchen Bahnhof sie gelten soll oder welche Züge wie dargestellt werden. HAFAS Print speichert diese Angaben in Form von Regeln, die später erneut und automatisiert angewandt werden. Auf diese Weise ergibt sich für die Anwender eine enorme Zeitersparnis bei Fahrplanwechseln. Das Layout der Fahrpläne basiert auf Vorlagen, die individuell auf die Anforderungen der Verkehrsunternehmen zugeschnitten sind und eine gleichbleibende Gestaltung gewährleisten. Um professionelle Ergebnisse mit HAFAS Print zu erzielen, benötigen Anwender grundsätzlich keine Desktop Publishing-Kenntnisse. Wer Einfluss auf die Gestaltung nehmen möchte, kann das Aussehen der Tabellen mit Hilfe eines DTP-Programms wie Adobe FrameMaker oder InDesign verändern. Auch wenn HAFAS Print eine Vorlage schon mit Fahrplandaten befüllt hat, kann das Ergebnis vom Anwender nachbearbeitet werden.

1.3.2 Bereich Train Planning System (TPS)

TPS unterstützt als modularer Werkzeugkasten sowohl Infrastrukturbetreiber (z. B. Network Rail, SNCF Röseau, Banedanmark, Bane NOR) als auch Eisenbahnverkehrsunternehmen (z. B. SNCF, DSB) bei der operativen Fahrplanerstellung.

Als integrierte modulare Standardsoftwarelösung vereint das System Infrastruktur-, Fahrplan-und Trassenmanagement. Sowohl bei der Zuweisung freier Netzressourcen als auch bei der Identifizierung von Konflikten in der Trassenplanung und deren Lösung, liefert TPS belastbare Fahrpläne von der strategischen Planung bis zur Zugdisposition in Echtzeit.

Bei allen Planungen wird stets das gesamte Netz unter Wahrung lokaler Hoheiten berücksichtigt. Der Multi-User-Betrieb ist zentraler Bestandteil der Softwarearchitektur. Somit werden Rechte, Rollen, Gruppen und Benutzer präzise definiert. TPS stellt diverse automatisierte Schnittstellen zur Verfügung und interagiert dadurch optimal mit anderen Systemen. Auch kundenspezifische Funktionen können einfach integriert werden.

1.3.3 Bereich Consulting

Die HaCon berät und unterstützt ihre Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Schienengüterverkehr und insbesondere im Kombinierten Verkehr. Dabei steht ein ganzheitlicher und ergebnisorientierter Ansatz im Mittelpunkt: Das interdisziplinäre Consulting-Team aus Verkehrsingenieuren, Geografen, Juristen und IT-Spezialisten greift auf langjährige Erfahrung in der Durchführung von Betriebsoptimierungen und im Management von Projekten der Europäischen Kommission und weiterer Projektträger zurück.

Neben der Erstellung und Verhandlung von Förderanträgen, der Koordination aller Projektpartner wie Bahnen, Verlader, Institutionen und Verbände, hat die HaCon stets das gesamte Projekt im Blick. Dazu gehören sowohl die inhaltliche Steuerung wie auch die Abwicklung sämtlicher finanzieller und administrativer Formalitäten.

1.4 Geschäftsmodell

Die HaCon ist ein im Bereich Bahnautomatisierung ein spezialisiertes Softwareunternehmen. Das Produktportfolio deckt alle Aspekte intelligenter Transportsysteme wie Reiseplanung, mobiles Ticketing sowie Infrastruktur-, Fahrplan- und Trassenmanagement ab.

Typische Komponenten eines Kundenvertrags sind eine initiale Softwareimplementierung mit Lizenzverkauf und anschließender Wartung. Darüber hinaus können je nach Kundenanforderung zusätzliche Dienstleistungen wie Hosting-Services, Schulungen, Beratung oder individuelle Anpassungen vereinbart werden.

1.5 Kundenstruktur

Die Kunden der HaCon sind im Wesentlichen Unternehmen des öffentlichen Personenfern-und -nahverkehrs sowie private Verkehrsanbieter. Aufgrund des Bedeutungszuwachses des kombinierten Verkehrs kommen zunehmend auch Kunden aus dem Bereich intermodaler Mobilitätsleistungen hinzu. Im Geschäftsjahr 2018 zählte HaCon mehr als 300 Kunden. Mit ihren zwölf größten Kunden erwirtschaftete HaCon etwa 47 Prozent der Gesamtumsatzerlöse.

1.6 Beteiligungen

Die HaCon hält folgende Anteile in Deutschland, Österreich und den USA:

an der eos.uptrade GmbH mit 75,0 Prozent,
an der Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien, Österreich, mit 10,0 Prozent,
an der Bytemark Inc. mit 79,5 Prozent.

1.7 Unternehmenssteuerung

Zur Erzielung der für HaCon notwendigen Erlöse sind verschiedene Faktoren wichtig. Die unternehmensinterne Steuerung fokussiert neben der Analyse von aktuellen Geschäftszahlen auch die Erstellung regelmäßiger Forecasts. Des Weiteren werden große Projekte kontinuierlich überwacht und gesteuert.

Im Rahmen periodischer Auswertungen werden die erzielten Umsätze nach Bereichen sowie die Anzahl der Mitarbeiter analysiert. Daneben werden zudem geleistete Arbeitsstunden der Mitarbeiter sowie Personalaufwand pro Bereich ausgewertet.

Kontinuierliche Forecast-Aktivitäten über die relevanten Kennzahlen Umsatz, Mitarbeiter, Personalaufwand sowie Free Cash Flow dienen der Zielsetzung und Identifizierung von weiteren Potentialen. Abweichungen werden analysiert und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung vereinbart.

1.8 Risikomanagement und -methoden

Um Risiken für die Umsatz- und Liquiditätslage frühzeitig erkennen und angemessen reagieren zu können, hat die HaCon verschiedene Bestandteile eines Risikomanagementsystems etabliert. Die für HaCon wesentlichen Risikofelder liegen in der Erlöserzielung und Liquidität und umfassen wirtschaftliche, technische sowie rechtliche Risiken. Im Zuge regelmäßiger Auswertungen zum Geschäftsverlauf werden auch die Risikofelder vom Management analysiert und bewertet.

Im Rahmen der jährlichen Budgetplanung sowie der Forecasts erfolgt auch eine detaillierte Liquiditätsplanung. Die Durchführung monatlicher Liquiditäts-Forecasts schafft die notwendige Transparenz über den kurzfristigen Bedarf. Durch die Vereinbarung weitestgehend standardisierter Zahlungsziele in Kundenverträgen sowie die kontinuierliche Überprüfung von Zahlungseingängen wird die Sicherstellung der erforderlichen Liquidität weiter unterstützt.

Für die Vermeidung von Ausfallrisiken werden Kunden auf ihre Bonität hin eingeschätzt und auf dieser Basis entsprechende Zahlungskonditionen festgelegt. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Forderungsbestände.

Ferner werden auch die Risiken der Beteiligungen geprüft.

1.9 Forschung und Entwicklung

Ein bedeutender Bestandteil der Geschäftspolitik der HaCon sind strategische Investitionen.

Um die aktuelle und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, ist es notwendig, die Marktentwicklungen zu kennen und die Produkte funktional und technisch den Marktanforderungen anzupassen.

Die HaCon ist Gründungsmitglied der europaweiten Shift2Rail-Initiative und in diesem Zusammenhang maßgeblich an der Konzeption der dazugehörigen Innovationsprogramme beteiligt. Zudem hat die HaCon in den letzten Jahren in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten mitgearbeitet und langjährige Erfahrungen im Bereich Fahrgastinformation in nationale und internationale Projekte mit eingebracht.

Wesentliche Kernkompetenzen liegen vor allem im Bereich der Entwicklung und Koordination von Förderprojekten, der Koordination mit Partnern, dem internen Controlling und der finanziellen Administration.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die jüngsten Prognosen gehen von einer zwar abgeschwächten, aber positiven Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld kommen gegenwärtig geringe Impulse. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern rührt die etwas verlangsamte Dynamik der industriellen Erzeugung vor allem aus den entwickelten Volkswirtschaften. Der gegenwärtig schwache Welthandel geht demgegenüber auf geringe Handelsströme der Schwellenländer insbesondere in Asien zurück. Der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima verschlechterte sich für das dritte Quartal 2018 erneut (Quelle: BMWI, 2018).

Der Dauerstreit um neue Handelsbarrieren der Vereinigten Staaten insbesondere mit China und die hohe Schuldenlast vieler Staaten haben das Wachstum der Weltwirtschaft spürbar gebremst. Hinzu kommen alte und immer neue Unsicherheiten wie der Brexit oder die Folgen der Zinswende in den USA für viele Schwellenländer. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die Jahre 2018 und 2019 nun nur noch ein Wachstum von 3,7 Prozent statt 3,9 Prozent in der Einschätzung vom April 2018 (Quelle: IWF, 2018).

Auch für die Eurozone wurde die Voraussage zum Wirtschaftswachstum des IWF im Vergleich zum April dieses Jahres um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert (Quelle: IWF, 2018).

Die Wirtschaftskraft der Eurozone ist im Sommer so langsam gewachsen wie seit vier Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Juli und September nur noch um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. In den vorausgegangenen Quartalen zum Jahresbeginn und im Frühjahr wurde noch jeweils ein Plus von 0,4 Prozent verzeichnet. Frankreichs Wirtschaft verdoppelte zwar sein Wachstum auf 0,4 Prozent, blieb aber ebenfalls unter den Erwartungen. Italiens Wirtschaft stagnierte gar (Quelle: Eurostat, 2018).

Der Ifo-Index für den Euroraum deutet auf eine unruhige Konjunkturentwicklung hin. Das entsprechende Barometer für das vierte Quartal sackte auf 6,6 Zähler von 19,6 Punkten ab und ist damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2016. Vor allem in Italien und Spanien seien die Bewertungen eingebrochen. Die Experten senkten zudem ihre Exporterwartungen für den Euroraum (Quelle: ifo, 2018).

Im Euroraum (ER-19) lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im September 2018 bei 8,1 Prozent. Damit war diese unverändert gegenüber August 2018 und verzeichnete einen Rückgang gegenüber 8,9 Prozent im September 2017 (Quelle: Eurostat, 2018).

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung, trotz protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich das preisbereinigte BIP um 0,9 Prozent gegenüber der Vorperiode. Zuvor war das BIP im ersten Halbjahr 2017 um 1,6 Prozent und im zweiten Halbjahr 2017 um 1,1 Prozent gestiegen. Der Aufschwung wird sich im zweiten Halbjahr trotz der Unsicherheiten aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld fortsetzen. Die Konjunkturindikatoren senden gegenwärtig allerdings auch gemischte Signale. In der Industrie steht ein deutlich aufgehelltes Geschäftsklima rückläufigen industriellen Auftragseingängen und einer zögerlichen Produktion gegenüber. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte entfalten unverändert ihre Wirkung: Die Beschäftigung und Einkommen erhöhen sich weiter kräftig. Insbesondere in den Dienstleistungsbereichen nimmt die Wertschöpfung weiter zu (Quelle: BMWI, 2018).

Unter dem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld leiden grundsätzlich auch die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen. Im Juli gingen die Exporte saisonbereinigt um 0,6 Prozent zurück. Die ifo Exporterwartungen sind weiterhin abwartend niedrig und deuten noch nicht auf eine deutliche Belebung der Ausfuhren hin (Quelle: BMWI 2018).

Die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen lagen im zweiten Quartal 2018 kalender- und saisonbereinigt um 4,7 Prozent höher als im zweiten Quartal 2017. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen weiter mitteilt, wuchs der Index im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent (Quelle: Destatis, 2018). Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich unverändert positiv. Auf Jahressicht betrug der Anstieg der Erwerbstätigkeit bis Juli 2018 1,3 Prozent. Die Frühindikatoren signalisieren eine anhaltend starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften und einen weiteren moderaten Anstieg der Erwerbstätigkeit (Quelle: BMWI, 2018).

Die Prognose für das Wachstum in Deutschland korrigierte der IWF ebenfalls nach unten: Die Wirtschaft der Bundesrepublik wird in beiden Jahren um je 1,9 Prozent wachsen. Für 2018 sind das 0,6 Prozentpunkte weniger als noch im April prognostiziert (Quelle: IWF, 2018)

2.2 Branchenentwicklung (ÖPNV, Fernverkehr, Ausgaben für IT und Software)

Nachhaltige Mobilität und moderne Verkehrsinfrastrukturen sind Grundvoraussetzung für Wohlstand, Wachstum und Lebensqualität in Deutschland. Mobilität muss noch effizienter werden: klimafreundlicher, leiser, sicherer. Zugleich muss sie erschwinglich bleiben für die Bürgerinnen und Bürger wie für die Unternehmen. All dies erfordert exzellente Innovationen, Infrastruktur und Intermodalität (Quelle: BDI, 2018).

Im ersten Halbjahr 2018 nutzten in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen über 5,8 Milliarden Fahrgäste den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche von 16. bis 22. September 2018 weiter mitteilt, wurde hier mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 ein neuer Fahrgastrekord erzielt. Prozentual besonders stark stieg das Fahrgastaufkommen im Fernverkehr (+3,8 Prozent). Im Nahverkehr gab es einen leichten Zuwachs um 0,4 Prozent. Durchschnittlich waren es täglich über 32 Millionen Fahrten im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen (Quelle: Destatis, 2018).

Im Fernverkehr mit Eisenbahnen waren 71 Millionen Reisende im ersten Halbjahr 2018 unterwegs, das entsprach einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Den Linienfernverkehr mit Omnibussen nutzten 11 Millionen Fahrgäste, dies waren 3,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. Das verstärkte Fahrgastaufkommen bei den Fernzügen und Fernbussen war auch auf Streckenerweiterungen zurückzuführen. Der Anteil des Fernverkehrs an der Gesamtzahl der Fahrgäste im Linienverkehr lag bei 1,4 Prozent (Quelle: Destatis, 2018).

Im Nahverkehr beförderten die Unternehmen im ersten Halbjahr 2018 fast 5,8 Milliarden Fahrgäste. Neben Straßen-, Stadt- und U-Bahnen (+1,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Fahrgäste) wurden auch Eisenbahnen und S-Bahnen häufiger genutzt (+0,9 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Fahrgäste). Die Beförderung in Omnibussen war dagegen leicht rückläufig und sank um 0,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Fahrgäste (Quelle: Destatis, 2018).

Unternehmen werden 2018 nach Schätzungen der Marktforschung Gartner gut 4,5 Prozent mehr für IT-Produkte ausgeben als im Vorjahr. Weltweit werden sich die Ausgaben demnach auf 3,7 Billionen Dollar (rund 3 Bill. Euro) belaufen, teilte das US-Unternehmen mit (Quelle: Gartner, 2018).

Der Umsatz bei den Informationsdienstleistungen (darunter Datenverarbeitung, Hosting, Webportale) legte gegenüber dem Vorjahresquartal mit 11,6 Prozent besonders stark zu. Dieser Teilbereich zählt zu den Dienstleistungen der Information und Kommunikation, deren bereinigter Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,6 Prozent gestiegen ist. Die saisonbereinigte Zahl der Beschäftigten stieg in diesem Bereich um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Quelle: Destatis, 2018).

In Deutschland wird für das laufende Jahr 2018 im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Umsatz von 164,0 Milliarden Euro (+1,7 Prozent) erwartet. Damit verringert sich das Wachstum um 0,5 Prozentpunkte von im Vorjahr 2,2 Prozent. Im Bereich der Informationstechnik sollen die Umsätze 2018 am stärksten steigen, um 3,1 Prozent auf 88,8 Milliarden Euro. Mit Abstand das größte Wachstum verzeichnet das Software-Segment, das um 6,3 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro zulegt (Quelle: Bitkom, 2018). Die Digitalisierung sorgt für einen großen Beschäftigungsschub in der IT- und Telekommuni-kationsbranche (ITK). 2017 haben die ITK-Anbieter mit 45.000 zusätzlichen Jobs ihren historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. Dieses Wachstum soll sich 2018 fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem Arbeitsplatz-Plus von 42.000 Stellen in der Branche (Quelle: Bitkom, 2018).

Risikofaktor für die deutsche IT Branche sind Unsicherheitsfaktoren wie Währungsschwankungen, die möglichen Auswirkungen des Brexit oder eine befürchtete globale Rezession (Quelle: Gartner, 2018).

IT-Innovationen sind nur möglich, wenn die nötigen Internetverbindungen auch Datendurch-flüsse in angemessenen Geschwindigkeiten erlauben. In Deutschland ist das trotz vieler Breit-bandinitiativen längst noch nicht überall der Fall. Vor allem ländliche Gebiete sind in dieser Hinsicht oft noch nicht flächendeckend versorgt, auch wenn neue Funktechnologien wie LTE den Ausbau in den vergangenen Jahren deutlich beschleunigt haben. Doch nach wie vor sind Investitionen in Milliardenhöhe notwendig (Quelle: BDI, 2018).

Sensible Informationen nicht nur vor Ort, sondern auch während der Kommunikationsprozesse so zu schützen, dass Hacker sie weder stehlen, noch manipulieren können, wird also eine der großen Aufgaben der Industrie in den kommenden Jahren werden. Dazu braucht es vor allem entsprechende IT-Sicherheitssysteme (Quelle: BDI, 2018).

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

HaCon erzielte im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 43.900 TEUR. Hiervon entfielen 31.688 TEUR auf den Bereich HAFAS und 10.246 TEUR auf den Bereich TPS. Der Anteil in den Bereichen Güterverkehr und Sonstige betrug 1.966 TEUR. Im vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr 2017 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 26.555 TEUR, wobei 19.235 TEUR auf den Bereich Hafas, 6.581 TEUR auf den Bereich TPS sowie 739 TEUR auf die Bereiche Güterverkehr und Sonstiges entfielen. Die Umsatzerlöse für denselben Vergleichszeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018 betrugen 31.942 TEUR. Somit sind die Umsatzerlöse für denselben Vergleichszeitraum um 20,3 Prozent gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 belief sich der Anteil des Wartungsgeschäfts auf über 55 Prozent der Gesamtumsatzerlöse.

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 erscheint positiv.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.098 TEUR enthielten im Wesentlichen die Erträge die Auflösung von Rückstellungen (626 TEUR), aus der Personalabrechnung (219 TEUR) und Veränderungen aus dem Sachanlagevermögen (26 TEUR).

Der Materialaufwand belief sich auf 4.088 TEUR. Der Posten beinhaltete insbesondere Aufwendungen durch extern bezogene Dienstleistungen im Bereich Softwareentwicklung. Im Rumpfgeschäftsjahr 2017 betrug der Materialaufwand 2.426 TEUR.

Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei 25.900 TEUR (Vj. 20.350 TEUR; Zeitraum 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018: 18.010 TEUR). Der Anstieg gegenüber Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau von Mitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.724 TEUR (Vj. 3.272 TEUR; Zeitraum 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018: 3.777 TEUR) enthielten unter anderem 1.254 TEUR für Miet- und Leasingaufwendungen, 850 TEUR für Rückstellungen für fehlenden Aufwand, 574 TEUR für IT-Kosten sowie 504 TEUR für Reisekosten.

Das übrige Finanzergebnis belief sich auf -357 TEUR (Vj. -85 TEUR; Zeitraum 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018: -262 TEUR) und beinhaltete im Wesentlichen den Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen (ohne Entgeltumwandlungen), Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie übrige finanzielle Erträge.

Der Posten Ertragsteuern in Höhe von 3.127 TEUR (Vj. 471 TEUR; Zeitraum 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2018: 1.806 TEUR) enthielt wie im Vorjahr die Körperschaftsteuer zuzüglich des Solidaritätszuschlags, die Gewerbeertragsteuer, die gezahlte Kapitalertragsteuer und die ausländische Quellensteuer.

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Liquidität der HaCon belief sich zum Stichtag 30. September 2018 auf 2.767 TEUR (Vj. 10.154 TEUR).

Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (8.166 TEUR) und betragen zum Stichtag 11.086 TEUR. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 1.307 TEUR (Vj. 306 TEUR).

Die Finanzanlagen betrugen aufgrund von Anteilserhöhungen an den Tochtergesellschaften Bytemark und eos.uptrade und aufgrund des Anteilskauf an der Siemens Konzernbeteiligungen GmbH insgesamt 60.544 TEUR (Vj. 7.659 TEUR).

Von den sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 7.121 TEUR (Vj. 6.240 TEUR) entfallen 6.415 TEUR auf die Erstattung der Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer.

Zum Stichtag 30. September 2018 betrug das Eigenkapital 26.186 TEUR (Vj. 20.078 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich zum Stichtag 30. September 2018 auf 8.623 TEUR (Vj. 7.639 TEUR). Darin enthalten sind Sonderzahlungen aus Lohn- und Gehalt in Höhe von 4.825 TEUR (Vj. 4.132 TEUR), Verpflichtungen aus Verfügungs- und Urlaubszeiten in Höhe von insgesamt 2.951 TEUR (Vj. 2.961 TEUR) sowie aus ausstehenden Rechnungen für Fremdarbeiten in Höhe von 672 TEUR (Vj. 546 TEUR).

Die Verbindlichkeiten sind insbesondere durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gestiegen. Diese Entwicklung resultiert aus der Finanzierung der Zugänge im Finanzanlagevermögen und besteht aus Verbindlichkeiten im Rahmen des Cashpoolings mit dem Siemens Konzern.

Zur Unternehmensfinanzierung ihrer Tochtergesellschaft eos.uptrade gewährte die HaCon ein Darlehen in Höhe von 1.307 TEUR.

Das Geschäftsmodell der HaCon ist wenig kapitalintensiv. Wesentliche Investitionen wurden für die Bereitstellung von Servern für Kundenlösungen sowie die erforderliche Infrastruktur für die IT-Arbeitsplätze der Mitarbeiter getätigt.

4. Mitarbeiter

4.1 Anzahl Beschäftigte

Für die HaCon sind ihre Mitarbeiter das wichtigste Kapital. Die HaCon beschäftigt eine Vielzahl von hoch qualifizierten Softwareentwicklern, Beratern und Projektleitern.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 waren bei HaCon 299 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (278). Insbesondere fand ein Aufbau von Fachkräften aus den Bereichen Softwareentwicklung und Verkehrstechnik statt. So wuchs die Anzahl der Beschäftigten im Bereich HAFAS um mehr als drei Prozent, bei TPS waren es 16 Prozent.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter betrug zum 30. September 2018 sieben Jahre und zwei Monate.

4.2 Mitarbeiterförderung

Ein wesentliches Ziel der HaCon ist es, ihre Mitarbeiter zu fördern und langfristig für das Unternehmen zu gewinnen. Sowohl die fachliche als auch die individuelle Förderung und Entwicklung seiner Mitarbeiter ist für HaCon ein Erfolgsfaktor sowie wichtiger Bestandteil seiner Wachstumsstrategie.

So werden neu eingestellte Softwareentwickler und Projektleiter für ihren Einsatz bei HaCon sorgfältig ausgebildet. Neben spezifischem Branchenwissen sind auch detaillierte Kenntnisse der Produkte sowie IT-Wissen von hoher Relevanz.

Darüber hinaus legt HaCon großen Wert auf eine ausgewogene Life-Work-Balance seiner Mitarbeiter. So stehen den Mitarbeitern zu jeder Zeit Obst und Gemüse in Bio-Qualität, eine Vielzahl von Snacks sowie Kaffee und Softgetränke zur Verfügung. Ferner bezuschusst HaCon das Essen in der Betriebskantine. Aber auch die Fitness und Gesundheit seiner Mitarbeiter liegt HaCon am Herzen: Neben den vielseitigen Angeboten des benachbarten Fitnessstudios können auch Massagen kostenlos genutzt werden.

4.3 Mitarbeiterwachstum

Mit dem stetigen Anstieg der Mitarbeiterzahlen in den letzten Jahren wurde dem rasant wachsenden Geschäft der HaCon Rechnung getragen. Auch in den kommenden Jahren strebt Ha-Con ein kontinuierliches Wachstum an qualifizierten Mitarbeitern an.

Auf dem lokalen Arbeitsmarkt sind qualifizierte Fachkräfte derzeit sehr gefragt. Die Gewinnung und langfristige Bindung dieser Mitarbeiter stellt sich als zunehmend herausfordernde Aufgabe dar.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risiken der künftigen Entwicklung

Branchenspezifische Risiken ergeben sich grundsätzlich aus der Kundenstruktur der HaCon, zu denen weitestgehend Unternehmen des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs zählen. So wird die Ertragslage der HaCon stark vom Investitionsverhalten ihrer Kunden mitbestimmt. Verzögerungen im Ablauf einzelner Kundenprojekte können bezogen auf einzelne Geschäftsjahre zu einer Minderung der Umsatzerlöse führen. Zudem bewirkt eine steigende Komplexität der Kundenlösungen einen zunehmenden Aufwand in der Abwicklung. Um den profitablen Wachstumskurs der HaCon weiterhin zu sichern, ist es notwendig, die identifizierten Verbesserungsmaßnahmen in die Strategie der HaCon zu integrieren.

Wechselkursrisiken, die sich aus den Kundenverträgen in ausländischen Währungen ergeben können, werden im Zuge geeigneter Hedging-Verfahren abgesichert.

Des Weiteren wird auf die Ausführungen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern in der Zukunft unter 4.3 verwiesen.

5.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Die Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung und den Ausbau der Marktposition als international führender Softwarespezialist von Mobilitätssoftware werden in einer weiteren verstärkten Internationalisierung gesehen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern, Siemens AG können Synergiepotentiale genutzt und die Fokussierung auf wesentliche Regionen stärker vorangetrieben werden.

Gezielte strategische Akquisitionen sollen den Zugang in lokale Märkte erleichtern und ergänzen darüber hinaus das Produktportfolio im Rahmen der übergeordneten Digitalisierungsstrategie.

Zudem wird mit dem Vorantreiben innovativer Lösungen im Bereich der intermodalen Mobilitätsleistungen der Einstieg in neue Märkte unterstützt.

5.3 Prognose

Die HaCon ist mit ihrem innovativen Angebot an Softwarelösungen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Umsatzwachstum von 26 Prozent erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass dieses kurz- bis mittelfristig in hohem Maße aus dem weiterhin wachsenden Bestandsgeschäft heraus generiert werden kann. Sehr vielversprechende Wachstumspotentiale ergeben sich mittel- bis langfristig zudem aus der Gewinnung nationaler und internationaler Neukunden.

 

Hannover, den 23. November 2018

Die Geschäftsführung

Michael Frankenberg

Andreas Dittmann

Werner Sommerfeld

Peter Talke

Der Jahresabschluss wurde am 27.08.2019 festgestellt.

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