Sirl Transport GmbH
Selbe AdresseVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Armin Helmut Köberl seit 17.12.2001 | Geschäftsführer |
Barbara Sirl seit 26.10.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Barbara SirlVENKO Vermögensverwaltung GmbH | 75.00% |
Marlena SirlVENKO Vermögensverwaltung GmbH | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sirl interaktive Logistik GmbHUnterschleißheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Sirl Interaktive Logistik GmbH ist ein in Unterschleißheim (bei München) ansässiges mittelständisches Unternehmen, das die Besorgung von Speditionsgeschäften und die Lagerung von Gütern übernimmt. Wesentliche Schwerpunkte liegen in der Abwicklung von Beschaffungs- und Distributionstransporten sowie in umfangreichen Kontraktlogistikdienstleistungen. Das angebotene Spektrum im Bereich Transport umfasst spezielle Kundenlösungen für die Bereiche nationale und internationale Landtransporte, Getränkelogistik und Seefracht. In der Kontraktlogistik erbringt das Unternehmen klassische Lagerdienstleistungen, kundenindividuelle Outsourcing-Lösungen sowie Speziallösungen für die Getränkeindustrie wie Verpackungs- und Leergutsortierdienstleistungen. I. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beschäftigte sich das Management mit den für die Logistikbranche üblichen Herausforderungen eines sich deutlich verschärfenden Fahrermangels, Fachkräftemangels, steigendem Mindestlohn, Maut, Dieselpreisschwankungen, Nachhaltigkeit und Klimawandel. 2023 war ein weiteres Jahr multipler Krisen, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor schwierige Herausforderungen gestellt haben, auf die die Politik teilweise nur mühsam Antworten findet und oft sehr kurzfristig agieren muss. Der russische Angriff auf die Ukraine und die Folgen des anhaltenden Kriegs werfen ihre Schatten auch auf die Unternehmen in Deutschland. Gleichzeitig muss Deutschland die Transformation hin zur dekarbonisierten Wirtschaft und Gesellschaft bewerkstelligen, um die Klimakrise zu bewältigen und darf dabei die soziale Gerechtigkeit und den Zusammenhalt im Land nicht aus dem Blick verlieren. (Quelle: DIW, Berlin, 2023) Trotzdem kann man rückblickend sagen, dass die Weltwirtschaft -mitsamt geopolitischer Spannungen- eine gewisse Phase der Stabilisierung und Transformation erlebte. Die Herausforderungen der vorangegangenen Jahre, insbesondere im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie und Lieferkettenunterbrechungen, wurden zunehmend überwunden. Innovationsgetriebenes Wachstum, nachhaltige Geschäftspraktiken und die Anpassung an neue geopolitische Realitäten kennzeichneten die wirtschaftliche Dynamik, wobei die Inflation weiterhin im Vordergrund steht. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch zum Jahresende rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für die schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum schwächten. Das hohe Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen dämpfte die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen mit steigenden Zinsen und eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland. Insgesamt ging die deutsche Wirtschaftsleistung (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Dieselpreise 2023 gleichen einer Berg- und Talfahrt. Die zu Jahresbeginn noch hohen Kraftstoffkosten sind zur Jahresmitte deutlich gesunken (ca. -14%) und zum Ende des 3. Quartals 2023 wieder deutlich angestiegen. Seit November 2023 haben sich die Treibstoffkosten wieder auf einem etwas niedrigeren Niveau stabilisiert. Die Normalisierung der Seefrachtraten in 2023 (im Vergleich zu 2022) und die insgesamt rückläufigen Treibstoffkosten in 2023 im Vergleich zu 2022 (Rückgang um ca. 11,5% im Vergleich zu 2022) haben in diesen Geschäftsbereichen zu einem teilweisen Umsatzrückgang geführt. Preissteigerungen durch stark erhöhte Lohnkosten bei Logistikfachkräften und besonders bei Fahrer/innen, schwankende Dieselkosten und Laderaumknappheit im Transportsektor insgesamt, erfordern vom Management großes Fingerspritzengefühl bei den Verhandlungen mit Partnern, ein schnelles Vorantreiben der Digitalisierung und ein modernes Personalmanagement. Ergänzend sei erwähnt, dass das anhaltend hohe Zinsniveau in der Transportwirtschaft zunehmend als problematisch eingestuft werden. Gesamtwirtschaftlich bewegen wir uns in eine neue Richtung, die sicherlich von unsicheren Zeiten und der Notwendigkeit geprägt sein wird, schnell auf sich die daraus ergebenden Veränderungen am Markt zu reagieren, denn weitere Lohnforderungen, steigende Lkw-Mautsätze (letzte drastische Erhöhung zum 01.12.2023) sowie Neuinvestitionen und Umrüstkosten (hohes Zinsniveau) für eine CO 2 -freie Logistik werden auch zukünftig massive Auswirkungen auf die Kosten des Transportgeschäfts haben. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 ist geprägt durch eine zunehmende Normalisierung der Geschäfte, allerdings auf niedrigerem Auftragsniveau. Die schwächere Konjunktur zeigt auch hier ihren Niederschlag. Die Unternehmensplanung wurde immer erreicht und in weiten Teilen übertroffen, was auf eine Stabilisierung oder auch erfolgreiche Anpassung an die doch herausfordernden wirtschaftlichen Umstände deutet.Das Unternehmen wird weiterhin den möglichen wirtschaftlichen Unsicherheiten durch eine sehr konservative und kostenorientierte Geschäftspolitik begegnen. Der signifikante Rückgang der Umsatzleistung lag hauptsächlich an der niedrigeren Leistung im Transportbereich, speziell der Überseetransporte USA. Die relativen Deckungsbeiträge im Transportbereich konnten jedoch im Jahr 2023 gesteigert werden, da das Angebot an Laderaum im Verhältnis zu den angebotenen Ladungen anstieg. Im Produktionsbereich konnten sowohl Umsatzleistung, als auch die Deckungsbeiträge gegenüber den Vorjahren angehoben werden. Somit leistet der Produktionsbereich einen wichtigen Beitrag für das gegenüber den Vorjahren besser ausfallende Unternehmensergebnis. Auf Kundenseite war eine gesteigerte Ausschreibungsaktivität zu verzeichnen. Um mögliche negative Ergebniseffekte zu vermeiden, wurde intensiv an der Verbesserung der Produktivität der Abläufe gearbeitet. So konnten mehrere Digitalisierungsprojekte in den Bereichen Auftragsbewertung und -abrechnung weiter detailliert und für den Bereich Lagerlogistik komplett neu aufgesetzt werden, was erheblich zur Produktivitätssteigerung beigetragen hat. Diese Erfolge werden in den Folgejahren weiter genutzt und durch weitere Digitalisierungsmaßnahmen vorangetrieben. Die stärkere Fokussierung auf die Lagerlogistik macht das in den Vorjahren gestartete Projekt Digitalisierung im Bereich Lagerlogistik und das Projekt zur weiteren Automatisierung menschlicher Arbeit (Stichwort: Robotik), bzw. steigende Vernetzung Mensch & Maschine aktueller denn je. Die Projekte werden weiter ausgebaut und gefördert. Die Vereinbarung für mobiles Arbeiten bei den kaufmännischen Mitarbeitern hat sich als zukunftsweisend ergeben und wurde sehr gut angenommen. Die Kollegenschaft arbeitet rollierend mobil. Seit Anfang 2023 werden zum Schutz der IT-Infrastruktur und Ausfallsicherheit regelmäßig und standartisiert IT-Sicherheitsüberprüfungen intern und durch externe Dienstleister und umfassende Sensibilisierungsschulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neben anderen Maßnahmen für das Thema Cybersicherheit durchgeführt. Der seit Anfang 2021 im Fokus stehende Auf- und Ausbau eines eigenen Fuhrparks mit eigenem Fahrpersonal innerhalb einer Tochtergesellschaft, damit der Volatilität am Markt entgegnet und den Anforderungen unserer Kunden nach ausreichend verfügbarem Laderaum entsprochen werden kann, ist weiterhin im Aufbau. Der Aufbau eines neuen Standortes in Bayern hat in Q4 Managementkapazitäten und finanzielle Ressourcen gebunden. Die Aufmerksamkeit des Managements liegt auf einer gesunden und nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens, besonders für seine Beschäftigten. Die Gesamtleistung hat im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 7.043 bzw. rund 14,25 % abgenommen und beträgt 42,4 Mio. EUR. Der Umsatzrückgang im Verlauf 2022 auf 2023 ist im Wesentlichen auf eine sinkende Nachfrage im Überseebereich und signifikant niedrigeren Frachten in diesem Segment zurückzuführen. Wegen anhaltendem Fahrermangel sind die Margen in der Transportlogistik zwar unter Druck, konnten aber trotzdem gesteigert werden. Der Rohertrag ist (Umsatz - Materialaufwand inkl. bezogener Dienstleistungen und sonstiger Erträge) auf 10,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR) gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich durch plankonforme Gehaltsanpassungen, sonstige Personalkosten inkl. Recruiting bei gleichzeitiger Optimierung des Personaleinsatzes auf TEUR 4.286 (+TEUR 215) erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind auf TEUR 281 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf TEUR 4.842 erhöht (2018: TEUR 5.520, 2019: TEUR 5.469, 2020: TEUR 5.305, 2021: TEUR 4.415, 2022: TEUR 4.474). Das Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstige Steuern (EBT) hat sich von TEUR 770 auf TEUR 1.256 um TEUR 486 verbessert. Das Jahresergebnis liegt bei TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 552). 3. Lage a) Ertragslage Die nationalen und internationalen Landtransporte, Stückgut, Seefracht, Verpackungsdienstleistungen, sowie Leergutsortierdienstleistung stellen die wesentlichen Ergebnisquellen dar. Geschäfte, die aufgrund von Kostenerhöhungen zu einer Ergebnisbelastung führen könnten, werden weiterhin konsequent prozessoptimiert und mit den Kunden nachverhandelt oder eingestellt. Die Corona-Pandemie, der Krieg Russlands gegen die Ukraine und zunehmende geopolitische Spannungen: In den vergangenen Jahren gab es immer wieder negative Ereignisse, die sich auf die weltweiten Supply Chains teilweise massiv ausgewirkt haben. Auf breiter Basis führte das z.B. zu einem Verzicht auf die langfristige Bindung von Transportraten. Aufgrund immer schnellerer und kurzzyklischer Kostensteigerungen werden Preiserhöhungen gemeinsam mit Partnern angemessen durchgeführt, genauso wie Anpassungen bzw. Veränderungen von Dieselvereinbarungen, um sprunghaften Kraftstoffpreisänderungen entgegenzuwirken. Die Transportumsätze in 2023 waren über Vorpandemieniveau, was vor allem den nachhaltig stark gestiegenen Preisen geschuldet war. Die Transportnachfrage im Mittel war eher rückläufig. Die Folgen der vergangenen Krisenjahre kamen weiter zum Tragen (u.a. Inflation und Zinssteigerungen), ebenso wie die in 12/2023 eingeführte Maut und hielten den Frachtraumeinkauf auf hohem Niveau. Das trotzdem steigende Angebot an Frachtraum und der dadurch relativ günstigere Einkauf verstärkte den Effekt höherer Margen. Wie geplant, wurden Aktivitäten weiterverfolgt, sich von der Volatilität des Transportmarkts teilweise zu entkoppeln. Der Einkauf von festen Transportressourcen wurde gestärkt und der Aufbau eigener Transportkapazitäten im Rahmen des Aufbaus eines Fahrzeug-Fuhrparks mit eigenem Fahrpersonal über ein Tochterunternehmen intensiv vorangetrieben. Ebenfalls positiv war zu verzeichnen, dass die starken Bewegungen auf der Nachfrageseite im Transportmarkt dazu führten, dass sich das Unternehmen neue Kundengruppen erschließen konnte. Im Bereich Verpackungslogistik konnte eine Trendwende erzielt und höhere Umsätze generiert werden, da sich die Exportgeschäfte unserer Kunden wieder erholten. Die Umsätze bei den Großveranstaltungen und Neugeschäften waren ebenfalls steigend. Das Unternehmen setzt weiterhin auf die Abwicklung von margenstarken Spezial- und Kurzfristaufträgen, die Fachkompetenz und die Flexibilität des Unternehmens fordern. Der Trend zur Zwischenlagerung und kurzfristigen Auslagerung hat sich mit der langsameren Konjunktur und Beendigung der weltweiten Pandemie stark abgeschwächt und spielt für das Unternehmen nunmehr eine untergeordnete Rolle. Das 4. Quartal stand unter dem, auch finanziellen, Aspekt des Aufbaus eines Neugeschäfts in der Lagerlogistik für einen wichtigen Bestandskunden. Das Geschäft wird über die nächsten Jahre hinaus ein zentraler Punkt in der Lagerlogistik bleiben. Unter Berücksichtigung aller Aspekte ist die Beschäftigungslage als gut und auf stabilem Niveau zu bezeichnen. Die Verkaufsaktivitäten werden weiter ausgebaut und von der Geschäftsleitung direkt unterstützt. Das Unternehmen erwartet auch für das Gesamtjahr 2024 ein positives Geschäftsergebnis gemäß Planung. b) Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens hat sich durch das positive Ergebnis 2023 weiter verbessert. Das Finanzmanagement des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hierzu wird besonderes Augenmerk auf ein effizientes Forderungsmanagement gelegt. Die bestehenden Kontokorrentlinien wurden auch zum Ende des Jahres 2023 teilweise in Anspruch genommen. Das Eigenkapital hat sich mit dem Jahresüberschuss erhöht und es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 29 %. Die Wertpapiere des Anlagevermögens (TEUR 1.180) sind zum längerfristigen Verbleib im Unternehmen bestimmt, können jedoch jederzeit, bei geringem Kursrisiko, in liquide Mittel umgewandelt werden. An Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 335 getätigt. Die Investitionen werden grundsätzlich aus dem laufenden Cashflow, Darlehen oder der Ausweitung von Leasingvereinbarungen finanziert. Zwecks Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich das Unternehmen der eingeräumten Kreditlinien der Banken. Die Kontokorrentlinien stehen weiterhin unverändert und unbefristet zur Verfügung. Des Weiteren arbeitet das Unternehmen mit Factoring. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 von 10,0 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR verringert. Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital von TEUR 2.746. Die Eigenkapitalquote ist von 23,2 % auf 29,3 % gestiegen. Die in der Vergangenheit erwirtschafteten und die zukünftig zu erwartenden Ergebnisse werden größtenteils im Unternehmen belassen, um in den kommenden Geschäftsjahren die Vermögens- und Kapitalstruktur zu stärken und zu verbessern. Die flüssigen Mittel übersteigen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag um 0,5 Mio. EUR. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung wird neben der Umsatz- und Ergebnisentwicklung eine Deckungsbeitragsrechnung je Unternehmensbereich herangezogen. Zudem liefert der Cashflow eine Indikation. Wöchentliche Plan-Ist-Abgleiche, auch auf Kundenbasis, zeigen schnell Abweichungen auf, so dass unverzüglich reagiert werden kann. Im Falle rückläufiger Deckungsbeitragsentwicklungen werden Preiserhöhungen und strengere Einkaufsrichtlinien durchgeführt, deren Auswirkungen sich schnell im Ergebnis zeigen. II. Prognosebericht Das Jahr 2024 kann voraussichtlich den stabilen Trend auf niedrigem Niveau aus 2023 fortsetzen. Insgesamt sieht sich die deutsche Wirtschaft aber einem enormen Kostendruck ausgesetzt, dem es sich mit geeigneten Maßnahmen zu stellen gilt. Zu den wichtigsten Belastungen gehören die Personalkosten (notwendige Lohnanpassungen u.a. Mindestlohn, hohe Inflation und allgemein überproportional gestiegene Lebenshaltungskosten), höhere Versicherungsprämien, gestiegene Mietkosten (durch Verbraucherindex gekoppelte Mietverträge), erhöhte Anschaffungskosten für Geräte, Maschinen, Fuhrpark und gestiegene Kapitalfinanzierungskosten aufgrund Zinspreisentwicklung. Diese Fakten werden sich durch vermehrte Ausschreibungen im Bereich Neugeschäft und Nachkalkulationen beim Bestandgeschäft zeigen. Hier werden gemeinsame Lösungen mit unseren Partnern gefunden werden müssen. Die regelmäßigen operativen Maßnahmen, wie Überprüfung der marktgerechten Preise, bessere Einkaufskonditionen, Abbau von Overheadkosten und Kostenreduktionen im Materialeinkauf werden immer intensiv verfolgt und gehören zum täglichen Doing. Den konjunkturell und wetterabhängig leicht rückläufigen Auftragszahlen wird durch zusätzliche, regelmäßig nachgehaltenen Verkaufsaktivitäten, speziell für Tagesgeschäfte, aus den Fachabteilungen heraus erfolgreich begegnet. Die langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen, das ausgeprägte Know-how, Marktkenntnis, die infrastrukturell günstigen Standorte Unterschleißheim und Aichach und die zunehmende Bedeutung der Logistik in allen Industrien unterstützen die positive Ausrichtung des Unternehmens, das seit 1975 erfolgreich am Markt tätig ist. Die direkte Unterstützung der Vertriebsabteilung durch die Geschäftsleitung sowie die Neukundenakquise und der Ausbau der bestehenden Geschäftsverbindungen (auch durch Empfehlungen) stehen für die Gesellschaft auch in 2024 im Vordergrund. Das Unternehmen arbeitet weiter an seiner Modernisierung und Digitalisierung, u.a. mit folgenden Projekten: Für Mitte 2024 ist die Einführung eines neuen Telematiksystems für den eigenen Fuhrpark und die Subunternehmer geplant. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der besseren Anbindung der eingesetzten Subunternehmer. Durch diese Maßnahme kann das Unternehmen die Datentransparenz nochmals deutlich erhöhen und Prozessabläufe (Ablieferbelege, Rechnungsbearbeitung etc.) effizienter gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Davon profitiert vor allem das Geschäftsfeld Eigenfuhrpark, das Schritt für Schritt weiter ausgebaut und auf stabile Säulen gestellt wird, um auch in 2024 und darüber hinaus eine tragende Rolle im Gesamtbereich Transportlogistik zu spielen. Auch die weitere Automatisierung unserer Verpackungsleistungen (z.B. Einsatz von Robotern zur Palettierung der Gebinde) ermöglicht es uns, die Prozesse im Lagerbetrieb zu optimieren. Die in der Getränkebranche bereits seit längerem zu verzeichnenden Veränderungen hinsichtlich der Entwicklung der Flaschen-Pfandsysteme wurden bereits in 2021/2022 in den Fokus genommen und in 2024 weiter fortgesetzt. So wurden Optionen evaluiert, in der Zusammenarbeit mit vorhandenen Getränkekunden neue Dienstleistungen zu etablieren. Hier plant das Unternehmen sich auch personell zu verstärken. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird als positiv bewertet. Das für das Geschäftsjahr 2023, durch die Unvorhersehbarkeit des weiteren Kriegsverlaufes in Ende 2022, geplante Ergebnis vor Steuern von nur rund 230 TEUR wurde um rund TEUR 1.020 überschritten. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde auf Basis eines konservativen Ansatzes und der Annahme einer Stabilisierung der Wirtschaft ein positives Ergebnis von TEUR 868 geplant. III. Chancen- und Risikobericht 3. Risikobericht Aufgrund § 289 HGB ist die Gesellschaft verpflichtet auf etwaige Risiken in der künftigen Entwicklung hinzuweisen, die entweder allgemeiner oder spezieller Natur sind und Bedeutung für den Bestand der Gesellschaft haben. Die Geschäftsleitung stellt fest, dass die positiven Ergebnisse der letzten sechs Jahre, sowie die weiterhin geplanten positiven Ergebnisse in den Folgejahren dem Unternehmen helfen, die Liquiditätsreserven zu stärken. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird sich weiterhin auf einem guten Niveau halten und den Fortbestand der Gesellschaft sichern. Die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft ist gegeben und auf Basis der Planungen für die kommenden Jahre durchfinanziert. Generell birgt ein hypothetisch neues Pandemieszenario und die damit verbundenen, möglichen Einschränkungen, die weltwirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich der Fortdauer des Krieges in der Ukraine oder auch die latent wachsende Gefahr, Ziel eines Hackerangriffs zu werden, ein Risiko für alle an der Wirtschaft teilnehmenden Parteien. Das Unternehmen hat aber sehr oft bewiesen, dass es sich schützen kann, sehr schnell und sehr erfolgreich auf neue Situationen einstellen kann, geeignete Maßnahmen ergreift und auch in Krisensituationen handlungsfähig und erfolgreich wirtschaften kann. Da das Unternehmen für 2024 einen sehr konservativen Planansatz gewählt hat, wird erwartet, dass das Unternehmen ein mindestens plangemäßes Ergebnis erzielt. Branchenspezifische Risiken: Eine anhaltende Herausforderung stellt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Marktes dar. Die sich insgesamt verschärfenden geopolitischen Spannungen, die für die Zukunft prognostizierten geringen Wachstumsraten bzw. eine möglicherweise länger anhaltende Rezessionsphase, die hohen Investitionskosten für die Klimawende, Mindestlohn, LKW-Maut, Dieselpreisentwicklung oder andere gesetzliche Veränderungen führen zu einem hohen Wettbewerbs- und Kostendruck bei den Unternehmen, auch den Logistikunternehmen. Dies erfordert eine ständige Marktbeobachtung. Umsatz- und Ergebnisrisiken können die Folge sein. Insgesamt ist das Unternehmen in aussichtsreichen, zukunftsorientierten Marktsegmenten beheimatet und wird sich dort zusammen mit seinen starken Kunden und Partnern weiterentwickeln, speziell genannt werden können hier Getränke, Nahrungsmittel und Kartonagen. Es bestehen aber auch jederzeit Möglichkeiten, neue, ertragreiche Geschäftsfelder oder Nischen zu besetzen. Dem Fachkräftemangel wird durch ein aktives Recruiting und einer hoch qualifizierenden Ausbildung entgegengewirkt. Eine permanente Sondierung des Marktes, auch mit Hilfe von Personal-Recruiting-Firmen, wird vorgenommen. Die Laderaumsicherung ist unter gesonderter Beobachtung und Betreuung. Der Herausforderung fortschreitender Digitalisierung bzw. der Entstehung digitaler Plattformen im Speditionsbereich wird mit der Kombination aus elektronischer Prozessunterstützung, eigenem digitalem Leistungsvermögen, Marktkenntnis, Fach-Know-how und individuellen Kundenbeziehungen begegnet. Ertragsorientierte Risiken: Die konjunkturellen Erwartungen für 2024 sind auf eher niedrigem, aber stabilen Niveau zu sehen. Das Industriegeschäft wird weiter stabil bleiben und ist meist durch Verträge abgesichert. Der Ertragspfeiler Getränkelogistik ist konjunkturell eher un-, aber mehr wetterabhängig und wird weiterhin mit großer Kraft ausgebaut. Grundsätzlich wird der Kostendruck, getrieben durch die Inflation und genannten Kostensteigerungen, auf allen Seiten wachsen und das Unternehmen zu spar- und effektivitätsfördernden Maßnahmen auffordern. Der Handelsraum Russland/Ukraine spielt keine wesentliche Rolle auf der Ertragsseite des Unternehmens. Die Laderaumsituation ist erfahrungsgemäß volatil, deshalb hat sich das Unternehmen entschlossen, einen eigenen Fuhrpark, auch mit alternativen Antrieben, sukzessive aufzubauen, und somit den Einfluss von Schwankungen am Markt zu reduzieren. Der Frachtraumeinkauf wird durch gezielte Maßnahmen unterstützt. Das Unternehmen geht nach wie vor durch die gestärkten Verkaufsaktivitäten davon aus, mittel- und langfristig weitere Marktanteile hinzuzugewinnen. Das Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit Maßnahmen der wirtschaftlichen Sicherheit und ebenso mit Maßnahmen der gesundheitlichen Sicherheit. Die Gesamtentwicklung und der Auftragseingang wird mit Unterstützung des Echtzeit-KPI-Cockpits für alle Disponenten täglich gemonitort und durch die Geschäftsleitung analysiert, um bedarfsgerecht schnell Maßnahmen ergreifen zu können. Ebenso werden wöchentliche Plan-/Ist-Abgleiche für alle Geschäftsbereiche durchgeführt, um frühzeitig etwaige Abweichungen festzustellen und diesen entgegenzuwirken. Außerdem pflegen wir einen engen Austausch mit allen unseren Partnern. Die kürzeren Planungshorizonte kommen den agilen Arbeitsweisen und Methoden des Unternehmens entgegen und helfen flexibler zu sein und Risiken zu minimieren. Für unsere Kollegen und Kolleginnen sind ausreichend mobile Arbeitsplätze eingerichtet, um das flexibles Arbeitsplatzkonzept umzusetzen. Diese Maßnahme fördert die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber wesentlich. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Liquiditätslage hat sich durch das positive Ergebnis 2023 sehr gut entwickelt. Weiterhin liegt ein Schwerpunkt auf dem Aufbau und Erhalt einer Liquiditätsreserve, um möglichen Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken. Der angestrebte Abbau der Verbindlichkeiten konnte im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten im Jahr 2023 weiter vorangetrieben werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 617 gesunken. Die mittel- bis langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten trotz der Neuaufnahme eines Darlehens um TEUR 51 reduziert werden. Es wurden Kontokorrentkredite in Anspruch genommen. Es wird davon ausgegangen, dass künftig Forderungen vertragskonform von den Schuldnern beglichen werden und der Forderungsbestand aufgrund der zugeflossenen Beträge planmäßig abgebaut wird. Es gab entgegen vorheriger Geschäftsjahre einige Ausfälle im niedrigen Bereich zu verzeichnen. Die nach wie vor ausgewogene und vielfältige Kundenstruktur des Unternehmens macht größere Ausfälle extrem unwahrscheinlich. Außerdem betreibt das Unternehmen zur Sicherung gegen Forderungsausfall eine sehr enge Taktung im Mahnwesen und prüft Neukunden regelmäßig bei Creditreform. Die Verbindlichkeiten werden fristgerecht bedient. Zur Risikominderung im Liquiditätsbereich bestehen noch Finanzanlagen im Bereich kurzfristig verfügbarer Wertpapiere sowie offene Kontokorrentlinien. 4. Chancenbericht Dem Wettbewerb am Markt wird die Gesellschaft weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Hierzu wird konsequent an internen und externen Optimierungsvorgängen gearbeitet. Der Einsatz von motivierten und qualifizierten Mitarbeitern in allen Bereichen stärkt das Unternehmen. Somit kann das Unternehmen auf eine effiziente Leistungserbringung setzen. Die regelmäßige Besetzung von Ausbildungsplätzen und das permanente Recruiting von externen Fachkräften bringt eine ausgewogene Mischung hinsichtlich Know-how, Alter, Marktkenntnis und Erfahrung ins Unternehmen. Interne und externe Schulungen für Auszubildende und Belegschaft sind die Regel. Die Erarbeitung einer Vereinbarung zum mobilen Arbeiten ist umgesetzt und unterstützt u.a. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den neuen Rahmenbedingungen und den Herausforderungen der Wirtschaft (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit) begegnen die Führungskräfte des Unternehmens mit geeigneten Lösungskonzepten (Visionen, Sinn und Klarheit schaffen, Agilität als Kernprinzip), die schon lange zu den Grundsätzen des Agierens gehören. Das gut ausgeglichene Leistungs- und Kundenportfolio wird nach Meinung der Geschäftsleitung weiterhin zu einer positiven Entwicklung des Unternehmens beitragen. Die zumeist sehr langjährigen Kundenverbindungen zeigen die ungebrochene Nachfrage nach den angebotenen Dienstleistungen und werden in zunehmendem Maße weiterempfohlen. Zudem wird das Risiko eines saisonalen Umsatzverlaufs durch einen strukturierten Verkauf und die Erreichung neuer Kunden gezielt minimiert. Das Unternehmen vereint das Verständnis für die fehlende Standardisierbarkeit und Volatilität in vielen Bereichen der verladenden Wirtschaft mit digitaler Affinität und generiert dadurch immer wieder neue Kunden. Die Wechselbereitschaft von Kunden wird als Chance zur Weiterentwicklung verstanden. Der Trend weg vom Preisdenken, hin zur Zuverlässigkeit kommt der Geschäftspolitik des Unternehmens sehr entgegen. Die positive Entwicklung im Transportbereich profitiert u.a. von der engen Zusammenarbeit mit einem festen Fuhrunternehmerstamm, dem Eigenfuhrpark, der Flexibilität und der Marktkenntnis der Belegschaft, was auch in 2023 auf einem heterogenen Markt zu entsprechenden Umsätzen führen wird. Das Unternehmen sieht die Chancen für eine weitere positive Entwicklung durch die zunehmende Spezialisierung im Kernbereich Transport und Ausbau von einzelnen Geschäftsfeldern wie z.B. Intermodal. Die Verlagerung von Hauptläufen auf die Bahn ist in Umsetzung und es wurde bereits erstes Equipment angeschafft. Im Bereich der Lagerlogistik steht der Ausbau der Lagerkapazitäten (z.B. Aufbau neuer Standort in Weiden) und Mehrwertdienstleistung durch die gestiegene Nachfrage im Fokus, d.h. den Bereich Verpackungsdienstleistungen sieht das Unternehmen, bei wieder steigender Nachfrage in 2024, neben dem Bereich Leergutmanagement in der Getränkelogistik weiterhin als große Chancen. Die regelmäßige Teilnahme an Messen, Veranstaltungen und Tagungen, speziell auf die Getränkeindustrie abgestimmt, eröffnen neue Kontakte und lassen das Unternehmen stets die neuesten Trends aufnehmen. Um einer Entwicklung in Richtung Transparenz und Digitalisierung im Transportbereich Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen ein Projekt zur Einführung eines zukunftsweisenden Telematik-Systems beschlossen und bereits begonnen. Weiter wird an elektronischer Prozessunterstützung und Schnittstellen zu Partnern gearbeitet. Der Schutz der IT-Infrastruktur und Ausfallsicherheit hat einen besonderen Stellenwert und wird durch regelmäßige IT-Sicherheitsüberprüfungen durch externe Dienstleister und umfassende Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intern und extern für das Thema Cybersicherheit unterstützt. Wegen der großen Bedeutung der künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich der Effizienz in der Logistik für die Zukunft, v.a. Transportoptimierung im konkreten Fall, werden erste kommerzielle Anbieter gesucht, um z.B. die Routenplanung und Optimierung von Transportwegen umzusetzen. Auch Anwendungen in anderen operativen, steuernden Prozessen, wie Auftragserfassung, Änderung des Kundenverhaltens oder Verpacken und Verladen, werden in die Prüfung aufgenommen. Besondere Beachtung hat in diesem Zusammenhang die Cybersicherheit. Das Thema Nachhaltigkeit wird schrittweise in die Unternehmenskultur integriert und direkt von der Geschäftsleitung gefördert und verankert. Dies sind sowohl moralische als auch gesetzliche (z.B. Lieferkettengesetz, CO 2 -Bepreisung) Verpflichtungen, die nicht zuletzt von allen Stakeholdern eingefordert werden und die Wettbewerbsfähigkeit weiter sichern. Die Geschäftsleitung erwartet sich auch aus der Fokussierung auf die wesentlichen Geschäftsfelder und der Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden weitere Geschäftschancen. Das Unternehmen strebt auch weiterhin langfristig strategische, vertrauensvolle Kundenbeziehungen an, bei denen die Vorzüge des Unternehmens, wie Flexibilität und kurze Entscheidungswege, in einem dynamischen Umfeld zum vollen Erfolg führen werden. 5. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund der Ausführungen im Risikobericht besteht aufgrund der guten Entwicklung der Liquidität ein geringes Liquiditätsrisiko. Dennoch steht die weitere Sicherung der Liquidität im Fokus der Unternehmensführung. Ziel ist es, diese in den kommenden Jahren weiter zu optimieren. Die bisher erfolgten monatlichen Ergebnisrechnungen im Jahr 2024 zeigen trotz stagnierender Konjunkturdaten, großem Kostendruck und der anhaltenden Ukraine-Krise eine stabile positive Entwicklung. Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Ereignisse werden weiterhin von entsprechenden politischen Maßnahmen abhängen und stehen im besonderen Fokus der Unternehmensführung. Insgesamt geht die Geschäftsführung auf Basis der aktuellen positiven Entwicklung von der positiven Unternehmensfortführung aus. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Marktrisiken bestehen vor allem bei den Beteiligungen im Finanzanlagevermögen. Die Gesellschaft ist an drei Tochterunternehmen beteiligt und dabei in die Geschäftsführung integriert, so dass Beteiligungsrisiken bestmöglich gesteuert und überwacht werden können. Auch die weiteren Beteiligungen im Finanzanlagenvermögen werden durch das Beteiligungscontrolling überwacht. Das Unternehmen verfügt über langjährige Geschäftsbeziehungen mit einem Großteil der Kunden, die zudem insgesamt sehr solvent sind. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Zielsetzung des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzmittel verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind mit Festzinssätzen ausgestattet und damit bestmöglich gegen Zinserhöhungsrisiken abgesichert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessen und ausreichend wertberichtigt. Darüber hinaus werden vor Beginn einer neuen Geschäftsbeziehung zusätzlich Bonitätsprüfungen vorgenommen.
Unterschleißheim, den 4. Juli 2024 gez. Barbara Sirl, Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Vorschiften und der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternahmen zu Anschaffungskosten - Beteiligungen an Personengesellschaften zum Beteiligungsbuchwert nach IDW RS HFA 18 - Ausleihungen zum Nennwert - Sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten - Rückdeckungsversicherungen mit dem vom Versicherungsunternehmen errechneten Aktivwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde, neben Einzelwertberichtigungen, in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zum Nennwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Zahlungen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bewertet. Pensionsrückstellungen Die handelsrechtliche Pensionsrückstellung basiert auf den folgenden Werten:
Beschreibung der Bewertungsmethode: Bei der projected unit credit method werden erworbene Teilansprüche gemäß dem Leistungsplan auf die einzelnen Dienstjahre zugeordnet. Hierbei entspricht die am Stichtag erreichte Versorgungsleistung dem Verhältnis der erreichten Dienstjahre zu den bis zum einzelnen Leistungsbeginn erreichbaren Dienstjahre. Es wird nur der Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits erdient ist. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 3.242 (Vj. EUR 18.285). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen (vor Saldierung) EUR 177.910. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Angaben zur Bilanz Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum 31. Dezember 2023 ist ein Gesamtbetrag von TEUR 18 für die Ausschüttung gesperrt. Dieser setzt sich wie Folgt zusammen:
Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem separaten Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der im Geschäftsjahr 2008 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
* liegt nichts Aktuelleres vor Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 53 (Vj. TEUR 85). Erläuterungen zu den Forderungen und Verbindlichkeitengegenüber verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 369) betreffen in Höhe von TEUR 54 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 315 sonstige Forderungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR 347) betreffen in Höhe von TEUR 57 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 290 Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 53 eine Laufzeit von über einem Jahr. Angaben zu Forderungen gegen Geschäftsführern In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter/Geschäftsführer in Höhe von TEUR 309 (Vj. TEUR 297) enthalten. Die Forderung wird mit 4 % p.a. verzinst, im Berichtsjahr erfolgte keine Tilgung. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 3) eine Laufzeit von über einem Jahr. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: - Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem vom Versicherungsunternehmen errechneten Zeitwert angesetzt. - Die verpfändeten Beteiligungen MPC Best Select 3 und MPC Best Select Company Plan wurden mit dem Beteiligungsbuchwert nach IDW RS HFA 18 angesetzt. - Das verpfändete Wertpapierdepot wurde mit dem Kurswert am Bilanzstichtag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen (TEUR 1.068, Vj. TEUR 1.107) sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 151 (Vj. TEUR 296). Die Sicherheiten beziehen sich auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Verbindlichkeiten aus Bürgschaften gemäß § 251 bzw. § 268 Abs. 7 HGB waren zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 50) zu verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 837. Davon bestehen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr in Höhe von TEUR 380 und mit einer Restlaufzeit bis fünf Jahre in Höhe von TEUR 457. Mietverpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 14.163. Davon bestehen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr in Höhe von TEUR 3.787, mit einer Restlaufzeit bis fünf Jahre in Höhe von TEUR 10.322 und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren in Höhe von TEUR 54. Im Jahr 2013 wurde mit der CommerzFactoring GmbH ein Vertrag über den Verkauf bestimmter laufender Forderungen (echtes Factoring) abgeschlossen. Der Sicherungseinbehalt des Factors ist unter dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände gesondert ausgewiesen. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Fremdwährung Es ergaben sich Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 159) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 157). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern des Vorjahres betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. E. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 54 Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Verhältnisse nach Ablauf des Geschäftsjahres In der Zeit zwischen Bilanzstichtag und Bilanzaufstellungen waren keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen, die einen direkten Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten hätten. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen Früheren Geschäftsführern sowie deren Hinterbliebenen wurden TEUR 17 gewährt. Diesen gewährten Bezügen stehen keine Gegenleistungen im Geschäftsjahr gegenüber. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 932.146,68. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 1.587.932,77 ergibt sich ein Betrag von EUR 2.520.079,45, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden EUR 2.520.079,45 vorgetragen.
Unterschleißheim, den 4. Juli 2024 gez. Barbara Sirl, Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Sirl Interaktive Logistik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sirl Interaktive Logistik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sirl Interaktive Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 5. Juli 2024 INTARIA
AG
gez. Klaus Loibl, Wirtschaftsprüfer gez. Georg Feigl, Wirtschaftsprüfer |
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