Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 203514
Eingetragen
9.3.1992
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Vertrieb, Planung, Projektierung, Herstellung und Handel sowie Inbetriebnahme und Wartung von Schaltgeräten, Schaltanlagen, Stationen sowie Zubehör für Nieder- und Mittelspannungsnetze im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Vilmos Polgar
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Thomas Xaver Lehner
seit 14.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Driescher GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Driescher GmbH
Germany
150.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Driescher GmbH

Lutherstadt Eisleben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Driescher GmbH, Lutherstadt Eisleben

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Vermögenslage

2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Prognosen der Rahmen- und Branchenbedingungen

3.1.2 Prognose der Unternehmensentwicklung

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Driescher GmbH, Eisleben, entwickelt, projektiert, konstruiert, fertigt und vertreibt Schaltgeräte und Schaltanlagen der Mittel- und Niederspannung und Komplettgeschäft mit dem Vertriebsschwerpunkt auf Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH). Das umfangreiche Produktportfolio bedient die Kunden in den Bereichen Energieerzeugung und -verteilung, Industrie und Reseller.

1.2 Ziele und Strategien

Die Driescher GmbH, Eisleben, verfolgt das Ziel, durch die Weiterentwicklung ihrer innovativen Produkte auf höchstem Qualitätsniveau ein gesundes Wachstum zu erzielen. Dieses Ziel soll durch weitere Diversifikation in den einzelnen Produktsegmenten und eine noch stärkere Durchdringung der Märkte erreicht werden. Eingebettet in den Rahmen der europaweiten Energiewende ist es das Ziel, die weiterhin stark ansteigende Marktnachfrage zu erfüllen

1.3 Forschung und Entwicklung

Unsere qualitativ hochwertigen Produkte werden regelmäßig an die neuen Markterfordernisse angepasst und den neuen Marktvorschriften entsprechend weiterentwickelt. Als nachhaltige Lösung in der Energieversorgung sind auch Anwendungen mit flüssigkeitsisolierten Anlagen wesentlicher Teil des Produktportfolios. Weiterhin wird stetig an den Themen Digitalisierung und Standardisierung gearbeitet, um den Bedarfen und Trends von morgen gerecht zu werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaft hat sich 2023 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 3,2 Prozent angesichts diverser Belastungsfaktoren (u.a. Inflation und Kaufkraftschock, Ukraine- und Gaza-Krieg, hohes Zinsniveau) robust gezeigt. Der Zuwachs blieb allerdings hinter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent (2000-2019) zurück. Gerade die US-Wirtschaft hat sich mit einem BIP-Anstieg in Höhe von 2,5 Prozent 2023 positiver entwickelt, als zu Jahresbeginn von vielen Ökonomen erwartet worden war. Die "sanfte Landung" - also das Verhindern einer Rezession trotz wirksamer geldpolitischer Inflationsbekämpfung - scheint in den USA zu gelingen. Demgegenüber fiel das Wirtschaftswachstum innerhalb der Eurozone 2023 gedämpft aus (+0,4%). Die chinesische Wirtschaft wuchs lauf IWF im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent. Die dortigen Probleme (Immobiliensektor, Konsumschwäche, Demografie u.a.) dürften die chinesischen Wachstumsaussichten jedoch nicht nur kurzfristig verschlechtern.

Die robuste Entwicklung der Weltwirtschaft bei weiter zurückgehender Inflation wird sich dem IWF zufolge auch 2024 fortsetzen. So prognostiziert der Währungsfonds für das globale Wachstum im aktuellen Jahr erneut ein Plus von 3,2 Prozent. Dabei geht der IWF davon aus, dass eine Rezession in den USA weiterhin ausbleibt (stattdessen +2,7%). Die Eurozone sollte mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,8 Prozent nach wie vor nur verhalten zulegen können. In China würde der BIP-Anstieg im Jahr 2024 laut Vorhersage mit 4,6 Prozent unterhalb von fünf Prozent liegen.

Deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent zurückgegangen. Unter den zehn größten Volkswirtschaften weltweit war Deutschland damit die einzige, deren Wirtschaft im letzten Jahr real geschrumpft ist. Ursächlich für die schwache Entwicklung 2023 waren in erster Linie gestiegene Lebenshaltungs- bzw. noch hohe Energiekosten - auch wenn sich die Preisdynamik im Jahresverlauf abschwächte - sowie das höhere Zinsniveau.

So belasteten auf der Verwendungsseite insbesondere niedrigere private Konsumausgaben, die für gut die Hälfte des BIPs stehen, aber auch geringere Bauinvestitionen. Die reale Produktion im Verarbeitenden Gewerbe reduzierte sich im vergangenen Jahr um 1,0 Prozent.

Beim Ausblick für 2024 wird für die deutsche Wirtschaft größtenteils nur mit verhaltenen BIP-Zuwachsraten gerechnet. Beispielsweise prognostizierte der IWF für Deutschland hier zuletzt einen Anstieg von 0,2 Prozent.

Deutsche Elektro- und Digitalindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Gesamtjahr 2023 - trotz nachlassender Dynamik im zweiten Halbjahr - erneut ein Umsatzwachstum erzielt.

Unterm Strich stand für 2023 ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Die reale Produktion - also ohne Preiseffekte - stagnierte zwar im letzten Jahr (+0,1%), die Branche bleibt aber die einzige große Industriebranche in Deutschland, deren Produktionstätigkeit heute wieder über dem Vor-Corona-Niveau liegt. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 123,4 Milliarden Euro (+5,3%) ins Ausland. Die Geschäfte mit der Eurozone konnten letztes Jahr um 5,9 % auf 44,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Schließlich wurden mit Partnern aus Drittländern 79,3 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus von 4,9 %. Im Jahr 2023 hat die Branche einen um 1,7 % niedrigeren Auftragseingang verzeichnet als Jahr 2022. Der Wert der Inlandsorders zog um 3,3 % an, Auslandskunden orderten insgesamt 5,7 % weniger. Die Bestellungen aus der Eurozone verringerten sich um 9,2 %, Aufträge aus Drittländern nahmen um 3,7 % ab.Wir verzeichneten einen Auftragseingang von knapp 19,9 Mio.€, lagen damit 1,1 Mio.€ über Vorjahr und profitierten weiterhin von der starken Nachfrage.

Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter im Jahr 2023 erzielte ein Plus von 10,6 %. Während die branchenweite Kapazitätsauslastung zu Beginn des dritten Quartals 2024 mit 75,6 % niedriger lag als drei Monate zuvor (80,5 %), blieb die Auftragsreichweite stabil bei 4,2 Monate. Bei Driescher Eisleben liegt die Auftragsreichweite per Ende Quartal 2 bei 6,5 Monaten.

Ende 2023 beschäftigte die deutsche Elektroindustrie insgesamt 908.000 Menschen. Das waren nicht nur 1,1% Prozent bzw. 10.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor, sondern auch so viele wie seit Ende 1995 nicht mehr.

Im Rahmen seiner aktuellen Prognose rechnet der ZVEI für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent im aktuellen Jahr. Eine insgesamt schwache Industriekonjunktur in Deutschland, die nachlassende eigene Produktionstätigkeit im zweiten Halbjahr 2023 und rückläufige Auftragseingänge (-1,7% im Jahr 2023) lasten auf dem Ausblick. Dabei dürfte es sich angesichts der weiterhin intakten Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung aber eher um eine konjunkturelle Wachstumsdelle handeln.

Die deutschen Energieversorger forcierten - bedingt durch die Energiewende - auch im Jahr 2023 ihre Aktivitäten beim Netzausbau. Auch das Thema Elektromobilität und - vorübergehend - Wärmepumpen führten zu einer verstärkten Dynamik beim Netzausbau.

Es ist davon auszugehen, dass die durch die Energiewende angestoßene Sonderkonjunktur für die Elektrotechnikbranche auch in 2024 und insbesondere in den darauffolgenden Jahren Bestand haben wird.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Driescher GmbH Eisleben hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die Gesamtleistung lag bei 17,8 Mio.€ und damit um 4,5 Mio.€ über 2022. Gelöste Lieferkettenprobleme im Zuge der bewältigten COVID-19 Pandemie und ein hoher Auftragseingang in Höhe von 19,9 Mio.€ trugen gleichermaßen zur Leistungssteigerung aller drei Business Lines - Niederspannung, Mittelspannung und Projektgeschäft - bei. Die termintreue Realisierung der Projekte und damit die Umsatzlegung der Business Line Komplettgeschäft im Jahr 2023 ermöglichte einen Umsatzanstieg um rund 45%. Der Auftragsbestand zum Stichtag über alle Business Lines beträgt 11,5 Mio.€ (Vorjahr: 11,6 Mio. €)

Über alle Business Lines ist die Materialeinsatzquote im Berichtsjahr um 4,6% Punkte gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 67% gefallen. Damit wurden die aufgrund der Inflation gestiegenen Kostensteigerungen durch die verzögert wirkenden Preisanpassungen ausgeglichen. Die Personalaufwandsquote hat sich um 3,7%-Punkte verbessert. Neben den Preiserhöhungen wirkte sich die Lösung der Lieferkettenprobleme positiv auf die Effizienz aus. Das Jahresergebnis war mit einem Verlust i.H.v. 0,2 Mio.€ um 1,3 Mio.€ besser im Vorjahr (- 1,5 Mio.€). Alle drei Business Lines - Niederspannung, Mittelspannung und Projektgeschäft - steigerten die Leistung und trugen so zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Zusammenfassend konnten die für das Berichtsjahr ausgegebenen Ziele nur knapp nicht erreicht werden.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Ergebniskomponenten dargestellt:

2023
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Gesamtleistung 17.780 13.243 4.537
Materialaufwand -12.019 -9.563 -2.456
Personalaufwand -2.675 -2.476 -199
Sonstige Aufwendungen -3.389 -2.836 -554
Finanzergebnis 136 173 -37
Jahresergebnis -231 -1.527 1.295

2.3.2 Finanzlage

Der Finanzmittelfonds hat sich in 2023 von -67 T€ auf 1.86 Mio. € erhöht.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 1,6 Mio. T€ stark positiv (VJ -3,5 Mio. €). Die Nettoinvestitionen ins Anlagevermögen beliefen sich auf rund 98 T€. Aus Ergebnisübernahme und Finanzergebnis resultierte ein Saldo von 367 T€.

2.3.3 Vermögenslage

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:

2023
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Anlagevermögen 563 531 32
Vorräte 4.491 3.963 528
Kundenforderungen 1.275 2.040 -765
Lieferantenverbindlichkeiten/Anzahlungen 1.604 630 974
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen (Saldo) 6.200 5.453 747

Durch den Abbau der Kundenforderung um rund 0,8 Mio. € und den gleichzeitigen Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten/Anzahlungen um insgesamt rund 1,0 Mio. € sind die liquiden Mittel stark angestiegen. Demgegenüber steht der Anstieg der Vorräte um rund 0,5 Mio. €.

2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als befriedigend bis gut anzusehen ist. Der aktuelle Forecast für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem operativen Ergebnis von rund 1,0 Mio.€ aus.

3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Wir weisen aufgrund weltweiter politischer Unruhen im besonderen Maße darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen.

3.1.1 Prognosen der Rahmen- und Branchenbedingungen

Trotz abgeklungener Inflation und der im Juni 2024 eingeleiteten Zinswende der EZB ist eine Belebung der deutschen Wirtschaft nicht in Sicht. Im Gegenteil - der niedrige private Konsum und fiskalpolitische Unsicherheiten belasten die heimische Nachfrage, während der für die deutsche Wirtschaft als Abnehmer so wichtige chinesische Markt mit eigenen Problemen zu kämpfen hat und die Absatzmöglichkeiten deutscher Unternehmen zusätzlich schmälert. Aus den USA droht im Falle eines Wahlsieges von Donald Trump eine Verschärfung protektionistischer Maßnahmen, die auch die deutschen Hersteller elektronischer und elektrotechnischer Güter treffen könnte.

Die konjunkturelle Situation ist derzeit im gesamten Verarbeitenden Gewerbe sehr angespannt. Die laut ifo-Geschäftsklima bereits seit August 2023 durchweg negativen Beurteilungen der Geschäftslage erreichten im Juli 2024 mit einem Saldo von -14 einen neuen Tiefstand. Anhaltend hohe Zinssätze, geringe Investitionstätigkeit, geopolitische Unsicherheiten und geringe in- und ausländische Nachfrage stellen die gesamte Industrie vor große Herausforderungen. Aus den saisonbereinigten Erwartungen für die nächsten sechs Monate ist keine Aufhellung des Geschäftsklimas in Sicht.

Das aktuelle Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist laut ifo-Institut im Juli 2024 sogar noch angespannter als der Vergleichswert des Verarbeitenden Gewerbes. Im Gegensatz zu den branchenübergreifenden Aussichten sind die Erwartungen der Elektro- und Digitalindustrie für die kommenden sechs Monate hingegen erstmals seit Anfang 2022 wieder deutlich positiv. Aktuell bewerten 19 Prozent der Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie ihre Geschäftslage positiv, während ein deutlich größerer Anteil von 28 Prozent die Lage negativ einschätzt. Bei den Geschäftserwartungen neigt sich das Verhältnis jedoch leicht in die entgegengesetzte Richtung: 18 Prozent der ZVEI-Firmen gehen von einer positiven Entwicklung aus, nur 17 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

3.1.2 Prognose der Unternehmensentwicklung

Für 2024 erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung bei der Driescher GmbH Eisleben: Der Umsatz wird mit über 8% über der Geschäftsentwicklung der Branche liegen, bei einer gleichzeitig geringeren Material- und stabiler Personalkostenquote, aufgrund der Erhöhung der Auslastung und Effekten aus den Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Business Line Niederspannung kann durch entsprechenden Aufbau der Produktionskapazitäten den Umsatz um ca. 15% gegenüber Vorjahr steigern, die Business Line Komplettgeschäft sowie die Business Line Mittelspannungsanlagen können ihren Umsatz um ca. 600T€ steigern.

3.2 Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Für eine Mehrheit von 53,9 Prozent der Branchenunternehmen sind fehlende Aufträge das zentrale Produktionshindernis, gefolgt vom Fachkräftemangel, den 23,2 Prozent der Unternehmen als ihr vorrangigstes Problem ansehen. Versorgungsengpässe sind als Produktionshemmnis stark in den Hintergrund getreten, nur noch 11,2 Prozent der ZVEI-Unternehmen sehen hier ihr dringlichstes Problem. Noch seltener werden Kapazitätsengpässe (5,0%) und Finanzierungsengpässe (1,2%) als die Produktion hauptsächlich beeinträchtigende Faktoren genannt.

Insgesamt steht die Branche vor großen Herausforderungen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil auf politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Fehlende in- und ausländische Nachfrage stellt für die Elektro- und Digitalindustrie aktuell das größte Problem dar. Positive Entwicklungen wie der Rückgang der Inflation und der Energiepreise, die eingeleitete Energiewende sowie der Fokus auf die Digitalisierung nähren jedoch die Hoffnung auf eine Besserung der aktuell schwierigen Situation. Aktuell wird für Deutschland noch von einem Marktwachstum der Branche von einem Prozent für 2024 ausgegangen. Für den Weltmarkt wird für dieses Jahr ebenfalls ein moderates Wachstum von drei Prozent prognostiziert.

Informationstechnische Risiken

Wachsende Vernetzung und die Notwendigkeit permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Anforderungen an die IT-Systeme im Unternehmen. Eine nachhaltige IT-Strategie und der Einsatz tagesaktueller Schutzprogramme zur IT-Sicherheit sollen uns vor Angriffen schützen, die insbesondere vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise eine neue Dimension erreicht haben. Zur Mitigation dieser Risiken unterstützen wir unsere Mitarbeiter*innen mit gezielten Trainingsmaßnahmen zur gesteigerten Aufmerksamkeit im korrekten Umgang mit Daten und IT-Systemen.

Beschaffungsrisiken

Im vergangenen Jahr hat sich die Lage auf dem Rohstoff- und Beschaffungsmarkt entspannt. Diese Entwicklung dürfte sich im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen. Aufgrund der weiterhin hoch zu erwartenden Lohnabschlüsse rechnen wir mit Preiserhöhungen unserer Lieferanten, insbesondere wenn diese in Deutschland ansässig und gewerkschaftlich organisiert sind. Es ist davon auszugehen, dass die begrenzten neuen Bergbauprojekte und Primärverhütungskapazitäten, vor allem bei Kupfer, verschärfen wird. Dem Risiko steigender Materialkosten begegnen wir mit entsprechenden Klauseln in unseren Kundenverträgen.

Personalrisiken

Die Situation am Arbeitsmarkt kann dazu führen, dass offene Stellen nicht planmäßig besetzt werden können.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags werden Liquiditätsthemen über unserer Muttergesellschaft abgewickelt.

3.3 Chancenbericht

Die Chancen, die wir in den für uns relevanten Märkten sehen, lassen sich sehr gut entlang weltweiter energiepolitischer Ziele und insbesondere an den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung erläutern. Der Klimawandel erfordert rasches Handeln. Die beschlossen Energiewende, also der Ausstieg aus der Atomenergie und aus fossilen Energieträgern, hin zu erneuerbaren Energien sowie hin zu dezentralen Energielösungen, wie Wind- und PV-Anlagen, erfordert über einen langen Zeitraum gewaltige Investitionen in die Stromerzeugung, den Auf-- und Ausbau der Stromnetze und -verteilung.

Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 in Deutschland bei etwa 268 ?TWh. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben die Herausforderungen groß: Die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung sehen vor, dass 80 ?% des Bruttostromverbrauchs bis zum Jahr 2030 aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Dafür muss nach derzeitigen Abschätzungen die erneuerbare Stromerzeugung auf etwa 600 Terawattstunden (600 Milliarden Kilowattstunden) steigen und sich damit mehr als verdoppeln, um auch die steigenden Bedarfe der Elektrifizierung des Wärmesektors und des Verkehrs zu decken.

Für die Energieverteilung bedeutet dies klimabedingt eine gewaltige Nachfrage nach nachhaltigen, verlustarmen Anlagen und Geräten der Nieder- und Mittelspannung aus unserem Hause. Diesbezüglich erwarten wir für die Driescher GmbH Eisleben mit ihrem Produktportfolio ein kontinuierliches und nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum für die nächste Dekade.

 

Lutherstadt Eisleben, 30. Juni 2024

gez.

Frank Hegenbart

Thomas Lehner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 562.739,05 530.724,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11,22 520,71
II. Sachanlagen 262.727,83 230.203,88
III. Finanzanlagen 300.000,00 300.000,00
B. Umlaufvermögen 8.359.686,19 6.535.265,53
I. Vorräte 4.491.290,35 3.963.327,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.012.815,67 2.402.010,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.855.580,17 169.926,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.167,41 4.537,17
Aktiva 8.927.592,65 7.070.527,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 40.007,97 40.007,97
I. eingefordertes Kapital 25.564,59 25.564,59
1. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -51.129,19 -51.129,19
II. Gewinnvortrag 14.443,38 14.443,38
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 222.424,35 220.052,04
C. Verbindlichkeiten 8.665.160,33 6.810.467,28
Passiva 8.927.592,65 7.070.527,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.763.247,92 3.725.739,56
2. Personalaufwand 2.675.238,92 2.475.860,58
a) Löhne und Gehälter 2.203.460,17 2.045.072,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 471.778,75 430.788,58
davon für Altersversorgung 857,88 2.544,29
3. Abschreibungen 65.992,76 113.577,65
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 65.992,76 113.577,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.389.446,81 2.835.584,83
5. Erträge aus Beteiligungen 167.668,72 176.950,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.609,82 4.204,53
7. Ergebnis nach Steuern -231.371,67 -1.526.537,26
8. Erträge aus Verlustübernahme 231.371,67 1.526.537,26
9. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Driescher GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lutherstadt Eisleben
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stendal
Register-Nr.: HRB 203514

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich wie folgt vorgenommen:

- immaterielle Vermögensgegenstände linear auf 3 Jahre

- Mietereinbauten in gemietete Hallen linear auf 25 Jahre

- bewegliche Sachanlagen bei Nutzungsdauer über 3 Jahre linear auf 4 bis 10 Jahre

- Sachanlagen bei Nutzungsdauer bis 3 Jahre linear

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu letzten Einkaufspreisen unter Abzug eines pauschalen Abschlags für Skonti angesetzt. Der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeuginsse beinhaltet die zur Herstellung aufgewendeten Material- und Fertigungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten. Zisnen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Nicht gängige sowie überzählige Vorräte wurden abgewertet.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie decken in ausreichendem Maß die ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (T€ 104), Garantieverpflichtungen (T€ 90), sonstige (T€ 4), sowie Kosten für Jahresabschluss (T€ 24).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit € 253.296,98 (Vj. T€ 259) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit € 404.972,77 (Vj. T€ 97) sonstige Vermögensgegenstände.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit € 6.858.254,23 (Vj. T€ 5.569) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit € 0,00 (Vj. T€ 240) sonstige Verbindlichkeiten.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagespiegel 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 79.456,90 0,00 0,00 79.456,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bautern einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.465,23 0,00 0,00 119.465,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.054,77 13.343,22 0,51 262.397,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.122,57 84.665,02 76.174,83 1.116.612,76
1.476.642,57 98.008,24 76.175,34 1.498.475,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00
1.856.099,47 98.008,24 76.175,34 1.877.932,37
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78.936,19 509,49 0,00 79.445,68
1. Software
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bautern einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.873,23 3.640,00 0,00 57.513,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 227.101,49 10.185,20 0,00 237.286,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 965.463,97 51.658,07 76.173,81 940.948,23
1.246.438,69 65.483,27 76.173,81 1.235.748,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.325.374,88 65.992,76 76.173,81 1.315.193,83
Buchwert
Stand 01.01.2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 520,71 11,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bautern einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.592,00 61.952,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.953,28 25.111,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.658,60 175.664,53
230.203,88 262.727,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 300.000,00
530.724,59 562.739,05

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
erhaltene Anzahlungen 272.515,20 272.515,20 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.331.975,54 1.331.975,54 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.858.254,23 6.858.254,23 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 202.415,36 202.415,36 0,0 0,0
Summe 8.665.160,33 8.665.160,33 0,0 0,0

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 355.671,98 EUR (Vorjahr 97.175,12 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 240.375,03 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 480.024,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Gebäudemieten verbundene Unternehmen

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Inland 14.602 11.618 2.984
EG-Ausland 2.220 768 1.452
sonstiges Ausland 1.109 614 495
Konzern 213 49 164
Summe 18.144 13.049 5.095

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022 2021
Angestellte 22 18 24
gewerbliche Arbeitnehmer 47 48 37
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 69 66 61

Mutterunternehmen ist die Driescher GmbH, Moosburg. Zwischen der Gesellschaft und dem Alleingesellschafter besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Namen der Geschäftsführer

- Bernhard Nick, Geschäftsführer bis 05.06.2023

- Frank Helmut Degenhart, Geschäftsführer ab 05.06.2023

- Thomas Xaver Lehner, Geschäftsführer ab 14.08.2023

- Quirin Veit Hall, Geschäftsführer ab 07.12.2023

Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgt durch eine Konzerngesellschaft.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Driescher Service GmbH & Co. KG 50 % 372.597,14 972.597,14

Konzernzugehörigkeit

Die Driescher GmbH, Lutherstadt Eisleben wurde in den Konzernabschluss der Driescher GmbH, Moosburg einbezogen.

Die Driescher GmbH, Moosburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger erhältlich.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lutherstadt Eisleben, den 05.08.2024

gez.

Thomas Xaver Lehner

Frank Helmut Hegenbart

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Driescher GmbH, Eisleben

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Driescher GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Driescher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

München, 5. August 2024

gez. Power-Feitz, Wirtschaftsprüfer

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