Grundstücksverwaltungsgesellschaft Schlehenweg KG
Selbe AdresseVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Schulze seit 13.1.2026 | Prokura |
Manfred Tschirpke seit 26.2.2016 | Prokura |
Stephanie, geb. Busalt Schug seit 23.10.2014 | Prokura |
Peter Busalt seit 23.10.2014 | Geschäftsführer |
Christiane Busalt seit 23.10.2014 | Prokura |
Gerald Schug seit 23.10.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Huissel GmbHEnkenbach-AlsenbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens: Die aus dem Unternehmen Gotthilf Huissel hervorgegangene Huissel GmbH hat ihren Ursprung im Jahre 1906. Das heutige Unternehmen ist in drei Geschäftsfeldern tätig. Diese sind die Herstellung und der Vertrieb von komplexen Werkzeugen in der Stanz- und Umformtechnik, Blechteile- und Baugruppenfertigung von der Klein- bis zur Großserie, sowie die spanende Lohnfertigung. Der Werkzeugbau deckt die gesamte Prozesskette mit den Bereichen Entwicklung, Methodik, Simulation, Konstruktion und Herstellung von Stanz-, Biege-, Folgeverbund- und Transferwerkzeugen ab. Hauptsächlich werden hier Werkzeuge für Sitz- und Strukturteile für den PKW- und Nutzfahrzeug- sowie Agrarbereich hergestellt. Im Bereich der Blechteileproduktion, dem zweiten Geschäftsfeld, werden Laser-, Kant-, Stanz-, Biege- und Ziehteile sowie komplette Schweiß- und Montagebaugruppen hergestellt. Weiterhin fertigen wir Stanzteile im Lohn für einige Partnerunternehmen. Im dritten Geschäftsfeld, der spanenden Lohnfertigung, werden überwiegend komplexe Bauteile im Bereich Fräsen, Drehen, Schleifen und Drahterodieren gefertigt. Das Unternehmen hat zwei Standorte. Die Blechteilefertigung hat ihren Sitz in Enkenbach-Alsenborn. Die Fertigung wird in eigenen Räumen und in eigener Fläche im Erbbaurecht betrieben. Der Werkzeugbau und die Lohnfertigung haben ihren Sitz in Frankenthal. Die Fertigung wird in angemieteten Räumen betrieben. Diese sind in Familienbesitz. Ein Alleinstellungsmerkmal der Huissel GmbH ist die Fähigkeit, Teile mit und ohne werkzeuggebundene Fertigungsverfahren herzustellen, deren Produktionsprozesse zu entwickeln und den Kunden vielfältige alternative Lösungen anzubieten. Hier bedienen wir außer der Nutzfahrzeug- und Agrarproduktbranche, auch zunehmend mehr in den Themen batterieelektrische und alternative Antriebe. Die Branchen erneuerbare Energien, Heizung, Lüftung, Klima sowie Anlagenbau werden sukzessive ausgebaut. Ein leistungsfähiger, hochmoderner und in Richtung Digitalisierung ausgerichteter Werkzeugbau sorgt für eine lückenlose Prozesskette und gibt den Kunden die Möglichkeit, Teile und Baugruppen in variantenreicher Stückzahl und Komplexität zu marktgerechten Preisen zu beziehen. Langjährige Kundenbeziehungen mit namhaften Großunternehmen sind die Basis für stetiges Wachstum. Voraussetzung dafür ist die seit Jahrzehnten vorhandene Erfahrung, geprägt durch technisches und handwerkliches Wissen. Um den Blick für die Anforderungen des Marktes nicht zu verlieren, fertigt Huissel sowohl Werkzeuge für die Produktion von OEM ́s und 1-Tiers, als auch für die eigene Teilefertigung. In beiden Bereichen legen wir sehr großen Wert auf die Methodik und Machbarkeit in der Entwicklungsphase, als auch auf die Einarbeitung unter Produktionsbedingungen. Die Beständigkeit und Produktivität unserer Produkte sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein. Als dritten Geschäftsbereich, neben dem hochwertigen Präzisions-Werkzeugbau und der prozesssicheren Serienfertigung von Blechteilen und deren Baugruppen, bieten wir die mechanische Lohnbearbeitung von komplexen Bauteilen an. Wir bedienen die gesamte Prozesskette aus einer Hand, von der Materialbeschaffung, Fertigung, Oberflächen- und Wärmebehandlung bis hin zur Montage. In diesen Bereichen sind wir der Partner unserer Kunden. Forschung und Entwicklung Die Qualität und die Herstellkosten unsere Werkzeuge und Blechteile hängen sehr stark von Machbarkeit und Methodenstudien ab. Daher haben wir in 2022 weiter in Simulations CAD Software investiert. Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen in 2022 ca. 470 T€ und sind damit um 12,7% gegenüber 2021 gestiegen. B. Wirtschaftsbericht: Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr Auch das Geschäftsjahr 2022 war weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt und hatte negative Auswirkungen. Viel stärker ausgewirkt hatte sich jedoch der Einmarsch von Russland in die Ukraine. Der russische Angriff auf die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben die Wirtschaft weltweit geschwächt. Die sehr stark steigenden Energie-, Material- und Lebensmittelkosten sorgten für eine starke Abkühlung der deutschen Wirtschaft. Der Handel mit Russland hat durch die umfangreichen Sanktionen sehr stark abgenommen. Viele Unternehmen ziehen sich nahezu komplett aus ihrem Engagement mit Russland zurück. Die Wirtschaftsleistung stieg im Jahr 2022 um 268 Mio. € gegenüber 2021 an. Insgesamt liegt das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,8 % höher als im Jahr 2021. Das preisbereinigte BIP je Erwerbstätigem sank dagegen um 0,5 % verglichen mit 2021, wobei besonders im vierten Quartal 2022 ein starker Rückgang zu verzeichnen war. Dieser Trend hat sich im ersten Quartal 2023 weiter verstärkt. Für 2023 wird mit einem Sinken des BIP um 0,2 % gerechnet. Die Lieferengpässe, von welchen nach Auskunft des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau betroffen waren, bremsten die industrielle Wertschöpfung auch im Jahr 2022 sehr stark aus. Fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe beeinträchtigen die Produktion bis heute. Es ist anzunehmen, dass auch die wirtschaftlichen Entwicklungen im Jahr 2023 hiervon noch betroffen sein werden, obwohl sich bei vielen Erzeugnissen eine Besserung zeigt. Problematisch bleibt nach wie vor die Teuerungsrate in Deutschland. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen. "Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben", so Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat bei +8,6 %. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren rund 45,6 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Dies bedeutet gegenüber 2021 eine Steigerung von ca. 1,5 %. Ende 2022 lag die Zahl der Erwerbstätigen bei ca. 46 Millionen, wobei es allein im vierten Quartal einen Zuwachs von 118.000 Erwerbstätigen gab. Die Beschäftigtenentwicklung in der blechumformenden Industrie gegenüber dem verarbeitenden Gewerbe verlief 2022 gegenläufig. Während die Beschäftigung in der Blechumformung um 0,7 % sank, stieg sie im verarbeitenden Gewerbe um 0,8 % an. Damit war die Zahl der Beschäftigten in der blechumformenden Industrie im Jahr 2022 um 8,8 % niedriger als im Jahr 2019, im verarbeitenden Gewerbe um 2,9 % niedriger. Bereits in den beiden Vorjahren fielen die Rückgänge der Beschäftigtenzahlen bei den Blechumformern höher aus als im verarbeitenden Gewerbe insgesamt. Die Zahl der Arbeitslosen lag in Europa im Dezember 2022 saisonbereinigt bei 6,6 %. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber Dezember 2021 um 0,4 %. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezember 2022 bei 6,1 %, im Dezember 2021 bei 6,4 % und somit rückläufig um 0,3 %-Puntke. In Deutschland lag die Arbeitslosenquote bei 5,3 % gegenüber 5,9 % im Jahr 2021, was einem Rückgang von 277.000 Personen entspricht. Die Zahl der offenen Stellen stieg um 232.000. Anfang des Jahres 2022 betrug die Anzahl der Kurzarbeiter 1.123 Millionen und fiel im Oktober 2022 auf 0,134 Millionen ab. Im Vorjahresvergleich sind dies 0,646 Millionen Kurzarbeiter weniger. Die Firma Huissel war im Geschäftsjahr 2022 nicht auf Kurzarbeit angewiesen. In der Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen, gewalzten Ringen und pulvermetallurgischen Erzeugnissen arbeiteten im Jahr 2022 laut IBU-Konjunkturbericht insgesamt 95.840 Beschäftigte. Sie erwirtschafteten einen Gesamtumsatz in Höhe von 23,21 Milliarden Euro, von dem 15,05 Milliarden Euro auf das Inland und 8,16 Milliarden Euro auf das Ausland entfielen. Der Auslandsumsatz hatte damit einen Anteil in Höhe von 35,2 Prozent am Gesamtumsatz und wurde zu etwas mehr als der Hälfte innerhalb der Eurozone erwirtschaftet (4,79 Milliarden Euro bzw. 58,7 % des Auslandsumsatzes). 3,37 Milliarden Euro entfielen auf Länder außerhalb der Eurozone. Die Auftragslage im verarbeitenden Gewerbe war im Jahr 2022 etwas schwächer als im Jahr 2021, das durch Aufholeffekte geprägt war. Auch wenn sich die Auftragsdynamik im Jahresverlauf 2022 tendenziell abschwächte, lag der Auftragseingangsindex immer noch auf einem hohen Niveau. Der Umsatz erreichte mit 2,21 Billionen Euro einen neuen Höchstwert innerhalb der letzten zehn Jahre. Volumenmäßig nahm er seit dem Einbruch im Jahr 2020 zwar auch zu, erreichte aber noch nicht wieder das Vor-Pandemie-Niveau. Die Produktion stagnierte im Jahresdurchschnitt und lag immer noch niedriger als in den Jahren vor Pandemiebeginn. Die Huissel GmbH liefert Komponenten, Baugruppen und Werkzeuge für verschiedene Industriezweige. Alle gängigen Blechqualitäten, im Wesentlichen Stahl, Aluminium und Edelstahl, sind in unseren Laser/Kant-Teilen, Stanzteilen und geschweißten Baugruppen bzw. Montagebaugruppen enthalten. Der Fokus im Seriengeschäft liegt dabei auf den Nutzfahrzeugen der europäischen Märkte und auf Produkten für die Agrarwirtschaft, während der Werkzeugbau vor allem für die deutschen PKW-Hersteller und deren weltweite Zulieferer produziert. Die Inlandsproduktion der deutschen Automobilhersteller betrug im Jahr 2022 3,48 Millionen Fahrzeuge und stieg gegenüber 2021 um 12,4 % an. Dies ist aber weit weniger als noch im Rekordjahr 2016, in dem 5,75 Millionen Einheiten produziert wurden. Insbesondere Materialengpässe und der Halbleitermangel stellten für die Automobilisten enorme Produktionshemmnisse dar. Die Talsohle scheint jedoch durchschritten und die Lieferketten erholen sich zusehends. Die Neuzulassungen für Personenkraftwagen blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich und betrugen 2,65 Millionen Fahrzeuge. Der Anteil der klassischen Verbrenner betrug 50,4 %, der von Hybrid-Fahrzeugen 17,5 %, die Plug-in-Hybridfahrzeuge hatten einen Anteil von 13,7 % und die reinen Elektrofahrzeuge von 17,8 %. Die Anzahl der zugelassenen Brennstoffzellen-Fahrzeuge betrug lediglich 835 Stück. Während der Anteil der Benzin- und Diesel-Fahrzeuge um ca. 10,8 % zurückging, stieg die Anzahl der Elektrofahrzeuge um 22,2 % an. Insgesamt wurden 2022 inkl. Light-Trucks 79,4 Millionen Neufahrzeuge zugelassen, dies sind ca. 2 % weniger als noch im Jahr zuvor. Laut VDA konnte die PKW-Produktion weltweit im Jahr 2022 um 8 % auf 72,14 Millionen Einheiten gesteigert werden. Während die Produktion in Europa leicht um 1 % auf 13,30 Millionen gegenüber 2021 sank, nahm die Produktion in Amerika um 9,8 % auf 16,94 Millionen und in Asien um 10,4 % auf 40,42 Millionen Fahrzeuge zu. Auffällig war, dass in Europa die Produktion in Deutschland am stärksten stieg und in Großbritannien der stärkste Rückgang zu verzeichnen war. In Amerika gab es die größten Steigerungen in Mexiko und den USA. In Asien waren diese in Indien und China zu verzeichnen, während die Produktion in Japan leicht um 1 % zurückging. Die Elektromobilität ist wie zu erwarten weltweit auf dem Vormarsch, wobei China der bisher mit Abstand größte Markt ist. Der Anteil von Elektrofahrzeugen inkl. Plug-In-Hybriden im Jahr 2022 stieg um 55 % auf 10,52 Millionen Fahrzeuge an, davon 7,68 Millionen reine E-Fahrzeuge. Im chinesischen Markt lag die Wachstumsrate bei 82 %, in Nordamerika bei 48 %. In Europa betrug der Anstieg lediglich 15 %. Die Erwartungen weltweit für 2023 liegen bei ca. 14,3 Millionen Fahrzeugen. Betrachtet man die Produktion für die blechumformende Industrie in Deutschland, so stieg der Umsatz um 17,4 % gegenüber 2021 auf 17,09 Milliarden an und lag damit deutlich über den Werten vor Pandemiebeginn. Umsatztreiber waren hier vor allen Dingen die Materialteuerungen, denn die Produktionsleistung stieg nur um 7,6 % von 4,9 Millionen Tonnen auf 5,3 Millionen Tonnen. Die Kapazitätsauslastung bei leichten Press-, Zieh- und Stanzteilen lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 80,4 % und damit um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Jahr zuvor. Sie übertraf aber die durchschnittliche Kapazitätsauslastung vor Pandemiebeginn um 4,6 Prozentpunkte (2019: 75,8 %). Zum Jahresbeginn 2022 zeigte sich bei den leichten Press-, Zieh- und Stanzteilen zunächst ein Rückgang, der aber im Jahresverlauf weitestgehend wieder ausgeglichen werden konnte und auf diesem Niveau stagnierte. Bei den Produktionsmengen lag der Anteil des Straßenfahrzeugbaus mit 49,2 % an der Spitze, gefolgt von sonstigen Maschinenbauerzeugnissen mit 10,5 % und elektronischen Erzeugnissen mit 5,0 %. Auf Blechformteile für sonstige Verwendungszwecke entfielen 31,1 %. Da der Schwerpunkt bei Huissel am größten Standort Enkenbach-Alsenborn die Nutzfahrzeugindustrie- und Agrarbranche ist, sehen wir hier mit besonderem Blick auf die Entwicklung. Die großen internationalen Märkte für schwere Nutzfahrzeuge (> 6 Tonnen) entwickelten sich im Jahr 2022 uneinheitlich. Während Europa (EU, EFTA und UK), die USA und Indien die Erholung fortsetzen konnten, verzeichneten China und Brasilien im zurückliegenden Jahr teils erhebliche Rückgänge. Mit weiterhin kräftiger Nachfrage sowie Nachholbedarfen wäre im Jahr 2022 in einigen Märkten für schwere Nutzfahrzeuge ein stärkeres Wachstum angezeigt gewesen. Doch fortdauernde Störungen in den Lieferketten, aber auch unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sorgten dafür, dass das Erholungspotenzial nicht überall vollumfänglich realisiert werden konnte. In Europa (EU, EFTA und UK), für Huissel von besonderer Bedeutung, stieg der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf rund 335.800 Einheiten an. Größte Wachstumsraten konnten Großbritannien mit plus 8 % und Polen mit plus 6 % erzielen. Italien verzeichnete lediglich ein geringes Plus von 1 %, der französische Markt stagnierte, lediglich der deutsche Markt musste Verluste in Höhe von 2 % hinnehmen. Deutschland ist jedoch mit 71.300 Einheiten der größte europäische Markt und hat hieran einen Anteil von 21,2 %. Der US-Amerikanische Markt konnte seine Erholung im vergangenen Jahr, wenn gleich abgeschwächt, fortsetzen. Im Gesamtjahr 2022 erzielte der US-Amerikanische Nutzfahrzeugmarkt ein Plus von 3 % gegenüber 2021. Das entspricht einem Absatzvolumen von 476.000 Einheiten. Zum Vorkrisenniveau von 2019 fehlen noch ca. 10 %. Auf dem schweren Nutzfahrzeugmarkt in China setzte sich 2022 der Negativtrend aus dem Vorjahr ungehindert fort. Bereits im Jahr 2021 war es zu einer Gegenbewegung gekommen, nachdem im Jahr 2020 ein staatliches Flottenerneuerungsprogramm sowie die landesweit eingeführte neue Abgasnorm China VI zu einem starken positiven Wachstum beigetragen hatten. Mit durchweg zweistelligen Rückgängen gegenüber den Vorjahresmonaten schrumpfte der chinesische Nutzfahrzeugmarkt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 51 % auf 767.600 Einheiten. Das entspricht einem Rückgang um 806.400 Einheiten. Indien konnte 2022 seinen Absatz schwerer Nutzfahrzeuge wie schon im Vorjahr spürbar um 42 % steigern. Insgesamt wurden 322.900 Einheiten abgesetzt. Damit lag der indische Nutzfahrzeugmarkt im vergangenen Jahr mit plus 24 % wieder über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Der brasilianische Markt für schwere Nutzfahrzeuge verzeichnete im Jahr 2022 einen Rückgang um 2 % auf 119.100 Einheiten. Für 2023 wird eine Steigerung in allen Märkten vorausgesagt, wobei Indien mit 15 % und China mit 10 % die größten Wachstumsraten aufweisen soll. Für Europa wird ein Anstieg von circa 4 % erwartet. Der für Huissel ebenfalls sehr interessante Traktorenmarkt hat in 2022 etwas nachgelassen. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland insgesamt 30.357 Traktoren zugelassen. Das sind 4.415 Einheiten weniger als im Jahr 2021 und entspricht einem Rückgang von 11,9 %. Da unser Hauptkunde in diesem Bereich in Deutschland zum Marktführer mit 21 % aufgestiegen ist und 4 % Traktoren mehr absetzen konnte, stellt dies für Huissel allerdings keine negative Entwicklung dar. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 2022 Die Geschäftsentwicklung der Huissel GmbH im Jahr 2022 ist in einem weiterhin schwierigen Umfeld als sehr positiv zu bewerten. Der Umsatz stieg um 17,8 % auf 31,4 Millionen € und blieb aber unter der Erwartung für das Jahr 2022 von 34 Millionen €. Die Gesamtleistung stieg um 17,8 % auf 33,3 Mio.€. Hauptgrund dafür waren die gewonnenen Neuprojekte, die Steigerung der Stückzahlen in der Nutzfahrzeug- und Agrarbranche sowie die teilweise Umsetzung der Materialteuerungen an unsere Kunden. Die Abrufzahlen im Seriengeschäft haben sich nach anfänglichen Turbulenzen am Jahresanfang stabilisiert. Auch durch eine flexible Personal- und Ressourcenplanung konnte die Leistungssteigerung erreicht werden. Die Gesamtleistung in der Umformtechnik stieg gegenüber dem Vorjahr um 24,6 % und in der Lohnfertigung um 23,8 %. Im Werkzeugbau dagegen fiel die Leistung gegenüber dem Vorjahr um 17,6 %. Der große Rückgang im Werkzeugbau ist unter anderem dem weiteren Preisverfall und der damit verbundenen schwachen Auftragslage geschuldet. Die fachliche Unterstützung in der Serienfertigung durch den Werkzeugbau ist dabei auch zu berücksichtigen. Die Qualität steht leider bei den meisten Kunden weiterhin nicht mehr im Vordergrund, allein der vordergründige Werkzeugpreis und nicht die Total-Cost scheinen die entscheidenden Kriterien zu sein. Hier ist der geringe Einfluss der Technikabteilungen bei der Auftragsvergabe ein Thema. Der aggressive Wettbewerb, allen voran aus China und Osteuropa, machen dabei dem deutschen Werkzeugbau nach wie vor zu schaffen. Die vorhandene Lieferkettenproblematik ist hier in den meisten Fällen nicht relevant. Ebenso werden die Vorgaben der OEMs hinsichtlich Nachhaltigkeit und Einhaltung der Menschenrechte nicht glaubhaft untersucht. In der spanenden Lohnfertigung dagegen hat sich die konsequente Fokussierung auf qualitative Prozesse und die Spezialisierung auf komplexe Fertigungsabläufe positiv bemerkbar gemacht. Die Auftragslage war hier durchgehend sehr gut. Nach wie vor positiv ist der starke Leistungsanstieg in der Umformtechnik. Hier konnte nahezu in allen Bereichen die Auslastung gesteigert werden. Durch die Unterstützung vom Werkzeugbau konnten die Verlagerungsumfänge und Neuaufträge im geplanten Zeitrahmen ins Ziel gebracht werden. Trotzdem haben wir noch Möglichkeiten, Teilbereiche in der Fertigung mit zweiter und dritter Schicht zu belegen. Wir können hier sehr schnell auf Verlagerungsumfänge reagieren und bieten namhaften Unternehmen die Möglichkeit, eigene Produktionsausfälle oder Lieferkettenprobleme zu kompensieren. Sehr große Hoffnung setzen wir in den Aufschwung der Windenergie. Wir erwarten hier für die vorhandenen Aufträge höhere Stückzahlen und zusätzliche Varianten. Ein großes Augenmerk setzen wir auf KVP-Maßnahmen, um Teile mit negativen Deckungsbeiträgen zu verbessern. Die Zusammenarbeit von Serienfertigung und Werkzeugbau bzw. Engineering in Projektgruppen führt hier zu erstaunlichen Verbesserungen im Produktionsablauf und der Fertigungsperformance. Der entscheidende Faktor ist in diesem Fall die Kennzahl ROI, stimmt diese mit unseren Erwartungen überein, tätigen wir die Investition. Um die Kosten und die Maschinenauslastung sowie die Produktivität besser im Blick zu haben, installieren wir ein neues MES- und CAQ-System in 2023. Hiervon versprechen wir uns enorme Fortschritte und Erkenntnisse im Controlling und der Qualitätskontrolle. Nicht zufrieden sind wir weiterhin mit der Reduzierung der Teilevielfalt und den nicht immer den Angeboten entsprechenden Abrufzahlen im Seriengeschäft. Eine von uns durchgeführte entsprechende Preisanpassung nach oben als auch nach unten, hat aber zu positiven Auswirkungen geführt. Dennoch werden wir hier weiter reduzieren müssen, um die Wachstumsphase in den nächsten Jahren mit Erfolg zu bewältigen. Auch in Bezug auf die Materialverfügbarkeit und den immer noch hohen und stark schwankenden Materialpreisen müssen wir eine Bereinigung der Bauteilvariationen herbeiführen. Geringe Materialabnahmemengen sind schwierig auf dem Markt zu bekommen, hier gilt es in ständigem Austausch mit dem Kunden zu sein. Sehr positiv hat sich die Verlagerung der Kundenbelieferung unserer Großkunden durch einen Logistik-Dienstleister erwiesen. Ohne diese Maßnahme wäre die Steigerung des Umsatzes und die Erweiterung der Geschäftstätigkeiten nicht möglich. Im Werkzeugbau sind die gestiegenen Material- und Energiekosten und die geringe Auslastung für die nicht zufriedenstellende Leistung verantwortlich. Auch die noch immer teilweise sehr schlechten Preise und Zahlungsbedingungen tragen einen Großteil dazu bei. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, haben wir für die nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Maschinen, Gebäude und Betriebseinrichtungen geplant. Der Fokus liegt auf Digitalisierung der Prozesse, Automatisierung der Produktionsanlagen und weniger personalabhängiger Abläufe und Aktivitäten. Dass die Standardisierung in allen Bereichen absolute Voraussetzung dafür ist, ist uns bewusst. Die Erweiterung der Konstruktionsvorgaben und Standards, der Aufbau einer Wissensdatenbank im Werkzeugbau ist umgesetzt, die Vereinheitlichung der Maschinenprogrammierung ist das weitere Ziel. Ein Hauptaugenmerk legen wir auf die Simulation und Machbarkeitsuntersuchungen der Bauteile. Hier hat sich die Erweiterung des Personals und der Systeme absolut bewährt. Gerade mit der Entwicklung von Bauteilen und in der Prototypenfertigung sind wir sehr zufrieden. Die Produktionssicherheit und die Qualität unserer Werkzeuge liegen weiterhin auf hohem Niveau, dies wird auch von unseren Kunden zurückgemeldet. Positiv wirkt sich auch hier die Personalentwicklung in unserer Projektabteilung aus. Klare Zuordnung der Projekte zu den verantwortlichen Mitarbeitern geben unseren Kunden die Sicherheit, immer kompetente Ansprechpartner zu haben und jederzeit den Überblick über die Qualität und Termintreue der laufenden Aufträge zu haben. Weiterverfolgen möchten wir das Ziel, 50 % unseres Werkzeugumsatzes mit unserer Serienfertigung zu generieren. Dies gelingt uns momentan recht gut. Hier liegt der Vorteil eines ganzheitlichen Fertigungsangebotes darin, den Kunden unterschiedliche Fertigungsvarianten und Werkzeugkonzepte anbieten zu können. Das Knowhow unseres Werkzeugbaus bei der Werkzeugauslegung und Methodik bildet den Grundstein für unsere Kompetenz und Flexibilität in der Blechteilefertigung und versetzt uns in die Lage, dadurch fertigungstechnisch schnelle Lösungen umzusetzen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Vor Berücksichtigung von Zinsen, Abschreibungen und Steuern konnte im Jahr 2022 eine EBITDA-Marge (Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dividiert durch die Gesamtleistung) in Höhe von 9,17 % (Vorjahr 7,9 %) erzielt werden. Die Gesamtleistung erhöhte sich infolge der Umsatzsteigerung und der Bestandsveränderung um 17,8 % auf 33,3 Mio. €. Die Materialaufwendungen stiegen um 23,7 % auf 15,1 Mio. € an. Die Materialaufwandquote erhöhte sich demnach von 43,1 %. auf 45,2 % Hier macht sich der weiterhin hohe Materialpreis und die Verteuerung von Fremdleistungen klar bemerkbar. Der betriebliche Rohertrag betrug prozentual zur Gesamtleistung 56,3 % und fiel damit um etwa 1,5 %-Punkte niedriger aus als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 511 Tsd. € und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 274 Tsd. € gestiegen. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen Abgänge des Sachanlagevermögens. Die Bestandveränderung liegt bei 1.663 Tsd. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 432 Tsd. € gestiegen. Die Erhöhung der Abschreibungen beruht im Wesentlichen auf außerplanmäßigen Abschreibungen auf Werkzeuge des Anlagevermögens in Höhe von 157 Tsd. €. Die Personalausgaben haben sich durch den Stellenaufbau aufgrund des Wachstums und der Lohn- und Gehaltssteigerungen wesentlich erhöht. Durch die gestiegene Produktivität haben sie sich aber im Verhältnis zur Gesamtleistung weiter verringert. Die Steigerung der Personalkosten betrug 12,7 % und beläuft sich auf 10,9 Mio €. Die Personalaufwandsquote jedoch sank von 34,3 % auf 32,8 %. Auf lange Sicht halten wir die Investitionen in das Personal für die Bewältigung der zukünftigen Aufgaben und das damit einhergehende Wachstum für absolut notwendig. Hierbei setzen wir in der Regel auf Festeinstellungen, auf umfangreiche Benefits für die Mitarbeiter und nur temporär auf Leiharbeiter. Wir denken, dass sich dies positiv auf die Motivation der Mitarbeiter und die Qualität unserer Produkte auswirkt. Das Jahresergebnis im Jahr 2022 beträgt 1.371 Tsd. € nach Steuern und liegt damit deutlich über der Erwartung für das Jahr 2022. Die Ertragslage der Gesellschaft beurteilen wir daher als sehr gut. Finanzlage Unsere Finanzlage hat sich im Jahr 2022 durch das positive Ergebnis weiterhin verbessert. Die Finanzlage der Gesellschaft beurteilen wir daher als gut. Der mit dem Umsatzwachstum einhergehende Anstieg der Vorratsbestände und der offenen Forderungen, die Vorfinanzierungen im Werkzeugbau sowie die hohen Materialkosten mindern die Liquidität. Die hohen Anlaufkosten in der Produktion von Serienteilen und die zeitlich deutlich nachgelagerten Abnahmen erfordern eine Vorfinanzierung. Das starke Umsatzwachstum zieht ein sehr starkes Ansteigen unseres Working Capital nach sich. Um auf das sehr volatile Abrufverhalten unserer Kunden zu reagieren, haben wir auch die Sicherheitsbestände des Vorratsvermögens etwas erhöhen müssen. Die Nettoliquidität (Finanzmittelbestand) setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt bei 2.789 Tsd. € und ist im Wesentlichen durch das positive Jahresergebnis, die Erhöhung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geprägt. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt 1.793 Tsd. € und ist im Wesentlichen durch Auszahlungen für Investitionen des Sachanlagevermögens bedingt. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 997 Tsd. € und resultiert im Wesentlichen aus gezahlten Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die ausgezahlten Schnellkredite in Höhe von 1.800 Tsd. € werden termingerecht getilgt. Die Liquiditätslage beurteilen wir als ausreichend. Den finanziellen Verpflichtungen wurde jederzeit termingerecht nachgekommen. Vermögenslage Vermögen und Kapital haben sich gegenüber dem 31.12.2021 um 2.413 Tsd. € auf 13,69 Mio € (Bilanzsumme) erhöht. Die Bilanzstruktur hat sich teilweise verändert. Die Aktivseite wird mit 37,2 % (31.12.2021: 35,9 %) vom Sachanlagevermögen und mit 45,0 % (31.12.2021: 41,4%) von Vorräten geprägt. Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen auf Grund von Investitionen in technische Anlagen und Maschinen um 1.120 Tsd. € auf 5.170 Mio. € erhöht. Das Vorratsvermögen wird wie im Vorjahr um erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gemindert und ist insgesamt von 4.667 Tsd. € auf 6.155 Tsd. € auf Grund höherer Bevorratung im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Während sowohl die unfertigen Erzeugnisse von 3.629 Tsd. € auf 4.530 Tsd. € als auch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 1.232 Tsd. € auf 1.341 Tsd. € gestiegen sind, haben sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 1.099 Tsd. € auf 1.044 Tsd. € gemindert. Im Gegenzug haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 175 Tsd. € verringert. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen betrugen 14,1 % (31.12.2021: 18,7 %) der Bilanzsumme. Nach Verrechnung mit den saldierungsfähigen Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 HGB betragen die Pensionsverpflichtungen Euro 253.413,60. Die Steuerrückstellungen haben sich durch die Verbesserung des Jahresergebnisses erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 621 Tsd. € auf 5.213 Tsd. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten und erhöhten sich um 790 Tsd. € auf 2.156 Tsd. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten daneben Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Form von Nachrangdarlehen in Höhe von 829 Tsd. €. Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresüberschusses 2022 um 1.371 Tsd. € erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 18,5 % auf 25,3 % erhöht. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist insbesondere unter Berücksichtigung der Einbindung der Nachrangdarlehen als gut zu bezeichnen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Ergebnis nach Steuern war mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.371 Tsd € deutlich positiv. Die Begründung hierfür liegt im Wesentlichen in der sehr guten Auslastung im Bereich der Umformtechnik und im Lohnbereich sowie in den positiveren Deckungsbeiträgen bei den Serienaufträgen als im Vorjahr. Auch die anteilige Weitergabe der gestiegenen Materialkosten an die Kunden hatte nur geringe negative Einflüsse auf das Ergebnis. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung als zentrale Ergebnisgrößen die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach Steuern. Wir sind der Meinung, dass ein profitables Wachstum der Umsatzerlöse mit positiven Deckungsbeiträgen ein bedeutender Faktor für die Steigerung des Unternehmenswertes ist. Im Unternehmen sind interne Berichtssysteme etabliert, die eine frühzeitige Kenntnis und Analyse von Abweichungen ermöglichen. Eine wöchentliche Analyse der Kennzahlen wird unseren Team- und Bereichsleitern vom Controlling bereitgestellt. Durch die Implementierung eines MES- und CAQ-Systems wollen wir die Leistungsdaten hinsichtlich Maschinen- und Personaleffektivität wesentlich besser nachvollziehen und dies als Basis für kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen nutzen. Vertriebs- und Projektlisten geben jederzeit einen Überblick über zukünftige und laufende Projekte und Umsätze. Wöchentlich werden die systemseitig eingeplanten Teileabrufe verglichen und ein Hauptaugenmerk auf die Liefervorschau gelegt. Die Veränderung der zukünftigen Umsätze und Abrufe überwachen wir wöchentlich, um die Entwicklung zu verfolgen und Kenntnisse für die Planung zu erhalten. Dies unterstützt uns auch in der kurzfristigen Personalplanung. Zusätzlich berechnen wir anhand der Nachkalkulation zurückgemeldeter Aufträge den Deckungsbeitrag aller Bauteile und generieren daraus notwendige KVP-Maßnahmen. Die monatlichen Reportings geben Auskunft zur Leistungsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens, zur aktuellen Lage des Geschäftsbetriebes und zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und kontinuierlich überwacht. C. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung: Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Durch die positiven Ergebnisse der letzten beiden Geschäftsjahre und die positive Liquiditätsentwicklung bestehen wieder bessere Finanzierungsmöglichkeiten in Maschinen und Anlagen zur Erhöhung der Produktivität, Qualität und Kapazität. Des Weiteren wurden alle Serienteile auf ihre Kostenzusammensetzung, hinsichtlich Materialkosten, Fremdleistungen und Fertigungskosten untersucht und entsprechend angepasst. Dies diente uns als Basis für Nachverhandlungen mit Kunden infolge der internen Kostensteigerungen für Energie, Löhne und Fremdleistungen sowie Material- und Normteilpreiserhöhungen. Die Transparenz unsere Aussagen wurde von unseren Kunden größtenteils mit Preisanpassungen honoriert. Auch Preisanpassungen nach unten mussten wir vornehmen, um weiterhin marktfähig zu bleiben. Das Auftragsvolumen von Huissel schätzen wir in allen drei Sparten als sehr gut ein. Bislang sind weiterhin keine übermäßigen Reduzierungen der Stückzahlen im Seriengeschäft aufgrund des Krieges in der Ukraine zu verzeichnen. Bei anhaltender Entwicklung, insbesondere aufgrund der momentan steigenden Auftragssituation vor allem im Werkzeugbau und in der Lohnfertigung sowie der ausgebauten technischen und personellen Ressourcen, sehen wir für Huissel insgesamt deutlich positive Geschäftsaussichten. Die Planungen der Gesellschaft basieren im Wesentlichen auf künftigen Aufträgen mit deutlich positiven Deckungsbeiträgen, insbesondere im Bereich Umformtechnik und der gestiegenen Auslastung im Werkzeugbau. Dadurch werden steigende Mittelzuflüsse von der Geschäftsführung erwartet. Chancenbericht Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin in einer angespannten Situation. Laut Prognosen der Weltbank soll die Weltwirtschaft 2023 mit 1,7 % schwächer expandieren als im Vorjahr (2,9 %). Das Wachstum würde damit unter dem Durchschnitt der letzten Dekade von 2,9 % liegen, bevor es sich anschließend sukzessive erholen werde. Die globalen Themen, wie Ukrainekrieg, erhöhte geopolitische Unsicherheiten, eine straffe Geldpolitik zur Bekämpfung des Inflationsdrucks und ungünstigere Finanzierungsbedingungen belasten die Wirtschaft. Im Euroraum sollte nach einer kurzen, milden Rezession im Winterhalbjahr 2022/23 eine sukzessive wirtschaftliche Erholung einsetzen. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission soll das Wachstum im Jahr 2023 mit 0,3 % leicht positiv ausfallen. Beeinträchtigungen können durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges Russlands gegen die Ukraine eintreten. Durch die Inflation erodieren die realen Einkommen und die Produktion wird durch den Kostendruck belastet, insbesondere in den energieintensiven Branchen. Das höhere Zinsniveau wird die privaten Investitionen dämpfen, insbesondere im Bausektor. Die negativen Auswirkungen sollten durch die Fiskalpolitik teilweise abgefedert werden können. Das Risiko von Störungen der Energieversorgung könnte Ende 2023 erneut aufleben. Mittelfristig sollte der Energiemarkt zu einem Gleichgewicht zurückfinden. Mit einer allmählich wieder anziehenden Auslandsnachfrage und der Auflösung noch verbliebener Lieferengpässe dürfte sich das Wirtschaftswachstum zunehmend erholen. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von den vorgenannten Entwicklungen gekennzeichnet. Die Konjunktur zeigte sich Anfang des Jahres robuster, als vielfach erwartet worden war. Auch die Stimmung hat sich etwas aufgehellt, fällt aber von Monat zu Monat unterschiedlich aus. Insgesamt ist festzuhalten, dass sich in Folge der Entspannung bei den Lieferketten die Angebotsseite bzw. Produktion der deutschen Industrie im ersten Quartal 2023 überraschend deutlich erholt hat. Die Sorge vor kurzfristigen Produktionsrückgängen aufgrund der hohen Energiekosten und von Lieferengpässen ist in den Hintergrund getreten. Das verarbeitende Gewerbe dürfte deshalb vorübergehend zur Konjunkturstütze werden. Die starken Auftragseingänge im Januar und Februar 2023 bestätigen diese Einschätzung. Der weltweite Mangel an Halbleitern strapaziert nach wie vor die weltweiten Lieferketten, insbesondere in der Automobilindustrie. Da die Hersteller von Computerchips ihre Produktion an die höhere Nachfrage anpassen, wird sich diese Lage wohl verbessern, aber noch einige Zeit von Unsicherheit geprägt sein. Daneben machen Verknappungen bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie hohe Preise für Vormaterial, Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Welche Auswirkungen der nicht endende Krieg in der Ukraine für die Kunden von Huissel haben wird, bleibt abzuwarten. Momentan sehen wir keine größeren Auswirkungen. Wichtig ist vor allem, wie sich der Nutzfahrzeugmarkt entwickelt und sich die Veränderungen im Automobilsektor auswirken.Nach einer deutlichen Korrektur in den beiden Vorjahren gehen wir für China für das Jahr 2023 wieder von einem Zuwachs aus (+10 %). Für Europa (+4 %), Indien (+15 %) und die USA (+5 %) erwarten wir ein weiteres Jahr positiven Wachstums. Auf dem deutschen Markt für schwere Nutzfahrzeuge erwarten wir ein Wachstum von +4 % und somit einen Anstieg im europäischen Durchschnitt. Für den brasilianischen Markt prognostizieren wir für das laufende Jahr hingegen einen weiteren Rückgang (-4 %). Für Huissel ist vor allem der europäische und deutsche Markt von großer Bedeutung. Der Traktorenmarkt wird in Deutschland für das Jahr 2023 voraussichtlich um 1,5 % wachsen, hohe Preise für Agrarprodukte lassen viele Landwirte positiv in die Zukunft schauen. Unsere Kunden und ihre Bedürfnisse stehen weiterhin im Fokus unserer Geschäftsausrichtung. Das gemeinsame und partnerschaftliche Entwickeln von neuen Produkten und Teilen, verbunden mit unserer hohen Qualitätsorientierung, haben uns zu einem verlässlichen Partner von OEM und Tier-1 Kunden aus dem Bereich Automotive, der Agrartechnik, der Windkraft und Anlagentechnik werden lassen. Wir konzentrieren uns auf Produkte und Dienstleistungen, die nicht Kernkompetenz unserer Kunden sind. In der Prozessentwicklung und Fertigung von Baugruppen sehen wir ein großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum. Stetig steigendes Anfragevolumen bestätigen diese These. Bedingt durch die Tätigkeit in mehreren Geschäftsfeldern verfügt das Unternehmen über den Vorteil eines breiten Produktportfolios. Als Alleinstellungsmerkmal sehen wir die Möglichkeit, unseren Kunden sowohl Teile mit und ohne Werkzeugeinsatz liefern zu können. Durch den vorhandenen, hochmodernen Werkzeugbau mit Konstruktions- und Entwicklungsabteilung sehen wir uns in der Lage, die gesamte Prozesskette bis zum fertigen Einbauteil oder zur Baugruppe abbilden zu können. Neben der Fertigung von Serienwerkzeugen unterstützen wir unsere Kunden in der Bauteil- und Baugruppenentwicklung, erarbeiten Lösungswege und stellen die dafür notwendigen Prototypen her. Umfangreiche Investitionen in neue Fertigungsanlagen stützen dabei unsere positive Entwicklung. Da wir in der Umformtechnik mehrheitlich für die Nutzfahrzeug- und Agrarbranche tätig sind und momentan Zuwächse in anderen Branchen haben, dürfte die noch große Unsicherheit in der Automobilbranche nicht ganz so negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben. Dies trifft eher auf den Werkzeugbau zu, da er hier direkt an die OEM ́s bzw. deren Zulieferer liefert. Hier hat sich die Anfragemenge deutlich erhöht und es konnten einige Aufträge gewonnen werden. Aber auch hier haben wir einen wesentlichen Anteil der Werkzeuge für unsere eigene Serienfertigung zu fertigen. Zudem konnten einige Neuaufträge für unsere Eigenfertigung generiert werden. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad der Huissel GmbH durch engagierte Vertriebstätigkeit in den nächsten Jahren weiter zu steigern. Die zukunftsträchtige Ausrichtung des Unternehmens verschafft uns zusätzlich Wettbewerbsvorteile in einem umkämpften Umfeld. Die Gesellschaft verfolgt eine organische Wachstumsstrategie. Die weiter ausgebaute Infrastruktur und der ständig modernisierte Maschinenpark ermöglichen einen effizienten und optimierten Herstellungsprozess. Diesen ständig zu hinterfragen und mit Hilfe von externen Beratern zu lokalisieren, den wechselnden Marktverhältnissen anzupassen, neu zu gestalten und umzusetzen, ist Inhalt unseres täglichen Tuns. Neben den weitreichenden Investitionen in diesem Jahr werden weitere Investition in den nächsten Jahren für alle Geschäftsbereichen in Gebäude, Maschinen und Produktionsabläufe folgen. Ziel ist es, die Materialflüsse und Produktionsabläufe weiter zu optimieren, die Fertigung weiter zu automatisieren und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Verlagerung des Warenausgangs an unsere Großkunden zu einem Logistik-Dienstleister hat die innerbetriebliche Logistik maßgeblich verbessert. Das sehr erfreuliche Jahresergebnis und der große Auftragsbestand in allen drei Bereichen lassen uns positiv in die Zukunft blicken. Der für eine Blechteilefertigung nach unserer Einschätzung gute Rohertrag gibt uns die Möglichkeit, die hohen Materialpreise einigermaßen zu kompensieren. Am Standort Enkenbach-Alsenborn werden wir im Rahmen des Energie-Effizienz-Programmes in einen neuen Fiberlaser, Erweiterung des Widerstand-Schweißroboters auf Dickblech-Aluminium, sowie in weitere Anlagen zur Verbesserung der Prozessketten investieren. Im weiteren Fokus steht eine 400 t Servo-Presse sowie die laufende Implementierung eines MES- und CAQ-Systems. Um zukünftig klimaneutral fertigen zu können, haben wir an beiden Standorten in eine 300 kWp PV-Anlage investiert. Im Werkzeugbau wird unser Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen für Strukturteile in Karosserien von PKWs und Nutzfahrzeugen liegen. Die Vielfalt der neuen Antriebstechnologien und der damit verbundenen neuen Fahrzeugplattformen wird einen großen Bedarf an Werkzeugen nach sich ziehen. Dies spüren wir an unserer sehr gestiegenen Auslastung und an der steigenden Anfrageaktivität. Nicht vernachlässigen wollen wir hierbei die Möglichkeit für andere Branchen zu liefern. Hier werden wir ein Hauptaugenmerk auf die Qualität unserer Produkte und auf die Transparenz zu unseren Kunden legen. Wir wollen nicht Preisführer, sondern Technologieführer sein, daran gilt es zu arbeiten. Im Fokus der Werkzeugfertigung liegt der interne Werkzeugbau für unseren Geschäftsbereich Umformtechnik. Teile plus Werkzeuge aus einer Hand sind für eine Vielzahl unserer Kunden von enormer Wichtigkeit. Trotzdem wollen wir den Werkzeugbau für Fremdkunden nicht vernachlässigen. Hierin sehen wir einen Benchmark der Branche und verlieren nicht den Ausblick, in welche Richtung die Entwicklung weltweit geht. Großen Wert legen wir auf die weitere Standardisierung der Prozesse und die nachfolgend schrittweise folgende Automatisierung der einzelnen Abläufe und Produktionsanlagen. Mitte 2023 wird ein automatisiertes Paletten-System in Betrieb genommen. Dies sehen wir als weitere Voraussetzung für standardisiertes und mannloses Arbeiten. Um unseren Werkzeug-Tryout zu verbessern, haben wir in eine neuwertige, gebrauchte 1000 t Presse investiert. Sie wird mit ihrer wesentlich besseren Ausstattung und dem größeren Arbeitsbereich die alte Presse ersetzen. Auch haben wir dadurch zukünftig die Möglichkeit, Warmumformwerkzeuge zu fertigen und auszuprobieren. Großes Augenmerk möchten wir weiterhin auf die Stärkung unserer Methoden- und Projektplanung legen. Wir sind uns sicher, dass dies langfristig Erfolg haben wird. Das fallende Preisniveau des Vorjahres im Werkzeugbau hat sich weiter fortgesetzt. In Bezug auf den immer bedeutsamer werdenden Fachkräftemangel setzen wir zukünftig auf eine verstärkte Ausbildungsquote. Hier sehen wir unsere Firma mit seinen attraktiven und gut bezahlten Arbeitsplätzen in einer soliden Marktposition. Qualitativ hochwertige Bewerbungen, die Schaffung von dualen Studienplätzen sowie die Gewinnung von gut ausgebildeten jungen Mitarbeitern sind ein Indiz dafür. Durch die Möglichkeiten im Werkzeugbau möchten wir unsere Kompetenz in der Bauteilentwicklung weiter verbessern. Wir erfahren hier sehr positive Rückmeldungen unserer Kunden, da sich diese immer mehr auf neue Kernkompetenzen konzentrieren und hier aktiv Partnerschaften suchen. Gerade bei Baugruppen lassen sich sehr viele unterschiedliche Fertigungsvarianten im Blechteilesektor realisieren. Die erfolgreiche Zertifizierung nach der Umweltnorm ISO 14001 und die Erreichung des Silbermedaillenrangs im EcoVadis Rating Systems geben uns die Möglichkeit weltweit für alle OEM ́s und 1-Tiers liefern zu können. Risikobericht 1. Wettbewerbsrisiken Das Marktumfeld ist durch eine Vielzahl von Anbietern in allen drei Geschäftsfeldern gekennzeichnet. OEM ́s und größere KMUs mit Werken im In- und Ausland fragen sehr viele Lieferanten an und versuchen, die Kosten im Einkauf weiter zu senken, auch im Hinblick auf die sehr kostenintensive Umstellung auf die zukünftigen Antriebsarten. Dies führt zu einem heftigen Preiswettbewerb, dem wir vor allem im Werkzeugbau ausgesetzt sind. Unklare Verteilung der Absatzmärkte in der Antriebstechnologie, welche die Anteile und Zeitspannen betrifft, treibt den Preiskampf zusätzlich an. Weiterhin beobachten wir immer schlechter werdende Zahlungsziele und die Verlagerung der Vorfinanzierung auf die Zulieferer, die unsere Liquidität belasten. Die durch unser Wachstum steigenden Bestände an Halb- und Fertigteilen sowie Materialien und der Anstieg des Working Capital belasten diese ebenfalls. Unser Unternehmen wird weiterhin am Markt mit einem Höchstmaß an Prozess- und Produktqualität sowie Lieferzeitseriosität agieren. Des Weiteren werden wir unsere Herstellungsprozesse einer stetigen Optimierung und Standardisierung unterziehen, um den Anforderungen an immer kürzere Lieferzeiten gerecht zu werden. Wir kommen jederzeit allen unseren Lieferverpflichtungen nach. 2. Kundenrisiken Kundenabhängigkeiten sind ein ständiges Risiko. Bedingt durch die breiter gewordene Kundenstruktur und der mittel- und langfristigen vertraglichen Bindung für einzelne Projekte in der Umformtechnik und der Gewinnung von Aufträgen in anderen Branchen sehen wir uns dem Risiko bei Neuausschreibungen auslaufender Kundenverträge kaum ausgesetzt. Die Abhängigkeit von einzelnen Produkten haben wir nicht. Jedoch ist den Vertragsmodalitäten ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu schenken. Kostenentwicklungen in der Zukunft, Vertragslaufzeiten, After-Sales-Szenarien und Produkthaftungs- Themen spielen hier eine große Rolle. Die von vielen Kunden geforderten Savings und Zahlungsbedingungen sind genau zu analysieren und deren Machbarkeit zu bewerten. Dieses Risiko wird durch eine Vielzahl von unterschiedlichsten Planungsszenarien minimiert. Unabhängige Einzelprojekte mit unterschiedlichen Restlaufzeiten reduzieren ebenfalls die Abhängigkeiten. Die kontinuierliche Neukundenakquise führt zu einer weiteren Risikoreduzierung. 3. Beschaffungsrisiken Für einen Teil der erbrachten Leistungen werden Subunternehmer eingesetzt, deren Nichtverfügbarkeit oder Verteuerung zu höheren Bezugspreisen führen kann. Erhöhte Energie- und Gaskosten sowie Materialkosten haben die Preise für Fremdleistungen stark ansteigen lassen. Dies betrifft in unserem Fall vor allem das Rohmaterial sowie die Beschichtungen von Bauteilen. Hier stehen wir im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und Kunden, analysieren den Kostenverlauf aller Bauteile und passen die Preise entsprechend an. Auch wenn die Preissteigerungen nicht komplett an die Kunden weitergegeben werden können, ist die Akzeptanz unserer Kunden aufgrund der offenen Kalkulation meistens sehr partnerschaftlich. Materialgleitklausel und ständiges Monitoring helfen, die Risiken überschaubar zu halten. Wesentliche Verbesserung gab es in der Materialverfügbarkeit. Hier sehen wir zukünftig kaum Probleme. Was uns trifft, ist die Vorfinanzierung. Hier stehen wir im positiven Austausch mit unseren Kreditgebern, um die benötigten Kreditlinien zur Verfügung zu haben. Unsere Aufgabe ist es, weitere Anstrengungen im Einkauf zu bewältigen, die Verbreiterung unseres Lieferantenpools zu forcieren und dadurch die Mehrkosten in Personal, Energie etc. ausgleichen zu können. Ebenso versuchen wir, durch stetige Anpassungen der internen Herstellungsprozesse, Leistungen im eigenen Haus zu erbringen. Wie sich der Krieg in der Ukraine weiter auswirkt, kann niemand wirklich sagen. Trotz aller Unklarheit halten wir den Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit für beherrschbar. 4. Risikomanagementsystem Unser internes Berichtssystem ermöglicht uns, Abweichungen zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Ein vielschichtiges Kennzahlensystem, das wöchentlich aktualisiert wird, ist die Grundlage hierfür. Alle vier Wochen erarbeiten wir eine Liquiditätsplanung, zusätzlich monitoren wir die wöchentlichen Abrufe der einzelnen Kunden in der Serie. Monatlich wird zudem ein internes Reporting erstellt und unseren Finanzpartnern zur Verfügung gestellt. Hierfür nutzen wir die Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen, entwickeln, erstellen, kommunizieren und verfolgen entsprechende Maßnahmen. Die Inhalte geben Auskunft über aktuelle Themen und Entwicklungen, die Geschäftslage bezogen auf den abgelaufenen Monat, die Liquiditätslage, den leistungswirtschaftlichen Status und den Stand der getroffenen Maßnahmen. Zur Reduzierung wesentlicher Risiken auf Grund höherer Gewalt wurden übliche Versicherungen abgeschlossen. 5. Rechtliche, IT- und sonstige Risiken Das Risiko operativer Schäden und Qualitätsmängel wird durch ein anerkanntes und zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem und umfangreiche interne Kontrollmaßnahmen gemindert. Die Zertifizierung nach IATF 16949 und ISO 9001:2015 am Standort Enkenbach-Alsenborn ist gültig bis zum 23.08.2024, die ISO 9000:2015 Zertifizierung am Standort Frankenthal wurde im Mai 2023 erfolgreich abgeschlossen. Die Zertifizierung zum Umweltmanagement ISO 14001 läuft bis zum 07.03.2024. Hier konnten wir einen internen Mitarbeiter zum Auditor ausbilden und die Audits erfolgreich bestehen. Die konsequente Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften mindert das Schadenspotential für Personen, Werte und Umwelt. Die Sicherheit der IT-Landschaft wird fast ausschließlich durch eigene Fachkräfte gewährleistet. Dies gilt sowohl für die Hard- als auch für die Software. Ständige Updates in der EDV-Technologie geben uns Sicherheit vor betriebsfeindlichen Angriffen aus dem Netz. Neben neuen Servern, die 2023 installiert wurden, haben wir eine Cyber-Versicherung mit umfangreichen Sicherheits-Dienstleistungen abgeschlossen. 6. Liquiditätsrisiken Die Liquidität ist derzeit als gesichert einzuschätzen und wird von uns fortlaufend überwacht. Gestiegene Umsätze, erhöhte Sicherheitsbestände sowie immer stärker steigende Kosten für Vormaterialien sorgen für eine erhöhte Vorfinanzierung und ein stark steigendes Working Capital. Zusätzlich kommen die Vorfinanzierungen im Werkzeugbau durch die immer schlechter werdenden Zahlungsbedingungen hinzu. Hierzu nutzen wir ein Finanzierungsdarlehen der ISB, die uns umfangreiche Möglichkeiten der Projektfinanzierung bietet. Nachforderungen an unsere Kunden werden zwar akzeptiert, der Zeitpunkt der Zahlungen ist jedoch kaum planbar und zeitlich sehr verzögert. Da wir über einen solventen Kundenstamm verfügen, sind Forderungsausfälle nicht zu erwarten. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Neukunden werden vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen entsprechend überprüft. Die Finanzierung unseres Unternehmens erfolgt über kurzfristige Lieferantenkredite und gestellte Kontokorrentlinien unserer Hausbanken. Neue Aufträge können, wie schon erwähnt, über eine zur Verfügung stehende ISB-Projektlinie ausreichend vorfinanziert werden. Investitionen werden größtenteils über den Kontokorrentrahmen, über Leasing oder Bankendarlehen finanziert, hier bestehen langjährige Verbindungen zu verschiedenen Anbietern. Zur Sicherung der zukünftigen Zahlungsfähigkeit und des momentan sehr starken Wachstums der Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft auch zukünftig auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen. Die finanzielle Unterstützung wird durch die Kreditinstitute in erforderlichem Umfang erfolgen. Damit ist die Zahlungsfähigkeit gesichert und der Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet. Prognosebericht Für das Jahr 2023 prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland ein Wirtschaftswachstum zwischen -0,1 % (ifo Institut) und +0,5 % (IfW - Kieler Institut für Weltwirtschaft). Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) geht von einer Stagflation aus und prognostiziert einen Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung um gut 0,25 % sowie ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2 %. Nach der IW-Konjunkturprognose vom Frühling 2023 wird das Investitionsklima in Deutschland durch die hohen Preise, das gestiegene Zinsniveau, geopolitische Unsicherheiten und Finanzmarktprobleme getrübt, sodass eine deutliche Erholung der Wirtschaft im Jahr 2023 ausbleiben wird. Die Inflation wird durch die hohen Energiepreise mit 6 % weiterhin hoch bleiben. Auch wenn nicht mehr so hohe Energiepreisschwankungen wie im Sommer 2022 bestehen, liegen die Preise immer noch um ein Vielfaches über denen der Vorkrisenzeit. Die Inflation wirkt sich auch auf den privaten Konsum aus. Während die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 noch durch Nachholeffekte vom privaten Konsum profitierte, werden die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 voraussichtlich um 0,5 % unter denen des Vorjahres liegen. Der durch die Coronapandemie ausgelöste Investitionsstau der deutschen Unternehmen wird sich durch die Folgen der Inflation und gestiegener Finanzierungskosten weiter verlängern. Stabilisierend wirkt hingegen der Arbeitsmarkt: Die Beschäftigung bleibt auf Rekordstand, die Arbeitslosenquote steigt gleichwohl leicht auf 5,5 %. Für die Industrieproduktion erwartet das IW für das Jahr 2023 nur einen leichten Aufschwung, während die Bauwirtschaft voraussichtlich in ihr drittes Rezessionsjahr gehen wird. In der Industrie belasten die hohen Energiepreise die Unternehmen weiterhin. Energieintensive Industrien mussten ihre Produktion stark zurückfahren, in der Chemieindustrie brach sie um fast 30 % ein. Darüber hinaus bestehen immer noch Lieferkettenprobleme, die die Industrie zusätzlich belasten. Im Dienstleistungssektor rechnet das IW im Jahr 2023 mit einem leichten Rückgang infolge der inflationsbedingten Kaufkraftverluste. Aus der Weltwirtschaft wird es im Jahr 2023 voraussichtlich keinen Rückenwind für die deutsche Wirtschaft geben, da geopolitische Spannungen und protektionistische Tendenzen den Welthandel belasten. Im Jahresverlauf 2023 erwartet das IW nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Winterhalbjahr 2022/23 eine deutliche Zunahme im 3. Quartal 2023, welche auf nachlassende Inflationsbelastungen zurückzuführen ist. Im Winterhalbjahr 2023/24 wird das Konjunkturtempo voraussichtlich wieder nachlassen, es wird aber derzeit keine erneute Rezession gesehen. Insgesamt wird bei dieser Konjunkturentwicklung das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 zum Jahresende 2023 erkennbar übertroffen. Letztlich wird der Konjunkturverlauf aber im kommenden Winterhalbjahr entscheidend von der Situation an den Energiemärkten und der Verfügbarkeit von Energie in Deutschland abhängen. Unsere Absatzzahlen im Bereich der Umformtechnik erwarten wir für das Jahr 2023 eine wesentliche Erhöhung. Die Auftragsbücher in der Nutzfahrzeugbranche sind sehr gut gefüllt, auch der Verkauf von Maschinen im Agrarbereich läuft positiv, auch wenn wir hier ebenso wie im Nutzfahrzeugbereich mit leicht sinkenden Zahlen gegenüber dem Vorjahr rechnen Steigende Zahlen verzeichnen wir im Bereich der Zulieferung von Windkraftanlagen und anderen Branchen. Wir erwarten gegenüber dem Jahr 2022 eine starke Umsatzsteigerung in den Jahren 2023 bis 2027. Größere Anläufe aus bestehenden Aufträgen ab 2024 unterstützen diese Annahme. Basis hierfür ist unser Businessplan für die Jahre 2023 bis 2027. Auch im Werkzeugbau verzeichnen wir einen stark ansteigenden Auftragseingang. Die Auswirkungen der auch hier hohen Materialpreise und der etwas reduzierten Verfügbarkeit werden wir gezielt im Auge behalten. Zu bewältigen ist die Steigerung in der Umformtechnik durch bereits teilweise umgesetzte Investitionen in Fertigungsanlagen, die durchgeführte Verlagerung des Warenausgangs an einen Logistik-Dienstleister und umfangreiche Verbesserungen im Materialfluss sowie in der internen Logistik. Hier nutzen wir die Kompetenz der neu geschaffenen Engineering Abteilung und die Kapazitäten des Gesamtunternehmens. Im Werkzeubau sehen wir ab Mitte des 2. Quartals 2023 eine sehr gute Auslastung. Die Preissituation ist, wie schon erwähnt, weiterhin nicht zufriedenstellend. Hier werden wir uns in Zukunft auf die Erweiterung unseres Kundenportfolios fokussieren, entwickeln und führen KVP-Prozesse für die Umformtechnik durch. Im Bereich der Lohnfertigung ist ebenfalls ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Die Lage im Maschinenbau als Indikator für die Sparte Lohnfertigung zeigt dies deutlich. Neue Anfragen für komplexe Fertigungsaufgaben und Montageprozesse bieten uns weitere Möglichkeiten in den zukünftigen Wachstumsmärkten der alternativen Antriebe und der Batterietechnologie. Hier investieren wir bereits verstärkt in die Planungen und Vertriebstätigkeiten. Der Fokus liegt auch hier auf der Nutzfahrzeugindustrie und der erneuerbaren Energien. Basierend auf diesen Annahmen erwarten wir für das Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von ca. 35 Mio € bei einem positiven Jahresergebnis nach Steuern von ca. 1,4 Mio €. Im Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiteren Steigerung der Umsatzerlöse auf ca. 40 Mio €.
Enkenbach-Alsenborn, den 28. Juni 2023 Gerald Schug, Geschäftsführer Peter Busalt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB aufgeführten Größenklassen ist die Gesellschaft eine Mittelgroße Gesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Geschäftsführung hat eine Analyse der künftigen Liquiditätssituation vorgenommen und eine Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 erstellt. Als Ergebnis dieser Planung geht die Geschäftsführung bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 von einer positiven Fortführungsprognose aus. Gleichwohl ist der Fortbestand der Gesellschaft von der künftigen Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Kreditinstitute abhängig. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen (Genossenschaftsanteile) wurden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck für 2 Gesellschafter-Geschäftsführer gebildet. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method). In Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,78% zu Grunde gelegt. Nach Verrechnung mit den saldierungsfähigen Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 HGB betragen die Pensionsverpflichtungen Euro 253.413,60. Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Diese berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 78.263,00. Der Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 5.071.615,46 (Vorjahr: Euro 5.341.112,73). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 2.780.918,42 (Vorjahr: Euro 1.788.074,49). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 694.475,03 (Vorjahr: Euro 1.236.666,68). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 5.341.401,81 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Nachtragsbericht Der Ukraine-Krieg kann Auswirkungen auf die Risikosituation und damit auch wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Huissel GmbH zur Folge haben. Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ist es auf Grund des Krieges zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis der Huissel GmbH gekommen. Absatzseitig besteht nur ein unwesentlicher Marktanteil im russischen und ukrainischen Markt. Durch die Materialverknappung kann es einkaufsseitig zu weiteren Preissteigerungen kommen, die ggf. nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden können. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 157.096,13 Euro vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 1.633.841,11, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden Euro 1.633.841,11 vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Enkenbach-Alsenborn, 28. Juni 2023 gez. Gerald Schug, Geschäftsführer gez. Peter Busalt, Geschäftsführer
Abschreibungen
Restbuchwerte
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Huissel GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Huissel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huissel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 14. Juli 2023 bkb
audit GmbH
Christine Aichele Klocker, Wirtschaftsprüfer Peter Bayer, Wirtschaftsprüfer |
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