Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und
Systemtechnik
Leverkusen
Geschäftsjahr vom 01. April 2023
bis zum 31. März 2024
LAGEBERICHT
1. Geschäft und
Rahmenbedingungen
Die DNES ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der
Novasep Deutschland GmbH, Leverkusen. Die DNES ist Teil der
axplora-Gruppe mit Hauptsitz in Raubling / Deutschland. Die
oberste Muttergesellschaft ist die European Medco
Development 3 S.A.r.l. in Luxemburg.
Im April 2022 wurde der Contract Development and
Manufacturing Organization-Teil, kurz CDMO-Teil der
Novasep, zu dem auch die DNES gehört, an den
britischen Finanzinvestor Bridgepoint veräußert.
Seitdem tritt die Novasep gemeinsam mit der deutschen
PharmaZell GmbH, Raubling, der indischen Beteiligung
PharmaZell (India) Private Ltd., Vizag & Chennai und
der italienischen Farmabios S.p.A., Gropello Cairoli als
axplora-Gruppe am Markt auf.
Der einzige Produktionsstandort der Gesellschaft
befindet sich in Leverkusen. Die DNES ist ein Partner der
Pharma- und Agroindustrie und beliefert zusätzlich
Kunden im Bereich der Feinchemie, insbesondere im Segment
der Kunststoff- und Elektroindustrie. Die Gesellschaft hat
ihren Fokus im Bereich der Auftragssynthese für
hochenergetische chemische Reaktionen unter GMP (Good
manufacturing practice)-Bedingungen für die
Pharmaindustrie und unter ISO-Bedingungen für die
Agro- und Feinchemieindustrie. Der Standort Leverkusen
wurde mehrfach durch die Bezirksregierung Köln und die
amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) ohne
signifikante Beanstandungen auditiert. Die DNES bietet
ihren Kunden Produktionskapazitäten über den
gesamten Lebenszyklus eines Produktes an; so können
für die Forschungs- und Entwicklungsphase kleine
Mengen im Gramm- und Kilogramm-Maßstab produziert
werden. Für Produkte in der kommerziellen Phase kann
die Gesellschaft Produktionskapazitäten im Umfang von
einigen wenigen kg bis zu mehreren 100 t anbieten.
Im Nischensegment der hochenergetischen Chemie
für die Pharma- und Agroindustrie sowie der Feinchemie
gehört die Gesellschaft weltweit zu den führenden
Anbietern. Die DNES vermarktet ihre Produkte weltweit,
wobei der Fokus insbesondere auf Deutschland, Europa, den
USA und Japan liegt, da die weltweit führenden
Pharma-, Agro- und Feinchemieunternehmen hier ihre
Produktionsstätten haben.
Die Gesellschaft bildet zusammen mit drei
französischen Gesellschaften die Business Unit "CDMO"
innerhalb der axplora-Gruppe. Im Markt der
Kundensynthesedienstleister ist die Business Unit "CDMO" im
Bereich ihrer Kerntechnologien weltweit führend.
2. Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2023/24 war für die
Gesellschaft durch einen rückläufigen
Auftragsbestand bzw. geringer ausgelastete Produktionen im
Vergleich zum Vorjahr geprägt. Die Herausforderung in
2023/24 bestand insbesondere darin, einerseits die Produkt-
und Projektpipeline zu erneuern und andererseits die
Kostenposition zu verbessern. Die instabile weltweite
SupplyChain, die sinkende Nachfrage, der Trend zum
Insourcing von großen Kunden, die steigenden
Rohstoff- und Energiekosten und ein hoher Krankenstand bei
Mitarbeitern bzw. Partnerfirmen belasteten das
Geschäftsjahr 2023/24.
Die größten Umsätze im
Geschäftsjahr wurden mit mehreren Pharma- und
Agroprodukten für zwei deutsche Kunden erzielt.
Zusätzlich stützten verzögerte Umsätze
aus dem Geschäftsjahr 2022/23 die Umsatzsituation in
2023/24.
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im
Berichtsjahr verlangsamt und lag im niedrigen einstelligen
Prozentbereich. Zu den belastenden Faktoren zählten
insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten,
die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft sowie hohe
Inflationsraten und eine restriktivere Geldpolitik.
Die gesamtwirtschaftliche Situation im Bereich der
Kundensynthesedienstleister stellt sich weiterhin als sehr
unterschiedlich dar. Insgesamt kann festgehalten werden,
dass der Markt geprägt ist durch eine stark
unterschiedliche Auslastung der einzelnen Marktteilnehmer.
Dieses resultiert aus stark schwankenden Bedarfen der
Kunden, der teilweise hohen Abhängigkeit von einem
Produkt- bzw. einer Kundenbeziehung. Bedingt durch diese
komplexe Wettbewerbssituation ist es schwierig, einen
einheitlichen Markttrend festzustellen. Insgesamt kann man
aber festhalten, dass die Kundensynthesedienstleister
aktuell im Allgemeinen über eine Unterauslastung ihrer
Produktionslagen klagen.
Das Wachstum des Pharmamarkts lag im Jahr 2023 bei
etwa 9 %. Spätestens seit der Erklärung der
Weltgesundheitsorganisation vom 05.05.2023 über das
Ende der COVID-19-Pandemie hat sich die Aufmerksamkeit
wieder auf die Vorbeugung und Therapie von Krankheiten
durch bestehende und innovative Produkte
zurückverlagert. Die Wachstumstreiber waren
Immunologie, Endokrinologie und Onkologie. Die Anzahl der
Neuzulassungen von neuen Medikamenten durch die FDA, die im
Jahr 2016 auf den niedrigsten Wert der letzten 10 Jahre
gesunken war (nur 22 Zulassungen für neue Produkte),
lag in 2021 mit 50 Neuzulassungen auf dem Niveau der
Zulassungen von 2018 bis 2020 (59 Zulassungen in 2018, 48
Zulassungen in 2019 und 53 Zulassungen in 2020). Im Jahr
2023 stieg die Zahl der Neuzulassungen auf 55. Der
langfristige positive Trend zur steigenden Zulassung neuer
Medikamente wird der Pharmaindustrie helfen, ihr
Produktportfolio zu verjüngen. Nach einem Absinken der
Neuzulassungen im Jahr 2022 (37) ist die Anzahl von
Zulassungen in 2023 wieder auf das Niveau von vor der Covid
19 Pandemie gestiegen. Die konstante Zulassung neuer
Medikamente zeigt das dynamische Wachstum auf dem
Pharmamarkt.
Der globale Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt
verzeichnete im Jahr 2023 ein minimales Wachstum von 0,1 %,
dieses geringe Wachstum ist teilweise durch Zuwächse
in den Segmenten Fungizide, Mais- und Getreidesaatgut, aber
auch auf den Rückgang einiger Produktpreise und sehr
lange Dürreperioden zurückzuführen.
Darüber hinaus haben der Druck auf den Markt durch
Generika sowie die anhaltend hohe Inflation und deren
Auswirkungen auf die Kosten das schwierige Marktumfeld
für Landwirte weltweit und für Crop Science
weiter verschärft.
Das Segment der Feinchemie ist stark fragmentiert.
Eine einheitliche Marktentwicklung lässt sich hier
nicht feststellen.
Analyse der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren,
die auch zur internen Steuerung der Gesellschaft
herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und das
EBITDA. Der Umsatz der DNES im Geschäftsjahr liegt mit
75,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahrs (86,3 Mio.
€) sowie unter dem erwarteten Wert von 84,2 Mio.
€. Die Entwicklung der Umsatzerlöse wird im
folgenden Abschnitt "Umsatzanalyse" erläutert. Im
Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23 verringerte sich
das EBITDA von 1,9 Mio. € auf -1,7 Mio. € im
Geschäftsjahr 2023/24 um 3,6 Mio. €. Zu Beginn
des Geschäftsjahres war die Geschäftsführung
von einem EBITDA i.H.v. 5,0 Mio. € ausgegangen. Die
EBITDA-Marge (EBITDA/Umsatz) ist von 2,2 % im Jahr 2022/23
auf -2,3 % in 2023/24 gesunken. Die negative
Ergebnisentwicklung in 2023/24 sowohl gegenüber dem
Vorjahr als auch gegenüber dem Budget resultiert aus
einem deutlich reduzierten Umsatz, einem gleichzeitig
verschlechterten Produktmix, steigenden Rohstoff- und
Energiekosten sowie einem steigenden Personalaufwand bei
hohem Krankenstand und der daraus resultierenden
reduzierten Produktionsauslastung. Im Laufe des
Geschäftsjahres hat die Gesellschaft ein
Maßnahmenprogramm aufgesetzt, um seine Kostenposition
zu verbessern. Erste Ergebnisse können in 2023/24
bereits an den Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen abgelesen werden.
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung
verringerte sich von -4,0 Mio. € im Geschäftsjahr
2022/23 auf -8,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2023/24;
wesentliche Gründe hierfür sind die reduzierten
Umsatzerlöse, die gestiegenen Rohstoff- und
Energiekosten und die Margenreduktion über das gesamte
Produktionsportfolio.
Umsatzanalyse
Im Zuge der Neudefinition der Umsatzerlöse
gemäß Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (BilRUG)
wurden im Geschäftsjahr 2023/24 aus den sonstigen
betrieblichen Erträgen 1,9 Mio. € in die
Umsätze umgegliedert. Bei der folgenden Analyse der
Umsätze wird dieser Betrag nicht gesondert
berücksichtigt.
Der Umsatzrückgang im Bereich der
Pharma-Produkte lag bei -2,9 Mio. € und gegenüber
dem Budget bei -3,0 Mio. €. Getrieben war diese
Entwicklung insbesondere durch Produkte für drei
US-Amerikanischen Kunden, die im Geschäftsjahr 2022/23
zu hohen Umsätzen führten, im Folgejahr jedoch
nicht mehr nachgefragt wurden, allerdings ursprünglich
geplant waren. Der Kundenbedarf ist hier nicht
jährlich gleichbleibend, sondern schwankt stark von
einem Jahr zum anderen. Dieser Umsatzrückgang konnte
nicht vollständig durch Umsatzsteigerungen bei anderen
Produkten aus dem Pharma-Markt kompensiert werden.
Wie in den Vorjahren zeigte sich auch im
Geschäftsjahr 2023/24 der für den Pharmamarkt
typische Umsatzverlauf eines CDMO (Contract Development and
Manufacturing Organization). Dieser ist gekennzeichnet
durch eine stark jährlich schwankende Nachfrage der
bestehenden Produkte (Kampagnenproduktion). Konstant
gleichbleibende Absatzmengen über mehrere Jahre
ergeben sich eher für Produkte, die sich bereits in
der kommerziellen Phase befinden, aber auch kommerzielle
Produkte werden teilweise nur alle 2-3 Jahre produziert.
Das Segment der Agrochemie liegt unter dem
Vergleichszeitraum (-1,0 Mio. €). Hauptgrund ist hier
eine geringere Nachfrage bei zwei Produkten eines deutschen
Kunden, die auch durch Mehrumsätze eines neuen
Produktes für denselben Kunden nicht vollständig
kompensiert wurden. In diesem Segment konnte der geplante
Umsatz erreicht werden.
Die Umsätze im Markt für
Nitroglycerin-Produkte sind mit 5,0 Mio. €
unverändert zum Vorjahr, liegen jedoch um 4,5 Mio.
€ unter dem Budget, da geplante Aufträge nicht
beauftragt wurden.
Im Segment der sonstigen Produkte (Feinchemie /
Kunststoff-Chemie) ist eine Reduzierung um 8,4 Mio. €
auf 6,4 Mio. € zu verzeichnen. Der Rückgang ist
bedingt durch Minderumsätze für Produkte eines
US- sowie eines deutschen Kunden. Diese Produkte werden
nicht jährlich in etwa gleichbleibender Menge
nachgefragt. Der geplante Umsatz lag mit 10,2 Mio. €
ebenfalls über dem Ist-Wert. Diese Planabweichung ist
auf die insgesamt schlechtere Marktlage
zurückzuführen.
Materialeinsatz
Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um
0,3 Mio.€ gesunken. Im Vergleich zur Betriebsleistung
(Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) stieg
der Materialaufwandsanteil an der Betriebsleistung von 31,3
% in 2022/23 auf 34,9 % im Geschäftsjahr 2023/24.
Diese Veränderung resultiert aus einem
veränderten Produktmix.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von
0,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/23 auf 3,4 Mio.
€ in 2023/24. Maßgeblich hierfür waren der
Verkauf des seit über 15 Jahren stillgelegten
Standortes Troisdorf und der damit einhergehende Ertrag aus
Anlagenverkäufen sowie der Auflösung einer
Rückstellung.
Personalaufwand
Am Ende des Geschäftsjahres waren bei der
Gesellschaft 306 Mitarbeiter (zum 31.03.2023: 334
Mitarbeiter) beschäftigt, des Weiteren hatte die
Gesellschaft 24 Auszubildende (zum 31.03.2023: 24).
Der Personalaufwand liegt mit 32,2 Mio. €
über dem des Vorjahres (31,7 Mio. €). Dieser
Anstieg von 0,5 Mio. € ergibt sich insbesondere durch
die gestiegenen Löhne und Gehälter sowie durch
Restrukturierungsaufwendungen, gegenläufig reduzierte
sich der Aufwand für Altersversorgung um 1,5 Mio.
€.
Sonstige Positionen
Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023/24
im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. € leicht auf 5,3
Mio. € gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr
2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. €
gesunken. Haupttreiber bei den sonstigen Aufwendungen sind
gestiegene Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen (+1,3
Mio. €) aufgrund der Umstrukturierung durch den
Verkauf der Novasep und die Zusammenführung in die
neue axplora-Gruppe, dem gegenüber stehen
Reduzierungen bei den sonstigen Fremdleistungen i.H.v. 1,3
Mio. €, im Bereich der Reparaturen i.H.v. ebenfalls
1,3 Mio. € sowie 0,5 Mio. € weniger
Versicherungsaufwendungen. Diese Kostenreduzierungen
ergeben sich unter anderem durch das im Geschäftsjahr
2023/24 eingeleitete Maßnahmenpaket zur Verbesserung
der Kostenposition der Gesellschaft.
Der Anstieg des Zinsaufwandes um 0,5 Mio. € ist
vor allem in höheren Zinsen mit verbundenen
Unternehmen und in gestiegenen Factoring-Zinsen
begründet.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden
Körperschaftsteuern für Vorjahre ausgewiesen.
Die Gesellschaft konnte die nicht finanziellen
Leistungsindikatoren zum großen Teil erreichen.
Basierend auf dem Leitsatz zur Kundenorientierung wurde in
2012 eine Kennzahl zur Lieferbereitschaft eingeführt
(OTIF = On Time In Full). Das OTIF-Ziel wurde mit 80 %
erreicht (Zielwert >75 %). Für neue Produkte ist
die Messgröße der sogenannte QQT (Quality
Quantity Time)-Wert (Einhaltung von bestellter
Qualität, bestellter Menge zum gewünschten
Lieferzeitpunkt des Kunden). Der Zielwert lag bei >75 %;
dieser wurde mit 90 % deutlich übertroffen.
Im Bereich des Umweltschutzes konnte die Gesellschaft
den positiven Trend der letzten Jahre wieder aufnehmen; das
strategische Einsparziel für elektrische Energie (5 %
über 5 Jahre, d.h. 1 % p.a.) wurde im
Geschäftsjahr 2023/24 mit 3 % deutlich
übertroffen.
Der Zielwert für die Kennzahl für
Arbeitssicherheit (TF1 = Anzahl von Unfällen mit
Ausfalltagen bezogen auf geleistete Mitarbeiterstunden)
liegt bei 5,0 und wurde in diesem Geschäftsjahr mit
5,4 knapp verfehlt.
Der Krankenstand ist mit 6,2 % unter dem
Vorjahresniveau von 7,0 %; liegt aber weiterhin deutlich
über dem Zielwert von kleiner 4 %.
3. Finanzlage
Die Gesellschaft hatte zum 31.03.2024 16 T€
Bankverbindlichkeiten, resultierend aus den
Factoring-Transaktionen; die Finanzierung der Gesellschaft
wird im Wesentlichen über das Cash-Management-System
der Business Unit CDMO als Teil der axplora-Gruppe sowie
aus dem Verkauf von Forderungen an eine
Factoringgesellschaft realisiert. Zum Stichtag wurden
Forderungen in Höhe von 18,3 Mio. € (31.03.2023:
14,0 Mio. €) veräußert.
Im Rahmen der Finanzierung ist die Gesellschaft
weiterhin in das Cash-Management-System der ehemaligen
Novasep-Gesellschaften integriert. Bedingt durch das
Cash-Management-System weist die Gesellschaft zum
31.03.2024 eine verzinsliche Verbindlichkeit gegenüber
der Groupe Novasep S.A.S, Pompey/Frankreich, in Höhe
von 7,0 Mio. € aus (31.03.2023: 5,9 Mio. €).
Das Unternehmen erzielte einen positiven Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit von 5,6 Mio. €
(einschließlich Zinszahlungen, die der operativen
Tätigkeit zugeordnet wurden) und tätigte
Investitionsausgaben von 5,6 Mio. €. Neben dem EBITDA
im Geschäftsjahr von -1,7 Mio. € ergaben sich
deutlich gesunkene Vorräte (-7,4 Mio. €) sowie
reduzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-5,3
Mio. €) und geringere Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen (-2,9 Mio. €)
gegenüber dem 31.03.2023.
Das Nettofinanzergebnis liegt mit -1,1 Mio. € um
0,5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres.
Wesentlicher Grund dafür sind der weiterhin negative
Saldo aus dem Cash-Clearing sowie erhöhte Zinsen
für das Factoring.
Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds stellt sich
wie folgt dar:
|
31.03.2024 |
31.03.2023 |
|
Mio. € |
Mio. € |
| Liquide Mittel |
8,3 |
7,2 |
| Verbindlichkeiten aus
Cash-Pooling |
-7,0 |
-5,9 |
|
1,3 |
1,3 |
Das Eigenkapital ist aufgrund des negativen
Ergebnisses von 20,8 Mio. € zum 31.03.2023 auf 12,6
Mio. € zum 31.03.2024 gesunken. Die Eigenkapitalquote
der Gesellschaft lag dadurch zum Bilanzstichtag mit 22,5 %
deutlich unter dem 31.03.2023 (31,3 %).
Die Gesellschaft ist im abgelaufenen
Geschäftsjahr ihren finanziellen Verpflichtungen
nachgekommen.
4. Vermögenslage - Analyse der
Bilanz
Die Bilanzsumme reduzierte sich deutlich von 66,6
Mio. € zum 31.03.2023 auf 55,9 Mio. € zum
31.03.2024. Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen
aus den gesunkenen Vorräten (-7,4 Mio. €), den
gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-5,3
Mio. €) sowie dem niedrigeren Eigenkapital (-8,3 Mio.
€) und den geringeren Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen (-2,9 Mio. €).
Das Vorratsvermögen (31.03.2024: 6,6 Mio.€)
ist um 7,4 Mio. € im Vergleich zum 31.03.2023
gesunken; wesentlicher Grund hierfür ist die
Veränderung an unfertigen Erzeugnissen (-1,3 Mio.
€), fertigen Erzeugnissen (-1,9 Mio. €) sowie
Rohstoffen (-5,2 Mio. €); die erhaltenen Anzahlungen
haben sich hingegen leicht reduziert (-0,9 Mio. €).
Das Umlaufvermögen reduzierte sich im
Geschäftsjahr um 11,1 Mio. € gegenüber dem
Vorjahresabschluss zum 31.03.2023. Der Anteil des
Umlaufvermögens an der Bilanzsumme sank von 47,2 % zum
31.03.2023 auf 36,4 % zum 31.03.2024.
Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr
5,6 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände. Die Investitionen lagen
hiermit über dem Niveau der Abschreibungen (5,3 Mio.
€).
Der Investitionsschwerpunkt lag im Geschäftsjahr
auf Ersatzinvestitionen (1,6 Mio. €) und Investitionen
zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen (2,5 Mio.
€).
Die größte Einzelinvestition im
Geschäftsjahr war die Anschaffung einer
FlowChem-Anlage im Wert von etwa 1,1 Mio. €;
zusätzlich wurden Sicherheitsabschaltungen an
Reaktoren (SIL Maßnahmen) im Umfang von 1,0
Mio.€ im Geschäftsjahr 2023/24 installiert.
Das Anlagevermögen liegt bei absolut 35,5 Mio.
€ (31.03.2023: 35,2 Mio. €) sowie bei 63,5 % der
Bilanzsumme (31.03.2023: 52,8 %).
Sonstige Positionen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
erhöhten sich um 0,4 Mio. €.
Die Rückstellungen sanken vom 31.03.2023 zum
31.03.2024 um 0,3 Mio. €.
Die Veränderung gliedert sich wie folgt:
| ― |
Pensionsrückstellungen:
+0,4 Mio. €
|
| ― |
Steuerrückstellungen: -1,1
Mio. €
|
| ― |
Übrige
Personalrückstellungen: +0,7 Mio. €
|
| ― |
Sonstige Rückstellungen:
-0,2 Mio.€
|
Die Reduzierung der Steuerrückstellungen
betrifft mit 1,1 Mio. € die Zahlung von
Grunderwerbsteuer, die sich aus dem Verkauf der
Gesellschaft im Rahmen des Verkaufs der Novasep an den
Finanzinvestor im Jahr 2022 ergab.
Die Zuführung zu den übrigen
Personalrückstellungen betrifft mit 0,6 Mio. €
die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten reduzierten sich um 2,9 Mio. €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen liegen mit 14,3 Mio. € um 1,0 Mio. €
über dem 31.03.2023.
Die Gesellschaft konnte all ihren Verpflichtungen
nachkommen.
Die Gesamtsituation der Gesellschaft ist stabil.
Die Ergebnissituation ist im Vergleich zum
Vorjahresergebnis verschlechtert und liegt unterhalb des
Niveaus der Wettbewerber.
5. Forschung und Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungsprojekte betreffen
insbesondere von Kunden beauftragte Entwicklungen und
Arbeiten zur Übertragung der Kundenherstellprozesse
auf die Produktionsanlagen der Gesellschaft.
Zusätzlich unterstützt die Forschung und
Entwicklung die laufende Produktion bei bestehenden
Produkten, um einerseits bestehende Prozesse zu optimieren
und die Kostenstruktur zu verbessern und um andererseits
bei Produktionsproblemen Lösungsalternativen zu
entwickeln. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind 12
Mitarbeiter zum Stichtag beschäftigt. Die Forschungs-
und Entwicklungsaufwendungen liegen bei 2,6 Mio. €.
6. Risikobericht
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Tätigkeiten
den üblichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit
dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Entscheidend
für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ist
jedoch, dass im operativen Geschäft nur solche Risiken
eingegangen werden, die überschaubar sind und die
durch die erzielte Rendite entsprechend prämiert
werden. Die Geschäftsführung hat folgende
Grundsätze risikobewusster Unternehmensführung
vorgegeben:
| ― |
Die Erzielung des
wirtschaftlichen Erfolgs soll mit überschaubaren
Risiken verbunden sein.
|
| ― |
Keine Handlung oder Entscheidung
darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich
ziehen.
|
| ― |
Ertragsrisiken müssen im
kalkulierten Deckungsbeitrag angemessene
Berücksichtigung finden.
|
| ― |
Risiken mit unabsehbaren Folgen
sind weitestgehend zu vermeiden.
|
| ― |
Nicht vermeidbare Risiken sind
so weit wie wirtschaftlich sinnvoll abzusichern.
|
Neben einem gruppenweiten Controlling-System mit voll
konsolidierten Ist- und Planungsrechnungen, einem
umfassenden monatlichen Gruppenreporting sowie
regelmäßigen Besprechungen des
Geschäftsverlaufs tragen geeignete Controlling-Tools
zur Identifizierung, Analyse sowie Entwicklung geeigneter
Gegenmaßnahmen bei.
Zur Abdeckung von möglichen Risiken aus der
Produkthaftung hat die Gesellschaft ein umfangreiches
Qualitätssicherungssystem installiert, so dass
sichergestellt werden kann, dass nur spezifikationskonforme
Produkte an die Kunden ausgeliefert werden. Zusätzlich
besteht für die Produkthaftung und für
mögliche Risiken aus Umweltschäden ein
umfangreicher Versicherungsschutz.
DNES benötigt in allen Bereichen des
Unternehmens Mitarbeiter mit einem speziellen Knowhow, um
die gefahrgeneigten Synthesen erfolgreich umsetzen zu
können. Zur Sicherung dieses speziellen Know-hows hat
die Gesellschaft einerseits eine
Mitarbeiter-Nachfolgeplanung installiert, andererseits
finden entsprechend kontinuierlich Schulungen statt.
Aufgrund der Tendenz zur Vereinbarung des Euros als
Transaktionswährung und des damit überschaubaren
Devisenrisikos bestehen bei der DNES keine derivativen
Finanzinstrumente. Im Geschäftsjahr wurden Rohstoffe
in Höhe von ca. 2,7 Mio. USD eingekauft und
Umsätze über ca. 3,5 Mio. USD getätigt.
Zu den weiteren Finanzinstrumenten zählen im
Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie
Bankguthaben. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten
Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird
diesen durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung
getragen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken ist ein
entsprechendes Mahnwesen installiert. Die Gesellschaft
verkauft einen Großteil ihrer Forderungen an ein
Factoring-Unternehmen und überträgt so das
Ausfallrisiko dieser Forderungen an den Factoring-Partner.
Zusätzlich versichert die Gesellschaft die nicht
veräußerten Forderungen über eine
Kreditausfallversicherung. Die Gesellschaft begleicht ihre
Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen.
Die Gesellschaft ist auf unterschiedlichen
Absatzmärkten aktiv, um so das Marktrisiko eines
Marktes durch andere Märkte auszugleichen.
Geographisch bearbeitet die DNES ihre Märkte weltweit,
wobei der Fokus auf Deutschland, den USA, Europa und Japan
liegt. Um die Abhängigkeit von einem Marktsegment zu
reduzieren, ist die Gesellschaft neben dem Pharmamarkt auch
auf dem Agro- und Feinchemiemarkt aktiv.
Die Gesellschaft liefert in vielen Fällen
exklusiv ein Produkt an nur einen Kunden. Um dieses
Absatzrisiko und damit verbundene Umsatzrisiko für
diese Produkte zu minimieren, versucht die DNES
langfristige Lieferverträge mit Abnahmeverpflichtungen
mit ihren Hauptkunden abzuschließen.
Die Produkte, die DNES exklusiv an nur einen Kunden
liefert, werden nur dann produziert, wenn ein
entsprechender Kundenauftrag vorliegt. Durch diese
Vorgehensweise wird verhindert, dass Exklusivprodukte
produziert, aber nicht an den Kunden verkauft werden
können.
Im Bereich der Beschaffung ist es Unternehmenspolitik
der Gesellschaft, wenn immer es möglich ist,
mindestens zwei Lieferanten für einen Rohstoff bzw.
eine Dienstleistung zu nutzen. Bei Schlüsselrohstoffen
arbeitet die Gesellschaft teilweise auch mit mehr als zwei
Lieferanten zusammen. Um die Wettbewerbsposition der
Gesellschaft zu stärken, nutzt die Gesellschaft im
Rahmen der Rohstoff- und Investitionsgüterbeschaffung
die internationale Einkaufsorganisation der axplora-Gruppe.
Die Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis
2019 wurde im Februar 2023 abgeschlossen. Hieraus ergaben
sich Änderungen der Verlustvorträge, jedoch keine
steuerlichen Auswirkungen auf Körperschaft- oder
Gewerbesteuer.
DNES arbeitet bei der Erstellung der
Steuerabschlüsse mit Experten zusammen, um das
steuerliche Risiko zu minimieren.
Signifikante Risiken aus Rechtsstreiten werden
aktuell nicht gesehen.
DNES ist in das Cash-Management-System der ehemaligen
Novasep-Gesellschaften integriert, die Liquidität wird
entsprechend garantiert. Die Geschäftsführung
sieht keine Risiken bezüglich der
Liquiditätsausstattung der Gesellschaft.
Durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine
und die hierdurch stark gestiegenen Energiepreise und die
gleichzeitige Verknappung von Erdgas ergaben sich neue
Risiken für die Gesellschaft. Durch einen
frühzeitigen Einkauf von Energie (Gas und Strom)
konnte das Preisrisiko im Geschäftsjahr 2023/24
minimiert werden. Zur weiteren Minimierung des Preisrisikos
beim Energieeinkauf wurde die Strategie des Energieeinkaufs
überarbeitet. Um einen möglichen
Produktionsausfall bei einer Gasmangellage zu vermeiden,
hält die Gesellschaft Ersatzbrennstoffe bereit, um
diese beim Ausfall der Gaslieferungen einzusetzen.
Rohstoffe oder sonstige Vorprodukte bezieht die
Gesellschaft weder aus Russland noch aus der Ukraine. Die
Gesellschaft hatte bereits vor Ausbruch des Ukraine Krieges
keine Kunden in Russland oder der Ukraine.
Die aktuelle Krise im Nahen Osten betrifft die
Gesellschaft nicht direkt, da sie keine Lieferanten in
dieser Region hat. Die Lieferungen an einen Kunden in
Israel können planmäßig umgesetzt werden.
Bestandsgefährdende oder
entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen
hinsichtlich des allgemeinen Geschäftsrisikos
insoweit, als wesentliche Umsatzträger im Laufe der
Zeit durch neue Produkte ersetzt werden müssen.
Sachverhalte, die Auswirkungen auf bestandsgefährdende
oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken haben, sind
aktuell nicht erkennbar. Aus diesem Grund geht die
Geschäftsführung auch weiterhin vom Fortbestand
der Gesellschaft aus.
7. Prognosebericht - Chancen und
Risiken
Analyse und Bericht zur
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
Wir erwarten, basierend auf den Daten des
Internationalen Währungsfonds (IWF), für das Jahr
2024 ein unterdurchschnittliches globales Wachstum im
niedrigen einstelligen Prozentbereich, etwa auf dem Niveau
des Vorjahrs. Die aktuellen Krisen und Kriege dürften
die Weltwirtschaft weiterhin belasten, ebenso wie eine
restriktivere Geld- und Fiskalpolitik.
Für die Geschäftsjahre 2024/25 und 2025/26
sieht die Geschäftsführung insbesondere durch die
teilweise noch hohe Inflation, die stagnierende Wirtschaft
in Deutschland sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen
in der Ukraine und im Nahen Osten ein sehr dynamisches
Marktumfeld. Auf der einen Seite belasten die steigenden
Kosten sowie die hohen Lohnabschlüsse die
Kostenpositionen stark, auf der anderen Seite versucht die
Gesellschaft diese Kostensteigerungen an die Kunden
weiterzureichen. Durch die teilweise sehr große
Zeitspanne zwischen Auftragserteilung und
Produktionsauslieferung (>18 Monate) fällt dieses
nicht immer leicht, da bestehende Verträge
nachverhandelt werden müssen.
Durch den Verlust von umsatzstarken Produkten ist die
Gesellschaft gefordert neue Produkte zu akquirieren, um so
die Produktionsauslastung zu steigern. Die Gesellschaft hat
in den letzten Monaten die Anzahl von Angeboten für
großvolumige Aufträge deutlich erhöhen
können. Die Herausforderungen für die
nächsten zwei Jahre bestehen darin, die neuen
Aufträge zu akquirieren und erfolgreich in die
Produktionsanlagen zu übertragen.
Für den Pharma-Markt erwarten wir 2024 ein
Wachstum von etwa 7 % (Vorjahr: +6 %). Innovative Produkte
werden zum weiteren Wachstum beitragen und die Verluste,
die durch Patentabläufe entstehen, mehr als
ausgleichen. Es besteht aber weiterhin Unsicherheit, in
welchem Umfang sich externe Faktoren, wie der Krieg in der
Ukraine, Inflationsdruck und Reformen im Gesundheitswesen,
auf den Pharmamarkt auswirken werden.
Für das Jahr 2024 erwarten wir eine Erholung des
globalen Markts für Saatgut und Pflanzenschutz mit
einem moderaten Wachstum von rund 2 %.
Auf Basis des Budgets erwartet die
Geschäftsführung für das Geschäftsjahr
2024/25 eine geringere Produktionsauslastung als im Vorjahr
und einen Umsatz von ca. 63 Mio. €, das operative
EBITDA wird sich im Vergleich zum Geschäftsjahr
2023/24 aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs
verschlechtern.
Die Gesellschaft wird die Maßnahmen zur
Kostenoptimierung in 2024/25 fortsetzen, um so die
Kostenpositionen zu verbessern und den Cashflow zu
stützen.
Aus heutiger Sicht ist die überwiegende Anzahl
der Produktionsanlagen bis Geschäftsjahresende nicht
vollständig ausgelastet; die Herausforderung für
das Geschäftsjahr 2024/25 ist es, neue Projekte zu
akquirieren und diese Projekte zeitnah in den freien
Produktionsanlagen zu produzieren.
Eine zusätzliche Unsicherheit ergibt sich
aktuell aus der Reaktion der Kunden auf die unsichere
Weltwirtschaftslage. Bestandsreduzierungs- und
Insourcingprogramme und eine vorsichtige Auftragsvergabe
bei Neuprojekten könnten das Ergebnis in 2024/25
weiter belasten.
Das Unternehmen erwartet auf Basis des Budgets
2024/25 einen geringeren Umsatz besonders im Bereich der
Agro-Produkte. Für mehr als 2/3 des Umsatzes (ca. 75
%) liegen die Aufträge bereits vor.
| Umsatzkategorie |
Umsatz Ist 2023/24 |
Umsatz Budget
2024/25 |
| Pharma |
43,8 Mio. € |
37,7 Mio. € |
| Agro |
17,9 Mio. € |
7,1 Mio. € |
| Galenik |
5,0 Mio. € |
3,8 Mio. € |
| Sonstige
Spezialitäten |
8,3 Mio. € |
14,0 Mio. € |
Aufgrund der Konkurrenz aus Europa, den USA und Asien
stehen die Preise für einige Hauptprodukte der DNES
unter Druck.
Durch das geringe Wachstum in Deutschland und durch
eine schwierige wirtschaftliche Situation eines wichtigen
Inlandskunden erwartet das Unternehmen, dass sein
Inlandsgeschäft sich weiter reduziert und an Bedeutung
verliert. Mit neuen Anfragen aus Skandinavien und den USA
soll der Rückgang des Inlandgeschäftes
kompensiert werden. Bedingt durch die steigenden Kosten in
Deutschland besteht die Gefahr, dass die Kunden der DNES
Produktionen nach Asien verlagern werden.
Die Gesellschaft plant, ihr Geschäft im
Marktsegment der Feinchemie weiter zu stabilisieren.
Konjunkturbedingte Absatzschwankungen sind in diesem
Segment typisch.
Im Segment der Agro-Chemie wird erwartet, dass
Umsatzrückgänge bei bestehenden Produkten durch
die Akquise neuer Produkte langfristig ausgeglichen werden
und dass sich der Umsatz mit Agro Produkten im
Geschäftsjahr 2024/25 auf historisch niedrigem Niveau
bewegen wird.
Das Unternehmen erwartet steigende Umsätze im
Nitroglycerin-Segment (Galenik). Auf der einen Seite wird
es einen Rückgang im Bereich der etablierten Produkte
geben, andererseits wird dieser negative Trend durch die
Akquise von Neukunden insbesondere in den USA und
mittelfristig in Asien überkompensiert.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird aktuell
ein leicht steigendes Auslastungsniveau prognostiziert.
Bedingt durch die Lohn- und Gehaltserhöhungen in der
chemischen Industrie, die steigenden Rohstoff- und
Energiekosten sowie zusätzlichen steuerlichen Abgaben
(CO2-Abgabe) nimmt der Kostendruck auf die Gesellschaft
weiter zu. Zur Verbesserung der Kostensituation im Bereich
der Energiekosten hat die Geschäftsführung die
Umsetzung des Energiemanagementsystems nach ISO 50.001
weiter vorangetrieben. Zusätzlich wird die
Gesellschaft die eingeleiteten
Kostensenkungsmaßnahmen konsequent umsetzen und
Kostensteigerungen an ihre Kunden weitergeben.
Die Geschäftsführung prognostiziert
für 2024/25 ein negatives EBITDA von ca. 3,3 Mio.
€, sieht aber trotzdem eine stabile Finanz- und
Vermögenslage.
Die Investitionen werden im Geschäftsjahr
2024/25 mit etwa 2,6 Mio.€ deutlich unter dem Niveau
von 2023/24 liegen.
Der Zielwert für die Messgröße der
Liefertreue (OTIF) liegt für Standardprodukte für
das Geschäftsjahr 2024/25 bei >90 %. Für
Neuprodukte ist die Messgröße der sogenannte QQT
(Quality Quantity Time)-Wert, welcher für 2024/25
ebenfalls bei >90 % liegt.
Durch die weltweite unklare wirtschaftliche Situation
ist es auch für das Management der DNES schwierig, die
langfristige Umsatzentwicklung vorherzusehen. Auf der einen
Seite hat DNES sehr vielversprechende Produkte und Projekte
für potenziell große Umsatzträger, auf der
anderen Seite gibt es eine starke Konkurrenz aus Europa,
den USA und Asien vor allem für die kommerziellen
Produkte der DNES. Zusätzlich wird für einige
Endprodukte, für die DNES Vorstufen herstellt, der
Patentschutz in den nächsten Jahren auslaufen, wodurch
es noch schwieriger wird, die zukünftigen Umsätze
zu planen.
Die Entwicklung des EBITDA und die damit verbundenen
Chancen und Risiken resultieren insbesondere aus der
Umsatz- und Margenentwicklung und der hieraus
resultierenden Auslastung. Auf der Kostenseite bestehen die
größten Chancen und Risiken in der Lohn- und
Gehaltsentwicklung und in steigenden Rohstoffkosten.
Risiken, die aus Preisschwankungen für Energieprodukte
resultieren, konnten durch den Abschluss von langfristigen
Lieferverträgen für Teilmengen im
Geschäftsjahr 2024/25 minimiert werden.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die
Geschäftsführung für die aufgestellte
Prognose für die Geschäftsjahre 2024/25 und
2025/26 ein ausgeglichenes Chancen- und Risi-ken-Profil
sowohl für den Umsatz als auch für das EBITDA
sieht.
Die Herausforderung der Gesellschaft neben den
kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der
Kostenposition und zur Steigerung der Auslastung in den
kommenden Monaten besteht darin, das Produktportfolio in
den nächsten Jahren weiter zu erneuern, die
Profitabilität der bestehenden Produkte beizubehalten
bzw. zu steigern und durch langfristige Verträge die
Kunden an sich zu binden. Gleichzeitig wird die
Gesellschaft kontinuierlich an der Verbesserung ihrer
Prozesse arbeiten, um so die Kostenposition weiter zu
optimieren. Aus der Zusammenarbeit mit den anderen
Gesellschaften in der axplora-Gruppe werden sich
zusätzliche Chancen für die Gesellschaft auf der
Absatz- und Beschaffungsseite ergeben.
Leverkusen, den 19. Dezember
2024
DYNAMIT NOBEL GMBH EXPLOSIVSTOFF- UND SYSTEMTECHNIK
Die Geschäftsführung
| Dr. Guido
Wüllner |
Thomas Pahde |
Bilanz
zum 31. März 2024
Aktiva
|
|
|
31.3.2024 |
31.3.2023 |
|
|
Anhang |
EUR |
TEUR |
| A. |
Anlagevermögen |
|
|
|
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
(1) |
|
|
| 1. |
Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte |
|
487.419,01 |
451 |
| 2. |
Entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
|
227.560,23 |
34 |
|
|
|
714.979,24 |
485 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
|
| 1. |
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
|
7.870.116,93 |
8.754 |
| 2. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
|
18.742.103,26 |
17.419 |
| 3. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
2.894.459,26 |
2.716 |
| 4. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
|
5.262.729,67 |
5.800 |
|
|
|
34.769.409,12 |
34.689 |
| III. |
Finanzanlagen |
|
|
|
|
Beteiligungen |
|
980,58 |
1 |
|
|
|
35.485.368,94 |
35.175 |
| B. |
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I. |
Vorräte |
|
|
|
| 1. |
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
|
4.861.716,60 |
10.096 |
| 2. |
Unfertige
Erzeugnisse |
|
1.696.216,87 |
2.963 |
| 3. |
Fertige Erzeugnisse und
Waren |
|
2.458.613,24 |
4.260 |
| 4. |
Erhaltene
Anzahlungen |
|
-2.372.311,47 |
-3.253 |
|
|
|
6.644.235,24 |
14.066 |
| II. |
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
(2) |
|
|
| 1. |
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
|
1.993.476,62 |
7.339 |
| 2. |
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
|
645.366,72 |
241 |
|
davon gegen
Gesellschafter: EUR 4.400,00 (Vorjahr: TEUR 4) |
|
|
|
| 3. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
2.714.967,89 |
2.555 |
|
|
|
5.353.811,23 |
10.135 |
| III. |
Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
8.320.251,46 |
7.217 |
|
|
|
20.318.297,93 |
31.418 |
| C. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
64.575,23 |
38 |
|
|
|
55.868.242,10 |
66.631 |
Passiva
|
|
|
31.3.2024 |
31.3.2023 |
|
|
Anhang |
EUR |
TEUR |
| A. |
Eigenkapital |
|
|
|
| I. |
Gezeichnetes
Kapital |
|
21.000.000,00 |
21.000 |
| II. |
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
Andere
Gewinnrücklagen |
|
10.225,84 |
10 |
| III. |
Verlustvortrag (Vorjahr:
Gewinnvortrag) |
|
169.242,31 |
3.786 |
| IV. |
Jahresfehlbetrag |
|
8.276.552,02 |
3.955 |
|
|
|
12.564.431,51 |
20.841 |
| B. |
Rückstellungen |
|
|
|
| 1. |
Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
|
18.192.658,00 |
17.839 |
| 2. |
Steuerrückstellungen |
|
222.559,14 |
1.371 |
| 3. |
Sonstige
Rückstellungen |
(3) |
4.271.525,27 |
3.812 |
|
|
|
22.686.742,41 |
23.022 |
| C. |
Verbindlichkeiten |
(4) |
|
|
| 1. |
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
|
15.723,04 |
10 |
|
davon mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 15.723,04
(Vorjahr: TEUR 10) |
|
|
|
| 2. |
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
|
4.272.439,43 |
7.174 |
|
davon mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.272.439,43
(Vorjahr: TEUR 7.174) |
|
|
|
| 3. |
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
14.303.603,81 |
13.279 |
|
davon mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 14.303.603,81
(Vorjahr: TEUR 13.279) |
|
|
|
|
davon gegenüber
Gesellschafter: EUR 2.173.512,41 (Vorjahr: TEUR
1.738) |
|
|
|
| 4. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
2.025.301,90 |
2.305 |
|
davon mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.025.301,90
(Vorjahr: TEUR 2.305) |
|
|
|
|
davon aus Steuern: EUR
374.029,57 (Vorjahr: TEUR 454) |
|
|
|
|
|
|
20.617.068,18 |
22.768 |
|
|
|
55.868.242,10 |
66.631 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis
31. März 2024
|
|
|
2023/2024 |
2022/2023 |
|
|
Anhang |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
(6) |
74.978.241,49 |
86.318 |
| 2. |
Verminderung des
Bestands an fertigen |
|
|
|
|
und unfertigen
Erzeugnissen |
|
3.169.270,25 |
5.307 |
| 3. |
Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
417.375,44 |
706 |
| 4. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
(7) |
3.387.543,61 |
931 |
| 5. |
Materialaufwand |
|
|
|
| a) |
Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
|
24.462.968,20 |
23.991 |
| b) |
Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
|
575.867,14 |
1.329 |
| 6. |
Personalaufwand |
(8) |
|
|
| a) |
Löhne und
Gehälter |
|
26.137.022,16 |
24.428 |
| b) |
Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
|
6.085.687,22 |
7.279 |
|
davon für
Altersversorgung: EUR 1.032.006,48 (Vorjahr: TEUR
2.559) |
|
|
|
| 7. |
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
(9) |
5.281.285,06 |
5.157 |
| 8. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
(10) |
19.751.988,19 |
22.271 |
| 9. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
7.884,82 |
0 |
| 10. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
(11) |
1.143.112,92 |
615 |
|
davon an verbundene
Unternehmen: EUR 405.279,30 (Vorjahr: TEUR 149) |
|
|
|
| 11. |
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
(12) |
130.664,77 |
71 |
| 12. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
-7.946.820,55 |
-2.493 |
| 13. |
Sonstige Steuern |
|
329.731,47 |
1.462 |
| 14. |
Jahresfehlbetrag |
|
8.276.552,02 |
3.955 |
ANHANG
für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31.
März 2024
Grundsätzliche Ausführungen
zum Jahresabschluss
Vorbemerkungen
Die Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und
Systemtechnik ist eine Tochtergesellschaft der Novasep
Deutschland GmbH, Leverkusen, (Novasep GmbH) und über
diese ein Tochterunternehmen der Novasep Holding S.A.S.,
Lyon/Frankreich (Novasep Holding). Die oberste
Muttergesellschaft ist die European Medco Development 3
S.A.r.l., Luxemburg.
Die Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und
Systemtechnik hat ihren Sitz in Leverkusen. Sie ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht
Köln unter der Registernummer HRB 56935.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft geht vom 1.
April bis zum 31. März des Folgejahres.
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. März
2024 wurde nach den aktuellen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des HGB aufgestellt.
Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Der Abschluss der Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff-
und Systemtechnik ist nach konzerneinheitlichen, den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des
GmbH-Gesetzes (GmbHG) entsprechenden
Bilanzierungsgrundsätzen aufgestellt worden.
Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten
werden wie nachfolgend beschrieben fortgeführt. Bei
abnutzbaren Anlagegegenständen werden die
voraussichtliche Nutzungsdauer ab dem ursprünglichen
Anschaffungszeitpunkt und die Abschreibungssätze auf
die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten
berechnet.
Entgeltlich erworbene Immaterielle
Vermögensgegenstände werden mit ihren um
planmäßige, lineare Abschreibungen verminderten
Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt.
Nach § 248 Abs. 2 HGB wurden selbst geschaffene
immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.
Selbst erstellte immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden zu Herstellungskosten gemäß § 255
Abs. 2 Sätze 1, 2 und 2a HGB aktiviert und
planmäßig linear über ihre voraussichtliche
Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich
dauernden Wertminderung außerplanmäßig
abgeschrieben.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet.
In die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen
wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch
angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der
Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des
Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung
veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital
werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Grundsätzlich wird linear pro rata temporis
abgeschrieben. Für Geringwertige Anlagegüter
(Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000)
wird seit dem 1. Januar 2008 ein Sammelposten gebildet, der
über 5 Jahre abgeschrieben wird.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden
vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren
beizulegenden Wert erforderlich ist.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen
folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4 -10 Jahre |
| Immaterielles
Anlagevermögen |
3-5 Jahre |
| Gebäude |
25-35 Jahre |
| Technische
Anlagen/Maschinen |
10 Jahre |
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren
werden mit Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsen-
oder Marktpreisen des Abschlussstichtages bilanziert. Die
Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
werden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Seit dem
Geschäftsjahr 2009 bezieht sich der Durchschnittspreis
auf die Einkäufe des letzten Geschäftsjahrs.
Wesentliche Änderungen haben sich hierdurch nicht
ergeben.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu
Herstellungskosten bewertet bzw. mit dem niedrigeren
beizulegenden Wert angesetzt. Die angesetzten
Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und
Materialeinzelkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung,
angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten
sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit
dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für
Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten
einbezogen.
Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus
der Lagerdauer, einer geminderten Verwendbarkeit sowie aus
anderen Gründen ergeben, sind durch Abwertungen
berücksichtigt. Fertige und unfertige Erzeugnisse
sowie Handelswaren, deren Erlöse nicht kostendeckend
sind, werden verlustfrei durch retrograde Bewertung vom
Verkaufspreis angesetzt.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte werden
mit dem Erfüllungsbetrag offen von dem Posten
"Vorräte" abgesetzt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände
und liquide Mittel sind mit den Nennwerten abzüglich
aller erforderlichen Wertberichtigungen angesetzt.
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden
Auszahlungen ausgewiesen, die zu Aufwendungen nach dem
Bilanzstichtag werden.
Das Gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen und
der Ergebnisvortrag sind mit dem Nennbetrag bewertet.
Die Rückstellungen sind mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
erforderlich ist. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag
mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen
Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche
laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre verwendet.
Die Pensionsrückstellungen und ähnliche
Verpflichtungen sind den versicherungsmathematischen
Grundsätzen entsprechend nach der
Projected-Unit-Credit-Methode mit dem Erfüllungsbetrag
bilanziert. Basis hierfür sind die Richttafeln von
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszins von
1,83 % (Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2
HGB; 31.03.2023: 1,79 %), wie im Vorjahr eine
Einkommenssteigerung von 2,50 % und wie im Vorjahr eine
Rentenanpassung von 2,25 % sowie eine alters- und
geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit.
Die Abzinsung der Pensionsrückstellung und
ähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach der
Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der
vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bei einer Abzinsung
nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes
der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von
1,80 % (31.03.2023: 1,50 %) ergibt sich ein
Unterschiedsbetrag von zusätzlichen T€ 82
(31.03.2023: T€ 805). Dieser Unterschiedsbetrag ist
nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag bilanziert.
Passive Latente Steuern aus dem steuerrechtlich
unzulässigen Ansatz von unrealisierten
Währungskursgewinnen sowie aus dem Ansatz selbst
geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und
steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze
der Pensions-, Jubiläums- und
Drohverlustrückstellungen sowie des
Anlagevermögens verrechnet (verwendeter Steuersatz rd.
25 %). Über den Saldierungsbereich hinausgehende
aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des
Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht
aktiviert.
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten
in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem
Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet.
Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung
lautende Vermögensgegenstände und
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt,
soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei
Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten).
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von
Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung
werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und
Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche
Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen"
ausgewiesen.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt
entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen mit
Gefahrenübergang.
Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens der Dynamit
Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik ist,
aufgeschlüsselt nach bilanziellen Anlageposten, aus
dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.
(1) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Dieser Posten umfasst sowohl entgeltlich erworbene
Nutzungsrechte und EDV-Software als auch selbst geschaffene
Vermögenswerte. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und
Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt
T€ 2.568. Die auf selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände entfallenden
Entwicklungskosten belaufen sich auf € 183.195,07
(Vorjahr: T€ 159). Der zur Ausschüttung gesperrte
Betrag aus der Aktivierung selbst geschaffener
immaterieller Vermögensgegenstände (§ 268
Abs. 8 HGB) beläuft sich auf T€ 487 (Vorjahr:
T€ 451).
(2) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
enthalten in Höhe von € 645.366,72 (Vorjahr:
T€ 241) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten mit € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.)
Sicherheitseinbehalte aus Forderungsverkäufen, mit
€ 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.) Forderungen aus
Sicherheitsleistungen sowie mit € 0,9 Mio. (Vorjahr:
€ 0,9 Mio.) Forderungen aus zu erwartenden
Steuererstattungen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von
über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.
(3) Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen betragen€
4.271.525,27 (Vorjahr: € 3,8 Mio.). Sie enthalten
Beträge im Wesentlichen für Personalaufwendungen
(T€ 3.340; Vorjahr: T€ 2.628), für
ausstehende Rechnungen (T€ 180; Vorjahr: T€ 100)
und andere ungewisse Verbindlichkeiten.
(4) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten in Höhe von € 6.219.502,35
(Vorjahr: T€ 6.186) Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Darüber hinaus bestehen T€ 6.966
Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling gegenüber der
Groupe Novasep S.A.S., Pompey/Frank-reich (Vorjahr: T€
5.890).
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5
Jahre bestehen - wie im Vorjahr - nicht.
(5) Haftungsverhältnisse und
sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Angaben nach
§ 285 Nr. 3a HGB
Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus
Miet-, Pacht-, Leasingverträgen und ähnlichen
Verpflichtungen sowie aus beschlossenen und in Angriff
genommenen Investitionsvorhaben. Aus den am Bilanzstichtag
bestehenden Miet-, Pacht-, Leasingverpflichtungen und
ähnlichen Verpflichtungen ergeben sich für die
nächsten Geschäftsjahre folgende
Zahlungsverpflichtungen:
| 2024/25: |
T€ 819 |
| 2025/26: |
T€ 811 |
| 2026/27: |
T€ 793 |
| 2027/28: |
T€ 677 |
| 2028/29: |
T€ 652 |
Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen
technische Anlagen, EDV-Leistungen sowie Fahrzeuge. Des
Weiteren ergibt sich aus dem Bestellobligo eine
Zahlungsverpflichtung von T€ 510 (Vorjahr: T€
247).
Haftungsverhältnisse bestanden zum
Bilanzstichtag nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
(6) Umsatzerlöse
Aufteilung nach
Geschäftsbereichen
|
1.4.2023 -
31.03.2024 |
1.4.2022 -
31.03.2023 |
|
T€ |
T€ |
| Pharma |
43.784 |
46.713 |
| Agro |
17.946 |
18.951 |
| Galenik |
4.991 |
4.975 |
| Sonstige
Spezialchemie |
8.257 |
15.679 |
|
74.978 |
86.318 |
Aufteilung nach Regionen
|
1.4.2023 -
31.03.2024 |
1.4.2022 -
31.03.2023 |
|
T€ |
T€ |
| Bundesrepublik
Deutschland |
44.202 |
41.076 |
| Sonstige
Europäische Union |
8.527 |
13.843 |
| Schweiz |
8.476 |
10.020 |
| Nordamerika |
9.534 |
16.914 |
| Asien, Mittlerer
Osten |
3.434 |
3.384 |
| Sonstige |
805 |
1.081 |
|
74.978 |
86.318 |
(7) Sonstige betriebliche
Erträge
|
1.4.2023 -
31.03.2024 |
1.4.2022 -
31.03.2023 |
|
€ |
€ |
| Erträge aus dem
Verkauf von Anlagevermögen |
2.273.000,00 |
0,00 |
| Erträge aus der
Auflösung von Sonstigen Rückstellungen |
796.199,73 |
239.166,29 |
| Kursgewinne |
198.984,61 |
308.506,09 |
| Sonstige periodenfremde
Erträge |
0,00 |
835,64 |
| Übrige betriebliche
Erträge |
119.359,27 |
382.721,23 |
|
3.387.543,61 |
931.229,25 |
Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten
im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von
Kosten an Dritte.
(8) Personalaufwand
Bei den einzelnen Mitarbeitergruppen ergaben sich im
Jahresdurchschnitt folgende Beschäftigtenzahlen:
| (Angaben ohne
Auszubildende) |
1.4.2023 -
31.03.2024 |
1.4.2022 -
31.03.2023 |
| Angestellte |
148 |
144 |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
180 |
185 |
|
328 |
329 |
(9) Abschreibungen auf
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens
In den Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind
außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund
voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von
€ 69.527,10 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.
(10) Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
1.4.2023 -
31.03.2024 |
1.4.2022 -
31.03.2023 |
|
€ |
€ |
| Aufwendungen mit
verbundenen Unternehmen |
8.137.016,98 |
6.811.314,22 |
| Fremdleistungen |
3.526.729,26 |
4.821.274,25 |
| Reparaturen und
Instandhaltungen |
2.950.641,75 |
4.265.193,61 |
| Miet-, Pacht- und
Leasingaufwendungen |
388.344,40 |
482.686,36 |
|
Währungsverluste |
175.618,87 |
211.074,07 |
| Übrige betriebliche
Aufwendungen |
4.573.636,93 |
5.679.888,31 |
|
19.751.988,19 |
22.271.430,82 |
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
im Wesentlichen Versicherungsprämien, Provisionen,
Frachten, IT-Kosten sowie Verwaltungskosten.
(11) Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Der Zinsanteil der Zuführungen zur
Pensionsrückstellung ist im Zinsaufwand mit €
314.893,00 (Vorjahr: € 306.695,00) enthalten.
Auswirkungen aus der Änderung des
Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
(12) Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
Hierbei handelt es sich um Körperschaftsteuern
für Vorjahre.
Sonstige Angaben
Mutterunternehmen
Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss
für den größten und kleinsten Kreis von
Unternehmen aufstellt, ist die European Medco Development 3
S.A.r.l., Luxemburg. Der Konzernabschluss wird im
luxemburgischen Unternehmensregister unter der
Registernummer B242076 offengelegt. Eine deutsche
Übersetzung des nach IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschlusses wird von
der Axplora Group GmbH, Raubling, beim Unternehmensregister
offengelegt.
Nicht in der Bilanz enthaltene
Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB
Wir haben zum Stichtag Forderungen in Höhe von
T€ 18.332 (Vorjahr: T€ 14.038) an eine
Factoringgesellschaft veräußert. Das Factoring
dient der kurzfristigen Verbesserung der
Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Wir
behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement
inne. Risiken aus dem Forderungsverkauf bestehen nicht.
Gesamthonorar des
Abschlussprüfers
|
Abschlussprüfung |
Andere
Bestätigungen |
Steuerberatung |
Sonstige
Leistungen |
| T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| 65 |
0 |
0 |
0 |
Geschäftsführung
Der Geschäftsführung gehören an:
Thomas Pahde, Geschäftsführer, Köln
Dr. Sylke Hassel, Geschäftsführerin, München
(bis 31. Oktober 2023)
Dr. Stephan Markus Haitz, Geschäftsführer
(ab 1. November 2023 bis 1. Mai 2024)
Dr. Guido Wüllner, Geschäftsführer,
Leverkusen (ab 1. Mai 2024)
Die Geschäftsführer üben ihre Funktion
hauptberuflich aus.
Gesamtbezüge der
Geschäftsführung
Auf die Angaben der gewährten Gesamtbezüge
der Mitglieder der Geschäftsführung im
Geschäftsjahr wird gemäß § 286 Abs. 4
HGB verzichtet.
Pensionsrückstellungen für
frühere Organmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Mitgliedern der Geschäftsführung
und ihren Hinterbliebenen sind TEUR 332
zurückgestellt.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 24. Oktober 2024 gegen 14:45 Uhr gab es an unserem
Standort in Leverkusen ein Brandereignis in einer
Produktionsanlage, in der wir Feinchemie-Produkte für
den nicht pharmazeutischen Markt herstellen. Der Brand
konnte am gleichen Tag zusammen mit der Berufsfeuerwehr
Leverkusen gegen 20:30 Uhr gelöscht werden. Bei diesem
Ereignis ist keine Person verletzt worden. Wir arbeiten
gemeinsam mit den zuständigen Behörden an der
Aufklärung der Brandursache.
Die Herstellung der Produkte, die nicht im
betroffenen Gebäude gefertigt werden, ist nicht
betroffen.
Die DNES hat über die axplora-Gruppe eine
umfangreiche Versicherungsdeckung insbesondere für
Sachschäden und Ertragsausfall. Zusätzlich
besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung.
Die Aufnahme des Schadens läuft aktuell, wir
gehen derzeit von einem Gesamtschaden im unteren
zweistelligen Millionenbereich aus.
Leverkusen, den 19. Dezember
2024
DYNAMIT NOBEL GMBH EXPLOSIVSTOFF- UND SYSTEMTECHNIK
Die Geschäftsführung
| Dr. Guido
Wüllner |
Thomas Pahde |
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April
2023 bis 31. März 2024
|
Bruttobuchwerte |
|
|
Stand am 1.4.2023 |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
Stand am 31.3.2024 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte |
1.547.605,59 |
183.195,07 |
0,00 |
0,00 |
1.730.800,66 |
| 2. Entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
2.800.350,64 |
30.636,18 |
203.575,60 |
0,00 |
3.034.562,42 |
|
4.347.956,23 |
213.831,25 |
203.575,60 |
0,00 |
4.765.363,08 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
39.628.838,29 |
103.675,40 |
73.964,30 |
816.522,39 |
38.989.955,60 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
132.603.498,93 |
2.724.373,33 |
1.959.127,91 |
35.424,33 |
137.251.575,84 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
25.910.073,80 |
376.115,57 |
508.769,72 |
14.254,45 |
26.780.704,64 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
8.245.212,91 |
2.207.743,72 |
-2.745.437,53 |
0,00 |
7.707.519,10 |
|
206.387.623,93 |
5.411.908,02 |
-203.575,60 |
866.201,17 |
210.729.755,18 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
980,58 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
980,58 |
|
210.736.560,74 |
5.625.739,27 |
0,00 |
866.201,17 |
215.496.098,84 |
|
kumulierte
Abschreibungen |
Nettobuchwerte |
|
Stand am 1.4.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand am 31.3.2024 |
Stand am 31.3.2024 |
31.3.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte |
1.096.899,74 |
146.481,91 |
0,00 |
1.243.381,65 |
487.419,01 |
451 |
| 2. Entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
2.766.178,16 |
40.824,03 |
0,00 |
2.807.002,19 |
227.560,23 |
34 |
|
3.863.077,90 |
187.305,94 |
0,00 |
4.050.383,84 |
714.979,24 |
485 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
30.875.349,26 |
1.061.011,80 |
816.522,39 |
31.119.838,67 |
7.870.116,93 |
8.754 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
115.184.320,91 |
3.326.512,80 |
1.361,13 |
118.509.472,58 |
18.742.103,26 |
17.419 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
23.194.045,31 |
706.454,52 |
14.254,45 |
23.886.245,38 |
2.894.459,26 |
2.716 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.444.789,43 |
0,00 |
0,00 |
2.444.789,43 |
5.262.729,67 |
5.800 |
|
171.698.504,91 |
5.093.979,12 |
832.137,97 |
175.960.346,06 |
34.769.409,12 |
34.689 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
980,58 |
1 |
|
175.561.582,81 |
5.281.285,06 |
832.137,97 |
180.010.729,90 |
35.485.368,94 |
35.175 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und
Systemtechnik, Leverkusen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Dynamit Nobel GmbH
Explosivstoff- und Systemtechnik, Leverkusen, - bestehend
aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben
wir den Lagebericht der Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff-
und Systemtechnik, Leverkusen, für das
Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März
2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
April 2023 bis zum 31. März 2024 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 19.
Dezember 2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Marco Feldhoff |
Angela Schroeder |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüferin |
|