IKO Services & Engineering GmbH

Maarstraße 59, 53227 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 12496
Vorher
AWA Holding GmbH
Eingetragen
16.5.2003
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen oder anderen Geschäftsfeldern, der Erwerb und die Verwaltung von Grundvermögen inklusive daraus abgeleitete Vermietungsund Verpachtungsaktivitäten, die Erbringung von Management-, Verwaltungs-, Beratungs- und Organisationsleistungen. Für das Unternehmen ist ein weiterer Gegenstand der Handel mit Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigerzeugnissen. Die Entwicklung neuer Geschäftsfelder ist ebenfalls möglich. Darüber hinaus ist der Entwurf, die Konstruktion und die Fertigung von Sondermaschinen sowie Projektmanagement nationaler und internationaler Projekte Gegenstand des Unternehmens. Wartungstätigkeiten gehen damit ebenfalls einher.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manfred Rösner
seit 16.2.2009
Prokura
Dirk Theuns
seit 21.2.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Freemantle Investment LimitedCAN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Freemantle Investment Limited
Canada
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IKO Services & Engineering GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.570,95 10.201,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.461,83 9.913,87
10.032,78 20.114,93
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.144.246,18 1.144.246,18
1.154.278,96 1.164.361,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 707.912,82 994.201,09
2. Waren 2.854.049,68 1.085.680,73
3.561.962,50 2.079.881,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.318.553,50 41.859.563,75
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.550.164,80 4.709.587,99
51.868.718,30 46.569.151,74
III. Guthaben bei Kreditinstituten 4.536.987,21 3.836.892,49
59.967.668,01 52.485.926,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.111,12 2.738,33
61.125.058,09 53.653.025,49

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 28.000.000,00 28.000.000,00
III. Gewinnvortrag 19.610.553,73 12.651.807,27
III. Jahresüberschuss 5.273.607,78 6.958.746,46
52.909.161,51 47.635.553,73
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.983.650,46 4.592.911,01
2. Sonstige Rückstellungen 2.480.793,33 154.252,37
5.464.443,79 4.747.163,38
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 492.600,00 286.920,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 746.896,54 563.292,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.511.279,40 420.095,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 676,85 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 676,85 (Vorjahr: EUR 0,00)
2.751.452,79 1.270.308,38
61.125.058,09 53.653.025,49

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 107.882.627,13 141.042.016,75
2. (-Verminderung) / Erhöhung des Bestand an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -286.288,27 619.422,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.312,09 28.542,88
- davon aus Währungsumrechnung EUR 445,61 (Vorjahr: EUR 23.735,98)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -97.204.771,88 -129.574.120,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.864.962,46 -762.285,53
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.105.139,15 -964.532,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -208.804,45 -188.377,95
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -10.082,15 -14.220,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -560.058,75 -598.239,40
- davon aus Währungsumrechnung EUR 177,45 (Vorjahr: EUR 10.391,65)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 350.416,31 713.831,06
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 350.416,31 (Vorjahr: EUR 713.831,06)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 843.517,44 80.278,99
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 843.517,44 (Vorjahr: EUR 80.278,99)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.567.158,08 -3.423.568,38
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 5.273.607,78 6.958.746,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die IKO Services & Engineering GmbH hat ihren Sitz in der Maarstraße 59, 53227 Bonn, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 12496). Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden sind wir von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 2 bis 8 Jahren vorgenommen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind.

Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z.B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer oder nach Konstruktionsänderungen, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden, die nach der verlustfreien Bewertung bemessen werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt und, soweit un- bzw. niedrig verzinslich, bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Seite 3) dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.022,81 0,00 0,00 28.022,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 154.297,83 0,00 0,00 154.297,83
182.320,64 0,00 0,00 182.320,64
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.144.246,18 0,00 0,00 1.144.246,18
1.326.566,82 0,00 0,00 1.326.566,82
Aufgelaufene Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.821,75 2.630,11 0,00 20.451,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.383,96 7.452,04 0,00 151.836,00
162.205,71 10.082,15 0,00 172.287,86
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
162.205,71 10.082,15 0,00 172.287,86
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.570,95 10.201,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.461,83 9.913,87
10.032,78 20.114,93
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.144.246,18 1.144.246,18
1.154.278,96 1.164.361,11

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 12.328 (Vorjahr: TEUR 8.797) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzforderungen in Höhe von TEUR 35.640 (Vorjahr: TEUR 32.349).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Boni sowie Aufwendungen für Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unverändert zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat einen Mietvertrag mit der Tochtergesellschaft IKORE GmbH abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren bis zum 31. Dezember 2052. TEUR 96 sind innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 384 innerhalb von einem bis fünf Jahren und TEUR 2.304 in mehr als fünf Jahren.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023 2022
TEUR TEUR
Handelsgeschäft 105.325 139.001
Maschineshop 1.690 1.404
Weiterbelastungen 868 637
107.883 141.042

Die Umsätze werden alle im europäischen Ausland erbracht.

Zwischen der IKO Services & Engineering GmbH, Bonn, besteht gemäß Vertrag vom 13. Dezember 2012 mit der IKO Dachschindeln Vertrieb GmbH, Coswig, ein Ergebnisabführungsvertrag mit rückwirkender Wirkung ab Beginn des Geschäftsjahres 2012. Auf Basis dieses Vertrags hat die Gesellschaft den von der IKO Dachschindeln Vertrieb GmbH, Coswig, erwirtschafteten Gewinn in Höhe von EUR 350.416,31 übernommen.

Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name Anteil in Eigenkapital Ergebnis
% in Euro in Euro
IKO Dachschindeln Vertrieb GmbH, Coswig *) 100 1.451.435,53 350.416,31
IKORE GmbH, Bonn 100 -7.711.498,29 -414.362,78
IKO Insulations GmbH, Bonn 100 -902.687,82 -721.046,08

*) Ergebnis vor Ergebnisabführung

Prüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar in Höhe von TEUR 23 betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt 17 (i. Vj. 16). Davon 2 (i. Vj. 2) in der Administration, 7 (i. Vj. 7) im Maschinenshop und 8 (i. Vj. 7) im Vertrieb.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 unverändert zum Vorjahr durch Herrn Dirk Theuns, CEO bei mehreren IKO-Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden. Herr Theuns hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das erzielte Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Freemantle Investments Ltd., Calgary / Kanada (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Calgary / Kanada erhältlich.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.

 

Bonn, den 17. September 2024

gez. Dirk Theuns

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. GRUNDLAGEN

Die Gesellschaft wurde mit Notarvertrag vom 13. Mai 2003 gegründet. Die Eintragung beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn erfolgte am 16. Mai 2003 unter HRB 12496. Alleinige Gesellschafterin ist die Freemantle Investments Ltd., Calgary / Kanada (Alberta T2P 4H2 Suite 2450 Canterra, Tower 400, 3 rd Avenue S.W.), Handelsregister 201174687 (gegründet 27. April 1978).

Die Gesellschaft gehört zum international tätigen IKO-Konzern mit Zentrale in Calgary / Kanada. Die Aktivitäten der Gesellschaft bestehen neben der seit Gründung innewohnenden Holdingfunktion insbesondere im zentralen Einkauf für Unternehmen der europäischen IKO- Gruppe sowie Entwicklungs- und Maintenance-Leistungen innerhalb der europäischen IKO- Gruppe.

Eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden grundsätzlich von der Gesellschaft nicht ausgeführt. Diese Tätigkeiten werden gemeinsam mit Schwestergesellschaften im Konzernverbund wahrgenommen, um alle Synergien und das konzernweite Know-how nutzen zu können.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher." 1 Im Euroraum ist das saisonbereinigte BIP im Vergleich zum entsprechenden Quartal 2022 im vierten Quartal 2023 um 0,1% und in der EU um 0,3% gestiegen." 2

1 Destatis Pressemitteilung vom 15.01.2024-019/24: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken"
2 eurostat vom 14.02.2024: "Schnellschätzung des BIP und der Erwerbstätigkeit für das vierte Quartal 2023"

Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich [in Deutschland] weiter fort. Der Umsatz wird in diesem Jahr real um 5,3 % zurückgehen und im kommenden Jahr geht das deutsche Baugewerbe von weiteren minus 3 % aus. Verantwortlich für das Minus bleibt der Wohnungsbau, der in diesem Jahr [2023] real um 11 % einbricht. 3 In Europa stieg im Baugewerbe die durchschnittliche jährliche Produktion für das Jahr 2023 gegenüber 2022 im Euroraum um 0,2% und in der EU um 0,1%. 4

Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) sanken die Preise, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung. 5

Insgesamt war die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von den Preissenkungen bei Rohstoffen auf den globalen Märkten betroffen. Die Preisentwicklung von Methylendiphenylisocyanate (MDI), einem der von der Gesellschaft vertriebenen Rohstoff, war im Gegensatz zum Vorjahr durch eine deutliche Verminderung gekennzeichnet. Insgesamt betrug die Preisreduzierung im GJ 2023 ca. 24,21%. Die Absatzmengen sind ähnlich wie im Geschäftsjahr 2022.

Die Tätigkeit des von der Gesellschaft betriebenen Maschineshops ist unabhängig von jeglichen Konjunktur- und Preiseinflüssen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Gemessen am Umsatzanteil stellt der Zentraleinkauf von Rohstoffen für die europäischen IKO-Unternehmen unverändert die bedeutsamste Aktivität dar. Bei diesen Rohstoffen handelt es sich um MDI, Polyester und Bitumen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Rohstoffen belaufen sich auf TEUR 105.325 (Vorjahr: TEUR 139.001) und sind gegenüber dem Vorjahr um -24% gesunken. Dieser Rückgang ist auf einen Rückgang des Verkaufspreises von MDI infolge der schlechten Marktlage und der hohen Zinssätze zurückzuführen. Zum Teil ist dies auch auf den Rückgang der Verkaufsmenge von Polyester zurückzuführen.

Weiterhin entfällt nur ein geringer Anteil der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.690 (Vorjahr: TEUR 1.404) auf den sogenannten Maschineshop, der Entwicklungs- und Maintenance-Leistungen innerhalb der europäischen IKO-Gruppe übernimmt. Hier ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen.

3 Das deutsche Baugewerbe: Pressemitteilung vom 6.12.2023: "Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit"
4 Eurostat vom 20.02.2024: Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 0,8% und in der EU um 1,3% gestiegen
5 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/Inflation.html

Insgesamt haben sich die einzelnen Aktivitäten der Gesellschaft wie folgt entwickelt:

in TEUR 2023 2022 Veränderung
MDI 75.979 102.038 -26.059
Bitumen 21.999 26.392 -4.393
Polyester 7.347 10.571 -3.224
Maschineshop 1.690 1.404 286
Sonstiges 868 637 231
107.883 141.042 -33.159

Im Jahresdurchschnitt waren 17 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 16). Der Personalaufwand ist durch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl und jährliche Gehaltserhöhung um TEUR 161 auf TEUR 1.314 (Vorjahr: TEUR 1.153) gestiegen.

Die Gesellschaft tätigt ihre Geschäfte des Maschineshops in von der Schwestergesellschaft IKORE GmbH, Bonn, gemieteten Räumen.

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von TEUR 560 ist um TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 598) gesunken.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 1.194 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 794) gestiegen. Hierbei konnte die geringere Gewinnübernahme des Jahresergebnisses der Tochtergesellschaft IKO Dachschindeln Vertrieb GmbH, Coswig, durch einen deutlichen höheren Zinsertrag kompensiert werden.

Insgesamt verringerte sich so das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.541 auf TEUR 7.841 (Vorjahr: TEUR 10.382). Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 5.274 ist zum Vorjahr ebenfalls gesunken (Vorjahr: TEUR 6.959).

Die Ertragslage der Gesellschaft wird von der Geschäftsleitung weiterhin als gut eingeschätzt. Obwohl der Umsatz und das Gesamtergebnis des laufenden Jahres gesunken sind, prognostiziert das Unternehmen ein positives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 61.125 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.472 (14%) gestiegen. Die Erhöhung resultiert vor allem aus den um TEUR 6.459 auf TEUR 48.319 gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die aus der Finanzierung von Investitionen der IKO Insulations GmbH für die Errichtung einer Produktionsstätte in Bonn resultieren. Die Vorräte sind um TEUR 1.482 auf TEUR 3.562 aufgrund einer Bitumenlieferung zum Jahresende gestiegenen.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Investitionen in Anlagevermögen. Ca. 98 % des Vermögens sind kurzfristig gebunden, welches ausschließlich eigenkapitalfinanziert ist. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 87 % (Vorjahr 89 %).

Die Sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 2.327, was vor allem auf die zum Jahresende eingegangene große Vorratslieferung zurückzuführen ist, die erst nach Jahresende in Rechnung gestellt wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 1.091 erhöht, was vor allem auf den Saldo gegenüber Zephet NV zurückzuführen ist.

Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen liegen weiterhin nicht vor.

Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als stabil und positiv eingeschätzt.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Überwachung der Entwicklung des Unternehmens werden monatlich ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung kontrolliert:

2023 2022
Rohmarge (ohne sonstige betriebliche Erträge) 7,9 % 8,0 %
Umsatzrendite 7,3 % 7,4 %
Eigenkapitalquote 86,6 % 88,8 %
Jahresüberschuss TEUR 5.274 TEUR 6.959

Da sich die Verkaufspreise direkt von den Einkaufspreisen ableiten, hat sich weder die Rohmarge noch die Umsatzrendite wesentlich verändert.

Zur Unternehmenssteuerung werden hauptsächlich die Kennzahlen Umsatzerlöse sowie Jahresüberschuss herangezogen. Die Umsatzprognose des Vorjahres mit einem Minus von 3% ist aufgrund des nicht vorhersehbaren und deutlich gesunkenen Preisniveaus der vertriebenen Produkte nicht eingetroffen. Die Verminderung des Umsatzes beträgt 23,5%. Entsprechend ist der Jahresüberschuss entgegen der Prognose (ebenfalls -3%) um 24,2% gesunken.

Arbeits- und Gesundheitsschutz haben bei IKO Group weiterhin einen sehr hohen Stellenwert.

Die Arbeitnehmer von Iko Services & Engineering GmbH haben jedes Jahr Sicherheitsunterweisungen und Trainings, wie gesetzlich vorgeschrieben.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht eingesetzt.

III. PROGNOSEBERICHT

Gemäß ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 ist die Stimmung unter Unternehmen und Haushalten in Deutschland schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in 2024 nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. In 2025 wird angenommen, dass die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen wird. 6 Für Europa rechnet die Europäische Kommission mit niedrigeren Wachstumsraten als 2023 vorausgesagt. Die Inflation dürfte in 2024 ihren Abwärtstrend fortsetzen. Weiterhin geht die Kommission für 2024 nur noch von einem Wachstum von 0,9 % (statt 1,3 %) in der EU und 0,8 % (statt 1,2 %) im Euro-Raum aus. 7

Das deutsche Baugewerbe geht davon aus, dass der Wohnungsbau weiter einbricht und 2024 mit -13 % seinen Sinkflug fortsetzt. 8 Auch für die Bautätigkeit in Europa wird in einem weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeld auch in 2024 mit einem Rückgang von 2,1 % gerechnet. 9

Die Inflationsraten in den EU-Ländern im Februar 2024 sind in der Europäischen Union auf rund 2,8% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken und erholen sich damit deutlich, nachdem im Oktober 2022 der höchste Wert seit Bestehen der Europäischen Union festgestellt wurde.

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Rückgang der Umsatzerlöse von 11% bei gleichbleibender Rohmarge und Umsatzrendite (jeweils in %). Die Gesellschaft geht von einem leicht höherem Rückgang des Jahresüberschusses aufgrund von Umlagen an die IKO Insulations GmbH aus.

Weiterhin ist geplant, den Tochtergesellschaften IKORE GmbH, Bonn, und IKO Insulations GmbH, Bonn, auch im Jahr 2024 finanzielle Mittel zur Finanzierung ihrer Investitionen zur Verfügung zu stellen.

Die Liquidität bei der IKO Services & Engineering GmbH wird weiterhin mehr als ausreichend sein.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Gesellschaft ist grundsätzlich Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt, die mit einer unternehmerischen Tätigkeit einhergehen können. Diese können die Geschäftstätigkeit, die Reputation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Fähigkeit, gesteckte Ziele zu erreichen, maßgeblich beeinträchtigen.

6 ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt
7 Europäische Kommission: Presseartikel vom 15.02.2024: EU-Wirtschaftsprognose: Schnellerer Inflationsrückgang und langsameres Wachstum
8 Das deutsche Baugewerbe: Pressemitteilung vom 6.12.2023: "Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit"
9 ifo Schnelldienst 2 / 2024 77. Jahrgang 14. Februar 2024: Europäische Baukonjunktur verliert 2024 weiter an Dynamik

Auf Konzern-Ebene wurden operative und strategische Risiken, rechtliche Risiken und Compliance Risiken sowie finanzielle Risiken identifiziert. Darüber hinaus können weitere Risiken auftreten, die zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind oder aktuell unbedeutend erscheinen mögen. Von diesen Risiken können ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Rentabilität und die Finanzlage der IKO-Gruppe oder ihrer Fähigkeit, ihre Ziele zu erreichen, ausgehen. Die Gesellschaft ist in das Finanz- und Risikomanagement der IKO-Gruppe eingebunden. Bestandteile des Finanz- und Risikomanagementsystems sind unter anderem die monatliche Berichterstattung, laufende Soll-Ist-Vergleiche sowie zentrale Vorgaben und Prüfungen bestimmter Sachverhalte.

Chancen

Chancen könnten sich insbesondere aus der Ausweiterung der eigenen Handelsaktivitäten ergeben. Jedoch sind die Erwartungen in Bezug auf Umsatz und Jahresergebnis abhängig von den unsicheren Entwicklungen von Rohstoffpreisen und Wechselkursen.

Chancen können sich auch aus einer Steigerung der Beteiligungsergebnisse ergeben, wenn die Tochtergesellschaften es schaffen, ihrerseits ihre geschäftlichen Aktivitäten auszuweiten.

Risiken

Wesentliche finanzielle Risiken werden derzeit von der Gesellschaft aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Einbindung in den IKO-Konzern nicht gesehen.

Weiterhin bestehen ausreichende Versicherungen zur Abdeckung potentieller Schäden.

Die oben beschriebenen Chancen in Bezug auf die Beteiligungsergebnisse können gleichwohl auch Risiken beinhalten, wenn die Tochtergesellschaft wider Erwarten nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Hierdurch könnte die Ertragslage der IKO Services & Engineering GmbH negativ beeinflusst werden.

Auf der Absatzseite unterliegt die IKO S&E grundsätzlich dem Zahlungsausfallrisiko. Aufgrund ihrer überwiegenden Tätigkeit als konzerninternen Beschaffungsgesellschaft ist dieses Risiko bei ihr aber unterproportional ausgeprägt. Langfristig sieht die Gesellschaft ein generelles Risiko in der mittelfristigen Entwicklung der Groß- und Einzelhändler, der Endkunden der IKO Gruppe.

Auf der Beschaffungsseite sieht sich die Gesellschaft den von ihr nicht beeinflussbaren Preisschwankungen für die Rohstoffe ausgesetzt. Sie entgegnet diesem Risiko jedoch durch laufende Überwachung und Analyse der aktuellen Entwicklungen, um dann im geeigneten Moment entsprechend handeln zu können.

Derzeit sieht sich das Unternehmen mit sinkenden Preisen und einem sich verschlechternden Baumarkt (sowohl Bedachung als auch Isolierung) konfrontiert. Dennoch wird es dem Unternehmen gelingen, die Marge im Jahr 2024 zu halten.

Zusammenfassende Beurteilung

Die Gesamtchancen- und -risikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelchancen und -risiken. Nach den zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen sind Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Tätigkeit hinausgehen, derzeit nicht erkennbar. Insbesondere bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

V. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG

Das Unternehmen wird auch im Jahr 2024 über eine positive Rentabilität und Liquidität verfügen.

 

Bonn, den 17. September 2024

gez. Dirk Theuns

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IKO Services & Engineering GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IKO Services & Engineering GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IKO Services & Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 17. September 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer

HRB 12496

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 am 23.9.2024 festgestellt.

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