Alfred Wahl GmbH & Co. KG

57076 Siegen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRA 9176
Vorher
Alfred Wahl II GmbH & Co. KG
Eingetragen
22.8.2016

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alfred Wahl GmbH & Co. KG

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,76 2,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 26.673,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.950.529,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 224.754,82 247.058,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.597.034,71 2.831.859,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.432,36 12.411,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.167.837,71 417.837,71
2. Sonstige Ausleihungen 8.032.183,52 5.646.995,43
17.057.920,88 12.106.695,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 148.141,88 7.215,63
2. Warenbestand 36.473.976,88 14.505.914,21
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.175.587,05 -471.030,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.576.082,98 4.155.103,40
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 263.288,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.638.758,52 2.846.438,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.102.013,36 64.962,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.367,00 0,00
66.836.674,45 33.478.588,00

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten Vermögenseinlagen der Kommanditisten 4.500.000,00 1.450.000,00
II. Rücklagen 9.000.000,00 7.130.000,00
13.500.000,00 8.580.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 300.015,95 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.408.859,04 782.448,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.144.453,87 17.762.349,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 45.144.453,87 EUR (Vorjahr 16.575.554,03 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.538.680,81 3.302.507,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.538.680,81 EUR (Vorjahr 3.302.507,20 EUR)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.321.345,47 912.877,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.321.345,47 EUR (Vorjahr 912.877,45 EUR)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.524.331,93 2.097.988,33
davon aus Steuern 538.726,32 EUR (Vorjahr 660.744,19 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 133.840,75 EUR (Vorjahr 83.364,32 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2.608.533,32 EUR (Vorjahr 1.638.408,01 EUR)
E. Passive latente Steuern 98.987,38 40.417,08
66.836.674,45 33.478.588,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

01.01.20203 - 31.12.2023 01.01.20202 - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 171.888.137,73 114.066.806,81
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.779.994,10 173.668.131,83 261.029,67 114.327.836,48
Gesamtleistung 173.668.131,83 114.327.836,48
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -142.255.705,77 -97.173.961,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.982.172,49 -145.237.878,26 -1.455.587,92 -98.629.549,08
Rohergebnis 28.430.253,57 15.698.287,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.941.481,61 -6.583.581,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.042.093,43 -1.121.349,48
-13.983.575,04 -7.704.930,90
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -947.594,38 -572.114,77
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.044.125,74 -23.975.295,16 -5.279.570,98 -13.556.616,65
4.454.958,41 2.141.670,75
7. Erträge aus Beteiligungen 74.836,20 477.446,12
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.303,85 203.140,05 75.002,60 552.448,72
4.658.098,46 2.694.119,47
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.621.011,48 -674.841,51
davon für Aufzinsung 0,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) Ergebnis vor Steuern - 3.037.086,98 2.019.277,96
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -397.934,11 -281.346,66
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern 43.451,99 EUR (Vorjahr 1.875,55 EUR)
11. Ergebnis nach Steuern 2.639.152,87 1.737.931,30
12. Sonstige Steuern -9.648,98 -33.437,47
13. Jahresüberschuss 2.629.503,89 1.704.493,83
14. Verwendung des Jahresergebnisses
- Gewinnanteile auf den Rücklagekonten -525.900,78 -340.898,77
- Gewinnanteile auf den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -2.103.603,11 -1.363.595,06
15. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma Alfred Wahl GmbH & Co. KG
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Sitz Siegen
Registergericht Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter der Nr. HR A 9176

II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang sind nach den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff. HGB) - in der Form des Gesetzes zur Umsetzung der neuen EU-Bilanzrichtlinie - unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften, der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft & Co. im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264a Abs. 1 HGB.

Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 Handelsgesetzbuch erstellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Infolge der zum 31.07.2023 erfolgten Anwachsung der personenidentisch geführten Schwestergesellschaften, der Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG und der Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG, ist die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 nur in eingeschränkter Form mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Wertansätze erfolgten entsprechend § 24 UmwG auf Basis der Buchwerte zum Zeitpunkt der Anwachsung.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Der Abschreibungsplan verteilt die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre der voraussichtlichen Nutzung.

Der durch Anwachsung übergegangene bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert wird über zehn Jahre verteilt.

Die Finanzanlagen wurden zu Zeitwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Zugänge des Sachanlagevermögens wurden pro rata temporis abgeschrieben. Bei der Bemessung der Abschreibungen wurden grundsätzlich die in den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung veröffentlichten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

Das Immobilienvermögen an den Standorten Dillenburg und Wetzlar wurde mit Wirkung zum 31.12.2023 an die beteiligungsidentisch geführte Schwesterpersonengesellschaft die Wahl Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. KG zu Zeitwerten ausgegliedert und wird künftig von dieser angemietet.

Das Vorratsvermögen ist durch Bestandslisten nachgewiesen und wurde zum Abschlussstichtag körperlich aufgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten soweit nicht ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt und nicht unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Angesetzt wurde hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten sowie Zusammensetzung der Verbindlichkeiten werden im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Rückstellungen ermittelt. Die Ermittlung der temporären Differenzen (Rückstellungen, 186 TEUR, sowie Anlagevermögen, -448 TEUR und Vorratsvermögen, -530 TEUR) erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz in Höhe von 12,51%. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert.

Entwicklung 2023:

Stand am 01.01.2023 Zuführung Anwachsung Zuweisung Verbrauch/ Auflösung Stand am 31.12.2023
Aktive latente Steuern 13.318,64 € 22.349,60 € 23.323,33 € -35.668,24 € 23.323,33 €
Passive latente Steuern -53.735,72 € -124.371,89 € -122.310,81 € 178.107,61 € -122.310,81 €
-40.417,08 € -102.022,29 € -98.987,48 € 142.439,37 € -98.987,48 €

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach der Brutto-Methode ist dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. In diesem Anlagenspiegel sind die Vermögensgegenstände mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgeführt. Die Entwicklung der Abschreibungen des Jahres 2023 ist ebenfalls aus dem Anlagenspiegel zu ersehen.

Betreffend die Anwachsungsvorgänge wurden die Buchwerte aus den Schlussbilanzen der übertragenden Rechtsträger als Anschaffungskosten angesetzt und beim übernehmenden Rechtsträger als Zugang erfasst.

2. Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen

Gewährleistungsrückstellungen 697 TEUR
Sonstige Verpflichtungen
Urlaubsrückstellungen 263 TEUR
Restwert Leasingkosten Alpina 30 TEUR
Nachlaufende Leasingkosten 12 TEUR
Jubiläumskosten 213 TEUR
Jahresabschlusskosten 33 TEUR
Archivierung und Aufbewahrung 49 TEUR
Sonstiges 112 TEUR 712 TEUR
1.409 TEUR

In den weiteren sonstigen Rückstellungen enthalten sind insbesondere Aufwendungen für Prozess- und Betriebsprüfungskosten und die Forderungsüberwachung.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Gesamtbetrag 31.12.2023 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kfz-Hersteller-Banken 45.143.247,40 45.143.247,40 0,00 0,00 1), 3)
Vorjahr 16.259.994,55 16.259.994,55 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.206,47 1.206,47 0,00 0,00 1), 2)
Vorjahr 1.502.354,48 315.559,48 1.186.795,00 395.579,00
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.144.453,87 45.144.453,87 0,00 0,00
Vorjahr 17.762.349,03 16.575.554,03 1.186.795,00 395.579,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.538.680,81 1.538.680,81 0,00 0,00 1)
Vorjahr 3.302.507,20 3.302.507,20 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.321.345,47 1.321.345,47
Vorjahr 912.877,45 912.877,45 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
a) aus Steuern 538.726,32 538.726,32 0,00 0,00
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit 133.840,75 133.840,75 0,00 0,00
c) aus Optionsprämie Leasing 1.478.510,80 562.712,19 915.798,61 0,00
d) sonstige Verbindlichkeiten 1.373.254,06 1.373.254,06 0,00 0,00
Summe sonstige Verbindlichkeiten 3.524.331,93 2.608.533,32 915.798,61 0,00
Vorjahr 2.097.988,33 1.638.408,01 459.580,32 0,00
Summe 51.528.812,08 50.613.013,47 915.798,61 0,00
Vorjahr 24.075.722,01 22.429.346,69 1.646.375,32 395.579,00

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden nicht.

Sicherheiten

1) Verbindlichkeiten gegenüber Kfz-Hersteller-Banken, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

- Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge, Waren und Einrichtungsgegenstände gemäß Rahmenkreditabkommen und Einzelfinanzierungsanträgen

- Forderungsabtretung bei Verkauf, branchenübliche Eigentumsvorbehalte

2) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

- Sparkasse Wetzlar: betragsmäßig beschränkte Bürgschaft in Höhe von 200.000,00 €;

- Sparkasse Marburg-Biedenkopf: betragsmäßig beschränkte Bürgschaften in Höhe von 50.000,00 € und 4.400.000,00 €;

3) Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank

- Grundschuld im Grundbuch von Weidenau Blatt 633, Abt. III, Ifd. Nrn. 10b und 11 in Höhe von 500.000,00 € (Eigentum der Wahl Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. KG)

- Höchstbetragsbürgschaft, Herr Thomas Wahl, in Höhe von 1.000.000,00 €

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen über einen Gesamtbetrag in Höhe von 8.147 TEUR aus folgenden Grundstücksmietverträgen für die Autohäuser:

Standort Miete jährlich
Siegen 716 TEUR
Betzdorf 77 TEUR
Dillenburg 157 TEUR
Schwalmstadt 76 TEUR
Dautphetal 194 TEUR
Marburg 178 TEUR
Gießen 372TEUR
Frankenberg 79 TEUR
Wetzlar 140 TEUR
Brilon 92 TEUR
Korbach 188 TEUR

Diese Verträge haben eine Laufzeit von maximal 10 Jahren, längstens bis zum 31.12.2033 und verlängern sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird, mit einer zusätzlichen Verlängerungsoption um weitere 5 Jahre mit einer Verlängerungsfrist von 12 Monaten vor Ablauf.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag weitere finanzielle Verpflichtungen über einen Gesamtbetrag in Höhe von 37 TEUR aus weiteren Mietverträgen für die Anmietung von zusätzlichen Park-, Lager- und Werbeflächen an den Standorten Siegen, Frankenberg, Dillenburg und Betzdorf. Die Laufzeit dieser Verträge ist unterschiedlich, maximal von 10 Jahren, längstens bis 31.12.2029, mit Verlängerung um ein weiteres Jahr, wenn nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Weiterhin bestehen Rücknahmeverpflichtungen für Leasingfahrzeuge sowie für finanzierte Kundenfahrzeuge. Diesen Rücknahmeverpflichtungen stehen die Verwertungserlöse der jeweiligen zurückgenommenen Gebrauchtfahrzeuge gegenüber. Die in diesem Kontext als Verbindlichkeit passivierte Optionsprämie beträgt 1.479 TEUR. Betreffend die Leasinggeschäfte ohne Händlerbeteiligung sind zusätzlich Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 30 TEUR (für Restwert Leasingkosten Alpina) auszuweisen.

Für die Fahrzeug-Einkaufsfinanzierungen/Girolinien der BMW Bank besteht ein gegenseitiger Schuldbeitritt zwischen der Alfred Wahl GmbH & Co. KG (inkl. verschmolzener Betriebe) der K&W-Wahl Management GmbH und K&W mobility GmbH.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Form der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
Inland 168.132 TEUR 106.103 TEUR
EU 3.423 TEUR 7.699 TEUR
Drittland 333 TEUR 265 TEUR
171.888 TEUR 114.067 TEUR

Die Umsatzerlöse entwickelten sich dabei im Berichtsjahr wie folgt:

Umsatzerlöse 2023 Vorjahr Veränderung
171.888 T€ 114.067 T€ 57.821 T€ 50,7%

Die Erhöhung der Umsätze ist im Wesentlichen auf die Anwachsungsvorgänge zurückzuführen.

Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen sowie die Erhöhung der Umsatzerlöse und deren Entwicklung verteilen sich dabei wie folgt auf die Umsatzbereiche:

2023 Vorjahr Veränderung
in TEUR in TEUR in EUR in Prozent
Motorräder 3.836 2.291 1.545 67,4%
Neuwagen 62.641 42.143 20.498 48,6%
Gebrauchtwagen 52.089 32.659 19.430 59,5%
Vorführwagen 9.157 2.202 6.955 315,8%
Ersatzteile und Zubehör 28.202 26.849 1.353 5,0%
Werkstatt 8.818 4.142 4.676 112,9%
Fremdleistungen 3.775 1.889 1.886 99,8%
Sonstiges 3.370 1.892 1.478 78,1%
171.888 114.067 57.821 50,7%

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Arbeitnehmeranzahl

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Kaufmännische Arbeitnehmer 153 96
Gewerbliche Arbeitnehmer 76 43
229 139

Die Berechnung erfolgte gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

In die Ermittlung der Arbeitnehmeranzahl sind die Daten der zum 31.07.2023 mittels Anwachsung übergegangenen Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG und Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG zu den Stichtagen per September und Dezember eingeflossen. Die Personalaufwendungen der übernommenen Standorte dieser beiden Firmen sind ab August 2023, mithin für jeweils fünf Monate, im Ergebnis enthalten. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 beschäftigt die Berichtsfirma insgesamt 326 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

2. Geschäftsführung und Vertretung

Komplementärin und dementsprechend mit der Geschäftsführung betraut ist die Alfred Wahl Verwaltungs GmbH. Diese Gesellschaft hat ihren Sitz in Siegen und wird beim Amtsgericht Siegen unter HR B 11038 geführt. Das Gezeichnete Kapital der Alfred Wahl Verwaltungs GmbH beträgt 40 TEUR.

Die persönlich haftende Gesellschaft wird durch Herrn Thomas Wahl, Siegen, als Geschäftsführer vertreten. Der Geschäftsführer ist jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB konnte gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben.

4. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
Lackierzentrum Siegerland GmbH Siegen 90 T€ 113T€ 2023 20 T€
= 50%

5. Angaben des Honorars des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar in Höhe von 15 TEUR betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen gemäß § 285 Nr. 17a HGB.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Die BMW Group Deutschland stellt den Vertrieb der Marke MINI zum 01.10.2024 auf das echte Agenturmodell um. Hierdurch erhalten die Kunden eine Preistransparenz durch dann landesweit einheitliche Preise je Modell. In diesem Zuge wird auch der gesamte Kaufprozess digitalisiert, um den Kunden die freie Wahl zwischen dem physischen Kauferlebnis im Autohaus vor Ort und dem digitalen Kauferlebnis über die MINI Website zu ermöglichen. Eine durchgängig integrierte IT-Systemlandschaft ermöglicht dabei den nahtlosen Übergang zwischen beiden Welten. Der Verband Deutscher BMW Vertragshändler (VDB) wurde in die Entwicklung des neuen Vertriebssystems partnerschaftlich einbezogen. Die Bedeutung der Handelsorganisation für den persönlichen Kundenkontakt wurde hierbei als wesentlicher Bestandteil der Kundenbetreuung hervorgehoben. Die Bilanzsumme wird sich durch entfallende Neuwagenbestände und eine deutlich reduzierte Forderungsstruktur maßgeblich reduzieren. An die Stelle der Verkaufserlöse werden den Neuwagenbereich betreffend künftig Provisionsansprüche und mithin ein deutlich niedrigeres Umsatzvolumen treten. Neben den wegfallenden Einkaufskosten für den Neuwagenbereich werden sich auch die sonstigen Vertriebskosten und auch die entsprechenden Finanzierungskosten deutlich reduzieren. Die konkreten Auswirkungen dieser sich saldierenden Effekte auf das Geschäftsergebnis der Alfred Wahl GmbH & Co. KG bleiben abzuwarten.

Für die Marke BMW ist die Umstellung ab 2026 geplant.

Darüber hinaus sind nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage maßgeblich beeinflusst haben. Zu den allgemeinen Auswirkungen der globalen Krisen sowie des Klimawandels verweisen wir auf den Lagebericht Punkt Spezieller Risikobericht.

7. Ergebnisverwendung

Die Verwendung des Jahresergebnisses stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.629.503,89 € 1.704.493,83 €
-/+ Gutschrift / Belastung auf Rücklagenkonten -525.900,78 € -340.898,77 €
-/+ Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten 0,00 € 0,00 €
-/+ Gutschrift / Belastung auf Verlustvortragskonte 0,00 € 0,00 €
-/+ Gutschrift / Belastung auf Verbindlichkeitskonten -2.103.603,11 € -1.363.595,06 €
Ergebnis nach Verwendung 0,00 € 0,00 €

 

Siegen, den 14. April 2025

Alfred Wahl GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Das Siegener Autohaus Alfred Wahl blickt auf eine über 125-jährige Tradition zurück und ist weltweit ältester BMW-Händler (seit 1923).

Die Rechtsvorgängerin der Alfred Wahl GmbH & Co. KG, die Alfred Wahl KG, wurde im Jahr 2016 auf die Berichtsfirma verschmolzen. Sitz und Geschäftsleitung des Unternehmens befinden sich in 57076 Siegen, Weidenauer Str. 217 - 225. Im Jahr 2017 haben sich zwei weitere Verschmelzungen der Autohaus Wahl Dillenburg GmbH & Co. KG und der Autohaus Wahl Betzdorf GmbH & Co. KG angeschlossen.

Gegenstand der Gesellschaft ist der Handel mit BMW- und MINI- Fahrzeugen, BMW- Motorrädern sowie der Betrieb einer Reparaturwerkstatt für den Kreis Siegen, die Städte Betzdorf und Dillenburg sowie verschiedene angrenzende Gebiete.

Nach den Veräußerungen des Immobilienvermögens mit Wirkung zum 31.12.2016 sowie zum 31.12.2020, an die beteiligungsidentisch geführte Wahl Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. KG, wird der Geschäftsbetrieb am Stammsitz in Siegen ausschließlich in angemieteten Betriebsgebäuden ausgeübt.

Aufgrund der guten Unternehmensentwicklung mit starkem Wachstum in den letzten Jahren war eine Optimierung der Gesellschaftsstrukturen und der Organisation notwendig. Im Rahmen des Organisationskonzeptes "WAHL-Next" erfolgten im Geschäftsjahr 2017 neben weiteren strukturellen Anpassungen die bereits angesprochenen rückwirkenden Verschmelzungen auf den 01.01.2017 der Wahl-BMW-Betriebe Autohaus Wahl Dillenburg GmbH & Co. KG und Autohaus Wahl Betzdorf GmbH & Co. KG (beteiligungsidentisch geführte Schwesterpersonengesellschaften) auf die Berichtsfirma.

Zum 31.07.2023 erfolgte die Anwachsung beider weiteren BMW-Betriebe der Wahl- Group, der personenidentisch geführten Schwestergesellschaften Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG und Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG, auf die Berichtsfirma.

Infolge der schrittweisen Veräußerung des Immobilienvermögens in den Jahren 2016 - 2023 an die beteiligungsidentisch geführte Wahl Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. KG, wird der gesamte Geschäftsbetrieb in angemieteten Betriebsräumen ausgeübt.

Die Weiterentwicklung des ganzheitlichen Markenerlebnisses Future Retail, welches auch im Händlervertrag manifestiert ist, wurde zuerst am Standort Siegen im Jahr 2016 und anschließend im Geschäftsjahr 2017 in Betzdorf auch sehr umfassend baulich umgesetzt und setzt damit auch für diese Standorte neue Maßstäbe im Automobil- Einzelhandel.

Die Betriebsstätte in Dillenburg-Frohnhausen wurde von der Rechtsvorgängerin, der Autohaus Wahl Dillenburg GmbH & Co. KG, im Jahr 2015 nach Maßgabe des neuesten Corporate Identity von BMW errichtet. Eine großzügige Ausstellungsfläche, eine Werkstatt mit modernster Servicetechnik, ein Aftersales-Shop mit umfangreicher Auswahl an BMW Accessoires & Zubehör sowie Beratungsplätze in angenehmer Atmosphäre und Entsprechung den BMW-Standards geben dem Unternehmen eine gute Grundlage.

Die Alfred Wahl GmbH & Co. KG ist mit 50,0 % bzw. einer Stammeinlage in Höhe von 90 TEUR an der Lackierzentrum Siegerland GmbH beteiligt.

Im Rahmen der oben erwähnten Anwachsung wurde eine stille Beteiligung in Höhe von 750 TEUR an der Mobility Trader GmbH (ein mit der Volkswagen Financial Services AG (VFWS) verbundenes Unternehmen) übernommen. Gegenstand des Unternehmens der Mobility Trader GmbH ist der Aufbau und Betrieb des Online-Marktplatzes "heycar" für den Verkauf von Gebrauchtwagen und die Vermittlung von Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit Gebrauchtwagenverkäufen.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.630 TEUR (Vorjahr 1.704 TEUR). Der Ergebnisausweis wurde maßgeblich durch die oben erwähnte Anwachsung der Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG sowie der Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG auf die aufnehmende Berichtsfirma geprägt, so dass die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 nur in eingeschränkter Form mit dem Vorjahr vergleichbar sind. Die angewachsenen Gesellschaften haben bis zum 31.07.2023 folgende Überschüsse (nach Steuern) erzielt, die der Besteuerung für 2023 zur Grunde gelegt wurden: Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG iHv. 675 TEUR und Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG iHv. 90 TEUR. Diese Ergebnisse sind in die Kapitalkonten eingeflossen, die im Rahmen der Buchwertfortführung bei der Alfred Wahl GmbH & Co. KG ergebnisneutral angewachsen und somit nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung per 31.12.2023 enthalten sind. In der Gesamtbetrachtung konnten die zusammengeführten Gesellschaften in 2023 ein Gesamtergebnis nach Steuern von 3.395 TEUR (entsprechend 3.937 vor Steuern) erwirtschaften.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 infolge anwachsungsbedingter Erweiterung der Standorte um 57.821 TEUR (50,7%) auf 171.888 TEUR (Vorjahr 114.067 TEUR) angestiegen.

Umsatzsteigerungen waren dabei in allen Bereichen zu verzeichnen: im Wesentlichen im Bereich der Motorräder mit 1.545 TEUR (67,4%), der Neuwagen mit 20.498 (48,6%), der Gebrauchtwagen mit 19.430 (59,5%), der Vorführwagen mit 6.955 TEUR (315,8%), der Werkstatt mit 4.676 TEUR (112,9%) und im Bereich der Fremdleistungen mit 1.886 TEUR (99,8%).

Das Rohergebnis erhöhte sich von 15.698 TEUR (13,8% bezogen auf die Umsatzerlöse) für 2022 um 12.732 TEUR (81,1%) auf 28.430 TEUR (16,5% bezogen auf die Umsatzerlöse) für 2023. Hierin enthalten sind die Umsatzerlöse sowie der Materialaufwand der angewachsenen Gesellschaften für den Zeitraum 8/2023 bis 12/2023.

Die Bestände haben sich, ebenfalls bedingt durch die Anwachsungsvorgänge, von 14.042 TEUR um 21.405 TEUR (152,4%) auf 35.447 TEUR im Laufe des Jahres 2023 erhöht.

Die Zahl der neu zugelassenen PKW verzeichnete in Deutschland im Jahr 2023 mit rund 2,84 Millionen Einheiten gegenüber dem Vorjahr (2,65 Millionen Einheiten) einen Zuwachs von 7,2%. Die Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes weist dabei einen von 64,1% auf 67,1% gestiegenen Anteil an gewerblichen Zulassungen und einen von 35,9% auf 32,8% reduzierten Anteil privater Käufer aus.

Zum wiederholten Mal entfielen die meisten Neuzulassungen auf das Segment der SUVs (Anteil 30,1%; Vorjahr 29,3%), gefolgt von der Kompaktklasse mit 16,3% (Vorjahr 15,9%.). Der Anteil benzinbetriebener PKW lag mit 34,4% über dem Vorjahresniveau (32,6%). Der Fahrzeuganteil mit Dieselantrieb reduzierte sich weiter von 17,8% auf 17,1%. Bei den alternativen Antriebsarten erreichten Fahrzeuge mit Hybridantrieb einen Anteil von 29,5% (Vorjahr 31,2%) und Elektrofahrzeuge einen solchen von 18,4% (Vorjahr 17,7%).

Die BMW AG erreichte in Deutschland in 2023 insgesamt 279.098 zugelassene Einheiten. Gegenüber dem Vorjahr mit 249.864 Einheiten bedeutet dies einen Zuwachs um 31.554 Einheiten (11,7%). Hiervon entfielen auf BMW 233.160 Einheiten (Vorjahr 209.722 Einheiten, d. h. 23.438 Einheiten bzw. 11,2%) und MINI 45.938 Einheiten (Vorjahr 40.142 Einheiten, d.h. 5.796 Einheiten bzw. 14,4%).

Im Premium-Segment kamen Mercedes in 2023 auf 277.352 zugelassene Einheiten (13,7%, Vorjahr 243.999 Einheiten) und Audi auf 246.880 Einheiten (15,7%, Vorjahr 213.410 Einheiten).

Wir begegnen diesem Wettbewerb u. a. durch stetige und konsequente Betreuung der Kunden (in Zeiten der Digitalisierung zunehmend online, d.h. Ausbau der Digital-Customer-Journey vom Lead-Management über die BDC-Kontakte bis zum Onlinekauf) sowie laufende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen des Personals, um die hohen Qualitätsanforderungen des Marktes und der Hersteller zu erfüllen und damit für unser Unternehmen bonusrelevante Vorgaben zu erfüllen und die Boni zu sichern. Die Stellung des Unternehmens im Verbund mit der gesamten Firmengruppe "Wahl Group" eröffnet auch im digitalen Bereich zusätzliche Möglichkeiten, um auf die Anforderungen des Marktes flexibler zu reagieren.

Unter dem Schlagwort Wahl-Akademie wurden verschiedene Maßnahmen der internen Aus- und Fortbildung wie die Ausbildungsmesse, Schulungsvideos und Trainings mit dem Schwerpunkt auf der Digitalisierung über das eigene Business Development Center (BDC) implementiert.

II. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

Das bilanzierte Eigenkapital hat sich aufgrund der Anwachsungsvorgänge deutlich erhöht, von 8.580 TEUR im Vorjahr um 4.920 TEUR (57,3%) auf 13.500 TEUR. Aus dem Jahresüberschuss iHv. 2.630 TEUR erfolgte eine Einstellung in die vertraglich geregelten Rücklagen iHv. 526 TEUR zzgl. Eine weitere Einstellung in die Rücklagen iHv. 4 TEUR erfolgte zu Lasten der Verbindlichkeitskonten. Darüber hinaus erfolgte eine Zuführung iHv. 1.120 TEUR aus den Übernahmen durch die Anwachsungsvorgänge sowie iHv. 220 TEUR It. Gesellschafterbeschluss zu Lasten der Rücklagen der Kommanditisten aus den angewachsenen Gesellschaften. Die Eigenkapitalquote hat sich dabei bei deutlicher Bilanzverlängerung von 25,6% auf 20,2% verringert.

Die Struktur des lang- und kurzfristig gebundenen Vermögens hat sich dabei wie folgt verändert:

Das bilanzierte Anlagevermögen beträgt 17.058 TEUR (entspr. 25,5% der Bilanzsumme / Vorjahr 12.107 TEUR, entspr. 36,2%). Davon entfallen 27 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände, 7.831 TEUR (Vorjahr 6.042 TEUR) auf Sachanlagen und 9.200 TEUR (Vorjahr 6.065 TEUR) auf Finanzanlagen. Im Sachanlagevermögen sind Vorführwagen mit 5.378 TEUR (entspr. 31,5% des gesamten Anlagevermögens, Vorjahr 1.985 TEUR / 16,4%) enthalten, welche gleichwohl eher dem kurzfristig gebundenen Vermögen zuzurechnen sind und auch kurzfristig finanziert werden. Dem übrigen Anlagevermögen iHv. 11.680 TEUR (Vorjahr 10.122 TEUR) entspr. 68,5% (Vorjahr 83,6%) des gesamten Anlagevermögens steht im Wesentlichen das Eigenkapital iHv. 13.500 TEUR (Vorjahr 8.580 TEUR zzgl. Darlehen gegenüber Kreditinstituten iHv. 1.385 TEUR) gegenüber.

Die Gesamtsumme des kurzfristig gebundenen Umlaufvermögens erhöhte sich von 21.372 TEUR (entspr. 63,8% der Bilanzsumme) um 28.391 TEUR auf 49.763 TEUR (entspr. 74,4 % der Bilanzsumme). Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen die Vorratsbestände (+21.404 TEUR, +152,4%), verbunden mit den hinzugekommenen Standorten infolge der o. g. Anwachsungsvorgänge. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 4.155 TEUR um 4.421 TEUR (+106,4%) auf nunmehr 8.576 TEUR erhöht, was hauptsächlich auf die anwachsungsbedingte Zunahme der Standorte zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 2.846 TEUR um 1.793 TEUR auf nunmehr 4.639 TEUR erhöht, im Wesentlichen bedingt durch Erweiterung der Großkundengeschäfte zum Jahresende.

Der Entwicklung des kurzfristigen Umlaufvermögens steht eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 22.429 TEUR (entspr. 67,0% der Bilanzsumme) um 28.184 TEUR (125,6%) auf 50.613 TEUR (entspr. 75,7% der Bilanzsumme) gegenüber. Die bereits erwähnte Finanzierung der Vorführwagen ist in der Gesamtsumme der kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die längerfristigen Verbindlichkeiten betragen 916 TEUR (Vorjahr 1.646 TEUR). Diese haben eine Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren (Anteil Vorjahr 1.251 TEUR) und betreffen die bilanzierte Optionsprämie für die zurück zu nehmenden Leasingfahrzeuge (Anteil Vorjahr: 460 TEUR zzgl. 791 TEUR für Immobilienfinanzierungen). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestanden keine (Vorjahr 396 TEUR für Immobilienfinanzierungen).

Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Die liquiden Mittel haben sich zum 31.12.2023 um 1.037 TEUR auf 1.102 TEUR erhöht (Vorjahr 65 TEUR), was im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss, vermindert um Investitionen, zurückzuführen ist.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Eigenkapital ist wie bereits ausgeführt mit 13.500 TEUR (Vorjahr 8.580 TEUR) auszuweisen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich bei verlängerter Bilanzsumme von 25,6% auf 20,2%.

Die Rückstellungen betragen 1.709 TEUR (Vorjahr 782 TEUR) bzw. 2,6% der Bilanzsumme (Vorjahr 2,3%) und enthalten insbesondere Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Jubiläumsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechtsberatung sowie Gewährleistung. Im Gesamtbetrag der Rückstellungen sind Rückstellungen für Steuern in Höhe von 300 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf die Höhe der im Berichtsjahr geleisteten Steuervorauszahlungen zurückzuführen.

Das Fremdkapital besteht überwiegend aus kurzfristigen Verbindlichkeiten. Es bestehen gegenüber der Herstellerbank Verbindlichkeiten aus der Einkaufsfinanzierung von Fahrzeugen iHv. insgesamt 45.143 TEUR (Vorjahr 16.260 TEUR), die jeweils an das finanzierte Fahrzeug gebunden und spätestens bei Verkauf des Fahrzeuges abzulösen sind. Die Verzinsungen sind variabel an aktuelle Entwicklungen gekoppelt.

Sowohl zu den regionalen Hausbanken als auch zur BMW Bank bestehen langjährige und gewachsene gute Geschäftsbeziehungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 1.539 TEUR (2,3% der Bilanzsumme) und werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen (Vorjahr 3.303 TEUR, 9,9% der Bilanzsumme). Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrifft im Wesentlichen solche innerhalb der Wahl-Group.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 3.524 TEUR und haben sich im Vergleich zum Vorjahr (2.098 TEUR) um 1.426 TEUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Optionsprämie für Leasingrücknahmen sowie der Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt, verbunden mit der anwachsungsbedingten Erweiterung der Standorte, zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden, zusätzlich zu den anwachsungsbedingten Übernahmen des Anlagevermögens der Autohaus Wahl Mittelhessen GmbH & Co. KG sowie der Automobilgesellschaft Wahl mbH & Co. KG in Höhe von insgesamt 8.085 TEUR, weitere Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 10.186 TEUR (Vorjahr 4.212 TEUR) getätigt. Davon entfallen auf Investitionen in die Sachanlagen 5.773 TEUR (Vorjahr 4.212 TEUR). Im Wesentlichen betrafen diese mit 5.732 TEUR (Vorjahr 2.120 TEUR) die Anschaffung von Vorführfahrzeugen. Die darüber hinaus getätigten Investitionen in Höhe von 4.454 TEUR (Vorjahr 2.092 TEUR) entfallen mit 4.413 TEUR auf Finanzanlagen und mit 41 TEUR auf Ersatzinvestitionen.

Als BMW-Händler ist unsere Ertragslage naturgemäß durch den Vertrieb und die Akzeptanz der Qualitätsprodukte der BMW AG gekennzeichnet. Eine den Kundenwünschen und Markterfordernissen entsprechende Modellpalette, die bezüglich der Elektrofahrzeuge ausgebaut wird, eröffnet für unser Unternehmen die Möglichkeit, mit unserem qualifizierten und geschulten Fachpersonal die Chancen des Marktes zu nutzen.

Wie bereits oben dargestellt, belaufen sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 auf 171.888 TEUR (Vorjahr 114.067 TEUR) und das Rohergebnis auf 28.430 TEUR (Vorjahr 15.698 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 1.780 TEUR (Vorjahr 261 TEUR; +1.519 TEUR). Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen mit 1.001 TEUR Erträge aus Ausgliederung des Immobilienvermögens am Standort Wetzlar, mit 221 TEUR Erträge aus Auflösung von Rückstellungen, mit 104 TEUR Erträge aus verrechneten Sachbezügen sowie mit 103 TEUR Erträge aus Anpassung von Verbindlichkeiten aus Leasingoptionsprämien.

Beteiligungserträge betragen im Geschäftsjahr 2023 75 TEUR (Vorjahr 477 TEUR).

Die Personalkosten haben sich in 2023, bedingt durch die Anwachsungsvorgänge, gegenüber dem Vorjahr um 6.279 TEUR auf 13.984 TEUR erhöht, bei einer Erhöhung der durchschnittlichen Arbeitnehmeranzahl um ca. 65%. Die Personalkostenquote beträgt nunmehr 8,1% (Vorjahr 6,8%) bezogen auf die Umsatzerlöse.

Die verrechneten Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen im Jahr 2023 mit 948 TEUR um 376 TEUR (65,7%) über dem Wert des Vorjahres (572 TEUR), was zum einen auf die anwachsungsbedingten Zugänge zum Anlagevermögen zurückzuführen ist und zum anderen auf den höheren Bestand an Vorführfahrzeugen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich für das Berichtsjahr 2023 auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 9.044 TEUR. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 5.280 TEUR ergab sich mithin eine Erhöhung um 3.764 TEUR. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen Grundstückaufwendungen mit 522 TEUR, Kraftfahrzeugkosten mit 558 TEUR, Sonderverkaufskosten mit 1.008 TEUR sowie EDV-Kosten mit 558 TEUR. Diese Erhöhungen sind im Wesentlichen auf die anwachsungsbedingte Erweiterung der Standorte zurückzuführen.

Die Zinsaufwendungen haben sich mit 1.621 TEUR gegenüber dem Vorjahr (675 TEUR) um 946 TEUR (140,1%) erhöht, bedingt durch die Erhöhung der finanzierten Bestände infolge der Anwachsungsvorgänge.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Geschäftsverlauf des folgenden Jahres 2024 liegt mit einem vorläufigen Ergebnis per 31.12.2024 von 3.300 TEUR über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (2.630 TEUR). Das aktuelle Geschäftsjahr 2025 läuft saisonbedingt mit einem vorläufigen Unternehmensergebnis per 28.02.2025 von -146 TEUR etwas besser an als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (-203 TEUR). Wir gehen von einer positiven Entwicklung aus.

Nach der Corona-Pandemie normalisiert sich das Geschäft wieder. Die Verfügbarkeit der Fahrzeuge hat sich deutlich erhöht und das Nachlassniveau hat sich stabilisiert und fast wieder das "Vorkrisen-Niveau" erreicht.

Die Entwicklung der gesamten Branche steht unter dem fortwährenden Einfluss umweltpolitischer Themen. In erster Linie die EU-weit verschärften Grenzwerte für den Flottenverbrauch (v.a. CO 2 ) der einzelnen Marke. Vor dem Hintergrund der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP 21, 2015) haben am 17.12.2018 das Europäische Parlament und der Rat der EU-Staaten beschlossen die CO 2 -Grenzwerte abermals zu verschärfen, der Ausstoß bei PKW soll um 37,5% von 2021 bis 2030 sinken. Zunächst führen diese Anforderungen aufgrund ihrer kurzfristigen Einführung zum einen zu einem reduzierten Angebot, verschiedene thermische Modelle und Motoren werden vor dem eigentlichen Ende des ursprünglich geplanten Lebenszyklus aus dem Markt genommen und der Nachfolger ist noch nicht verfügbar oder es wird gar keinen Nachfolger mehr geben. Nach der ersten Euphorie ist klar, dass die Elektromobilität zumindest kurzfristig nicht das "Allheilmittel" ist, technisch (v. a. Reichweite und Ladedauer) sind die Fahrzeuge trotz allem Fortschritt noch nicht auf dem Niveau der neusten Verbrenner, außerdem fehlt es v. a. im städtischen Bereich an der notwendigen Ladeinfrastruktur und in vielen Bereichen steht auch nicht genügend "Strom" zur Verfügung. Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang ist die Preisstellung der Elektromobilität. Konstruktiv (Motor & Batterie) sind die Fahrzeuge teurer als vergleichbare thermische, die direkte staatliche Förderung beeinflusst die gesamt Preiskaskade (inkl. Gebrauchtwagen) in erheblichem Maße, in geringerem Maße wird dies auch durch deutliche Reduzierung der Listenpreise, wie z. B. bei Tesla, erreicht. Als Folge davon werden die Gebrauchtwagenpreise für E-Fahrzeuge nur noch sehr schwer kalkulierbar.

Um die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nachhaltig positiv zu beeinflussen und den Herausforderungen des Marktes besser gewachsen zu sein wurde in der Wahl- Group im Rahmen des WAHL-Next Programmes seit Ende 2017 neben dem Center- Konzept auch ein zentrales Marken-Management eingesetzt. WAHL-Next steht für ein umfassendes strategisches Organisationskonzept, mit dem die Strukturen der Wahl- Group nach dem dynamischen Wachstum der letzten 10 Jahre, basierend auf der Matrix-Organisation, weiterentwickelt und hierdurch die Zukunfts- und Wachstumsperspektiven entscheidend verbessert werden. Dies wird in drei Stufen WAHL-Next 1.0 - 3.0 mit jeweils drei 3-Jahreszyklen umgesetzt, mit Angleichung der Gesellschaftsstrukturen, Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage, Straffung und Vereinheitlichung der Organisationsstruktur, Ausbau und Optimierung der Verbundeffekte sowie Erweiterung der Geschäftsfelder durch Umsetzung der Digital-Strategie (WAHL-Next 3.0). Bedingt durch die neuen Herausforderungen im Markt und die Krisen wurde das Programm WAHL-Next um die Stufen 4 und 5 ergänzt: Erweiterung bzw. Vertiefung der Wertschöpfungskette (WAHL-Next 4.0) und neue Vertriebssysteme (WAHL-Next 5.0).

Ab dem Jahr 2019 wurden neue Funktionen, wie die Zentrale Marketing-Abteilung mit dem Schwerpunkt Digital und das Business-Development-Center implementiert und weiter ausgebaut. Darüber hinaus wurden Verbesserungen organisatorischer Art, insbesondere der Zentralisierung (mit der Disposition, der Gebrauchtwagen-Abteilung mit Aufbau eines zentralen Zukaufs über unterschiedliche Quellen, einer zentralen Vermarktung der Wiederverkäufer-Fahrzeuge über Börsen und einer Kostenreduzierung (Alpha-Controller) sowie des Auf- und Ausbaus einer fabrikatsübergreifenden Großkunden-Abteilung), vorgenommen. Des Weiteren wurde an der Optimierung der Arbeitsabläufe, auch durch Digitalisierung, (Verkaufsinnendienst und Garantie / zentrale Abrechnungseinheit) erfolgreich gearbeitet (bessere Audit-Ergebnisse) und nicht zuletzt wird auf die bessere Nutzung vorhandener Potentiale im Markt und bei den Mitarbeitern gesetzt, die in der Folge zu einer positiven Ergebnisentwicklung beitragen werden. Unabhängig davon gibt es auch Kostenoptimierungsmaßnahmen, Personalkosteneinsparungen in Folge der Zentralisierung und Prozessoptimierung, aber auch durch die Reduzierung der Bestände (inkl. Altersstruktur). Weitere Potentiale sehen wir im Aftersales-Bereich (auch in Verbindung mit dem Ausbau der Shared Services) und in der Nutzfahrzeugsparte.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Obwohl die durch die Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) in 2010 eingeleitete Liberalisierung des Marktes nicht im Fokus stand, schreitet sie auch in 2024 und 2025 weiter voran. Die Neuregelungen der GVO ab Mai 2013, wie die Einschränkungen zum Mehrmarkenhandel (Entfall der location clause) räumen den Herstellern deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten ein, die sehr unterschiedlich genutzt werden. Im Rahmen der Evaluierung seitens der EU-Wettbewerbskommission zeichnet sich inzwischen ab, dass sich die bestehenden Regelungen mehr oder weniger bewährt haben und zunächst in aktualisierter Form um weitere 5 Jahre verlängert werden (Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 06.07.2022). Es war von der Möglichkeit eines sog. "echten" Agentursystems auszugeben, wovon verschiedene Hersteller frühestens ab 2024 Gebrauch machen wollen. Nachdem sich die Rahmenbedingungen (z. B. Zinsen, Bestände) verschlechtert haben, haben einige Hersteller die Einführung des Agentursystems verschoben, andere vorläufig davon Abstand genommen und die ersten steigen aus dem System sogar wieder aus. Die BMW Group Deutschland startete mit der Umstellung auf das echte Agenturmodel mit der Marke MINI ab Oktober 2024, allerdings mit erheblichen Problemen; bei BMW ist der Start für Januar 2026 vorgesehen.

Insgesamt stehen die Hersteller durch die Veränderungen in der Branche, v.a. Emissionswerte, unter starkem finanziellen Druck, der sich auch in reduzierten Margen und erhöhten Standards für den Handel bemerkbar macht. Dies führt dazu, dass viele kleine und mittlere Betriebe freiwillig aus dem Markt ausscheiden. Die freiwerdenden Märkte werden dann in aller Regel durch große Handelsgruppen besetzt. Schließlich gibt es nach wie vor keine (rentable) Alternative zu den leistungsstarken mittelständischen Händlern, die neuen Händlerverträge (ca. 10 Hersteller haben ihrer Handelsorganisation flächendeckend gekündigt und nicht allen bisherigen Händlern neue Verträge angeboten) der einzelnen Marken enthalten zu geringe feste Margen-Bestandteile und selbst bei weiterer Reduzierung des Administrationsaufwands wird dies nicht mehr zur Fixkostendeckung ausreichen, so dass es auch zukünftig den Mehr-Marken- Händler geben wird, vielleicht in leicht veränderter Form. Dies wird durch die vorliegenden Händlerverträge deutlich. Unabhängig von diesen Rahmenbedingungen "rollt die Konsolidierungswelle" aus ganz unterschiedlichen Gründen (fehlende Nachfolge, wirtschaftliche Probleme, Management-Fehler), sicher beschleunigt durch die Krisen der letzten Jahre, auch in 2024 und 2025 weiter.

Die Marktsituation für unser Unternehmen ist seit Jahren durch diese Themen der ganzen Branche gekennzeichnet. Das Unternehmen sieht sich im Verbund mit der gesamten Firmengruppe Wahl "Wahl Group" und dem Unternehmenskonzept WAHL-Next (u. a. Optimierung der Organisationsstruktur zur besseren Nutzung der Marktpotentiale) auch für eine Erweiterung des Produktportfolios gut gerüstet diesen Belastungen zu widerstehen und die Herausforderungen zu bewältigen. Basierend auf dem Programm WAHL-Next 2.0 (operative Exzellenz), welches auf agilem Projektmanagement beruht und eine wesentliche Grundlage darstellt, konnte der dritte Teil des Programms (WAHL-Next 3.0 - Digitalisierung) vorangetrieben sowie um einen vierten (Höhere Wertschöpfung) und einen fünften Teil (Neue Vertriebssysteme) erweitert werden.

2. Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gesichert, den fälligen Zahlungsverpflichtungen wird fristgerecht nachgekommen. Zur Sicherstellung der Liquidität wurde ein Gesamtkonzept entwickelt, dazu gehörten neben dem Bestandsabbau sowie der Veräußerung von Betriebsimmobilien (Wahl Next 1.2) auch diverse Einzelmaßnahmen, wie z. B. Wechsel zur Eigengarantie.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und bestehende Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein eigenes effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Rechtsabteilung, die ein effizientes Forderungsmanagement betreibt. Anfallende Forderungen gegenüber Kunden, Dienstleistern etc. werden in der eigenen Mahnabteilung professionell beigetrieben. Die Beitreibung umfasst dabei sämtliche außergerichtliche und gerichtliche Maßnahmen bis hin zur Zwangsvollstreckung. Durch präventive Maßnahmen in Form von Mitarbeiterschulungen, Handlungsanweisungen an die Belegschaft und Einführung von Online-Payment wird ein Ausfallen von Forderungen weiter minimiert. Für besondere Fälle besteht eine langjährige Verbindung zu einer renommierten Anwaltskanzlei.

Alle Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele geleistet.

Die Liquidität der Gesellschaft ist zusätzlich durch vereinbarte Kreditlinien bei regionalen Geschäftsbanken, zu denen langjährige gefestigte Geschäftsbeziehungen bestehen, auch in Krisen-Situationen gesichert. Hinzu kommt die breite Zusammenarbeit zu der herstellerbezogenen BMW Bank.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Politik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen zur Risikovorsorge vorgenommen. Die nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzten Wertberichtigungen zu Kundenforderungen von insgesamt 195 TEUR (Vorjahr 198 TEUR) sichern die erkennbaren Risiken ab.

Nach der Diesel-Krise ist die Unsicherheit der Kunden durch die unklare Politik wieder zurückgekehrt. Die Förderung für die Elektrofahrzeuge wurde stark reduziert, die Hybridfahrzeuge werden nicht mehr gefördert und erleiden somit massive Auftragsrückgänge. Insgesamt sind die Bestandsrisiken auch durch die künstliche Nachfrage beim Elektroauto verarbeitet bzw. haben sich wieder normalisiert und sind somit auf einem üblichen, beherrschbaren Niveau, letztendlich auch aufgrund der staatlichen Förderung.

Analog anderen Marktteilnehmern unterliegt das Unternehmen den allgemeinen Marktrisiken. Branchenbedingt sind dies zum einen Restwertrisiken aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen, denen durch konservative Geschäftspolitik, stringente digitalunterstützte Rücknahme-Prozesse und die seit 2019 risikoärmere (max. Risiko- Beteiligung nur noch 1,5% statt 3,0%) Schätzwert-Abrechnung (Dekra) der BMW Bank, begegnet wird. Wie in der Vergangenheit ist die erhöhte Abhängigkeit von variablen Bonuszahlungen wieder Realität. Dieser wird durch gezielte Maßnahmen in den einzelnen Bereichen entgegengewirkt und eine vorsichtige unterjährige Berücksichtigung vorgenommen. Bezüglich der Personalrisiken (Fachkräftemangel) wurde die Personalabteilung neu konzipiert, um u. a. die Personalentwicklung auszubauen (Wahl- Akademie und Erweiterung um eine Stelle für das Recruiting) und außerdem ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers erstellt und weiter ausgebaut.

Die Automobilbranche konnte sich von den Lieferengpässen der letzten Jahre wieder erholen, die Nachlässe im Neuwagenbereich kehren zurück zum Vorkrisenniveau, was sich auch in den Gebrauchtwagenpreisen niederschlägt. Damit im Zusammenhang steht häufig eine deutlich gesunkene Händlerrendite, in Verbindung mit neuen Standards und neuen Händlerverträgen, was zu einem Rückzug kleiner und mittlerer Händler führt mit gleichzeitig freiwerdenden Märkten für große Handelsgruppen.

Es sind keine direkten Auswirkungen des Ukraine-Krieges bzw. des Nahost-Konfliktes zu verzeichnen.

III. Erläuterung zu § 289 Abs. 3 HGB - nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als Unternehmen im Kfz-Handel, dass sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft bewusst ist, haben wir uns entschieden den Umgang mit der Nachhaltigkeitsthematik transparent zu machen. Unser Engagement in Bezug auf den Klimaschutz und die Ressourcenschonung ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie, wobei wir uns derzeit insbesondere auf die Förderung der E-Mobilität und die kontinuierliche Verbesserung unserer energetischen Effizienz konzentrieren.

Im Einklang mit unseren Zielen zur Reduktion von CO 2 -Emissionen und dem Schutz des Klimas setzen wir gezielt auf den Ausbau der Elektromobilität. Durch die Installation von Ladesäulen an allen relevanten Firmenstandorten leisten wir unseren Beitrag zu der hierzu notwendigen Infrastruktur, um die Nutzung von E-Fahrzeugen zu unterstützen. Diese Ladesäulen werden hierbei soweit wie möglich mit nachhaltiger Energie aus Photovoltaikanlagen betrieben, die auf den Dächern unserer Autohäuser installiert wurden. Dies trägt nicht nur zur Reduktion des CO 2 -Ausstoßes bei, sondern stärkt auch unser Engagement für erneuerbare Energien.

Alle Unternehmen, mit denen wir als Vertragspartner zusammenarbeiten, bieten E-Fahrzeuge in ihrem Portfolio an - sowohl im Bereich der Personenkraftwagen (PKW) als auch im Bereich der Nutzfahrzeuge. Seit 2024 arbeiten wir dabei auch mit einem reinen Elektrofahrzeughersteller zusammen, und erweitern so unser Engagement für die Elektrifizierung des Verkehrs.

Parallel zu unserer Unterstützung der E-Mobilität fokussieren wir uns auf die kontinuierliche Verbesserung der energetischen Effizienz an unseren Standorten. Im Rahmen unserer energetischen Sanierungen setzen wir gezielt auf Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit. So ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung an vielen Standorten bereits weit fortgeschritten bzw. sogar abgeschlossen, was den Energieverbrauch signifikant reduziert. Zudem haben wir darauf hingewirkt, dass inzwischen an mehreren Standorten sowohl Blockheizkraftwerke als PV-Anlagen in Betrieb genommen werden konnten, welche eine effiziente und nachhaltige Wärme- und Stromversorgung sicherstellen.

Neben der ökologischen Verantwortung legen wir großen Wert auf soziale Aspekte und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. In diesem Kontext ist es uns ein Anliegen, die sozialen Auswirkungen unserer Aktivitäten stetig zu überwachen und zu verbessern. Auch die Themen Governance und Compliance werden kontinuierlich gestärkt, um langfristig eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung sicherzustellen.

Die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Aus- und Fortbildung steht bei uns in besonderem Fokus. Neben den Schulungen der Hersteller in den Bereichen Vertrieb und Service, welchen naturgemäß eine hohe Bedeutung zukommt, haben wir unter dem Schlagwort "Wahl-Akademie" verschiedene Maßnahmen der internen Aus- und Fortbildung wie die Ausbildungsmesse, Schulungsvideos und Trainings über das eigene Business Development Center (BDC) implementiert. Von zentraler Wichtigkeit sind für uns daneben die Faktoren Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

Im kommenden Geschäftsjahr werden wir weitere Schritte unternehmen, um die Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen weiter zu verankern. Insbesondere der Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität und die Erweiterung unseres Portfolios an nachhaltigen Fahrzeuglösungen stehen im Fokus. Gleichzeitig werden wir auch in den Bereichen Energieeffizienz und soziale Verantwortung fortlaufend innovative Lösungen entwickeln, um unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

IV. Prognosebericht

Ein wesentlicher Zukunftsfaktor bleibt die gute Akzeptanz der modernen, sehr breit aufgestellten BMW-Modelle. Aufgrund der hervorragenden Emissions- und Verbrauchswerte war die Ausgangsbasis bei den thermischen Modellen schon sehr gut. Parallel zu den Markterfordernissen wurde zunächst die Anzahl der Hybridmodelle ausgebaut und im Anschluss die der reinen Elektrofahrzeuge. Bei der veränderten Nachfrage, auch in Kombination mit den staatlichen Anreizen (z. B. Dienstwagen) ist kein anderer Premiumhersteller so gut aufgestellt. Ab dem Jahr 2024 beginnt BMW mit den ersten Fahrzeugen der Vision "Neue Klasse" und zeigt damit, wie die Freude am Fahren in der Zukunft interpretiert wird. Drei Handlungsfelder werden dabei die Mobilität von morgen laut Oliver Zipse, dem Vorstandsvorsitzenden der BMW Group, dominieren: Elektrifizierung, Digitalisierung und Zirkularität. BMW fasst sie in die Neue Klasse zusammen und übernimmt die Vorreiterrolle bei Design, Bedienkonzept, Effizienz und Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Kundenbindungsinstrumente im Bereich Gebrauchtwagen und Service, z.B. Service inklusive, Eigengarantie, um die Kunden auch länger im Service an die Autohäuser zu binden.

Der Preis- und Absatzdruck im Neuwagen-Markt hat sich in allen Segmenten, wie auch im Gebrauchtwagen-Markt derzeit deutlich erhöht. Ob die Preisdurchsetzung dauerhaft ist, muss sich mit der Einführung des Agentursystems noch zeigen. Die Hoffnung nach der Corona-Pandemie einen Ausstieg aus der "Rabatt-Schlacht" gefunden zu haben, hat sich erledigt, der Verkaufsdruck und die Vorgaben der Ziele seitens der Hersteller sind wieder auf dem alten Niveau, nur um die Komponente Elektroquote erweitert und mittels der neuen Verträge noch einfacher durchsetzbar. Trotzdem haben die Unternehmen der Wahl-Group die Bestände (Höhe und Alter) auf das dauerhaft avisierte Ziel pilotiert.

Im Rahmen der Neuorganisation wurde auch die Marketingabteilung auf das neue erweiterte Produktportfolio ausgerichtet, so gibt es für jede Marke entsprechende Marketingpläne, die konsequent verfolgt und an die Marktgegebenheiten angepasst werden. So wurde in diesem Zusammenhang auch der Ausbau der Homepage mit einer besseren Präsentation der Fahrzeuge, der Aktionen, einem digitalen Marketingansatz (Aufbau YouTube-Chanel, Einbindung Social Media) und entsprechender Prozessoptimierung (z.B. Lead-Management, Online-Tools) vorangetrieben. Dadurch können mehr Neuwagenverkäufe generiert werden. Vor diesem Hintergrund der dauerhaft eingeleiteten Maßnahmen auch im Rahmen des WAHL-Next-Programms mit den Stufen 2 - 3 und 4 - 5 sieht sich die Wahl-Group gut für die Zukunft gerüstet.

Wie bereits erwähnt, liegt für das Geschäftsjahr 2025 das vorläufige Ergebnis per 28.02.2025 saisonbedingt bei -146 TEUR und damit um 57 TEUR über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresvergleichszeitraums (-203 TEUR). In unserer Planung für 2025 gehen wir von einer positiven Entwicklung aus und haben mit einem Ergebnis von etwa 2.700 TEUR geplant. Die weitere Entwicklung des Unternehmensergebnisses 2025 ist abzuwarten.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die weitere Zusammenarbeit mit der BMW AG für die Marken BMW und MINI ist auf der Basis des turnusgemäß verlängerten PKW-Händlervertrages bis zum 30.09.2028 sowie des gültigen Motorrad-Händlervertrages gesichert. Der ab Oktober 2023 gültige Händlervertrag sowie die Gespräche mit den Verantwortlichen zeigen klar, dass die Gesellschaft als strategischer Partner für die Zukunft vorgesehen ist.

Bezüglich der Risiken wird auf den Risikobericht verwiesen.

 

Siegen, den 14. April 2025

Alfred Wahl GmbH & Co. KG

Dipl.-Kfm. Thomas Wahl, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alfred Wahl GmbH & Co. KG, Siegen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Alfred Wahl GmbH & Co. KG, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Alfred Wahl GmbH & Co. KG, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Siegen, den 22. April 2025

Volker Werthebach, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.04.2025 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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