ARTEC Industries GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kammermann seit 12.6.2024 | Vorstandsmitglied |
Sven Wick seit 15.2.2024 | Vorstandsmitglied |
Antonia Müller seit 27.11.2023 | Prokura |
Matthew Crummack seit 25.11.2022 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Domestic & General Insurance Europe AGWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I Allgemeine Angaben 1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
2 Bedeutende Unternehmensverträge Rückversicherungsvertrag mit der DGI Das kontinentaleuropäische Versicherungsgeschäft der DGIEU wird von der DGI in Rückdeckung genommen. Die DGI erstattet als Rückversicherer 90% der gesamten Schadenaufwendungen, im Gegenzug erhält sie 90% der verdienten Bruttobeiträge. Zudem ist eine Rückversicherungsprovision (RV-Provision) vereinbart. Ausleihung mit der DGI Der Muttergesellschaft wurde im Jahr 2022 eine Ausleihung in Höhe von TEUR 17.800 gewährt. Die jährliche Verzinsung beträgt 0,5%. Gemäß geschlossener Vereinbarung mit der Darlehensnehmerin (DGI) erfolgt die Rückzahlung vertragsgemäß zum 31. März 2025. Zum Berichtsstichtag wurden seit der Aufnahme der Ausleihung bereits TEUR 2.800 im Geschäftsjahr 2022/2023 und weitere TEUR 6.500 im derzeitigen Berichtsjahr vorzeitig getilgt, sodass zum Bilanzstichtag eine Ausleihung von TEUR 8.500 verbleibt. Die Ausleihung ist durch die Zession von Forderungen gegen Versicherungsvermittler der DGI gesichert. Der Zinsertrag des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 54. Nachrangiges Darlehen mit der Domestic & General Services (PTY) Ltd., Sydney, Australien Die DGIEU hat mit der Schwestergesellschaft Domestic & General Services PTY Ltd., Sydney, Australien, im Jahr 2019 ein Darlehen mit Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen. Der Darlehensbetrag betrug TEUR 22.000, die jährliche Verzinsung beträgt 6% und umfasst auch kumulierte Zinsansprüche. Gemäß geschlossener Vereinbarung mit der Darlehensgeberin erfolgt die Rückzahlung grundsätzlich nach 10 Jahren. Sicherheiten wurden diesbezüglich nicht gestellt. Im April 2020 wurde das Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 vorzeitig auf TEUR 7.000 zurückgeführt. Der Zinsaufwand des Berichtsjahres beläuft sich auf TEUR 502. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 341a Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) - und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt. Die im amtlichen Formblatt vorgesehenen, aber nicht belegten Posten werden nicht aufgeführt. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Innerhalb der Selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird die mit Dienstvertrag entwickelte Software eines Kundenmanagementsystems ausgewiesen. Über die aktivierten Entwicklungskosten hinaus sind im Geschäftsjahr keine Forschungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände angefallen. Die entwickelte Software wurde mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgten, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerlichen Afa-Tabellen. Die in dem Posten Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten enthaltene Software wurde mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgten, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bemisst sich über die steuerlichen Afa-Tabellen. Die Bilanzierung des Bestandwerts aus dem Portfoliotransfer ("Back Books") erfolgte auf Grundlage eines Bewertungsgutachtens zum Übertragungszeitpunkt zum 31. Dezember 2020 und planmäßiger und (im Zuge der Zugangsbilanzierung) außerplanmäßiger Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Bewertung des in die Gesellschaft eingebrachten kontinentaleuropäischen Versicherungsgeschäfts. Die DGI hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage das gesamte kontinentaleuropäische Versicherungsgeschäft mit allen zugehörigen Vermögensgegenständen an die DGIEU in zwei Stufen zum 1. November 2019 (Neugeschäft) und 30. Dezember 2020 (Bestandsgeschäft) übertragen. Der Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgte zu den nicht auf andere Vermögensgegenstände und Verpflichtungen allokierbaren Anschaffungskosten. Die Zugangsbewertung erfolgte auf Basis eines externen Gutachtens mittels Ertragswertverfahren zum Einbringungszeitpunkt (Transfer Book) bzw. Übertragungszeitpunkt (Back Book) im Zugangszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in Anbetracht der im Zeitablauf zunehmend komplexen Separierbarkeit über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgt abweichend zum Vorjahr für Bestände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wie im Anlagevermögen mit den Anschaffungskosten beziehungsweise bei dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten (im Regelfall Nominalwert). Eine dauerhafte Wertminderung eines Wertpapiers über den Nominalwert hinaus wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird. Der Zeitwert der Ausleihungen an Verbundene Unternehmen sowie der Inhaberschuldverschreibungen ergibt sich aus einer vereinfachten Ertragswertermittlung bzw. aus dem Börsenkurswert. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsvermittler sowie die Sonstigen Forderungen sind mit ihrem Nennwert aktiviert. Erkennbare Risiken werden grundsätzlich durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgten, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bemisst sich über die steuerlichen Afa-Tabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich 150 Euro wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben, Wirtschaftsgüter bis 1.000 Euro wurden in einen Sammelposten eingestellt, der gleichmäßig über das Anschaffungsjahr und die vier Folgejahre abgeschrieben wird. Soweit erforderlich erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nennwert bilanziert. Die sonstige Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nominalwert bewertet. Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Zinsaufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Die Gesellschaft hat ein Darlehen mit Rangrücktrittsvereinbarung mit der Domestic & General Services PTY Ltd., Australien, geschlossen. Das Darlehen ist innerhalb der Nachrangigen Verbindlichkeiten mit dem Rückzahlungswert erfasst. Aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung der Verpflichtung Anfang des Geschäftsjahres 2024/2025 haben die Verbindlichkeiten vollständig eine Laufzeit von unter einem Jahr. Sicherheiten wurden diesbezüglich nicht gewährt. Die Einzelberechnung der Bruttobeitragsüberträge erfolgt für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft nach dem jeweils gegebenen Risikoprofil auf Basis des jeweiligen Versicherungsvertrages. Die Bruttobeitragsüberträge sind für jeden Versicherungsvertrag basierend auf den gebuchten Bruttobeiträgen - auf Monatsbasis - berechnet worden. Die Ermittlung des Anteils des in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäfts erfolgt auf der Grundlage des Rückversicherungsvertrages. Die nicht übertragungsfähigen Teile wurden in Anlehnung an das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 (koordinierter Ländererlass) bei dem Ansatz der Beitragsüberträge nicht berücksichtigt. In der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts sind rechtlich entstandene oder wirtschaftlich bereits verursachte Beträge enthalten, welche noch nicht abgewickelte Schäden betreffen. Bekannte Versicherungsfälle wurden mit dem geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt. Für noch unbekannte Schäden wurde eine Spätschadenrückstellung nach den Erfahrungen der DGIEU und der DGI aus Vorjahren unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags gebildet. Der Anteil des Rückversicherers an den Schadenrückstellungen wurde unter Berücksichtigung des Rückversicherungsvertrags ermittelt. Die Sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von nicht größer als einem Jahr, sodass eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB nicht erforderlich ist. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht. Unterjährig wurden Fremdwährungspositionen zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und das hieraus resultierende Ergebnis in den Sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. II Erläuterungen zur Bilanz 1 Immaterielle Vermögensgegenstände Innerhalb der Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird das Bestandsführungssystem in Iberien mit TEUR 1.151 (i. Vj. TEUR 1.167) ausgewiesen. Innerhalb der Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ist der Bestandwert aus dem Transfer des "Back Books" zum 31. Dezember 2020 mit TEUR 315 (i. Vj. TEUR 735) enthalten. Der gutachterlich ermittelte indikative Bestandswert zum Übertragungszeitpunkt wurde nach Einbeziehung in den bestehenden Rückversicherungsvertrag mit der DGI in Höhe von 90% bei Erstbilanzierung außerplanmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Buchwert wird über die erwartete Nutzungsdauer von 4 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Des Weiteren werden entgeltlich erworbene Software-Lizenzen ausgewiesen (TEUR 202, i. Vj. TEUR 91). Bei dem in die Gesellschaft eingebrachten kontinentaleuropäischen Versicherungsgeschäft ergab sich zum Zeitpunkt der Übernahme per November 2019 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 12.600 für das "Transfer Book" und per Dezember 2020 in Höhe von TEUR 28.700 für das "Back Book". Der Buchwert zum Stichtag beläuft sich auf TEUR 26.408 (i. Vj. TEUR 30.538). Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Kapitalanlagen im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024:
2 Kapitalanlagen Innerhalb der Kapitalanlagen sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 8.500, i. Vj. TEUR 15.000) enthalten, die auf das im Geschäftsjahr 2021/2022 abgeschlossene Darlehen zwischen der DGIEU (Darlehensgeber) und der DGI (Darlehensnehmer) entfallen. Das Darlehen wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 vollständig getilgt. Zudem hält die DGIEU Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 28.736; i. Vj. TEUR 30.724). Im Geschäftsjahr wurden Zinsen i.H.v. TEUR 574 (i. Vj. TEUR 228) sowie Abgangsgewinne i.H.v. TEUR 182 (i. Vj. TEUR 7) als Ertrag vereinnahmt. Bezogen auf den Gesamtbestand verbleiben am Bilanzstichtag saldiert stille Lasten in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 771), bezogen auf Einzeltitel weist am Berichtsstichtag ein Teilbestand mit einem Buchwert von TEUR 12.122 stille Lasten von TEUR 435 aus. Auf den Bestand an Inhaberschuldverschreibungen mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von TEUR 154 vorgenommen.
Unterjährig wurden Anlagen in Geldmarktfonds getätigt. Deren Zinserträge sind im Kapitalergebnis enthalten. 3 Forderungen Die Forderungen stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in der Aufstellung nicht enthalten. Die Forderungen an Versicherungsvermittler in Höhe von TEUR 1.214 (i. Vj. TEUR 9.960) bestehen im Wesentlichen gegenüber spanischen (TEUR 234; i. Vj. TEUR 8.470) und portugiesischen (TEUR 791; i. Vj. TEUR 1.465) Einzelhandelspartnern. Der Rückgang zum Vorjahr ist im Wesentlichen aus dem Verlust eines iberischen Einzelhandelspartners begründet. Forderungen an verbundene Unternehmen betreffen die Dienstleistungsverrechnung im Konzern. 4 Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten Innerhalb der Sachanlagen (TEUR 258; i. Vj. 533) sind mit TEUR 61 (i. Vj. TEUR 200) Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie mit TEUR 197 (i. Vj. TEUR 333) Hardwareausstattung enthalten. Außerplanmäßigen Abschreibungen sind nicht enthalten. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Stichtag TEUR 8.070 (i. Vj. TEUR 11.558), der Kassenbestand beläuft sich auf TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1). Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen für langfristige, zeitlich begrenzte Kooperationen mit Vertriebspartnern in Höhe von TEUR 18.413 (i. Vj. TEUR 20.364) sowie abgegrenzte Zinsen in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 127) sind in den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. 5 Latente Steuern Die latenten Steuern wurden mit einem durchschnittlichen deutschen Steuersatz von 31,715% berechnet. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen, sodass ein Ausweis des Überhangs aktiver latenter Steuern in der Bilanz nicht erfolgte. 6 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.550.004,00 (i. Vj. EUR 2.550.004,00) und beinhaltet auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 1,00 Euro. DGI hält alle auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft. Die Mehrheitsbeteiligung ist der Gesellschaft gemäß § 20 AktG von der DGI mitgeteilt worden. Die Kapitalrücklage (EUR 10.686.714,33; i. Vj. EUR 60.686.714,33) beinhaltet Bestände gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 10.436.714,33 (i. Vj. EUR 60.436.713,33). Am 5. März 2024 wurde eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 50.000.000,00 beschlossen. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 250.000,00. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.637.270,36 (i. Vj. Bilanzverlust EUR 36.626.417,87), bestehend aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von EUR 1.263.688,23, dem Bilanzverlust des Vorjahres (EUR 36.626.417,87) sowie dem Ertrag aus der Entnahme aus der Kapitalrücklage (EUR 50.000.000,00) auf neue Rechnung vorzutragen. Die Entnahme aus der Kapitalrücklage dient der Deckung von vorgetragenen Verlusten. 7 Nachrangige Verbindlichkeiten Innerhalb der Nachrangigen Verbindlichkeiten ist das mit der Schwestergesellschaft Domestic & General Services PTY Ltd., Australien, abgeschlossene Darlehen mit Rangrücktrittsvereinbarung enthalten (TEUR 7.000; i. Vj. TEUR 7.000). Gemäß geschlossener Vereinbarung mit der Darlehensgeberin erfolgt die Rückzahlung grundsätzlich nach 10 Jahren. 8 Versicherungstechnische Rückstellungen Die Brutto-Beitragsüberträge belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 49.841 (i. Vj. TEUR 83.016). Der Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft beträgt TEUR 31.443 (i. Vj. TEUR 53.871). Die nicht übertragungsfähigen Teile wurden in Anlehnung an das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 (koordinierter Ländererlass) bei dem Ansatz der Beitragsüberträge nicht berücksichtigt. In der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts (TEUR 5.360; i. Vj. TEUR 8.555) sind im Berichtsjahr keine bekannten, d.h. rechtlich entstandene oder wirtschaftlich bereits verursachte Beträge (i. Vj. TEUR 86), Spätschädenrückstellungen in Höhe von TEUR 5.045 (i. Vj. TEUR 8.053) sowie Schadenregulierungskosten in Höhe von TEUR 315 (i. Vj. TEUR 387) enthalten. Der Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft beträgt TEUR 5.064 (i. Vj. TEUR 7.365). 9 Andere Rückstellungen In den Steuerrückstellungen ist eine Risikovorsorge bezüglich Iberia enthalten (TEUR 3.240; i. Vj. TEUR 3.240). Die sonstigen Rückstellungen enthalten übrige Rückstellungen (TEUR 2.609; i. Vj. TEUR 2.844), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.859; i. Vj. TEUR 1.517), Verpflichtungen für Bonuszahlungen (TEUR 1.762; i. Vj. TEUR 1.858), sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.227; i. Vj. TEUR 1.144), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 536; i. Vj. TEUR 466), nicht genommenen Urlaub (TEUR 276; i. Vj. TEUR 288), sowie Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung (TEUR 256; i. Vj. TEUR 266). 10 Andere Verbindlichkeiten Die anderen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 8.349 (i. Vj. TEUR 9.554) gegenüber Versicherungsvermittlern. Davon entfallen TEUR 5.817 (i. Vj. TEUR 7.440) auf Provisionsverpflichtungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft. Aus der Rückversicherung mit der DGI bestehen Abrechnungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.415 (i. Vj. TEUR 26.890). Die Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 6.187; i. Vj. TEUR 7.891) bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 2.773; i. Vj. TEUR 0), der Domestic & General Services Limited, London, Großbritannien (TEUR 2.023; i. Vj. TEUR 6.824) und der Domestic and General Services (PTY) Ltd., Sydney, Australien (TEUR 1.354; i. Vj. TEUR 1.042). Die Verpflichtung gegenüber der Domestic & General Services Limited, London, Großbritannien, beinhalten Verpflichtungen aus bezogenen Leistungen der Gruppe. Die Verpflichtungen gegenüber der Domestic and General Services (PTY) Ltd., Sydney, Australien, beinhaltet Zinsen aus dem mit der Gesellschaft geschlossenen nachrangigen Darlehen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 6.265 (i. Vj. TEUR 934) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 350 (i. Vj. TEUR 347) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen abzuführende Ertrag-, Umsatz- und Versicherungssteuer. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung des Nachrangdarlehen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 (TEUR 7.000; i. Vj. TEUR 7.000) bestanden nur im Vorjahr Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. III Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1 Versicherungstechnische Rechnung Die Erläuterungen zu den versicherungstechnischen Positionen beziehen sich auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Den gebuchten Bruttobeiträgen über TEUR 152.337 (i. Vj. TEUR 174.586) steht eine Veränderung der Bruttobeitragsüberträge von TEUR -33.174 (i. Vj. TEUR -21.552) gegenüber. Dies führt zu verdienten Bruttobeiträgen in Höhe von TEUR 185.512 (i. Vj. TEUR 196.138). Unter Berücksichtigung der Anteile für abgegebene Rückversicherungsbeiträge an den Bruttobeiträgen (TEUR 137.103; i. Vj. TEUR 157.128) sowie der Veränderung des Anteils des Rückversicherers an den Bruttobeitragsüberträgen (TEUR -22.428; i. Vj. TEUR -3.763) ergeben sich Anteile des Rückversicherers an den verdienten Beiträgen in Höhe von TEUR 159.531 (i. Vj. TEUR 160.892). Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung betragen TEUR 25.980 (i. Vj. TEUR 35.247). Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle betragen TEUR 50.938 (i. Vj. TEUR 53.593) und setzen sich im Wesentlichen aus geleisteten Zahlungen (TEUR 51.030; i. Vj. TEUR 49.226), aus Erträgen aus der Anpassung der Schadenrückstellung (TEUR 3.196; TEUR 636), aus dem aus der Kostenverteilung resultierendem Aufwand für die Regulierung von Versicherungsfällen (TEUR 2.935; i. Vj. TEUR 3.731) zusammen. Der Anteil am entsprechenden Aufwand für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft beträgt TEUR 43.579 (i. Vj. TEUR 44.877). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle nach Rückversicherung betragen TEUR 7.360 (i. Vj. TEUR 8.716). In den Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (TEUR 89.197; i. Vj. TEUR 107.973) sind Provisionsaufwendungen sowie aus der Kostenverteilung resultierender operativer Aufwand für den Abschluss von Versicherungsverträgen (TEUR 73.951; i. Vj. TEUR 95.610) und operativer Aufwand für die Verwaltung von Versicherungsverträgen (TEUR 15.247; i. Vj. TEUR 12.362) enthalten. Der Anteil am entsprechenden Aufwand für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft (RV-Provision) beträgt TEUR 83.910 (i. Vj. TEUR 96.874). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb nach Rückversicherung betragen TEUR 5.288 (i. Vj. TEUR 11.098). Die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen (TEUR 1.173; i. Vj. TEUR 652) beinhalten sonstige Gebühren. Der Rückversicherungssaldo betrug im Berichtsjahr TEUR 32.043 (i. Vj. TEUR 19.142). 2 Nichtversicherungstechnische Rechnung Aus den gehaltenen Kapitalanlagen ergaben sich Zinserträge und Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (TEUR 756; i. Vj. TEUR 235) sowie Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen (TEUR 1.877; i. Vj. TEUR 2.300). Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen beträgt (TEUR -1.121; I. Vj. TEUR -2.065). Sonstige Erträge (TEUR 19) erzielte die DGIEU überwiegend aus Zinserträgen aus Steuern. Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.880 (i. Vj. TEUR 12.640) beinhalten im Wesentlichen den aus der Kostenverteilung resultierenden sonstigen Aufwand (TEUR 4.302; i. Vj. TEUR 7.609) sowie Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und dem Bestandswert aus dem Transfer des "Back Books" (TEUR 4.550; i. Vj. TEUR 4.550). Bei der DGIEU fallen im Geschäftsjahr Aufwendungen aus Steuern in Höhe von TEUR 915 (i. Vj. Erträge TEUR 2.953) an, welche im Berichtsjahr auf Aufwendungen entfallen, die aus der Besteuerung lokal anfallender steuerlicher Gewinne sowie der Ausbuchung von Vorjahrsansprüchen resultieren. Periodenfremde Aufwendungen sind i.H.v. TEUR 793 (i. Vj. Erträge TEUR 3.472) enthalten. IV Sonstige Angaben 1 Haftungsverhältnisse Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse existieren nicht. Es bestehen keine Sicherungsübereignungen, Verbindlichkeiten aus der Begebung von Wechseln oder aus dem Abschluss von Gewährleistungsverträgen. 2 Angaben gemäß § 51 Abs. 4 Nr. 1 i) und Nr. 5 RechVersV Ein Anteil der Bruttobeiträge in Höhe von TEUR 42.738 (i. Vj. TEUR 40.737) entfällt auf das Inland sowie über TEUR 109.599 (i. Vj. TEUR 133.848) auf übrige Mitgliedstaaten der EU. Auf Großbritannien entfallen im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr keine Bruttobeiträge. Die Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge betragen für das Inland 514.821 (i. Vj. 515.591) und für die übrigen Mitgliedsstaaten der EU 3.795.775 (i. Vj. 3.697.377). 3 Angabe nach § 285 Nr. 30a HGB Eine wirtschaftliche Betroffenheit durch das am 28. Dezember 2023 in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (MinStG) wird nicht erwartet. Als Teil der Domestic and General Group ist die Gesellschaft grundsätzlich von der globalen Mindestbesteuerung betroffen. Unser Mutterunternehmen legt derzeit durch entsprechende Analysen die Grundlagen, um deren Anforderungen zu erfüllen. Es entstehen keine quantitativen Auswirkungen auf den Jahresabschluss per 31. März 2024 der Gesellschaft. Mögliche Auswirkungen auf zukünftige Jahresabschlüsse können zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht quantifiziert werden. 4 Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
5 Kostenverteilung Die Kostenverteilung auf die durch die RechVersV vorgegebenen Funktionsbereiche erfolgt, soweit möglich, direkt durch Zuordnung der einzelnen Kostenarten. Nicht direkt den Funktionsbereichen zuordenbare Kostenarten werden über die Kostenstellen geschlüsselt entsprechend der erwarteten funktionalen Verteilung den einzelnen Funktionsbereiche zugewiesen. Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen werden nach einem vereinfachten Verfahren zugeordnet. 6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Mietverträge über die Anmietung von Geschäfts- und Betriebsräumen mit folgenden Verpflichtungsvolumen und Restlaufzeiten abgeschlossen:
7 Angabe nach § 268 Abs. 8 HGB Eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB ist in Bezug auf die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte gegeben (TEUR 1.151). 8 Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug 493 (i. Vj. 471). Auszubildende waren im Berichtsjahr nicht beschäftigt. Die Aufteilung ist wie folgt:
V Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ende des Geschäftsjahres wurde das nachrangige Darlehen mit der Domestic & General Services (PTY) Ltd., Sydney, Australien vollständig (inklusive kumulierter Zinsen) im Sinne des Artikel 73 Abs. 1 (c) i. V. m. Artikel 72 (b) Delegierte Verordnung (EU) 2015/35 und nach Genehmigung der Aufsichtsbehörde zurückgezahlt. Die Finanzierung erfolgte über die vollständige Einzahlung der Ausleihung (inklusive kumulierter Zinsen) mit der DGI. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, liegen nicht vor. VI Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt für das Berichtsjahr TEUR 232. Dies umfasst das Honorar vor Umsatzsteuer für die Prüfung des Jahresabschlusses, des Abhängigkeitsberichts, der Solvabilitätsübersicht sowie des Konzern-Reportingpackages. Darüber hinausgehende Bestätigungs- oder Beratungsleistungen wurden nicht erbracht. VII Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Galaxy Finco Limited, Jersey, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen darstellt. Der Konzernabschluss der Galaxy Finco Limited, Jersey wird auf der Webseite "www.domesticandgeneral.com" veröffentlicht. Die oberste kontrollierende Einheit der Gruppe und Mehrheitseigner ist die Opal Galaxy Holdings Ltd., Jersey, ein Unternehmen, dessen Anteilseigner Fonds sind, die von Tochterunternehmen und verbundenen Unternehmen von CVC Capital Partners SICAV-FIS S.A., Luxembourg, verwaltet und beraten werden. Die Meldung gemäß § 29 AktG ist im Berichtsjahr erfolgt. VIII Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an: Herr David Tyler Aufsichtsratsvorsitzender Non-Executive Chairman bei Domestic and General Insurance Plc, UK Herr Robin Ashton (ab 1. April 2023) Stellvertretender Vorsitzender Non-Executive Director of Domestic & General Limited, UK Herr Michael Ross (ab 1. April 2023) Non-Executive Director of Domestic & General Limited, UK Herr Joseph Fitzgerald (bis 1. April 2023) Stellvertretender Vorsitzender Chief Strategy & Commercial Officer bei Domestic and General Insurance Plc, UK Herr Steve Purser (bis 1. April 2023) Client Management & New Business Sales Director bei Domestic and General Insurance Plc, UK Vorstand Dem Vorstand gehören an: Herr Matthew Crummack Vorsitzender Herr Thomas Goode Vorstand im Bereich Finanzen Herr Sven Wick (ab 27. Dezember 2023) Vorstand im Bereich Versicherungswirtschaft und Interne Revision Herr Matthias Kammermann (ab 15. April 2024) Vorstand im Bereich Recht Herr Bernhard Blaum (bis 30. April 2023) Vorstand im Bereich Risikomanagement und Compliance Aufwendungen für Organe Nur zwei Mitglieder des Vorstands, Bernhard Blaum und Sven Wick, erhielten im Berichtsjahr Bezüge von der Gesellschaft. Die Angabe der Bezüge des Vorstands unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.
Wiesbaden, den 31. Juli 2024 Matthew Crummack Tom Goode Matthias Kammermann Sven Wick Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Unternehmen 1. Geschäftsmodell und Produkte Die Domestic & General Insurance Europe AG (DGIEU) ist ein deutsches Versicherungsunternehmen, das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen ist und von ihr beaufsichtigt wird. Die DGIEU ist Teil der Domestic & General Group (Gruppe). Alleiniger Anteilseigner ist die Domestic & General Insurance PLC, Wimbledon, London, Großbritannien (DGI). Mit der DGI hat die Gesellschaft einen proportionalen Rückversicherungsvertrag geschlossen, der 90% des Geschäfts absichert. Externe Rückversicherungsverträge bestehen im Berichtsjahr nicht in wesentlichem Umfang. Zwischen der Gesellschaft und der DGI sowie deren Tochtergesellschaften, bestehen verschiedene gruppeninterne Dienstleistungsvereinbarungen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Deutschland (Wiesbaden), Niederlassungen werden in Frankreich (Paris), Italien (Mailand) und Spanien (Madrid) unterhalten. Die Niederlassung in Großbritannien (London) zeichnet kein eigenes Geschäft. Das Geschäftsgebiet der Gesellschaft umfasst die Länder Spanien und Portugal (Iberien), Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Österreich, Polen und Irland. Die DGIEU bietet Garantieprodukte dem Endverbraucher an. Die Gesellschaft bezieht Reparatur- und Geräteersatzdienste direkt von Herstellern und Händlern oder über beauftragte Reparaturunternehmen und -partner. Die Produkte werden hauptsächlich über Einzelhändler und Elektrofachmärkte (Einzelhandelsgeschäft), durch Hersteller- (OEM, Original-Equipment-Manufacturer Geschäft) oder DGIEU-Call-Center vertrieben. Während in Iberien ein Mix aus Verträgen mit laufendem Beitrag und vollständig vorab über die volle Vertragslaufzeit bezahlten Verträgen vorliegt, besteht der Bestand in Deutschland im Wesentlichen aus Verträgen mit laufendem Beitrag. Der Fokus der Vertriebsstrategie liegt unverändert in der Stärkung des Anteils an Verträgen mit laufendem Beitrag und der Vertragsverlängerungen. Im Berichtsjahr nahm in Iberien der Bestand von Jahresverträgen mit laufender Beitragszahlung weiter zu. Es wird erwartet, dass insbesondere die Jahresverträge länger andauernde Kundenbeziehungen und damit eine nachhaltig Ertragsqualität liefern. Anhaltendes Wachstum, gestützt durch die Verbesserung von Systemen, Prozessen und eine spezifische Art und Weise der Kundenbetreuung soll dazu beitragen. Akquisitionstätigkeiten verfolgt die Gesellschaft in allen relevanten Geschäftsbereichen und strebt auch die Gewinnung neuer Industriebereiche an. Eine entscheidende Rolle in dieser Strategie spielt auch die Digitalisierung, zum Beispiel durch eine stärkere Nutzung von Online-Kanälen. Im Berichtsjahr konnten wesentliche Kooperationsvereinbarungen, insbesondere mit Carrefour in Spanien und Italien weiter ausgebaut werden, die Belastungen aus Mandatsverlusten kompensieren helfen. 2. Einbringung und Übertragung durch DGI Die DGI hat auf Basis des Einbringungsvertrags vom 30. Oktober 2019 das sogenannte "Transfer Book" und zum 31. Dezember 2020 ebenso das sogenannte "Back Book" in einem Übertragungsvorgang auf die DGIEU übertragen. Der sich aus den Bewertungen des kontinentaleuropäischen Versicherungsgeschäfts zur Einbringung in die Gesellschaft ergebende Geschäfts- oder Firmenwert resultierte im Wesentlichen aus den erwarteten zukünftigen Erträgen, die auch zukünftig erwachsen und ist über eine Laufzeit von zehn Jahren planmäßig abzuschreiben. In Zusammenhang mit dem Einbringungs- und Übertragungsvorgang hatte der Vorstand eine Unternehmensplanung erstellt und indikative Bewertungsgutachten bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die die Werthaltigkeit des aktivierten Goodwills bzw. Bestandswerts im Zeitpunkt der Transaktion sowie mittels eigener Berechnung zum Berichtsstichtag bestätigen. Zusätzlich wurden bereits in den Vorjahren Gutachten von Rechtsanwälten und Steuerberatern eingeholt. Steuerliche Risiken aus der Einbringung und Übertragung werden vom Vorstand unter Berücksichtigung extern eingeholter Gutachten weiterhin als gering eingeschätzt. II. Wirtschaftsbericht 1 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Zu Beginn des Berichtsjahres stieg das saisonbereinigte BIP im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,3%. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das saisonbereinigte BIP im ersten Quartal des Berichtsjahres im Euroraum um 0,4%. Zum Ende des Berichtsjahres, dem ersten Kalenderquartal 2024, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2% gestiegen. Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben aus. Nach einer schwachen zweiten Jahreshälfte des Kalenderjahres 2023 stiegen die Bauinvestitionen im 1. Quartal 2024 preis-, saison- und kalenderbereinigt deutlich um 2,7%. In Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen etwas weniger investiert (-0,2%). Insgesamt erhöhten sich die Bruttoanlageninvestitionen zum Jahresbeginn um 1,2% gegenüber dem Vorquartal. Auch vom Außenhandel kamen positive Impulse: Im Vergleich zum 4. Quartal 2023 wurden im 1. Quartal 2024 preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,1% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Dafür sorgten vor allem mehr Warenexporte, während weniger Dienstleistungen exportiert wurden als im Vorquartal. Die Importe wuchsen zum Vorquartal weniger stark. Wie bei den Exporten nahmen die Importe von Waren zu, wohingegen die Importe von Dienstleistungen zurückgingen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs Finanz- und Versicherungsleistungen startete zu Beginn des Berichtsjahres positiv mit 1,5% gegenüber dem Vorjahresquartal, dies verminderte sich allerdings im weiteren Verlauf des Berichtsjahres. Ein entsprechendes Bild zeichnet sich auf Länderebene in Spanien und Portugal zu Beginn des Geschäftsjahres ab: Die prozentuale Veränderung im BIP-Wachstum gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres, lag in Spanien bei 2,0% und in Portugal bei 2,3%. Die BIP- Veränderung zum Vorjahresquartal ist zum Ende des Geschäftsjahres in Spanien bei +2,4% und Portugal bei +1,5%. Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im April 2023 bei 7,0%, und im März 2024 bei 2,4%. In Deutschland betrug die Inflation 7,2% im April 2023 und 2,3% im März 2024. Die Inflation in Spanien lag zu Beginn des Berichtsjahres bei 3,8% und ist zum Ende auf 3,3% gesunken. Die Inflation in Portugal ist ebenfalls von 6,9% zu Beginn des Geschäftsjahres auf 2,6% zum Ende gesunken. Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2024 aus, wobei auch Konsumausgaben für Nahrungsmittel und Bekleidung zurückgingen. Die Bundesregierung erwartet für 2024 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine laste weiterhin auf der deutschen Wirtschaft. Dazu zählten auch das historisch niedrige Wachstum des Welthandels. Dies treffe die starke Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Hinzu kämen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Die Sparquote ist dabei gestiegen, die Binnennachfrage gesunken. Dennoch haben die hohen Lohnabschlüsse des letzten Jahres beispielsweise zu mehr Einkommen geführt und auch die Gewinne der Unternehmen in Deutschland seien gestiegen. Für das Jahr 2025 rechnet die Bundesregierung mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation von 2,4% im laufenden Jahr auf 1,8% für 2025. Wesentliche Wachstumsimpulse erwartet die Regierung laut Frühjahrsprojektion vor allem durch Privathaushalte: Deutlich höhere Reallöhne in Verbindung mit einer robusten Beschäftigungsentwicklung sollen den Konsum, wie in Iberien bereits zu verzeichnen, beleben. 2. Entwicklung in der Schadenversicherung Die Einnahmen in der privaten und gewerblichen Sachversicherung werden voraussichtlich das Wachstum des Vorjahres übertreffen und um ca. 13,3% auf 28,9 Mrd. EUR steigen. Ausschlaggebend sind hier im Wesentlichen die durch Inflationsindizes gestiegenen Versicherungssummen des Vorjahres und eine stärkere Nachfrage nach Elementardeckungen. Insgesamt muss allerdings aufgrund der signifikant gestiegenen Inflation dennoch mit einem deutlichen Anstieg des Schadenaufwandes um ca. 15,2% gerechnet werden. Es sollte sich aber wieder ein versicherungstechnischer Gewinn ergeben. In Deutschland stieg die Gesamtzahl der Schaden- und Unfallversicherungsverträge im Jahr 2023 (352,3 Millionen Verträge) im Vergleich zu 2022 (349,2 Millionen Verträge). Auch die Versicherungsprämien stiegen (84,5 Mrd. EUR im Jahr 2023; 79,1 Mrd. EUR im Jahr 2022). Die Versicherungsleistungen erhöhten sich von 58,0 Mrd. EUR im Jahr 2022 auf 66,0 Mrd. EUR im Jahr 2023. Die Bruttoschadenzahlungen sind auch in Spanien gestiegen. So lagen im Jahr 2022 die Bruttoschadenzahlungen bei 11,5 Mrd. EUR und sind damit um 5,9% verglichen zum Jahr 2021 gestiegen. Auch in Portugal sind die Bruttoschadenzahlungen von 5,6 Mrd. EUR im Jahr 2021 auf 6,4 Mrd. EUR im Jahr 2022 gestiegen. Die Anzahl der Schäden und Unfälle war in den letzten Jahren konstant geblieben und bewegte sich von 2020 bis 2022 zwischen 22,1 Millionen und 22,7 Millionen Schäden. Die Schaden-Kosten-Quote lag im Jahr 2023 bei 98% (im Jahr 2022 bei 95%). Alles in allem haben die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung 2023 - getrieben vor allem durch die Sachversicherung stark zugenommen (+6,8%). In Deutschland hatte der Schadenaufwand aufgrund extremer Naturereignisse im Jahr 2021 und des damit verbundenen hohen Schadenaufwandes insbesondere dieses Jahr geprägt. Trotz einiger entsprechender Ereignisse im Jahr 2023 war das Schadengeschehen bezüglich versicherter Naturgefahren leicht unterdurchschnittlich. Die Schadenquote für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres liegt im Jahr 2023 bei 80,0% und damit 5,4% höher als im Jahr 2022 (74,6%). 3. Geschäftsverlauf Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft beinhalten die Bruttobeiträge, die verdienten Beiträge, das versicherungstechnische Ergebnis sowie den Jahresüberschuss. Entsprechend der Steuerung der Gesellschaft werden die wesentlichen Märkte in Spanien und Portugal (Iberien), Deutschland und Österreich sowie die anderen Märkte aggregiert betrachtet. Zusammenfassend lässt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr festhalten, dass die DGIEU im Berichtsjahr den Verlust des iberischen Einzelhandelspartners gut durch Gewinnung von Neugeschäft und das Halten von Bestandgeschäft kompensieren konnte. Der Rückgang innerhalb der verdienten Nettobeiträge und der Anstieg der Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle, konnte insbesondere durch den Rückgang der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb kompensiert werden. Diese beinhalten hauptsächlich Akquisitionskosten, sonstige betriebliche Verwaltungskosten und Kostenumlagen. Wesentliche Einflüsse aus einer gestiegenen Inflation sind in Bezug auf die geleisteten Versicherungsfälle nicht zu verzeichnen. Mit reduziertem Geschäftsvolumen hat sich auch die Rückversicherungsprovision, sowie das versicherungstechnische Ergebnis reduziert. Der Jahresüberschuss wurde zudem positiv durch gesunkene sonstige Aufwendungen beeinflusst, welche insbesondere auf Kostenumlagen zurückzuführen sind. Der Rückgang der gebuchten Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 13 % ist hauptsächlich auf den Verlust eines Einzelhandelspartners in Iberien zurückzuführen, welcher zum Teil durch ein verstärktes Erneuerungsgeschäft und Vertriebskampagnen ausgeglichen werden konnte. Unter Berücksichtigung rückläufiger Entnahmen aus Beitragsüberträgen aus Laufzeitverträgen und einem steigenden Anteil auf Laufzeitverträgen mit laufender Beitragszahlung verminderten sich auch die verdienten Beiträge überproportional um 26 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft hat die Strategie, statt befristetem Geschäft Verträge mit laufender Beitragszahlung zu zeichnen. Dies folgt der gruppenweiten Strategie "Fokus 25", die zudem auch auf einen Ausbau der Servicekomponente setzt. Vor diesem Hintergrund zeigt die Schadenentwicklung (Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle) im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 16%. Die Brutto-Schadenquote gemessen an den verdienten Beiträgen (vor Rückversicherung) ist im Vergleich zum Vorjahr ebenso moderat gestiegen. Die erzielten Bruttobeiträge liegen leicht über den erwarteten Werten für das Geschäftsjahr. So konnten die gesetzten Erwartungen insbesondere durch eine übertroffene Anzahl von Vertragsverlängerungen in Deutschland und im Bereich OEM in mehreren Ländern erzielt werden. Dies wurde durch eine Entwicklung innerhalb der Neugeschäftsabschlüsse, welche unterhalb der erwarteten Werte lagen, ausgeglichen. Der Anstieg der Vertragsverlängerungen und der Unterschied in der Zusammensetzung zwischen Jahresverträgen zum einen und vollständig vorab über die volle Vertragslaufzeit bezahlten Verträgen zum anderen gegenüber den Planwerten, führte zu einer positiven Abweichung hinsichtlich der verdienten Prämien nach Rückversicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt demzufolge und auch durch weitere Effekte aus dem Verlust des iberischen Einzelhandelspartners über den erwarteten Werten des Geschäftsjahres. 4. Ertragslage Die DGIEU verzeichnete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 3.043). Dieser liegt leicht unterhalb der Erwartung, da die geplanten und budgetierten Einsparungen innerhalb der Sonstigen Aufwendungen nicht vollständig erreicht wurden. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von TEUR 152.337 (i. Vj. TEUR 174.586), die mit TEUR 96.467 auf Iberien, mit TEUR 43.014 auf Deutschland (inkl. Österreich) und mit TEUR 12.856 auf die anderen Märkte entfallen. Der Rückgang der verdienten Bruttobeiträge (TEUR 185.512) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 196.138) ist hauptsächlich auf den Verlust des iberischen Einzelhandelspartners zurückzuführen. Nach Rückversicherung verbleiben gebuchte Nettobeiträge in Höhe von TEUR 15.234 (i. Vj. TEUR 17.458). Das in Deutschland (inkl. Österreich) geschriebene Neugeschäft entfällt mit gebuchten Bruttobeiträgen in Höhe von TEUR 43.014 im Wesentlichen auf Jahresverträge, welche ebenso über Vertriebspartner in Elektronikfachmärkten verkauft werden. In den anderen Märkten werden im Wesentlichen Jahresverträge im Geschäftsbereich OEM gezeichnet (gebuchte Bruttobeiträge TEUR 12.856). Die verdienten Nettobeiträge (TEUR 25.980; i. Vj. TEUR 35.247) entfallen mit TEUR 20.259 auf Iberien, mit TEUR 4.171 auf Deutschland (inkl. Österreich) und mit TEUR 1.550 auf die anderen Märkte. Während in Deutschland die verdienten Beiträge grundsätzlich durch die Vertragsbedingungen im zeitlichen Einklang mit den gebuchten Bruttobeiträgen stehen, erfolgt deren Realisierung für die mehrjährig geschlossenen Versicherungsverträge durch die Veränderung von Beitragsüberträgen in größerem Umfang. Im Hinblick auf Netto-Aufwendungen für Versicherungsfälle (TEUR 7.360; i. Vj. TEUR 8.716) entfallen TEUR 5.363 auf Iberien, TEUR 1.471 auf Deutschland (inkl. Österreich) und TEUR 526 auf die anderen Märkte. Die Brutto-Schaden-Quote, definiert als Bruttoaufwand für Zahlungen für Versicherungsfälle dividiert durch gebuchte Bruttobeiträge, liegt mit 35,5% oberhalb des Vorjahres (i. Vj. 31,1%). Aufgrund der Akquise-Tätigkeit zur Erlangung des Neugeschäfts bilden insbesondere Provisionsaufwendungen sowie operativer Aufwand für die Verwaltung von Versicherungsverträgen wesentliche Bestandteile der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Netto betragen diese TEUR 5.288 (i. Vj. TEUR 11.098) und entfallen mit TEUR 16.482 auf Iberien, mit einem Nettoertrag in Höhe von TEUR +6.469 auf Deutschland (inkl. Österreich) und mit +TEUR 4.725 auf die anderen Märkte und beinhalten überwiegend Provisionsaufwand. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb (TEUR 89.198; i. Vj. TEUR 107.973) mindern sich um den Anteil der RV-Provision (TEUR 83.910; i. Vj. TEUR 96.874). Das versicherungstechnische Nettoergebnis (TEUR 12.160; i. Vj. TEUR 14.779) entfällt mit TEUR 7.103 auf Iberien, mit TEUR 4.675 auf Deutschland (inkl. Österreich) und mit TEUR 382 auf die anderen Märkte. Nach Nettoaufwendungen aus Kapitalanlagen (TEUR 1.121, i. Vj. TEUR 2.065) und sonstigen Aufwendungen (TEUR 8.880; i. Vj. TEUR 12.640), im Wesentlichen aus gruppeninternen Dienstleistungsbeziehungen, Abschreibungen, auf den Geschäfts- und Firmenwert, Zinsaufwendungen für das Nachrangdarlehen, sonstigen Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes und Aufwendungen aus der Kostenverteilung, ergibt sich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 2.178 (i. Vj. TEUR 90). Nach einem Steueraufwand (TEUR 915) verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 3.043). 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzstruktur zum 31. März 2024 ist auf der Aktivseite wesentlich geprägt durch den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 26.408; i. Vj. TEUR 30.538), Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 28.736; i. Vj. TEUR 30.724), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 8.500, i. Vj TEUR 15.000), sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 18.438, i. Vj. TEUR 20.491) und laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand (TEUR 8.070; i. Vj. TEUR 11.559), sowie durch Forderungen an Versicherungsvermittler (TEUR 1.214; i. Vj. TEUR 9.960). Die Passivseite beinhaltet zum Bilanzstichtag im Wesentlichen versicherungstechnische Rückstellungen (TEUR 18.694; i. Vj. TEUR 30.335). Zudem beinhaltet sie Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft (TEUR 9.415; i. Vj. TEUR 26.890), Eigenkapital (TEUR 27.874; i. Vj. TEUR 26.610), andere Rückstellungen (TEUR 11.993; i. Vj. TEUR 11.584) und nachrangige Verbindlichkeiten (TEUR 7.000; i. Vj. TEUR 7.000). Die Eigenkapitalquote hat sich insbesondere aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr von 21,0% auf 28,4% im Berichtsjahr erhöht. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Auffassung des Vorstands als gut zu bezeichnen. Auch die Solvabilitätsanforderungen nach Solvency II werden von der DGIEU erfüllt. Die Solvabilitätsbedeckungsquote liegt deutlich oberhalb der aufsichtsrechtlich geforderten 100% sowie des internen Schwellenwertes von 130%. Mit Genehmigung zum 31. März 2022 verwendet die DGIEU auch zum Bilanzstichtag per 31. März 2024 anstelle der Parameter der Standardformel, unternehmensspezifische Parameter ("USPs") für das Prämien- und Reserverisiko, um sicherzustellen, dass ihre Solvabilitätskapitalanforderung ("SCR") für das nichtlebensversicherungstechnische Risiko stärker auf ihr Risikoprofil abgestimmt ist. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als kundenorientiertes Unternehmen verfolgt DGIEU eine Wachstumsstrategie, die darauf ausgerichtet ist, aus der Kernstärke heraus zu wachsen und den Kundenservice , basierend auf definierten Verhaltensstandards, welche eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche fördern sollen, zu verbessern. Die Gesellschaft hat verschiedene Performance- bzw. Risikokennzahlen (KPIs bzw. KRIs) implementiert, die unter anderem Rückschlüsse auf die Kundenzufriedenheit erlauben. Ein regelmäßiges Monitoring der Kennzahlen wird quartärlich über das European Conduct Standards Committee und ein Reporting an den Vorstand sichergestellt. Außerdem erfolgt zusätzlich eine Gruppenberichterstattung, die Informationen zu den DGIEU KRIs beinhaltet und so auch für die Komitees und das Management auf Konzernebene eine adäquate Risikoeinschätzung ermöglicht. Zum Bilanzstichtag wurden in Bezug auf die Kundenzufriedenheit verschiedene Kennzahlen erhoben, darunter "Beschwerden je 1000 bestehender Versicherungspolicen", "Abbruchquote in der Telefonie", "Quote des Reparaturabschlusses bei erstem Kundenbesuch", "Durchschnittliche Dauer einer Reparatur", Kundenbeschwerdequoten in Bezug auf Reparaturen und Geräteersatz, sowie Kennzahlen zur Dauer von Beschwerdebearbeitungen. Die erhobenen Beschwerdequoten beziehen sich jeweils auf die Anzahl der Beschwerden in Zusammenhang mit Reparaturen und Geräteersatz in Relation zur Anzahl der durchgeführten Reparaturen, beziehungsweise Geräteersatze. Die Kennzahlen lagen zum Ende des Geschäftsjahres innerhalb der definierten Schwellenwerte. Zudem werden Kennzahlen zur Dauer von Beschwerdebearbeitungen überwacht. Diese lagen für die verschiedenen Länder zum Ende des Geschäftsjahres jeweils innerhalb der definierten Schwellenwerte. Die Abbruchquote in der telefonischen Registrierung lag im letzten Quartal des Geschäftsjahres innerhalb der definierten Schwellenwerte. Gleiches gilt für die durchschnittliche Dauer einer Reparatur in Tagen und die Quote des Reparaturabschlusses bei erstem Kundenbesuch. 7. Personalbericht Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 493 (i. Vj. 471) Mitarbeiter (überwiegend im Ausland) bei der DGIEU beschäftigt. Der Vorstand ist sich darüber bewusst, dass die Mitarbeiter die entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Vision, Mission und Geschäftstransformation spielen. Aus diesem Grund verfolgt die Gesellschaft die Zielsetzung Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten, Systemen und Kenntnissen auszustatten, die sie benötigen, um die Kunden vollumfänglich zu unterstützen sowie ihre persönliche Entwicklung zu fördern. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Mitarbeiter weiter zu befähigen, zu inspirieren und zu engagieren, um das Unternehmen zu einer erstklassigen Serviceorganisation zu entwickeln, die eine digitale und smarte Zukunft ermöglicht. Die gruppenweite Personalstrategie (People Strategy) zielt darauf ab, die Art und Weise, wie die D&G-Gruppe arbeitet weiterzuentwickeln und die Mitarbeiter zu motivieren. Die folgenden vier Säulen sollen den Rahmen für die Schaffung einer überzeugenden, integrativen und global ausgerichteten Mitarbeitererfahrung bilden: A. Achieve Im gesamten Unternehmen ist die Zielsetzung, die Mitarbeiter zu ermutigen, ihre Ambitionen zu verwirklichen und sie beim Erreichen ihrer Karriereziele zu unterstützen und sie für ihre positiven Beiträge anzuerkennen. B. Belong Die integrative Unternehmenskultur soll sich durch Flexibilität und Wahlmöglichkeiten auszeichnen. Die Mitarbeiter sollen das Gefühl haben dazuzugehören und ermutigt werden, ihre Talente einzubringen. C. Connect Die Mitarbeiter sollen miteinander verbunden sein - mit der Zielsetzung, der Strategie und untereinander. Alle wollen ein klares Verständnis davon haben, was wir in unserem Unternehmen bewirken können. D. Develop Der Erfolg hängt von den Mitarbeitern ab. Aufbauend auf deren Stärken, möchte die DGIEU die Kollegen und Teams entwickeln und inspirieren, damit sie ihr volles Potenzial ausschöpfen und den langfristigen Erfolg der Gesellschaft unterstützen können. Der People Deal ist ein Angebot auf Augenhöhe darüber, was DGIEU für seine Mitarbeiter tut und was die Gesellschaft im Gegenzug erwarten kann. Der People Deal soll im Einklang mit unseren Werten stehen. Mit der Zielsetzung weiterhin leidenschaftliche und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen, die der Gesellschaft helfen, unsere digitalen Ambitionen zu gestalten und unsere Strategie umzusetzen steht auch das Thema Benefits und Wohlbefinden im Fokus der Mitarbeitergewinnung. Die gewährten Vorteile fokussieren sich auf geistiges, körperliches und finanzielles Wohlbefinden. Des Weiteren soll der Ansatz des hybriden Arbeitens zu einer starken Arbeitsplatzkultur beitragen und dabei helfen, den strategischen Fortschritt voranzutreiben. Das geltende "Modell der täglichen Flexibilität" stellt den Mitarbeitern grundsätzlich frei, ob sie im Büro, von zu Hause aus oder in einer Mischform arbeiten. III. Risikobericht und Governance Definition, Strategie und Ziele des Risikomanagements DGIEU definiert Risiko als "ungewisse zukünftige Ereignisse, die die Erreichung der Ziele der DGIEU beeinflussen könnten". Dabei kann es sich sowohl um ein Aufwärtsrisiko (Chancen, von denen die DGIEU profitieren kann) als auch um ein Abwärtsrisiko (Gefahren für den Erfolg) handeln. Die Summe der potenziellen Risiken, denen die DGIEU ausgesetzt sein könnte, ist ihr "Risikouniversum". Die Risiken, denen die DGIEU tatsächlich ausgesetzt ist, bilden ihr "Risikoprofil". Bei DGIEU sind die Grundsätze des Risikomanagements in der Risikostrategie verankert. Die Risikostrategie der DGIEU wird aus der Geschäftsstrategie abgeleitet. Die Risikostrategie berücksichtigt alle Risiken, die sich aus dem Geschäftsmodell ergeben. Dabei verfolgt die Gesellschaft die Zielsetzung, dynamisch auf aufkommende und sich verändernde Risiken im internen und externen Umfeld zu reagieren. Die Gesellschaft strebt eine geringe Risikobereitschaft bei einem steten Fokus auf Kundenzufriedenheit an. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagement- und Kontrollrahmenwerk eingerichtet, das vor Ereignissen schützen soll, die das Erreichen der Ziele und der finanziellen Leistungsfähigkeit gefährden, einschließlich des Versäumnisses, Chancen zu nutzen. Das Rahmenwerk zum Risikomanagement identifiziert potenzielle Risiken und Ungewissheiten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmensleistung haben könnten, und setzt interne Prozesse und Kontrollen ein, die dazu dienen, Risiken zu mindern. Zu den Hauptrisiken (materielle Risiken) der DGIEU zählen insbesondere die folgenden Risikokategorien, die im Abschnitt "Risikoprofil" weiter konkretisiert werden: operationelle Risiken, finanzielle Risiken, versicherungstechnische Risiken, strategische Risiken und Verhaltensrisiken. Das Unternehmen steuert diese Risiken durch Maßnahmen, die regelmäßig bewertet und überprüft werden. Organisatorischer Aufbau des Risikomanagements Das Risikomanagement, einschließlich Risikofrüherkennungssystem, gehört zu den Kernaufgaben von Versicherungsunternehmen. Seine Ausgestaltung orientiert sich an den Anforderungen gemäß Solvency II. Der organisatorische Aufbau des Risikomanagementsystems der DGIEU orientiert sich an dem "Three Lines of Defence"- Modell. Das Zusammenspiel der drei Verteidigungslinien hat die Zielsetzung, einen adäquaten und effektiven Aufbau des Governance-Systems zu gewährleisten. Die erste Linie besteht in der kontinuierlichen Überwachung und Identifikation von Risiken durch die operativen Einheiten. Das strategische Risikomanagement inklusive der Erstellung von Risikorichtlinien sowie die nachgelagerte Überwachung durch die Interne Revision bilden die zweite und dritte Linie. Der Vorstand der DGIEU ist verantwortlich dafür, dass die Verteidigungslinien umgesetzt werden und eine entsprechende Risikokultur vorherrscht. Eine Risiko- und Kontrollselbstbewertung (Risk & Control Self-Assessment, "RCSA") ist ein Bestandteil der Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken sowie der Bewertung der Effizienz und Wirksamkeit der internen Kontrollen bei der DGIEU. Identifizierte Risiken werden im Risikomanagement System (Magique) erfasst und überwacht. Das RCSA ist ein halbjährlicher Prozess, der von der Risikomanagement-Funktion koordiniert wird. Die Risikobewertung umfasst eine Bewertung der Auswirkungen (Art und Umfang) und der Wahrscheinlichkeit auf "Brutto"- (Risikobewertung vor Kontrollen) und "Netto"-Basis (Risikobewertung nach Kontrollen). Bei der Bewertung der Auswirkungen wendet die DGIEU das sogenannte "Multi-Impact-Risk-Assessment" an, das eine detaillierte Bewertung verschiedener Auswirkungstypen (Kunden & Regulatoren, Finanzen und Geschäftspartner) gewährleistet. Die Gesamtbewertung (Rating) jedes Risikos ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Auswirkung und Wahrscheinlichkeit. Jedes Risiko kann somit ein "low", "medium", "high" oder "extreme" Rating aufweisen. Die Compliance-Funktion als Bestandteil der zweiten Verteidigungslinie überprüft das Design und die operative Wirksamkeit des internen Kontrollsystems im Rahmen ihres jährlichen Kontrollplans. Zudem finden Kontroll-Validierungen durch die Risikomanagement- Funktion statt. Das interne Kontrollsystem wird grundsätzlich durch Prüfungen der internen Revisionsfunktion in der dritten Verteidigungslinie komplettiert, in welchen sie das Vorhandensein und die Durchführung der Kontrollen in den wesentlichen Prozessen und Anwendungen als prozessunabhängige Stelle überwacht. Die risikoorientierte Prüfungsplanung und -durchführung bilden hierfür die Grundlage. Risikoprofil Risikokategorien, mit denen sich die DGIEU insbesondere auseinandersetzt, sind die Folgenden: Das versicherungstechnische Risiko umfasst das Prämien-, Schaden- und Reserverisiko und damit die potenziell nachteilige finanzielle Auswirkung, die sich daraus ergibt, dass die kombinierten Schaden-, Reparatur-, Anschaffungs- und Verwaltungskosten die geschätzten Kosten bzw. Prämien übersteigen, die den angewandten Preismodellen zugrunde liegen. Das versicherungstechnische Risiko wird durch Preispolitik, Genehmigungsverfahren für neue Produkte und Änderungen bestehender Produkte, regelmäßige Überprüfung der Leistung und Überwachung aufkommender Probleme gesteuert. Risiken aus Abwicklungsergebnissen haben vor dem Hintergrund kurzfristiger Schadensläufe nur eine untergeordnete Bedeutung. Risikokonzentrationen bei den versicherungstechnischen Risiken wird durch die geografische Diversifikation der Risiken und die Vielfalt der versicherbaren Produkte entgegengewirkt. Das versicherungstechnische Risiko wird maßgeblich durch die Quoten-Rückversicherung mit der Muttergesellschaft beeinflusst. Unter den Risiken aus Kapitalanlage versteht DGIEU potenziell negative finanzielle Auswirkungen, die aus den Änderungen von Marktpreisen resultieren (Marktpreisänderungsrisiken). Ebenfalls zu den Risiken aus Kapitalanlage zählen das Kreditbeziehungsweise Ausfallrisiko. Das Kreditrisiko ist die potenziell negative finanzielle Auswirkung eines Wertverlustes finanzieller Vermögenswerte aufgrund der Tatsache, dass Gegenparteien ihren Verpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommen. Das Liquiditätsrisiko steht für das Risiko, dass die DGIEU nicht genügend verfügbare liquide Mittel hat, um ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Das Profil der Zahlungsverpflichtungen ist in hohem Maße vorhersehbar. Die DGIEU hält zum Stichtag ausschließlich Unternehmensanleihen und Staatsanleihen, die lediglich ein moderates Risiko hinsichtlich des Ausfallrisikos oder Marktpreisrisikos aufweisen. Das Unternehmen hält unter anderem Bankguthaben, um den Kapitalbedarf auf täglicher Basis zu decken. Da die Gesellschaft ihre Einlagen auf verschiedenen Banken verteilt hat bzw. die Hauptbank ein entsprechend gutes Rating aufweist, werden wesentliche Konzentrationsrisiken nicht gesehen. Unter dem finanziellen Risiko wird das Risiko verstanden, die Finanzen der DGIEU nicht ausreichend zu kontrollieren, um strategische Initiativen umzusetzen, die finanziellen Verpflichtungen und die Solvency-Il-Kapitalanforderungen zu erfüllen. Wesentliche finanzielle Risiken bestehen für die Gesellschaft in Zusammenhang mit dem Brexit. Das finanzielle Risiko wird aufgrund möglicher Brexit-Auswirkungen als hoch, die Eintrittswahrscheinlichkeit aber als gering eingestuft. Das Risiko umfasst finanzielle Risiken, die sich aus dem Part VII Transfer ergeben, insbesondere das Steuerrisiko in Verbindung mit der erfolgten Bestandsübertragung. DGIEU hat mit externen Beratern an einer adäquaten Risikoeinschätzung gearbeitet. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben sich keine neuen Entwicklungen oder Erkenntnisse bezüglich des Risikos ergeben. Operationelle Risiken sowie Reputationsrisiken resultieren aus unzureichend kontrollierten internen Prozessen oder Systemen, aus menschlichem Versagen oder aus externen Ereignissen. Das Risikoregister des Unternehmens zeigt, dass für die wichtigsten operationellen Risiken innerhalb der Gesellschaft größtenteils angemessene Kontrollen und Maßnahmen existieren, die regelmäßig von der ersten Verteidigungslinie im Rahmen des RCSA überprüft und bewertet werden. Darüber hinaus werden diese Kontrollbewertungen durch die Compliance und Risikomanagement Funktion validiert. Das aktuelle Risikoprofil der Gesellschaft umfasst die folgenden wesentlichen Unterkategorien des operationellen Risikos: Informationssicherheit, Datenschutz, rechtliche Risiken und Mitarbeiter. Die Informationssicherheit stellt für die DGIEU weiterhin ein wesentliches Risiko dar. Das Informationssicherheitsrisiko wird insgesamt als hoch eingestuft. Dieses Risiko wird hauptsächlich durch potenzielle Ransomware-Angriffe oder Cyber-Angriffe, die zu Verletzungen der Kundendaten führen könnten, bestimmt. Die Gesellschaft hat verschiedene Abhilfemaßnahmen ergriffen, die zu einer Minderung des Risikos beitragen sollen. Da die IT und Informationssicherheit gruppenintern an das Mutterunternehmen ausgelagert sind, findet die Risikoidentifizierung, -bewertung und -minderung in enger Abstimmung mit den verantwortlichen Personen auf Ebene des Mutterunternehmens statt. Das Risiko in Bezug auf Mitarbeiter beschreibt einerseits das Risiko eines stark umkämpften Arbeitsmarktes, und andererseits die Komplexität eines international agierenden Unternehmens. DGIEU überprüft regelmäßig das Engagement der Mitarbeiter und die Angemessenheit ihrer Fähigkeiten und Ressourcen. Das Personalrisiko ist für DGIEU auch essenziell für die Erreichung der strategischen Ziele der Gesellschaft. Rechtliche Risiken resultieren aus vertraglichen Vereinbarungen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Hierunter fallen gemäß Risikodefinition Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen, nachteiligen Änderungen bestehender gesetzlicher Rahmenbedingungen oder aus deren ungünstiger Auslegung sowie Rechtsrisiken. Das rechtliche, beziehungsweise regulatorische Risiko der Gesellschaft wird insbesondere durch die Komplexität der verschiedenen Anforderungen in den einzelnen europäischen Ländern geprägt. Zudem gilt das Prozessrisiko als ein Hauptrisiko der Kategorie zum Ende des Geschäftsjahres. DGIEU hält Kontrollen vor, um das Risiko angemessen zu steuern und minimieren zu können. Eine wesentliche Veränderung zum Vorjahr ist der Risikoeinschätzung, auch unter Berücksichtigung von Entwicklungen in Iberien im Berichtsjahr, in der aktuellen Risikoeinschätzung nicht gegeben. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft bestehen insbesondere gegenüber Vermittlern. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen werden durch ein konsequentes Forderungsmanagement begrenzt. Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt mehr als 90 Tage zurückliegt, liegen nur in geringem Umfang vor; das Risiko wird als gering bemessen. Ebenso wird der Ausfall von Forderungen an verbundene Unternehmen innerhalb der Gruppe aufgrund der guten Bonität der DGI als gering eingeschätzt. Die DGIEU definiert das strategische Risiko als Risiko, das sich aus der Verfehlung der Umsetzung von Geschäftsplänen und -strategien ergibt. Strategische Risiken ergeben sich insbesondere in Zusammenhang mit der Umsetzung der gruppenweiten D&G-Strategie "Fokus 25", bei der der Ausbau des Subskription-Geschäfts im Vordergrund steht. Weitere strategische Risiken werden in den wichtigen Geschäftspartnerbeziehungen gesehen, da der Verlust eines Schlüsselpartners im europäischen Markt einen deutlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben könnte. Die DGIEU hat auch für die identifizierten strategischen Risiken entsprechende Kontrollen und Maßnahmen implementiert. Das Verhaltensrisiko ist das Risiko der Nichteinhaltung relevanter Gesetze, Vorschriften und Standards, die zu schlechten Ergebnissen für Kunden führen. Dieses Risiko wird durch angemessene Kontrollen, Compliance Standards, eine aktive Überwachung der Produktentwicklung und der Behandlung von Kunden gemindert, um sicherzustellen, dass die DGIEU alle für sie geltenden Vorschriften einhält. Weitere Maßnahmen zur Risikominderung sind: Einbindung geeigneter juristischer Ressourcen und Fachkenntnisse bei Vertragsverhandlungen und Konfliktlösung, Schulungs- und Kompetenzprogramme für Mitarbeiter, strenge Produktdesign-, Vertriebs- und Kundenmarketingstandards und spezielle Fachkenntnisse in den lokalen Märkten. Ein weiteres Risiko im DGIEU Risikoregister bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit vom Unternehmen. Das Risiko der Resilienz wird insbesondere durch neue regulatorische Anforderungen im Rahmen des Digital Operational Resilience Act bestimmt. Ein Plan wurde definiert, um die Einhaltung der Anforderungen bis Januar 2025 sicherzustellen. Dies umfasst auch regelmäßige Updates an den Vorstand. Das Risikomanagement-Rahmenwerk von DGIEU umfasst auch das Management von Nachhaltigkeitsrisiken. Das Unternehmen unterscheidet hierbei zwischen physischen Risiken (Risiken infolge von Extremwetterereignissen und langfristigen Klimaveränderungen) und Transitionsrisiken (Risiken im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft). Nachhaltigkeitsrisiken sind in bestehende Risikomanagement-Prozesse integriert und werden im Rahmen des halbjährlichen RCSA überprüft und berichtet. Inflationsrisiko Das Inflationsrisiko steht für die grundsätzliche Gefahr, aufgrund einer Geldentwertung einen Vermögensverlust zu erleiden. Angesichts der anhaltenden Inflation und der gestiegenen Lebenshaltungskosten in der EU werden die versicherungstechnischen Kennzahlen weiterhin genau überwacht, um anormale Veränderungen zu erkennen (z. B. erhöhte Stornoraten). Um diese Entwicklung angemessen zu berücksichtigen, wurden revidierte Inflationsannahmen in den Finanzplanungsprozess aufgenommen. Die Vertragsgestaltung mit Geschäftspartnern und Reparaturbetrieben sorgen für eine gewisse Unabhängigkeit von Inflation. Die überwiegende Anzahl von Reparaturen werden auf der Grundlage von vereinbarten Reparaturpauschalen (Completed Job Rates) durchgeführt. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Das Risikomanagementsystem der DGIEU zielt darauf ab, Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens auswirken könnten, frühzeitig zu identifizieren. Durch die regelmäßige Überprüfung der Risikosituation und das halbjährliche RSCA wird sichergestellt, dass für alle wesentlich identifizierte Risiken entsprechende Kontrollen und Maßnahmen implementiert werden. Die DGIEU kann den Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen selbst bei unterstellten extremen Stressszenarien nachkommen. Das vorhandene Risikomanagementsystem gewährleistet die rechtzeitige Identifikation, Bewertung und Kontrolle der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben könnten. Bestandsgefährdende Risiken zeichnen sich derzeit nicht ab. Whistleblowing Um interne Risiken zu mindern und Fehlverhalten oder Missstände, potenziell oder tatsächlich, frühestmöglich aufzudecken, hält DGIEU ein gruppenweites Whistleblowing System vor, das höchste Datenschutz- und Informationssicherheitsstandards erfüllt. Das Whistleblowing System hat die Zielsetzung, einen weiteren Meldekanal, neben Vorgesetztem, HR- und Compliance Funktion für jeden Mitarbeiter an allen Standorten zu bieten, um zeitnah und angemessen, rund um die Uhr, auf mögliche Missstände im Unternehmen aufmerksam machen zu können. Hinweise können auf verschiedene Sprachen und anonym abgegeben werden. Über ein gesichertes Postfach können Meldungseingang bestätigt und Rückfragen zur Präzisierung und Aufklärung anonym gestellt werden. Die Schließung einer Meldung erfolgt im System über Benutzerrechte der Meldungsbearbeitung ausschließlich im Vier-Augen-Prinzip. Hinweisgeberprozess, der Schutz von Hinweisgebern sowie Angaben zum System und Erreichbarkeit sind in der DGIEU Whistleblowing Richtlinie festgelegt. IV. Chancenbericht und Ausblick Chancenbericht Im Ausblick- und Prognosebericht wird im Folgenden ein Überblick darüber gegeben, wie sich das Geschäft der DGIEU voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr 2024/2025 entwickeln wird. Vor dem Hintergrund der Inflation und bestehenden Schwierigkeiten in Bezug auf die Ersatzteileverfügbarkeit, wird das makroökonomische Umfeld weiterhin als schwierig betrachtet. Die Strategie der D&G Gruppe und der DGIEU sind grundsätzlich jedoch nicht verändert und es werden Chancen gesehen, die gruppenweiten Wachstumspläne auch in Europa verstärkt voranzubringen. Hierzu sollen die gruppenweit definierten sogenannten "Ziele und Schlüsselergebnisse" ("Objectives and Key Results", OKRs) beitragen. Strategie, Ziele und erzielte Ergebnisse sollen hiermit enger miteinander verknüpft werden, indem die interne Zusammenarbeit gefördert wird. So konnte mit dem im Berichtsjahr gestiegenen Erneuerungsgeschäft und mit den Auswirkungen der bereits im Vorjahr erfolgten Gewinnung einer weiteren wesentliche Kooperationsvereinbarung mit Carrefour in Spanien und Italien ein entscheidender Beitrag zu weiterem Wachstum gesetzt werden, welcher auch den Verlust des iberischen Einzelhandelspartners kompensieren soll. Kurzfristig werden weitere Steigerungen des Anteils des Subskriptiongeschäfts am Gesamtgeschäft, sowie Investitionen in globale Produktkapazitäten (insbesondere eingebettete Versicherungslösungen für E-Commerce und Marketingkampagnen) gesehen. Mittelfristig sieht man in der Umsetzung der gruppenweiten D&G-Strategie "Fokus 25" auch für die Gesellschaft, die Chance auf Wachstum auch in der Digitalisierung der OEM- Plattformen zur Steigerung der online Registrierungen und der Schaffung von eingebetteten Lösungen im Bereich des vernetzten Gerätebereichs. Die Digitalisierung des Geschäfts bietet bedeutende Möglichkeiten, um die Kundenzufriedenheit und -bindung sowie das Umsatzwachstum zu steigern und die entsprechenden Kosten zu optimieren. In der Bereitstellung von Innovationen, die zu einem verbesserten Kundenerlebnis führen und gleichzeitig auf ein nachhaltiges Wachstum abzielen, werden entsprechend Chancen erkannt. DGIEU strebt im neuen Geschäftsjahr unverändert langfristige Kundenbeziehungen an und versucht weiterhin, bestehende Kundenbeziehungen durch Vertragsverlängerung mit wichtigen Vertriebspartnern fortzuführen, sowie neue Partner zu gewinnen. Ausblick / Prognose Das Geschäftsjahr 2024/2025 der DGIEU wird aus Sicht des Vorstands zum einen durch das Neugeschäft von Carrefour in Spanien und Italien geprägt sein. Zum anderen soll durch die Umsetzung entsprechender Wachstumsziele, Outbound-Kampagnen und eine wachsende Subskriptionsbasis insbesondere durch die verbleibenden Partner in Iberien der Wegfall des spanischen Einzelhandelspartners im Berichtsjahr ausgeglichen werden. Darüber hinaus wird geplant, dass der Bestand an Vertragsverlängerungen in den Planjahren aufgrund des erfolgreichen Verkaufs von Subskriptions-Verträgen wachsen wird, darüber hinaus auch, dass das Neugeschäft mit sich automatisch verlängernden Jahresverträgen an nahezu allen Vertriebsstandorten weiter zunehmen wird. Das erwartete leichte Wachstum hinsichtlich der Bruttoprämien beinhaltet zudem neben der geplanten Gewinnung neuer Partner zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2024/2025 auch einen organischen Umsatzanstieg, beispielsweise über den Vertriebskanal der telefonischen OEM-Registrierung. DGIEU setzt dabei weiterhin auf Kompetenzen im Kundenservice sowie auf wachsende Kompetenzen im Bereich Digitalisierung. Die Schadenentwicklung wird hauptsächlich durch die Rückversicherung beeinflusst. Es wird erwartet, dass die Schadenentwicklung im Wesentlichen im Einklang mit dem steigenden Geschäft steigen wird. Es wird erwartet, dass die Aufwendungen für Verwaltung und Abschlusskosten hauptsächlich im Einklang mit dem prognostizierten Umsatzwachstum steigen werden. Es wird jedoch erwartet, dass die entsprechenden Aufwandsquoten insgesamt aufgrund des Anstiegs der Vertragsverlängerungen, der erwarteten Größenvorteile und der Verbesserung der Abschlusskosten sinken werden. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit insgesamt steigenden Bruttobeiträgen und einem damit einhergehenden Anstieg der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle vor Rückversicherung werden in etwa auf dem Niveau vom Berichtsjahr erwartet. Insgesamt plant die Gesellschaft mit einem Jahresergebnis für das laufende Geschäftsjahr auf dem Niveau des Berichtsjahres, bei einem weiterhin geplanten positiven versicherungstechnischen Ergebnis. Die DGIEU erwartet für das laufende Geschäftsjahr zudem und weiterhin nur begrenzte Auswirkungen aus der hohen Inflation sowie aus der Ersatzteileverfügbarkeit. Die Sachverhalte sind grundsätzlich in die Budgetplanung eingeflossen. Ebenso wird eine weiterhin positive Entwicklung der genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwartet und verfolgt. Ein besonderer Fokus wird, vor dem Hintergrund der oben beschriebenen strategischen Ausrichtung, weiterhin auf Kennzahlen des Bereichs Service gelegt. Die Festlegung und Verfeinerung der Kennzahlen erfolgen in Abstimmung mit dem entsprechenden Vorgehen der Muttergesellschaft. Bezüglich des Kundenservices ist das Ziel weiterhin, dass die relevanten Geschäftsbereiche basierend auf den folgenden Verhaltensstandards eng zusammenarbeiten: "Die Grundlagen sehr gut umsetzen", "Unternehmensübergreifend arbeiten, um gemeinsame Probleme zu lösen", "Verantwortlichkeit in der ersten Verteidigungslinie zeigen" und "Eine Stimme in der Öffentlichkeit" Abhängigkeitsbericht Die DGI ist an der DGIEU unmittelbar zu 100% beteiligt. Aufgrund der Mehrheitsbeteiligung wurde der gemäß § 312 AktG vorgeschriebene Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet. Der Bericht schließt gemäß § 312 Abs. 3 AktG mit folgender Erklärung: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Wiesbaden, den 31. Juli 2024 Matthew Crummack Tom Goode Matthias Kammermann Sven Wick BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Domestic & General Insurance Europe AG, Wiesbaden VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Domestic & General Insurance Europe AG, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Domestic & General Insurance Europe AG, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir mit der "Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte" den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte a) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden zum 31. März 2024 unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögensgegenstände" insgesamt Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 26.407.500 (26,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Diese resultieren ausschließlich aus zwei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, mit denen in Vorjahren das kontinentaleuropäische Versicherungsgeschäft der Alleingesellschafterin in die Gesellschaft eingebracht worden war. Diese Wertansätze wurden von den gesetzlichen Vertretern zu den jeweiligen Einbringungs- bzw. Übertragungszeitpunkten ermittelt und über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Der Wertansatz wird von den gesetzlichen Vertretern jeweils zum Bilanzstichtag überprüft. Die Überprüfung erfolgte zum Bilanzstichtag 31. März 2024 nicht mehr wie zuvor nach dem Ertragswertverfahren unter Einschaltung externer Gutachter, sondern unter Anwendung eines von der Gesellschaft aufgesetzten Discounted-Cashflow-Modells. Das Ergebnis der Bewertungen ist in hohem Maße von der Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung und der daraus abgeleiteten Zahlungsströme sowie der Ermittlung des Diskontierungszinssatz durch die gesetzlichen Vertreterabhängig. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Ermessenspielräumen und Schätzunsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte für die Vermögenslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten I.3 und II.1 des Anhangs enthalten. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Verständnis über den Ermittlungsprozess und die darin enthaltenen rechnungslegungsrelevanten Kontrollen verschafft. Prüfungsrelevante Kontrollen haben wir nicht identifiziert. Im Falle von Schätzungen durch die gesetzlichen Vertreter haben wir die angewendeten Methoden, die getroffenen Annahmen und die verwendeten Daten hinsichtlich ihrer Vertretbarkeit beurteilt. Wir haben abgestimmt, ob die in das Discounted-Cashflow-Modell eingegangenen Zahlungsströme aus der Unternehmensplanung der gesetzlichen Vertreter abgeleitet wurden und diese mit der der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten Drei-Jahresplanung abgeglichen. Weiterhin haben wir uns von der Angemessenheit der bei der Berechnung zum 31. März 2024 verwendeten Unternehmensplanung überzeugt. Dabei haben wir die Planungstreue der Gesellschaft in der Vergangenheit untersucht und dies in unsere Beurteilung einbezogen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der ermittelten Geschäfts- oder Firmenwerte haben können, haben wir die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter nachvollzogen und anhand von Informationen der gesetzlichen Vertreter und weiterer externer Nachweise plausibilisiert. Darüber hinaus haben wir die rechnerische Richtigkeit der Bewertung geprüft. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel an internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Oktober 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14./15. Februar 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 als Abschlussprüfer der Domestic & General Insurance Europe AG, Wiesbaden, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Rouven Schmidt.
Hannover, den 20. Februar 2025 Deloitte
GmbH
Rouven Schmidt, Wirtschaftsprüfer Wolfgang Balz, Wirtschaftsprüfer
London, den / the 24 September 2024 David Tyler, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board |
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