Linamar Motorkomponenten GmbH
Linamarstraße 2, 08141 Reinsdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marian Caspar Johann Pho Duc seit 25.9.2025 | Prokura |
Catrina Ellena Cook seit 10.6.2025 | Prokura |
Joachim Helmut Dipl.-Ing. Prölß seit 14.1.2025 | Geschäftsführer |
Olivier Rabeyrin seit 14.1.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Linamar Hungary Autóipari és Gépgyártó Zártkörűen Működő Részvénytársaság | 94.00% |
Linamar Corporation | 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linamar Motorkomponenten GmbHCrimmitschauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 20221. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft ist als Linamar Motorkomponenten GmbH, Crimmitschau, (nachstehend "Gesellschaft" oder "LMK" genannt) unter der Nummer HRB 28218 im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz eingetragen. LMK ist ein Tochterunternehmen des global agierenden Linamar-Konzerns mit internationalen Aktivitäten auf dem Gebiet der Antriebstechnik für die Automobilindustrie, Industrie und Schifffahrt. Gegenstand der Gesellschaft sind die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Komponenten für Verbrennungsmotoren und verwandter Produkte, insbesondere für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie sowie damit verbundene Dienstleistungen. Schwerpunkte der wirtschaftlichen Tätigkeit sind die mechanische Bearbeitung von Zylinderkopfhauben, Nocken- und Ausgleichswellen sowie von Zylinderblöcken und Zylinderköpfen. Zwischen der LMK und der Linamar GmbH, Crimmitschau, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, der im Geschäftsjahr 2014 wirksam wurde. Über den Ergebnisabführungsvertrag besteht seit 1. Januar 2014 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Linamar GmbH als Organträgerin. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Wirtschaftswachstum für 2022 bei 1,8% und damit um 1,4% unter dem des Jahres 2021. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Material- und Lieferengpässe setzen sich auch in 2022 fort und wurden produktabhängig durch den Krieg in der Ukraine verschärft. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten. Der Ukraine-Krieg, die massiv gestiegenen Energiekosten, die anhaltend hohe Inflation sowie die mit der Verunsicherung einhergehende rückläufige Nachfrage haben besonders im ersten Halbjahr 2022 zu rückläufigen Neuzulassungen in Deutschland geführt. Erst im zweiten Halbjahr konnte der Trend umgekehrt werden - am Ende wurde nur 1% mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Damit bleiben die Neuzulassungen in Deutschland weiterhin weit hinter den Vorkrisenzahlen des Jahres 2019 zurück (-26%). Im Gesamtjahr 2022 wurden in der EU lediglich 9,26 Mio. Neufahrzeuge zugelassen und damit 4,6% weniger als im Vorjahr. Das ist damit der niedrigste Wert seit über 20 Jahren. Ausschlaggebend für die Entwicklung in 2022 sind, wie in Deutschland auch, die Folgen des Ukraine-Krieges sowie die weiterhin existierenden Probleme in der Materialversorgung, vor allem bei der Verfügbarkeit von Mikrochips. Die Situation zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Während, wie bereits erwähnt, in Deutschland ein kleines Plus zu verzeichnen ist, muss Italien einen Rückgang von fast 10% feststellen, in Frankreich sind es knapp 8% und in Spanien ca. 5% weniger. Der Volkswagen-Konzern bleibt mit ca. 2,3 Mio. Fahrzeugen weiterhin der Marktführer in der EU. Es folgen Stellantis mit ca. 1,8 Mio. Fahrzeugen sowie der Renault-Konzern mit knapp einer Million Fahrzeugen. Der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge in der EU ist in 2022 weiter gestiegen. Der Anteil an den Neuzulassungen erhöhte sich um 3% auf 12,1%. Hybridfahrzeuge erreichten einen Anteil von 22,6%. (Quellen: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA); Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Automobilhersteller-Verband ACEA) 2.2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte sich auch in 2022 den anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie den eingeschränkten bzw. unterbrochenen Lieferketten nicht entziehen. Insgesamt hatten die globalen und auf dem europäischen Markt überproportionalen Absatzrückgänge auch Auswirkungen auf LMK. In der Folge konnte das Ende 2021 ausgegebene Umsatzziel von T€ 81.278 (einschließlich Werkzeugverkäufen) mit T€ 77.817 nicht vollständig erreicht werden. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies jedoch einen Umsatzzuwachs von T€ 1.137 (+1,5%) dar. Die Zertifizierungen nach IATF 16949:2016 (Qualitätsmanagement), nach DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) und nach DIN EN ISO 50001:2018 (Energiemanagement) wurden in 2022 durch entsprechende Überwachungsaudits bestätigt. 3. Lage3.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 77.817 (Vorjahr: T€ 76.680). Diese entfallen im Wesentlichen auf die Lieferung von Zylinderkopfhauben, Nockenwellen, Ausgleichswellen, Zylinderköpfen und -blöcken sowie von montierten Baugruppen (T€ 75.733). Weitere Umsätze resultieren mit T€ 695 aus Werkzeugverkäufen (Vorjahr T€ 3.620). Die sonstigen Umsatzerlöse (vorwiegend Schrotterlöse sowie Erlöse aus Gewährleistungsvorgängen) werden gemäß § 277 Abs. 1 HGB ausgewiesen und betragen für das Berichtsjahr T€ 1.389 (Vorjahr: T€ 594). Der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 104,6% (Vorjahr: 101,8%). Durch einen veränderten Produktmix erhöhte sich der Materialanteil in 2022 von 58,8% auf 62,7% und beträgt für das Berichtsjahr unter Ausklammerung bezogener Leistungen T€ 48.749 (Vorjahr: T€ 45.121). Die Personalkosten einschließlich der Kosten für Leiharbeitnehmer stiegen gegenüber 2021 verhältnismäßig geringfügig um T€ 346 auf T€ 13.407, wobei sich die Personalkostenquote von 17,0% auf 17,2% erhöhte. Die Kostenarten Werkzeugkosten (Verbrauchswerkzeuge), Messmittel, Hilfsstoffe und Instandhaltungskosten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 4.366 gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.976). Auch in Relation zum Umsatz stellt dies eine Erhöhung von 5,5% auf 5,8% dar, was insbesondere auf signifikante Preissteigerungen im Bereich von Werkzeugen und Ersatzteilen zurückzuführen ist. Die Kosten schlechter Qualität sind sowohl absolut als auch im Verhältnis zum Umsatz gestiegen. Sie betragen in 2022 T€ 1.207 (Vorjahr T€ 1.034) und belaufen sich damit auf 1,6% des Umsatzes (Vorjahr 1,4%). Für potenziell verlustbringende Projekte wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 3.315 (Vorjahr: T€ 0) gebildet, die in den sontigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Die übrigen Betriebserträge und -aufwendungen spiegeln grundsätzlich den normalen Geschäftsbetrieb wider. Unter Berücksichtigung von Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 1.578 (Vorjahr: T€ 1.575), die vorwiegend aus der Verzinsung eines konzerninternen Darlehens resultieren, ergibt sich ein Verlust in Höhe von T€ 7.390 (Vorjahr: T€ 5.487), der entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag von der Linamar GmbH übernommen wird. 3.2. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft finanziert ihren Geschäftsbetrieb grundsätzlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln. Trotz der negativen Auswirkungen der verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Krisen gelang dies auch im Geschäftsjahr 2022. Im positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ 11.036) drückt sich die solide Finanzlage der Gesellschaft aus. Aus den selbst erwirtschafteten Mitteln konnten die Zahlungsmittelabflüsse für die Investitions- und Finanzierungstätigkeit gedeckt werden. Die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich auf T€ 4.551. Gegenstand der Auszahlungen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit waren geleistete Zinszahlungen (T€ 1.556) sowie der Ausgleich der Vorjahresergebnisabführungsforderung durch die Linamar GmbH (T€ 5.487). Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 14.054 (Vorjahr: T€ 8.992). Die Gesellschaft ist durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 66.735 und liegt damit um T€ 5.747 über dem Vorjahr (T€ 60.988). Auf der Aktivseite bildet im Gegensatz zu den Vorjahren nunmehr das Umlaufvermögen mit T€ 39.116 und 58,7% der Bilanzsumme den größten Posten. Dabei sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag mit T€ 33.033 bilanziert und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 12.534 erhöht. Dies resultiert aus deutlich gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die zum Bilanzstichtag T€ 22.630 betragen und sich im Wesentlichen aus konzerninternen Cashpool-Forderungen (T€ 14.054) sowie aus dem Anspruch auf Verlustübernahme gegen die Linamar GmbH in Höhe von T€ 7.390 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags zusammensetzen. Die Vorräte sind zum 31. Dezember 2022 mit T€ 6.076 bilanziert und haben sich somit gegenüber dem Vorjahresstichtag um T€ 364 erhöht. Das Anlagevermögen ist mit 40,5% der Bilanzsumme (Vorjahr: 56,5%) der zweitgrößte Posten auf der Aktivseite, wobei die Grundstücke und Bauten mit einem Anteil von 52,2% nun den Großteil des Anlagevermögens ausmachen (Vorjahr: Technische Anlagen und Maschinen mit 52,9%). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens betragen zum Bilanzstichtag T€ 92.460. Davon entfallen T€ 3.196 auf Anzahlungen und Anlagen im Bau. Im Wesentlich führen planmäßige Abschreibungen bei vergleichsweise moderater Investitionstätigkeit zu einer Reduzierung des Anlagevermögens um T€ 7.405 gegenüber dem Vorjahresstichtag. Auf der Passivseite ist die Erhöhung der Bilanzsumme vorrangig auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die zum Stichtag T€ 9.224 betragen und damit um T€ 3.139 über dem Vorjahreswert liegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Stichtag mit T€ 47.385 (31. Dezember 2021: T€ 47.572) bilanziert und bestehen mit T€ 44.488 überwiegend aus Darlehensverbindlichkeiten einschließlich Zinsen. Sie bilden weiterhin den größten Posten auf der Passivseite. 3.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung des Unternehmens basiert auf einem konzernweiten Bewertungssystem. Dieses besteht aus Kennzahlen der Bereiche Kunden-, Mitarbeiter- und finanzielle Zufriedenheit. Zu den Indikatoren gehören u.a. die Anzahl Kundenreklamationen, fristgerechter Projektanlauf, die Fluktuationsrate, die Anzahl der Verbesserungsvorschläge, das operative Ergebnis und das Working Capital. Außerdem wird einmal im Jahr die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für die Zukunft ermittelt und im Folgenden monatlich anhand der aktuellen Werte überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Zur Bestimmung der wirtschaftlichen Lage werden nachfolgende Leistungsindikatoren hinzugezogen, z.B. Bestimmung des Umsatzes pro Mitarbeiter (ohne Auszubildende), Umsatzrendite, Non Cash Working Capital. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung 2019 bis 2022:
* Ergebnis vor Steuern (ohne Ergebnisabführung) / Umsatz Die in der Vorjahresprognose ausgedrückten Erwartungen für den Umsatz (T€ 81.278) konnten mit T€ 77.817 aufgrund der bereits beschriebenen anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen nicht vollständig erfüllt werden. Auch die geplante Umsatzrendite (4,22%) wurde mit -9,46% aufgrund der vielfach beschriebenen Negativeinflüsse auf den Geschäftsverlauf nicht erreicht. Das Ziel für den Umsatz pro Mitarbeiter (T€ 258,0) wurde jedoch mit T€ 262,9 übertroffen. Auch im Bereich des Non-cash working capital konnte die Prognose von T€ 5.944 durch verschiedene kurz- und mittelfristige Maßnahmen des Managements mit T€ 4.488 erheblich unterschritten werden. Gegenüber dem Vorjahresstichtag (T€ 3.192) stellt dies zwar eine Erhöhung um etwa 41% dar. Dies spiegelt jedoch im Wesentlichen den Geschäftsverlauf sowie den veränderten Auftragsmix wider. Das Unternehmen beschäftigt zum 31. Dezember 2022 110 direkte Mitarbeiter (Vorjahr: 112) und 184 indirekte Mitarbeiter (Vorjahr: 186). In den Bereichen Produktion, Qualität, Instandhaltung und Versand wurde vorwiegend im 3-Schicht-System und in rollender Woche gearbeitet. Um auch den zukünftigen Personalbedarf zu decken, bildet LMK weiterhin eigene Mitarbeiter aus. Zum 31. Dezember 2022 waren acht Auszubildende bei LMK beschäftigt (Vorjahr: 8). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit entwickelt sich wie folgt:
Die Fluktuationsrate konnte in 2022 gegenüber dem Vorjahr von 5,6% auf 4,1% gesenkt werden. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigt sichweiter leicht steigend und folgt damit dem Alter der Gesellschaft. Die LMK baut folglich auf ihre Stammbelegschaft und erweist sich als sicherer sowie zuverlässiger Arbeitgeber. Die Beschaffung von qualifiziertem Personal erwies sich im Berichtsjahr aufgrund der Arbeitsmarktsituation weiterhin als sehr anspruchsvoll. Deshalb legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und des Managements. 3.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Lage des Unternehmens wird trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie des herausfordernden Branchenumfeldes im mittel- und langfristigen Ausblick als günstig bewertet. Insbesondere der Zugewinn von umfangreichen Neuprojekten mit Anlauf in 2023 und 2024, eine solide Finanzierung aus selbst erwirtschafteten Mitteln in Kombination mit der Einbindung in die Konzernfinanzierungsstrukturen (Cashpool, Konzerndarlehen) sowie die Konzentration auf wenige Großkunden mit langfristigen Vertragsbeziehungen bilden dafür die Voraussetzungen. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1. Prognosebericht Die Leistungsindikatoren wurden Ende des Jahres 2022 wie folgt prognostiziert:
* Ergebnis vor Steuern (ohne Ergebnisabführung) / Umsatz Entgegen der Prognosen des Jahres 2022, die von einer Rezession in Deutschland für 2023 ausgingen, wird nach dem letzten Jahreswirtschaftsbericht das Wachstum der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2023 bei ca. 0,2% liegen. Für 2024 geht der Sachverständigenrat von einem ähnlichen Wachstum wie in 2022 (1,8%) aus. Laut einem Beschluss des EU-Parlaments dürfen ab 2035 nur noch Elektrofahrzeuge innerhalb der EU neu zugelassen werden. Dies wird sich mittel- bis langfristig auch auf die Produktion von LMK auswirken. Insgesamt wird für 2023 ein Anstieg um ca. 13% auf 12,7 Mio. Neuzulassungen innerhalb der EU erwartet. Weltweit wird für die Neuzulassungen eine Zunahme von etwa 4% auf 74,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Nach vorläufigem Ergebnis konnte für das Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzsteigerung von 18,2% gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Das Betriebsergebnis wird jedoch auch in 2023 aufgrund von umfangreichen Projektaus- und -anläufen in Verbindung mit Effizienzverlusten deutlich negativ ausfallen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung von mehr als 20% gegenüber 2023. Vor dem Hintergrund dieser deutlich erhöhten Umsatzerlöse sowie einer massiven Fokussierung auf effizienzsteigernde Maßnahmen geht LMK für 2024 von einem leicht positiven Betriebsergebnis aus. Die Liquiditätslage bleibt durch die Einbettung der Gesellschaft in das konzerninterne Cashpooling-Verfahren grundsätzlich stabil. Kurzfristige Engpässe können bei Bedarf aufgefangen und damit alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden. (Quellen: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA); Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Automobilhersteller-Verband ACEA; Sachverständigenrat Wirtschaft; Dataforce) 4.2. Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Linamar interne Risk Management System eingebunden. Regelmäßig, einmal in der Woche, finden Meetings der erweiterten Werksgeschäftsleitung (POC - Plant Operating Committee) statt, dem Vertreter aller Betriebsbereiche angehören. Hier werden die aktuellen Ergebnisse ausgewertet und die weitere Produktion auf Basis der neuesten Kundenabrufzahlen mit angepasstem Ressourcenbedarf geplant. Im Anschluss werden auf Gruppenebene die Business Unit Meetings (BUM) abgehalten. Dabei werden alle relevanten Risiken nach den Kategorien Kunde, Lieferanten, Mitarbeiter und Finanzen erläutert und ggf. an den COO (Chief Operating Officer) eskaliert. Bezüglich der Planung finden ebenfalls verschiedene Tools Anwendung. Monatlich werden die mittel- und langfristigen Kundenbedarfe in einer Grobplanung bewertet und mit den vorhandenen Kapazitäten abgeglichen. Daraus können sich ggf. andere Schichtmodelle, veränderte Personalbedarfe oder eine Anpassung der Bestände ableiten. Zudem erfolgt monatlich die Überarbeitung des Budgets (Forecast), um alle bekannten Veränderungen finanziell zu bewerten. Dies wird an Linamar Corporation übermittelt und dort konsolidiert. Die im "Prognosebericht" dargestellten Risiken unterliegen ebenso wie die operativen und kurzfristigen Risiken einer laufenden Kontrolle. Branchenspezifische Risiken Die Automobilindustrie als wesentlicher Kunde bestimmt primär die Geschäftserwartung der Gesellschaft. Die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen, messbar durch die Zulassungszahlen, bestimmt mit einer gewissen Verzögerung auch die Nachfrage nach unseren Erzeugnissen. Weiterhin bestimmen Einschränkungen entlang der automobilen Wertschöpfungsketten die Versorgungslage auf den Automobilmärkten. Verschärft wird die aktuelle Lage zudem durch den von Russland initiierten Angriffskrieg in der Ukraine. Dazu kommen weitere potenzielle geopolitische Konflikte zwischen den USA und China, die Auswirkungen auf die Lieferketten haben könnten. Zudem stellt die anhaltende Energie- und Rohstoffkrise weiterhin ein Risiko dar, wenngleich sich die Lage zwischenzeitlich etwas entspannt hat. Darüber hinaus könnte eine steigende Anzahl von Wettbewerbern, insbesondere aus Asien, Auswirkungen auf den Absatz der Gesellschaft haben. Im März 2023 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 281.361 PKW und damit 16,6% mehr PKW neu zugelassen als noch im Vorjahresmonat. Dies resultiert vor allem aus einem Zuwachs an gewerblichen Zulassungen. Die privaten Neuzulassungen steigen lediglich um 2,1%. Die Anzahl der Elektro PKW (BEV) lag mit 44.125 Neuzulassungen um 28% über dem Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der PKW mit hybridem Antrieb stieg um 11% auf 84.029 Neuwagen und macht damit einen Anteil von 29,9% der Neuzulassungen aus. Aufgrund der länderübergreifenden Verzahnung der Lieferketten in der Automobilindustrie kann mit Beeinträchtigungen durch längere Lieferwege und den zumindest zeitweiligen Wegfall von Zulieferern gerechnet werden. Langfristig ist eine Verschiebung der Nachfrage hin zu sparsameren oder alternativ angetriebenen Fahrzeugen zu vermuten. Zumindest wird der Trend zu batterieelektrischen Pkw sich fortsetzten. Ein zukünftiges Risiko für potentielle Folgeaufträge und Neugeschäfte bleibt die Lokalisierung und Gewinnung von Kunden auf den verschiedenen Weltmärkten und die Generierung von neuen Produkteinsatzgebieten. Durch "local content" - Regelungen kann eine Verlagerung der Produktion auf einen anderen Kontinent für die OEM's sinnvoll sein und dies wiederum die Vergabeentscheidung beeinflussen. Ertragsorientierte Risiken Weiterhin besteht die Gefahr der Unterauslastung der Maschinen und Anlagen, wenn die abgerufenen Stückzahlen der OEMs nicht den vertraglich vereinbarten Mengen entsprechen. Dies kann durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen hervorgerufen werden, die weder durch unsere Kunden noch durch die Gesellschaft beeinflussbar sind. Den damit verbundenen Ertragsausfällen kann mit geringeren Rohstoffabrufen und Kurzarbeit teilweise begegnet werden. Die in 2022 gestiegenen Einkaufspreise für Stahl konnten größtenteils an die Kunden weiter gegeben werden. Bei der Währungsumrechnung, unter anderem im Rahmen der Umsatzplanungen, ergeben sich durch Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro als Hauswährung und der Konzernwährung kanadischer Dollar Gewinn- und Verlustschwankungen. 4.3. Chancenbericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows der Gesellschaft. So wird beispielsweise eine vollständige Erholung der Energie- und Rohstoffpreise nach der durch die Ukraine-Krise hervorgerufenen Preisexplosion erst ab 2026 erwartet. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als in der Prognose dargestellt, können Umsatz und Ergebnis die Prognose deutlich übertreffen. Das Management sieht die Chance für weiteres Wachstum weiterhin in den chinesischen und US-amerikanischen Märkten, welche durch die Hauptkunden der Gesellschaft beliefert werden, sowie in geringerem Maße in der gesamten Euro-Zone, Mittel- und Osteuropa. Maßnahmen zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sind eingeleitet und werden konsequent vorangetrieben mit dem Ziel, die Marktposition auf längere Sicht zu optimieren. Der weitere Ausbau des Produktportfolios, die Produktoptimierung, die Optimierung von Produktionsprozessen, der Ausbau der Wachstumsregionen und neue Märkte in Verbindung mit der Internationalisierung sind mittel- bis langfristig die zentralen Wachstumstreiber. Die Integration in die Linamar-Gruppe und die daraus resultierenden Synergien bieten Wettbewerbsvorteile und das Potenzial von Kosteneinsparungen (z.B. Besteller bei der globalen Beschaffung von Rohstoffen). Darüber hinaus tragen die Mitarbeiter vor allem durch Innovationen zum nachhaltigen Wachstum und zur Steigerung der Profitabilität bei. Das Unternehmen verfügt über Instrumente zur Gewinnung, Entwicklung, Beibehaltung und Förderung von Mitarbeitern. Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Talente bei allen Mitarbeitern und für die firmeninterne Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung und Nachfolgeplanung von Mitarbeitern werden dabei optimiert und unter der Zielvorgabe des Linamar-Konzerns weiterentwickelt. Wenn diese Maßnahmen und Methoden einen besseren Fortschritt erzielen können als erwartet, kann sich dies positiv auf den Umsatz, die Ertragslage und den Cashflow auswirken. Die Integration in die Linamar Corporation bietet dem Unternehmen zusätzliche Synergien und Vorteile für die Wettbewerbsfähigkeit, die Internationalisierung, den Eintritt in neue Märkte und den Zugang zu neuen und anderen Kunden. Zum Beispiel kann die Fusion das Engagement auf dem chinesischen Markt beschleunigen. Ein weiterer Vorteil ist die Verbesserung der Fertigungstiefe und des Versorgungsportfolios, sodass sich die Geschäftseinheiten durch die Konzernstruktur optimal ergänzen können. 4.4. Gesamtaussage Insgesamt können für die Gesellschaft keine Risiken für die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit festgestellt werden. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Chancen und Risiken, der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwartet das Management keine besonderen oder aggregierten Risiken, die zu einer Bedrohung der Fortsetzung der Gesellschaft führen können. Vorhandene Risiken, die nicht den Ukraine-Konflikt betreffen, gelten als kontrollierbar, können aber, ähnlich wie die Chancen, auf die Prognosen wirken. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Finanzausstattung der Gesellschaft ist stabil und der Bedarf an liquiden Mitteln wird derzeit durch die bestehende Liquidität und die verfügbaren Kreditlinien abgedeckt. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben, Darlehen, übrige Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Darüber hinaus ist seit vielen Jahren die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kunden aufgebaut. Die Verbindlichkeiten werden in aller Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsbedingungen gezahlt. Die kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft wird überwiegend durch interne Konzernfinanzierungen gesichert. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Ein- und Auszahlungen gibt. Sofern in den finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken nachweisbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Um die Ausfallrisiken zu minimieren, unterhält die Gesellschaft ein entsprechendes Forderungsmanagement. Darüber hinaus werden Informationen über die Bonität des Kunden berücksichtigt und ausgewertet, bevor eine neue Geschäftsbeziehung angelegt wird. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. 6. Bericht über ZweigniederlassungenDas Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen. Zukunftsweisende InformationenBestimmte Informationen, die von der Gesellschaft in diesem Lagebericht veröffentlicht werden und kein Vortrag historischer Fakten sind, können zukunftsgerichtete Aussagen darstellen. Die Worte "kann", "würde", "könnte", "wird", "wahrscheinlich", "schätzen", "glauben", "erwarten", "planen", "prognostizieren" und ähnliche Ausdrücke sind als zukunftsgerichtete Aussagen gedacht. Leser werden darauf hingewiesen, dass solche Aussagen nur Vorhersagen sind und die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse erheblich abweichen können. Bei der Bewertung solcher zukunftsgerichteten Aussagen sollten die Leser insbesondere die verschiedenen Faktoren beachten, die tatsächliche Ereignisse oder Ergebnisse wesentlich von den in diesen vorausschauenden Aussagen abweichen lassen könnten. Solche zukunftsgerichteten Informationen können erhebliche Risiken und Unwägbarkeiten einbeziehen, die künftige Ergebnisse erheblich von denen abweichen lassen können, die ausdrücklich oder stillschweigend in den zukunftsgerichteten Aussagen von oder im Auftrag von der Gesellschaft genannt wurden. Zu einigen der Faktoren, Risiken und Unsicherheiten, aufgrund derer die Ergebnisse von den derzeitigen, in diesem Lagebericht besprochenen Erwartungen abweichen können, zählen beispielsweise Veränderungen in den verschiedenen Volkswirtschaften, in denen die Gesellschaft tätig ist, Schwankungen der Zinssätze, Umweltemissions- und -sicherheitsvorschriften, der Umfang des OEM-Outsourcings, Branchenzyklizität, Handel- und Arbeitsunterbrechungen, globale gesundheitliche Gefährdungslagen, weltpolitische Ereignisse, Preiszugeständnisse und Kostenabsorptionen, Verzögerungen bei der Programmeinführungen, die Abhängigkeit der Gesellschaft von bestimmten Motor- und Getriebeprogrammen und großen OEM Kunden, Währungsrisiko, technologische Entwicklungen von Wettbewerbern der Gesellschaft, umwelttechnische und ordnungspolitische Maßnahmen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, insbesondere aber die Dauer und die Intensität der Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie. Das Vorhergehende ist keine vollständige Liste der Faktoren, die sich auf die vorausschauenden Aussagen der Gesellschaft auswirken können. Diese und andere Faktoren sollten sorgfältig bedacht werden und die Leser sollten sich nicht unangemessen auf die zukunftsgerichteten Aussagen der Gesellschaft stützen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder die Gründe zu aktualisieren, aus denen heraus die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen der vorausschauenden Aussagen abweichen. Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022I. Allgemeine AngabenDie Linamar Motorkomponenten GmbH (LMK) hat ihren Sitz in Crimmitschau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz (HR B-Nr. 28218). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 und 4 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, von denen - soweit abnutzbar - planmäßige Abschreibungen abgesetzt sind. Die Abschreibungen werden linear im branchenüblichen Zeitraum vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei beweglichen und unbeweglichen Gütern des Anlagevermögens grundsätzlich linear vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht der branchenüblichen Nutzungsdauer. Die Vermögenswerte des Anlagevermögens werden wie folgt abgeschrieben:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich seit 2018 die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nominalwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, bestehend aus Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit fertigungsbedingt, unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter den aktiven/passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährte Investitionszuschüsse für Investitionen. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagen aufgelöst. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs im Entstehungszeitpunkt bewertet und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages und mangels Steuerumlagen erfolgt der Ausweis der aktuellen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (inklusive latenter Steuern) bei der Organträgerin, der Linamar GmbH, Crimmitschau, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse hat sich wie folgt entwickelt:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
Die Laufzeit des Darlehens (Nominalbetrag T€ 44.332; 31.12.2021: T€ 44.332) endet am 27. November 2024. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Zusammenhang mit dem "Cash Concentration Contract" besteht eine gesamtschuldnerische Haftung im Sinne des § 251 HGB zwischen der Linamar Financial S.à r.l., Luxembourg, und den teilnehmenden Gesellschaften, zu denen LMK zählt. Von einer Inanspruchnahme ist aufgrund der guten finanziellen Lage der Linamar Financial und des Linamar-Konzerns nicht auszugehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen bestehen für 2022 in Höhe von T€ 292. Darüber hinaus besteht zum 31. Dezember 2022 ein Bestellobligo in Höhe von T€ 63. Die Miet- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Stapler). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden entsprechend § 277 Abs. 1 HGB erfasst und ergeben sich aus der Produktion (T€ 75.270; Vorjahr: T€ 71.983), aus Werkzeugverkäufen (T€ 695; Vorjahr: T€ 3.620), aus Materialverwertung (T€ 463; Vorjahr: T€ 482) und aus sonstigen Erlösen (T€ 1.389; Vorjahr: T€ 594). Die Umsatzerlöse wurden zu 77% im Inland und zu 23% im Ausland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 6.438 (Vorjahr: T€ 2.011) sind u.a. Erträge aus der planmäßigen Auflösung von Sonderposten in Höhe von T€ 847 (Vorjahr: T€ 1.149) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 115 (Vorjahr: T€ 178), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 78; Vorjahr T€ 176) resultieren, enthalten. Des Weiteren sind Erträge aus Schadensersatzleistungen von Kunden in Höhe von T€ 3.228 (Vorjahr: T€ 89) enthalten. Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind die Aufwendungen für das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr in Höhe von T€ 28 (Vorjahr: T€ 24) enthalten. Es handelt sich hierbei um Abschlussprüfungsleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ 107) enthalten. Für potenziell verlustbringende Projekte wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 3.315 (Vorjahr: T€ 0) gebildet. Diese stellen Aufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB dar. VI. Sonstige AngabenGeschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte durch die nachfolgenden Geschäftsführer:
Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt. Sie erhalten daher auch keine laufenden Bezüge von der Gesellschaft. Ebenso wurden ihnen weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Im Jahresdurchschnitt hat die Gesellschaft 296 (Vorjahr: 302) Mitarbeiter beschäftigt, davon im Mittel 208 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 217) und 88 Angestellte (Vorjahr: 85). Geschäfte mit nahestehenden Personen Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Linamar Corporation, Guelph, Ontario/Kanada, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Gesellschafter von LMK zum 31. Dezember 2022 sind die Linamar GmbH und die Linamar Corporation mit 94% bzw. 6% der Anteile am Stammkapital von LMK in Höhe von T€ 25. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt, ist die Linamar Corporation, Guelph, Ontario/Kanada. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird im Internet offengelegt (http://www.sedar.com/DisplayProfile.do?lang=EN&issuerType=03&issuerNo=00001239). Zudem wird der Konzernabschluss der Linamar Corporation zum 31. Dezember 2022 in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Ergebnisverwendung Das negative Jahresergebnis in Höhe von T€ 7.390 (Vorjahr: T€ 5.487) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages von der Linamar GmbH übernommen.
Crimmitschau, den 29. Dezember 2023 Christon Charles Franks, Geschäftsführer Mirko Karlovsky, Geschäftsführer Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Linamar Motorkomponenten GmbH, Crimmitschau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Linamar Motorkomponenten GmbH, Crimmitschau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linamar Motorkomponenten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 30. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Viktor Hromek, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. April 2024 festgestellt. |
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