Driescher GmbH
Hallesche Straße 94, 06295 Eisleben, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volkan Dr.-Ing. Ünlü seit 9.12.2025 | Geschäftsführer |
Vilmos Polgar seit 23.6.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Xaver Lehner seit 14.8.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Driescher GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Driescher GmbHLutherstadt EislebenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtDriescher GmbH, Lutherstadt EislebenInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Prognosen der Rahmen- und Branchenbedingungen 3.1.2 Prognose der Unternehmensentwicklung 3.2 Risikobericht 3.3 Chancenbericht 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Driescher GmbH, Eisleben, entwickelt, projektiert, konstruiert, fertigt und vertreibt Schaltgeräte und Schaltanlagen der Mittel- und Niederspannung und Komplettgeschäft mit dem Vertriebsschwerpunkt auf Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH). Das umfangreiche Produktportfolio bedient die Kunden in den Bereichen Energieerzeugung und -verteilung, Industrie und Reseller. 1.2 Ziele und Strategien Die Driescher GmbH, Eisleben, verfolgt das Ziel, durch die Weiterentwicklung ihrer innovativen Produkte auf höchstem Qualitätsniveau ein gesundes Wachstum zu erzielen. Dieses Ziel soll durch weitere Diversifikation in den einzelnen Produktsegmenten und eine noch stärkere Durchdringung der Märkte erreicht werden. Eingebettet in den Rahmen der europaweiten Energiewende ist es das Ziel, die weiterhin stark ansteigende Marktnachfrage zu erfüllen 1.3 Forschung und Entwicklung Unsere qualitativ hochwertigen Produkte werden regelmäßig an die neuen Markterfordernisse angepasst und den neuen Marktvorschriften entsprechend weiterentwickelt. Als nachhaltige Lösung in der Energieversorgung sind auch Anwendungen mit flüssigkeitsisolierten Anlagen wesentlicher Teil des Produktportfolios. Weiterhin wird stetig an den Themen Digitalisierung und Standardisierung gearbeitet, um den Bedarfen und Trends von morgen gerecht zu werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Die globale Wirtschaft hat sich 2023 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 3,2 Prozent angesichts diverser Belastungsfaktoren (u.a. Inflation und Kaufkraftschock, Ukraine- und Gaza-Krieg, hohes Zinsniveau) robust gezeigt. Der Zuwachs blieb allerdings hinter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent (2000-2019) zurück. Gerade die US-Wirtschaft hat sich mit einem BIP-Anstieg in Höhe von 2,5 Prozent 2023 positiver entwickelt, als zu Jahresbeginn von vielen Ökonomen erwartet worden war. Die "sanfte Landung" - also das Verhindern einer Rezession trotz wirksamer geldpolitischer Inflationsbekämpfung - scheint in den USA zu gelingen. Demgegenüber fiel das Wirtschaftswachstum innerhalb der Eurozone 2023 gedämpft aus (+0,4%). Die chinesische Wirtschaft wuchs lauf IWF im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent. Die dortigen Probleme (Immobiliensektor, Konsumschwäche, Demografie u.a.) dürften die chinesischen Wachstumsaussichten jedoch nicht nur kurzfristig verschlechtern. Die robuste Entwicklung der Weltwirtschaft bei weiter zurückgehender Inflation wird sich dem IWF zufolge auch 2024 fortsetzen. So prognostiziert der Währungsfonds für das globale Wachstum im aktuellen Jahr erneut ein Plus von 3,2 Prozent. Dabei geht der IWF davon aus, dass eine Rezession in den USA weiterhin ausbleibt (stattdessen +2,7%). Die Eurozone sollte mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,8 Prozent nach wie vor nur verhalten zulegen können. In China würde der BIP-Anstieg im Jahr 2024 laut Vorhersage mit 4,6 Prozent unterhalb von fünf Prozent liegen. Deutsche Wirtschaft Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent zurückgegangen. Unter den zehn größten Volkswirtschaften weltweit war Deutschland damit die einzige, deren Wirtschaft im letzten Jahr real geschrumpft ist. Ursächlich für die schwache Entwicklung 2023 waren in erster Linie gestiegene Lebenshaltungs- bzw. noch hohe Energiekosten - auch wenn sich die Preisdynamik im Jahresverlauf abschwächte - sowie das höhere Zinsniveau. So belasteten auf der Verwendungsseite insbesondere niedrigere private Konsumausgaben, die für gut die Hälfte des BIPs stehen, aber auch geringere Bauinvestitionen. Die reale Produktion im Verarbeitenden Gewerbe reduzierte sich im vergangenen Jahr um 1,0 Prozent. Beim Ausblick für 2024 wird für die deutsche Wirtschaft größtenteils nur mit verhaltenen BIP-Zuwachsraten gerechnet. Beispielsweise prognostizierte der IWF für Deutschland hier zuletzt einen Anstieg von 0,2 Prozent. Deutsche Elektro- und Digitalindustrie Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Gesamtjahr 2023 - trotz nachlassender Dynamik im zweiten Halbjahr - erneut ein Umsatzwachstum erzielt. Unterm Strich stand für 2023 ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Die reale Produktion - also ohne Preiseffekte - stagnierte zwar im letzten Jahr (+0,1%), die Branche bleibt aber die einzige große Industriebranche in Deutschland, deren Produktionstätigkeit heute wieder über dem Vor-Corona-Niveau liegt. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 123,4 Milliarden Euro (+5,3%) ins Ausland. Die Geschäfte mit der Eurozone konnten letztes Jahr um 5,9 % auf 44,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Schließlich wurden mit Partnern aus Drittländern 79,3 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus von 4,9 %. Im Jahr 2023 hat die Branche einen um 1,7 % niedrigeren Auftragseingang verzeichnet als Jahr 2022. Der Wert der Inlandsorders zog um 3,3 % an, Auslandskunden orderten insgesamt 5,7 % weniger. Die Bestellungen aus der Eurozone verringerten sich um 9,2 %, Aufträge aus Drittländern nahmen um 3,7 % ab.Wir verzeichneten einen Auftragseingang von knapp 19,9 Mio.€, lagen damit 1,1 Mio.€ über Vorjahr und profitierten weiterhin von der starken Nachfrage. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter im Jahr 2023 erzielte ein Plus von 10,6 %. Während die branchenweite Kapazitätsauslastung zu Beginn des dritten Quartals 2024 mit 75,6 % niedriger lag als drei Monate zuvor (80,5 %), blieb die Auftragsreichweite stabil bei 4,2 Monate. Bei Driescher Eisleben liegt die Auftragsreichweite per Ende Quartal 2 bei 6,5 Monaten. Ende 2023 beschäftigte die deutsche Elektroindustrie insgesamt 908.000 Menschen. Das waren nicht nur 1,1% Prozent bzw. 10.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor, sondern auch so viele wie seit Ende 1995 nicht mehr. Im Rahmen seiner aktuellen Prognose rechnet der ZVEI für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent im aktuellen Jahr. Eine insgesamt schwache Industriekonjunktur in Deutschland, die nachlassende eigene Produktionstätigkeit im zweiten Halbjahr 2023 und rückläufige Auftragseingänge (-1,7% im Jahr 2023) lasten auf dem Ausblick. Dabei dürfte es sich angesichts der weiterhin intakten Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung aber eher um eine konjunkturelle Wachstumsdelle handeln. Die deutschen Energieversorger forcierten - bedingt durch die Energiewende - auch im Jahr 2023 ihre Aktivitäten beim Netzausbau. Auch das Thema Elektromobilität und - vorübergehend - Wärmepumpen führten zu einer verstärkten Dynamik beim Netzausbau. Es ist davon auszugehen, dass die durch die Energiewende angestoßene Sonderkonjunktur für die Elektrotechnikbranche auch in 2024 und insbesondere in den darauffolgenden Jahren Bestand haben wird. 2.2 Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung der Driescher GmbH Eisleben hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die Gesamtleistung lag bei 17,8 Mio.€ und damit um 4,5 Mio.€ über 2022. Gelöste Lieferkettenprobleme im Zuge der bewältigten COVID-19 Pandemie und ein hoher Auftragseingang in Höhe von 19,9 Mio.€ trugen gleichermaßen zur Leistungssteigerung aller drei Business Lines - Niederspannung, Mittelspannung und Projektgeschäft - bei. Die termintreue Realisierung der Projekte und damit die Umsatzlegung der Business Line Komplettgeschäft im Jahr 2023 ermöglichte einen Umsatzanstieg um rund 45%. Der Auftragsbestand zum Stichtag über alle Business Lines beträgt 11,5 Mio.€ (Vorjahr: 11,6 Mio. €) Über alle Business Lines ist die Materialeinsatzquote im Berichtsjahr um 4,6% Punkte gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 67% gefallen. Damit wurden die aufgrund der Inflation gestiegenen Kostensteigerungen durch die verzögert wirkenden Preisanpassungen ausgeglichen. Die Personalaufwandsquote hat sich um 3,7%-Punkte verbessert. Neben den Preiserhöhungen wirkte sich die Lösung der Lieferkettenprobleme positiv auf die Effizienz aus. Das Jahresergebnis war mit einem Verlust i.H.v. 0,2 Mio.€ um 1,3 Mio.€ besser im Vorjahr (- 1,5 Mio.€). Alle drei Business Lines - Niederspannung, Mittelspannung und Projektgeschäft - steigerten die Leistung und trugen so zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Zusammenfassend konnten die für das Berichtsjahr ausgegebenen Ziele nur knapp nicht erreicht werden. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Ergebniskomponenten dargestellt:
2.3.2 Finanzlage Der Finanzmittelfonds hat sich in 2023 von -67 T€ auf 1.86 Mio. € erhöht. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 1,6 Mio. T€ stark positiv (VJ -3,5 Mio. €). Die Nettoinvestitionen ins Anlagevermögen beliefen sich auf rund 98 T€. Aus Ergebnisübernahme und Finanzergebnis resultierte ein Saldo von 367 T€. 2.3.3 Vermögenslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:
Durch den Abbau der Kundenforderung um rund 0,8 Mio. € und den gleichzeitigen Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten/Anzahlungen um insgesamt rund 1,0 Mio. € sind die liquiden Mittel stark angestiegen. Demgegenüber steht der Anstieg der Vorräte um rund 0,5 Mio. €. 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als befriedigend bis gut anzusehen ist. Der aktuelle Forecast für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem operativen Ergebnis von rund 1,0 Mio.€ aus. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Prognosebericht Wir weisen aufgrund weltweiter politischer Unruhen im besonderen Maße darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen. 3.1.1 Prognosen der Rahmen- und Branchenbedingungen Trotz abgeklungener Inflation und der im Juni 2024 eingeleiteten Zinswende der EZB ist eine Belebung der deutschen Wirtschaft nicht in Sicht. Im Gegenteil - der niedrige private Konsum und fiskalpolitische Unsicherheiten belasten die heimische Nachfrage, während der für die deutsche Wirtschaft als Abnehmer so wichtige chinesische Markt mit eigenen Problemen zu kämpfen hat und die Absatzmöglichkeiten deutscher Unternehmen zusätzlich schmälert. Aus den USA droht im Falle eines Wahlsieges von Donald Trump eine Verschärfung protektionistischer Maßnahmen, die auch die deutschen Hersteller elektronischer und elektrotechnischer Güter treffen könnte. Die konjunkturelle Situation ist derzeit im gesamten Verarbeitenden Gewerbe sehr angespannt. Die laut ifo-Geschäftsklima bereits seit August 2023 durchweg negativen Beurteilungen der Geschäftslage erreichten im Juli 2024 mit einem Saldo von -14 einen neuen Tiefstand. Anhaltend hohe Zinssätze, geringe Investitionstätigkeit, geopolitische Unsicherheiten und geringe in- und ausländische Nachfrage stellen die gesamte Industrie vor große Herausforderungen. Aus den saisonbereinigten Erwartungen für die nächsten sechs Monate ist keine Aufhellung des Geschäftsklimas in Sicht. Das aktuelle Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist laut ifo-Institut im Juli 2024 sogar noch angespannter als der Vergleichswert des Verarbeitenden Gewerbes. Im Gegensatz zu den branchenübergreifenden Aussichten sind die Erwartungen der Elektro- und Digitalindustrie für die kommenden sechs Monate hingegen erstmals seit Anfang 2022 wieder deutlich positiv. Aktuell bewerten 19 Prozent der Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie ihre Geschäftslage positiv, während ein deutlich größerer Anteil von 28 Prozent die Lage negativ einschätzt. Bei den Geschäftserwartungen neigt sich das Verhältnis jedoch leicht in die entgegengesetzte Richtung: 18 Prozent der ZVEI-Firmen gehen von einer positiven Entwicklung aus, nur 17 Prozent erwarten eine Verschlechterung. 3.1.2 Prognose der Unternehmensentwicklung Für 2024 erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung bei der Driescher GmbH Eisleben: Der Umsatz wird mit über 8% über der Geschäftsentwicklung der Branche liegen, bei einer gleichzeitig geringeren Material- und stabiler Personalkostenquote, aufgrund der Erhöhung der Auslastung und Effekten aus den Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Business Line Niederspannung kann durch entsprechenden Aufbau der Produktionskapazitäten den Umsatz um ca. 15% gegenüber Vorjahr steigern, die Business Line Komplettgeschäft sowie die Business Line Mittelspannungsanlagen können ihren Umsatz um ca. 600T€ steigern. 3.2 Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken Für eine Mehrheit von 53,9 Prozent der Branchenunternehmen sind fehlende Aufträge das zentrale Produktionshindernis, gefolgt vom Fachkräftemangel, den 23,2 Prozent der Unternehmen als ihr vorrangigstes Problem ansehen. Versorgungsengpässe sind als Produktionshemmnis stark in den Hintergrund getreten, nur noch 11,2 Prozent der ZVEI-Unternehmen sehen hier ihr dringlichstes Problem. Noch seltener werden Kapazitätsengpässe (5,0%) und Finanzierungsengpässe (1,2%) als die Produktion hauptsächlich beeinträchtigende Faktoren genannt. Insgesamt steht die Branche vor großen Herausforderungen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil auf politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Fehlende in- und ausländische Nachfrage stellt für die Elektro- und Digitalindustrie aktuell das größte Problem dar. Positive Entwicklungen wie der Rückgang der Inflation und der Energiepreise, die eingeleitete Energiewende sowie der Fokus auf die Digitalisierung nähren jedoch die Hoffnung auf eine Besserung der aktuell schwierigen Situation. Aktuell wird für Deutschland noch von einem Marktwachstum der Branche von einem Prozent für 2024 ausgegangen. Für den Weltmarkt wird für dieses Jahr ebenfalls ein moderates Wachstum von drei Prozent prognostiziert. Informationstechnische Risiken Wachsende Vernetzung und die Notwendigkeit permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Anforderungen an die IT-Systeme im Unternehmen. Eine nachhaltige IT-Strategie und der Einsatz tagesaktueller Schutzprogramme zur IT-Sicherheit sollen uns vor Angriffen schützen, die insbesondere vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise eine neue Dimension erreicht haben. Zur Mitigation dieser Risiken unterstützen wir unsere Mitarbeiter*innen mit gezielten Trainingsmaßnahmen zur gesteigerten Aufmerksamkeit im korrekten Umgang mit Daten und IT-Systemen. Beschaffungsrisiken Im vergangenen Jahr hat sich die Lage auf dem Rohstoff- und Beschaffungsmarkt entspannt. Diese Entwicklung dürfte sich im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen. Aufgrund der weiterhin hoch zu erwartenden Lohnabschlüsse rechnen wir mit Preiserhöhungen unserer Lieferanten, insbesondere wenn diese in Deutschland ansässig und gewerkschaftlich organisiert sind. Es ist davon auszugehen, dass die begrenzten neuen Bergbauprojekte und Primärverhütungskapazitäten, vor allem bei Kupfer, verschärfen wird. Dem Risiko steigender Materialkosten begegnen wir mit entsprechenden Klauseln in unseren Kundenverträgen. Personalrisiken Die Situation am Arbeitsmarkt kann dazu führen, dass offene Stellen nicht planmäßig besetzt werden können. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags werden Liquiditätsthemen über unserer Muttergesellschaft abgewickelt. 3.3 Chancenbericht Die Chancen, die wir in den für uns relevanten Märkten sehen, lassen sich sehr gut entlang weltweiter energiepolitischer Ziele und insbesondere an den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung erläutern. Der Klimawandel erfordert rasches Handeln. Die beschlossen Energiewende, also der Ausstieg aus der Atomenergie und aus fossilen Energieträgern, hin zu erneuerbaren Energien sowie hin zu dezentralen Energielösungen, wie Wind- und PV-Anlagen, erfordert über einen langen Zeitraum gewaltige Investitionen in die Stromerzeugung, den Auf-- und Ausbau der Stromnetze und -verteilung. Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 in Deutschland bei etwa 268 ?TWh. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben die Herausforderungen groß: Die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung sehen vor, dass 80 ?% des Bruttostromverbrauchs bis zum Jahr 2030 aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Dafür muss nach derzeitigen Abschätzungen die erneuerbare Stromerzeugung auf etwa 600 Terawattstunden (600 Milliarden Kilowattstunden) steigen und sich damit mehr als verdoppeln, um auch die steigenden Bedarfe der Elektrifizierung des Wärmesektors und des Verkehrs zu decken. Für die Energieverteilung bedeutet dies klimabedingt eine gewaltige Nachfrage nach nachhaltigen, verlustarmen Anlagen und Geräten der Nieder- und Mittelspannung aus unserem Hause. Diesbezüglich erwarten wir für die Driescher GmbH Eisleben mit ihrem Produktportfolio ein kontinuierliches und nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum für die nächste Dekade.
Lutherstadt Eisleben, 30. Juni 2024 gez. Frank Hegenbart Thomas Lehner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich wie folgt vorgenommen: - immaterielle Vermögensgegenstände linear auf 3 Jahre - Mietereinbauten in gemietete Hallen linear auf 25 Jahre - bewegliche Sachanlagen bei Nutzungsdauer über 3 Jahre linear auf 4 bis 10 Jahre - Sachanlagen bei Nutzungsdauer bis 3 Jahre linear Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu letzten Einkaufspreisen unter Abzug eines pauschalen Abschlags für Skonti angesetzt. Der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeuginsse beinhaltet die zur Herstellung aufgewendeten Material- und Fertigungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten. Zisnen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Nicht gängige sowie überzählige Vorräte wurden abgewertet. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie decken in ausreichendem Maß die ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (T€ 104), Garantieverpflichtungen (T€ 90), sonstige (T€ 4), sowie Kosten für Jahresabschluss (T€ 24). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit € 253.296,98 (Vj. T€ 259) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit € 404.972,77 (Vj. T€ 97) sonstige Vermögensgegenstände. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit € 6.858.254,23 (Vj. T€ 5.569) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit € 0,00 (Vj. T€ 240) sonstige Verbindlichkeiten. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anlagespiegel 2023
Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 355.671,98 EUR (Vorjahr 97.175,12 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 240.375,03 EUR). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 480.024,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Gebäudemieten verbundene Unternehmen Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen verbundene Unternehmen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Mutterunternehmen ist die Driescher GmbH, Moosburg. Zwischen der Gesellschaft und dem Alleingesellschafter besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Namen der Geschäftsführer - Bernhard Nick, Geschäftsführer bis 05.06.2023 - Frank Helmut Degenhart, Geschäftsführer ab 05.06.2023 - Thomas Xaver Lehner, Geschäftsführer ab 14.08.2023 - Quirin Veit Hall, Geschäftsführer ab 07.12.2023 Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgt durch eine Konzerngesellschaft. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernzugehörigkeit Die Driescher GmbH, Lutherstadt Eisleben wurde in den Konzernabschluss der Driescher GmbH, Moosburg einbezogen. Die Driescher GmbH, Moosburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger erhältlich. sonstige Berichtsbestandteile
Lutherstadt Eisleben, den 05.08.2024 gez. Thomas Xaver Lehner Frank Helmut Hegenbart Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Driescher GmbH, Eisleben Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Driescher GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Driescher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, 5. August 2024 gez. Power-Feitz, Wirtschaftsprüfer |
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