Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 20399
Eingetragen
11.5.2007
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.Entwicklung und Programmierung von Internetpräsentationen
Gegenstand
die Entwicklung, die Einführung und der Vertrieb von Datenverarbeitungsprogrammen für Internet-basierte und mobile Anwendungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Fuoto
seit 14.7.2021
Vorstandsmitglied
Ravi Kumaraswami
seit 14.7.2021
Vorstandsmitglied
Andreas Knoor
seit 1.8.2019
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

e-Spirit AG

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Anhang 2016

1. Wirtschaftliche Grundlagen

Gegenstand unseres Unternehmens ist die Entwicklung, die Einführung und der Vertrieb von Datenverarbeitungsprogrammen für Internet-basierte und mobile Anwendungen.

Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an anderen Unternehmen mit gleichartigem Gegenstand beteiligen, diese erwerben oder deren Vertretung übernehmen.

2. Allgemeine Angaben

Die e-Spirit AG, Dortmund (nachfolgend Gesellschaft), ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie hat ihren Sitz in Dortmund, BRD. Die Anschrift lautet: e-Spirit AG, Stockholmer Allee 24,44269 Dortmund. Das zuständige Registergericht befindet sich ebenfalls in Dortmund (HRB 20399).

Die neuen Regelungen des im Juli 2015 verabschiedeten Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (BilRUG) wurden im vorliegenden Abschluss erstmalig angewendet. Die erstmalige Anwendung der neuen Regelungen des HGB führte zu Ausweisänderungen in der Gewinn-und Verlustrechnung. Aufgrund der Aufhebung der Begrenzung der Umsatzerlöse auf für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typische Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen werden bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge zum Teil unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Daher ist die Vergleichbarkeit zu den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt und vermittelt ein entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Alle Angaben erfolgen in EUR. Daraus können sich Rundungsdifferenzen zwischen Einzelpositionen und Gesamtsummen ergeben.

Die Gesellschaft hat am 14.03.2013 mit der adesso AG, Dortmund, einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag wurde mit Zustimmung der Hauptversammlung, erstmals für das Geschäftsjahr 2013 wirksam. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 24. Juni 2013.

Gemäß der Regelung des § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 mittelgroß. Die Bilanzsumme, die Umsatzerlöse und die Beschäftigungszahl betrug in den letzten beiden Geschäftsjahren:

Jahr Bilanzsumme
EUR
Umsätze
EUR
Beschäftigte Anzahl *)
2015 8.953.870,74 16.784.674,14 123
2016 9.100.661,78 17.032.006,28 121

*) Durchschnitt, dabei ohne Auszubildende und Vorstand

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

AKTIVA

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten (gem. § 255 Abs. 1 HGB) bilanziert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear auf die jeweilige entsprechende Nutzungsdauer vorgenommen. Bei der Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer werden betriebsindividuelle sowie technische und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt.

Geringwertige Anlagegüter werden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung, bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem Ausfallrisiko bei den branchenüblichen Forderungen wird durch ausreichend bemessene, individuell und pauschal ermittelte Wertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen in ausländischer Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt ihrer Entstehung oder, wenn niedriger, mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Stichtag, welche einem bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag als Aufwand zuzurechnen sind.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 4.450,0 (Vorjahr TEUR 4.450,0).

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden mit Ihrem Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungen sind zum Stichtag mit dem Devisenkassakurs bewertet. Sofern bei Positionen der Aktivseite/Passivseite der Stichtagkurs unter/über dem Entstehungskurs liegt, wird die Differenz ergebniswirksam erfasst. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip entsprechend der Regel des § 256a HGB nicht angewandt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgend aufgeführten Anlagenspiegel erläutert:

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2016
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. EDV-Software sowie Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 695.723,09 51.200,00 105.000,00 4.112,33 847.810,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.977.751,07 0,00 0,00 0,00 3.977.751,07
3. Geleistete Anzahlungen 105.000,00 0,00 -105.000,00 0,00 0,00
  4.778.474,16 51.200,00 0,00 4.112,33 4.825.561,83
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.051.793,21 66.784,05 0,00 2.555,73 1.116.021,53
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 138.889,00 0,00 0,00 0,00 138.889,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.136.366,50 4.265.000,00 0,00 4.808.821,31 4.592.545,19
  5.275.255,50 4.265.000,00 0,00 4.808.821,31 4.731.434,19
  11.105.522,87 4.382.984,05 0,00 4.815.489,37 10.673.017,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2016
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. EDV-Software sowie Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 647.083,72 74.120,00 0,00 4.111,33 717.092,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.387.844,07 265.316,00 0,00 0,00 2.653.160,07
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.034.927,79 339.436,00 0,00 4.111,33 3.370.252,46
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.626,21 140.355,05 0,00 2.553,73 792.427,53
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 137.407,47 0,00 54.601,05 0,00 82.806,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.836.366,50 0,00 2.793.821,31 0,00 1.042.545,19
  3.973.773,97 0,00 2.848.422,36 0,00 1.125.351,61
  7.663.327,97 479.791,05 2.848.422,36 6.665,06 5.288.031,60
Buchwerte
31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software sowie Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 130.718,37 48.639,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.324.591,00 1.589.907,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 105.000,00
  1.455.309,37 1.743.546,37
II. Sachanlagen    
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.594,00 397.167,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.082,58 1.481,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.550.000,00 1.300.000,00
  3.606.082,58 1.301.481,53
  5.384.985,95 3.442.194,90

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Stabilität und die Bestandsdauer der Branche sowie der Lebenszyklus der Produkte rechtfertigen diese Nutzungsdauer.

Sachanlagen

Unter den Sachanlagen werden im Wesentlichen Büroeinrichtungen und EDV-Hardware ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nach der linearen Methode berechnete Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Bezüglich der Anteile an verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zum Anteilsbesitz.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen EUR 3.550.000,00 (Vorjahr EUR 1.300.000,00). Dabei handelt es sich um ein Darlehen an die adesso AG, Dortmund, welches im aktuellen Geschäftsjahr um EUR 3.000.000,00 erhöht wurde. Tilgungen wurden im Höhe von EUR 750.000,00 getätigt.

Die Ausleihungen gegenüber der e-Spirit Inc. wurden in den Vorjahren (2013 - 2015) zu jeweils 100% wertberichtigt, insgesamt EUR 2.793.821,31. Im Berichtsjahr ist die Ursache der Wertminderung entfallen. Entsprechend wurde eine Wertaufholung des kompletten Betrags vorgenommen.

Des Weiteren wurden der e-Spirit Inc. im Berichtsjahr weitere Ausleihungen in Höhe von EUR 1.265.000,00 gewährt.

Aufgrund der bestehenden Aufrechnungslage gemäß § 387 BGB werden die Ausleihungen von insgesamt EUR 4.058.821,31, bestehend aus der Zuschreibung in Höhe von EUR 2.793.821,31 sowie den neuen Ausleihungen in Höhe von EUR 1.265.000,00, mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft gegenüber der e-Spirit Inc. verrechnet (saldierter Ausweis).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.004.192,61 (Vorjahr EUR 3.683.870,64) sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung von 1% bewertet. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen EUR 301.182,42 (Vorjahr EUR 283.489,27) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 237.128,25 (Vorjahr EUR 273.085,10) sowie Zinsforderungen in Höhe von EUR 64.054,17 (Vorjahr EUR 10.404,17).

Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter betragen EUR 190.505,26 (Vorjahr EUR 22.995,11). Eine Saldierung mit den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 2.352,25 (Vorjahr EUR 45.416,05) wird nicht vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zinsforderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von EUR 621.779,16 (Vorjahr EUR 1.895.312,30) wertberichtigt. Der Rückgang der Wertberichtigung resultiert aus der Begleichung einer Ende des Vorjahres vollständig wertberichtigten Forderung gegen die e-Spirit Inc.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 45.848,28 (Vorjahr EUR 10.709,97). Sie enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Mitarbeiterdarlehen und Kautionen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 24.295,88 (Vorjahr EUR 4.500,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Zum Stichtag beträgt der Bestand der liquiden Mittel EUR 169.224,46 (Vorjahr EUR 1.215.049,27).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Aufwendungen für das Folgejahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 4.450.000,00. Es ist eingeteilt in 4.450.000 Namensaktien im Nennbetrag von EUR 1,00/Stück.

Die gesetzlichen Rücklagen betragen EUR 113.100,41. Eine Zuführung im lfd. Geschäftsjahr erfolgte aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der adesso AG, Dortmund, nicht.

Rückstellungen

Stand 01.01.2016
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
Jahresabschlusskosten 30.230,00 30.230,00 0,00 34.707,00 34.707,00
Personalrückstellungen 1.552.327,68 1.187.479,03 24.912,14 984.763,49 1.324.700,00
Sonstige Rückstellungen 352.694,97 328.816,30 1.983,62 338.114,95 360.010,00
Gewährleistung 277.000,00 23.000,00 0,00 0,00 254.000,00
  2.212.252,65 1.569.525,33 26.895,76 1.357.585,44 1.973.417,00

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgabe und nachkommende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 1.271.374,53 (Vorjahr EUR 118.718,20) und resultieren in Höhe von EUR 537.640,57 (Vorjahr EUR 84.643,19) aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aufgrund eines mit der adesso AG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages in Höhe von EUR 733.733,96 (Vorjahr EUR 32.075,01) enthalten. Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter EUR 735.361,93 (Vorjahr EUR 77.491,06).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen EUR 175.243,16 (Vorjahr EUR 562.449,53) und enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 154.050,60 (Vorjahr EUR 545.682,62), Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersvorsorge in Höhe von EUR 4.949,60 (Vorjahr EUR 4.151,50) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 8.702,76 (Vorjahr EUR 11.722,91) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7.540,20 (Vorjahr EUR 892,50).

Verbindlichkeitenspiegel

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

2016 2015
in EUR mit einer Restlaufzeit von in EUR mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 40.527,50 40.527,50 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 321.868,66 321.868,66 0,00 0,00 440.072,54 440.072,54 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.271.374,53 1.271.374,53 0,00 0,00 118.718,20 118.718,20 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 175.243,16 175.243,16 0,00 0,00 562.449,53 562.449,53 0,00 0,00
Summe 1.768.486,35 1.768.486,35 0,00 0,00 1.161.767,77 1.161.767,77 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Dauerschuldverhältnisse:

Die Gesellschaft hat verschiedene Miet-, Leasing- und Serviceverträge abgeschlossen, deren Aufwand sich nach dem Stand zum Abschlussstichtag wie folgt beläuft:

Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
1 -5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
1. Mieten Gebäude 1.315.448,64 449.251,68 866.196,96 0,00
2. Leasing 294.833,74 146.092,91 148.740,83 0,00
3. Sonstige Verträge 579.978,65 141.580,85 438.397,80 0,00
  2.190.261,03 736.925,44 1.453.335,59 0,00

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen Gebäude beziehen sich auf Mieten ohne Nebenkosten.

Haftungsverhältnisse

Wechselobligo, Bürgschaften sowie Verbindlichkeiten aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden nicht.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Wartungs- und Lizenz- Umsätze für das Folgejahr.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Im Geschäftsjahr wurden Zuschreibungen auf die Ausleihungen gegenüber der e-Spirit Inc. in Höhe von EUR 2.793.821,31 und Zuschreibungen auf die Anteile an der e- Spirit Inc. in Höhe von EUR 54.601,05 vorgenommen, da der Grund für die außerplanmäßigen Abschreibungen der Vorjahre entfallen ist. Des Weiteren wurden Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 1.284.755,45 erfasst. Die Wertaufholung betrifft in Höhe von EUR 1.278.929,73 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der e- Spirit Inc. Die Zuschreibungen auf die Ausleihungen, Forderungen und Anteile an der e-Spirit Inc. stehen im direktem Zusammenhang mit den Kostenerstattungen (siehe Angaben zum sonstigen betrieblichen Aufwand), welche die Gesellschaft der e-Spirit Inc. gewährt hat. Die Kostenerstattungen enthält eine Market-Entry-Compensation für die Jahre 2011 bis 2015. Auf Grund dieser Kostenerstattung waren die genannten Aktivposten wieder werthaltig.

Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 1.635.351,61 erfasst. Die betroffenen Finanzanlagen sind im Wesentlichen Ausleihungen an die e-Spirit UK Ltd und e-Spirit Inc.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.393,08 (Vorjahr EUR 4.605,44) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 26.895,76 (Vorjahr EUR 101.980,36) enthalten.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 96.410,84 (Vorjahr EUR 95.688,11) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 9.822.432,56 und enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 4.784.336,82 (Vorjahr EUR 0,00), die insbesondere aus einer Kostenerstattung gegenüber der e-Spirit Inc. in Höhe von EUR 4.716.684,38 resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 19.024,74 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 233.398,99 (Vorjahr: EUR 132.701,30).

Entsprechend dem abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag ist unter der GuV-Position "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn" die Ergebnisabführung in Höhe von EUR 733.733,96 (Vorjahr EUR 19.984,50) an die adesso AG, Dortmund, ausgewiesen.

6. Sonstige Angaben

Vorstand

Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die Vorstände:

Herr Dipl.-Inform. Jörn Bodemann

Vorstand (Vorsitzender)

Herr Dipl.-Wirtschaftsing. Christoph Junge

Vorstand adesso AG

Herr Kaufmann Udo Sträßer

Vorstand ab 15. Februar 2016 (Bestellung)

Herr Dipl.-Betriebswirt (FH) Johannes Häusele

Vorstand (Herr Häusele ist zum 29. Februar 2016 ausgeschieden)

Die Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft jeweils allein. Sie dürfen Rechtsgeschäfte mit sich als Vertreter eines Dritten abschließen (Teilbefreiung von § 181 BGB).

Auf Nennung der Vorstandsbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Den Mitgliedern des Vorstands wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:

Herr Kaufmann Michael Kenfenheuer (Vorsitzender)

Co-Vorstandsvorsitzender adesso AG

Herr Dr. Rüdiger Striemer (stellv. Vorsitzender)

Co-Vorstandsvorsitzender adesso AG

Herr Professor Dr. Volker Gruhn

Universitätsprofessor an der Uni Duisburg-Essen

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr keine Vergütungen. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand 2 und Auszubildende 11) betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 120 (Vorjahr 116), davon sämtliche als Angestellte auf Voll- bzw. Teilzeitbasis.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die adesso AG, Dortmund. Die adesso AG, Dortmund, ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB Nr. 20663. Die adesso AG hält 100% der Anteile der Gesellschaft.

Angaben zum Konzernabschluss

Die adesso AG, Dortmund, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS und den ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2016 auf. Die Gesellschaft wird nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der adesso AG, Dortmund, einbezogen. Der Konzernabschluss und die weiteren offen zu legenden Unterlagen werden dem elektronischen Bundesanzeiger übermittelt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Unternehmen Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 2016 Jahresergebnis 2016
e-Spirit UK ltd., London/Großbritannien 100,0 -1.284 TGBP -191 TGBP
e-Spirit Inc., Sitz Delaware, Büro Boston/USA 100,0 471 TUSD 5.260 TUSD
e-Spirit AG, Sitz Zürich, Schweiz 100,0 -208 TCHF 39 TCHF

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2017 trat kein Ereignis ein, das für die Gesellschaft von so wesentlicher Bedeutung ist, dass es zu einer gegenüber dem Jahresende 2016 veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führt.

 

Dortmund, 01. März 2017

Jörn Bodemann

Christoph Junge

Udo Sträßer

Lagebericht 2016

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Die deutsche IT-Branche konnte in 2016 wiederum eine insgesamt positive Jahresbilanz ziehen. Die Digitalbranche ist eine Wachstumsbranche, das betrifft gleichermaßen Umsätze wie Arbeitsplätze. In diesem konjunkturellen Umfeld haben wir im Geschäftsjahr 2016 ein zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnen können. Dabei haben wir insbesondere im Produktbereich mit unserem Content Management System FirstSpirit aufgrund einer Vielzahl von Neukunden sowie gestiegener Wartungserlöse aus neu verkauften Lizenzen im laufenden und im Vorjahr ein Umsatzwachstum verzeichnen können.

Die Strategie von e-Spirit, den High-End-Markt für Content Management Systeme mit technologisch führenden und innovativen Funktionen zu besetzen, wurde 2016 weiter voran getrieben. Das Produkt FirstSpirit ist bestens geeignet für große Datenvolumina mit einer hohen Veränderungsgeschwindigkeit der Datenbestände sowie für die Einbindung einer Vielzahl von externen Datenquellen. FirstSpirit gehört zu den führenden Systemen weltweit und ist eines der wenigen ausgesuchten Unternehmen, die die Analysten von Gartner in den Magic Quadrant aufgenommen haben. Mit dem zusätzlichen Paradigma Content as a Service sowie der Vorbereitung der Architektur auf das Zukunftsthema Digital Signage hat e-Spirit im Berichtsjahr wichtige Funktionalitäten und den Grundstein für weiteres Wachstum geschaffen.

e-Spirit hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich und mit einem deutlichen Gewinnanstieg abgeschlossen.

Umsatzentwicklung

Im Jahr 2016 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf 17,0 Mio. EUR. Die Umsatzsteigerung wurde überwiegend aus steigenden Wartungsumsätzen generiert. Der Umsatz mit Lizenzen im Ausland ist insbesondere durch den Trend in den USA zu zeitanteiligen Geschäftsmodellen wie Software as a Service trotz einer Reihe von bedeutenden Neukunden nicht gewachsen. Hier wird sich der positive Effekt erst zeitverzögert einstellen.

Personal - u. Sozialbereich

Zum 31.12.2016 beschäftigte die e-Spirit 134 Mitarbeiter (Vorjahr: 123 Mitarbeiter). Einen Betriebsrat gibt es weder bei der e-Spirit AG noch bei ihren Tochtergesellschaften.

Darstellung der Lage

Ertrags, Vermögens- und Finanzlage

Durch den Abschluss einer Vereinbarung mit der e-Spirit Inc. bzgl. der Market-Entry-Compensation für die Kosten des Markteintrittes und der Marktbearbeitung in den USA wurden periodenfremde Aufwendungen wie auch Zuschreibungen auf Ausleihungen sowie die Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen erfasst. Der Ertrag aus Zuschreibungen auf Finanzanlagevermögen betrug 2,8 Mio. EUR; der Ertrag aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung 1,3 Mio. EUR.

Der Materialaufwand setzt sich weitgehend aus Fremdleistungskosten für Kundenprojekte und den Partnermodulen als Bestandteil der verkauften Gesamtlizenzpakete zusammen. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen in Einführungsprojekten oder bei der Abwicklung von Projekten durch die Implementierungspartner werden Fremdleister in e-Spirit Projekte eingebunden. e-Spirit unterhält einen eigenen Professional Service Bereich für anspruchsvolle Kundenprojekte; Partner rechnen oft direkt mit dem Endkunden ab. Handel mit Waren, meist in Form von projektspezifischer Hard- und Software, wird in nur geringem Umfang umgesetzt und steht nicht im strategischen Fokus von e-Spirit. Der Materialaufwand stieg durch den Mehreinsatz von Fremdleistern von 1,3 Mio. EUR im Vorjahr um 12 % auf 1,5 Mio. EUR.

Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt am Jahresende 134 (Vorjahr: 123). Es werden mehrere Teilzeitmitarbeiter beschäftigt, so dass der Stand an umgerechneten Vollzeitkräften (FTE) am Jahresende 123 (Vorjahr: 122) beträgt. Die Personalkosten stiegen um 3 % auf 9,2 Mio. EUR und machten mit 54 % von den Umsatzerlösen den mit Abstand bedeutendsten Kostenanteil aus.

Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 480 TEUR (Vorjahr: 458 TEUR), davon Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte wie im Vorjahr 265 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 4,8 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR gestiegen und enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), die insbesondere aus einer Kostenerstattung gegenüber der e-Spirit Inc. resultieren.

Das Finanzergebnis beträgt 230 TEUR (Vorjahr: -1.503 TEUR) und resultiert insbesondere aus Ausleihungen an den Gesellschafter. Im Vorjahr wurde das Finanzergebnis wesentlich durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.635 TEUR, die aus der Bewertung von Ausleihungen resultieren, beeinflusst.

Ferner besteht ein mit der adesso AG, Dortmund, geschlossener Gewinnabführungsvertrag vom 14. März 2013, der eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren hat. Ertragssteuern fallen durch den geschlossenen Organkreis in der e-Spirit AG nicht an. Die oben beschriebenen Sachverhalte führten zu einem abzuführenden Gewinn im Geschäftsjahr von 734 TEUR nach 20 TEUR im Vorjahr.

Das ausgewiesene Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 4.450.000 EUR. Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert aus der Umwandlung der The e-Spirit Company GmbH in die e-Spirit AG im Jahr 2007 wird planmäßig über 15 Jahren abgeschrieben. Zum Stichtag betrug der Geschäfts- oder Firmenwert 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Stichtag 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR), wobei zum Stichtag 3,6 Mio. EUR als Darlehen an die Muttergesellschaft der e-Spirit AG herausgereicht waren (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR). Zinstragende Finanzschulden bestanden zum Stichtag am 31. Dezember 2016 nicht. Durch die Abrechnung der jährlichen Wartungsgebühren vorab zum Jahresbeginn, startet e-Spirit regelmäßig mit einem zusätzlich erhöhten Cashpolster in das zweite Quartal eines Jahres.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen veränderten sich von insgesamt 4,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,3 Mio. EUR.

In den liquiden Mitteln sind geschäftstypisch größere Positionen enthalten, die in den ersten Monaten des Jahres 2017 zur Auszahlung kommen. Größte Posten sind die im ersten Quartal 2017 auszuzahlenden variablen Gehaltsbestandteile für 2016.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Entwicklung der Tochtergesellschaften

Die Geschäfte der e-Spirit UK Ltd. in England sind auf niedrigem Niveau stabil. Es wird für 2017 trotz bestehender Vertriebsvorgänge nicht mit einem positiven Ergebnisbeitrag gerechnet.

Die Umsätze der e-Spirit Inc. in den USA sind 2016 nicht weiter gestiegen. Der Fokus liegt auf der weiteren Etablierung der Marke FirstSpirit und dem damit verbundenen Ausbau der Bereiche Vertrieb, Marketing und Personal. Die Kosten werden daher auch im Folgejahr die Umsätze übersteigen.

Die Umsätze der e-Spirit Schweiz AG sind 2016 nicht weiter gestiegen. Die Gesellschaft hat dennoch ein positives Ergebnis erzielt und es wird erwartet, dass die Landesgesellschaft weiterhin ein positives Ergebnis beitragen wird.

Forschung und Entwicklung

e-Spirit entwickelt Softwareprodukte auf Basis von vorhandenen Standards und mit Werkzeugen für die Softwareentwicklung, die von Dritten beschafft werden. Eigene Forschung wird nicht betrieben. Die eigenen Softwareentwickler sind auch in kundenseitige Erweiterungen des Produkts FirstSpirit sowie in Problembehebung eingebunden. Ein separater Ausweis der Entwicklungskosten für das Produkt wird wegen eines im Verhältnis zur Erkenntnis hohen Aufwands für Zuordnung und laufende Erfassung nicht vorgenommen. Die Entwicklung der Software findet ausschließlich am Geschäftssitz in Dortmund statt.

Corporate Governance

e-Spirit ist eine nicht börsennotierte, mittelgroße Aktiengesellschaft. Folgend werden Angaben zu den Organen der Gesellschaft sowie Aussagen zu Risiken und dem internen Steuerungssystem dargestellt.

Vorstand

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Darüber hinaus gibt es keine Gremien mit Entscheidungsbefugnis für die Gesellschaft. Eine Geschäftsordnung für die Vorstandsarbeit ist nicht eingerichtet. Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr aus drei Vorständen: Jörn Bodemann (Vorsitzender), Udo Sträßer, Christoph Junge und bis zum 29.02.2016 Johannes Häusele. Herr Junge ist zugleich Mitglied des Vorstands der Muttergesellschaft, adesso AG, Dortmund, welche 100 Prozent der Aktien der e-Spirit AG hält. Die Bestellung zum Vorstand ist für Herrn Junge nicht mit Vorstandsbezügen oder sonstigen Vergütungen verbunden. Herr Bodemann und Herr Sträßer erhalten neben einem Festgehalt jeweils einen variablen Gehaltsbestandteil, der an das Erreichen von festgelegten Zielen geknüpft ist. Für 2016 werden variable Gehaltsbestandteile zur Auszahlung kommen. Die Vorstandsmitglieder sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Die Mitglieder des Vorstands stehen in keiner verwandtschaftlichen Beziehung zueinander oder zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des erweiterten Managements.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Er besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist teilweise mit aktiven Mitgliedern des Vorstands der Muttergesellschaft adesso AG besetzt. Zum Stichtag sind dies Herr Michael Kenfenheuer (Vorsitzender), Herr Dr. Rüdiger Striemer und Herr Prof. Dr. Volker Gruhn. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder. Für grundlegende Geschäfte des Vorstands wird die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt. Der Aufsichtsrat hat sich keine Geschäftsordnung gegeben. Ausschüsse wurden nicht gebildet. Eine Altersbegrenzung für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht vorgesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung. Beratungs- oder Vermittlungsverträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen nicht.

Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.e-Spirit verfügt über ein System von Prozessen und Daten zur Überwachung von Risiken für das Unternehmen. Ein spezialisiertes Softwaresystem ausschließlich für das

Risikomanagement wird bislang nicht eingesetzt. e-Spirit setzt stattdessen auf das integrierte Finanz- und Ergebnisplanungs- und -controllingsystem des Hersteller Corporate Planning AG. In einer zentralen Datenbank werden Plan- und Ist-Daten für das Reporting vorgehalten. Die laufenden Geschäftszahlen werden direkt aus der Finanzbuchhaltung eingespielt. Zusätzlich werden Kennzahlen wie zum Beispiel verfügbare Liquidität oder der Forderungsbestand geführt.

Für wesentliche Risiken, wie zum Beispiel fehlende Verträge, hohe Außenstände einzelner Kunden oder Projekte mit Annäherung zur Budgetgrenze sind feste Berichtswege definiert.

Jedes Projekt wird in einer hierfür geeigneten und extern beschafften Softwareanwendung angelegt und kontrolliert. Die Mitarbeiter buchen die geleisteten Stunden in dieses System, so dass ein ständiger Abgleich zwischen budgetiertem und Ist-Aufwand erfolgen kann. Die Auslastung der Mitarbeiter ist ebenfalls aus dem System ersichtlich, so dass frühzeitig Leerlaufzeiten erkannt werden können.

Für e-Spirit als Softwareprodukthersteller und -vertreiber ist die permanente Beobachtung der Vertriebsfortschritte beim Verkauf von Lizenzen für ein frühzeitiges Erkennen von Planabweichungen wichtig. Die Vertriebspipeline wird in einem der weltweit führenden CRM-Systeme gepflegt und mindestens einmal im Monat detailliert bewertet.

Im Rahmen einer Risikoinventur wurden die folgenden Risiken für e-Spirit als relevant eingeschätzt und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Im Wesentlichen werden hier Risiken aufgeführt, deren Eintreten eine Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge hätte. Darüber hinaus ist e-Spirit möglicherweise weiteren Risiken ausgesetzt, die derzeit jedoch noch nicht bekannt sind oder die zum jetzigen Zeitpunkt nicht als wesentlich eingeschätzt werden. Zum Stichtag und zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts wurden zwei Risiken als bedeutend bewertet:

Risiken aus der Unterschreitung von Planumsätzen

e-Spirit hat im Jahr 2016 weiter in Wachstum investiert und die Fixkosten durch den Ausbau der Mitarbeiterzahl erhöht. Der Ausbau der Vertriebsgesellschaften insbesondere in den USA, aber auch in UK und der Schweiz lassen weitere laufende Fixkosten entstehen. Die Deckung der gestiegenen Fixkosten hängt stark vom Verkauf von Lizenzen an Neukunden ab. Werden Planumsätze nicht erreicht, besteht das Risiko, dass hohe und den Bestand gefährdende Verluste entstehen. Dementsprechend eng wird die Liste der möglichen Lizenzverkäufe gepflegt und analysiert. Durch die mittlerweile getätigten Investitionen in die Vertriebsstrukturen im Ausland und das Erreichen des derzeit passenden Kostenniveaus, sind die Risiken aus der Unterschreitung von Planumsätzen gegenüber dem Vorjahr nicht weiter gestiegen. Risikomindernd wirken die gestiegenen Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen.

Risiken aus dem fehlerhaften Produkt

e-Spirit verkauft Lizenzen an einem komplexen Softwareprodukt an eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Kunden mit unterschiedlichen Einsatzszenarien. Das Produkt wird bei einer Vielzahl von Kunden an sensiblen internen Schnittstellen genutzt. Sollten bei der Weiterentwicklung des Produkts gravierende Mängel entstehen, oder sind diese bereits im System immanent, so kann dies dazu führen, dass zum einen die Kunden e-Spirit in Mängelhaftung nehmen oder zum anderen die Reputation von FirstSpirit und e-Spirit am Markt deutlich einbüßt, was weitere Umsätze erschweren würde. Für die Weiterentwicklung von FirstSpirit ist eine feste Roadmap eingerichtet, die ausreichende Entwicklungs- und Testzeiten vorsieht. Zudem ist die Entwicklungsabteilung mit kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern besetzt.

Sonstige relevante Risiken

Projektrisiken

Die möglichen Risiken aus Festpreisverträgen sind zum Stichtag gering und in keiner Weise geeignet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gravierend zu beeinflussen. Bei jedem Festpreisprojekt werden laufend Budgetabweichungen lokalisiert und analysiert. Festpreisprojekte sind grundsätzlich geeignet, bei Überschreitung der budgetierten Zeitraster und Kosten zu Verlusten aus Projektarbeit zu führen. Zum Stichtag befindet sich kein Projekt über dem Budget. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Risikoposition in diesem Bereich unverändert.

Forderungsverluste

Der Forderungsbestand ist im Verhältnis zum Umsatz am Stichtag mit 2,3 (Vorjahr: 4,5 Monatsumsätzen) nicht mehr so hoch wie im Vorjahr.

Viele Kunden warten mit der Zahlung des Lizenzkaufpreises, bis sie eine Sicherheit über die Leistungsfähigkeit des Produkts haben. Die potenzielle Gefahr eines Forderungsverlusts steigt mit steigendem Forderungsbestand.

Finanzrisiken

e-Spirit verfügt zum Stichtag über 0,2 Mio. EUR liquide Mittel; Bankverbindlichkeiten liegen nicht vor. Die finanzielle Ausstattung ist dennoch als solide zu bezeichnen unter Beachtung der Ausleihung in Höhe von 3,6 Mio. EUR an die Muttergesellschaft. Jedoch kann die finanzielle Ausstattung durch Ausbleiben von Lizenzverkäufen schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Muttergesellschaft adesso AG hat zwei Patronatserklärungen zugunsten der e-Spirit AG abgegeben, wonach die adesso AG in sämtliche Rechte und Pflichten der e- Spirit AG gegenüber diesen Kunden aus den geschlossenen Vertragsverhältnissen eintritt.

Die Währungsrisiken werden für e-Spirit noch gering eingestuft. Währungsabsicherungsgeschäfte wurden nicht abgeschlossen.

Der Auf- und Ausbau der Vertriebseinheiten in den USA, UK, Schweiz und Benelux führt zu vorlaufenden Investitionen und Ergebnisbelastungen. Die einzelnen ausländischen Gesellschaften führen Teile der erzielten Lizenz- und Wartungserlöse an die e-Spirit AG ab; dies kann selbst bei einer positiven Gesamtwertschöpfung zu negativen Ergebnissen der Landesgesellschaften führen. Damit verbunden sind Risiken, dass die für die Finanzierung der Landesgesellschaften von der e-Spirit AG begebenen Darlehen teilweise oder ganz nicht innerhalb der Laufzeiten zurückgezahlt werden können. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenssituation bei der e-Spirit AG. Die Höhe der Risiken aus dem Aufbau der Landesgesellschaften ist aus Sicht der e-Spirit AG bedeutsam und lassen zukünftige Belastungen hieraus nicht ausschließen. Durch den Abschluss der Vereinbarung bzgl. Market-Entry-Compensation mit der e-Spirit Inc. ist dieses Risiko deutlich geringer als in den Vorjahren.

Keines der identifizierten Risiken für sich genommen erreicht zum Zeitpunkt der Berichterstattung den Status eines bestandsgefährdenden Risikos. Die aufgeführten Risiken könnten sich jedoch negativ auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage sowie das Geschäftsergebnis und den Wert der e-Spirit AG auswirken. Die Gesamtrisikoposition der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht weiter erhöht.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Prognose

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenaussichten

Die deutsche Konjunktur soll nach Einschätzung der Bundesregierung noch etwas weiter an Schwung gewinnen. Der Markt für Software wächst laut Gartner weltweit 2017 um 7,2 % nach 6,0 % im Vorjahr und damit schneller als die Gesamtwirtschaft und die IT-Bereiche Services und Hardware.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin ein wichtiges Wachstumshemmnis für die Branche.

Die weiter gestiegenen Erlöse aus Wartungsverträgen, das grundsätzlich positive wirtschaftliche Umfeld sowie das sichtbar hohe Interesse am Produkt FirstSpirit lassen bei gestiegenen Investitionen in Qualität und Marketing sowie die Internationalisierung eine gute Weiterentwicklung des Unternehmens erwarten. Auch die neuen Angebote von e-Spirit wie Conten-as-a-Service und Digital Signage versprechen eine gute Geschäftsdynamik. Die zunehmende Sichtbarkeit von e-Spirit in weltweiten Märkten öffnet zusätzliches Potenzial.

e-Spirit rechnet nach den erfolgreichen Vorjahren 2017 mit einem Umsatzwachstum von mindestens 5% und einem positiven Ergebnis wenigstens auf Niveau des Geschäftsjahres 2016. Das Ergebnis wird dabei weiterhin durch die Vorlaufkosten der Internationalisierung belastet.

Abschließende Erklärung zum Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)

Gemäß § 312 AktG wurde von uns ein Abhängigkeitsbericht erstellt.

Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige nachteilige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der e-Spirit AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

 

Dortmund, 01. März 2017

Der Vorstand

Jörn Bodemann

Christoph Junge

Udo Sträßer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der e-Spirit AG, Dortmund, und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und steht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dortmund, 21. März 2017

DOSU AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schulte-Uebbing, Wirtschaftsprüfer

Landfeld, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2016

der e-Spirit AG

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. Weiterhin hat er den Vorstand bei allen wichtigen das Unternehmen betreffenden Entscheidungen beraten. Er wurde vom Vorstand regelmäßig über den Geschäftsverlauf des Unternehmens und der wichtigen Tochtergesellschaften unterrichtet. Zu diesem Zweck erhielt der Aufsichtsrat monatlich Unterlagen über die Ergebnisentwicklung. Darüber hinaus hat er vom Vorstand umfassende Informationen über wesentliche Geschäftsvorgänge erhalten.

Im Geschäftsjahr 2016 fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Die aktuelle Ergebnis- und Finanzlage wurde regelmäßig in den Vorstandssitzungen der Muttergesellschaft adesso AG unter Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder und des Finanzvorstands, an einzelnen Terminen auch mit dem Gesamtvorstand, berichtet und erörtert. Weiterhin sind wichtige Einzelgeschäfte besprochen worden. Aktuelle Einzelthemen wurden darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats diskutiert. Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden somit stets unverzüglich erörtert. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Die DOSU AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund, als die von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüferin, hat die gesetzlichen Prüfungen des Jahresabschlusses und des Lageberichts 2016 vorgenommen und mit ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

An der Bilanzsitzung im März 2016 nahm der Wirtschaftsprüfer der DOSU AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil, erläuterte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

In der zweiten Sitzung im September 2016 wurden vorliegenden die Geschäftszahlen vorgestellt und die Marktlage diskutiert. Weiterhin wurde über die Geschäftslage der Tochtergesellschaften berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Lagebericht und Jahresabschluss der adesso AG, den Konzernlagebericht und -abschluss zum 31. Dezember 2016 sowie den Vorschlag über die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2016 eingehend geprüft. Hierzu hat der Aufsichtsrat den Bericht der Abschlussprüferin zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung von Lagebericht und Jahresabschluss durch die Abschlussprüferin zugestimmt und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt.

Damit ist der Jahresabschluss festgestellt (§ 172 AktG).

Dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand seinen Dank aus.

 

Dortmund, 30. März 2017

Der Aufsichtsrat

Michael Kenfenheuer, Vorsitzender

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

EUR EUR Vj.
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software sowie Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 130.718,37   48,6
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.324.591,00   1.589,9
3. Geleistete Anzahlungen 0,00   105,0
  1.455.309,37   1.743,5
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.594,00   397,2
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.082,58   1,5
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.550.000,00   1.300,0
  3.606.082,58   1.301,5
    5.384.985,95 3.442,2
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.004.192,61   3.683,9
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 301.182,42   283,5
3. Sonstige Vermögensgegenstände 45.848,28   10,7
  3.351.223,31   3.978,1
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 169.224,46   1.215,0
    3.520.447,77 5.193,1
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   195.228,06 318,6
    9.100.661,78 8.953,9

PASSIVA

     
  EUR EUR Vj.
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 4.450.000,00   4.450,0
II. Gewinnrücklagen      
1. Gesetzliche Rücklage 113.100,41   113,1
III. Bilanzgewinn 0,00   0,0
    4.563.100,41 4.563,1
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Sonstige Rückstellungen   1.973.417,00 2.212,3
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 321.868,66   440,1
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 321.868,66 (Vj. TEUR 440,1)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.271.374,53   118,7
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.271.374,53 (Vj. TEUR 118,7)      
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   40,5
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (Vj. TEUR 40,5)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 175.243,16   562,5
davon aus Steuern EUR 154.050,60 (Vj. TEUR 545,7)   1.768.486,35 1.161,8
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.702,76 (Vj. TEUR 11,7)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 175.243,16 (Vj. TEUR 562,5)      
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   795.658,02 1.016,7
    9.100.661,78 8.953,9

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2016

EUR EUR Vj.
TEUR
1. Umsatzerlöse   17.032.006,28 16.784,8
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   0,00 -0,1
3. Sonstige betriebliche Erträge   4.488.635,90 303,9
    21.520.642,18 17.088,6
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für bezogene Waren 335.245,85   497,6
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.152.052,48   827,2
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 8.002.744,61   7.786,2
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.222.298,98   1.206,1
davon für Altersversorgung EUR 96.410,84 (Vj. TEUR 95.7)      
6. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 479.791,05   458,2
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.822.432,56   4.789,7
    21.014.565,53 15.565,0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 233.757,87   134,8
davon von verbundenen Unternehmen EUR 233.398.99 (Vj. TEUR 132.7)      
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00   1.635,4
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.740,56   2,8
    230.017,31 -1.503,4
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 0,0
12. Ergebnis nach Steuern   736.093,96 20,2
13. Sonstige Steuern   2.360,00 0,2
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -733.733,96 -20,0
15. Jahresüberschuss   0,00 0,0

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