Liebherr-International Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Weißschädel seit 6.9.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Kern seit 2.7.2024 | Geschäftsführer |
Werner-Georg Seifried seit 6.5.2020 | Geschäftsführer |
Marco Guariglia seit 6.12.2016 | Geschäftsführer |
Thomas Herse seit 5.4.2016 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Liebherr-Werk Biberach GmbHBiberach an der RißJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALT Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Bestätigungsvermerk Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Liebherr-Werk Biberach GmbH zählt heute international zu den größten Herstellern von Turmdrehkranen, betreibt das größte Liebherr-Werk für Turmdrehkrane und bietet für jede Aufgabe im Hochbau eine passgenaue Kranlösung. Die verschiedenen Systeme und Größenklassen kommen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen auf allen Kontinenten zum Einsatz. Das Produktportfolio der Gesellschaft umfasst Schnelleinsatzkrane, Mobilbaukrane, Obendreherkrane, Verstellauslegerkrane und Spezialkrane. Die Liebherr-Werk Biberach GmbH ist über ihre alleinige Muttergesellschaft, die Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, in den Konzernverbund der Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz, eingebunden. Die Firmengruppe Liebherr ist ein Technologieunternehmen mit breit diversifiziertem Produktprogramm. Gegründet im Jahr 1949, umfasst die Firmengruppe heute über 140 Gesellschaften auf allen Kontinenten und beschäftigt mehr als 53.500 Mitarbeiter. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erholte sich im Jahr 2023 nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie, den Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Konfliktes sowie den deutlichen Preissteigerungen. Den Prognosen des IWF zufolge schwächte sich das globale Wirtschaftswachstum von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0 % im Jahr 2023 ab (Stand: Oktober 2023). Die unterschiedlichen Wachstumsaussichten in den einzelnen Ländern stellten eine Herausforderung für die Rückkehr zum Produktionsniveau vor der Corona-Pandemie dar. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ging die Wachstumsdynamik von 2,6 % im Jahr 2022 auf 1,5 % im Jahr 2023 zurück. Das Wirtschaftswachstum in den USA betrug hierbei 2,1 % (Vorjahr: 2,1 %), in Japan 2,0 % (Vorjahr: 1,0 %) sowie in Kanada 1,3 % (Vorjahr: 3,4 %). In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaftsleistung mit 0,7 % deutlich schwächer als im Vorjahr (3,3 %). Für Deutschland sagte das Statistische Bundesamt (Stand: Januar 2024) sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung (- 0,3 %) voraus (Vorjahr: 1,8 %). Ein stärkeres Wachstum wiesen nach Angaben des IWF im Vergleich dazu die Schwellen- und Entwicklungsländer mit 4,0 % (Vorjahr: 4,1 %) auf (Stand: Oktober 2023). Die höchsten Wachstumsraten konnten in Indien mit 6,3 % (Vorjahr: 7,2 %) und in China mit 5,0 % (Vorjahr: 3,0 %) erreicht werden. Die Prognosen für das Wachstum des weltweiten Warenhandels im Jahr 2023 wurden von der WTO angesichts des anhaltenden Produktionsrückgangs, der im vierten Quartal 2022 einsetzte, nach unten korrigiert (Stand: Oktober 2023). Das weltweite Handelsvolumen wird im Jahr 2023 voraussichtlich einen Anstieg von 0,8 % erfahren, was einem deutlichen Rückgang gegenüber dem im April 2023 prognostizierten Wachstum von 1,7 % entspricht. Die durchschnittliche Inflationsrate weltweit liegt für das Jahr 2023 voraussichtlich bei rund 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (Stand: November 2023). Für den harmonisierten Verbraucherpreisindex in Deutschland ermittelte das Statistische Bundesamt für das Jahr 2023 eine durchschnittliche Zunahme von 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %) (Stand: Januar 2024). Nach Angaben von Euroconstruct wies das Bauvolumen in dessen 19 Mitgliedsländern im Jahr 2023 einen negativen Trend mit einem Wachstumsrückgang von 4,4 Prozentpunkten auf und lag mit - 1,7 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,7 % (Stand: November 2023). Zinserhöhungen durch die EZB und Folgen des Russland-Ukraine-Konfliktes trübten die Wachstumsaussichten der Branche zunehmend ein. Für Westeuropa wird im Jahr 2023 ein negatives Wachstum von - 1,7 % (Vorjahr: 2,6 %) und in Osteuropa von - 0,6 % (Vorjahr: 4,9 %) erwartet. 2.2 Geschäftsverlauf Die Liebherr-Werk Biberach GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von 599,0 Mio. EUR (Vorjahr: 562,7 Mio. EUR), was einem Anstieg um 36,3 Mio. EUR bzw. 6,4 % gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Während im Inland ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war, erhöhte sich der Umsatz im Ausland. Die Exportquote befindet sich infolgedessen mit 67,2 % über dem Vorjahresniveau (61,3 %). Die wichtigsten Exportmärkte waren im Berichtsjahr erneut die westeuropäischen Länder, wobei in Österreich, Belgien und den Niederlanden ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war, während in Frankreich und Irland ein Anstieg erreicht werden konnte. Ebenso konnte in den USA und in Ägypten ein höherer Umsatz erzielt werden. Zum 1. Dezember 2023 hat die Liebherr-Werk Biberach GmbH ihre Vermietaktivitäten von Turmdrehkranen in Frankreich an die Liebherr Distribution et Services France SAS übergeben. Aufgrund des Rückgangs der europäischen Bauwirtschaft entwickelte sich der Auftragseingang im Berichtsjahr stark rückläufig. Der Auftragsbestand lag zum Ende des Jahres deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch voll ausgelastet war, führte der Rückgang des Produktionsprogramms zu einer Unterauslastung in Großteilen der Produktion im zweiten Halbjahr. Das Zusammenspiel von stabilisierten globalen Lieferketten und den gefallenen Bedarfen auf Grund der Programmreduktion, führten zu einer stark rückläufigen bis nicht mehr vorhandenen Fehlteilsituation an Einkaufsteilen. Trotz einer sich beruhigenden Inflation waren Preisreduzierungen nur schwer realisierbar. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die für die Liebherr-Werk Biberach GmbH bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung), der Cashflow sowie das Investitionsvolumen. Vermögenslage
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 38,8 % (Vorjahr: 29,3 %) erhöht. Dabei ist das Anlagevermögen zu 71,5 % durch Eigenkapital gedeckt. Die Veränderung des Anlagevermögens auf einen Buchwert von 150,1 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus Zugängen in den Finanzanlagen (14,8 Mio. EUR), den Bereichen Anlagen im Bau (8,8 Mio. EUR), Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,9 Mio. EUR) und immaterielle Vermögensgegenstände (2,0 Mio. EUR) sowie gegenläufig planmäßigen Abschreibungen (8,1 Mio. EUR). Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 3,3 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr um 62,1 Mio. EUR verringert. Dies resultiert vor allem aus dem Abbau von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 27,2 Mio. EUR. Ebenso verringerten sich die Fertigen Erzeugnisse um 20,4 Mio. EUR und Handelswaren um 10,3 Mio. EUR, worin die Abgänge der Mietgeräte aus dem Verkauf an die Liebherr Distribution et Services France SAS enthalten sind. Die Unfertigen Erzeugnisse trugen mit einer Verringerung um 4,4 Mio. EUR ebenfalls zum insgesamt erheblichen Vorratsabbau bei. Finanzlage
Das Eigenkapital veränderte sich im Jahr 2023 nicht. Dennoch erhöhte sich die Eigenkapitalquote aufgrund der insgesamt verringerten Bilanzsumme auf 27,8 % (Vorjahr: 24,6 %). Das Fremdkapital wird mit insgesamt 279,1 Mio. EUR um 49,7 Mio. EUR oder 15,1 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 36,6 Mio. EUR verringert. Zudem verringerten sich die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Mio. EUR bzw. 16,4 %.
Der Finanzierungsbedarf aus der Investitionstätigkeit konnte aus Zahlungsmittelzuflüssen aus der Finanzierungstätigkeit und flüssigen Mitteln gedeckt werden. Die Liebherr-Werk Biberach GmbH investierte im Geschäftsjahr 2023 rund 16 Mio. EUR (Vorjahr: rund 6 Mio. EUR) in das Anlagevermögen in Form von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen. Schwerpunkte waren Investitionen in Anlagen im Bau und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Ertragslage
Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 36,3 Mio. EUR oder 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtigung einer Bestandsminderung von 24,8 Mio. EUR (Vorjahr: Bestandserhöhung von 21,8 Mio. EUR) ergibt sich eine um 10,0 Mio. EUR (-1,7 %) geringere Gesamtleistung. Die Materialeinsatzquote ist von 68,8 % der Gesamtleistung im Vorjahr bei moderaten Materialpreissteigerungen im Wesentlichen aufgrund der Bestandsminderung von 24,8 Mio. EUR im Berichtsjahr auf 66,7 % der Gesamtleistung gesunken. Unter Einbezug der Bestandsveränderungen beträgt die Materialaufwandsquote im Vorjahr 65,1 % und im Berichtsjahr 71,0 %. Der Anstieg des Personalaufwands um 3,8 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der im Januar ausbezahlten Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2,2 Mio. EUR und der zum 01.06.2023 wirksamen Tariferhöhung von 5,2 %. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von 27,6 Mio. EUR von der Alleingesellschafterin Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, übernommen. 2.4 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr 2023 befinden sich die Umsatzerlöse leicht über dem Vorjahresniveau, während sich das negative Jahresergebnis (vor Ergebnisübernahme) entgegen der Prognose weiter verschlechterte. Die durchgeführten Investitionen sind wie erwartet angestiegen. In Summe ergab sich ein leicht negativer Saldo des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Vor diesem Hintergrund beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 insgesamt als nicht zufriedenstellend. 2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Im Berichtsjahr erhöhte sich die Belegschaft zum Jahresende auf 1.519 (Vorjahr: 1.484) Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführer). In Berufsausbildung stehen derzeit 75 (Vorjahr: 87) Auszubildende, davon 65 (Vorjahr: 68) im gewerblichen und 10 (Vorjahr: 19) im kaufmännisch-technischen Bereich. 6 (Vorjahr: 12) Mitarbeiter absolvieren ein Studium an der Dualen Hochschule. Die Zielgröße gemäß dem "Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" sieht für die Liebherr-Werk Biberach GmbH bis zum 30. Juni 2027 keine Veränderung des bestehenden Anteils von Frauen in Aufsichtsrat und Geschäftsführung von 0 % vor. Im gleichen Zeitraum beträgt die Zielgröße der Gesellschaft i. S. dieses Gesetzes 8 % für die erste und 11 % für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Die Firmengruppe Liebherr strebt allgemein das Ziel einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in den oberen Führungspositionen an. Der Verwaltungsrat der Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz, welcher das oberste Entscheidungs- und Führungsorgan der Firmengruppe Liebherr darstellt, lebt dieses Ziel mit einem Frauenanteil von 62,5 % bereits vor. Entsprechend diesem Vorbild beabsichtigen die Liebherr-Werk Biberach GmbH und ihre Muttergesellschaft, die Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, in ihrer Führungskräfteentwicklung eine ständige Erhöhung des Frauenanteils, um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen weiterhin zu fördern. Die Gesellschaften werden nach Möglichkeit leistungsstarke und überzeugende weibliche Führungskräfte entwickeln sowie von außen gewinnen, dies immer unter Berücksichtigung der technischen und kaufmännischen Fähigkeiten und Qualifikationen. Da der Frauenanteil in den einschlägigen Studiengängen und Ausbildungsberufen, insbesondere im technischen Bereich, in der Regel eher gering ausfällt, sehen sich die Gesellschaften vor der Herausforderung, entsprechende weibliche Kandidatinnen für die jeweiligen Führungspositionen zu finden, weshalb für die Geschäftsführung vorerst eine Zielgröße von 0 % festgelegt wurde. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind stets Mitglieder der Geschäftsleitung der Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz, unter denen sich zum Zeitpunkt der Beschlussfassung keine Frauen befanden. Umweltschutz Die Liebherr-Werk Biberach GmbH misst dem Umweltschutz besondere Bedeutung zu. Daher geht die ausführlich beschriebene, organisierte und dokumentierte werkseigene Abfall- und Umweltorganisation über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Das Energiemanagementsystem wurde im Berichtsjahr nach DIN EN ISO 50001 rezertifiziert. Durchweg wird auf eine hohe Umweltverträglichkeit geachtet: bereits bei der Konstruktion von neuen Produkten, bei der Planung und Realisation von Maschinen und Produktionsanlagen als auch bei den Produktionsprozessen. So können beispielsweise die von der Liebherr-Werk Biberach GmbH hergestellten Mobilbaukrane bei vorhandenem Stromanschluss auf der Baustelle vollelektrisch und somit emissionsfrei arbeiten. Der Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung kommt eine besondere Rolle zu. Im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes zur Reorganisation der Entwicklungsprozesse bei der Liebherr-Werk Biberach GmbH wurden Maßnahmen eingeleitet, um den CO 2 -Fußabdruck zukünftiger neuer Produkte zu reduzieren. Die Abteilung "Sicherheit-Gesundheit-Umwelt-Energie" koordiniert im Bereich Umwelt die gesamten Umweltschutzaktivitäten und sorgt dafür, dass alle technischen und organisatorischen Anforderungen im Bereich Umweltschutz erfüllt werden. Zudem wurde eine Koordinationsstelle für den Bereich Nachhaltigkeit eingerichtet, um das Thema in allen Geschäftsbereichen und -prozessen zu implementieren. Forschung und Entwicklung Wirtschaftliche Turmdrehkrane für unterschiedliche Märkte zu entwickeln ist eine ständige Herausforderung. Die Entwicklungsabteilung arbeitet weiterhin an Neu- und Weiterentwicklungen zur Verbesserung und Erweiterung der Produktpalette. Dabei stehen stets ein hoher Kundennutzen und eine hohe Umweltverträglichkeit im Fokus. In der Forschung arbeitet die Liebherr-Werk Biberach GmbH mit verschiedenen Forschungspartnern wie Hochschulen und Instituten zusammen, u. a. zur Baustelle der Zukunft mittels Digitalisierung. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem Zur Früherkennung von Risiken besteht ein Risikomanagementsystem, das die Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken umfasst. Für jedes identifizierte Risiko werden geeignete Maßnahmen definiert und von der Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das Risikomanagement im Finanzbereich betrifft die Sicherung von Fremdwährungen und Forderungen. Es beruht auf der Sicherungsstrategie der Firmengruppe Liebherr und wird zentral koordiniert und überwacht. Derivative Finanzinstrumente kamen bei der Liebherr-Werk Biberach GmbH in 2023 zum Einsatz. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsrisiken sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von großer Bedeutung. Risiken im Bereich der Informationstechnik - unberechtigter Datenzugriff bzw. Datenmissbrauch - wird durch ein in der gesamten Firmengruppe Liebherr implementiertes Sicherheitskonzept Rechnung getragen. Risiken für die Umwelt werden durch verschiedene Maßnahmen im Rahmen eines umfassenden Umweltmanagements minimiert. Produktrisiken sind mit einer umfassenden Deckung durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. Weitere Risiken wie Brandschäden und Betriebsunterbrechung sind ebenfalls versichert. Dem Risiko steigender Beschaffungskosten oder fehlender Materialverfügbarkeit wird durch ein aktives Lieferantenmanagement begegnet, weiter werden strukturiert Gegenmaßnahmen aufgebaut und bearbeitet. Des Weiteren ist in der Gesellschaft ein internes Kontrollsystem installiert, mit dessen Hilfe die Geschäftsleitung die Einhaltung von Richtlinien und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung nach konzerneinheitlichen Vorgaben überwacht. 3.2 Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken Für das Jahr 2024 kündigt der IWF mit 2,9 % eine leichte Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums an (Stand: Oktober 2023). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist mit einem Gesamtwachstum von 1,4 % zu rechnen. Hierbei ist für die USA ein Rückgang auf 1,5 % vorausgesagt, während für Kanada ein Zuwachs von 1,6 % erwartet wird. Für den Euroraum wird insgesamt ein leichter Anstieg von 1,2 % prognostiziert. Die Wachstumsdynamik in Deutschland sollte sich mit einem Wert von 0,9 % gegenüber dem Vorjahresniveau (- 0,3 %) erholen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer liegt die Wachstumsprognose mit 4,0 % auf dem Niveau des Jahres 2023. Impulse werden unter anderem aus Indien mit 6,3 % und Saudi-Arabien mit 4,0 % erwartet. Für China wird ein rückläufiges Wirtschaftswachstum von 5,0 % in 2023 auf 4,2 % prognostiziert. Das weltweite Handelsvolumen wird laut WTO im Jahr 2024 ein Wachstum von 3,3 % erfahren (Stand: Oktober 2023). Die globale Inflation wird den Prognosen zufolge weiter zurückgehen: von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023 und 5,8 % im Jahr 2024, was auf eine straffere Geldpolitik zurückzuführen ist, die durch niedrigere internationale Rohstoffpreise unterstützt wird. Euroconstruct erwartet für den europäischen Bausektor im Jahr 2024 einen Rückgang um 2,1 % (Stand: November 2023). Eine Verringerung wird ebenso für die deutsche Bauwirtschaft vorausgesagt (- 2,2 %). Kurzfristige Chancen und Risiken der Liebherr-Werk Biberach GmbH hängen eng mit der Entwicklung der Märkte in den Absatzländern zusammen. Geopolitische Unsicherheiten, handelspolitische Spannungen und restriktivere geldpolitische Maßnahmen könnten die Märkte weiter beeinträchtigen und sie stärker belasten als erwartet. Zudem besteht das Risiko, dass sich die Konsum- und Investitionstätigkeit langsamer erholt. Da Lieferanten mit hoher Abhängigkeit von der Liebherr Sparte Turmdrehkrane ihre Kapazitäten kurzfristig nach unten anpassen, um Kosten zu reduzieren, könnte dies bei einem Aufschwung und einer Produktionssteigerung erneut zu Lieferproblemen im Stahl- und Blechbau führen. Um Wachstumsmöglichkeiten abzusichern, wird bei ersten Anzeichen eines Aufschwungs die Zusammenarbeit mit zusätzlichen, neuen Lieferanten geprüft. Weitere Risiken sieht die Gesellschaft in einem sich weiter verschärfenden Wettbewerb, der zu einem erhöhten Preisdruck führen kann. Die Konzipierung innovativer Produkte, die hohen Qualitätsansprüche an die Liebherr-Produkte, eine sehr gute Servicequalität und Ersatzteilversorgung sowie wettbewerbsfähige Preise bleiben daher notwendige Voraussetzungen für das nachhaltig erfolgreiche Bestehen am Markt. Weitere Chancen und Risiken können aus Wechselkursänderungen auf Absatzmärkten außerhalb des Euro-Währungsgebietes resultieren. Wachstumschancen ergeben sich für die Liebherr-Werk Biberach GmbH insbesondere durch die Einführung neuer Produkttechnologien sowie durch die Positionierung auf dem Markt als Komplettanbieter für Großprojekte. Eine angemessene Ausstattung an Finanzmitteln ist durch die Einbindung in die Firmengruppe Liebherr und eine zentral koordinierte Finanzplanung permanent sichergestellt. Es besteht ein Zinsrisiko, da das derzeit in Anspruch genommene Konzerndarlehen mit einem variablen Zinssatz versehen ist und der Marktzins weiter steigen könnte. Weitere Risiken bestehen bezüglich der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften. Durch die jährliche Überprüfung des Beteiligungswertes wird einer Überbewertung in der Bilanz begegnet. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu erkennen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen starken Einbruch der Umsatzerlöse sowie damit einhergehend eine weitere Verschlechterung des Jahresfehlbetrags (vor Ergebnisübernahme). Der erwartete Saldo des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird bei steigendem Investitionsvolumen voraussichtlich im Jahr 2024 unter dem Vorjahreswert liegen.
Biberach an der Riß, den 16. Februar 2024 Liebherr-Werk Biberach GmbH Die Geschäftsführung Marco Guariglia Steffen Kroner Werner-Georg Seifried Stefan Strauch BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Angaben Die Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der Riß, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, deren Alleingesellschafterin die Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz ist, die den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, dessen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden den Vorschriften nach IFRS entsprechen. Der Konzernabschluss der Liebherr-International AG, Bulle/Schweiz wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Liebherr-Werk Biberach GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes befreit. Sitz der Liebherr-Werk Biberach GmbH ist Biberach an der Riß. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 640075 im Register des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der Liebherr-Werk Biberach GmbH wird unverändert nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgen grundsätzlich linear und pro rata temporis nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250 und bis einschließlich EUR 800 werden im Anlagevermögen aktiviert und im Monat des Zugangs vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 werden sofort als Aufwand erfasst. Für Werkzeuge, Modelle und Formen bestehen Festwerte. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfasst die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Dem Grad der Verwendbarkeit der Vorräte wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. In den fertigen Erzeugnissen werden auch zum Verkauf bereitgestellte, jedoch zwischenvermietete Geräte ausgewiesen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden aufgrund von versicherungsmathematischen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit dem Barwert bilanziert. Der Berechnung des Barwerts liegt der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre zugrunde, der pauschal für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 ermittelt worden ist (1,82 %, Vj. 1,78 %). Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten von der Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Bei Fremdwährungsbeträgen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bei Fremdwährungsbeträgen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach Maßgabe des Niederstwertprinzips für Forderungen bzw. Höchstwertprinzips für Verbindlichkeiten. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vermerke "davon Erträge aus Währungsumrechnung" bzw. "davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung" enthalten sowohl nicht realisierte als auch realisierte Währungskursgewinne bzw. - verluste. In der Abbildung des Jahresabschlusses werden auf volle Euro gerundete Werte verwendet. Aus rechentechnischen Gründen können daher in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Anlagespiegel (summarische) Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten. Bilanzerläuterungen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagengitter dargestellt. Finanzanlagen Die Gesellschaft weist als Spartenobergesellschaft nachfolgende Anteile an verbundenen Unternehmen aus.
* Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 3
Nr. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Bei den ausländischen Gesellschaften sind die oben genannten Zahlen den nach IFRS aufgestellten vorläufigen Jahresabschlüssen 2023 entnommen. Bei Jahresabschlüssen in Fremdwährung wurde das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 23.042 (Vj. TEUR 17.906) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 11.000 (Vj. TEUR 24.000) auf gewährte Darlehen. An die Alleingesellschafterin Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 27.592 (Vj. TEUR 15.491). Diese sind in der Bilanzposition "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" enthalten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die Verpflichtungen aus unmittelbaren Versorgungszusagen betragen die Rückstellungen TEUR 7.741. Der Ermittlung des Rückstellungsbetrages liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,82 %, ein Rententrend von 2,2 % sowie eine Fluktuationsrate von 3,4 % zugrunde. Bei einer Bewertung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes in Höhe von 1,72 % würde sich ein Verpflichtungsumfang von TEUR 7.849 ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt demnach TEUR 108 und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre, die aufgrund ausreichend frei verfügbarer Rücklagen nicht zum Tragen kommt. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Rechnungszinsfußes wird im Finanzergebnis erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 31.929 enthalten als größte Einzelposten die Rückstellungen für Personalkosten, Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 21.198 (Vj. TEUR 36.789) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 170.000 (Vj. TEUR 191.000) auf kurzfristige Darlehen. Gegenüber der Alleingesellschafterin Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 103.230 (Vj. TEUR 118.740). Diese sind in dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten und betreffen im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Vom Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 598.972 (Vj. TEUR 562.720) wurden TEUR 196.758 oder 32,8 % im Inland und TEUR 402.214 oder 67,2 % im Ausland erzielt. Die wichtigste Exportregion war wiederum Westeuropa, insbesondere die Länder Frankreich, Österreich, Niederlande, die Schweiz und Belgien. In Amerika waren die USA der bedeutendste Absatzmarkt und in Osteuropa Tschechien und Polen. Ägypten bildete in Afrika einen Absatzschwerpunkt, Hong Kong im Fernen Osten sowie Saudi-Arabien im Nahen und Mittleren Osten. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge mit TEUR 3.180 (Vj. TEUR 3.508) enthalten. Sie betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.010), Auflösung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung zu Forderungen (TEUR 78) und andere betriebliche Erträge (TEUR 92). Personalaufwand Die Personalaufwendungen, in denen die Entgelte, die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung zusammengefasst sind, betragen TEUR 129.668. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.514 Mitarbeiter beschäftigt, wovon 912 gewerbliche Arbeitnehmer und 602 kaufmännisch-technische Arbeitnehmer waren. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 4.119 zurückgestellt. Die laufenden Versorgungsbezüge betrugen TEUR 267. Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 80.673 sind Vergütungen an den Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 9 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.093 (Vj. TEUR 11.275) enthalten, die aus der Vertragsbeziehung zu den Fertigungs- und Entwicklungsstandorten innerhalb der Sparte Turmdrehkrane resultieren. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes (MinStG) sind für die Gesellschaft keine Auswirkungen zu erwarten. Ergebnis und Ergebnisabführung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernahm die Alleingesellschafterin Liebherr- CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 27.576. Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in Bewertungseinheiten eingebundene derivative Finanzinstrumente in folgendem Umfang (gem. § 285 Nr. 19 HGB):
Die Nominalbeträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den Kauf- oder Verkaufsbeträgen. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Position zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der Marktwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Negative Marktwerte stehen für Verluste. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 23.935, davon TEUR 449 gegenüber verbundenen Unternehmen. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben, aus eventuellen Rücknahmeverpflichtungen und um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Rücknahmeverpflichtungen resultieren aus absatzfördernden Maßnahmen und führen zu einem möglichen Abfluss von liquiden Mitteln. Für Ruhegeldleistungen, die von der betrieblichen Unterstützungskasse Hans Liebherr-Hilfe e.V. erbracht werden, bestehen unter Berücksichtigung des Kassenvermögens nicht passivierte mittelbare Verpflichtungen. Diese betragen bei einer Bewertung mit einem Zinssatz für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,72 %) TEUR 45.596 und auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,82 %) TEUR 44.331. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete bzw. voraussichtlich zu berechnende Gesamthonorar beträgt TEUR 68 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Biberach/Riß, 16.02.2024 Liebherr-Werk Biberach GmbH Die Geschäftsführung Marco Guariglia Steffen Kroner Werner Seifried Stefan Strauch ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der Riß Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der Riß, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der Riß, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 16. Februar 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
ppa. Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer Plankensteiner, Wirtschaftsprüfer NIEDERSCHRIFT über die Gesellschafterversammlung vom 19. März 2024der Firma Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der RissAm 19. März 2024 erfolgte in Biberach an der Riss eine Gesellschafterversammlung der Firma Liebherr-Werk Biberach GmbH mit Sitz in Biberach an der Riss. Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften beschloss die Alleingesellschafterin, die Firma Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, vertreten durch Herrn Thomas Schuler, wie folgt:
Biberach an der Riß, 19. März 2024 NIEDERSCHRIFT über die Gesellschafterversammlung vom 2. Mai 2024der Firma Liebherr-Werk Biberach GmbH, Biberach an der RissAm 2. Mai 2024 erfolgte in Biberach an der Riss eine Gesellschafterversammlung der Firma Liebherr-Werk Biberach GmbH mit Sitz in Biberach an der Riss. Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften beschloss die Alleingesellschafterin, die Firma Liebherr-CMCtec GmbH, Biberach an der Riß, vertreten durch Herrn Thomas Schuler, wie folgt:
Biberach an der Riss, 2. Mai 2024 Beschlussfassung des Aufsichtsrats über den an die Gesellschafterversammlung zu erstattenden PrüfungsberichtDer Aufsichtsrat der Liebherr-Werk Biberach GmbH beschließt in seiner am 18. März 2024 stattfindenden Sitzung, entsprechend § 171 Abs. 2 AktG nachstehenden Bericht an die Gesellschafterversammlung zu erstatten:
Biberach an der Riß, 18. März 2024 SA/con |
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