Emons Air & Sea GmbH
Waltherstraße 49, 51069 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Prume seit 23.1.2023 | Prokura |
David Rauhaus seit 23.1.2023 | Prokura |
Raymond Roman Pfaff seit 23.1.2023 | Prokura |
Christiane Bauer seit 23.4.2021 | Prokura |
Sven Dyrssen seit 20.8.2020 | Prokura |
Christian Steindorf seit 20.8.2020 | Prokura |
Isabella Aigner seit 20.8.2020 | Prokura |
Martin Thomas Heinisch seit 29.8.2019 | Prokura |
Reto Junginger seit 3.9.2018 | Geschäftsführer |
Thorsten Heuser seit 9.12.2016 | Geschäftsführer |
Ralf Wieland seit 6.12.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Emons Air & Sea GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Der Gegenstand des Unternehmens ist der Transport von Gütern aller Art mit dem Schwerpunkt der Luft- und Seefracht in Zusammenarbeit mit Luftverkehrsgesellschaften und Reedereien und im Bereich Bahnverkehre Import und Export. Die Kundschaft und Auftraggeber der Emons Air & Sea GmbH kommen aus allen Bereichen der klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Konzernen des Industriesektors, Handel, Automotive und Medical. Niederlassungen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und unterhält Betriebsstätten in Hamburg, Bremen, Ratingen/Düsseldorf, Raunheim/Frankfurt (Main), Stuttgart, Leibertingen, Hannover/Langenhagen, VS-Villingen und Hallbergmoos/München. Ziele und Strategien Langfristige festvertragliche Kundenbindungen zur Erbringung umfangreicher logistischer Dienstleistungen für die Kunden der Emons Air & Sea GmbH haben einen besonders hohen Stellenwert. Ziel ist es, durch Beratung und Umsetzung logistischer Konzepte den Kunden einen deutlichen Mehrwert zu bieten, insbesondere auch durch Gesamtlösungen mit den übrigen Geschäftsbereichen (Emons Logistik GmbH, Emons-Rail-Cargo GmbH und Emons Spedition GmbH & Co. KG). In diesem Zusammenhang messen wir der Nachhaltigkeit sowie dem Umweltschutz eine besondere Bedeutung zu. Zu unseren grundsätzlichen Zielen gehört ein effizienter Umgang mit Ressourcen und die Minimierung von Umweltbelastungen; entsprechend verpflichten wir uns unter wirtschaftlichen Überlegungen, die neueste verfügbare Technologie einzusetzen, um Ressourcen zu schonen und die Effizienz zu steigern. Bei der Wahl unserer Standorte sowie unserer Partner bemühen wir uns, diese so zu wählen oder dahin zu entwickeln, dass sie uns bei der Erreichung unserer Umweltziele unterstützen. Als Partner sehen wir Lieferanten, Dienstleister und insbesondere durch uns eingesetzte Transportunternehmer. Auch unsere Mitarbeiter schulen wir regelmäßig, um ihnen das notwendige Wissen zum Betrieb eines funktionierenden Umweltmanagementsystems zukommen zu lassen. Ein weiteres erklärtes Ziel ist es, unseren Mitarbeitern ein erweitertes Mobilitätskonzept anzubieten, welches auch alternative Mobilitätsträger wie Car-Sharing, E-Bikes und Jobtickets für den Arbeitsweg berücksichtigt. Weiterhin versuchen wir stetig, angemessene Maßnahmen zur Abfallreduzierung und zur Vermeidung der Verunreinigung von Boden, Luft und Wasser zu treffen. Die Sicherung der personellen Ressourcen ist ein sehr wichtiges Unternehmensziel vor dem Hintergrund knapp werdender Fach- und Führungskräfte und Subunternehmer. Der Ausbildung und der Talentsuche kommt auch im laufenden Jahr eine herausgestellte Bedeutung zu, wie sich auch an dem hohen Anteil der Auszubildenden in unserem Unternehmen ablesen lässt. So nehmen die Niederlassungen der Emons Gruppe in verschiedener Weise an Ausbildungsmessen teil, stehen in Kontakt mit Schulen und führen sogenannte Logistiktage für Jugendliche durch, um diesen die Vielfalt und Möglichkeiten des Logistikberufes in der Praxis vor Augen zu führen. Ein eigenes Führungskräfte-Nachwuchsprogramm soll frühzeitig Talente für geeignete Vakanzen identifizieren und fördern. Unterstützend wirkt hierbei die "Emons Akademie", mit deren Hilfe die Aus- und Weiterbildung aller Fachkräfte gefördert wird. Ein professionelles Internetportal hilft dabei, den Verwaltungsaufwand der internen Seminare und Weiterbildungsmaßnahmen zu reduzieren. Besonders jüngere Leute sollen dadurch angesprochen, interessiert und an das Unternehmen gebunden werden. Zusätzlich versuchen wir in Kooperation mit den Krankenkassen, einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge für ältere Mitarbeiter/innen zu leisten. Wichtige Ziele sind die ständige Stabilisierung und der weitere Ausbau der IT-Systeme, um Störungen der Produktion infolge von Leitungs- und Programmausfällen zu vermeiden und eine ständige Verfügbarkeit der erforderlichen IT-Programme, Daten- und Kommunikationsleitungen zu gewährleisten. Ferner wird auch in 2024 daran gearbeitet werden müssen, die Internationalisierung weiter voranzutreiben, Partnernetzwerke auszubauen sowie Veränderungstendenzen frühzeitig zu erkennen, um Ausweichstrategien rechtzeitig planen und umsetzen zu können. Steuerungssysteme Im Fokus der Unternehmenssteuerung stehen neben erfolgsorientierten Vergütungsmodellen, auch Kennzahlensysteme, die fortlaufend weiterentwickelt werden und eine kurzfristige Reaktion auf Veränderungen bei den Betriebsabläufen und Rahmenbedingungen möglich machen sollen. Beispielsweise werden in der Personalplanung Zugänge, Abgänge und Gehaltssteigerungen je Personalgruppe auf Kopfebene geplant. Es ist immer deutlich ersichtlich, warum Personalkosten sich entwickeln und wie sich der Trend der letzten Jahre darstellt. Durch die Verwendung von FTEs (Vollzeitäquivalent) ist eine ständige Vergleichbarkeit gegeben. Im Bereich der Investitionen werden alle maßgeblichen Investitionen unabhängig von der Investitionsart geplant. Dies gilt für aktivierungspflichtige Anlagegüter, aber auch für GWGs, Leasingkosten und Reparaturaufwendungen. Darüber hinaus erfolgt eine Jahresbudgetierung und der laufende Abgleich der Kosten- und Leistungsrechnung mit den erwarteten Werten. Auf monatlicher Basis werden Budgetabweichungen analysiert und Maßnahmen abgeleitet, um negativen Abweichungen entgegenzuwirken. Dies verschafft uns eine hohe Transparenz in allen relevanten Unternehmensbereichen und eine gute Steuerbarkeit des Geschäftsbetriebes unter Berücksichtigung unserer Ziele. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 haben wir die Entwicklungen im Bereich der IT-Landschaft fortgeführt. Neben vielen Projekten zur Optimierung der Produktionsprozesse, wurden auch im Bereich der Unternehmenssteuerung durch Data-Mining und Business Intelligence gute Fortschritte erzielt. Zusätzlich wurde das Thema der IT-Security fokussiert und insbesondere das Wissen der Mitarbeiter in diesem wichtigen Bereich nachhaltig und breit erweitert. Dazu haben wir uns sukzessiven und stetig wiederkehrender E-Learning Schulungen bedient, welche von der Belegschaft gut angenommen wurden. Die Digitalisierung hat eine hohe Priorität und wird unter entsprechender Bereitstellung personeller und finanzieller Ressourcen vorangetrieben. So hat für uns der weitere Ausbau des neuen Geschäftsbereichs Digitalisierung innerhalb der Emons Gruppe, welcher alle internen und externen Unternehmensbereiche im Hinblick auf Digitalisierungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen für neue Geschäftsfelder beleuchten soll, einen sehr hohen Stellenwert. Wirtschaftsbericht Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage hat sich im Laufe des Jahres 2023 schlechter entwickelt als ursprünglich prognostiziert. Die Auswirkungen der hohen Energiekosten in Europa und damit auch einer immer noch signifikanten Inflation waren gravierend und haben eine Erholung des Wirtschaftswachstums in Europa und Deutschland gedämpft. Nach einer sehr hohen Inflation von 9,2 % im Jahr 2022 betrug diese 6,4 % in 2023. Weiterhin hat der stark angestiegene Leitzins der EZB, welcher in der ersten Jahreshälfte 2023 sukzessive von 2,5 % auf 4 % anstieg und im September mit 4,5 % seinen höchsten Stand erreichte, das Wirtschaftswachstum zusätzlich eingebremst. Nach einer ersten Schätzung der Agentur eurostat hinsichtlich des jährlichen Wachstums, die auf saison- und kalenderbereinigten Daten beruht, stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU in 2023 um lediglich 0,5 %. Im Jahr 2022 lagen diese Werte noch bei 3,5 % im Euroraum sowie 3,6 % in der EU. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken und lag damit weit unter dem Wachstum von 2,0 % in 2022. Damit lag die Entwicklung in Deutschland 0,8 % unter der Entwicklung der EU. In diesem Zusammenhang ist in 2023 für das gesamte Transportaufkommen (ohne Seeverkehr) in Deutschland von einem eher sinkenden Niveau auszugehen. Dieses wird laut ersten Prognosen, die im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr durchgeführt werden, mit einem Rückgang von -5,9 % einhergehen. Im Bereich der Transportleistung wird eine Veränderung von -4,3 % prognostiziert. Die Entwicklung der deutschen Luftfrachtmengen war auch in 2023 von einem weiteren Rückgang geprägt. Die generelle wirtschaftliche Entwicklung aber auch der Krieg zwischen der Ukraine und Russland sowie die damit einhergehende Sperrung des dazugehörigen Luftraums, führten zu einer Reduktion des Transportaufkommens von 5 Millionen in 2022 um 0,3 Millionen Tonnen auf 4,7 Millionen Tonnen in 2023. Für den Seeverkehr zeichnet sich durch die Abschwächung im deutschen Außenhandel eine ähnliche Entwicklung ab. Verstärkt wurde dieses noch durch die Sanktionen, die gegenüber Russland im Zuge des Kriegs mit der Ukraine erlassen wurden. Diese führten fast zu einem Erliegen der Verkehre mit diesen Ländern, was sich insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 bemerkbar machte. So sanken die Containertransporte dorthin um 89 % (9 Millionen Tonnen) über alle Güterarten im Vergleich zur ersten Vorjahreshälfte 2022. Insgesamt ergab sich somit eine Minderung des Containerverkehrs im zweistelligen Bereich. Geschäftsverlauf und Ertragslage Der Start in das Geschäftsjahr 2023 verlief erneut sehr zufriedenstellend, allerdings konnte aufgrund von sinkenden Luft- und Seefrachtraten an die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Vorjahres nicht vollständig angeknüpft werden. Nichtsdestotrotz war es ein äußerst positiver Geschäftsverlauf. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 55.694 von T€ 134.444 auf T€ 78.750 gesunken. Der Rohertrag war ebenfalls von T€ 17.826 auf T€ 16.439 rückläufig, konnte aber prozentual gesehen, deutlich auf 20,9 % (Vorjahr: 13,3 %) gesteigert werden. Das um neutrale Aufwendungen und Erträge bereinigte Betriebsergebnis ist infolge des gesunkenen Rohertrags und niedrigerer sonstiger Erträge sowie höherer Personalaufwendungen um T€ 2.308 auf T€ 3.245 (Vorjahr T€ 5.553) gesunken. Insgesamt konnte somit unter Berücksichtigung der Ertragsteuern und der sonstigen Steuern ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.845 (Vorjahr: T€ 3.701) erzielt werden. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme liegt mit T€ 38.422 auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr mit T€ 31.653. Auf der Aktivseite hat sich im Bereich des Anlagevermögens im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der Finanzanlagen ein leichter Zuwachs von insgesamt T€ 213 ergeben. Das Umlaufvermögen hat sich dagegen deutlich erhöht. Zwar ist ein Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 6.615 sowie eine Abnahme der liquiden Mittel um T€ 320 festzustellen, gegenläufig sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen jedoch um T€ 13.610 angestiegen, was zu einer Erhöhung des Umlaufvermögens um insgesamt T€ 6.543 geführt hat. Auf der Passivseite ist hingegen stichtagsbedingt ein deutlicher Zuwachs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 6.468 zum Vorjahr zu verzeichnen. Gegenläufig ist eine Abnahme der Rückstellungen um T€ 1.630 festzustellen. Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses auf T€ 16.520 nach T€ 13.674 im Vorjahr. Investitionen Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen in 2023 bei T€ 134 und entfallen im Wesentlichen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen auf Sachanlagen von T€ 115 gegenüber. Darüber hinaus wurden im Bereich der Finanzanlagen weitere Unternehmensanteile an den Gesellschaften - Founder Air & Sea Cargo Co. Ltd und Wanda International Logistics Co. Ltd. für T€ 194 erworben. Damit erhöhten sich die Beteiligungswerte an den Unternehmen der Founder-Gruppe auf 2.622 T€. Liquiditätslage Der von uns ermittelte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Mittelzunahme aus den Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 12.694 deutlich höher als im Vorjahr mit T€ 2.131 ausgefallen. Dieser Cashflow sowie die Entnahmen aus dem Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 320 und die erhaltenen Zinsen und Beteiligungserträge von insgesamt T€ 558 wurden für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 328 sowie für Überträge im Rahmen des Cash-Poolings der Emons Gruppe (T€ 13.236) verwendet. Der Finanzmittelbestand ist somit mit T€ 1.421 um T€ 320 niedriger als im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr: T€ 1.741). Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzrentabilität hat sich im Vergleich zur Rentabilität des Vorjahres (um außerordentliche Effekte bereinigtes Betriebsergebnis) nicht verändert und beträgt noch immer 4,1 %. Die Eigenkapitalquote sank trotz des Jahresüberschusses aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme leicht von 43,2 % (Vorjahr) auf nunmehr 43,0 %. Am 31.12.2023 waren bei der Emons Air & Sea GmbH insgesamt 156 Personen, inklusive Auszubildende (im Vorjahr: 153) fest beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (einschließlich Auszubildende) beläuft sich auf 155 (im Vorjahr: 152). Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden lag bei 6,45 % der Gesamtbelegschaft. Prognose-, Chancen- und Risiken-Bericht Die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energiekrise und die damit verbundene Inflation schwächt sich zwar aktuell ab, wirft jedoch immer noch ihren Schatten auf das Jahr 2024. Insbesondere die notwendige Anhebung des Leitzinses durch die EZB zur Bekämpfung eben dieser Inflation dämpft die konjunkturellen Erwartungen, entsprechend hat die EU-Kommission den Wachstumsausblick aus der Herbstprognose für die EU und den Euroraum nunmehr nach unten korrigiert. In der Winterprognose wurde der Erwartungswert für die EU von 1,3 % auf 0,9 % und für den Euroraum von 1,2 % auf 0,8 % gesenkt, eine Rezession scheint also weiterhin vermeidbar. Für Deutschland rechnet die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 %. Die ersten Schätzungen des Bundesamtes für Güterverkehr für die weiteren Entwicklungen des Transportaufkommens stimmen positiv. Für das Jahr 2024 geht man von einer Steigerung in Höhe von 1,7 % auf 3,48 Mrd. Tonnen, für das Jahr 2025 von einem weiteren Anstieg von 1,5 % auf bis zu 3,53 Mrd. Tonnen aus. Trotz dieser Erholung können die Werte aus 2022 jedoch nicht wieder erreicht werden. Diese Prognose unterliegt jedoch in Teilen denselben Auf- und Abwärtsrisiken wie die wirtschaftlichen Einschätzungen des BIP im Euroraum. In Bezug auf die Luftfracht schätzt die gleitende Mittelfristprognose des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr ebenfalls einen positiven Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 3,7 % auf bis zu 4,8 Mrd. Tonnen. Auch im Bereich der Seefracht wird ein Wachstum des Transportaufkommens von ca. 2,1 % auf 270,8 Mrd. Tonnen erwartet. Insgesamt sind die Aussichten für das Jahr 2024 besser als noch in 2023. Wachstumschancen sind insbesondere in einen Anstieg des Außenhandels und einer wieder erstarkten Industrieproduktion aufgrund der gesunken Energiepreise zu sehen. Generell sind diese Prognosen allerdings weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Auf der einen Seite sind mögliche Ausweitungen des Nahostkonflikts, ein Anhalten der Kämpfe in der Ost- Ukraine sowie die Unsicherheit bezüglich der freien Seewege über das Rote Meer Risiken für das laufende Jahr. Auf der anderen Seite könnten ein weiterer Rückgang der Inflation und damit verbundene Senkungen des Leitzinses deutlich positive Signale in Richtung Investitionsbereitschaft senden. Schlussendlich werden auch wichtige Wahlen in der EU und den USA auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung Einfluss nehmen. All diese Einflüsse erschweren verlässliche Prognosen ungemein. Die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland und der damit einhergehende Rückgang des Transportaufkommens in 2023 haben die Marktkonzentration im Speditionsmarkt weiter vorangetrieben. Gesamtwirtschaftliche Risiken sowie Marktrisiken werden durch Beobachtung nationaler wie internationaler Rahmenbedingungen beachtet. Eine Einflussnahme ist naturgemäß nicht möglich, so dass die Vorkehrung hierbei in ständigem Vorhalten insbesondere ausreichender Liquiditätsreserven sowie Maßnahmenplänen besteht. Nicht nur in wirtschaftlich schwächeren Zeiten existiert ein wettbewerbsintensives Marktumfeld, auf das wir mit ständiger Optimierung von Kostenstrukturen reagieren. Zusammenfassend lässt sich die Risikosituation so beurteilen, dass aus unserer Sicht keine wesentlichen Risiken identifiziert wurden, die den Fortbestand des Unternehmens und der Gruppe sowie die weitere Entwicklung der Gruppe gefährden könnten. Die Hauptrisiken bestehen daher in den makroökonomischen Unsicherheiten sowie in der Entwicklung der Kapitalmärkte, die somit in ständigem Fokus der Geschäftsführung stehen. Dem Risiko von Betriebsstörungen begegnen wir mit permanenter Verbesserung unserer Prozesse sowie kontinuierlicher Qualitätssicherung, insbesondere durch Qualifizierung der Mitarbeiter. Immer höhere Bedeutung haben hierbei IT-Strukturen. IT ist heute ein gleichwertiger Produktionsfaktor zum Fuhrpark. Kreditausfallrisiken werden zum einen versicherungstechnisch aufgefangen, zum anderen wird aber durch eine intensivierte Vorabprüfung des Kunden mit Hilfe einer Auskunftei versucht, das Ausfallrisiko noch weiter zu minimieren. Die ebenfalls in den Vorjahren beschriebenen Risiken für die Emons Air & Sea GmbH in Form höherer Insolvenz-Gefahr bei Kunden und Partnern intensivieren sich im Jahr 2024 im Rahmen des mangelnden Wirtschaftswachstums. Auch wenn wir uns gegen derartige Risiken durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung abgesichert haben, bleibt immer noch ein Restrisiko in Form des Eigenanteils und möglicher Steigerungen der Versicherungskosten übrig. Rechtsrisiken aus möglichen Schadenersatzansprüchen Dritter, insbesondere aus Transportschäden, aber auch aus Umweltgefahren oder Betriebshaftung, sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Gleichwohl gibt es interne Anreizmechanismen, vor allem das Aufkommen an Transportschäden zu minimieren. Gerade in der Speditionsbranche bestehen IT-Risiken durch die hohe Abhängigkeit von der ständigen Verfügbarkeit der IT-Systeme. Stabilisierung der Systeme, Optimierung von Geschwindigkeiten und Sicherstellung der Daten haben höchste Priorität. Insbesondere widmen wir uns verstärkt dem Thema Risiken aus dem Bereich der Cyber-Kriminalität. In diesem Umfeld ist eine deutliche Erhöhung der Angriffe auf Unternehmen zu beobachten, mit dem Ziel Geldsummen durch die Blockierung von IT- Systemen zu erpressen. Währungsrisiken bestehen für die Emons Air & Sea GmbH, da es sich um eine international agierende Gesellschaft handelt. Risiken werden dadurch vermieden, dass Forderungsbestände und Verbindlichkeitsbestände in fremder Währung, über Bankguthaben in fremder Währung, weitestgehend in Einklang gebracht werden. Zinsrisiken bestehen für die Emons Air & Sea GmbH nicht, da derzeitig keine Bankfinanzierungen benötigt werden. Trotz eines Ergebnisses im ersten Quartal 2024 über unserer Budgetplanung, ist eine deutliche Markteintrübung spürbar. So liegt die generelle Ergebnisentwicklung im ersten Quartal deutlich hinter der des Vorjahres. Zudem fördert die Ungewissheit über eine zunehmende Eskalation des Nahost-Konflikts oder Veränderungen, die sich beispielsweise im Rahmen mit den US-Wahlen ergeben könnten, die gegenwärtige wirtschaftliche Unsicherheit. Unter diesen Gesichtspunkten rechnen wir für das Gesamtjahr 2024 mit einem unterhalb des Jahres 2023 liegenden Ergebnis. Zusammenfassend sind aus unserer Sicht keine wesentlichen Risiken identifizierbar, die den Fortbestand der Gesellschaft und die weitere Entwicklung der Emons Air & Sea GmbH gefährden könnten.
Köln, den 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung Ralf Wieland Reto Junginger Thorsten Heuser Bilanz zum 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
Amtsgericht Köln, Handelsregisternummer HRB 89429Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches Die Emons Air & Sea GmbH hat den Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Dementsprechend besteht der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Um Klarheit und Übersichtlichkeit von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, wurden Vermerke und Aufgliederungen, soweit wie möglich, im Anhang ausgewiesen. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear bei einer Nutzungsdauer von 1 bis zu 7 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und des erwarteten Werteverzehrs vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen regelmäßig 3 bis 19 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten zuzüglich der angefallenen Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Abschreibungen erfolgen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, soweit am Abschlussstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die übrigen Aktiva sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit den Wirtschaftsgütern am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen war, wurden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch spezielle Wertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde das Teilwertverfahren angewendet. Als handelsrechtlicher Rechnungszinssatz wurde der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 festgestellte Marktzinssatz in Höhe von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) angesetzt. Für den Rententrend wurde ein Steigerungsfaktor von 2 % berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck angewendet. Der sich infolge der Änderungen aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebende Differenzbetrag wurde entsprechend der Übergangsregelung nach Artikel 67 EGHGB mit € 523,00 zugeführt. Der nicht passivierte Fehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt € 522,00. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 3.225,00 (im Vorjahr € 14.873,00). Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen wurde das Teilwertverfahren angewendet. Als handelsrechtlicher Rechnungszinsfuß wurde der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 festgestellte Marktzinssatz in Höhe von 1,74 % angesetzt. Trendannahmen wurden nicht berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck angewendet. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rückstellungen in der Höhe gebildet, die erforderlich sind, um die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen, Verluste oder Aufwendungen abzudecken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Sofern abweichende Kurse am Bilanzstichtag zu Verlusten führen, werden diese berücksichtigt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die sich aus den Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden Steuerlatenzen werden mit dem durchschnittlichen Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von 29,8 % berechnet. Unterschiede ergeben sich aus Abweichungen bei den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Von dem Wahlrecht, aktive latente Steuern zu bilanzieren, wird kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage I beigefügt ist. Die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Anlage II zum Anhang zusammengestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Darlehensforderungen aus dem Cash-Pool gegenüber der Emons Spedition GmbH & Co. KG, Köln, sowie Forderungen aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 48.863,57 (im Vorjahr: € 103.819,32). Soweit in der Bilanz nicht anders ausgewiesen, sind alle Forderungen innerhalb eines Jahres fällig.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage III beigefügt ist. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungsbeträge für ausstehende Rechnungen, Personalkosten, Gewährleistungsbeiträge sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von € 354.284,26 (im Vorjahr: € 74.830,92). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von € 523,00 (im Vorjahr: € 523,00). Abschreibungen auf Finanzanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im Geschäftsjahr nicht verbucht (im Vorjahr: € 0,00). IV. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Mithaftungen für Aval-Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen gegenüber der Commerzbank AG im Gesamtbetrag von € 2.522.636,96 (im Vorjahr: € 2.089.851,99) sowie für Darlehensverbindlichkeiten verbundener Unternehmen gegenüber der Deutschen Bank AG von € 2.074.060,00 (im Vorjahr: € 3.111.100,00). Die Gesellschaften haben im bisherigen Geschäftsverlauf ihre Verpflichtungen stets erfüllt. Die Höhe des Eigenkapitals und der Geschäftsverlauf des Jahres 2024 wurden bei der Risikobeurteilung berücksichtigt. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
VI. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Die Gesellschaft wird vertreten durch ihre Geschäftsführer
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 2. Beirat Die Gesellschaft hat einen Beirat, dessen Bestellung und Aufgaben in Abschnitt 5 des Gesellschaftsvertrages geregelt sind. Zurzeit besteht der Beirat aus folgenden Mitgliedern:
Die Angabe der Bezüge der Beiratsmitglieder unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 3. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die während des Geschäftsjahres beschäftigt wurden, gliedert sich wie folgt nach Gruppen:
4. Mutterunternehmen Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die Emons Holding GmbH & Co. KG, Köln. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen wird, nimmt sie hinsichtlich ihrer Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss nach § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen, die Befreiung nach § 291 Abs. 1 HGB in Anspruch. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ereignet. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 28. Juni 2024 Emons Air & Sea GmbH Geschäftsführung Ralf Wieland Reto Junginger Thorsten Heuser Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023
1) Beträge in ausländischer
Währung wurden zum Stichtagskurs 31.12.2023
umgerechnet.
Emons Air & Sea GmbH
Im Vorjahr:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Emons Air & Sea GmbH, Köln: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Emons Air & Sea GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Emons Air & Sea GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 28. Juni 2024 Treuhand-
und Revisions-
Bente, Wirtschaftsprüfer Siebing, Wirtschaftsprüfer Hinweise zum offengelegten Jahresabschluss 2023 Der Jahresabschluss wurde am 17. Juli 2024 festgestellt. Der Bilanzgewinn wird vorgetragen. |
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