Scotch & Soda Retail GmbHLiquidiert

40221 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 96086
Eingetragen
13.9.2010
Branche
Einzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Handel mit Kleidung unter den Textilmarken Scotch & Soda, Scotch & Soda Amsterdam Couture, Scotch P´tite, Maison Scotch La Femme Selon Marie, Maison Scotch, Scotch Shrunk, Scotch R´Belle und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Jan Bervoets
seit 12.1.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
S&S Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

S&S Europe B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scotch & Soda Retail GmbH

Düsseldorf (vormals: Kleve)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2020 bis zum 31.05.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des niederländischen Scotch & Soda-Konzerns und verantwortet den Vertrieb der Produkte innerhalb Deutschlands über die Vollpreis und Outlet Stores. Der Konzern ist hauptsächlich in den Bereichen Design, Produktion, Marketing und Verkauf von Mode- und Bekleidungsprodukten für Männer, Frauen und Kinder unter der Marke "Scotch & Soda" tätig. Pro Jahr erscheinen zwei Hauptkollektionen und zwei Vorsaisonkollektionen.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

Die Vertriebsstrukturen in der Modeindustrie unterliegen stetigen Veränderungen, verbunden mit einer zunehmenden Vertikalisierung. Dadurch nimmt die Bedeutung des Retailsegments immer weiter zu. Der Ausbau des eigenen Retailgeschäfts in den Kernmärkten, worunter Deutschland fällt, ist wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie. Sie ermöglicht eine bessere Kontrolle über den Warenfluss und die Markenpräsentation.

Die allgemeine Konsumneigung in Abhängigkeit der gesamtwirtschaftlichen Lage ist wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung in der Modebranche. Diese entwickelt sich positiv. Auf Gruppenebene wurden erhebliche Marketinginvestitionen getätigt, um ein starkes Markenimage aufzubauen und die Markenbekanntheit auf allen Märkten zu steigern.

Die verstärkten Werbeaktivitäten der Scotch & Soda Gruppe haben zu einer wesentlich verbesserten Namensbekanntheit weltweit beigetragen.

Das Geschäftsjahr 2020/2021 begann für Scotch & Soda gut, endete jedoch aufgrund des Coronavirus ("COVID-19"), der zu Geschäftsschließungen, Beschränkungen für öffentliche Versammlungen, Reisebeschränkungen und Quarantäne führte, schwierig. Als Reaktion auf COVID-19 leitete das Unternehmen mehrere Maßnahmen ein, um den Verlust und die Auswirkungen auf den Cashflow so gering wie möglich zu halten. Soweit es möglich war, nutzte das Unternehmen staatliche Lohnausgleichszahlungen (Überbrückungshilfe III) und verlängerte die Zahlungsfristen für Steuern und Sozialversicherung. Das Unternehmen verhandelte zudem mit den Vermietern über einen Verzicht bzw. verlängerte Zahlungsziele auf einen Teil der Mieten bei freiwilligen und obligatorischen Betriebsschließungen der Geschäfte und verhandelte mit den Lieferanten über längere Zahlungsziele.

Der Umsatz liegt 10 Mio. Euro (16 Mio. Euro) unter dem Budget von 26 Mio. Euro und letztes Jahr 23 Mio. Euro (welches unter der Annahme erstellt wurde, dass es keinen Lockdown gab). Die meisten der Filialen sind in einem Zeitraum von 14 bis 26 Wochen teilweise geschlossen gewesen. Andererseits lagen auch die Betriebsausgaben durch die Einsparung von Personal kosten (Ladenschluss) und Miete unter Plan. 2,1 Mio. Euro Überbrückungshilfe wurden für das Jahr anerkannt.

Zum Ende des Geschäftsjahres haben wir in Deutschland insgesamt 32 Filialen, 24 Vollpreisfilialen und 8 Outletfilialen. 2019/2020 gab es 30 Geschäfte, darunter 21 reguläre und 9 Outlets.

In der deutschen Gesellschaft sind zum Stichtag insgesamt 230 Personen (durchschnittlich 255 Mitarbeiter) beschäftigt (im Vorjahr 316 Mitarbeiter).

Im Geschäftsjahr haben wir in der Summe rund 987 TEuro in das Anlagevermögen investiert. Neben kleineren Investitionen für Anpassungen und Schönheitsreparaturen sind hier insbesondere Investitionen in die neuen Standorte in Bonn, Hamburg und Westerland enthalten. Die gesamte Investitionssumme in das Anlagevermögen betrug zum Stichtag rund 13.519 Teuro. Diese Summe setzt sich zusammen aus den Einbauten in den angemieteten Filialen, der Inneneinrichtung sowie dem POS-System EVA. Diese Investitionen dienen einem einheitlichen Auftritt in allen Filialen weltweit. Die durchschnittliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens liegt zwischen 3 Jahren bei IT-Systemen und 10 Jahren für Ladenbau.

Das Umlaufvermögen hat sich leicht verringert.

Die Finanzierung der Gesellschaft, hier insbesondere des Anlagevermögens und des Warenbestands, erfolgen innerhalb des Konzerns. Die Liquidität innerhalb der Gesellschaft ist stets als ausreichend und im Allgemeinen sogar als zufriedenstellend zu bezeichnen. Zum Ende des Berichtszeitraums liegt die Current Ratio des Unternehmens bei 0,8 (Current Ratio = Umlaufvermögen / Verbindlichkeiten).

Weitere wesentliche Dienstleistungen und Unterstützung aus dem Gesamtkonzern erhält die Gesellschaft in den Bereichen Rechnungswesen, Personalwesen, Controlling, IT, Marketing und Kommunikation.

Die Scotch & Soda Gruppe ist ständig aktiv auf der Suche nach starken Modetrends. Diese aktive Suche ist Teil der erfolgreichen und eindrucksvollen Kollektion. Gleichzeitig werden weniger extravagante Entwürfe für ein breiteres Publikum in den Verkauf gebracht. Die sogenannten "Never Out Of Stock"-Artikel werden unabhängig von Saison und Jahreszeit angeboten. Wir untersuchen derzeit die Möglichkeit, weitere Accessoires-Kollektionen in das Angebot aufzunehmen.

C. PROGNOSE - CHANCE - UND RISIKOBERICHT

Besondere, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende weitere Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Dieses unternehmerische Risiko sehen wir insbesondere in der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und der unvorhersehbaren Wetterentwicklung. Daneben besteht das branchenübliche Risiko aus Modewandel und Kollektionsrisiko. Dem Wetterrisiko begegnen wir im Konzern mit einer entsprechenden Produktvielfalt, um auf unerwartete Entwicklungen kurzfristig reagieren zu können. Im Hinblick auf konjunkturelle Entwicklungen reagiert die gesamte Unternehmensgruppe mit einer breiten regionalen und weltweiten Streuung sowie durch unterschiedliche Vertriebswege. Eine aktuell für die Gesellschaft negative Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schätzen wir auf Basis der vorherrschenden Lage als gering ein. Das Kollektions- und Moderisiko halten wir ebenfalls für gering. Alle Produkte werden im Konzern selber entwickelt. Die Designabteilung beobachtet laufend den weltweiten Modemarkt und hältdie Wünsche der Kunden über die Rückmeldungen aus den eigenen Filialen im Auge. Über die letzten Jahre hinweg konnte eine erfolgreiche und ausgewogene Kollektion entwickelt werden, welche auch durch das Wachstum in der Scotch & Soda Gruppe bestätigt wurde. Wir wollen auf dem erreichten hohen Niveau weiter anknüpfen. Mit dem Wachstum des Retailgeschäfts steigt das Bestandsrisiko der Vorräte an. Insbesondere das Risiko von Überbeständen wächst. Diesem Risiko begegnen wir mit der der Unternehmensphilosophie angemessenen Eröffnung von Outletstores in hochwertigen Outletcentern. Die Erhöhung der Arbeitsmaterial- und Frachtkosten wird vollständig durch die Einzelhandelspreiserhöhung aufgefangen. Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt für das Unternehmen kein Risiko dar, da die Gruppe in beiden Ländern nur begrenzt präsent ist und auch nicht aus diesen Ländern importiert. Bis heute sind für die Scotch & Soda Retail GmbH keine finanziellen oder sozialen Auswirkungen auf ihre Aktivitäten bekannt.

Gute Chancen sehen wir in der Strategie des fortgeführten Ausbaus des Retailgeschäfts an starken Standorten in Deutschland und der Aufnahme einer weiteren Filiale in das Filialnetz. Vor dem Hintergrund der verstärkten Werbetätigkeit in Deutschland, welche aus der Unternehmenszentrale auch für den deutschen Großhandelzweig ausgebaut wird, sehen wir Wachstumspotential durch eine gezielte Werbung für den deutschen Markt. Die Erwartung ist, dass dies langfristig zu einer Steigerung des Umsatzes an den bestehenden Standorten führen wird.

2021/2022 hat sich gut erholt, der Umsatz beläuft sich auf 28,6 Mio. Euro (zur Erinnerung: 16 Mio. Euro in 2020/2021).

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 und das Geschäftsjahr 2022/2023 wird sowohl ein Umsatz- als auch ein Gewinnwachstum (finanzielle Leistungsindikatoren) erwartet. Das Umsatzwachstum wird voraussichtlich durch bestehende Filialen im oberen zweistelligen Prozentbereich in 2021/2022 und mittleren einstelligem Prozentbereich in 2022/2023 liegen (das Budget wird noch validiert). Es werden zudem 8 Filialen in 2021/2022 und voraussichtlich bis zu 13 Filialen in 2022/2023 eröffnet.

Wir gehen davon aus, dass wir mit den bestehenden Stores und den anstehenden Neueröffnungen eine Größe und Marktpräsenz erreicht haben, die nachhaltig zu Jahresüberschüssen führen wird.

Wir erwarten ein moderates Gewinnwachstum für das Geschäftsjahr 2021/2022 und ein leichtes Gewinnwachstum in 2022/2023.

 

Düsseldorf, 21. Juni 2022

Frederick Joseph Lukoff

Andreas Firneburg

Thomas Jan Bervoets

Bilanz zum 31. Mai 2021

AKTIVA

31.5.2021 31.5.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 399.250,00 29.740,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.223.372,30 3.647.211,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.890,49 956.121,82
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.050,00 0,00
3.972.312,79 4.603.332,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 3.435.419,18 3.096.127,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 179,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.421.620,50 6.387.657,91
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.012.593,58 1.653.367,85
6.434.214,08 8.041.204,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 788.163,85 864.175,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 258.587,58 347.458,90
D. Aktive latente Steuern 47.477,60 2.820,00
15.335.425,08 16.984.859,55

PASSIVA

31.5.2021 31.5.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 976.317,73 1.326.701,80
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 342.645,10 -350.384,07
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 142.936,00
2. sonstige Rückstellungen 459.470,46 427.927,55
459.470,46 570.863,55
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.572.700,88 1.635.080,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.740.433,37 13.375.931,60
3. sonstige Verbindlichkeiten 143.857,54 326.666,42
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. EUR 193.680,55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.083,45 (Vj. EUR 3.371,23)
13.456.991,79 15.337.678,27
15.335.425,08 16.984.859,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.944.916,04 22.946.065,97
2. sonstige betriebliche Erträge 2.128.221,82 39.926,11
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.203.085,61 7.491.568,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.846.283,47 4.702.568,00
b) soziale Abgaben 699.547,69 1.073.938,05
4.545.831,16 5.776.506,05
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.248.718,20 1.203.543,52
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.747.502,44 8.826.930,50
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.057,15 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 89.053,84 (Vj. EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 42.467,20
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 24.825,96)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 74.412,50 -4.639,51
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 44.657,60 (Vj. EUR -71.355,00)
10. Ergebnis nach Steuern 342.645,10 -350.384,07
11. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 342.645,10 -350.384,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/2021 der Scotch & Soda Retail GmbH

I. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der Scotch & Soda Retail GmbH, Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HR B 96086) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (teilweise) in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die aktivierte, entgeltlich erworbene Software wird über 5 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauer
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 5 Jahre

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungskosten. Als solche werden bei Waren die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Waren werden nach der First in First out (Fifo-)-Methode ermittelt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt.

Wesentliche Ursache für aktive latente Steuern sind Bewertungsunterschiede beim

Sachanlagevermögen (unterschiedliche Nutzungsdauern): (aktiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wird ein (durchschnittlicher) Steuersatz von 33 % zugrunde gelegt.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlageposten ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Der Zugang zu den kumulierten Abschreibungen entspricht den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen auf Sachanlagen des Geschäftsjahres.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 3.421.620,50 (Vorjahr EUR 6.387.657,91) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 3.168.247,27 (Vorjahr EUR 5.962.251,82) Forderungen gegen den Gesellschafter.

Die sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 1.040.348,30 (Vorjahr EUR 1.032.548,30) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Für alle anderen ausgewiesenen Forderungen beläuft sich die Restlaufzeit wie im Vorjahr auf unter einem Jahr.

Aktive latente Steuern werden auf Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, insbesondere durch unterschiedliche Abschreibungsdauern im Anlagevermögen, gebildet. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 33 % zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen und Urlaubsansprüche gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 11.399.601,59 (Vorjahr EUR 12.940.788,84) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 340.831,78 (Vorjahr EUR 435.142,76) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 11.172.720,92 (Vorjahr EUR 12.940.788,84) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von EUR 2.100.000,00 in den sonstigen betrieblichen Erträgen angefallen. Die außergewöhnlichen Erträge betreffen ausschließlich eine Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Organen

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Andreas Firneburg, Leverkusen (Deutschland), Kaufmann

Frederick Joseph Lukoff, Wassenaar (Niederlande), Kaufmann

Patrick Casper Kroon, Mijdrecht (Niederlande), Kaufmann (bis 12.10.2020)

Herr Thomas Jan Bervoets, Heemstede (Niederlande), Kaufmann (ab 12.10.2020)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr EUR 0,00.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 255 , davon 224 Verkaufskräfte, 29 Filialmanager und 2 leitende Angestellte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen folgende Fälligkeiten für die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Fällig im Folgejahr Fällig im 2. bis 5. Jahr Fällig nach dem 5. Jahr Summe 31.05.2021
Sonstige finanzielle Verpflichtungen TEUR TEUR TEUR TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 4.679 13.007 3.234 20.920

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen für Gebäude.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 1. Juni 2022 und dem 1. April 2028.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB TEUR
aus Mietbürgschaften: 2.022

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der im Anhang ausgewiesenen Haftungsverhältnisse aus Mietbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns derzeit nicht vor.

Konzernzugehörigkeit / Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Scotch & Soda N.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen, dieser ist am Sitz der Gesellschaft in Düsseldorf erhältlich.

Am 29. September 2021 wurde bei der Scotch & Soda N.V. eine Namensänderung und Formänderung in "Scotch & Soda Group B.V." durchgeführt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister der Niederlande (www.kvk.nl) bekannt gemacht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Wir erwarten, dass der Ukraine Krieg zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen führt.

Vorschlag oder Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 342.645,10 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, 21. Juni 2022

Frederick Joseph Lukoff

Andreas Firneburg

Thomas Jan Bervoets

Anlagenspiegel zum 31. Mai 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.06.2020 Zugänge Abgänge 31.05.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 37.200,00 384.000,00 0,00 421.200,00
37.200,00 384.000,00 0,00 421.200,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 7.346.195,78 314.541,47 0,00 7.660.737,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.208.244,61 281.616,63 60.036,86 5.429.824,38
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.050,00 0,00 7.050,00
Summe Sachanlagen 12.554.440,39 603.208,10 60.036,86 13.097.611,63
Summe Anlagevermögen 12.591.640,39 987.208,10 60.036,86 13.518.811,63
Kumulierte Abschreibungen
01.06.2020 Zugänge Abgänge 31.05.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 7.460,00 14.490,00 0,00 21.950,00
7.460,00 14.490,00 0,00 21.950,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.698.984,71 738.380,24 0,00 4.437.364,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.252.122,79 495.847,96 60.036,86 4.687.933,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.951.107,50 1.234.228,20 60.036,86 9.125.298,84
Summe Anlagevermögen 7.958.567,50 1.248.718,20 60.036,86 9.147.248,84
Buchwerte
31.05.2021 31.05.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 399.250,00 29.740,00
399.250,00 29.740,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.223.372,30 3.647.211,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.890,49 956.121,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.050,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.972.312,79 4.603.332,89
Summe Anlagevermögen 4.371.562,79 4.633.072,89

Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21 .Juni 2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Scotch & Soda Retail GmbH, Düsseldorf

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Scotch & Soda Retail GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scotch & Soda Retail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 21. Juni 2022

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