SIGNAL IDUNA Dialog Service GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Steinhauer seit 9.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Marc Jorzick seit 14.5.2025 | Prokura |
Thomas Hubert Jacobi seit 25.8.2023 | Vorstandsmitglied |
Andreas Stein seit 11.1.2023 | Prokura |
Robert Schaefer seit 24.5.2022 | Prokura |
Alexander Weissbrodt seit 25.10.2021 | Vorstandsmitglied |
Andreas Gründemann seit 17.8.2021 | Prokura |
Mirko Link seit 11.1.2021 | Prokura |
Udo Kallen seit 12.7.2019 | Vorstandsmitglied |
Rainer Dr. Bertram seit 19.9.2018 | Prokura |
Markus Hildebrandt seit 20.10.2017 | Prokura |
Ralf Hüging seit 13.1.2017 | Prokura |
Axel Koch seit 31.1.2014 | Prokura |
Olaf Geißler seit 26.6.2012 | Prokura |
Lowig Duer seit 11.4.2011 | Prokura |
Michael Quandt seit 31.1.2011 | Prokura |
Juliane Dipl.-Volksw. Feißt seit 27.1.2009 | Prokura |
Thomas Eurich seit 22.1.2008 | Prokura |
Enrica Kaiser seit 22.1.2008 | Prokura |
Thomas Weißberg seit 29.12.2003 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PVAG Polizeiversicherungs-AktiengesellschaftDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtWirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche LageDas Jahr 2023 war erneut von großen Herausforderungen geprägt. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine, der drohende Flächenbrand im Nahostkonflikt und die damit einhergehende Zunahme von geopolitischen Spannungen, die hartnäckige Inflation sowie die hohen Zinsen wirkten sich belastend auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Positive Impulse ergaben sich für die Konjunktur aus der Bewältigung der Corona-Pandemie sowie der teilweisen Auflösung von Material- und Lieferengpässen. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - in Europa lag 2023 bei 6,4 %. Im Dezember 2023 fiel die Inflationsrate in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich auf 3,4 %. In den USA wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 %. Das BIP Chinas als zweitgrößte Volkswirtschaft stieg um 5,0 %. Dagegen wuchs die europäische Wirtschaft lediglich um 0,8 %. Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung und rutschte 2023 in eine Rezession. Die schwache gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat vielfältige Gründe. Die geopolitischen Spannungen und die damit einhergehende schwache Weltwirtschaft belasten Deutschland als Exportnation stärker als die anderen Länder Europas. Auch die weltweit gestiegenen Zinsen dämpfen weiterhin die Nachfrage nach deutschen Waren. Die hohen Zinsen treffen ebenfalls die Bauwirtschaft, wo zahlreiche Insolvenzen zu beobachten waren. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem Energieschock. Dieser belastete die deutschen Haushalte und Unternehmen in besonderem Maße. Der haushaltspolitische Spielraum der Bundesregierung wurde zudem im November 2023 mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingeschränkt. Diese Entwicklungen stellen Deutschland vor große Herausforderungen. Das preisbereinigte BIP war 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die konjunkturelle Schwäche kam auch auf dem Arbeitsmarkt an. Aber durch den fortschreitenden Arbeitskräftemangel und die rückläufige demografische Entwicklung war der Anstieg der Arbeitslosen auf ca. 2,6 Millionen Personen eher moderat. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate in Deutschland -gemessen am Verbraucherpreisindex - lag 2023 bei 5,9 %, im Dezember 2023 verminderte sich diese deutlich auf 3,8 %. Entwicklung der KapitalmärkteNach den enormen Turbulenzen des Vorjahres entwickelten sich die Kapitalmärkte 2023 trotz einer durch Zinsanstieg und Inflation belasteten Konjunktur letztendlich deutlich besser als zu Beginn des Jahres erwartet. An den Immobilienmärkten hingegen kam es zu Einbrüchen, die insbesondere das Projektentwicklungsgeschäft betrafen und hier bereits zu Insolvenzen führten. Als Reaktion auf die weiterhin hohen Inflationsraten setzten die Notenbanken ihren 2022 begonnenen Zinserhöhungskurs fort. Die US-Notenbank (FED) erhöhte den Leitzins in den ersten sieben Monaten des Jahres in vier Schritten um 1,0 %-Punkte auf 5,5 %, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins bis September in sechs Schritten um 2,0 %-Punkte auf 4,5 % anhob. Parallel wurde der Einlagenzins am 31. Dezember 2023 um 2,0 %-Punkte auf 4,0 % erhöht. Trotz fortgesetzt rückläufiger Inflationsraten blieben die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf unverändert. Im Gegensatz zu den massiven Wertverlusten im Jahr 2022 erholten sich die Kurse der zinstragenden Papiere 2023 in Summe wieder. So lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am 31. Dezember 2023 bei 2,02 % und damit 0,55 %-Punkte unter dem Jahresultimo 2022. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag zum 31. Dezember 2023 bei 3,88 % und damit konstant zum Vorjahresstand. Die Entwicklung zeigte sich jedoch im Jahresverlauf ausgesprochen volatil mit einem deutlichen Rückgang im Frühjahr angesichts einer befürchteten Bankenkrise und Höchstständen im Oktober. Im weiteren Verlauf sanken die Zinsen dann wieder deutlich auf das Jahresendniveau. Beide Zinskurven blieben aufgrund weiterhin bestehender Rezessionsängste auch 2023 invers. Die Aktienmärkte entwickelten sich 2023 trotz schwieriger konjunktureller und geopolitischer Rahmenbedingungen deutlich positiv. So stieg der DAX 40 zum 31. Dezember 2023 auf 16.752 Punkte und verzeichnete somit einen Wertzuwachs von 20,3 %. Die europäischen Aktienmärkte - repräsentiert durch den EuroStoxx50 - entwickelten sich ähnlich positiv und verzeichneten einen Gewinn von 19,2 % gegenüber dem Jahresultimo 2022 bei einem Stand von 4.522 Punkten. Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft Die Versicherungswirtschaft gehört nach wie vor zu den wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. Die deutschen Versicherer leisten einen wesentlichen Beitrag für die soziale Sicherung der privaten Haushalte. Sie ermöglichen wirtschaftliche Aktivitäten und Innovationen, indem sie Risiken übernehmen. Damit fördern sie Wohlstand und Beschäftigung. Durch die schnelle Bereitstellung finanzieller Mittel vor allem nach großen Schadenfällen wie Naturkatastrophen oder Pandemien erfüllt die Versicherungswirtschaft eine wichtige gesamtwirtschaftliche Stabilisierungsfunktion. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz ist nur zum Teil konjunkturabhängig. Auf der einen Seite ist die Risikowahrnehmung der Kundinnen und Kunden in Krisen, wie extremen Unwetterereignissen, dem Ukraine-Krieg oder der Corona-Pandemie, hoch. Dies erhöht die Nachfrage nach Versicherungsschutz. Auf der anderen Seite stellen die Auswirkungen der hohen Inflation die Versicherer vor große Herausforderungen. Die eingetrübte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte und der damit einhergehende Kaufkraftverlust bei den Konsumenten wirken sich negativ auf die Nachfrage nach Versicherungsleistungen aus. Zusätzlich beeinflussen die sinkende Arbeitsplatzsicherheit, Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen die Versicherungsnachfrage negativ. Die Branche gehört mit Kapitalanlagen von rund 1,8 Billionen EUR zu den größten institutionellen Anlegern in Deutschland. Durch die langfristige Ausrichtung ihrer Kapitalanlagen sind die Versicherer ein Stabilitätsanker auf den Finanzmärkten, die aufgrund der hohen globalen Vernetzung immer volatiler werden. Mit ihren Investitionen unterstützen die Versicherer auch die Finanzierung von Infrastruktur, neuen Technologien und Nachhaltigkeit. Das Umfeld der deutschen Versicherungswirtschaft befindet sich weiterhin im Umbruch. Themen wie die Extremwetterereignisse, eine hohe Inflation, die hohe Staatsverschuldung, die weiter voranschreitende Digitalisierung, immens hohe Regulierungsanforderungen, neue Risikolandschaften, bedingt durch den demografischen Wandel, und die Veränderung des Klimas sowie ein hoher Umsetzungsdruck bei der Nachhaltigkeit beeinflussen den Wettbewerb und die Innovationsdynamik der Branche. Die deutschen Versicherer bekennen sich zu ihrer Verantwortung und richten ihr Handeln zunehmend an Nachhaltigkeitszielen aus. Hierbei stehen insbesondere Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen sowie Gerechtigkeit und Sicherheit im Vordergrund. Versicherungen können mit nachhaltigen Kapitalanlagen diese gesellschaftlichen Ziele wirkungsvoll unterstützen. Für die etablierten Versicherer gilt es, die neuen Trends aktiv zu gestalten, um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein, insbesondere vor dem Hintergrund einer veränderten Wettbewerbslandschaft. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab sich für 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs der Beitragseinnahmen von 0,7 % auf 224,9 Mrd. EUR. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen um 6,8 % auf 84,5 Mrd. EUR. Die Beiträge der Privaten Krankenversicherungen stiegen um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR. Die Beiträge der Lebensversicherung im weiteren Sinne, mit Pensionskassen und Pensionsfonds, sanken um 5,0 % auf 92,2 Mrd. EUR. Die laufenden Beiträge blieben stabil bei 66,3 Mrd. EUR, während die Einmalbeiträge um 15,7 % auf 25,8 Mrd. EUR sanken. Besondere Ereignisse im BerichtsjahrDie SIGNAL IDUNA Gruppe stellte sich im Berichtsjahr erneut sehr herausfordernden Rahmenbedingungen. Die stark gestiegenen Preise, weitere Zinserhöhungen in kurzen zeitlichen Abständen durch die Notenbanken sowie die Material- und Lieferengpässe insbesondere in der Baubranche haben weiterhin einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Lage. Dem immer stärker werdenden Arbeitskräftemangel, der viele Branchen und auch die SIGNAL IDUNA Gruppe vor Herausforderungen stellt, wurde mit vielfältigen Maßnahmen begegnet. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen erzielte die SIGNAL IDUNA Gruppe das zweitbeste Vertriebsergebnis seit Gründung des Gleichordnungskonzerns. Um die Entwicklung von kundenorientierten Produkten und Dienstleistungen zu beschleunigen, hat die SIGNAL IDUNA Gruppe im Dezember 2022 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud ins Leben gerufen, die 2023 ausgeweitet wurde. Kundinnen und Kunden der SIGNAL IDUNA Gruppe sollen zukünftig von neuen, cloudbasierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz profitieren. Kapitalmarkt, Regulatorik und Kundenverhalten sind im Wandel und damit auch das Geschäftsmodell der Versicherung. Die SIGNAL IDUNA Gruppe hat 2023 ihr Transformationsprogramm VISION 2023 erfolgreich abgeschlossen. Es ging darum, das Geschäftsmodell grundlegend zu transformieren, um als Unternehmen flexibler, antizipativer und schneller auf die Veränderungen im Markt und auf Kundenwünsche zu reagieren. Schaden- und Unfallversicherung im MarktDie im Inland erzielten Beitragseinnahmen der Schaden- und Unfallversicherer wuchsen nach Angaben des GDV um 6,8% auf 84,5 Mrd. EUR. In der Allgemeinen Unfallversicherung blieb die Beitragseinnahme unverändert bei 6,6 Mrd. EUR. Die Anzahl der Verträge ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % zurück und lag 2023 bei 24,9 Mio. Verträgen. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Beitragseinnahmen auch im Jahr 2023. Der Anstieg um 4,8 % auf 30,5 Mrd. EUR fiel deutlich höher aus als noch im Jahr 2022. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich über alle Vertragsarten um 1,8 % auf insgesamt 131,0 Mio. Verträge. In der Sachversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen für die private (+13,5 %) und gewerbliche Sach (+12,0 %) jeweils deutlich auf insgesamt 28,8 Mrd. EUR. Die Beiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung stiegen um 16,5 % auf 11,8 Mrd. EUR. Ein Anstieg der Beiträge um 3,0 % auf rund 8,5 Mrd. EUR war auch in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zu verzeichnen. In der Rechtsschutzversicherung stiegen die Beiträge um 2,5 % auf 4,8 Mrd. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen 2023 auf 65,4 Mrd. EUR (+12,7 %). In der Allgemeinen Unfallversicherung war ein Anstieg der Leistungen um 1,5 % auf 3,5 Mrd. EUR zu verzeichnen. Die Schaden-Kostenquote (brutto) lag mit rund 76 % auf Vorjahresniveau. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Aufwendungen für Schäden gegenüber dem Jahr 2022 um 14,9 % auf 30,0 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) zeigte einen auch inflationsbedingten Anstieg auf 111,0 % (Vorjahr: 101,2 %). Die Aufwendungen für Schäden in der Sachversicherung stiegen um 17,8 % auf 20,9 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg von 97,5 % auf rund 99,0 %. In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung stieg der Aufwand für Schäden auf 5,3 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg um 0,9%-Punkte auf ca. 85,0 %. In der Rechtsschutzversicherung war ein Anstieg der Leistungen auf 3,4 Mrd. EUR zu verzeichnen. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg auf rund 97,0 % (Vorjahr: 91,0 %). Die Schaden-/Unfallversicherung weist im Jahr 2023 einen versicherungstechnischen Gewinn von 0,6 Mrd. EUR aus. Geschäftsverlauf unseres UnternehmensPositionierung im MarktIm Rahmen der Einbettung in die SIGNAL IDUNA Gruppe übernimmt die PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft (PVAG) alle relevanten Aspekte der Geschäftsstrategie der SIGNAL IDUNA Gruppe. Die PVAG ist Komposit-Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst, insbesondere für Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug und Zoll. Sie trägt als integraler Bestandteil zur Zielerreichung der SIGNAL IDUNA Gruppe bei. Der intensive Wettbewerb auf dem gesamten Schaden- und Unfallversicherungsmarkt hielt auch im Jahr 2023 an. Die PVAG konnte sich als Serviceversicherer mit ihren Produkten und Leistungen weiter am Markt behaupten. Hierzu trugen die weitergehende Digitalisierung sowie die Agilisierung der Unternehmensorganisation bei. Im Segment der Privatkundinnen und -kunden haben wir - auch vor dem Hintergrund des Klimawandels - die Kalkulation der Versicherung gegen Elementargefahren verfeinert. In der Konsequenz sind die Preise differenzierter als bisher. Die Prozesse zur Unterstützung unserer Partnerinnen und Partner in den Vertrieben haben wir weiter verbessert. Um weiter allen Kundinnen und Kunden günstigen Versicherungsschutz anbieten zu können, haben wir - auch ausgelöst durch die gestiegene Inflation - unsere Bemühungen zur Profitabilisierung unserer Bestände fortgesetzt. So haben wir risikogerechte Beitragsanpassungen in besonders schadenbelasteten Segmenten vorgenommen und Anreize für die Umstellung älterer Verträge in die aktuellen Tarifwerke gesetzt. Unsere langfristig angelegte Professionalisierung des Schadenmanagements konnte erfolgreich weiterentwickelt werden. So haben wir die Messung der Kundenzufriedenheit im Schadenservice weiter verfeinert. Die Ausweitung unserer agilen Organisation haben wir hinsichtlich der Schadenbearbeitung vorangetrieben. Zudem wurden die digitalen Schadenservices erweitert und durch unsere Kundinnen und Kunden auch deutlich häufiger genutzt. Teilweise erfolgt eine automatisierte Freigabe benötigter Reparaturen, sodass für diese Geschäftsvorfälle Wartezeiten verringert werden konnten. Auch die Anbindung unserer Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner konnten wir verbessern, zum Beispiel indem die Online-Schadenmeldung auch für freie Vermittler ermöglicht wurde. Betriebene VersicherungszweigeUnsere Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland und beinhaltet ausschließlich das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Die von uns betriebenen Versicherungszweige und -arten sind auf Seite 30 wiedergegeben. Lage des UnternehmensBedeutsame finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die gebuchten Beiträge, die Schaden-Kostenquote, das gesamte Kapitalanlageergebnis und das Jahresergebnis. BeiträgeDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. EUR bzw. 3,0 % auf 65,8 Mio. EUR. Dieser Anstieg entfiel im Wesentlichen auf die Verbundene Gebäudeversicherung. Von unseren Beiträgen entfällt nach wie vor mehr als die Hälfte auf die Unfallversicherung. Im Beobachtungszeitraum 2019 bis 2023 nahmen die gebuchten Bruttobeiträge kontinuierlich von Jahr zu Jahr um insgesamt 6,6 % zu. Gebuchte Bruttobeiträge 2019 -
2023
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Schaffung von Arbeits- und Rahmenbedingungen, die für die Gesundheit, die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten förderlich sind, |
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Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden möglichst bis zum Rentenalter und darüber hinaus, |
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Schärfung und Sensibilisierung des Bewusstseins der Mitarbeitenden für einen gesunden Lebensstil. |
Qualifizierte betriebliche Suchtberatende unterstützen bei konkreten Fragestellungen. Eine Pflegeberatung für Fälle in der Familie, sowie ein umfangreiches Lebenslagencoaching, das Mitarbeitende bei herausfordernden Situationen im beruflichen und privaten Bereich sowie bei Krankheit jederzeit telefonisch oder persönlich nutzen können, runden das Angebot ab.
Zudem gibt es die Möglichkeit, digital Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung) zu einem vergünstigten Preis für sich selbst und seine Familienangehörigen zu erstellen.
Das breite Angebot wird ergänzt durch spezielle (Online-) Workshops mit dem Titel "Gesund Führen - gesundes Führen". Diese sensibilisieren Führungskräfte für den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen und zum wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden.
Als Ausgleich zur Tätigkeit im Büro können die Mitarbeitenden die zahlreichen Angebote der Betriebssportgruppen und weiterer Kooperationspartner nutzen.
Mit Einführung des Transformationsprogramms VISION2023 und der damit verbundenen Neuausrichtung des Unternehmens im Jahr 2018 wurde im Rahmen des damaligen Handlungsfeldes Unternehmenskultur die MEHR WIR Pulsbefragung als umfängliche Befragung aller Mitarbeitenden initiiert.
Das Ziel der Befragung war es, die Stimmung in der Gesamtbelegschaft entlang der Transformation des Unternehmens zu erheben und transparent zu machen.
Im direkten Vergleich zur ersten Messung im Jahr 2018 ist insgesamt eine positive Entwicklung der Zustimmung zu beobachten. Besonders positive Unterschiede sind in den Themenfeldern Transparenz und Leistungsmotivation festzustellen.
Für die erfolgreiche Bewältigung der vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten im Jahr 2023 danken wir den Mitarbeitenden sowie den Außendienst- und Vertriebspartnerinnen und -partnern der SIGNAL IDUNA Gruppe.
Unser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betriebliche Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage dafür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge.
Die SIGNAL IDUNA Gruppe legt großen Wert darauf, ihren Kundinnen und Kunden einen exzellenten Service zu bieten.
Für die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden durch eine hohe Servicequalität wurden Servicegrundsätze vereinbart. Regelmäßige interne und externe Messungen helfen dabei, diese Grundsätze einzuhalten. So werden Kennzahlen zu unseren Geschäftsprozessen, z. B. die Bearbeitungszeiten von Anträgen, ermittelt und ausgewertet. Die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden messen wir durch Befragungen zum Serviceerlebnis. Auf Basis der Ergebnisse werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, mit denen wir die Servicequalität kontinuierlich verbessern und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden fortwährend erhöhen.
Neben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitsanforderungen wünschen sich auch Kundinnen und Kunden zunehmend nachhaltig ausgerichtete Unternehmen und Produkte. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus und verfolgt einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit.
Nachhaltige Investments sind ein essenzieller Beitrag zur Sicherung der Wertstabilität unserer Kapitalanlagen. Seit Anfang 2020 haben wir Nachhaltigkeitsaspekte in unseren Investment- und Risikomanagementprozess integriert. So bewerten wir beispielsweise auch die Nachhaltigkeit von Wertpapieren unter anderem durch ein sogenanntes "ESG-Rating" auf Basis externer Daten (MSCI). Unter dem Begriff ESG-Rating versteht man eine Bewertung der Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in Unternehmen. Anfang 2021 wurden zudem die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) unterzeichnet, 2022 folgten die Prinzipien für nachhaltige Versicherung UN PSI (Principles for Sustainable Insurance). Dies bekräftigt das Ziel der SIGNAL IDUNA Gruppe, nachhaltige Aspekte im Kerngeschäft zu verankern. 2023 wurden die ersten PRI- und PSI-Reportings durchgeführt.
Nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB ist das Unternehmen verpflichtet, über wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung zu berichten. Die nach § 91 Abs. 2 AktG sowie darüber hinaus die nach § 26 VAG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Überwachungs- bzw. Risikomanagementsystems wurden getroffen.
Als Risiken und Chancen werden negative bzw. positive Abweichungen von den Zielerwartungen mit entsprechender Implikation auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens definiert. Die für das Unternehmen relevanten Risiken und Chancen werden im Folgenden näher beschrieben.
Zentrale Eckpfeiler des Risikomanagementsystems sind die Risikokultur im Unternehmen, die Risikostrategie sowie der Risikomanagementprozess. Die zu erfüllenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden durch die Risikomanagementorganisation in die aufbauorganisatorischen Regelungen integriert.
Die vorhandene Risikokultur fördert ein übergreifendes Bewusstsein für das Vorhandensein von Risiken und den offenen Umgang mit diesen.
Die Risikostrategie wird aus der Geschäftsstrategie der PVAG abgeleitet und ist zu dieser konsistent. Die Risikostrategie des Unternehmens beinhaltet die Beschreibung der sich aus der Geschäftsstrategie ergebenden Risiken bezüglich ihres Einflusses auf die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie den daraus resultierenden Umgang mit den Risiken einschließlich Steuerung und Überwachung. Dabei ist festgelegt, dass nur solche Risiken eingegangen werden, die nicht zu einer existenzgefährdenden Situation für das Unternehmen führen. Dies beinhaltet insbesondere die Sicherstellung der Eigenständigkeit der SIGNAL IDUNA Gruppe, den Schutz der Versicherten sowie die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Darüber hinaus sind Anlässe definiert, die eine Ad-hoc-Überprüfung erfordern, wie beispielsweise die Aktualisierung der Geschäftsstrategie oder signifikante Änderungen des Gesamtrisikoprofils.
Der Risikomanagementprozess setzt sich aus der Risikoidentifikation, der Risikoanalyse und -bewertung, der Risikosteuerung sowie der Risikoüberwachung und -berichterstattung zusammen. Die wesentlichen Bestandteile werden in internen Leitlinien definiert.
Zur Risikoidentifikation werden quartalsweise Risikoinventuren durchgeführt. Darüber hinaus findet eine jährliche Emerging-Risk-Inventur statt. Bei dieser werden neu auftretende Ereignisse oder zunehmende Trends berücksichtigt, die das Geschäftsumfeld der SIGNAL IDUNA Gruppe betreffen, wobei deren Ursache nicht oder nicht direkt von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflussbar sein können.
Für alle Einzelrisiken erfolgt die Risikoanalyse und -bewertung als Teil der Risikoinventur. Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Schadenhöhe bewertet. Die getroffenen Maßnahmen sind zu berücksichtigen (Nettobewertung). Darüber hinaus werden die Risiken durch die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderung sowie mittels der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment, kurz: ORSA) quantitativ bewertet. In diesem ORSA-Prozess erfolgt zusätzlich eine Analyse der Veränderung des Risikoprofils und der Kapitalanforderungen über den Planungszeitraum. Materielle Änderungen des Risikoprofils sowie bedeutende Entscheidungen und Ereignisse führen darüber hinaus zur Durchführung eines nichtregelmäßigen bzw. Ad-hoc-ORSA.
Für Initiativen, die eine hohe Implikation auf die Erreichung der Unternehmensziele der SIGNAL IDUNA Gruppe haben, erfolgt zudem eine gesonderte Risikobewertung.
Sowohl die Risikosteuerung als auch die Risikoüberwachung werden durch das Risikotragfähigkeitskonzept, das daraus abgeleitete Limitsystem, welches den Risikoappetit des Unternehmens berücksichtigt, sowie ein differenziertes Kennzahlensystem unterstützt. Die genannten Instrumente werden stetig weiterentwickelt.
Die Risikotragfähigkeit, basierend auf Eigenmitteln und den Kapitalanforderungen nach Solvency II, determiniert den maximalen Umfang der Risikoübernahme. Die darauf aufbauenden Limite sowie das implementierte Frühwarnsystem setzen die Vorgaben aus der Risikostrategie um.
Über die im Rahmen des Risikomanagementprozesses und der Risikoinventur als materiell eingestuften Risiken erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee und den Vorstand. Darüber hinaus sind Sachverhalte definiert, die eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung auslösen. Ereignisse und Entwicklungen mit Auswirkungen auf die Risikolage und die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und in die Berichterstattung integriert.
Hierzu zählen aktuell insbesondere die Themenfelder Inflation und mit dem Zinsanstieg der Vorjahre verbundene Auswirkungen.
Innerhalb des Risikomanagements werden Planungs- und Überwachungssysteme eingesetzt, die die Verfolgung von Ziel-/Ist-Abweichungen ermöglichen. Die Überwachungssysteme und -prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen.
Unser Risikomanagementsystem umfasst auch ausgegliederte Funktionen, Prozesse und extern vergebene Dienstleistungen -z. B. Haupt- und Nebendienstleistungen i. S. der VAIT - da Risiken auch hieraus resultieren können. Für neue Ausgliederungen und die Überwachung bestehender Ausgliederungen ist ein strukturierter Ausgliederungsprozess etabliert.
Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird fortlaufend durch die Risikomanagementfunktion überwacht.
Das Risikomanagementsystem der SIGNAL IDUNA Gruppe ist zudem Prüfungsgegenstand der Internen Revision.
Zur Sicherstellung der Anforderungen an die fachliche Qualifikation von Aufsichtsräten, Vorständen sowie verantwortlichen Personen und Mitarbeitenden von Schlüsselfunktionen wurden auch in 2023 Schulungen angeboten und durchgeführt.
Die Risikosteuerung liegt dezentral in der Verantwortung der Fachbereiche. Durch die Trennung des Eingehens von Risikopositionen und der Risikoüberwachung wird organisatorisch sichergestellt, dass keine Interessenkonflikte entstehen. Die von der Risikosteuerung unabhängige Risikoüberwachung, die Förderung der Umsetzung des Risikomanagementsystems sowie die operative Durchführung des Risikomanagements erfolgen durch die Risikomanagementfunktion. Dazu gehören insbesondere:
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die Unterstützung des Vorstandes und anderer Funktionen bei der effektiven Handhabung des Risikomanagementsystems, |
| ― |
die Überwachung des Risikomanagementsystems, |
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die Identifikation, Bewertung und Analyse von Risiken, die Überwachung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung und die Koordination der Durchführung und Dokumentation der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung und |
| ― |
die Berichterstattung mindestens über wesentliche Risikoexponierungen und Beratung des Vorstands in Fragen des Risikomanagements. |
Die Risikomanagementfunktion setzt sich aus der Funktionsstelle Zentrales Risikomanagement (zentrale Risikomanagementfunktion) sowie dezentralen Risikomanagementfunktionen in einzelnen Vorstandsressorts zusammen. Bei der zentralen Risikomanagementfunktion liegt die Verantwortung insbesondere für die abschließende Sicherstellung der Unabhängigkeit der Risikomanagementfunktion von der Risikosteuerung sowie die übergreifende Koordination des Risikomanagementprozesses.
Außerdem erfolgen in der zentralen Risikomanagementfunktion die Koordination, die Analyse und die Validierung der Berechnung sowie die Berichterstattung zur aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderung gemäß Solvency II und zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung.
Die Risiken der PVAG entstammen im Wesentlichen aus dem betriebenen Erstversicherungsgeschäft und dem damit verbundenen Kapitalanlagegeschäft.
Für die PVAG sind insbesondere folgende versicherungstechnische Risiken von zentraler Bedeutung, die nach Materialität gemäß der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung absteigend geordnet sind:
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Prämienrisiko |
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Reserverisiko |
| ― |
Katastrophenrisiko |
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Stornorisiko |
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Langlebigkeitsrisiko |
Das Prämienrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der zukünftigen versicherten Ereignisse ergibt.
Die Steuerung des Risikos erfolgt durch eine risikogerechte Differenzierung des Tarifs, die Einrechnung eines Sicherheitszuschlags in die Prämie, Risikoprüfungen, Annahmerichtlinien, Sanierungen, Produktcontrolling, das aktive Schadenmanagement und angemessene Rückversicherungsmaßnahmen. In 2024 wird es inflationsbedingt deutliche Beitragsanpassungen in den Schadenversicherungs-Sparten geben.
Neben dem Prämienrisiko spielt das Reserverisiko eine wesentliche Rolle. Dies wird definiert als Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Schwankungen in Bezug auf die Abwicklung eingetretener Schäden ergibt.
Das Risikopotenzial, das sich aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt, wird dadurch begrenzt, dass deren Abwicklung laufend verfolgt wird und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die aktuellen Schätzungen der endgültigen Schadenaufwendungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Rückstellungen anhand aktuarieller Verfahren überprüft.
Das aktive Schadenmanagement wirkt sowohl positiv auf das Prämienrisiko als auch auf das Reserverisiko. Es zeichnet sich durch diverse Ansätze aus, wie z. B. aktive Dienstleistervermittlung, Dunkelverarbeitung einfacher Geschäftsvorgänge, KI gestützter Betrugserkennung sowie den Ausbau der kundenorientierten Außenregulierung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse wird im Rahmen des Transformationsprogramms durch die Zusammenführung der Delivery-Units und die Einrichtung von selbstorganisierend arbeitenden Customer-Loyalty Teams gefördert.
Zusätzlich überwacht der Verantwortliche Aktuar, dass die Deckungsrückstellungen für Rentenzahlungsverpflichtungen aus Unfallschäden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet werden.
Einen besonderen Stellenwert nehmen zudem Katastrophenrisiken aus versicherten Naturgefahren und sonstigen Kumulereignissen ein. Dabei besteht das Risiko einer nachteiligen Veränderung des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten aufgrund von extremen oder außergewöhnlichen Ereignissen, wie zum Beispiel Pandemien, schweren Stürmen, erheblichen Überschwemmungen oder weiteren Großschäden. Als wesentliches Element zur Steuerung und Begrenzung von Katastrophenrisiken dient die Rückversicherung. Um die Risiken zu quantifizieren und die Angemessenheit des Rückversicherungsschutzes zu überprüfen, erfolgt die Bewertung dieser Risiken anhand spezieller Simulationsmodelle und Szenariobetrachtungen. Ein günstigerer Schadenverlauf als zuvor angenommen kann sich als Chance für das Unternehmen darstellen.
Es besteht marktweit das Risiko, dass bei steigendem NatCat-Exposure und nicht im gleichen Umfang wachsenden Rückversicherungskapazitäten nicht der gewünschte Rückversicherungsschutz zur Verfügung steht. Dem begegnen wir mit einer vorausschauenden Rückversicherungsstrategie.
Das Stornorisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Storno-, Unterbrechungs- und Verlängerungsraten von Versicherungspolicen ergibt.
Die Überwachung des Stornorisikos erfolgt durch eine laufende Beobachtung der Bestandsentwicklung.
Die ständige Weiterentwicklung unserer Versicherungsprodukte - insbesondere für unsere Zielgruppen - führt auch zu einer höheren Kundenbindung und wirkt damit dem Stornorisiko entgegen. Durch unsere systematische Verbesserung und Weiterentwicklung des Schadenmanagements, wie z. B. die aktive Dienstleistungsvermittlung, erreichen wir sowohl die Senkung des Schadenaufwands als auch die Erhöhung der Kundenzufriedenheit, die ebenfalls zur Steigerung der Bestandssicherung beiträgt.
Das Langlebigkeitsrisiko besteht in dem Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität der Sterblichkeitsraten ergibt, wenn der Rückgang der Sterblichkeitsrate zu einem Anstieg des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten führt.
Das Langlebigkeitsrisiko wird berücksichtigt, indem bei der Ermittlung der Rentendeckungsrückstellungen die von der deutschen Aktuarvereinigung (DAV) entwickelten Sterbetafeln zur Anwendung kommen. Diese Sterbetafeln beinhalten Sicherheitszuschläge. Die Steuerung des Risikos erfolgt mit Hilfe von entsprechenden Annahme- und Reservierungsrichtlinien.
Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung entwickelten sich in den letzten Jahren wie folgt:
| SCHADENQUOTE IN % * | ABWICKLUNGSQUOTE IN % ** | |
| 2023 | 49,3 | 14,9 |
| 2022 | 51,0 | 18,2 |
| 2021 | 55,3 | 13,2 |
| 2020 | 58,2 | 9,2 |
| 2019 | 57,4 | 11,8 |
| 2018 | 57,2 | 9,7 |
| 2017 | 65,4 | 6,9 |
| 2016 | 63,7 | 9,0 |
| 2015 | 62,3 | 10,3 |
| 2014 | 55,4 | 14,7 |
*) Nettoschadenaufwendungen in % der verdienten
Nettobeiträge
**) Nettoabwicklungsergebnis in % der
Nettoschadenrückstellung des Vorjahres
Die künftige Entwicklung von Prämien und Schäden wird durch den Einsatz von Planungsrechnungen geschätzt. Zum Ausgleich von Schwankungen im Schadenverlauf wurden Schwankungsrückstellungen von 9,2 Mio. EUR gebildet.
Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Es umfasst im Wesentlichen das Verlustrisiko aufgrund von nachteiligen Änderungen von Aktienkursen, Zinsen, Währungskursen, Credit Spreads sowie von Zeitwerten bei Beteiligungen und Immobilien. Zusätzlich zählt die Marktrisikokonzentration zur Gruppe der Marktrisiken. Das Marktrisiko wurde in 2023 maßgeblich durch die vorgenannte Entwicklung der Kapitalmärkte (insbesondere Inflation und Zinsentwicklung) geprägt.
Zu den für die PVAG wesentlichen Marktrisiken gehören insbesondere:
| ― |
Spreadrisiko |
| ― |
Aktienrisiko |
| ― |
Marktrisikokonzentration |
Das Spreadrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Credit Spreads über der risikofreien Zinskurve. Im Rahmen des Spreadrisikos werden die Auswirkungen der Änderungen von Credit Spreads gegenüber dem risikofreien Zins auf den Marktwert von Kapitalanlagen unter Kreditrisikoaspekten analysiert. Die Veränderung der Credit Spreads resultiert aus Bonitätsänderungen der Schuldner sowie Veränderungen der Liquidität und somit der Handelbarkeit der Kapitalanlage. Das Risiko besteht im Werteverfall eines Kredits bzw. in der Möglichkeit, dass sich Verluste in Form von Kreditausfällen oder Ertragsausfällen ergeben.
Das Spreadrisiko wird im Rahmen der regelmäßigen Bewertung der Zinsträger beobachtet und bewertet.
Im Rahmen des implementierten Kreditprozesses erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Kreditengagements. Das Emittentenuniversum basiert auf einem internen Scoring-Prozess und definierten Limiten je Emittenten. Neue Kreditsegmente und nicht alltägliche Anlagen durchlaufen einen standardisierten Prüfungsprozess.
Die Anlage erfolgt auf Basis des vom Vorstand verabschiedeten internen Anlagekatalogs und unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Risikotragfähigkeit.
Die Neuanlage in Zinsträger im Direktbestand bestand aus Anlagen bei Kreditinstituten guter Bonität.
Ergänzend erfolgte im Bankensegment die Anlage selektiv in Form von strukturierten Finanzprodukten.
Die im Folgenden genannten Quoten wurden auf Basis von Marktwerten ermittelt.
Das Bankenexposure bildet mit 67,9 % der Kapitalanlagen weiterhin den Schwerpunkt im Portfolio. Hiervon sind 24,8 % Pfandbriefe, 65,7 % erstrangige Anlagen und 5,3 % Nachrangtitel. Die übrigen 4,1 % des Bankenexposures sind Aktien, Tagesgelder und andere Anlagen.
Das Unternehmen ist mit 6,0 % in Staatsanleihen exklusive Bund und Länder investiert. Zu den Top-Emittenten gehören Spanien mit 2,1 %, Polen mit 1,2 % und Irland mit 0,8 %.
Der Anteil der Anlagen bei Unternehmen außerhalb des Bankensektors beträgt 10,5 %, davon sind 72,7 % Zinsträger und 27,3 % Aktien.
Der Erhalt einer guten Kreditqualität im Bestand steht weiterhin im Fokus der Neuanlage. Aufgrund des höheren Zinsniveaus erfolgte die Neuanlage in 2023 auch bei Erzielung einer angemessenen Rendite wieder im höher gerateten Bereich. Dem folgend ist das Durchschnittsrating im Bestand der Zinsträger im Jahresverlauf gestiegen und beträgt zum 31. Dezember 2023 A+.
Der Bestand weist folgende Ratingstruktur auf:
| RATINGKLASSE | ANTEIL | |
| Investment Grade | AAA | 20,5 % |
| AA | 14,3 % | |
| A | 45,5 % | |
| BBB | 17,3 % | |
| Non Investment Grade | BB -B | 1,0 % |
| CCC -D | 0,0 % | |
| ohne Rating | 1,4 % |
Chancen ergeben sich aus einer sich verbessernden durchschnittlichen Kreditwürdigkeit im Emittentenuniversum sowie aus steigenden Zinsen, die auch für hoch geratete Anlagen wieder zu höheren Renditen führen.
Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von Aktien.
Chancen ergeben sich hierbei insbesondere aus einer die Prognose übersteigenden positiven Entwicklung der Aktienmärkte.
Die Aktienquote zu Marktwerten beträgt zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung von Absicherungsgeschäften 2,4 %.
Für die Überwachung der Marktrisiken von Aktien werden Sensitivitätsanalysen und Stresstests eingesetzt, welche die Wertveränderung des Aktienportfolios in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen.
Zu den Marktrisiken gehört abschließend die Marktrisikokonzentration. Sie beschreibt zusätzliche Risiken, die entweder durch eine nicht ausreichende Diversifikation des Anlageportfolios oder durch eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe verbundener Emittenten bedingt sind.
Die Marktrisikokonzentration in der Kapitalanlage wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses laufend überwacht. In diesem Zusammenhang ist beispielhaft die Schuldnerstruktur im Kreditbereich zu nennen. So beträgt die Gewichtung der zehn größten Emittenten (Emittenten aus demselben Konzern zusammengefasst) im Bestand rd. 37,2 % des gesamten Kapitalanlagenbestandes des Unternehmens.
Das Ausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern von Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften ergeben.
Bei der Bewertung des Ausfallrisikos werden die risikomindernden Verträge wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die im Spreadrisiko nicht abgedeckt sind, berücksichtigt.
Es bestehen Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Rückversicherer.
Gegen Versicherungsnehmer liegen die Beitragsforderungen zum 31. Dezember 2023 bei 627 TEUR. Der Anteil der ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, beläuft sich auf 99 TEUR. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Geschäftsjahre beträgt (bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge) 0,01 %.
Im Rahmen eines existierenden Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig diesen Ausfallrisiken entgegengewirkt.
Für die Forderungen gegen Versicherungsnehmer werden Wertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis der Erfahrungswerte aus den Vorjahren vorgenommen und uneinbringliche Forderungen abgeschrieben.
Die Auswahl der Rückversicherer orientiert sich an Qualitätskriterien hinsichtlich der Finanzstärke, der fachlichen Qualität, den Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie der geschäftlichen Ausrichtung des Unternehmens. Die Ratingeinstufungen der Rückversicherer sind ein weiteres wichtiges Indiz für deren Solidität.
Durch den Einkauf von Rückversicherungsschutz bei mehreren Rückversicherungspartnern wird dieses Ausfallrisiko diversifiziert.
Insgesamt verteilen sich sowohl die Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer als auch deren Beteiligungen an den versicherungstechnischen Rückstellungen auf Unternehmen mit hohen Ratingklassen von internationalen Ratingagenturen.
Die Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer zum 31. Dezember 2023 betragen 2,0 Mio. EUR.
Operationale Risiken betreffen die Qualität und Effizienz der Organisation, der funktionalen Abläufe, des Personals, der Technik und der Kontrolle und beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitenden oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Außerdem ist das Rechtsrisiko ein Bestandteil des operationalen Risikos. Zu den für die PVAG wesentlichen operationalen Risiken gehören insbesondere:
| ― |
IT-Risiko |
| ― |
Compliance-Risiko |
| ― |
Prozessrisiko |
| ― |
Mitarbeitenden-Risiko |
Zur weiteren Verbesserung einer nachvollziehbaren, effizienten und wirksamen Steuerung von im Geschäftsbetrieb existierenden operationalen Risiken wird das Interne Kontrollsystem einschließlich der Software-gestützten Abbildung stetig weiterentwickelt.
Da in der SIGNAL IDUNA Gruppe alle wesentlichen Geschäftsprozesse und Aufgaben durch Informationstechnik (IT) unterstützt werden, liegt hier ein besonderer Schwerpunkt in der Betrachtung der operationalen Risiken.
IT-Risiken umfassen dabei alle IT-bezogenen Risiken, die aus dem Eigentum, dem Betrieb, der Nutzung sowie bei Änderungen von Informationstechnologie entstehen.
Einem möglichen Ausfall der IT-Systeme wird mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Zentrale Elemente sind beispielsweise der Betrieb eines Sekundär-Rechenzentrums, die Durchführung umfangreicher Datensicherungen und -spiegelungen, maschinelle Überwachung der Systeme auf allen Ebenen, Bereitschaftsregelungen sowie Wartungsverträge mit den verschiedenen Anbietern von Hard- und Software.
Zum Schutz der Daten vor unberechtigtem Zugriff und Manipulation sind angemessene technische und organisatorische Vorkehrungen getroffen worden -z. B. durch die Installation von Firewall-Systemen (Trennung vom öffentlichen Netz), Virenscannern, Verschlüsselungen, abgesicherten Verbindungen (z. B. zu den Organisations- oder Gebietsdirektionen und den außerbetrieblichen Arbeitsplätzen) und die Nutzung von Authentifizierungssystemen.
Die Eignung der beschriebenen Vorkehrungen wird regelmäßig, z. B. im Rahmen von Notfallübungen oder Penetrationstests, überprüft und bewertet.
Die IT wirkt den im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entstandenen neuen digitalen Bedrohungen, insbesondere Cyber-Risiken, hinreichend entgegen. Die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten sind auch bei der Verarbeitung der Daten gewährleistet. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt eine hinreichende Informationssicherheit aller IT-Infrastrukturen und -Anwendungen sicher.
Um die Sicherheit aller vorhandenen Informationen zu managen, orientiert sich die Informationssicherheit der SIGNAL IDUNA Gruppe an international anerkannten Standards zur Informationssicherheit (ISO 27001/ISO 27002). Die Informationssicherheitspolitik wird durch die Informationssicherheitsleitlinie und weitere Richtlinien zum Information Security Management System (ISMS) ergänzt. Informationssicherheitsrisiken werden im Rahmen des ISMS kontinuierlich auf unterschiedlichen Wegen identifiziert (z. B. Allgemeine Risikoanalyse, Audits). Die Informationssicherheit ist neben der Überwachung des Einhaltens von Informationssicherheitsvorgaben auch für die Behandlung von Informationssicherheitsvorfällen verantwortlich. Darüber hinaus werden von ihr Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen (Awareness) durchgeführt.
Nicht zuletzt aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges wurden seitens der SIGNAL IDUNA Gruppe zusätzliche, präventive Schutzmaßnahmen zur Gefahrenabwehr auf die IT-Sicherheitslage implementiert. Hinsichtlich der Risikoeinschätzung und Maßnahmen orientiert sich die SIGNAL IDUNA Gruppe an den Empfehlungen des BSI.
Die grundsätzliche Zielrichtung vieler laufender Initiativen, die Komplexität der Infrastruktur und Anwendungslandschaft weiter zu reduzieren, neue Technologien bereitzustellen und die Organisation in Richtung agiler Organisationsstrukturen weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel digitalisierter Prozesse und der gezielten Bereitstellung von kundenzentrierten Lösungen soll eine weitere Steigerung der Kundenorientierung ermöglicht werden.
Ende 2022 ist die SIGNAL IDUNA Gruppe zusammen mit Google Cloud eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Entwicklung von cloudbasierten, kundenzentrierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen bei der SIGNAL IDUNA Gruppe zu beschleunigen und Kunden maßgeschneiderte Lösungen und Dienstleistungen anzubieten. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit zu einer schnelleren Umsetzung von IT-Projekten beitragen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und neuen Werkzeugen unterstützen. Aus der Partnerschaft werden sich in den kommenden Jahren Chancen für die SIGNAL IDUNA Gruppe ergeben. Die hiermit verbundenen Änderungen auf IT- und weitere Risiken werden im Risikomanagementprozess berücksichtigt.
Das Compliance-Risiko ist definiert als Auswirkungen aus dem Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen, Vorgaben der Rechtsprechung, regulatorische Standards oder wesentliche vom Unternehmen selbst gesetzte ethische Normen und interne Anforderungen. Diese Auswirkungen umfassen finanzielle Schäden, Sanktionen der Aufsichts- und Ermittlungsbehörden, Reputationsschäden und Haftungstatbestände der Organmitglieder. Die Einhaltung der zu beachtenden Gesetze und Verordnungen, aufsichtsbehördlichen Anforderungen sowie zu deren Beachtung gesetzter interner Vorgaben und Standards wird durch die Umsetzung umfassender präventiver Maßnahmen (z. B. Rechtsmonitoring, regelmäßige Überwachungshandlungen und Compliance-Risikoanalysen) unterstützt. Grundlage des rechtskonformen Verhaltens aller Mitarbeitenden sind der Compliance-Kodex der SIGNAL IDUNA Gruppe, Compliance-Schulungen sowie umfassende interne Richtlinien und Anweisungen.
Die Compliance-Funktion als eine der vier geforderten Schlüsselfunktionen gemäß Solvency II setzt sich aus einem zentralen Compliance Office, geführt durch den Chief Compliance Officer und zusätzlichen dezentralen Compliance Officern je Ressort zusammen. Die Compliance-Funktion betreibt das Compliance-Management-System und entwickelt dieses parallel zu den regulatorischen Anforderungen weiter. Sie unterstützt Mitarbeitende, Führungskräfte und Vorstand bei der Umsetzung der im Compliance-Kodex festgelegten Unternehmensgrundsätze.
Zur Reduzierung (bzw. Vermeidung) von Compliance- und Rechtsrisiken wird eine regelmäßige Beobachtung des Rechtsraumes durchgeführt. Relevante Rechtsänderungen und die aktuelle Rechtsprechung werden über ein eigenes Informationssystem an die für die Geschäftsprozesse verantwortlichen Mitarbeitenden weitergegeben. Festgestellten Rechtsänderungen kann so zeitnah entsprochen werden und Verstößen gegen die aktuelle Rechtslage wird vorgebeugt.
Das Prozessrisiko bezeichnet Risiken, die aufgrund fehlgeschlagener Prozesse direkt oder indirekt zu Verlusten führen, vor allem im Falle von Prozessen mit Kontakt zu Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern. Prozesse unterliegen dem Risiko, dass sie aufgrund von Fehlbearbeitungen ganz oder teilweise fehlschlagen.
Unsere Prozesse entwickeln wir kontinuierlich weiter. Durch prozessinhärente Kontrollen und die regelmäßige Überprüfung der Prozessgestaltung wird Risiken aus der Veränderung von Prozessen entgegengewirkt.
Den Risiken aus Fehlbearbeitungen wird mit verbindlichen, zum Teil maschinellen Prüfverfahren begegnet.
Für die wesentlichen Prozesse der SIGNAL IDUNA Gruppe werden Prozessdokumentationen erstellt, die jeweiligen prozessrelevanten, operationalen Risiken identifiziert und ein entsprechender risikomindernder/-vermeidender Kontrollrahmen durch den prozessverantwortlichen Bereich/Tribe aufgesetzt. Geschäftskritische Prozesse werden zudem im Business Continuity Management (BCM) identifiziert und dokumentiert. Kontrollen können vor- oder nachgelagert zum Prozess greifen, präventiver oder detektiver Art sein, sowie automatisiert, teilautomatisiert oder manuell ablaufen. Unter risikomindernden/-vermeidenden Maßnahmen werden Schulungs-, Kommunikations- und sonstige Maßnahmen (z. B. organisatorische Maßnahmen) verstanden, welche reduzierenden/vermeidenden Einfluss auf die prozessrelevanten Risiken haben.
Um langfristig ihre Ziele erreichen zu können, ist die SIGNAL IDUNA Gruppe auf ihre Mitarbeitenden und deren individuellen Stärken angewiesen.
Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt die systematische und an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Entwicklung der Fähigkeiten und des Wissens ihrer Mitarbeitenden und Führungskräfte durch ein professionelles Kompetenzmanagement, ein ansprechendes und umfangreiches Lernangebot sowie die gezielte Förderung von Potenzialträgern. Zudem wird die adäquate Nachbesetzung von Schlüsselpositionen durch Einführung eines Nachfolgemanagements unterstützt. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden verschiedene Angebote ermöglicht, um die Gesundheit und die Leistung ihrer Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Hierdurch wird dem operationalen Risiko entgegengewirkt.
Zu den sonstigen Risiken gehören insbesondere das Neugeschäftsrisiko und das Reputationsrisiko.
Das Neugeschäftsrisiko umfasst das Risiko, dass gesetzte Ziele für das Neugeschäft nicht erreicht werden und dieser Umstand negativ auf die Bestandsentwicklung des Unternehmens wirkt. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen sowie zur stetigen Verbesserung der Ertragssituation wurden eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, die diesem Risiko entgegenwirken.
Beim Reputationsrisiko handelt es sich um das Risiko einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern, Eigentümerinnen und Eigentümern/Aktionärinnen und Aktionären, Behörden). Das Reputationsrisiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. So kann sich ein Reputationsschaden unter anderem auf das Neugeschäft und die Stornoquoten und damit auf die Bestandsentwicklung auswirken.
Zur Gruppe der sonstigen Risiken gehört auch das Liquiditätsrisiko. Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu liquidieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Als Folge des Zinsanstieges in den Vorjahren, des damit verbundenen Rückgangs stiller Reserven und des Entstehens stiller Lasten ist die Möglichkeit zur Veräußerung von Vermögenswerten gemindert. Die Gefahr, dass Verluste realisiert werden müssen, wird durch den Einsatz von Finanzplanungsinstrumenten begrenzt, welche zur Abstimmung des Kapitalanlagebestandes, der laufenden Zahlungsströme und der versicherungstechnischen Verpflichtungen eingesetzt werden. Das Risiko gewinnt in der gesamtwirtschaftlichen Situation durch erhöhte Wahrscheinlichkeiten von Storno, Beitragsausfällen sowie aufgrund von Inflation an Bedeutung. Unsere Liquiditätskennzahlen lassen jedoch kein materielles Liquiditätsrisiko erkennen.
Abschließend werden bei den sonstigen Risiken auch externe Risikoereignisse betrachtet, die außerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe stattfinden bzw. deren Realisation nicht von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflusst werden kann, deren Realisation aber Auswirkungen auf die SIGNAL IDUNA Gruppe hat, wie beispielsweise die Eskalation geopolitischer Konflikte. Maßnahmen, die sich auf externe Risikoereignisse beziehen, zielen nicht auf die Verhinderung des Eintritts des Risikoereignisses ab, sondern auf die Steuerung der Auswirkung.
Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation haben können. Risiken im Bereich Umwelt schließen klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein.
Physische Risiken resultieren unmittelbar aus dem Klimawandel, z. B. durch eine zunehmende Intensität oder Häufigkeit von Extremwetterereignissen. Transitionsrisiken entstehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft, z. B. der Verzicht auf Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen und Orientierung an erneuerbaren Energien, d. h. eine Veränderung der Zusammensetzung der globalen Stromerzeugung.
In Übereinstimmung mit dem "Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken" der BaFin wird in der SIGNAL IDUNA Gruppe für Nachhaltigkeitsrisiken keine separate Risikokategorie abgegrenzt, vielmehr sind diese Risiken in die bestehenden Prozesse als eine spezielle Ausprägung der bestehenden Risikokategorien integriert. Nachhaltigkeitsrisiken werden damit insbesondere auch systematisch identifiziert und dokumentiert.
Klimarisiken werden mittels Szenarioanalysen analysiert. Ziel ist es, mögliche zukünftige Risiken und Chancen zu identifizieren, die infolge des Klimawandels entstehen und adverse Auswirkungen auf das Unternehmen entfalten können.
Als Basis wurden zwei vom Network for Greening the Financial System (NGFS) beschriebene Erderwärmungsszenarien verwendet; das sog. "Delayed Transition"-Szenario, welches einen erwarteten Anstieg der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 um 1,6°C im Vergleich zur Referenzperiode 1850-1900 unterstellt, sowie das sog. "Current Policies"-Szenario, bei dem die globale Temperatur bis zum Jahr 2100 um 3,3°C im Vergleich zur Referenzperiode 1850-1900 steigt. Die physischen und transitorischen Risiken können potenziell wesentliche Auswirkungen auf die Risikolage haben. Die möglichen, daraus resultierenden Veränderungen der ökonomischen Eigenmittel sowie der Kapitalanforderungen wurden im Berichtsjahr mittels eines Stresstestansatzes quantifiziert. Bei Bedarf wird der quantitative Ansatz durch geeignete qualitative Analysen flankiert.
Die Ergebnisse sind Bestandteil der ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Berechnungen.
Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nach Solvency II wurden gemäß der Berichterstattung an die BaFin im gesamten Geschäftsjahr deutlich übererfüllt.
Die aus geopolitischen Konflikten resultierenden Unsicherheiten sowie die auch auf mittlere Sicht inflationsbedingt steigenden Schadenaufwendungen führen zu Herausforderungen für das Unternehmen, denen mit vielfältigen Maßnahmen entgegengewirkt wird. Zum heutigen Zeitpunkt haben wir keine Erkenntnisse, dass es nicht gelingt, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.
Zusammenfassend ist für unser Unternehmen festzustellen, dass derzeit den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken nicht erkennbar sind.
Auf die Versicherungswirtschaft wirken durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld unterschiedliche Impulse ein.
Zurzeit ist die weltweite Unsicherheit über die Entwicklung der Zinsen noch groß. Nachdem die Zentralbanken nach der Pandemie vielfach dafür kritisiert wurden, zu spät auf die Inflationsentwicklung reagiert zu haben, werden sie sich nun der schwierigen Debatte über den richtigen Zeitpunkt für Zinssenkungen stellen müssen. Die hohen Zinsen dämpfen derzeit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Durch den Rückgang der Inflation und die gestiegenen Löhne nimmt das Realeinkommen der Beschäftigten etwas zu und könnte die Konsumausgaben wiederbeleben und damit die Konjunktur stärken.
Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts Europas und vor allem der USA entwickelt sich seit einiger Zeit gegenläufig, doch die Inflation fiel zuletzt auf beiden Seiten deutlich und liegt im Euroraum nun nahe des EZB-Ziels. Es ist anzunehmen, dass die weltweite Inflation weiter zurückgeht. Für 2024 wird für die (fortgeschrittenen) Volkswirtschaften eine jahresdurchschnittliche Inflation von 2,6 % angenommen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt wird mit 2,9 % für 2024 prognostiziert, da die Wirtschaft zwar in den USA wächst, aber in Europa und China schwächer eingeschätzt wird.
Weiterhin sorgen der Krieg in der Ukraine und der mögliche Flächenbrand in Nahost für wirtschaftliche Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine hat für die deutschen Versicherer grundsätzlich nur geringe direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da sie kaum in der Ukraine und in Russland engagiert sind. Es bleibt die gesamtwirtschaftliche, indirekte Wirkung auf die deutschen Versicherungsunternehmen, insbesondere aufgrund der hohen Energiekosten und massiv erhöhter geopolitischer Unsicherheiten. Die Kämpfe und zunehmenden Spannungen in Nahost haben Auswirkungen auf die Logistik, da zunehmend die Wege über die angrenzenden Meere bedroht werden.
Auch 2024 werden die Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen und weiterhin hoher Inflation von Unsicherheit geprägt sein. Es besteht zwar die Erwartung, dass der Preisdruck tendenziell weiter nachlassen wird, jedoch dürfte sich die Inflationsrate weiterhin oberhalb von 2,0 % bewegen. Die nachlassende Inflation könnte zu ersten Zinssenkungen seitens der Notenbanken führen, was wiederum grundsätzlich positiv sowohl auf die Renten- als auch die Aktienmärkte wirken dürfte. Dennoch bleiben die Erwartungen aufgrund der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen eher zurückhaltend. Die Immobilienbranche wird auch 2024 weiter unter Druck stehen.
Die deutsche Haushaltskrise verdüstert den Ausblick auf das Jahr 2024. Gleichzeitig gibt es Signale für Wachstum des privaten Konsums. An den Finanzmärkten haben die sinkenden Inflationsraten für Erleichterung gesorgt. Es werden nun mehr und frühere Zinssenkungen eingepreist. Für das Jahr 2024 wird für Deutschland mit einer schwach steigenden wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet. Die Prognose liegt derzeit bei 0,2 %.
Aus diesen Prognosen ergibt sich für die Versicherungswirtschaft, dass die Beitragseinnahmen in den Hauptsparten um rund 2,9 % steigen könnten.
Die Digitalisierung, die das Leben auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene nachhaltig verändert, wird uns auch 2024 beschäftigen und die deutschen Versicherer damit weiter vor große Herausforderungen stellen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung große Fortschritte gemacht. Die strategische Partnerschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe mit Google Cloud wird mehrere strategische Projekte umfassen, darunter den Umstieg in eine moderne Cloud-Umgebung. Dies wird die Transformation der SIGNAL IDUNA Gruppe in ein datengetriebenes Unternehmen beschleunigen.
Auch nachhaltige Geschäftsmodelle haben an Bedeutung gewonnen. Sie sind mittlerweile eine wichtige Basis, um eine langfristig positive wirtschaftliche Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Neben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitszielen ist den Kundinnen und Kunden eine nachhaltige Positionierung der Unternehmen sowie ein nachhaltiges Produktangebot wichtig. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus. Sie verfolgt dabei einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit.
Der Vorsorge- und Absicherungsbedarf in der Bevölkerung wird weiter zunehmen. Aufgabe der Versicherungsbranche ist es, gemeinsam mit der Politik in diesem Umfeld die Bedeutung der eigenverantwortlichen Vorsorge deutlich zu machen.
Die Schaden- und Unfallversicherung als ein Wachstumsträger der SIGNAL IDUNA Gruppe wird auch im Jahr 2024 weiterentwickelt. Hierfür setzen wir die Ausweitung unserer agilen Organisation auf operative Bereiche wie z. B. die Schaden-/Leistungsbearbeitung fort.
Produktseitig sind für 2024 hauptsächlich einzelne Produkt-Updates und -modifikationen vorgesehen, da wir uns weiter auf die Verbesserung unserer Prozesse und damit des Serviceerlebnisses unserer Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner fokussieren werden.
Die Verbesserung der Prozesse hat neben einer Verbesserung des Serviceerlebnisses für unsere Kundinnen und Kunden bzw. Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner unter anderem zum Ziel, die Ertragskraft zu stärken und die weiterhin durch die Inflation zu erwartenden Ertragsbelastungen abzumildern. Ein Beispiel für eine prozessuale Verbesserung ist das Angebot, die Umstellung alter Verträge bequem über eine individuelle Internetseite ("Landing-Page") vorzunehmen.
Im Zuge der Prozessoptimierung wollen wir aber auch die Möglichkeiten zur Dunkelverarbeitung noch weiter ausbauen und interne Abläufe digital optimieren. Der digitale Schadenservice soll weiter ausgebaut und so für noch mehr Nutzerinnen und Nutzer attraktiv gemacht werden. Auch die Prozesse für und mit unseren Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartnern werden wir weiter optimieren.
Mit den in der Prognose dargestellten Maßnahmen verbessern wir kontinuierlich unseren Marktauftritt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 strebt die PVAG leicht steigende gebuchte Beiträge und eine kombinierte Schaden-Kostenquote (brutto) von unter 100 % an. Allerdings erschweren besondere Einflüsse wie z. B. Groß- und Naturkatastrophenschäden oder die Inflation eine Prognose.
Gemäß der Planung geht die PVAG von einem gesamten Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau aus.
Für 2024 erwartet die PVAG einen leicht rückläufigen Jahresüberschuss.
Unfallversicherung
Einzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr
Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr
übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Privathaftpflichtversicherung
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung
Glasversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Wohngebäudeversicherung
Technische Versicherungen
Bauleistungsversicherung
Beistandsleistungsversicherung
Sonstige Schadenversicherung
Reisegepäckversicherung
Aktivseite
| 2023 | 2022 | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| B. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | |||
| II. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.198.320,15 | 1.233.759,48 | |||
| III. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | |||
| IV. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | |||
| 1.198.320,15 | 1.233.759,48 | ||||
| C. Kapitalanlagen | |||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 | |||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | |||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 29.606.680,79 | 29.615.271,33 | |||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 43.196.882,32 | 36.391.961,77 | |||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0,00 | 0,00 | |||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 38.224.442,88 | 39.585.132,38 | |||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 11.000.000,00 | 11.000.000,00 | |||
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 0,00 | 0,00 | |||
| d) übrige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | |||
| 49.224.442,88 | 50.585.132,38 | ||||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 3.000.000,00 | 3.000.000,00 | |||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0,00 | 0,00 | |||
| 125.028.005,99 | 119.592.365,48 | ||||
| IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 125.028.005,99 | 119.592.365,48 | ||||
| D. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 0,00 | 0,00 | |||
| E. Forderungen | |||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft: | |||||
| davon: | |||||
| an verbundene Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| 1. an Versicherungsnehmer | 626.582,74 | 550.693,07 | |||
| 2. an Versicherungsvermittler | 0,00 | 0,00 | |||
| 3. an Mitglieds- und Trägerunternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| 626.582,74 | 550.693,07 | ||||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 1.990.914,09 | 630.061,97 | |||
| davon: | |||||
| an verbundene Unternehmen: 1.540.668,85 EUR (Vorjahr: 124.110,69 EUR) | |||||
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| III. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital | 0,00 | 0,00 | |||
| IV. Sonstige Forderungen | 681.675,28 | 946.074,17 | |||
| davon: | 3.299.172,11 | 2.126.829,21 | |||
| an verbundene Unternehmen: 5.528,02 EUR (Vorjahr: 79.053,09 EUR) | |||||
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| F. Sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| I. Sachanlagen und Vorräte | 787.473,46 | 722.116,46 | |||
| II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.517.284,31 | 2.957.075,35 | |||
| III. Andere Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | |||
| 2.304.757,77 | 3.679.191,81 | ||||
| G. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 1.567.684,13 | 1.406.456,82 | |||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 3.209,76 | 3.209,76 | |||
| 1.570.893,89 | 1.409.666,58 | ||||
| H. Aktive latente Steuern | 0,00 | 0,00 | |||
| I. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 0,00 | 0,00 | |||
| K. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | |||
| Summe der Aktiva | 133.401.149,91 | ||||
|
Passivseite |
|||||
| 2023 | 2022 | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Eingefordertes Kapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 2.600.000,00 | 2.600.000,00 | |||
| abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen | 255.645,94 | 255.645,94 | |||
| 2.344.354,06 | 2.344.354,06 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 1.986.969,09 | 1.986.969,09 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 260.000,00 | 260.000,00 | |||
| 2. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| 3. satzungsmäßige Rücklagen | 0,00 | 0,00 | |||
| 4. andere Gewinnrücklagen | 30.947.443,55 | 28.294.380,94 | |||
| 31.207.443,55 | 28.554.380,94 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 1.503.560,10 | 1.396.171,02 | |||
| 37.042.326,80 | 34.281.875,11 | ||||
| B. Genussrechtskapital | 0,00 | 0,00 | |||
| C. Nachrangige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | |||
| E. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| I. Beitragsüberträge | |||||
| 1. Bruttobetrag | 11.197.521,22 | 10.725.777,95 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 2.675.101,00 | 2.645.985,00 | |||
| 8.522.420,22 | 8.079.792,95 | ||||
| II. Deckungsrückstellung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 0,00 | 0,00 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| 1. Bruttobetrag | 105.752.832,00 | 108.752.399,00 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 35.133.118,97 | 37.915.655,21 | |||
| 70.619.713,03 | 70.836.743,79 | ||||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 0,00 | 0,00 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 9.189.359,00 | 7.651.955,00 | |||
| VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| 1. Bruttobetrag | 445.705,54 | 391.076,10 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 8.065,01 | -28.135,00 | |||
| 437.640,53 | |||||
| 88.769.132,78 | 86.987.702,84 | ||||
| F. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | |||||
| I. Deckungsrückstellung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 0,00 | 0,00 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| II. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| 1. Bruttobetrag | 0,00 | 0,00 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | |||||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| G. Andere Rückstellungen | |||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0,00 | 0,00 | |||
| II. Steuerrückstellungen | 3.566.078,83 | 3.004.076,83 | |||
| III. Sonstige Rückstellungen | 193.329,32 | 250.007,48 | |||
| 3.759.408,15 | 3.254.084,31 | ||||
| H. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 0,00 | 0,00 | |||
| I. Andere Verbindlichkeiten | |||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | |||||
| davon: | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen: 129.781,29 EUR (Vorjahr: 126.710,35 EUR) | |||||
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| 1. gegenüber Versicherungsnehmern | 117.796,89 | 182.406,61 | |||
| 2. gegenüber Versicherungsvermittlern | 647.336,91 | 626.113,16 | |||
| 3. gegenüber Mitglieds- und Trägerunternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| 765.133,80 | 808.519,77 | ||||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 425.920,47 | 1.100.996,43 | |||
| davon: | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| III. Anleihen | 0,00 | 0,00 | |||
| davon: konvertible 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 0,00 | |||
| V. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.611.356,77 | 1.578.578,20 | |||
| davon: | 3.802.411,04 | 3.488.094,40 | |||
| aus Steuern: 1.044.133,96 EUR (Vorjahr: 1.017.326,50 EUR) | |||||
| im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.398.065,46 EUR (Vorjahr: 105.469,28 EUR) | |||||
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| K. Rechnungsabgrenzungsposten | 27.871,14 | 30.055,90 | |||
| L. Passive latente Steuern | 0,00 | 0,00 | |||
| Summe der Passiva | 133.401.149,91 | 128.041.812,56 | |||
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten E.III.1. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Dortmund, 17. Januar 2024
Dr. Ott
Verantwortlicher Aktuar
| Posten | 2023 | 2022 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 65.816.231,97 | 63.918.509,77 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 23.203.334,07 | 22.276.373,86 | |||
| 42.612.897,90 | 41.642.135,91 | ||||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | -471.743,27 | -210.850,60 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | 29.116,00 | 129.032,00 | |||
| -442.627,27 | |||||
| 42.170.270,63 | 41.560.317,31 | ||||
| 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | 957.179,58 | 811.808,70 | |||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 3.890,26 | 4.005,81 | |||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 33.538.549,97 | 38.944.104,51 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 12.525.887,07 | 17.371.517,92 | |||
| 21.012.662,90 | 21.572.586,59 | ||||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | -2.999.567,00 | -5.162.716,00 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | -2.782.536,24 | -4.768.216,07 | |||
| -217.030,76 | |||||
| 20.795.632,14 | 21.178.086,66 | ||||
| 5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | |||||
| a) Netto-Deckungsrückstellung | 0,00 | 0,00 | |||
| b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen | -18.429,43 | 198.975,18 | |||
| -18.429,43 | 198.975,18 | ||||
| 6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | 0,00 | 0,00 | |||
| 7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 19.142.439,71 | 18.322.000,05 | |||
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 6.200.111,00 | 5.559.035,00 | |||
| 12.942.328,71 | 12.762.965,05 | ||||
| 8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 341.496,93 | 320.408,86 | |||
| 9. Zwischensumme | 9.033.453,26 | 8.313.646,43 | |||
| 10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | -1.537.404,00 | 54.470,00 | |||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 7.496.049,26 | 8.368.116,43 | |||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | |||
| davon: aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| davon: aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 3.687.249,10 | 2.978.426,12 | |||
| 3.687.249,10 | 2.978.426,12 | ||||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 0,00 | 0,09 | |||
| e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 0,00 | 0,00 | |||
| 3.687.249,10 | 2.978.426,21 | ||||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 200.561,53 | 220.587,41 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 8.590,54 | 16.605,66 | |||
| davon: | |||||
| außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB: 8.590,54 EUR (Vorjahr: 16.605,66 EUR) | |||||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 0,00 | 0,00 | |||
| d) Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0,00 | |||
| 209.152,07 | |||||
| 3.478.097,03 | 2.741.233,14 | ||||
| 3. Technischer Zinsertrag | 957.179,58 | 811.808,70 | |||
| 2.520.917,45 | 1.929.424,44 | ||||
| 4. Sonstige Erträge | 38.170,79 | 20.257,88 | |||
| davon: | |||||
| aus Abzinsung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| aus Währungskursgewinnen gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| 5. Sonstige Aufwendungen | 4.016.864,98 | 4.319.454,91 | |||
| davon: | -3.978.694,19 | -4.299.197,03 | |||
| aus Aufzinsung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| aus Währungskursverlusten gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | |||||
| 6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 6.038.272,52 | 5.998.343,84 | |||
| 7. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0,00 | |||
| 8. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0,00 | |||
| 9. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 0,00 | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3.041.558,91 | 3.207.794,17 | |||
| davon aus latenten Steuern: 0,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) | |||||
| 11. Sonstige Steuern | 1.826,51 | 1.787,79 | |||
| 3.043.385,42 | 3.209.581,96 | ||||
| 12. Erträge aus Verlustübernahme | 0,00 | 0,00 | |||
| 13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | |||||
| 14. Jahresüberschuss | 2.994.887,10 | 2.788.761,88 | |||
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.116,55 | 1.790,08 | |||
| 16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0,00 | 0,00 | |||
| 17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0,00 | |||
| b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| c) aus satzungsmäßigen Rücklagen | 0,00 | 0,00 | |||
| d) aus anderen Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 0,00 | ||||
| 18. Entnahmen aus Genussrechtskapital | 0,00 | 0,00 | |||
| 19. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 | |||
| b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |||
| c) in satzungsmäßige Rücklagen | 0,00 | 0,00 | |||
| d) in andere Gewinnrücklagen | 1.497.443,55 | 1.394.380,94 | |||
| 1.497.443,55 | 1.394.380,94 | ||||
| 20. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals | 0,00 | 0,00 | |||
| 21. Bilanzgewinn | 1.503.560,10 | ||||
Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen aufgestellt.
Aus rechentechnischen Gründen können im Lagebericht und im Anhang Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, etc.) auftreten.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Grundsätzlich werden Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere zu Anschaffungskosten bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für ausgewählte Investmentanteile Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine Wertminderung wird als dauerhaft angesehen, wenn der langfristig beizulegende Wert des Investmentvermögens unter dem Buchwert liegt. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle und in Abhängigkeit von der Strategie des jeweiligen Fonds, gegebenenfalls unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen und Korrekturfaktoren.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden zu Anschaffungskosten - zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode - bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden demnach wie Schuldscheinforderungen und Darlehen analog § 341c Abs. 3 HGB bilanziert.
Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für Inhaberschuldverschreibungen, die dauerhaft dem Unternehmen dienen sollen, Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt.
Bei Anschaffung der Namensschuldverschreibungen werden die Nennwerte aktiviert. Die Unterschiedsbeträge zu den hingegebenen Beträgen werden aktivisch und passivisch abgegrenzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.
Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen werden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Zero-Namensschuldverschreibungen werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der jeweils aufgrund der kapitalabhängigen Effektivzinsberechnung ermittelten zeitanteiligen Zinsforderungen bilanziert.
Vinkulierte Wertpapiere mit Kuponzahlung werden zu Nennwerten bilanziert.
Strukturierte Produkte und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden einheitlich bilanziert. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertung der anderen Namensschuldverschreibungen. Weist das strukturierte Finanzinstrument durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche bzw. andersartige Risiken auf, werden Basisinstrument und eingebettetes Derivat getrennt bilanziert.
Die Bilanzierung der Tages- und Festgelder wird zu Nominalwerten vorgenommen.
Forderungen werden mit dem Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen angesetzt. Im Einzelnen gilt dies für:
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft Sonstige Forderungen.
Das Ausfallrisiko der Forderungen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen zu den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer werden unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen vorgenommen.
Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden jeweils aktivisch abgesetzt.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen, bewertet.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände werden zum Nominalwert bilanziert.
Die noch nicht fälligen Zinsen und sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig ermittelt, die Agiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst.
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der versicherungstechnischen Rückstellungen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,81 % zugrunde gelegt.
Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital Gemäß § 272 Abs. 1 Satz 3 HGB sind die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital von der Bilanzposition "Gezeichnetes Kapital" offen abzusetzen; der verbleibende Betrag ist als Posten "Eingefordertes Kapital" in der Hauptspalte auf der Passivseite auszuweisen.
Die Beitragsüberträge werden grundsätzlich vertragsweise nach dem pro-rata-temporis-Verfahren berechnet und um anteilige Vertreterbezüge und vergleichbare Kosten gekürzt.
Die Anteile der Rückversicherer werden nach den Brutto-Beitragsübertragssätzen berechnet und um anteilige Rückversicherungsprovisionen gekürzt.
Die von den Beitragsüberträgen abzusetzenden äußeren Kosten errechnen sich nach Maßgabe des BMF-Erlasses vom 30. April 1974 aus dem Verhältnis von 85 % der Provisionen und sonstigen Bezüge der Vertreter zum Beitragsübertragsanteil an den Bruttobeiträgen.
Die Schadenrückstellung wird grundsätzlich einzeln für jeden Versicherungsfall ermittelt. Ausnahmen bestehen für Kleinstschäden im Versicherungszweig Unfall, für die ein Durchschnittsbetrag angesetzt wird.
Die Rückstellung für Spätschäden wird auf der Grundlage mehrjähriger Beobachtungen der Nachmeldungen hinsichtlich Stückzahl und Durchschnittsschaden berechnet. Das Verfahren für die Berechnung der Schadenregulierungskosten ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gegenüber festgelegt.
Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen zu bereits abgewickelten Versicherungsfällen werden als Abzugsposten innerhalb der Schadenrückstellung berücksichtigt.
Der Anteil der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen wird entsprechend den vertraglichen Bestimmungen angesetzt.
Die Renten-Deckungsrückstellung wird im Wesentlichen unter Berücksichtigung der Sterblichkeit gemäß der Sterbetafel DAV 2006 HUR, dem zum Anerkennungszeitpunkt maßgeblichen Höchstrechnungszins und einer Verwaltungskostenrückstellung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen einzelvertraglich berechnet. Bei der Berechnung wird der Referenzzins gemäß § 5 DeckRV berücksichtigt.
Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Die Berechnung der Schwankungsrückstellungen erfolgt gemäß § 341h HGB i. V. m. § 29 RechVersV sowie der Anlage dazu.
Für berechtigte Rentenfälle wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen eine Rückstellung für eine Rentenerhöhung zum 1. August 2024 gebildet.
Die Stornorückstellung wegen Fortfalls oder Verminderung des technischen Risikos wird in Höhe der mutmaßlich zurückzugewährenden Beiträge gebildet.
Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen in den Kumulschadenexzedentenverträgen mit Deckung für Naturkatastrophenereignisse wurde eine Rückstellung für noch zu zahlende Wiederauffüllungsprämien gebildet.
Die Steuerrückstellungen werden nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die übrigen Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Passivierung der Verbindlichkeiten wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen.
Vorausgezahlte Zinsen werden zeitanteilig ermittelt, Disagiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst.
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird.
Das Unternehmen ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer.
| Aktivposten |
BILANZWERTE VORJAHR
TEUR |
ZUGÄNGE
TEUR |
UMBUCHUNGEN
TEUR |
ABGÄNGE
TEUR |
ZUSCHREIBUNGEN
TEUR |
| B. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.234 | 192 | 1 | 0 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Summe B. | 1.234 | 192 | 1 | 0 | 0 |
| C I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| C II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Summe C II. | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| C III. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 29.615 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 36.392 | 7.031 | 0 | 226 | 0 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 39.585 | 2.639 | 0 | 4.000 | 0 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 11.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| d) übrige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 3.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. Summe C III. | 119.592 | 9.670 | 0 | 4.226 | 0 |
| insgesamt | 9.862 | 1 | 4.226 | 0 |
| Aktivposten |
ABSCHREIBUNGEN
TEUR |
BILANZWERTE GESCHÄFTSJAHR
TEUR |
| B. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 229 | 1.198 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 |
| 5. Summe B. | 229 | 1.198 |
| C I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 0 |
| C II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 |
| 5. Summe C II. | 0 | 0 |
| C III. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 9 | 29.607 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 43.197 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 0 | 38.224 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 0 | 11.000 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 0 | 0 |
| d) übrige Ausleihungen | 0 | 0 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 3.000 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 0 |
| 7. Summe C III. | 9 | 125.028 |
| insgesamt | 237 | 126.226 |
Aktivseite
| Angabe zu Zeitwerten nach §§ 54 bis 56 RechVersV |
ZEITWERTE GESCHÄFTSJAHR
EUR |
ZEITWERTE VORJAHR
EUR |
| C. Kapitalanlagen | ||
| C. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 |
| C. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 |
| 5. Summe C. II. | 0,00 | 0,00 |
| C. III. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 29.421.139,70 | 28.473.714,52 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 40.540.997,90 | 31.433.570,98 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 37.913.172,31 | 38.146.506,78 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 11.511.106,31 | 11.304.248,45 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 0,00 | 0,00 |
| d) übrige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 3.000.000,00 | 3.000.000,00 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0,00 | 0,00 |
| 7. Summe C. III. | 122.386.416,22 | 112.358.040,73 |
| insgesamt | 122.386.416,22 |
Für börsennotierte Kapitalanlagen werden grundsätzlich die Kurswerte zum letzten Börsentag vor dem Abschlussstichtag zugrunde gelegt. Investmentanteile werden mit den von den Fondsgesellschaften mitgeteilten Rücknahmekursen angesetzt.
Für börsennotierte Inhaberpapiere, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt.
Sowohl für die zum Nennwert bilanzierten Namensschuldverschreibungen als auch für die zu Anschaffungskosten bilanzierten Schuldscheinforderungen und Darlehen und die nicht notierten Zero-Namensschuldverschreibungen werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt.
Die unsaldierten stillen Lasten betragen im Bilanzposten C.III.4.a) 1.282.024 EUR bei einem Buchwert von 15.500.000 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 14.217.976 EUR und im Bilanzposten C.III.4.b) 113.200 EUR bei einem Buchwert von 2.500.000 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 2.386.800 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Papier wird ein Forderungsausfall erwartet. Somit ist die Wertminderung als nicht dauerhaft zu betrachten.
Die Zeitwerte der zum Nennwert bilanzierten Einlagen bei Kreditinstituten entsprechen jeweils den fortgeführten Anschaffungskosten.
|
BUCHWERT 31. DEZEMBER 2023
EUR |
MARKTWERT 31. DEZEMBER 2023
EUR |
NETTO BEWERTUNGS-RESERVE
EUR |
AUSSCHÜTTUNG
* 2023
EUR |
|
| C. III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Angaben zu den Investmentanteilen nach § 285 Nr. 26 HGB) | ||||
| Art des Fonds / Anlageziel | ||||
| gemischte Fonds | ||||
| HANSAspezial 32 | 19.116.411,83 | 19.049.734,90 | -66.676,93 | 417.819,51 |
| HANSAmezzanine | 958.084,92 | 842.558,56 | -115.526,36 | 36.424,40 |
| Immobilienfonds | ||||
| HANSAreal 2 | 6.032.184,04 | 6.533.523,36 | 501.339,32 | 237.093,26 |
| 26.106.680,79 | 26.425.816,82 | 319.136,03 | 691.337,17 |
Die Aufstellung enthält abweichend von der Vorgabe des § 285 Nr. 26 HGB auch Fonds mit einer Anteilsquote unter 10 %. Es handelt sich hierbei um die Fonds HANSAreal 2 mit 0,2 % und HANSAmezzanine mit 0,1 %. Die oben aufgeführten Fonds können börsentäglich zurückgegeben werden. Einzahlungsverpflichtungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Die Fonds mit einem Buchwert von 29.606.681 EUR sind gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle. Die Summe dieser Einzelwerte hat bei einem Wertpapierspezialfonds einen niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag ergeben. Daher wurde bei dem Fonds HANSAmezzanine eine Abschreibung in Höhe von 8.591 EUR, vorgenommen. Die verbleibenden stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 686.880 EUR bei einem Buchwert von 23.574.497 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 22.887.616 EUR. Diese stille Last wird als nicht dauerhaft betrachtet.
Die nach Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wie Anlagevermögen bewerteten Spezialfonds sind primär auf die Erwirtschaftung von laufenden Erträgen ausgerichtet und tragen zur Erreichung des passivseitigen Zinserfordernisses bei.
Weiterhin sind Inhaberschuldverschreibungen, die dem Unternehmen dauerhaft dienen sollen, gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Es handelt sich hierbei um Papiere mit einem Buchwert von 43.196.882 EUR. Die stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 3.113.207 EUR und betreffen einen Teilbestand mit einem Buchwert von 32.131.825 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 29.018.618 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Papier wird ein Forderungsausfall erwartet. Die Wertminderung wird somit als nicht dauerhaft angesehen.
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 2.600.000,00 | 2.600.000,00 |
| Das gezeichnete Kapital besteht aus 100.000 Stück | ||
| Namensaktien mit einem Nennbetrag von je 26,00 EUR | ||
| davon ab: nicht eingeforderte ausstehende Einlagen | 255.645,94 | 255.645,94 |
| Eingefordertes Kapital | 2.344.354,06 | 2.344.354,06 |
| II. Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | ||
| Stand am 1. Januar | 1.986.969,09 | 1.986.969,09 |
| Entnahme im Geschäftsjahr | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember | 1.986.969,09 | 1.986.969,09 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. gesetzliche Rücklage | ||
| Stand am 1. Januar | 260.000,00 | 260.000,00 |
| Einstellung aus dem Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember | 260.000,00 | 260.000,00 |
| 4. andere Gewinnrücklagen | ||
| Stand am 1. Januar | 28.294.380,94 | 26.316.905,29 |
| Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres | 1.155.619,06 | 583.094,71 |
| Einstellung aus dem Jahresüberschuss | 1.497.443,55 | 1.394.380,94 |
| Stand am 31. Dezember | 30.947.443,55 | 28.294.380,94 |
| IV. Bilanzgewinn | ||
| Jahresüberschuss | 2.994.887,10 | 2.788.761,88 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.116,55 | 1.790,08 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 1.497.443,55 | 1.394.380,94 |
| 1.503.560,10 |
| VERSICHERUNGSTECHNISCHE Brutto-RückstellungEN INSGESAMT | BRUTTORÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE | |||
|
2023
EUR |
2022
EUR |
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| Unfallversicherung | 91.919.034,85 | 91.466.836,54 | 87.712.428,00 | 89.267.464,00 |
| Haftpflichtversicherung | 10.983.292,73 | 11.850.525,83 | 8.070.450,00 | 8.834.592,00 |
| Sachversicherung | 23.672.986,44 | 24.197.291,59 | 9.963.086,00 | 10.646.956,00 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 5.855.764,61 | 6.617.654,61 | 1.764.564,00 | 2.456.973,00 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 16.875.947,21 | 16.675.662,73 | 7.994.559,00 | 8.061.321,00 |
| sonstige Sachversicherung | 941.274,62 | 903.974,25 | 203.963,00 | 128.662,00 |
| Sonstige Versicherungen | 10.103,74 | 6.554,09 | 6.868,00 | 3.387,00 |
| 126.585.417,76 | 127.521.208,05 | 105.752.832,00 | 108.752.399,00 | |
| SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNG UND ÄHNLICHE RÜCKSTELLUNGEN | ||
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| Unfallversicherung | 1.955.014,00 | |
| Haftpflichtversicherung | 1.250.078,00 | 1.334.049,00 |
| Sachversicherung | 5.984.267,00 | 6.317.906,00 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 1.529.910,00 | 1.589.098,00 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 4.204.038,00 | 4.415.909,00 |
| sonstige Sachversicherung | 250.319,00 | 312.899,00 |
| Sonstige Versicherungen | 0,00 | 0,00 |
| 9.189.359,00 | 7.651.955,00 | |
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| G. Andere Rückstellungen | ||
| III. Sonstige Rückstellungen | ||
| Jahresabschlusskosten | 127.800,00 | 149.400,00 |
| restliche | 65.529,32 | 100.607,48 |
| 193.329,32 | ||
| I. Andere Verbindlichkeiten | ||
| V. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe | 1.398.065,46 | 391.027,63 |
| gegenüber Steuerbehörden | 1.044.133,96 | 1.017.326,50 |
| restliche | 169.157,35 | 170.224,07 |
| 2.611.356,77 | ||
| Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr | ||
| als fünf Jahren betragen 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). | ||
| Die Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche | ||
| Rechte gesichert sind, betragen 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). | ||
| K. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| Disagio auf Namensschuldverschreibungen | 27.871,14 |
| GEBUCHTE BRUTTOBEITRÄGE | VERDIENTE BRUTTOBEITRÄGE | VERDIENTE NETTOBEITRÄGE | ||||
|
2023
EUR |
2022
EUR |
2023
EUR |
2022
EUR |
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| Unfallversicherung | 35.629.994,47 | 35.367.524,06 | 35.672.354,60 | 35.382.505,69 | 23.136.257,60 | |
| Haftpflichtversicherung | 5.935.610,15 | 6.002.645,64 | 5.945.883,25 | 6.018.467,26 | 4.026.016,39 | 4.084.657,82 |
| Sachversicherung | 24.237.838,77 | 22.535.650,44 | 23.713.512,92 | 22.294.133,18 | 14.995.258,71 | 14.472.061,76 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 8.729.306,88 | 8.511.619,57 | 8.727.680,88 | 8.501.789,30 | 5.561.287,09 | 5.559.549,17 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 13.824.848,21 | 12.418.860,84 | 13.329.107,73 | 12.189.053,56 | 8.326.475,52 | 7.806.096,38 |
| sonstige Sachversicherung | 1.683.683,68 | 1.605.170,03 | 1.656.724,31 | 1.603.290,32 | 1.107.496,10 | 1.106.416,21 |
| Sonstige Versicherungen | 12.788,58 | 12.689,63 | 12.737,93 | 12.553,04 | 12.737,93 | 12.553,04 |
| gesamtes Versicherungsgeschäft | 65.816.231,97 | 65.344.488,70 | 63.707.659,17 | 42.170.270,63 | 41.560.317,31 | |
| BRUTTOAUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE | BRUTTOAUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEB | RÜCKVERSICHERUNGSSALDO | ||||
|
2023
EUR |
2022
EUR |
2023
EUR |
2022
EUR |
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| Unfallversicherung | 13.262.214,73 | 13.531.662,70 | 10.097.433,17 | 9.569.014,51 | -4.869.745,00 | -3.680.211,03 |
| Haftpflichtversicherung | 1.567.515,80 | 3.268.216,27 | 1.926.530,35 | 2.005.658,26 | -1.070.643,86 | -358.586,95 |
| Sachversicherung | 15.687.779,55 | 16.960.327,14 | 6.975.707,21 | 6.626.361,51 | -1.290.367,38 | 53.792,97 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 3.993.319,68 | 4.827.753,96 | 2.706.632,34 | 2.571.166,14 | -1.207.867,44 | -891.913,07 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 11.039.822,09 | 11.637.794,46 | 3.659.749,47 | 3.427.431,93 | 179.023,96 | 1.203.241,96 |
| sonstige Sachversicherung | 654.637,78 | 494.778,72 | 609.325,40 | 627.763,44 | -261.523,90 | -257.535,92 |
| Sonstige Versicherungen | 21.472,89 | 21.182,40 | 142.768,98 | 120.965,77 | 0,00 | 0,00 |
| gesamtes Versicherungsgeschäft | 30.538.982,97 | 19.142.439,71 | 18.322.000,05 | -7.230.756,24 | -3.985.005,01 | |
| davon: Abschlussaufwendungen | 9.580.430,76 | |||||
| Verwaltungsaufwendungen | 9.562.008,95 | 8.808.820,03 | ||||
"- = zugunsten der Rückversicherer"
Die Höhe der Zinszuführung für die Renten-Deckungsrückstellung in der Allgemeinen Unfallversicherung wurde mit 0,25 %, 0,90 %, 1,25 %, 1,57 % bzw. 2,84 % aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der jeweiligen Renten-Deckungsrückstellung ermittelt.
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Geschäfts für eigene Rechnung ergibt sich ein Abwicklungsgewinn in branchenüblichem Ausmaß.
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| Unfallversicherung | 6.352.273,37 | 9.420.488,08 |
| Haftpflichtversicherung | 1.475.018,47 | 569.043,17 |
| Sachversicherung | -179.720,64 | -1.491.833,69 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 731.202,62 | 210.461,61 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | -1.107.262,60 | -1.994.926,51 |
| sonstige Sachversicherung | 196.339,34 | 292.631,21 |
| Sonstige Versicherungen | -151.521,94 | -129.581,13 |
| 7.496.049,26 |
| 2023 | 2022 | |
| ANZAHL DER VERSICHERUNGSVERTRÄGE STÜCK | ANZAHL DER VERSICHERUNGSVERTRÄGE STÜCK | |
| Unfallversicherung | 329.608 | 329.147 |
| Haftpflichtversicherung | 82.966 | 84.295 |
| Sachversicherung | 144.609 | 148.185 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | 76.003 | 78.297 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 34.142 | 34.602 |
| sonstige Sachversicherung | 34.464 | 35.286 |
| Sonstige Versicherungen | 24.752 | 21.078 |
| gesamtes Versicherungsgeschäft | 581.935 |
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| für Vorjahre | 260.578,85 | 294.022,85 |
| für das Geschäftsjahr | 2.780.980,06 | 2.913.771,32 |
| 3.041.558,91 |
|
2023
EUR |
2022
EUR |
|
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 10.158.979,38 | 9.611.411,18 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 0,00 | 0,00 |
| 3. Löhne und Gehälter | 80.000,00 | 80.000,00 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 0,00 | 0,00 |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 0,00 | 0,00 |
| 6. Aufwendungen insgesamt | 10.238.979,38 |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr beliefen sich auf 80,0 TEUR (Vorjahr: 80,0 TEUR).
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit 23,7 TEUR (Vorjahr: 20,9 TEUR).
An Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt.
Auf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. enthalten sind. Die dort berücksichtigten Honorare für Abschlussprüfungsleistungen entfallen auf die Prüfung des Jahresabschlusses und der Solvabilitätsübersicht.
Unser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betriebliche Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage hierfür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge.
In der SIGNAL IDUNA Gruppe betrug in 2023 die durchschnittliche Anzahl der angestellten Innen- und Außendienstmitarbeitenden 8.173 (Vorjahr: 7.950). Außerdem waren 2.871 (Vorjahr: 2.920) selbstständige Ausschließlichkeitsagenturen tätig.
Im Berichtszeitraum wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| 1. Ausschüttung einer Bardividende von 10,0 % bezogen auf das eingezahlte gezeichnete Kapital | 234.435,41 |
| 2. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 1.267.556,45 |
| 3. Gewinnvortrag | 1.568,24 |
| 1.503.560,10 |
Über weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nichts zu berichten.
Jochen Kopelke
Polizeioberrat, Bundesvorsitzender, Gewerkschaft der Polizei Vorsitzender seit 28. Juni 2023
Oliver Malchow
Leitender Polizeidirektor Vorsitzender bis 28. Juni 2023
Reinhold Schulte
Vorstandsvorsitzender i. R., SIGNAL IDUNA Gruppe stellv. Vorsitzender
Joachim Kranz
Geschäftsführer, Organisations- und Service-Gesellschaft der Gewerkschaft der Polizei mbH
Sibylle Krause
Polizeioberkommissarin seit 28. Juni 2023
Katrin Kuhl
Amtfrau Dr. Stefan Kutz Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe
Michael Mertens
Erster Polizeihauptkommissar
Clemens Murr
Erster Polizeihauptkommissar
Alexander Poitz
Kriminaloberkommissar seit 28. Juni 2023
Jörg Radek
Polizeihauptkommissar bis 28. Juni 2023
Dietmar Schilff
Polizeihauptkommissar bis 28. Juni 2023
Thomas H. Jacobi
Tribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe
Allgemeine Verwaltung; Angelegenheiten der Gremien/Revision; Recht/Compliance; Schaden seit 1. Juli 2023
Udo Kallen
Tribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe Vertrieb; Marketing; Technik/Prozesse/Betriebsorganisation
Jörg Krieger
Bereichsleiter, SIGNAL IDUNA Gruppe
Allgemeine Verwaltung; Angelegenheiten der Gremien/Revision; Recht/Compliance bis 30. Juni 2023
Dr. Andreas Reinhold Tribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe Betrieb, Vertragsverwaltung, Produktentwicklung (inklusive VMF); Rückversicherung; Kapitalanlagen (ausgenommen Kapitalanlagencontrolling) zuständig bis 30. Juni 2023:
Schaden
Alexander Weissbrodt
Bereichsleiter, SIGNAL IDUNA Gruppe Risikomanagement; Rechnungswesen/Steuern; Planung und Controlling (inklusive Kapitalanlagencontrolling)
Dr. Christian Ott
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Hauptaktionäre der PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund (Amtsgericht Dortmund, Handelsregisternummer HRB 8204), sind die SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund, mit 1.326.000,00 EUR (51,00 %) und die Organisations- und Service-Gesellschaft der Gewerkschaft der Polizei mbH mit 727.564,50 EUR (27,98 %). Das Grundkapital von 2.600.000,00 EUR ist zu 90 % eingezahlt.
Wir sind aufgrund der Beteiligungsverhältnisse ein von der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund, abhängiges Unternehmen. Gemäß § 290 HGB ist unser Unternehmen in den Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, einzubeziehen.
Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht und hinterlegt.
Zur SIGNAL IDUNA Gruppe gehören folgende Unternehmen:
SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund
SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg
SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG, Dortmund
SIGNAL IDUNA Zycie Polska Towarzystwo Ubezpieczen S.A., Warschau
SIGNAL IDUNA ASIGURARE REASIGURARE S.A., Bukarest
SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg
SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund
SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund
SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund
ADLER Versicherung AG, Dortmund
PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund
SIGNAL IDUNA ASIGURARI S.A., Bukarest
SIGNAL IDUNA Biztosító Zrt., Budapest
SIGNAL IDUNA Polska Towarzystwo Ubezpieczen S.A., Warschau
DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, Wiesbaden
SIGNAL IDUNA Rückversicherungs AG, Zug
SIGNAL IDUNA Bauspar Aktiengesellschaft, Hamburg
HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg
Donner & Reuschel Aktiengesellschaft, Hamburg
SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg
OVB Holding AG, Köln
HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg
SIGNAL IDUNA Select Invest GmbH, Hamburg
Sie stehen unter einheitlicher Leitung und bilden deshalb einen Konzern nach Aktiengesetz.
Dortmund, 25. März 2024
Der Vorstand
Thomas H. Jacobi
Udo Kallen
Dr. Andreas Reinhold
Alexander Weissbrodt
An die PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund
Wir haben den Jahresabschluss der PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Risikoangaben sind im Chancen- und Risikobericht als Teil des Lageberichts unter dem Punkt "Versicherungstechnische Risiken" enthalten.
Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt EUR 105,8 Mio. Dies sind 79,3 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens.
Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.
Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen.
Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Für noch nicht bekannte Schadenfälle werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung.
Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch ausstehenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den bereits eingetretenen, jedoch noch nicht gemeldeten Schadenfällen (unbekannte Spätschäden) besteht daneben das Risiko, das diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden.
Bei der Prüfung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen aufgenommen und wesentliche Kontrollen identifiziert. Dabei haben wir für die relevanten Kontrollen sowohl die Angemessenheit als auch die Wirksamkeit geprüft. Wir haben insbesondere geprüft, ob die Kontrollen, mit denen die zeitnahe Bearbeitung von Versicherungsfällen und somit die korrekte Bewertung sichergestellt werden soll, angemessen ausgestaltet waren und wirksam durchgeführt wurden. Für einen Teilbestand von Versicherungsfällen haben wir die Höhe einzelner Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle anhand der Aktenlage für verschiedene Versicherungszweige und -arten nachvollzogen. Wir haben die Berechnungen des Unternehmens zur Ermittlung der unbekannten Spätschäden nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die Herleitung der geschätzten Anzahl der Schäden und deren Höhe auf der Grundlage historischer und aktueller Entwicklungen gewürdigt. Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert. Anhand eines Zeitreihenvergleichs insbesondere von Schadenstückzahlen, Schadenhäufigkeiten und durchschnittlichen Schadenhöhen sowie der Geschäftsjahres- und bilanziellen Schadenquoten haben wir die Entwicklung der Schadenrückstellung analysiert. Wir haben eigene aktuarielle Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung für den Gesamtschadenaufwand brutto ermittelt, um die Angemessenheit der gebuchten Schadenrückstellungen zu überprüfen und ein enthaltenes Sicherheitsniveau zu bewerten.
Die verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen. Die zugrunde liegenden Annahmen und Parameter wurden in geeigneter Weise abgeleitet.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Unternehmens zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Unternehmens abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass das Unternehmen seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christof Hasenburg.
Berlin, den 6. Mai 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Hasenburg, Wirtschaftsprüfer
Koch, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Er hat sich insbesondere vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Risiken und die finanzielle Situation sowie über die Lage des Unternehmens schriftlich und mündlich unterrichten lassen und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend über die geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens informiert und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Neben einer mündlichen Berichterstattung des Vorstandes in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seines Prüfungsausschusses haben die Mitglieder des Aufsichtsrates vierteljährliche schriftliche Berichte erhalten.
Bei dem Unternehmen besteht ein Prüfungsausschuss. Dieser hat die erforderlichen Entscheidungen des Aufsichtsrates über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und der Compliance vorbereitet. Darüber hinaus hat er den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfung, insbesondere hinsichtlich der Auswahl und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, unterstützt. Dem Aufsichtsrat wurde über die Arbeit des Ausschusses berichtet.
Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ist von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, ebenfalls geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers hat folgenden Wortlaut:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung des Unternehmens nicht unangemessen hoch war."
Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Vertreter des Abschlussprüfers haben neben der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses auch an der Bilanzaufsichtsratssitzung am 24. Mai 2024 teilgenommen und jeweils über ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse berichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete in der Bilanzaufsichtsratssitzung über die vorbereitenden Tätigkeiten und Prüfungen des Ausschusses.
Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Jahresabschluss zu billigen.
Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss und den Lagebericht, ebenso den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Dies gilt auch für die Erklärungen des Vorstandes im Lagebericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der SIGNAL IDUNA Gruppe gilt der Dank des Aufsichtsrates für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Dortmund, 24. Mai 2024
Der Aufsichtsrat
Jochen Kopelke
Reinhold Schulte
Joachim Kranz
Sibylle Krause
Katrin Kuhl
Dr. Stefan Kutz
Michael Mertens
Clemens Murr
Alexander Poitz
Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2024 hat beschlossen, den Bilanzgewinn von 1.503.560,10 EUR wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| 1. Ausschüttung einer Bardividende von 10,0 % bezogen auf das eingezahlte gezeichnete Kapital | 234.435,41 |
| 2. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 1.267.556,45 |
| 3. Gewinnvortrag | 1.568,24 |
| 1.503.560,10 |
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