LAYERTEC Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Dr. Heyer seit 15.8.2023 | Prokura |
Alexander Ancsin seit 13.5.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Heyer seit 13.9.2017 | Prokura |
Martin Heyer seit 13.9.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 41.12% | |
| 29.44% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LAYERTEC GmbHMellingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die LAYERTEC - optische Beschichtungen GmbH (Mutterunternehmen) hat die im Ausgliederungsplan genannten Vermögensteile als Gesamtheit im Wege der Ausgliederung zur Neugründung zum 1. Januar 2017 auf die LAYERTEC GmbH (Tochterunternehmen) übertragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mellingen. Das neu entstandene Unternehmen führt die vormalige operative Tätigkeit des Mutterunternehmens fort. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist die technologische Entwicklung und Beratung von bzw. über optische Beschichtungen, Funktionsbeschichtungen und Glasbearbeitungen sowie deren Ausführungen und Vertrieb. Produktionsstandort: Mellingen Aufgrund der Fertigung von Spezial-Produkten und der damit verbundenen begrenzten nationalen sowie internationalen Konkurrenzsituation ist das Unternehmen in der Lage, grundsätzlich eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung zu gewährleisten. Das Unternehmen entwickelt und produziert kundenspezifische optische Komponenten, hauptsächlich für die Laser-Technik. Das Mutterunternehmen hat sich in seinem Tätigkeitsfeld über viele Jahre hinweg einen Ruf als innovativer, zuverlässiger und höchsten Ansprüchen an die Qualität genügender Zulieferer erarbeitet. Die Kunden des Unternehmens finden sich sowohl in der Industrie als auch im Mittelstand sowie im universitären Umfeld. Die Strategie der LAYERTEC GmbH ist darauf ausgerichtet, die aktuelle Stellung am Markt zu festigen und zukünftig weiter auszubauen. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft "Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt." Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html Entwicklung der Branche Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich in dem Industriebereich nur teilweise wider, der mit der Laser-Fertigung im Zusammenhang steht. Dies betraf neben den namhaften Herstellern von Lasergeräten weltweit auch die Zulieferbetriebe. "Im Jahr 2023 konnten die rund 1.000 deutschen Photonikhersteller ihren Umsatz erneut steigern und damit an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Ausgehend von einer Umfrage von PHOTONICS GERMANY, der Allianz zwischen dem Deutschen Industrieverband SPECTARIS und OptecNet Deutschland, ist der Gesamtumsatz im Vergleich zu 2022 nominal um 7,5 Prozent gestiegen. Das entspricht einem Wert von rund 54 Milliarden Euro. Getragen wurde das Ergebnis dabei vom Inlandsgeschäft mit einem Plus von sieben Prozent und einem Wachstum des Auslandsumsatzes um knapp acht Prozent. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Preise - die Erzeugerpreise für den Bereich optische und fotografische Geräte sind im vergangenen Jahr um etwa 6 Prozent gestiegen - relativiert sich das Ergebnis. "Die Photonik profitiert als Treiber innovativer Bereiche innerhalb ihrer Anwendungsmärkte von deren überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten. Dies sind beispielsweise KI und Halbleiter", kommentiert Maik Müller, Vorsitzender des Fachverbands Photonik bei SPECATRIS, die aktuellen Zahlen. Ein Grund für die positive Entwicklung war das erneut erfolgreiche US-Geschäft. Die deutschen Photonikexporte in das wichtigste Zielland der Branche legten 2023 um mehr als 11 Prozent zu. Die Ausfuhren nach China waren dagegen leicht rückläufig, wodurch das Land auf Platz 2 der wichtigsten Zielländer zurückgefallen ist. Die große Bedeutung des internationalen Geschäfts zeigt sich in der unverändert hohen Exportquote von 73 Prozent: 39,2 Milliarden Euro Umsatz wurden im Ausland erzielt. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung stieg die Zahl der Beschäftigten um knapp sieben Prozent auf jetzt rund 190.000 Mitarbeitende. Die stark gestiegenen Kosten, geopolitischen Spannungen und ein hoher bürokratischer Aufwand belasten die Branche. "Das Wachstum hätte noch deutlich höher ausfallen können, doch leider gab es Handelshemmnisse. Hier appellieren wir an die Politik, Bürokratie abzubauen und Ausfuhranträge schneller zu bearbeiten. Nur so können sich Zukunftsbranchen wie die Photonik auch nachhaltig aufstellen und einen wertvollen Beitrag für den Standort Deutschland leisten", sagt Müller. Auf das Jahr 2024 schauen die deutschen Hersteller verhalten optimistisch und rechnen mit einem erneuten, aber etwas schwächerem Plus in der Größenordnung von etwa fünf Prozent. Ungeachtet der zurzeit vorhandenen allgemeinen konjunkturellen Unsicherheiten ist das Wachstumspotenzial der Photonik mit ihrer überdurchschnittlich hohen FuE-Quote von fast zehn Prozent weiterhin enorm. Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens TEMATYS wird der Weltmarkt für Photonikkomponenten im Zeitraum 2022 bis 2027 um durchschnittlich 8 bis 9 Prozent und der Weltmarkt für Photonik um etwa 6 Prozent jährlich wachsen." https://www.spectaris.de/photonik/aktuelles/detail/photonik-verzeichnet-umsatzwachstum-von-mehr-als-sieben-prozent Einschätzung der Unternehmensleitung Positive Parameter: Das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete gegenüber 2022 einen leichten positiven Anstieg des Umsatzes von 45,4 Mio. Euro auf 46,2 Mio. Euro. Der in 2022 fortgesetzte Aufschwung der Geschäftslage blieb auch in 2023 auf ähnlichem Niveau stabil. LAYERTEC erwirtschaftete in 2023 mit drei Großkunden auf verschiedene Standorte verteilt ca. 29,5 Mio. Euro Umsatz. Das entspricht einem Anteil von 64% am Gesamtumsatz. Die restlichen 36% verteilen sich auf einen deutlich größeren Kundenkreis an über 600 international verteilten Niederlassungen. Die fortlaufenden Auftragseingänge (AE) spiegeln die Kundenbedarfe der kommenden 3 bis 12 Monate wieder. Bis zum Ende des 3. Quartals setzte sich die positive Entwicklung des AE bis auf über 4 Mio. Euro pro Monat fort. Ab dem 4. Quartal sank der AE auf ein Niveau von unter 3,5 Mio. Euro im Monat. Umsatzstärkste Hauptprodukte waren Laseroptiken für Dauerstrich- und Kurzpuls-Laser hoher Leistung sowie Laseroptiken für die Strahlführung, die unsere Hauptkunden im Lasermarkt für Werkzeugmaschinen zur Materialbearbeitung von Blechen und Stählen absetzen. Insbesondere für Sonderanwendungen leistungsstarker Dauerstrichlaser ergaben sich größere Bedarfe an spezielle Resonatoroptiken. Zusätzlich sind die Kundenbedarfe für Komponenten von Lasern für die Halbleiterindustrie und E-Mobility auf stabilem Niveau. Treibende Kraft ist die Nachfrage an Halbleiterprodukten und Batteriekapazitäten für die Elektromobilität. Hier werden spezielle Laser eingesetzt, deren optische Komponenten von der Laserindustrie bei LAYERTEC nachgefragt werden. Neben den klassischen Optiken entwickelt sich das Geschäft mit speziellen Bauteilen für den Halbleitermarkt in den Anwendungen DUV (193nm) und EUV deutlich positiv. Insgesamt tragen folgende Kundenprodukte und Kundenabsatzmärkte zur positiven Geschäftsentwicklung wesentlich bei: - Laser und Strahlführungssysteme für den Werkzeugmaschinenbau (Schneiden und Schweißen) - Laser für Herstellprozesse in der Halbleiterindustrie (Schneiden, Markieren, Messen) - Laser für Herstellung von Displays für Automotive und Displays für mobile Anwendungen wie Smartwatch, Handy und Tablet ("Lift-off" und "Annealing"-Prozesse) - Laser für die Herstellung von Li-Batterien für E-Mobility (Schweißen) - Laser für Herstellprozesse von Kupferverbindungen für E-Mobility und Elektronik (Schweißen/Löten) Auf Grund der im Vergleich zum Vorjahr wesentlich gestiegenden Aufwendungen in den Bereichen Personal sowie Energie können wir nur einen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.369.685,68 vorlegen. Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum zahlreiche Investitionen in den Bereichen Büroeinrichtung und sonstige Anlagengegenstände realisiert. Aufgrund der durchgeführten Investitionsmaßnahmen sowie der Erfordernisse an hochwertige Produkte wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Weiterhin bildet das Unternehmen kontinuierlich aus. Negative Parameter: Im 4. Quartal sanken die Auftragseingänge und Umsätze des größten Kunden merklich. Ein wesentlicher negativer Faktor stellt die wachsende Konkurrenz in Asien zur europäischen Laserindustrie dar. LAYERTEC erwirtschaftet ca. 42% seines Umsatzes mit seinem größten Kunden. Der geschäftliche Fokus lag bisher in der Entwicklung und Produktion von Scheibenlasern. LAYERTEC als Hauptlieferant für Laseroptik liefert dazu den größten Anteil an optischen Komponenten für den Resonator und für externe Strahlführungslösungen. Eine zum Scheibenlaser konkurrierende Lasergeräteentwicklung stellt der sogenannte Faserlaser für hohe Laserleistungen dar, dessen Einsatz mit dem des Scheibenlaser zunehmend konkurriert und insbesondere in Asien zu deutlich geringeren Kosten produziert wird. Im Kerngeschäft der Laser für den Werkzeugmaschinenbau vollzieht sich daher ein Strukturwandel weg vom Scheibenlaser hin zum Faserlaser. Dadurch sinken die Bedarfe an Resonatoroptiken. Hintergrund sind die stark anwachsende Konkurrenz in Asien und wirtschaftliche Erwägungen, kostengünstigere Laser für den internationalen Markt zu entwickeln. Langfristig wird der Absatz von Scheibenlasern durch den der Faserlaser zurückgedrängt. Schätzungen gehen von einem Rückgang der Fertigung und Absatz des Scheibenlasers bis 2025 von bis zu 50 % aus. Die Geschäftsprognosen zu Bedarfen von Linienstrahlführungsoptiken in Lasersystemen für die Fertigung hochauflösender Displays mussten deutlich nach unten korrigiert werden. Die Entwicklung des Display-Markts stagniert und die Hersteller zögern mit den notwendigen Investitionen. Der Absatzmarkt an Lasersystemen am Halbleitermarkt befindet sich in einer Stagnation und Schwächephase. Unsicherheiten mit Blick auf drohende Sanktionen gegenüber China im Handel von Hochtechnologie verzögern Investitionen. Die Nachfrage an Lasersystemen mit hohem Investitionsvolumen im Bereich der Halbleiterfertigung stagniert leicht und führt insgesamt zur einer Verringerung des Zuwachses und einer "Seitwärtsbewegung" der Geschäftsentwicklung mit unseren Großkunden für das Geschäftsjahr 2023. Die Geschäftsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Laserindustrie insgesamt wird durch gestiegene Beschaffungs- und Personalkosten noch stärker unmittelbar und langfristig beeinträchtigt und hat daher auch Einfluss auf unseren bestehenden Absatzmarkt. Bei unseren Hauptkunden führte die sinkende Nachfrage an Lasertechnik (insbesondere für Scheibenlaser) zur Reduzierung der Bedarfe und damit der Auftragseingänge bei LAYERTEC. Somit entwickelte sich die Geschäftslage im 4.Quartal 2023 pessimistischer. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der LAYERTEC GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 unter den gegebenen Umständen zufriedenstellend entwickelt. 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf Euro 46.218.607,54. Der Inlandsanteil vom Gesamtumsatz betrug 77,43%. Der Auslandsanteil lag bei 22,57%. Die Auftragslage war im Berichtsjahr insgesamt positiv.
Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr, wenn auch nicht wie in Vorjahren, gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Kennziffer wesentlich verschlechtert. Das Ziel des Unternehmens bleibt es weiterhin, die Ergebnisse konstant auf das Niveau vor dem Jahr 2019 zu entwickeln. Hier wurden Umsatzrenditen > 10% erreicht. Die Gesellschaft hat ein positives Jahresergebnis vor Steuern von Euro 1.913.221,63 erzielt. Die Gesamtleistung verminderte sich von Euro 46.678.119,42 um -1,38% auf Euro 46.031.764,17. Hintergrund sind signifikante Mehrausgaben in den Bereichen Personalkosten sowie Energiekosten, die entscheidenen Einfluss auf das Jahresergebnis hatten. Dieser Anstieg bei den Personalkosten resultiert insbesondere aus durch Investitionsmaßnahmen des abgelaufenen Geschäftsjahres neu geschaffenen Arbeitsplätze sowie die Anpassung der Gehaltsstrukturen im Unternehmen. 2. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben. Cashflow
Als ein Maßstab für die Ertrags- und Selbstfinanzierungskraft eines Unternehmens sollte dieser Wert bezogen auf den Umsatz bei über 8% liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte im Unternehmen ein Wert von 4,89% erzielt werden. Dieser zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr (12,24%) wesentlich verschlechtert. Die Liquiditätslage des Unternehmens kann im Berichtsjahr als gesichert eingeschätzt werden. Nach dem heutigen Kenntnisstand rechnet die Gesellschaft damit, auch künftig alle entstehenden finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.
Solide Unternehmen sollten eine Eigenkapitalquote von über 30% aufweisen. Das Unternehmen liegt weit über dem geforderten Grenzwert. Im Hinblick auf das Vorjahr zeigt sich die Kennziffer sogar leicht verbessert. Die Investitionen im Berichtsjahr wurden ohne die Aufnahme von Fremdmittel finanziert. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme von LAYERTEC GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf Euro 23.758.836,40. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (Euro 27.127.340,97) um Euro 3.368.504,57 (12,42%) verringert. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 6,30 % gekennzeichnet. Die Investitionsmaßnahmen konnten mit eigenen Mitteln durchgeführt werden und stärken die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 78,81 % gekennzeichnet. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt: Wir rechnen mit einem im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr stabilen, gleichbleibenden Ergebnis. Die erwarteten Umsatz- und Ergebnissteigerungen beruhen im Wesentlichen auf den Vorjahreszahlen sowie den Planungen und Analysen zum weiteren Geschäftsverlauf. Unterstützt werden diese Aussagen durch die bereits abgelaufenen Monate des laufenden Geschäftsjahres. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint sehr schwierig. Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken, erschweren jede Prognose. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf den Werten des abgeschlossenen Geschäftsjahres sowie der Unternehmensplanung für das Jahr 2024. Nicht zuletzt haben sich die meisten Wirtschaftsklimaindikatoren und die Stimmung bei unseren wichtigsten Kunden eingetrübt. Der Absatzmarkt für Werkzeugmaschinen verzeichnet einen Auftragsrückgang gegenüber 2022. Eine Erholung des Marktes ist laut Prognose der Unternehmen erst in 2025 in Sicht. Auf dem Displaymarkt werden Investitionen zurückgestellt, weil die Absätze an hochauflösenden Displays sich in einer Sättigung befinden und auf Grund des hohen Investitionsumfangs und unsicherer Lage im Endkundengeschäft stagnieren. Neue, innovative Entwicklungen als Investitionstreiber sind derzeit nicht erkennbar. Die Anlagenhersteller von entsprechenden Lasersystemen erwarten erst größere Bestellungen ab 2025. Die Nachfrage an Lasersystemen mit hohem Investitionsvolumen im Bereich der Halbleiterfertigung stagniert leicht und führt insgesamt zur einer Verringerung des Zuwachses an Bedarfen. Ein Zuwachs an Bedarfen wird jedoch ab 2024 prognostiziert. Zur Kompensation und Weiterentwicklung des Geschäfts wurden in 2023 Projekte mit Kunden gestartet, die für den wachsenden Markt an Lasersystemen in Anwendungen der EUV-Halbleitertechnologie neue Produkte entwickeln. Die Nachfrage nach Halbleitern insbesondere für Chips für KI-Anwendungen und der Sensorik treibt die Bedarfsprognosen unserer Hauptkunden weiter an. Es wird erwartet, dass konkrete Bedarfszahlen und Forecasts zu Bauteilen für Einsatz in Lasern zur Nutzung in Halbleiterprozessen um bis zu 30% steigen werden. Dagegen stagnieren die Bedarfe an Großoptiken für den Einsatz an Laseroptischen Lösungen für die Displayherstellung auf Grund des hohen Investitionsumfangs und unsicherer Lage im Endkundengeschäft. Weltweit finden verstärkt Grundlagenforschung und die Entwicklung industrieller Lösungen auf dem Gebiet der Quantensysteme z.B. beim Quantencomputing statt. Für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa werden Quantentechnologien eine zentrale Rolle spielen. International wird dieses Thema sehr umworben und staatlich stark gefördert. Die Bundesregierung unter Federführung des BMBF unterstützt mit einem Rahmenprogramm wesentlich die Förderung im Bereich Quantentechnologien. Ein Schwerpunkt ist die Anwendung photonischer Lösungen für Quantensysteme, da die deutsche Industrie und Forschungslandschaft im internationalen Maßstab eine starke Position hat und gute technologische Lösungen bereitstellen kann. Ausgehend davon ist zu erwarten, dass die Bedarfe an Bauteilen für Anwendungen auf dem Gebiet der Quantensysteme überproportional zunehmen werden. Wesentlich für eine Einschätzung der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung ist die Kostenentwicklung bei Vormaterialien durch Umbrüche in den Zulieferketten, insbesondere aus chinesischer Fertigung. Die USA verfolgen einen klaren Kurs zur Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten von China, die auch eindeutig die Position der europäischen und besonders die deutsche Industrie schwächt. Negativ wirkt sich auch aus, dass die EU-Staaten keine einheitliche geopolitische Strategie gegenüber China zur zukünftigen Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel zeigen. Schon jetzt zeigen sich auch bei LAYERTEC erste Tendenzen, dass China seine Ressourcen und Rohstoffe wirtschaftlich wie geopolitisch gegen wirtschaftliche Interessen der deutschen Industrie ausrichtet. Wichtige Materialien mit hohen technologischen Anforderungen können nicht oder nur sehr schwer aus chinesischen Quellen bezogen werden und müssen aus anderen Staaten zu anderen Konditionen bezogen werden. Das wird eine negative Wirkung auf die Verfügbarkeit und die Kosten bei der Herstellung technologisch hochwertiger Produkte haben. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Neuausrichtung bei der Beschaffung von Rohstoffen führt ebenfalls zu starken Verwerfungen in den globalen Lieferketten und Absatzmärkten. Der politische Schulterschluss zwischen China und Russland werden die Absatzmärkte der deutschen Industrie in Asien und insbesondere in China zumindest erschweren, weil es im strategischen Interesse von China ist, die Wirtschaftskraft westlicher konkurrierender Industriestaaten zu schwächen. Insgesamt rutscht die Photonik-Branche mit der deutschen Wirtschaft in eine leichte Rezession. Gestiegene Finanzierungskosten belasten die Unternehmen. Gleichzeitig erholt sich die Industriekonjunktur vom Abbau von Lieferengpässen und sinkenden Energiepreisen, allerdings auf deutlich höherem Niveau. Quelle: Veröffentlichung Statistisches Bundesamt www.destatis.de 2023 Der zunehmende, wirtschaftspolitisch gestützte Verdrängungswettbewerb in China als wichtiger Absatzmarkt für die deutsche Industrie belastet auch die Bedarfslage an Bauteilen der Laserindustrie. Die weitere Geschäftsentwicklung an Lasertechnik "Made in Germany" hat Potential im Bereich wichtiger Technologien für die Halbleiterfertigung und wird sich erst ab 2024 spürbar positiv zeigen. Eine detaillierte Einschätzung der wirtschaftlichen Folgen ist auf Grund der schnellen Veränderungen der weltpolitischen Lage nicht möglich. D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation in den verschiedenen Betriebsbereichen sichergestellt werden. Zu einem internen Überwachungssystem gehören: - die Anwendung einheitlicher Richtlinien - der Einsatz zuverlässiger Software - die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals - Arbeitsanweisungen - Regelungen zur Vertretungsvollmacht - Maßnahmen zur Funktionstrennung Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Im Produktionsbereich wird die Wahrscheinlichkeit eines nicht optimalen Betriebes der Fertigungsanlagen durch teilweise redundante Strukturen reduziert. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch regelmäßige Datensicherungen und vergleichbare Ressourcen bei Personalstrukturen in der EDV begrenzt. Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen Wechselkursrisiken ausgesetzt. weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Zukunft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. LAYERTEC ist ein Industrieunternehmen der Photonikbranche und erwirtschaftet ca. 70% seines Umsatzes mit deutschen Industriekunden und Forschungspartnern. Insbesondere Produkte für Laseranwendungen bei Fertigungstechnologien in den Branchen: - Werkzeugmaschinenbau - Display- und Halbleiterfertigung - Consumer-Elektronik-Fertigung - Elektromobilität und Energiespeicherlösungen - Medizintechnik bestimmen wesentlich den Gesamtumsatz. Weiterhin gewinnt der Einsatz des Lasers als universelles Bearbeitungswerkzeug eine immer größere Bedeutung und Anwendung in der automatisierten und autonomen Industrieproduktion (Smart-Factory). Daher ergeben sich steigende signifikante Abhängigkeiten zur weltwirtschaftlichen Lage und zum weltweiten Konsumverhalten. LAYERTEC liefert Komponenten für die Lasertechnik sowohl für die Fertigung von Laserstrahlquellen als auch für deren Strahlführung bis zum Werkstück bzw. Messobjekt. Maßstab für die geschäftliche Entwicklung der Lasertechnik ist der Bedarf an Systemen und Komponenten im Werkzeugmaschinenbau für die Bearbeitung von Stahl-Blechen und verschiedenen NE-Materialien in der Automotive-Industrie sowie für den Einsatz in der Halbleiterindustrie. Der Weltmarkt für Laserquellen und Lasersysteme entwickelte sich 2023 positiv, nachdem vor und während der Pandemiezeit bis 2020 der Markt stagnierte. Insgesamt konnten die mehr als 1000 deutschen Unternehmen der Photonikbranche in 2023 den Umsatz auf rund 54 Mrd. EURO steigern. Getragen wurde das Umsatzplus durch ein Wachstum von 7% im Inlandsgeschäft sowie um 8% im Auslandgeschäft. Dabei hat das internationale Geschäft mit einer Exportquote von 73% eine hohe Bedeutung. Im europäischen Maßstab trägt die deutsche Photonikbranche wesentlich zur europäischen Produktion von Photonik-Produkten bei. Quelle: Verband Spectaris www.spectaris.de 2023 Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist jedoch geprägt durch die allgemeine Unsicherheit, wie sich geopolitische Themen, z.B. politische Rahmenbedingungen für die Wirtschaftsbeziehungen mit China, als auch die europäische und deutsche Wirtschaft entwickeln. In den Vordergrund der Diskussionen treten auch die zunehmend negativen Rahmenbedingungen in Deutschland, die die Stimmung auch in der Photonikbranche trüben. Der öffentliche Diskurs wird getragen von Zweifeln, ob die Bundesregierung den Wirtschaftsstandort Deutschland mit der notwendigen Kompetenz fördert und auf bestimmte geopolitische Herausforderungen im Spannungsfeld des Ukrainekrieges und den wirtschaftspolitischen Spannungen zwischen den USA und China im Interesse der deutschen Wirtschaft reagiert. Im Mittelpunkt stehen die Energiepreise und andere Rahmenbedingungen gemessen am internationalen Wettbewerb, die die reale Gefahr einer Deindustriealisierung des Standortes Deutschland heraufbeschwören. Quelle: FAZ-Artikel: Deutscher Maschinenbauer - "Die Trumpf-Chefin ist sauer auf Habecks Ministerium" www.faz.net 27.10.2023 Das negative Umfeld hat Auswirkungen auf die Stimmung und das Geschäftsklima in Deutschland mit Auswirkungen auf die Photonikbranche. Laut ifo hat sich das Geschäftsklima Deutschland im 2.HJ 2023 weiter verschlechtert. Der Index ist Dezember 2023 auf 86,4 gefallen. Quelle: ifo Geschäftsklimaindex www.ifo.de 2023 Die Unternehmen waren weniger zufrieden und blicken skeptisch in das 1.HJ 2024. Die anhaltend schwache Konjunktur der Industrie und das geringe Wachstum des BIP basieren im Wesentlichen auf 3 Faktoren: - Verteuerung vieler Vorprodukte und Dienstleistungen in Folge teilweise extrem gestiegener Energiepreise sowie allgemein massiv steigende Einkaufspreise - Weiterhin bestehende Lieferengpässe bei bestimmten Vorprodukten und Rohstoffen als Folge der Pandemie, bestimmten geopolitischen Entwicklungen und zunehmend negativen Rahmenbedingungen wie z.B. durch das Lieferkettengesetz - Zunehmend spürbarer Fachkräftemangel als Folge demographischer Entwicklungen, jahrelanger Defizite in der Bildungspolitik und geringer Attraktivität des Standortes Deutschland für internationale Fachkräftegewinnung Die in 2022 anhaltend hohen Energiepreise und steigende Inflation haben sich in 2023 abgeschwächt, bleiben aber auf einem hohen Niveau. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind zuletzt wieder deutlich gesunken und lagen Ende 2023 bei -5%, während die Inflationsrate weiterhin über 3% lag. Insbesondere Wirtschaftszweige mit energieintensiver Produktion werden durch die hohe Energiepreise stark belastet. Diese betrifft auch die Produktion von für LAYERTEC relevanten Vorproduktion bei Glas und Kristallen. Produktrisiken Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße von der Fähigkeit ab, innovative Produkte zu entwickeln und auf höchstem Niveau zu produzieren. Nach Einschätzung des Unternehmens bestehen in diesem Zusammenhang folgende Risiken: - Verschlechterung der Qualität des Materials - erhöhte Ausschussquoten infolge Terminzielvorgaben von Kunden - Flexibilitätsvorgaben seitens der Kunden Personalrisiken Die LAYERTEC GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Der aktuelle Fachkräftemangel stellt für das Unternehmen eine große Anforderungen im Hinblick auf die Fachkräftegewinn und Nachwuchssicherung dar. Vor allem im Produktionsbereich besteht großer Bedarf an qualifizierten Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Bestandsgefährdende Risiken Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar. E. Forschung und Entwicklung Die LAYERTEC GmbH führt kontinuierlich eigene Forschungs- bzw. Entwicklungsprojekte durch und beteiligt sich regelmäßig an übergeordneten Forschungsprojekten. Strategische Ausrichtung Im Rahmen der Geschäftsstrategie werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten so ausgerichtet, dass sie die Position der Firma LAYERTEC als ein führender und innovativer Hersteller von optischen Hochleistungs-Laseroptiken unterstützen und stärken. Die Schwerpunkte der Entwicklung beziehen sich dabei auf die Anwendungsfelder typischer LAYERTEC -Produkte: - Hochleistungslaser für Materialbearbeitung - Optische Messsysteme für die Halbleiterfertigung - Optische Hochpräzisionszeitmessung in Satelliten-Navigationssystemen - Optisches Quantencomputing - Neuartige Ultrakurzpulslaser für die Grundlagenforschung Entwicklungsschwerpunkte LAYERTEC führt seine Entwicklungstätigkeiten sehr fertigungsnah durch. Die Koordination der Entwicklung erfolgt im Wesentlichen durch den Bereich Produktentwicklung in enger Abstimmung mit den operativen Bereichen. Derzeit arbeiten 20 Mitarbeiter direkt an unterschiedlichen Entwicklungsthemen. Zu wesentlichen Erfolgen, die in 2023 abgeschlossen werden konnten, zählen: - Herstellung von Optiken (Prototypen) mit bisher als unerreicht geltend starken Dispersionseigenschaften für Ultrakurzpulslaser bzw. Ultrakurzpuls-Anwendungen. Der messtechnische Nachweis wurde erbracht. Damit eröffnen sich neue Anwendungsfelder für genannte LAYERTEC Optiken. - Erfolgreiche Anwendung einer neuen Methode zur Verbesserung der Formgenauigkeit von optischen Leichtgewichts-Komponenten. Dies ermöglich die Verbesserung und Weiterentwicklung von Optiken für Anwendungsfeldern, wo eine sehr schnelle und gleichzeitig präzise Laserstrahlablenkung erforderlich ist. LAYERTEC beteiligt sich an einer Reihe von geförderten Forschungsvorhaben der EU, des Bundes und der Länder, die in Bezug auf die Entwicklung neuester Produkte von strategischer Bedeutung sind. Die erhaltenen Fördermittel im Geschäftsjahr 2022 betrugen Euro 430.463,00 mit einer mittleren Förderquote von ca. 50%. Im Geschäftsjahr wurden geschätzt Euro 5.250.000,00 für Forschungs- und Entwicklungszwecke aufgewendet. Umsatz 45.313.090,12 F. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Engagierte, motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen entscheidend zum Geschäftserfolg der LAYERTEC GmbH bei. Zunehmende Komplexität und ein schnelllebiges Wettbewerbsumfeld führen zu einem steigenden Bedarf an Fach- und Führungskräften. Deshalb ist es für LAYERTEC von zentraler Bedeutung, seine Position im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter weiter zu stärken. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität setzt das Unternehmen auf eine respektvolle und kooperative Unternehmenskultur, Gesundheitsförderung, individuelle Entwicklungs-und Weiterbildungsmöglichkeiten, ein attraktives Benefit-Angebot sowie vielfältige Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zum 31.12.2023 beschäftige die Gesellschaft 397 Mitarbeiter, davon 16 Auszubildende (Vorjahr: 377 Mitarbeiter). Als zukunftsorientiertes Unternehmen bietet LAYERTEC jedes Jahr Ausbildungsplätze in unterschiedlichen Unternehmensbereichen an. Mit 16 Auszubildenden in 2023 beträgt die Ausbildungsquote 4,0%. Neben umfangreichen Recruitingmaßnahmen legt das Unternehmen großes Augenmerk auf zielgerichtete Handlungen zur Mitarbeiterbindung. So beträgt die Fluktuationsrate in 2023 5,0% bei einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 7 Jahren. Die niedrige Betriebszugehörigkeit ist dabei auf das starke Wachstum des Unternehmens in den vergangenen Jahren zurückzuführen. LAYERTEC hat in 2022 ein Energieaudit gem. DIN EN 16247-1 durchgeführt und am 30.09.2022 erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen legt Wert auf eine hocheffiziente Wärmeversorgung und Gebäudedämmung sowie hocheffiziente Anlagentechnik. LAYERTEC verwendet seit Oktober 2023 erneuerbare Energien zur Deckung des Wärmebedarfs. Am Hauptstandort Ernst-Abbe-Weg 1 und am Nebenstandort Enge Gasse 160a erfolgt seit Oktober 2023 die Versorgung mit Wärmeenergie über die Energietrasse. LAYERTEC hat damit einen wichtigen Meilenstein in Richtung Versorgungs- und Kostensicherheit sowie ökologischer Tragfähigkeit umgesetzt. LAYERTEC bietet und bezuschusst JobRäder und ÖPNV-Tickets für seine Mitarbeiter und hat erfolgreich am Nachhaltigkeitsabkommen sowie am Audit Beruf und Familie teilgenommen. Nachhaltigkeitskriterien sind fest im Entscheidungsprozess integriert. So erfolgt eine Mittel- und langfristige Vermögensdisposition in ESG zertifizierte Anlagen und es gibt hohe Standards in den Bereichen Betriebs- und Arbeitssicherheit sowie Informationssicherheit und Datenschutz. Unterschrift der Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Die LAYERTEC - optische Beschichtungen GmbH hat die im Ausgliederungsplan (Urkunde des amtierenden Notars vom 17.08.2017, UR.Nr. H 1161/2017) genannten Vermögensteile als Gesamtheit im Wege der Ausgliederung zur Neugründung zum 1. Januar 2017 auf die LAYERTEC GmbH mit Sitz in Mellingen als übernehmende Gesellschaft übertragen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten zum gleitenden Durchschnittspreis oder zum niedrigeren Marktwert bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet. Reichweitenabschläge wurden in ausreichendem Maße vorgenommen. Forderungen wurden mit dem Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände und der flüssigen Mittel erfolgte zu Nennwerten. Sofern die Werte am Bilanzstichtag dauernd niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 1.657.400,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres sowie des Vorjahres. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter werden als Zugang der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres im Anlagenspiegel ausgewiesen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: Euro 123.893,95. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst werden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: - noch nicht vereinnahmte Zuschüsse aus Projekten 99.523,23 Euro - Forderungen aus Nebenkostenabrechnungen 106.773,59 Euro - Forderungen aus Steuererstattungen 947.420,28 Euro Rechnungsabgrenzungsposten Unter aktiver Rechnungsabgrenzung sind u. a. Zahlungen für Kfz-Steuer, Lizenz- und Wartungsverträge sowie für Betriebsversicherungen für das Folgejahr ausgewiesen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 78.792,66 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde nach der projected unit credit method (PUC-Methode) i. S. d. IAS 19 ermittelt. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen: Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, mit einem Rechnungszinsfuß von 1,82% bzw. 1,74% p. a.. Der Rechnungszinsfuß stellt den Abzinsungszinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbszinsV) für Dezember 2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren dar, basierend auf einem Jahresdurchschnitt von 10 bzw. 7 Jahren. Als rechnungsmäßige Altersgrenze wurde jeweils das vertraglich zugesagte Pensionsalter angesetzt. In der Versorgungszusage wurde ein fester Rententrend von 3,00 % vereinbart. Ein Gehaltstrend wurde aufgrund der Festbetragszusage nicht berücksichtigt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Gegebenenfalls zugesagte Waisenleistungen wurden nicht bewertet. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 16.873,00 Euro. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: - Wertpapiere: Kurswert zum Bilanzstichtag, sofern ermittelbar Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Angaben und Erläuterungen zu den Steuerrückstellungen
Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
* 1 - beinhalten Werte aufgrund umsatzsteuerlicher Organschaft Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Für die Verpflichtungen aus Bürgschaften gegenüber Dritten, die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen worden sind, besteht keine Passivierungspflicht. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nach unserem derzeitigen Kenntnisstand nicht zu rechnen. Als Gründe hierfür sind zu nennen: In Anbetracht der positiven Ertrags- und Liquiditätslage des begünstigten Unternehmens wird das Risiko der Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag als gering eingestuft. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 8.591.274,00 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2024. - davon: Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: 8.100.996,00 Euro Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Verpflichtungen aus Mietverträgen Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Geographisch bestimmter Markt
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Erster Geschäftsführer: Hartmut Heyer ausgeübter Beruf: Dipl.-Physiker (CEO) Weiterer Geschäftsführer: Alexander Ancsin ausgeübter Beruf: Dipl.-Physiker (CEO/COO) Von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Gesellschafter LAYERTEC - optische Beschichtungen GmbH, Mellingen 100,00% Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetet Gesamthonorar beträgt 31.300,00 Euro und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzsstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Lagebericht, insbesondere auf den unter C. dargestellten Prognosebericht verwiesen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung wird vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen:
Unterschrift der Geschäftsführung sonstige Berichtsbestandteile
gez. Hartmut Heyer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die LAYERTEC GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LAYERTEC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LAYERTEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 17. Oktober 2024 Göbel
& Partner mbB
gez. René Göbel, Wirtschaftsprüfer gez. Björn Beier, Wirtschaftsprüfer |
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