FiberHome International Germany GmbH

Kennedyallee 1, 53175 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 20209
Eingetragen
19.7.2013
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
der Import und Export von und der Handel mit Waren aller Art, insbesondere Technologien; Forschung und Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Technologien und Produkten für Telekommunikation und andere Kommunikationstechnik. Ferner dIe Erbringung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten für Systemintegration; Konstruktion und Durchführung von Bauprojekten, die Erbringung von technischen Dienstleistungen und Projektinvestment.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Zhisong Wang
seit 20.5.2026
Prokura
Ling Zhang
seit 21.12.2022
Geschäftsführer
Jun Zhou
seit 21.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wuhan FiberHome International Technologies Co., LtdCHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wuhan FiberHome International Technologies Co., Ltd
China
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FiberHome International Germany GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

FIBERHOME INTERNATIONAL GERMANY GMBH, BONN

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die FiberHome International Germany GmbH, Bonn, (im Folgenden "FiberHome Germany") wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14.3.2013 gegründet und ist eine europäische Vertriebsgesellschaft der chinesischen FiberHome-Gruppe. Die Gesellschaft vertreibt optische Faserkabel, Verkabelungsprodukte für optische Netzwerke sowie optische Netzwerkübertragungsgeräte im europäischen, und vor allem im deutschen Telekommunikationsmarkt. Die Handelswaren werden größtenteils von der Muttergesellschaft Wuhan FiberHome International Technologies Co. Ltd., Wuhan/China bezogen, nur ein kleiner Teil davon wird von anderen Tochtergesellschaften bzw. FiberHome International Poland Sp z o.o. & LATAMFIBERHOME CABLE C. LTDA. bezogen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde erstmals damit begonnen, das bestehende Geschäft auf Hausanschlüsse mit Glasfaserkabeln zu erweitern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Makroökonomische und branchenspezifische Umgebung

In Deutschland und Europa spielen Telekommunikationsdienste eine wichtige Rolle in der Wirtschaft und im täglichen Leben. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es spezifische makroökonomische Faktoren und Hintergrundinformationen, die die Telekommunikationsbranche prägen.

Gesamtwirtschaft:

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1.1.2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Marktumfeld:

Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist von intensivem Wettbewerb geprägt, der sich in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und Breitband zeigt. Große Anbieter wie Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland teilen sich den Markt, während kleinere Anbieter versuchen, ihre Nischen zu finden.

Politik:

Die deutsche Regierung hat Programme zur Förderung des Breitbandausbaus und zur Entwicklung der digitalen Infrastruktur im Rahmen der digitalen Agenda vorangetrieben. Die Bundesnetzagentur reguliert den Markt und überwacht die Einhaltung von Wettbewerbsregeln und Netzneutralität.

Die Europäische Kommission treibt Initiativen wie die Digitale Agenda für Europa und die Europäische Strategie für den digitalen Binnenmarkt voran, um die digitale Transformation in ganz Europa zu fördern. Sie reguliert auch den Telekommunikationsmarkt und setzt Richtlinien für Datenschutz und Cybersicherheit durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und andere Maßnahmen.

Die Deutsche Telekom hat ihre Pläne für den Ausbau von Glasfaserleitungen und den Übergang zu FTTHNetzen (Fiber to the Home) angekündigt, um die steigende Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet in Deutschland zu bedienen. Sie hat in den Ausbau von Glasfasernetzen investiert, um die Kapazität und Geschwindigkeit der Internetverbindungen zu erhöhen und den Bedürfnissen der Verbraucher und Unternehmen gerecht zu werden.

Unternehmensentwicklung:

Als einer unserer wichtigsten Kunden bleibt die Deutsche Telekom einer der führenden Telekommunikationsanbieter in Deutschland und investiert stark in den Ausbau von 5G-Netzen und Breitbandinfrastrukturen. Vodafone und Telefonica Deutschland haben ebenfalls in den Ausbau von 5G investiert und konkurrieren aktiv um Marktanteile. Nach Daten des Branchenverbandes BREKO ist die Glasfaserquote von 11,2 Millionen Haushalten in 2021 auf 15,0 Millionen Haushalte in 2022 angestiegen. Auch für die Zukunft werden ähnliche Zuwächse erwartet, wobei der Anteil der Deutschen Telekom tendenziell steigt. Die größten Probleme im Ausbau bringt der Fachkräftemangel in Deutschland in allen Bereichen des Glasfaserausbaus mit sich.

Als Drittlandsimporteur sind wir von der Antidumping EU-Verordnung für Glasfaser betroffen. Hierdurch werden auf die von uns vertriebenen Glasfaserkabel seit dem 18.11.2021 Zölle in Höhe von 44,0 % erhoben, welche zunächst ab dem 19.1.2022 auf 33,7 % herabgesetzt wurden. Jedoch ist es ab dem 9.8.2023 zu einer deutlichen Erhöhung auf 88,0 % gekommen.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Umsatz der FiberHome Germany belief sich im Jahr 2022 auf EUR 55,7 Mio., ein Anstieg von 66 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021, der oberhalb unserer Erwartungen im Vorjahr liegt. Ursächlich hierfür ist neben dem Neukundengeschäft die hohe Nachfrage unserer Kunden trotz der erhöhten Absatzpreise aufgrund der Einführung von Antidumpingzöllen auf Glasfaserkabel im November 2021.

2022 betrug der Gewinn vor Steuern der FiberHome Germany EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.).

2.3 Ertragslage

Infolge des Umsatzwachstums stiegen die Materialkosten im Jahr 2022 entsprechend um EUR 20,8 Mio. bzw. 68 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Erhöhung der Antidumpingzölle lag die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatz) aufgrund des Umsatzwachstums im ODN-Geschäft und höherer Verkaufspreise für Glasfaserkabel mit 92 % etwas höher als im Vorjahr (91 %), was in der nur zeitversetzten Möglichkeit der Weitergabe von Preissteigerungen an unsere Kunden begründet war. Zudem hat unser neues Geschäftsfeld zu Anlaufverlusten geführt.

Der Personalaufwand stieg um TEUR 268 auf TEUR 705. Der Anstieg ist auf eine Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Werbekosten stiegen um TEUR 124 aufgrund der wieder stattfindenden Messen nach der Corona-Epidemie, in die wir mehr investiert haben. Die Logistikkosten stiegen um TEUR 77 auf TEUR 255 aufgrund eines höheren Transportaufkommens infolge größerer Lieferungen.

Insgesamt konnte unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von EUR 1,1 Mio. ein Jahresüberschuss von EUR 1,8 Mio. erwirtschaftet werden.

2.4 Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 stieg die Bilanzsumme des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 87 % auf EUR 29,6 Mio.Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte von EUR 1,2 Mio. auf EUR 2,3 Mio., was vor allem auf die frühzeitige Bevorratung von Deutsche Telekom-Projekten als Reaktion auf die Antidumpingzölle zurückzuführen ist. Durch das gleichzeitig gestiegene Geschäftsvolumen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 8,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 20,4 Mio. Die liquiden Mittel betrugen EUR 4,3 Mio. nach EUR 6,0 Mio. im Vorjahr. Diese Veränderung ist insbesondere durch den Bestandsaufbau begründet und auf ein Verlustprojekt zurückzuführen. Unseren finanziellen Verpflichtungen konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr stets nachkommen.

Auf der Passivseite lagen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres 2022 deutlich über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf vermehrte Einkäufe und strategische Bevorratung zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft haben sich deutlich erhöht. Für ein noch nicht abgeschlossenes Verlustprojekt wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 414 gebildet. Die Eigenkapitalquote betrug am Ende des laufenden Geschäftsjahres 16,0 % gegenüber 18,7 % im Vorjahr, was im Wesentlichen auf die deutlich erhöhte Bilanzsumme zurückzuführen ist.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und der Gewinn vor Steuern. Ihre Entwicklung im Laufe des Geschäftsjahres ist in der Erläuterung der Geschäftsentwicklung und Rentabilität in diesem Lagebericht beschrieben.

2.6 Gesamtbeurteilung

Durch die Gewinnung neuer Kunden und den Ausbau des Geschäfts lagen die Umsätze der Gesellschaft im Jahr 2022 deutlich höher als im Vorjahr. Ebenso konnten das Ergebnis vor Steuern und der Jahresüberschuss gesteigert werden. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr positiv.

3. Bericht über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die FiberHome Germany ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Wuhan FiberHome International Technologies Co. Ltd, die die folgenden Chancen und Vorteile hat:

Einerseits verlagern sich die strategischen Pläne der Telekommunikationsbetreiber in Richtung Hochgeschwindigkeits-Breitband; öffentliche Mittel für das Glasfasernetz in der europäischen Region werden von den Ministerien bereitgestellt; Gemeinden/Versorgungsunternehmen haben neue Initiativen für die Entwicklung abgelegener Gebiete gestartet; und Kabelfernsehbetreiber stellen auf FTTH/B um.

Auf der anderen Seite müssen die durchschnittliche Nutzung von Breitbanddiensten und die Geschwindigkeiten in Privathaushalten erhöht werden, die Nachfrage nach Telearbeit und Fernunterricht führt zu einem kontinuierlichen Anstieg des Kommunikationsdatenverbrauchs, während HD-Streaming hohe Bandbreitenkapazitäten erfordert; die Anforderungen von EC Digital und die Ziele der deutschen Regierung für 2025 und 2030 müssen erfüllt werden.

Laut der Prognose des FTTH Council Europe wird es in Deutschland im Fünfjahreszeitraum von 2022 bis 2027 einen Bedarf für den Bau von 16,6 Millionen Homepässen geben. Die für den FTTH-Bau erforderlichen Glasfaserkabel und ODN-Produkte, das derzeitige Hauptgeschäft unserer Gesellschaft, sind voller Chancen für unser Glasfaserkabelgeschäft als Reaktion auf die hohe Geschwindigkeit des Glasfasernetzausbaus in Deutschland.

In der Zwischenzeit ist das Unternehmen hauptsächlich mit den folgenden Risiken konfrontiert:

Am 24.9.2019 hat die Europäische Kommission (Die Europäische Kommission) formell beschlossen, eine Antidumping-Untersuchung über die Einfuhren von Singlemode-Glasfaserkabeln (mit Ausnahme von aktiven Glasfaserkabeln und Unterwasser-Glasfaserkabeln) aus China durchzuführen; am 18.11.2021 hat die Europäische Kommission eine positive endgültige Antidumping-Entscheidung über chinesische Glasfaserkabel getroffen und die Europäische Union hat formell ein Antidumping-Verfahren gegen die Singlemode-Glasfaserkabel der chinesischen Glasfaserhersteller eingeleitet. Die Europäische Kommission entschied erneut am 9.8.2023, die Antidumpingzölle auf die endgültige Rate von 88,0 % festzulegen. Dies verringert die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Produkte chinesischer Glasfaserhersteller erheblich und wird erhebliche Auswirkungen auf das Glasfasergeschäft unserer Gesellschaft haben. In der Zwischenzeit sucht FiberHome Deutschland aktiv nach lokalen Ressourcen, um mit den Antidumpingzöllen fertig zu werden, z. B. durch den Aufbau lokaler Fabriken, den Einkauf bei nicht-chinesischen Glasfaserkabelherstellern für den Verkauf in die Europäische Union und die Entwicklung anderer Produkte und Geschäftsmodelle, um den weiteren Betrieb seiner Gesellschaften zu gewährleisten. Bei der Beschaffung vor Ort haben wir dank der Vorteile der Vertriebskanäle in Europa mit den Lieferanten gut verhandelt, um angemessene Gewinne zu sichern.

Der durch den Russland-Ukraine-Konflikt verursachte Energiekostenanstieg und der bestehende Arbeitskräftemangel in Europa wird die Kosten für den Netzaufbau deutscher Betreiber sowie die Beschaffungskosten für Telekommunikationsprodukte erhöhen, was zu einer starken Verschärfung des Wettbewerbs unter den Anbietern von Telekommunikationsausrüstung und zu einer strengeren Kostenkontrolle führen wird.

Als Konzernunternehmen ist die FiberHome-Gruppe am Risikomanagement ihrer deutschen Tochtergesellschaften beteiligt. Aus unserer Sicht ist die FiberHome Germany GmbH in der Lage, die Vorteile eines Konzernverbundes zu nutzen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen sowie den Fortbestand der Gesellschaft durch angemessene Gewinne zu sichern.

4. Prognosebericht - Ausblick für das Geschäftsjahr 2023

Im Rahmen der FTTH-Bauplanungsziele der EU hoffen wir, den Hintergrund des Ausbaus von Glasfasernetzen ("FTTH") und der Einführung von 5G für die wachsende Nachfrage auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt insgesamt zu nutzen, unseren Marktanteil durch solides finanzielles Wachstum zu konsolidieren und unseren Beitrag zum deutschen Markt durch die Bereitstellung kompletter FTTH-Produkte und -Lösungen weiter auszubauen. Der unverändert hohe Auftragseingang sowie die Umsatzsteigerung in 2023 gegenüber 2022 lassen uns optimistisch auf das Jahr 2024 blicken.

Angesichts der Komplexität und Ungewissheit des politischen und wirtschaftlichen Umfelds legt die deutsche Niederlassung von FiberHome aktiv ihre geschäftliche Transformation fest. 2023 soll das schlüsselfertige FTTH-Pilotprojekt abgeschlossen sein, und die FiberHome Deutschland wird ihre Investitionsanstrengungen und die Ressourcen erhöhen, um 2024 ein Entwicklungs- und Gewinnwachstum zu erreichen.

Weitere Maßnahmen und Programme werden dafür sorgen, dass die Lagerbestände auf einem angemessenen Niveau gehalten werden und ein ausreichender Cashflow gewährleistet ist. Wir erwarten, dass der Umsatz der FiberHome Germany im Geschäftsjahr 2023 um mehr als 25 % wachsen wird. Gleichwohl gehen wir für 2023 infolge der höheren Antidumpingzölle und hohen Kosten im Geschäftsfeld mit Komplettlösungen von Hausanschlüssen von einem leicht geringeren Ergebnis vor Steuern aus. Die vorläufigen Zahlen für 2023 bestätigen unsere Prognose. Was die Planung für das Jahr 2024 betrifft, so rechnen wir mit Umsatzerlösen von rund EUR 60 Mio. Wir werden mehr Ressourcen in das Turnkey-Projekt investieren, mit einem geschätzten Betrag von EUR 3 Mio. Gleichzeitig haben wir in Österreich ein Turnkey-Projekt und erwarten, dass wir im Geschäftsjahr 2024 einen Auftrag in Höhe von EUR 1 Mio. abschließen werden.

 

Bonn, den 29. Februar 2024

FiberHome International Germany GmbH

gez. Jun Zhou

gez. Ling Zhang

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

FIBERHOME INTERNATIONAL GERMANY GMBH, BONN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.470,00 1
I. Sachanlagen 2.470,00 1
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.470,00 1
B. UMLAUFVERMÖGEN 29.558.022,26 15.807
I. Vorräte 2.304.327,06 1.223
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.372.955,66 1.223
2. Geleistete Anzahlungen 931.371,40 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.996.988,68 8.555
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.402.215,95 8.484
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.594.772,73 71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.256.706,52 6.029
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 29.817,73 2
29.590.309,99 15.810

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. EIGENKAPITAL 4.738.381,19 2.950
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Gewinnvortrag 2.899.248,34 1.416
III. Jahresüberschuss 1.789.132,85 1.484
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.115.794,58 769
1. Steuerrückstellungen 1.591.720,40 690
2. Sonstige Rückstellungen 524.074,18 79
C. VERBINDLICHKEITEN 22.736.134,22 12.091
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 740.422,11 72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.975.050,24 11.720
3. Sonstige Verbindlichkeiten 20.661,87 299
- davon aus Steuern: EUR 9.309,96 (Vorjahr: TEUR 274)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.875,69 (Vorjahr: TEUR 5)
29.590.309,99 15.810

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 55.716.188,40 33.493
2. Sonstige betriebliche Erträge 112.129,41 116
3. Materialaufwand -51.281.695,09 -30.490
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -50.064.817,43 -30.490
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.216.877,66 0
4. Personalaufwand -704.813,23 -437
a) Löhne und Gehälter -591.171,28 -369
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -113.641,95 -68
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -2.967,37 -2
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -963.248,61 -468
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,51 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2,31 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.085.549,86 -728
10. Ergebnis nach Steuern 1.790.043,85 1.484
11. Sonstige Steuern -911,00 0
12. Jahresüberschuss 1.789.132,85 1.484

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

FIBERHOME INTERNATIONAL GERMANY GMBH, BONN

A. Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.148,26 4.880,37 0,00 20.028,63
15.148,26 4.880,37 0,00 20.028,63
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.591,26 2.967,37 0,00 17.558,63
14.591,26 2.967,37 0,00 17.558,63
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.470,00 557,00
2.470,00 557,00

B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Allgemeines

Die FiberHome International Germany GmbH hat ihren Sitz in Bonn und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 20209) eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die FiberHome International Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 und 6 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Der Prozentsatz für die Pauschalwertberichtigung wird auf 1 % angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Bezüglich des Anlagevermögens verweisen wir auf den unter A. aufgeführten Anlagenspiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in vollem Umfang auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 21.124 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Drohverluste, Kosten für die Abschlusserstellung und -prüfung sowie ausstehende Rechnungen und Archivierungskosten.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 280 bestehen im Wesentlichen aufgrund von Mietverträgen für Büroräume. Vorteile der Miet- und Leasingverträge bestehen in der verringerten Kapitalbindung. Wesentliche Risiken bestehen nicht, da beabsichtigt wird, die geleasten bzw. gemieteten Vermögensgegenstände über die Mindestmietdauer vollständig auszulasten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Rohergebnis

In den Materialaufwendungen sind unter dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 414 für gebildete Drohverlustrückstellungen enthalten.

2. Sonstige betriebliche Erträge/sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 17.494,35 (Vorjahr: EUR 451,35) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 74.010,13 (Vorjahr: EUR 3.450,50).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ferner TEUR 119 aus der Einstellung von Wertberichtigungen zu Forderungen enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 12 Angestellte.

2. Namen der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Zhisong Wang, Wuhan China, bis 9.9.2022

Herr Jun Zhou, Bonn, ab 9.9.2022

Herr Ling Zhang, Wuhan China, ab 9.9.2022

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Die Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

4. Konzernzugehörigkeit

FiberHome International Germany GmbH ist eine 100%-ige Tochter von Wuhan FiberHome International Technologies Co. Ltd., Wuhan/China. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird auf der Internetseite der Shanghai Börse (Shanghai Stock Exchange, ISIN: CNE0000018P2) veröffentlicht.

 

Bonn, den 29. Februar 2024

FiberHome International Germany GmbH

gez. Jun Zhou

gez. Ling Zhang

Hinweis zur Feststellung des Jahresabschlusses nach § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB: Der Jahresabschluss der FiberHome International Germany GmbH, Bonn wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18. März 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung hat am 18. März 2024 folgenden Ergebnisverendungsbeschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 gefasst: Das Jahresergebnis 2022 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FiberHome International Germany GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FiberHome International Germany GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FiberHome International Germany GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 1. März 2024

Dr. Stückmann und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Linkermann, Wirtschaftsprüfer

Sander, Wirtschaftsprüferin

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