Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 103619
Vorher
Mercer Management Consulting GmbHMercer Management Consulting Holding GmbH
Eingetragen
8.9.1993
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenUnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von genehmigungsfreien Beratungsleistungen aller Art, einschließlich der Unternehmens- und betriebswirtschaftlichen Beratung. Weiter Beteiligung jeder Art an Unternehmen; Erwerb anderer Unternehmen; Halten, Verwaltung und Verwertung von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen; Verwaltung und Erwerb von unbebauten und bebauten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und von sonstigen Vermögensgegenständen sowie Beteiligung an anderen Unternehmen zu diesem Zweck.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Brandt
seit 27.3.2025
Geschäftsführer
Lars Stolz
seit 7.11.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Nicholas Mark Studer
seit 5.10.2021
Geschäftsführer
Matthew Cunningham
seit 18.2.2015
Geschäftsführer
Jeremy Badman
seit 18.2.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Marsh & McLennan Europe S.à r.l.LUX
58.56%
Marsh & McLennan Europe S.à r.l.LUX
41.44%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Marsh & McLennan Europe S.à r.l.
Luxembourg
292800
58.56%
Marsh & McLennan Holding GmbH
Germany
207200
41.44%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oliver Wyman GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Geschäftsmodell

Die Oliver Wyman-Gruppe, eine Unternehmensgruppe der Marsh & McLennan Companies (MMC), ist ein weltweit führendes Beratungsunternehmen mit über 6.800 Mitarbeitern in rund 30 Ländern. Marsh & McLennan Companies ist ein internationales einem Jahresumsatz von mehr als Mrd. USD 22,7. Zu MMC gehören neben Oliver Wyman auch der Versicherungsmakler und Risikoberater Marsh, der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter sowie Mercer als Beratung für Personal- und Finanzmanagement. Die Aktie von Marsh & McLennan Companies (Börsenkürzel: MMC) wird an den Börsen von New York, Chicago und London gehandelt.

Oliver Wyman gehört in diesem Verbund zu den führenden Strategieberatern weltweit und in Deutschland. Wir kombinieren ausgeprägte Branchenspezialisierung mit hoher Methodenkompetenz bei Strategieentwicklung, Prozessdesign, Risikomanagement, Organisationsberatung und Führungskräfteentwicklung.

Wir arbeiten für führende nationale und internationale Unternehmen in den deutschsprachigen Ländern, in Osteuropa und weltweit. In unseren Büros in München, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin sind über 570 Mitarbeiter in den Branchen Actuarial, Automobil, Bildung, Energie, Handel, Fertigungsindustrie, Finanzdienstleistungen, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Medien, Pharma, Public Sector, Telekommunikation und Transport tätig. Alle Oliver Wyman Practices sind auch in Deutschland vertreten. Zusätzlich ziehen wir weltweit unsere Experten hinzu, um für jede Aufgabe das beste Team stellen zu können.

Die Unternehmensstruktur der Gesellschaft orientiert sich an ihrer Kundschaft. Unterhalb der zentralen Geschäftsleitung besteht eine divisional organisierte Unterteilung in Industriegruppen.

Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftliche Lage war laut dem Statistischem Bundesamt auf im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs sowie die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Überdies kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen hinzu. Dies spiegelt sich auch im preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 wider, welcher im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken ist. 1

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Geschäftsjahr 2023 setzte die Consultingbranche ihr Wachstum weiter fort. Die Umsätze stiegen vor allem in den innovativen Beratungssegmenten wie KI (Künstlicher Intelligenz) oder Nachhaltigkeit deutlich an. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet der BDU ein Umsatzwachstum von 9,8 %. 2

Das Segment mit dem größten Wachstum ist mit 14,1 % die Energie- und Versorgungswirtschaft, gefolgt von Healthcare (13,7 %), Telekommunikation und IT (13,5 %), Pharma (13,4 %) und Maschinenbau (12,7 %). Von den vier Hauptberatungsfeldern verzeichnet die Strategieberatung mit 10,4 Prozent das größte Umsatzwachstum gefolgt von IT-Beratung (9,6 %) und Organisations- und Prozessberatung (9,5 %). 3

In Deutschland lag die Zahl aller Mitarbeitenden in der Unternehmensberatung bei rund 230.000 von denen ca. 180.000 als Unternehmensberater:innen beschäftigt waren. Es wurde von etwa 175 Consultingfirmen mehr als Mio. EUR 50,0 Jahresumsatz erwirtschaftet. 4

GESCHÄFTSVERLAUF

Im Jahr 2023 verzeichnete die Oliver Wyman GmbH ein deutliches Umsatzwachstum von 17,8 % von Mio. EUR 216,8 auf Mio. EUR 255,4. Die Erwartungen, die einen Anstieg zwischen 5 bis 10 % vorsahen, wurden damit deutlich übertroffen. Wie sich dies über die einzelnen Beratungsfelder verteilt ist unter dem Absatz zur Ertragslage im Detail erörtert.

Das operative Ergebnis vor Steuern sowie das Jahresergebnis liegen mit einer Steigerung um Mio. EUR 7,2 auf Mio. EUR 17,0 bzw. um Mio. EUR 8,2 auf Mio. EUR 25,4 ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die gestiegenen Umsatzerlöse.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?_ blob=publicationFile (Abruf vom 11. März 2024)
2 https://www.bdu.de/news/prognose-umsaetze-steigen-in-2024-auf-mehr-als-50-milliarden-euro/ (Abruf vom 07. Juni 2024)
3 Ebd.
4 Ebd.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr mit einer Veränderung um Mio. EUR 38,6 bzw. 17,8 % auf Mio. EUR 255,4 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen - ebenso wie die Gesamtleistung (Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderung) mit 18,1 % von Mio. EUR 217,0 auf Mio. EUR 256,3. In den einzelnen Umsatzbereichen stellte sich die Entwicklung wie folgt dar.

Der Bereich Financial Services hat sich mit einem Zuwachs um Mio. EUR 36,2 besonders positiv entwickelt. Die Bereiche Retail (Mio. EUR 7,8), Transportation (Mio. EUR 8,3), Actuarial (Mio. EUR 0,7) und Health & Life Services (Mio. EUR 4,3) haben sich ebenfalls positiv entwickelt. Hingegen rückläufig entwickelten sich die Bereiche Manufacturing mit einem Minus von Mio. EUR 2,8; Communication mit einem Minus von Mio. EUR 5,3 sowie der Bereich Energy mit einem Minus von Mio. EUR 10,6.

Die personalbezogenen Kosten der Leistungserbringung (inkl. bezogener Leistungen) sind im Vergleich zur Umsatzentwicklung von Mio. EUR 163,2 um 19,2 % auf Mio. EUR 194,4 gestiegen. Der Zuwachs entfällt mit Mio. EUR 18,5 auf die Personalaufwendungen und mit Mio. EUR 12,8 auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Personaleinsatzquote beträgt somit bezogen auf die Gesamtleistung insgesamt 75,9 % nach 75,2 % im Vorjahr.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 1,5 betrifft mit Mio. EUR 0,5 überwiegend Erträge aus Untermiete an andere Gesellschaften innerhalb der Marsh and McLennan Organisation.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,4 bzw. 3,2 % gestiegen. Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der erstattungsfähigen Aufwendungen (projektbezogene Reisekosten) um Mio. EUR 1,5.

Das Finanzergebnis beträgt Mio. EUR 8,8 (Vj.: Mio. EUR 9,7) resultierend aus mehreren teilweisen gegenläufigen Effekten; (i) die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sind um Mio. EUR 3,2 zurückgegangen; (ii) die Beteiligungserträge sind um Mio. EUR 1,9 gestiegen und (iii) die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind um Mio. EUR 0,6 gestiegen.

Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich auf Grund des im Jahr 2022 geschlossenen Gewinnabführungsvertrags mit der Gesellschafterin Marsh & McLennan Holding GmbH dahingehend verändert, dass der Jahresüberschuss auf dem laufenden Geschäftsjahr vollständig abgeführt wird. Die Eigenkapitalquote ist mit 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr mit 4,0 % aufgrund der höheren Bilanzsumme leicht gesunken.

Das Unternehmen wird aus eigenen und konzerninternen Mitteln finanziert. Es bestehen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.

Die liquiden Mittel werden - abgesehen von Guthaben bei Kreditinstituten - seit der Einführung des Cash Pooling in der Bilanzposition "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgewiesen. Die liquiden Mittel betragen am Bilanzstichtag Mio. EUR 10,9 (Vj.: Mio. EUR 21,1).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Jahr 2022 um Mio. EUR 13,8 auf Mio. EUR 141,6 gestiegen. Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite insbesondere aus den konzerninternen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die um Mio. EUR 39,2 höher als im Vorjahr sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Mitarbeit bei Projekten von Schwestergesellschaften. Gegenläufig haben sich das konzerninterne Cash Pool-Guthaben um Mio. EUR 10,2 sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 18,4 reduziert. Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert dabei im Wesentlichen aus Forderungen gegen steuererhebende Behörden in Folge der bestehenden ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft.

Auf der Passivseite betrifft der Anstieg insbesondere die um Mio. EUR 13,8 gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem um Mio. EUR 10,2 gestiegenen kurzfristigen Darlehen sowie aus der um Mio. EUR 8,2 höheren Ergebnisabführung. Gegenläufig haben sich hier die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 4,5 reduziert. Ferner stehen bei den Rückstellungen den um Mio. EUR 3,6 gestiegenen, sonstigen Rückstellungen, die im Wesentlichen aus ergebnisabhängigen Personalrückstellungen resultiert, die um Mio. EUR 3,1 geringere Steuerrückstellungen entgegen.

Insgesamt schätzen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als gut ein.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird im Wesentlichen nach Leistungskennzahlen wie Umsatzerlösen, operatives Ergebnis vor Steuern (ohne Finanzergebnis) und Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) gesteuert.

Verhaltenskodex

Unser Verhaltenskodex "The Greater Good", an den alle unsere Mitarbeiter gebunden sind, bündelt die zentralen Grundsätze unseres Handelns. Die Richtlinien umfassen Themen des Rechts, der Ethik und des Risikomanagements und helfen uns, richtig zu handeln, um Kollegen, Kunden, Aktionäre sowie Gemeinschaften nicht zu gefährden - gerade, wenn es sich nicht um eindeutig zu erfassende Problemstellungen handelt.

Umwelt

Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, unsere Geschäfte so zu führen, dass wir unsere Umwelt für zukünftige Generationen nicht zerstören, sondern sie schützen. Ferner unterstützen wir unsere Kunden dabei neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um adäquat auf die Umweltrisiken zu reagieren und die damit einhergehenden notwendigen Veränderungen wirtschaftlich überzeugend zu gestalten.

Arbeitnehmer

"Unseren Unternehmenserfolg verdanken wir in erster Linie den Menschen bei Oliver Wyman."

Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf eine starke Leitlinie zum Thema Vielfalt und Integration (Diversity & Inclusion), um das Kernanliegen - sehr gute und motivierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen, auszubilden, zu halten und zu motivieren - verwirklichen zu können.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Gesellschaft überschreitet im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 564 (Vorjahr: 488) Mitarbeitern erstmals die Grenze von 500 Mitarbeitern. Bisher wurden noch keine Beschlüsse zur Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FührposGleichberG) gefasst. Die Beschlussfassung ist im Rahmen der nächsten Gesellschafterversammlung vorgesehen.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

PROGNOSEBERICHT

Der "World Economic Outlook" (WEO), welcher vom Internationalen Währungsfond (IWF) herausgegeben wird, sagte im Januar 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 % für 2024 und 3,2 % für 2025 voraus. 5 Die Prognose liegt jedoch unter dem historischen Durchschnitt, was vor allem auf die hohen Leitzinsen der Zentralbanken und das geringe Produktivitätswachstum zurückzuführen ist. Die globale Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 5,8 % in 2024 und 4,4 % im Jahr 2025 sinken. 6

Der Geschäftsklimaindex des BDU liegt aktuell bei 96,3 Punkte (Vgl. Q3/2023: 96,0). Die Prognose bleibt im Vergleich zum Herbst 2023 stabil und 81 % der Befragten beurteilen die Geschäftsaussichten zum Jahresende optimistisch. 7

Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges und der volatilen Konjunktur hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft. Wir rechnen damit, dass sich dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld in leicht steigende Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen übersetzen wird, insbesondere in den Themenfeldern Restrukturierung, Kostensenkung und Reorganisation. Gleichzeitig erwarten wir weiter gesteigertes Kostenbewusstsein bei den Beratungskunden. Im Ergebnis erwarten wir ein Wachstum des deutschen Beratungsmarkts zwischen 1 und 3 %.

Oliver Wyman ist für dieses Marktumfeld gut aufgestellt. Wir rechnen für 2023 mit einer Umsatzsteigerung von 2-5 % und einem Wachstum des operativen Ergebnisses sowie des Jahresergebnisses innerhalb der gleichen Bandbreite.

5 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024 (Abruf vom 11. März 2024)
6 Ebd.
7 https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-januar-24-die-stimmung-im-consulting-ist-weiterhin-stabil/ (Abruf vom 11. März 2024)

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Als Unternehmen der in den USA börsennotierten MMC-Gruppe unterliegen wir den strengen Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Hierzu zählt insbesondere auch die Einrichtung eines Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung, deren Wirksamkeit regelmäßigen internen und externen Prüfungen unterliegt. Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft ein umfassendes Controllingsystem zur Steuerung des Geschäfts. Dies umfasst sowohl finanzielle als auch operative Kennzahlen. Die zur Steuerung herangezogenen Informationen stammen aus der Jahresplanung, dem monatlichen Forecasting sowie aus Ist-Daten. Dieses System erlaubt der Geschäftsführung und dem Management, Entscheidungen zu treffen, die auf einer fundierten Informationsbasis bezüglich der aktuellen Situation und der erwarteten Entwicklung der wirtschaftlichen und operativen Leistungsfähigkeit beruhen. Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Zur Umsetzung hat die Oliver Wyman-Gruppe verschiedene, aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsystemelemente etabliert. Hierzu gehören neben dem oben genannten Controllingsystem, das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie unser Compliance-Managementsystem.

Die breite inhaltliche Aufstellung gepaart mit der ausgeprägten Branchenspezialisierung mit hoher Methodenkompetenz bei Strategieentwicklung, Leistungssteigerung, Risikomanagement, Organisationsberatung und Führungskräfteentwicklung reduziert zusätzlich die Risiken der künftigen Entwicklung für die Gesellschaft.

Wesentliche Finanzinstrumente sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. verbundene Unternehmen) sowie die konzerninternen Darlehen.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Debitorenmanagement. Aufgrund der Kundenstruktur schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen, dem Cash-Pool-Guthaben und den konzerninternen Verbindlichkeiten bestehen aufgrund der soliden finanziellen Konzernverhältnisse nicht.

Die Gesellschaft hat sich wie in den Vorjahren nicht gegen Währungskursrisiken abgesichert. Dies betrifft vor allem die Transaktionen von aus dem Konzernverbund zugekauften Beratungsleistungen sowie ein bestehendes Fremdwährungsdarlehen in USD.

Durch das monatliche Controlling und die auferlegten Sparmaßnahmen bleiben die betrieblichen Kosten und die Erträge im Fokus, um unerwartete Abweichungen rechtzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen gegensteuern zu können.

Dem Risiko der Mitarbeiterabwerbung begegnet Oliver Wyman durch aktives HR und Talent Management.

Insgesamt ist die Gesellschaft derzeit keinen größeren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Risiken in der nahen Zukunft bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld und mit dem Ausbau vorhandener und neuer Geschäftsfelder, die wettbewerbsbedingte Schwankungen einschließen.

 

München, den 28. August 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.756.320,52 2.012
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.411.919,18 14.412
19.168.239,70 16.424
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 1.583.597,84 663
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.841.620,51 40.937
2. Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen 26.233.465,64 17.105
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.308.611,80 27.649
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.534.053,52 23.939
119.917.751,47 109.630
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 600.000,00 600
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
davon Guthaben bei verbundenen Unternehmen EUR 18.485,28 (Vj.: TEUR 19) 18.485,28 19
122.119.834,59 110.912
C. Rechnungsabgrenzungsposten 353.885,70 515
141.641.959,99 127.851

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 256
II. Kapitalrücklage 2.772.677,71 2.772
III. Gewinnvortrag 2.086.854,71 2.087
IV. Jahresüberschuss 0,00 0
5.115.178,36 5.115
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 3.767.015,92 3.899
2. Steuerrückstellungen 0,00 3.134
3. Sonstige Rückstellungen 67.070.231,17 63.430
70.837.247,09 70.463
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.263.377,87 45.419
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.841.639,73 3.669
davon aus Steuern: EUR 1.620.078,47 (Vj.: TEUR 1.692)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 400.751,63 (Vj.: TEUR 221)
62.105.017,60 49.088
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.584.516,94 3.185
141.641.959,99 127.851

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 255.370.687,85 216.760
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 920.388,86 237
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.524.462,91 758
257.815.539,62 217.755
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.889.459,51 46.101
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 122.477.526,93 106.486
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.052.265,61 10.571
davon für Altersversorgung: EUR 5.078.034,96 (Vorjahr: TEUR 3.547)
135.529.792,54 117.057
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 849.266,03 645
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.577.704,04 44.171
davon sonstige Steuern EUR 106,561.17 (Vorjahr: TEUR 70)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 653.804,81 3.830
9. Erträge aus Beteiligungen 8.400.000,00 6.550
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 8.400.000,00 (Vorjahr: TEUR 6.550)
10. Zinsen und ähnliche Erträge 663.741,95 76
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 663.741,95 (Vorjahr: TEUR 76)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 943.929,90 748
davon an verbundene Unternehmen: EUR 943.929,90 (Vorjahr: TEUR 748)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 378.280,77 2.305
davon Aufwendungen aus latenten Steuern EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 2.470)
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -25.364.653,59 -17.184
14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Oliver Wyman GmbH, München, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München, unter der Firmennummer HRB 103619, wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Oliver Wyman GmbH, München, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist entsprechend § 265 Abs. 2 HGB ein gesonderter Posten mit der Bezeichnung "Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen" enthalten. Dieser Posten wurde gebildet, um Forderungen aus erbrachten aber noch nicht abgerechneten Dienstleistungen gesondert darzustellen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt und auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt; Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind unverändert zum Vorjahr nicht erforderlich. Diese werden gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 S. 6 HGB nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Noch nicht vollständig erbrachte Werkverträge sind entsprechend des Grades der Leistungserbringung bis zum Bilanzstichtag - unter Berücksichtigung des Herstellungskostenprinzips - bewertet und als unfertige Leistungen bilanziert. In die Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen.

Die weiterbelastbaren Auslagen werden in Höhe der Ausgaben erfasst. Die unfertigen Leistungen sind verlustfrei bewertet; notwendige Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diesen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre verpfändet und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Da im Rahmen der Ergänzungsabsicherung die Höhe der Versorgungsleistungen durch verpfändete kongruente Rückdeckungsversicherungen definiert wird, ist diese bilanziell wie eine wertpapiergebundene Zusage zu behandeln. Der Wert der Versorgungsverpflichtungen entspricht in diesem Fall handelsrechtlich dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden die Verpflichtungen mit den gleich hohen Aktivwerten saldiert; entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Im Rahmen der Vermögensverrechnung wurden die verpfändeten Aktivwerte und die dem entsprechend in gleicher Höhe gegenüberstehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von Mio. EUR 12,1 (Vj.: Mio. EUR 11,7) saldiert.

Aufgrund von teilweise nicht verpfändete Aktivwerten besteht Verpflichtungsüberhang von Mio. EUR 3,8 (Vj.: Mio. EUR 3,9), der entsprechend nicht saldiert wird. Der Ausweis erfolgt entsprechend unter der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" bzw. der Position "Pensionsrückstellungen". Es ist vorgesehen die Verpfändung im Geschäftsjahr 2024 vorzunehmen.

Neben den Direktzusagen, für die Pensionsrückstellungen in der Bilanz mit Aktivwerten saldiert werden, existieren bei der Oliver Wyman GmbH mittelbare Pensionsverpflichtungen, die bei der ProFund Unterstützungskasse e.V. geführt werden. Die ProFund Unterstützungskasse ist eine rückgedeckte Unterstützungskasse, bei der Mitarbeiter auf Basis des seit dem 12. Dezember 2003 gültigen Leistungsplans, der für Neuzugänge nach dem 31. Dezember 2008 geschlossen wurde, dienstzeit- und gehaltsabhängige Versorgungsleistungen erwerben. Pensionsrückstellungen werden für mittelbare Versorgungszusagen in Einklang mit Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht gebildet. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich eine Unterdeckung in Höhe von Mio. EUR 30,8 (Vj.: Mio. EUR 31,1).

Zur Ermittlung der Unterdeckung erfolgte die Bewertung der mittelbaren Pensionsverpflichtung nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der so genannten "Projected-Unit-Credit-Methode" sowie der Richttafeln 2018G der Heubeck AG. Die Berechnungen basieren auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

Parameter 2023 2022
Gehaltstrend 5,20 5,20
Rententrend 1,00 1,00
Zinssatz 1,74 1,78
BBG-Trend 2,00 2,00
Fluktuation bis Alter 30 11,10 11,10
Alter 31-40 15,40 15,40
ab Alter 41 14,40 14,40

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Es sind alle zur Zeit der Erstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und Verpflichtungen berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nur in unwesentlichem Umfang und werden aus Wesentlichkeitsgründen daher nicht abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden ebenfalls nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit dieser Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen:

Gesellschaft Jahr Anteil Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Oliver Wyman S.L., Madrid, Spanien 2023 52 21.769 2.827
Oliver Wyman s.r.l., Mailand, Italien 2023 100 1.423 4.175
Nera Economic Consulting GmbH, München 2023 100 25 654 *)

*) Vor Ergebnisabführung

Vorräte

Als unfertige Leistungen werden die bis zum Stichtag angefallenen Leistungen (Arbeitsstunden und Auslagen) erfasst, die im Rahmen von nicht abgeschlossenen Werkverträgen angefallen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio. EUR 31.12.2023 Vorjahr
Gesellschafterin 0,0 0,0
Cash Pooling 10,9 21,1
Ergebnisabführung NERA Consulting GmbH 4,5 3,8
Lieferungen und Leistungen 41,9 2,7
57,3 27,6

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr DM 500.000 (Mio. EUR 0,3).

Das Eigenkapital weist ebenfalls einen vor organschaftlichen Gewinnvortrag von Mio. EUR 2,1 aus, welcher von der Ergebnisabführung unberührt bleibt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Arbeitnehmerboni, Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub, Rückstellung für Reisekosten sowie ausstehende Rechnungen.

Die Rückstellungen enthalten mit Mio. EUR 4,5 (Vj.: Mio. EUR 4,1) Arbeitnehmerboni mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio. EUR 31.12.2023 Vorjahr
Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung 25,4 17,2
Gesellschafterin 25,4 17,2
Kurzfristige Darlehen 30,2 20,0
Lieferungen und Leistungen 3,7 8,2
59,3 45,4

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die Sparten bzw. "Practices" wie folgt:

in Mio. EUR 2023 Vorjahr
Financial Services 77,6 41,4
Manufacturing & Automotive 76,3 79,1
Energy 32,1 42,7
Retail 24,7 16,9
Transportation 16,6 8,3
Actuarial 12,9 12,2
Health & Life Sciences 9,4 5,1
Communication 5,8 11,1
255,4 216,8

Die Umsätze werden überwiegend im Inland bzw. aus der Unterstützung von Projekten von Schwestergesellschaften erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Gewinne aus der Fremdwährungsrumrechnung von Mio. EUR 0,4 (Vj.: Mio. EUR 0,3).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Kostenumlagen an verbundene Unternehmen, Kosten der Geschäftsräume und Managementgebühren, Reise-, Repräsentations-, Bewirtungs-, Werbe- und Versicherungskosten sowie Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung von Mio. EUR 0,3 (Vj.: Mio. EUR 5,0).

Die auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltenen Gewinne beinhalten das ohne Ergebnisabführung entstandene Jahresergebnis der Nera Economic Consulting GmbH, München, in Höhe von Mio. EUR 0,7 (Vj.: Mio. EUR 3,8).

Außergewöhnliche und periodenfremde Aufwendungen oder Erträge

Aufwendungen oder Erträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremde Aufwendungen oder Erträge sind wie im Vorjahr nicht bzw. in nicht nennenswerter Höhe angefallen.

Ergebnisverwendung

Der erwirtschaftete Jahresüberschuss vor Gewinnabführung wird aufgrund des seit 9. Dezember 2022 wirksamen Gewinnabführungsvertrages an die Marsh & McLennan Holding GmbH, München, abgeführt. Die Abführung umfasst dabei auch grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge.

V. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei der Oliver Wyman GmbH bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen, die bei der ProFund Unterstützungskasse e.V. geführt werden. Die ProFund Unterstützungskasse ist eine rückgedeckte Unterstützungskasse, bei der Mitarbeiter dienstzeit- und gehaltsabhängige Versorgungsleistungen erwerben. Pensionsrückstellungen werden für mittelbare Versorgungszusagen in Einklang mit Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht gebildet. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich eine Unterdeckung in Höhe Mio. EUR 30,8. Die Risiken einer möglichen Inanspruchnahme nicht durch die bestehenden Rückdeckungsversicherungen gedeckter Verpflichtungen werden aufgrund des langfristigen Charakters der Verpflichtungen und dem aktuell historisch niedrigem Zinsniveau als gering eingestuft.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB.

Sonstige, nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen Mio. EUR 27,9 (Vj.: Mio. EUR 6,2). Darauf entfallen Mio. EUR 0,0 (Vj.: Mio. EUR 0,2) auf verbundene Unternehmen. Die Fälligkeiten verteilen sich wie folgt:

TEUR
fällig in 2023 4.392
fällig in 2024 und später 23.491
Gesamt 27.883

Die Operating Leasingverträge wurden abgeschlossen, um die Kapitalbindung zu vermindern. Nennenswerte Chancen und/oder Risiken resultieren hieraus nicht.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 564 (Vj.: 488) angestellte Arbeitnehmer.

Diese teilen sich wie folgt auf:

Anzahl
Partner 79
Consultants 298
Support 145
Specialist 42
Gesamt 564

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Dr. Kai Bender, Partner & Market Leader für Deutschland und Österreich Oliver Wyman GmbH, Berlin

Herr Richard Hell, Partner Oliver Wyman, Egglham (bis 07.11.2023)

Herr Lars Stolz, Partner Oliver Wyman, Starnberg (ab 07.11.2023)

Herr Dr. rer. pol. August Joas, Partner & Head of Automotive OEM Team Oliver Wyman GmbH, Pullach (bis 26.05.2023)

Herr Jeremy Badman, Chief Operating Officer Oliver Wyman Group, Kingston upon Tharmes / Vereinigtes Königreich

Herr Matthew Cunningham, Chief Financial Officer Oliver Wyman Group, Ridgewood / Vereinigte Staaten von Amerika

Herr Nicholas Mark Studer, President & CEO Oliver Wyman Group, Guildford / Vereinigtes Königreich

Herr Christian Alfred Edelmann, Region Co-Head Europe Oliver Wyman Group, London / Vereinigtes Königreich

Herr Gilles Charles Paul Roucolle, Region Co-Head Europe Oliver Wyman Group, Paris / Frankreich

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft, mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten, Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Jahr 2023 Mio. EUR 4,4 (Vj.: Mio. EUR 2,3).

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar belief sich auf TEUR 85 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft Oliver Wyman GmbH, München, ist gemäß § 271 Abs. 1 HGB ein Tochterunternehmen der Marsh & McLennan Companies Holdings (Luxembourg) S.a.r.l. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen zur Marsh & McLennan Companies Inc., New York, USA, und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen.

Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in den nach US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Marsh & McLennan Companies Inc., New York, USA, einbezogen. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht ergeben sich insbesondere aus

der Folgebewertung eines Geschäfts- und Firmenwertes (Impairment only approach),

der Teilgewinnrealisierung (Anwendung der "Percentage of Completion Method") für Aufträge entsprechend dem Leistungsfortschritt,

der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen.

Dieser befreiende Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft und im Internet unter www.mmc.com/investors oder www.sec.gov erhältlich; er soll zusätzlich im elektronischen Bundesanzeiger in englischer Sprache offengelegt werden. Die Gesellschaft selbst erstellt unter Bezugnahme auf § 292 HGB keinen eigenen Teilkonzernabschluss nach § 290 HGB.

Mindestbesteuerung (Pillar 2)

Zum Bilanzstichtag wurden die Base-Erosion-and-Profit-Shifting- (BEPS)-Pillar-2-Regelungen mit dem Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (MinBestRL-UmsG) in deutsches Recht überführt (Mindeststeuergesetz, MinStG), treten aber erst zum 1. Januar 2024 in Kraft. Das Thema wird auf Ebene der Marsh & McLennan Companies Holdings Luxembourg S.a.r.l./Luxemburg, analysiert und behandelt. Auswirkungen auf die Gesellschaft sind jedoch nicht zu erwarten.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, über die zu berichten wäre.

 

München, den 28. August 2024

Oliver Wyman GmbH

Dr. Kai Bender

Nicholas Mark Studer

Lars Stolz

Gilles Charles Paul Roucolle

Jeremy Badman

Matthew Cunningham

Christian Alfred Edelmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.020.812,84 3.593.314,30 0,00 12.614.127,14
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.411.919,18 0,00 0,00 14.411.919,18
23.432.732,02 3.593.314,30 0,00 27.026.046,32
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.008.540,59 849.266,03 0,00 7.857.806,62
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.008.540,59 849.266,03 0,00 7.857.806,62
Nettobuchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.756.320,52 2.012.272,25
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.411.919,18 14.411.919,18
19.168.239,70 16.424.191,43

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Oliver Wyman GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oliver Wyman GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oliver Wyman GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 28. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Arno Böhmerle, Wirtschaftsprüfer

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