Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 4453
Vorher
Barfuß Vermögensverwaltung GmbHBarfuß GmbHBarfuss GmbH
Eingetragen
24.5.1995
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenSchlachten von Tieren a. n. g.Schlachten von Rindern
Gegenstand
das Schlachten von Schweinen, Rindern, Kälbern und Hammeln, die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren aller Art, die Herstellung von Convenience-Produkten und Tierkühlprodukten, der Handel mit allen vorgenannten Roh-, Halbfertig- und Fertigprodukten einschließlich Im- und Export sowie die Durchführung sämtlicher zur Erhaltung und Förderung des Unternehmenszwecks notwendigen Hilfsgeschäfte, die unmittelbar oder mittelbar dem vorstehenden Zweck zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Tätigkeit auf ähnliche oder verwandte Gegenstände auszudehnen.

Historie

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Management

NameRolle
Jens-Uwe Heldt
seit 17.4.2023
Geschäftsführer
Markus Frehe
seit 23.12.2016
Prokura
Bernhard Kotthoff
seit 12.2.2015
Geschäftsführer
Immo Ehrling
seit 5.3.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Westfleisch Erkenschwick GmbH

Oer-Erkenschwick

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

BILANZ ZUM 31.12.2010 BILANZ ZUM 31.12.2010

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2009)

AKTIVA

31.12.2010 31.12.2009
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282.649,00 301.914,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.180.213,00 10.411.181,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.462.862,00 0,00 10.713.095,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.993.367,32 22.994.197,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.610.643,00 5.914.442,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.708.904,00 5.201.977,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 135.918,50 36.448.832,82 1.520.549,82 35.631.166,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 75.000,00
2. Beteiligungen 2.600,00 2.600,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 77.600,00 500,00 78.100,00
44.989.294,82 46.422.361,14
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.522.733,04 2.102.120,44
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.405.274,49 2.921.674,63
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.559.693,01 10.487.700,54 3.858.601,23 8.882.396,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 237.393,99 126.142,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.374.826,77 9.249.750,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.524.289,76 18.136.510,52 1.509.920,32 10.885.812,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 43.816,20 895.266,72
28.668.027,26 20.663.475,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.175,75 0,00
73.669.497,83 67.085.836,68

PASSIVA

31.12.2010 31.12.2009
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 9.000.000,00 9.000.000,00
III. Bilanzverlust
1. Verlustvortrag -3.686.140,40 -5.324.151,93
2. Jahresüberschuss 358.867,14 -3.327.273,26 1.638.011,53 -3.686.140,40
5.698.726,74 5.339.859,60
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 215.609,23
2. Sonstige Rückstellungen 6.365.700,00 6.365.700,00 5.502.585,00 5.718.194,23
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.436.015,22 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.805.364,40 11.152.636,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.577.967,75 35.421.539,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.785.723,72 7.453.606,91
davon aus Steuern € 158.295,82 (Vj. € 176.908,35)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 39,88 (Vj. € 8.221,00) 61.605.071,09 56.027.782,85
73.669.497,83 67.085.836,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT
VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2010

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2009)

2010 2009
1. Umsatzerlöse 331.908.801,32 320.577.825,06
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.184.681,46 271.281,55
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.294.854,44
davon aus Währungskursdifferenzen € 1.181,60 341.388.337,22 6.271.232,27 327.120.338,88
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 265.667.759,76 252.185.857,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.902.945,12 286.570.704,88 20.105.647,18 272.291.504,40
54.817.632,34 54.828.834,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.987.951,79 15.964.699,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.002.274,33 18.990.226,12 3.001.744,66 18.966.444,65
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.263.356,11 7.235.501,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.575.749,09
davon aus Währungskursdifferenzen € 695,11 34.839.105,20 25.822.968,19 33.058.469,95
8. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 204,50 145,00
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 158.838,03 140.168,25
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.948,45 184.990,98 17.721,07 158.034,32
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 699.035,59 1.067.311,52
davon an verbundene Unternehmen € 162.810,44 (Vj. € 165.680,45)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 474.256,41 1.894.642,68
13. Erstattete(-)/gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -27.129,29 109.364,14
14. Sonstige Steuern 142.518,56 147.267,01
15. Jahresüberschuss 358.867,14 1.638.011,53
16. Verlustvortrag -3.686.140,40 -5.324.151,93
17. Bilanzverlust -3.327.273,26 -3.686.140,40

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2010

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2010 Zugänge Umbuchungen (U) Abgänge Umbuchungen (U) 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 729.110,11 150.422,97 0,00 879.533,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.309.676,89 0,00 0,00 22.309.676,89
23.038.787,00 150.422,97 0,00 23.189.209,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 55.261.183,72 830.835,61 0,00 56.245.366,66
153.347,33(U)
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.832.793,82 1.074.760,08 146.661,09 27.054.094,45
293.201,64(U)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.872.934,34 3.672.480,63 43.436,15 23.575.979,67
1.074.000,85(U)
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.520.549,82 135.918,50 0,00 135.918,50
1.520.549,82(U)
101.487.461,70 5.713.994,82 190.097,24 107.011.359,28
1.520.549,82(U) 1.520.549,82(U)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
2. Beteiligungen 2.600,00 0,00 0,00 2.600,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 500,00 0,00 500,00 0,00
78.100,00 0,00 500,00 77.600,00
124.604.348,70 5.864.417,79 190.597,24 130.278.169,25
1.520.549,82 (U) 1.520.549,82 (U)
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 427.196,11 169.687,97 0,00 596.884,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.898.495,89 2.230.968,00 0,00 14.129.463,89
12.325.692,00 2.400.655,97 0,00 14.726.347,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 32.266.986,40 1.985.012,94 0,00 34.251.999,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.918.351,82 1.638.135,72 113.036,09 21.443.451,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.670.957,34 1.239.551,48 43.433,15 14.867.075,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
65.856.295,56 4.862.700,14 156.469,24 70.562.526,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
78.181.987,56 7.263.356,11 156.469,24 85.288.874,43
BUCHWERTE
31.12.2010 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282.649,00 301.914,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.180.213,00 10.411.181,00
8.462.862,00 10.713.095,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 21.993.367,32 22.994.197,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.610.643,00 5.914.442,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.708.904,00 5.201.977,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 135.918,50 1.520.549,82
36.448.832,82 35.631.166,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 75.000,00
2. Beteiligungen 2.600,00 2.600,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 500,00
77.600,00 78.100,00
44.989.294,82 46.422.361,14

Anhang 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., §§ 264 ff. und §§ 336 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Auf eine Anpassung der Vorjahresbeträge an die im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG geänderte Form der Darstellung oder die geänderten Bewertungsmethoden wurde gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet.

Mit Eintrag im Handelsregister vom 04.01.2011 wurde die Firma der Gesellschaft von Barfuss GmbH in Westfleisch Erkenschwick GmbH geändert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über einen Zeitraum von 10 Jahren durch Abschreibungen getilgt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei Wirtschaftsgütern mit einem Wert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 die im Jahr 2008 und 2009 angeschafft wurden, wird der gebildete Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind retrograd, ausgehend von den durchschnittlichen Verkaufspreisen um den Bilanzstichtag und vermindert um Bewertungsabschläge, die auf Kalkulationen der Betriebsabrechnung beruhen und noch anfallende Verwaltungs-, Vertriebs- und Lagerkosten sowie Handelsnutzen berücksichtigen, zu Herstellungskosten bewertet.

Bei der Bewertung der Vorräte wurde der Grundsatz einer verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten und wurden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von ursprünglich T€ 22.310 ergibt sich aus der Übernahme der Bernhard Barfuß GmbH & Co.KG zum 01.09.2004 und wird planmäßig über seine individuelle betriebliche Nutzungsdauer über 10 Jahre abgeschrieben. Die Geschäftsführung hat in verschiedenen Planungsrechnungen die Werthaltigkeit des Unternehmens festgestellt. Die Geschäftsbeziehungen werden durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden, der Verbesserung der Produktqualität sowie durch die Entwicklung einer kundenorientierten Produktpalette als langfristig eingestuft.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
in T€
Ergebnis
in T€
verbundene Unternehmen
Gustoland GmbH, Oer-Erkenschwick 100 25 0
SB Westfleisch Service GmbH, Oer-Erkenschwick 100 25 0
Fleikost Wurstwaren GmbH, Oer-Erkenschwick 100 25 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen und entfallen im Wesentlichen auf die Vertriebsgesellschaft Gustoland GmbH.

Latente Steuern

Der in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzte Aktivüberhang ergibt sich insbesondere aus dem Firmenwert sowie aus Sachanlagen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet u. a. eine zur Kapitalstärkung geleistete Einlage der Gesellschafterin in Höhe von 9,0 Mio. €.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kooperations- und Liefervereinbarungen (T€ 3.050), Personalkosten (T€ 1.553), ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 1.042), unterlassene Instandhaltungen (T€ 250) sowie Kundenboni (T€ 180) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar (Angaben in T€)

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.436 1.000 0 2.436
(Vorjahr) (500) (1.500) (0) (2.000)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.805 0 0 13.805
(Vorjahr) (11.153) (0) (0) (11.153)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.578 0 0 39.578
(Vorjahr) (35.422) (0) (0) (35.422)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.325 3.461 0 5.786
(Vorjahr) (3.061) (3.620) (773) (7.454)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 3.492 Lieferungen und Leistungen und mit T€ 36.086 sonstige Verbindlichkeiten. Sie entfallen mit T€ 37.977 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Haftungsverhältnisse

Am Abschlusstag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlusstag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen über technische Anlagen und Maschinen, EDV-Hardware, Kraftfahrzeuge und sonstige Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 6.434.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2010 2009
- nach Regionen T€ % T€ %
Inland 261.220 78,7 256.312 80,0
Ausland 70.689 21,3 64.266 20,0
331.909 100,0 320.578 100,0
2010 2009
- nach Sparten T€ % T€ %
Fleisch 235.181 70,9 215.420 67,2
Wurst 95.462 28,8 103.655 32,3
Übrige 1.266 0,3 1.503 0,5
331.909 100,0 320.578 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Personalgestellung (T€ 1.846), Mieten und Pachten (T€ 1.807), Kostenerstattungen (T€ 1.565) und Umlagen für Energie (T€ 1.335) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.053),

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Ausgangsfrachten (T€ 11.730), Instandhaltungsaufwendungen (T€ 4.318), Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 2.343), Werbekostenzuschüsse und Provisionen ( T€ 1.956) sowie Entsorgungskosten (T€ 670).

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung des Cashflow-Risikos, das aus Schwankungen künftiger Zinszahlungen im Zusammenhang mit den variabel verzinslichen Anteilen der bestehenden langfristigen Darlehen erwächst, wurden Payer-Zinsswaps zum Nominalwert von T€ 900 abgeschlossen, durch die, die den Darlehen zugrunde liegenden variablen Zinssätze wirtschaftlich betrachtet in feste Zinssätze umgewandelt werden. Da die Änderungen der Zahlungsströme aus den Grundgeschäften infolge der Änderungen des EURIBOR durch die Änderungen der Zahlungsströme aus den Zinsswaps kompensiert werden, werden bei der Bewertung die Zinsswaps und die Darlehen zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst, so dass diese Geschäfte vollumfänglich bilanzunwirksam sind. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro-Hedges, bei dem ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Zinskontrakte in Höhe von - T€ 18 errechnet sich durch Abzinsung des erwarteten künftigen Cashflows auf Basis der geltenden Marktzinsen für die Restlaufzeit des Vertrags. Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung.

Art und Zweck außerbilanzieller Geschäfte

Als einen Baustein des Finanzierungskonzeptes wurde ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Das Forderungsmanagement erfolgt weiterhin durch unsere Gesellschaft. Der Forderungsverkauf führt zu einer Verkürzung der Bilanzsumme bzw. des Bilanzpostens um € 4,8 Mio. (Vj. € 5,6 Mio.).

Risiken und Vorteile außerbilanzieller Geschäfte

Im Rahmen des Forderungsverkaufs wird das Ausfallrisiko bis zu 100 % von der Factoring-Gesellschaft übernommen. Die dadurch zusätzlich generierte Liquidität führt zu einer Verbesserung der Kapitalstruktur.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Vollzeit-Beschäftigte Teilzeitbeschäftigte Auszubildende
Kaufmännische Arbeitnehmer 104 11 12
Gewerbliche Arbeitnehmer 349 3 9
453 14 21

Honorar des Abschlussprüfers

2010 2009
T€ T€
Abschlussprüfung 53 60
Sonstige Bestätigungsleistungen 0 2

Geschäftsführung

Gustav Kronsbein, Nottuln

Uwe Klemend, Bielefeld

Ulrich Schowe, Bad Laer

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der WESTFLEISCH eG, Münster, einbezogen, der die Westfleisch Erkenschwick GmbH von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und -lagebericht aufzustellen.

 

Oer-Erkenschwick, den 25. Februar 2011

Gustav Kronsbein

Ulrich Schowe

Uwe Klemend

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 der Westfleisch Erkenschwick GmbH, Oer-Erkenschwick, unter dem Datum vom 29. März 2011 einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Westfleisch Erkenschwick GmbH, Oer-Erkenschwick, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit der genannten Einschränkung den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Berlin, den 29. März 2011

DGRV - DEUTSCHER
GENOSSENSCHAFTS- UND RAIFFEISENVERBAND E.V.

(Schneider) Wirtschaftsprüfer

(Odenthal) Wirtschaftsprüfer

Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von € 358.867,14 wird mit dem Verlustvortrag verrechnet und in Höhe von € -3.327.273,26 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Münster, 19. Mai 2011

Dirk Niederstucke

Dr. Bernd Cordes

Lagebericht 2010

Marktverhältnisse

Die seit Jahren andauernde Entwicklung eines stetig ansteigenden Schlachtschweinemarktes wurde 2010 mit einer erneuten Zunahme von 3,2 % fortgesetzt. Erneut konnte die Westfleisch Erkenschwick GmbH ihre Schlacht- und Zerlegetonnagen über dem Bundestrend hinaus deutlich steigern. Bei stagnierender Inlandsnachfrage wird das Wachstum von der nachhaltigen Exportstärke der deutschen Fleischwirtschaft getragen. Im Geschäftsjahr stieg der Rohstoffpreis für Schlachtschweine von 1,30 € im Januar bis in der Spitze auf 1,56 € im Juni an. Mit einem Jahresdurchschnitt von 1,41 € liegt der Rohstoffpreis um knapp 1 Cent bzw. 1,0 % unter dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres.

Im Lebensmittelhandel ist es zu keinen großen Übernahmen gekommen. Die Marktanteile verschieben sich geringfügig zwischen den großen Einzelhandelsketten.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Schweineschlachtung um 7,9 % von 1.410.000 Stk. im Vorjahr auf 1.522.000 Stück. ausgebaut werden. Die Mengensteigerung sowie Maßnahmen des Energiemanagements haben zu einer leichten Reduzierung der Stückkosten beigetragen.

Bei annähernd gleichem Durchschnittspreisniveau des Rohstoffes konnte mengenbedingt der Umsatz von 320,6 Mio. € auf 331,9 Mio. € gesteigert werden. Dabei sind die Entwicklungen der einzelnen Sparten unterschiedlich. Während der Schweinefleischumsatz durch höhere Absatzmengen um 4,4 % auf 220,5 Mio. € (Vj. 211,3 Mio. €) gesteigert werden konnte, sank der Wurstumsatz um 7,9 % auf 95,5 Mio. € (Vj. 103,7 Mio. €).

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen auf der Kostenseite wurde auch für 2010 ein Maßnahmenplan erarbeitet, durch dessen konsequente Umsetzung ein erhebliches Einsparpotenzial erzielt werden konnte.

Neben einer laufenden Prozessoptimierung stand im Geschäftsjahr 2010 eine verbesserte Auslastung der Produktionsanlagen im Vordergrund. So wurden von der Schwestergesellschaft Westfalenland Fleischwaren GmbH zum Ausgleich saisonaler Kapazitätsengpässe weitere Produktionsflächen am Standort Oer-Erkenschwick angemietet und die Produktionsmenge am Standort weiter ausgebaut. Darüber hinaus werden die Produktionsräume und anlagen seit 2009 in einer weiteren Schicht von einem Fleischwarenhersteller mitgenutzt, dessen Produktionsstätte durch einen Brand zerstört wurde. Ebenfalls als stabil erweisen sich die expandierenden Aktivitäten eines Herstellers für Petfood, der auch Teilflächen der Westfleisch Erkenschwick GmbH nutzt.

Als außergewöhnliches Ereignis im Geschäftsjahr kann ein Brand in der zentralen Steuerung des Schlachthofes betrachtet werden. Durch Bündelung aller Kräfte des Konzerns ist die Schlachtung nur für vier Tage ausgefallen und konnte am fünften Tag nach dem Schaden wieder in Betrieb genommen werden. Der Fleischabsatz hat nicht darunter gelitten, da die Schlachttiere durch andere Fleischcenter der Unternehmensgruppe geschlachtet wurden und hier über die Zerlegung in den Markt abgegeben wurden.

Investitionen

Das Investitionsvolumen von ca. 5,9 Mio. € wurde schwerpunktmäßig in die Sanierung der Kälteanlage sowie in Verpackungsmaschinen investiert.

Darüber hinaus wurden als Voraussetzungen für Internationale Zertifizierungen die hygienetechnischen Bedingungen weiter verbessert.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme hat sich um 6,6 Mio. € von 67,1 Mio. € auf 73,7 Mio. € erhöht.

Im Sachanlagevermögen stehen dem Investment von 5,7 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 4,9 Mio. € gegenüber; So legte das Sachanlagevermögen um 2,3 % auf 36,4 Mio. € zu. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen des Firmenwertes sank das Anlagevermögen (einschließlich Firmenwert) um 1,4 Mio. € auf 45,0 Mio. € (Vj. 46,4 Mio. €). Der Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich durch die höhere Bilanzsumme von 69,2% auf 61,1%.

Ein höheres Preisniveau zum Jahresultimo führte trotz einer mengenmäßigen Bestandsabnahme zu einer Erhöhung des Vorratsausweises um 1,6 Mio. € auf 10,5 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen geringfügig um 0,1 Mio. € auf 0,2 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 6,1 Mio. € auf 15,4 Mio. € (Vj. 9,3 Mio. €). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme stieg damit auf 38,9 % (Vj. 30,8 %).

Der zum Vorjahr geringere Jahresüberschuss in Höhe von 0,4 Mio. € sowie eine höhere Bilanzsumme führen zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalquote auf 7,7% (Vj. 8,0 %). Der Anlagendeckungsgrad sank auf 12,7 % (Vj. 13,2 %).

Eine um 0,4 Mio. € auf 3,1 Mio. € (Vj. 2,7 Mio. €) gestiegene höhere Rückstellung für Bonusverpflichtungen gegenüber Lieferanten führt insgesamt bei den sonstigen Rückstellungen zu einer Erhöhung auf 6,4 Mio. € (Vj. 5,5 Mio. €).

Die Liquiditätsausstattung erfolgt im Rahmen der Konzernfinanzierung auf Grundlage eines mit einem Bankenkonsortium im Geschäftsjahr 2009 neu gefassten konzernweiten Kreditvertrages. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen seitdem ausschließlich der Versorgung mit langfristigen Finanzmitteln. Diese betrugen stichtagsbezogen 1,5 Mio. € bzw. 2,0 % der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 4,2 Mio. € auf 39,6 Mio. € und dokumentieren damit die zunehmende Zusammenarbeit der Konzernunternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich vor allem durch die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber den Altgesellschaftern von 7,5 Mio. € auf 5,8 Mio. €.

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,5% auf 331,9 Mio. €. Höheren Fleischumsätzen stehen dabei deutlich gesunkene Wurstumsätze gegenüber.

Die gestiegenen Rohstoffkosten sowie die Preiserhöhungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben zu einer überproportionalen Zunahme des Materialaufwands geführt. Das Rohergebnis verbleibt mit 54,8 Mio. € auf Vorjahresniveau.

Die Personalaufwendungen blieben ebenfalls mit 19,0 Mio. € auf Vorjahresniveau. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich die Personalaufwandsquote von 5,9% im Geschäftsjahr 2009 auf 5,7% reduziert.

Gestiegene Instandhaltungs-, Leergut- und Leasingaufwendungen führten zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,8 Mio. € auf 27,6 Mio. €.

Der rückläufige Zinsaufwand ergibt sich durch die zunehmende Verlagerung der Vertriebsaktivitäten auf die Gustoland GmbH, wodurch die Finanzierung der Forderungen auf diese Gesellschaft verlagert wird. Aufgrund einer geringeren Inanspruchnahme des Kreditrahmens und niedrigerer Zinssätze liegt das Zinsergebnis mit rund 0,7 Mio. € um 35,9% deutlich unterhalb des Vorjahres (1,1 Mio. €).

Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 359 T€ (Vj. 1.638 T€) ab. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorrangiges Ziel ist weiterhin mit einer den Anforderungen des Marktes entsprechenden Produktpalette zu einem ausreichenden Preisniveau weitere Fortschritte zu erzielen. Gleichzeitig muss durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen das Ergebnis weiter verbessert werden. Die Finanzierung des laufenden Geschäfts und der Investitionen sind durch die Muttergesellschaft WESTFLEISCH eG sichergestellt.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Mitarbeiter sank von 527 im Dezember 2009 auf 485 im Dezember 2010.

Jungen Menschen einen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen ist eine Aufgabe, die Westfleisch Erkenschwick ernst nimmt. Die Anzahl der Auszubildenden konnte trotz Wirtschaftskrise konstant bei 22 gehalten werden und umfasst vier Ausbildungsberufe.

Ein wichtiges Standbein für die erfolgreiche Bearbeitung der Herausforderungen und Entwicklungen der Märkte ist die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter.

Westfleisch Erkenschwick hat in 2010 rd. 53.000 € in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investiert. Dabei gilt es nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern ebenso bereichsübergreifende Kompetenzen auszubauen. Nur so lassen sich motivierte Mitarbeiter gewinnen, die sich in den sich rasch verändernden Rahmenbedingungen der Märkte erfolgreich behaupten werden.

Erstmals wurde in Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungsgremien ein Ethikcode als Verhaltensrichtlinie entwickelt, welcher das gemeinschaftliche Miteinander dokumentiert.

Daneben bietet Westfleisch Erkenschwick ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich an "ihrem" Westfleisch-Konzern zu beteiligen. So wurde das Angebot zur Zeichnung von Aktien der Westfleisch Finanz AG als auch die Beteiligung am Genussrechtskapital von den Mitarbeitern gut angenommen.

Qualitätsmanagement/Umweltschutz

Westfleisch Erkenschwick GmbH ist nach den internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards und Qualitätsnormen des IFS (International Food Standard), des BRC (British Retail Consortium), QS (Qualität und Sicherheit) sowie OrgaInvent zertifiziert. Die gesetzlichen Standards werden von Westfleisch Erkenschwick übertroffen. Regelmäßige und stichprobenartige Kontrollen durch interne und externe Audits bestätigen die Einhaltung der selbst auferlegten hohen Normen. Mit der Teilnahme an der "Qualitätspartnerschaft Westfleisch" ist Westfleisch Erkenschwick noch einen Schritt weitergegangen. In 15 Bausteinen dokumentiert Westfleisch Erkenschwick das Ziel aller am Produktionsprozess beteiligten Partner, fair, offen und ehrlich miteinander umzugehen, aus Fehlern zu lernen, Verantwortung zu übernehmen, Regeln und Vereinbarungen einzuhalten und vertrauensvoll zu handeln. Die Einhaltung der gesetzten Ziele wird von der unabhängigen SGS Germany GmbH jährlich überprüft.

Risikomanagementziele und methoden

Zur Risikoprävention setzen wir auf ein ausgebautes Managementinformationssystem auf allen Stufen des Unternehmens. Ein Risikomanagement wurde erarbeitet; es beinhaltet insbesondere die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Risikoberichterstattung und -überwachung sowie die Risikosteuerung.

In regelmäßigen Sitzungen der Arbeitsgruppe Risikomanagement werden identifizierte Risiken und Fehlentwicklungen analysiert und nachgearbeitet. Das Durchspielen von Risikoszenarien soll im Krisenfall für Zeitgewinn und für ein routiniertes Vorgehen Sorge tragen; dabei bleiben trotz aller prophylaktischen Maßnahmen diverse Risiken bestehen, z. B. in der Lebensmittelsicherheit oder durch Tierseuchen, gegen die sich das Unternehmen nicht oder nur unzureichend schützen kann.

Als fleischverarbeitendes Unternehmen ist die Westfleisch Erkenschwick GmbH mit den spezifischen Risiken der Branche konfrontiert. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsführung der Westfleisch Erkenschwick GmbH und der Vorstand der Westfleisch eG Vorsorge getroffen, die im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

Katalogisierung aller bestandsgefährdenden Risiken in den Unternehmensbereichen der Westfleisch Gruppe unterlegt mit Maßnahmen zur Früherkennung bzw. Abwendung bei Eintritt des Risikos.

Implementierung eines IT-gestützten Informationssystems, das den Zugriff auf Daten aus allen Unternehmensbereichen ermöglicht und je nach Benutzerebene jedem einzelnen Mitarbeiter individuelle Informationen und Auswertungen gestattet.

Einrichtung einer spezifischen Kostenrechnung, die die verschiedenen Unternehmensbereiche abbildet und eine konsequente Kostenkontrolle und Steuerungsmaßnahmen ermöglicht.

Planungs- und Liquiditätsrechnungen über unterschiedliche Zeiträume, die im ständigen Abgleich mit den Ist-Zahlen eine sachgerechte Unternehmenssteuerung zulässt.

Ausbau einer Spartenrechnung, die die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Sparten und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg dokumentiert.

Eine interne Revision durch die Muttergesellschaft, die unabhängig besondere Sachverhalte und Abläufe prüft und dokumentiert.

Systematische Risikosteuerung durch Risikovermeidung und Risikoüberwälzung beispielsweise durch Sachversicherungen, aber auch durch Absicherung von Zins-, Währungs- und Kursrisiken.

Risiken bestehen in den starken Schwankungen der Rohstoffpreise, die nicht bzw. erst zu einem späteren Zeitpunkt an den Markt weitergegeben werden können. Ebenso tragen Veränderungen in den Artikel- und Kundenstrukturen zu Ergebnisschwankungen bei. Flexible Vertriebs- und Produktionsstrategien sind gefordert, um schneller im Markt und im Unternehmen reagieren zu können.

Beschaffungsrisiken

Im Rahmen von BestSchwein-Verträgen sind mit Vertragspartnern regelmäßige Audits vereinbart. Die nach der QS-Charta durchgeführten Audits auf den beteiligten landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben stellen die Basis für ein umfassendes Qualitätssicherungssystem vom Stall über den Schlacht- und Zerlegebetrieb bis zur Verkaufstheke dar. Als Bündler der landwirtschaftlichen Vertragspartner muss sich Westfleisch Erkenschwick jedes Jahr einer Auditierung durch ein neutrales Prüfinstitut stellen.

Die Rohstoffversorgung kann durch epidemische Risikofaktoren wie Schweinepest oder Maul- und Klauenseuche erheblich gestört werden. Betriebe in ganz Westdeutschland sind mit uns vertraglich verbunden und sorgen mit BestSchwein-Verträgen für eine gesicherte Rohstoffversorgung; eine regelmäßige tierärztliche Betreuung setzt hohe Produktions- und Hygienestandards.

Während der Verkaufspreis für Frischfleisch sich nahezu zeitgleich an die starken zyklischen Schwankungen des Einkaufspreises anlehnt, erfolgen Preisanpassungen für Wurst- und SB-Waren nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Zur Glättung kurzfristiger Schwankungsspitzen ist Westfleisch Erkenschwick beim Einkauf von Schlachtvieh bestrebt, einen 4- bzw. 12-Wochen-Preis mit den Lieferanten zu vereinbaren. Die Vorteile für Käufer wie Verkäufer sind geglättete Einkaufs- und Verkaufspreise für Westfleisch Erkenschwick bzw. unsere Landwirte.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Durch den Einsatz des Forderungsmanagement des WESTFLEISCH-Konzerns wird das Ausfallrisiko begrenzt. Darüber hinaus werden die Forderungsrisiken durch eine Warenkreditversicherung sowie durch die Festlegung von internen Limiten gesteuert.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Einbeziehung in das Cashmanagement des WESTFLEISCH-Konzerns sichergestellt.

Zum Schutz vor Währungsrisiken werden bei Forderungen in fremden Währungen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Einschätzung der Risikolage

Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige bestandsgefährdende Risiken unserer Einschätzung nach gegenwärtig nicht vorliegen.

Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

Investitionsziele sind 2011 weitere Umbauten im Bereich der Ammoniak-Kühlanlage, weitere Verpackungstechnologien, Energiesparmaßnahmen und die Minimierung des Materialausschusses sowie Ausbeuteverbesserungen.

Auf der Erzeugerstufe geht der Strukturwandel weiter. Dieses bedeutet das Wachstum der landwirtschaftlichen Betriebe in größere Betriebsgrößen, höhere Produktivitäten und verbesserte Kostenstrukturen. Der Boom der Rohstoffkosten hat sich gegen Ende des Jahres 2009 deutlich abgeschwächt insbesondere aufgrund gesunkener Futterkosten, aber auch niedrigerer Kosten für Hilfs- und Betriebsstoffe (Diesel, Düngemittel etc.).

Die mengenmäßige und qualitative Verfügbarkeit unserer Rohstoffe ist dagegen in weiten Teilbereichen über Kooperationsverträge abgesichert.

Das stufenübergreifende Konzept von "Qualität und Sicherheit" und die damit verbundenen Anforderungen haben sich im Markt durchgesetzt und helfen den Absatz unserer Produkte zu sichern.

Produktsicherheit und Produktqualität werden daher in der WESTFLEISCH-Unternehmensgruppe über die gesamte Prozesskette Fleisch weiter ausgebaut und durch ständige interne und externe Qualitätskontrollen begleitet, um den hohen Anforderungen unserer Abnehmer und Verbraucher gerecht zu werden.

Das Prinzip "Qualitätspartnerschaft WESTFLEISCH" steht für die Ausrichtung unserer Geschäftsprozesse auf Nachhaltigkeit, d. h. Beachtung von Tierwohl und Umweltschutz, aber auch von Regionalität, beherrschbarer Frischegarantie und unverfälschtem Handelswert.

Die "Qualitätspartnerschaft WESTFLEISCH" beinhaltet die Ziele Fairness, also Vertrauen und Offenheit und dokumentiert die soziale Verantwortung der Unternehmensgruppe.

Die Bausteine der "Qualitätspartnerschaft WESTFLEISCH" werden regelmäßig durch die SGS Germany zertifiziert. Chancen und Risiken in diesen Bereichen werden somit auch für Dritte nachvollziehbar dokumentiert.

Die Einkaufsprozesse der Gruppe in den Bereichen Roh- und Hilfsstoffe sind standardisiert und koordiniert, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und sind verbunden mit einer IT-gestützten Einkaufslogistik zur Optimierung der Transportaufwendungen und sparsamen Ressourcenverwendung.

In unserem Betrieb wird sich der Trend zur weiteren Automatisierung durch den Einsatz von Robotern, insbesondere im Schlacht- und Zerlegeprozess, fortsetzen.

Kostenentlastungen erwarten wir in den Bereichen Energie, Verpackungsmaterial und bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund der verringerten Nachfrage und rezessiven Wirtschaftsentwicklung; andererseits gehen wir verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen um, auch dokumentiert durch Öko-Profit-Audits.

Der Konzentrationsprozess auf der Abnehmerseite wird sich mit unveränderter Dynamik fortsetzen, verbunden mit einer für uns sich weiter verengenden Kunden- und Absatzstruktur. Durch die zunehmende Marktkonsolidierung vereinen heute die fünf größten Handelsgruppen in der Bundesrepublik Deutschland rd. 80 % des Lebensmittelabsatz.

Mit der Europäisierung des Lebensmitteleinzelhandels wird auch Westfleisch Erkenschwick im Binnenmarkt zusätzliche Absatzchancen erhalten und Wachstum generieren. In Teilmärkten stoßen wir aber schon heute auf eine sehr eingeschränkte Abnehmerstruktur, die mit erheblichen strukturellen Risiken bei Kundenverlust verbunden ist. Durch das Zugewinnen von neuen Kunden im Binnenmarkt verfolgen wir das Ziel, diese strukturellen Risiken zumindest abzuschwächen.

Auf der Stufe der europäischen Schlachtindustrie erwarten wir eine weitere Dynamik des Strukturwandels mit neuen Fusions- und Kooperationsentwicklungen, auch der weiteren Positionierung von international agierenden Unternehmen auf dem deutschen und europäischen Markt.

Daneben wird es aber auch einen weiteren tiefgreifenden Strukturwandel in der bisher noch mittelständisch orientierten Fleischwarenindustrie der Bundesrepublik Deutschland geben.

Der Trend zur weiteren Wertschöpfung und Veredlung wird sich über die gesamte Branche fortsetzen. Den Verbraucher von morgen wollen wir mit wohlschmeckenden Produkten und Qualität überzeugen. Westfleisch Erkenschwick positioniert sich mit neuen Produktideen und verfahrenstechnischen Innovationen, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.

Für 2011 erwarten wir über alles eine kontinuierliche Rohstoffversorgung, dagegen eine sich weiter abschwächende Inlandsnachfrage, insbesondere bei Edelteilen und hochwertigen Produkten. Negative Meldungen zur Wirtschafts- und Finanzkrise begründen zusätzlich die Sorge um Konsumzurückhaltung.

Wir beobachten unsere Absatzmärkten sehr sorgfältig und werden uns der erwartet schwierigeren Entwicklung konsequent anpassen; aufgrund unserer hohen Flexibilität verfügen wir über hinreichende Möglichkeiten Beschäftigungsschwankungen abzufedern: die Optimierung des Working Capital und ein konsequentes Kostenmanagement in allen Unternehmensbereichen werden diese Marktentwicklung begleiten.

Für das Bacon-Geschäft erwarten wir in 2011 deutlich bessere Absatz- und Umsatzchancen. Es zeichnet sich eine Entspannung auf dem englischen Markt ab. Diese Chancen wollen wir durch Stärkung unseres Vertriebsengagements auf den britischen Inseln nutzen.

Die Herausforderung des Jahres 2011 wird darin liegen, den Wachstumsprozess im Bereich von Schlachten und Zerlegen fortzuführen und in den anderen Geschäftsbereichen Marktanteile zu gewinnen, unter Berücksichtigung von stetiger Optimierung der Wertschöpfungskette, sowie weiterer Optimierungen der Energie- und Abfallwirtschaft.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir ein positives Geschäftsergebnis.

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