Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 24882
Vorher
Sanner Holding GmbH
Eingetragen
2.12.1997
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kunststofferzeugnissen aller Art im In- und Ausland

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Verheyden
seit 28.10.2025
Geschäftsführer
Christian Classen
seit 4.4.2023
Prokura
Judith Both
seit 17.12.2020
Prokura
Ralf Tiemann
seit 27.12.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (15)

NameAnteil
K**** T*****
0.97%
T** O*****
0.97%
J******* W***** v** V****
0.27%

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
930.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sanner GmbH

Bensheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht 2020

INHALTSVERZEICHNIS

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Leistungsindikatoren

2.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.2.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.3 Geschäftsverlauf

3 LAGE

3.1 Ertragslage

3.2 Vermögenslage

3.3 Finanzlage

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4 PROGNOSEBERICHT

4.1 Konjunkturelle Erwartung

4.2 Entwicklung der Sanner GmbH

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

5.1.1 Branchenspezifische Risiken

5.1.2 Risikomanagement

5.1.3 Ertragsorientierte Risiken

5.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

5.2 Chancenbericht

5.3 Gesamtaussage

5.4 Bericht über Tochtergesellschaften

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Sanner fertigt hochwertige Verpackungen für Pharma-, Diagnostik- und Health-Care-Produkte. Sanner fokussiert sich dabei auf definierte Marktsegmente, die vor allem den Einsatz von Trockenmitteln fordern:

Pharma Desiccant Packaging

Teststrip Packaging

Effervescent Packaging

Pharma & Medical Packaging

Alle Marktsegmente beinhalten verschiedene Produkte und werden an unterschiedliche Kundenportfolios geliefert. Die Wettbewerbssituation ist von Segment zu Segment unterschiedlich.

Von der Sanner GmbH werden die Märkte in Europa, Nordafrika und im Mittleren Osten direkt bedient. Der US-Markt und der Markt in Indien werden über die jeweiligen Vertriebstöchter beliefert, während der Standort China den chinesischen und südostasiatischen Markt mit Artikeln aus eigener Produktion versorgt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Sanner entwickelt kontinuierlich neue Produkte. Dies sind zum einen Produkte, die die bereits vorhandene Produktpalette erweitern, zum anderen aber auch Produkte, die auf neuen Technologien aufsetzen bzw. neue Funktionalitäten bereitstellen.

Neue Entwicklungen werden zum Schutz über Patente gesichert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine neue Patentanmeldung angestoßen. Es gab vier Patenterteilungen, davon zwei Patenterteilungen in Europa, eine in den USA und eine in China.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Gegensatz zum Vorjahr befindet sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 mit -5,4 % deutlich unter Vorjahresniveau. Dieser Einbruch ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen.

Die Geschäftserwartungen durch alle Branchen hindurch erleiden einen deutlichen Einbruch. Neben der exportorientierten Industrie sind auch die mehr binnenorientierten Unternehmen betroffen.

Angesichts der epidemiologischen Lage überrascht die gute Entwicklung der Exporte in die USA. Aufgrund der hohen Unsicherheiten ist die Wirtschaft weiterhin mit hohen Abwärtsrisiken konfrontiert.

(Quellen: DBResearch)

2.2 Leistungsindikatoren

2.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Sanner GmbH sind EBIT, Eigenkapitalquote und das Wachstum des Umsatzes.

2.2.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Firma Sanner GmbH nutzt die folgenden drei wesentlichen nicht-finanziellen Indikatoren:

1.

Reklamationsquote. Die Zufriedenheit der Kunden wird wesentlich dadurch bestimmt, dass die für die Kunden produzierten Produkte qualitativ hochwertig und laut Spezifikation sind. Falls dies nicht der Fall ist, resultiert es in einer Reklamation. Deswegen steht die Reklamationsquote direkt in Relation sowohl zu unserer Prozessfähigkeit und -stabilität, als auch zu der Zufriedenheit der Kunden und bildet damit einen sehr signifikanten Leistungsindikator.

2.

Liefertermintreue. Nicht nur die Qualität des gelieferten Produktes, auch das Einhalten unserer zeitlichen Versprechen hat einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit unserer Kunden. Die Liefertermintreue ist deswegen ein wichtiger Indikator.

3.

Normalisierter Energieverbrauch. Seit vielen Jahren nimmt die Firma Sanner GmbH das Thema Nachhaltigkeit sehr ernst. Als ISO 50001 zertifiziertes Unternehmen werden jährlich Firmenziele festgelegt, die dazu führen und führten, dass unser Energieverbrauch stetig sinkt (z. B. durch Einsatz energetisch optimierter Anlagen oder die großflächige Umstellung auf LED-Beleuchtung). Damit die Schwankungen in produzierten Jahresmengen von Produkten ausgeglichen, und damit eine Vergleichbarkeit hergestellt werden kann, wird dieser Indikator normalisiert gerechnet und dargestellt.

2.3 Geschäftsverlauf

Sanner hat auch im Jahr 2020 weiter in Wachstum investiert, vor allem in neue Spritzgussmaschinen und Füllanlagen, um die stärkere Nachfrage nach dem Sanner eigenen Produktportfolio nachkommen zu können. Daneben wurde im Werkzeugbau investiert und modernisiert.

Die Fertigungskennzahlen der Sanner GmbH in Deutschland konnten 2020, trotz der außergewöhnlich hohen Auftragsmengen und des permanenten Termindrucks, auf gutem Niveau gehalten bzw. verbessert werden.

Die Gesamtanlageneffizienz OEE stellte sich weiterhin sehr positiv und verbessert zu 2019 dar, die Reklamationsrate wurde auf ein sehr niedriges Niveau gesenkt. Die Qualitätsrate im Produktionsbereich Füllen stieg, während sie im Produktionsbereich Spritzguss ebenfalls leicht stieg. Beide Kennzahlen sind bedeutsam für die Kundenzufriedenheit.

Mehrkosten, z. B. durch Samstagsproduktion, konnten durch Verbesserungen der Produktivität durch Einführung neuer Produktionsmaschinen, die im Vergleich mit den bestehenden Maschinen schneller laufen und entsprechend kürzere Zykluszeiten schaffen, kompensiert werden.

Die Rohölpreise sind, nach einem Einbruch im April, kontinuierlich gestiegen, haben jedoch nicht den Höchstwert von Anfang 2020 erreicht. Entsprechend haben sich auch die Kunststoff preise entwickelt. Hier lag der Einbruch jedoch im Mai. Für 2021 sieht die Prognose weiterhin einen Preisanstieg voraus. Noch liegen die Preise aber unter dem Niveau von 2019.

Regelmäßige Überwachungsaudits haben den Nachweis erbracht, dass die Forderungen der aktuell relevanten ISO-Normen erfüllt sind. Es wurden diverse Kunden-Audits durchgeführt, die alle ohne "kritische Abweichung" bestanden wurden.

Die Sanner GmbH beschäftigte in Deutschland im Jahresmittel 209 Mitarbeiter (Vorjahr: 199).

Neben den Festangestellten wurden im Schnitt rund zwölf Zeitarbeiter pro Monat (Vorjahr: 11) eingesetzt mit Schwerpunkt Produktion. Der Personalstand ist somit gestiegen.

Es wurde weiter im Themenbereich Homeoffice investiert und eine Corona-Sonderzahlung an die Mitarbeiter weitergegeben.

Diese Maßnahmen und Aktivitäten tragen dazu bei, dass Sanner sich trotz Pandemie als aktiver und attraktiver Arbeitgeber in der Region präsentieren kann.

3 Lage

3.1 Ertragslage

Die Sanner GmbH zeigt in Deutschland eine weiterhin gute Ertragslage und beendet das Geschäftsjahr 2020 äußerst zufriedenstellend mit einem Umsatzwachstum von 43,6 Mio. € im Vorjahr auf 48,3 Mio. € in 2020 sowie einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,8 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).

Die Umsatzerlöse liegen damit um 10,7 % über Vorjahresniveau und übertreffen die Planung für das Geschäftsjahr. Die Materialaufwandsquote ist deutlich gesunken. Neben einzelnen Verbesserungsprojekten haben die gegenüber 2019 gesunkenen Materialpreise und eine Änderung des Produktmix zu reduzierten Materialeinsätzen geführt.

Die Gesamtaufwendungen für das Personal betrugen rund 14 Mio. € und liegen damit um 6,6 % über den Personalkosten des Vorjahrs. Dies ist auf den Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter sowie auf Mehrkosten der Arbeit beim Fertigen am Wochenende zurückzuführen. Damit die entsprechende Jahresmenge mit gegebener Infrastruktur erreicht werden konnte, ist viel an Wochenenden gearbeitet worden.

Trotz der geringeren Stromverbräuche durch den effizienten Einsatz der modernen Anlagen und Maschinen haben sich die Kosten für Energie absolut leicht erhöht. Grund dafür ist ein höherer Verbrauch aufgrund der gestiegenen Produktionszeiten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die gestiegenen Umsätze führen zu einem Anstieg der Frachtkosten. Die geänderten Hygienekonzepte aufgrund der Corona-Pandemie haben zu höheren Aufwendungen für Masken und Desinfektionsmittel geführt. Der starke Euro führte zu Währungskursverlusten, die höher sind als im Vorjahr. Darüber hinaus enthält die Position eine Rückstellung für Leasingkosten.

Die Sanner Gesellschaft in China hat im Jahr 2020 eine Dividendenzahlung in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) vorgenommen. Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr höher, da die Dividendenzahlung 2020 für das Jahr 2019 höher ist.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von 49,5 Mio. € auf 45,0 Mio. €. Ursache für diese Reduzierung ist die Auflösung der temporären Bilanzverlängerung von 2018 zu 2019 aufgrund einer Umstrukturierung auf Beteiligungsebene in 2019. Dadurch erhöhten sich die Positionen Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen jeweils um fast 7 Mio. €, was in 2020 wieder ausgeglichen wurde. Die Eigenkapitalquote stieg wieder von 40,6 % in 2019 auf 50,5 % in 2020.

Die sonstigen Rückstellungen stiegen um 0,3 Mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Abgrenzung von Leasingkosten, denen in 2020 bereits Erlöse gegenüberstanden.

Im Jahr 2020 konnten die Bankverbindlichkeiten durch Tilgungen um 1 Mio. € gesenkt werden. Die Finanzanlagen bleiben auf dem Niveau des Vorjahrs.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 20 % gestiegen, dies vor allem aufgrund weiterer Mietkaufverträge.

Die Sachanlagen haben sich um 1,2 Mio. € erhöht, weil Neuinvestitionen aufgrund der guten Auftragslage getätigt wurden.

Die Vorräte sind um 0,6 Mio. € gestiegen. Höhere Fertigwarenbestände sowie höhere Anzahlungen für Kundenprojekte sind hierfür der Treiber.

Forderungen gegen Kunden sind aufgrund gestiegener Umsätze höher als im Vorjahr. Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen sind ebenfalls gestiegen. Grund hierfür sind unter anderem die erhöhten Belieferungen an Sanner of America.

Die Sachverhalte, die 2019 zu einer Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände geführt haben (Darlehen an Sanner Ventures über 0,8 Mio. €, Anzahlung einer Maschine über 0,4 Mio. € sowie die erwähnte Umstrukturierung), haben sich in 2020 überwiegend aufgelöst, so dass wir uns wieder auf dem Niveau der Vorjahre befinden.

3.3 Finanzlage

Der operative Cashflow beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,1 Mio. € im Vergleich zu 2019 mit 3,3 Mio. €.

Dies ist vor allem auf die erfolgreiche Geschäftstätigkeit bei gestiegenem Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Die Investitionen in Höhe von 3,3 Mio. € wurden aus dem operativen Cashflow, über KfW-Kredite für Energieeffizienz sowie über Mietkauf finanziert. Der deutliche Anstieg der erhaltenen Dividenden führte zu einem erneut positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit.

Neben den Ausschüttungen an die Gesellschafter ist die Rückführung der Finanzkredite mit 2 Mio. € eine bestimmende Position im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz stieg um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde die geplante stabile Entwicklung übertroffen.

Das EBIT erhöhte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr von 2,3 Mio. € auf 5,8 Mio. € und hat sich damit mehr als verdoppelt. Damit wurde die erwartete Steigerung von 15 % bei weitem übertroffen.

Die Eigenkapitalquote liegt bei rd. 50 % (9 % Punkte über Vorjahr aufgrund einer temporären Bilanzverlängerung in 2019).

3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Reklamationsquote der Sanner GmbH lag 2020 auf 0,029 pro 1 Million Teile (Vorjahr: 0,037 ppm) und liegt damit unter dem Zielwert von 0,05 ppm.

Die Liefertermintreue betrug 2020 im Schnitt 97,9 % (Vorjahr: 96,8 %). Der Zielwert von 98 % wurde damit nur leicht verfehlt.

Der normalisierte Energieverbrauch lag 2019 bei -2,1 und konnte sehr erfolgreich auf -3,3 gesenkt werden (Zielwert war -2,8).

4 Prognosebericht

4.1 Konjunkturelle Erwartung

Im Dezember 2020 wurde noch für 2021 für Deutschland ein Wachstum von etwa 4,5 % erwartet. Die Erwerbstätigkeit wird ihr Vorkrisenniveau nicht vor Mitte des Jahres 2022 erreichen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die fortwährende Corona-Krise auf die konjunkturelle Entwicklung niederschlagen wird.

Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahresdurchschnitt 2021 auf 6,3 % steigen. Der private Konsum wird sich erholen und um 4,7% wachsen.

Wie auch in 2020 wird das Weltwirtschaftswachstum 2021 von der Corona-Pandemie abhängen. Im Durchschnitt über das Jahr 2021 sollte der Welthandel dann um mehr als 7 % zulegen.

Die Exportelastizität liegt bei 2/3, wodurch die Exporte in die USA und nach UK um rund 4 % weniger zulegen als ohne diese Abwertungen. Aufgrund des relativ guten globalen Wirtschaftsausblicks - insbesondere das BIP-Wachstum in China könnte fast zweistellig zulegen - dürfte das Export- das Importwachstum im Jahr 2021 übertreffen. Daher prognostiziert man, nach dem negativen BIP-Wachstumsbeitrag der Nettoexporte im Jahr 2020 von -1,1 %-Punkten, ein Plus von 1,8 %-Punkten für das Jahr 2021.

Die Marktanteile der asiatischen Märkte erhöhen sich vor allem dank China und Südkorea im Corona-Jahr weiter, während der Anteil der Exporte in die amerikanischen Länder seit Jahren seitwärts läuft. Der Abschluss im November des RCEP-Handelsabkommens (Regional Comprehensive Economic Partnership) zwischen 15 Ländern im pazifischen Raum impliziert vermutlich weitere positive Impulse für die Exporte nach Asien.

(Quelle: DBResearch)

4.2 Entwicklung der Sanner GmbH

Nach der deutlichen Verbesserung des EBIT in 2020 ist für das Geschäftsjahr 2021 ein geringeres Ergebnis, das dennoch über den Vorjahren liegt, geplant.

Es ist ein EBIT-Rückgang auf ca. 4,2 Mio. € geplant. Beim Umsatz wird mit einem 4%tigen Wachstum geplant. Treiber für das Wachstum sind der Verkauf neuer Produkte, Weiterentwicklung bestehender Produkte und der Ausbau von Marktanteilen im Standardgeschäft. Umsatzzuwächse der kundenindividuellen Fertigung werden durch Mengenzuwächse bei bestehenden und bereits in Produktion befindlichen Projekten realisiert sowie durch Umsetzung innovativer neuer Kundenprojekte. Das Umsatzwachstum bei den Verkaufsprodukten steigt dabei etwas geringer an, während die Intercompany Umsätze und die Werkzeugumsätze stärker wachsen.

Die Einführung der CO2-Steuer in 2021 erhöht die Energiekosten um rund 140 T€. Bei den Reise- und Qualifikationskosten wird mit einer Annäherung des Kostenniveaus auf vor Corona-Zeiten geplant, so dass die Fixkosten insgesamt steigen. Tariferhöhungen sowie Neueinstellungen resultieren in höheren Personalkosten. Auch bei den Materialpreisen wird damit gerechnet, dass sie im Laufe des Jahres wieder auf das 2019er Niveau steigen werden. Änderungen im Produkt-Mix und weiterhin laufende Verbesserungsprojekte werden zu einer Verbesserung der Materialquote führen.

Die Konjunkturlage wird zu einem zurückhaltenden Verbraucherverhalten führen, allerdings sind die von der Sanner GmbH hergestellten Produkte nur bedingt an die Gesamtkonjunktur gebunden.

Die Investitionsplanung 2021 enthält Mittel zum weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten, Erneuerung vorhandener Produktionskapazitäten, Projekte zur Effizienzverbesserung und zur Stützung des Produktionsumfelds. Die Finanzierung erfolgt über KfW-Kredite (Energieeffizienz), Mietkauf sowie über den operativen Cashflow.

Die Eigenkapitalquote wird gegenüber 2020 steigen. Es wird mit einer erneut starken Eigenkapitalquote von rund 56 % geplant.

Die Planzahlen für die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in 2021 sind:

eine Reklamationsquote von 0,042 pro 1 Million Teile

eine Liefertermintreue von 98 %

ein normalisierter Energieverbrauch von -3,5.

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

5.1.1 Branchenspezifische Risiken

In der Branche zeichnet sich weiterhin ein größer werdender Kostendruck ab. Zum einen findet eine Konsolidierung bei den Kunden statt, zum anderen konsolidiert sich aber auch die Branche der Verpackungshersteller.

Die Sanner GmbH konzentriert sich proaktiv darauf, das Wachstum bei großen und bei globalen Kunden zu forcieren, bei denen unsere Unternehmensstruktur mit mehreren Produktionsstandorten und Vertriebsbüros einen Mehrwert für die Kunden darstellt.

Die Sanner GmbH ist darüber hinaus den üblichen volkswirtschaftlichen Risiken unterworfen. Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass auch in einer Pandemie mittels angepasstem und flexiblem Management Geschäftserfolge erzielt werden können.

5.1.2 Risikomanagement

Die generelle strategische Risikobewertung der Sanner GmbH erfolgt mittels einer RMEA-Matrix (Risiko-Möglichkeit-Einfluss-Auswirkung). Die Geschäftsprozesse werden fallbezogen dieser Risikobewertung unterzogen. Die implementierte RMEA-Logik identifiziert Prozesse, aus denen Handlungsbedarf abzuleiten ist.

Kunden- und interne Audits sind eine weitere Quelle des Risikomanagements. Die Rückmeldungen werden gemäß ISO 15378 und ISO 13485 verbindlich festgelegten Standards bewertet, umgesetzt und die Umsetzung hinsichtlich Wirksamkeit überprüft.

Zusätzlich werden unterjährig rollierend die Umsatz- und Kosten-Risiken betrachtet, in den Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.

Risiken, die aus dem Tagesgeschäft entstehen, werden im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Managementbewertung zeitnah in Maßnahmenpläne überführt. Dies betrifft beispielsweise Markt-, Projekt- oder Zahlungsausfallrisiken.

Produktrisiken werden separat beleuchtet. Die Risikobewertung fließt in das Produktdesign und alle mit dem Produkt bestehenden Fertigungsprozesse ein.

5.1.3 Ertragsorientierte Risiken

Umsatz- und damit Ertragsrisiken einzelner Kunden sind in der Planung für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt. Allerdings können die nach wie vor anhaltenden Auswirkungen des Corona-Virus bei der Aufstellung des Lageberichts noch nicht genau abgeschätzt werden.

5.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation von Sanner sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die durchgängig sehr gute Bonität der Kunden der Sanner GmbH erfordert kein besonderes Risikomanagement für Zahlungsausfälle. In besonderen Fällen werden Einzelmaßnahmen getroffen, die das Zahlungsrisiko für die Sanner GmbH reduzieren. Dies wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder konsequent durchgeführt.

Zinsrisiken im Unternehmen werden in geringem Umfang durch Zinsswaps gesichert. Der Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien und unter internen Kontrollen. Zinsswaps werden ausschließlich am operativen Geschäft bzw. an den tatsächlich gewährten Darlehen ausgerichtet.

5.2 Chancenbericht

In 2020 konnten zwar weniger Kundenprojekte gestartet werden als ursprünglich geplant, dafür aber führte die Pandemie zu einer weltweit erhöhten Nachfrage bei den Verpackungen für Brausetabletten.

Dadurch konnte ein signifikantes Zusatzwachstum erzielt werden.

Da uns die Pandemie wahrscheinlich auch im Jahr 2021 beschäftigen wird, gilt ein auf die Pandemie bezogenes Wachstum als Potential.

Eine weitere positive Auswirkung könnte die, wegen der Pandemie um praktisch 1 Jahr verschobene, Einführung des BioBase® Portfolios haben. Die Firma konnte erfolgreich Produkte aus Bio-Materialien entwickeln. Diese Produkte könnten durch die steigenden Nachhaltigkeitsgedanken in Europa zu neuen Absatzmöglichkeiten führen.

5.3 Gesamtaussage

Die Risikopolitik der Gesellschafter und der Geschäftsführung ist konservativ. Die Bewertung identifizierter Risiken orientiert sich konsequent an dieser Grundeinstellung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden trotz Pandemie, auch dank frühzeitigem Handeln in Bezug auf Sicherung der Gesundheit der Mitarbeiter und des Geschäfts, keine Risiken mit geschäftsbedrohendem Charakter identifiziert.

5.4 Bericht über Tochtergesellschaften

Die chinesische Organisation, Sanner Pharmaceutical and Medical Packaging Co. Ltd., Kunshan, lieferte weiter sehr gute Ergebnisse, die einen wichtigen Ergebnisbeitrag in der Sanner-Gruppe und damit auch für die Muttergesellschaft leisten. Neben der Produktion in Kunshan unterhält Sanner ein Vertriebsbüro in Shanghai. Für das Jahr 2021 wird mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet.

Die US-Tochter wies ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum aus. Diese positive Entwicklung kann in 2021 nicht komplett gehalten werden, so dass mit einem leichten Umsatzrückgang geplant wird.

Die ungarische Gesellschaft, Sanner Hungária Kft., Budapest, dient weiterhin als verlängerte Werkbank der Sanner GmbH in Deutschland. Für das Jahr 2021 wird mit einem Umsatzrückgang bei den ungarischen Kunden und einem geringeren, aber immer noch positiven Ergebnis gerechnet.

Die Belieferung der Kunden aus eigenem Lager der Tochterfirma für den Vertriebsstandort Indien hat sich bei steigenden Umsätzen gut entwickelt. Für das Jahr 2021 wird weiterhin mit einem guten Wachstum gerechnet.

Sanner France S.A.S. zeigte in 2020 steigende Umsätze und Profitabilität. Für das Jahr 2021 wird mit stabilen Umsätzen und einem niedrigeren Ergebnis gerechnet.

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 482.574,17 140.625,51
2. geleistete Anzahlungen 0,00 271.094,15
482.574,17 411.719,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.741.291,69 12.064.018,80
2. technische Anlagen und Maschinen 2.236.436,42 986.592,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.957.566,48 4.149.926,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 912.930,85 412.056,79
18.848.225,44 17.612.594,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.687.648,73 12.687.649,73
2. sonstige Ausleihungen 2.500,00 2.500,00
12.690.148,73 12.690.149,73
32.020.948,34 30.714.463,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.542.996,53 1.194.390,75
2. unfertige Erzeugnisse 412.761,50 346.172,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.159.422,25 1.682.264,17
4. geleistete Anzahlungen 2.145.606,82 536.849,11
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.943.949,50 -3.377,00
4.316.837,60 3.756.299,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.568.022,68 2.752.207,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.118.763,64 2.568.616,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 373.205,90 8.309.075,90
7.059.992,22 13.629.899,77
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.526.491,53 1.208.036,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.766,21 147.614,80
44.995.035,90 49.456.314,05

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 930.000,00 930.000,00
II. Kapitalrücklage 4.457.456,33 4.457.456,33
III. Bilanzgewinn 17.314.077,22 14.704.403,94
22.701.533,55 20.091.860,27
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 435.679,00 463.245,00
2. Steuerrückstellungen 511.486,20 332.100,66
3. sonstige Rückstellungen 1.480.463,37 1.155.354,80
2.427.628,57 1.950.700,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.595.489,19 14.585.848,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.681.148,83 3.062.985,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.218.453,58 7.889.187,75
4. sonstige Verbindlichkeiten 475.722,18 926.132,04
(davon aus Steuern: € 234.016,24 ; Vorjahr: € 158.180,08)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 24.206,64; Vorjahr: € 1.281,47)
18.970.813,78 26.464.153,32
D. Passive latente Steuern 895.060,00 949.600,00
44.995.035,90 49.456.314,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
1. Umsatzerlöse 48.293.829,39 43.610.453,75
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 526.732,85 225.358,43
3. sonstige betriebliche Erträge 652.944,27 662.174,40
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe u. bez. Waren -16.798.467,24 -16.247.477,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.633.279,67 -5.050.366,60
-21.431.746,91 -21.297.843,89
Rohergebnis 28.041.759,60 23.200.142,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.653.321,79 -11.027.668,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.454.502,63 -2.209.248,45
(davon für Altersversorgung: € 242.290,03; Vorjahr: € 206.556,40)
-14.107.824,42 -13.236.917,21
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.021.714,29 -1.941.113,51
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.112.129,18 -5.691.922,23
Betriebsergebnis 5.800.091,71 2.330.189,74
8. Erträge aus Beteiligungen 4.259.099,44 1.823.206,64
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 4.259.099,44; Vorjahr: € 1.823.206,64)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 75,00 75,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 798,16 4.321,83
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 189,16; Vorjahr: €3.699.17)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -309.187,72 -335.307,83
(davon aus der Abzinsung: € 11.886,00; Vorjahr: € 15.016,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.958.232,01 -766.879,77
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: € 54.540,00; Vorjahr: € 7.350,00)
13. Ergebnis nach Steuern 7.792.644,58 3.055.605,61
14. sonstige Steuern -32.971,30 -29.192,83
15. Jahresüberschuss 7.759.673,28 3.026.412,78
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.004.403,94 12.877.991,16
17. Vorabausschüttung -3.450.000,00 -1.200.000,00
18. Bilanzgewinn 17.314.077,22 14.704.403,94

Amtsgericht Darmstadt

(HRB 24882)

Anhang 2020

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sanner GmbH, Bensheim, (Amtsgericht Darmstadt HRB 24882) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Sanner GmbH finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Die Wertangaben im Anhang beziehen sich grundsätzlich auf je 1.000 € (T€).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit abnutzbar, erfolgt die Abschreibung linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Neu angeschaffte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 ab 01.01.2018 (vorheriger Wert € 410) nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Soweit erforderlich werden dauerhafte Wertminderungen berücksichtigt.

Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Soweit niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorliegen, werden diese unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen und Leistungen sowie Aufwendungen der betrieblichen Altersversorgung werden aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Es wird verlustfrei bewertet, d. h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt und mit dem Nennwert bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt.

Gemäß § 253 Abs. 6 wird ein 10 Jahres Durchschnittszinssatz von 2,3 % für die Abzinsung zugrunde gelegt.

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 25 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ggf. mit dem von der Deutschen Bundesbank laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern beruhen auf temporären Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Bilanzansätzen und den Ansätzen der Steuerbilanz. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,95 % zugrunde (15,83 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,12 % für die Gewerbesteuer).

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Dies erfolgt unter Verwendung von Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Zinssätzen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig zur Sicherung des Zinsänderungsrisikos bei Darlehen mit variabler Verzinsung eingesetzt.

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung nachgewiesen. Hierbei kommt aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen Parameter zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument die Critical-Term-Match-Methode zur Anwendung. Ist die Bildung einer Bewertungseinheit nicht möglich, werden die derivativen Finanzinstrumente imparitätisch bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ist die Entwicklung des Anlagevermögens für das Berichtsjahr ersichtlich.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen unmittelbar beteiligt:

Eigenkapital * Jahresüberschuss/ -fehlbetrag *
Name des Unternehmens Sitz % T€ Landeswährung T€ Landeswährung
Sanner USA Holding Bensheim, Deutschland 100 13 13 T€ -1 -1 T€
Sanner Pharmaceutical & Medical Packaging Materials Co. Ltd. Kunshan, China 100 23.336 187.213 T¥ 7.084 55.787 T¥
Sanner Hungária Kft. Budapest, Ungarn 100 2.872 2.872 T€ 176 176 T€
Sanner of India PVT Ltd. Pune, Indien 99,9 73 6.555 TINR -26 -2.170 TINR
Sanner France S.A.S. Kirchheim/ Marlenheim Frankreich 100 7.536 7.536 T€ 668 668 T€

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen mittelbar beteiligt:

Eigenkapital * Jahresüberschuss/ -fehlbetrag *
Name des Unternehmens Sitz % T€ Landeswährung T€ Landeswährung
Sanner of America Inc. Marlton, USA 100 579 711 T$ 335 382 T$
SCI Kirchheim, Frankreich 100 745 745 T€ 203 203 T€

* teilweise noch vorläufig

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.119 (Vorjahr: T€ 2.569) haben insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen beruhen vollständig auf Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Forderung gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 100 (Vorjahr: T€ 800). Die Ansprüche haben wie im Vorjahr insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 930.

Die Kapitalrücklage in Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 4.457. Die Kapitalrücklage entstand im Zuge der Ausgliederung der Sanner GmbH in die Sanner Holding GmbH.

Der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 17.314 (Vorjahr T€ 14.704) ergibt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 7.760 (Vorjahr: T€ 3.026), dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 13.004 (Vorjahr: T€ 12.878) und nach Abzug einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von T€ 3.450 (Vorjahr: T€ 1.200).

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 1.700.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Personalverpflichtungen in Höhe von T€ 783 (Vorjahr: T€ 689). Weitere Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 193 (Vorjahr: T€ 248) sowie für Beratungs- und Abschlusskosten in Höhe von T€ 232 (Vorjahr: T€ 136) gebildet.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit von
in T€ Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre gesicherter Betrag Art der Sicherheit
ggü. Kreditinstituten 13.595 6.547 7.048 51 4.000 Grundschuld T€ 4.000
Vorjahr 14.586 5.997 8.589 124 4.000 Grundschuld T€ 4.000
aus Lieferungen und Leistungen 3.681 2.976 705 0 0
Vorjahr 3.063 2.834 229 0 0
ggü. verbundenen Unternehmen 1.218 1.218 0 0 0
Vorjahr 7.889 7.889 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 476 476 0 0 0
Vorjahr 926 926 0 0 0
Summe 18.970 11.217 7.754 51 4.000
Vorjahr 26.464 17.646 8.818 124 4.000

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem oben angefügten Verbindlichkeitsspiegel.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 418 (Vorjahr: T€ 264), davon an Gesellschafter T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

Die passiven latenten Steuern (resultieren im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen) haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2019 Differenz 31.12.2020
T€ T€ T€
Aktive latente Steuern 39 52 91
Passive latente Steuern -988 2 -986
Saldierte latente Steuern -949 54 -895

Gewinn- und Verlustrechnung

Die unten angeführte Tabelle stellt die geografische Verteilung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten dar.

2020 2019
T€ % T€ %
Inland 22.351 54,4 21.705 56,4
Europa 14.111 34,3 12.473 32,4
nichteuropäisches Ausland 4.629 11,3 4.313 11,2
41.090 100,0 38.491 100,0

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 141 (Vorjahr: T€ 55).

Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 255 (Vorjahr: T€ 40).

IV. Ergänzende Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr 2020 beträgt die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl 209 ; davon 145 Gewerbliche und 64 Angestellte.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Steuerung von Zinsrisiken setzt die Sanner GmbH Zinssicherungsgeschäfte ein. Diese dienen dazu, die begebenen Finanzschulden gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis beziehungsweise festgelegte Zins-Benchmarks im Rahmen des Zinsrisikomanagements zu optimieren. Die Angaben zum Marktwert der Zinsderivate folgen den Mitteilungen der beteiligten Hausbanken hierüber zum 31. Dezember 2020.

Folgende Finanztermingeschäfte wurden abgeschlossen:

Kategorie Art Laufzeit Volumen Beizulegender Zeitwert
Zinsderivat Payer-Swap 30.06.2022 T€ 300 T€ -7

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Risiko Grundgeschäft Sicherungsinstrument Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Variable Art Art Betrag Risiko Betrag
Zins kontrahierter Zahlungsstrom Darlehen mit variablem Zinssatz T€ 300 Zinsswap/-cap T€ 300 Micro-Hedge Laufzeit- und Volumen-Kongruenz

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Aufwand aus Miet- und Leasingverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum aus Miet- und Leasinggegenstand nicht der Sanner GmbH zuzurechnen ist und bei denen die Sanner GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, betrug im Berichtsjahr T€ 1.450 (Vorjahr: T€ 1.366). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Aus nachfolgender Übersicht ergeben sich die Fälligkeiten der finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Geschäftsjahr 2021 T€ 863
Geschäftsjahr 2022 T€ 621
Geschäftsjahr 2023 T€ 428
Geschäftsjahr 2024 T€ 259
Geschäftsjahr 2025 T€ 105

Aus Bestellobligo, welche planmäßig im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen werden, resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 353 (Vorjahr: T€ 139).

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Gewährleistungsverträge gegenüber Banken zugunsten verbundener Unternehmen im Umfang von rd. 1,7 Mio. €.

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2020 2019
T€ T€
Abschlussprüfungsleistungen 65 66
andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 45 17
sonstige Leistungen 0 5
110 88

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Dr. Johannis Willem van Vliet, CTO, Bensheim.

Beirat

Im Geschäftsjahr gehörten dem Beirat der Gesellschaft an:

Herr Thomas Czekala, Verwaltungsrat, Baar, Schweiz

Herr Prof. Dr. Frank Ohle, Geschäftsführer der FO Beratungs- und Beteiligungs GmbH, Brüggen

Auf Angaben zu Gesamtbezügen der Geschäftsführung und des Beirats wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen ist die Sanner Ventures GmbH mit Sitz in Bensheim. Die Sanner GmbH erstellt in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2020 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach §§ 290 ff. HGB. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Ausschüttungssperre

Vom frei verfügbaren Bilanzgewinn in Höhe von T€ 17.314 unterliegt der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnittszinssatzes von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren in Höhe von T€ 25 der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Sanner GmbH haben könnten, sind nicht eingetreten.

 

Bensheim, den 9. März 2021

Dr. Johannis Willem van Vliet

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 1.453.441,63 149.313,53 0,00 275.536,15 1.878.291,31
2. geleistete Anzahlungen 271.094,15 0,00 0,00 -271.094,15 0,00
1.724.535,78 149.313,53 0,00 4.442,00 1.878.291,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
19.425.241,19 93.415,56 0,00 0,00 19.518.656,75
2. technische Anlagen und Maschinen 6.498.069,70 1.563.275,70 285.124,82 42.334,42 7.818.555,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.834.383,89 674.141,31 77.527,04 294.175,46 18.725.173,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 424.514,51 848.053,94 0,00 -340.951,88 931.616,57
44.182.209,29 3.178.886,51 362.651,86 -4.442,00 46.994.001,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.687.649,73 0,00 1,00 0,00 12.687.648,73
2. sonstige Ausleihungen 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
12.690.149,73 0,00 1,00 0,00 12.690.148,73
58.596.894,80 3.328.200,04 362.652,86 0,00 61.562.441,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 1.312.816,12 82.901,02 0,00 1.395.717,14
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.312.816,12 82.901,02 0,00 1.395.717,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
7.361.222,39 416.142,67 0,00 7.777.365,06
2. technische Anlagen und Maschinen 5.511.477,21 355.766,19 285.124,82 5.582.118,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.684.457,77 1.160.676,41 77.527,04 14.767.607,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.457,72 6.228,00 18.685,72
26.569.615,09 1.938.813,27 362.651,86 28.145.776,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
27.882.431,21 2.021.714,29 362.651,86 29.541.493,64
Restbuchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 482.574,17 140.625,51
2. geleistete Anzahlungen 0,00 271.094,15
482.574,17 411.719,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
11.741.291,69 12.064.018,80
2. technische Anlagen und Maschinen 2.236.436,42 986.592,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.957.566,48 4.149.926,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 912.930,85 412.056,79
18.848.225,44 17.612.594,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.687.648,73 12.687.649,73
2. sonstige Ausleihungen 2.500,00 2.500,00
12.690.148,73 12.690.149,73
32.020.948,34 30.714.463,59

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sanner GmbH, Bensheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sanner GmbH, Bensheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sanner GmbH, Bensheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterin ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heppenheim, den 10. März 2021

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Wünsche, Wirtschaftsprüfer

Becker-Gramlich, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses der Sanner GmbH, Bensheim

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2020 wurde von der Gesellschafterversammlung im am 24. August 2021 festgestellt.

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