High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Baunscheidtstraße 17, 53113 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 13863
Vorher
Petersberg 254. V V GmbH
Eingetragen
18.7.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beteiligung als Komplementärin oder geschäftsführende Kommanditistin an der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG, der High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG, der High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG und der High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG sowie mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung an weiteren Investitionsvehikeln (einschließlich der vorübergehenden Beteiligung an Komplementärgesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung solcher weiterer Investitionsvehikel, an denen sich die Gesellschaft mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung beteiligt) sowie die Erbringung von Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen im Bereich des Kapitalbeteiligungsgeschäfts.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Traub
seit 5.1.2026
Prokura
Maurice Kügler
seit 5.1.2026
Prokura
Sebastian Borek
seit 28.11.2025
Geschäftsführer
Nikolaus Raupp
seit 2.4.2025
Prokura
Martin Möllmann
seit 2.4.2025
Prokura
Achim Dr. Plum
seit 26.2.2025
Geschäftsführer
Christian Arndt
seit 28.6.2024
Prokura
Johannes Frank Weber
seit 28.6.2024
Prokura
Daniela Bach
seit 2.5.2024
Prokura
Jan Bernhardt
seit 2.5.2024
Prokura
Björn Sykora
seit 11.3.2024
Prokura
Gregor Haidl
seit 7.12.2023
Prokura
Romy Schnelle
seit 21.6.2023
Geschäftsführer
Jessica Lingenfelder
seit 19.12.2022
Prokura
Christian Ziach
seit 25.5.2022
Prokura
Angelika Vlachou
seit 25.5.2022
Prokura
Tobias Schulz
seit 25.5.2022
Prokura
Jens Baumgärtner
seit 25.5.2022
Prokura
Markus Kückelhaus
seit 18.3.2022
Prokura
Anne Ossenbühl
seit 15.11.2021
Prokura
Frank Kerim Reinecke
seit 15.11.2021
Prokura
Ulrich Schmitt
seit 22.4.2021
Prokura
Prokura
Anke Caßing
seit 22.4.2021
Prokura
Axel Gunnar Nitsch
seit 11.11.2020
Prokura
Caroline Fichtner
seit 11.11.2020
Prokura
Stefanie Grüter
seit 11.11.2020
Prokura
Kay Balster
seit 15.10.2018
Prokura
Frank Hensel
seit 15.10.2018
Prokura
Klaus Lehmann
seit 25.5.2018
Prokura
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die High-Tech Gründerfonds Management GmbH hat ihren Sitz in Bonn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 13863).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Ergänzend zu den Vorschriften des Handelsgesetzbuches waren die Regelungen des GmbH- Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses gelten gemäß Gesellschaftsvertrag die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel zu diesem Anhang dargestellt. Die Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Anlageposten Abschreibungsmethode/ Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear/3 Jahre
Sachanlagen linear/ gem. AfA-Tabelle BMF
Bauten auf fremden Grundstücken linear/6,5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear/3 bis 13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten über EUR 250, aber nicht über EUR 1.000 betragen, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktiviert und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Büroausstattung wurde in einem Sammelposten aktiviert und wird gemäß ihrer geschätzten Nutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen notwendig sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, aus denen in einer bestimmten Zeit nach diesem Tag Ertrag realisiert wird.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Die Bauten auf fremden Grundstücken umfassen Mietereinbauten (Küchen, IT- und Sicherheitstechnik) in den angemieteten Räumlichkeiten am Sitz und in der Niederlassung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist als Geschäftsführende Kommanditistin mit einer Hafteinlage in Höhe von jeweils EUR 100 an der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG, High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG, High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG, der High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG beteiligt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6; i. Vj. TEUR 81) bestehen in erster Linie gegenüber der DeepTech & Climate Fonds GmbH & Co. KG.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus der Endabrechnung der erbrachten Managementleistungen gegenüber der Gesellschafterin High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG (TEUR 1.130; i. Vj. TEUR 444).

Die ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus der Endabrechnung der erbrachten Managementleistungen sowie aus DPI-Bonus-Zahlungen. Sie bestehen gegenüber der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG (TEUR 2.057; i. Vj. TEUR 8.975) und der High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG (TEUR 363; i. Vj. TEUR 1.959). Von den Forderungen sind TEUR 146 (i. Vj. TEUR 2.232) erst nach über einem Jahr fällig. Alle weiteren Forderungspositionen sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Bankguthaben sind Mietavale von TEUR 115 (i. Vj. TEUR 55) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen für die variable Vergütung der Geschäftsführer und Mitarbeiter (TEUR 3.708; i. Vj. TEUR 12.300) und für Resturlaubsansprüche (TEUR 235; i. Vj. TEUR 256).

Weiterhin beinhalten die sonstigen Rückstellungen ausstehende Rechnungen (TEUR 284; i. Vj. TEUR 329), Aufwendungen für Jahresabschlussarbeiten (TEUR 22; i. Vj. TEUR 21) sowie ausstehende Reisekostenabrechnungen (TEUR 20; i. Vj. TEUR 5). Die Rückstellungen sind kurzfristiger Art und werden aus diesem Grund nicht diskontiert.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten umfassen mit TEUR 291 (i. Vj. TEUR 113) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus werden Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 23; i. Vj. TEUR 42) ausgewiesen. Sie betreffen die High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG.

Sonstige Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus noch abzuführender Lohnsteuer (TEUR 185; i. Vj. TEUR 166), Umsatzsteuer (TEUR 40, i. Vj. TEUR 0) und aus noch abzuführenden Sozialabgaben (TEUR 31; i. Vj. TEUR 26).

Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen TEUR 3.400 (i. Vj. TEUR 1.974) und betreffen den Zeitraum 2024 bis 2028. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtung aus Mietvertrag Schlegelstraße 2, Bonn (1. September 2012 bis 31. August 2027) 1.187
Zahlungsverpflichtung aus Mietvertrag Münzstraße 15, Berlin (01. Juli 2023 bis 30. Juni 2028) 965
Zahlungsverpflichtung aus Dienstleistungsverträgen (Rechnungswesen) 600
Zahlungsverpflichtung aus Verträgen für Event "Family Day 2024" 222
Zahlungsverpflichtung aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen 113
Zahlungsverpflichtungen aus Dienstleistungsvertrag für IT-Hosting 53
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 260
3.400

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend § 277 Abs. 1 HGB erfasst. Die Gesellschaft hatte im Jahr 2023 Umsatzerlöse von TEUR 17.668 (i. Vj. TEUR 26.030).

Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus der Tätigkeitsvergütung der High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG (TEUR 6.731; i. Vj. TEUR 7.463), der High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG (TEUR 4.015; i. Vj. TEUR 5.615), der High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG (TEUR 3.593, i. Vj. TEUR 846), sowie der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG (TEUR 2.377; i. Vj. TEUR 11.148).

Das Service Level Agreement (SLA) mit der DeepTech & Climate Fonds Management GmbH führte zu Umsätzen von TEUR 577 (i. Vj. TEUR 123). Weitere Umsätze resultieren im Wesentlichen aus Teilnahmegebühren für den Family Day und Veranstaltungen (TEUR 364; i. Vj. TEUR 305) sowie aus der vertraglich vereinbarten Weiterbelastung von Kosten (TEUR 6, i. Vj. TEUR 5).

Der Ausweis der korrespondierenden Aufwendungen für diese Umsätze aus den Teilnahmegebühren erfolgt unter dem Materialaufwand (TEUR 471; i. Vj. TEUR 546).

Im Wesentlichen durch die Weiterbelastung von Notar-, Personal- und Reisekosten, sowie durch die Auflösung von Rückstellungen wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 266 (i. Vj. TEUR 577) generiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 65 (i. Vj. TEUR 118) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Aufwendungen (TEUR 983; i. Vj. TEUR 962), Büromiete (TEUR 518; i. Vj. TEUR 363), Aufwendungen für Public Relations (TEUR 501; i. Vj. TEUR 496), Reisekosten (TEUR 473; i. Vj. TEUR 315), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 438; i. Vj. TEUR 526), sowie Aufwendungen für Buchführung und sonstige Verwaltungsleistungen (TEUR 430; i. Vj. TEUR 417). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 22) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Es fanden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres statt.

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Firma Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis Geschäftsjahr
TEUR TEUR
High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG Bonn <0,1% 27.908 5.067 2023
High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG Bonn <0,1% 82.048 -120 2023
High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG Bonn <0,1% 130.250 -5.913 2023
High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG Bonn <0,1% 38.127 -4.749 2023

Geschäftsführung

Vom 01. Januar bis 30. April 2023 wurden die Geschäfte durch die von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz und Guido Schlitzer gemeinschaftlich geführt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 01. Mai 2023 wurde Romy Schnelle zur weiteren Geschäftsführerin bestellt. Ab dem 01. Mai werden die Geschäfte durch die von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführer Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz und Guido Schlitzer sowie der ebenfalls von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführerin Romy Schnelle gemeinschaftlich geführt.

Im Jahr 2023 betrugen die Bezüge von Herrn Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz TEUR 316, die sich aus einer Festvergütung sowie aus einer variablen Vergütung für das Vorjahr i. H. von TEUR 60 ergeben. Die Vergütung von Herrn Guido Schlitzer für seine Tätigkeit in der Geschäftsführung betrug in 2023 TEUR 310, davon aus einer variablen Vergütung für das Vorjahr TEUR 60. Die Vergütung von Frau Romy Schnelle für ihre Tätigkeit in der Geschäftsführung betrug in 2023 TEUR 131. Darüber hinaus gibt es ein Beteiligungsprogramm, aufgrund dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Gewinnbeteiligung gewährt wird (sog. "Distributed-to-paid-in" oder "DPI"-Bonus und "Long-Term-Incentive" oder "LTI"-Bonus). Über diese performanceabhängigen Boni wird der Berechtigte an den realisierten Rückflüssen aus den ihm zur Betreuung zugewiesenen Beteiligungen der Fonds beteiligt. Eine entsprechende Beteiligung der Geschäftsführung an den realisierten Gewinnen aus den Beteiligungen des Fonds schafft Anreize für den stetigen und langfristigen Erfolg des HTGF. Pro Jahr der 18-jährigen Betriebszugehörigkeit, in der der Anspruch auf die performanceabhängigen Boni erarbeitet wurde, hat Herr Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz im Jahr 2023 TEUR 72 erhalten. Davon entfallen TEUR 23 auf den DPI-Bonus und TEUR 49 auf den LTI-Bonus. Herr Guido Schlitzer hat pro Jahr seiner 18-jährigen Betriebszugehörigkeit, in der der Anspruch auf die performanceabhängigen Boni erarbeitet wurde, im Jahr 2023 TEUR 21 aus dem LTI-Programm erhalten.

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 89 (i. Vj. 81) Arbeitnehmer, davon 19 Teilzeitkräfte (i. Vj. 17) und 70 Vollzeitkräfte (i. Vj. 64), beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 21,6.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 39 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bonn, 28. März 2024

High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz

Guido Schlitzer

Romy Schnelle

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Bonn:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. März 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schönhals, Wirtschaftsprüfer

Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.668.164,18 26.029.732,98
2. sonstige betriebliche Erträge 331.511,10 777.288,53
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (470.647,76) (545.805,05)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (11.100.783,43) (20.803.076,00)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.432.852,34) (1.160.534,99)
(12.533.635,77) (21.963.610,99)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (128.450,52) (95.796,06)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (4.835.190,94) (4.071.007,15)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 653,00 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.948,29 (59.301,69)
9. Ergebnis nach Steuern 39.351,58 71.500,57
10. sonstige Steuern (479,00) (62.423,33)
11. Jahresüberschuss 38.872,58 9.077,24

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.366,83 24.409,74 0,00 91.776,57
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 691.374,83 105.999,79 0,00 197.738,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 691.374,80 191.236,99 0,00 882.611,79
783.113,63 297.236,78 0,00 1.080.350,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100,00 0,00 0,00 100,00
2. Beteiligungen 300,00 0,00 0,00 300,00
400,00 0,00 0,00 400,00
850.880,46 321.646,52 0,00 1.172.526,98
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.366,83 3.086,74 0,00 70.453,57
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 90.119,83 10.249,79 0,00 100.369,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.493,80 115.113,99 0,00 599.607,79
574.613,63 125.363,78 0,00 699.977,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
641.980,46 128.450,52 0,00 770.430,98
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.323,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 97.369,00 1.619,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.004,00 206.881,00
380.373,00 208.500,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100,00 100,00
2. Beteiligungen 300,00 300,00
400,00 400,00
402.096,00 208.900,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.323,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 97.369,00 1.619,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.004,00 206.881,00
380.373,00 208.500,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100,00 100,00
2. Beteiligungen 300,00 300,00
400,00 400,00
402.096,00 208.900,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.977,84 80.964,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.130.068,17 443.676,14
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.420.318,46 11.720.240,73
4. sonstige Vermögensgegenstände 139.511,70 211.073,23
3.695.876,17 12.455.954,65
II. Guthaben bei Kreditinstituten 793.937,19 561.970,56
4.489.813,36 13.017.925,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 178.217,85 179.598,34
5.070.127,21 13.406.423,55

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 99.900,00 99.900,00
III. Gewinnrücklagen 100,00 100,00
IV. Gewinnvortrag 9.077,24 0,00
V. Jahresüberschuss 38.872,58 9.077,24
172.949,82 134.077,24
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 44.983,42 13.643,44
2. sonstige Rückstellungen 4.267.753,25 12.911.241,80
4.312.736,67 12.924.885,24
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 291.275,34 113.565,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.641,95 41.956,13
3. sonstige Verbindlichkeiten 270.523,43 191.799,25
- davon aus Steuern: EUR 225.208,53 (Vj.: EUR 166.003,23)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30.811,54 (Vj.: EUR 25.702,71)
584.440,72 347.321,07
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 140,00
5.070.127,21 13.406.423,55

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 haben rückläufige Konsumausgaben das Wachstum der deutschen Wirtschaft gebremst (Jahresgutachten Sachverständigenrat). Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die privaten Konsumausgaben - die wichtigste Wachstumsstütze - nahmen im Gesamtjahr um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr ab. Die deutsche Wirtschaft hat sich dabei im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. Die Inflation lag in Deutschland zwar über 5%, im Euro-Raum war sie aber zum Jahresende auf dem Weg der Normalisierung. Die Erholung beim privaten Konsum blieb allerdings aus, da ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde (ifo Institut).

Das Geschäftsklima für Venture Capital hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder verbessert und bleibt lt. Venture Capital Barometer der KfW weiter auf Erholungskurs. Insgesamt zeigt sich der deutsche VC-Markt im Jahr 2023 robust.

Im ersten Halbjahr 2023 gab es mit 1,3 rd. EUR gemäß Statistik des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften BVK einen leichten Anstieg der Investitionen ggü. dem zweiten Halbjahr 2022. Im dritten Quartal liegt der Lageindikator des Neuinvestitionsklimas weiterhin unter seinem langjährigen Durchschnitt, während der Erwartungsindikator über seinem langjährigen Durchschnitt bleibt. Die VC-Investoren rechnen also mit einer steigenden Investitionstätigkeit, halten sich aber mit ihrer tatsächlichen Investitionstätigkeit nach wie vor zurück. (VC-Barometer Q3, KfW). Bei anderen wichtigen Marktfaktoren zeigt sich ein relativer Optimismus für die erwartete Entwicklung in den kommenden Monaten. Das gilt sowohl mit Blick auf die Investitionsbereitschaft, das Fundraising als auch die Exits. Getrieben von den optimistischeren Erwartungen scheint sich das Exitklima insgesamt langsam zu verbessern. Während die Erwartungsindikatoren für Exits via IPOs und Tradesales nur leicht zulegen konnten, gewinnt der Indikator bei Secondaries deutlich.

Die Venture Capital Studie 2023 (PWC) geht von einem Rückgang der Deals in der DACH-Region um 40 % ggü. 2022 aus. Dennoch ist die Anzahl der VC Investoren weiter gestiegen und mehr als 50 % der Fonds sind jünger als 3 Jahre.

Der Bestand an investierbarem Kapital ist also weiterhin hoch. Wachstumsimpulse und einen deutlichen Stimmungsaufschwung erwartet die KfW im German Venture Capital Barometer Q3 2023 von einer Verabschiedung des Zukunftsgesetzes.

Grundsätzlich sind die Weichen also in Richtung wirtschaftliche Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und in der ersten Jahreshälfte 2024 werden erste Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank erwartet. Das dürfte die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Dennoch sind die Prognosen für 2024 sehr unterschiedlich, was die aktuelle Unsicherheit deutlich macht. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,5% in 2024. Das Ifo-Institut rechnete noch im November für 2024 mit einem Zuwachs von 0,9 % und einer Normalisierung der Konjunkturentwicklung in 2025, hat diese Prognose aber inzwischen auf 0,2% reduziert und kommt damit auf die gleiche Voraussage wie die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024.

Geschäftsmodell

Die High-Tech Gründerfonds Management GmbH ist als Geschäftsführende Kommanditistin mit einer Hafteinlage in Höhe von jeweils EUR 100 an der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG, High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG, High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG sowie der High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG beteiligt.

Die Hauptaufgabe der Gesellschaft ist die Übernahme der Geschäftsführung für die vier High-Tech Gründerfonds und aller damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben. Zusätzlich übernimmt die Gesellschaft über ein Service Level Agreement Leistungen im Bereich Fonds-Controlling, IT sowie HR für die DeepTech & Climate Fonds Management GmbH, die die Geschäftsführende Kommanditistin der DeepTech & Climate Fonds GmbH & Co. KG ist.

Die vier High-Tech Gründerfonds investieren Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen. Die DeepTech & Climate Fonds GmbH &Co. KG investiert Risikokapital in junge Technologie-Unternehmen mit langen Entwicklungs- und Wachstumszeiträumen.

Seit 2018 hat die Gesellschaft eine Niederlassung in Berlin und seit 2023 eine Niederlassung in München.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft das Fundraising für den vierten High-Tech Gründerfonds final abgeschlossen. Zum Final Closing am 28.02.2023 betrug das Fondsvolumen EUR 493,8 Mio., davon EUR 148,8 Mio. von privaten Investoren.

Im Jahr 2023 ist die Gesellschaft in Geschäft und Personalbestand weitergewachsen. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der gesamte Personalbestand 82,6 FTE (i. Vj. 75,6) und im Investmentmanagement 50,3 FTE (i. Vj. 47,6).

Im Geschäftsjahr erreichten die Gesellschaft bereits 2003 Finanzierungsanfragen, von denen 1.128 als relevant eingestuft wurden. Anfragen, die offensichtlich nicht in Frage kommen, werden nicht erfasst. Darüber hinaus wurden 26.574 potenzielle Beteiligungen im Rahmen des Active Sourcing kontaktiert, die bei Eignung zu relevanten Finanzierungsanfragen werden. Die Investitionskomitees der HTGF IV KG haben im Jahr 2023 insgesamt 50 Neuinvestitionen beschlossen und damit das Ziel von 50 Zusagen pro Jahr exakt erreicht. it insgesamt 47 neuen HTGF-Beteiligungen (5 Closings HTGF III KG und 42 Closings HTGF IV KG) lag die Anzahl der Closings über dem Zielwert von 40.

Das Anschlussfinanzierungsgeschäft des High-Tech Gründerfonds verlief im Jahr 2023 sehr positiv. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 169 Finanzierungsrunden mit einem Volumen von EUR 851,1 Mio. abgeschlossen (im Vorjahr 148 Anschlussfinanzierungen mit einem Volumen von EUR 523 Mio.). Die HTGF, HTGF II, HTGF III und HTGF IV KGs investierten selbst EUR 23,2 Mio. (i. Vj. EUR 17,8 Mio.) vom Gesamtvolumen.

Im Geschäftsjahr 2023 veräußerte die HTGF KG drei Unternehmen mit Gewinn. Zusammen mit Zinszahlungen und Darlehenstilgungen aus dem aktiven Portfolio addieren sich die Barrückflüsse im Jahr 2023 auf EUR 9,2 Mio. Zwei weitere Beteiligungen haben das Portfolio ohne nennenswerten Rückfluss verlassen. Eine Beteiligung wurde mit Totalverlust beendet. Die HTGF KG hat EUR 7,4 Mio. aus Rückflüssen an die Kommanditisten ausgeschüttet und das positive Ergebnis von EUR 5,1 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 veräußerte die HTGF II KG erfolgreich vier Unternehmen mit Gewinn. Zusammen mit Zinszahlungen und Darlehenstilgungen aus dem aktiven Portfolio wurden im Jahr 2023 Barrückflüsse i.H.v. EUR 18,8 Mio. erzielt. Die langfristige Businessplanung sah Rückflüsse von EUR 12,7 Mio. vor und wurde übertroffen. Zwei Beteiligungen haben das Portfolio ohne nennenswerten Rückfluss verlassen und vier weitere Beteiligungen wurden mit Totalverlust beendet.

Die HTGF II KG hat ein negatives Ergebnis i.H.v. EUR 0,1 Mio. erzielt. Aus Rückflüssen konnten EUR 20,0 Mio. an die Kommanditisten ausgeschüttet werden.

Die HTGF III KG veräußerte im Geschäftsjahr 2023 sechs Unternehmen mit Gewinn. Zusammen mit Zinszahlungen und Darlehenstilgungen aus dem aktiven Portfolio wurden im Jahr 2023 Barrückflüsse i.H.v. EUR 15,1 Mio. erzielt. Die langfristige Businessplanung sah Rückflüsse von EUR 8,1 Mio. und wurde deutlich übertroffen. Zwei Beteiligungen haben das Portfolio ohne nennenswerten Rückfluss verlassen und sechs weitere Beteiligungen wurden mit Totalverlust beendet.

Die HTGF III KG hat EUR 13,1 Mio. aus Rückflüssen an die Kommanditisten ausgeschüttet und ein negatives Ergebnis von EUR 5,9 Mio. erzielt.

Die HTGF IV KG befindet sich in der Aufbauphase ihres Portfolios und hat ein negatives Ergebnis von EUR 4,7 Mio. erzielt.

Die High-Tech Gründerfonds Management GmbH hat mit der KfW Capital GmbH & Co. KG einen Vertrag (CTFA) zur Nutzung der Corona-Liquiditäts-Fazilität (CLF) durch HTGF KG, HTGF II KG und HTGF III KG abgeschlossen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die bestehenden Beteiligungen zu minimieren. Die von der KfW Capital GmbH & Co. KG im Rahmen der CLF zur Verfügung gestellten Mittel werden von dem jeweiligen High-Tech Gründerfonds treuhänderisch gehalten. Insgesamt wurden im Jahr 2023 EUR 3,8 Mio. (i. Vj. EUR 6,1 Mio.) CLF-Mittel investiert. Die drei Fonds haben Rückflüsse von EUR 36,8 Mio. (i.Vj. EUR 5,0 Mio.) realisiert und an die KfW Capital GmbH & Co. KG ausgeschüttet

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Im Wesentlichen hat die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der administrativen Abwicklung der laufenden Geschäftstätigkeit der HTGF III KG in Höhe von TEUR 6.731 (i. Vj. TEUR 7.463), der HTGF II KG in Höhe von TEUR 4.015 (i. Vj. TEUR 5.615), der HTGF IV KG in Höhe von TEUR 3.593 (i. Vj. TEUR 846), der HTGF KG in Höhe von TEUR 2.377 (i. Vj. TEUR 11.148) sowie der DeepTech & Climate Fonds Management GmbH in Höhe von TEUR 577 (i. Vj. TEUR 123) generiert. Der Umsatzrückgang bei der HTGF I KG ist auf geringere Ansprüche aus DPI- sowie LTI-Zahlungen zurückzuführen. Korrespondierend hierzu ist der Personalaufwand niedriger ausgefallen. Veranstaltungsgebühren haben in Höhe von TEUR 364 (i. Vj. TEUR 325) zum Umsatz beigetragen.

Für die Verteilung der Gemeinkosten im Personal- und Sachaufwand auf die vier Fonds wird ein einheitlicher Allokationsschlüssel verwendet. Grundlage für die Ermittlung des Allokationsschlüssels ist das Verhältnis der nach der Kapazitätsplanung erforderlichen Investmentmanagerkapazitäten je Fonds. Die Kapazitäten werden unter Berücksichtigung von Neugeschäft und Bestandsportfolio ermittelt. Die auf Basis der im Jahr 2023 aktualisierten und vom Investorenbeirat genehmigten Kapazitätsplanung resultierende Verteilung betrug 9 % zulasten der HTGF KG, 24 % zulasten der HTGF II KG, 44 % zulasten der HTGF III KG und 23 % zulasten der HTGF IV. Da der Bestand der HTGF KG sowie der HTGF II KG in der Desinvestitionsphase weiter rückläufig ist sinken hier die Anteile der Fonds an den Verwaltungskosten der Management GmbH. Die HTGF III KG wird in den nächsten Jahren durch die Übernahme der Kosten durch die HTGF IV KG entlastet, da diese nun sukzessive ihr Portfolio aufbaut und deutlich mehr Kapazitäten hierfür in Anspruch nehmen wird als in der Vergangenheit. Perspektivisch wird die HTGF IV KG zukünftig die Hauptlast der Gemeinkosten tragen.

Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 332 (i. Vj. TEUR 777) wurden im Wesentlichen durch die Weiterbelastung von Notar-, Personal- und Reisekosten sowie durch die Auflösung von Rückstellungen generiert.

Den Erträgen stehen im Wesentlichen Aufwendungen für das Management der vier Fonds von TEUR 17.497 (i. Vj. TEUR 26.130) sowie Aufwendungen für Veranstaltungen von TEUR 471 (i. Vj. TEUR 546) gegenüber.

Aufgrund des Service Level Agreements mit der DTCF Management GmbH, das neben der Kostenerstattung einen Gewinnaufschlag vorsieht, wurde ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 9) erwirtschaftet.

Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 173 (i. Vj. TEUR 134):

Die Gesellschaft finanziert ihre Geschäftstätigkeit durch Umsatzerlöse für die administrative Abwicklung der laufenden Geschäftstätigkeit der High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG, der High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG, der High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG sowie der High-Tech Gründerfonds IV GmbH & Co. KG. Akontozahlungen auf die Tätigkeitsvergütung werden bedarfsweise im Voraus (i. d. R. monatlich) auf Basis der vom Investorenbeirat genehmigten Budgets abgerechnet. Am Jahresende erfolgte die Schlussrechnung. Weiterhin bekommt die Gesellschaft für ihre Dienstleistung an die DTCF Management GmbH eine Vergütung, die sich maßgeblich an einer Kapazitätsplanung für das jeweilige künftige Geschäftsjahr zuzüglich eines Aufschlagfaktors bemisst.

Durch die monatlich im Voraus überwiesenen Akontozahlungen der liquiden Fonds und der DTCF Management GmbH ist die Zahlungsfähigkeit der HTGF Management GmbH gesichert.

Durch § 9.1.4 der Gesellschaftsverträge der HTGF KG, der HTGF II KG, der HTGF III KG und der HTGF IV KG ist sichergestellt, dass Beträge, die die Gesellschaft aufgrund bindender Verpflichtungen benötigt und die nicht durch die Tätigkeitsvergütungen beglichen werden können, gegen Rechnung von den vier Fonds zur Verfügung gestellt werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 5.070 (i. Vj. TEUR 13.406). Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen setzen sich insbesondere aus der EDV-Ausstattung, Hard- und Software sowie Büromöbelausstattung zusammen. Wesentliche stille Reserven oder bilanzunwirksames Vermögen bestehen nicht.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistung der Gesellschaft wird hauptsächlich an der Zielerreichung für das Neugeschäft, den Anschlussfinanzierungen sowie Exits gemessen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 47 Closings (i. Vj. 43) durchgeführt. Die Gesellschaft hat 169 Anschlussfinanzierungsrunden für das Portfolio der vier Fonds mit einem Gesamtvolumen von EUR 851 Mio. (i. Vj. EUR 523 Mio.) durchgeführt. Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft 13 erfolgreiche Exits.

Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft insgesamt 229 Transaktionen abgeschlossen.

Netzwerk, Fachwissen und Erfahrungen der Mitarbeiter sind die Grundlagen für eine gute Performance der High-Tech Gründerfonds. Die Mitarbeiterbindung an die Gesellschaft stellt daher einen bedeutenden Leistungsindikator dar.

Im Geschäftsjahr lag die Fluktuation im Gesamtteam bei 10 % (i. Vj. 8,9 %) und damit unterhalb des angestrebten Maximalwerts von 12,5 %.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Trotz eines herausfordernden Jahres 2023 ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sehr zufrieden. Die High-Tech Gründerfonds haben alle Ziele erreicht und teilweise übertroffen. Das Neugeschäft, die Exits sowie Volumina bei den Anschlussfinanzierungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 weiter positiv entwickelt. Das Fundraising für die HTGF IV KG hat die Erwartungen ebenfalls deutlich übertroffen. Insgesamt hat der neue Fonds 47 Investoren, davon 45 Wirtschaftsunternehmen, und ein Volumen von fast EUR 500 Mio.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Als Managementgesellschaft der HTGF KG, der HTGF II KG, der HTGF III KG und der HTGF IV KG hat die Gesellschaft die Aufgabe, Chancen zu nutzen und Risiken der Fonds aus der Beteiligungsfinanzierung zu minimieren.

Zur Kontrolle und Steuerung der Risiken sowie zur Beurteilung der Gesamtrisikosituation der Gesellschaft verfügt die HTGF Management GmbH über ein Risikomanagementsystem. Elementarer Bestandteil ist die quartalsweise Überwachung aller Risiken mithilfe von Indikatoren und Grenzwerten. Darüber hinaus sind ad hoc-Meldungen im System vorgesehen. Jede Limitüberschreitung wird direkt an die Geschäftsführung gemeldet. Generelle Zielsetzung ist, möglichst frühzeitig Risikofelder zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Daher sind die Limits sensibel eingestellt.

Chancen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems nicht erfasst.

Ferner erfolgt regelmäßig die Bewertung der Beteiligungen. Jede Beteiligung wird zum 30. Juni und zum 31. Dezember bewertet. Zwischen diesen Bewertungszeiträumen finden ad-hoc Bewertungen statt, wenn die Entwicklung der Portfoliounternehmen dazu Anlass bietet.

Exit-Chancen und -Risiken

Die HTGF Management GmbH sieht in den kommenden Jahren Chancen für ertragreiche Exits, da viele große und mittelgroße Unternehmen und Konzerne auf der Suche nach Innovationen sind. Die Exitmöglichkeiten und die bei Exits zu erzielenden Erlöse hängen dabei stark von der Geschäftsentwicklung der Start-ups, den Käufern und der wirtschaftlichen Lage ab. Im Portfolio der vier Fonds befinden sich viele Unternehmen, die aufgrund ihrer Technologie oder Geschäftsentwicklung für andere Investoren und Käufer interessant sein können. Chancen bestehen darin, dass mittlere und große Unternehmen sowie Finanzinvestoren sich zunehmend für diese High-Tech-Start-ups interessieren. In wenigen Fällen besteht auch die Chance auf erfolgreiche IPOs im In- und Ausland. Risiken bestehen in der aktuellen wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Lage und damit einhergehenden geringeren Exitbewertungen.

Neben vollständigen Unternehmensverkäufen (Trade Sale) besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Börsengangs Unternehmensanteile zu veräußern. Aus unterschiedlichen Gründen sind die Chancen für IPOs in Deutschland im internationalen Vergleich wenig ausgeprägt. In 2023 ist die Anzahl der IPOs in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 3, davon kein VC finanzierter Tech-IPO, gesunken, bei Rückgängen der Erlöse um 33 % (EY Global IPO -Trends 2024).

Des Weiteren hängen die Exitmöglichkeiten stark von der weltweiten Konjunktur- und Zinsentwicklung ab. Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung nur eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % ggü. dem Vorjahr, so dass das wirtschaftliche Umfeld schwierig bleibt (Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung).

Die Unternehmen befinden sich aktuell in einer frühen bzw. reifen Entwicklungsphase und die Innovationspotenziale der Unternehmen fördern die Akquise von frischem Kapital für die Unternehmen und bieten die Chance auf einen erfolgreichen späteren Verkauf. Die frühe Entwicklungsphase ist aber auch mit hohen Risiken verbunden. Zu nennen sind u. a. Managementrisiken, Risiken im Bereich Forschung und Entwicklung sowie Markteinführungs- und Finanzierungsrisiken. Diese Risiken können zu Totalausfällen von Beteiligungen führen.

Ein überplanmäßiger Ausfall von Beteiligungen stellt ein größeres Risko dar. Die zeitliche Verschiebung der geplanten Exits hingegen stellt ein geringes Risiko dar.

Chancen und Risiken aus dem Finanzierungsumfeld

Chancen bietet die starke Transformation, in der sich die Wirtschaft unabhängig von der wirtschaftlichen Lage befindet. Start-ups bieten Lösungen, die helfen die Transformation zu bewältigen. Die Digitalisierung und die Energiewende sind Wachstumstreiber für die Technologieunternehmen, die die Höhe des durch Dritte bereitgestellten Wachstumskapitals positiv beeinflussen.

Weitere Einflussfaktoren auf die Höhe des zur Verfügung stehenden Kapitals sind insbesondere die Renditeentwicklung alternativer Anlagemöglichkeiten, das allgemeine Finanzierungsumfeld und die Konjunkturentwicklung. Die Gefahr ist latent vorhanden, dass zu wenig Mittel für junge Start-up Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die vier Fonds verfolgen weder das Konzept noch verfügen sie über die Finanzkraft, Start-ups allein bis zum Break-even oder Verkauf zu finanzieren, sodass ein Kapitalengpass bei externen Anschlussfinanzierungen zu früheren und höheren Ausfällen führen könnte. Dieses Risiko hat eine große Bedeutung für die vier Fonds. Um dieses Risiko zu minimieren und wegen der Bedeutung der Anschlussfinanzierungen für die Portfoliounternehmen, baut der Fonds sein Netzwerk zu den Kapitalgebern im In- und Ausland kontinuierlich aus. Auf diese Weise sollen die kommenden Anschlussfinanzierungen im Portfolio der HTGF KG, der HTGF II KG, der HTGF III KG und der HTGF IV KG sichergestellt werden.

Risiken aus Garantien

Im Rahmen von Exits ist es unerlässlich, Garantien gegenüber dem Erwerber abzugeben. Die High-Tech Gründerfonds geben nur marktübliche Garantien ab, die in der Höhe auf die Rückflüsse aus den Exits beschränkt bleiben. Sollten Risiken aus Garantien zu erwarten sein, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Dies ist bisher nicht der Fall gewesen, das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Personalrisiken

Fluktuation in der Belegschaft der Gesellschaft hat Auswirkungen auf die erfolgreiche Betreuung des Portfolios der vier Fonds und Realisierung der Exits. Dem Risiko Fluktuation wird daher eine hohe Bedeutung zugemessen. Im Geschäftsjahr lag die Fluktuation im Gesamtteam bei 10 % und damit unterhalb des gesetzten Grenzwerts von 12,5 %. Die Geschäftsführung analysiert regelmäßig die Ursachen der Fluktuation, um den Wert weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Es sind bereits verschiedene Maßnahmen in Kraft wie z.B. variable leistungsorientierte Vergütung, Karriereperspektiven, Teilzeit, flexible Arbeitszeiten, sehr gute Arbeitsinfrastruktur, Maßnahmen zum Belastungsmanagement und persönlichen Weiterentwicklung.

Das aus einer Fluktuation resultierende Risiko liegt darin, dass Schlüsselpersonen mit viel Erfahrung abgeworben werden. Durch ein Wissensmanagementsystem stellt die Gesellschaft sicher, dass Inselwissen, welches mit dem Ausscheiden eines Mitarbeiters verloren gehen könnte, für alle Mitarbeiter zugänglich gemacht wird und der Gesellschaft erhalten bleibt. Außerdem finden zum Zweck des Wissens- und Erfahrungsaustausches mehrmals jährlich interne Workshops und die systematische Dokumentation in einer internen Sharepoint-Lösung und anderen Systemen statt.

Ein hohes Schadenpotenzial liegt ebenfalls im Datenverlust und in Verstößen gegen den Datenschutz. Den Umgang mit sensiblen Daten überwacht ein externer Datenschutzbeauftragter der dhpg Dr. Harzem & Partner mbB.

Ein weiteres Risiko mit mittlerer Bedeutung liegt in der Verletzung interner Vorgaben und Regelwerke. Besonders wichtig ist hier die Beachtung des Vier-Augen-Prinzips. Zur Sicherstellung der Einhaltung wird unter anderem ein Entscheidungstool genutzt, sodass alle relevanten Entscheidungen durch die dazu legitimierten Personen freigegeben und gleichzeitig dokumentiert werden. Die Interne Revision überprüft die Prozessintegrität in wiederkehrenden Prüfzyklen.

it wachsender Mitarbeiterzahl steigen die operationellen Risiken. Verstärkt wird daher auf Schulung der Mitarbeiter sowie auf Einhaltung und Dokumentation von Prozessen geachtet, sodass ein Risiko mit nur geringer Bedeutung besteht.

Um möglichen Risiken aus den vielfältigen steuerlichen und sonstigen Regelungen und Gesetzen zu begegnen, achtet die Gesellschaft auf die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie auf rechtliche Beratung durch externe Spezialisten.

Zusammenfassende Darstellung

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine den Fortbestand der HTGF Management GmbH gefährdenden Risiken. Es sind keine Entwicklungen erkennbar, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für die Zukunft wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen könnten.

Prognosebericht und Gesamteinschätzung

Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit der HTGF KG wird im Jahr 2024 vor allem auf dem weiteren Abbau des Portfolios durch Verkäufe liegen, um die im Portfolio befindlichen 33 Unternehmen bis Ende 2025 vollständig zu veräußern. Die Laufzeit des Fonds ist in 2022 von den Gesellschaftern bis zum Ende des Jahres 2025 verlängert worden. Der Geschäftsplan sieht den Abbau von 12 Unternehmen und Rückflüsse von EUR 42,0 Mio. vor. Nicht werthaltige Unternehmen werden im Rahmen - sofern möglich - für EUR 1 bzw. niedrige Beträge veräußert. Der Fokus der Betreuung für das verbleibende Bestandsportfolio wird weiterhin die werthaltige Entwicklung sein.

Bei der HTGF II KG wird auch im Jahr 2024 der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit auf der Betreuung zur werthaltigen Entwicklung und Veräußerung von Beteiligungen sowie der Einwerbung von Anschlussfinanzierungen für das Restportfolio aus 92 aktiven Unternehmen liegen. Der Geschäftsplan der Gesellschaft sieht Rückflüsse von EUR 6,7 Mio. vor.

Nach dem Ende der Investitionsphase der HTGF III KG im Jahr 2022 wird der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2024 auf der Betreuung zur werthaltigen Entwicklung und Veräußerung von Beteiligungen sowie der Einwerbung von Anschlussfinanzierungen für die 169 Portfoliounternehmen liegen. Für das Jahr 2024 erwartet die HTGF III KG den Abschluss weiterer Exit-Transaktionen. Der Geschäftsplan der Gesellschaft sieht Rückflüsse von EUR 8,4 Mio. vor.

Die HTGF IV KG wird sich zukünftig auf den Aufbau des Beteiligungsportfolios konzentrieren. Nach einem sehr erfolgreichen Start im Jahr 2023 mit 42 Seed-Closings für den HTGF IV sind für das Jahr 2024 weitere 37 neue Seed-Beteiligungen vorgesehen.

Ein weiteres zentrales Ziel der HTGF IV KG ist die Schaffung von Mehrwehrt für die Fondsinvestoren. Dies geschieht u. a. durch eine persönliche Betreuung durch Investment Manager, Know-how Transfer, die Vernetzung der Wirtschaftsinvestoren des Fonds untereinander und mit den Portfoliounternehmen sowie Schaffung von signifikantem Mehrwert für die Fondsinvestoren aus Kooperationen mit Portfoliounternehmen, Co-Investments bzw. Übernahmen im Portfolio.

Bezüglich der geplanten Rückflüsse gilt für die Fonds des HTGF, dass sich Unternehmensverkäufe nicht konkret planen lassen, sondern davon abhängen, dass überhaupt ein Käufer Interesse an einem Portfoliounternehmen signalisiert, ein attraktiver Kaufpreis realisierbar ist und Einigkeit im Gesellschafterkreis über den Unternehmensverkauf erzielt wird. Dadurch kann es zu Verschiebungen der Planrückflüsse auf der Zeitachse kommen.

Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Trotz gesunkener Energiekosten und gesunkener Inflation im Jahr 2023 sind beide Positionen weiterhin über dem Vorkrisenniveau. Die Zinsen bleiben ebenfalls hoch, wobei der Zinshöhepunkt aber überschritten sein dürfte. Die Bundesregierung hat verschiedene Initiativen eingeleitet, um die Belastungen zu reduzieren und die Dynamik zu erhöhen. Die Stärkung von Start-ups (u.a. mit Mitteln aus dem Zukunftsfonds), die Schaffung von Anreizen für Investitionen und die effizientere Nutzung des Kapitals stehen im Vordergrund (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2024). Innovationen sollen erleichtert und die digitale Transformation vorangetrieben werden.

Für den Jahresverlauf 2024 soll die Personalstärke des HTGF leicht steigen und die Fluktuation weiter unter dem angestrebten Maximalwert von 12,5 % gehalten werden, um auch zukünftig mit ausreichender Kapazität das Neugeschäft sowie eine adäquate Dealbetreuung realisieren zu können.

Die Tätigkeitsvergütungen der HTGF KG, der HTGF II KG, der HTGF III KG und der HTGF IV KG werden zu einem ausgeglichenen Jahresergebnis führen. Zusammen mit der Verwaltungsvergütung für die DeepTech & Climate Fonds Management GmbH, die einen moderaten Aufschlag enthält, geht die Gesellschaft von einem leicht positiven Ergebnis für das Jahr 2024 aus.

 

Bonn, den 28. März 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Alexander von Frankenberg und Proschlitz

Guido Schlitzer

Romy Schnelle

Nachrichten & Medien

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