DUDEN PAETEC GmbHLiquidiert

12435 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 34527
Vorher
PAETEC Gesellschaft für Bildung und Technik mbH
Eingetragen
8.9.2004
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Betrieb eines Verlags mit Schwerpunkten Lehr- und Lernmittel sowie Organisation, Erstellung und Vertrieb von Leistungen der pädagogischen Forschung, Beratung und Fortbildung. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte zu tätigen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

DUDEN PAETEC GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

Wirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2009

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Bildungsunternehmen haben sich im Jahre 2009 in vielen Bereichen wiederum stark verändert. Der Markt für Lernmittel ist im Jahr 2009 nicht weiter geschrumpft, sondern war vor allem im sogenannten Vormittagsmarkt für Schulbücher und Unterrichtsmaterialien nach Einschätzung des VdS Bildungsmedien e.V. stabil. Die Budgets für die Lernmittelfinanzierung wurden in den Bundesländern nicht weiter gesenkt. Allerdings gehen in vielen Ländern die äußeren Anlässe für steigende Schulbuchbeschaffungen aufgrund des Auslaufens von Lehrplanreformen zurück. In den neuen Bundesländern, dem bisherigen Hauptabsatzmarkt des Duden Schulbuchverlages, ist der Rückgang der Schülerzahlen jetzt in der Sekundarstufe II angekommen, beeinflusste 2009 noch den Absatzmarkt, wird aber in den nächsten Jahren den Markt nicht mehr wesentlich tangieren. In der Grundschule steigt die Schülerzahl sogar wieder leicht an.

Die staatlichen Mittel für integrative Lerntherapien in Berlin sind in den letzten Jahren weiter leicht gestiegen. Lerntherapien werden von den Jugendämtern bereitwilliger bewilligt bzw. verlängert. Der Honorarsatz für die Therapieeinrichtungen wurde leicht erhöht. Gestiegen ist weiter die Bereitschaft von Eltern, Lerntherapien auch privat zu finanzieren.

Für die Arbeit als Bildungsträger auf den Gebieten der beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie des Personalservices haben sich die politischen Rahmenbedingungen für öffentliche Aufträge 2009 stark verschlechtert. Die Mittel des neuen Europäischen Sozialfonds (ESF) wurden Anfang 2009 drastisch gekürzt. Im 2. Halbjahr standen dann noch einmal deutlich weniger ESF-Mittel zur Verfügung. Zudem erfolgte eine inhaltlich andere Ausrichtung. Maßnahmen bzw. Teilnehmer, die eine Förderung durch Bildungsgutscheine oder durch andere Geldgeber (wie BAMF) erhalten können, werden ab sofort nicht mehr durch den ESF finanziert. Aufgrund der neuen Regelungen zur Kurzarbeit, die in der Wirtschaftskrise großzügig und verlängert gewährt wird, kam der Markt für das Outplacementgeschäft, einem Schwerpunkt der Wirtschaftsakademie, im Jahr 2009 zum erliegen.

Der Gesellschafterwechsel beim Bibliographischen Institut AG, Mannheim im 1. Halbjahr 2009 hat sich auch auf die Geschäftsbedingungen der Duden Paetec GmbH ausgewirkt. Es wird weiter daran festgehalten, die Marke "Duden" auch zu einer Lernmarke zu entwickeln. Andererseits werden innerhalb der Cornelsen Verlagsgruppe nun neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Synergie auch für die Duden Paetec GmbH in Zukunft erschlossen. Einzelne Geschäftsfelder, wie die der Paetec Wirtschaftsakademie, werden in ihrer strategischen Bedeutung für die gesamte Unternehmensgruppe neu bewertet.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Die veränderten Rahmenbedingungen haben sich 2009 auch auf die Geschäftsentwicklung der Duden Paetec GmbH ausgewirkt. Der Gesamtumsatz des Unternehmens konnte im Jahr 2009 wieder gesteigert werden und liegt bei 13,2 Mio. €, wobei die drei Unternehmensbereiche unterschiedlich zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitrugen. Während die Institute für Lerntherapie und der Schulbuchverlag ihre Umsätze z. T. deutlich steigerten, musste die Wirtschaftsakademie einen Umsatzeinbruch und deutliche Verluste in ihren Geschäftsfeldern hinnehmen.

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der Ertragsteuern einen Jahresfehlbetrag von - 850 T€ und einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von - 5,56 Mio. € aus. Wesentliche Gründe für diese Ergebnisentwicklung im Jahre 2009 sind in den dramatisch negativen Marktbedingungen für die Wirtschaftsakademie zu sehen. Darüber hinaus beginnen sich die Neuentwicklung eines Grundschulprogramms sowie eines Gymnasialprogramms für die alten Bundesländer und der Aufbau des Vertriebs in den alten Bundesländern erst schrittweise in Umsätzen und Ergebnissen niederzuschlagen. Diese Investitionen der vergangenen Jahre führen erst jetzt zu den angezielten Umsätzen und damit zur einer Refinanzierung. Im Hinblick auf die vorgenommenen Prognosen werden aus den Investitionen mittelfristig positive Ergebnisse erwartet. Zur Abwendung der Überschuldung der Gesellschaft trat die Gesellschafterin gemäß Rangrücktrittserklärung vom 1. Oktober 2009 mit einer Darlehensforderung in Höhe von bis zu T€ 9.518 hinter die Forderungen aller anderen Gläubiger in der Weise zurück, dass ihre Forderung nur aus zukünftigen Gewinnen, aus einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freien Vermögen der Gesellschaft erfüllt wird.

Entwicklung des Schulbuchverlages

Der Umsatz des Verlages konnte im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf über 10,4 Mio. € gesteigert werden. Die Umsatzsteigerungen betreffen sowohl den Vormittagsmarkt als auch den Nachmittagsmarkt. Die Umsätze des Verlages im Nachmittagsmarkt in Kooperation mit dem Bibliographischen Institut AG, Mannheim bleiben weiter eine wichtige Umsatz- und Ertragssäule des Schulbuchverlages auf einem hohen Niveau.

Die Umsätze im Vormittagsmarkt haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Umsatzsteigerung ist wesentlich besser als die Entwicklung auf dem Gesamtmarkt. Die Umsatzsteigerungen betreffen sowohl die alten Bundesländer wie auch die neuen Bundesländer, vor allem in den Schwerpunktländern Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Der Umsatz mit dem neuen Grundschulprogramm ist weiter gestiegen. Mit einzelnen naturwissenschaftlichen Fächern ist in Nordrhein-Westfalen ein erfolgreicher Markteinstieg in den Gymnasialmarkt gelungen. Der Marktauftritt in der Sekundarstufe II in Sachsen war ein überragender Erfolg. Auch der Umsatz in Thüringen hat sich aufgrund einer schnellen Reaktion auf neue Unterrichtsfächer wesentlich besser als in den Vorjahren entwickelt. Lediglich im Bundesland Berlin musste ein Umsatzrückgang hingenommen werden.

Für die Ausweitung der Marktbearbeitung des Verlages in Richtung der alten Bundesländer und in Richtung Grundschule machen sich die in den vergangenen Jahren vorgenommenen Erweiterungen der Vertriebsstrukturen durch zusätzliche Außendienstmitarbeiter und neue Marketinginstrumente positiv bemerkbar.

Entwicklung der Institute für Lerntherapie

Der Umsatz der Institute für Lerntherapie lag 2009 wiederum mit 35 % deutlich über dem des Vorjahres. Bei den eigenen Berliner Instituten sind die von Jugendämtern finanzierten Therapien weiter gestiegen. Zugelegt haben aber auch die von Eltern privat finanzierten Therapien. Zum 01.01.2009 wurden die Institute in Berlin-Zehlendorf und Berlin-Spandau von einem Franchisenehmer, der aus Altersgründen aufgehört hat, übernommen und erfolgreich in das System der Berliner Institute integriert. Alle eigenen Standorte in Berlin und Potsdam konnten 2009 ihre Umätze und ihre Wirtschaftlichkeit erheblich steigern. Vor allem die eigenen Institute trugen wesentlich zu den überaus positiven Betriebsergebnissen der Institute für Lerntherapie bei. Ende 2009 haben die Berliner Duden Institute für Lerntherapie zudem erfolgreich den Qualitätscheck der Berliner Senatsverwaltung und der Jugendämter absolviert und damit eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Finanzierung von Lerntherapien durch die Jugendämter erfüllt.

Die Lizenzerlöse aus dem Franchisesystem haben sich im Vergleichszeitraum planmäßig entwickelt und weiter deutlich erhöht. Im Jahre 2009 wurden wieder neue Franchisenehmer gewonnen und ausgebildet, die zu Beginn des Jahres 2010 ihre Arbeit in Düsseldorf und Wien aufgenommen haben. Derzeit gibt es 21 Franchisepartner, die Duden Institute für Lerntherapie an ca. 50 Standorten in Deutschland selbstständig betreiben. Im Jahre 2009 wurden die Duden Institute für Lerntherapie dem Systemcheck des Deutschen Franchiseverbandes als Franchisegeber unterzogen. Diesen Systemcheck haben die Duden Institute mit großem Erfolg bestanden und sind somit geprüftes Mitglied dieses Verbandes. Gleichzeitig erhielten die Duden Institute bei dieser Prüfung den F&C-Award in Gold 2009 für eine überaus hohe Partnerzufriedenheit. Im Franchisesystem der Institute für Lerntherapie wurden Qualitätsstandards eingeführt und bei allen Standorten und Partner durchgesetzt.

Entwicklung der PAETEC Wirtschaftsakademie

Die Wirtschaftsakademie konnte die positive Entwicklung aus dem Vorjahr im Jahr 2009 nicht fortsetzen, obwohl das Geschäftsjahr zunächst positiv begann. Die äußeren Rahmenbedingungen haben sich jedoch im Verlaufe des Jahres erheblich und z. T. überraschend schnell verschlechtert. Die Mittel des neuen Europäischen Sozialfonds (ESF) wurden stark gekürzt und erhielten eine neue inhaltliche Ausrichtung, so dass für eine Reihe von Maßnahmen keine Kofinanzierung aus dem ESF mehr zur Verfügung stand. Ein bereits genehmigter und durchgeplanter Großauftrag mit dem Jobcenter wurde grundlos unmittelbar vor Beginn abgesagt und konnte nicht durch andere Maßnahmen entsprechend kompensiert werden. Aufgrund der neuen Regelungen der Bundesregierung zur Kurzarbeit kam der Markt für das Outplacementgeschäft im Jahr 2009 zum erliegen. Demzufolge gelang es auch nicht, im Jahr 2009 neue Outplacementaufträge zu beginnen. Erst zu Beginn des Jahres 2010 wurden wieder solche Aufträge akquiriert und gestartet.

Lediglich das privat oder von Unternehmen finanzierte Fortbildungsgeschäft hat sich 2009 positiv entwickelt und konnte die Erwartungen sogar überbieten. Dabei hat sich auch der Umzug dieses Bereiches in den neuen Standort der TwinTowers in Berlin-Treptow mit den besseren räumlichen Möglichkeiten positiv bemerkbar gemacht.

Aufgrund des schwierigen geschäftlichen Umfeldes haben sich Umsatz und Ergebnis der Wirtschaftsakademie in 2009 negativ entwickelt. Allein der Umsatz der Wirtschaftsakademie ist um 33 % gesunken. Es wurde eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Trotzdem konnte der Umsatzeinbruch im Betriebsergebnis durch die Einsparmaßnahmen nicht kompensiert werden. Da sich die Umfeldsituation im geförderten Bereich weiter als schwierig erweist, hat sich die Duden Paetec GmbH entschlossen, sich von diesem Geschäftsfeld zu trennen. Die entsprechende Abteilung der Wirtschaftsakademie wurde zum 31.03.2010 verkauft.

Zweigniederlassungen und Tochterunternehmen

Als Zweigniederlassungen bestehen derzeit sechs Duden Institute für Lerntherapie in Berlin und eins in Potsdam. Ferner gibt es die Grundschulredaktion des Duden Schulbuchverlages als nichtselbständige Betriebsstätte, die im März 2009 in die Büroräume des Bibliographischen Instituts AG nach Mannheim umgezogen ist. Die PAETEC Wirtschaftsakademie unterhält einen Standort in Hamburg.

Die NBV Neue Bildungsmedien Versandbuchhandlung GmbH konnte ihren Umsatz in 2009 wiederum steigern und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 20 T€, der auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Duden Paetec GmbH abgeführt worden ist.

Die PVG PAETEC Vermittlungsgesellschaft mbH, als Transfergesellschaft für Aufträge der PAETEC Wirtschaftsakademie, erwirtschaftete 2009 einen Jahresfehlbetrag von - 40 T€, der auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ebenfalls von der Duden Paetec GmbH ausgeglichen wird.

Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Für den Markt für Lern- und Lehrmittel kann für 2010 von einem stabilen bzw. leicht wachsenden Markt ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass in einigen Bundesländern, besonders in Sachsen-Anhalt für die Sekundärschulen, in diesem Jahr die neuen Kernlehrpläne für die Schulbuchbeschaffung wirksam werden.

Zur Einführung der neuen Kernlehrpläne in Sachsen-Anhalt, aber auch in Baden Württemberg in der Sekundarstufe II und in Nordrhein-Westfalen, sind durch den Duden Schulbuchverlag komplett neue und speziell auf diesen Markt ausgerichtete Lehrwerke entwickelt worden. Das Programm und die Marketingaktivitäten für die Lehrplanreform des Gymnasiums in Bayern wird für die Klasse 12 weitergeführt. Die Marketingaktivitäten in den alten Bundesländern werden generell verstärkt.

Das Grundschulprogramm für die neuen und alten Bundesländer liegt nunmehr komplett mit vielen Differenzierungsmöglichkeiten für Deutsch, Mathematik und Sachunterricht vor. Hinzu kommt in 2010 die Erweiterung des Grundschulprogramms um ein neues Lehrwerk für den offenen Sachunterricht. Die Vermarktung des gesamten Grundschulprogramms wird 2010 mit dem Schwerpunkt Baden-Württemberg vorgenommen.

Für die Duden Institute für Lerntherapie in Berlin wird weiter daran gearbeitet, die übernommenen Institute in Zehlendorf und Spandau weiter zu entwickeln und die Anzahl der Therapien zu erhöhen. Schwerpunkt der Institutsarbeit bleibt die Expansion des Franchisesystems.

Die Markt- und Auftragslage für die PAETEC Wirtschaftsakademie stellt sich zu Beginn des Jahres 2010 besser als im Vorjahr dar. Die Akademie ist derzeit mit Maßnahmen der beruflichen Fortbildung, des Jobcoachings sowie des privat finanzierten Outplacements ausgelastet.

Nach dem derzeitigen Stand kann von einer Umsatzsteigerung im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr ausgegangen werden. Insgesamt wird ein Umsatz von ca. 13,5 Mio. € angestrebt. Für das Jahr 2010 wird insgesamt mit einem positiven Betriebsergebnis gerechnet.

 

Berlin, am 25. Februar 2010

Dr. Gerd-Dietrich Schmidt

Ulrich Granseyer

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 114.374,10 90
II. Sachanlagen 151.211,62 176
III. Finanzanlagen 50.000,00 50
315.585,72 316
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 959.741,64 879
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.153.356,43 4.479
5.113.098,07 5.358
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.056.058,01 1.090
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.192,45 69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 130.916,34 137
1.203.166,80 1.296
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 391.176,46 386
6.707.441,33 7.040
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.921,40 71
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 5.575.824,51 4.726
12.614.772,96 12.153

PASSIVA

31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Bilanzverlust - 6.075.824,51 - 5.226
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.575.824,51 4.726
0,00 0
B. EINLAGEN DER STILLEN GESELLSCHAFTER 748.169,47 774
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 50.779,00 46
2. Steuerrückstellungen 0,00 14
3. Sonstige Rückstellungen 291.930,00 297
342.709,00 357
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.142.826,30 1.156
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.199,87 160
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.086.918,36 9.453
4. Verbindlichkeiten aus Steuern 112.960,89 113
5. Sonstige Verbindlichkeiten 104.210,07 102
11.495.115,49 10.984
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.779,00 39
12.614.772,96 12.154

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009

2009
EUR
2008
TEUR
1. Umsatzerlöse 13.192.068,69 12.621
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 256.196,02 120
3. Sonstige betriebliche Erträge 324.175,39 400
4. Materialaufwand - 4.256.451,63 - 4.528
5. Personalaufwand - 5.630.323,23 - 5.482
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 111.555,53 - 120
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.464.654,10 - 3.686
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 19.849,02 48
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.717,94 16
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme - 39.916,44 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 635.927,64 - 620
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 847.213,55 - 1.231
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.803,85 - 13
14. Jahresfehlbetrag - 850.017,40 - 1.244
15. Verlustvortrag - 5.225.807,11 - 3.982
16. Bilanzverlust - 6.075.824,51 - 5.226

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht zur Darstellung gesetzlich bestimmter Sachverhalte in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang besteht, erfolgen die Angaben teilweise im Anhang. Weiterhin sind gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einige Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen worden, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde anders als in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend § 265 Abs. 2 HGB angepasst. Die Umstellung erfolgte zur Anpassung an das Berichtswesen der Cornelsen Verlagsgruppe.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und in der Regel innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Nutzung vertraglich zeitlich begrenzt sind, werden entsprechend der vertraglichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die steuerlich aktivierungspflichtigen Kosten. Alter und eingeschränkte Verwendbarkeit der Vorräte werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % und den Heubeck-Richttafeln 2005 G angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung.

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 423.937,75 7.874,89 0,00 431.812,64
Geleistete Anzahlungen 0,00 45.909,08 0,00 45.909,08
423.937,75 53.783,97 0,00 477.721,72
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 2.767,24 0,00 0,00 2.767,24
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.478,21 58.295,98 9.200,89 1.444.573,30
1.398.245,45 58.295,98 9.200,89 1.447.340,54
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
1.872.183,20 112.079,95 9.200,89 1.975.062,26
WERTBERICHTIGUNGEN
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 333.894,36 29.453,26 0,00 363.347,62
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
333.894,36 29.453,26 0,00 363.347,62
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.085,74 158,88 0,00 1.244,62
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.221.064,38 81.943,39 8.123,47 1.294.884,30
1.222.150,12 82.102,27 8.123,47 1.296.128,92
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.556.044,48 111.555,53 8.123,47 1.659.476,54
BUCHWERTE
31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 68.465,02 90.043,39
Geleistete Anzahlungen 45.909,08 0,00
114.374,10 90.043,39
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.522,62 1.681,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.689,00 174.413,83
151.211,62 176.095,33
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
50.000,00 50.000,00
315.585,72 316.138,72

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2009
EUR
2008
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.056.058,01 1.090
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0,00) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.192,45 69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0,00) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 130.916,34 137
davon gegen Gesellschafter (0,00) (23)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (103.588,45) (89)
1.203.166,80 1.296

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen, zu erwartende Verpflichtungen aus rückständigen Urlaubsansprüchen der Belegschaft, ausstehende Remittenden, Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie für rechtliche und vertragliche Verpflichtungen.

6. Verbindlichkeiten

2009
EUR
2008
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.142.826,30 1.156
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (1.142.826,30) (1.156)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.199,87 160
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (48.199,87) (160)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.086.918,36 9.453
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (10.086.918,36) (9.453)
Verbindlichkeiten aus Steuern 112.960,89 113
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (112.960,89) (113)
Sonstige Verbindlichkeiten 104.210,07 101
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (104.210,07) (101)
11.495.115,49 10.983

Es liegen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren vor. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

7. Materialaufwand

2009
EUR
2008
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 81.299,47 90
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.175.152,16 4.438
4.256.451,63 4.528

8. Personalaufwand/Mitarbeiter

2009
EUR
2008
TEUR
Löhne und Gehälter 4.679.377,73 4.552
Soziale Abgaben 874.436,06 850
Aufwendungen für Altersversorgung 76.509,44 80
5.630.323,23 5.482

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 133 (Vorjahr: 130) Mitarbeiter beschäftigt.

9. Zinsergebnis

2009
EUR
2008
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.717,94 16
davon aus verbundenen Unternehmen (64,75) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 635.927,64 - 620
davon an verbundene Unternehmen (539.880,25) (434)
- 624.209,70 - 604

Sonstige Angaben

10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

2009
TEUR
2008
TEUR
Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen 3.462 3.424
fällig im nächsten Jahr 679 640
fällig in 1 - 5 Jahren 1.822 1.597
fällig nach Ablauf von 5 Jahren 961 1.187
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen 767 716
fällig im nächsten Jahr 728 716
fällig in 1 - 5 Jahren 39 0
fällig nach Ablauf von 5 Jahren 0 0

11. Anteilsbesitz

Anteil am Kapital
v.H.
Währung Eigenkapital
Währung '000
Jahresergebnis vor
Ergebnisabführung
Währung '000
NBV Neue Bildungsmedien Versandbuchhandlung GmbH, Berlin 100 EUR 16 20
PVG PAETEC Vermittlungsgesellschaft mbH, Berlin 100 EUR 25 - 40

Es besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag mit der DUDEN PAETEC GmbH.

12. Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss wird einbezogen in den Konzernabschluss des Verlages Bibliographisches Institut AG, Mannheim, einsehbar im Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) unter HRB 0153, der den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Cornelsen Verlagsholding GmbH & Co., Berlin.

13. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag von EUR 850.017,40 sowie den Verlustvortrag von EUR 5.225.807,11 auf neue Rechnung vorzutragen.

14. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung oblag

 

Herrn Dr. Gerd-Dietrich Schmidt, Verlagsmanager, Falkensee

 

Herrn Ulrich Granseyer, Verlagsmanager, Worms

 

Herrn Hans-Jörg Düllmann, Verlagsmanager, Weinheim (bis 31.08.09)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Berlin, 25. Februar 2010

Dr. Gerd-Dietrich Schmidt

Ulrich Granseyer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DUDEN PAETEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 26. Februar 2010

H.-F. Breiler & H.-J. Schnabl OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schnabl, Wirtschaftsprüfer

Schuchmann, vereidigter Buchprüfer

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde am 26.03.2010 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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