Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 43602
Vorher
Karrena GmbHBEROA Deutschland GmbH
Eingetragen
13.12.1993
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenBau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
2.1 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet des feuerfesten Ausbaus für Anlagen aller Art, insbesondere für Industrieanlagen sowie alle Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen. 2.2 Herstellung und Vertrieb von feuerfesten Erzeugnissen im Zusammenhang mit dem unter 2.1 genannten Zweck für eigene oder fremde Rechnung. 2.3 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet des Schornsteinbaus, insbesondere für Industrieanlagen sowie alle Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen. 2.4 Herstellung und Vertrieb von Schornstein-Erzeugnissen im Zusammenhang mit dem vorstehenden Zweck gemäß 2.3 für eigene oder fremde Rechnung. 2.5 Stahlbau einschließlich des Baus von Stahlschornsteinen und die Herstellung von Futter aus Stahl sowie die Herstellung und der Vertrieb von Stahlprodukten. 2.6 Unterstützung bezüglich der unternehmenspolitischen Planung für alle ausländischen Beteiligungsgesellschaften auf dem Gebiet der vorstehenden Unternehmensgegenstände. 2.7 EDV-Datenverarbeitung für außenstehende Kunden für eigene oder fremde Rechnung. 2.8 Drittbezogener Personaleinsatz auf Grundlage von Dienst- und Werkverträgen, sowie im Rahmen der gewerbsmäßigen und nicht gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Voraussetzungen. 2.9 Durchführung aller sonstigen artverwandten Geschäfte, insbesondere solcher, die zum Erreichen der unter den vorstehenden Ziffern bezeichneten Zwecke und Gegenstände erforderlich sind und/oder damit im Zusammenhang stehen. 2.10 Organisation und Ausübung von Tätigkeiten und Geschäften im Zusammenhang mit der Konstruktion, Fertigung und Einrichtung von Anlagen zur industriellen und städtischen Reinigung. 2.11 Wartungsdienst für öffentliche oder private Unternehmen und Einrichtungen jeder Art mittels der Erbringung von Leistungen wie industrielle Reinigung, Trockenabsaugung, Instandhaltung und umfassende Wartung von Kläranlagen, Arbeiten mit Hochdruckwasser, Tank-, Silound Industrieanlagenreinigung allgemein, chemische Reinigung und Reaktorentleerung und -befüllung. Durchführung von industriellen chemischen Reinigungsarbeiten und sonstigen Tätigkeiten im direkten Zusammenhang mit obigen Angaben. 2.12 Überprüfung und technische Inspektion jeder Art von Leitungen, Rohren, Kanälen, Brunnen oder Stollen sowie deren Reinigung, Korrektur, Bau, Reparatur oder Beseitigung und Erstellung von Plänen für deren Kennzeichnung. 2.13 Chemische Reinigung oder jede andere Art von Reinigung jeglicher Schiffe, Tanks, Behältern, Maschinen und Anlagen, sowohl in der Schifffahrt als auch in der Industrie. Öffentlicher Güterverkehr und Transportunternehmen. 2.14 Durchführung eigener Forschungsund Entwicklungsarbeiten im Bereich Technologien und Verfahren der petrochemischen Industrie, Erbringung von Reinigungs- und Entsorgungsdienstleistungen für Prozessund Lagertanks aus der Erdöl-, Chemie-, Lager- und Automobilbranche und allgemein alle Tätigkeiten, die direkt oder indirekt mit der Abfallentsorgung und den Dienstleistungen für Industrieunternehmen zusammenhängen. Ebenso Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Charakterisierung und Sanierung kontaminierter Böden, zur Sammlung, Behandlung und Verwertung von Abfällen sowie Studien und Beratung zu Umweltverträglichkeitsmaßnahmen. Vermietung von Maschinen und allen Elementen, die für die Durchführung der Arbeiten im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Tätigkeiten erforderlich sind. 2.15 Leistung von Vermittlungsgeschäften im Verkehrssektor als Speditionsunternehmen. Erbringung von Straßentransport- und Straßengüterverkehrsleistungen mit beliebigen Fahrzeugen und Ladungen sowie ergänzende Speditionstätigkeiten und -leistungen für die Nutzung und Wartung dieser und anderer mit dem Verkehr zusammenhängender Dienste, vorbehaltlich der dafür geltenden besonderen und allgemeinen Rechtsvorschriften. Logistikdienstleistungen allgemein. Einschließlich des öffentlichen Straßengüterverkehrs, der öffentlichen Leistungen im nationalen und internationalen Verkehr; Transportunternehmen und Hilfstätigkeiten des Verkehrs, Agentur, Transit oder Lagerhaltung. 2.16 Beratung, Projektierung, Konstruktion, Entwicklung, Studie, Entwurf, Ausführung, Herstellung, An- und Verkauf, Vermarktung, Montage, Verwaltung, Inbetriebnahme, Betreibung, Reparatur und Wartung von: 2.16.1 Elektroinstallationen mit Materialien eigener Fertigung oder sonstiger Herkunft und Elektroinstallationen allgemein in HS, NS und MS, elektronische leitungsgebundene Medien jeglicher Art von Telekommunikation, elektronische Installationen und Installationen für die Kennzeichnung oder Markierung von Häfen, Flughäfen und Straßen, hydraulische und mechanische Anlagen, Wasserinstallation, Schreinerarbeiten, Mauerwerksarbeiten, Signalgebung, Elektrifizierung und Transport von Energie, Druckgeräten und Druckbehältern, Rohrleitungen und Kesselbau, Verteilung, Leitung und Ableitung von Wasser, Gasen, Flüssigkeiten und Fluiden, Pipelines, Gasleitungen und Wasserleitungen, kalt oder warm, Heizung und Klimaanlage, Lüftung und Klimatisierung, Wasseraufbereitungsanlagen jeder Art, für Sicherheit und Brandschutz, Hebegeräte jeder Art, Telefon-, Telegrafie- und Fernsehinstallationen für städtische und industrielle Nutzungen in Gebäuden jeder Art, Industrieanlagen und öffentliche und private Bauten. 2.16.2 Komplettbau, Reparatur und Instandhaltung von Bauwerken jeder Art, einschließlich Hoch- und Tiefbau. Umsetzung, Ausführung, Verwaltung und Leitung von Projekten in den Bereichen Industrieanlagen, Bauwesen, Umwelt und Kommunikation. 2.16.3 Schweißarbeiten für jede Art von Bau- und Montagearbeiten sowie für alle mit dem Schweißen verbundenen Tätigkeiten. 2.16.4 Systeme für die Prozesssteuerung, Telemetrie und Fernsteuerung, Automatisierung im Allgemeinen, Verriegelung, Sicherheit für flexible Fertigung und integriertes Produktionsmanagement, Roboter-Fertigungslinien und Handhabungssysteme, chemische Vor-Ort-Analyse für kontinuierliche Prozesse und Umweltkontrolle, lokale Netzwerke (LAN) für industrielle Anwendungen und Büroautomatisierung, computergestütztes Design (CAD) und computergestützte Fertigung (CAM). Sowie Automatisierungsund Mechanisierungssysteme für die Post und ähnliche Prozesse, mit eigenen oder fremden Elementen, sowie die Erbringung von ergänzenden Leistungen für deren Umsetzung und Durchführung. 2.16.5 Anlagen, Maschinen und Zubehör für die Industrie. Mechanische und elektromechanische Ausrüstungen allgemein, wie z. B. Roboter, Manipulatoren, automatischer Transport, Werkzeugvorrichtungen, Werkzeuge und Zubehör für industrielle Anwendungen. Instrumente zur Analyse, Steuerung, Messung und Regelung. Elektrische und elektronische Schalttafeln und Tafeln für den industriellen Einsatz, Straßen- und Schienenverkehrsregler und allgemein jede Art von Geräten, Zubehör oder Komponenten, die in eine der oben beschriebenen Anlagen oder Systeme integriert werden können. 2.16.6 Softwareprogramme und -pakete für industrielle und verwaltungstechnische Anwendungen zum Einbau in von anderen hergestellte oder selbst entwickelte Computer auf der Grundlage von Mikroprozessoren; Betriebssysteme; Grafiksysteme; Expertensysteme und künstliche Intelligenz. Vermittlung bei den in den vorstehenden Absätzen genannten Vorgängen. 2.17 Ausarbeitung und Vorbereitung von technischen Projekten jeder Art, Bauleitung und Qualitätskontrolle, Studien und Berichte sowie technische Beratung. 2.18 Beratung, Engineering und Ausarbeitung von Studien für das Management neuer Industrieanlagen und die Erweiterung oder Modernisierung bestehender Anlagen. 2.19 Instandhaltung und Wartung von Immobilien. Leistungen im Bereich Instandhaltung und Wartung von Gebäuden mit oder ohne Bereitstellung von Materialien. Instandhaltung von Gärten und Parks. Wartung von Wassernetzen, Kanalisationen und Kläranlagen. Instandhaltung von Straßen und Verkehrswegen. 2.20 Annahme und Vergabe von Aufträgen für Arbeiten und Leistungen an alle öffentlichen Verwaltungen sowie an alle Arten von Körperschaften und Einzelpersonen. 2.21 Beschaffung von operativen Systemen oder Prozessen, mit eigenen Mitteln oder durch den Erwerb von Dritten, deren Verwaltung und Anwendung in Unternehmensbereichen, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. 2.22 Trägerschaft, Bau, Verwaltung, Nutzung, Betreibung und Wartung von Anlagen zur Erzeugung von Solarenergie. 2.23 Informations-, Werbe-, Verwaltungsund Kommunikationstätigkeiten jeglicher Art. 2.24 Informationsverarbeitung (EDV), Kundendienst und technische Unterstützung, Aktualisierung von Software und Anwendungen sowie Erbringung von Leistungen im Bereich der Informationsund Kommunikationstechnologie. 2.25 Informations-, Telefonbetreuungs- und ähnliche Dienste. 2.26 Dämmung: Wärmeschutz, Wärmeund Kälteschutz und Schallschutz für alle Industriezweige, An- und Verkauf von Dämmmaterialien, Einbau und Verlegung derselben. 2.27 Passiver Brandschutz: Herstellung und Verkauf von feuerfesten Mörteln, Kauf und Verkauf von feuerfesten Materialien; Einbau von feuerfesten Materialien für Industrie und Bauwesen. 2.28 Betrieb von Lager- und Abstellräumen für Güter aller Art. 2.29 Güterumschlag, Be- und Entladung von Gütern. 2.30 Organisation von Einzel- oder Sammeltransporten, sowohl Abholung und Verteilung der Güter als auch Zusammenstellung der Sendungen. 2.31 Allgemeine und industrielle Reinigung jeder Art von Gebäuden wie: Büros, Fabriken, öffentliche Gebäude. 2.32 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen sowie Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen. 2.33 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet der Verbrennung von Krankenhausmüll und Sondermüll sowie Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen. 2.34 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet von Speicheranlagen für Güter sowie Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen. 2.35 Bauunternehmerische und bauplanerische Tätigkeiten im weitesten Sinne für eigene und für fremde Rechnung auf dem Gebiet von Industrieanlagen im Allgemeinen sowie Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem vorgenannten Zweck stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Prokura
Jörg Zaremba
seit 21.6.2022
Prokura
Prokura
Andree Groß
seit 15.2.2022
Geschäftsführer
Oliver Klapdor
seit 15.2.2022
Prokura
Germán Pradera Lanza
seit 12.11.2021
Geschäftsführer
Prokura
Gunnar Jäsert
seit 25.6.2018
Prokura
Annette Bellendorf
seit 19.10.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DOMINION SUSTAINABLE SERVICES, S.L.U.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH
Germany
10.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOMINION Deutschland GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die DOMINION Deutschland GmbH, Ratingen, (kurz "DDE") ist eine Tochtergesellschaft der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH mit Sitz in Ratingen (kurz "BTG"). Die BTG als deutsche Muttergesellschaft ist wiederum eine Tochtergesellschaft der spanischen Holding-gesellschaft Global Dominion Access S.A., Bilbao / Spanien (kurz "GDA") im Rahmen des weltweit agierenden DOMINION-Konzerns. Zwischen der BTG als Organträger und der DDE besteht eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft.

Die DDE hält Anteile an weiteren Gesellschaften im In- und Ausland.

Das Leistungsangebot der DDE umfasst im Geschäftsbereich Feuerfestbau neben hochspezialisierten Ingenieurdienstleistungen auch die im Rahmen ihrer Aufträge anfallende Projektplanung und -budgetierung, die Materialbeschaffung, den Bau, die Installation sowie die Inbetriebnahme und laufende Wartung der Anlagen.

Feuerfeste Materialien kommen in einer Vielzahl von Branchen und Abnehmersektoren zum Einsatz. Insofern kann die DDE Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, der Glas- und Zementindustrie, der Chemie- und Petrochemie sowie der Umwelt- und Energietechnik zu ihrem Kundenstamm zählen. Durch ihr breites Leistungsspektrum ergibt sich für die DDE somit eine hohe Diversifizierung auf Kunden- und Branchenebene.

Darüber hinaus hat DDE ab dem Geschäftsjahr 2022 mit der Installation von Glasfaserkabeln eine neue Tätigkeit aufgenommen, die in 2023 ausgebaut wurde.

1.2 Standorte

Die Gesellschaft unterhält die folgenden Standorte im Ausland:

DOMINION Engineering & Construction, Seebeck House, Milton Keynes, Buckinghamshire / Großbritannien

DOMINION Deutschland GmbH Merkezi Almanya Istanbul Merkez Subesi, Istanbul / Türkei

Insbesondere die Ausrichtung der DDE im Hinblick auf Projektkonzepte von Müllverbrennungsanlagen und daraus resultierenden Maintenance-Arbeiten, wie aktuell in der Türkei, etabliert sich gut und trägt zur Abrundung des Leistungsprofils bei.

1.3 Produkte und Dienstleistungen

Die Aktivitäten der DDE teilen sich in folgende Geschäftsbereiche auf:

Geschäftsbereiche      
-Engineering -Planung -Design
-Materiallieferung -Materiallieferung -Materiallieferung
-Installation -Installation -Bau / Reparatur
-Wartung / Reparatur -Vermietung
-Inspektion  
-Maschinendesign  
-Anwendungen  
Markt      
-Energieerzeugung -Telekomunikation -Säurebau
-Umwelt -Glasfaser -Zivile Bauten
-Industrieöfen -Feuerfestmaterial
-Aluminiumindustrie
-Eisen & Stahl
-Glas
-Chemie & Petrochemie  
-Koksöfen  
-Glasöfen

Im Geschäftsbereich Feuerfestbau sind Gegenstand des Arbeitsgebietes sämtliche Bau- und Dienstleistungsprozesse, bei denen feuerfeste Erzeugnisse zum Einsatz kommen. Nach unserer Meinung ist dabei der durch die DDE geleistete fachgerechte Einbau dieser Materialien und Produkte unverzichtbar für alle industriellen Prozesse, die höhere Temperaturen erfordern. Die interne Organisation des Feuerfestbaus ist kundenorientiert nach Branchen gegliedert.

Neben dem Feuerfestbau bildet der Bereich Telekomunikation den zweiten Kernbereich der DDE. Aufgrund der Verzögerung bei der Installation von Glasfaserkabeln in Deutschland im Vergleich zu den umliegenden Ländern bietet sich eine sehr wichtige Geschäftsmöglichkeit, unterstützt durch die Erfahrung, die die Dominion-Gruppe hat.

1. 4 Operative Führung

Die operative Gesamtleitung der DDE wird von der Geschäftsführung ausgeübt. Die zentral entscheidenden Steuerungsgrößen sind die Gesamtleistung und das EBITDA. Daneben gibt es noch weitere Kennzahlen wie den Cashflow, das Net Working Capital, den Auftragseingang sowie den Auftragsbestand, die der Geschäftsleitung zur Überwachung des operativen Geschäfts dienen.

1.5 Forschung und Entwicklung (F&E)

Anders als noch in den Vorjahren sind unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgebaut worden. Es wurde ein Entwicklungsingenieur eingestellt, um Neuentwicklungen zu fördern und zu forcieren. Im Jahr 2024 und in 2025 sind weitere Personaleinstellungen für F&E vorgesehen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war insbesondere von Ressourcenknappheit bei gestiegenen Preisen und steigenden Zinsen und die damit einhergehende geringere Nachfrage von Bauleistungen geprägt. Materialmangel und Lieferengpässe haben die Bauwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen. Durch Verzögerungen konnten vielfach nicht die erwarteten Projektfortschritte erzielt werden. Die Geschäftsentwicklung wurde weiterhin durch den Russland-Ukraine Konflikt zusätzlich beeinträchtigt. Steigende Energiepreise und die zunehmende Inflation verstärkten die bereits angespannte wirtschaftliche Situation. 1

Die Feuerfestindustrie konnte sich der steigenden Inflation beim Einkauf nicht entziehen. Alle großen Feuerfestproduzenten haben mit deutlichen Preissteigerungen zu kämpfen. Die wichtigsten Kernmärkte für die DDE sind weiter die Märkte der Energie und Umwelt, der Chemie und Petrochemie sowie der Eisen-, Stahl- und Zementindustrie.

2.2 Geschäftsverlauf und Geschäftsfelder

Die DDE konnte das Budget im Hinblick auf die Gesamtleistung 2 für das Geschäftsjahr 2023 trotz der zum Teil schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen realisieren. Diese Tatsache ist auf verschiedene Maßnahmen zurückzuführen. Zum einen wurde eine verstärkte Kostenkontrolle vorgenommen und nur renditestarke Projekte angenommen. Darüber hinaus erfolgte die positive Entwicklung des neuen Geschäftsbereichs Telekommunikation, der sich bereits im Vorjahr als rentabel erwiesen hat, und als zukunftsstark eingestuft wird.

Trotz Rohstoffverknappungen, Preiserhöhungen bei feuerfesten Produkten und Materialien sowie einer Unterversorgung mit kostengünstigem Fremdpersonal waren dank guter Vorausplanungen der Gesellschaft die Kapazitäten im Feuerfestbau im Berichtsjahr relativ gut ausgelastet. Es zeigt sich, dass der Feuerfestbau zu den wesentlichen Industrien auch in Krisenzeiten zählt.

2.3 Auftragseingang / Auftragsbestand

Die DDE verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang von T€ 117.528 (Vorjahr T€ 102.425). Dieser Auftragseingang verteilt sich auf die nachfolgenden Geschäftsbereiche:

In T€ 2023 Verhältnis
zur Summe
2022 Verhältnis
zur Summe
Veränderung
2023/22
Feuerfestbau 72.865 62,0% 85.738 83,7% -15,0%
Telekommunikation 33.664 28,6% 14.651 14,3% 129,7%
Sonstige 11.000 9,4% 2.036 2,0% 440,3%
Auftragseingang 117.52 9 100,0% 102.425 100,0% 14,7%

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beläuft sich auf T€ 89.496.

Geschäftsbereich Feuerfestbau

Der Geschäftsbereich Feuerfestbau der DDE verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang von T€ 72.865, somit eine Reduzierung von 15,0 % im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 85.738. Die Steuerung der Geschäftszahlen erfolgt auf Basis der IFRS-Konzernrechnungslegung. Die Vorgaben des prognostizierten Umsatz-Budgets von T€ 72.689 3 konnten somit übertroffen werden. Dies ist zum Teil auf die wachsende Präsenz auf internationalen Märkten zurückzuführen. Des Weiteren sind die Bereiche der Chemie und Petrochemie 4 zu nennen, hier im Wesentlichen projektbezogene Geschäfte wie Engineering, Supervision, Abbruch, außerdem die feuerfeste Reparatur von Koksbatterien, Hochöfen und Winderhitzern und Installationsarbeiten im Bereich der Kupfer-, Eisen-, Stahl- und Zementindustrie in Deutschland. Die Geschäfte im Bereich der Materiallieferungen trugen zu einer generellen Grundauslastung der Gesamtleistung bei, während der Bereich Neubau überraschend ausgebaut werden konnte.

Geschäftsbereich Telekommunikation und Services

Im Jahr 2022 wurde der neue Geschäftsbereich Telekommunikation aufgenommen, der vor allem die Installation von Glasfaserkabeln in verschiedenen Kleinstädten umfasst. Aufgrund des großen Nachholbedarfs an Glasfaserinstallationen in Deutschland ist dies ein Geschäftsfeld mit Potenzial wie die Zunahme der Verkaufszahlen im Jahr 2023 zeigt. Die großen Betreiber des Landes unternehmen große Anstrengungen, um ihre Dienste zu verbessern. DDE profitiert von der Erfahrung der Dominion-Gruppe, die diese Art von Arbeiten bereits international durchgeführt hat.

2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.4.1 Ertragslage

Bei einem deutlichen Umsatzanstieg hat die DDE im Geschäftsjahr 2023 auch Dank der im vergangenen Jahr stark forcierten Kostenkontrolle ein positives EBITDA von T€ 3.237 (Vorjahr T€ -3.881) erwirtschaftet.

Bei Umsatzerlösen von T€ 87.302 (Vorjahr T€ 73.022) hat sich die Gesamtleistung um T€ 16.176 von T€ 81.306 auf T€ 97.482 erhöht (+19,9% zum Vorjahr). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse aus Materiallieferungen um T€ 11.905 und auf höhere Bauleistungen (T€ +5.581) zurückzuführen. Gegenläufig sind die Montageaufträge um T€ 1.630 auf T€ 20.158 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 590. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch Auflösungen von Rückstellungen (T€ 846; Vorjahr T€ 40) bei niedrigeren Erträgen aus Währungsumrechnungen.

Zum anderen waren höhere Kosten zu verzeichnen, die vor allem auf mitunter deutliche Preisanstiege für Rohstoffe sowie höhere Fremdleistungen zurückzuführen sind. Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt die Materialaufwandsquote 65,2 % (Vorjahr 62,9 %). Aufgrund einer Verringerung der Zahl der Beschäftigten bei einem gleichzeitigen Rückgang von Abfindungen und Altersversorgungsaufwendungen, hat sich die Summe der Personalaufwendungen von T€ 26.656 auf T€ 22.271 oder 16,5 % verringert. Gemessen an der deutlich gestiegenen Gesamtleistung sank die Personalaufwandsquote von 32,8 % auf 22,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 10.079. Gegenüber dem Vergleichszeitraum erhöhten sich diese um T€ 1.679 (20,0 %). Entscheidend hierfür waren im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 1.548; Vorjahr T€ 0) , sowie erhöhte Schadenersatzzahlungen (T€ 638; Vorjahr T€ 30).

Betrachtet man das EBITDA in seiner Entwicklung, so verbessert sich dies um T€ 7.118 auf T€ 3.237 (Vorjahr T€ -3.881). Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus dem um 19,6 % gestiegenen Umsatz, begleitet von einer Verringerung des Personalaufwands um T€ -4.386.

Die Abschreibungen betrugen T€ 580 und lagen unter dem Vorjahreswert von T€ 683.

Nach Abschreibungen beträgt das operative Ergebnis (EBIT) T€ 2.657. Es verbessert sich im Berichtsjahr um T€ 7.221 verglichen mit dem Vorjahreswert von T€ -4.564.

Das Zinsergebnis des vergangenen Geschäftsjahres lag mit T€ 734 deutlich über dem Niveau des Vorjahreswerts von T€ 552.

Das EBT lag mit T€ 4.936 um T€ 8.231 deutlich über dem Wert des Vorjahres (T€ -3.295). Da die Firma als Organgesellschaft zu einer ertragsteuerlichen Organschaft gehört, fallen grundsätzlich für das Geschäftsjahr 2023 keine Ertragsteuern an. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen nicht anrechnungsfähige ausländische Quellensteuer. sowie Ertragsteuern ausländischer Betriebsstätten.

Die Erträge aus Beteiligungen sind aufgrund höherer Ausschüttungen auf T€ 1.834 (Vorjahr T€ 1.078) angestiegen.

Insgesamt ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein an die Gesellschafterin abzuführender Gewinn von T€ 4.544, nachdem diese im Vorjahr einen Verlust von T€  3.438 auszugleichen hatte.

2.4.2 Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhöht sich die Bilanzsumme der DDE um T€ 13.010 auf T€ 75.496 (Vorjahr T€ 62.485). Die Zunahme der Bilanzsumme beruht auf der Aktivseite vor allem auf einem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 12.226 auf T€ 28.366 bei einem gleichzeitigen Rückgang der Forderungen gegen die Gesellschafterin um T€ 3.942 auf T€ 10.544.

Das Vorratsvermögen ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr lediglich um T€ 695 auf T€ 12.257 angestiegen. Innerhalb der Posten der Vorräte haben sich aber unter Berücksichtigung der verrechneten erhaltenen Anzahlungen von T€ 19.073 (Vorjahr T€ 7.774) die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen von 15.032 auf T€ 25.138 erhöht. Der Anstieg steht maßgeblich im Zusammenhang mit dem erhöhten Volumen an Telekommunikationsprojekten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.025 höher, was vor allem auf ein erhöhtes Geschäftsvolumen sowie stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind verglichen mit dem Vorjahreswert um T€ 12.226 gestiegen. Grund für diese Entwicklung ist hauptsächlich, dass die DDE in 2023 deutlich mehr überschüssige Barmittel an Global Dominion Access weiterleiten konnte. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind um T€ 3.942 zurückgegangen, was überwiegend auf die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung für das Jahr 2023 (T€ 4.544), die mit entsprechenden Forderungen gegen die Gesellschafterin saldiert wurden, zurückzuführen ist.

Die flüssigen Mittel sind mit T€ 9.198 um T€ 504 höher als im Vorjahr.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH ist der Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 von T€ 4.544 an die Gesellschafterin abzuführen (Vorjahr Verlustausgleich von T€ 3.438). Das Eigengenkapital hat sich deshalb gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 auf 15,7 % nach 19,0 % zum Vorjahresende.

Auf der Passivseite beruht die Erhöhung der Bilanzsumme hauptsächlich auf einer Steigerung der Verbindlichkeiten um T€ 10.818. Die Rückstellungen sind um T€ 2.192 gestiegen. Damit erhöhte sich das Fremdkapital im Vergleich zum Vorjahr um T€ 13.010 auf T€ 63.620, was im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 10.427 auf T€ 20.674 und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 5.524 auf T€ 11.331 bei gleichzeitig stichtagsbedingter Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 4.494 resultiert. Die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 5.034 mit entsprechenden Verbindlichkeiten saldiert wurden. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine vergleichbaren Saldierungsmöglichkeiten. In der Gesamtbetrachtung entsprechen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten rund 27,0 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen ausschließlich gegenüber Banken im Zusammenhang mit den Reverse-Factoring-Verträgen. Der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ +10.427) gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Geschäftsvolumens, insbesondere im Telekommunikationsbereich.

Im Rahmen des Cash-Management wird die Cash-Position des Unternehmens wöchentlich mitgeteilt, wobei eine wöchentliche Aktualisierung des Cash-Budgets zur Prognose des Cash-Bedarfs erfolgt. Wird ein Überschuss an Barmitteln festgestellt, so wird dieser an Global Dominion Access überwiesen. Wird hingegen festgestellt, dass der Barmittelbestand möglicherweise zu niedrig ist, so überweist der Global Dominion Access den erforderlichen Betrag.

Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die Ziele, sowohl was das Wachstum als auch die finanziellen Ergebnisse betrifft, in 2023 erreicht wurden. Die schlechte wirtschaftliche Lage der Vorjahre wurde zufriedenstellend überwunden und das Unternehmen hat sich in einer sehr guten Position für die kommenden Jahre konsolidiert.

2. 5 Entwicklung nicht finanzieller Erfolgsfaktoren

Mitarbeiter

In unserem stark technisch orientierten Unternehmen haben hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte einen sehr hohen Stellenwert. Um unsere Unternehmensziele zu erreichen, setzen wir auf die Leistungsfähigkeit und Kompetenz unserer Mitarbeiter. Qualifikationen, zielgerechte Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen, Motivation und Mitarbeiterbindung spielen eine zentrale Rolle, wenn es gilt, sich im branchenweiten Wettbewerb zu behaupten sowie dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. In Summe bilden alle genannten Indikatoren die Basis für den Unternehmenserfolg, zu dem jeder Mitarbeiter seinen individuellen Beitrag leistet.

31.12.202 3 31.12.202 2
Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt
Anzahl Anzahl
Leitende Angestellte 11 1 12 11 1 12
Akademiker, Facharbeiter 222 22 244 235 23 258
Sonstige 6 7 13 4 8 12
2 39 30 2 69 2 50 3 2 2 82

Zum 31. Dezember 2023 waren bei der DDE insgesamt 269 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 13 Personen verringert.

Die Unfallstatistik weist eine günstige Tendenz auf. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich bei einer Anzahl von über 200.000 geleisteten Arbeitsstunden eine geringere Unfallquote von 0,48 als im Vorjahr von 0,86. Ziel der DDE ist eine Null-Unfall-Politik.

Beschaffung und Einkauf

Den steigenden Anforderungen hinsichtlich Zeit, Kosten, Qualität, Ausführungssicherheit und Bonität von Nachunternehmern und Lieferfirmen sowie den neuen Aufgaben durch Digitalisierung und den sich hieraus abgeleiteten Veränderungen im Einkauf begegnen wir zum einen mit einer stetigen Verbesserung unseres Beschaffungs-, Informations- und Managementsystems und zum anderen durch eine digitale Vernetzung unserer Einkaufsprozesse mit denen unserer Nachunternehmer und Lieferanten.

Somit besteht im Zuge der fortschreitenden Globalisierung, wie bereits in Vorjahren, für den Einkauf die Herausforderung, durch Vergabeentscheidungen an leistungsfähige Nachunternehmer und Lieferanten den lokalen und projektspezifischen Anforderungen bei der Ausführung komplexer Bauvorhaben zu genügen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen kommen in jüngster Zeit vermehrt Unsicherheiten wie Krisen durch Naturkatastrophen oder auch Fremdwährungs-schwankungen hinzu, die das Beschaffungswesen regelmäßig vor neue Belastungsproben stellen.

Im Handling dieser Aufgaben und Schwierigkeiten erweist sich aus unserer Sicht als wesentlicher Erfolgsfaktor, dass die DDE über ein Netzwerk langjähriger, etablierter und ausgewogener Lieferantenbeziehungen verfügt.

In der Regel werden mit den Lieferanten Festpreise ausgehandelt, die einer Bindung von ein bis zwei Jahren entsprechend der Projektlaufzeit unterliegen können.

Insofern können avisierte Materialpreiserhöhungen direkt an den Kunden weitergegeben und in der Plankalkulation berücksichtigt werden. Bei zukünftig zu erwartenden Materialpreiserhöhungen gilt es, solche im Vorfeld mit den Lieferanten abzustimmen, um diese dementsprechend dann auch an die Kunden weitergeben zu können.

Auf Lieferantenebene (sowohl bei kurz- als auch bei langfristigen Geschäftsbeziehungen) versucht die DDE, die Zahlungsbedingungen an die mit den Kunden vereinbarten Zahlungsbedingungen anzupassen. Ziel ist es, Zahlungsziele zwischen 30 und 60 Tagen zu vereinbaren. Längere Zahlungsziele auf Lieferantenseite werden durch die Reverse Factoring-Vereinbarungen mit den Lieferanten erreicht. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgt dann durch den Einsatz renommierter Kreditinstitute, mit denen gesonderte Rückzahlungsbedingungen vereinbart sind. Dies ermöglicht auch vermehrt die Ausnutzung der Skontobedingungen bei Lieferanten.

Umweltschutz

Die DDE ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften dem produzierenden Gewerbe zuzurechnen; sie sind jedoch grundsätzlich nicht auf einem umwelttechnisch problematischen Markt tätig. Dementsprechend sind die Umweltrisiken von der Risikobetrachtung her als eher gering einzuschätzen. Alle unsere Mitarbeiter werden hinsichtlich des Umgangs mit Materialien, die umwelttechnisch eine Gefahr darstellen könnten, umfassend geschult. Der Einkauf achtet bei der Vergabe der Bestellungen auf die Einhaltung aller umweltrelevanten Bestimmungen und Verordnungen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Die DDE ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit aufgrund der Größe, der Realisierungsdauer und der Komplexität der Projekte einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die durch ein konzernweites Risikomanagementsystem erhoben, beurteilt und mit einer adäquaten Risikopolitik bewältigt werden. Nach unserer Meinung dient dieses Risikomanagement der Früherkennung, Vermeidung und Reduzierung unternehmensgefährdender Risiken.

Der Risikomanagementprozess des DOMINION-Konzerns, der auch für die DDE gilt, ist einheitlich aufgebaut. Entscheidend für eine Vermeidung und Reduzierung von Risiken ist das konzernweit abgestimmte Planungs-, Controlling- und Reportingsystem, das kontinuierlich an die Vertriebsaktivitäten in den Märkten angepasst wird, in denen die DDE bisher weniger tätig und erfolgreich war, wie z.B. in Brasilien, Skandinavien und im Nahen- und Mittleren Osten. Im Vergleich zu unseren europäischen und deutschen Marktbegleitern haben wir als DOMINION durch unsere globale Präsenz und unseren starken Konzernverbund, mit dem wir mittels konzernübergreifender Arbeiten durch unsere Tochter- oder Schwesternunternehmen Projekte gemeinsam abwickeln können, viele Vorteile, die Kunden sehen und zu schätzen wissen. Eine immer größere Bedeutung und Beachtung bekommen hier unser hochqualifiziertes Fachpersonal und unsere Führungskräfte. Dieser Umstand wird uns bei weltweiten Projekten hilfreich sein.

Die nachstehend dargestellten Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden entsprechend einem absteigenden Grad finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Kernziel der DDE ist es, noch erfolgreicher im Bereich der Marktgewinnung zu werden. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit bereits in führenden Markt- und Technologiepositionen vertreten. Aber auch die komplizierten und komplexen Nischenmärkte, die in der Vergangenheit zunehmend vernachlässigt wurden und in den Hintergrund geraten sind, erweisen sich in Zukunft als Chance, um sich in diesen Märkten als leistungsstarkes Unternehmen zu platzieren. Hier fokussiert sich DDE als Anbieter von schlüsselfertigen Gesamtlösungen in den Bereichen Engineering, Procurement und Construction.

Feuerfestbau

Die Geschäftsleitung sieht trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen in einem schwierigen Umfeld optimale Chancen, sich in den Kernmärkten Energie, Umwelt, Chemie und Petrochemie zu platzieren, damit das Kerngeschäft zielgerichtet weiter ausgebaut und nachhaltig profitabel wachsen kann.

Die Spezialisierung auf den Feuerfestbau und die Schließung unrentabler Bereiche wie dem Schornsteinbau sind Voraussetzung für weiteres Wachstum. Die Fokussierung der Gesellschaft auf den Feuerfestbau und hierbei die Möglichkeit, Gesamtlösungen am Markt anzubieten vom Engineering über die Beschaffung bis zum Bau der Anlagen, stellt einen Wettbewerbsvorteil dar. Zudem können durch dieses Angebot und erweiterte Personalkapazitäten neue Märkte erschlossen werden, die bislang nicht bedient werden konnten.

Der Umbau der Eisen- und Stahlwirtschaft auf umweltschonende Produktionstechniken und -anlagen birgt Wachstumsmöglichkeiten. So entstehen neben dem traditionellen Geschäft in den bisherigen Technologien neue Absatzmärkte vor dem Hintergrund, klimafreundlicher zu produzieren. Durch eigene Technologien und Know-how in diesem Marktsegment kann die Gesellschaft Lösungen anbieten. Hier laufen auch bereits Projekte und Planungen mit namhaften Unternehmen der Eisen- und Stahlwirtschaft.

Die breitgestreute Marktpräsenz in fast allen Feuerfestindustrien bietet gegenüber den Wettbewerbern einen außerordentlichen Vorteil und gibt DDE eine sichere Zukunftsperspektive.

Müllverbrennungsanlagen


Weiteres Wachstumspotenzial sehen wir nach wie vor im Bereich der Müllverbrennung.
Es ist davon auszugehen, dass weltweit der Anlagenbau speziell in der Müllverbrennung wächst.

Telekommunikation

Der Telekommunikationsbereich ist ein stetig wachsendes Geschäftsfeld. Telekommunikations-anlagen und deren Infrastruktur sind hierbei wichtig für die Wirtschaft. Der von der Gruppe bereits in anderen Ländern eingeführte Ausbau der Glasfaserindustrie wurde 2022 auch von DDE übernommen und in Deutschland erfolgreich eingeführt. Die Geschäftsführung sieht in diesem Bereich gute Wachstumsmöglichkeiten bei Umsatz und Gewinn wie schon in 2023 gezeigt.

3.3 Risiken der künftigen Entwicklung

Eine konzernweit gültige Richtlinie regelt den einheitlichen Umgang mit der Risikoberichterstattung. Sie umfasst die Meldung und Kommunikation von Risiken, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Definition eines gültigen Rahmens des Risikoberichtswesens. Dieser Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken.

Projekt- und Auftragsrisiken


In unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. So zählen technische Risiken, die etwa aus komplexen Gegebenheiten bei Bauprojekten resultieren, zu den großen Herausforderungen unseres Geschäfts. Entsprechend wurden Kontrollprozesse im technischen wie auch kaufmännischen Bereich eingeführt.

Seit dem Jahr 2007 besteht ein Rechtsstreit zwischen der DDE und der Ferroglobe Manganèse France (vormals "RDME"), einem damaligen Kunden in Frankreich, wegen Gewährleistungsansprüchen im Zusammenhang mit einem Schadensfall an einem Industrieofen zur Herstellung von Ferromangan für die Stahlindustrie.

Ein im August 2017 abgeschlossenes Expertengutachten kommt zu dem Schluss, dass die DDE für den Schaden verantwortlich sei, weil die vertraglichen Verpflichtungen nicht korrekt erfüllt worden seien; der Gegenpartei wird jedoch auch eine Teilschuld auferlegt. Von der Gegenpartei werden Entschädigungsforderungen für Sachschäden und Produktionsausfallschäden in erheblicher Größenordnung von über € 50 Mio geltend gemacht.

Im Februar 2023 erließ das Handelsgericht von Dunkerque / Frankreich ein achtseitiges Urteil, in dem es sich für zuständig erklärte, französisches Recht anzuwenden, und die DDE zur Zahlung von € 28 Mio verurteilte. Dieses Gericht wies jedoch auch darauf hin, dass die Vollstreckung der Zahlung weder vor noch während des Berufungsverfahrens erfolgen wird. Die DDE hat gute Argumente dafür, warum dieses Gericht nicht zuständig ist. Darüber hinaus sieht sich DDE nicht für den Schaden verantwortlich und weist auf eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung hin, die derzeit die Verhandlungskosten und Kosten der rechtlichen Vertretung übernimmt und auf eine Deckungssumme von € 5,1 Mio begrenzt ist, so dass sich der Eigenbehalt der DDE entsprechend reduziert.

Im Einklang mit der Einschätzung und nach dem Kenntnisstand der betreuenden Rechtsanwälte vom 11. Januar 2024 schätzt die Geschäftsführung der DDE die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der DDE aus diesem anhängigen Rechtsstreit als eher gering ein und darüber hinaus ist es nicht möglich, sie in angemessener Weise zu quantifizieren, so dass zum 31. Dezember 2023 keine zusätzliche Rückstellung mehr gerechtfertigt ist. Bereits in den Vorjahren hat die DDE für diesen Rechtsstreit eine Rückstellung von € 0,3 Mio gebildet, die zum 31. Dezember 2023 unverändert besteht.

Für das Verfahren in zweiter Instanz ist mit einer Dauer von über zwei Jahren zu rechnen, so dass ein Urteil des Berufungsgerichts nach Einschätzung der betreuenden Rechtsanwälte grundsätzlich nicht vor 2025 zu erwarten ist. Zum Bilanzaufstellungszeitpunkt haben sich keine neuen Erkenntnisse ergeben.

Kriegsbedingte Risiken

Der Ukraine-Russland-Konflikt führt in Kombination mit Verzögerungen in den wichtigsten internationalen Lieferketten und Transportwegen zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten. Die DDE ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der DDE auswirken.

Beschaffungsrisik en

Rückblickend auf den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lässt sich schnell erkennen, in welchem Bereich die größten kurzfristigen Risiken liegen. So zählen die Gewährleistungsaufwendungen und eine schwankende Auslastung durch Projektverschiebungen zu den erheblichen Risiken, die das Geschäftsergebnis immer wieder negativ beeinflussen können. Zudem muss auch der steigende Anteil an Subunternehmerleistungen kritisch betrachtet werden, da hier grundsätzlich auch bei guter Auswahl und Qualifizierung nicht immer die versprochene Leistung geliefert wird. Somit ist vermehrt ein Augenmerk auf die qualifizierte Überwachung der Subunternehmerleistungen zu richten, damit die Qualität der DDE das von unseren Kunden gewünschte und gewohnte Niveau hält. Um das Risiko zu verringern, setzen wir daher Subunternehmer ein, mit denen wir schon früher zusammengearbeitet haben und deren Qualität wir nachgewiesen haben, sowie Unternehmen innerhalb der Gruppe.

Das Risiko der Verknappung gewerblichen wie technischen Fach- und Führungspersonals hat sich im laufenden Geschäftsjahr verstärkt. Hier wurden bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr Maßnahmen eingeleitet, um das Personal für die Zukunft in diesen Bereichen durch eine intensive Rekrutierung zu verstärken.

Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Risiko liegt in der Erhöhung der Einkaufspreise für Feuerfestmaterial. Aufgrund der weltweit guten Auslastung der Hersteller ist der Preisgestaltungsspielraum sehr eingeschränkt. Somit ist ein Preisanstieg dieser Materialien unvermeidlich und wird sich zukünftig in unserer Profitabilität niederschlagen. Wir mildern dies durch ein breites Portfolio an Lieferanten sowie weltweite Einkaufsaktivitäten ab. Wir vermeiden zudem, soweit möglich, Rohstoffe nur von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Außerdem beobachten wir kontinuierlich die Bonität wichtiger Geschäftspartner.

Gleiches gilt für die Personalkosten. Es ist davon auszugehen, dass die Tarifabschlüsse in Zukunft aufgrund der Inflation insgesamt betrachtet höher ausfallen werden als in der Vergangenheit.

Finanzierungsrisiken

Die Firma finanziert sich, wie schon in den Vorjahren, unter anderem über ein Reverse- Factoring-Programm, das mit verschiedenen spanischen Banken durchgeführt wird. Danach werden die Lieferanten, die an diesem Verfahren teilnehmen, zum Fälligkeitsdatum direkt von diesen Banken bezahlt. Die DDE gleicht diese Zahlungen nach einer mit den Banken vereinbarten Zahlungsfrist aus.

Trotz eines steigenden Zinstrends gleicht das Unternehmen dies aus, indem es überschüssige Barmittel gegen einen Zinssatz an Global Dominion Access verleiht.

Des Weiteren sind die Bürgschaften für die Finanzierung und Abwicklung der einzelnen Projekte von großer Bedeutung. Bereits im Vorjahr wurden größere neuen Bürgschaften durch die Global Dominion Access, S.A. erteilt. Kleinere Bürgschaften an deutsche Kunden wurden auch, wie bereits in den Vorjahren, von der Commerzbank AG herausgegeben.

Das Liquiditätsmanagement hat für die DDE weiterhin einen sehr hohen Stellenwert unter Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Der Cashflow und kurzfristige Finanzierungsrisiken werden vor allem bei größeren Aufträgen im Detail zwischen der Geschäftsführung und den einzelnen projektverantwortlichen Mitarbeitern sowohl diskutiert und abgestimmt als auch überwacht und kontrolliert. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die vereinbarten Zahlungsbedingungen und die Verfolgung der Einhaltung der mit Kunden und Lieferanten vereinbarten Zahlungsziele. Des Weiteren gilt es kontinuierlich Verbesserungen im Debitorenmanagement zu erzielen, um Risiken zu minimieren.

Weiterhin wird an einer ständigen Verbesserung des Nettoumlaufvermögens (Net Working Capital) gearbeitet. Unter anderem plant die Geschäftsführung der DDE das Niveau der DSO "Days Sales Outstanding" der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verbessern. Von der DDE mit der Caixabank S.A., Bilbao / Spanien, sowie der Santander Bank, Madrid / Spanien, vereinbarte Factoring-Linien wurden zum Bilanzstichtag nicht voll ausgenutzt.

Ziel sämtlicher Maßnahmen ist die Sicherstellung der Finanzierung des Working Capital der DDE sowie eine Anpassung unserer Zahlungen im Rahmen unseres Cashflows sowohl auf einer kurz- als auch langfristigen Basis. Die Cash FlowPlanung wird wöchentlich aktualisiert und ist rollierend auf 13 Wochen ausgelegt. Dadurch werden Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt. Zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe einzelner Gesellschaften tritt das konzerninterne Corporate Cash Management ein.

Die Global Dominion Access S.A. hat mit Datum vom 31. Januar 2024 zugunsten der DDE und der BTG eine harte Patronatserklärung mit Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2025 ausgestellt. In dieser Erklärung werden der DDE und der BTG die entsprechenden liquiden Mittel zugesagt, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bei Fälligkeit nachkommen zu können.

Forderungsa usfallrisiken

Dem Risiko, dass Kundenforderungen nicht bezahlt werden können, begegnen wir durch unser Forderungsmanagement. Dabei stehen Kundenbonitätsprüfungen am Anfang jeder Geschäftsbeziehung bei Neukunden. Durch regelmäßige Mahnläufe werden überfällige Forderungen identifiziert und diesen in der Folge nachgegangen. Bekannten Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Währungsrisiken

Zu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. Zur Eindämmung von Fremdwährungsrisiken werden individuelle Lösungen mit den entsprechenden Kunden verhandelt. Im Regelfall werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zur Begrenzung der Risiken aus Wechselkursänderungen wird ein sogenanntes "natural hedging" (d.h. weitgehende Währungsidentität von Kosten- und Erlöspositionen) angestrebt. In Ausnahmefällen, d.h. bei wesentlichen Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten, können jedoch punktuelle Kurssicherungen erfolgen.

IT-Risiken

Bei DDE als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Unternehmen kommt der konzernweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit, und umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten, sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall-Systemen) sowie der doppelten Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu setzen wir im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel ein. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen.

4. Prognosebericht

Gemäß dem Prognosebericht des Vorjahres wurde basierend auf der damaligen Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von rund € 72,7 Mio. und ein positives operatives Ergebnis auf der Basis des EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) von rund T€ 3.911 erwartet. Die Prognose zur tatsächlichen Gesamtleistung wurde mit € 97,4 Mio deutlich übertroffen, während das EBITDA aufgrund höherer Preisanstiege bei Material und den Fremdleistungen mit T€ 3.237 unterschritten wurde. Hinsichtlich der Gesamtleistung führte der Anstieg der unfertigen Leistungen, zusammen mit dem bedeutenden Wachstum im Bereich der Telekommunikation, zu einer deutlichen Erhöhung.

Die Gesellschaft konnte mit der klaren Positionierung in den Industriesegmenten Umwelt, Energie und Chemie sowie auch im Telekommunikationssegment im abgelaufenen Berichtsjahr ein Umsatzplus sowie einen guten Auftragseingang erzielen.

Auch in den für die DDE relevanten Märkten und Regionen sind die Wachstumsaussichten weiterhin positiv. Dies gilt auch für die für uns relevante Zahl der Projekte. DDE ist mit seiner globalen Präsenz und seinem Leistungsportfolio nach wie vor sehr gut aufgestellt. Mit Blick auf die generellen Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus sowie auf unsere operative Performance im Geschäftsjahr 2023 gehen wir davon aus, dass wir bei unseren wesentlichen Kennzahlen robuste Ergebnisse erreichen werden.

Zukünftige etwaige Risiken für die DDE können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sie können auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Produktion, des Beschaffungsmarktes und der Zulieferkette führen.

Die aktuelle Lage und Entwicklung des Kriegs in der Ukraine verbunden mit internationalen Sanktionen und Maßnahmen gegen Russland beobachten wir genau, um etwaige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Kunden, Lieferketten, Finanzierung sowie die IT-Sicherheit frühzeitig zu identifizieren und entsprechend zu handeln. Obwohl die DDE kaum Verbindungen in Russland oder der Ukraine hat, könnten weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise, Engpässe in den globalen Lieferketten und eine Störung der Nachfrage dazu führen, dass sowohl die Gesamtleistung als auch das EBITDA der Gesellschaft in den einzelnen Bereichen niedriger ausfallen wird als geplant.

Die Unternehmensplanung sieht für das Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung von T€ 84.894 vor. Wesentlich hierfür ist zum einen die Weiterführung von Projekten im Bereich der Telekommunikation, sowie der Erwerb von neuen. Zusätzlich gewinnen wir jedes Jahr Neukunden für Wartungsaufträge und erwarten kontinuierliche Zuwächse in diesem Bereich. Der weltweite Bedarf an Neubauten von Müllverbrennungsanlagen ist weiterhin groß. Hier rechnet sich die DDE bei der Ausschreibung der Auskleidungsarbeiten dieser Anlagen sehr gute Chancen für weitere Zuschläge aus. Zudem sehen wir weiter gute Chancen auf Zuteilung eines Auftrages beim Engineering und der Materiallieferung einer Pelletofen-Anlage im Bereich Industrieöfen.

Des Weiteren wollen wir uns verstärkt den Projekten mit den höchsten zu erwartenden Deckungsbeiträgen (Gross Margin) widmen. Im Hinblick auf den Leistungsanstieg planen wir optimistisch eine Verbesserung des EBITDA aufgrund eines verbesserten Deckungsbeitrags sowie weiterhin diverser Kosteneinsparungen im administrativen Bereich.

Es sollte hinzugefügt werden, dass auf Gruppenebene eine steigende Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Gruppe auf globaler Ebene stattfindet, die wichtige Synergien hervorbringt, die sich positiv auf die Ergebnisse auswirken, nicht nur für DOMINION Deutschland GmbH, sondern für die Dominion-Gruppe als Ganzes.

Das für das Geschäftsjahr 2024 geplante EBITDA beläuft sich auf T€ 6.796.Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

 

Ratingen, den 24. Oktober 2024

DOMINION Deutschland GmbH

- Geschäftsführung -

André Groß

Germán Pradera Lanza

1 https://www.nevaris.com/blog/wie-geht-es-der-baubranche/
2 Gesamtleistung ergibt sich aus Umsatzerlösen +/- Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen + andere aktivierte Eigenleistungen
3 Ermittelte Budgetzahlen nach IFRS - Abweichungen der Gewinnrealisierung nach HGB nicht berücksichtigt
4 Die Petrochemie ist die Chemie der Fels- und Steinöle.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
88.360,02 131.923,49
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände,
die sich noch in der Entwicklung befinden
45.526,65 66.155,37
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
238.998,23 120.838,10
  372.884,90 318.916,96
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.162.443,58 1.234.671,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.924.641,65 1.770.145,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.106,21 253.368,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.729,06 156.866,69
  3.333.920,50 3.415.052,38
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 467.065,64 369.560,24
2. Beteiligungen 47.199,50 47.199,50
  514.265,14 416.759,74
  4.221.070,54 4.150.729,08
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.748.931,13 3.136.883,66
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 25.138.266,05 15.032.892,78
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 360.950,01 49.279,22
4. Geleistete Anzahlungen 2.082.107,48 1.117.398,26
5. Erhaltene Anzahlungen -19.072.779,19 -7.773.989,99
  12.257.475,48 11.562.463,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.924.261,84 6.898.799,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.366.300,57 16.140.004,53
3. Forderungen gegen Gesellschafter 10.543.617,71 14.485.532,86
4. Sonstige Vermögensgegenstände 932.206,00 489.343,93
  49.766.386,12 38.013.681,13
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.198.113,89 8.694.138,48
  71.221.975,49 58.270.283,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.906,21 64.454,18
  75.495.952,24 62.485.466,80

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.875.482,85 1.875.482,85
  11.875.482,85 11.875.482,85
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 8.665.937,00 9.852.032,00
2. Steuerrückstellungen 8.692,00 21.692,00
3. Sonstige Rückstellungen 13.696.716,06 10.305.271,01
  22.371.345,06 20.178.995,01
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.673.775,72 10.246.327,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.191.567,38 12.685.316,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.330.741,64 5.806.652,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.053.039,59 1.692.692,59
  41.249.124,33 30.430.988,94
  75.495.952,24 62.485.466,80

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 87.301.760,30 73.021.708,50
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
10.105.373,27 8.270.474,76
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 74.918,50 14.214,90
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.623.516,84 1.033.584,98
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
-20.920.729,37 -17.127.730,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -42.598.225,49 -34.037.574,27
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -16.929.780,31 -19.504.586,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unterstützung
-5.340.930,41 -7.151.636,40
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermö-
gensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-580.414,25 -683.006,10
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.079.000,14 -8.399.565,10
9. Erträge aus Beteiligungen 1.833.808,12 1.077.661,14
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.632.247,80 1.011.188,84
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -288.162,59 -360.961,61
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -898.737,17 -459.348,16
13. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor
Ergebnisübernahme
4.935.645,10 -3.295.575,27
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -383.909,83 -136.573,09
15. Ergebnis nach Steuern 4.551.735,27 -3.432.148,36
16. Sonstige Steuern -7.365,28 -5.885,03
17. Aufwand aus Gewinnabführung
(Vorjahr Erträge aus Verlustübernahme)
4.544.369,99 -3.438.033,39
18. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die DOMINION Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HR B Reg.Nr. 43602) eingetragen.

Die DOMINION Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände betragen zwischen 3 und 5 Jahren. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€  134 wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Innerhalb der selbst geschaffenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen T€ 46 auf Entwicklungskosten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Entwicklungskosten von T€ 20 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2023 fielen darüberhinaus T€ 1 Entwicklungskosten an, die nicht aktiviert wurden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen und die mit diesen Entwicklungen im Zusammenhang stehenden Personalkosten. 

In Bezug auf die Bilanzierung Geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr ihres Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut einen Einzelwert von € 800 nicht übersteigen.

Die Sachanlagen werden mit dem Teil der Herstellungskosten aktiviert, der in direktem Zusammenhang mit der Herstellung der Vermögensgegenstände entstanden ist, zuzüglich notwendiger Gemeinkosten, die auch die anteiligen Verwaltungskosten enthalten. Der Wertverzehr wird durch planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer erfasst.

Die Nutzungsdauern betragen für:

Gebäude und Bauten 10 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Wertaufholungsgebots angesetzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu rechnen ist. Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB werden vorgenommen, wenn der Grund für eine vorherige außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist.

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden auf Basis der Anschaffungskosten mit dem gleitenden Durchschnittspreis oder dem jeweils niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse , unfertige Leistungen,sowie fertige Erzeugnisse werden mit dem Teil der Herstellungskosten aktiviert, der in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung auf den Baustellen entstanden ist, zuzüglich notwendiger Gemeinkosten, die auch die anteiligen Verwaltungskosten enthalten. Auf den Zeitraum der Herstellung entfallende Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen und die geleisteten Anzahlungen werden offen im Vorratsvermögen ausgewiesen und sind zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode).

Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Bilanzstichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist.

Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie etwaiger Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck

verwendet.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

● Rechnungszinssatz p.a. 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) Zinsfuß, Ø 10 Jahre
1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) Zinsfuß, Ø 7 Jahre
● Rententrend p.a. 2,10 % (Vorjahr: 2,50 %)
● Gehaltstrend p.a.: 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %)
● Fluktuation: Alter 20 20,00 % Alter 36 4,50 %
Alter 21 21,00 % Alter 45 0,00 %
Alter 35 5,00 %

Der von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichte Rechnungszinssatz (10-jähriger Durchschnittszinssatz) zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,82%. Die Abweichung gegenüber dem verwendeten Zinssatz von 1,83% führt nicht zu wesentlichen Abweichungen im Verpflichtungsumfang der Pensionsrückstellung.

Die Fluktuation wurde in Abhängigkeit des Lebensalters berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2023 ermittelt sich wie folgt (Vorjahreswerte in Klammern):

Rückstellung bei einem Durchschnittszins von 10 Jahren € 8.665.937
(€ 9.852.032)
Rückstellung bei einem Durchschnittszins von 7 Jahren € 8.738.876
(€ 10.204.536)
Unterschiedsbetrag zum 31.12.202 3 : € 72.939
(€ 352.504)

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Zins- und damit im Finanzergebnis erfasst.

Auch die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert, der bis zum Bilanzstichtag zeitanteilig erdienten Jubiläumsleistungen.

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie etwaiger Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck

verwendet.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

● Rechnungszinssatz p.a. 1,75 % (Vorjahr 1,44 %)
● Gehaltstrend p.a.: 3,00 % (Vorjahr 3,00 %)
● Fluktuation: Alter 20 20,00 % Alter 36 4,50 %
Alter 21 19,00 % Alter 45 0,00 %
Alter 35 5,00 %

In der Handelsbilanz wurden ohne Beachtung der steuerlichen Restriktionen alle Jubiläen berücksichtigt.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der übrigen sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung jeweils notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die kurzfristigen Forderungen und die kurzfristigen Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs am Transaktionstag eingebucht und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich mit dem Anschaffungskurs bewertet. Eventuelle sich ergebende Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögenszum Buchwert von € 414.460,79 an eine Schwestergesellschaft, die DOMINION Polska Sp. z o.o., veräußert.

Die DDE ist an folgenden Gesellschaften unmittelbar beteiligt ( Anteilsbesitzliste):

Anteil Nominalkapital
zum 31.12.202 3
Eigenkapital
zum 31.12.202 3
Jahresergebnis
202 3
% T€ T€ T€
Karrena Construction Thermique S.A., Frankreich/Achères 100,00 2.150 1.085 -63)
Karrena Arabia Co. Ltd., Saudi Arabien/Al-Khobar 55,00 1.000 26.661 12.6443)
Beroa Abu Obaid Industrial Insulation Company CO. W.L.L, Bahrain/Diraz 45,00 50 474 883)
Burwitz Montageservice GmbH, Ratingen 100,00 26 26 -751)
F&S Feuerfestbau GmbH & Co. KG, Magdeburg 100,00 50 50 -2032)
F&S Beteiligungs GmbH, Magdeburg 100,00 26 23 42)
Unterstützungseinrichtung nach Hermann Römer i. L. , Ratingen 100,00 26 3 4
1)

Mit dieser Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Das Jahresergebnis

entspricht dem Jahresergebnis der Gesellschaft nach HGB vor Ergebnisabführung.

2)

Eigenkapital und Jahresergebnis basieren auf dem lokalen Jahresabschluss.

3)

Werte beziehen sich auf die für Zwecke des nach IFRS erstellten Konzernabschlusses der Global Dominion Access S.A. aufgestellten Konzernberichtspakete.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 10.543.617,71 (Vorjahr € 14.485.532,86) resultieren aus Ergebnisübernahmen sowie saldierten Umsatzsteuerverpflichtungen gegenüber dem Organträger. Die Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen von € 28.366.300,57 (Vorjahr € 16.140.004,53) betreffen Forderungen aus dem Finanzverkehr von € 24.925.834,88 (Vorjahr € 14.547.996,05) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von € 3.440.465,69 (Vorjahr € 1.592.008,48).

Wertberichtigungen wurden im aktuellen Geschäftsjahr auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 1.108.111,56 vorgenommen.

Gemäß § 253 Abs. 2 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen von € 8.665.937,00.

Überleitung der Verpflichtung (Erfüllungsbetrag) zum Pensionsrückstellungswert zum 31. Dezember 2023:

Rückstellung bei einem Durchschnittszins von 10 Jahren € 8.665.937
Rückstellung bei einem Durchschnittszins von 7 Jahren € 8.738.876
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023: 72.939
Pensionsverpflichtung (Verpflichtungsumfang) € 8.771.560
BilMoG Unterschiedsbetrag €  105.623
Pensionsrückstellungen, Stand vom 31.12.2023: 8.665.937

Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ermittelte Zuführungsbetrag (€ 1.584.247,00) wird seit dem Geschäftsjahr 2010 gleichmäßig auf den Zeitraum bis spätestens 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 p.a. verteilt. Die zum 31. Dezember 2023 aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen betragen € 105.623 (Vorjahr € 211.238). Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2023 (€ 105.616,00) wurde wie im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.20 23 31.12.20 22
Auftragsrestarbeiten 9.065.187,96 5.455.667,32
Gewährleistungen, Garantien, Rechtskosten 1.763.000,00 1.880.000,00
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 1.713.317,60 1.825.212,19
Jubiläumsrückstellung 652.933,00 663.384,00
Rückstellung für Jahresabschluss 287.077,50 245.007,50
übrige sonstige Rückstellungen 215.200,00 236.000,00
Gesamtsumme sonstige Rückstellungen 1 3.696.716,06 10.305.271.01

Bis auf einen Betrag von € 3.803,35 (Vorjahr € 10.180,63) unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben sämtliche Verbindlichkeiten - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die DOMINION Deutschland GmbH (DDE) finanziert sich wie bereits in den Vorjahren über ein sogenanntes Reverse Factoring Programm, das mit der BANKINTER S.A., der Caixabank S.A. sowie mit der Banco de Sabadell S.A. durchgeführt wird. Danach werden die Lieferanten, die an diesem Verfahren teilnehmen, zum Fälligkeitsdatum direkt von der entsprechenden Bank bezahlt. Die DDE gleicht diese Zahlungen spätestens nach Ablauf einer mit den genannten Banken vereinbarten Zeit über die Global Dominion Access S.A., Bilbao / Spanien ("GDA"), aus. Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen des Reverse Factoring Programm von € 20.393.081,02 ausgewiesen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 11.330.741,64 (Vorjahr € 5.806.652,37) entfallen - wie im Vorjahr - keine auf den Gesellschafter. Sie betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von € 188.970,81 (Vorjahr € 623.658,39), Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich von € 853.288,96 (Vorjahr € 1.000.595,91) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von € 3.868,50 (Vorjahr € 60.767,60).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und nach regionalen Gesichtspunkten prozentmäßig wie folgt auf (Vorjahreswerte in Klammern):

Tätigkeitsbereich Inland
 %
EU-Ausland
 %
Nicht-EU-Ausland
 %
Gesamt
 %
Feuerfestbau 45,5 10,1 22,0 77,6
(50,4) (5,0) (36,8) (92,3)
elekommunikation 14,0 0,0 0,0 14,0
(5,0) (0,0) (0,0) (5,0)
Sonstige 0,8 7,6 0,0 8,4
(0,4) (1,0) (1,4) (2,7)
Gesamt 60,3 17,7 22,0 100,0
(55,8) (6,0) (38,2) (100,0)

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen aktivierte Personalkosten von € 74.918,50 (Vorjahr € 14.214,90) für diverse Entwicklungsprojekte.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von € 845.646,37 (Vorjahr € 208.797,10) enthalten. Diese umfassen ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr € 40.298,60). Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich auf € 169.467,94 (Vorjahr € 343.787,85).

Im Berichtsjahr sind unter den Personalaufwendungen im Rahmen der Altersversorgung Aufwendungen von € 106.001,13 (Vorjahr € 1.473.424,81) angefallen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von € 1.593.750,89 (Vorjahr € 93.006,65) enthalten, die Wertberichtigungen auf Forderungen betreffen. Die auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallenden Wertberichtigungen (€ 1.108.111,56) haben außergewöhnlichen Charakter im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. Die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung belaufen sich auf € 182.857,31 (Vorjahr € 481.734,99). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (Anpassung BilMoG) in Höhe von € 105.616,00 (Vorjahr € 105.616,00) enthalten.

Die Erträge aus Beteiligungen betragen € 1.833.808,12 (Vorjahr € 1.077.661,14) und entfallen ausschließlich auf verbundene Unternehmen.

Im Berichtsjahr sind Zinserträge aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 1.631.676,59 (Vorjahr € 1.011.184,86) und Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 45.777,81 (Vorjahr € 8.559,93) angefallen.

Die sonstigen Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen von € 121.696,00 (Vorjahr € 262.425,00), davon € 112.293,00 (Vorjahr € 252.976,00) aus Pensions- und € 9.403,00 (Vorjahr € 9.449,00) aus Jubiläumsrückstellungen.

Am 15. Juni 2007 wurde mit der Alleingesellschafterin BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Aufwand aus der Gewinnabführung des Geschäftsjahres 2023 beträgt € 4.544.369,99 (Vorjahr: Ertrag aus Verlustübernahme € -3.438.033,39). Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht zudem eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH, so dass die Gesellschaft ausschließlich nicht anrechenbare ausländische Quellensteuer sowie Ertragsteuern ausländischer Betriebsstätten primär als Ertragsteueraufwand erfasst. Latente Steuern werden aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses nicht originär bei der Gesellschaft bilanziert.

V. Sonstige Angaben

Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB)

Zum Abschlussstichtag unterliegen die folgenden Sachverhalte grundsätzlich einer Ausschüttungssperre:

  31.12.2023 31.12.2022
 
Rückstellung für Pensionen bei 7-Jahres Durchschnittssatz
abzüglich Rückstellung für Pensionen bei 10-Jahres
8.738.876,00 10.204.536,00
Durchschnittssatz -8.665.937,00 -9.852.032,00
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 72.939,00 352.504,00
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
88.360,02 131.923,49
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 88.360,02 131.923,49
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
45.526,65 66.155,37
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag III 45.526,65 66.155,37
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge
(Teilbeträge I bis III)
206.825,67 550.582,86

Da zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in ausreichendem Umfang frei verfügbare Rücklagen bestehen, die den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge von insgesamt € 206.825,67 (Vorjahr € 550.582,86) übersteigen, besteht keine Ausschüttungssperre.

Abführungsgesperrte Beträge (§ 268 Abs. 8 HGB)

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 unterliegen der Abführungssperre:

  31.12.2023 31.12.2022
 
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
88.360,02 131.923,49
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 88.360,02 131.923,49
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
45.526,65 66.155,37
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 45.526,65 66.155,37
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge
(Teilbeträge I bis II)
133.886,67 198.078,86

Da zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in ausreichendem Umfang frei verfügbare Rücklagen bestehen, die den Gesamtbetrag der abführungsgesperrten Beträge von insgesamt € 133.886,67 (Vorjahr € 198.078,86) übersteigen, besteht keine Abführungssperre.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemeinsam mit anderen Konzerngesellschaften haftet die DDE, wie schon im Vorjahr, gesamtschuldnerisch für Konzerndarlehen der GDA von insgesamt € 52,7 Mio (Vorjahr € 53,7 Mio) zum 31. Dezember 2023. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der positiven Ertragslage des Gesamtkonzerns als eher gering einzuschätzen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet- und Leasingverpflichtungen gliedern sich nach Fälligkeiten wie folgt:

  Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr davon >5
Jahre
 
Miet- und Leasingverpflichtungen 1.718.259,66 792.073,72 926.185,94 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 979.610,40 331.610,40 648.000,00 0,00

Die Miet- und Leasinggeschäfte dienen der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen beim Leasing in der kurzen Vertragsbindung, da die Leasinggegenstände bei eintretendem technischem Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der vereinbarten unkündbaren Grundmietzeit sowie höheren Refinanzierungskosten.

Die Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben übersteigen wie im Vorjahr nicht das bei der Gesellschaft übliche Investitionsvolumen und sind als unwesentlich anzusehen, so dass Angaben zum Bestellobligo nicht erforderlich sind.

Geschäfte mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Gesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Gesellschafter Tochtergesellschaften übrige verbundene
Unternehmen
T€ T€ T€
Absatzgeschäfte 35 1.708 9.868
Beschaffungsgeschäfte 324 781 9.585
Zinsaufwendungen 36 10 0
Zinserträge 736 46 849
gegebene Finanzierungen 24.556 370 0

Factoring

Die DDE hat aufgrund eines mit der Caixabank S.A., Bilbao / Spanien, und mit der Santander Bank, Madrid / Spanien, bestehenden Factoringvertrages zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 Forderungen mehrerer Kunden in Höhe von € 2.148.011,38abgetreten. Der Gegenwert dieser Forderungen wurde unter Abzug von Factoringgebühren dem Bankkonto gutgeschrieben. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation.

Unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse wird davon ausgegangen, dass die - den noch bestehenden Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen - von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als unwahrscheinlich eingestuft.

Patronatserklärung

Die Global Dominion Access S.A. hat mit Datum vom 31. Januar 2024 zugunsten der DDE und der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH eine harte Patronatserklärung mit Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2025 ausgestellt. In dieser Erklärung werden der DDE und der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH die entsprechenden liquiden Mittel zugesagt, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bei Fälligkeit nachkommen zu können.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren:

André Groß, Vorsitzender der Geschäftsführung

Germán Pradera Lanza, kaufmännischer Geschäftsführer

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen € 390.805,00 (Vorjahr € 388.549,00).

Mitarbeiter

Die jahresdurchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 274 Mitarbeiter (Vorjahr 284). Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 5 (Vorjahr 9) Auszubildende beschäftigt, die nicht in die Berechnung einbezogen wurden. Einschließlich der Auszubildenden betrug die Anzahl der Angestellten 91 und die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter 182.

Abschlussprüferkosten

Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers wird nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Global Dominion Access S.A., Bilbao / Spanien, enthalten ist.

Ergebnisverwendung

Das positive Jahresergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 von € 4.544.369,99 wird auf der Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages, der auch eine Verlustübernahme impliziert, an die BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH, Ratingen, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber der Gesellschafterin angesetzt.

VI. Nachtragsbericht

Im Februar 2023 erließ das Handelsgericht von Dunkerque / Frankreich ein Urteil zu einem seit dem Jahr 2007 bestehenden Rechtsstreit mit Entschädigungsforderungen von über € 50 Mio zwischen der DDE und einem damaligen Kunden in Frankreich, der Ferroglobe Manganèse France, wegen Gewährleistungsansprüchen im Zusammenhang mit einem Schadensfall an einem Industrieofen zur Herstellung von Ferromangan für die Stahlindustrie, in dem das Gericht die DDE zu einer Zahlung von € 28 Mio verurteilte. Das Gericht wies jedoch auch darauf hin, dass die Vollstreckung der Zahlung weder vor noch während des Berufungsverfahrens erfolgen wird. Die DDE hat gute Argumente dafür, warum dieses Gericht nicht zuständig ist. Darüber hinaus sieht sich DDE nicht für den Schaden verantwortlich und weist auf eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung hin, die derzeit die Verhandlungskosten und Kosten der rechtlichen Vertretung übernimmt und auf eine Deckungssumme von € 5,1 Mio begrenzt ist, so dass sich der Eigenbehalt der DDE entsprechend reduziert.

Im Einklang mit der Einschätzung und nach dem Kenntnisstand der betreuenden Rechtsanwälte vom 30. März 2023 schätzt die Geschäftsführung der DDE die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der DDE aus diesem anhängigen Rechtsstreit als eher gering ein, so dass zum 31. Dezember 2023 über bereits gebildete Rückstellungen von € 0,3 Mio keine zusätzliche Rückstellung mehr gebildet wurde.

Sofern sich nach weiteren gerichtlichen Instanzen letztendlich eine Inanspruchnahme der DDE ergibt, die zu negativen Jahresergebnissen führen, wären diese auf der Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages, der auch eine Verlustübernahme impliziert, von der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH, auszugleichen.

Darüber hinaus sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen auf die von der Global Dominion Access S.A. mit Datum vom 31. Januar 2024 zugunsten der DDE und der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH ausgestellte harte Patronatserklärung mit Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2025. Laut dieser Erklärung werden der DDE und der BEROA TECHNOLOGY GROUP GmbH die entsprechenden liquiden Mittel zugesagt, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bei Fälligkeit nachkommen zu können.

VII. Konzernzugehörigkeit

Die DOMINION Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Global Dominion Access S.A., Bilbao / Spanien, (kleinster und größter) Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Er ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Registro Mercantil de Vizcaya, dem spanischen Handelsregister, unter der Registernummer / Commercial Registry of Vizcaya: Tomo 3.791, sec 8, Insc. 1 Libro Soc, folio 127, hoja BI-25418, veröffentlicht.

In Ausübung der Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB haben wir auf die Erstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts verzichtet. Stattdessen werden wir den nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Global Dominion Access S.A., Bilbao / Spanien, in deutscher Sprache beim elektronischen Handelsregister einreichen. Der befreiende Konzernabschluss der Global Dominion Access S.A. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Wesentliche Unterschiede zum Handelsgesetzbuch (HGB) mit Relevanz für unseren Jahresabschluss bestehen in der Bewertung der Pensionsrückstellungen und in der Anwendung der Percentage of Completion-Methode bei der Umsatzrealisierung langfristiger Fertigungskontrakte. Des Weiteren erfolgt nach IFRS die Bilanzgliederung der Aktiva nach abnehmender Liquidität bzw. der Passiva nach zunehmender Laufzeit und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren.

 

Ratingen, den 24. Oktober 2024

DOMINION Deutschland GmbH

Geschäftsführung

André Groß

Germán Pradera Lanza

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Umbu - chungen Abgänge 31.12.2023
 
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte
231.776,23 0,00 0,00 0,00 231.776,23
2. Selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände, die sich
noch in der Entwicklung befinden
66.155,37 19.639,78 -40.268,50 0,00 45.526,65
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
1.779.831,04 148.790,14 40.268,50 12.861,15 1.956.028,53
  2.077.762,64 168.429,92 0,00 12.861,15 2.233.331,41
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
2.457.673,62 0,00 0,00 0,00 2.457.673,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.755.107,09 741.434,05 155.811,21 1.864.902,09 9.787.450,26
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
2.431.967,74 92.387,54 1.055,48 103,76 2.525.307,00
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
156.866,69 11.729,06 -156.866,69 0,00 11.729,06
  15.801.615,14 845.550,65 0,00 1.865.005,85 14.782.159,94
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.538.689,48 100.000,00 0,00 2.494,60 2.636.194,88
2. Beteiligungen 47.199,50 0,00 0,00 0,00 47.199,50
  2.585.888,98 100.000,00 0,00 2.494,60 2.683.394,38
20.465.266,76 1.113.980,57 0,00 1.880.361,60 19.698.885,73
  kumulierte Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte
99.852,74 43.563,47 0,00 143.416,21
2. Selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände, die sich
noch in der Entwicklung befinden
0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
1.658.992,94 60.395,24 2.357,88 1.717.030,30
  1.758.845,68 103.958,71 2.357,88 1.860.446,51
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
1.223.001,99 72.228,05 0,00 1.295.230,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.984.961,11 292.522,60 1.414.675,10 7.862.808,61
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
2.178.599,66 111.704,89 103,76 2.290.200,79
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00
  12.386.562,76 476.455,54 1.414.778,86 11.448.239,44
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.169.129,24 0,00 0,00 2.169.129,24
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.169.129,24 0,00 0,00 2.169.129,24
16.314.537,68 580.414,25 1.417.136,74 15.477.815,19
  Restbuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
 
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte
88.360,02 131.923,49
2. Selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände, die sich
noch in der Entwicklung befinden
45.526,65 66.155,37
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
238.998,23 120.838,10
  372.884,90 318.916,96
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
1.162.443,58 1.234.671,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.924.641,65 1.770.145,98
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
235.106,21 253.368,08
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
11.729,06 156.866,69
  3.333.920,50 3.415.052,38
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 467.065,64 369.560,24
2. Beteiligungen 47.199,50 47.199,50
  514.265,14 416.759,74
4.221.070,54 4.150.729,08

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DOMINION Deutschland GmbH, Ratingen

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der DOMINION Deutschland GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOMINION Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 15. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Flender, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. November 2024 festgestellt.

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