Schlegel Germany GmbH
Bredowstraße 33, 22113 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ricky Roop Singh seit 22.8.2022 | Geschäftsführer |
Peter Reginald Santo seit 22.5.2012 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schlegel Germany GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022Betätigungsfeld der Gesellschaft Die Schlegel Germany GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Schlegel Acquisition Holding Limited und produziert und entwickelt Dichtungsprofile aller Art für den Fenster- und Türenbereich. Sie handelt mit Schaum-, PVC-, Bürstendichtungen und Bauzubehörartikeln der gesamten Tyman Plc-Gruppe im europäischen Raum. Die Gesellschafterin hat mit Gesellschafterbeschluss vom 8. September 2022 entschieden, den Produktionsbetrieb der Schlegel Germany GmbH zum 31. März 2023 einzustellen und den Geschäftsbetrieb nach Abwicklung der Produktion als Vertriebsgesellschaft fortzuführen. Ebenfalls mit Datum vom 8. September 2022 hat die Gesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben, wonach diese sich verpflichtet, die Schlegel Germany GmbH finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtliche Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern bis zu einem Maximalbetrag von T€ 4.400, die im Zuge des Geschäftsbetriebes bis zum Ende 2022 und im Geschäftsjahr 2023 entstehen, zu erfüllen. Infolge dieses Beschlusses ist die Produktion bereits im Januar 2023 eingestellt und mit ihrer Verlagerung an ein Unternehmen der Tyman PLC-Gruppe begonnen worden. Nach dem 31. März 2023 führt die Gesellschaft die Vertriebsaktivitäten im Rahmen eines Cost-Plus-Modells fort. Geschäftliches Umfeld Die Branche ist geprägt von den makroökonomischen Rahmenbedingungen und kurzfristigen Auftragserteilungen sowie dem Trend, die Lagerbestände zu erhöhen. Die Wettbewerbssituation auf den bestehenden Märkten ist weiterhin wachsend. Umsatzsteigerungen bzw. die Erhöhung der Marktanteile sind vorrangig abhängig von der politischen Entwicklung der europäischen Länder. In den Exportmärkten, besonders in Osteuropa, besteht weiterhin ein großer Nachholbedarf im Neubausektor sowie in der Sanierung und Renovierung von bestehenden Bauten. Auch die bereits im Jahr 2011 neu erschlossenen Länder im asiatischen Raum zeigen ein weiterhin hohes Umsatzpotential und stehen auch im Focus der Tyman PLC Group. Die Schlegel Germany GmbH wird die Erschließung neuer Märkte innerhalb der Division SchlegelGiesse weiter vorantreiben. Die Preise für Rohstoffe und für Handelswaren sind über das Jahresmittel 2022 stark angestiegen. Diese Entwicklung trifft ebenfalls auf das Jahr 2023 zu. Die politische Situation im osteuropäischen Vertriebsgebiet ist zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung angespannt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Osteuropa hat sich der Konzern entschieden, dass es zurzeit keine Geschäftsbeziehungen mit Russland und seinen Unterstützern geben soll. Da Schlegel auch auf anderen Absatzmärkten aktiv ist, ist das Geschäft durch diese Situation nicht gefährdet. Wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr Das Jahr 2022 war das bislang umsatzstärkste Geschäftsjahr in der Ära des Unternehmens. Diese Entwicklung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Kunden nach den Lieferengpässen im Zusammenhang mit der Coronapandemie größere Bestellungen aufgegeben haben, um die Lagerbestände zu erhöhen. Zum anderen gab es konzernweit Preiserhöhungen für ausgewählte Produktgruppen, um den steigenden Rohstoff- und Transportkosten zu begegnen. Osteuropa Durch die Entscheidung des Tyman-Konzerns, mit russischen und weißrussischen Geschäftspartnern vorerst keine Geschäfte mehr zu tätigen, nahm der Umsatz im osteuropäischen Absatzgebiet sehr stark ab. Zum Vorjahr verringerte sich das Osteuropageschäft um 88 %. Skandinavien Der skandinavische Markt entwickelte sich im Jahr 2022 auf Vorjahresniveau mit einer leichten Steigerung von 9,1 %. Die Entwicklung von Alternativprodukten im Bereich der Q-Lon und Schaumdichtungen wird weiterhin vorangetrieben. Dieses ermöglicht, neue Kunden zu gewinnen und alte zurückzugewinnen, die in der Vergangenheit nicht durch die Produktpalette zu erschließen waren oder eine günstigere Qualität suchten. Der Forschungs- & Entwicklungsbereich hat im Jahr 2022 eine Vielzahl an neuen Werkzeugen anfertigen lassen, um auf die Kundenwünsche eingehen zu können. DACH Der lokale Markt D/A/CH zeigte sich ebenfalls auf Vorjahresniveau mit einer leichten Aufwärtstendenz von 1 %. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Umsatzentwicklung vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen pandemischen Lage und den gesteckten Zielen äußerst zufrieden. Das Jahr 2022 war geprägt von einer durchgehend längeren Reichweite des Auftragsbestandes. Dies ist insbesondere in Anbetracht der weiterhin anhaltenden pandemischen Lage sowie der unsicheren politischen Situation auf allen globalen Märkten hervorzuheben. Unter Berücksichtigung der vorherrschenden Situation auf den Märkten und der verstärkten Auftragslage ist die Schlegel Germany GmbH bemüht, die Preise nicht über dem Maß zu erhöhen. Die Schlegel Germany GmbH konnte durch weitere Optimierung der Produktionsprozesse und einer Optimierung der Einkaufspreise auf größere Preiserhöhungen verzichten. Entwicklung des Geschäftsergebnisses Ertragslage Die Ertragslage entwickelte sich mit um T€ 231 auf T€ 16.347 gestiegenen Umsatzerlösen positiv und lag damit um T€ 655 oberhalb der prognostizierten Bandbreite. Das Ergebnis vor Steuern sank auf T€ -1.715gegenüber dem Vorjahr und lag damit infolge der Kosten der Produktionsverlagerung deutlich unter dem Prognosewert. Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren in 2022:
Der Anstieg im Bereich der Materialaufwendungen um T€ 1.399 ist auf die im Rahmen der Betriebsschließung teilweise abgeschriebenen Vorräte zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 733 ist bedingt durch zusätzliche Rückstellungsbildungen, durch erwartete Drohverlustrückstellungen im Rahmen der Produktionsschließung. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen und damit im Zusammenhang stehenden Abfindungen hat sich der Personalaufwand auf T€ 5.046 erhöht (Vorjahr: T€ 3.199). Die Erhöhung der Abschreibungen auf T€ 715 (Vorjahr: T€ 136) ergibt sich durch außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von nicht mehr verwertbarem Anlagenvermögen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen aus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2019 von T€ 123 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung für Vorjahre in Höhe von T€ 501. Vermögens- und Finanzlage Infolge der Einstellung des Produktionsbetriebs sind die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 durch eine außerplanmäßige Abschreibung von T€ 547 vollständig abgeschrieben worden. Die Vorräte sind von T€ 1.382 im Jahr 2022 auf T€ 201 gefallen. Der per 31. Dezember 2022 gebuchte Lagerbestand wurde zum Jahresende 2022 teilweise wertberichtigt, da er bedingt durch die Betriebsschließung nicht mehr zu veräußern ist. Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich im Geschäftsjahr gut entwickelt und endete mit einem Anstieg um T€ 507 auf T€ 3.734. Bedingt durch ein gut funktionierendes Forderungsmanagement ist es gelungen, fällige Forderungen auch fälligkeitsgerecht zu verbuchen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 55,0% (Vorjahr 74,5%). Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über hohe Rücklagen und hat weder Darlehen noch Bankkredite in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ohne die Inanspruchnahme von Bankkrediten oder andere langfristigen Fremdfinanzierungen. Begründet durch die im Rahmen der im Jahr 2023 erfolgten Betriebsschließung und die damit einhergehenden Verpflichtungen haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.938 erhöht. Rückstellungen wurden insbesondere für Restrukturierungsmaßnahmen und damit im Zusammenhang stehenden Abfindungen sowie Drohverlustrückstellungen im Rahmen der Produktionsschließung gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus laufenden Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Fertigwaren und Verbindlichkeiten für interne Dienstleistungen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mitarbeiter Mit einem durchschnittlichen Personalbestand von 44 Mitarbeitern (Vorjahr: 48) ist der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Nach der Restrukturierung sind im Unternehmen noch 6 Mitarbeiter tätig. Risikobericht Es besteht ein Risikokontrollsystem, welches eine systematische Erfassung und Beurteilung von Risiken ermöglicht. Die Risiken werden im Rahmen von Planungs- und Controlling-Prozessen durch die Geschäftsführung und den Gesellschafter kontinuierlich überwacht. Die Lage auf dem Weltmarkt bleibt durch die im Dezember 2019 aufgetretene Corona- Pandemie, den anhaltenden Ukrainekonflikt, dem Nahost-Konflikt und die steigenden Rohstoffpreise weiter angespannt. Aufgrund wesentlicher Geschäftsbeziehungen zu Osteuropa stellt der seit dem Februar 2022 andauernde Russland-Ukraine-Krieg für die folgenden Geschäftsjahre ein wesentliches Risiko dar. Im Jahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse mit Russland, Belarus und der Ukraine äußerst negativ entwickelt. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung zeichnet sich keine Besserung ab. Dieser Umsatzrückgang soll durch eine erhöhte Geschäftstätigkeit in den restlichen Absatzmärkten kompensiert werden. Aufgrund der unvorhergesehenen Dynamik und der bereits spürbar negativen Geschäftsentwicklung hat sich der Konzern entschieden, die aktuellen Geschäftsbeziehungen mit Osteuropa zu pausieren. Als weiteres Risiko auf das Geschäft der Schlegel Germany GmbH ist der Anstieg der Rohstoffpreise zu nennen. Dieser ist in nahezu allen Beschaffungsbereichen zu spüren und führt wiederum zu höheren Beschaffungskosten. Die ohnehin schon bestehende Volatilität im Rohstoffmarkt hat sich durch den Russland-Ukraine-Krieg weiter erhöht. Gleiches gilt außerdem für die seitdem gestiegenen Energiekosten. Um den Risiken aus gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten zu begegnen, werden Lagerbestände fortlaufend optimiert und die Beschaffungs- und Herstellungsplanung bedarfsgerecht gestaltet. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Im Geschäftsjahr 2022 konnte sich die Weltwirtschaft zeitweise von den Folgen der Corona-Krise erholen. Der Russland-Ukraine-Krieg hat jedoch dazu geführt, dass die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie wieder nachließ und das Wachstum der Weltwirtschaft wieder an Fahrt verlor. Für 2023 ist laut IWF eine Wachstumsrate von 2,9 % zu erwarten. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete laut statistischem Bundesamt im Jahr 2022 mit 7,9 % die höchste Inflationsrate der letzten Jahre, was insbesondere auf die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen ist. Für den Ausblick bestehen erhebliche Risiken. Hierzu zählt eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine. Aber auch die Corona-Pandemie ist noch nicht überwunden, und es könnte zu erneuten Einschränkungen für die Wirtschaftsaktivität kommen, insbesondere wenn sich Virus-Varianten ausbreiten, die mit einer höheren Krankheitslast einhergehen. Sowohl der Krieg als auch die Pandemie könnten die globalen Lieferketten stärker belasten und zu Produktionsausfällen und weiteren Preisanstiegen beitragen. Chancen bestehen in der konsequenten Erweiterung der Produktpalette. Die Erschließung neuer Exportmärkte und die Reaktivierung von ehemaligen Kunden hat auch in den nächsten Jahren oberste Priorität. Die Tyman PLC Group wird in den nächsten Jahren in diese Märkte investieren und versuchen, Wettbewerbsvorteile durch überdurchschnittliche Qualität und Service zu erreichen. Prognosebericht Insgesamt hat sich die Schlegel Germany GmbH trotz der Corona-Pandemie und den zu erwartenden Umsatzeinbußen durch die Ukrainekrise auf die veränderte Marktsituation eingestellt. Der Konzern hat entschieden, dass der Produktionsbetrieb der Schlegel Germany GmbH zum 31. März 2023 eingestellt und die Gesellschaft nach Abwicklung der Produktion als Vertriebsgesellschaft fortgeführt wird. Dies wird damit begründet, dass die Produktion in Europa optimiert und an britische Standorte verlagert werden soll. Für das Geschäftsjahr 2023 wird aufgrund der weiteren Maßnahmen in Bezug auf die Betriebsschließung und der damit einhergehenden Kosten laut vorläufigem, ungeprüftem Jahresabschluss mit einem Jahresfehlbetrag von etwa T€ 300 bis T€ 400 gerechnet. Nach der Betriebsschließung werden die Kosten im Rahmen der Einführung eines Cost-Plus-Modells weiterbelastet, wodurch sich für das Jahr 2024 und die Folgejahre am Jahresende positive Jahresüberschüsse ergeben sollten.
Hamburg, den 4. September 2024 Schlegel Germany GmbH Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Schlegel Germany GmbH (HRB-Nr. 68830 im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg) wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 daher die Vorschriften des § 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden bei einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten bzw. Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen. Die Gesellschafterin hat mit Gesellschafterbeschluss vom 8. September 2022 entschieden, den Produktionsbetrieb der Schlegel Germany GmbH zum 31. März 2023 einzustellen und den Geschäftsbetrieb nach Abwicklung der Produktion als Vertriebsgesellschaft fortzuführen. Ebenfalls mit Datum vom 8. September 2022 hat die Gesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben, wonach diese sich verpflichtet, die Schlegel Germany GmbH finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtliche Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern bis zu einem Maximalbetrag von T€ 4.400, die im Zuge des Geschäftsbetriebes bis zum Ende 2022 und im Geschäftsjahr 2023 entstehen, zu erfüllen. Abweichend zum Vorjahr werden Zinserträge aus einem Darlehen an ein verbundenes Unternehmen von T€ 19 nicht mehr in den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sondern unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis (T€ 19) ist entsprechend angepasst worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden linear nach der zu erwartenden Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsspannen betrugen bei Immateriellen Vermögensgegenstände 3-5 Jahre, bei Mietereinbauten 8-50 Jahre, bei Technischen Anlagen 2-14 Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-14 Jahre. In Anlehnung an steuerrechtliche Vorschriften wurden Vermögensgegenstände zwischen € 250,00 und € 1.000,00 in einem Sammelposten erfasst und über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten nicht mehr als € 250,00 betrugen, wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen des Sachanlagevermögens wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen beinhalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die mit ihrem Nennwert angesetzt werden. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen zu tatsächlichen Anschaffungskosten oder den jeweils niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Handelswaren wurden zum gewogenen Durchschnittspreis oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungswerten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs von im Produktionsprozess eingesetztem Anlagevermögen. Zudem wurden bestimmte Gemeinkosten der allgemeinen Verwaltung in die Bewertung einbezogen. Die Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. In Fremdwährung lautende Forderungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet sowie - sofern es sich um kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr handelt - zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % auf den um die Umsatzsteuer verminderten Nettobestand der Forderungen gebildet. Die flüssigen Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sind alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie der Höhe und/oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Berichtsjahres sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Ausleihung an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.750 (Vorjahr: T€ 2.750) resultieren aus der Gewährung eines Darlehens an den Gesellschafter. Das Darlehen wurde am 30. November 2019 gewährt und hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Der Betrag kann jederzeit zurückgezahlt werden. Die Verzinsung beträgt 2,55% p.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen sind wie im Vorjahr in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus einem Darlehen von T€ 750 (Vorjahr: T€ 750) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 258 (Vorjahr: T€ 97). Die Forderungen aus dem Darlehen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023, die Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsgeschäften sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Die Gesellschaft hat bisher keine Umstellung des gezeichneten Kapitals auf Euro vorgenommen. Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt DM 50.000,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungszahlungen und sonstige Personalaufwendungen (T€ 2.059), Provisionen (T€ 138), Mietnebenkosten (T€ 60) und Beratung (T€ 57). Unter Berücksichtigung der Einstellung des Produktionsbetriebs zum 31. März 2023 wurde zudem eine Drohverlustrückstellung gebucht (T€ 720). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen belaufen sich insgesamt auf T€ 113 bis zum Jahr 2025. Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen bis zum 30. Juni 2023 T€ 266. Es besteht per 31. Dezember 2022 eine Mietbürgschaft in Höhe von T€ 106. IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse vor Preisreduzierungen wurden im Inland (T€ 3.606), im europäischen Ausland (T€ 7.678) (davon konzernintern T€ 383) und außereuropäischen Ausland (T€ 5.429) (davon konzernintern T€ 1.096) erzielt. Die Umsätze stammen ausschließlich aus der Herstellung und dem Vertrieb von Kunststoffdichtungen und Beschlägen im Bereich der Bauindustrie. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 547. Diese resultieren aus der Einstellung des Produktionsbetriebes zum 31. März 2023. Damit sind die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen zum Stichtag komplett abgeschrieben. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen aus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2019 von T€ 123 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung für Vorjahre in Höhe von T€ 501. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 27 Angestellte (Vorjahr: 29) und 17 gewerbliche (Vorjahr: 19) Arbeitnehmer beschäftigt. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer sind folgende Personen bestellt:
Die Geschäftsführer erhalten ihre Bezüge von verbundenen Unternehmen. Mutterunternehmen Alleinige Gesellschafterin ist die Schlegel Acquisition Holdings Ltd., London/Großbritannien. Konzernabschluss Die Tyman Plc, London/Großbritannien, erstellt und veröffentlicht einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis für das Jahr 2022, in den die Schlegel Germany GmbH über die Schlegel Acquisition Holding Limited einbezogen ist. Der Konzernabschluss ist bei der Tyman Plc in London erhältlich. Nachtragsbericht Über die Einstellung des Produktionsbestriebs zum 31. März 2023 hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben könnten.
Hamburg, den 4. September 2024 Schlegel Germany GmbH Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 04.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schlegel Germany GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schlegel Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schlegel Germany GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 4. September 2024 Deloitte
GmbH
Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer |
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