Privatpraxis für Physiotherapie Lena Feldwieser GmbH
Selbe AdresseErbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Schäfer seit 28.6.2024 | Prokura |
Benedikt Dollinger seit 28.6.2024 | Prokura |
Thorsten Andreas Holl seit 18.10.2023 | Geschäftsführer |
Manuel Pitsch seit 27.12.2021 | Prokura |
Gerald Marunde seit 25.1.2018 | Prokura |
Martin Steppich seit 25.1.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VORN Bioenergy GmbHRegensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der VORN Bioenergy GmbH (vormals BayWa r.e. Bioenergy GmbH), mit Sitz in Regensburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 6277, ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die VORN Bioenergy GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von EUR 3.864.326,98 aus, welches laut Ergebnisplanung im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich verbraucht wird. Die Gesellschaft verfügt über schriftlich erteilte Kreditzusagen des Gesellschafters in Höhe von insgesamt EUR 27.381.575,79, von denen bis zum Abschlussstichtag der gesamte Betrag in Anspruch genommen wurde. Zudem liegt eine Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters in derselben Höhe vor. Die für den weiteren Geschäftsbetrieb erforderlichen Zahlungsmittel werden durch den Gesellschafter gewährleistet. Die Gesellschaft und auch die Firmengruppe aktualisieren regelmäßig ihre integrierte Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätsplanung für die nächsten 5 Jahre. Bei planmäßiger Entwicklung ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft aktuell und in den nächsten Jahren nach Ansicht der Geschäftsführung durch die Private-Equity-Gesellschafterin gesichert. Am 2. Oktober 2024 hat die Gesellschafterin, die Hyrule BidCo GmbH, für die VORN Bioenergy GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die Hyrule BidCo GmbH verpflichtet ist, die VORN Bioenergy GmbH finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig lineare und soweit notwendig außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer entspricht der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren. Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen im Wert bis 250,00 EUR werden nicht aktiviert, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Vermögensgegenstände im Wert zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Sie sind von untergeordneter Bedeutung. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Als unfertige Leistungen werden Projekte ausgewiesen, die sich in Entwicklung oder in Bau befinden. Die Bewertung erfolgt mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Soweit Wertminderungen zu berücksichtigen waren, sind diesen durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen worden. Zinsen für Fremdkapital werden gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag bzw. Nominalbetrag bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen bzw. Ausgaben, die Erträge bzw. Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Von dem Wahlrecht, aktive latente Steuern zu bilanzieren, wird kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug unverändert zum Vorjahr EUR 26.000,00. Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge sowie Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine niedrigere Forderung ergibt, um dem Realisationsprinzip Rechnung zu tragen. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine höhere Verbindlichkeit ergibt, um dem Imparitätsprinzip Rechnung zu tragen. Die Bioenergy GmbH beliefert im Rahmen seines Biogasgeschäfts die Biogasanlagen von internen und externen Kunden mit Biogassubstraten (Silomais, GPS etc.), die für die Produktion von Biogas benötigt werden. Hierzu hat die Bioenergy Rohstoffmanagementverträge mit den jeweiligen Projektgesellschaften abgeschlossen, die eine Bereitstellung der benötigten Energiemengen zu einem Festpreis vorsehen und Vertragslaufzeiten von bis zu 15 Jahren aufweisen. Im Rahmen der operativen Bewirtschaftung dieser Rohstoffmanagementverträge wird zunächst für jede Biogasanlage die geplante "Befütterung", d.h. der anzustrebende Mix an Biogassubstraten (in MT) je Planungsperiode bestimmt. Diese "Zielmengen" sind dann die Grundlage für die Akquisition von Biogassubstraten, die vorwiegend durch den Abschluss von Flächenverträgen mit Landwirten ca. ein bis drei Jahren vor dem tatsächlichen Bezug der Biogassubstrate erfolgt. Dieses Vertragsportfolio weist bzgl. der Preisbindungen ein "Mismatch" zwischen dem langfristigen Absatz zu Festpreisen und der eher kurzfristigen Beschaffung der benötigten Biogassubstrate auf. Um das daraus resultierende Marktpreisrisiko zu steuern, wird ein "Proxy-Hedging"-Ansatz eingesetzt, bei dem die langfristig geplanten Einkaufsmengen von Biogassubstraten durch den Kauf von kurzfristigen Matif-Futures (Weizen) abgesichert werden. Diese Futures-Kontrakte werden dann bei Fälligkeit in den jeweils nächsten verfügbaren Futures-Kontrakt vorgerollt, bis durch den Abschluss von einem Flächenvertrag der Einkaufspreis der physischen Biogassubstrate vertraglich fixiert wird. Für diese ökonomische Sicherungsbeziehungen wird das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten (§ 254 HGB) in Anspruch genommen. Dabei wird die "Einfrierungsmethode" angewendet und die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Durch die Notwendigkeit des Vorrollens von Kontrakten laufen während der Sicherungsbeziehung auch Kontrakte aus. Die Ergebnisse aus diesen ausgelaufenen Kontrakten werden bis zum Eintritt des Grundgeschäfts im aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten, ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung, erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurde im Geschäftsjahr aufgrund der Langfristigkeit aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in das Anlagevermögen umgegliedert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagengitter als Anlage zum Anhang und in der Anteilsbesitzliste Kap. 5.7 dargestellt. 3.2 Vorräte Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr von 3.575.493,13 EUR auf 7.220.519,14 EUR erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der Unfertigen Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von 4.151.035,69 EUR (Vorjahr: 1.693.894,00 EUR) aufgrund der fortgeführten Bautätigkeit der Projekte zurückzuführen. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 1.446.233,98 (Vorjahr: EUR 2.576.555,13) mit einer Fälligkeit innerhalb eines Jahres und EUR 47.000,00 (Vorjahr: EUR 336.332,90) mit einer Fälligkeit größer als ein Jahr, davon EUR 0,00 (Vorjahr: 289.332,90) mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.418.673,55 (Vorjahr: EUR 2.836.436,87) und Forderungen aus Finanzierung in Höhe von EUR 6.706.752,55 (Vorjahr: EUR 9.229.660,80). Im Anlagevermögen unter dem Posten Ausleihungen sind langfristige Darlehensforderungen in Höhe von EUR 3.111.272,74 ausgewiesen. Der Anstiege der Forderungen aus Finanzierung ist auch auf Zinserträge zurückzuführen, die kapitalisiert werden. 3.4 Eigenkapital In 2023 wurden durch Gesellschafterversammlungen Beschlüsse gefasst, Einzahlungen in Höhe von insgesamt EUR 9.759.000,00 in die Kapitalrücklage zu leisten, die vollständig im Geschäftsjahr eingezahlt wurden. 3.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von EUR 813.053,84 (Vorjahr EUR 1.441.389,27), Rückstellungen für Personal von EUR 618.567,31 (Vorjahr EUR 510.649,46) und Rückstellungen für Drohverluste von EUR 123.111,00 (Vorjahr EUR 107.611,00). 3.6 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 29.009.971,15 (Vorjahr: EUR 28.990.815,41) sind fällig größer 5 Jahren in Höhe von EUR 27.381.55,79 (Vorjahr: EUR 26.496.317,65) und innerhalb eines Jahres in Höhe von EUR 1.628.395,36 (Vorjahr EUR 2.494.497,76). Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit geringer als ein Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.628.395,36 (Vorjahr: EUR 851.955,87). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Finanzierungsverbindlichkeiten gegen über Gesellschafter in Höhe von EUR 27.381.575,26 (Vorjahr: EUR 26.496.317,65) sowie weitere Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.642.541,89). 3.7 Bewertungseinheiten Die VORN setzt Matif-Futures (Weizen) zur Absicherung von künftigen Einkaufspreisen am Beschaffungsmarkt für Biogassubstrate im Rahmen seines Biogasgeschäfts ein. Diese designierte Sicherung bezieht sich auf die gleiche Art des gesteuerten Risikos und es wird ein artgleiches Sicherungsinstrument eingesetzt ("Proxy Hedging"). Während der Laufzeit einer Hedging-Beziehung, d.h. bis zum Zeitpunkt des Eintritts des Grundgeschäfts (Lieferung des Biogassubstrats), gleichen sich aus ökonomischer Sicht die erwarteten Marktwertschwankungen der Matif-Futures und die Schwankungen der erwarteten Kosten für die Beschaffung von Biogassubstraten aus. Grundgeschäft / Sicherungsinstrument: Rohstoffmanagementverträge / Matif-Futures (Weizen, Silomais) Risiko / Art der Bewertungseinheit: Preisrisiko Biogassubstraten / Portfolio Hedge Marktwert der offenen Geschäfte zum Stichtag: TEUR -42 (nicht bilanziert) Wert der offenen Geschäfte: TEUR 1.459. Zum 31.12.2023 im passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasster Wert: TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 1.343) Im Rahmen der angewendeten Forward-to-Forward Designation können grundsätzlich die folgenden Quellen von Ineffektivitäten existieren, die fortlaufend einem Monitoring durch das Risikomanagement unterliegen:
In der Retrospektive sind keine Ineffektivitäten aufgetreten. Die Quellen unterliegen weiterhin dem Monitoring und werden bei Bedarf angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Bereich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse bestehen im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen für Rohstofflieferungen an Biogasanlagen in Höhe von EUR 14.449.098,30 (Vorjahr EUR 12.198.981,05) und den Erlösen aus Dienstleistungsverträgen (technische und kaufmännische Betriebsführung) in Höhe von EUR 3.972.369,15 (Vorjahr EUR 5.834.161,38). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung von EUR 483,07 (Vorjahr: EUR 466,81), periodenfremde Erträge von EUR 457.497,12 (Vorjahr: EUR 426.777,89), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 205.000,00 (Vorjahr: EUR 75.141,61), Erträge aus Schadenersatzzahlungen in Höhe von EUR 287.497,12 (Vorjahr EUR 11.118,00) sowie Erträge aus öffentlichen Zuschüssen von EUR 21.098,71 (Vorjahr: EUR 10.873,20). Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die über die üblichen Abschreibungen hinausgehen, betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,00 (Vorjahr EUR 450.000,00). Die Abschreibung auf Finanzanlagen beträgt im Geschäftsjahr EUR 0,00 (Vorjahr 20.004,68). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 1.146.630,84 (Vorjahr EUR 541.639,31). 5 Sonstige Angaben 5.1 Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 45.000,00 (Vorjahr EUR 33.000,00). 5.2 Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren
Von der Befreiung zur Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 5.3 Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 79 (Vorjahr 60) Mitarbeiter nach Köpfen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte. 5.4 Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.190.497,89 ab. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags aus dem Vorjahr von EUR 14.945.802,17 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR 19.136.300,06. Der Bilanzverlust soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 5.5 Konzernzugehörigkeit Das gesamte Stammkapital der VORN Bioenergy GmbH wird von der Hyrule Bidco GmbH, Regensburg, gehalten. Gem. § 293 HGB ist die Gesellschaft aufgrund der Unterschreitung der Schwellenwerte nicht konsolidierungspflichtig. 5.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 353).
Die Mietverpflichtungen enthalten Miete für Büros inkl. Stellplätze (TEUR 1.564) in Regensburg und KFZ-Leasing (TEUR 124). Die Gesellschaft hat des Weiteren eine harte Patronatserklärung zugunsten der Tochter Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG bis zu einem Maximalbetrag von EUR 3.113.000,00 abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme wird laut Geschäftsführung nicht gerechnet. 5.7 Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB.
Der persönlich haftende Gesellschafter für alle GmbH & Co. KG Gesellschaften ist jeweils die VORN Bioenergy Betriebs GmbH, Regensburg. 5.8 Nachtragsbericht Im Jahr 2024 wurde die Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern in Spanien ausgeweitet und insgesamt 8 weitere Projektgesellschaften gegründet. Die VORN Bioenergy hat im Geschäftsjahr 2024 bis zur Erstellung dieses Nachtragsberichtes Gesellschafterdarlehen an die VORN Iberia in Höhe von 3,1 Mio. € eingezahlt. Im Jahr 2024 wurden bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses insgesamt 13,8 Mio. € liquide Mittel zugeführt (davon 2,0 Mio. € als Zuführung in die Kapitalrücklage und 11,8 Mio. € als Gesellschafterdarlehen).
Regensburg, den 07.10.2024 VORN Bioenergy GmbH, Regensburg Leonhard Stadler, Geschäftsführer Thorsten Holl, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der VORN Bioenergy GmbH (vormals firmierend unter BayWa r.e. Bioenergy GmbH)Contents 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 2.2 Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft 2.3 Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive Signale 2.4 Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust 2.5 Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneut 3. Entwicklung der Biogas- Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 5 3.1 Äußere Einflüsse, die den Biomethanpreis prägen 3.2 Preisentwicklung von Biomethan aus nachwachsenden Rohstoffen 3.3 Entwicklung der VORN Bioenergy GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.4 Darstellung der Ertragslage 3.5 Finanzlage 3.6 Vermögenslage 4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Künftige Entwicklung 4.2 Chancen 4.3 Risiken 4.3.1 Weitere Risikokategorien sind wie folgt identifiziert: 1. Grundlagen des Unternehmens Die VORN Bioenergy GmbH entwickelt, realisiert und betreibt Biogasprojekte, die zur Erzeugung von Biomethan, Wärme und Elektrizität genutzt werden. Des Weiteren gehört die Belieferung von externen Biogasanlagen mit den notwendigen Rohstoffen sowie der Betrieb und die dazugehörige technische wie kaufmännische Betriebsführung von externen Anlagen zum Portfolio. VORN Bioenergy GmbH ist beim Amtsgericht Regensburg im Handelsregister unter HRB 6277 eingetragen. Das Unternehmen blickt auf eine über 25-jährige Geschichte zurück, in der europaweite Projekte realisiert wurden. Die Gesamtleistung dieser Anlagen beträgt 133 gWh. Die derzeit operativ tätigen Biogasanlagen liegen in Deutschland. Die Projektentwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 lagen überwiegend in Italien und Spanien, da VORN Bioenergy hier die größten Wachstumspotenziale sieht. Das Unternehmen besteht seit 1995 und hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 79 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit 28.10.2022 eine 100 prozentige Tochter der Hyrule BidCo GmbH, welche zu 100 % der MGETS Bioenergy Holdings s.à.r.l. mit Sitz in Luxembourg gehört. VORN Bioenergy ist das erste Portfoliounternehmen in dem von Macquarie Asset Management und GIG (Green Investment Group, heute MGI, Macquarie Green Investment) neu aufgelegten Infrastrukturfond MGETS. Macquarie Asset Management und GIG sind Teil der Macquarie Group, ein weltweit tätiges Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in Sydney, Australien. Die VORN Bioenergy GmbH selbst besitzt mehrere Tochtergesellschaften wie z.B. mehrere Biogas- bzw. Biomethananlagen in Deutschland sowie den Rohstoffhändler a.a.t. Substrathandel GmbH. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren von VORN Bioenergy GmbH sind die Umsatzerlöse sowie das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation). Die Steuerung des Unternehmens und der gesamten VORN-Gruppe finden unter anderem über diese Key Performance Indikatoren statt. Der Wechsel von der EBIT-Steuerung (2022: -2,4 Mio. €; 2023: -3,6 Mio. €) hin zur EBITDA-Steuerung (2022: -1,8 Mio. €; 2023: -3,4 Mio. €) ist im Wesentlichen durch den neuen Eigentümer begründet, der eine stärkere Fokussierung auf operative Performance anstrebt. Nach außen gerichtete nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gab es im Jahr 2023 nicht. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 Laut dem vorläufigen Jahresbericht des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dampften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 2.2 Die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief laut vorläufigem Bericht des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten dem Bericht zufolge ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). 2.3 Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive Signale Der private Konsum nahm laut demselben Bericht im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem laut Destatis an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. 2.4 Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 laut Bericht des Statistischen Bundesamtes von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 2.5 Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneut Laut dem Bericht des Destatis beendeten die staatlichen Haushalte das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Mrd. €. Das waren etwa 14 Mrd. € weniger als im Jahr 2022 (96,9 Mrd €). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 3. Entwicklung der Biogas- Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Der europäische Biogassektor erfährt seit 2022 eine neue Dynamik. Diese wurde vor allem durch zwei Faktoren bestimmt. Dies sind zum einen der Einmarsch Russlands in die Ukraine und die damit verbundenen Marktverwerfungen im Gas, Wärme- und Strombereich und zum anderen die europäische Gesetzgebung im Rahmen der RED II Regelungen. Im Jahr 2023 lag die Bruttostromerzeugung aus Biomasse, dahinter verbirgt sich vielfach Strom aus mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerken, bei 43,8 Terawattstunden. Dies macht einen Anteil von 8,5 % an der deutschen Stromerzeugung aus.
Auch im Jahr 2023 gab es aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen deutlich stärkere Entwicklungsaktivitäten, hier ist vor allem Italien hervorzuheben. Laut einer Presseinformation der Handels-, Industrie- und Handwerksammer Bozen hat die Regierung Italiens am 15. September 2022 im Rahmen des staatlichen Wiederaufbauplanes (PNRR) eine Biomethan-Verordnung erlassen, die vorsieht, bis Ende 2026 bis zu 1,7 Mrd. € Fördergelder für den Auf- und Ausbau von Biomethananlagen zur Verfügung zu stellen. (Quelle: https://www.handelskammer.bz.it/de/news/pressemitteilungen/agrarenergie-s%C3%BCdtirol) Aber auch darüber hinaus werden in ganz Europa aktuell vermehrt Projektübernahmen und auch Neuentwicklungen, basierend im Wesentlichen auf dem Einsatz von Agrar-Reststoffen, vorangetrieben. Ein weiterer wichtiger Indikator für eine sehr positive Entwicklung der europäischen Branche ist das spürbar gestiegene Interesse von institutionellen Anlegern, wie Macquarie Asset Management, Goldmann Sachs oder auch Öl- und Gasmultis wie BP, Total, Energie und auch Shell, die sich entweder bereits im europäischen Biomethansektor engagiert haben oder dies zumindest kurzfristig vorhaben. (Quelle: Biobasiertes Upcycling: Vom Rest- zum Wertstoff | Bioökonomie.de (biooekonomie.de) 3.1 Äußere Einflüsse, die den Biomethanpreis prägen Biomethan, das aus fortschrittlichen Reststoffen gewonnen wird, ist preislich beeinflusst durch die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II). Diese Richtlinie setzt einen realistischen Treibhausgasminderungswert (THG-Wert) von +10 Gramm CO 2 -Äquivalent pro Megajoule (Gramm CO 2 eq/MJ) fest. Der Preis für Biomethan in einem sechsjährigen Liefervertrag, lag im Januar 2023 bei um die 15 - 16 ct/kWh und stieg im Oktober 2023 auf bis zu 20 ct/kWh an. Zusätzlich ist die Möglichkeit der Doppelanrechnung von fortschrittlichem Biomethan im Preis einbezogen. Diese Doppelanrechnung ermöglicht es, dass bestimmte Arten von Biomethan, die aus Reststoffen hergestellt werden, unter der RED II-Richtline für die Erfüllung von THG-Quoten zweifach angerechnet werden können. Damit steigt der Verkaufspreis des Biomethans im Rahmen der Verträge, die unter diese Regelung fallen. (Quelle: Die zeitliche Entwicklung des Biomethanpreises | Blogartikel lesen (agriportance.com) 3.2 Preisentwicklung von Biomethan aus nachwachsenden Rohstoffen Biomethan aus nachwachsenden Rohstoffen (NaWaRo-Biomethan), das vorrangig in Biomethan- Blockheizkraftwerken (BHKWs) eingesetzt wird, die eine Vergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten, zeigt laut dem Beratungsunternehmen agriportance eine spezifische Preisentwicklung. Abhängig von den jeweiligen Regelungen des EEG und möglichen Boni können sich die Preise unterscheiden. Historische Daten zeigen, dass der Preis für NaWaRo-Biomethan im Januar 2022 bei 12 Cent pro Kilowattstunde lag und bis Oktober 2023 auf 10 Cent pro Kilowattstunde gefallen ist. In diesem Zeitraum verlief die Preisentwicklung linear mit einer leicht abnehmenden Tendenz. In den Monaten Juni und Juli 2023 sowie im Dezember 2023 kam es zu Preispeaks von bis zu 13 Cent pro Kilowattstunde. Die Berechnung dieser Preise basiert auf einem hypothetischen sechsjährigen Liefervertrag, der im Januar 2025 beginnt, und reflektiert die potenziellen Preisbewegungen basierend auf den angegebenen historischen Daten und den gesetzlichen Rahmenbedingungen. (Quelle: Die zeitliche Entwicklung des Biomethanpreises | Blogartikel lesen (agriportance.com) Der Beschaffungsmarkt war 2023 ebenfalls weiterhin sehr herausfordernd. Durch die massiv gestiegenen Rohstoff- , Dünger- und Dieselpreise stiegen die Erntekosten zum Teil stark an. Die VORN Bioenergy GmbH kam hier jedoch aufgrund langfristiger Verträge, einem wirkungsvollen Risikomanagementsystem und gezielten Sondermaßnahmen, gut zurecht und konnte die erhöhten Kosten weitestgehend abfedern. 3.3 Entwicklung der VORN Bioenergy GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei 18,4 Mio. €. Verglichen zu der Mittelfristplanung 2024 - 2028 (erstellt im vierten Quartal 2022) lag der Umsatz damit um ca. 16 % unter dem budgetierten Wert von 22,0 Mio. €. Einen wesentlichen Einfluss hatte dabei die Beendigung der Rohstofflieferungen der VORN Bioenergy GmbH an eine durch einen externen Dritten betriebene Biomethananlage. Die Lieferverträge wurden zur Mitte des Jahres 2023 beendet. Das EBITDA lag mit -3,4 Mio. € um 0,6 Mio. € über Planniveau. Dies ist auf einen positiven Einmaleffekt aus einem Rohstoffsicherungsgeschäft zurückzuführen. Im Vorjahr lag das EBITDA bei -1,8 Mio. €. Der Rückgang im Ergebnis ist durch den Aufbau von organisatorischen Strukturen begründet, die die Projektentwicklung im europäischen Ausland unterstützen und mittelfristig an die Projektgesellschaften weiterverrechnet werden. Der Geschäftsverlauf ist weiterhin vom starken Wachstumskurs des Unternehmens geprägt, der das operative Management der VORN Bioenergy GmbH stark einbindet. Das in der Mittelfristplanung für das Jahr 2023 unterstellte Wachstum mit einem neuen Brownfield-Projekt in Deutschland sowie dem Baustart von zwei italienischen Biomethananlagen wurde nicht erreicht und ist nun für die Folgejahre vorgesehen. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die Ausschreibung neuer (höherer) Tarife in Italien, die bessere Umsätze aufgrund einer Inflationierung der Tarife ermöglichen. Daher haben wir die Projekte in die nachfolgenden Auktionen eingebracht. Der Gesamtbusinesscase der Projekte konnte damit verbessert werden. In 2023 wurde keine Brownfield-Aktivität verfolgt, da das Marktangebot aus unserer Sicht nicht wirtschaftlich war. Stattdessen verstärken wir in Deutschland unsere Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen, um gemeinsame Biomethanprojekte zu entwickeln. Hierin sehen wir für die zukünftigen Jahre einen großen Nutzen. Entsprechende, eingeplante Service- und Rohstoffdienstleistungen wurden daher nicht realisiert. Die neue Mittelfristplanung 2024 - 2028 berücksichtigt nunmehr, dass die Betriebsführung sowie die Rohstoffversorgung nicht mehr zentral aus Deutschland abgerechnet, sondern durch die lokalen operativen Gesellschaften erbracht werden wird. Im Oktober 2023 hat die VORN Bioenergy GmbH 100 % an der italienischen ALVUS s.r.l. (firmiert seit 2024 unter VORN Bioenergy Italia s.r.l.) und 98 % an der italienischen FAVUS s.r.l. erworben. Mit der ALVUS bestand bis zum 31.12.2023 ein Rahmenentwicklungsvertrag für die Projektentwicklung von insgesamt acht neuen Biomethananlagen. Mit der Übernahme von Alvus wurde auch das lokale Personal inklusive dem Entwicklungs-Know-how erworben und somit eine direkte Steuerung der Projektentwicklung ermöglicht. Mit dem Erwerb von Favus befinden sich die Anteile der italienischen Projektgesellschaften nun vollständig in der VORN-Gruppe. Der Personalaufwand der VORN Bioenergy GmbH lag im Jahr 2023 bei 5,9 Mio. € und weist damit gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 1,0 Mio. € auf (Vorjahr 2022: 4,9 Mio. €). Der Anstieg ist sowohl durch den Aufbau von Wachstumsstrukturen begründet als auch wesentlich durch den Aufbau von Ressourcen im administrativen Bereich, um die Entkopplung vom früheren Gesellschafter BayWa r.e. AG durchzuführen. Bis zum 31.12.2023 bestanden "Transition Agreements", die der VORN Bioenergy GmbH nach dem Exit noch vorübergehenden Zugriff auf die Leistungen der Bereiche HR, Finanzen und IT ermöglichten. Die Migrationsaktivitäten auf eigene Systeme wurden per 31.12.2023 durch das Schaffen neuer Stellen sowie eigener Lizenzen umgesetzt. Die Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr 2023 verlief unter Plan, jedoch ist das Management zuversichtlich, die langfristig gesteckten Ziele zu erreichen. 3.4 Darstellung der Ertragslage Das Jahresergebnis 2023 betrug -4,2 Mio. € (VJ -2,8 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Abweichung durch höhere Personalkosten (-1,0 Mio. €), gestiegene externe Kosten (u.a. Beratung zur Migration und Organisationsaufbau - 0,5 Mio. €) sowie ein höheres negatives Zinsergebnis begründet (-0,2 Mio. €). Ein positiver Effekt wurde durch die Realisierung eines Rohstoffhedges erzielt (+0,6 Mio. €), da das entsprechende Grundgeschäft weggefallen ist (Beendigung des Rohstoffliefervertrags für die Biomethananlage in Pliening). Wechselkurseffekte sind keine zu nennen, da alle Erträge und Kosten in EUR angefallen sind. Die Projektentwicklungsaktivitäten in Italien und seit 2023 nunmehr auch in Spanien sowie aktivierte Leistungen aus EPC-Verträgen (Engineering-, Project Development- und Construction-Verträge) mit Horn und Brandis wurden weiter ausgebaut und führten zu einer Bestandserhöhung in Höhe von 2,5 Mio. €, was den Trend des Jahres 2022 (0,9 Mio. € Bestandserhöhung) unterstreicht. Erste Projektrealisierungen sind ab Ende 2024 avisiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen insbesondere aufgrund realisierten Hedgingertrags um 0,5 Mio. € über dem Vorjahreswert (+1,4 Mio. € im Jahr 2023 zu 0,9 Mio. € im Jahr 2022). Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. € auf nunmehr 16,4 Mio. €, was im Wesentlichen durch den Aufbau der europäischen Entwicklungspipeline begründet ist. Die Aufwendungen werden zum größten Teil um Umlaufvermögen bilanziert. Der Umsatz lag Jahr 2023 bei 18,4 Mio. € (Vorjahr 18,1 Mio. €) und wurde ausschließlich in Deutschland und auch ausschließlich in EUR erzielt. Als Umsatzarten können genannt werden:
3.5 Finanzlage Die Finanzierung der VORN Bioenergy GmbH erfolgte durch den Gesellschafter Hyrule BidCo GmbH. Zur Finanzierung des Wachstumskurses wurden im Geschäftsjahr 2023 Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 9,8 Mio. € gewährt. Davon wurde auch der Kaufpreis für den Erwerb der italienischen Gesellschaften Alvus s.r.l. und Favus s.r.l. (4,0 Mio. €) finanziert. Die VORN Bioenergy GmbH erstellt rollierende Liquiditätsplanungen auf Monatsbasis und meldet daraus resultierende Kapitalbedarfe entsprechend beim Gesellschafter an. Zur Finanzierung des Wachstumskurses besteht zwischen der VORN Bioenergy GmbH und der Hyrule Bidco GmbH sowie zwischen der Hyrule Bidco GmbH und der MGETS Bioenergy Holdings S.à.r.l. eine entsprechende Gesellschafterdarlehensvereinbarung. Zum Stichtag des Geschäftsjahres 2023 betrugen die Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 27,4 Mio. € (Vorjahr: 26,5 Mio. €). Der Anstieg ist durch die Zuführung der Zinsaufwendungen zum Gesellschafterdarlehen begründet. Bei Bedarf wird die Darlehenslinie entweder erhöht oder der Eigentümer wird das Kapital über eine Kapitalerhöhung einlegen. Die Hyrule Bidco (über ihre Gesellschafterin MGETS Bioenergy Holdings S.à.r.l.) wird planmäßig signifikante Beträge über die nächsten Jahre in die VORN Bioenergy GmbH (und deren Tochtergesellschaften) investieren, um künftig vermehrt (Biomethan-) Assets im Eigenbestand zu betreiben. Zum Jahresende 2023 betrugen die flüssigen Mittel 1,1 Mio. € (Vergleich Stichtag 2022: 5,8 Mio. €). Das Bankguthaben zum Geschäftsjahresbeginn hat alle laufenden operativen und kleineren Investitions-Tätigkeiten in zu Jahresbeginn sichergestellt, bis sich die neuen Kapitalzahlungen erfolgt sind. Die Muttergesellschaft Hyrule Bidco GmbH verfügt über die von der Gesellschaft benötigten Mittel und beabsichtigt, diese der Gesellschaft in dem Maße zur Verfügung zu stellen, wie es zur Erfüllung des genehmigten Geschäftsplans während des relevanten Zeitraums erforderlich ist. Darüber hinaus wird die Muttergesellschaft je nach Bedarf ausreichende Mittel zur Verfügung stellen, um den Betrieb der Gesellschaft und das geplante Wachstum während des relevanten Zeitraums zu finanzieren. Die Bereitstellung von Liquidität liegt im alleinigen Ermessen der Muttergesellschaft und erfolgt entweder durch die Gewährung eines Darlehens, eines Ertragszuschusses oder einer zusätzlichen Einzahlung in die Kapitalrücklage. 3.6 Vermögenslage Die Bilanzsumme der VORN Bioenergy GmbH stieg im Jahr 2023 um 3,3 Mio. € auf 37,9 Mio. €. Der Vermögenszuwachs ist im Wesentlichen durch den mit zusätzlichem Eigenkapital finanzierten Erwerb der Alvus s.r.l. und der Favus s.r.l. im Oktober 2023 begründet (+4,0 Mio. €). Zudem wurden Fremd- und Eigenleistungen im Rahmen der Projektentwicklung aktiviert (Anstieg Vorräte um 2,5 Mio.€ auf 4,2 Mio.€) Die VORN Bioenergy GmbH hat im Jahr 2023 insbesondere EPC-Leistungen für die Biogansanlagen Brandis und Horn erbracht (+ 1,4 Mio. €), Projektentwicklungsaktivitäten in Spanien begonnen (+ 0,3 Mio. €) und die Entwicklungsaktivitäten für Italien weiter fortgesetzt (+ 0,5 Mio. €). Im Anlagevermögen gab es mangels größerer Investitionen keine materiellen Bewegungen. Lediglich die Investitionen in das neue ERP-System Business Central wurden mit 0,2 Mio. € aktiviert. Die Forderungen ggü. verbunden Unternehmen sanken um 2,1 Mio.€ auf 10,0 Mio.€. Wesentliche Effekte waren die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen an die Euren in Eigenkapital (ca. 1,1 Mio. €), die Rückführung von IC-Darlehen von Brandis (0,8 Mio. €) sowie die Rückführung von Darlehen der a.a.t. Substrathandel GmbH an die VORN Bioenergy GmbH (0,4 Mio. €). Während für das Geschäftsjahr 2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von -1,7 Mio. € ausgewiesen wurde, beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2023 aufgrund der eingelegten Kapitalerhöhungen nunmehr +3,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 10% zum 31.12.2023. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag entfällt per 31.12.2023, trotz eines deutlich negativen Jahresergebnisses aufgrund der Erhöhung der Kapitalrücklage von 12,7 Mio. € auf 22,5 Mio. €. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Künftige Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einem Umsatzanstieg auf 23,0 Mio. € ausgegangen, da geplant ist, Engineering-, Project Development- und Construction-Projekte (EPC-Projekte) mit Horn und Brandis fertigzustellen und abzurechnen. Die Leistungen aus dem Erbringen von Betriebsführung und Rohstoffversorgung der betreuten Biogasanlagen werden als weiterhin konstant betrachtet. Der Umsatz per Ende August 2024 beträgt ca. 10 Mio.€, wir erwarten bis Jahresende (im Wesentlichen aufgrund der Ernteschlussrechnungen und Abrechnungen von Projektleistungen weitere 13 Mio. €). Für das Jahr 2025 haben wir einen Umsatz in Höhe von ca. 24 Mio.€ geplant. Das EBITDA der VORN Bioenergy GmbH wird sich laut aktueller Planung im Verhältnis zum Jahr 2023 um ca. 3,0 Mio. € auf -6,4 Mio. € verschlechtern. Dies ist durch den Aufbau weiterer Kapazitäten zur Umsetzung des Wachstumskurses begründet. Ferner wurden Aufwendungen für Projektakquisitionen, externe Beratungskapazitäten und Partnerschaften sowie die Schlussrechnungen für die Rohstofflieferungen eingeplant. Die Marge aus den Rohstofflieferverträgen werden erst mit Schlussrechnung realisiert, dies geschieht üblicherweise erst im 4. Quartal eines Jahresn. Das EBITDA der VORN Bioenergy GmbH beträgt per Ende August 2024 -4,6 Mio. €. 4.2 Chancen Die über die letzten Jahre immer stärker werdenden Dekarbonisierungs-Bestrebungen, vor allem getrieben durch die Industrie und den Verkehrssektor, bieten für Biomethan - national wie international - sehr gute, neue Chancen. Seit Mitte 2021 werden viele deutsche Biomethananlagen "Fit für Reststoffe" gemacht, um die stark gestiegene Nachfrage nach grünem Gas decken zu können. Die erhöhte Nachfrage nach Biomethan und die damit einhergehenden höheren Vermarktungspreise ermöglichen es, sich auch wieder mit der Entwicklung neuer Greenfield-Projekte zu beschäftigen. Auch international hat sich die Branchenstimmung weiter aufgehellt. Die Markterwartung in Italien ist weiterhin positiv, und zunehmend entsteht in Spanien ein positives Umfeld zur Entwicklung neuer Biomethanprojekte. Im dritten Quartal 2022 wurde in Italien ein neues und finanziell sehr interessantes Förderprogramm für den Biomethansektor verkündet. VORN Bioenergy ist hier nun unmittelbar (über die PAF GmbH, firmiert nunmehr als VORN Bioenergy Asset Holding GmbH sowie über die Favus s.r.l.) an mehreren sehr interessanten Projektopportunitäten beteiligt. 4.3 Risiken Die VORN Bioenergy GmbH wendete im Geschäftsjahr 2023 noch übergangsweise Prozesse an, die aus dem Risikomanagementsystem des BayWa-Konzerns stammen, und baute parallel eigene Strukturen auf. Die personell verstärkte HSE-Abteilung (Health, Safety, Environment) dokumentiert und prüft regelmäßig interne Prozesse und schafft damit ein Regelwerk, das auf alle unternehmensweiten Einheiten anwendbar sein wird. Wir bewerten mögliche Risiken mit einem "geringen" Effekt, sofern der wirtschaftliche Effekt insgesamt 0,5 Mio. € nicht übersteigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in diesem Fall als "gering" bzw. "unwahrscheinlich" eingestuft. Darüber hinaus schätzen wir ein Risiko moderat ein, wenn der wirtschaftliche Effekt eines Risikos in einer Größenordnung von 0,5 Mio. € bis 2,0 Mio. € ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten wir in diesem Fall als "mittel". Parallel wurde an neuen ISO-Zertifizierungen gearbeitet, welche im Jahr 2024 zur Umsetzung kamen. Die Zertifizierungen der ISO 45001 and ISO 14001 sowie die ISO 50001 wurden im Jahr 2024 erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund des Rohstoffhandels, bei dem Lieferverpflichtungen zu Festpreisen eingegangen werden, nimmt das Thema Beschaffungsrisiken einen besonderen Platz ein. Diesen Risiken wird mit einem eigenen Risikomanager, einem spezifischen Risikohandbuch sowie einer Hedging-Strategie begegnet. Seit Oktober 2023 verfügt die VORN Bioenergy GmbH über einen eigenen Broker-Account und wickelt die Sicherungsgeschäfte im eigenen Namen ab. Bis dahin wurde noch der Broker-Account der BayWa AG genutzt. Im ersten Halbjahr 2023 wurden viele Preiserholungseffekte beobachtet. Eine vollständige Normalisierung der Beschaffungsmärkte ist seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs noch nicht eingetreten. Diesem Risiko wirkt VORN Bioenergy dadurch entgegen, dass zahlreiche langfristige Einkaufsverträge abgeschlossen wurden und eine aktive Hedging-Strategie verfolgt wird. Wir erwarten aufgrund unserer Proxy-Hedge-Strategie eine eher geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Weitere Risikokategorien sind wie folgt identifiziert: 4.3.1.1 Umfeld- und Branchenrisiken: Der Erfolg der VORN Bioenergy ist auch von der Förderung der Bioenergie-Branche (als Teil der erneuerbaren Energien) abhängig. Zudem sind für den Bau und Betrieb umfangreiche Genehmigungen einzuholen, wofür umfangreiches Know-how erforderlich ist. Um diese Risken zu minimieren, hat VORN Bioenergy dieses Know-how im Unternehmen aufgebaut. Da zudem das politische Klima für erneuerbare Energien in den Kernmärkten zurzeit sehr positiv ist, ist nicht von einer deutlichen Verschlechterung bezüglich des Branchenumfelds auszugehen. 4.3.1.2 Auftrags- und Absatzrisiko: Grundsätzlich besteht immer ein Auftrags- und Absatzrisiko. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden mit vielen Kunden langfristige Verträge vereinbart, so dass die potenziellen Auswirkungen aus dem Absatzrisiko als gering eingestuft werden. 4.3.1.3 Wettbewerbsrisiken: Die VORN Bioenergy GmbH steht in Wettbewerb mit anderen Markteilnehmern, die z.B. durch aggressive Preispolitik Druck auf die Geschäftsmodelle ausüben können. Durch das starke Marktwachstum kann diesem Druck jedoch ausgewichen werden. Wettbewerbsrisiken können daher als moderat eingestuft werden. 4.3.1.4 Beschaffungs-Risiken für Ersatzteile, Instandhaltung und Bauleistungen: Die VORN Bioenergy GmbH erbringt EPC-Leistungen für ihre operativen Gesellschaften. Steigende Preise durch z.B. Inflation, höhere Beschaffungskosten etc. können aufgrund der bestehenden Verträge nicht an die internen Kunden weitergegeben werden. Auch nach Abschluss des Geschäftsjahres konnte im Bereich Betrieb und Instandhaltung eine sich fortsetzende Verteuerung beobachtet werden. Die sich daraus ableitenden Deckungsbeitragsrisiken für bestehende Biomethananlagen sind aufgrund der bestehenden Abnahmeverträge als moderat einzustufen. 4.3.1.5 Personalrisiken: Die VORN Bioenergy GmbH konkurriert zunehmend mit anderen Unternehmen um qualifizierte und leistungsstarke Mitarbeiter. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat die VORN Bioenergy GmbH ihre Rekrutierungsaktivitäten weiter ausgebaut und bietet ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie das Definieren und Beachten von ethischen Leitlinien sind darauf ausgerichtet, ein positives Arbeitsklimas zu schaffen. Die entsprechenden Risiken werden als moderat eingestuft. 4.3.1.6 Risiken aus Finanzierungsinstrumenten: Grundsätzliche Finanzierungsrisiken ergeben sich aus verändernden Zinsen und ungedeckten Kapitalbedarfen. Dieses Risiko ist für VORN Bioenergy als gering einzustufen, da die Finanzierung hauptsächlich über den Gesellschafter in Form von Darlehen oder Kapitaleinlagen erfolgt. Anzeichen für eine vorzeitige Kündigung gibt es derzeit nicht. Der Zinssatz wurde mit dem neuen Eigentümer fixiert. Somit ist die VORN Bioenergy GmbH kurzfristig keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Leitzinsänderungen, wie sie im Jahr 2023 stattgefunden haben, haben somit keine direkten Auswirkungen auf das Zinsergebnis; mittelfristig ist aber mit einer Anpassung des fixen Zinses auf Marktniveau zu rechnen. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 3,9 Mio. € aus. In Höhe von 27,4 Mio. € liegt eine Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters vor. Die für den weiteren Geschäftsbetrieb erforderlichen Zahlungsmittel werden durch den Gesellschafter gewährleistet. Die Gesellschaft und auch die Firmengruppe aktualisieren regelmäßig ihre integrierte Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätsplanung für die nächsten 5 Jahre. Bei planmäßiger Entwicklung ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft aktuell und in den nächsten Jahren nach Ansicht der Geschäftsführung durch die Private-Equity- Gesellschafterin gesichert. Am 2. Oktober 2024 hat die Gesellschafterin, die Hyrule BidCo GmbH, für die VORN Bioenergy GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die Hyrule BidCo GmbH verpflichtet ist, die VORN Bioenergy GmbH finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Bestandsgefährdende Risiken sind nach Erkenntnissen der VORN Bioenergy GmbH daher nicht gegeben.
Regensburg, den 07.10.2024 VORN Bioenergy GmbH, Regensburg Thorsten Holl, Geschäftsführer Leonhard Stadler, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023der VORN Bioenergy GmbH, RegensburgAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Brutto-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023Vorn Bioenergy GMBH
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VORN Bioenergy GmbH, Regensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VORN Bioenergy GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VORN Bioenergy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer ppa. Yanyan Lin, Wirtschaftsprüferin |
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