Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 203064
Eingetragen
21.4.2006
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Be- und Verarbeitung von Metall- und Kunststoffteilen, Konstruktion und Werkzeugbau sowie Herstellung von Lenkgetrieben

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Sedlmayer
seit 26.3.2025
Prokura
Frank Reinert
seit 1.11.2010
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sedlmayer GmbH

Triptis

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

der Sedlmayer GmbH, Triptis

Aktiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.543,50 51.766,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
50.544,00 51.767,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.483.576,00 2.630.865,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.056.741,00 5.400.930,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.749.133,50 2.869.136,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 153.000,00 716.441,85
11.442.450,50 11.617.373,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.131.100,71 4.404.046,20
2. Unfertige Erzeugnisse 164.023,00 179.457,12
3. Fertigerzeugnisse 2.452.217,94 2.200.566,00
6.747.341,65 6.784.069,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.654.781,66 5.453.033,79
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.447.866,33 387.555,26
7.102.647,99 5.840.589,05
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 67.151,90 67.151,90
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 625.772,87 866.636,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.029,17 38.455,39
D. Aktive latente Steuern 660.106,00 675.429,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 917.141,68
26.752.044,08 26.858.613,08

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 127.822,97 127.822,97
II. Kapitalrücklage 132.935,89 132.935,89
III. Gewinnrücklagen 980.226,00 980.226,00
IV. Gewinnvortrag 7.069.175,76 6.944.044,59
V. Jahresüberschuss 58.983,90 125.131,17
8.369.144,52 8.310.160,62
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 189.904,54 263.831,58
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 70.669,03 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 60.759,36
3. Sonstige Rückstellungen 1.435.207,00 1.494.405,00
1.505.876,03 1.555.164,36
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.305.812,13 9.214.699,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.259.673,64 3.718.254,93
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.069.694,55 876.925,76
davon aus Steuern € 286.096,72 (Vj. € 268.050,45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 20.691,08 (Vj. € 17.320,20)
4. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen 3.049.165,67 2.915.865,55
16.684.345,99 16.725.745,52
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.773,00 3.711,00
26.752.044,08 26.858.613,08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

der Sedlmayer GmbH, Triptis

2023 2023 2022
1. Umsatzerlöse 55.384.649,52 48.237.649,55
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 236.217,82 173.724,12
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 72.080,29 55.692.947,63 0,00
48.411.373,67
4. Sonstige betriebliche Erträge 791.566,12 222.231,25
56.484.513,75 48.633.604,92
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.536.291,94 24.907.687,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.402.009,50 1.019.622,43
30.938.301,44 25.927.309,75
Rohergebnis 25.546.212,31 22.706.295,17
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.116.415,96 9.282.656,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.211.260,37 2.043.932,70
davon für Altersversorgung € 151.756,12 (Vj. € 147.093,64)
12.327.676,33 11.326.589,67
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.951.431,64 3.116.190,06
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.599.787,41 7.532.372,65
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.232,99 45.429,42
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 592.937,57 407.658,28
-525.704,58 -362.228,86
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon aus latenten Steuern € 15.323,00 (Vj. € 88.434,00) 14.986,84 149.070,53
12. Ergebnis nach Steuern 126.625,51 219.843,40
13. Sonstige Steuern 67.641,61 94.712,23
14. Jahresüberschuss 58.983,90 125.131,17

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

Angaben zur Identifikation:

Firma: Sedlmayer GmbH
Sitz: 07819 Triptis
Register: Amtsgericht Jena, HRB 203064

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268-274a, 276-278 HGB) erstellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

1. Gliederung

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist. Zur Erhöhung der Klarheit wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Position "Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen" erweitert.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 3 HGB). Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Schulden und aus den verrechneten Vermögensposten sind ebenfalls miteinander verrechnet.

2. Bilanzierungsmethoden

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

3. Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren) bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse aus GA-Fördermitteln sind nicht von den Anschaffungskosten der geförderten Investitionsobjekte gekürzt, sondern in dem Sonderposten für Investitionszuschüsse auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Nähere Erläuterungen zur Bilanzierung sind in diesem Anhang unter dem Gliederungspunkt "Sonderposten für Investitionszuschüsse" ausgeführt. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen kam für Zugänge bis einschließlich Geschäftsjahr 1999 die lineare Abschreibungsmethode und - soweit gesetzlich zulässig- die Fördergebietsabschreibung zur Anwendung. Ab dem Geschäftsjahr 2000 werden die Zugänge teils linear, teils degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt, wobei die jeweils kürzest mögliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde. Der Bestand an maschinengebundenen Werkzeugen ist mit einem Festwert im Anlagevermögen enthalten.

Für selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungswert zwischen 250,01 € und 1.000,00 € betragen - steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter - wird aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG die "Poolbewertungsmethode" angewandt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wird zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Auf den Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden Abschreibungen vorgenommen, soweit die betreffenden Produktserien am Abschlussstichtag nicht mehr aktuell waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Nominalwert unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Das Ausfallrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen und gegebenenfalls individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Betagte Forderungen sind - soweit sie zinslos sind - mit dem Barwert bewertet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Daneben kommt der Börsen- oder Marktpreis zum Ansatz, soweit dieser am Bilanzstichtag niedriger ist.

Das Bank- und Kassenvermögen ist zum Nominalwert angesetzt. Geldbestände in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ausschließlich transitorische Posten, die zum Nominalwert angesetzt sind.

Die aktiven latenten Steueransprüche werden in Anwendung des Aktivierungswahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB als insgesamt sich ergebende Steuerentlastung nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern auf der Aktivseite ausgewiesen.

Latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden unter Einbeziehung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt. Dabei kommt die Nettomethode zum Ansatz. Verlustvorträge werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie der geltenden gewerbesteuerlichen Vorschriften und des Hebesatzes der Stadt Triptis, der ab dem Veranlagungsjahr 2024 gültig ist. Danach kommt unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ein Steuersatz von 29,66 % (Vj. 28,33 %) zum Ansatz.

Vermögensgegenstände, die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Planvermögen rechnen und in der Bilanz mit der Rückstellungsposition für Versorgungsverpflichtungen saldiert sind, sind mit dem Zeitwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden in den Vorjahren unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Die Pensionsverpflichtung für eine laufende Anwartschaft wurde im Jahr 2021 auf einen Pensionsfonds ausgelagert und die Verpflichtung gewinnwirksam ausgebucht. Zum Bilanzstichtag ist nur noch die Pensionsverpflichtung für eine laufende Rente abgebildet. Rentensteigerungen der Zukunft sind mit dem vertraglich vereinbarten Steigerungssatz von 3,0% p.a. bei der Berechnung des Barwertes berücksichtigt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet.

Die Steuerrückstellungen enthalten gegebenenfalls die das Geschäftsjahr oder Vorjahre betreffenden noch nicht veranlagten Steuerverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Vorjahreswert ist eine Ratenverbindlichkeit, ohne vertraglich definierten Zinssatz, enthalten, die in Anlehnung an § 253 Abs. 2 HGB mit dem laufzeitadäquaten Abzinsungssatz der Deutschen Bundesbank mit 7-jähriger Durchschnittsbildung angesetzt wurde.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist (Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf einen Teilbetrag von € 574.014,89 innerhalb eines Jahres fällig (im Vorjahr enthaltener Betrag mit Restlaufzeit größer ein Jahr € 100.000,00).

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die Gesellschaft hat den Investitionszuschuss aus GA-Fördermitteln verschiedener Förderprojekte in der Bilanz nicht von den Anschaffungskosten der geförderten Wirtschaftsgüter gekürzt, sondern als Passivposten ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von € 73.927,04 (Vj. € 73.927,04) kongruent zu den planmäßigen Abschreibungen der geförderten Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst. Der Restbetrag des Investitionszuschusses, der noch nicht über die Abschreibungen amortisiert ist, beträgt zum 31.12.2023 € 189.904,54. (Vj. € 263.831,58).

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden ab dem Berichtsvorjahr nur noch für eine laufende Pensionsverpflichtung gebildet. Die Berechnung des Rückstellungswertes erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Als Grundlage der Berechnungen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Die Sedlmayer GmbH hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Durchschnittsbildung wurde entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, wie bereits in den Vorjahren, der Zeitraum von zehn Jahren verwendet. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrages basiert deshalb zum 31.12.2023 auf einem Abzinsungssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %). Individuell zugesagte Rentensteigerungen von 3,0 % für die bereits laufende Rente sind in die Bewertung eingerechnet.

Am 31.12.2023 besteht ein gesetzlich vorgeschriebener nicht ausgewiesener Teilbetrag aus Pensionsverpflichtungen, der aus dem Unterschied zwischen dem 7-jährigen und dem 10-jährigen Durchschnittszins resultiert, gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von € 17.459,00 (Vj. € 82.101,00). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

Gewährleistungsrisiken T€ 497 (Vj. T€ 420);

Urlaubsansprüche der Belegschaft T€ 197 (Vj. T€ 184);

Ansprüche der Belegschaft aus Gleitzeitguthaben T€ 81 (Vj. T€ 71);

Jahresabschluss- und Prüfungskosten T€ 35 (Vj. T€ 35);

Rückstellung für Aufbewahrungspflichten T€ 20 (Vj. T€ 20);

Rückforderung Corona Beihilfen T€ 600 (Vj. T€ 600).

Verbindlichkeiten (Vorjahreszahlen in Klammern)

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt durch Pfand- und ähnliche Rechte gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.062.073,22 1.060.176,80 183.562,11 8.305.812,13 1.548.523,19
(6.912.623,47) (2.017.634,44) (284.441,38) (9.214.699,28) (1.832.471,57)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.259.673,64 0,00 0,00 4.259.673,64 Eigentumsvorbehalte
(3.718.254,93) (0,00) (0,00) (3.718.254,93)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.069.694,55 0,00 0,00 1.069.694,55 0,00
(876.925,76) (0,00) (0,00) (876.925,76) (0,00)
4. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen 1.028.539,37 1.991.563,05 29.063,25 3.049.165,67 3.049.165,67
(1.482.539,82) (1.433.325,73) (0,00) (2.915.865,55) (2.915.865,55)
13.419.980,78 3.051.739,85 212.625,36 16.684.345,99 4.597.688,86
(12.990.343,97) (3.450.960,17) (284.441.38) (16.725.745,52) (4.748.337,12)

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Inland EU-Raum Drittland
T€ T€ T€
Bearbeitungsumsätze 36.707 10.319 5.724
Werkzeugbau 430 1.108 0
Nebenerlöse 1.097 0 0
Summe 38.234 11.427 5.724

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind der Ertrag aus der Auflösung einer Rückstellung für noch zu leistende Prämien an einen Pensionsfonds in Höhe von T€ 156 (Vj. T€ 0), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen (T€ 30; Vj. T€ 0), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (T€ 74; Vj. T€ 74) und Erträge aus Anlageverkäufen (€ 10; Vj. T€ 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderen die Einstellung in die Wertberichtigungen zu Forderungen (T€ 39; Vj. T€ 21) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 1; Vj. T€ 1).

Ertragsteuern

Der tatsächliche Steueraufwand/-ertrag aus dem Mindeststeuergesetz für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf null. Wenn das Mindeststeuergesetz schon anwendbar gewesen wäre, hätte sich die effektive Steuerquote nicht verändert.

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat folgende Zahlungsverpflichtungen:

Mietverträge für das Betriebsgelände und weitere Büro- und Wohnräume 491.513 € p.a.
(davon an den Gesellschafter 468.953 € p.a.)
Leasingverträge für Kraftfahrzeuge 22.264 € p.a.
Leasingverträge für Stapler 49.000 € p.a.
Blockheizkraftwerk 426.300 € p.a.
(davon an Gesellschafter 426.300€)
Sonstige Geschäftsausstattung 87.400 € p.a.
(davon an Gesellschafter 28.200 € p.a.)

Für erhaltene Investitionszuschüsse von insgesamt € 462.704,20 ist die Verwendungsbindung der geförderten Wirtschaftsgüter zum Ende des Berichtsjahres noch nicht abgelaufen. Bei Verstoß gegen die Förderbedingungen entsteht eine Verpflichtung zur Rückzahlung der Fördermittel.

Im Rahmen des working capital Managements sind zum 31.12.2023 offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert von T€ 594 (Vj. T€ 778) an ein Kreditinstitut veräußert.

Das Bestellobligo für Investitionen zum Anlagevermögen beträgt zum 31.12.2023 T€ 357.

2. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden § 246 Abs. 2 HGB

Planvermögen und Pensionsverpflichtung der Gesellschaft entwickelten sich wie folgt:

Anfangsbestand Planvermögen: 3.482.247 €
Bereinigung Planvermögen für "off balance Verpflichtungen" -990.674 €
Zinserträge aus dem Planvermögen 76.847 €
Auszahlungen aus dem Planvermögen -149.707 €
Endbestand des Planvermögens am Bilanzstichtag 2.418.713 €
Anfangsbestand Pensionsverpflichtung 2.565.106 €
Dienstzeitaufwand 39.012 €
Zinsaufwand 44.243 €
Rentenzahlungen -158.979 €
Endbestand der Pensionsrückstellung am Bilanzstichtag 2.489.382 €

3. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Aktivsaldo der latenten Steuern in Höhe von € 660.106 sowie der Differenzbetrag in Höhe von € 17.459, der aus der Anwendung der 10-jährigen Durchschnittsbildungsperiode bei der Ableitung des maßgeblichen Abzinsungssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen gegenüber der 7-jährigen Durchschnittsbildungsperiode resultiert, unterliegen grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

4. Angaben zur Steuerlatenzrechnung

Buchwerte Differenz Steuersatz
(€) (€) (%)
AKTIVLATENZEN Handelsbilanz Steuerbilanz
Pensionsrückstellungen 2.489.382 1.783.835 705.547 29,66
Rückstellungen für Verpflichtungen gegen Arbeitnehmer 278.198 247.455 30.743 29,66
Festwertansatz Maschinenwerkzeuge AV 372.327 369.418 -2.909 29,66
Mietereinbauten 326.409 335.541 9.132 29,66
Wertpapiere UV 67.152 76.955 9.803 29,66
Aufwandsverrechnungsposten (§ 4e Abs.3 EStG) 0 1.192.818 1.192.818 29,66
Körperschaftssteuerlicher Verlustvortrag - 420.896 420.896 15,83
Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag - 119.698 119.698 13,83
Gesamt 2.485.728

5. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer ist Herr Johann Sedlmayer, Diplom-Kaufmann.

Vom Schutzrecht für die Angabe der Vergütungen für die Mitglieder der aktuellen Geschäftsführung sowie für gewährte Versorgungsbezüge für ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Für Versorgungsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind zum Abschlussstichtag Rückstellungen in Höhe € 2.489.382 gebildet. Vom Betrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB entfällt auf diese Personengruppe ein Teilbetrag in Höhe von € 17.459.

6. Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter-Geschäftsführer

Mit dem Gesellschafter-Geschäftsführer besteht das Rechtsinstitut der umsatzsteuerlichen Organschaft. Zum 31.12.2023 besteht aus dem Zahlungsverkehr mit dem Finanzamt eine Verbindlichkeit in Höhe von € 123.448,37, die - ohne das Rechtsinstitut der Organschaft - unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen ist. Neben dem Verbindlichkeitssaldo aus der Steuerverrechnung mit der Finanzkasse besteht gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer ein Abrechnungssaldo aus verauslagten Zahlungen von € 17.427,12; Zinsen werden dafür nicht berechnet.

Mit Vertrag vom 06.02.2020 und Zusatz vom 30.01.2023 wurde dem Gesellschafter-Geschäftsführer ein Darlehen in Höhe von € 100.000,00 gewährt. Der Zinssatz beträgt 2 %. Der Zinsbetrag für 2023 beläuft sich auf € 2.000. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 48 Monaten und ist endfällig zuzüglich der angefallenen Zinsen.

7. Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer erhält für die gesetzliche Abschlussprüfung ein Honorar von T€ 23. Darüber hinaus gehende Tätigkeiten sind bei dem Abschlussprüfer nicht beauftragt.

8. Arbeitnehmer der Gesellschaft

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer i. S. v. § 267 Abs. 5 HGB betrug im Berichtsjahr 258 (im Vj. 253). Die Arbeitnehmer teilen sich in folgende Gruppen auf:

Angestellte 43 (im Vj. 43)
Arbeiter 214 (im Vj. 210)
Aushilfen (Teilzeit) 1 (im Vj. 0)

Daneben waren durchschnittlich 17 (im Vj. 18) Auszubildende bei der Gesellschaft beschäftigt.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschaftersammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 58.983,90 gemeinsam mit dem vorhandenen Gewinnvortrag in Höhe von € 7.069.175,76 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Triptis, den 09.12.2024

Johann Sedlmayer

Lagebericht der Sedlmayer GmbH zum 31.12.2023

A. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft:

Nach dem Geschäftsjahr 2022, welches vom Ausbruch des Krieges in der Ukraine gezeichnet war und wirksame Kostensteigerungen verursacht hatte, verharrte die deutsche Wirtschaft im Kalenderjahr 2023 in Stagnation. Nach Inflationsbereinigung resultierte für das Bruttoinlandsprodukt sogar eine leichter Rückgang um 0,3 %. Die Exporte verhielten sich gleichförmig zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes und fielen preisbereinigt um 0,3 % ., ebenfalls die Importe. Die Minderung betrug hier 0,6%. Die Anlageinvestitionen sanken preisbereinigt um 1,2 %, darunter die Ausrüstungen um 0,8%. Die Konsumausgaben fielen, ebenfalls preisbereinigt, um 0,3 %.

Der KFZ-Sektor entwickelte sich gegenläufig zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Während die Stückzahl der weltweit produzierten Pkw um 10,4 % anstieg, nahm die Stückzahl der in Deutschland produzierten Pkw um 18% zu. Die Anzahl der in Deutschland produzierten Pkw blieb aber damit auch in 2023 noch hinter dem Vorkrisenniveau von 2019 um 12% bzw. rund einer halben Mio. Fahrzeuge zurück.

Die Sedlmayer GmbH Metallbearbeitung ist als CNC-Bearbeiter und Modullieferant Zulieferbetrieb für die Automotive-Sparte (Pkw, Nutzfahrzeuge, Motorräder) mit Produkten für Fahrwerk, Motor, Antrieb und Elektromobilität.

Nachdem im Jahr 2022 das allgemeine Stückzahlvolumen gegenüber den Vorjahren bereits auf einem verbesserten Niveau gelegen hatte, sind die Umsatzerwartungen trotz der anhaltenden Krise für das Jahr 2023 von einer weiteren Verbesserung ausgegangen, was auch eingetreten ist.

Die Branche und das Wettbewerbsumfeld des Unternehmens sind auch im Jahr 2023 von intensivem Wettbewerb bei hohen Qualitäts- und Liefertermintreueanforderungen geprägt gewesen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung:

Im Jahr 2023 ist nach lange anhaltender Corona-Krise in den Jahren 2020/2021 sowie Energiekrise im Jahr 2022 der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15% gestiegen. Ursächlich sind die im Vorjahr neu akquirierten Bearbeitungsaufträge für die Nutzfahrzeugindustrie, welche angelaufen sind.

Die Sedlmayer GmbH hat im Jahr 2023 auch wieder an der Messe IAA Mobility in München teilgenommen, neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt.

3. Produktion:

Die Sedlmayer GmbH konzentriert sich auf Fertigteile und Module für Fahrwerk, Motor, Antrieb und Elektromobilität. Guss- und Schmiedeteile aus den Werkstoffen Aluminium, Eisenguss und Stahl werden zu einbaufähigen Fertigteilen bearbeitet und bei Bedarf mit nachfolgenden Montagen zu Komponenten oder Modulen vervollständigt. Im Geschäftsjahr 2023 hat man in strategisch wichtigen Produktbereichen Neuaufträge erhalten können. Die Auslastung der Kapazitäten betrug im Jahresschnitt ca. 80%.

4. Beschaffungsmanagement:

Die Beschaffung hat grundsätzlich hohe Bedeutung. Zu begründen ist dies durch die übernommene Modulverantwortung seitens der Sedlmayer GmbH gegenüber den Herstellern und Systemlieferanten. Hieraus resultiert eine besondere Verantwortung für das Unternehmen in der Zulieferkette, da Roh- und Montageteile in der Regel eigenständig zugekauft werden. Ein erfolgreiches und professionelles Lieferantenmanagement in Bezug auf Preis, Termintreue und Qualität ist unerlässlich; die Qualität der Arbeit der Lieferanten ist erfolgskritisch für das eigene Unternehmen. Versorgungsengpässe bei Kunden infolge von Terminverzögerungen und Ausfällen in der Lieferantenkette der Sedlmayer GmbH konnten vermieden werden.

5. Energie - und Umweltmanagement:

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren nutzt unsere Gesellschaft die Sicherung der Energieversorgung und ein professionelles Umweltmanagement als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren.

Professionelles Qualitäts- und Umweltmanagement mit Hilfe des im Unternehmen gelebten und nach modernsten Standards zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems sind Grundlage für die Existenz des Unternehmens; dies betrifft alle Bereiche im Unternehmen. Es wurde im Jahr 2023 erfolgreich ein Wiederholungsaudit des Qualitätsmanagementsystems nach IATF 16949 durchgeführt.

Die im Jahr 2022 in Betrieb gegangene Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 846 kWp hat unsere gesamt Photovoltaik-Leistung auf 1040 kWp erhöht, was für unseren Betrieb eine gute Basis darstellt. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir zudem unsere Biomasseheizung durch ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von bis zu 448 kW elektrisch und 920 kW thermisch ersetzen, das mit dem Energieträger Holz, speziell Holzhackschnitzeln aus der Region, betrieben wird. Wir werden damit unseren Wärmebedarf vollständig decken können. Langfristig haben wir als Ziel, mit unserem Blockheizkraftwerk und unseren Photovoltaikanlagen ca. 70% unseres Strombedarfes klimaneutral aus Sonne und Holz selbst zu erzeugen. Für den restlichen Strombedarf von ca. 30% haben wir bereits Lieferverträge über Grünstrom ab 2025 bei unserem örtlichen Energieversorger abgeschlossen. Im Berichtsjahr haben wir ein Überwachungsaudit für das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 durchgeführt. Erweiternd ist in diesem Zusammenhang die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 bestätigt worden.

Bei allen Erweiterungsinvestitionen ist Energieeffizienz ein entscheidendes Auswahlkriterium.

6. Investitionen:

Für im Berichtsjahr gewonnene, sogar kurzfristig umsatzwirksame Neuaufträge, ist zur Kapazitätserweiterung ein Betrag in Höhe von 1.880 T€ in Bearbeitungszentren und die Peripherie hierzu investiert worden. Für die Anbindung der betrieblichen Energieversorgung an das angemietete BHKW sind weitere 394 T€ investiert worden.

Zusätzliche 501 T€ sind in die Ausweitung und Erneuerung der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in die Erneuerung der hydraulischen und elektrischen Anlagen geflossen.

7. Personal:

Eine gute Personalausstattung und eine hohe Personalzufriedenheit ist ein weiterer finanzieller Leistungsindikator unserer Gesellschaft.

Von den 291 Mitarbeitern zum Jahresende 2023 sind 19 in der Ausbildung; zusätzlich sind 15 Zeitarbeitskräfte in der Produktion im Einsatz, so dass die Belegschaft ca. 300 Köpfe zählt. Es werden die Berufe Zerspanungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Fachlagerist, Mechatroniker sowie Büro- und Industriekaufleute ausgebildet. Zudem wird das duale Studium der Studiengänge Automatisierungstechnik und Mechatronik an der dualen Hochschule Gera-Eisenach angeboten und von zwei Studenten wahrgenommen. Der Qualifikationsstand der Mitarbeiter der Sedlmayer GmbH ist als gut zu bezeichnen; die eigene Ausbildung hat eine hohe Bedeutung, gerade bei der Besetzung von Stellen für Facharbeiter mit speziellem Wissensbedarf in der Messtechnik und dem Vorrichtungsbau. Zur Nachwuchsgewinnung präsentiert sich die Sedlmayer GmbH an der lokalen Gemeinschaftsschule in Triptis, bei der Ausbildungsmesse in Pößneck und beim alljährlichen Hochschultag in Gera. Der Facharbeiteranteil ist als hoch zu bezeichnen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter beträgt 44,8 Jahre und der Frauenanteil liegt bei 19,1 %. Der Krankenstand ist normal bei 5,5%, die Fluktuation gering. Geringe Personalabgänge konnten immer kurzfristig wiederbesetzt werden. Die Sedlmayer GmbH legt Wert auf eine gute Mitarbeiterbindung und unterstützt deshalb auch örtliche Kinderbetreuungseinrichtungen, damit Mitarbeiter mit Kleinkindern auf eine zuverlässige Unterbringungsmöglichkeit für ihre Kinder während und außerhalb der Arbeitszeit zurückgreifen können.

8. Regionale Einordnung:

Die Sedlmayer GmbH gehört neben anderen mittelständischen Unternehmen zu den bedeutenden Arbeitgebern der Stadt und Region Triptis. Kommunale Hilfsorganisationen, wie z.B. der Feuerwehrverein und Sportvereine werden durch die Sedlmayer GmbH regelmäßig mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Darüber hinaus legt die Sedlmayer GmbH stets Wert auf einen integren Auftritt in der Region, äußerlich und medial, sowie auf einen guten Kontakt zur Stadtverwaltung.

Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage und der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren unserer Gesellschaft sind die Höhe und Entwicklung der Umsatzerlöse, der Jahresüberschuss, der cash flow und die Eigenkapitalsituation.

Die Umsatzerlöse und die Ertragslage unserer Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr 2023 wie folgt entwickelt. (Siehe auch die zusammengefasste tabellarische Darstellung am Ende der Erläuterungen).

Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft haben mit einem Wert von 55.384 T€ das Vorkrisenniveau von 2019 übertroffen (Wert 2019: T€ 50.435). Maßgeblich dafür waren die neuen Aufträge aus der Nutzfahrzeugindustrie, die den Wegfall von coronainduzierten Änderungen in der Produktpalette und auslaufende Aufträge unserer Auftraggeber mehr als ausgleichen konnten. Die Materialkosten haben sich im Vergleich zur Umsatzerhöhung leicht überproportional erhöht, was durch höhere Materialquoten des aktuellen Produktionsportfolios bedingt ist.

Die regelmäßigen sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen , weil erhebliche Versicherungserstattungen aus der Betriebsunterbrechungsversicherung und Erstattungen nach dem Strompreisbremsegesetz enthalten sind.

Die Personalkosten haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Die Abschreibungen sind auf hohem Niveau geblieben. Die Abschreibungsquote hat sich aber mit 5,3 % gegenüber dem Vorjahr (6,5 %) vermindert.

Der Jahresüberschuss als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator unserer Gesellschaft ist leicht positiv.

Tabellarische Darstellung der Ertragslage

2023 2022 Ergebnisauswirkung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 55.384 99,5 48.237 99,6 7.147
Bestandsveränderung 236 0,4 174 0,4 62
Andere akt. Eigenleistung 72 0,1 0,0 0,0 72
Gesamtleistung 55.692 100,0 48.411 100,0 7.281
Materialkosten -30.938 -55,5 -25.927 -53,5 -5.011
Sonstige betriebliche Erträge1 596 1,1 132 0,2 464
Rohertrag 25.350 45,6 22.616 46,7 2.734
Personalaufwendungen -12.328 -22,1 -11.326 -23,4 -1.002
Abschreibungen -2.951 -5,3 -3.116 -6,5 165
Sonstige Steuern -68 -0,1 -95 -0,1 27
Sonstige betriebliche Aufwendungen1 -9.561 -17,3 -7.512 -15,6 -2.049
Betriebliches Ergebnis 442 0,8 567 1,1 -125
Neutrales Ergebnis 157 0,3 69 0,1 88
Finanzergebnis -526 -0,9 -362 -0,8 -164
Ergebnis vor Ertragsteuern 73 0,2 274 0,4 -201
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15 -0,1 -149 -0,1 134
Jahresüberschuss 58 0,1 125 0,3 -67

Finanzlage

Der cash flow als weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator unserer Gesellschaft stellt sich im Berichtsjahr 2023, zusammengefasst, wie folgt dar: (Für weitere Einzelheiten siehe auch die tabellarische Darstellung im Anschluss zu den Erläuterungen)

Aus dem Jahresüberschuss von T€ 58 errechnet sich nach Bereinigung um die nicht zahlungswirksamen Vorgänge ein cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.300 gegenüber einem Wert von T€ 4.070 im Vorjahr. Aus dem cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurden die Nettoinvestitionen des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 2.765 finanziert und Kreditmittel für Maschinenfinanzierungen und für einen Corona-Überbrückungskredit im Gesamtbetrag von T€ 535 zurückgeführt. Aus dem Fonds der liquiden Mittel wurde ein Teilbetrag in Höhe von T€ 241 zur Tilgung des Corona-Überbrückungskredites verwendet.

Tabellarische Darstellung der Cashflow Rechnung:

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€ T€
Jahresüberschuss 58 125
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.951 3.116
- Abnahme (Vj. Zunahme) der Rückstellungen -49 146
- Gewinne aus Anlagenabgängen -10 0
- Ertrag aus der Auflösung Sonderposten -73 -74
2.819 3.313
2.877 3.313
31.12.2023 Vorjahr
T€ T€ T€
+ Abnahme (Vj. Zunahme der Vorräte) 36 -732
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -201 -928
- Zunahme (Vj. Abnahme) der sonstigen Vermögensgegenstände -1.060 318
- Zunahme der aktiven RAP -17 -20
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 541 1.884
+ Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Darlehen) 193 94
- Abnahme (Vj. Zunahme) des passiven RAP -1 4
- Abnahme der Vermögensgegenstände zur Verrechnung 917 49
+ Abnahme der aktiven latenten Steuern 15 89
423 757
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.300 4.070
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagev. 10 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.775 -1.982
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -2.765 -1.982
Neuaufnahme/Tilgung von Bankdarlehen -909 -788
Neuaufnahme/Tilgung von Maschinendarlehen 133 -1.245
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -776 -2.033
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -241 550
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 934 879
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 693 934

Die Vermögens- und Eigenkapitalsituation unserer Gesellschaft haben wir als weiteren finanziellen Leistungsindikator definiert. Zur Entwicklung der Vermögens- und Eigenkapitalsituation im Berichtsjahr 2023 geben wir folgende Erläuterungen: (Siehe auch die zusammengefasste tabellarische Darstellung am Ende der Erläuterungen).

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 176 vermindert. Die Investitionen des Geschäftsjahres (T€ 2.775) waren um T€ 176 geringer als die Abschreibungen des Geschäftsjahres (T€ 2.951).

Der Bestand an Vorräten hat im Vergleich zum Vorjahr um T€ 37 abgenommen. Die Bestandminderung entfällt auf den Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit T€ 273 und die Position der teilfertigen Aufträge mit T€ 16. Die Erhöhung in der Position der Fertigteile mit T€ 252 wirkt kompensatorisch.

Die Kundenforderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 201 erhöht und die sonstigen Vermögensgegenständen um T€ 1.060.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt T€ 693 und hat gegenüber dem Vorjahr um T€ 241 abgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 18 erhöht.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung, der den Betrag der Pensionsrückstellungen (T€ 2.489) und den Vermögenswert der hierfür abgeschlossenen und an die Versorgungsberechtigten abgetretenen Rückdeckungsversicherungen (T€ 2.418) aufnimmt, hat um T€ 917 abgenommen. Der Überhang des Bilanzwertes der Pensionsrückstellungen über den Bilanzwert der Rückdeckungsversicherungen wird mit T€ 70 auf der Passivseite der Bilanz unter der Bilanzposition "Pensionsrückstellungen" ausgewiesen. Der Vermögenswert von Rückdeckungsversicherungen, die darüber hinaus der Gesellschaft gehören, sind mit T€ 1.021 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Insgesamt zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine geringe Reduktion des Vermögensbestandes, d.h. der Bilanzsumme, um T€ 106 bzw. rund 0,4 %.

Das Bilanzielle Eigenkapital ist mit T€ 8.369 im Vergleich zum Vorjahr um den Jahresüberschuss von T€ 58 angestiegen.

Das wirtschaftliche Eigenkapital enthält neben dem bilanziellen Eigenkapital auch den Eigenkapitalanteil in Höhe von 70% aus dem Sonderposten mit Rücklageanteil, der für den erhaltenen Investitionszuschuss aus dem Förderprogramm der Europäischen Gemeinschaft gebildet wurde. Das wirtschaftliche Eigenkapital ist für unsere Gesellschaft ein wichtiger finanzieller Indikator. Die interne Zielvorgabe liegt bei einem Schwellenwert von >30%, gemessen an der Bilanzsumme. Zum 31.12.2023 verzeichnet unsere Gesellschaft ein wirtschaftliches Eigenkapital von TE 8.502 bzw. rund 31% in Bezug auf die Bilanzsumme.

Die Rückstellungen haben sich per Saldo um T€ 49 verringert. Die Verringerung betrifft den ausstehenden Aufwand für die Ausgliederung einer Pensionsrückstellung (T€ 156) und die Steuerrückstellungen (T€ 61). Dagegen stehen insbesondere Erhöhungen bei den Pensionsrückstellungen (T€ 71), den Gewährleistungsrückstellungen (T€ 77) und den Rückstellungen im Personalbereich (T€ 23).

Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um T€ 42 verringert. Einer Verminderung der Bankverbindlichkeiten mit T€ 909 stehen Erhöhungen bei den Positionen Lieferantenverbindlichkeiten mit T€ 542;bei den Mietkaufverbindlichkeiten um T€ 133 und bei den "Übrigen Verbindlichkeiten" mit T€ 192 gegenüber.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Jahr 2023 mit T€ 3 annähernd gleich geblieben.

Tabellarische Zusammenstellung der Vermögens- und Kapitallage

1. Vermögenslage

1.1 Bilanzvergleich

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 51 0,2 52 0,2 -1
Sachanlagen 11.442 42,8 11.617 43,2 -175
11.493 43,0 11.669 43,4 -176
Aktive Latente Steuern 660 2,5 675 2,5 -15
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0 0,0 917 3,5 -917
Langfristig gebundenes Vermögen 12.153 45,5 13.261 49,4 -1.108
Vorräte 6.747 25,2 6.784 25,3 37
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.103 26,6 5.841 21,7 1.225
Liquide Mittel 693 2,6 934 3,5 -241
Rechnungsabgrenzungsposten 56 0,1 38 0,1 18
Kurzfristig gebundenes Vermögen 14.599 54,5 13.597 50,6 1.002
Gesamtaktiva 26.752 100,0 26.858 100,0 -106
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Gezeichnetes Kapital 128 0,4 128 0,4 0
Kapitalrücklage 133 0,5 133 0,5 0
Gewinnrücklage zzgl. Gewinnvortrag 8.049 30,0 7.924 29,6 125
Jahresüberschuss 59 0,4 125 0,4 -66
Eigenkapital 8.369 31,3 8.310 30,9 59
Sonderposten für Investitionszuschüsse 70 % 133 0,5 185 0,7 -52
Wirtschaftliches Eigenkapital 8.502 31,8 8.495 31,6 7
Langfristige Rückstellungen 71 0,3 0 0 71
Verbindlichkeiten langfristig 213 0,8 284 1,1 -71
Sonderposten für Investitionszuschüsse 30 % 57 0,2 78 0,3 -21
Fremdkapital langfristig 341 1,3 362 1,4 -21
Rückstellungen 1.435 5,4 1.555 5,8 -120
Verbindlichkeiten 16.471 61,5 16.442 61,2 29
Rechnungsabgrenzungsposten 3 0,00 4,00 0,00 -1
Fremdkapital kurz/mittelfristig 17.909 66,9 18.001 67,0 92
Gesamtpassiva 26.752 100,0 26.858 100,0 -106

Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung:

Zum Jahresende 2023 hat sich eine Stabilisierung der Nachfrage auf gutem Niveau angedeutet. Neben den übermittelten Kundeninformationen werden auch eigene Einschätzungen zur tatsächlichen Nachfrageentwicklung für die Produktionsplanung eingesetzt, was im Vergleich zu den Vorperioden zu einem schonenden und optimierten Ressourceneinsatz führt.

Unserem Unternehmen hilft unverändert die gute Diversifikation innerhalb der Branche Automotive. Kein Kunde ist als Klumpenrisiko zu bewerten.

Im Vergleich zu den Krisenvorjahren hat sich der Markt weiter stabilisiert und wir haben attraktive Neuprojekte aus dem PKW-Bereich gewinnen können, was uns weitere Auslastung für die nächsten Jahre gibt und die Strategie bestätigt.

Aufgrund der langfristigen, strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens auf Teile für Fahrwerk, Motor, Antrieb und Elektromobilität gibt es gute Möglichkeiten für erfolgreiche Neuakquise von Aufträgen in der Breite des Sektors Automotive (PKW, LKW, Motorrad). Seit langem legen wir Wert auf einen breiten Produkt- und Kundenmix innerhalb des kompletten Sektors Automotive, um in Zukunft weiterhin gesund wachsen zu können, Abhängigkeiten moderat zu halten und die Marktposition zu festigen.

Wichtig ist, dass wir unser Unternehmen an den Kundenanforderungen und -bedürfnissen ausrichten, um auch in Zukunft als Tier-1-Lieferant für OEM und Tier-2-Lieferant für namhafte Systemlieferanten, Gießereien und Schmieden erfolgreich liefern zu können.

Bedeutend ist aber auch, die Ertrags- und Finanzstärke zu verbessern, um zukünftig Mittel- und Großserien mit hohem Investitions-, Automatisierungs- und Kapitalbedarf akquirieren, vorfinanzieren und erfolgreich umsetzen zu können.

In Anbetracht dessen sehen wir eine angemessene Kontinuität in unseren Kennzahlen. Die Grundauslastung für die Folgejahre 2024 bis 2026 ist gegeben und beweist ein solide kalkuliertes Auftragsfundament. Neuaufträge kompensieren Rückgänge von ausgelaufenen Aufträgen bei steigender Produktivität.

Vertriebsaktivitäten werden auf hohem Niveau fortgesetzt, um ertragreiche Aufträge für die Zukunft zu gewinnen. Der Markt gibt uns Bestätigung. Es ist zu erwarten, dass der Wettbewerbsdruck nicht geringer wird und dieser zugleich Chancen für Neugeschäft bringt.

Strenges Kostenmanagement, Nachkalkulationen, Preisverhandlungen und -verbesserungen, Strukturanpassungen, Prozessoptimierungen und die Umsetzung innovativer, moderner Fertigungskonzepte werden hilfreich sein.

Im Geschäftsjahr 2024 sind die erwarteten Steigerungen bei den Produktionszahlen der Automobilwerke und unseren Abrufmengen im ersten Halbjahr bereits eingetreten. Der Ukrainekrieg und die Energiekrise haben keine unmittelbaren Auswirkungen mehr auf unsere Nachfrage. Die Fortsetzung unserer eingeleiteten Maßnahmen wird sich förderlich auswirken, insbesondere bezüglich unserer Eigenstromerzeugung und geplanten, quotalen Energieunabhängigkeit. Unsere Branche ist ausreichend widerstandsfähig geworden, um trotz Krisen und auftretender Ereignisse die Produktionsfähigkeit aufrecht zu halten. Jedoch kann die weitere Entwicklung der Wirtschaftspolitik noch Einfluss auf die Branche, die Herstellerwerke und deren Output nehmen. Auf Basis des sich abzeichnenden Umsatzniveaus erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes, positives Ergebnis bei ähnlichem Umsatzniveau.

 

Triptis, im Dezember 2024

Johann Sedlmayer

In der Produktion werden wir Effizienzsteigerungen und Ablaufverbesserungen fordern und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess bei laufenden Serien in den Fertigungsinseln fortsetzen. Zusätzlich werden wir in der Sedlmayer GmbH das vorhandene Know-how als Produktionsspezialist und Modullieferant gezielt weiterentwickeln, um den Kunden entsprechenden Mehrwert durch unser Hause bieten zu können, der unserer Gesellschaft zu höheren Produkterträgen und damit zu einer Verbesserung der Ertragslage verhelfen wird. Die Ausweitung und Aufwertung unserer Leistungen über die reine Teilebearbeitung hinaus zum Modullieferanten ist bedeutender Eckpfeiler unserer Unternehmensstrategie und als erfolgreich zu bezeichnen.

D. Entwicklungsaufwendungen

Die Sedlmayer GmbH hat sich als Entwicklungslieferant mit nachfolgender Serienbelieferung nach erfolgreicher Entwicklungsarbeit für einige Kunden etabliert. Es wird auf eigene Ressourcen und externe Ingenieurbüros zurückgegriffen. Begleitend zur Entwicklung sind erfolgreiches Projekt- und technisches Produktmanagement wichtige Aufgaben im Unternehmen und dienen der Verbesserung des Servicegrades und der Kundenzufriedenheit. Im Jahr 2023 sind vorwiegend interne Aufwendungen hierfür getätigt worden.

E. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben.

F. Voraussichtliche Entwicklung

Während die Jahre 2020/2021 von den Auswirkungen der Corona-Krise und 2022 vom Krieg in der Ukraine und der Energiekrise gezeichnet waren, gilt es seit dem Jahr 2023, die Herausforderungen auf der Ausgabenseite zu bewältigen und das gestiegene Kostenniveau auf der Einnahmenseite abzudecken.

Amtsgericht Jena

HRB 203064

Anlagenspiegel 2023

der Sedlmayer GmbH, Triptis

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 699.134,91 13.000,00 0,00 0,00 712.134,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.669,38 0,00 0,00 0,00 7.669,38
706.804,29 13.000,00 0,00 0,00 719.804,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.885.034,72 5.456,24 0,00 0,00 3.890.490,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.662.039,33 1.731.923,33 0,00 30.393.962,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.824.125,88 871.906,22 0,00 716.441,85 12.412.473,95
4. Anzahlungen auf Anlagevermögen und Anlagen im Bau 716.441,85 153.000,00 0,00 -716.441,85 153.000,00
44.087.641,78 2.762.285,79 0,00 0,00 46.849.927,57
44.794.446,07 2.775.285,79 0,00 0,00 47.569.731,86
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 647.368,41 14.223,00 0,00 0,00 661.591,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.668,88 0,00 0,00 0,00 7.668,88
655.037,29 14.223,00 0,00 0,00 669.260,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.254.169,72 152.745,24 0,00 0,00 1.406.914,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.261.108,83 2.076.112,83 0,00 0,00 25.337.221,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.954.989,88 708.350,57 0,00 8.663.340,45
4. Anzahlungen auf Anlagevermögen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
32.470.268,43 2.937.208,64 0,00 0,00 35.407.477,07
33.125.305,72 2.951.431,64 0,00 0,00 36.076.737,36
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.543,50 51.766,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
50.544,00 51.767,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.483.576,00 2.630.865,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.056.741,00 5.400.930,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.749.133,50 2.869.136,00
4. Anzahlungen auf Anlagevermögen und Anlagen im Bau 153.000,00 716.441,85
11.442.450,50 11.617.373,35
11.492.994,50 11.669.140,35

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sedlmayer GmbH, Triptis:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sedlmayer GmbH, Triptis - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sedlmayer GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffende Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Amberg, den 09.12.2024

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