FFI First Finance Invest Objects II GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alev Filya-Wegen seit 18.6.2025 | Prokura |
Thorsten Krug seit 29.7.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Stefes seit 3.1.2022 | Prokura |
Oliver Franke seit 16.4.2020 | Geschäftsführer |
Sebastian Wagener seit 4.9.2018 | Prokura |
Thomas Hermann Hucht seit 21.11.2017 | Geschäftsführer |
Ralf Wolfgang Helas seit 29.3.2010 | Prokura |
Frank Ferchau seit 13.11.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ABLE Management Services GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
plantIng GmbHGummersbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die plantIng GmbH (plantIng) ist ein renommierter Anbieter von Engineering-Dienstleistungen und Projektsteuerung im deutschen Markt. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von verfahrenstechnischen Anlagen in der Prozessindustrie spezialisiert und bietet seinen Kunden ein breites Leistungsspektrum, das alle Branchen der Industrie umfasst. Hierzu gehören Raffinerien, Petrochemie, Gas, Chemie, Pharmazie, Life-Science und Energie. plantIng hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden ein lückenloses Leistungsspektrum zu bieten. So ist das Unternehmen in der Lage, sämtliche Anlagenbau-Gewerke abzudecken, von betriebsnaher Planung bis zur Generalplanung für jede Art verfahrenstechnischer Anlagen. Dabei spielt die Größe des Projekts keine Rolle: plantIng verfügt über das Know-how und die Ressourcen, um Projekte jeder Größenordnung erfolgreich umzusetzen. Ein besonderes Merkmal von plantIng ist die branchenübergreifende Kompetenz, die es dem Unternehmen ermöglicht, Projekte in verschiedenen Industriezweigen erfolgreich umzusetzen. Dabei setzt plantIng auf eine nahtlose Integration von betriebsnaher Planung, Engineering und Generalplanung, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das Unternehmen berücksichtigt die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse seiner Kunden. Ein weiterer Fokus von plantIng liegt auf dem Projektmanagement. Das Unternehmen setzt seine Aufträge ganzheitlich, effizient und kostenbewusst im Sinne des Kunden um. Hierzu gehört auch die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards sowie die Gewährleistung einer hohen Qualität in allen Phasen des Projekts. plantIng setzt dabei auf ein integriertes Projektmanagement, Safety-Management und Quality-Management, um sicherzustellen, dass die Projekte pünktlich, innerhalb des Budgets und mit maximaler Effizienz abgeschlossen werden. Die Kunden der plantIng profitieren von individuellen Dienstleistungspaketen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Hierbei spielt die Größe des Projekts ebenso eine Rolle wie die Fachkompetenz und das Full-Service-Angebot von plantIng. Mit Standorten in Köln, Hamburg, Gelsenkirchen und Karlsruhe sowie Projektbüros an weiteren deutschen Standorten ist plantIng landesweit vertreten und bietet seinen Kunden damit eine optimale Nähe und Erreichbarkeit. 1.2 Forschung und Entwicklung plantIng unterstützt Kunden mit forschungsintensiven Produktportfolios in deren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit dem Ziel der Vermarktung eigener Produkte betreibt plantIng hingegen nicht. Daher hängt das Marktpotenzial von plantIng als Engineering-Dienstleister auch von den Forschungs- und Entwicklungsbudgets der Kundenunternehmen ab. Entsprechende Branchenkennzahlen bieten diesbezüglich Indikatoren. Im Jahr 2023 beliefen sich die Ausgaben für Innovationen allein im deutschen Maschinenbau auf etwa 17,2 Mrd. Euro, was zwar eine beträchtliche Summe darstellt, jedoch 0,1 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert liegt. Diese Ausgaben umfassen die laufenden Innovationskosten (einschließlich Personalaufwendungen und Sachkosten) sowie Dienstleistungsverträge mit Dritten. Statistiken zeigen, dass die Innovationsausgaben im deutschen Maschinenbau in den letzten Jahren stetig gestiegen sind, was das Engagement der Branche für die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte und Technologien zur Wahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt. Im Jahr 2023 verzeichneten die Ausgaben demnach keinen Anstieg, und auch für 2024 wird kein Wachstum erwartet. Diese Ausgaben sind jedoch ein Indikator für das kontinuierliche Wachstum der Investitionen in Dienstleistungen von Dritten und spiegeln somit direkt die Kernkompetenz der plantIng wider. Gemäß den aktuellen Erkenntnissen des Verbands für chemische Industrie (VCI) verzeichnete die Weltwirtschaft gegen Ende des Jahres 2023 einen signifikanten Rückgang der Dynamik. Dieser Rückgang wurde durch hohe Inflationsraten und gestiegene Finanzierungskosten verursacht, welche den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in zahlreichen Ländern dämpften. Infolgedessen befand sich die Weltwirtschaft in einer Phase des Abschwungs und konnte sich bisher nicht vollständig erholen. Die Umsatzentwicklung der Branche für das Gesamtjahr 2023 war mit knapp 12 Prozent Rückgang schwächer als prognostiziert. In diesem Kontext hat auch die Industrieproduktion an vielen Orten bereits deutlich an Fahrt verloren. Obwohl die Herausforderungen in den Lieferketten abgenommen haben, war weiterhin ein Auftragsmangel zu verzeichnen, was sich in einem spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Industriegütern niedergeschlagen hat. Als Folge davon vermeldete die globale Industrieproduktion im letzten Quartal des Jahres einen Rückgang, wobei das noch verbleibende Wachstum häufig nur von einigen wenigen Branchen getragen wurde. Die weltweite Chemieproduktion verzeichnete aufgrund hoher Kosten und rückläufiger Nachfrage eine schwache Performance, wobei China eine Ausnahme darstellte, wo ein geringfügiges Produktionswachstum erreicht wurde. Die meisten Länder wiesen hingegen deutliche Produktionsrückgänge sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr aus. Zusätzlich hatte Europa mit Produktionsproblemen aufgrund hoher Energie- und Rohstoffkosten zu kämpfen, was viele Anlagen unrentabel machte. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gemäß einer umfassenden Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die vorläufigen Zahlen dieser Meldung wiesen eine kalenderbereinigte negative Abweichung von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf. Trotz dieser jüngsten Rückgänge verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, während die Nachfrage aus dem In- und Ausland abnahm. Infolgedessen stagnierte die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 gestaltete sich in verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) insgesamt um 2,0 Prozent deutlich zurückging, war dieser Rückgang hauptsächlich auf eine niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung zurückzuführen. Auch das verarbeitende Gewerbe, das den größten Teil des produzierenden Gewerbes ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang von 0,4 Prozent. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Allerdings sanken die Produktion und Wertschöpfung in energieintensiven Branchen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, bedingt durch die steigenden Energiepreise. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und somit die Wirtschaft unterstützen, jedoch fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Information und Kommunikation mit einem preisbereinigten Zuwachs von 2,6 Prozent, während der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe einen Rückgang von 1,0 Prozent verzeichnete. Im Jahr 2023 gingen die privaten und staatlichen Konsumausgaben zurück, während die Investitionen in Ausrüstungen positivere Signale aussandten. Der private Konsum sank um 0,8 Prozent, vor allem aufgrund hoher Verbraucherpreise. Die staatlichen Konsumausgaben verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 Prozent, hauptsächlich aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes spielte eine entscheidende Rolle für die gesamtwirtschaftliche Lage. Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023 einen historischen Höchststand in der Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen. Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr 2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und spiegeln die Dynamik des Arbeitsmarktes wider. Ein bedeutender Faktor war zweifellos die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die nicht nur die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllte, sondern auch eine Bereicherung für die Wirtschaft darstellte. Darüber hinaus trug eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zur Steigerung der Erwerbstätigenzahl bei. Diese beiden Faktoren erwiesen sich als entscheidende Wachstumstreiber und überwogen die dämpfenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Obwohl langfristige Prognosen einen spürbaren Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter vorhersagen, zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt widerstandsfähig und verzeichnete ein anhaltendes Wachstum. Dieser Beschäftigungsrekord unterstreicht die Stabilität und Dynamik der deutschen Wirtschaft sowie ihre Fähigkeit, sich den verändernden demografischen und globalen Arbeitsmarktherausforderungen anzupassen. Die Erwerbslosenquote lag gemäß dem ILO-Konzept bei etwa 2,8 Prozent, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt und wieder das Niveau von 2019, vor der Corona-Krise, erreicht. Trotz dieser positiven Zahlen ist der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert. In bestimmten Branchen und Regionen besteht nach wie vor ein Fachkräftemangel. Zudem ist die Arbeitslosigkeit unter bestimmten Gruppen, wie jungen Menschen oder Personen mit Migrationshintergrund, immer noch höher als der Durchschnitt. Daher muss weiterhin daran gearbeitet werden, den deutschen Arbeitsmarkt insgesamt zu stärken und allen Menschen den Zugang zu guten Arbeitsplätzen zu ermöglichen. 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Kunden von plantIng bewegen sich größtenteils im produzierenden Bereich, insbesondere in den Bereichen Öl und Gas sowie in der petrochemischen und in der chemisch-pharmazeutischen Industrie, weshalb die Entwicklung dieser Branchen indirekten Einfluss auf den Auftragseingang der plantIng hat. Die chemisch-pharmazeutische Industrie als Deutschlands drittgrößte Branche hatte nach Einschätzung des Verbands der chemischen Industrie im Jahr 2023 mit einigen schwerwiegenden Herausforderungen zu kämpfen. Die erhoffte Konjunkturbelebung blieb aus und die Industrie befindet sich weiterhin in einer angespannten Lage. Der Verband der chemischen Industrie kommentiert diese Situation wie folgt: "Wir befinden uns mitten in einem tiefen, langen Tal. Und noch ist unklar, wie lange wir es durchschreiten müssen." Ein rascher Aufschwung ist nicht in Sicht. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie war 2023 ebenfalls ein schwieriges Jahr. Die Produktion sank insgesamt um 8 Prozent, wobei der Rückgang ohne das Pharmageschäft sogar 11 Prozent betrug. Die Aufträge blieben aus, und die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. Insbesondere die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika reduzierten ihre Produktion um 10 Prozent. In der Fein- und Spezialchemie betrug der Produktionsrückgang 4 Prozent. Auch die Pharmasparte, die nach dem Impfstoffboom mit schwierigen Standortbedingungen zu kämpfen hatte, verzeichnete einen Rückgang von 3 Prozent. Der Branchenumsatz belief sich auf rund 230 Mrd. Euro, was einem Rückgang von -12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus, wo die Verkäufe um -16 Prozent auf 86 Mrd. Euro sanken. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Mrd. Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Rückläufige Chemikalienpreise trugen ebenfalls zum Umsatzrückgang bei, wobei die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger waren als im Vorjahr. Zum Jahresende herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Die aktuelle Geschäftslage sowie die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ, was voraussichtlich zu einem weiteren Mangel an Aufträgen im Chemiegeschäft führen wird. Der VCI geht daher für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigen wird. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Diese Prognose wird auch durch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage bestätigt: Die Unternehmen erwarten kurzfristig keinen Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzen die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck. Laut der aktuellen VCI-Mitgliederumfrage beklagen knapp 40 Prozent deutliche Gewinneinbrüche, und rund 15 Prozent der Unternehmen schreiben bereits rote Zahlen. 2.3 Geschäftsverlauf plantIng konnte im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse um 10,2 Prozent auf 43,0 Mio. Euro steigern (Vorjahr 39,1 Mio. Euro). Die Prognose eines einstelligen Umsatzwachstums wurde damit übertroffen. Dies ist auf die wachsenden Erlöse in den Geschäftsbereichen der Arbeitnehmerüberlassung (AÜ) sowie im Werksvertragsgeschäft zurückzuführen. Die Kunden der plantIng haben meist langlaufende Projekte im Bereich der Verfahrens- und Prozesstechnik, die in der Regel nur eingeschränkt gestoppt werden können. Aus diesem Grund ist die plantIng weniger stark durch kurzfristige Projektabbrüche und Umsatzrückgänge betroffen und kann mittel- bis langfristig planen. plantIng berät und unterstützt die Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen in den Themen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Leistungsoptimierung, Energieeffizienz sowie betrieblicher und gesetzlicher Umweltschutz. Hierfür sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiter ein kritischer Wettbewerbsfaktor. Als Arbeitgeber kann plantIng neben marktgerechten Vergütungsstrukturen und überdurchschnittlichen Arbeitsbedingungen mit thematisch anspruchsvollen und vielfältigen Projekten punkten. Darüber hinaus stehen gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, die Mitarbeiter bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützen. Als einer der Kerngeschäftsprozesse hat die Rekrutierung strategische Relevanz für plantIng und ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Geschäftsmodell. Die Steigerung der Sichtbarkeit im Bewerbermarkt und die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber stellen einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren für plantIng dar. Um Kontakt zum akademischen Nachwuchs und zu ausgebildeten Fachkräften in der Prozessindustrie und im Anlagenbau zu knüpfen, nimmt plantIng bundesweit an regionalen Firmenkontaktmessen und Fachveranstaltungen teil. Freelancer sind mit ihrem häufig hoch spezialisierten Fachwissen eine wichtige Ergänzung zur Stammbelegschaft. plantIng bietet hierfür rechtssichere Vertragsformen und rechtssichere Prozesse zur Projektabwicklung. 2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.4.1 Ertragslage Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 10,2 Prozent auf 43,0 Mio. Euro (Vorjahr 39,1 Mio. Euro). Auf Werkverträge entfielen 19,1 Mio. Euro der Umsatzerlöse und somit 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr (Vorjahr 18,2 Mio. Euro). Die Dienstverträge machten im Berichtsjahr 12,3 Mio. Euro aus und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatzerlös aus dem AÜ-Geschäft konnte um 37,0 Prozent von 1,2 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro gesteigert werden. Die Umsätze mit Partnerunternehmen konnten um 2,7 Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro gesteigert werden, was einer Steigerung von 37,3 % entspricht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vorwiegend aus der punktuellen Einbindung spezialisierter Freelancer. Sie stiegen um 20,8 Prozent auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro). Der Personalbestand ist im Jahresdurchschnitt wieder von 383 auf 427 um 11,5 Prozent angestiegen. Der Personalaufwand ist entsprechend von 28,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 32,7 Mio. Euro im Berichtsjahr angestiegen. Die Personalintensität in Bezug zum Umsatz hat sich von 74,9 Prozent auf 75,5 Prozent erhöht. Die Abschreibungen bleiben mit 0,4 Mio. Euro konstant zum Vorjahr (Vorjahr 0,4 Mio. Euro). Die Abschreibungsquote in Bezug auf den Umsatz liegt nun bei 1,0 Prozent (Vorjahr 1,1 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,9 Mio. Euro von 5,9 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Personalbestand, wodurch die Kosten für Personalbeschaffung, Schulungen, Reisekosten sowie der Erwerb von IT-Zubehör und Softwarelizenzen gestiegen sind. Die Quote in Relation zum Umsatz beträgt 15,8 Prozent (Vorjahr: 15,1 Prozent). In Summe verschlechterte sich das Ergebnis nach Steuern um 1,1 Mio. Euro von 1,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,1 Mio. Euro. Das Wachstum der Gesamtleistung konnte den Anstieg der Personalkosten (+3,7 Mio. Euro) und der sonstigen betrieblichen Kosten (+0,9 Mio. Euro) nicht komplett kompensieren. Mit steuerlicher Wirkung zum 01.01.2015 hat die plantIng GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Muttergesellschaft, der ABLE Management Services GmbH, abgeschlossen. Aufgrund der Gewinnabführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag beträgt der Jahresüberschuss 0,0 Mio. Euro. 2.4.2 Finanzlage Den liquiden Mitteln in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) stehen keinerlei Bankverbindlichkeiten gegenüber. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Die Erhöhung liegt am geringeren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt wie im Vorjahr bei -0,4 Mio. Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags und der daraus resultierenden Zahlungen an die Muttergesellschaft -1,5 Mio. Euro. 2.4.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich nicht verändert, blieb konstant zum Vorjahr und beträgt 0,6 Mio. Euro. Investitionen in Soft- und Hardware lagen mit 0,1 Mio. Euro leicht über den auf sie entfallenden Abschreibungen. Das Vorratsvermögen ist zum Vorjahr leicht um 0,2 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,6 Mio. Euro haben sich zum Vorjahr nicht verändert und sind zum Bilanzstichtag, wie in vorherigen Jahren, verhältnismäßig hoch. Ausschlaggebend sind hierbei primär verstärkte Projektabrechnungen zum Jahresende. Damit stellen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Anteil von 75,7 Prozent den größten Aktivposten der Bilanzsumme von 16,7 Mio. Euro (Vorjahr 17,7 Mio. Euro) dar. Das Eigenkapital ist auf Grund einer Umwandlung eines Teils des Darlehens der ABLE Management Services GmbH in eine Kapitalrücklage in gleicher Höhe um 4,7 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro gestiegen. Der Bilanzanteil des Eigenkapitals hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme und der Kapitalrücklage von 7,7 Prozent auf 36,3 Prozent erhöht. Die Rückstellungen liegen mit 2,8 Mio. Euro konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Sie beinhalten hauptsächlich Rückstellungen Urlaub und Gleitzeit sowie für einen Rechtsstreit mit dem Kunden SIDRA. Die Verbindlichkeiten sind mit 7,8 Mio. Euro größtenteils aufgrund der Darlehensumwandlung deutlich um 5,7 Mio. Euro gesunken (Vorjahr 13,5 Mio. Euro). Sie beinhalten dennoch weiterhin hauptsächlich Darlehen des Gesellschafters. 2.4.4 Gesamtaussage Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 10,7 Prozent auf 43,3 Mio. Euro (Vorjahr 39,1 Mio. Euro). Somit wurde die Prognose eines Umsatzwachstums im einstelligen Prozentbereich insbesondere aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerungen mit Partnerunternehmen übertroffen. Die hierfür notwendige Steigerung der Mitarbeiteranzahl wurde planmäßig erreicht. Die absolute Ertragslage der plantIng verschlechterte sich im Berichtsjahr von +1,2 Mio. Euro auf +0,1 Mio. Euro vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft. Der prognostizierte leichte Anstieg des Ergebnisses vor Gewinnabführung konnte trotz der erzielten Umsatzsteigerungen nicht erzielt werden. Der Grund hierfür sind vor allem die überproportional gestiegenen Kosten für Personal und Freelancer. Die geplante positive Umsatzrendite im niedrigen einstelligen Bereich wurde demnach nicht realisiert (0,2 Prozent). plantIng war jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen, was auf eine stabile finanzielle Situation des Unternehmens hinweist. Obwohl die plantIng im Jahr 2023 mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert war, darunter eine stagnierende Volkswirtschaft, zunehmende Risiken finanzieller Instabilität und die potenzielle Eintrittswahrscheinlichkeit einer Rezession, die beschleunigte digitale Transformation sowie die anhaltende Talentknappheit auf dem Arbeitsmarkt, war das Unternehmen in der Lage, sich erfolgreich anzupassen und seine Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Zusammenfassend kann die wirtschaftliche Lage der plantIng zum Bilanzstichtag als befriedigend bezeichnet werden. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzanstieg und konnte ein Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von 0,1 Mio. Euro erzielen. Die Vermögenslage des Unternehmens bleibt stabil. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3. Risikobericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Die ökonomische Situation Deutschlands im Jahr 2023 war durch erhebliche Herausforderungen geprägt, welche zu einer deutlichen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Dynamik führten. Sowohl Unternehmen als auch Haushalte waren von einer pessimistischen Stimmung und einer erhöhten Unsicherheit betroffen, im Vergleich zu anderen bedeutenden europäischen Volkswirtschaften in Deutschland sogar stärker. Frühindikatoren deuteten bereits seit Herbst 2023 auf eine schrittweise wirtschaftliche Erholung in anderen Ländern hin, während Deutschland mit einer stagnierenden Wirtschaftsaktivität zu kämpfen hatte. Während des Sommerhalbjahres 2023 stagnierte die Wirtschaftsleistung Deutschlands, und im letzten Quartal verzeichnete sie sogar einen Rückgang um 0,3 Prozent. Insbesondere die Industrie und die Bauwirtschaft waren von einem Rückgang der Wertschöpfung betroffen. Unternehmen beklagten einen Mangel an Aufträgen, während ungewöhnliche Wetterbedingungen und ein erhöhter Krankenstand die wirtschaftliche Aktivität zusätzlich beeinträchtigten. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Exporte sowie der Unternehmens- und Bauinvestitionen. Ein unterstützender Faktor für die Konjunktur war der private Konsum, der jedoch durch eine generelle Zurückhaltung geprägt war. Obwohl die Inflation seit einem Jahr kontinuierlich zurückging und die Lohneinkommen stiegen, waren Verbraucher bei ihren Ausgaben vorsichtig und legten einen Teil ihres zusätzlichen Einkommens als Ersparnis beiseite. Die Sparquote stieg merklich an, was auf eine gewisse Verunsicherung auch bezüglich des wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung zurückgeführt werden kann. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts betreffend den Bundeshaushalt im November 2023 verschärfte die Finanzpolitik zu Jahresbeginn ihren restriktiven Kurs und beschloss zusätzliche Einsparungen in Höhe von etwa 12 Mrd. Euro. Dies führte zu Belastungen für Unternehmen und Haushalte sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben. Die aktuellen Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen weiter verschlechtert, und der Auftragsbestand wird als unzureichend beurteilt. Der Krankenstand bleibt hoch und zusätzlich belasten Streiks und Lieferengpässe die Wirtschaft. Eine schrittweise gesamtwirtschaftliche Erholung wird für das weitere Jahr erwartet, insbesondere unterstützt durch die konjunkturelle Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und eine erwartete geldpolitische Wende. Die niedrigen Kreditzinsen und gesunkenen Energiepreise dürften private Haushalte und Unternehmen im Prognosezeitraum unterstützen. Insgesamt wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal zunächst weiter abnehmen und erst in der zweiten Jahreshälfte eine spürbare Erholung einsetzen wird. Die Beschäftigungsdynamik wird sich verlangsamen, und die Arbeitslosigkeit könnte vorerst weiter steigen. Trotz der erwarteten konjunkturellen Erholung wird die Beschäftigung nur moderat steigen, was hauptsächlich auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist. 3.2 Branchenrisiken Aufgrund der Kundenstruktur sind für plantIng die Risiken der Industriebranchen Raffinerie, Petrochemie, Gas, Chemie, Pharmazie, Life-Science und Energie, sowie des Anlagen- und Maschinenbaus besonders relevant. Die genannten Branchen sind zwar weiterhin durch die politischen und marktwirtschaftlichen Unsicherheiten beeinflusst, jedoch ist das Unternehmen breit aufgestellt und finanziell stabil und gefestigt. plantIng hat einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter ist nach wie vor sehr stark. Eine unzureichende Verfügbarkeit kann sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken, da die Rekrutierung und Bindung von qualifiziertem Personal immer herausfordernder werden. Durch die gezielte und stetige interne Fortbildung der Mitarbeiter stellt sich plantIng dieser Herausforderung, um die individuellen Fähigkeiten, die fachliche Kompetenz und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter als wesentlichen Erfolgsfaktor zu erhalten. Bei der Bearbeitung von und im Umgang mit Großprojekten können bezogen auf einen reibungslosen Projektablauf Risiken im Hinblick auf Prozesssicherung, Qualitätssicherung, Termineinhaltung und Kostenmanagement entstehen. Durch den Einsatz eines effizienten Projektmanagements reduziert plantIng aktiv dieses Risiko. Nicht auszuschließen ist eine Verschlechterung der Renditen aufgrund des dauerhaft bestehenden preislichen Wettbewerbs. Das Risiko wird vom Management wahrgenommen und kontinuierlich beobachtet. Durch effiziente Prozesse, ein fokussiertes Kostenmanagement und hohe Qualität wird dieser Entwicklung begegnet. 3.3 Rechtliche Risiken plantIng erbringt Leistungen im Rahmen von Werkverträgen, die risikobehaftet sein können. Soweit möglich, werden diese Risiken durch den Abschluss von Versicherungen hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Risikos eingegrenzt oder ausgeschlossen. Durch die im Qualitätsmanagement-Prozess verankerte Vertragsprüfung ist die Risikotransparenz i. W. sichergestellt. 3.4 Finanzierungsrisiken Das Unternehmen ist nicht auf einzelne Bankinstitute angewiesen, da es nicht über Banken finanziert wird. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eines Liquiditätsengpasses aufgrund von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme von Banken im Konzern unwahrscheinlich oder sogar ausgeschlossen. Die Innenfinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns sind daher von entscheidender Bedeutung und sollten in Betracht gezogen werden, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. Da das Unternehmen hauptsächlich im Euroraum tätig ist, sind Währungsrisiken vernachlässigbar. Jedoch besteht nach wie vor die Möglichkeit von Forderungsausfällen, insbesondere in Verbindung mit einer Verschlechterung der Zahlungsbedingungen. Um diese Risiken vollständig zu analysieren und zu steuern, hat das Unternehmen abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme etabliert. Diese ermöglichen eine ganzheitliche Überwachung der ertragsrelevanten Risikofaktoren und bestandsgefährdenden Risiken und unterstützen das Unternehmen bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Risikominderung. Das Management betrachtet das Unternehmen jedoch als gut auf diese Herausforderungen vorbereitet und hat entsprechende Handlungsoptionen entwickelt, um potenzielle Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass das Unternehmen auch zukünftig finanziell stabil bleibt. 3.5 Gesamtbeurteilung der Risiken Aus Sicht des Managements bietet die Fokussierung auf den Teilmarkt der hochqualifizierten Engineering-Dienstleistungen mit breitem Leistungsspektrum im Anlagenbau adäquate Stabilität. Das Unternehmen hat in diesem Bereich ein solides Know-how aufgebaut und verfügt über langjährige Erfahrung. Darüber hinaus sind derzeit keine Faktoren erkennbar, die zu einem nachhaltig signifikanten Rückgang der Auftragseingänge und damit der Auslastung führen könnten. Das Management ist zuversichtlich, dass das Unternehmen aufgrund seiner Ausrichtung und der langjährigen Erfahrung im Markt auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Die chemische Industrie steht einigen Herausforderungen gegenüber und steht an einem entscheidenden Wendepunkt, da insbesondere China in diesem Markt ihre Vormachtstellung weiterhin behauptet. Dies nicht zuletzt durch erhöhte Nachhaltigkeitsstandards im Bezug auf chemische Prozesse und Produkte, welche innerhalb der EU gelten. Die Anforderungen könnten auch Auswirkungen auf das Unternehmen haben und zu einer Reduzierung von Kundenaufträgen und einen Umsatzrückgang führen. Bisher konnte plantIng allerdings durch gezielte langfristige und beständige Kundenaufträge etwaige Rückgänge kompensieren. Durch die Einschätzung des VCI könnte es zu einem verhaltenen Investitions- und Auftragsvolumen an externe Dienstleister in der chemischen Industrie kommen. Trotz dieser Risiken ist das Management überzeugt, dass der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet ist. plantIng hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Das Management ist darauf bedacht, das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu führen und hat entsprechende Strategien und Handlungsoptionen entwickelt, um auf mögliche Herausforderungen schnell und flexibel reagieren zu können. 3.6 Prognose- und Chancenbericht Die Investitionen des Unternehmens in Digitalisierung werden fortgesetzt mit dem Ziel, die Kernprozesse in den Bereichen Vertrieb, Rekrutierung und Projektsteuerung weiter zu automatisieren und zu beschleunigen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft lässt sich zum Bilanzstichtag als gut bezeichnen. Mit einem Jahresüberschuss im Berichtsjahr bietet die derzeitige Anfragesituation Chancen auf eine weiter positive Geschäftsentwicklung. Die Finanzplanung prognostiziert dementsprechend einen Anstieg der Gesamtleistung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Überdies wird mit einem leicht überproportionalen Anstieg der Personal- und Materialintensität gerechnet. Dies führt zu einem ausgeglichenen Ergebnis vor Gewinnabführung. Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2024 zeigen ein disparates Bild. Aktuelle Frühindikatoren signalisieren keinen bevorstehenden konjunkturellen Aufschwung zu Jahresbeginn. Die Auftragslage in sämtlichen Wirtschaftsbereichen verschlechtert sich, begleitet von einem Rückgang des Auftragsbestands und anhaltend hohem Krankenstand. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 0,2 Prozent und für das kommende Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Diese Prognosen bedeuten für 2024 eine deutliche Revision der Wachstumsprognose im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 um 0,7 Prozentpunkte, während sie für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben wurde. Im Winterhalbjahr 2023/24 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Die Erholung der Industriekonjunktur wird also erst später einsetzen. Die konjunkturelle Schwäche wird voraussichtlich den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und vorübergehend zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Die Arbeitslosenquote wird im nächsten Jahr voraussichtlich durchschnittlich 5,9 Prozent betragen, was 0,2 Prozentpunkte höher ist als im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 wird eine Rückkehr der Quote auf 5,6 Prozent erwartet. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen, von durchschnittlich 5,9 Prozent in diesem Jahr auf 2,3 Prozent in nächstes Jahr und 1,6 Prozent im Jahr 2025. Insbesondere die Gas- und Strompreise dürften für die Verbraucher günstiger werden, was voraussichtlich dazu führt, dass die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senkt. Die Kerninflationsrate, also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie, wird sich langsamer zurückbilden und voraussichtlich in diesem und im kommenden Jahr bei 2,8 Prozent bzw. 2,2 Prozent und damit über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam nachlassen, da steigende Lohnkosten den Preisdruck aufrechterhalten. Das Defizit im Staatshaushalt wird voraussichtlich im kommenden Jahr auf 1,0 Prozent der Wirtschaftsleistung zurückgehen, nachdem es im Jahr 2023 bei 2,1 Prozent lag. Der Leistungsbilanzsaldo wird bis zum Jahr 2025 voraussichtlich auf 6,6 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken. Trotz der verbesserten Aussichten für die globale Konjunktur gibt es immer noch verschiedene Abwärtsrisiken. Außerdem könnten die gestiegenen Finanzmarktrisiken die Inflationsbekämpfung durch die Zentralbanken erschweren. Sollten geopolitische Spannungen zwischen den USA und China zunehmen, könnte dies den globalen Warenhandel und die internationalen Lieferketten erheblich belasten. Insgesamt ist die Konjunkturprognose also immer noch mit Unsicherheiten verbunden.
Gummersbach, 21.06.2024 gez. Oliver Franke, Geschäftsführer gez. Thomas Hucht, Geschäftsführer gez. Frank Ferchau, Geschäftsführer Disclaimer: Dieser Lagebericht enthält bestimmte Aussagen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen, sowie Angaben und Einschätzungen der Gesellschaft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen beinhalten bekannt und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Leistungen, Entwicklungen und Ergebnisse der Gesellschaft oder der für die Gesellschaft wesentlichen Branchen wesentlich (insbesondere in negativer Hinsicht) von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Eine Gewähr kann folglich für die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Lagebericht nicht übernommen werden. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangFür die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 in Anspruch genommen. I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss ist auf Grundlage der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 64351 geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen ausgewiesen. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anlagegegenstände, deren Anschaffungszeitpunkte vor dem 1. Januar 2010 liegen, werden degressiv oder linear abgeschrieben. Anlagegegenstände, die nach dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR sind in voller Höhe abgeschrieben worden und werden im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
Die unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Abwertungen nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurden - soweit erforderlich - vorgenommen. Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen entsprechend berücksichtigt. Neben der Einzelwertberichtigung wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtung in Höhe von 0,5 % des Netto-Kundenforderungsbestandes vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die liquiden Mittel und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben die Gesellschafter beschlossen, Darlehen in Höhe von 4.700 TEUR durch Einstellung in die Kapitalrücklage in Eigenkapital umzuwandeln, wodurch die Kapitalrücklage in gleicher Höhe gestiegen ist. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden mit Hilfe eines anerkannten versicherungsmathematischen Verfahrens (Teilwertverfahren) bewertet. Dabei ergibt sich der Rechnungszins, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren auf Dezember 2023 fortgeschrieben werden. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck zugrunde gelegt. Anwartschafts- und Rentensteigerungen sind in der Zusage nicht vorgesehen. Die Auswirkungen der Veränderung des Diskontierungszinssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 0,2 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 6.615 TEUR (Vorjahr 12.394 TEUR). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 520 TEUR (Vorjahr 341 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 6.095 TEUR enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus Gewinnabführung und Steuern. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0,8 TEUR. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0,5 TEUR. III. Sonstige finanziellen Verpflichtungen Es bestehen Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit bis Juni 2027 in Höhe von insgesamt 648 TEUR und Mietverpflichtungen in Höhe von 2.623 TEUR, davon 1.240 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. IV. Weitere Angaben Gemäß den Berechnungsvorgaben des § 267 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr 413 (Vorjahr 383) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Hiervon waren 325 als Projekt-Mitarbeiter und 88 als Verwaltungskräfte tätig. Verbindlichkeitenspiegel:
Die FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Sowohl die Gesellschaft als auch die unmittelbare Muttergesellschaft ABLE Management Services GmbH, Gummersbach, werden gem. den §§ 291 und 292 HGB mit befreiender Wirkung in den Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG enthalten. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023: Herr Dipl.-Kfm., Dipl.-Ing. Frank Ferchau, Gummersbach Herr Dipl.-Ing. Thomas Hucht, Ganderkesee Herr Dipl.-Ing. Oliver Franke, Karlsruhe
Gummersbach, 21. Juni 2024 gez. Frank Ferchau gez. Thomas Hucht gez. Oliver Franke Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die plantIng GmbH, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der plantIng GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der plantIng GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 28. Juni 2024 dhpg
gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer gez. Lange, Wirtschaftsprüfer |
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