Medios Digital GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mikail Ege seit 16.10.2023 | Prokura |
Josef Christian Eustermann seit 16.10.2023 | Prokura |
Martin Karlsch seit 9.9.2014 | Prokura |
Benedikt Simon Böhm seit 9.9.2014 | Prokura |
Panteleimon Katsukis seit 22.5.2014 | Geschäftsführer |
Benjamin Beivers seit 22.5.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
19 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 19 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
remerge GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 • Bilanz • Gewinn- und Verlustrechnung • Anhang Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die remerge GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der remerge GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der remerge GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 25. März 2024 PANARES
GmbH
Mark Wenning, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023remerge GmbH, BerlinI. Allgemeine Angaben Die remerge GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 158725 B eingetragen. Der Jahresabschluss der remerge GmbH (nachfolgend remerge oder die Gesellschaft genannt) zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen GmbH gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten wurden gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 und 2a HGB bewertet, wobei Material und Materialgemeinkosten mangels Anfall nicht angesetzt wurden. Auf den Ansatz des Wertverzehrs des Anlagevermögens wurde aus Geringfügigkeitsgründen verzichtet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. In dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Andere aktivierte Eigenleistungen wurden Entwicklungskosten einer Softwareplattform mit T€ 1.934 (VJ: € 1.386) aufgenommen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betragen T€ 2.653 (VJ: T€ 1.971). Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren) angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 800 nicht überstiegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter unter € 250 werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen wurden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden die Beteiligungen wertberichtigt, um sie mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag anzusetzen, solche Wertminderungen liegen zum Abschlusszeitpunkt nicht vor. Die sonstigen Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden die Ausleihungen wertberichtigt, um sie mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag anzusetzen, solche Wertminderungen liegen zum Abschlusszeitpunkt nicht vor. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten ausgewiesen bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sie werden wertberichtigt, wenn ihr Ausgleich am Abschlussstichtag ungewiss oder gefährdet ist. Dem spezifischen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Einzelwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Forderungen wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die auf fremde Währung lautenden Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende flüssige Mittel wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die vor dem Abschlussstichtag erfolgten Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Gem. BFH-Urteil vom 15. März 2017 hat die Gesellschaft für die an Mitarbeiter ausgegebenen virtuellen Optionen keine Rückstellung gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern wurden auf Bewertungsdifferenzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese zukünftig voraussichtlich abbauen werden. Aktivische und passivische latente Steuern wurden in der Handelsbilanz zum Bilanzstichtag saldiert aufgenommen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte, wie im Vorjahr, mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,18%. Sofern sich im Rahmen der Gesamtdifferenzbetrachtung nach § 274 HGB insgesamt ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergibt, wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass auf eine Bilanzierung dieses Aktivüberhangs latenter Steuern verzichtet wird. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als so genannter davon-Vermerk ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag besteht ein Überhang passiver latenter Steuern. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Bilanz enthält aktivierte selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände i.H.v. T€ 2.467 (VJ: T€ 1.878) für Software. Im Geschäftsjahr wurden T€ 1.934 (VJ: T€ 1.386) aktiviert. Die Abschreibungsdauer beträgt drei Jahre. Darüber hinaus fielen T€ 719 (VJ: T€ 585) Forschungskosten an, die aufwandswirksam behandelt wurden. Die Summe der Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich somit auf insgesamt T€ 2.653 (VJ: T€ 1.971). Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die auf fremde Währung lautenden Jahresergebnisse wurden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen vier Tochtergesellschaften (siehe oben) aus Kontokorrekt-Darlehensforderungen einschließlich eines Jahreszinses von T€ 286 (VJ: T€ 334). Die erwartete Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr zwischen drei und fünf Jahren. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten über T€ 566 (VJ: T€ 438) beinhaltet hauptsächlich Softwarelizenzkosten und Eventkosten für das Folgejahr. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 88. Die eigenen Anteile betragen aufgrund des Erwerbs eigener Anteile T€ 0,6 (VJ: T€ 0,6). Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt wie im Vorjahr T€ 2.228. Der Bilanzgewinn erhöht sich um den Jahresüberschuss i.H.v. T€ 490 (VJ: T€ 109) auf einen Betrag von T€ 18.400 (VJ: T€ 17.910). Aus der Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag, dessen Zusammensetzung sich wie folgt darstellt (Angaben in T€):
Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Wert des übertragenen Urlaubs i.H.v. T€ 131 (VJ: T€ 420), Verkaufsprovisionen i.H.v. T€ 48 (VJT€ 47), ausstehende Rechnungen T€ 371 (VJ T€ 1), Schwerbehindertenausgleichsabgabe T€ 22 (VJ T€ 22) sowie die Jahresabschluss-Erstellungs- und Prüfungskosten i.H.v. T€ 28 (VJ: T€ 58) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen aufgrund einer Rückstellung für Rückbauverpflichtung i.H.v. T€ 17 (VJ: T€ 13). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 113 (VJ: T€ 200) eine Restlaufzeit bis einem Jahr, T€ 400 (VJ: T€ 400) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, aber weniger als 5 Jahren und T€ 150 (VJ: T€ 250) von mehr als fünf Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 683 (VJT€ 468 ). Passive latenten Steuern sind im laufenden Geschäftsjahr um T€ 92 auf T€ 1.136 (VJ: T€ T€ 1.045 ) zum Ende des Geschäftsjahrs erhöht worden. Die aktiven latenten Steuern resultieren größtenteils aus den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen und den Urlaubsrückstellungen, während die passiven latenten Steuern aus den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechten und Werten, Sachanlagen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenständen resultieren. Der Berechnung der latenten Steuern wurden die gesetzlichen Steuersätze der Körperschafts- und Gewerbesteuer zugrunde gelegt.
Die Umsätze gliedern sich gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt auf (Angaben in T€):
In dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sonstige betriebliche Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Geschäftsjahr ausgeglichener Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 799 (Vorjahr: T€ 1.149) enthalten, Zuschüsse mit T€ 688 (Vorjahr: T€ 0) sowie Erträge aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB mit T€ 66 (Vorjahr: T€ 859). In dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Geschäftsjahr ausgeglichener Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 859 (VJ: T€ 1.290) enthalten. Aufwendungen aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB mit T€ 632 (VJ: T€ 82), Fremdleistungen sind mit T€ 172 (VJ: T€ 181) enthalten, Aufwendungen für befristete Software-Lizenzen T€ 942 (VJ: T€ 830) sowie Mieten unbeweglicher Wirtschaftsgüter mit T€ 574 (Vorjahr: T€ 532). Der Unterschied zwischen der passiven latenten Steuer des Bilanzstichtags und des Vorjahresstichtags beträgt T€ 92 (VJ: T€ 290) und wird im Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Steuern vom Einkommen und Ertrag als Davonvermerk "Aufwendungen aus latenten Steuern" aufgenommen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen für ausländische Quellensteuer in Höhe von T€ 254 (T€ 675). IV. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.H.v. T€ 5.071 (VJ: T€ 5.063) setzen sich am Bilanzstichtag in T€ wie folgt zusammen:
Wie unter dem Abschnitt "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt, hat die Gesellschaft ein virtuelles Mitarbeiteroptionsprogramm aufgelegt. Die sich ggf. daraus ergebenden zukünftigen Zahlungsverpflichtungen sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht abschließend ermittelbar. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. Zum Bilanzstichtag hatten wir offene Devisenkassageschäfte mit einem Nominalwert in Höhe von T€ 524. Der Barwert der Devisenkassageschäfte resultiert in einem nachteiligen Betrag von T€ 3 für uns. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 17. Den Organmitgliedern der Gesellschaft wurden weder Kredite gewährt, noch Vorschüsse gezahlt. Die Gesellschaft beschäftigte 2023 (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 110 Mitarbeiter (VJ: 114), die sich wie folgt zusammensetzten:
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der remerge durch die beiden Geschäftsführer:
Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB ist die Gesellschaft von der Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB befreit. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.
Berlin, den 22. März 2024 remerge GmbH Geschäftsführung Benjamin Beivers Panteleimon Katsukis ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht 2023remerge GmbHBerlinInhaltsverzeichnis I Grundlagen des Unternehmens 1 Geschäftsmodell 2 Forschung und Entwicklung II Wirtschaftsbericht 1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2 Geschäftsverlauf und -Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens III Prognosebericht IV Chancen- und Risikobericht 1 Chancen 2 Risiken 3 Einschätzung I Grundlagen des Unternehmens 1 Geschäftsmodell Die remerge GmbH (nachfolgend kurz remerge genannt) wurde im Jahr 2014 mit dem Hauptsitz in Berlin gegründet und ist ein Technologieunternehmen, welches sich auf Mobile-Ad-Marketing, im Speziellen verstärkt auf App-to-App-Retargeting, spezialisiert hat und auf dem globalen Werbemarkt agiert. Da sich die Branche durch eine hohe Technologie-Komponente auszeichnet, wird diese unter dem Begriff der Werbetechnologie bzw. "AdTech" geführt. Das Kernprodukt des Unternehmens stellt die Entwicklung und Bereitstellung einer Plattform zur Monetarisierung bestehender sowie neuer Nutzer auf mobilen Endgeräten (Mobile Marketing) für App-Entwickler dar. Die Kunden des Unternehmens werden über den gesamten Kampagnenzeitraum hinweg im Rahmen eines "Managed Services" betreut. Dies impliziert neben der Verwaltung ebenso die Optimierung sowie den Einkauf und die Auslieferung der Werbeplätze über mehrere Real-Time-Bidding-Plattformen (kurz: RTB) weltweit. Durch dieses Verfahren wird ermöglicht, dass Werbetreibende auf der ganzen Welt online und in Echtzeit auf Werbeplätze bieten und ihre Werbung ausliefern können. Durch die selbstentwickelten Biet-Algorithmen und der Analyse von den vom Kunden bereitgestellten Nutzerdaten, wird augenblicklich eine höchst optimierte, messbare und individuelle Auslieferung von Werbebotschaften an den Endnutzer des jeweiligen Kunden ermöglicht. Momentan existieren Tochtergesellschaften in den USA (remerge Inc.), im Vereinigten Königreich (remerge Services LTD), in Polen (remerge Sp.zo.o.), in Spanien (remerge Service Spain S.L.) und im asiatischen Raum (remerge KK, remerge Pte. Ltd und remerge Ltd) mit Büros in Tokyo, Singapur und Seoul. 2 Forschung und Entwicklung Im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung steht bei remerge die Verbesserung der eigenen Technologie zur datenbasierten Werbung und das Antizipieren von neuen Bedürfnissen der digitalen Werbeindustrie. remerge macht vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch und aktiviert selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Entwicklungskosten einer Softwareplattform mit T€ 1.934 (Vj.: T€ 1.386) aufgenommen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betragen T€ 2.653 (Vj.: T€ 1.971). II Wirtschaftsbericht 1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick: Markt, Branche, Konjunktur Die marktwirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 wurde maßgeblich durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Energiekrise geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird voraussichtlich um 0,4 % schrumpfen, wobei die inländische Nachfrage, insbesondere aufgrund eines starken Rückgangs der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn, nachlässt. Erwartet wird eine Erholung der privaten Konsumausgaben durch steigende reale Einkommen im Prognosezeitraum bis Ende 2024, obwohl die Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, eine unerwartet schleppende Erholung zeigt, was deutsche Exporte hemmt und den Außenbeitrag negativ beeinflusst. Für 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat ein leichtes BIP-Wachstum von 0,7 %. Die Inflation ist im Laufe des Jahres 2023 von 8,7 % im Januar auf 4,5 % im September gesunken, was hauptsächlich auf geringere Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln zurückzuführen ist, während die Kerninflation erhöht bleibt. Die langfristigen Wachstumsaussichten sind durch demografische Alterung, schwaches Produktivitätswachstum und Herausforderungen bei der Kapitalstockmodernisierung getrübt. Um das Potenzialwachstum zu stärken, sind Reformen zur Modernisierung der Wirtschaft, Steigerung des Arbeitsvolumens und Erhöhung der Investitionen in Bildung und Forschung notwendig. Der Zugang zu kapitalmarktbasierter Finanzierung und die Stärkung der Kapitalmärkte in Europa sind entscheidend, um die Transformation zu finanzieren und Wachstumsschwächen zu überwinden. 1 Die Einzelhandelsbranche in Deutschland sah sich im Jahr 2023 mit herausfordernden Bedingungen konfrontiert. Nach den vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sank der Einzelhandelsumsatz real, also preisbereinigt, um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr 2022. Dies deutet auf eine signifikante Kontraktion der Branche hin, die durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wurde, darunter vermutlich die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, Energiepreiskrisen und eine allgemein schwächelnde Wirtschaftslage. 2 Das Jahr 2023 stellte den deutschen E-Commerce vor beispiellose Herausforderungen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher zeigten sich zurückhaltend mit ihren Ausgaben, was zu einem deutlichen Rückgang der Gesamtumsätze im Online-Handel führte. Erstmals seit Jahren verzeichnete der Sektor einen zweistelligen Umsatzrückgang um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro. Der Anteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandel schrumpfte entsprechend. Trotz des schwierigen Umfelds zeigten digitale Dienstleistungen wie Urlaubsbuchungen oder der Verkauf von Konzerttickets eine positive Entwicklung, wenn auch gedämpfter als im Vorjahr. Insgesamt fiel der Branchenumsatz im gesamten E-Commerce unter die 100 Milliarden Euro Marke, ein Zustand, der seit 2020 nicht mehr beobachtet wurde.
1 Sachverständigenrat (Hrsg.) (2023):
Jahresgutachten 2023/24. WACHSTUMSSCHWÄCHE
ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN. Wiesbaden:
Statistisches Bundesamt.
Die spürbare Zurückhaltung der Verbraucher spiegelte sich auch in der Anzahl der aktiven Online-Kunden wider, die deutlich sank. Jedoch blieb die Bestellfrequenz pro Kunde relativ stabil, was auf eine gewisse Treue zum Online-Handel schließen lässt. Gleichzeitig wuchs das Interesse an günstigeren aber gut erhaltenen Gebrauchtwaren, insbesondere unter jüngeren Käufergruppen, was neue Chancen für den E-Commerce bietet. Die Prognosen für das Jahr 2024 stimmen jedoch optimistisch. Experten erwarten ein Ende des Abwärtstrends und ein nominales Umsatzwachstum. Für Händler bedeutet dies eine Chance, durch Optimierung ihrer Prozesse und eine stärkere Fokussierung auf Kundenbedürfnisse gestärkt aus der Krise hervorzugehen. 3 Das Jahr 2023 zeichnete sich am Arbeitsmarkt durch bemerkenswerte Resilienz und historische Erfolge aus, trotz einer schwachen Konjunktur und zahlreicher Unsicherheiten. Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, hob hervor, dass die Erwerbstätigkeit und Beschäftigung auf Rekordniveaus stiegen und die Arbeitslosigkeit eines der niedrigsten Niveaus seit der Wiedervereinigung erreichte. Mit einem Jahresdurchschnitt von 2.609.000 Arbeitslosen und einer Quote von 5,7 Prozent, stieg die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung deutlich. Die Anstiege beruhen auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung, in der es für Arbeitslose schwierig war, eine entsprechende neue Stelle zu finden. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 ging die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern deutlich zurück, wobei sich der Trend in 2023 fortsetzte. 4 Im Jahr 2023 erlebte Deutschland eine signifikante, wenngleich leicht abgeschwächte Inflation, mit einer durchschnittlichen Rate von 6,1 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz einer Verringerung im Vergleich zum Vorjahreshoch von 6,9 % im Jahr 2022, verdeutlicht diese Zahl die anhaltende Preisdruckdynamik, die die Verbraucherinnen und Verbraucher spürten, insbesondere bei Nahrungsmitteln, die überdurchschnittlich teurer wurden Insbesondere die Energiepreise, ein Haupttreiber der Teuerung im Jahr 2022, stiegen im Jahr 2023 um 5,3 % - ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, aber immer noch ein signifikanter Faktor für die Gesamtinflation. Die umgesetzten Entlastungsmaßnahmen konnten die Energiekosten teilweise abmildern, was zu einer gewissen Entspannung bei den Energiepreisen im Laufe des Jahres führte. Die Kerninflation, also die Inflation ohne Berücksichtigung der Energiepreise, lag bei 6,0 % und illustriert damit die breite Basis der Preissteigerungen über den Energiebereich hinaus.
3 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel
(Hrsg.) (2024): Umsätze im E-Commerce erreichen
Talsohle. Online verfügbar unter:
https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerceerreichen-talsohle,
abgerufen am 16. Februar 2024.
Das Jahr 2023 wird in Erinnerung bleiben als ein Jahr, in dem die Inflationsrate zwar von ihrem historischen Höhepunkt zurückging, aber dennoch eine spürbare Belastung für die Verbraucher darstellte. Die Entwicklungen auf den Energiemärkten und die Auswirkungen der geopolitischen Lage sowie der Regierungsmaßnahmen werden auch weiterhin wichtige Faktoren für die Preisentwicklungen in Deutschland sein. 5 Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen lassen sich wie folgt beschreiben: Die deutsche Werbewirtschaft konnte im Jahr 2023 ein Marktvolumen von ca. 48,87 Milliarden Euro erzielen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,6% im Vergleich zum Vorjahr 2022 mit insgesamt rund 48,09 Milliarden Euro. Grund für den Anstieg ist insbesondere der überproportionale Anstieg der digitalen Werbung im Vergleich zu anderen Werbemöglichkeiten. Die Jahresbilanz 2023 ist aus Sicht des ZAW- Präsidenten, Andreas F. Schubert, zufriedenstellend. Dem Jahr 2024 blicken der ZAW und seine Mitglieder besorgt entgegen. Auf der einen Seite bieten Verbesserung des Verbrauchervertrauens und positive Konjunkturprognosen Chancen für die Branche, wobei auf der anderen Seite Belastungen stehen, die die Branche härter treffen könnten. Zu diesen Belastungen gehören Werbeverbote und Wettbewerbsbehinderungen. 6
5 DeStatis - Statistisches Bundesamt (Hrsg.)
(2024): Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % Online
verfügbar unter:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
abgerufen am 16. Februar 2024.
Der Markt für mobile Anzeigen ist auch im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Während im Jahr 2022 das Wachstum nur 1,1 Prozent betrug, hat sich das Wachstum für Displaywerbung im Jahr 2023 wieder beschleunigt und der Markt ist wieder zum gewohnten Wachstum zurückgekehrt und wächst gegenüber 2022 um 5,6 Prozent. Der Markt musste in den letzten Jahren mit einigen Veränderungen klarkommen und auf diese reagieren. So wird es auch im kommenden Jahr, mit dem Ende der 3rd-Party-Cookies, zu größeren Änderungen in der Branche kommen. Durch bereits mehrjährige Vorbereitung auf diese Veränderung, ist auch mit einem Wachstum in 2024 und in weiteren Jahren zu rechnen. 7 2 Geschäftsverlauf und -lage Die remerge GmbH schließt im Jahr 2023 ihr zehntes Geschäftsjahr ab. Das Jahr war geprägt von steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Verunsicherung. Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen, vor allem in den Kundenbranchen des Unternehmens, hat nach Corona nachgelassen. Dies hatte Auswirkungen auf den Umsatz des Unternehmens, welcher gegenüber dem Vorjahr stärker gesunken ist. Dadurch lag ein Fokus des Unternehmens auf Kostenoptimierung, jedoch wurde auch weiterhin in die Internationalisierung investiert, um die Marktpositionierung auszuweiten. Die hauptsächlich genutzten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA. a) Ertragslage
Die Gesamtleistung beinhaltet Umsatzerlöse und aktivierte Eigenleistungen. Insgesamt konnte die remerge GmbH für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 75.023 T€ erzielen (Vj.: 82.617 T€). Der starke Rückgang zum Vorjahr ist hauptsächlich auf den europäischen sowie den amerikanischen Markt zurückzuführen. Sämtliche Umsätze mit den Tochtergesellschaften teilen sich regional wie folgt auf:
Infolge des Rückgangs der Gruppenumsätze von remerge sanken die Kosten für Materialaufwendungen von 67.167 T€ im Jahr 2022 auf 59.973 T€ in 2023. Dies ergibt sich unter anderem aus dem Rückgang benötigter Werbeplätze für Kunden. Die Materialaufwandsquote hat sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 1% verschlechtert. Insgesamt resultiert daraus eine Rohmarge (Gesamtleistung - Materialaufwand) von 16.983 T€ (i.Vj. 16.836 T€). Aufgrund der geringeren Mitarbeiteranzahl sank der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr, wobei der Fokus weiterhin auf hochqualifizierte Mitarbeiter liegt. Im Jahr 2023 betrug der Personalaufwand 11.788 T€, was einen Minderaufwand im Vergleich zum Vorjahr von 595 T€ ausmacht. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 36 T€ auf 4.384 T€ resultiert aus geringeren Ausgaben für Reisen, Geschenke sowie niedrigeren Personalbeschaffungsaufwendungen, während die Mietaufwendungen und Aufwendungen für Währungsumrechnungen gestiegen sind. Das EBITDA erhöhte sich von 2.106 T€ auf 2.405 T€. Ursächlich hierfür ist der geringere Personalaufwand gegenüber dem Jahr 2022. b) Finanzlage
Der Finanzmittelfonds hat im Vergleich zum Vorjahr am Ende der Periode um 2.638 T€ zugenommen. Der Finanzmittelfonds setzt sich zum Ende der Periode aus Bankguthaben und kurzfristigen Kreditkartenverbindlichkeiten im Rahmen der Finanzdisposition zusammen. Die Erhöhung des Finanzmittelfonds resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 2.651 sowie aus erhaltenen Zuschüssen in Höhe von T€ 688. Die remerge GmbH war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Gemäß Planung und Prognose werden auch in den kommenden zwölf Monaten keine Liquiditätsengpässe erwartet. Es gibt die Möglichkeit, gegebenenfalls auftretende Liquiditätsengpässe durch kurzfristiges Fremdkapital zu überbrücken. c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr auf der Aktivseite im Wesentlichen durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel und auf der Passivseite im Wesentlichen durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten von 29.767 T€ auf 32.696 T€ gestiegen. Das Eigenkapital ist vornehmlich aufgrund des Jahresüberschusses gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist um 4,6 %-Punkte auf 63,4% (i. Vj. 67,9 %) gesunken. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen. Im Wesentlichen erhöhte sich das Anlagevermögen aufgrund von Zugängen aus selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 1.934 T€. Des Weiteren erhöhte sich das Umlaufvermögen im Jahr 2023, da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 5.712 T€ auf 6.295 T€, die liquiden Mittel von 3.518 T€ auf 6.069 T€ sowie die sonstigen Vermögensgegenstände von 2.616 T€ auf 4.481 T€ gestiegen sind, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 14.499 T€ auf 11.847 T€ abnahmen. Auf der Passivseite nahm die Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen stark zu von 6.421 T€ auf 8.715 T€, was ebenfalls Auswirkungen auf die Entwicklung der Finanzlage hatte. d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Insgesamt spiegelt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage eine leicht wachsende stabile wirtschaftliche Gesamtlage des Unternehmens wider. Die remerge GmbH blickt im Kontext des weiterhin bestehenden Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine, der immer noch hohen Inflation sowie eingetrübten Wirtschaftslage auf ein gemischtes Geschäftsjahr 2023 zurück. Auch die Zinssituation in den USA und Europa haben das Geschäft des Unternehmens negativ beeinflusst. Das Unternehmen musste beim Umsatz einen stärkeren Umsatzrückgang von 9% hinnehmen, konnte jedoch aufgrund von Kostenoptimierung, insbesondere in den Personalkosten, das EBITDA leicht steigern. Die EBITDA Prognose aus dem Vorjahr wurde jedoch nicht erreicht. Dennoch sind die Finanzmittel am Ende der Periode gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen insgesamt in einer guten Lage, jedoch muss die Zinssituation in Europa und USA weiterhin beobachtet werden. e) Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Bei remerge wird die Mitarbeiterzufriedenheit als entscheidender Faktor für unseren Unternehmenserfolg angesehen. Wir betrachten die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter als einen zentralen Indikator für die Qualität unserer Arbeitsumgebung und den Umgang miteinander. Wir haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Arbeitsklima und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter weiter zu verbessern. Dazu gehören regelmäßige Mitarbeiterbefragungen, um wertvolles Feedback zu erhalten und auf die Bedürfnisse unserer Belegschaft einzugehen. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass die Ergebnisse dieser Befragungen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegeln. Besonders positiv bewertet wurden unter anderem die Teamarbeit, die Unterstützung durch Vorgesetzte, die Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Flexibilität in der Arbeitsgestaltung. Diese Ergebnisse bestärken uns in unseren Bemühungen, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen und das Engagement und die Motivation unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern. Wir sind uns bewusst, dass zufriedene Mitarbeiter einen maßgeblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und den Erfolg unseres Unternehmens haben, und setzen uns daher weiterhin dafür ein, ihre Zufriedenheit und ihr Wohlbefinden zu gewährleisten. III Prognosebericht Für das kommende Geschäftsjahr 2024 rechnet die remerge GmbH mit einer beachtlichen Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Diese Prognose stützt sich auf eine allgemeine Erholung der weltweiten Wirtschaftslage, wobei potenzielle Risiken durch globale Spannungen und die andauernde Situation in der Ukraine nicht außer Acht gelassen werden können. Durch die Einführung zusätzlicher Maßnahmen zur Kostenoptimierung erwartet das Unternehmen eine außerordentliche Verbesserung des EBITDA, die im hohen dreistelligen Prozentbereich liegen könnte. IV Chancen- und Risikobericht 1 Chancen Als zentrale Chance sieht die remerge GmbH den bereits angeführten Wachstumstrend der Branche und die damit einhergehenden zunehmenden Investitionen in Online-Werbung. Während im Jahr 2023 rund 5,5 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt wurden, wird für 2024 mit einem Anstieg auf 5,9 Milliarden Euro gerechnet, was einem Plus von 7,9 % entspricht. 8 Der Anteil mobiler Werbung gewinnt dabei stetig an Zuwachs. Während vor vier Jahren die Umsätze mit mobiler Werbung noch bei etwa drei Millionen Euro gelegen haben, beliefen sich die Umsätze 2022 bereits auf etwa 6,8 Milliarden Euro. Bis 2027 soll ein weiterer deutlicher Umsatzanstieg auf 9,3 Milliarden Euro erfolgen. 9 Auf globaler Ebene sehen die Prognosen ebenso einen Aufwärtstrend vor. Bis zum Jahr 2027 sollen sich die Ausgaben für Online-Werbung auf über 871 Milliarden US- Dollar belaufen. 10 Gemäß statistischer Erhebungen nimmt der Anteil mobiler Internetnutzer weiter zu. Während der Anteil der mobilen Internetnutzer im Jahr 2015 noch bei 54% lag, belief sich der Anteil im Jahr 2023 bereits auf 85%.Den höchsten Markanteil in Deutschland hat Android mit 60,9%, während daraufhin Apple mit 38,1% folgt. 11
8 BVDW (Hrsg.) OVK (2024): OVK-Prognose für
digitale Werbung 2023 - Umsätze weiter auf
Wachstumskurs. Online verfügbar unter:
https://www.bvdw.org/news-undpublikationen/umsaetze-weiter-auf-wachstumskurs/
abgerufen am 19. März 2024
Eine weitere Chance für die kommenden Geschäftsjahre der remerge GmbH ergibt sich aus der Nutzung der remerge-Plattform zur Akquise von Neukunden sowie einer Erweiterung des Produktangebots. Bis dato hat sich die remerge GmbH auf das Produkt Retargeting fokussiert, um Bestandskunden bzw. Bestandsnutzer von Apps unserer Kunden zu monetarisieren. Die remerge GmbH sieht des Weiteren eine Chance in ihrem internationalen Setup sowie dem zukünftigen Zuwachs der Nutzung mobiler Endgeräte und ihren Anwendungen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Chancen auf eine deutliche Verbesserung der Leistungsindikatoren ergeben. Dies impliziert eine Umsatzgenerierung bei weiterhin positivem EBITDA, jedoch ohne eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. 2 Risiken Es ist wahrscheinlich, dass langfristig global weitere Regulierungen im Bereich Datenschutz wie die DSGVO in Kraft treten werden, die u. a. die Nutzung von personenbezogenen Daten zu Marketingzwecken weiter regulieren. Von dieser Entwicklung geht ein mittleres Risiko aus, da dies bedeutet, dass die Werbeprodukte entsprechend angepasst werden müssen, um eine Alternative zum Retargeting im neuen Marktumfeld anbieten zu können. Eine solche Regulierung sehen wir beispielsweise beim Apple eigenen Betriebssystem iOS, welches seit der Version 14.5 die Anwender auffordert, eine explizite Einwilligung zur Datenerhebung beim Verwenden der App abzugeben. Die daraus folgenden Auswirkungen auf die Leistungsindikatoren werden als gering eingestuft, da insbesondere die Erweiterung des Produktangebotes auf diesen entstehenden Markt zielt. Die remerge GmbH steht im operativen Bereich auch weiterhin Fremdwährungsrisiken (Wechselkursrisiko) gegenüber. Diese ergeben sich daraus, dass Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Aufgrund von Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen von Wechselkursen entsteht ein geringes Risiko für das Unternehmen, da ebendiese nicht nur Kosten für Transaktionen des Unternehmens selbst sowie für Kunden und Investoren erhöht, sondern auch im Allgemeinen den internationalen Verkehr hemmt. Ferner lassen sich die folgenden Teilrisiken identifizieren: (1) "Geringes Translationsrisiko (translation exposure) Reinvermögen: Bezieht sich auf mögliche Wertschwankungen des buchhalterischen Reinvermögens infolge von Wechselkursänderungen." 12 (2) "Geringes Transaktionsrisiko (transaction exposure) aus Lieferungen und Leistungen: Bei momentan bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung, deren Werte sich durch Wechselkursschwankungen verändern können." 13 (3) "Geringes Operationsrisiko (operating exposure): Umfasst alle zukünftigen in- und ausländischen Zahlungsströme, deren Höhe noch ungewiss und von der Wechselkursentwicklung abhängig sind, ohne dass bereits konkrete Positionen entstanden sind." 14 Um den oben genannten Teilrisiken entgegenzuwirken, wird versucht, Transaktionen kurzfristig abzuwickeln und Forderungen auf einem möglichst geringen Stand zu halten. Des Weiteren werden Transaktionen vorrangig in US-Dollar getätigt, lokale Währungen sind größtenteils nur in der Höhe zur Deckung von Aufwendungen vorhanden. Die Auswirkung des daraus entstandenen Gesamtrisikos wird auf die Leistungsindikatoren als gering eingeschätzt.
12 Gabler Wirtschaftslexikon (Hrsg.)
Schöning, S. (o.J.): Währungsrisiko. Online
verfügbar unter:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/waehrungsrisiko-49466,
abgerufen am 10. Mai 2023.
Das Liquiditätsrisiko ergibt sich aus den Zahlungszielen von Kunden und Lieferanten sowie der Zahlungsmoral der Kunden. Durch die intern vorgenommenen Maßnahmen ist das Zahlungsausfallrisiko gering, jedoch möglich. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, eine Kontokorrentlinie mit der Hausbank einzurichten, auf die bei Liquiditätsengpässen zurückgegriffen werden kann. Folglich liegt lediglich ein minimales Liquiditätsrisiko vor, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Liquiditätsengpasses als gering gilt, was sich nur gering auf die Leistungsindikatoren auswirken kann. Diese könnten sich z. B. durch erhöhte Zinsaufwendungen im Betriebsergebnis wiederfinden. Im Moment sind die vollständigen Folgen der eingetretenen Entwicklungen in der Ukraine, der beschlossenen Sanktionen gegen Russland sowie der globalen Spannungen unklar. Ebenfalls sind die inflationsbedingten Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar. Alle Effekte können sich neben den allgemeinen Kosten- und Preissteigerungen auch auf die Werbebudgets unserer Kunden und damit auf unsere Umsatzentwicklung auswirken. Die vollständigen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lassen sich derzeit nicht abschätzen. 3 Einschätzung Insgesamt gestaltet sich der Umfang sowie die Schwere möglicher Risiken nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter als nicht bestands- bzw. existenzgefährdend. Durch die aufgezeigten Prognosen sowie den damit einhergehenden Chancen wird davon ausgegangen, dass auch langfristig mit positiven und wachsenden Unternehmensentwicklungen gerechnet werden kann.
Berlin, den 22. März 2024 Benjamin Beivers Panteleimon Katsukis |
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